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Manuskript (sieht diese Woche etwas anders aus): CSH 2013 Q4 07
Zusätzlich fürs Studium: www.dasheiligtum.de

In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion mit Lukas Hermann wird das Thema „Christus, unser Opfer“ beleuchtet. Es wird erklärt, wie das Heiligtum und die Opferrituale des Alten Testaments auf Jesus Christus als ultimatives Opfer hinweisen. Anhand von biblischen Texten und der Analogie einer Modelleisenbahn wird die Bedeutung von Jesu vollkommenem Opfer für die Vergebung der Sünden und die Erlösung der Menschheit dargelegt. Die Lektion betont, dass nur durch Jesu Blut und seine vollkommene Gerechtigkeit wahre Erlösung möglich ist und warnt vor der Gefahr, dieses Opfer als selbstverständlich anzusehen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q4: Das Heiligtum

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder dabei seid, hier auf joelmedia.tv.de und auch schön für unsere Zuschauer auf Amazing Discoveries, wo diese Folge noch ausgestrahlt werden wird. Ihr habt schon festgestellt, heute steht hier nicht der Christopher, sondern meine Wenigkeit da, wegen der Abwesenheit Christophers die Cannstatt Study Hour heute übernehmen. Unser Thema heute in der Sabbatschul-Lektion, die siebte in diesem Quartal: Christus, unser Opfer.

[0:43] Und wir betrachten unsere liebe, liebe Sabbatschul-Lektion. Das hier ist übrigens die brasilianische Ausgabe, falls ihr euch wundert, dass das hier ganz anders aussieht wie das Heft, das ihr später, das ihr momentan in der Hand habt. Wer übrigens die Sabbatschul-Lektion noch nicht selber studiert hat, den kann ich nur ermutigen, das wirklich zu tun, weil unser jetziges Thema ist ein sehr, sehr schönes, sehr, sehr tiefgehendes und ausschussreiches Thema. Ich möchte sie auch darauf hinweisen, dass es von dem Autor der Sabbatschul-Lektion, dem Professor auf Bogenhofen, wenn ich mich nicht ganz täusche, wurde eine Seite eröffnet, die da heißt dasheiligtum.de, zusammengeschrieben. Auf dieser Seite gibt es von ihm selbst, dem Autor, eine kleine Einführung, ein paar Minuten kurze Einführung in das Thema jeder Woche, das sich sehr lohnt, mal selbst anzusehen. Dasheiligtum.de.

[1:49] Und bevor wir einsteigen in die Sabbatschul-Lektion, möchte ich ein kurzes Gebet sprechen. Großer Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir jetzt ins Wort Gottes eintauchen dürfen. Herr, mögest du uns was beibringen, mögest du uns etwas lehren, damit wir weiser werden zur Erlösung. Amen.

[2:11] Die Sabbatschule, worum geht es eigentlich in der Sabbatschule? Ich möchte das Thema einfach mal kurz aufgreifen. Es heißt ja Sabbat Schule, das heißt, es ist ein Ausbildungsaspekt. Es wurde in der Tat erschaffen, um die Gemeindeglieder auszubilden. Nun, ausbilden wofür? Für die Arbeit, die Jesus getan hat. Lukas Kapitel 19, Vers 10 sagt uns: "Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist." Das ist unsere Ausbildung, damit wir lernen, das, was Jesus getan hat, zu suchen und zu retten, die Menschen, die verloren sind.

[2:54] Und heute schauen wir uns an das Zentrum des Heiligtums, das Opfer von Jesus Christus selbst. Jesus Christus ist quasi die Rechtfertigung dafür, dass das Heiligtum überhaupt existiert. Wenn das Heiligtum ein großer Pfeil wäre, dann würde es auf Jesus Christus hindeuten. Denn das Heiligtum gibt es nur aus einem einzigen Zweck: den Zweck, uns zu Jesus Christus, unserem Erlöser, unserem Schöpfer zu führen.

[3:28] Diese Woche wurde vor allem der Hebräerbrief studiert. Und der Hebräerbrief ist ein Brief von Paulus geschrieben an seine eigenen Landsleute, die Hebräer. Und für das Verständnis des Hebräerbriefs ist eines sehr wichtig zu wissen: Der Hebräerbrief ist quasi eine Art Deutung des Alten Testaments. Hebräer Kapitel 8, Vers 4 und 5 sagen uns Folgendes: "Wenn er, Jesus Christus, sich nun auf Erden befände, so wäre er, Jesus, nicht einmal Priester, weil hier solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen gemäß der Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen wollte. Siehe zu, und das ist Gott, der hier zu Mose spricht: Siehe zu, hieß es, dass du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf den Bergen gezeigt worden ist."

[4:36] Nun, was wurde dem Mose damals auf dem Berg Sinai gezeigt? Der Text hatte schon verraten, das Heiligtum, die Stiftshütte wurde ihm gezeigt. Und der Text sagt auch, dass es ein Abbild oder ein Schatten der himmlischen Version ist.

[4:52] Nun, ich möchte eine Illustration verwenden, die ich mal von Christopher selbst gehört habe, und zwar die Illustration einer Modelleisenbahn. Zur Zeit ist in Stuttgart die Spiele- und Modellbaumesse, und als Kind hat mich mein Vater immer gern damit hingenommen, und ich bin da immer stärker mit hingegangen, und vor allem hat mich fasziniert eine Art Baustelle, wo mit modellgroßen Baggern, modellgroßen Trucks etwas erbaut, etwas umgegraben, etwas erschaffen wurde, alles über Fernsteuerung mit Leuten, die einfach außen dran standen. Und mich hat es so fasziniert, einfach zuzusehen, wie in diesem Modellmaßstab diese Dinge quasi erstellt werden, genauso wie es im echten, im originalen, im richtigen Leben quasi auch funktioniert.

[5:43] Und genau so können wir uns das Heiligtum vorstellen. Das Heiligtum ist quasi die Modelleisenbahn. Und in der Modelleisenbahn ist alles quasi komprimiert, einfach gemacht. Es gibt auch genau so alles, was es im Echten gibt, auch in der Modelleisenbahn. Es gibt Züge, es gibt Bäume, es gibt Häuser, es gibt Straßen, es gibt kleine Autos. Der Unterschied natürlich kleiner, einfacher, und der Baum ist nicht aus Baum, sondern aus Pappmaché, das Auto ist aus Plastik und so weiter. So können wir uns das Heiligtum vorstellen, das ist eine Art Modelleisenbahn. Dementsprechend auch alles, was wir im Heiligtum sehen und finden, hat eine Anwendung im realen Leben.

[6:29] Mit dem Hintergrund möchte ich euch einen Schlüssel quasi in die Hand geben, um den Hebräerbrief richtig zu verstehen. Aber den Schlüssel stecken wir zunächst mal in unsere Tasche, den brauchen wir später wieder, denn wir fangen jetzt an im Buch Jesaja. Die Bibel ist ein sehr, sehr faszinierendes Buch. Durch die Bibel zieht sich nämlich ein Erlösungsplan, und der Erlösungsplan zieht sich durch die Bibel wie ein roter Faden. Und Jesus Christus steht im Zentrum dieses Erlösungsplans.

[7:04] Man kann sich das ein bisschen vorstellen wie so ein Puzzle, so ein riesiges Puzzle. Und die Geschichte der Bibel gibt quasi den Rahmen des Puzzles vor, und jede einzelne Geschichte, jede einzelne Vorkommnis, jeder Vers dieser Bibel passt wie ein Puzzlestück in dieses große Puzzle. Man kann alles, was passiert, sogar die Dinge, die passieren auf dieser Weltzeit, in dieses Puzzle einordnen. Und das macht die Bibel so faszinierend.

[7:33] Und wir möchten diesen roten Faden der Bibel jetzt aufgreifen, und zwar im Lukas Evangelium Kapitel 22, Vers 37. Und hier heißt es: "Denn ich sage euch, auch dieses Sprichwort muss sich an mir erfüllen." Jesus spricht zu seinen Jüngern, dass sich etwas erfüllen muss an ihm, und er ist unter die Übeltäter gerechnet worden. Das ist ein Zitat hier, das Jesus schreibt, und er ist unter die Übeltäter gerechnet worden. Ein Zitat aus dem Jesaja-Buch, Jesaja 53.

[8:08] Wer eine Bibel zu Hause hat mit Querstellen, eine Art Studienbibel oder eine einfache Bibel, kann meist in den Fußzeilen nachlesen, wo diese Textstellen her sind, und wird dann lesen, ist diese Textstelle aus Jesaja 53, Vers 12, wenn ich mich nicht ganz täusche, kommt. Und er sagt: "Denn was sich auf mich bezieht, das geht in Erfüllung." Natürlich ist das eine maßlose Untertreibung hier von Jesus, denn alle Worte von Gott gehen in Erfüllung. Denn Gott kann gar nicht lügen.

[8:40] Nun, was steht in Jesaja 35, nein, 53, und ich möchte euch zu diesem Vers mitnehmen. Jesaja 53, und ich möchte die ersten paar Verse mal durchlesen. Hier steht: "Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des Herrn, wem ist er geoffenbart worden? Er wuchs auf vor ihm wie ein Schössling, wie ein Wurzelspross aus dürrer Erde, Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen und von den Menschen, von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden."

[9:58] Jesaja Kapitel 53 deutet auf Jesus als Opfer hin. Ein Vers beziehungsweise ein Kapitel, das von den Juden und auch den Jüngern selbst nicht richtig verstanden wurde. Wenn man dieses Kapitel, diese ersten paar Verse jetzt durchliest, dann kommen folgende Adjektive auf, die Jesus hier beschreiben: das heißt verachtet, verlassen, mit Schmerzen und Leiden vertraut, bestraft, geschlagen, niedergebeugt, durchbohrt, zerschlagen, misshandelt.

[10:39] Wir als Christen nehmen solche Worte manchmal sehr einfach in den Mund. Für uns geht es sehr einfach über die Lippen, weil wir das so gewohnt sind. Jesu Opfer hat es immer schon mit sich, dieses Zerschlagene, dieses Demütige, diese Schmerzen, diese Leiden. Aber ich möchte euch mal was fragen, liebe Freunde. Warum bewundert ihr einen Menschen? Warum bewundert unsere Welt einen Menschen? Bewundern wir nicht Menschen, wie damals die Juden schon, die Großartiges tun, die Großartiges können, vielleicht die hier vorne stehen und großartige Reden schwingen, vielleicht diejenigen, die eine bestimmte Fähigkeit haben, diejenigen, die im Sport viel trainiert haben? Wir achten doch immer Menschen besonders hoch, die etwas besonders gut können. Aber hier haben wir einen anderen Maßstab für Achtung: verachtet, verlassen, von Schmerzen und Leiden vertraut, mit Schmerzen und Leiden vertraut.

[11:39] Jesus ist für uns das geworden, was niemand von uns wirklich hätte werden wollen. Niemand von uns will verachtet werden, verlassen werden, niedergebeugt werden, durchbohrt werden, zerschlagen werden, misshandelt werden. Aber genau das hat Jesus auf sich genommen, und genau deswegen haben die Menschen damals das nicht verstanden. Denn Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, nicht mit diesen Adjektiven vereinen.

[12:05] Jesaja ist nur einer der Verse, die in Jesus ihre Erfüllung finden. Und dies ist wichtig, denn Gott tut nichts, so heißt es in der Bibel, ohne es nicht von seinen Propheten zu offenbaren. Jesus passt quasi exakt in dieses große Puzzle des Erlösungsplans.

[12:31] Und jetzt brauchen wir wieder unseren Schlüssel, den wir vorhin in unsere Tasche gesteckt haben. In der Modellwelt, in unserer Modelleisenbahn, die wir vorher benannt haben, passiert Folgendes, was wir lesen können in Hebräer 2, Vers 9. Und den Vers möchte ich kurz mit euch lesen. Hier heißt es: "Den aber, der ein wenig unter die Engel erniedrigt worden ist..." Das haben wir gerade gelesen, wie sich Jesus erniedrigt hat selbst. "Jesus sehen wir wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jedermann den Tod schmeckte."

[13:17] In den letzten Lektionen, der Sabbat-Lektion, haben wir gelernt, dass wenn jemand Vergebung erhalten wollte, wenn jemand Vergebung brauchte vom Volk der Hebräer, dann musste er ins Heiligtum gehen. Also in unserer Modelleisenbahnwelt ging der Sünder mit seinem Opfertier ins Heiligtum, damit die Sünde von ihm auf das Tier übertragen werden konnte. Nur durch den Tod und durch Blut konnte die Sünde vergeben werden.

[13:54] In der realen Welt ist dieses Opfertier kein Tier, sondern Jesus Christus selbst. Paulus erklärt quasi hier den Hebräern, dass die Erfüllung dieses ganzen Ritus über die Opfertiere im Heiligtum auf einen hindeutet, und zwar Jesus Christus. Die Hebräer wurden nicht durch die Opfertiere von der Sünde befreit, sondern das war nur ein Modell, das wollte ihnen nur zeigen, was passiert. Im Endeffekt kann nur das Blut Jesu Christi die Menschen von der Sünde befreien.

[14:39] Denn mit welcher Mission kam Jesus auf die Erde? "Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten das, was verloren ist." Und Jesus Christus ist der einzige Weg. Damit die Menschheit gerettet wird, muss Jesus sterben.

[15:02] Warum ist Jesus der Einzige? Warum Jesus allein? Die Antwort liegt im Blut Jesu. Und unsere Sabbatschul-Lektion leitet uns zum Vers in Hebräer 9, Vers 12. Und im Hebräer 9, Vers 12 steht Folgendes: "Auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut, ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt."

[15:35] In der Tat konnte der Priester in der Modelleisenbahn, in dem Heiligtum der Hebräer, nur mit dem Blut ins Heilige eintreten. In Hebräer 9, gleiches Kapitel, Vers 22 bis 24 steht Folgendes: "Und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese. Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in eine Nachbildung des Wahrhaftigen ist der Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen."

[16:30] Und hier ist genau diese Natur, warum wir einen Jesus brauchen und kein Opfertier, um unsere Sünden zu vergeben. In der Modellwelt war das Blut des Opfers genug, um ins Heiligtum einzutreten. Aber wir haben gelesen, dass Jesus nicht von der Erde kommt, sondern vom Himmel. In der realen Welt ist das Heiligtum im Himmel. Und nur ein Blut himmlischer Natur kann nicht nur uns, sondern auch Jesus Christus selbst den Eingang ins Heiligtum gewähren.

[17:07] Von dem, der sich selbst zum Mensch machte. Erinnern wir uns, die Engel, ja, wer sind die Engel? Die Engel sind keine Menschen, die Engel sind nicht aus Blut, aus Haut. Ja, Paulus sagt uns, wir kämpfen nicht gegen Herrscher dieser Welt, sondern gegen, ja, wir kämpfen nicht gegen, sorry, ich krieg's noch hin, wir kämpfen nicht gegen Blut, wir kämpfen nicht gegen Herrscher dieser Welt, wir kämpfen gegen geistliche Mächte. So sind auch die Engel keine Wesen aus Blut, die uns Blut geben könnten, damit wir Vergebung erlangen. Denn wir haben gelesen im Vers 23: "Ohne Blutvergießung geschieht keine Vergebung." Ja, Gott selbst, lesen wir es, Geist, und kann kein Blut vergießen. Also, was bleibt übrig?

[18:02] Jesus Christus hat sich deswegen selbst zum Mensch gemacht, aus einem Grund, damit er für uns sein Blut vergießen kann. Hebräer 13, Vers 12 beschreibt uns noch eine weitere Eigenschaft vom Blut Jesu, das kein anderes Blut hat. Hebräer 13, Vers 20 schreibt: "Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe, durch das Blut eines ewigen Bundes."

[18:40] Das Blut Jesu ist das Blut eines ewigen Bundes. Man kann sich das so vorstellen wie der Stift, der die Unterschrift unter den ewigen Bund einsetzt. Die Tinte des Stifts ist das Blut Jesu Christi. Ja, nur das Blut Jesu ist sozusagen dokumentecht, kann sozusagen diese Unterschrift leisten für den ewigen Bund. Kein Tier, kein Schaf, kein Lamm, keine Ziege kann mit seinem Blut, nicht mal ein Mensch kann mit seinem Blut die Unterschrift leisten für einen ewigen Bund. Der alte Bund durch das Blut bezeugt von Lämmern kann nicht ein ewiger Bund sein. Nur der Bund mit dem Blut bezeugt von Jesus Christus hat diese einzigartige Eigenschaft.

[19:34] Was war die Voraussetzung? Unsere Sabbatschul-Lektion führt uns wiederum zurück in die Modellwelt, diesmal zum Buch 2. Mose Kapitel 12. Und im Buch 2. Mose Kapitel 12 steht Vers 5: "Dieses Lamm aber soll vollkommen sein." Welches Lamm soll vollkommen sein? Das, das auf dem Brandopferaltar geopfert wird. Wenn immer ein Sünder ein Lamm, ein Tier, eine Ziege ins Heiligtum gebracht hat, musste dieses Tier vollkommen sein, oder in anderen Übersetzungen: ohne Fehler.

[20:16] Auch in unserer realen Welt brauchen wir ein Opfer, das vollkommen ist. Ein Opfer ohne Fehler. Was sagt die Bibel über uns Menschen? Sie beschreibt, dass es nicht einen unter uns gibt, der nicht gesündigt hat, nicht einen, der gerecht ist. Worauf führt uns das wieder hin? Keinen anderen, denn Jesus Christus selbst.

[20:40] Und zurück im Buch Hebräer sehen wir, wer dieses Symbol in der Modellwelt, in der realen Welt verkörpert: Jesus Christus. "Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem gleich wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde."

[21:00] Warum ist das wichtig für uns? Warum ist es wichtig für uns, dass Jesus keine Sünde hatte? Hebräer 12, die Verse 1 und 2 beschreiben diese Reise des Gläubigen. Und es heißt hier: "Hinschauen auf Jesus." Ja, wir rennen, wir sind in diesem Rennen, aber wir sind schauend auf Jesus. Und ich möchte den Text kurz mit euch lesen in Hebräer, Kapitel 12, Vers 2. Denn hier heißt es: "Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat."

[21:53] Wir sollen hinschauen auf Jesus. Ja, Jesus soll unser Vorbild sein. Ja, wir sollen sogar gleich werden wie Jesus. Ohne Fehler. Ja, sogar vollkommen. Wie fühlen wir uns dabei? Wie fühlen wir uns bei diesem Konzept, heilig und vollkommen zu sein? Fühlen wir uns bei diesem Konzept ungemütlich? Macht es uns ein bisschen Angst? Fühlen wir uns ein bisschen ungemütlich auf unserem Stuhl, wenn wir eigentlich perfekt sein sollten? Obwohl ich jetzt hier vorne stehe und das erzähle, das hier sage und die großen Reden schwinge, ich fühle mich dabei ungemütlich, perfekt zu sein, denn ich bin nicht perfekt. Aber ich weiß, dass Paulus mal gesagt hat: "Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark."

[22:47] Wenn du deiner Schwachheit bewusst bist, wenn du deiner Schlechtigkeit bewusst bist, dann verzweifle nicht. Jesus hat gesagt in der berühmten Bergpredigt: "Glückselig sind die geistlich Armen, denn sie werden das Himmelreich haben." Glückselig sind die geistlich Armen. Halte dich fest an Jesus. Er wird dir schenken, was du nicht aus eigener Kraft leisten kannst, was du nicht in eigener Kraft aufbringen kannst, was nicht in deiner eigenen Kraft ist.

[23:20] In Zacharias Kapitel 3 Vers 2 haben wir Folgendes, sehr wunderschönes Bild. Der Hohepriester Joshua steht vor Gott und wird von Satan angeklagt. Er wird angeklagt für seine Schlechtigkeit, für seine Sündhaftigkeit, für seine Schwäche. Und Jesus erwidert auf diese Anklage mit Folgendem Satz: "Ist dieser nicht ein Brandscheit, der aus dem Feuer gerettet ist?" Ein Brandscheit aus dem Feuer gerettet. Er brennt schon, aber Jesus macht sich selbst zum Menschen, um in dieses Feuer hineinzugreifen und den brennenden Brandscheit aus dem Feuer herauszuziehen. Jesus stellt sich vor Joshua, den Hohepriester, und sagt: "Dies ist ein Brandscheit, den ich aus dem Feuer gerettet habe, denn ich bin gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist."

[29:29] Und Jesu Gerechtigkeit soll unsere Gerechtigkeit werden. Was für eine Vorstellung, meine Freunde, was für eine Vorstellung, dass Jesu Gerechtigkeit zu unserer Gerechtigkeit wird. Was für eine Vorstellung, dass wenn wir uns in dem Moment, wenn wir uns schwach fühlen, in dem Moment, wenn wir uns sündig fühlen, in dem Moment, wenn wir nicht wissen, wie wir perfekt sein können, in dem Moment sind wir genau da, wo wir gerettet sind, genau da, wo Jesus etwas für uns tun kann, am Fuße des Kreuzes.

[25:13] Paulus warnt uns interessanterweise genau davor, genau davor, diese Vorstellung zu verlieren, das Opfer quasi als selbstverständlich hinzunehmen. Nicht mehr die Schwachheit, ja, nicht mehr die Schwachheit, nicht mehr sogar den Pharisäer in unserem eigenen Herzen zu spüren, den nur der Heilige Geist überdecken kann. Paulus warnt uns davor im Hebräer 6, Verse 4 bis 6, und ich möchte das kurz durchlesen.

[25:48] Jetzt habe ich mich zu weit verblättert. Hebräer Kapitel 6, Vers 4 und 6 sagt einen sehr, ja, recht dramatischen Abschnitt, und das heißt hier: "Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geist teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen."

[26:35] In all den positiven Worten, die Paulus für seine Landsleute, die Hebräer, übrig hat, muss er doch diese Warnung geben. Und die Warnung sagt: Wenn ihr Jesus Christus empfangen habt, aber man euch ansieht und anschaut und ihr genau so seid wie zuvor, dann ist die Vergebung fern. Ja, die Stolzen und Selbstsüchtigen, für die gibt es keine Vergebung. Nicht wer, wie in der Geschichte von Esau, und wir erinnern uns daran, wie er sein Geburtsrecht verkauft hat für ein Abendessen. Und Esau hat bekannt, nein, ich möchte es anders formulieren, Esau hat Buße getan, aber welche Buße? Esau war traurig, Esau war traurig über die Auswirkungen der Sünde. Nicht wer, wie Esau, die Auswirkungen der Sünde beweint, sondern wer des Sündewillens selbst traurig ist, den kann Vergebung ereilen.

[27:46] Denn glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Himmelreich. Jesus warnt uns in der Offenbarung davor, vor einer Gruppe von Menschen, die sagt: "Ich habe alles, ich bin reich, ich habe alle Geldmittel, die ich brauche, ich brauche nichts mehr." Und doch sagt er genau über diese Menschen: "Ihr seid arm, blind, bloß." Und sie erkennen es nicht. Jesus sagt uns, es gibt keine Vergebung für die Stolzen, es gibt nur Vergebung für die geistlich Armen.

[28:21] Wenn wir nicht die Sünde erkennen, wenn wir nicht genau das in unserem Gewissen, in unserem Denken behalten, was wir vorher besprochen haben, diese Vorstellung, dass Jesus uns wie ein Brandscheit aus dem Feuer gezogen hat, ja, wenn wir vergessen, dass wir geistlich arm sind, dann trifft uns, was Paulus uns hier warnen möchte. Aber es gibt Hoffnung.

[28:53] Psalm 51, Vers 20 sagt uns: "Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, oh Gott, nicht verachten." Und so möchte ich dich, mein Freund, meine liebe Freundin, heute fragen: Möchtest du das Opfer Jesu annehmen? Möchtest du der Brandscheit sein, den Jesus aus dem Feuer zieht? Ich möchte dieser Brandscheit sein. Ich möchte mich auf Jesus verlassen, denn ich weiß, dass in meinem Herzen der Pharisäer lebt, dass in meinem Herzen die Sünde lebt. Und wenn ich mich nicht an Jesus festklammere, dann klammert sich dieser Pharisäer in mir an mir fest.

[29:36] Das war unser Thema für diese Woche: das Opfer Jesu im Heiligtum. Nächste Woche geht es darum, wie Jesus unser Hohepriester ist. Ein spannendes Thema, und wir werden wiederum eintauchen in die Welt der Modelleisenbahn namens Heiligtum und sehen, wie es in der realen Welt eine Anwendung findet für all das, was im Heiligtum geschrieben steht.

[30:04] Ich möchte euch auch darauf hinweisen, momentan läuft immer noch unser Programm hier in Bad Cannstatt, Magna Conflictio. Ich kann Sie nur ermutigen, einzuschalten auf magna-conflictio.de oder auf julen-media-tv.de zu dieser einzigartigen Serie von Christopher Kramp über diesen roten Faden, dieses große Puzzle des Erlösungsplans des großen Kampfes. Ich bedanke mich recht herzlich und wünsche Ihnen einen wunderschönen Sabbat. Tschüss!


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