Veröffentlicht am
815 Klicks

In dieser Predigt von Joshua White geht es um die zunehmende Bedrohung durch Gedankenkontrolle in der Endzeit. Er beleuchtet, wie technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Trends unsere Fähigkeit zum selbstständigen Denken beeinträchtigen. White vergleicht diese Entwicklungen mit biblischen Warnungen und betont die Wichtigkeit der geistlichen und intellektuellen Unabhängigkeit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Das Klassenzimmer der Übrigen

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Also, einen wunderschönen guten Nachmittag. Herzlich willkommen zurück. Es gab ganz wunderbares Essen. Ihr wisst, das ist auch ein Problem. Wir werden versuchen, dass wir nicht einschlafen. Wir wollen uns jetzt Endzeit-Gedankenkontrolle anschauen. Das ist ein ziemlich großes Thema. Es gibt viele Themen, die wir uns anschauen können. Wir werden einige Punkte herausgreifen. Wir werden es nicht schaffen, das umfänglich darzustellen. Aber bevor wir beginnen, wollen wir natürlich gerne beten. Lieber Vater im Himmel, wenn wir jetzt uns Gedanken machen, wie der Satan versucht, unser Denken anzugreifen, besonders auch das von unseren Kindern, bitten wir dich um deine Hilfe. Wir bitten dich um deinen Geist und wir bitten dich um ein Verständnis, das nur du geben kannst. Herr, sprich du durch mich, dass ich nur deine Worte weitergebe. Und auch so mit Übersetzung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:32] Wer von euch hat schon mal einen TED-Talk gesehen? Noch so ein, zwei. In vielen TED-Talks gibt es ganz interessante Informationen, andere sind es nicht wert, angeschaut zu werden. Also einer, da ging es darum: Dein Gehirn plus die Cloud, das macht dann einen Supermenschen. Googles technischer Direktor sagt in einem TED-Talk voraus, dass Nanocomputer, die in unsere Gehirne eingepflanzt werden, eine neue Ära des kritischen Denkens und der menschlichen Entwicklung einläuten werden. Also, menschliche Entwicklung, kritisches Denken, das klingt doch ganz wunderbar. Aber ich bin mir nicht ganz sicher mit dieser Methode hier. Ray Kurzweil sagt, dass in den 2030ern Nanobots, die durch den Blutfluss in unsere Gehirne eingebettet werden, Hybrid-Gehirne schaffen werden, die die gegenwärtige Leistung unseres Gehirns mit der fast grenzenlosen Verarbeitungskapazität von Cloud-basierten Computern verbinden werden. Diese Mikrocomputer werden uns helfen, schnelle Antworten auf komplexe Probleme zu halten und uns den nötigen Extrasaft geben, um kreative neue Ideen zu haben. Sie wollen also die gegenwärtige Leistung unseres Gehirns mit der fast grenzenlosen Verarbeitungskapazität von Cloud-basierten Computern. Ich dachte, unsere Gehirne sind doch unbegrenzt. Aber nein, hier sagen sie, die Gehirne sind noch begrenzt, die Computer, die sind wirklich grenzenlos. Also, was für ein Angriff eigentlich auf Gott. Elon Musk möchte unsere Gehirne mit Computern verbinden, sodass wir mit den Robotern Schritt halten können. Wer hält jetzt mit wem hier Schritt? Also, ich möchte jetzt nicht wie ein Roboter mich hier benehmen. Es gibt hier aber ein tieferes Thema. Wer kontrolliert einen Roboter? Kontrolliert sich der Roboter selbst oder ist es nicht vielmehr der Programmierer des Roboters, der den Roboter kontrolliert? Also, hier ist die Vorhersage: Mit der Hilfe von Gehirnimplantaten, die direkt mit Computern verbunden sind, mögen Menschen in der Lage sein, ihre Gehirnfunktion zu verbessern oder sogar eines Tages ihre Gedanken hochzuladen bzw. das Denken anderer herunterzuladen. Also, dass man seine eigenen Gedanken irgendwo hochladen kann oder von jemand anderem die Gedanken dann herunterladen kann. Also, eines Morgens werde ich dann aufwachen. Oh, ich habe jetzt keine guten Ideen. Aber Christopher hat gute Ideen. Also, google ich jetzt: Gedanken. Und dann lade ich mir das um. Jetzt habe ich meine Ideen für den Tag. Also, ihr seht schon, wohin das sich so bewegt. Also, denkt mal über die Implikationen nach. In dieser Umgebung, wer kontrolliert dann das Denken der Menschen? Sind es dann noch die Menschen, die ihre Gedanken kontrollieren oder die Computer? In dem System muss man dann gar nicht mehr richtig denken.

[5:47] Lasst uns das mal vergleichen mit dem, was der Herr uns gesagt hat. Gott hat Menschen mit Gaben ausgestattet und er erwartet, dass sie dieselben gebrauchen. Er hat ihnen einen Verstand gegeben und er möchte, dass sie zu Denkern werden und selbst nachdenken und planen, anstatt sich darauf zu verlassen, dass andere für sie denken. Warum hat Gott uns einen Verstand gegeben? Um ihn zu gebrauchen. Nicht, dass jemand anders mein Denken kontrolliert. Ich möchte das nochmal klarstellen. Also, ich möchte jetzt nicht damit sagen, dass das, was wir gerade hier gelesen haben, dann notwendigerweise auch die Zukunft darstellt, dass bald alle von Computern kontrolliert werden. Also, ich werde jetzt nicht so eine Verschwörung hier aufstellen. Ich glaube, die Zukunft sieht noch viel düster aus. Denn Satan ist schon seit viel länger Zeit damit beschäftigt, das Denken zu kontrollieren. Viel länger als die Ingenieure von Google. Wenn wir uns heute die Gesellschaft anschauen, dann sind die gedanklichen Fähigkeiten auf einem erschreckenden niedrigen Niveau. Eine neue Studie sagt, mehr als 80 Prozent der Arbeitgeber sagen, dass die gegenwärtigen Schulabgänger Mängel beim kritischen Denken haben. Irgendjemand, der Leute anstellt, Arbeitgeber? Würdet ihr dazu stimmen? Also, ich persönlich glaube, es sind vielleicht sogar mehr als 80 Prozent. Es ist fast unmöglich, Leute zu finden, die so richtig für sich selbst denken. Also, Psychologen sagen uns, dass sogar weniger als die Hälfte überhaupt in der Lage sind, richtig gut unabhängig zu denken. Das sind diejenigen, die dazu überhaupt so in der Lage sind. Aber was würdet ihr sagen, wie viel Prozent der Bevölkerung denken eigentlich für sich selbst? Gibt es jemand, der sagt, das ist ein Viertel der Bevölkerung? Also, ihr seid eine pessimistische Gruppe. 15 Prozent? 10 Prozent. Wow. Es sind 5 Prozent. Studien zeigen, dass eigentlich ungefähr nur 5 Prozent der Bevölkerung wirklich selbstständig denken. Das muss ich euch vielleicht gar nicht erst groß sagen. Man schaut sich die Gesellschaft heute an. Wir schauen uns an, welche Entscheidungen Menschen treffen. Und wir fragen uns, was denken die eigentlich sich dabei? Vielleicht denken sie gar nicht. Stell dir eine junge Person vor, die sich so einen völlig verrückten Haarschnitt geben lässt. Was passiert als nächstes? Sie nimmt ein Selfie, geht auf Social Media und das nächste, was man sieht, sind, dass 100 von den Freunden auch so einen Haarschnitt bekommen. Es gibt keinen anderen Grund, außer der, dass alle anders auch schon gemacht haben. Wir sind eine Gesellschaft, die nach dem Herdentrieb funktioniert.

[9:41] Aber ist das jetzt wirklich so ein großes Thema? Wir könnten uns das von einer praktischen Perspektive anschauen. Also, Arbeitgeber sagen, es ist wirklich schwierig, gute Denker zu finden. Man kann das von einer akademischen Seite aus betrachten. Also, nur gute Denker werden auch wirklich akademisch Erfolg haben. Aber wie ist das mit der geistlichen Perspektive? Ist unsere Fähigkeit zu denken ein geistliches Thema? Ich glaube, das ist der Fall. Und deswegen versucht Satan, das genauso hart zu attackieren. Wir lesen, dass moralische Reinheit vom richtigen Denken abhängt. Wollen wir moralisch rein sein? Wollen wir, dass unsere jungen Leute moralisch rein aufwachsen? Das hängt vom richtigen Denken ab. Wir lesen hier, moralische Reinheit hängt vom richtigen Denken ab. Junge Männer müssen ausgebildet werden, um Denker zu sein. Wir lesen auch, Gott ruft jeden auf, mit dem er zusammenarbeitet, die allerhöchste Form des Denkens zu praktizieren. Das sind also schon vier gute Gründe, wirklich zu denken. Aber es gibt noch mehr.

[11:06] Eines meiner absoluten Lieblingszitate aus "Erziehung" im englischen, Seite 17. Jedes menschliche Wesen. Sind wir alle Menschen hier? Jemand, der kein Mensch ist? Das ist also auf alle anwendbar. Jedes menschliche Wesen, geschaffen im Bild Gottes, ist ausgestattet mit einer Macht, die der des Schöpfers ähnlich ist. Was ist diese Macht? Individualität. Macht zu denken und zu tun. Hier haben wir genau die Definition von der Art von Denken, die wir eigentlich behandeln wollen. Wenn man jetzt über Denken spricht, stellt sich vielleicht jemand vor, der einfach nur klug ist. Sind das gute Denker? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Klug zu sein ist noch nicht die Definition, ein guter Denker zu sein. Vielleicht kennt ihr jemanden, der zwei Doktortitel hat. Sind das gute Denker? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Das ist keine Definition, ein guter Denker zu sein. Was ist der Schlüssel? Über welche Art von Denken reden wir hier eigentlich? Dieses Schlüsselwort ist Individualität. Gott hat uns gerufen zu einer persönlichen, individuellen Beziehung zu ihm.

[12:53] Also gutes Denken ist, wenn man ganz logisch eine ganze Reihe von Dingen durchdenkt und dann zu einer Schlussfolgerung kommt, weil man sie logisch durchdacht hat. Das ist nicht einfach, das zu tun, was jeder sonst um einen herum tut, sondern es bedeutet, das zu tun, was man tut, weil man einen guten Grund dafür hat. Das kann sogar das sein, was alle anderen tun. Es kann aber etwas sein, was andere nicht tun. Das spielt keine Rolle. Du hast einen Grund für das, was du tust. Und wir werden als Einzelne, nicht als Gruppe gerettet. Wir werden nicht gerettet, weil ihr Teil der Stuttgarter Gemeinde seid. Wir werden gerettet, weil wir eine persönliche, individuelle Beziehung zu Jesus haben.

[13:55] Jetzt wird jemand vielleicht sagen: Wie muss man jetzt Denken und Glaube miteinander verbinden? Was hat das miteinander zu tun? Manche sagen ja, also Denken und Verstand und Glaube, das hat doch gar nicht richtig was miteinander zu tun. Aber liebe Freunde, als Siebenten-Tags-Adventisten haben wir dort Gründe für unseren Glauben. Haben wir Beweise für das, was wir glauben? Vor allen anderen haben wir Beweise für unseren Glauben. Wir können unsere Bibel studieren und kommen zu Schlussfolgerungen, weil wir unsere individuelle Möglichkeit und unser Potenzial zu denken benutzen. Der Grund, warum das so wichtig ist: Wenn wir uns einfach so treiben lassen und tun, was jeder sonst so tut, dann werden wir auch mit allen anderen mitgehen, wenn sie in die falsche Richtung gehen. Aber wenn wir unabhängige Denker sind, werden wir in einer Zeit, wo es so scheint, als ob jeder sonst mit uns nicht übereinstimmt, werden wir trotzdem stehen für unseren Glauben, auch wenn der Himmel über uns zusammenbricht. Weil wir eine individuelle Beziehung zu Jesus haben, einen Grund haben für unseren Glauben.

[15:46] Das ist ein geistliches Thema. Wie hat das mit Erziehung, mit Bildung zu tun? Es ist die Aufgabe wahrer Erziehung, dieses Vermögen zu entwickeln. Welches Vermögen? Dieses Vermögen, selbstständig zu denken. Die Jugend zu selbstständig denkenden Menschen heranzubilden. Und nicht zu Nachplapperern fremder Gedanken. Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, das war der Moment, wo es richtig Aha gemacht hat. Das hat jetzt Sinn gemacht. Hier sind in diesem Satz die zwei Bildungssysteme eigentlich gut zusammengefasst. Sie sagt, wahre Bildung, wahre Erziehung wird Denker hervorbringen. Also, wenn es wahre Erziehung gibt, muss es auch falsche Erziehung geben. Und wenn wahre Erziehung Denker hervorbringt, dann was wird die falsche Erziehung entwickeln? Das steht da. Leute, die einfach nur etwas nachplappern. Nur das tun, was alle um sie herum tun. Und als ich über das Bildungssystem nachgedacht habe, dann habe ich mir gedacht, unser Bildungssystem ist so geschaffen, um Leute zu produzieren, die einfach nur nachplappern. Denk mal darüber nach. Ganz von Anfang an geben wir den Kindern Lehrbücher und sagen ihnen: Hier ist die Information, die du brauchst. Merk dir das. Im Wesentlichen ist das das. Also, natürlich gibt es hier mal ein Projekt und ein bisschen Interaktives. Aber im Wesentlichen geht es darum, Informationen zu merken. Also, meistens ist es eigentlich nur: Erinnere dich so lange daran, bis der Test gekommen ist. Aber der Punkt ist, dann hat man noch gar keine wahre Bildung unterrichtet. Also, wenn wir einfach nur Informationen, die jemand anders schon gedacht hat, wieder den Studenten geben, dass sie sich das merken, dann haben wir noch gar keine wahre Bildung eigentlich gehabt. Also, ich möchte euch ermutigen, schaut euch dieses Zitat an in "Erziehung". Und schaut euch an, was dort als nächstes dann steht. Das wird ganz gut erklärt. Dort heißt es: Schüler sollten dazu gebracht werden, wirklich nachzusinnen, die Bibel zu studieren, die Natur zu studieren, über ihre Pflicht und über das Schicksal, über Bestimmung nachzudenken. Also nicht nur das wiederzugeben, was andere gedacht haben, sondern ihre eigenen Gedanken zu entwickeln.

[19:15] Wenn man sich heute so die Bildungssysteme anschaut, dann kann man ihre Entstehung so rückverfolgen zu einigen Schlüsselfiguren, die sich Gedanken darüber gemacht haben, die sich sehr deutlich darüber ausgedrückt haben, wie sie sich so öffentliche Schulbildung vorstellten. Und die sagten sehr deutlich, also da gibt es ein Zitat, wo jemand gesagt hat: Es ist das Ziel der Ausbildung, der Bildung, der Erziehung, den freien Willen zu zerstören. Johann Gottlieb Fichte hat das in seiner Werk "An die deutschen Nationen" geschrieben. Und er hat dort beschrieben, wie so ein Erziehungssystem aussehen sollte. Und er hat gesagt, das Bildungssystem sollte die Mittel bereitstellen, um freien, unabhängigen Willen zu zerstören. Er sagte, wir müssen die Schüler so transformieren, wir müssen sie formen, so dass, wenn er die Schule verlässt, er dann unfähig sein wird, für den Rest seines Lebens, dass er dann nicht mehr in der Lage sein wird, etwas anderes zu denken, als das, was ihm beigebracht worden ist. Er war einer der Hauptvertreter in der Gründung des preußischen Schulsystems. Und die Amerikaner und die Engländer, die Briten dachten, das preußische System ist ganz toll. Und die haben gesagt: Hier ist eine Gesellschaft, die machen immer genau das, was ihnen gesagt wird, das erzeugt auch ganz viel Arbeitskraft. So wurde das dann in Amerika und von den Briten auch imitiert, also mehr oder weniger auch in der ganzen Welt, wenn es um die Bildungsphilosophie geht. Also, wenn man sich den Anfang des modernen Bildungssystems anschaut, war das gar nicht dazu gedacht, so freie Denke hervorzubringen, sondern es war dazu gebracht, es war dazu angetan, Leute zu kreieren, die einfach nur Dinge wiedergeben.

[22:08] Ich möchte uns ein paar praktische Dinge vor Augen führen, wie das passiert. Bevor wir das tun, wollen wir uns ganz klar vor Augen führen, dass der Kampf um das Denken ein Teil des letzten Endzeitkonflikts ist. Der Endzeitkonflikt geht gerade um die Frage, wer das Denken beherrscht. In Offenbarung Kapitel 7 in Vers 2 und 3. Ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufsteigen, der hatte das Siegel des lebenden Gottes. Wer möchte dieses Siegel haben? Das ist das, was wir haben wollen. Hier kommt ein Engel mit dem Siegel Gottes. Und er schrie mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen. Und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirn versiegelt haben. Der Engel kommt mit dem Siegel Gottes und er versiegelt die Knechte Gottes. Wo? Was sagt der Text? An den Füßen? An den Schultern? An dem Hinterkopf? Nein, es steht ganz besonders deutlich da: die Stirn. Was ist so bedeutsam an der Stirn? Da ist natürlich das Denken mit symbolisiert, aber ganz besonders der Frontallappen. Und dort im Frontallappen befindet sich, wie wir gestern Abend gelernt haben, der anteriore singuläre Kortex. Und das ist genau der Bereich im Gehirn, wo die moralischen Entscheidungen gefällt werden. Das ist jetzt einfach nicht so einfach nur so ein Stempel, wo der Engel einfach die Leute so markiert. Nein, das stellt alles dar. Es stellt eine Zeit dar, wo die moralischen Entscheidungsfähigkeiten des Volkes Gottes wirklich ihm ganz übergeben sind. Also Gott möchte seinen Siegel auf die Stirn platzieren, aber er ist nicht der Einzige. Offenbarung 14, 14 und Vers 9. Und dort Vers 9, ihr kennt den Vers wahrscheinlich ganz gut. Ein dritter Engel folgte ihm, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt. Das Siegel Gottes auf der Stirn, das Mahlzeichen wo? Auf der Stirn oder der Hand. Was ein anderes interessantes Thema wäre. Beide Seiten im großen Kampf wollen ihr jeweils Zeichen an der Stirn anbringen.

[25:53] Unsere Fähigkeit zu denken ist ein absolutes Schlüssel für unseren geistlichen Erfolg. Das ist das Thema durch die gesamte heilige Schrift. Und in Jesaja 1, Vers 18 heißt es im Englischen: "Let us reason together." Im Deutschen ist es "rechten", aber im Sinne von, dass wir gemeinsam uns auseinandersetzen, gedanklich. In Römer, Kapitel 12, Vers 2. Was heißt: Seid nicht dieser Welt gleichförmig. Seid nicht einfach nur diejenigen, die die Welt reflektieren, sondern werdet erneuert in eurem Sinn. Wie? Durch die Erneuerung eures Sinnes. Dass ihr prüfen könnt, dass ihr wissen könnt, was der gute und wohlgefällige Wille Gottes ist. Der Endzeitkampf geht um das Denken. Der Kampf, in den wir verwickelt sind, ist zu einem großen Teil geistig, mental. Wie der Historiker Carter Woodson sagte: Wenn du Kontrolle über die Gedanken eines Menschen gewinnst, brauchst du dich um seine Taten nicht mehr zu sorgen. Ein berühmter Führer sagte: Wie vorteilhaft für Führer des Volkes, dass Menschen nicht denken. Weiß jemand, wer das gesagt hat? Das sagte Adolf Hitler. Einer, der am Anfang seiner Karriere respektiert und geliebt gewesen ist und gewählt worden ist. Und er hat gesagt: Warum freue ich mich dieses Erfolges? Niemand denkt. Und wir wissen, die Geschichte wird sich wiederholen.

[28:00] Die Frage, auf die ich mich konzentrieren möchte. Wir wollen uns ein paar praktische Punkte anschauen, durch die unsere Fähigkeit zu denken geschädigt wird. Satan hat seinen größten Erfolg, wenn er ganz früh bei den Kindern anfängt. Also, viele der Forschungsergebnisse, die wir heute anschauen werden, heute Nachmittag, sind besonders auf Kleinkinder spezialisiert. Aber denkt jetzt bitte nicht, dass es nur auf Kleinkinder allein zutrifft. Das ist natürlich auf alle von uns anwendbar.

[28:47] Die erste Taktik, um Gedanken zu zerstören, ist ein Mangel an körperlicher Bewegung. Jetzt sagt ihr: Moment mal, was? Wir reden über die Fähigkeit zu denken, jetzt geht es um Bewegung? Ja, tatsächlich. Also, Forschung sagt uns, dass die Zeit mit Bewegung und körperlicher Betätigung für kleine Kinder wichtiger ist, als die Zeit, etwas zu lernen. Vor allem, wenn das irgendwie nützliche Arbeit draußen ist. Da gibt es eine Gegend im Gehirn, das sogenannte Kleinhirn. Das ist mit den höheren Denkniveaus im Frontalbereich verbunden. Also, ungefähr 40 Prozent der Neuronen hier im Kleinhirn gehen direkt in den Frontallappen hinein. Also, es hilft auch, wiederkehrende Aktivitäten automatisch durchzuführen, wie zum Beispiel das Schreiben mit der Hand, kognitives Lernen, Sprache, soziale Interaktion, Musik, Aufmerksamkeit. Jemand, der heute schon sein Kleinhirn benutzt hat? Einige von euch, okay. Wie kann man jetzt dieses Kleinhirn gut entwickeln? Bewegung. Bewegung ist absolut notwendig für die Entwicklung des Kleinhirns. Was für eine Bewegung? Also, hin und her schaukeln, krabbeln, sich drehen, auf dem Kopf stehen. Also, Dinge, die Kinder gerne tun. Also, nicht so sehr die Eltern vielleicht. Aber Gott wusste, es ist gut für ihr Gehirn.

[30:59] Ich möchte euch Dr. Jane Healy vorstellen. Sie ist eine der wesentlichen Erziehungspsychologen unserer Zeit. Sie kennt Gottes Plan der Erziehung jetzt nicht so wirklich gut, aber viele ihrer Forschungen sind gut anwendbar. Sie sagt über körperliche Aktivität: Nach der Geburt ist körperliche Aktivität eines der Hauptmittel des Kindes, um sich körperlich, intellektuell und emotional zu entwickeln. Deshalb sollte zu jeder nur möglichen Art von Bewegung ermutigt werden. Da gibt es viele verschiedene Arten von Bewegung. Was ist die beste? Gibt es einige, die besser sind als andere? Was ist so die beste Form der körperlichen Betätigung? Running. Laufen ist gut. Gardening. Gartenarbeit ist die beste, sagt uns Ellen White. Soccer ist auch nicht schlecht. Also, Ellen White sagt uns, dass Gehen die beste Form der körperlichen Bewegung ist. Aber wenn es um so Ganzkörperbewegung geht, wird uns gesagt, praktische Ausbildung ist wertvoller als Landwirtschaft. Da gibt es viele Gründe dafür. Also, Forschungsergebnisse zeigen uns, dass Kinder, die mit Gartenarbeit involviert waren, hatten Selbstsicherheit, Selbstwert, Geduld, Durchhaltevermögen. Ist das nicht selbstverständlich? Also, hat man nicht mehr Durchhaltevermögen und Geduld, wenn man im Garten arbeitet? Man kann nicht sein Smartphone nehmen und eine "Ich lasse jetzt Tomaten wachsen"-App und da einfach draufdrücken und plötzlich kommen die Tomaten raus. So geht das nicht. Man muss sie pflanzen, man muss für sie sorgen, man muss sie bewässern. Mit Gottes Segen wird man dann Tomaten ernten. Also, das macht uns natürlich mehr geduldig und wir haben mehr Durchhaltevermögen. Ein verbessertes naturwissenschaftliches, bessere Testergebnisse und waren bessere Schüler insgesamt. Ein Grund dafür ist ein Bakterium, ein Bakterium, das sich direkt im Boden befindet. Es gibt gute und schlechte Bakterien. Also, wir hoffen, dass die guten Bakterien mehr sind und wir dann gesund bleiben. Dieses Bakterium hat man herausgefunden, reduziert Depressionen, verbessert die Lungengesundheit, steigert das Immunsystem, bekämpft Krebs. Das ist eine tolle Liste, oder? Wer würde gerne so ein Bakterium haben? Es gibt noch mehr. Es stärkt das Verdauungssystem, behandelt Arthritis, verbessert emotionale und mentale Gesundheit, verringert Stress und Angst, reduziert Allergien und macht sich sogar klüger. Wer würde gerne dieses Bakterium haben? Kann man das so im Gesundheitsladen so als Pille bekommen? Nein, leider nicht. Es ist ein Teil des Erdbodens in unseren Gärten. Also, muss man ein bisschen Schmutz essen? Nein, natürlich nicht. Die Hände schon ein bisschen in der Erde hat. Wenn man barfuß im Sommer durch den Schmutz geht und das Gemüse direkt aus dem Garten isst. Gott wusste, was er tat, als er Adam in einen Garten gebracht hat. Und es sind natürlich nur diese Bakterien. Es gibt viele Vorteile von der Gartenarbeit. Und es ist ja gesagt, dass der Garten nicht nur Adams Heim, sondern auch sein Klassenzimmer gewesen ist.

[35:48] Also, es gibt noch mehr. Wir wollen weitere Taktiken hier anschauen. Die zweite ist Überreizung. Also, bei Definition ist es einfach, wenn das Gehirn mit zu viel Information überschüttet wird. Das kann viele Formen annehmen. Zu viele Spielzeuge. Man findet heraus, dass ein Kind immer gelangweilter wird, je mehr Spielzeug es hat. Also, ja, je mehr Spielzeug, desto mehr Langeweile. Zu viele Termine. Wir haben Schule und Hausaufgaben und Schwimmen und Klavier und Fußball und der ganze Tag ist voller Termine. Zu viel Schule. Auf der Folie sind jetzt die Medien nicht drauf, weil es als extra Punkt kommen wird. Und Medien sind Überstimulationen. Und wenn wir das Gehirn mit so viel Information überschütten, kann das Gehirn irgendwann nicht mehr damit umgehen. Wir sehen Symptome wie Stress, Antwort auf drohende Gefahr, Hyperaktivität, Frust, Gereiztheit, oberflächliches Denken. Das sind Symptome, die man in der Kindheit heute sieht, die man früher nicht so oft gesehen hat. Aber es ist eine Folge dieses sehr schnellen, überstimulierenden Lebensstils. Kinder brauchen Gelegenheit, sich zu entspannen. Eine Gelegenheit, der Natur ausgeliefert zu werden. Gelegenheiten, etwas zu entdecken. Je ruhiger und einfacher das Leben des Kindes abläuft, je freier von künstlich erzeugter Aufregung und dafür mehr in Harmonie mit der Natur, umso günstiger wirkt sich das auf die körperliche und geistige Kraft und die geistlichen Stärken aus. Also, ruhig, einfach und frei vom Künstlichen. Und in Harmonie mit Natur. Das wird der Kraft des Kindes am besten tun.

[38:08] Punkt Nummer drei: zu viel lernen. Also, junge Leute mögen das immer, wenn ich über diesen Punkt spreche. Die wussten ja schon vorher, dass sie zu viele Hausaufgaben aufhatten. Das kann sogar wahr sein. Also, ich möchte ganz deutlich sagen: Studieren ist ja gut, lernen. Man kann aber zu viel vom Guten haben. Wenn man zu viel lernt, dann gibt es Verbindung zu erlernter Hilflosigkeit. Also, dass man abschaltet, dass man oberflächlich lernt, dass man Burnout bekommt, Krankheiten, Lernschwierigkeiten. Aber jetzt sagt ihr vielleicht: Okay, das verstehe ich, zu viel ist natürlich nicht gut, aber was ist jetzt eigentlich zu viel? Uns wird gesagt, sowohl in den Ratschlägen, die Gott uns gegeben hat, als auch in der Forschung, dass wir die Zeit einteilen sollten. Und zwar soll die Zeit aufgeteilt werden, indem man Buchwissen sich aneignet und auch praktische Arbeit tut. Was bedeutet es, etwas zu teilen? Gibt es irgendwelche Mathematiker? Nein? Okay, I'll make it simple. Was ist 4 geteilt durch 2? Keiner hat 3 und 1 gesagt. Also, 4 geteilt durch 2. Man teilt etwas in gleiche Teile sozusagen. Stellt euch vor, ihr seid zu Hause, ihr seid alleine und ihr habt so ein ganz tolles Tortenstück. Veganer Torte. Und ihr denkt euch jetzt: Ich werde dieses Tortenstück essen. Ihr nehmt euren Teller, ihr nehmt euren Teller, ihr setzt euch an den Tisch und ihr seid gerade dabei, den Kuchen zu essen und ihr hört, wie es an der Tür klopft. Und es ist die Freundin, die direkt gleich reinkommt. Und bevor man den Kuchen noch verstecken kann, ist die Freundin schon da. Und sie sagt: Ah, du hast es geteilt. Lass es uns teilen. Und ihr sagt: Ja, ich dachte mir schon, dass du das sagen wirst. Okay, wir werden es teilen. Also, nimmst du einen anderen Teller, eine andere Gabel und ein Messer, um den Kuchen zu schneiden. Und ihr nehmt von dem Kuchen jetzt ganz kleine Stückchen und schneidet es ganz, so ganz sacht, so ein bisschen ab. Ein Tortenstück, das so dünn ist, dass man durchsehen kann. Und das tut ihr dann auf den Teller und gebt es eurer Freundin. Was wird sie sagen? Ich dachte, wir teilen den Kuchen. Und ihr sagt: Naja, ich habe es doch geteilt. Wovon redest du? Dann wird sie sagen: Du bist ein schlechter Mathematiker, weil das ist eine schlechte Teilung. Also, teilen bedeutet in zwei Teilen. Dann, also, wenn Gott sagt, wir sollen den Tag in Teilen, sowohl im Buchwissen als auch in praktischer Arbeit, dann meint das eigentlich die Hälfte.

[42:01] Punkt Nummer vier: Tests. Also, Lehrer mögen Tests, ich weiß. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, herauszufinden, wo jemand steht. Also, die Frage ist, ist Testen, ist ein Testschreiben wirklich gut fürs Lernen? Ich möchte das mit einer Geschichte illustrieren. Also, weil es ein fairer Test sein soll, muss jeder denselben Test machen. Bitte steigt alle auf diesen Baum. Wer wird hier Erfolg haben? Wer wird versagen?


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.