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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 4th Nr 11

Diese Predigt beleuchtet die prophetische Botschaft der Bibel, insbesondere die Deutung von Offenbarung 10 und Daniel 12. Sie erklärt die Bedeutung des „offenen Büchleins“ und die Zeitprophezeiungen, die auf die Endzeit hinweisen. Der Vortrag verbindet diese Prophezeiungen mit der Adventbewegung und der dreifachen Engelsbotschaft aus Offenbarung 14, die das Fundament für das Verständnis des himmlischen Heiligtums und des ewigen Evangeliums bildet.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q4: Das Heiligtum

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass du eingeschaltet hast auf www.joelmedia.tv.de. Herzlich willkommen, auch wenn du uns auf Amazing Discoveries zuschaust, zu unserer elften Folge der Serie "Das Heiligtum".

[0:20] Und heute haben wir eine besonders wichtige Botschaft, ein besonders wichtiges Thema, das uns alle angeht und das wir so gründlich studieren sollten, wie ich glaube kein anderes Thema sonst. Es geht um unsere prophetische Botschaft. Was ist unsere Botschaft in dieser letzten Zeit und wie hängt das mit dem Heiligtum zusammen? Das wollen wir gemeinsam aus der Prophetie, aus der Offenbarung gemeinsam studieren. Ich hoffe, du freust dich schon darauf. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 14. Dezember und haben heute einiges zu entdecken in den prophetischen Büchern der Bibel und wollen dazu den Heiligen Geist einladen, dass er unsere Gedanken führt und leitet.

[0:58] Ich möchte dich einladen, mit mir gemeinsam ein Anfangsgebet zu sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen danken für die Gelegenheit, jetzt dein Wort zu studieren und wir möchten dich bitten, dass dein Wort klar und deutlich zu uns spricht, dass wir die Botschaft erkennen können, die du in die Offenbarung hineingelegt hast für diese letzte Zeit und dass wir nur das predigen, was du möchtest, dass wir predigen, nämlich diese letzte Warnungsbotschaft an die Welt. So geben wir uns ein gutes Verständnis und den Mut, zur ganzen Wahrheit zu stehen. Im Namen Jesu beten wir das. Amen.

[1:27] In Offenbarung 10 finden wir eine ganz bemerkenswerte Prophezeiung, die wir hier nur ansatzweise heute betrachten können. In Offenbarung 10 und dort Vers 1 heißt es: "Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke, und ein Regenbogen war auf seinem Haupt, und sein Angesicht war wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen."

[1:51] Die erste Frage, die wir uns stellen wollen: Wer ist dieser Engel, der hier mit Wolke, mit Regenbogen, mit Sonne und mit Feuersäulen bekleidet und von dem Himmel auf die Erde kommt? Ein Vers soll uns da die Richtung weisen: Offenbarung 1, Vers 16. Da sehen wir Jesus, wie er Johannes begegnet und das heißt in Offenbarung 1, Vers 16: "Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes zweischneidiges Schwert hervor, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft." Wir können für alle vier Symbole, die in Offenbarung 10, Vers 1 verwendet werden, Bibelverse anführen, die zeigen, dass Jesus derjenige ist, der hier in Offenbarung 10 als ein starker Engel vom Himmel herabkommt.

[2:41] Die Symbole, die verwendet werden, deuten auch auf das Thema des Bundes hin, zum Beispiel der Regenbogen, der ein Zeichen des Bundes ist, dass Gerechtigkeit und Gnade zusammenkommen in Christus. Und Feuer und Wolke erinnern uns natürlich auch an die Führung Gottes des Volkes Israel, als es durch die Wüste gegangen ist, und das sind alles auch Themen, die hier im Hintergrund mitschwingen. Der Bund, den Gott mit seinem Volk aufrechterhalten möchte, und auch wie er sein Volk hindurchführen möchte durch die letzte Zeit.

[3:17] Warum wird Jesus als ein Engel dargestellt? Der Grund liegt ganz einfach daran, dass das Wort "Engel" im Griechischen einfach "Bote" heißt oder "Botschafter". Und wenn Jesus hier symbolisch auf die Erde kommt – das ist nicht die Wiederkunft, die dargestellt wird, sondern ein symbolisches Kommen –, dann in diesem Fall deswegen, weil eine bestimmte Botschaft von Jesus der Welt gepredigt werden soll.

[3:43] Und das kann man auch daran sehen, dass er in Vers 2 heißt: "und er hielt in seiner Hand ein offenes Büchlein, und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde." Die ganze Welt soll davon erleuchtet werden, von dieser Botschaft, die Jesus hat, die damit zu tun hat, dass er sein Volk führen möchte durch die Endzeit und den Bund mit ihnen aufrechterhalten möchte.

[4:06] Nun, was ist dieses geöffnete Büchlein, das er dort in der Hand hält, wie wir gerade gelesen haben? Die Bibel berichtet uns nur von einem einzigen Buch oder Büchlein, das irgendwann einmal geschlossen gewesen ist, sodass man es öffnen müsste. Und dieses Büchlein finden wir in Daniel 12, dem letzten Kapitel des Buches Daniel.

[4:22] Bekommt der Prophet Daniel folgende Anweisung. Es heißt hier in Daniel 12, Vers 4: "Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegel das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden daran forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen." Daniel sollte das Buch verschließen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, bis zur Zeit des Endes. Und dann würde es entsiegelt werden, dann würde es geöffnet werden, und viele würden darin, im Buch Daniel, forschen und die Erkenntnis über das Ende und über die Prophetie würde enorm zunehmen, so sagt uns die Bibel.

[5:10] Manch einer hat geglaubt, dass das gesamte Buch Daniel versiegelt worden ist, aber das kann schlecht sein, denn einige Abschnitte im Buch Daniel sind gar nicht symbolisch, wie zum Beispiel Kapitel 1, 3, 4, 5 und 6. Und auch andere Prophezeiungen, wie zum Beispiel Kapitel 2, Kapitel 7 und auch einige Teile von Kapitel 8 oder auch Kapitel 9, sind deutlich und gut zu verstehen durch die internen Beweise, die das Buch Daniel gibt. Und zum Teil werden ja sogar die Weltreiche mit Namen genannt, wie in Daniel 8.

[5:38] Was also genau ist dieser versiegelte Teil? Daniel gibt uns einen Hinweis in Daniel 8, Vers 26. Dort wird ihm gesagt: "Was aber über das Gesicht von den Abenden und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr, und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage." Das Gesicht von den Abenden und Morgen sollte verwahrt werden, es sollte zurückgehalten werden, es sollte versiegelt werden. Das heißt, dieses besondere Gesicht ist das Gesicht, was dieses kleine Büchlein eigentlich ausmacht. Es bezieht sich auf fernliegende Tage.

[6:16] An anderer Stelle in Daniel 8 und dort Vers 17 heißt es am Ende des Verses: "Du sollst wissen, Menschensohn, dass das Gesicht sich auf die Zeit des Endes bezieht." Wir hatten ja schon über Daniel 8 gesprochen letzte Woche und gesehen, dass diese Vision in die Zeit des Endes hineinreicht. Und diese Vision von den Abenden und Morgen ist keine andere als die, die in Daniel 8, Vers 14 zu finden ist: "Er sprach zu mir: Bis zu 2300 Abenden und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden."

[6:46] Diese verborgene, versiegelte Vision ist die Vision von dem himmlischen Heiligtum, wie wir schon studiert haben. Aber das sollte lange Zeit nicht verstanden werden. Es sollte versiegelt sein bis zur Zeit des Endes. Und in Offenbarung 10 finden wir Jesus Christus selbst, der symbolisch vom Himmel herabkommt und das Buch geöffnet hat. Es ist also Jesus selbst, der diese Vision von Daniel 8, Vers 14 entschlüsselt, entsiegelt und uns deutlich machen möchte.

[7:20] Wir hatten gesehen, die Versiegelung sollte bis zur Zeit des Endes werden und schon letzte Woche haben wir kurz darauf hingewiesen, wann die Zeit des Endes begonnen hat. Diese Frage wird in Daniel 12 beantwortet in Vers 6 und 7. Es heißt hier: "Und einer sprach zu dem in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände – gemeint sind die Dinge, die im Mittelalter passieren sollten, die in Daniel 11, Vers 30 beschrieben werden – bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?"

[7:50] Und dann heißt es in Vers 7: "Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte und seine Linke zum Himmel erhob und bei dem Schwur, der ewig lebt – bitte beachte dieses Bild, dass hier jemand seine Hände hebt und schwört, ein sehr eindrückliches Bild, das in der Offenbarung nur an einer einzigen Stelle aufgegriffen wird." Was schwört er? Er sagt: "Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen."

[8:25] Die Zeitprophezeiung der dreieinhalb Zeiten, die Daniel schon aus Daniel 7, Vers 25 kannte, sollte den Zeitpunkt angeben, wann die Zeit des Endes beginnt. Und diese Zeitprophezeiung, wir haben das ja bereits ausführlich studiert, ist eine Zeitprophezeiung von 1260 Tagen, wenn wir den Vergleich von Offenbarung 12, Vers 6 und Vers 14 vornehmen. Und diese Tage sind nach Ezekiel 4, Vers 6 Jahre, sodass 1260 Jahre vergehen sollten bis zu dieser Zeit des Endes. Und die genaue geschichtliche Erfüllung fand wir darin, dass das kleine Horn, die römische Kirche, im Jahre 538 zum ersten Mal ihre Macht voll ausspielen konnte, nachdem die Ostgoten besiegt worden sind und gleichzeitig ein Sonntagsgesetz auf der Synode von Orléans verabschiedet worden ist. Und diese 1260 Jahre gehen dann bis 1798, als General Berthier am 15. Februar den Papst Pius VI. gefangen nimmt.

[9:30] Interessanterweise, und das ist selten studiert worden, gibt uns Daniel 12 eine zweite Zeitprophezeiung, die auf dieselbe Frage antwortet. Nachdem er in Vers 9 noch einmal wiederholt hat, dass die gerade genannte Zeitprophezeiung der dreieinhalb Zeiten bis zur Zeit des Endes gehen würde, das heißt hier in Vers 9: "Er sprach: Geh hin, Daniel, denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Zeit des Endes." Dann heißt es hier in Vers 11, dass es eine weitere Zeitprophezeiung gibt, die noch einmal dasselbe erklären möchte, denn Daniel hatte es noch nicht wirklich verstanden, wie aus Vers 8 hervorgeht. Dort hatte Daniel gefragt: "Mein Herr, was wird das Ende von diesen Dingen sein?" Und Gott gibt ihm eine zweite Erklärung für dasselbe Ereignis, für dieselbe Zeit des Endes. Er sagt in Vers 11: "Und von der Zeit an, da das Beständige beseitigt und der Gräuel der Verwüstung aufgestellt wird, dann ist es 1290 Tage."

[10:32] Wenn dasselbe Ereignis beschrieben werden soll, wenn auf dieselbe Frage geantwortet werden soll: Wann ist das Ende? Dann müssen wir wiederum im Jahre 1798 herauskommen, allerdings diesmal nach 1290 Jahren. Und das bringt uns zu dem Anfangszeitpunkt 508 nach Christus. Was ist im Jahre 508 nach Christus passiert? Chlodwig, der Frankenkönig, war der erste der germanischen Könige, der zum römischen Katholizismus durch Taufe übergetreten ist und kurze Zeit sind ihm dann alle anderen Könige auch gefolgt, bis dann 538 die Macht des Papsttums wirklich stark war in Europa. Es war dieses Beginn, dass die Kirche militärische Macht in Anspruch genommen hat, um den hohen christlichen Dienst Jesu und das Evangelium und die Wahrheit und das Gesetz, all diese Dinge effektiver unterdrücken zu können. So wie in Daniel 8 auch dieser Aspekt von Militär und von Heiligtum miteinander verknüpft werden und so auch in Daniel 11, zum Beispiel in Vers 31.

[11:49] Nun, das Interessante an Daniel 12 ist, dass diese Prophezeiung von den 1290 Jahren verknüpft ist mit einer weitergehenden Prophezeiung in Vers 12. Es heißt: "Wohl dem" – also mit anderen Worten, gesegnet ist –, "der ausharrt und 1335 Tage erreicht." Wenn wir Vers 11 und 12 zusammennehmen, dann sieht es ganz deutlich so aus, dass ab dem Zeitpunkt 508 1290 Jahre gehen sollen bis zur Zeit des Endes 1798. Aber wohl dem, gesegnet ist, wer ausharrt, wer also wartet bis zu einem etwas späteren Datum. Wenn wir die restlichen 45 Jahre von 1290 auf 1335 hinzuaddieren zu 1798, kommen wir in das Jahr 1843.

[12:28] Nach der Bibel sollen diejenigen gesegnet sein, die warten auf das Jahr 1843. Viele Bibelstudenten haben diesen Vers ignoriert oder etwas beschämt betrachtet, weil sie meinten, dieses Datum müsste 1844 sein. Aber Daniel 12, Vers 12 spricht nicht von der Reinigung des himmlischen Heiligtums, auch nicht vom Beginn des Untersuchungsgerichts, sondern er spricht von einer Bewegung, die auf ein bestimmtes Datum wartet, die ausharrt und die gesegnet sein sollen.

[13:17] Die Frage ist: Gab es eine Bewegung, die auf das Jahr 1843 gewartet hat? Die Wahrheit ist ja, eine weltweite Adventbewegung, die in Offenbarung 10 beschrieben wird. Und diese Adventbewegung, die weltweit gewesen ist und wo das Jahr 1843 ein wichtiges Datum gewesen ist und vor allem in Amerika besonders konkrete Formen angenommen hat, wo die Menschen auf die Wiederkunft Jesu im Jahre 1843 und nicht 44, sondern 1843 gewartet haben. Diese Bewegung sollte nach der Bibel gesegnet sein. Daniel 12 gibt uns also einen klaren Hinweis, dass Gott diese Miller-Bewegung gesegnet hat. Und Offenbarung 10 nimmt diesen Faden auf und erklärt dann weiter, was mit ihnen passiert ist.

[14:14] Dann der Zeit des Endes. Jesus kommt als ein Engel, bekleidet mit diesen Attributen und hat dieses geöffnete Büchlein. Und es heißt hier in Vers 3: "und er rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt." Ein lauter Ruf wird gegeben. Die Botschaft von 1843 geht durch die Welt ab 1798.

[14:36] Dann heißt es in Vers 5, in Offenbarung 10, Vers 5: "Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine Hand zum Himmel und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: Es wird keine Zeit mehr sein."

[15:04] Wir sehen ja dieselbe Symbolik wie in Daniel 12. Das Büchlein wird geöffnet. Daniel wird besser und besser verstanden. Aber wir wissen, das was versiegelt war, war eigentlich Daniel 8, Vers 14. Schon das Datum 1843 basierte ja auf der Auslegung von Daniel 8, Vers 14. Man hatte damals einen Fehler gemacht und das Jahr 0 nicht berechnet und so das Jahr 1843 im Fokus gehabt und nicht das Jahr 1844. Dieser Fehler ist erst im Jahre 1844 entdeckt worden und korrigiert worden. Und als man das entdeckt hat, hatte man dann die vollkommene Zeitprophezeiungsauslegung von Daniel 8, Vers 14. Und Daniel 8, Vers 14 ist die längste und am weitreichendste Prophezeiung der ganzen Bibel.

[15:44] Und deswegen heißt es hier: "Es wird dann keine Zeit mehr sein." Alle Zeitprophezeiung würde aufhören, aber nicht die Welt zu diesem Zeitpunkt. Und das ist das, was die Miller-Bewegung und die Adventbewegung übersehen hat zu dem Zeitpunkt. Es heißt in Vers 7: "sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie es sein Knecht in den Propheten als Heilsbotschaft verkündigt hat."

[16:14] Die Zeitprophezeiung endet. Die 2300 Abend und Morgen sollen zu Ende gehen und es wird keine weitere Zeitprophezeiung mehr geben. Aber das ist noch nicht das Ende der Welt, sondern die Zeit des Endes hat begonnen und in dieser Zeit des Endes gibt es eine Aufgabe, nämlich die, das Geheimnis Gottes muss vollendet werden. Da muss etwas zum Abschluss kommen. Jesus hatte gesagt, dass die Frucht reif werden muss, um geerntet zu werden. Und die Bibel sagt, dieses Geheimnis Gottes wurde als Heilsbotschaft verkündigt.

[16:45] Was ist eine Heilsbotschaft? Ein anderes Wort für Heilsbotschaft ist Evangelium. Nach 1844 muss das Evangelium vollendet werden. Es muss zum Abschluss kommen. Es muss in seiner völligen und reinen Form gepredigt werden. Das Geheimnis Gottes übrigens, und da kann man viel dazu sagen, vielleicht noch ein Gedanke dazu, lässt sich vielleicht nirgendwo besser zusammenfassen, als in folgendem Vers in Kolosser 1 und dort Vers 27.

[17:10] Kolosser 1, Vers 27 sagt uns: "Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit." Was ist das Geheimnis Gottes? Es ist nicht nur, dass Christus existiert hat, dass Christus am Kreuz gestorben ist, sondern das Geheimnis Gottes ist Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit, ein Geheimnis, das herrlich ist unter allen Heiden, das an alle Welt gepredigt werden soll. Es ist das ewige Evangelium, die Heilsbotschaft, das Geheimnis Gottes, das zur Vollendung geraten soll nach 1844, wenn die Zeit vollendet ist, wenn das Geheimnis von Daniel 8, Vers 14 gelüftet ist.

[17:56] Die Offenbarung und Daniel gemeinsam beschreiben eine dramatische Bewegung, die hier in der Geschichte sich wiederfinden lässt: die Adventbewegung. Aber um zu diesem Punkt zu kommen, bedurfte es einer gewaltigen Enttäuschung, die die Adventgläubigen prüfen sollte.

[18:20] In Offenbarung 10, Vers 9 und 10 lesen wir davon in prophetischer Sprache vorgeschaltet. Es heißt hier: "Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein!" In anderen Worten: Lass mich Daniel verstehen. "Und er sprach zu mir: Nimm es und iss es auf, und es wird Bitterkeit im Mund verursachen, denn im Mund aber wird es süß sein wie Honig."

[18:38] "Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es auf, und es war in meinem Mund süß wie Honig. Als ich es aber aufgegessen hatte, wurde es mir bitter im Bauch." Menschen in der ganzen Welt, vor allem in Amerika, haben das Buch Daniel durchforstet, haben es studiert, so wie Daniel selbst vorhergesagt hatte in Daniel 12, Vers 4: "Viele werden es durchforschen und die Erkenntnis wird zunehmen." Viele Dinge wurden klarer und deutlicher und es war süß im Mund, weil man glaubte, Jesus kommt bald wieder. Man glaubte, dass Jesus 1843 kommt. Als später der Fehler korrigiert wurde, glaubte man, dass Jesus 1844 kommt. Aber zweimal wurden die Adventgläubigen enttäuscht. Es war ihnen bitter im Magen.

[19:27] Und als es so aussah, als ob die ganze Bewegung ein Fehler war, war sie doch gerade an dem Höhepunkt ihrer ganzen Erfüllung. Sowohl Daniel 12 als auch Offenbarung 10 hatten all die Details vorhergesagt, die die Adventbewegung ausmacht. Das Studium des Buches Daniels, der Beginn ab 1798, das Warten auf das Datum 1843, dann die Enttäuschung, die Freude beim Studium – all das hatte sich buchstäblich, eindeutig und unwiderleglich erfüllt.

[19:59] Nun war 1844 vorbei und man erkannte durch das Studium, was wirklich passiert war, dass nicht die Erde das Heiligtum ist, sondern das himmlische Heiligtum. Und als man plötzlich den Schlüssel für das Verständnis der Enttäuschung hatte, erkannte man ein komplettes System der Wahrheit. Es gab eine letzte Botschaft an die Welt, und die hatte damit zu tun, dass man das versiegelte Büchlein Daniel 8, Vers 14 und alles, was damit zusammenhängt, endgültig entschlüsselt hatte.

[20:34] In Offenbarung 10, Vers 11 heißt es: "Und er sprach zu mir: Du sollst nochmals weiß sagen über viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige." Du sollst nochmals predigen eine prophetische Botschaft zu Königen und Sprachen und Nationen und Völkern. Und die Frage ist: Wo finden wir in Offenbarung noch eine andere prophetische Botschaft an Nationen und Völker und Stämme und Nationen?

[20:57] Die Antwort ist Offenbarung 14. Offenbarung 14 ist jene letzte Warnungsbotschaft an die Welt, die auf der Grundlage des verstandenen Verses Daniel 8, Vers 14 fußt. Weil Daniel 8, Vers 14 erforscht worden ist, weil das Buch entsiegelt ist und weil durch die Enttäuschung und das weitergehende Bibelstudium dieser Vers verstanden worden ist, darauf basiert die dreifache Engelsbotschaft, die wir in Offenbarung 14 finden. Mit anderen Worten: Wenn Daniel 8, Vers 14 nicht so verstanden wird, wie es die Adventpioniere verstanden haben, wenn es nicht so geglaubt wird, wie die Bibel es sagt, dann bricht die gesamte Warnungsbotschaft an diese Welt zusammen. Die dreifache Engelsbotschaft basiert auf dem korrekten Verständnis von Daniel 8, Vers 14.

[21:41] Wir werden gleich sehen, warum. In Offenbarung 14, Vers 6 heißt es: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkünden, und zwar denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk." Das ewige Evangelium, die Heilsbotschaft, die Gott seinen Knechten verkündigt hat, den Propheten, das Geheimnis Gottes.

[22:13] Schon Jesus hatte von dieser Bewegung gesprochen. Jesus hatte vorausgesehen, dass eine letzte, große Evangeliumsverkündigung stattfinden würde. Er hatte da vorne in Matthäus 24, Vers 14 gesagt: "Und dieses Evangelium vom Reich – kein anderes Evangelium, kein halbes Evangelium, kein Dreiviertel-Evangelium, kein falsches Evangelium –, sondern dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, für alle Nationen, Stämme, Völker und Sprachen." Und dann, sagt Jesus, wird das Ende kommen.

[22:47] Wenn das Evangelium in die ganze Welt geht, die Heilsbotschaft, die Gott der Menschheit nach 1844 bringen möchte, auf der Grundlage des verstandenen Dienstes im himmlischen Heiligtum, wenn das alle Völker erreicht hat, dann wird das Ende kommen. Was ist das Ende? In diesem Fall, so wie Jesus es meint, Matthäus 13 gibt uns eine symbolische Beschreibung.

[23:10] In Matthäus 13, Vers 39 heißt es: "Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Weltzeit, das Ende der Welt." Die Wiederkunft Jesu, das ist mit einer Ernte dargestellt. Und die einfache Frage stellt sich: Gibt es in der Offenbarung oder in der ganzen Bibel irgendwo ein Evangelium, eine Evangeliumsverkündigung, die direkt einmündet in eine Ernte?

[23:35] Die Wahrheit ist, ja, Offenbarung 14 beschreibt, nachdem die dreifache Engelsbotschaft Vers 6 bis 12 gegeben worden ist, dass in Vers 14 im direkten Anschluss eine Ernte stattfindet. Schauen wir das an in Offenbarung 14, Vers 14 und 15.

[24:04] Es heißt: "Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen." Hier wird Jesus beschrieben. Er hat auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Eine Sichel braucht man zum Ernten, das wird deutlich in Vers 15. "Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel davor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist."

[24:31] Das Evangelium, das wahre Evangelium, die dreifache Engelsbotschaft wird gepredigt und daraufhin reift die Ernte und Jesus kann wiederkommen. Es gibt eine direkte Verknüpfung zwischen der Wiederkunft Jesu und der Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft auf der Basis des verstandenen Verses Daniel 8, Vers 14. Wenn Daniel 8, Vers 14 nicht verstanden wird oder daran gezweifelt wird, dass Jesus dann ins Allerheiligste ging, um das himmlische Heiligtum zu reinigen, dann bricht die dreifache Engelsbotschaft zusammen und die Wiederkunft Jesu wird verzögert. Man kann sie nicht in Ewigkeit hinauszögern, Jesus wird kommen. Aber der Zeitpunkt hängt noch mit dem, was auf der Erde geschieht.

[25:19] Was also ist diese Botschaft, die auf Daniel 8, Vers 14 basiert und fußt und in die ganze Welt hinaus muss? Schauen wir in Offenbarung 14, Vers 7.

[25:31] Es heißt: "der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott!" Das Allererste an dieser Botschaft ist: Fürchtet Gott. Das mag zunächst erstaunen, aber es ist vollkommen biblisch, wenn wir sehen in Sprüche 1, Vers 7, was die Bibel sagt.

[25:47] In Sprüche 1, Vers 7 heißt es: "Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis." Die Furcht des Herrn ist der Anfang der dreifachen Engelsbotschaft. Demzufolge können wir schlussfolgern, dass die dreifache Engelsbotschaft wahre Erkenntnis ist. Und Erkenntnis in der Bibel meint nicht einfach ein Wissen von Fakten, sondern Erkenntnis meint eine tiefe, innige Beziehung. "Adam erkannte seinen Weib und sie war schwanger", sagt die Bibel. Und das Geheimnis Gottes, haben wir gesagt, ist ja eine ganz tiefe, enge Beziehung zu Christus. "Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit." Das ist die wahre Erkenntnis, von der Jesus in Johannes 17, Vers 3 an anderen Stellen spricht.

[26:45] Und die ganze dreifache Engelsbotschaft hat dieses Ziel: Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit, die Heilsbotschaft, die auf dem Verständnis des himmlischen Heiligtums basiert. Deswegen beginnt das Ganze mit: "Fürchtet Gott."

[26:49] Was ist die Furcht des Herrn? Sprüche 8, Vers 13 gibt uns einen interessanten Hinweis. Es heißt hier in Sprüche 8, Vers 13: "Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen." Es geht nicht nur darum, das Böse nicht zu tun. Es geht darum, das Böse zu hassen. Es geht um die Sünde innerlich zu überwinden, durch Christus in uns, nicht nur um uns oder an uns, sondern in uns. Das Evangelium muss hinein in den Seelentempel.

[27:22] Die Reinigung des himmlischen Heiligtums, haben wir gesagt, hat auch zu tun mit der Reinigung unseres Tempels. Das Fundament der dreifachen Engelsbotschaft ist kein Datum oder keine geopolitische Prophetieauslegung. Das Herz der dreifachen Engelsbotschaft ist die Erkenntnis, dass durch Christus, durch sein Werk im himmlischen Heiligtum, durch die Reinigung des Heiligtums wir Sünde überwinden können. Es geht um den siegreichen Kampf gegen die Sünde.

[27:55] In 2. Mose 20, Vers 20, dort wo die zehn Gebote gegeben werden, die sich im Allerheiligsten später gefunden haben, dort wo Jesus seit 1844 dient, finden wir folgende Aussage in 2. Mose 20, Vers 20: "Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt."

[28:20] Gott zu fürchten bedeutet, nicht Angst vor ihm zu haben, sondern Gott zu fürchten bedeutet, durch seine Kraft, durch seine Gnade und durch seine Macht nicht zu sündigen. Denn er ist mächtig genug, uns ohne Straucheln zu bewahren und uns mit Freuden vor das Angesicht Gottes zu stellen. Judas 24. Wenn wir diese Dinge tun, sagt 2. Petrus 1, Vers 10, werden wir niemals fallen. Johannes 2, Vers 1 sagt: "Dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt." Und preist den Herrn.

[28:46] Die Bibel sagt: "Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher." Aber dieser Fürsprecherdienst wird zu Ende gehen. Wenn wir sündigen, haben wir einen Fürsprecher. Aber die Erkenntnis von Daniel 8, Vers 14 macht deutlich: Jesus hat jetzt die letzte Phase seines Dienstes begonnen. Diese Phase wird enden. Wir müssen lernen, wie wir so mit ihm leben können, dass wir irgendwann seinen Fürsprachedienst im himmlischen Heiligtum nicht mehr benötigen, damit er kommen kann. Das ist die Botschaft. Das ist das Geheimnis Gottes. Und das ist der wahre Kern der dreifachen Engelsbotschaft.

[29:30] Gott zu fürchten, da gibt es viele Beispiele. Hier zum Beispiel, Hiob 1, Vers 1 ist ein Beispiel. Jesus ist ein Beispiel, das vollkommenste Beispiel, das wir haben können. In Hebräer, Kapitel 5, finden wir diese Aussage, dass Gottesfurcht in ihm gewesen ist.

[29:41] Hebräer 5 und dort Vers 7, und da heißt es: "Dieser hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem dargebracht, den aus dem Tod er retten konnte, und ist auch erhört worden um seiner Gottesfurcht willen." Jesus Christus ist das perfekte Beispiel, was es bedeutet, Gott zu fürchten. Wenn wir Gott fürchten wollen, müssen wir Jesus Christus in seinem Leben imitieren und ihm nachfolgen.

[30:13] Der zweite Aspekt, den Offenbarung 14, Vers 6 ist: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Was bedeutet es, ihm die Ehre zu geben? Man kann viel dazu sagen, nur ganz kurze Gedanken hier. In Lukas 10, finden wir die Geschichte von zehn Blinden. Verzeihung, von zehn Aussätzigen. Das ist in Lukas, Kapitel 17, Verzeihung. Es sind zehn Aussätzige, die geheilt werden von Jesus.

[30:45] Allesamt haben ein Maß des Glaubens, sie gehen im Glauben voran. Aber als sie die Heilung erleben, als sie das Evangelium praktisch in ihrem Körper spüren, dann gibt es nur einen Einzigen, der Gott auch die Ehre gibt, der zurückkommt und ihm dankt. Es heißt hier, in Vers 17, die Antwort von Jesus und sprach: "Sind nicht zehn reingeworden? Wo sind aber die neun?" Man hat fast den Eindruck, als untersucht er. Die Frage: Wer von denen, die die Erlösung, von die er sozusagen vorgeschaltet ist, oder symbolisiert wird durch die Reinigung vom Aussatz, wer von denen, die diese Kraft Gottes erlebt hat, ist auch wirklich dankbar?

[31:29] "Hat sich sonst keiner gefunden, Vers 18, der umgekehrt wäre, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremdling?" Wie viele von denen, die das Evangelium angenommen haben, bleiben auch bei Gott und geben ihm die Ehre? Das ist die Frage von Offenbarung 14, Vers 6. Und das bedeutet, ein Leben zu leben, das in allen Lebensbereichen Gott geweiht ist, nicht nur am Wochenende im geistlichen Sinne, sondern bis zu unserem Kühlschrank hin geht es darum, Gott die Ehre zu geben.

[32:00] Es heißt in 1. Korinther 10, Vers 31: "Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes." Liebe Freunde, wir leben in dieser Zeit, seit 1844, wir leben in dieser Zeit unter der dreifachen Engelsbotschaft. Die Frage ist: Ist alles das, was wir tun, zur Ehre Gottes? Ist das, was wir trinken, was wir essen, wie wir uns anziehen, was wir mit unserer Freizeit machen, zur Ehre Gottes oder nicht?

[32:22] Offenbarung 14 sagt: "Fürchtet Gott", Vers 6, "und gebt ihm die Ehre", Verzeihung, Vers 7, "denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Ein Kernthema des ewigen Evangeliums ist die Stunde des Gerichts. So viele Christen heute wollen gar nichts vom Gericht wissen, geschweige denn überhaupt, wann es begonnen hat. Selbst innerhalb der Adventbewegung gibt es immer wieder Stimmen, die sagen, das ist nicht so wichtig, das Datum, das sind nur Nebensachen. Offenbarung 14, Vers 7 macht deutlich: Es ist eines der zentralen Themen der dreifachen Engelsbotschaft.

[32:56] In Daniel 7 finden wir dieses Gericht beschrieben. Wir haben das ja schon ausführlich betrachtet, deswegen nur kurz als Erinnerung. Daniel 7, Vers 9 und 10: "Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden, und ein Hochbetagter sich setzte, sein Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes war reine Wolle, sein Thron war Feuerflammen, und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm, und Zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden geöffnet."

[33:27] In diesem Gericht werden die Bücher geöffnet, das Buch des Lebens, wo jeder mit Namen verzeichnet ist, der Jesus Christus angenommen hat. Die Bücher, in denen dann deutlich wird, ob wir aus Gnaden gelebt haben, ob Christus in uns wirklich Realität geworden ist, ob wir das Geheimnis Gottes erlebt haben, oder ob wir nur Heuchler waren. Das ist das Gericht. Und Daniel 8 gibt uns den Zeitpunkt für dieses Gericht, denn in Daniel 8, Vers 14 heißt es: "Er sprach zu mir: Bis zu 2300 Abenden und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt oder gereinigt werden."

[33:48] Bis zu 2300 Abenden und Morgen. Wir hatten das ausführlich studiert, dass diese 2300 Jahre von 457 v. Chr. bis 1844 gehen, die längste Zeitprophezeiung, das letzte Datum der biblischen Prophetie. Ab diesem Zeitpunkt beginnt das letzte Werk des Evangeliums, die Reinigung des himmlischen Heiligtums, das Untersuchungsgericht, das die Wiederkunft einleitet und vorbereitet.

[34:28] Es gibt Menschen, die sagen, das ist alles nicht wichtig, genau zu wissen. Dem gegenüber steht die Aussage von Salomo in Prediger 8, Vers 5. Das heißt es: "Wer das Gebot bewahrt, will nichts von einer bösen Sache wissen." Das ist die Furcht Gottes. Und dann heißt es: "Und das Herz des Weisen weiß um Zeit und Gericht." Wenn du weißt, es gibt ein Gericht und wenn du auch die Stunde des Gerichts berechnen kannst, dann bist du weise. Und wenn du es ignorierst und für unwichtig hältst, dann bist du leider nicht weise.

[35:04] Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, sagt uns die Bibel ja auch. Das heißt, Weisheit, die dreifache Engelsbotschaft ist die Weisheit, die wir studieren können. Und dieses Untersuchungsgericht schließt eine Reinigung des himmlischen Heiligtums mit ein, wie wir gesehen haben, ausführlich. Und weil es immer wieder bezweifelt wird, dass das himmlische Heiligtum gereinigt werden müsste, wollen wir es noch einmal deutlich hier sagen.

[35:24] In Hebräer 9, Vers 23 heißt es: "So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese." Das Opfer Jesu vergibt nicht nur unsere Sünden, es reinigt sogar das himmlische Heiligtum, so sagt es die Bibel.

[35:52] Aber es gibt noch mehr zu entdecken in der dreifachen Engelsbotschaft. Es heißt: "Und betet den, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen." Das ist ein direktes Zitat aus 2. Mose 20.

[36:05] In 2. Mose 20, dort finden wir in Vers 8 bis 11 ein besonderes Gebot. Es heißt hier im vierten Gebot: "Gedenke an den Sabbatag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruht am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbatag gesegnet und geheiligt."

[36:44] Teil der dreifachen Engelsbotschaft ist es, die Menschen, die jetzt unter dem Untersuchungsgericht leben, hinzuführen zu dem Standard, der im Untersuchungsgericht benutzt wird, nämlich die zehn Gebote und zu allem zu dem Gebot, das am meisten vernachlässigt worden ist: Der Sabbat, der ein Zeichen ist für die schöpferische Kraft Gottes, der ein Zeichen ist für die neuschöpferische Kraft Gottes im Evangelium, der ein Zeichen ist für die Heiligung und damit ganz besonders verknüpft ist mit dem Heiligtum. Denn wie soll ich Heiligung im Heiligtum verstehen, wenn ich am Sabbat, der ein Zeichen der Heiligung ist? Uns ist der Sabbat ein ganz besonderes Thema.

[37:27] Die ganze erste Engelsbotschaft geht also um Themen, die vom Heiligtum sprechen, so wie wir es ab 1844 in Daniel 8, Vers 14 erkennen können. Aber es gibt eine zweite Botschaft, die meistens vernachlässigt wird und die wir nicht vernachlässigen wollen heute hier.

[37:45] Daniel 8, Vers 14, und ein anderer Engel folgt ihm, der sprach: "Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat." Nun, wer ist Babylon? Heute werden viele unbiblische Theorien darüber verbreitet. Die Offenbarung ist ganz deutlich.

[38:04] Offenbarung 17 sagt: "Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde." Beschrieben wird eine Frau. Nach 2. Korinther 11, Vers 2 ist eine Frau ein Symbol für eine Gemeinde. Hier wird eine abgefallene Christenheit beschrieben, eine abgefallene christliche Kirche, die als Mutterkirche noch viele Tochterkirchen hervorgebracht hat. Eine Kirche, die viel Geheimnis und Mysterium um sich herum hat. Und diese Kirche bietet einen Wein der Unzucht an.

[38:34] Der wahre Wein, der wahre Traubensaft, der unvergorene Traubensaft, der steht in Matthäus 26, Vers 28 für eine sehr wichtige Sache. Jesus selbst sagt, Matthäus 26, Vers 28: "Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden." Der Traubensaft steht für den neuen Bund, so wie er im Heiligtum erklärt wurde und an den himmlischen Heiligtum umgesetzt wird.

[39:09] Was ist dieser neue Bund, der das Zentrum des gesamten Heiligtums ist? In Hebräer 8, da wird im Kontext gesprochen, dass Jesus unser Hoher Priester ist im himmlischen Heiligtum, dass er der Mittler des besseren Bundes geworden ist. Und was ist dieser Bund?

[39:29] In Hebräer 8, Vers 10 heißt es: "Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde. Nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Volk Gott sein und sie sollen mein Volk sein." Vers 11: "Es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Er kenne den Herrn, denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen." Vers 12: "Denn ich werde gnädig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken."

[40:02] Drei Dinge sind im neuen Bund von Bedeutung: Jesus möchte die Sünden hinwegnehmen. Das war der Sinn des Heiligtums. Er möchte eine direkte Beziehung haben zu uns. Er möchte, dass wir ihn erkennen, so wie er ist, ohne menschlichen Priester dazwischen. Deswegen ist es: Christus in euch, das Geheimnis Gottes, das am 1844 so einen besonderen Fokus haben soll. Und das Gesetz Gottes, das wiederentdeckt worden ist im himmlischen Allerheiligsten, soll in unser Herz geschrieben werden. Es soll nicht einfach nur auf Steintafeln sein, es soll in unserem Sinn sein.

[40:31] Aber gleichzeitig warnt die Bibel vor einer Macht Babylon, die einen falschen Traubensaft, einen vergorenen Wein, einen verdorbenen Wein herumreicht. Die Bibel sagt in Sprüche 31. Verzeihung, erstmal müssen wir gehen zur Offenbarung 1, Vers 5 und 6. Dieses Blut des neuen Bundes macht uns auf Offenbarung 1, Vers 5 und 6 zu Priestern und Königen.

[41:05] Der Text sagt: "Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, gereinigt hat und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." Jeder, der das Blut Jesu angenommen hat, der den neuen Bund erleben möchte, ist ein König und Priester.

[41:29] Und die Bibel sagt in Sprüche 31 und dort Vers 4 und 5. Sprüche 31, Vers 4 und 5: "Es ziemt sich für Könige nicht, Lemuel, es ziemt sich für Könige nicht, Wein zu trinken, noch für Fürsten, der Hang zu stark im Getränk. Sie könnten über dem Trinken das vorgeschriebene Recht vergessen." Wer vergorenen Wein trinkt, vergisst das Gesetz. Dort wird eine Kirche beschrieben, die auch eine Form des Evangeliums predigt, aber in der das Gesetz vergessen worden ist.

[41:58] Und dann in Vers 7, spricht von jener abgefallenen Christenheit, jener römischen Kirche, die sich unterstehen würde, Zeiten und Gesetz zu ändern. Aber es gibt mehr dazu zu sagen. In 3. Mose, Kapitel 10 heißt es über Priester.

[42:19] In 3. Mose 10, ab Vers 9 sagt Gott zu dem Priester Aaron: "Du und deine Söhne mit dir sollen weder Wein noch berauschendes Getränk trinken, wenn ihr in die Stiftshütte, also das Heiligtum, geht, damit ihr nicht sterbt." Das heißt in Vers 10: "damit ihr einen Unterschied macht zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, zwischen dem Reinen und dem Unreinen und dem Reinen." Priester sollen keinen vergorenen Wein trinken, weil sie dadurch das Heilige nicht mehr vom Unheiligen unterscheiden könnten.

[42:44] Aber diese römische Kirche bietet diesen Glutwein der Hurerei an, wo der Bund gebrochen wird. Das ist ja was Hurerei ist, da wird der Ehebund gebrochen, und wo man plötzlich nicht mehr unterscheiden kann, was der Heilige Tag Gottes ist und was nur ein profaner Tag ist. Wo man nicht mehr unterscheiden kann, was Gott für rein erklärt hat und was er für unrein erklärt hat. Wo man das Heiligtum, das Heilige, und im himmlischen Heiligtum nicht mehr wirklich als Heiligtum erkennt, sondern ein anderes Heiligtum auf der Erde aufbaut, so wie Daniel 8 es deutlich beschrieben hat.

[43:42] In Offenbarung 14 und aus Vers 9 folgt die dritte Engelsbotschaft, die feierliche Botschaft, die in menschlichen Instrumenten jemals gegeben worden ist. Eine Botschaft, die wir nicht vernachlässigen dürfen.

[43:54] Das heißt in Offenbarung 14, Vers 9 und 10: "Und der dritte Engel folgte in der Sprache mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt." Das Tier, das ist das erste Tier aus Offenbarung 13, das aus dem Wasser hervorkommt und das identisch ist mit dem kleinen Horn aus Daniel 7, die römische Kirche.

[44:08] Sehr, sehr viele Details gehören dazu genannt werden, wenn wir mehr Zeit hätten. Eine Kirche, die offensiv gegen das himmlische Heiligtum gekämpft hat und all das, was mit dem himmlischen Heiligtum zusammenhängt, die Lehre von dem Unterschied zwischen Vergebung und Tilgung der Sünden, die Existenz eines himmlischen Heiligtums, die Tatsache, dass Jesus unser Hoher Priester ist, und die Lehre vom Gesetz Gottes und all die Dinge, die damit zusammenhängen, all das ignoriert, geändert und modifiziert hat.

[44:38] In Offenbarung 13, Vers 11 bis 17 wird dann ein zweites Tier beschrieben, das aus der Erde kommt und das nach biblischer Prophetieauslegung die Vereinigten Staaten von Amerika darstellt, die ab 1798 zu einer Weltmacht aufsteigen, wie ein Lamm, protestantisch, christlich, wirken, aber dann doch wie ein Drache reden und genau dasselbe tun werden, wie die römische Kirche in der alten Welt. Auch der Protestantismus wird Kirche und Staat vereinen, um falschen Lehren durch Staatsmacht Autorität zu verleihen, und das wird das Bild des Tieres sein, wie es ein gründliches Studium von Offenbarung 13 ganz, ganz deutlich zeigt.

[45:19] Und dann heißt es, dass das Malzeichen eine Rolle spielen wird. Das Malzeichen ist das Gegenteil vom Siegel Gottes und das Siegel Gottes ist nach Jesaja 8, Vers 16 sein Gesetz, sein Charakter, sein Wesen, so sagt es auch in Offenbarung 7 und Offenbarung 14, der in unserem Denken, in der Stirn verankert sein soll.

[45:46] Jesaja 8, Vers 16 sagt uns folgendes: Es heißt dort: "Binde das Zeugnis zusammen, versiegle das Gesetz in meinen Jüngern." Sein Wesen, Gottes Gesetz soll in unserem Denken sein. Und 5. Mose 6, Vers 4-8 beschreibt genau das. Wir sollen es wiederholen, wir sollen darüber nachdenken, wenn wir aufstehen, wenn wir uns niederlegen, wenn wir auf Arbeit sind, wenn wir zu Hause sind, bis es sich wirklich verfestigt hat in unserem Denken, wenn unser Denken, wenn Christus in uns, der ja die Verkörperung des Gesetzes Gottes war, Gestalt gewinnt.

[46:22] Und in jener Zeit der Versiegelung, die in Hesekiel 9 beschrieben wird, könnt ihr das Kapitel selbst lesen. Wir wollen nur ein Vers hier rausgreifen in Hesekiel 9.

[46:40] In Hesekiel 9 und dort Vers 4 heißt es: "Und der Herr sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem und mach ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die seufzen und jammern über all die Gräuel, die in ihrer Mitte verübt werden." Da werden die versiegelt, die nicht an den Gräueln teilnehmen und die die Gräuel hassen, die die Sünde hassen, die die dreifache Engelsbotschaft angenommen haben, die nicht einfach nur eine Botschaft auswendig gelernt haben, sondern die innerlich die Erfahrung im himmlischen Heiligtum gemacht haben, dass Jesus für sie im Allerheiligsten der Hohe Priester ist, sie reinigen möchte von der Sünde, dass das Geheimnis Gottes sich vollenden kann.

[47:14] Sie seufzen über Gräuel. Über was für Gräuel seufzen sie? Kapitel 8 gibt uns die Gräuel an. Und das Schlimmste von allen Gräueln findet sich in Hesekiel 8, Vers 16.

[47:27] Er führte mich in den inneren Vorhof des Hauses des Herrn, und sie am Eingang zum Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar, waren etwa 25 Männer, die kehrten dem Tempel des Herrn den Rücken, ihr Angesicht aber nach Osten, und sie warfen sich nach Osten anbetend vor der Sonne nieder. Es ist Sonnenanbetung im Tempel. Das größte Gräuel zur Zeit der Versiegelung in der Christenheit unter scheinbar Gläubigen wird subtil die Sonne angebetet. Eine Anbetung zu Ehren der Sonne. Seit Konstantin war jedes Sonntagsgesetz letztendlich zu Ehren der Sonne.

[48:02] Offenbarung 13 offenbart, wenn man es genau liest in den Versen 14, 15, 16, 17, dass dieses Malzeichen eine gesetzliche Initiative sein wird. Ein nationales Gesetz, beginnend in den USA, und das wird sich dann weltweit ausbreiten. Nicht der Sonntagshalter, der jetzt aus freien Stücken den Sonntag hält, hat das Malzeichen des Tieres, sondern wenn Gewalt eingesetzt wird, wenn Gesetze erlassen werden und jeder Mensch durch die Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft weiß, was die Wahrheit ist, dann kommt die Stunde der Entscheidung für den ganzen Erdkreis, und du und ich müssen uns entscheiden, ob wir treu sein wollen zu Gott oder ob wir jene furchtbaren Strafen auf uns nehmen wollen, vor denen uns die dreifache Engelsbotschaft so feierlich warnt.

[49:02] Das heißt, in Offenbarung 14, Vers 10: "So wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes." Das sind die sieben letzten Plagen, wie uns auf Offenbarung 16, Vers 1 ganz deutlich wird. Der Zorn Gottes, und dieser Zorn Gottes ist unvermischt. Warum? Denn in Offenbarung 15, Vers 8 heißt es, direkt bevor die Plagen ausgegossen werden: "Und der Tempel wurde erfüllt mit Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft, und niemand konnte in den Tempel hineingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren."

[49:30] Niemand hat mehr Zutritt zum himmlischen Heiligtum, ins Allerheiligste hinein. Die Tür ist dann geschlossen. Die Gnadenzeit endet vor der Wiederkunft. Die Gnadenzeit endet direkt, bevor die Plagen beginnen, und es gibt eine Zeit, wo wir ohne himmlischen Vermittler auf dieser Erde vor einem heiligen Gott leben müssen. Das hat zu tun mit Offenbarung 14. Das hat zu tun mit dem himmlischen Heiligtum.

[49:55] Die gesamte dreifache Engelsbotschaft kann nur verstanden werden, wenn das Heiligtum wirklich begriffen wird. In Vers 10 und 11 wird dann auch eine zweite Strafe angekündigt, nämlich die eigentliche, der ewige Tod.

[50:10] Das heißt: "Er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm." Offenbarung 20 beschreibt eben ausführlich und im Detail, wie dieser zweite Tod die Sünde und die Sünder, die an der Sünde festhalten wollen, auslöschen wird und endgültig vernichten wird.

[50:29] Und in all dem, in all dieser Botschaft, stellt sich die Frage: Gibt es Menschen, die diese Botschaft auch annehmen werden, die sie ausführen werden, die das nicht nur sagen werden, sondern auch leben werden? Und die Antwort ist ja.

[50:43] In Offenbarung 14, Vers 12, der letzte Vers für heute. Da heißt es: "Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren." Hier gibt es eine Gruppe von Menschen, die auf dem festen Fundament von Daniel 8, Vers 14 die prophetische Botschaft von A bis Z ohne Abstriche in Liebe und mit Liebe zur Wahrheit verkündigen, sodass Jesus Christus bald kommen kann, um seine Menschen, die ihn lieben, zu sich zu holen, weil sie einen Charakter geformt haben, der sie für den Himmel befähigt.

[51:19] Und diese Charakterformung, diese Vorbereitung hat zu tun mit dem himmlischen Heiligtum. Alles in der dreifachen Engelsbotschaft kreist um Christus im himmlischen Heiligtum und Christus in uns. Die Hoffnung, die Herrlichkeit, das Geheimnis Gottes.

[51:41] Diese Botschaft in Offenbarung 14, Vers 12 ist nichts anderes als die beste Zusammenfassung für das Wort "Gerechtigkeit aus Glauben". Gerechtigkeit ist nichts anderes als Gehorsam, denn die Bibel sagt, dass jede Ungerechtigkeit Sünde ist und Sünde ist Übertrettung des Gesetzes und Gesetzlosigkeit, nach 1. Johannes 3, Vers 4. Aber dieser Gehorsam ist kein zwungener Gehorsam. Es ist kein Gehorsam aus äußeren Werken. Es ist ein Gehorsam, der aus einer tiefen Erfahrung mit Jesus kommt, aus Liebe zu Jesus, aus der Erkenntnis, aus dem Geheimnis Gottes: Christus in euch, durch den Glauben an Jesus.

[52:18] So wie der Glaube im irdischen Heiligtum der Weg war, der geführt hat zum Allerheiligsten, wo die Gebote Gottes waren und damit der Gehorsam, so ist der Glaube an Christus im himmlischen Heiligtum der Weg, der uns direkt führt zu den zehn Geboten, zum Gehorsam zu Christus. Das ist die wahre Botschaft der Gerechtigkeit aus Glauben.

[52:44] Man kann Gerechtigkeit aus Glauben in dieser Zeit nicht mehr predigen, ohne ein klares Verständnis von dem, was ab 1844 im Allerheiligsten des himmlischen Heiligtums vor sich geht. Jeder andere Versuch, Gerechtigkeit aus Glauben zu erklären, ist eine Verkürzung, Modifizierung und Veränderung des ewigen Evangeliums. Lasst uns das nicht tun. Lasst uns treu zu dem Fundament stehen, auf dem diese Botschaft steht. Wenn wir an diesem Fundament wackeln, es bezweifeln oder kritisieren, wenn wir neue Deutungen, erweiterte Deutungen hineinbringen wollen, die in Wirklichkeit nur die Fundamente einreißen, dann lasst uns lieber das unterlassen, dass wir nicht noch den Glauben von anderen erschüttern.

[53:31] Die dreifache Engelsbotschaft ist unsere prophetische Botschaft und sie basiert auf dem klaren Verständnis von dem, was im Allerheiligsten jetzt vor sich geht. Lieber Freund, liebe Freundin, kennst du diese Botschaft? Kennst du die Fundamente? Kannst du diese Botschaft biblisch weitergeben, mit Bibelfersen erklären, was diese dreifache Engelsbotschaft ist? Wenn nicht, dann war hoffentlich das heute ein Anfangspunkt für dich, das selbst für dich gründlichst und ich meine wirklich gründlichst zu studieren.

[54:01] Wenn es irgendeine Botschaft gibt auf dieser Welt, die du verstehen musst, dann ist es diese Botschaft. Es sind nur wenige Verse, aber du musst sie verstehen, aber du musst sie auch leben. Johannes sah den Engel, bevor er ihn gehört hat. Wir müssen das sein, was dort steht, ansonsten ist es nur Heuchelei. Deswegen ist diese Botschaft so praktisch, deswegen ist diese Botschaft so sehr mit unserem Charakter, mit dem himmlischen Heiligtum verknüpft, wo die Sünden getilgt werden sollen.

[54:24] Und verkündigst du diese Botschaft? Gehörst du zu denen, die mit lauter Stimme, in Liebe, aber mit Liebe zur Wahrheit diese Botschaft predigen, koste es, was es wolle, damit eine Welt vorbereitet wird auf den bald kommenden Jesus? Es ist dein Wunsch, die dreifache Engelsbotschaft zum Zentrum deines Denkens zu machen, zum Zentrum deines Lebens und zum völligen Zentrum deiner ganzen Missionstätigkeit und deiner Verkündigung, dass man wirklich sagen kann, dass du sagen kannst mit Überzeugung: "Hier ist das Standhalten der Aussaat der Heiligen", dass die Engel sagen können, wenn sie auf dich schauen und auf die, die mit dir sind: "Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren." Es ist dein Wunsch. Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[55:12] Nächste Woche werden wir ein weiteres spannendes Thema haben, wenn wir über den kosmischen Kampf sprechen, über das große Thema des großen Kampfes, wie er die ganze Bibel durchzieht und auch den Hintergrund liefert für das Verständnis des Heiligtums. Und seid herzlich eingeladen, dann wieder einzuschalten. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium unserer prophetischen Botschaft. Amen.


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