In dieser Folge von „Das Klassenzimmer der Übrigen“ beleuchtet Joshua White die tiefgreifenden Auswirkungen von elektronischen Geräten und Medien auf die Entwicklung von Kindern. Er untersucht die Risiken von Mediensucht, die negativen Folgen für die körperliche und geistige Gesundheit sowie die Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten. Die Diskussion reicht von der Abhängigkeit und den gesundheitlichen Risiken bis hin zu den Auswirkungen auf das Gehirn und die Notwendigkeit einer bewussten Mediennutzung.
Das Klassenzimmer der Übrigen: 5. Bonusfolge – iChild
Joshua White · Das Klassenzimmer der ÜbrigenWeitere Aufnahmen
Serie: Das Klassenzimmer der Übrigen
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Transkript
[0:00] Herzlich willkommen zu unserem Programm iChild, wie die elektronischen Geräte unsere Kinder programmieren. Das ist ein Zusatzthema, das wir in der Gemeinde Stuttgart-Wangen gehabt haben über die wahre Erziehung, die wahre Bildung. Wir hatten dort keine Zeit, dieses absolut entscheidende Thema zu behandeln. Aber ich weiß, dass viele Eltern und auch Lehrer sich fragen, wie genau beeinflussen elektronische Geräte die Gehirne unserer Kinder. Wir können über sehr viele Dinge sprechen und wir können unter keinen Umständen alles ausschöpfen in diesem Programm, aber wir werden einige der wichtigsten Punkte gemeinsam ansprechen.
[1:05] Wir wollen uns zunächst einmal anschauen, wie momentan Medien genutzt werden. Eine Studie hat herausgefunden, dass Kinder mehr Zeit mit elektronischen Medien verbringen als mit jeder anderen Aktivität, mal abgesehen vom Schlaf, mit 75 Prozent der Kinder unter dem Alter von 8 Jahren, die ein Smartphone besitzen. Medien haben diese Generation im Sturm erobert. Die Medien sind ein Teil unseres Lebens, wir können das Leben ohne Medien gar nicht mehr richtig vorstellen. Aber vielleicht sagst du jetzt, naja, Moment mal, meine Kinder benutzen Medien gar nicht so viel. Ich hoffe, dass das so ist. Aber selbst wenn sie nur 20 Minuten mit Medien sich abgeben, ist es immer noch die Realität, dass sie mehr mit Medien sich beschäftigen, als das vor 50 Jahren der Fall gewesen wäre, denn das ist eine sehr neue Entwicklung. Also wir müssen nicht nur die Frage stellen, wie viel ist gut, sondern auch, was bewirkt schon ein wenig davon? Wir wollen das Ganze von einem sehr logischen Standpunkt aus betrachten. Medien haben ganz sicher Vorteile. Also sind Nutzen und Schaden in einem gewissen, also ist der Nutzen größer als der Schaden, oder wird der Schaden den Nutzen übertreffen?
[3:21] Oft fragen sich Menschen, ob die Medien einen pädagogischen Nutzen haben, oder gibt es da soziale Vorteile, wie ist es mit der Hand-Augen-Koordination? Man sagt, dass die Kreativität unterstützt wird, oder dass gute Werte vermittelt werden können. Können Medien diese Dinge tun? Ja, wahrscheinlich. Aber die Frage ist, gibt es andere Möglichkeiten, diese wichtigen Werte zu erwerben? Und wie haben Kinder genau diese Dinge gelernt, bevor es Medien gab?
[4:03] Also in dieser Präsentation wollen wir uns zehn Punkte anschauen, die zeigen, wie Medien die Kinder beeinflussen. Zunächst einmal wollen wir uns anschauen, welche große Abhängigkeit Technologie erzeugen kann. Medien sind außergewöhnlich, unglaublich stark. Sie ziehen uns förmlich an und wir können das oft gar nicht mehr unter Kontrolle halten.
[4:40] Ich möchte euch eine Geschichte erzählen von William. William war vier Jahre alt. Und um vier Uhr morgens kam er in das Schlafzimmer seines Vaters. Er hat seinen Vater aufgeweckt und gesagt, Papa, ich brauche das iPad. Also nicht, ich möchte, ich brauche es. Sein Vater hat William zurück ins Bett gebracht und gesagt, nein, William, du brauchst das iPad nicht, du musst zurück ins Schlafzimmer. Und der Vater hat dann den William ins Bett zurückgebracht und hat gesagt, nein, nein, du brauchst nicht das iPad, du musst jetzt schlafen. Aber um sieben Uhr morgens, als sein Vater aufgewacht hat, hat er das iPad neben seinem Bett verloren gefunden. Aber als der Vater dann um sieben Uhr morgens aufwachte, fand er, das iPad war nicht mehr an seinem Bett. Und er hat William im Wohnzimmer gefunden, das iPad zu spielen. Und er fand William, der im Wohnzimmer an diesem iPad Spiele spielte. Und anhand des Batterieladestandes, des Akkustandes konnte man sehen, dass er schon seit zwei Stunden Spiele gespielt hatte. Das war nicht das erste Mal, dass William so etwas getan hatte. Und als später die Eltern sich nochmal Gedanken gemacht haben über das, was William getan hatte, da war ihnen aufgegangen, dass William zu einem iPad-Abhängigen geworden war.
[6:10] Jetzt sagt ihr vielleicht, das ist ja verrückt, ich habe von Drogenabhängigen gehört. Ich habe gehört, dass Leute vom Alkohol abhängig geworden sind. Aber vom iPad abhängig sein? Es war so verrückt, wie das klingt. Es gibt jetzt eine medizinisch diagnostizierbare Kategorie von Abhängigkeit. Abhängigkeit, die genauso stark sein kann, wie irgendwelche Drogenabhängigkeiten. Und das ist die Mediabhängigkeit.
[6:47] Eine Studie hat herausgefunden, dass schon Kleinkinder so abhängig, so süchtig nach Medien sein können, dass sie eine Therapie brauchen. Kinder mit vier Jahren sind schon dermaßen abhängig von Smartphones, dass sie psychologische Betreuung brauchen. Psychologische Betreuung. Dieser Artikel erwähnt einen Arzt im Vereinigten Königreich, Dr. Graham. Und Eltern bringen ihre Kleinkinder zu seiner Klinik, bezahlen Tausende von Dollar und bezahlen Tausende von Dollar, sodass ihre Kinder eine 28-tägige digitale Entziehungskur machen können. Dieser Arzt hat gesagt, junge Technologiesüchtige litten an ähnlichen Symptomen und Entzugserscheinungen wie Alkoholiker oder Heroinsüchtige, wenn ihnen ihre Geräte weggenommen wurden.
[8:01] Ich möchte einen anderen Spezialisten vorstellen. Sein Name ist Dr. Niklas Kardaras. Er ist einer der ganz großen Suchtexperten in der Welt. Er hat viele Jahre mit schwierigen Suchtfällen im Bereich der Drogen gearbeitet. Und er hat sich jetzt in der Vergangenheit auch mit Mediensucht beschäftigt. Und hier wollen wir uns ein Zitat anschauen. Nun, ich bin mir sicher, dass keiner von euch euren Kindern Heroin gibt. Aber hier geben wir ihnen etwas freiwillig, was sogar noch abhängiger machen kann als Heroin. Das ist eine ganz ernste Angelegenheit, da sollten wir wirklich mit Sorgfalt darauf achten.
[9:14] Also, welche Symptome würde man beachten, wenn man jetzt so eine Mediensucht diagnostizieren wollte? Man würde zuerst mal so ein Rückziehen, einen Rückzug beobachten. Man würde auch sehen, wie sich so eine Toleranz aufbaut. Oft geht es einher mit dem Verlust des Interesses an anderen Aktivitäten. Kinder, die früher gerne draußen gespielt haben, Ball gespielt haben. Jetzt wollen sie nur noch die Zeit mit Medien verbringen. Auch ein Mangel an Kontrolle kann beobachtet werden. Auch, dass sie lügen oder auch das Vermeiden, darüber zu sprechen, dass sie die Medien benutzen. Es kann ein Mittel sein, der Realität zu entfliehen. Und auch große Gelegenheiten und Chancen werden dann nicht genutzt. Wenn wir diese Symptome anschauen, dann realisieren wir, dass Mediensucht sogar viel verbreiteter ist, als wir das vielleicht zugeben möchten.
[10:41] Also die Frage ist dann, was sind so die aktuellen Empfehlungen? Woher wissen wir, wie viel eigentlich okay ist? Das ist nicht so einfach zu beantworten, weil es davon abhängt, wen man genau fragt. Nicht alle Forschungsorganisationen stimmen überein, wie viel eigentlich so in Ordnung ist. Also ich denke, die besten Forschungsergebnisse, die wir finden, zeigen uns keinerlei Medienkonsum bis zum 8. Lebensjahr.
[11:28] Vor kurzem ist dieser Artikel hier erschienen. Da heißt es 10 Gründe dafür, warum man tragbare Geräte für Kinder unter 12 Jahren verbieten sollte. Sie hat sogar dafür plädiert, dass es illegal werden sollte, dass ein Kind unter 12 Jahren Medien benutzen sollte. Und sie hatte ziemlich gute Gründe dafür. Sie sprach über das sehr schnelle Wachstum des Gehirns in der frühen Kindheit. Ganz früh in der Kindheit sehen wir Dinge wie Spiritualität. Da die Erkenntnis wie Ursache und Wirkung zusammenhängen. Emotionen, Beziehungen, Verhaltensmanagement, Sprache, Gedächtnis, moralisches Urteilsvermögen und Gewissen. Das ist eine ziemlich bedeutende Liste. Wir wollen nicht, dass Kinder diese wichtigen Charaktereigenschaften fehlen. Und Studien zeigen, dass für diese wichtigen Eigenschaften die Fundamente im Gehirn in den ersten sieben Lebensjahren gelegt werden. Wir wollen also nicht die Zeit, die eigentlich zur Charakterbildung genutzt werden sollte, ersetzen durch einen Medienprodukt.
[13:02] Ein anderes Problem, das diese Ärztin angesprochen hat, war verzögerte Entwicklung. Jedes dritte Kind kommt in die Schule mit einer verzögerten Entwicklung. Es ist zurückgeblieben. Und ein großer Kausalfaktor ist, dass die Kinder, die in die Schule kommen, einen Mangel an Bewegung und körperlicher Übung haben. Bewegung ist absolut notwendig für die Entwicklung eines Kindes. Wenn man nur am Fernseher sitzt oder am Smartphone, bekommt man nicht viel Bewegung. Studien belegen auch, dass Kinder, die viele Medien konsumieren, eine größere Fettleibigkeit zeigen.
[13:59] Studien haben auch gezeigt, dass es da eine hohe Rate an Schlafent zügen gibt. Das geht also fast mit dem Mangel an Bewegung. Wenn Kinder so viele Medien gebrauchen, wird es ihnen schwerfallen, genügend Schlaf zu bekommen. Interessant ist, dass eine Studie gezeigt hat, dass 75% der Kinder chronisch schlafent zügt sind. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass ungefähr 75% der Kinder schlafent zügt sind. Aber es gibt auch Studien, die zeigen, dass 75% der Kinder chronisch schlafent zügt sind. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass ungefähr 75% der Kinder chronisch schlafent zügt sind.
[15:08] Andere Gründe, warum Kinder unter zwölf Jahren eigentlich keine Medien gebrauchen sollten, sind mentale Störungen, die dort auftreten können. Höheres Maß an Aggression. Höhere Raten an ADHS-Hyperaktivitätsstörungen. Natürlich, wie schon angesprochen, der Suchtfaktor, die Abhängigkeit. Als auch die Belastung durch Strahlen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Smartphones als Karzinogen eingestuft, aufgrund der Strahlenbelastung. Und Kinder sind dem wahrscheinlich noch mehr ausgeliefert, etwas sensibler dafür als Erwachsene.
[15:58] Was sind also die aktuellen Empfehlungen? Es hängt, wie gesagt, davon ab, wen man fragt. Wenn man aber das Ganze von einer präventiven Seite aus betrachten möchte, dann wird man für Kinder unter zwölf Jahren das sehr einschränken oder ganz ausschließen.
[16:28] Ein anderer Punkt dieser ganzen Diskussion sind die Gesundheitsrisiken, die mit Medien einhergehen. Der Gebrauch von Medien ist verbunden worden mit Fettleibigkeit. Und Rauchen, Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum, niedriges schulisches Leistungsniveau, Sexualverhalten, Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität. All of these were a result of a meta-analysis-study that was done by the Common Sense Media Foundation. The Common Sense Media Foundation, a meta-analysis. And they looked at 173 different studies. They compiled the results of all of these. And they found these symptoms as a result of higher media use in children.
[17:31] But now, it's not just our eyes that are damaged. I'm sorry, it's not just our bodies that are damaged. Our eyes also are damaged. Our eyes also receive some damage from media use. And there are different reasons for this. One of the most significant is the lack of time spent outdoors. Studies have found that children who spend less time outdoors were at a greater risk of developing myopia. Myopia is the most common eye problem in the world. More commonly known as nearsightedness. Another factor is the fact that the screen is often very close to the eyes. When you see somebody using a smartphone, are they holding it way out in the distance? No, most commonly it's up close to the eyes. And when we look into the distance, our eyes are somewhat relaxed. But as we bring something closer to the eyes, be that reading or the screen, it causes a stress on the eye. And long periods of that can help develop myopia.
[19:16] But probably the most significant eye damage caused by screen is something known as blue light. Light exists on a spectrum. On one side of the spectrum, we have red light. Which is long wavelength and low energy. As we move across the spectrum towards the blue light, the blue light is reflected off the screen. The problem with this is that our screens have a high concentration of this high energy blue light. The problem is that the image in a high concentration of blue light is reflected off the screen. And the blue light is reflected off the screen. The problem is that the image in a high concentration of blue light is reflected off the screen. Blue light penetrates the entire eye, up to the retina on the back of the eye. So the screens are made to have a high concentration of this kind of light. And laboratory studies have shown that blue light penetrates the entire eye, up to the retina on the back of the eye.
[21:02] I was doing a seminar recently. There was an eye doctor in the audience. She was a research doctor and she said, I just want people to understand that the eye problems we are seeing as a result of the screens, especially blue light, these eye problems are permanent. We have no treatment available for them.
[21:39] Now, it's not just the eyes that are affected, though. It also affects our circadian rhythms. Let me clarify. Blue light is not bad light. In fact, this type of light helps us stay alert. It helps improve our mood, helps our memories. It also is vital for maintaining our body's circadian rhythm. And yet here we find another problem with the blue light coming from the screens. Sunlight actually has a lot of blue light in it. Especially early in the morning. So imagine, you get up in the morning, you go outside, you're getting lots of sunlight. And your body says, ah, blue light, it must be time to wake up. But now, what happens if you're going to bed and you're spending time on your smartphone? Your body says, ah, blue light, time to wake up. But of course, it's not time to wake up, you need to go to sleep. So many people do notice that if they spend a lot of time on a screen before they go to sleep, that they will not sleep as well or maybe struggle to go to sleep. But studies find, even if you don't notice it, it will negatively affect your sleep cycles.
[23:31] Now of course, I realize that you can't escape media. Some of us need it for work. How can we help avoid this damage? First of all, to utilize the blue light filters that many devices have. As well as to do the computer work and the phone work in the morning whenever possible. And if possible, you should do computer and phone work especially in the early morning.
[24:10] And now comes the fifth point about the media. These are interactive media. Many people think, well, if the media are interactive, then it must be okay. Although a study recently found out that interactive screen use is more harmful than television. This article was done by a pediatric psychiatrist, Dr. Victoria Dunkley. She has for many years done treatment on children with behavioral problems. And what she found out, is that she often had to remove the television in the therapies. Then she did a bit of research and looked at which media are the worst and have the biggest consequences for behavior. She found that the active media such as texting and computer games were actually far worse in their effects than even television.
[25:46] Now, we all know that television is bad. Many parents tell me when I do these seminars that we took the television away. But studies are showing that the other kinds of media may even be worse. Part of Dr. Victoria Dunkley's research found that already 30 minutes of time with the computer or computer games caused a disturbed sleep and fatigue during the day, for which two hours or more television were needed to achieve similar effects. In other words, you only had to work on the computer for 30 minutes or play computer games and had the same negative consequences as with two hours of television. And she said that a mere restriction of consumption is often not enough to stop this cycle.
[26:57] Wir kommen zu unserem 6. Punkt. Und das ist eine Forschung von einer Doktorin namens Jane Haley. Wir gehen über 8 Punkte aus ihrem Buch, Endangered Minds. Sie redet darüber, wie die Medien Kinder überstimulieren und eine passive Abweichung erzeugen. Überstimulation ist in Verbindung mit verschiedenen Problemen wie z.B. hoher Irritierbarkeit und verschiedenen anderen Dingen. Medien sind auch dafür verantwortlich, dass es Aufmerksamkeit und Hörprobleme gibt. Es werden Fertigkeiten betont, die dann aber für das Lesen und Hören nicht so wirklich nützlich sind. Es erfordert weniger geistige Anstrengung als Lesen. Und es verkürzt die Zeit, die Kinder bereit sind, aufzubringen, um Probleme zu lösen. Und der Punkt 6, den Dr. Haley hier beschreibt, ist, dass das Gehirn auf eine künstliche Art und Weise manipuliert wird, um aufmerksam zu sein. Das Gehirn wird quasi von einem Gehirn auf eine künstliche Art und Weise manipuliert, um aufmerksam zu sein. Das Gehirn wird quasi gezwungen, aufmerksam zu sein. Diesen Gedanken wollen wir kurz im Gedächtnis behalten, dass hier die Aufmerksamkeit quasi erzwungen wird. Das wird uns gleich nochmal beschäftigen, wenn es so um Aufmerksamkeitsdefizite Probleme gibt. Es reduziert die neurale Passivität und die Fähigkeit des Gehirns, aktiv auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Und letztendlich spricht sie hier spezifisch über die Television, aber wir wissen, dass andere Medien einen ähnlichen Effekt haben. Das ist eine neurologisch abhängig machende Wirkung auf das Gehirn, indem es die Frequenzen von elektrischen Impulsen auf eine solche Art und Weise verändert, dass aktive mentale Prozesse blockiert werden. Hypnotisch.
[29:48] Was meint hypnotisch? Kann man etwas wirklich gründlich durchdenken, was einem gesagt wird, wenn man unter Hypnose steht? Nein, also wenn man im Zustand der Hypnose ist, dann nimmt man alles, was einem gesagt wird, als Wahrheit an. Das ist ein Risiko, das wir nicht einnehmen wollen. Und wir wollen oft die Nachrichten, die den Medien uns gegeben werden, nicht als Wahrheit annehmen. Wir wissen als Christen, dass das oft nicht gesund wäre. Aber das bringt uns zu einem wirklich glücklichen Stil. Das Fernsehen hat einen... Entschuldige, das war nur eine Frage.
[30:36] Eltern kommen mir oft und sagen, du hast meinen besten Babysitter weggenommen. Nichts hält mein Kind so vor wie das iPad. Und ich sage, du hast absolut recht. Ich sehe es oft, wenn ich reise, wenn ich am Flughafen bin. Da sieht man das Kind, das schreit und nicht still sitzen kann. Und die Mama kann das Kind nicht beruhigen. Also bringt sie das Smartphone heraus und gibt es dem Kind. Und Momente später ist das Kind völlig hypnotisiert. Ja, die Aufwärtssamkeit ist gefesselt. Es ist sogar so gemacht, dass es funktioniert. Aber nur weil die Aufmerksamkeit gehalten wird, heißt es nicht, dass es gut ist.
[31:38] Und das bringt uns zum siebten Punkt. Aufmerksamkeitsdefizite. Es gibt sehr viel Forschung auf diesem Gebiet, es gibt sehr viele Verbindungen, die zwischen Medien und Aufmerksamkeitsdefizitstörungen gesehen werden. Aber wir machen es einfach. Medien sind so konzipiert, dass die Aufmerksamkeit eines Kindes gefangen genommen wird. Also sagt man jetzt vielleicht, was ist das Problem? Also wenn die Aufmerksamkeit doch genommen wird, wie kann das dann ein Aufmerksamkeitsproblem erzeugen? Das Problem ist, sie üben gar nicht, wie man Aufmerksamkeit gibt. Denn etwas anderes, in dem Fall, die Medien nehmen ihre Aufmerksamkeit gefangen. Wenn sie jetzt außerhalb dieser Medienumwelt sind, können sie sich nicht mehr fokussieren.
[32:52] Ein Zitat von Dr. Jane Haley. Also hier geht es genau um das Erzwingen der Aufmerksamkeit. Also die Kinder sind nicht diejenigen, die selbst Aufmerksamkeit erzeugen. Wie geschieht das? Studien haben gezeigt, dass der erfolgreichste Weg, um die Aufmerksamkeit der Zuseher auf ihre Botschaften zu lenken, der ist, sich die instinktiven Reaktionen des Gehirns auf Gefahrenmomente zunutze zu machen. Also das sind instinktive Reaktionen auf Gefahr. Weiter heißt es hier, die meisten Kinderprogramme sind mit der Absicht konzipiert, aus diesen unwillkürlichen Reaktionen Kapital zu schlagen. Also unwillkürlich. Nicht die Kinder bringen Aufmerksamkeit auf, sondern die Medien nehmen ihre Aufmerksamkeit gefangen.
[34:14] Das müssen wir ein bisschen genauer beschreiben. Das sind die instinktiven Reaktionen des Gehirns auf Gefahr. Das sind drei Dinge vor allem. Lauter Lärm, schnelle Bewegungen und helle Farben. Wenn ihr jetzt dieses Video anschaut, und hinter uns hier auf der Bühne eine Maus entlang rennen würde, würden eure Augen jetzt bei uns bleiben oder würden eure Augen nicht vielmehr auf die Maus sich richten? Und der Garantie, würdet ihr die Maus beobachten? Also ich war vor kurzer Zeit auf einer Konferenz und ich habe dieses Beispiel einige Zeit schon gebraucht, aber es ist dann tatsächlich auch passiert. Eine Maus ist über die Bühne gerannt. Und es ist wahr, jeder Kopf hat sich auf diese Maus konzentriert. Warum? Weil es sich bewegt hat. Und wenn, als du die Maus siehst, ich plötzlich umdrehe, ist deine Aufmerksamkeit wieder auf mich zurückgegangen, weil ich jetzt diejenige bin, die umdreht. Das ist Teil unserer Instinkt. Das ist Teil unserer instinktiven Reaktion auf Gefahr. Das ist für unsere Sicherheit gemacht.
[35:46] Wenn, während ich hier stehe, jemand aus der Tür kommt und einen Ball auf mich wirft, werde ich da erstmal ein paar Momente hinschauen? Nein, ohne darüber nachzudenken, werde ich mich bücken. Wenn du dir vorstellst, dass du die Straße entlang gehst und man geht so an einer Tür vorbei und im Eingang ist ein Hund. Ein großer Hund. Aber er schläft da nur, also geht man dran vorbei. Aber dann bemerkt man so aus dem Augenwinkel eine Bewegung. Und man hört das Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Und man hört das Grrr. Und er rennt unter die Münder mit dem Maul offen. Jetzt? Was machst du jetzt? Das ist ein Hund. Nein. Du wirst rennen. Du wirst laufen. Vielleicht würdest du fliegen wenn du konntest. Man handelt erst, und denkt dann später. Das ist die natürliche Antwort des Gehirns auf Gefahr.
[37:12] Medienentwickler wissen das. Und so programmieren sie Medien, dass immer und immer und immer wieder unsere Aufmerksamkeit gefangen genommen wird. Wenn Kinder in diese Umwelt gebracht werden, wo sie immer und immer gezwungen werden aufmerksam zu sein, dann können sie irgendwann gar nicht mehr selbst Aufmerksamkeit aufbringen. Um es einfach auszudrücken. Wenn Kinder konditioniert werden zuzulassen, dass etwas anderes ihre Aufmerksamkeit fesselt, verlieren sie die Kontrolle über ihre eigene Aufmerksamkeit. Es gibt also ganz viel wissenschaftliche Forschung dazu. Aber die Realität ist, wenn wir nur darüber nachdenken, es macht Sinn, dass Medien Aufmerksamkeitsdefizite hervorbringen.
[38:10] Wie es Dr. Dimitri Christakis so wunderbar erklärt hat. Das Gehirn wird konditioniert, sich auf ein hohes Maß an Input zu gewöhnen, besteht die Gefahr, dass die Realität einfach langweilig wird. Also das ist nicht Echtzeit. Was ist also surreale Zeit im Englischen? Das bedeutet heutzutage in den Medien schneller als die Realität. Wir stellen uns vor, wie man eine Szene anschaut, wie ein Mann zu einem Restaurant geht. Es geht also so, dass man ihn in seinem Heim sieht. Er sagt Hallo. Man folgt ihm, als er seine Schuhe anzieht und seinen Mantel anzieht. Und dann schließt er die Tür ab. Und dann folgt man ihm, wie er die Straße entlang geht. Und wie er in das Restaurant hineingeht. Und wie er sich hinsetzt. Und wie er sein Essen bestellt. Und wie er auf das Essen wartet. Und wie er dann das Essen isst. Zeigen Medien das in realer Zeit? Nein, die Wahrheit ist, dass er zu Hause ist. Man sieht ihn in seinem Haus, wo er Hallo sagt. In der nächsten Szene ist er schon auf der Straße. Und in der nächsten Szene sitzt er im Restaurant. Und in der nächsten Szene ist das Essen schon da. In zehn Sekunden ist die ganze Szene schon fertig. Das ist surreal. Das ist schneller als Echtzeit. Und wenn wir Kinder auf das konditionieren, ist die wahre Realität langweilig. Wenn Kinder Aktivitäten abseits des Bildschirms als langweilig bezeichnen, dann sollte das für Eltern und Lehrer ein Alarmsignal sein, das Kind hat sich an ein unnatürliches Maß an Stimulationen gewöhnt. Habt ihr Eltern das schon vorher mal gehört? Kinder, die sich beschweren, dass eine andere Aktivität langweilig ist? Das sollte eine Warnung sein, dass sie sich an etwas gewöhnt haben, was nicht wirklich aus dieser Welt ist.
[40:52] Ich würde gerne ganz kurz über Spiele reden. Computerspiele sind das ultimative Level, wenn es um Aufmerksamkeit bei Medien geht. Die Art der Konzentration, die Kinder für Videospiele und Fernsehen mitbringen, ist nicht die Art, die sie benötigen, um in der Schule oder sonst irgendwo im realen Leben erfolgreich zu sein. In anderen Worten, diese Computerspiele tun gar nichts darin, Kinder auf das wirkliche Leben vorzubereiten.
[41:32] Wusstet ihr, dass Entwickler von Computerspielen tatsächlich sogar medizinische Fachkräfte anstellen? Individuen, die ihnen helfen, die Spiele zu konstruieren. Man würde ja denken, dass diese medizinischen Fachkräfte angestellt werden, um sicherzustellen, dass es gesund ist. Aber nein. Sie werden angestellt, um es so süchtig und adrenalinsteigernd wie möglich zu machen. Hört mal zu. In den letzten Jahren starten Teens, die Spiele im Beta-Stadium testen, mit galvanischen Hautreaktoren, EKG und Blutdruckmessgeräten aus. Wenn das Spiel seinen Blutdruck nicht auf 180 über 140 erhöht, gehen sie zurück und optimieren das Spiel, um es adrenalinvoller wirken zu lassen. Also ein Blutdruck auf 180 über 140 ist tatsächlich wirklich gefährlich. Aber das wollte man dann so. Und es wird dann süchtig.
[42:46] Eine weitere Verbindung mit dem Schmerzfaktor ist die Rolle von Dopamin. Dopamin ist das gut fühlende Chemikal in deinem Gehirn. Es ist gut, es gibt nichts falsch damit. Wenn du Zeit mit deinen Freunden hast oder eine Aufgabe erledigt hast, wenn man gutes Essen gegessen hat, dann kriegt man ein bisschen Dopamin. Das ist ganz toll. Aber auch Medien fördern eine Aufschüttung von Dopamin. Jedes Mal, wenn dein Handy ding macht, kriegt man ein bisschen Dopamin. Wenn jemand deinen Facebook-Post oder auf Instagram etwas liked, dann kriegst du Dopamin. Jedes Mal, wenn man etwas in einem Videospiel erreicht hat, kriegt man etwas Dopamin.
[43:56] Das Problem ist jetzt, wenn das Gehirn durch die Medien ständig Dopamin und Dopamin und Dopamin bekommt, dann sagt das Gehirn irgendwann, ich brauche nicht mehr so viele Rezeptoren. Es schließt die Rezeptoren ein, um es einfach zu machen. Aber jetzt braucht man mehr Dopamin, um das selbe gute Gefühl zu bekommen. Jetzt muss man eine intensivere Form der Medien konsumieren. Man muss mehr Texte senden. Mehr Facebook-Updates. Man muss intensivere Spiele spielen. Jetzt kriegt man noch mehr Dopamin und sagt das Gehirn, ich kann noch mehr Rezeptoren abschalten. So ein Zyklus beginnt jetzt. Wir brauchen immer mehr intensivere Medien, um denselben Wohlfühleffekt zu bekommen.
[45:06] Eines der wichtigsten Ursachen, damit Dopamin ausgeschüttet wird, ist, wenn eine Aufgabe erledigt ist. Spielgestalter, die so Spiele entwickeln, verstehen das. Selbst die einfachsten Spiele wie Minecraft sind so gestaltet, dass man dieses Wohlfühl-Dopamin-Chemikal bekommt, weil man etwas geschafft hat. Und es wird dann süchtig machen. Ich habe vor kurzem einen Forschungsbeitrag gelesen, der sagt, dass Minecraft möglicherweise das süchtig machendste Spiel überhaupt ist. Viele Eltern denken, das ist doch völlig harmlos. Aber die Entwickler haben uns dahingehend getäuscht, dass wir denken, es ist harmlos, sodass wir für das Dopamin desensibilisiert werden. So dass wir sehr bald auch die intensiveren Videospiele kaufen werden. Die gewalttätigen.
[46:26] Was sollten wir also tun? Die Lösung besteht darin, zunächst einmal zu verhindern, dass dir ein 4-, 5- oder 8-jähriges Kind von den Bildschirmen abhängig wird. Das bedeutet Lego statt Minecraft, Bücher statt iPads, Natur statt Fernsehen.
[46:44] Es gibt viele weitere Studien, die wir uns anschauen können. Eine studiere ich hier. Hier das Journal für Pädiatrische Psychologie. Die American Association of Pediatrics. Die Amerikanische Akademie für Pädiatrik. Dr. Dimitri Christakis. Verschiedene Artikel hier. Viele berühmte Studien von Universitäten. Der Punkt ist, wir brauchen nicht mehr Forschung. Das Urteil ist schon draußen. Wir wissen, dass Medien ein ganz entscheidender Grund sind für Aufmerksamkeitsdefizitprobleme. Wie Hermann Maurer so toll das ausgedrückt hat, wir bewegen uns auf ein globales Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom zu.
[47:52] Punkt Nr. 8. Digital Dementia. Digital Dementia. Ich bin mir sicher, wir alle kennen Dementia. Aber in welchem Alter kommt Dementia? Normalerweise später im Leben. Studien haben aber in Südkorea und den Vereinigten Staaten gezeigt, dass ungefähr 50% der Bevölkerung von Gedächtnisverlust beeinträchtigt sind. So wie bei Demenz. Aber es sind nicht die älteren Menschen der Bevölkerung. Es sind die jüngeren. So 18-29. Sie haben gefunden, dass die älteren Menschen die Dementia-Dementia-Dementia-Dementia-Dementia-Dementia-Dementia-Dementia-Dementia-Dementia-Dementia. Sie haben eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten gefunden, die häufiger bei Leuten zu beobachten ist, die eine Kopfverletzung erlitten haben oder an einer psychischen Erkrankung leiden. Eine Studie hier der Universität von Kalifornien in Los Angeles hat gezeigt, dass etwa 14% von jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren über Gedächtnisprobleme klagten. Und das ist der Grund, warum wir Dinge vergessen. Es ist nicht nur ein psychologisches Problem, dass wir Dinge vergessen. Es verändert physiologisch das Gehirn. Und als die Rechercherer das angeschaut haben, haben sie bemerkt, dass es sehr verbunden ist mit unserem Medienverwendung. Und wenn Forscher sich das genauer anschauen, haben sie eine starke Verbindung zum Mediengebrauch. Individuen, die sich von diesen Technologien sehr abhängig machen, können eine Verschlechterung der Hirnleistung erleiden, wie zum Beispiel eine Funktionsstörung des Kurzzeitgedächtnisses.
[49:48] Manfred Spitzer hat es vielleicht am deutlichsten ausgedrückt. Viele Kinder prägen sich nichts mehr ein, weil sie es ja einfach googeln können. Das hat aber nicht nur was mit Kindern zu tun, oder? Wer von uns kann sich noch 20 Telefonnummern merken? Also ich bezweifle, ob viele von uns das noch können. Also ich kann es nicht mehr. Wenn du ein richtig gutes Gedächtnis hast, kannst du vielleicht 5 merken. Vielleicht eher so 2. Manche wissen vielleicht nicht mal ihre eigene Telefonnummer. Aber bevor wir Smartphones hatten, hatten wir viele Telefonnummern auswendig gelernt. Aber jetzt haben wir alles im Smartphone gespeichert und müssen es nicht mehr merken.
[50:46] Ein anderes Beispiel. Viele Leute hatten einen sehr guten Sinn für Orientierung. Jetzt haben wir unsere Geräte, wo wir einfach mit dem GPS die Navigation haben. Wir erlauben, dass diese Geräte das Denken für uns übernehmen. Dadurch verringert sich unsere Gedächtnisleistung.
[51:20] Studien haben gezeigt, dass Übergewicht von Spielgeräten das Balanceentwickeln des Gehirns zusammen mit Smartphones verhindert. Studien sind sehr deutlich darüber. Wir wissen das sehr genau. Die Frage ist immer noch, auf welche Seite des Gehirns er hält den größeren Schaden. Manche Forschungen zeigen, es ist die linke Seite der Hemisphäre, andere die rechte. Andere fokussieren sich auf den Frontallappen. Wahrscheinlich wird unser ganzes Gehirn geschädigt. Aber als ich diese Forschung gesehen habe, über die potenzielle Schädigung der rechten Gehirnhälfte, das hat mich aufmerksam gemacht, weil das sehr bedeutsam wäre.
[52:28] Was diese Forschung uns sagt, starke Nutzer laufen Gefahr, die linke Gehirnhälfte zu entwickeln, während die rechte ungenutzt oder unterentwickelt bleibt. Das Problem daran ist, Leute, die eine Schädigung der rechten Gehirnhälfte haben, haben normalerweise Probleme mit Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Lerne, Gedächtnis, Organisation, Einsicht und Orientierung. Außerdem haben sie eine schwache soziale Kommunikation, Schwierigkeiten beim Wahrnehmen und Ausdrücken von Emotionen und Schwächen im logischen Denkvermögen und in der Problemlösungskompetenz. Das ist schon schlimm genug. Und wir sehen vieles davon heute in der Gesellschaft, vor allem bei jungen Leuten, wo diese Symptome der Schädigung der rechten Gehirnhälfte auftauchen. Aber das Problem hört dann auch nicht mal auf. Studien zeigen auch, dass die rechte Gehirnhälfte sehr wichtig für unsere Spiritualität ist. Das ist kein Risiko, den wir nehmen wollen, ein Bereich des Gehirns für die spirituelle Kraft zu schädigen.
[53:54] Aber es ist nicht nur die rechte Gehirnhälfte. Unser zehnter Punkt ist Schädigung im anterioren singulären Kortex. Das ist ein Bereich, der im Frontallaben liegt. Und er ist für ganz entscheidende Funktionen verantwortlich. Auf dieser Liste möchte ich mich auf die letzten beiden Punkte konzentrieren. Fehlererkennung, also die Fähigkeit, zwischen Wahr und Falsch unterscheiden zu können. Und auch das Zentrum des freien Willens. Mit anderen Worten, das ist eigentlich der Teil des Gehirns, wo moralische Entscheidungen gefällt werden. Wir wollen nicht den moralischen, den Teil des Gehirns schädigen, wo uns moralische Entscheidungen gefällt werden.
[55:04] Wie hat das mit Medien zu tun? Es gibt etwas, das man als Medien-Multitasking bezeichnet. Hast du jemals mal eine SMS verschickt oder dein Smartphone benutzt, während du gleichzeitig ein Video angeschaut hast? Das ist die grundlegendste Form von Medien-Multitasking. Aber das ist nicht die einzige. Was wir oft finden, ist, dass wir auf dem Laptop verschiedene Projekte gleichzeitig tun. Vielleicht editieren wir ein Word-Dokument. Wir haben unsere Chatbox offen. Wir haben unsere E-Mails. Wir denken drüber nach, was wir auf Google suchen müssen. Es ist nichts für uns, vier, fünf Projekte gleichzeitig auf dem Laptop zu unternehmen. So machen wir es auch auf den Smartphones. Wir sind nicht lange auf einer App. Wir sind in der Mitte eines E-Mails und eine SMS kommt rein. Wir schauen uns kurz die Nachricht an und antworten schnell darauf. Jemand sendet uns eine WhatsApp-Nachricht. Wir müssen darauf antworten. Dann wollen wir das Wetter noch kurz anschauen. Das ist Medien-Multitasking.
[56:48] Man hat herausgefunden, dass Medien-Multitasking genau die Dichte der grauen Substanz im anterioren singulären Kortex schädigt. Eine höhere Medien-Multitasking-Aktivität wird in Verbindung gebracht mit einer geringeren Dichte der grauen Substanz im anterioren singulären Kortex. Eine geringe Dichte der grauen Substanz ist keine positive Sache, wenn man über das Gehirn redet. Das bedeutet, dass dieser Teil des Gehirns am Schrumpfen ist.
[57:28] Wir haben jetzt 10 Punkte gesehen, wie Medien das Gehirn beschädigen, vor allem in der Kindheit. Aber es gibt noch eine Frage, die wir uns anschauen wollen. Was ist mit Bildungsmedien? Viele Leute sagen, ich weiß, die Medien sind schlecht, aber die Bildungsmedien sind doch gut. Es gibt verschiedene Punkte, die wir anschauen wollen. Aber erstmal wollen wir uns angucken, ob Bildungsmedien überhaupt helfen.
[58:06] Es gibt zum Beispiel einen Schulbezirk in den USA, der sich entschlossen hat, ganz innovativ zu sein. Sie haben mehr als 30 Millionen Dollar ausgegeben und investiert für Bildungsmedien nur in ihrem Schulbezirk. Sie hatten die beste Erziehungssoftware, die beste Hardware, die besten Programme, die beste Ausbildung, die besten Lehrer, alles. Wenn es irgendjemanden gibt, der wirklich davon profitieren sollte, dann wäre es dieser Schulbezirk in Kyrene. Wie steht es mit ihnen? Sie fingen 2005 an. Da heißt es seit 2005, stagnieren die Ergebnisse beim Lesen und in der Mathematik in Kyrene, obwohl im gesamten Bundesstaat die Ergebnisse angestiegen sind. Also mit anderen Worten, überall um sie herum sind die Leistungen besser geworden. Aber dieser Schulbezirk, der so viel Energie in Bildungsmedien investiert hat, der ist immer noch auf dem selben Level. Sie haben dann den Vorsitzenden dieses Bezirkes gefragt, ob es einen Grund gibt, warum er so viel Geld ausgibt. Er sagte, mein Bauchgefühl sagt mir zwar, dass wir Wachstum haben, wir brauchen aber noch gültige Messinstrumente, die wir derzeit nicht haben. Ich bin keine Geschäftsperson. Aber ich glaube, Bauchgefühl ist ein schlechter Grund, 30 Millionen Dollar auszugeben.
[1:00:18] Wenn man sich in den ganzen USA das anschaut, in den Studien, die gemacht worden sind, auch auf der ganzen Welt, gibt es keine Studien, die in letzter Zeit auf die lange Sicht Bildungsmedien wirklich deutliche Verbesserungen bringen. Es gab eine Studie in den Vereinigten Staaten. Die 10 Millionen Dollar teure Studie von 15 Lernsoftwareprodukten für Bildungszwecke ist die bisher umfassendste bundesweite Untersuchung, die Methoden verfolgt, die das US-Unterrichtsministerium als wissenschaftlich seriös erachtet. Und was haben sie herausgefunden? Keine Unterschiede in der schulischen Leistung zwischen Schülern, und jenen, die mit anderen Methoden arbeiteten. Kein Unterschied. Es hat nicht besonders geholfen. Ein ganz intensives Forschungsprojekt, wo die ganze Software, die im ganzen Land benutzt wurde, untersucht wurde. Kein wirklicher Vorzug. Larry Cuban von der Stanford-Universität sagt, es gibt einen Mangel an Beweisen, für die Sinnhaftigkeit, für solche Zwecke auszugeben. Es gibt kein Beweismaterial, das eine bestimmte Trendlinie anzeigt.
[1:01:34] Es gibt einen Investor, der sehr viel Geld in Bildungsmedien investiert hat. Also wenn man etwas investiert, und man dann fragt, ob man es kaufen will, sagt man dann, nein, nein, kauf es nicht. Nein, natürlich, man wird doch versuchen, es zu verkaufen. Denn du weißt, wenn es verkauft wird, machst du selbst Geld damit. Also dieser Mann, der sehr viel Geld in Bildungsmedien investiert hat, wurde gefragt, ob es irgendeine Forschungsergebnisse gibt, die zeigen, dass es einen echten Vorteil von Bildungsmedien gibt. Und das ist, was er sagte. Die Datenlage ist recht dürftig, und es ist sehr schwierig zu argumentieren, wenn wir mit überzeugenden Daten aufwarten sollen. Das ist so das Beste, was er noch sagen konnte. Mit anderen Worten, es gibt keine bedeutenden Daten, die zeigen, dass Bildungsmedien in irgendeiner Weise einen Vorteil bringen.
[1:02:56] Aber vielleicht sagt man, ich habe doch von Studien gehört, die da Vorteile offenbart haben. Kurzzeitstudien. Also wenn man so Kinder hat, die so gelangweilt sind vom normalen Klassenraum, und man bringt jetzt diese neuen Medien, dann sind die ganz begeistert, und die werden aufmerksam sein. Und zu Beginn sieht man auch, wie die Testergebnisse ansteigen. Und dann werden so die Unternehmen, die so Bildungsmedien herstellen, darauf verweisen. Aber wenn man die Studien über viele Jahre dann weiterverfolgt, werden diese ursprünglichen Vorteile dann wieder verschwinden. Also soweit ich weiß, gibt es keine einzige Langzeitstudie, die Vorteile von Bildungsmedien bewiesen hat.
[1:04:08] Obwohl es keine Vorteile von Bildungsmedien gibt, gibt es ganz großartige Vorteile von einer Bildungsumgebung, wo es keine Medien gibt. Und da sind die Waldorfschulen ein gutes Beispiel. Also ich möchte die Waldorfschulen nicht empfehlen, aber da gibt es auch ein paar gute, interessante Punkte in ihrer Philosophie. Sie glauben, dass Kinder sich beteiligen sollten im Spiel, gestalterischer Arbeit, in Liedern, Spielen, Geschichten, Zeit im Freien, mit praktischen Tätigkeiten, Kochen, mit Saubermachen, mit Gartenarbeit. Das klingt eigentlich wie ein wirklich sehr gutes Bildungsprogramm. Ein Programm, das wirklich ganz praktisch auf das wahre Leben vorbereitet. Was aber am interessantesten an diesem Schulsystem ist, es gibt keine Medien. Sie erlauben bis zur 8. Klasse keine Medien, zumindest nicht in der Schule. Und sie ermutigen auch, es auch zu Hause nicht zu benutzen. Wie geht es den Schülern? Viele von ihnen sind sehr erfolgreich und gehen zu großen Universitäten. Also Medien, insbesondere Bildungsmedien, sind nicht nötig für akademischen Erfolg.
[1:05:48] Interessant ist, dass wir einige dieser Schulen in und um den Silicon Valley in Kalifornien finden. Das ist richtig. Die Technologie-Kapital hat tech-freie Schulen in der Schule. Warum? Hier heißt es, der Technologie-Chef von eBay schickt seine Kinder in eine Waldorf-Schule mit insgesamt neun Klassen. Dasselbe machen auch Angestellte von Silicon Valley-Giganten wie Google, Apple, Yahoo und Hewlett Packard. Also die Technologie-Chefs senden ihre Kinder zu Schulen, wo keine Medien erlaubt sind. Und Alan Eagle, er ist ein Computerwissenschaftler, der für Google arbeitet, sagt, ich lehne die Vorstellung grundsätzlich ab, dass wir technologische Lehrmittel in der Grundschule benötigen. Die Idee, dass eine App oder ein iPad meine Kinder besser lesen oder Rechnen lehren könnte, ist lächerlich. Und Chris Anderson, der Geschäftsführer von 3D Robotics, sagt, meine Kinder bezichtigen mich und meine Frau Tyrannen zu sein und uns hinsichtlich der Technologien viel zu viele Gedanken zu machen. Und sie sagen, dass keiner von ihren Freunden dieselben Regeln habe. Das liegt daran, dass wir die Gefahren dieser Technologien aus eigener Erfahrung kennen. Ich habe das an mir selbst erlebt und ich möchte nicht, dass dasselbe mit unseren Kindern passiert.
[1:07:18] Mit anderen Worten, diese Menschen, die die Medien gestalten, die kennen die Resultate. Sie wissen, wie das Gehirn von Kindern beeinträchtigt wird. Und sie sagen, wir wollen unsere Kinder nicht dem aussetzen. Zu einer Zeit, als Apple Computer die iPads für Kinder in der Schule dafür wartete, und sagte, das würde unsere Erziehungsprobleme, unsere Bildungsprobleme lösen, da haben dann Reporter den Steve Jobs gefragt, was dann seine eigenen Kinder über das iPad dachten. Er sagte, sie haben es, das iPad, nicht benutzt. Kann das etwas die Motivation hinter dieser Industrie erklären? Die Menschen, die es verkaufen, diejenigen, die werben dafür, dass es in der Bildung von Kindern benutzt wird, sagen, nein, wir lassen unsere eigenen Kinder es nicht benutzen. Es geht ums Geld, nicht darum, dass den Gehirnen wirklich einen Vorteil verschafft wird.
[1:08:46] Wie lernen sie dann? Wie sollen sie die Technologie benutzen können, wenn man sie nicht schon im frühen Alter darauf vorbereitet? Unser Computerwissenschaftler von Google sagte, es ist super einfach. Es ist, als würde man den Gebrauch von Zahnpasta lernen. Auf allen anderen Plätzen machen wir die Verwendung der Technologie so idiotensicher einfach wie möglich. Es gibt keinen Grund anzunehmen, weshalb Kinder den Umgang damit nicht auch in späteren Jahren erlernen können.
[1:09:20] Ich habe einen Freund, der arbeitet in einer Dorfschule in Afrika. Seine Schüler haben jetzt nicht viel Kontakt mit Medien. Eines Tages hat er zufällig sein Smartphone im Klassenzimmer vergessen. Er kam ein paar Stunden später zurück, um sein Handy zu bekommen. Er fand Selfies darin. Die kleinen Dorfkinder. Sie hatten das Handy gefunden, die Kamera eingeschaltet und haben dann angefangen, alle möglichen lustigen Bilder zu machen. Es ist wirklich idiotensicher. Man braucht da nicht viel Ausbildung, um diese Medien gebrauchen zu können.
[1:10:14] Die Realität ist, dass Technologie eine Verwirrung ist, wenn wir Literatur, Numeratur und kritische Denken benötigen. Er weiß sich als Störfaktor, wenn es darum geht, sich Lesen, Schreiben, Rechnen und kritisches Denken anzueignen.
[1:10:30] Um das Ganze zum Abschluss zu bringen, wir wollen uns anschauen, was ist der Unterschied zwischen dem Schirm und der Realität. Wir haben viele Fakten und Zahlen und Forschungsergebnisse gesehen. Aber lass uns mal einen Moment denken. Wie war die Kindheit mal? Kinder haben mal draußen gespielt, sie hatten genug körperliche Bewegung, sie waren eine Hilfe bei der täglichen Arbeit im Haus und im Freien. Sie haben durch erkunden gelernt, sie haben die Folgen im realen Leben selbst erfahren und haben mit Bleistift, Papier, Schulbüchern und einer Lehrperson gelernt. Ist das nicht wahr? So war doch die Kindheit früher, oder? Das war einfach, das war reales Leben. Aber jetzt haben wir das beiseite geschoben und haben es mit Medien ersetzt. Anstatt, dass sie jetzt im Freien spielen, spielen sie jetzt am Tablet, am Smartphone. Anstatt, dass sie genügend körperliche Bewegung haben, sitzen sie jetzt die ganze Zeit. Die Arbeit wird meistens ersetzt durch Unterhaltung, die an Bildschirmen stattfindet. Anstatt, dass sie durch erkunden lernen werden, wird ihnen vorgebackene, vorgekaute Kreativität vorgenommen. Jemand hat sich schon vorgestellt, was sie in den Medien anschauen sollen. Anstatt die Folgen im realen Leben zu erfahren, kann man einfach nochmal von vorn anfangen. Und statt den Schulbüchern und den Papieren ist es jetzt E-Books und interaktive Whiteboards und Lernspiele. Welche Seite ist besser? So wie es gewesen ist, oder wie das moderne Kind es jetzt erlebt?
[1:12:38] Man könnte viel Zeit damit verbringen, die Forschungsergebnisse zu präsentieren, warum draußen spielen besser ist. Warum frische Luft gesünder ist. Warum Kinder Sonnenschein brauchen. Selbst der Nutzen davon, wenn man im Schlamm spielt. Der Vorteil, wenn man im Garten sich bewegt. Der Nutzen von ganz nützlicher Arbeit. Die Art und Weise, wie es gewesen ist, ist weitaus gesünder für das Gehirn. Es ist besser für die Glücklichkeit der Kinder. Und es würde viele Probleme, die wir heute bei Kindern sehen, verhindern. Erinnert euch daran. Wenn dein Kind ein Smartphone bedienen kann, dann kann es spielend leicht jeden der oberen Gebrauchsgegenstände bedienen. Genauso wie die Kindheit früher gewesen ist, oder? Es ist kein Kindesmissbrauch, wenn man ihnen sagt, dass sie ihren Abwasch machen sollen oder ihre Kleider waschen sollen. Wahrer Kindesmissbrauch ist, wenn man ihnen unbeschränkten Zugang zum Smartphone gibt.
[1:14:20] Jetzt haben wir uns viel auf die Kinder fokussiert. Aber es geht ja nicht nur um die Kinder. Die Eltern haben auch Nachteile. Die Medien halten oft die Eltern von dem wichtigen Job der Eltern. Viele Kinder protestieren jetzt. Sie bitten ihre Eltern, ihre Geräte abzulegen, weil sie spielen und reden wollen.
[1:14:56] Wir haben also viele Nachteile gesehen. Wir haben also viele Schäden gesehen. Brauchen wir noch mehr Forschungsergebnisse? Das ist mehr als ausreichend, um uns innehalten zu lassen. Dabei nachzudenken, dass wir sehr vorsichtig sein müssen mit diesen ganzen Geräten. Gehen wir zurück zum Prinzip. Wie Dr. Raymond Moore es erklärt. Freiheit von dem Künstlichen. Die Medien fallen definitiv in die Kategorie des Künstlichen. In Harmonie mit der Natur. Gehen in den Park. Verbringen etwas Zeit draußen. Lass dein Kind das reale, wirkliche Leben erleben. Lass sie arbeiten. Verbring Zeit mit ihnen zu reden, anstatt ihnen nur eine Nachricht zu schicken. Tu, was das Beste ist für die gesunde Entwicklung deines Kindes.
[1:16:20] Für mehr Informationen auf diesem Thema kann man unsere Webseite anklicken. Das ist www.thinkinggeneration.org. Da gibt es noch viel mehr Informationen. Für jetzt war das eine Freude. Möge der Herr euch segnen, während ihr dabei seid, Kinder für sein Königreich zu erziehen. www.thinkinggeneration.org
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