Diese Lektion der Cannstatt Study Hour beschäftigt sich mit dem Thema „Das Gericht vor der Wiederkunft Christi“. Es wird erklärt, dass es zwei Auferstehungen geben wird und dass ein Gericht vor der Wiederkunft stattfinden muss, um zu entscheiden, wer gerettet wird. Anhand von Gleichnissen und biblischen Texten, insbesondere aus Daniel, wird das Konzept des Untersuchungsgerichts im Himmel beleuchtet. Die Lektion betont die Bedeutung des Gewandes der Gerechtigkeit und die Rolle Jesu als Fürsprecher. Abschließend wird die Hoffnung auf Gerechtigkeit und die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi hervorgehoben.
Das Heiligtum (CSH 2013/Q4): 9. Das Gericht vor der Wiederkunft
Ronny Schreiber · Cannstatt Study Hour 2013 Q4: Das HeiligtumWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q4: Das Heiligtum
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Dieses Quartal freuen wir uns, mit euch das Heiligtum betrachten zu können, und in dieser Woche unsere Lektion Nummer 9. Wir befinden uns in der Woche vom 23. bis 29. November und wir werden heute das Thema „Das Gericht vor der Wiederkunft“ studieren. Ein ganz adventistisches Thema. Wir sind in den letzten Wochen ein bisschen durchgegangen und haben uns in der letzten Woche Christus, den Hohepriester, angesehen. In der Woche davor haben wir über das Opfer gesprochen und wir haben festgestellt, dass Christus beides war: sowohl das Opferlamm als auch unser Hohepriester. Und in der Woche davor haben wir sogar über den großen Versöhnungstag gesprochen, über den Yom Kippur. Und dieser große Versöhnungstag, als der Hohepriester ins Allerheiligste hineinging, da wollen wir auch heute wieder ansetzen, wenn es heißt: „Das Gericht vor der Wiederkunft“. Bevor wir anfangen, möchten wir mit euch gemeinsam beten und wir wollen Gott bitten, uns den Heiligen Geist zu geben, damit wir verstehen, was wir lesen.
[0:57] Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen dafür, dass wir diese Lektion haben und dass wir dein Wort studieren dürfen. Herr, wir wissen, dass wir aus eigener Kraft nichts verstehen können. Und das ist dein Geist, Herr, der uns alles lehrt und der uns in alle Wahrheit hineinführt. Und so möchten wir dich bitten, Herr, dass du uns jetzt deinen Heiligen Geist gibst, damit du uns anleitest, du uns lehrst und du uns durch diese Lektion führst. Im Namen Jesu bitten wir dies. Amen.
[1:23] Wir wollen heute gleich anfangen, indem wir ein Geheimnis betrachten, ein Geheimnis in der Bibel, ein Geheimnis, von dem Paulus spricht. Und vielleicht wird der eine oder andere jetzt schon vermuten, was es sein kann. Es gibt ein Geheimnis. Paulus sagt: „Ich sage euch aber ein Geheimnis.“ Und damit fangen wir an. Im ersten Korinther 15, die Verse 51 und 52. Erster Korinther 15, 51 und 52. Da sagt Paulus: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis. Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden. Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune, denn die Posaune wird erscheinen und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ Hier spricht Paulus von der Auferstehung der Toten, dass die Toten auferstehen werden, wenn denn Christus wiederkommt. Und wie wird es mit dieser Auferstehung sein? Da wollen wir noch ein bisschen genauer reingucken, was es damit auf sich hat. Christus kommt wieder, die Toten stehen auf. Lesen wir einen zweiten Text. Im ersten Thessalonicher 4 und dort die Verse 13 bis 16. Erster Thessalonicher 4, 13 bis 16. Hier sagt Paulus: „Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erscheint, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“
[3:19] Auch hier spricht Paulus schon wieder von der Auferstehung. Und hier sagt er: „Die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“ Es scheint also eine erste Auferstehung zu geben. Also gehen wir davon aus, dass es auch noch andere Auferstehungen gibt. Und die Bibel kennt tatsächlich noch eine andere Auferstehung, und zwar in Offenbarung 20, Vers 5 und 6, eine zweite Auferstehung. Offenbarung 20, Vers 5 und 6. Hier heißt es: „Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1000 Jahre.“
[4:05] Jetzt haben wir gesehen, wenn Christus wiederkommt, werden die Toten auferstehen. Aber es werden nicht gleich alle Toten auferstehen, sondern es wird zwei Auferstehungen geben. Wenn Christus wiederkommt, stehen erst die Toten in Christus auf. Dann wird es eine Zeitspanne von 1000 Jahren geben und danach stehen alle anderen Toten auf. Wenn Christus nun wiederkommt und einige der Toten auferstehen und einige nicht. Und Paulus sagt, sogar einige werden, die wir leben, verwandelt werden. Denn wenn Christus wiederkommt, wird es lebende Menschen auf der Welt geben, die ihr Leben Christus anvertraut haben, werden verwandelt werden und zusammen mit den Toten, die in Christus gestorben sind, ihm entgegenentrückt werden. Die lebenden Gottlosen werden, das sagt die Bibel an der Stelle, wenn Christus erscheint, werden sie tot umfallen. Die Toten, Gottlosen, werden tot bleiben, bis diese 1000 Jahre vollendet sind. Also hier gibt es zwei Auferstehungen.
[5:06] Jetzt stehe ich und frage: Wenn Christus wiederkommt, ist ja scheinbar schon alles entschieden. Einige werden ihm entgegenentrückt werden und einige werden tot umfallen. Wann wurde das entschieden? Es muss ein Gericht gegeben haben vor der Wiederkunft Christi, und das ist das, worum es heute geht: das Gericht vor der Wiederkunft. Und um in diese Thematik einsteigen zu können, wollen wir unseren ersten Haupttext betrachten, den wir im Matthäusevangelium finden. In Matthäus 22 werden wir ein Gleichnis von Jesus Christus lesen. Matthäus 22, und es ist das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl. Wir werden gemeinsam nicht alles lesen, es lohnt sich, in alles hineinzuschauen. Ich werde ein bisschen was zusammenfassen. Wir werden einige Verse nehmen. Wir beginnen Vers 2 und 3. Matthäus 22, Vers 2 und 3: „Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete. Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen, aber sie wollten nicht kommen.“ Jesus Christus sagt: „Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsmahl veranstaltete.“ Es wurden Gäste eingeladen, aber diese Gäste wollten nicht kommen. Und es geht jetzt weiter, dass der König Knechte aussendet, um diese Geladenen doch noch mal zu ermahnen, doch bitte zu dem Hochzeitsfest zu kommen. Und viele Ausreden werden dann vorgebracht und die Geladenen wollen nicht erscheinen. Lesen wir weiter in Vers 8: „Da sprach er, das ist der König, zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. Darum geht hin an die Kreuzung der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet.“ Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.
[7:05] Da sind nun die Knechte des Königs, die ausgehen an alle Straßen, überall hin, wo sie Menschen finden, und sie alle einladen zum Hochzeitsmahl. Und dieses Hochzeitsmahl ist ein Symbol für das Hochzeitsmahl des Lammes, für das Hochzeitsmahl Christi. Die Menschen werden alle eingeladen, an dem großen Hochzeitsmahl des Lammes teilzuhaben, also in die Ewigkeit hineinzukommen. Wenn Christus sich mit der Stadt Jerusalem, mit dem neuen Jerusalem verbindet, dabei zu sein, in dieser Stadt zu sein und dazu zu gehören. Alle Menschen sind eingeladen, die Knechte gehen hin und laden ein, so viele sie finden. Und es ist interessant, dass sie einladen: Böse und Gute. Es werden alle Menschen eingeladen.
[7:44] Lesen wir weiter Vers 11: „Als er bei der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand an hatte. Und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“ Die Gäste sind alle geladen zum Hochzeitsmahl und sie kommen zusammen. Und wie sie da jetzt alle sitzen, kommt der König herein, schaut sich die Gäste an. Und alle Gäste trugen ein hochzeitliches Gewand. Aber einen konnte er finden, der trug kein hochzeitliches Gewand. Und er spricht ihn an und sagt: „Freund, wie bist du denn hier hineingekommen?“ Und derjenige konnte nichts sagen. Darauf sagt der König: „Bindet ihm Hände und Füße, schmeißt ihn raus in die ewige Finsternis. Er kann nicht am Hochzeitsmahl teilnehmen.“ Und vielen geht es so, die diesen Text lesen, dass sie sich fragen: Wie ist es möglich, dass jemand scheinbar bei einem Hochzeitsmahl ist, da eingeladen ist, da zu den Gästen gehört, aber kein hochzeitliches Gewand an hat?
[9:00] Das Gewand, von dem hier gesprochen ist, das hochzeitliche Gewand, das übergeben wird, um an der Hochzeit teilzunehmen, ist das Gewand der Gerechtigkeit. Das Gewand der Gerechtigkeit, das wir von Jesus Christus empfangen, um an seinem Mahl teilzunehmen. Denn voller Sünde können wir nicht vor ihm bestehen. Die schmutzigen Gewänder müssen abgelegt werden und ein neues Gewand der Gerechtigkeit müssen wir von Gott anziehen. Und dieser hier war dabei und hatte dieses Gewand nicht. Nun, wenn wir uns genau den Vers angucken, Vers 11, stellen wir fest: Es geht hier darum, „als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen.“ Und wir müssen uns fragen: War der Bräutigam schon da? Nein, der Bräutigam war noch nicht da. Auf den Bräutigam wurde noch gewartet. Das heißt, der Bräutigam ist Jesus Christus. Der Bräutigam war noch nicht da. Jesus Christus ist noch nicht wiedergekommen, aber der König ging schon rum und besah sich die Gäste. Und er hat entschieden, wer dabei sein darf, wer ein Gewand an hat und wer nicht dabei sein darf, wer kein Gewand an hat. Diese Szene findet nicht, ist nicht im neuen Jerusalem, diese Szene. Gott geht rum und prüft und schaut, wer gehört dazu und wer nicht. Dieser eine, der kein Kleid anhatte, wurde hinausgeworfen in die ewige Finsternis. Das heißt noch dazu, ihm wurden die Hände und Füße gebunden. Also er hatte auch keine Chance mehr, mit gebundenen Händen und Füßen sich ein anderes Kleid anzuziehen. Die Chance war vorbei. Er kann nicht mehr am Mahl teilnehmen. Und das ist eine Illustration, die Christus uns hier gibt für das Vorwiederkunftsgericht. Gott schaut sich die Leute an, die behaupten, sie seien Christen, sie seien treue Nachfolger, sie gehören zu Jesus Christus und schaut an, wer hat denn nun das Gewand an und wer nicht. Und alle Menschen werden geprüft.
[10:46] Wir wollen dazu einen Text lesen von Ellen White und zwar finden wir den in „Christus Gleichnisse“ Seite 306. „Christus Gleichnisse“ Seite 306. Hier schreibt sie: „Durch das Prüfen der Gäste, welches der König auf dem Feste vornimmt, wird das Untersuchungsgericht dargestellt. Die Gäste beim Evangeliumsfeste sind die, welche bekennen, Gott zu dienen. Es sind die, deren Namen im Buche des Lebens geschrieben stehen. Aber nicht alle, die bekennen, Christen zu sein, sind wahre Jünger. Ehe die Belohnung gegeben wird, muss entschieden sein, wer geschickt ist, am Erbteil der Gerechten teilzunehmen. Diese Entscheidung muss vor der Wiederkunft Christi in den Wolken des Himmels getroffen werden, denn wenn er kommt, ist sein Lohn mit ihm zu geben, einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. Vor seinem Kommen wird demnach der Charakter der Werke eines jeden Menschen festgestellt und einem jeden Nachfolger Christi der Lohn nach seinen Werken zuerkannt werden.“ Also bevor Christus wiederkommt, ist das Gericht schon abgeschlossen, denn es muss ja entschieden werden, wenn er kommt, wer nun dazugehört und wer da nicht dazugehört. Wer zu seinem Volk zählt, wer gerettet wird, wer in die Ewigkeit hineinkommt und wer nicht. Und dafür dieses Untersuchungsgericht im Himmel.
[12:15] Wir hatten, als wir diese Woche das Heiligtum studiert haben, sind wir am Sonntag auf ein paar Textstellen aus Daniel gekommen. Herr Professor Pröpfst hat uns in das Daniel-Buch mit hineingenommen und weil wir am Sonntag schon in Daniel reingelesen haben, wollen wir das jetzt auch machen. Wir werden aber eine ganz kurze Zusammenfassung machen. Es wird um die Kapitel Daniel 7, 8, 9 gehen und hier werden wir ein bisschen was über das Untersuchungsgericht erfahren. Aber wir werden jetzt keine drei Kapitel Daniel lesen können, deswegen lade ich euch ein, ein bisschen durch die Textstellen durchzuspringen und diese Texte dann im Nachhinein zu studieren und zu erforschen. Nun, begonnen wurde in Daniel 7.
[13:02] Wenn wir uns Daniel 7 anschauen und durch das Kapitel laufen in Daniel 7, dann werden uns einige Tiere begegnen. Es werden Tiere vorgestellt, die aus dem Meer steigen und die werden beschrieben, diese Tiere, wie sie sind, was für Eigenschaften sie haben und darauf wollen wir heute nicht eingehen, das soll nicht unser Hauptthema sein. Ich will diese Tiere trotzdem der Vollständigkeit halber kurz benennen. Das erste Tier, das uns begegnet, ist ein Löwe und er symbolisiert das Reich Babylon. Das Reich Babylon wird abgelöst von einem zweiten Reich und ein zweites Tier kommt hervor aus dem Meer. Das ist ein Bär, der beschrieben wird, auf einer Seite aufgerichtet und drei Rippen im Maul. Hier wird beschrieben, dass das Babylonische Reich von dem Reich der Meder und Perser abgelöst wurde und dieser Bär symbolisiert das Reich der Meder und Perser. Er war auf einer Seite aufgerichtet, also das Kräfteverhältnis war nicht im Gleichgewicht bei den Medern und Persern, während erst die Meder sehr stark waren, sind später die Perser sehr stark geworden. Die drei Rippen im Maul sind die drei großen Eroberungszüge, die die Meder und Perser unternommen haben gegen Babylon, gegen Ägypten und gegen Lydien. Wenn wir weitergehen, wird uns nach dem Bären das nächste Tier vorgestellt und hier sehen wir einen Leoparden und wir wissen, dass das Medo-Persische Reich abgelöst worden ist durch das griechische Reich unter Alexander dem Großen und hier läuft die Geschichte weiter. Jetzt bis zu Alexander dem Großen und dieser Leopard, den wir sehen werden, der wurde auch abgelöst. Ich meine, es war 168 vor Christus, am 2. September glaube ich sogar, dass es eine Schlacht gab zwischen den Römern und zwischen den Griechen und hier haben die Römer gesiegt und das nächste Reich stand fest. Das schreckliche Tier, das Römische Reich, wird uns vorgestellt und dieses schreckliche Tier wird uns gezeigt mit zehn Hörnern. Diese zehn Hörner sind die Stämme, die später in der Völkerwanderung entstanden sind. Das sind zum Beispiel die Heruler, die Ostgoten, die Westgoten, die Vandalen, die Burgunder und wie sie alle heißen. Zehn Stämme und aus diesen zehn Stämmen ist ein kleines Horn auf dem Kopf des Tieres wuchs, brachen drei heraus. Drei dieser Stämme sind ausgefallen, als eine neue Macht aufkam, nämlich auf das Römische Kaiserreich folgte das päpstliche Rom und als das päpstliche Rom aufkam, wurden drei Volksstämme komplett ausgerottet. Das waren die Vandalen, das waren die Heruler und das waren die Ostgoten. Und hier steigen wir wieder rein in den Text. Das nur zur kurzen Zusammenfassung, damit wir ungefähr wissen, wo wir sind. Wir befinden uns in einem Geschichtsablauf durch die Zeit, der hier beschrieben wird und nachdem wir über dieses kleine Horn gesprochen wird und in Vers 8 gesagt wird, dass es lästerliche Dinge redet und dass es den Höchsten lästert, sehen wir in Vers 9, was darauf passiert. Daniel 7, Vers 9: „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter setzte sich. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron war eine Feuerflamme und dessen Räder ein brennendes Feuer.“
[16:02] Hier wird uns jemand vor Augen geführt, der ein schneeweißes Gewand anhat und dessen Haar auch schneeweiß war. Zunächst stellen wir fest, er wird als ein Hochbetagter beschrieben oder je nach Übersetzung als jemand, der uralt war. Und hier kommt oft dieses Bild her, das gerade Kinder und Jugendliche oft haben. Ich kenne das aus dem Konferantenunterricht aus einer evangelischen Kirche, dass die Kinder und die Jugendlichen darstellen sollten, schreiben sollten oder malen sollten, wie sie sich dann Gott vorstellen. Und ganz viele haben so einen ganz alten Opa, einen ganz alten Mann gemalt mit weißem Haar. Hier kommt dieses Bild, jemand, der uralt war, jemand, der sehr, sehr, sehr hochbetagt war. Und der wird hier dargestellt. Sein Gewand heißt, es war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Nun, ich fand es interessant, wollte es noch erwähnen. Sein Gewand war schneeweiß. Wir wissen aus Psalm 104, dass Gott sich in Licht kleidet, in ein Licht kleidet. Hier heißt es, es war schneeweiß. Nun, wenn wir uns das technisch betrachten und sämtliche Lichtformen übereinander legen und da ist rotes Licht und da ist blaues Licht und da ist grünes Licht und da ist ultraviolettes Licht und vielleicht ganz unten auf der Farbskala infrarotes Licht und wir legen alle Lichtstrahlen übereinander, die wir kennen. Welche Farbe haben wir dann? Weiß. Alles zusammen, alles, was wir haben, alles, was wir bündeln und alle Lichtfarben, die es gibt, zusammenpacken, haben wir weißes Licht. Sein Gewand war schneeweiß. Hier auch ein Zeichen für Reinheit. Und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Alles war weiß.
[17:50] Spannend ist, dass geschrieben wird: „Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer.“ Nun, sein Thron waren Feuerflammen. Er saß auf einem Thron aus Feuerflammen. Gott umgibt sich mit Flammen, mit Feuerflammen und im nächsten Vers werden wir gleich sehen, dass ein Feuerstrom von ihm ausging. Was ist dieses Feuer, das um Gott herum ist und das sein Thron beschreibt? Dieses Feuer finden wir im Hohelied 8, Vers 6. Und ich rate euch, mit mir ins Hohelied zu springen. Hohelied 8 und dort Vers 6. Hohelied 8, Vers 6 heißt: „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod und die Eifersucht unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn.“ Nun, was ist eine Flamme des Herrn? Es ist die Liebe. Gottes Thron ist in Flammen und in Feuer gehüllt und es stellt die Liebe dar. Gott sitzt auf einem Thron der Liebe. Was ist aber diese Liebe? Was ist diese Liebe zu Gott, von der die Bibel spricht? Diese Liebe finden wir in 1. Johannes 5, Vers 3 und da heißt es: „Das aber ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer.“ Wenn die Liebe zu Gott in seinen Geboten verankert ist und Gott auf einem Thron sitzt, der aus Liebe ist, der aus Feuer ist, worauf sitzt er dann? Das sind seine Gebote. Das ist die Basis, das Fundament seines Thrones. Es ist sein ewiges Gesetz. Genau wie ein Testament in der Stiftshütte, in dem Gnadenthron, wie die Tafeln des Gesetzes in der Bundestage drin gelegen haben, so sehen wir auch hier, als Gott da oben drüber thronte. Gott thront über diesem brennenden Feuer. Er thront über seiner Liebe, über seinem ewigen Gesetz.
[19:37] Hier wird uns Gott vorgestellt. Und hier heißt es auch noch: „Er sah mehrere Throne, die aufgestellt worden sind.“ In Daniel 7, gehen wir in Vers 10: „Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm und Zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“ Wir sind durch die Zeitgeschichte gegangen, haben bei Babylon angefangen. Wir waren irgendwo 600 vor Christus, gehen die ganze Zeitepoche durch, über die Meder und Perser, über das griechische Reich, über das römische Reich, ins Papsttum hinein und wer sich ein bisschen der Bibel auskennt, weiß, das Papsttum hatte lange Zeit Macht. 1260 Jahre Macht wurde ihm gegeben und die Macht des Papsttums endete eigentlich erst mit der tödlichen Wunde 1798 und plötzlich lesen wir: „Und ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden. Ein Hochbetagter setzte sich und die Bücher wurden aufgetan.“ Wir sehen eine Gerichtsszene. In Vers 10 spricht davon, dass Bücher aufgetan werden und wenn wir uns die Bücher angucken, Bücher in der Bibel, wofür sie stehen, werden wir noch einige Bücher finden in Offenbarung 20, 12 und hier werden sie ein bisschen genauer beschrieben, welche Bücher denn dort eigentlich aufgetan werden. Offenbarung 20, Vers 12. Hier heißt es: „Und ich sah die Toten, kleine und große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet und ein anderes Buch wurde geöffnet. Das ist das Buch des Lebens, und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand.“ Und hier sind eigentlich von zwei Arten von Büchern geschrieben. Das eine Buch ist das Buch des Lebens, in dem die Namen drinstehen der geretteten Menschen. Das andere Buch ist das Buch der Taten, in dem die Werke der Menschen drinstehen. Das ist nicht ein Buch, das sind ganz viele Bücher, die da aufgetan werden und das sind die Bücher, die hier auch im Gericht verwendet werden. Es wird geguckt, wie hat denn jeder Mensch gelebt, wie war denn sein Leben, wie hat er sich verhalten, da stehen Taten, da steht alles drin, was wir gemacht haben, das ist unser ganzes Leben verzeichnet. Und diese Bücher werden geöffnet vor dem ganzen Gericht. Alle blicken in diese Bücher hinein und Gott kann sagen: Er gehört zu mir, er gehört nicht zu mir. Diese Bücher werden vor dem ganzen Universum ausgebreitet.
[21:51] Wir werden noch einmal eine Stelle lesen von Ellen White. Ellen White schreibt in „Bilder vom Reich Gottes“ auf Seite 255, da sagt sie: „Während die Menschen noch hier auf Erden leben, findet im Himmel das Untersuchungsgericht statt. Alle, die sein Nachfolger sein wollen, beurteilt Christus nach dem, was in den Lebensbüchern über sie festgehalten ist. Nach ihren Taten entscheidet sich dann ihr Schicksal.“ Gott beurteilt uns nach dem, was in den Büchern drinsteht. Und nach diesen Taten wird sich das Schicksal eines jeden Menschen entscheiden.
[22:26] Gut, machen wir ein bisschen weiter in Daniel 8 hinein. Wir haben gerade von dem kleinen Horn gelesen, das lästerliche Worte geredet hat. Wir springen jetzt in Daniel 8 und hier wird wieder in Daniel 8 wieder dargestellt der Kampf zwischen Medopersien und zwischen Griechenland. Und dann wird der Text weitergesetzt. Und wir lesen nachher in Daniel 8, Vers 9 über das heidnische Rom und in Vers 10 über das päpstliche Rom. Da heißt es in Vers 9: „Und aus einem von den Hörnern wuchs ein kleines Horn hervor, das tat außerordentlich groß gegen den Süden und gegen den Osten und gegen das herrliche Land.“ Das waren die Kreuzzüge des kaiserlichen Roms. Und in Vers 10 heißt es: „Kreuzzüge ist ja auch irgendwie komisch, eher nicht die Kreuzzüge, es waren die Feldzüge.“ In Vers 10 lesen wir: „Und es wagte sich bis an das Heer des Himmels heran und warf von dem Heer und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie.“ Hier ist das päpstliche Rom beschrieben, wie es sich sogar an das Heer des Himmels heran wagte und sogar die Heiligen verfolgt hat und die Leute, die zu Gottes Volk gehören. Und heißt es in Vers 11: „Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich und es nahm ihm das beständige Opfer weg und seine heilige Wohnung wurde verwüstet.“ Es erhebt sich bis zum Fürsten des Heeres, bis zum Obersten. Es will sich Christus gleich machen. Vers 12: „Ein Opferdienst aber wurde gegen das beständige Opfer im Frevel eingerichtet und das Horn warf die Wahrheit zu Boden und sein Unternehmen gelang ihm.“ Das, was das Horn vorhatte, es hat sich gegen Gott aufgelehnt, es hat Gott gelästert und es wollte sich, es erhob sich bis zu Jesus Christus. Und hier heißt es: „Es gelang ihm.“ Es hat Gott gelästert und sein Unternehmen sollte gelingen.
[24:15] Gehen wir die nächsten Verse weiter. Vers 13 und 14 lesen wir: „Und ich hörte ein Heiliger reden und ein anderer Heiliger fragte den Betreffenden, der redete: Wie lange gilt dieses Gesicht, nämlich das von dem beständigen Opfer und dem verheerenden Frevel, dass sowohl Heiligtum als auch Opferdienst der Zertretung preisgegeben wird? Und in Vers 14 heißt es: „Er sprach zu mir: Bis zu 2300 Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.“ Dann er sieht diese ganze Zeitgeschichte. Und er fragt, wie lange, er sieht, wie es ins Elend geht, wie es über das von Babylon über Medopers in Griechenland, Rom ins päpstliche Rom und wie die Welt im Elend versinkt. Und er fragt, wie lange? Und er bekommt die Antwort: „Bis zu 2300 Abende und Morgen.“ Bis zu 2300 Abende und Morgen aus dem Jahr-Tag-Prinzip, wissen wir hier, werden gesprochen von 2300 Jahren. 2300 Jahre werden hier angesetzt, so lange soll es gelten.
[25:15] Jetzt ist nur noch die Frage, wann beginnen diese 2300 Tage? Wir wissen in Daniel 8, Vers 26 und 27 heißt es: „Was über das Gesicht von den Abenden und Morgen gesagt worden ist, dass es war, und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage. Aber ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber entsetzt über das Gesicht und niemand verstand es.“ Erst wird ihm hier gesagt, wie lange das andauert. Er sagt 2300 Tage oder 2300 Jahre und Daniel war entsetzt darüber, was er gesehen hat. Und der Engel sagt ihm noch: „Es bezieht sich auf fernliegende Tage.“ Fernliegend, so zu Daniels Zeiten. Daniel lebte vielleicht so 550, 600 vor Christus und dieses Gesicht bezieht sich auf fernliegende Tage.
[26:10] Jetzt wäre es natürlich interessant zu wissen und viele, viele vor uns haben geforscht, wann beginnt es denn nun, wann kann man diesen Zeitpunkt ansetzen, denn man weiß, was nach 2300 Tagen oder Jahren geschieht. Und hierzu müssen wir bis ins Kapitel 9 uns vorwagen und im Kapitel 9 lesen wir Vers 21 und 22. Daniel sagt ja, niemand verstand es und im Kapitel 9, Vers 21 und 22 lesen wir: „Während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war, um die Zeit des Abendopfers. Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren.“ Nun kommt die Zeit, wo dem Daniel gesagt wird, was es mit diesen 2300 Abend und Morgen auf sich hat und wann sie denn beginnen.
[27:05] Und das war ein ganz großes Thema auch in unserer Geschichte der Adventbewegung, wo es denn, wann es nun beginnt und viele, viele gelehrte Männer, Pfeisermänner haben sich hingesetzt und haben diese Schriften studiert und haben versucht herauszukriegen, wohin es geht. Und der Schlüssel für Daniel 8 war Daniel 9. Daniel 9, Vers 25 heißt: „So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut und zwar in bedrängter Zeit.“ Hier heißt es, von wann soll es losgehen? Er sagt: „Wisse und verstehe: Vom Erlass zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten.“ Er setzt einen Zeitpunkt an und das ist der Grundzeitpunkt. Er sagt: „Vom Erlass zum Wiederaufbau der Stadt Jerusalems.“ Und das kann man viel forschen im Buch. Es werden hier drei Erlasse genannt und ein Erlass von denen sagt, die Stadt Jerusalem soll wieder aufgebaut werden und es gibt solche Erlasse noch. Wenn ihr heute mal im Britischen Museum seid, dann seht ihr diese alten Zylinder noch, das waren so Tonzylinder, in die die Schriftzeichen und die Erlasse und die Gesetze eingemeißelt wurden. Im Britischen Museum sind noch welche zu sehen und auch diesen Erlass kennen wir, wir wissen, wann der Erlass gegeben worden ist, dass Jerusalem wieder aufgebaut werden sollte, nämlich im Jahr 457 vor Christus. 457 vor Christus addieren wir da jetzt 2300 Jahre dazu und lassen das Jahr 0 weg, denn das Jahr 0 hat es ja als Jahr 0 nie gegeben. So kommt man das Jahr 1844 und das Jahr 1844 ist also das Jahr, in dem diesem Frevel ein Ende gesetzt wird, in dem das Heiligtum wieder gereinigt wird, heißt es.
[28:47] Das Heiligtum wird wieder gereinigt, denn auch im früheren Heiligtum in Israel ging der Hohepriester einmal im Jahr in das Allerheiligste hinein und reinigte dieses Allerheiligste. Das Heiligtum wird gereinigt und alles, alle Sünde, die die Israeliten auf ihre Opfertiere gelegt haben, wurden zu diesen Opfern übertragen. Sie wurden geschächtet, dass die Sünde lag im Leben des Tieres, das Leben befindet sich im Blut. Das Blut lief aus, der Priester nahm das Blut, also das nun Sünden behaftete Leben, ging mit diesem Blut ins Heiligtum hinein und sprengte es dort an den Vorhang des Allerheiligsten und er nahm auch von dem Blut und brachte es ins Allerheiligste. Und nun ist der Zeitpunkt, wo einmal im Jahr am großen Jom Kippur, Versöhnungstag, dieser Heiligtumsdienst, dieses Allerheiligste gereinigt werden soll. Und das ist genau der Tag oder das Jahr, auf das wir nun kommen, nämlich auf das Jahr 1844. Da macht nämlich unser großer Hohepriester Jesus Christus genau das Gleiche. Seit 1844 tagt das Gericht, das Allerheiligste wird gereinigt. Die Sünden, die dahin gebracht worden sind von jedem Menschen, von den Menschen vor uns, lange vor uns, von den Menschen, die heute leben, sind die Sünden, alle Sünden, die wir bekennen zu unserem Fürsprecher, zu Jesus Christus, werden in das Allerheiligste gebracht. Und Jesus Christus wirkt Vergebung für uns. Wir hatten das gelesen schon letzte Woche, wie unser Hohepriester für uns arbeitet und was er in unseren Herzen bewirken will. Und seit 1844 werden die Sünden der Menschen ausgetilgt. Jede bekannte Sünde wird getilgt.
[30:35] Hierzu lesen wir aus Ellen White, „Für die Gemeinde geschrieben“, Seite 132. Ellen White, „Für die Gemeinde geschrieben“, Seite 132. Hier schreibt sie: „1844 ging unser Hohepriester in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums und mit dem Untersuchungsgericht zu beginnen. Die Fälle der gerechtfertigten Toten wurden Gott dargelegt. Wenn diese Arbeit abgeschlossen ist, wird über die Lebenden im Gericht geurteilt.“ Welch wunderbare, ernste Augenblicke. Der Fall jedes Einzelnen von uns wird vor dem himmlischen Gerichtshof zur Sprache kommen. Jeder von uns wird nach seiner Handlungsweise hier auf Erden beurteilt. Im Schattendienst des irdischen Heiligtums waren die Menschen gefordert, vor Gott ihre Herzen zu erforschen und ihre Sünden zu bekennen, damit sie vergeben und ausgelöscht werden konnten. Sollte an diesem wirklich großen Versöhnungstag, wenn Christus im Allerheiligsten für sein Volk eintritt und ein endgültiges Urteil über jeden Fall gefällt wird, weniger verlangt werden?
[31:38] Nun, ich möchte mit euch eintauchen in so eine Gerichtsszene, wie es da aussieht, wie dieses Gericht tagt, was wir da sehen können. Es gibt tatsächlich eine Stelle in der Bibel, nämlich in Sacharja werden wir sie finden. In Sacharja und zwar dort in Kapitel 3 können wir in dieses Gericht hineinblicken und schauen mal, was uns da erwartet. Sacharja 3 und dort lesen wir die ersten fünf Verse. Zunächst beginnt es: „Und er ließ mich den Hohepriester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen.“ Also Sacharja sieht hier den Hohepriester Jeschua, wie er vor dem Engel des Herrn stand und zu seiner Seite stand Satan und klagte ihn an. Jeschua ist als Hohepriester hier stellvertretend für das Volk Gottes. Also wir sehen hier einen, der dargestellt wird als Volk Gottes. Das könntest auch du sein, das könnte auch ich sein. Das ist ein Charakter, der stellvertretend hier steht. Er steht vor dem Engel des Herrn und Satan stand an seiner Seite und klagte ihn an.
[32:44] Vers 2: „Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr schelte dich, er, der Jerusalem erwählt hat. Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?“ Eigentlich hätte Jeschua oder wer auch immer, du oder ich oder wer auch immer vor diesem Gericht erscheint, hätte eigentlich im Feuer, im Feuer des Endes der Welt den Tod gefunden. Aber Jesus Christus hat es versucht, herauszureißen, und er gehört zum Volk Gottes. Jesus Christus hat ihn als einen Brandscheit herausgeholt. Er war eigentlich gemacht schon für das Feuer, für das Feuer des Endes. Denn einen Brandscheit setzt man sich natürlich, um ein Feuer anzuzünden, um ihn ins Feuer zu werfen. Diesen hat aber Christus herausbefreit und er sagt: „Der Herr schelte dich, du Satan, dass du ihn anklagst.“
[33:37] Vers 3: „Jeschua aber hatte unreine Kleider an und stand doch vor dem Engel.“ Jeschua stand nicht ganz rein da. Er hatte, er war mit Sünden befleckt. Jeschua hatte ein Kleid an, mit dem er vor Gott nicht bestehen konnte. Deswegen kann auch Satan ihn anklagen. Und jetzt in Vers 4 lesen wir: „Und er, also das ist dieser Engel des Herrn, der mit ihm spricht, und er begann und sprach zu denen, die vor ihm standen: Nehmt die unreinen Kleider weg von ihm! Und zu ihm sprach er: Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lasse dir Festkleider anziehen. Ich habe geboten, man setze einen reinen Kopfwund auf sein Haupt.“ Da setzten sie einen reinen Kopfwund auf sein Haupt und bekleideten ihn mit Gewändern, während der Engel des Herrn dabei stand.
[34:21] Hier sehen wir, Jesus Christus ist es, der für Jeschua eintritt. Er sagt: „Nehmt die unreinen Kleider weg, gebt ihm neue Kleider.“ Jeschua als einer, ein Repräsentant des Volkes Gottes, ist einer, der Zeit seines Lebens seine Sünde bekannt hat und seine Sünden vor Jesus Christus gebracht hat. Und deswegen kann Jesus sie ihm wegnehmen, weil sie bekannt worden sind. Und er nimmt ihm diese schmutzigen Kleider weg und gibt ihm neue Kleider. Und da ist keine Angriffsfläche mehr für Satan.
[34:44] Die Art und Weise, wie Gericht gehalten wird. Fälle werden aufgedeckt, alle haben gesehen, Jeschua hat unreine Kleider, die Bücher wurden aufgetan und jeder Fall wurde gelesen. Aber Jesus Christus als sein Fürsprecher ist eingetreten im Untersuchungsgericht im Himmel und hat ihm die weißen, reinen Kleider angezogen.
[35:01] Schauen wir uns mal an, wie Gott sein Gericht hält, nach welchen Kriterien es da abläuft. Und so werden wir gleich ein bisschen Verständnis kriegen, was wir hier auch gerade in Sacharja gelesen haben, über die Art und Weise, wie das Gericht von sich geht und wo es drauf hinausläuft. Fünfter Mose 19 und dort die Verse 16 bis 19. Fünfter Mose 19 und dort die Verse 16 bis 19. Hier heißt es: „Wenn aber ein falscher Zeuge gegen jemanden auftritt, um ihn einer Übertretung zu beschuldigen, so sollen die Männer, die Streit miteinander haben, vor den Herrn, vor die Priester und die Richter treten, die zu jener Zeit im Amt sein werden.“
[35:42] Zunächst wird uns hier gezeigt: Sollte ein falscher Zeuge gegen jemanden auftreten, dann soll sich das Gericht versammeln und es soll eine Entscheidung getroffen werden. Nun, ein falscher Zeuge, eben gerade hatten wir gesehen in der Geschichte von Sacharja 3, dass da auch ein falscher Zeuge, ein Lügner, ja Satan ist sogar der Vater der Lüge, wie uns die Bibel sagt, ein falscher Zeuge, gegen den Jeschua ausgesagt hat und ihn beschuldigt hat und ihm seine Sünden vorgehalten hat. Und jetzt heißt es hier: „Es sollen sich alle versammeln und sie sollen Gericht halten.“ Und genau das sehen wir im himmlischen Untersuchungsgericht auch. Es ist ein öffentliches Gericht, alle Bücher werden aufgetan, alles wird geprüft und der Fall wird untersucht.
[36:27] Vers 18 heißt es: „Und die Richter sollen es genau erforschen.“ Stellt es sich heraus, dass der Zeuge ein falscher Zeuge ist und gegen seinen Bruder ein falsches Zeugnis abgelegt hat, so sollte ihm das antun, was er seinem Bruder antun wollte. So sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten.“ Gott sagt: „Es soll genau erforscht werden, soll genau geprüft werden, bis ins Detail. Es soll exakt gesagt werden können, ist es wahr, ist es nicht wahr.“ Und so ist auch das Untersuchungsgericht im Himmel. Es wird genau geforscht und geprüft. Und dann heißt es: „Der Ankläger soll die Strafe bekommen, die er eigentlich dem Angeklagten zugedacht hat.“
[37:04] Nun, wenn Jeschua ein Brandscheit ist, das aus dem Feuer herausgerettet worden ist, für ihn war eigentlich das Feuer bestimmt. Satan wollte ihn vernichten, er wollte ihn ins ewige Feuer bringen und er wird für unschuldig erklärt. Auf wen fällt denn die Strafe des Feuers? Natürlich auf den Ankläger und der Ankläger ist Satan und das wird am Ende der Zeiten sein Schicksal sein. Denn in Offenbarung 12, Vers 10 lesen wir, Offenbarung 12, Vers 10, welchen Charakter Satan eigentlich hat und was er eigentlich macht. Offenbarung 12, Vers 10: „Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht.“ Er ist der Verkläger unserer Brüder. Satan war der, der angeklagt hat. Und sein Schicksal wird besiegelt in Offenbarung 20, Vers 10. Offenbarung 20, Vers 10: „Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier und der falsche Prophet sind, und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Da ist das Ende Satans. Er hat versucht, Jeschua, den einen Charakter aus dem Volk Gottes, diesen einen Menschen zu vernichten, hat ihm die Strafe zugedacht, das ewige Feuer geschmissen zu werden, und sein Schicksal wird genau dort enden.
[38:32] Jetzt könnte man sich fragen: Warum eigentlich dieses ganze Untersuchungsgericht? Gott kann doch von Anfang an sagen, er ist gerecht und er ist ungerecht. Er könnte doch sofort entscheiden, es bräuchte doch gar nicht diesen Riesenaufwand getrieben werden, alle Bücher zu öffnen. Lesen wir 2. Timotheus 2 und dort Vers 19. 2. Timotheus 2 und dort Vers 19. Hier heißt es: „Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen.“ Und jeder, der den Namen des Christus nennt, wendet sich ab von der Ungerechtigkeit. Hier heißt es ganz deutlich: „Der Herr kennt die Seinen.“ Gott weiß doch, wie es in mir aussieht. Gott kennt doch sein Volk. Warum also so ein langes Gericht? Wozu dient es?
[39:14] Schauen wir noch in Hiob 34. Hiob 34 und dort die Verse 21 und 23. Hiob 34 und dort die Verse 21 und 23. „Denn Gottes Augen sind auf die Wege des Menschen gerichtet, und er sieht jeden Schritt, den einer macht.“ Vers 23: „Denn er braucht nicht lange auf einen Menschen zu achten, damit der vor Gott ins Gericht kommt.“ Gott könnte sofort richten. Er sieht unsere Wege. Er weiß genau, wo wir stehen. Er sieht genau, wo wir gehen, was unsere Pläne, unsere Gedanken sind. Denn es heißt auch: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber der Herr sieht ins Herz.“ Gott kann in die Herzen der Menschen hineinblicken, aber der Mensch sieht, was vor Augen ist.
[40:07] Nun, wenn der Mensch sieht, was vor Augen ist, wie ist es dann mit dem Rest des Universums? Wie ist es mit den Engeln? Schauen wir mal in 1. Petrus und dort Kapitel 1, Vers 12. Denn für uns Menschen wäre es nicht nachvollziehbar, wenn Gott mit seiner Weisheit, mit seiner Allwissenheit richten würde, könnten wir Menschen nicht sagen, ob das nun ein gerechtes Gericht wäre oder nicht. Wir würden einfach ein Vertrauen darauf, dass Gott ein gerechter Gott ist, sagen: Okay, es stimmt. Aber Gott möchte sich rechtfertigen vor dem ganzen Universum. Wir wissen nach 1. Petrus 1, Vers 12. Hier heißt es: „Ihr möchtet nur einen Teilsatz lesen.“ Ich fange trotzdem mit dem ganzen Vers an: „Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündet haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde. Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.“ Hier wird von den Propheten und von den Menschen vor Petrus geredet, die schon angekündigt haben, dass da ein Messias kommt und die schon das Evangelium und den Heilsplan vorausgedeutet haben. Und Petrus sagt: „Sogar Engel begehren da hineinzublicken in das, was da kommt.“ Denn auch Engel wissen nicht den ganzen Ablauf der Weltgeschichte. Sie sind weise und sie haben viel Erkenntnis und sie sehen viel, aber sie können nicht alles sehen. Und diese himmlischen Bücher im Gericht werden aufgetan, damit das ganze Universum sehen kann, dass Gottes Gerichte gerecht sind. Und eines Tages werden wir Menschen das auch sehen. Und dann wird jede Zunge bekennen: „Wahrhaft und gerecht seien die Gerichte.“ Jede Zunge wird bekennen, dass Gottes Gerichte gerecht sind.
[41:44] Und so ist es, dass wir gerade in Mose gesehen haben, dass das Gericht öffentlich sein muss und dass alles genau geprüft werden muss. Das ist genau das Gleiche, was auch im Himmel gerade stattfindet. Denn Gottes Ratschluss wird sich nicht ändern, was damals gut war und was Mose gesagt hat, so sollt ihr es tun, war ja auch ein Sinnbild für das, wie er selber ist, wie sein Charakter ist. Er ist öffentlich, es wird genau geprüft, es ist alles nachvollziehbar und transparent.
[42:19] Kommen wir zum letzten Teil von dem, was ich heute mit euch betrachten werde. Und dazu lesen wir den Prediger 12 und dort Vers 14. Prediger 12, Vers 14. Das ist der letzte Vers im Predigerbuch. Ach, und wir lesen Vers 13 dazu, einfach, weil es so schön ist, weil wir hier mal die Summe aller Lehre zusammen lesen können. Wir lesen Vers 13 noch mit: „Lasst uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus.“ Mit der Begründung, Vers 14: „Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.“ Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, es sei gut oder es sei böse. Alles kommt vor ein Gericht.
[42:58] Nun, solange dieses Gericht, das jetzt gerade tagt und das Schicksal der Toten entscheidet und irgendwann, wenn das Schicksal aller Toten entschieden ist, das Schicksal der Lebenden entscheiden wird, während dieses Gericht tagt, hat jeder Mensch die Chance noch zur Umkehr. Hat jeder Mensch noch die Chance, seine Sünden vor Jesus Christus zu bringen und ein neues Leben zu beginnen in Christus. Aber irgendwann wird dieses Gericht abgeschlossen sein. Der letzte Fall wird verhandelt sein. Die Toten sind alle gerichtet, dann kommen die Lebenden dran. Du und ich, wir sind gerichtet und der letzte Mensch, der lebt, ist gerichtet und dann schließt sich die Gnadentür. Und von da an kann kein Mensch mehr umkehren. Jeder Mensch bleibt dann, wie er ist und wird so auf das Kommen des Menschensohnes warten.
[43:53] Wir kennen dieses, diese Parallele, wenn wir uns die Geschichte von der Sintflut anschauen. Als Noah und die Seinen in die Arche hineingegangen sind, es war nicht im letzten Augenblick, sie sind nicht hineingegangen und die Wassermassen haben das Boot, die Arche, hinweggeschwemmt, sondern sie sind hineingegangen in die Arche und dann schloss Gott die Tür der Arche und diese Tür war zu. Und draußen waren noch die Menschen und die Menschen haben gegessen, sie haben getrunken, sie haben ihre alltägliche Arbeit gemacht, sie haben ihre Spiele gespielt, sie haben all das gemacht, was sie sonst auch getan haben und keiner hat davon Notiz genommen, dass die Tür geschlossen war. Aber plötzlich fing es an zu regnen und plötzlich realisierten die Menschen, dass die Wassermassen steigen. Und jetzt wollten sie alle noch da hinein, weil sie haben erkannt, das ist die einzige Möglichkeit der Rettung, aber zu dem Zeitpunkt war es zu spät. Keiner kam mehr in die Arche hinein, außer die acht Leute, die drin saßen, Noah und die Seinen. Und genauso wird es auch am Ende der Zeit sein, sagt Jesus Christus in seiner Endzeitpredigt. In Matthäus können wir es nachlesen. Es wird genauso sein wie zu Zeiten Noahs. Die Tür wird geschlossen und kein Mensch kann sich mehr entscheiden.
[45:03] Hierfür wollen wir unseren, wollen wir nochmal Ellen White zur Hand nehmen. Und zwar Ellen White schreibt in dem Buch „Wir haben einen Fürsprecher“, Seite 158. Das wollen wir uns gemeinsam mal durchlesen. „Wir haben einen Fürsprecher“ 158. Da heißt es: „Wenn das Untersuchungsgericht abgeschlossen wird, ist das Schicksal aller Menschen entweder zum Leben oder zum Tod entschieden. Die Gnadenzeit endet kurz vor dem Erscheinen des Herrn in den Wolken des Himmels. Christus erklärt im Hinblick auf diese Zeit: ‚Wer böse ist, der sei fernerhin böse, und wer unrein ist, der sei fernerhin unrein. Wer aber fromm ist, der sei fernerhin fromm, und wer heilig ist, der sei fernerhin heilig. Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sind.‘“
[45:45] Also müssen wir nun Angst haben vor diesem Gericht, das da kommt? Müssen wir uns fürchten? Nein, das müssen wir nicht. Denn Jesus Christus wird in diesem Gericht Gerechtigkeit hervorbringen. Er wird jedem den Lohn geben, den er verdient. Dem bösen Menschen wird er das Böse vergelten, dem guten Menschen wird er das Gute vergelten. Und dieses Gericht ist das, auf das all diese Menschen gewartet haben, schon in der Vergangenheit. Alle Menschen, die unter Verfolgung, die unter Not, die unter Elend litten, die unter Ungerechtigkeit gelitten haben und geschrien haben: „Herr, schaffen wir doch Gerechtigkeit. Warum wartest du und warum zögerst du so lange? Wo bist du, mein Gott?“ Für die ist die Zeit gekommen und jetzt werden sie gerechtfertigt. Jetzt wird Gott Gerechtigkeit wiederherstellen.
[46:41] Wir wollen unsere letzten paar Verse lesen. Im zweiten Korintherbrief, 5 Vers 10. Zweiter Korintherbrief, 5 Vers 10. Zweiter Korinther 5 Vers 10: „Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse.“ Hast du ein böses Leben geführt, so wird dir Böses vergolten. Hast du ein gutes Leben geführt, so wird es dir gut vergolten. Also es ist keine Schreckensbotschaft, das Gericht. Ganz im Gegenteil, es ist endlich das, auf das all die Heiligen gewartet haben, seit Generationen. Denn im Gericht wird jeder seinen Lohn bekommen. Die Gerechtigkeit wird wiederhergestellt. Sünde und Gerechtigkeit werden voreinander getrennt. Es wird nicht mehr vermischt. Es wird nicht mehr unscharf sein, sondern es wird auseinander gehalten. Und es wird endlich, endlich wird in diesem Gericht das Grätsgerade zu dem Zeitpunkt gehalten wird. Hier wird Eden und hier werden vor allem die Bewohner für Eden wieder vorbereitet.
[47:47] Dazu möchte ich noch die Stelle mit euch lesen im Johannesevangelium, Kapitel 14. Johannes 14 und dort Verse 1 bis 3 sagt Jesus Christus: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ Also ganz klar, der dritte Teil: „Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen“, das ist die Wiederkunft Christi. Aber der zweite Teil: „Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten“, das ist das, was Jesus Christus jetzt gerade im Himmel für uns tut. Er bereitet uns die Städte vor. Die Bücher unseres Lebens werden aufgeschlagen. Es wird geguckt, wie haben wir gelebt, haben wir unsere Sünden bekannt und wenn ja, dann wird Jesus Christus die weißen Kleider uns geben. Er bereitet die Städte für uns vor im Himmel, denn die Wohnungen sind ja schon da, die muss er nicht erst bauen. Die Wohnungen gibt es schon im Himmel, die für uns nur noch vorbereitet werden müssen, denn wir müssen vorbereitet werden. Jesus Christus spricht für uns ein und Jesus Christus bereitet alles vor, damit wir hineinkommen können.
[48:57] Wollen wir zu dem letzten Text kommen, den wir heute gemeinsam miteinander lesen? Und dieser Text, den finden wir aus Ellen White in „Propheten und Könige“ 413. Und wir haben in unserem Lektionsheft, ganz hinten am letzten Tag am Freitag, diesen Text stehen. Und den möchte ich abschließend mit euch zusammen lesen. Wie heißt es von Ellen White, „Propheten und Könige“ Seite 413? „Satan hat eine genaue Kenntnis all der Sünden, zu denen er die Gläubigen verführt hat. Er bringt seine Anklagen gegen das Volk Gottes vor, erklärt dabei, dass es durch seine Sünden den göttlichen Schutz verwirkt habe und beansprucht das Recht, es zu vernichten. Er verkündet, dass es genau so verdiene, von der Gunst Gottes ausgeschlossen zu werden, wie er selbst. Doch während die Nachfolger Christi sündigen, haben sie sich dennoch nicht der Herrschaft satanischer Mächte überlassen. Sie haben ihre Sünden bereut und in Demut und Reue den Herrn gesucht. Und der himmlische Fürsprecher setzt sich für sie ein. Er, der durch die Undankbarkeit am meisten entehrt worden ist, der durch ihre Sünde und ihre Reue kennt, der auch ihre Sünde und ihre Reue kennt, sagt: ‚Der Herr schelte dich, Satan. Ich gab mein Leben für diese Menschen. Sie sind in meine Hände gezeichnet. Sie mögen charakterliche Mängel aufweisen. Sie mögen in ihrem Streben versagt haben. Doch sie haben bereut und ich habe ihnen vergeben und sie angenommen.‘“
[50:17] Ist das nicht eine wunderbare Nachricht? Das ist das, was Jesus Christus für uns macht. Satan klagt uns an und Jesus Christus sagt: „Der Herr schelte dich.“ Hat er nicht bereut? Ist er nicht auf die Knie gegangen vor mir? Hat er nicht seine Sünden abgegeben? Hat er sich nicht gesehnt nach einem besseren, nach einem neuen Leben ohne Sünde? Wollte er nicht frei sein? Bist du nicht dafür verantwortlich, Satan, dass du ihn immer wieder in die Sünde gebracht hast, dass du ihn immer wieder in Versuchung gebracht hast? Aber er ist zu mir gekommen und er hat überwunden. Er hat seine schmutzigen Kleider vor mich gebracht, hat gebeten, neue Kleider zu bekommen. Ich habe ihm neue Kleider gegeben. Er hat seinen kaputten Charakter vor mich gebracht und hat darum gebeten, ein neues Herz zu bekommen, einen beständigen Geist. Und ich habe ihm den gegeben. Satan, warum klagst du ihn an? Und das ist das Großartige, was wir jetzt gerade sehen dürfen im Himmel.
[50:59] Und das ist das, worauf all die Menschen vor uns gewartet haben. Das ist das, worauf Adam gewartet hat, worauf Abraham gewartet hat. Die Zeit von Mose, Abraham, David, Daniel, Petrus, ob es Luther war oder Jan Hus, Hieronymus, ob es Wycliffe war, wer auch immer. All die haben sich endlich nach Gerechtigkeit gesehnt und dass endlich ihre Fälle vor Gott kommen und dass Gott ihnen Gerechtigkeit tut, dass er ihnen den Lohn gibt, der ihnen zusteht, der durch Jesus Christus für sie erbracht worden ist. Und je nachdem, was für ein Leben du geführt hast, du hast heute noch die Chance, zu Jesus Christus zu kommen. Du kannst heute, wo dieses Gericht tagt, noch, noch hast du die Möglichkeit, dein Leben vor Jesus Christus zu bringen und dich in diese Menschen mit einzureihen, bei Adam, bei Abraham, bei David, bei Daniel, bei Petrus, bei Martin Luther und wie sie alle heißen. Wir können unseren Namen dazu schreiben ins Buch des Lebens. Dadurch, dass wir auf die Knie fallen, Jesus Christus unsere Sünden bekennen und ihn bitten, uns die Kleidung der Gerechtigkeit anzuziehen und sein neues Herz zu geben, uns von Grund auf zu erneuern. Und es ist die wunderbare Nachricht: Jesus Christus will es tun und er wird es tun und er wird uns nicht allein lassen in dieser sündigen Welt. Er wird bis ans Ende der Welt mit uns sein und das ist sein Versprechen. Amen.
[52:29] Ich möchte einladen, dass wir jetzt auch zum Abschluss noch ein Gebet gemeinsam sprechen. Unser lieber Vater, wir danken dir von ganzem Herzen dafür, dass jetzt ein hohes Gericht tagt und dass du die Fälle aller Menschen untersuchst und dass du angefangen hast bei den ersten Menschen und bis zu den letzten Menschen durchgehen wirst und jedem Menschen Gerechtigkeit geben wirst. Du wirst dafür sorgen, Herr, dass Sünde und Gerechtigkeit nicht mehr vermischt sind, sondern dass sie ganz klar getrennt werden können vor den Augen des ganzen Universums. Und du, Herr, wirst dich einsetzen für dein Volk. Du wirst für dein Volk einstehen und wirst dafür sorgen, Herr, dass jeder, der zu dir kommt, der seine Sünden bekennt, auch einen Platz in deinem himmlischen Reich hat. Dass er eines Tages dich von Angesicht zu Angesicht sehen wird und einen ewigen Platz an deiner Seite haben wird. Lieber Vater, wir sind dir so dankbar dafür und wir möchten auch unsere Herzen dir übergeben, möchten unsere Sünden bekennen, Herr, und danken dir für all das Gute, was du für uns tust. Im Namen von Jesus. Amen.
[52:59] Dann war es das von mir heute zum Thema „Das Gericht vor der Wiederkunft“. Nächste Woche werden wir uns wiedersehen zum Thema Nummer 10, „Der eschatologische Versöhnungstag und was es damit auf sich hat.“ Auch hier werden wir das Buch Daniel etwas studieren und werden durch die Texte durchgehen und schauen uns an, was nun mit diesem Versöhnungstag, warum dieser Versöhnungstag, der damals in Israel so große Bedeutung hatte, warum er auch heute noch von so großer Bedeutung für uns ist. Ich freue mich darauf, das gemeinsam mit euch studieren zu können und bis nächste Woche. Gottes Segen euch.
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