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In dieser Cannstatt Study Hour-Folge mit Christopher Kramp geht es um die tiefgreifenden Lehren, die wir aus dem biblischen Heiligtum ziehen können. Es wird beleuchtet, wie das Heiligtum den Weg von der menschlichen Unreinheit zur Heiligkeit Gottes aufzeigt und wie Jesus Christus der zentrale Schlüssel zu diesem Prozess ist. Die verschiedenen Elemente des Heiligtums werden als Symbole für Jesu Dienst und die Schritte zur Erlösung und Heiligung erklärt.

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour, „Lehren aus dem Heiligtum“, taucht Christopher Kramp tief in die symbolische Bedeutung des biblischen Heiligtums ein. Er erklärt, wie das Heiligtum den Weg von der Sünde zur Heiligkeit aufzeigt und wie Gott trotz unserer Unreinheit Gemeinschaft mit uns sucht. Die Lektion beleuchtet die zentralen Gegenstände des Heiligtums und ihre Verbindung zu Jesus Christus als dem einzigen Zugang zu Gott und dem Weg zur Erlösung und Heiligung.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q4: Das Heiligtum

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer auch ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Schön, dass ihr dabei seid und dass wir gemeinsam Gottes Wort studieren können heute mit der vierten Folge unserer Serie „Das Heiligtum“. Damit bereiten wir uns vor auf das Videogespräch am 26. Oktober. Wir wollen uns heute mit dem Heiligtum beschäftigen, mit einigen verschiedenen Aspekten. Deswegen ist diese Folge überschrieben mit den Worten „Lehren aus dem Heiligtum“. Wir wollen einiges lernen von den verschiedenen Gegenständen des Heiligtums und den Dingen, die dort eine Rolle gespielt haben.

[0:56] Bevor wir das tun, möchten wir Gott bitten, dass er unser Lehrer ist, dass er uns durch seinen Heiligen Geist uns belehrt über die Wahrheit und über das, was wir in unserem Charakter ändern dürfen durch das Studium des Heiligtums. Und so lasse ich dich, lieber Freund, liebe Freundin, einladen, mit mir gemeinsam ein kurzes Gebet zu sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt wieder zu dir kommen können, dass wir dein Wort studieren können. Bitte schenk uns deinen Heiligen Geist, dass wir die Lehren aus dem Heiligtum herausziehen, die heute für uns besonders wichtig sind. Bitte sprich du zu jedem Einzelnen von uns, ob wir hier vorne stehen oder zuschauen, und dass wir das, was wir lernen, auch umsetzen können durch deine Kraft und deine Gnade. Beten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:29] Zunächst einmal wollen wir noch wiederholen, warum Gott ein Heiligtum hat überhaupt bauen lassen. In 2. Mose 25 und dort Vers 8, ein Vers, den wir in den folgenden Folgen schon angeschaut hatten. In 2. Mose 25 und dort Vers 8 heißt es: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne.“ Wir haben bereits festgestellt, dass das eigentliche Heiligtum das himmlische Heiligtum ist, wo die wirkliche Erlösung stattfindet. Und dass dieses Heiligtum hier, das in 2. Mose 25 in der Sinai-Wüste gebaut wird, dass das nur ein Abbild war, wie es in Vers 9 auch heißt: „Genauso, wie ich dir das Vorbild der Wohnung, das Vorbild all ihrer Geräte zeigen werde, so solltet ihr es machen.“ Da gab es ein Vorbild und es gab ein Abbild.

[2:16] Aber noch einmal von besonderer Bedeutung für uns ist hier Vers 8, wo es heißt: „Sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne.“ Schon das irdische Heiligtum sollte ein Wohnort für Gott sein und sollte zeigen, dass Gott mit seinem Volk gemeinsam leben möchte. Der große Zweck des Heiligtums, wenn man einen Schritt zurückgeht und all die verschiedenen theologischen Dinge einmal kurz beiseite lässt und sich einmal den großen Rahmen betrachtet, dann ist es einfach der, dass Gott mit seinen Geschöpfen, mit seinem Volk, mit denen, die ihm folgen, zusammenleben möchte. Er möchte nicht einfach nur bei ihnen wohnen, er möchte mitten unter ihnen wohnen, wie es hier heißt: „damit ich in ihrer Mitte wohne.“ Nicht nur am Rand, sondern mittendrin. Und das ist auch schon ein wichtiger Punkt für uns in unserem persönlichen Leben. Gott möchte nicht nur eine Randfigur sein, sondern er möchte in der Mitte sein, er möchte das Zentrum sein, er möchte überall in der Mitte sein, in unserem Denken, Fühlen und Handeln.

[3:20] Nun gibt es allerdings ein ganz entscheidendes Problem, denn wann immer wir mit Gott konfrontiert werden in unserer Begegnung mit ihm, ergeht es uns nicht anders als Jesaja in Jesaja Kapitel 6. Schlagen wir das mal gemeinsam kurz auf. In Jesaja 6 und dort Vers 3 heißt es: „Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Herrscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit.“ Als Jesaja dort im Tempel eine Vision hat von der Herrlichkeit des Herrn, da werden diese Worte ausgerufen: heilig, heilig, heilig. Das sind die Seraphim, die dort am Thron stehen und die das einander zurufen: heilig, heilig, heilig. Im Hebräischen nicht einfach eine Aufzählung im Sinne von heilig, heilig, heilig, sondern Ausdruck einer absoluten Superheiligkeit sozusagen. Man könnte vielleicht auch übersetzen: heilig hoch drei. Gott ist über alle Maßen heilig, abgesondert, besonders.

[4:30] Aber nur zwei Verse weiter unten sehen wir, was Jesaja für sich selbst in Anspruch nimmt. Und ich glaube, wir alle können uns hineinversetzen und mit hineinnehmen. Diese Worte, die er spricht in Vers 5: „Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den Herrn der Herrscharen, gesehen.“ Wann immer wir ein wirkliches Konzept haben von der Herrlichkeit und von der Größe und Macht Gottes, dann erkennen wir unsere eigene Unwürdigkeit, unsere Schwachheit, unsere Unreinheit. Ja, man könnte sagen, unsere Unheiligkeit. Und die große Frage, die sich hinter dem ganzen Heiligtum verbirgt, ist diese eine Frage: Wie kann ein Gott, der heilig, heilig, heilig ist, mit Menschen zusammen wohnen, die unrein sind?

[5:25] Dieser Gegensatz soll durch das Heiligtum gelöst werden. Diesen Gegensatz aufzulösen und zusammenzubringen, ist die Aufgabe des Heiligtums. Und nur wenn wir diesen Gegensatz überhaupt wahrnehmen und verstehen, nur dann können wir schätzen, was das Heiligtum im Himmel für uns tun kann, so wie es im Heiligtum auf der Erde illustriert worden ist. Nur wenn wir verstehen, wie heilig Gott ist und wie unrein wir selbst sind, durch die Sünden, die wir getan haben, durch die schlechten Gedanken, die schlechten Gewohnheiten, die wir haben, nur wenn wir diese Kluft sehen, können wir auch erkennen, welche große Bedeutung das Heiligtum für uns hat.

[6:07] Denn Gott gibt sich nicht mit dem Zustand zufrieden, dass wir unrein sind, dass wir unheilig sind, dass wir unwürdig sind. Er hat ein ganz anderes Ideal für jeden Einzelnen von uns. Und dieses Ideal, das finden wir im Zuge dieser Heiligtumsthematik in 3. Mose 19 ganz deutlich ausformuliert. In 3. Mose 19 und dort Vers 2, da spricht Gott zu Mose und sagt folgendes: 3. Mose 19, Vers 2: „Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen.“ Betone, dass es die ganze Gemeinde ist und nicht nur einige wenige Auserwählte, einige Elitegläubige oder besonders asketisch lebende. Es war die ganze Gemeinde, das ganze Volk ohne Ausnahme. Und jetzt kommen diese Worte, die Gott an sie richtet: „Ihr sollt heilig sein.“ Und jetzt kommt die Begründung: „Denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott.“

[7:05] Dieser Gott, von dem Jesaja sagt, er ist heilig, heilig, heilig. Und da finden wir die Seraphim im Buch Jesaja. Dieser Gott sagt zu Menschen, von denen er ja weiß, dass sie unrein sind, dass sie unreine Lippen haben, dass das ganze Volk unreine Lippen hat, nicht nur Einzelne, sondern dass das gesamte Volk unwürdig ist, schwach und sündig. Dass dieses gesamte Volk heilig sein soll. Ist Gott ein Fantast, ein Idealist? Vielleicht findet er ja ein oder zwei, die heilig sein können. Aber die ganze Gemeinde, das ganze Volk Israel, das ganze Volk Gottes soll heilig sein. Und dann mit dieser Begründung: „Denn ich bin heilig.“ Man hat den Eindruck, dass Gott sich da zum Maßstab macht und sagt: Also, ich bin heilig, und deswegen möchte ich, dass auch ihr heilig seid.

[7:56] Das Ganche geht zurück auf die Idee vom Schöpfungsbericht, als Gott den Menschen schafft und sagt: „Lass uns Menschen machen uns ähnlich.“ Aber wenn Gott heilig, heilig, heilig ist und wir unrein, dann sind wir ihm gar nicht ähnlich. Natürlich können wir nicht allwissend werden wie Gott. Natürlich können wir nicht allmächtig werden wie Gott. Wir sollen heilig sein, denn Gott ist heilig.

[8:26] Die Frage ist also, wie kann dieser Zustand erreicht werden? Und vielleicht mag sich der eine oder andere jetzt fragen: Gilt denn das noch für uns? Das war ja im Alten Testament, das sind ja diese Heiligtumsgesetze hier. Und vielleicht hatte damals das was mit der Heiligung etwas zu tun, aber heute ist das noch anders, oder? Schauen wir mal im Neuen Testament, ob dieses Ziel Gottes, dass die ganze Gemeinde heilig sein soll, ob das heute noch gilt. Fragen wir mal Petrus.

[8:53] In 1. Petrus, Kapitel 1, und dort Vers 14, da schreibt Petrus nicht nur an einige ausgewählte Elitegläubige, sogenannte Heilige, er schreibt an alle Christen. Und er sagt folgendes in 1. Petrus 1, Vers 14: „Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.“ Und jetzt erklärt er das und begründet es vielmehr mit genau dem Vers, den wir gerade gelesen haben, in 3. Mose. Es heißt: „Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“

[9:42] Also nicht nur bestätigt Petrus im Neuen Testament und sagt: Genau das gilt heute noch, er sagt es auch in einer Art und Weise, die genauer auslegt, was damit gemeint ist. Er sagt, dass es Gehorsam impliziert. Das heißt: „Als gehorsame Kinder.“ Das bedeutet, dass wir uns nicht den Begierden anpassen, denen wir früher als Unwissende gedient haben. Man kann also nicht gleichzeitig heilig sein und seinen Begierden, seinen Trieben ungezügelt nachgehen. Man kann nicht gleichzeitig heilig sein und ungehorsam.

[10:20] Und dann steht hier, dass diese Heiligkeit sich eben nicht nur auf bestimmte Tage bezieht oder bestimmte Lebensabschnitte oder bestimmte Bereiche unseres Lebens, sondern das heißt: „Ihr sollt heilig sein in eurem ganzen Wandel.“ Das heißt in allem, was wir tun, in allem, was wir denken. Wann immer wir aufstehen, uns niederlegen, essen, trinken, reden, handeln, was immer unser Leben beinhaltet, wir sollen heilig sein. Und der Maßstab ist deutlich gegeben in Vers 15: „Sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist. Wie er. So solltet ihr heilig sein.“

[10:54] Jesus hat in seinen Predigten ähnliche Maßstäbe angesetzt. Das Ziel Gottes für eine Menschheit, die in Unreinheiten, Unheiligkeit, in Sünde gefallen ist, ist Heiligkeit. Er selbst ist heilig, heilig, heilig. Er hat die absolute, außerordentliche Heiligkeit, aber er möchte, dass auch wir heilig sind. Er möchte, dass wir ihm ähnlich werden.

[11:18] Die Frage ist, wie kann diese Änderung vollzogen werden? Wie kann aus einem Menschen, der unrein ist, unheilig, ein Mensch werden, der heilig wird? Als der Tempel Salomos eingeweiht wurde, der ebenso als irdisches Heiligtum ein Abbild war vom himmlischen Heiligtum, so wie die Stiftshütte das auch schon gewesen war, da bietet Salomo ein sehr ausführliches und schönes Gebet. Am Ende des Gebetes in 1. Könige 8 finden wir folgende Worte: „Wenn sie so zu dir umkehren, mit ihrem ganzen Herzen, mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und sie beten zu dir, zu ihrem Land hingewandt, das du ihren Vätern gegeben hast, und zu der Stadt hin, die du erwählt hast, und zu dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe.“

[12:22] Er sagt, wenn wir sündigen und wir Sklaven werden, damals ist es ja in der Geschichte, es ist ja ab und zu mal passiert, dass sie buchstäblich Sklaven geworden sind wegen ihrer Sünde. Und auch heute passiert es, dass wir aufgrund unserer Sünde Sklaven werden, wenn wir dann umkehren. Und zwar nicht einfach nur so, sondern von ganzem Herzen und mit ganzer Seele im Land der Feinde. Wenn in all unserem Denken der Wunsch da ist: Ich möchte zurück zu dem, was eigentlich Gott für mich vorgesehen hat. Ich möchte befreit werden aus der Sklaverei. Ich kann zwar nicht selbst heraus, ich bin doch im Land der Feinde, aber ich kann meine Gedanken hinwenden zu jenem guten Land, hinwenden zu dem, was Gott mir eigentlich schenken möchte, hinwenden zu dem Haus, dem Heiligtum.

[13:11] Dann heißt es in Vers 49: „So höre du im Himmel in deiner Wohnstätte ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht.“ Wenn wir uns mit unserem Bitten und unserem Flehen zu Gott wenden in seinem himmlischen Heiligtum, dann hört er uns. Das heißt in Vers 50: „Und vergib deinem Volk, was sie gegen dich gesündigt haben.“ Und alle Übertretungen, nicht nur einige wenige, ein paar, die meisten, sondern alles, was immer wir gegen Gott gesündigt haben, wenn wir mit einem ernsthaften Gemüt, mit aller Kraft und aller Seele und ganzem Herzen zu Gott beten, auf das Heiligtum hinschauen, dann heißt es hier, dass Gott uns vergeben möchte.

[13:47] Es heißt: „Und lasse du sie bei der Herzlichkeit finden, bei denen, die sie gefangen geführt haben, sodass sie sich über sie erbarmen.“ Vers 51: „Denn sie sind ja dein Volk und dein Erbe, das du aus Ägypten herausgeführt hast, mitten aus dem Eisenschmelzofen.“ So lass du deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du sie erhörst in allem, weswegen sie dich anrufen.

[14:12] Salomo zeigt dir ganz deutlich in seinem Gebet, dass er verstanden hat, dass es eine Möglichkeit gibt, umzukehren, dass das himmlische Heiligtum der Punkt ist, wo Umkehr, wo Erneuerung, wo Bekehrung möglich ist. In all dem, was wir aus ganzem Herzen, von ganzer Seele hingewandt zum Heiligtum beten, wird Gott uns erhören. Lieber Freund, liebe Freundin, ich weiß nicht, womit du kämpfst. Vielleicht bist du auch gerade Sklave in einem fernen Land, in das du eigentlich nicht gehörst. Und vielleicht sehnst du dich danach, wieder enge und tiefe Gemeinschaft mit Gott zu haben. Da, wo du gerade bist, so wie du gerade bist, in den Umständen, die dich gerade umgeben, kannst du zum himmlischen Heiligtum hinbeten.

[15:00] Du kannst umkehren in deinem Herzen und Gott wird dir alle deine Sünden, alle deine Ungerechtigkeiten vergeben. Es ist dein Wunsch, umzukehren. Es ist dein Wunsch, näher zu Gott zu kommen. Zu dem Gott, der sagt: „Du sollst heilig sein, so wie ich heilig bin.“

[15:20] Vers 53 heißt es: „Denn du hast sie ausgesondert aus allen Völkern auf Erden als Erbe für dich, wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten führtest.“ Oh Herr, Herr. Ausgesondert, das Wort könnte man auch übersetzen mit geheiligt. Denn heilig sein bedeutet nichts anderes als ausgesondert sein. Und so finden wir in diesem Abschnitt die beiden Konzepte ganz eng beieinander: die Bekehrung und Umkehr hin zum Heiligtum gebeten und dann die Aussonderung, die Heiligkeit.

[15:57] Es ist, wenn wir uns zum Heiligtum wenden, wenn wir das Heiligtum betrachten und an das Heiligtum vertiefen, dass wir sehen, wie wir wieder mit Gott verbunden werden können. Hast du den Wunsch, mehr mit Gott zu tun zu haben? Hast du den Wunsch, Gott näher zu kommen? Hast du den Wunsch, dass Gott die Mitte und das Zentrum deines Lebens ist? Ich habe diesen Wunsch. Und ich wünsche mir, dass Gott noch mehr das Zentrum meines Lebens wird. Wie sieht es mit dir aus? Wäre es dann nicht an der Zeit, so wie Salomo hier sagt, mit unseren Gebeten bewusst uns zum himmlischen Heiligtum zu wenden, dass Gott uns vergeben kann und reinigen kann und absondern kann.

[16:40] Im Psalm 77, da finden wir ein ganz enormes Prinzip ausgedrückt. Besonders deutlich wird es, wenn ihr eine Elberfelder Bibel habt oder eine Schlachter mit Anmerkung. Es heißt dort nämlich im Psalm 77, Vers 14: „O Gott, dein Weg ist heilig.“ So in der Schlachter 2000. Und in der Anmerkung heißt es: „Oder dein Weg ist im Heiligtum.“ Und das scheint der eigentliche Sinn der Passage zu sein. Das Wort Heiligtum und heilig ist im Hebräischen ein dasselbe Wort. Und ja, Gottes Weg ist heilig. Aber es stimmt eben auch, dass der Weg Gottes sich im Heiligtum offenbart, oder andersherum, dass Heiligtum der Weg ist, wie ein Mensch, der unrein ist, heilig werden kann.

[17:32] Das Ziel ist die Heiligkeit Gottes, der sagt: heilig, heilig, heilig. Oder über den das gesagt wird. Der Startpunkt ist der unreine, schwache, verdorbene, sündige Charakter, den wir haben. Und zwischen diesen beiden nicht größer vorstellbaren Extremen liegt das Heiligtum. Und es fängt genau dort an und hört genau dort auf. Es umfasst den gesamten Ablauf.

[18:06] Das Heiligtum, so wie wir es in der Bibel finden, hat drei Abteilungen: den Vorhof, das Heilige und das Allerheiligste. Und schon diese drei Namen machen deutlich, dass dort eine Steigerung stattfindet. Da ist der Vorhof, da ist das Heilige und da ist das Allerheiligste. Im Hebräischen heißt das eigentlich „Heilig“, „Heiliges“. Das Heilige ist Kodesch und das Allerheiligste ist Kodesch Kodeschim. Und Gott selbst ist dann Kodesch Kodeschim Kodeschim. Gott selbst im Allerheiligsten ist dann das absolute Ziel und Zentrum. Das ist eine Steigerung vom Vorhof zum Heiligen, zum Allerheiligsten, zu Gott selbst.

[18:54] Das Heiligtum zeigt den Weg, wie ein Sünder, der außerhalb des Vorhofes ein Opferlamm sich nehmen muss und dann zum Vorhof kommt, dort seine Schuld sich vergeben lässt und dann über das Heilige zum Allerheiligsten gebracht wird. Diese Entwicklung von der Sünde zum Allerheiligsten demonstriert den Weg, wie wir in unserer Unreinheit heilig werden können. So wie Gott es möchte, so dass wir Gott ähnlich sind, so dass dieses Ziel: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig“, erfüllt wird. Und dieses Ziel kann nur erfüllt werden im Heiligtum.

[19:38] Es würde Stunden dauern, wenn wir versuchen würden, all die verschiedenen Details des Heiligtums im Einzelnen auszulegen, wie sie auf dieses einfache Prinzipien angewandt werden, heilig zu werden. Wir wollen hier nur uns auf die sechs wesentlichen Hauptgegenstände beschäftigen. Aber bevor wir die anschauen, zunächst einmal noch der Hinweis darauf, dass es im Heiligtum nur eine Tür gab.

[19:57] Schauen wir gemeinsam in 2. Mose 27. 2. Mose 27 und dort Vers 16. Und dort Vers 16 heißt es: „Am Eingang des Vorhofs aber soll ein Vorhang sein, zwanzig Ellen langen aus Garnen von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Leinen in Buntwerk, aber dazu vier Säulen auf ihren Füßen.“ Das heißt dort nicht an den Eingängen des Vorhofs, es heißt: „am Eingang des Vorhofs.“ Und das ist eine einfache, aber sehr profunde Idee. Es gibt nur einen einzigen Zugang zu Gott.

[20:41] Jeder von uns, der schon mal einen heidnischen Tempel gesehen hat, egal ob es ein griechischer Tempel war, ein römischer Tempel oder wie diese Tempel auch heißen mögen, wird beobachtet haben, dass in aller Regel heidnische Tempel viele verschiedene Zugänge hatten. Spielte keine Rolle, man konnte von links oder von rechts, von oben oder unten kommen. Von allen vier Himmelsrichtungen waren solche Tempel in der Regel begehbar, oder zumindest von einigen verschiedenen Seiten. Und das drückt diese Idee aus, dass in Religionen, die nicht der Bibel folgen, es meistens verschiedene Wege gibt, wie man zum Seelenheil kommen kann. Zum vermeintlichen.

[21:22] Nicht so in der Bibel, nicht so in Gottes Plan. Gott wusste, es gibt nur eine einzige Chance, aus unreinen Menschen heilige Menschen zu machen. Und das soll durch diese eine Tür, diesen einen Eingang, dieses eine Tor beschrieben werden. Wer ist dieses Tor? Wofür steht es? Die Bibel gibt selbst die Erklärung. Jesus selbst sagt es in Johannes, im Johannesevangelium, Kapitel 10 und dort Vers 9.

[21:51] Jesus ist dort ziemlich unmissverständlich. Er sagt in Johannes 10, Vers 9: „Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht hast du vorhin gerade gedacht: Das ist ja unmöglich, heilig zu werden. Und ja, es ist unmöglich, heilig zu werden, es sei denn, du gehst durch die Tür. Es gibt eine Tür auf diesem Weg, eine offene Tür, die immer offen ist, so wie die Heiligtumstür Tag und Nacht offen war, damit jeder, egal wann, kommen konnte. Es gibt eine Tür, und das ist Jesus Christus. Die Bibel sagt, es ist ein Name uns gegeben und im Himmel gegeben, in dem wir selig werden können: Jesus Christus.

[22:38] Es gibt keine andere Chance, heilig zu werden, als durch Jesus. Aber andersrum bedeutet es: Wer immer auch zu Jesus kommt und Jesus annimmt, der ist auf dem besten Weg, heilig zu werden. Das ist die offene Tür, die wir dann einrennen. Wenn du heilig werden möchtest und zu Jesus kommst, rennst du offene Türen ein. Jesus möchte dir den Weg freimachen zur Heiligkeit, und er ist der Einzige, der es kann.

[23:12] Wenn wir durch diese Türen durchgehen, wenn wir Jesus als unsere einzige Chance, den einzigen Weg, von dem er sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, annehmen, dann werden wir diese sechs Gegenstände in unserem Leben erfahren, die dort ein Sünder, wenn er mit seinem Opferlamm oder Opfertier oder Taube oder was auch immer kam, entdeckt hat, wenn er durch den Eingang durchgegangen ist. Sechs Gegenstände. Einige waren sichtbar, einige unsichtbar. Aber sechs Gegenstände waren im Zentrum des Heiligtums.

[23:52] 2. Mose 25 bis 30 beschreiben diese Gegenstände. Wir lesen das nicht alles, weil es zu viel ist. Aber dort finden wir sie alle erwähnt und beschrieben, wie sie gebaut worden sollten. Und dann ein Kapitel später sehen wir fast dieselbe Beschreibung noch einmal, wie sie dann tatsächlich auch gebaut worden sind. Die Aufzählung in diesen Kapiteln 25 bis 30 ist nicht unbedingt in der Reihenfolge, wie sie einem auf dem Weg sozusagen nacheinander begegnen würden. Aber wir können sie kurz aufzählen hier.

[24:23] Wir haben zunächst einmal als erstes, wenn man in den Vorhof hineingegangen ist, den sogenannten Brandopferaltar. Danach kam das Waschbecken. Und das waren die beiden Dinge, die im Vorhof standen und sichtbar waren für jeden, der dort hineinkam. Alles andere, die restlichen vier Gegenstände waren im Heiligen beziehungsweise im Allerheiligsten, das heißt im Zelt, und konnten von dem normalen gläubigen Menschen nicht gesehen werden. Sie mussten geglaubt werden. Und sie waren nur deswegen wichtig, weil der Hohepriester dann das Blut des Opfers hineinbringen würde in das Heiligtum und dort im Heiligtum die Erlösung erwirken würde. Unsichtbar für den Gläubigen, aber trotzdem absolut notwendig.

[25:05] Dort war, wenn der Priester hineinging, auf der rechten Seite der Schaubrottisch mit zwölf Broten, die dort in zwei Reihen aufgestapelt waren. Auf der linken Hand gab es den siebenarmigen Leuchter mit einigen interessanten Verzierungen, auf die wir heute leider nicht so ausführlich eingehen können. Und dann gab es direkt vor dem Vorhang zum Allerheiligsten den sogenannten Räucheraltar. Dieser Räucheraltar war insofern besonders, als dass der Rauch, der dort aufstieg, nicht nur das Heilige erfüllte, sondern über den Vorhang hinüberging in das Allerheiligste, wo sich ein zentraler Gegenstand befand: die Bundeslade.

[25:50] Und in der Bundeslade befanden sich neben einigen anderen Dingen wie dem Stab Aarons und dem Krug mit Manna vor allem die zehn Gebote auf Stein geschrieben. Über ihnen war der Sühnedeckel, der die Bundeslade bedeckte, und darüber war die sogenannte Schechina, die sichtbare Herrlichkeit Gottes. Es war ein Abbild des Thrones Gottes, der Gott, von dem es heißt: heilig, heilig, heilig. Dort war das Ziel des Heiligungsprozesses.

[26:20] Man könnte also das gesamte Heiligtum als einen Heiligungsprozess von A bis Z beschreiben. Und genau so wollen wir einmal verstehen, was das jetzt für uns praktisch bedeutet. Denn wir wollen ja Lehren ziehen aus dem Heiligtum.

[26:37] Zunächst einmal zurück zum Brandopferaltar. Jemand, der durch die Tür hineinging, musste dort ein Tier opfern. Wir haben in der letzten Woche sehr ausführlich über das Thema Opfer nachgedacht. Nur als Erinnerung sei darauf verwiesen, dass all diese Opfer im Voraus hingewiesen hatten auf die eine wirkliche, echte Opferung, auf die es ankommt, nämlich das Kreuz von Golgatha, wo Jesus Christus für uns gestorben ist. Johannes 1, Vers 29 war einer der Texte, die wir gezeigt hatten, um nachzuvollziehen, wie die Erfüllung all dieser Opfer gewesen war. Johannes 1, Vers 29. Da ruft Johannes der Täufer aus: „Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ All die Opfer, die auf diesem Brandopferaltar gegeben worden waren, waren ein Hinweis auf das Kreuz von Golgatha.

[27:41] Wenn wir also verstehen, dass das Heiligtum auf dem Weg des Heiligtumsprozesses ist, müssen wir verstehen, dass wenn wir zu Jesus kommen, wenn diese Tür offen uns gemacht wird, heilig zu werden, dann ist das erste Entscheidende auf dem Weg zur Heiligung die Annahme Jesu als unserem persönlichen Heiland. Eine Entscheidung dafür, dass unsere Schuld, die wir begangen haben, auf ihn gelegt wird, was damals illustriert wurde durch das Auflegen der Hand auf den Kopf des Opfertieres. Diese Handlung drückt aus, dass wir unsere Schuld auf ihn übertragen.

[28:21] Wie wir gesehen haben, ist Jesus Christus für uns den Tod gestorben, den wir sterben hätten müssen. Ohne diesen Schritt kein weiterer Weg. Wer an diesem Schritt scheitert, der wird niemals heilig werden können. Ja, die Tür ist offen. Man kann mit dem Opfertier durchgehen. Wenn man das Opfertier dann nicht opfert und seine Sünden nicht bekennt, dann ist die geöffnete Tür ohne Wert. Es gibt viele Menschen, die zu Jesus kommen und sich freuen, dass es ein Gnadenangebot gibt, aber niemals wirklich ihn als persönlichen Heiland annehmen, niemals wirklich ihre Sünden bekennen, auf ihn werfen und sich von ihm echte Vergebung schenken lassen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich immer wieder zum Tag der offenen Tür gehe, aber niemals Jesus zu meinem persönlichen Heiland gemacht habe, dann kann ich auf dem Weg, den Gott vorgezeichnet hat, nicht weitergehen.

[29:17] Wir hatten auch gesehen, dass dieses Brandopferaltar auch für uns persönlich etwas bedeutet in unserem Leben. In Römer 12, Vers 1 heißt es dort, sagt Paulus: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer, das war euer vernünftiger Gottesdienst.“ Nicht nur nehmen wir das Opfer Jesu an, so wie die alttestamentlichen Opfer vorausgewiesen haben, obwohl sie nicht wirklich selbst heilig machen konnten oder vergeben konnten, so weist unser Leben mit seiner Opferhaltung zurück auf das wahre Opfer, obwohl natürlich unsere eigenen Gedanken, unsere Worte, unsere Taten nicht uns wirklich aus sich selbst heilig machen können. Aber sie sind ein Abbild von dem Opfer, das getan worden ist für uns, genauso wie die Opfer damals im alten Testament ein Vorbild waren, ein Schatten.

[30:20] Das zweite, was man sehen konnte neben dem Brandopferaltar, war dann das Waschbecken. Und im Waschbecken, da ist natürlich Wasser. Und Jesus selbst hat über das Wasser gesprochen, zum Beispiel in Johannes 4. In Johannes 4 und dort Vers 14 heißt es: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“ Jesus spricht hier vom lebendigen Wasser, vom Wasser des ewigen Lebens. Er sagt: „Ich gebe dir das Wasser des ewigen Lebens, ich gebe dir neues Leben.“ Nicht nur nehme ich deinen Tod auf mich, sondern ich gebe dir auch mein Leben.

[31:07] Eigentlich sind es der Brandopferaltar und das Waschbecken zusammen, das den gesamten Plan oder all das, was am Kreuz von Golgatha passiert ist, deutlich macht. Ja, Jesus ist auch im Wasser getauft worden, als ein Vorbild für uns. Aber das eigentlich, worum es geht, ist, dass er wir neues Leben bekommt. Das bekommen wir natürlich durch die Auferstehung Jesu. Diese drei Dinge: Wasser, neues Leben und Auferstehung Jesu, werden ganz eng miteinander verknüpft im Römerbrief und dort in Römer 6.

[31:43] In Römer 6 und dort Vers 3 und 4 heißt es: „Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleich wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ Die Taufe im Wasser drückt aus, dass so wie Christus auferweckt worden ist und damit neues Leben zur Verfügung gestellt hat, ewiges Leben, das er uns übertragen möchte, so können wir jetzt in einem neuen Leben leben.

[32:24] Jesus, durch den Tod von Jesus, ist die Strafe des Todes von uns genommen. Durch die Auferstehung Jesu ist uns das ewige Leben möglich geworden. Diese beiden Dinge gehören zusammen und deswegen standen diese beiden Gegenstände auch direkt nacheinander im Vorhof. Und es kann sein, dass ich ja meine Sünden bekenne und Jesus um Vergebung für meine Schuld bitte, aber wenn ich dann nicht das neue Leben ergreife in der Taufe, das mir durch ein Wunder geschenkt wird, genauso wie es ein Wunder war, dass Gott selbst in Jesus sich selbst auferwecken konnte und neues Leben entstand. So wie Gott den Tod besiegt hat, so kann er auch meinen geistlichen Tod besiegen. Er kann mir ein neues Leben schenken, und ohne dieses neue Leben, ohne diese Auferstehung von den geistlichen Toden ist keine Heiligung möglich.

[33:24] Die nächsten Gegenstände waren unsichtbar für den Gläubigen im Heiligtum. Das hatte damit zu tun, dass nach der Auferstehung Jesus in den Himmel fahren würde und Gott als Hohepriester unsichtbar für dich und mich, aber doch real, an dem Erlösungsplan weiter zu wirken. Denn bisher haben wir erst zwei Gegenstände von sechs abgehandelt. Der Plan der Heiligung, des Heiligmachens, damit wir heilig sind, wie Gott heilig ist, ist damit noch lange nicht abgeschlossen.

[33:56] Der nächste Punkt ist der Schaubrottisch, wo das Brot natürlich ein Symbol war. Zuallererst für Jesus selbst. Denn in Johannes 6, Vers 48, lesen wir, wie Jesus sehr deutlich und unmissverständlich sagt: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Jesus ist das Brot. Jesus, der schon hier auf Erden unser Ein und Alles war, ist auch im Himmel unser Ein und Alles. Daran ändert sich gar nichts. Aber dieser Dienst Jesu im himmlischen Heiligtum, unsichtbar für uns, aber doch real, hat Auswirkungen auf unser praktisches Leben. Jesus selbst hat es angedeutet, als er gesagt hat in Matthäus 4, Vers 4: „Er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“

[34:58] Wenn wir voranschreiten wollen auf dem Weg der Heiligung, wenn wir das Ziel Gottes wirklich ernsthaft in Anspruch nehmen wollen, dass wir heilig sind, wie er heilig ist, dann reicht es nicht, wenn wir nur die offene Tür hindurch gehen. Dann reicht es nicht, wenn wir unsere Sünden bekennen. Dann reicht es nicht, wenn wir neues Leben in der Taufe ergreifen. Dann müssen wir auch aus dem Wort Gottes leben, so wie der Mensch vom Brot lebt. Wir müssen uns vom Wort Gottes ernähren, denn das ist Gottes erwählter Plan, uns heilig zu machen. Könnte es sein, dass viele Menschen deswegen ein Problem damit haben, mit dem Gedanken der Heiligung, weil sie es gar nicht erlebt haben, was es bedeutet, im Wort Gottes zu forschen, zu studieren und zu wachsen, neue Erkenntnisse zu bekommen und im Charakter verändert zu werden. Das ist das Ziel des Schaubrottisches.

[35:50] Aber da war nicht nur der Schaubrottisch auf der rechten Seite, auf der linken Seite war der siebenarmige Leuchter. Und der siebenarmige Leuchter ist natürlich dazu da, um Licht zu geben. Und auch hier ist die Bibel unmissverständlich. Denn Jesus sagt uns in Johannes 8, und dort Vers 12, ebenfalls kurz und prägnant: „Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt.“ Jesus gibt uns das Wasser des Lebens, er ist das Brot des Lebens, er ist das Licht der Welt. Er sagt: „Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ Man kommt nicht nur zu Jesus, man folgt ihm, man wandelt mit ihm, man folgt ihm nach. Was bedeutet, Jesus bewegt sich, und wenn er sich bewegt, dann geht er, Jesus geht auf einem Weg. Und der Weg ist der Weg des Heiligtums.

[36:46] Wie sollen wir Jesus intelligent nachfolgen, wenn wir uns nicht für das Heiligtum interessieren oder es vielleicht sogar ablehnen? Jeder, der sich vom Heiligtum weiß und es ablehnt, lehnt die einzige Möglichkeit ab, dass Gottes Plan für sein Leben Realität wird. So entscheidend ist das Heiligtum. Das Heiligtum ist der Weg Gottes. Oh, wir sollten alle, wer das Heiligtum studiert, ist es nicht auch dein Wunsch.

[37:17] Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Aber wahrscheinlich ist dir bekannt, dass Jesus nicht nur gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt“, sondern dass er ebenfalls das auf uns bezogen hat. In Matthäus 5, und dort Vers 14, dort heißt es: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Das ist dasselbe, wie Jesus es sagt. Er sagt: „Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.“ Und in Vers 16 heißt es: „So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Gott hat niemals vorgehabt, dass Christen dem nachfolgen, einfach nur für sich bleiben. Sie sollen ein Licht sein, ein Zeugnis geben für die Menschen um sie herum.

[37:58] Könnte es sein, dass so viele Menschen ein Problem haben mit dem Begriff Heiligung, mit dem Begriff Heiliger werden, weil sie es versäumen, genau das zu erleben. Die einzige Möglichkeit, im Glauben voranzukommen, ist das, was ich lerne in der Bibel, dass ich es auch weitergebe, dass ich ein Licht werde und damit immer wieder auf Jesus hinweise. Denn wenn ich das Wort Gottes lese, dann werde ich an Jesus erinnert. Wenn ich Zeugnis gebe, bin ich mit Jesus verbunden. All diese Heiligungsgegenstände stehen für Jesus und für unsere Beziehung zu Jesus.

[38:29] Denn Gott hat sich das Heiligtum erwählt, damit es ein Wohnort ist, wo er mit seinem Volk Gemeinschaft haben kann. Und nirgendwo kann man mehr Gemeinschaft haben mit Jesus auf dieser Welt, als im Bibelstudium und im Weitergeben dessen, was ich gelernt habe. Einen Punkt gibt es noch, zu dem kommen wir gleich.

[38:46] Und dieses Zeugnisgeben ist nicht nur die Aufgabe einzelner, isolierter Individuen. Nein, Gott hat einen Plan, wie dieses Zeugnisgeben effektiv geschehen kann. In Offenbarung 1, Vers 20 lesen wir, was die geistliche Bedeutung dieses siebenarmigen Leuchters ist. Offenbarung 1, Vers 20: „Das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden. Und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden.“ Gott hat eine Gemeinde, eine Struktur. Er hat eine Organisation, er hat ein organisiertes Volk, das gemeinschaftlich in Harmonie, so ist Gottes Plan, vorangeht.

[39:30] Kein Mensch kann heilig werden, der sich von Gottes Volk trennt. Selbst dann, wenn es in Gottes Volk drunter und drüber geht, und wer die Offenbarung kennt, Offenbarung 2 und 3, weiß, es gibt dort einige Gemeinden, da geht es wirklich drunter und drüber. Aber das Licht leuchtet beim Leuchter, nicht woanders. Echte Heiligkeit hat damit zu tun, dass man im Verbund der Gemeinde Zeugnis gibt. Gott wünscht sich Gemeinschaft, auch der Gläubigen untereinander. Denn das hilft uns auf dem Weg der Heiligkeit.

[40:08] Und dann gibt es natürlich den Räucheraltar. Dieser Räucheraltar war der, der von allen drei Gegenständen im Heiligen am nächsten stand zum Allerheiligsten. Und Jesus selbst wird in der Offenbarung, wenn auch etwas versteckt, nicht ganz offensichtlich, in Verbindung gebracht mit dem Räucheraltar. Wir lesen in Offenbarung 8, Vers 3 und 4: „Und ein anderer Engel kam, das griechische Wort meint eigentlich ein andersartiger Engel, also kein buchstäblicher Engel, sondern ein Bote, kam und stellte sich an den Altar. Der hatte ein goldenes Räucherfass, und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron ist.“

[40:48] Das ist eine Aufgabe, die von dem Hohepriester ausgeübt wurde im irdischen Heiligtum. Und in Hebräer 4 wird hier deutlich gesagt, dass Jesus Christus unser Hohepriester ist, Vers 14 bis 16. So haben wir also Jesus hier dargestellt als einen Boten, als einen Engel, und das ist ein schönes Bild, denn ein Bote überbringt eine Botschaft. Und wenn wir unsere Gebete zu Gott richten, dann ist es Jesus, der Engel, der Bote, der diese Botschaften von uns an Gott übermittelt. Gibt es einen besseren Kurier im Universum als Jesus? Einen zuverlässigen und teuren Zeugen als Jesus, der genau das so weitergibt, was wir bitten?

[41:41] Vers 4 heißt es: „Und der Rauch des Räucherwerks stieg auf vor Gott zusammen mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels.“ Dein Räucherwerk wird in der Bibel immer wieder mit Gebet verknüpft, zum Beispiel auch in Psalm 141 und dort Vers 2. Dort betet David in Psalm 141, Vers 2: „Lass mein Gebet wie Räucherwerk gelten vor dir.“

[42:06] Wenn wir beten, dann kommen wir Gott besonders nahe. Und es kann sein, dass Menschen vielleicht durch die offene Tür zu Jesus hineinkommen, dass sie für Jesus interessieren, dass sie ihre Sünden sich vergeben lassen, dass sie in der Taufe ein neues Leben beginnen wollen, dass sie fleißig die Bibel studieren und sogar eifrig ihre Erkenntnisse weitergeben. Aber wenn sie es versäumen zu beten, dann stoppen sie auf dem Weg der Heiligung.

[42:37] Wo befindest du dich auf dem Weg? An welcher Hürde kämpfst du gerade in deinem Leben? Ist es das Bibelstudium? Ist es das Weitergeben? Ist es das Gebet? Vielleicht ist es sogar die Übergabe deiner Sünden an Jesus. Vielleicht ist es sogar, dass du überhaupt nicht interessiert bist, ob du überhaupt durch diese offene Tür kommen willst. Egal wo du bist, bedenke, es ist ein Weg, der direkt zu Gott führt. Und es ist der einzige Weg, und er führt an diesen Gegenständen vorbei. Dieser Weg führt niemals drumherum. Nur über diese Wege, nur über diese Gegenstände führt der Weg.

[43:17] Und dieser Weg endet im Allerheiligsten. Dort an der Bundeslade, dort am Thron Gottes, wo die Schechina, die Herrlichkeit Gottes sich offenbart, wo zwischen zwei Cherubinen das ewige Licht leuchtete, über dem Sühnedeckel, von dem es übrigens interessanterweise in Römer sogar heißt, dass Jesus selbst dieser Sühnedeckel ist. Schaut mal gemeinsam mit mir, es ist im Sendemanuskript enthalten, aber es ist in der Bibel enthalten, in Römer 3 und dort Vers 25. Es heißt dort: „Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt.“ Das griechische Wort „Hilasterion“ bedeutet eigentlich auch Sühnedeckel. Jesus wurde symbolisiert durch diesen Deckel dort auf der Bundeslade.

[44:08] Das heißt, egal wohin wir schauen, nicht nur ist Jesus das ganze Heiligtum an sich, wie wir gesehen haben, sondern all die verschiedenen Gegenstände, die Details des Heiligtums weisen alle ausnahmslos auf Jesus. Welcher Aspekt des Dienstes Jesu wird hier besonders illustriert? Die Tatsache, dass dort in der Bundeslade die Zehn Gebote waren. Und die Zehn Gebote sind Ausdruck der Liebe Gottes. Wenn wir in Römer 13 nachschauen, dann werden dort die Zehn Gebote teilweise aufgezählt. Dann heißt es in Römer 13, Vers 10: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses, so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“ Das Gesetz ist Ausdruck der Liebe Gottes. Und Jesus als der, der Gottes ausdrückliches Ebenbild ist, ist die Liebe selbst.

[44:57] Die Zehn Gebote beschreiben das Wesen Gottes. Und Gott möchte ja, dass wir so sind, wie er ist. „Seid heilig, denn ich bin heilig.“ Gottes Ziel ist es, seinen Charakter widerzuspiegeln. Und das Heiligtum ist der Weg, es ist der einzige Weg. Und wir müssen ihn gehen, wenn wir mit Gott leben wollen. Und dieser Weg führt immer automatisch und ohne Ausnahme zum Gesetz Gottes. Ja, er führt über das Opfer. Ja, er führt über die Taufe. Er führt über die Bibel, über das Gebet, über das Zeugnisgeben. Aber er führt immer zum Gehorsam, den Zehn Geboten gegenüber.

[45:27] Und deswegen sagt uns die Bibel in Johannes 14 und dort Vers 15. Johannes 14, Vers 15: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.“ Jesus war sehr deutlich. Und wenn wir diesen Weg gehen, dann werden wir heilig.

[45:47] Wir hatten gesehen, am Anfang war dieses Problem, dass Gott sagt, dass es von Gott heißt, er ist heilig, heilig, heilig. Und wir sind unrein. Könnte es sein, dass das Ziel des gesamten Heiligtumsdienstes ist, uns zu reinigen? Dass es im Vorhof Reinigung gibt, dass es im Heiligen Reinigung gibt und dass es sogar eine Reinigung im Allerheiligsten gibt? Denn das Blut Jesu, das nicht nur im Vorhof vergossen wurde, symbolisch, sondern auch symbolisch dann in der Stiftshütte, dann sogar am großen Versöhnungstag, über den wir nächste Woche sprechen, symbolisch bis ins Allerheiligste ging. Dieses Blut reinigt den ganzen Weg. Der ganze Weg ist der Weg der Reinigung. Denn wir sind unheilig. Wir werden durch den Weg der Reinigung heilig.

[46:51] Was muss in deinem Leben gereinigt werden? Was muss abgewaschen werden durch das Wasser des Lebens? Was muss geschmolzen werden durch das Wasser des Lebens? Was muss abgewaschen werden durch das Wasser des Lebens? Was muss gestärkt werden durch das Brot des Lebens? Wo muss das Licht des Lebens hineinleuchten? Welche dunkle Kammer? Welche Unreinheit muss Gott bekannt werden? Für welchen Kampf kannst du beten? Und welches der Gebote Gottes hältst du nicht? Das sind die Fragen, die wir uns stellen müssen, wenn wir uns mit dem Heiligtum beschäftigen. Denn es macht keinen Sinn, nur theologisch zu wissen, das Heiligtum steht für das und das und jenes, wenn wir nicht selbst diesen Weg gehen, nicht diese Reinigung erleben. Denn dafür ist das ganze Heiligtum aufgeschrieben worden.

[47:45] Und das ist ein letzter Punkt, über den wir noch nachdenken wollen, bevor wir schließen. Dieser Punkt, der findet sich im Psalm 73. Hier zeigt uns der Psalm-Dichter Asaph, dass das Heiligtum der Schlüssel zu den tiefsten Menschheitsfragen überhaupt ist. Er selbst, Asaph, hatte gerungen und gezweifelt. Er sagt es im Vers 2, er sagt: „Ich aber, fast wäre ich gestrauchelt mit meinen Füßen. Vielleicht hätte ich einen Fehltritt getan.“ Was war das Problem? Wenn er in die Welt schaute, sah er, er sagt es im Vers 3: „Ich beneidete die Übermütigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah.“ Er beschreibt das weiter und weiter. Er sagt in Vers 13: „Ganz umsonst habe ich mein Herz reinerhalten und meine Hände in Unschuld gewaschen. Denn ich bin noch den ganzen Tag geplagt, weil meine Züchtigung jeden Morgen da war.“

[48:45] Viele Menschen, die an Gott festhalten, die haben das Gefühl: Ich bin noch den ganzen Tag geplagt. Was nützt es, die Bibelverse zu kennen? Was nützt es, meine Sünden bekannt zu haben? Wenn ich doch Mühsal habe in diesem Leben. Und es dem Gottlosen, der daran zweifelt, ob es Gott überhaupt gibt, der an all dem zweifelt, vielleicht mich noch mit Spott überschüttet, wenn es ihm gut geht. Es war vergebliche Mühe in meinen Augen. Dieses Problem kann mit menschlichem Verstand nicht gelöst werden. Kein Philosoph hat es ergründet.

[49:24] Vers 17 sagt uns: „Bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende acht gab.“ Das Heiligtum ist der Schlüssel, um die Gerechtigkeit Gottes zu verstehen. Das Heiligtum ist der Schlüssel, um zu sehen, dass Gott am Ende Gerechtigkeit schaffen wird. Und dass nur diejenigen, die den Weg gegangen sind, bei ihm wohnen bleiben können. Denn Gott, der bei uns sein möchte, sagt: „Ihr sollt heilig sein, wie ich heilig bin.“ Und jeder, der dies vernachlässigt, der das ignoriert, der das ablehnt, jeder von denen kann dann nicht mehr bei Gott bleiben. Und da Gott die einzige Quelle des Lebens ist, ist die Ende absehbar. Sie können nicht ewig existieren.

[50:15] Als Asaph das verstanden hat, dass ewige Existenz, ewiges Leben, ewige Glücklichkeit davon abhängt, mit Gott Gemeinschaft zu haben, da verstand er, dass diejenigen, die sich gegen Gott wenden, auf Dauer nicht überleben können. Und das hat er erkannt im Heiligtum. Im Heiligtum hat er erkannt, was der Weg ist, heilig zu werden, so wie Gott heilig ist. Gottes Charakter wiederzuspiegeln und enge Gemeinschaft mit Gott zu haben.

[50:48] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du heute etwas aus dem Heiligtum gelernt? Es gäbe noch so viel mehr, was man sagen könnte. Wir werden eine Ewigkeit brauchen, dieses Thema in jedem Detail zu vertiefen. Gott kann uns keine neuen Lehren aus dem Heiligtum schenken, wenn wir die, die wir schon sehen, nicht umsetzen. Hast du etwas gelernt heute? Was möchtest du persönlich umsetzen? An welchem Gebiet möchtest du arbeiten? Wo möchtest du einen Schritt weiter gehen? Gott segne dich darin, auf seinem Weg zu gehen. Mit Jesus, der sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Lass uns in das Heiligtum hinein vertiefen in unserem tatsächlichen Lebenswandel. Gott segne dich.

[51:36] Nächste Woche betrachten wir weitere Aspekte des erstaunlichen Heiligtumsdienstes. Wir laden euch ein, wieder dabei zu sein. Wir wollen euch noch einmal auf die Serie hinweisen, die dieser Tage beginnt, ab dem 25. Oktober: Magna Conflictio. Eine ganz neu ausgearbeitete Themenseite, die sich in den letzten 100 Jahren Geschichte im Licht der biblischen Prophetie beleuchtet und so darstellt, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass Gott nicht nur Herr der Geschichte ist, sondern auch Herr der Zukunft. Und dass ein gewaltiger Konflikt auf eine letzte Auseinandersetzung zusteuert. Deswegen haben wir es genannt: Magna Conflictio. Ihr könnt es live verfolgen. Sagt bitte euren Freunden, Interessierten, Nachbarn, wem auch immer davon. Denn das ist eine Thematik, die alles andere in den Schatten stellt und die mehr wert ist als Gold und Silber. Und von allen Thematiken, die es gibt, am meisten es verdient, gesehen, gehört und verstanden zu werden. Gott mit euch und bis bald. Gottes Segen. Amen.


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