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In diesem Video erklärt Prof. Dr. med. Jochen Hawlitschek die komplexen Zusammenhänge des Immunsystems und wie wir es auf natürliche Weise stärken können. Er beleuchtet die Bedeutung von Blut, Bewegung, Ernährung und einem positiven Lebensstil für unsere Abwehrkräfte. Dabei werden auch die negativen Auswirkungen von Stress, ungesunden Gewohnheiten und bestimmten Substanzen thematisiert.


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Serie: Das Geheimnis eines langen Lebens

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Transkript

[0:15] Eines der kompliziertesten Fächer überhaupt hatte ich. Viele lateinische Namen, wenig verstand. Es hat lange Jahre gedauert, bis ich die Zusammenhänge besser verstanden habe. Und ich glaube, ich werde auch in der Ewigkeit weiter lernen müssen, denn das Immunsystem ist so clever. Wenn Gott etwas geschaffen hat, das kompliziert ist und prima funktioniert, dann ist es das.

[1:00] Das Wort "System" bedeutet Zusammenarbeit von verschiedenen anderen Organen oder Funktionen in unserem Körper. Was ist eigentlich das Immunsystem? Heutzutage liest man auch in populären Zeitschriften: "Diese Substanz stärkt das Immunsystem", "Diese Pflanze stärkt das Immunsystem". Und es wird viel Werbung gemacht. Was ist das eigentlich? Das ist die Frage.

[1:48] Unsere Zellen, wir sind ja aufgebaut von Zellen, Millionen Zellen. Und diese einzelnen Zellen haben Bedürfnisse. Sie brauchen Sauerstoff, Wasser, Nährstoffe. Müssen auch die Schadstoffe und welche Verbrauch die Stoffe ausscheiden. Und die Zellen müssen geschützt werden vor Schadstoffen, vor Giften. Das Blut versorgt diese fünf Bedürfnisse der Zellen. Die Bibel sagt: "Das Blut ist das Leben." Und im Blut können wir nicht leben. Und wenn wir Blut haben und es zirkuliert nicht, können wir auch nicht leben.

[2:46] Wir sehen hier ein Blutgefäß mit den verschiedenen Blutkörperchen. Da gibt es rote, da gibt es weiße, da gibt es die Plättchen. Dann die Flüssigkeit, Blutflüssigkeit. Und es ist ein dauernder Austausch zwischen den Geweben und dem Blut. Nieren zum Blut, Ausscheidung, Drüsen, Spitzen. Und das Immunsystem.

[3:22] Ist das jetzt das Blut oder was noch? Es gibt verschiedene Faktoren, die mitspielen. Sebastian Kneipp habe ich schon am Vormittag erwähnt. In seinem Buch "Meine Wasser-Kur" schreibt er einen typischen deutschen Satz: "Ein ganzer Paragraph, ein einziger Satz."

[3:49] "Alle diese Krankheiten, welche Namen sie immer führen mögen, haben, so behaupte ich, ihren Grund ihrer Entstehung zur Sache, ihr würzigen ihren Keim im Blut, vielmehr in Störungen des Blutes." Mag dieses nun in seiner im gesunden Zustand geordneten Zirkulation gestört werden oder in seiner Zusammensetzung, in seinen Bestandteilen durch nicht dahin gehörige schlechte, verdorben sein.

[4:33] Kompliziert, aber doch einfach. Das Blut braucht gute Zusammensetzung und gute Zirkulation. Diese Zellen, diese weißen Blutzellen, die sind ein Teil des Immunsystems. Damit die nun gut funktionieren können, muss das Blut zirkulieren. So stets auch in Mose, Wittmoser: "Den des Leibes Leben ist in seinem Blut."

[5:15] Das ist jetzt ein Ausstrich, Blutausstrich, so wie man im Labor es unter dem Mikroskop untersucht. Die blauen Zellen sind die weißen. Sie sind blau-weiß gefärbt, sonst würde man sie nicht sehen. Und die Hämatopoese, von denen gibt es verschiedene Arten, Sorten mit verschiedenen Funktionen: Neutrophile, Basophile, Eosinophile, die Lymphozyten. Da gibt es auch zwei miteinander verwandte: B- und T-Zellen.

[5:58] B-Zellen produzieren die Antikörper, also die Abwehrstoffe. Wenn jemand geimpft wird oder eine Krankheit hat, eine Kinderkrankheit von Viren, dann produzieren diese Zellen Antikörper gegen diese Krankheit und sie speichern sie jahrelang. Die T-Zellen, die haben einen schrecklichen Namen: Killerzellen.

[6:33] Killerzellen. Töten. Sowas gibt es offenbar auch in unserem Körper. Gott hat uns so geschaffen, dass wir eigene Abwehrkräfte haben. Das ist jetzt eine elektronische Mikrofotografie von einem Makrophagen im Blut. Selber ich so rund wie eine Kugel schwimmt also, aber er kann auch durch die Blut durch die Kapillarwand hinaus in das Gewebe und sieht dann aus wie eine Amöbe und kann krabbeln und verfolgt, wie man hier sieht, einen Keil, eine Bakterie, einen Erreger.

[7:26] Diese Zelle hier kennt sein hat verschiedene ganz kleine, winzige blaue Pünktchen. Das ist der HIV-Virus. Human Immunodeficiency Virus.

[7:47] Diese T-Helferzellen hat im gesunden Zustand Antennen. Bekommt Botschaften. Interessant, man könnte fast sagen, hat ein Handy dabei. Ja, er bekommt Botschaften, wo irgendetwas ist im Körper. Und dieser Virus schneidet diese Antennen durch. Dann kann diese Zelle nicht mehr die Botschaften erhalten. Und der Mensch verliert praktisch seine Abwehrkraft, weil diese Polizisten sozusagen die Botschaft nicht empfangen können. Deshalb ist HIV so gefährlich. Wirklich schlimm.

[8:35] Da ist eine Krebszelle. Die sieht schon aus wie ein Skelett fast. Sie wird angegriffen von diesen T-Killerzellen, von diesen Lymphozyten. Auch wiederum eine elektronisch-mikroskopische Fotografie.

[9:02] Da kommen sie hin an diese fremde Zelle und versuchen sie zu übermannen. Bohrlöcher hinein, dass das Zytoplasma, also die Flüssigkeit in der Zelle, herausfließt und diese Krebszelle stirbt. Was bleibt übrig? Das Skelett. So kämpfen diese weißen Blutkörperchen sogar gegen fremde Krebszellen.

[9:37] Hier ist eine andere Bakterie, sieht aus wie ein Stäbchen, die Spaghetti, ganz lang. Da kommt jetzt diese Zelle, ein Neutrophil, ein anderer wird auch Fresszelle manchmal genannt. Also eine größere Fresszelle, die dann diese Bakterien umschlingt und versucht zu zerstören. Hier haben wir ein weißes Blutkörperchen folgt jetzt Bakterien.

[10:18] Man sieht, die roten Blutkörperchen haben keinen Kern. Sie leben also nicht mehr. Die weißen, die haben einen Kern, sie leben und können also die Bakterien fangen und verdauen, töten.

[10:42] Nun, diese Zellen entstehen wo? Im Knochenmark, im Thymus, bei den Jugendlichen, in den Lymphknoten, die wir im ganzen Körper verteilt haben, und in der Milz. Da werden sie auch gespeichert.

[11:09] Zellen müssen wir arbeiten. Das ist ihre Aufgabe. Und das wird vom Nervensystem mit reguliert, sogar von der Psyche wird das gesteuert. Wechselbeziehungen. Wir haben schon gesehen, wie wichtig es ist, positiv zu sein, fröhlich, dankbar, freudig. Unsere Psyche, unser emotionaler Zustand hat einen großen Einfluss auf unser Immunsystem.

[11:56] Ihr habt bestimmt von Endorphinen gehört. Endorphine sind Substanzen, die unser Körper produziert, wenn wir fröhlich sind, die das Immunsystem stärken.

[12:13] Die Nerven, die Psyche lösen Neurotransmitter aus. Das sind kleine chemische Substanzen, die Überträger-Substanzen, die Botschaften bringen an diese weißen Blutkörperchen und sagen: "Hier ist was los, kommt dahin!" Will die Feuerwehr, ja, dann fangen sie an zu kämpfen.

[12:44] Wie das alles funktioniert, ist ein Wunder. Funktioniert. Deshalb hat man vor einigen Jahren, ich habe da in USA einen Kongress über das Immunsystem besucht. Und zum ersten Mal habe ich dann dort gehört: Man hat jetzt den Namen des Immunsystems geändert. Es heißt jetzt Psycho-Neuro-Immunsystem.

[13:15] Und später hat man entdeckt: Ah, die endokrinen Drüsen, die inneren Drüsen haben auch einen Einfluss. Und jetzt heißt es: Psycho-Neuro-Endokriner Immunsystem. Wer weiß, was noch kommt. Ja, also so wunderbar hat Gott es geschaffen. Das kann unmöglich durch Evolution entstanden sein. Unmöglich! Da steckt so viel Weisheit dahinter.

[13:49] Ich habe mir schon vorgenommen, auf der neuen Ernte werde ich mich einschreiben in den Grundkurs, mehr zu lernen über das Wunder unserer Natur. Das wird spannend. Aber damals in dem Kongress habe ich mir ein paar Notizen gemacht.

[14:08] Und zwar: Wichtig ist zu wissen, was stärkt das Immunsystem und was schwächt es. Neulich wieder notiert auf dem Zettel. Schauen wir mal nach.

[14:26] Mäßige Bewegung stärkt. Vollwertige Ernährung, reichlich Obst und Gemüse. Optimismus und ausreichende Ruhe.

[14:42] Was schwächt? Zu wenig oder sogar zu viel Bewegung, wenn es zu anstrengend ist, erschöpfend. Das schwächt. Oder in der Ernährung zu viel Fett, insbesondere namentlich damals schon: Cholesterin. Und wir wissen, Cholesterin, da kommen wir nur in tierischen Produkten: Milch, Eier, Käse, Fleisch. Unser Körper produziert unser eigenes Cholesterin. Wir brauchen nicht von außen noch dazu. Cholesterin schlecht.

[15:25] Also das Immunsystem und Mangel an Eisen, Kupfer, Kobalt, Zink, Selen, Magnesium, Vitamin E.

[15:42] Die hat das bestimmt bemerkt, man geht in die Apotheke und da werden viele Multi-Vitamin-Präparate angepriesen mit der Begründung: "Das stärkt das Immunsystem." Warum macht man das? Weil es erforscht wurde, dass diese Substanzen, wenn sie fehlen, das Immunsystem schwach wird. Also sagt man: "Okay, jetzt verkaufen wir das und stärken das Immunsystem."

[16:11] So einfach geht das auch nicht. In unserem Körper muss das alles im Gleichgewicht sein. Ich kann nicht sagen: "Jetzt nehme ich ein Kilo Magnesium und und und und dann bekomme ich ein riesen Immunsystem." Schön wär's, aber es geht nicht so.

[16:30] Interessant, zu viel einfacher Zucker. Man liest oder hört viel über Kohlenhydrate. Ja, nicht zu viel Kohlenhydrate. Vorsicht, einfacher, einfacher zu einfache Kohlenhydrate. Wir brauchen viele komplexe Kohlenhydrate. Komplexe, das sind komplexe Stärke und Ballaststoffe. Das ist wichtig.

[17:10] Depression, Stress. Jeder hat Stress. Depression, Stress schwächt das Immunsystem. Alkohol, Tabak, Drogen.

[17:34] Darüber wird nicht viel geredet, dass Alkohol, Tabak, Drogen das Immunsystem schwächen. Schön wäre es, wenn man das auch sagen würde.

[17:43] Jedenfalls, hier ist diese Liste, was stärkt, was schwächt. Da haben wir bereits ein kleines "New Start"-Programm: Bewegung, Ernährung, Optimismus, Ruhe.

[18:10] Habt ihr alle schon über "New Start" gehört? Wertvoll. Das ist ein komplettes Programm für unsere Gesundheit. Ich habe das damals, als ich nach Europa zurückkehrte, das ist jetzt schon fast 30 Jahre her, eingeführt. Tieren Europa und auch rechtlich registrieren lassen. "New Start", das werden wir noch sehen.

[18:44] Luft. In dem Büchlein, in dem schönen "Weg zur Gesundheit", wissen wir: Um gute Gesundheit zu besitzen, müssen wir gutes Blut haben. Kann man ja gern gesehen, denn das Blut ist der Lebensstrom.

[19:06] Um gutes Blut zu haben, müssen wir richtig atmen. Volles, tiefes Einatmen reiner Luft, dass die Lungen mit Sauerstoff füllt, reinigt das Blut. Es verleiht ihm eine helle Farbe und sendet es als einen lebensgebenden Strom an alle Körperteile.

[19:28] Also, heutzutage sitzt man auch viel bei der Arbeit oder in der Schule. Nicht gedeckt, so dass der Brustkorb sich nicht bewegen kann, sondern frei. Was ist wichtig, dass man atmen kann? Frei.

[19:48] Als ich als Student das lernte, habe ich ja die Bücher von Ellen White während dem Studium auch durchgelesen. Habe ich versucht, aufrecht zu gehen. Also ging ich dann auf der Straße und die haben gesagt: "Der Junge, da ist aber auch stolz." Aber das hat mich nicht gestört. Das war mir wichtiger, dass ich gut atmen könnte.

[20:30] Der Hauptgrund, wenn nicht der einzige, für die Invalidität vieler Menschen ist die unzureichende Blutzirkulation und der mangelnde Stoffwechsel in der lebenswichtigen Flüssigkeit. Beide Vorgänge sind für das Leben und die Gesundheit unentbehrlich. Viele, dass in ihrem Körper die nötige Bewegung und ihren Lungen die erforderliche Nahrung, eine frische Luft nicht zukommt.

[21:02] Sobald man sich bewegt, atmet man auch schneller. Das ist synchronisiert. Das geht automatisch in unserem Körper. Bewegt man sich wenig, atmet man weniger. Bewegt man sich mehr, atmet man mehr. Das ist wichtig, beides.

[21:19] Das Blut kann daher nicht vitalisiert werden, also belebt werden. Eines der ersten Gesetze des Wesens ist, dass der Tätigkeit. Und das merken wir an den kleinen Kindern. Sobald sie geboren sind, kann man sie nicht mehr bändigen. Die sind immer aktiv.

[21:45] Die haben immer Energie. Kaum aufzuhören. Es ist wunderbar. Die normale Tätigkeit aller Organe bringt Kraft und Leben. Untätigkeit bringt Verfall und Tod.

[22:08] Viele Menschen denken: "Wenn ich 65 bin, dann gehe ich in den Ruhestand." Dann setzen sie sich hin, forst, Fernsehen, und bewegen sich nicht mehr und sterben so langsam dahin. Das ist nicht das Ziel. Wir sollten ihnen den Unruhezustand, kommt ja, aktiv bleiben.

[22:30] Das tut uns gut und unsere Nächsten auch. Hier ist ein Zitat von aus einem der besten medizinischen Zeitschriften, "Journal of the American Medical Association": "Es gibt kein derzeitiges, noch in Aussicht stehendes Medikament, welches so nachhaltig zu einer dauernden Gesundheit beitragen könnte wie ein lebenslanges Programm für körperliche Bewegung."

[23:11] In anderen Worten: Ab 65, wenn man in Rente kommt, hat man Zeit für Bewegung. Man sollte nicht aufhören. Jetzt kann es losgehen. Es ist nie zu spät. Und das ist wichtig: Es gibt kein Medikament, das so gut wäre als eine lebenslange Bewegung.

[23:40] Diese körperliche Bewegung stärkt das Immunsystem, verbessert alle anderen Abläufe. Hier sind einige Vorteile, schaut mal an: Stärkt den Herzmuskel, fördert Kreislauf, senkt Blutdruck, erhöht den Mineralgehalt der Knochen, verschönert die Figur, stärkt die Muskeln, hilft bei Gewichtsreduktion, erhöht das HDL-Cholesterin, also das gute, die gute Fraktion des Cholesterins, verbessert die Blutzuckerregulierung bei Diabetes. Es gibt keine gute Behandlung für Diabetes nur mit Medikamenten. Man braucht Bewegung. Hilft bei Stressbewältigung, stärkt das Immunsystem, gibt ein Gefühl des Wohlbefindens.

[24:35] Also, wenn es ein Medikament gibt, das für alles gut ist, dann ist es Bewegung. Das kann man nicht kaufen. Man kann keine Schuhe kaufen, damit laufen. Man kann das machen, ja, aber die Bewegung muss man selber machen. Und im Freien, in der frischen Luft, bei nützlicher Tätigkeit. Das ist ideal zur Erholung von Körper und Geist.

[25:08] Ich habe diesen Vortrag gehalten in Brasilien, in einer Stadt. Erfüllt sich ein Vortrag. Und was geschah? Danach fingen sie an zu laufen. Dann bin ich hin, er fotografiert. Hoffentlich passiert das hier auch. Ich kann zwar nicht kommen und fotografieren, aber bewegt euch. Und wenn es um Treppensteigen geht, ja, nicht den Aufzug benutzen.

[25:39] Bewegung. Wenn das Wetter es erlaubt, sollte jedoch dem es möglich ist, im Sommer wie im Winter täglich in frischer Luft wandern. Wer das geschrieben? Allen White, vor vielen Jahren.

[25:56] Jetzt kommt die Weltgesundheitsorganisation: "Für eine bessere Gesundheit sollten Menschen jeglichen Alters mindestens 30 Minuten körperliche Aktivität von mittlerer Intensität, wie zügiges Gehen, an den meisten, wenn nicht allen Tagen der Woche haben." Der hat von wem abgeschrieben? Schwer zu sagen. Ja, schwer zu sagen. Keiner hat vom anderen abgeschrieben. Aber das ist wissenschaftlich und kommt von Gott.

[26:31] Bewegung, mäßig, regelmäßig, bis es nicht mehr geht. Immer so lang man lebt, sondern man atmet, sondern man gehen kann, sollte man sich gewählt. Rasches Gehen, nicht nur Schaufenster angucken, sondern wirklich, ja, wirklich gehen. Das ist wichtig.

[27:01] Nun, ein anderer Punkt für unser Immunsystem. Und das ist von dem Direktor der Abteilung für Krebsprävention des Nationalen Krebsinstituts in USA. Also ganz hohe Institution. Was sagte: "Eine größere Anzahl von Studien zeigten, dass eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse schützen gegen Krebs wirkte."

[27:34] Wie kämpft unser Körper gegen Krebszellen? Durch das Immunsystem, die weißen Blutzellen. Haben wir ja gesehen. Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, haben etwa ein halb so großes Risiko.

[27:57] Es werden laufend abnormale Zellen in unserem Körper produziert. Unser Immunsystem erkennt sie, zerstört sie, bevor sie sich vervielfältigen und ein Tumor daraus entsteht. Der laufende Prozess, das merken wir gar nicht. Wir brauchen gar nicht erst abwarten.

[28:22] Ich habe hier verschiedene Pflanzen gemalt, verschiedenen Farben. Da sind die physikalischen. Was sind Phytochemikalien? Sind chemische Substanzen in Pflanzen. Und zwar in den Farben. Es sind kein Eiweiß, kein Fett, keine Kohlenhydrate, keine Vitamine, keine Mineralien. Es sind Schutzstoffe in den Farben der Landpflanzen. Ich nenne das die Regenbogen. Tja, und da sind viele Phytochemikalien drin.

[29:12] Und was steht in "Auf den Spuren des großen Arztes"? Das sind Bücher, die das sind spannend zu lesen. "Eine Kost aus Getreide, Speisen, Obst, Nüssen und Gemüse enthält alle Stoffe, die zur Ernährung und zur Bildung guten Blutes notwendig sind." Wir kommen immer wieder zurück: Gutes Blut, Bewegung, Ernährung, Gedanken.

[29:40] Die Bütt, Fröhlichkeit, Schlaf, News, Neuanfang. Schon die Israeliten hatten die Regel: Sie sollten das Fett der Tiere nicht essen, auch nicht von den sogenannten reinen Tieren. Sie dürfen das Fleisch essen, aber nicht das Fett. Warum? Da ist Cholesterin drin. Cholesterin deprimiert das Immunsystem.

[30:29] Es wird viel geschrieben über die Vorteile von rotem Wein. Es ist nicht der Alkohol im Wein. Das hätte ich gestern noch sagen müssen. Wer also nicht nur der Alkohol, der schädigt oder nicht der Alkohol ja gut tut, sondern Resveratrol.

[30:53] Das ist eine Phytochemikalie, eine Substanz in den blauen Trauben, besonders in den blauen. Je dunkler, desto mehr. In den hellen nicht so viel. Also, es ist nicht der Alkohol, der schützt, sondern die Farbe in den Trauben. Der Alkohol deprimiert das Immunsystem.

[31:24] Das steht wieder in dem "Journal of the American Medical Association": "Alkohol sollte als eine immunsuppressive Droge mit weitreichenden Auswirkungen betrachtet werden." Also lieber frischen Traubensaft, keinen vergorenen. Und das sagt Salomo: "Sieh den Wein nicht an, dass er so rot ist und im Glas ist, so schön steht. Er erklärt glatt, aber hernach beißt er wie eine Schlange, heimtückisch, hinterlistig."

[32:09] Was sagt jetzt? Ich wiederhole die, wie Herr. Obwohl regelmäßiger, geringer bis mäßiger Verbrauch von Alkohol schützen gegen koronare Herzkrankheit wirkt, kann der Genuss von Alkohol wegen seinen anderen schädlichen Auswirkungen auf das Herz und die Gesundheit nicht allgemein empfohlen werden. Die schädlichen Auswirkungen überwiegen die Vorteile des Wertes, der auch in rotem Wein drin ist. Sicher, aber der Alkohol im roten Wein überwiegt die positiven Wirkungen des Weins.

[32:59] Wieder eine wissenschaftliche Zitat. Es ist schon seit langem bekannt, dass Alkoholkonsum Krebs von Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre und Leber verursacht. Ist nichts Neues. Die Hinzufügung von Brustkrebs und Dickdarmkrebs, die beiden weltweit häufigsten Krebsarten, zu dieser Liste zeigt, dass die Last der Krebsarten, für welche Alkoholgenuss verantwortlich ist, größer ist als mancher Annahme. Der deutliche Zusammenhang mit erhöhtem Risiko für Brustkrebs, sogar bei mäßigem Alkoholgenuss, löst große Sorge aus.

[33:52] Besonders in Anbetracht der sich ändernden Trinkgewohnheiten der Frauen in vielen Ländern. Schauen wir mal, Gleichberechtigung. Wir wollen dieselben Krankheiten haben.

[34:10] Früher dachte man vielleicht nur an das Resveratrol. Jetzt sind sie besorgt auch bei mäßigem Genuss. Also Finger weg.

[34:29] Das Einzige, was ich sagen kann: Sonnenlicht. Soll ich dich richtig? Sonnenlicht hat verschiedene Auswirkungen. Zum einen auf die Haut. Dann wird Vitamin D produziert. Vitamin D ist sehr wichtig für unser Immunsystem. Das wird in der Leber gespeichert. Früher, als ich Kind war, da musste man im Winter noch Lebertran essen. Ich weiß nicht, wie das heute ist. Schmeckt gar nicht gut.

[35:15] Und die Niere produziert ein Enzym, dass dieses Vitamin D der Leber in ein aktives Vitamin D umwandelt. Interessant.

[35:28] Und dann gibt es neben Schilddrüsenhormonen, die wieder die Nieren aktivieren. Zu viel Kalzium blockiert. Tierische Eiweiß hindert das Nieren-Immunsystem. Nieren-Enzym.

[35:51] 2004. Ihr seht schon, diese verschiedenen Faktoren. Ich werde immer wieder gefragt, bei den Fragen stellen: "Ja, aber das da oder jenes oder jene Frucht oder jedes Kraut oder das?" Es ist nicht, es sind nicht die einzelnen kleinen Dinge. Es ist das Gesamte, die Lebensweise, der Lebensstil, Ernährung insgesamt, Bewegung, Luft, Sonne, Schlaf. Alles zusammen wirkt. Man kann nicht sagen, wie viel das, wie viel jenes. Es muss insgesamt betrachtet werden.

[36:30] Was macht dieses Vitamin D, dieses aktive? Hemmt die Umwandlung von gesundem Gewebe in krankes. Prävention chronischer und Autoimmunkrankheiten. Und man hat gesehen: Mangel an Sonnenlicht, besonders in diesen kritischen Ländern, wo die Sonne ja nicht so häufig ist wie in den südländern. Diabetes Typ 1, Multiple Sklerose, Osteoporose und und und verschiedene Autoimmunkrankheiten.

[37:09] Das Sonnenlicht geht aber auch durch die Augen und stimuliert die Zirbeldrüse. Die produziert sie. Man hat immer gedacht, die hat keinen Wert, weiß nicht, was was macht die. Kleines Ding. Vielleicht ist das etwas Tropisches. Reguliert unseren Rhythmus, den täglichen zirkadianen Rhythmus. Ist ein Antioxidans gegen die Ermüdung, verbesserte Effizienz, hilft bei der Wohnung von Stress, stimuliert das Immunsystem.

[37:50] Eher niedriges Cholesterin, besonders wenn man älter wird, sollte man mehr Sonnenlicht bekommen. Für alte Menschen ist es wichtig, reichlich Sonnenlicht und frische Luft zu bekommen.

[38:09] Diese Dinge habe ich nicht aus einem Physiologiebuch, sondern aus dem Buch "Auf den Spuren des großen Meisters" von Allen White. Diese Bilder haben mir viel geholfen während meines Medizinstudiums. Habe ich auf der einen Seite die wissenschaftlichen, die auf der anderen Seite die Erklärung, wie wirkt das jetzt wirklich in einfachen Worten. Ich kann diese Bücher nur empfehlen.

[38:46] Nun, unsere Emotionen. Da gibt es verschiedene. Das Lächeln, das traurig sein. Optimismus hilft gesund zu werden, gibt Kraft, Ausdauer, Wohlgefühl, Leistungsfähigkeit. Die negativen machen krank. Dann kommt es zu Asthma, Migräne, Herzinfarkten, sogar Krebs. Warum funktioniert das?

[39:19] Fröhlichkeit fördert das Immunsystem, stärkt es. Traurigkeit soll schwächen das Immunsystem. Wir lesen wieder in diesem bekannten Buch "Weg zur Gesundheit" von Ellen White: "Der Gemütszustand wirkt in viel größerem Maße auf die Gesundheit, als viele es sich vorstellen."

[39:47] Sich vorstellen, man kann ja nicht so einfach erklären, wie Fröhlichkeit einen gesund macht und kräftig ist. Ein Gemütszustand, der das Immunsystem verbessert, die Funktion der Nieren auch, der Verdauung insgesamt. Alles besser. Kummer, Angst, Unzufriedenheit, Gewissensbisse, Schuld, Misstrauen – all das trägt dazu bei, die Lebenskräfte zu schwächen. Sprich: das Immunsystem. Krankheit wird manchmal durch Einbildung hervorgerufen und oft dadurch verschlimmert.

[40:31] Ich war Stationsärztin in Bielefeld. Wir hatten Sechs-Bett-Zimmer und Privatzimmer. Die Privaten konnten sich leisten, alleine zu sein nach den Operationen. Grundsätzlich habe ich gemerkt, die in den Sechs-Bett-Zimmern, die werden schneller gesund. Ja, der eine ermutigt den anderen, erzählen sich manchmal Geschichten. Wenn einer jammert, der andere tröstet ihn und so weiter. Das ist wichtig. Der andere im Einzelzimmer, der grübelt über seine Probleme nach, sieht die Wand im Krankenhaus. Haben sie ja keine Bilder, glatte Wand, traurig, deprimierend.

[41:36] Mut, Hoffnung, Glaube, Mitgefühl, Liebe fördern die Gesundheit und verlängern das Leben. Ja, früher, wenn ich Rezepte schrieb, habe ich das Rezept umgedreht und ein paar gute Ratschläge draufgeschrieben über Ernährung, über Bewegung und so weiter. Bis ich müde geworden bin vom Schreiben, dann habe ich gleich drucken lassen. Dann war es fertig. Ob's ihm so mitgegeben. Das ist wichtig. Wir müssen auch diesen Teil nicht nur Medikamente, oder nein, unsere Lebensweise, Mut machen den Patienten, Hoffnung, Glaube, Mitgefühl, Liebe. Das fördert die Gesundheit.

[42:30] Und wir haben ja die gute Botschaft des Evangeliums. Ist doch die gute Botschaft. Ja, wir haben es umsonst bekommen. Lasst uns uns sonst weitergeben. Die Menschen glücklich machen. Gute Botschaft bringen.

[43:02] Wir sind ja nach dem Krieg ausgezogen nach Brasilien, meine Eltern. Und zuletzt hat meine Mutter meiner Schwester in einem kleinen Dorf gewohnt. Sie waren die einzigen Adventisten im Dorf. Aber die Mutti war immer lächelnd. Wo sie hinging, hat sie die Leute ermutigt. Wenn Nachbarn Probleme hatten, sind sie nach Hause gekommen, einfach um sich mal auszuschütten, ja, auszusprechen, Mut zu bekommen.

[43:42] Als die Mutter gestorben ist, 87, sie war aber gesund. Sie hatte einen Unfall, ist bei dem Unfall gestorben. Dann kamen die Nachbarn zu meiner Schwester: "Bitte, bitte, sie nicht weg! Bleib hier, wir brauchen dich!" Er hat Leben gebracht in dieser Stadt, kleine Stadt, ja, 6000 Einwohnern. Ihr habt Leben gebracht. Bitte bleib hier. Sie ist dort geblieben, ja, und hat Leben gebracht. Das ist wichtig.

[44:20] Hier sehen wir wieder Sebastian Kneipp. Gott in der Kirche, war Priester, war Pfarrer mit den vielen Patienten. Sebastian Kneipp ist bekannt wegen kaltem Wasser, Kaltwasserbehandlung. Aber er hat auch über Pflanzenbehandlung, Phytotherapie, Bewegungstherapie geschrieben, gepredigt. Ernährungstherapie und Ordnungstherapie. Das war für mich ein neues Wort, als ich war Naturheilkunde studiert habe. Ordnungstherapie. Ja, das ist, dass Ordnung, Ordnung in die Seelen zu bringen. Ärger raus, Freude rein. Hass, Liebe rein. Mann, Ordnung schaffen. Ja.

[45:29] Und er sagte: "Erst als ich daran ging, Ordnung in die Seelen meiner Patienten zu bringen, hatte ich vollen Erfolg." Dann konnten sie wirklich gesund werden. Sonst nur halb gesund. Und wir wären sagt ja, dass Gesundheit ein Zustand ist, vollkommen nach, vollkommen guter Zustand an Leib und Seele und sozial. Nicht nur das Fällen von Krankheiten.

[46:11] Vertrauen. Das Baby lernt der Mutter zu vertrauen, sieht in ihre Augen die Liebe. Kann zwar nicht sprechen, kann fühlen. Dann sehen. Und jetzt habe ich hier ein Zitat von der American Academy of Family Physicians. Was haben sie gesagt? "Im Laufe der letzten Jahre hat man zunehmend erkannt, dass die Spiritualität ein wichtiger, oft vernachlässigter Faktor für die Gesundheit der Patienten ist."

[46:47] Was ist Spiritualität? Das sind die geistlichen Faktoren. Ich bin die Qualität ist nicht Religion, sondern die Beziehung zu unserem Vater, Vertrauen in Gott. Wer an Gott vertraut, ist besser dran als jemand, der nicht an Gott glaubt. Das Kind hat die Mutter. Wir sind erwachsen. Wer ist jetzt unser Vater? Gott. Er tröstet uns, er stärkt uns, er hilft uns. Er lebt uns. Einsamkeit ist schädlich.

[47:43] Sollen wir jetzt rausgehen mit einem Schild und sagen: "Ich brauche Freunde"? Oder sollen wir auf das Schild schreiben: "Ich bin dir ein Freund"? Das wäre vielleicht besser. Man könnte so anfangen, den einsamen Menschen Freund zu sein. Denn Nachbarn, wenn die Leute zu begrüßen, nettes Geschenk.

[48:11] In der Schweiz, Wunder in einem Hochhaus. Wir besuchen die Nachbarn, besonders auch an Weihnachten. Haben ein kleines schönes Geschenk, ein Büchlein, etwas zum Knabbern auch. Und dann können wir sie besuchen und ihnen Freude bereiten. Nützliche Freundlichkeit.

[48:38] Was hat Jesus gesagt? Wir sind Licht und Salz. Das Licht sieht man von der Ferne. Die Adventisten, die sind gesund, weiß man. Die Wissenschaftler in Kalifornien, die leben so aus der Ferne. Aber Salz, da muss man schon nahe kommen und schmecken. Ja, recht dicht dran kommen und zu schmecken, ich diese Person, ja, salzig oder süß. Das Merkmal, da muss man Kontakt haben. Und so sollen wir sein.

[49:16] Die Religion der Bibel wirkt der Gesundheit von Körper und Geist keinesfalls entgegen. Der Einfluss des Geistes Gottes ist sogar die allerbeste Medizin, die ein Kranker bekommen kann. Bei der Behandlung von Kranken sollte die Wirkung geistigen Einflusses nicht übersehen werden. Richtig angewandt, erweist sich dieser Einfluss als eines der erfolgreichsten Mittel im Kampf gegen Krankheit.

[49:49] Optimismus, Freude, Mitgefühl ist so wichtig. Warum stärkt das Immunsystem? Jawohl. Hier hat es gelernt. Die wahren Heilmittel sind reine Luft, Sonnenschein, Mäßigkeit, Ruhe, Bewegung, geeignete Kost, Wasseranwendungen, Gottvertrauen. Jedermann sollte diese natürlichen Heilmittel kennen und sie anzuwenden wissen. Man braucht nicht Medizin studiert zu haben, um das zu verstehen. Man braucht auch nicht Krankenschwester sein oder Pfleger. Jedermann. Das ist für uns gut und für unsere Nachbarn und Nächsten.

[50:47] Zusammenfassung lautet: New Start. Neuer Beginn. Das Copyright von New Start ist bei dem Bremer Institut in Kalifornien. Ich war dort, ich habe den Kurs dort gemacht. Habe die Erlaubnis bekommen, das in Europa zu registrieren, hat das hier eingeführt in Europa. In Amerika haben sie es nicht nur wimmer, deshalb haben sie Celebrations gemacht. Was ähnlich ist. Das war dort Mode. Celebrations, ja, zwölf Buchstaben. New Start, nur acht. Heute gibt es jetzt New Start Plus.

[51:40] Plus 12 oder sehr wertvoll. Der TVG in Deutschland hat wertvoll geprägt. Sehr wertvoll. 12. Dieselben Faktoren: Prioritäten, Lebensfreude, integrierte soziale Unterstützung sind dazugekommen. Alles wichtige Faktoren für unsere Gesundheit. Tun wir das jetzt da rein in das Immunsystem. Diese Faktoren fördern den Blutkreislauf. Die Ernährung bildet gutes Blut. Bewegung, Licht, Sonne, Gottvertrauen. Alters stärkt das Immunsystem.

[52:40] Wie optimiere ich es? Was sagt Sebastian Kneipp? Kommen wieder zurück auf ihn. Gesundheit bekommst du nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel. Lasst uns das tun. Wir kurz und es segnen durch alle. [Musik]


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