In diesem Vortrag wird die historische Entwicklung des Mystizismus im Kontrast zum klaren Wort Gottes beleuchtet. Von den Anfängen des großen Kampfes im Himmel über die Verführung durch Lügenpropheten bis hin zur Entstehung verschiedener mystischer Strömungen in Religion und Christentum wird die ständige Auseinandersetzung zwischen göttlicher Offenbarung und satanischer Täuschung aufgezeigt. Der Sprecher betont die Einfachheit und Klarheit der biblischen Botschaft als Gegenmittel zur Verwirrung und Geheimniskrämerei des Mystizismus.
Das Lächeln der Schlange: 1. Das Schwert und der Schwanz
Christopher Kramp · Das Lächeln der Schlange (Symposium über Mystizismus und die Emerging Church-Bewegung) ·Themen: Adventgeschichte, Bibel, Erweckung, GemeindeWeitere Aufnahmen
Serie: Das Lächeln der Schlange (Symposium über Mystizismus und die Emerging Church-Bewegung)
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Transkript
[0:00] Gesegneten Sabbat! Herzlich willkommen alle, die ihr hier seid und herzlich willkommen alle, die ihr mich jetzt sehen könnt, aber ich euch nicht dort hinter der Wand. Ich habe ein kleines Déjà-vu. Menschen, die im Nebenraum sitzen und Livestream schauen, das riecht ein bisschen nach Cannstatt. Herzlich willkommen auch allen, die auf JOEL MEDIA TV jetzt live zugeschaltet sind oder später diese Aufnahme dann anschauen werden. Schön, dass ihr dabei seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt zu unserem Symposium: Das Lächeln der Schlange – Emerging Church und die Rückkehr des Mystizismus.
[1:07] Vielleicht haben einige von euch sich gefragt, was um alles in der Welt das überhaupt ist und warum man einen ganzen Sabbat mit vier Vorträgen über dieses Thema behandeln muss. Und ich kann euch versprechen, nach dem Sabbat werdet ihr auf jeden Fall wissen, warum ihr diesen Sabbat da gewesen seid. Das Thema ist brandaktuell, ziemlich heiß und sehr wichtig. Und obwohl es sehr viele wichtige und angenehme Themen in der Bibel gibt, sehr viele schöne Themen, über die wir oft predigen und auch zurecht, muss man von Zeit zu Zeit auch mal eine heiße Kartoffel anfassen. Und die zwar richtig anfassen, um sie – vielleicht hätte ich ein anderes Bild nehmen sollen – eine Bombe vielleicht, um sie zu entschärfen.
[1:59] In dieser Predigt wollen wir heute die Grundlage legen. Wir wollen anschauen, warum das Phänomen, das in den letzten Jahren in der Christenheit sich wie ein Wildfeuer ausbreitet, das wir dann am Nachmittag genau betrachten werden in den Vorträgen von Bea und Gabi und Gerd Erbis. Wir wollen sehen heute Vormittag, wo dieses Phänomen einzuordnen ist in das große Ganze. Und das wird viele Fundamente legen und viele geistliche Prinzipien, damit ihr dann später all die Informationen heute Nachmittag einschätzen, einordnen könnt und eure eigenen Schlüssel ziehen könnt. Denn wir möchten ja ein mündiges Volk sein, das mit der Bibel in der Hand Wahrheit von Irrtum unterscheiden kann. Und da wir das nicht selbst können, weder durch Zuhören noch durch Predigen, sondern allein durch den Heiligen Geist, würde ich euch einladen, dass wir zu Beginn niederknien, wo es möglich ist, um ein Anfangsgebet zu haben.
[2:54] Lieber Vater im Himmel, wir kommen heute zu dir, an diesem Tag, den du erwählt hast, um das Wort zu lesen, das du uns gesandt hast. Und so bitten wir dich, dass dein Heiliger Geist uns in alle Wahrheit führt. Wir möchten dich bitten, dass du uns ein klares Unterscheidungsvermögen schenkst, zwischen Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden. Wir wissen aus der Bibel, dass der Irrtum oft verkleidet an unserer Tür klopft. Und so bitten wir dich vor allem um ein reines Herz. Denn wir alle wissen, dass mit rein intellektuellem Verständnis uns nicht geholfen ist. Wir möchten dich bitten, dass du uns reinigst von alledem, was uns hindern könnte, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist uns Weisheit schenkt, die Kraft, auch das, was wir lesen, umzusetzen und dass wir bei aller Deutlichkeit und Ernsthaftigkeit niemals die Liebe aus den Augen verlieren, auch denen gegenüber, die im Irrtum sich befinden. So möchten wir dich bitten um deine Gesinnung, um deinen Charakter und um dein Wesen. All das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.
[4:36] Es war an einem Sabbat, vermutlich war es fast genauso heiß wie heute, als Johannes auf Patmos eine Vision hat. In Johannes Offenbarung 1, Vers 16 lesen wir von dieser Erscheinung, als ihm dort gefangen auf der Insel Patmos Jesus Christus erscheint. Jesus kam zu ihm, um ihm in prophetischer Sicht die Ereignisse der nächsten circa 2000 Jahre zu offenbaren. Deswegen heißt das Buch Offenbarung. Es war die Offenbarung Jesu Christi. Doch bevor Johannes die verschiedenen Ereignisse sieht, bevor die verschiedenen Zeitepochen dargestellt bekommt, bevor er die Siegel und die Gemeinden und die Posaunen und all diese Dinge, die Tiere und die Hörner sieht, sieht er zunächst einmal Jesus selbst. Auch wenn wir heute an diesem Tag sehr viel verschiedene Dinge, auch zum Teil vielleicht überraschende Dinge anschauen werden, viele Dinge, die wichtig sind, wollen wir niemals aus den Augen verlieren, dass Jesus das Zentrum ist und dass nur in der Betrachtung von Jesus wir die Wahrheit erkennen können.
[5:55] Als Johannes Jesus sieht, als er sich umwendet und dort diesen Menschensohn sieht, der zwischen den sieben Leuchtern einhergeht und ihn beschreibt, wie er aussost mit dem weißen Haar, das weiß war wie Schnee und den feuerflammenden Augen und den schimmernden Füßen, da sagt er in Vers 16: „Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne und aus seinem Mund ging ein scharfes zweischneidiges Schwert hervor.“ Wir haben das vielleicht oft gelesen, aber uns selten Gedanken gemacht, was es eigentlich bedeutet. Jesus erscheint in Johannes und er öffnet seinen Mund. Stell dir vor, du begegnest Jesus und Jesus macht den Mund auf. Was würdest du erwarten, was aus dem Mund Jesu hervorkommt? Johannes kannte Jesus. Er hatte jahrelang mit ihm verbracht. Er hatte dreieinhalb Jahre persönlich mit ihm Zeit verbracht. Er hatte dann jahrzehntelang für ihn in der Gemeinde gewirkt, in hoher Position. Er kannte Jesus und als er Jesus hier trifft, öffnet Jesus seinen Mund und heraus kommt ein Schwert.
[7:11] Wenn du an ein Schwert denkst, woran denkst du normalerweise? Was verbindest du mit einem Schwert? Krieg. Und was anderes außer Krieg? Tod. Interessant ist, dass es im Griechischen ein ganz normales Wort für Schwert gibt, das an den meisten Stellen verwendet wird. Aber an dieser Stelle wird nicht das gewöhnliche Wort für Schwert verwendet, sondern das Wort Romphaia. Romphaia war ein ganz bestimmtes Schwert. Es gab verschiedene Schwerter. Es gab Krummschwerter und Kurzschwerter und Langschwerter. Romphaia war ein außergewöhnlich langes Schwert. Ich habe euch ein Bild mitgebracht. Es war ein Schwert, das nicht die Römer verwendeten, sondern die wilden Thraker, die so halb nomadisch in Bulgarien, im heutigen Bulgarien lebten. Es war ein langes Schwert. Es war ein Breitschwert, das in den meisten Fällen auf beiden Seiten geschliffen war. Daher auch das Bild von dem beidseitigen, also dem zweischneidigen Schwert. Damals in der Antike waren viele Schwerter nur einseitig geschliffen. Man konnte nur in einer Richtung schlagen. Aber diese Thraker hatten diese langen, man muss eigentlich fast sagen Säbel. Sie ritten auf den Pferden und mit dieser Romphaia, die scharf geschliffen war, sehr lang, sehr groß, konnte man beidseitig enorme Schläge ausführen. Es gibt Leute, die das nachgebaut haben und heute auf YouTube-Videos noch mal nachillustrieren. Die schlagen da nur auf Kokosnüsse ein, zum Glück. Aber wenn ihr seht, was so eine Romphaia an Wucht hat, dann ist das mehr als nur ein Schwert. Eine gewaltige Waffe, eine fast barbarische Waffe. Es ist nicht, wie man vielleicht interpretieren und sagen könnte, das Schwert stellt einfach nur so ein kleines chirurgisches Instrument dar, wo man ein bisschen was aufschneiden kann. Es ist das größte und schwerste, das zerstörerischste Schwert, das man sich eigentlich in der Antike vorstellen konnte. Und die Frage ist, die wir heute stellen wollen: Warum sieht Johannes Jesus mit einem offenen Mund und aus seinem Mund kommt ein Schwert, das beidseitig verwendet, so ziemlich alles zerschlägt, was in den Weg kommt? Das saubere Schnitte durchführen kann. Und was das im Krieg bedeutet, überlasse ich jetzt allen über 16-Jährigen, sich genau vorzustellen. Das alles hat mit unserem Thema zu tun, mit dem Thema der Mystik.
[9:36] Fangen wir mal ganz einfach an mit der Frage: Was ist eigentlich Mystik? Ich verrate euch noch nicht, das habt ihr schon gelesen. Ich habe mich selbst gefragt, wie würde ich Mystik definieren? Und das Einzige, was mir eingefallen ist, na ja, Mystik ist, wenn es mystisch ist. Wir alle verwenden den Begriff mystisch und er ist in unserem Kopf fast so nebulös, wie das, was wir damit beschreiben wollen. Das Wort Mystik kommt vom griechischen "mystikos" und bedeutet geheimnisvoll. Bekannter ist das Substantiv "mysterion", von dem das lateinische "mysterium" kommt und das bedeutet Geheimnis oder auch Geheimlehre. Und eng verwandt ist das Wort "myen", was einweihen, initiieren bedeutet. Ein Geheimnis, jemandem sagen, das aber für den Rest geheimnisvoll bleibt. Geheimnisse.
[10:32] Nun, die erste Frage, die wir uns stellen wollen: Wie steht Gott zu Geheimnissen? Schlagen wir auf in Amos Kapitel 3 und dort Vers 7. Wir werden heute die Bibelverse alle aufschlagen, auch wenn wir eine PowerPoint-Präsentation haben. Ich dachte mir, wenn wir schon über das Wort Gottes reden, sollten wir es auch selbst benutzen. Man kann nicht über das Schwert reden, ohne es selbst ein bisschen zu verwenden. Amos 3, Vers 7. Amos Kapitel 3 und dort Vers 7. „Nein, Gott der Herr tut, wie viel? Nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, offenbart.“ Frage: Hat Gott Geheimnisse? Ja oder nein? Was macht er mit all den Dingen, die Geheimnisse sind und die wir bisher noch nicht verstehen können? Was macht er damit? Er offenbart sie. Jetzt, wenn ich ein Geheimnis habe und ich offenbare es, das ist eigentlich kein Geheimnis mehr, oder? Was die Bibel uns lehrt, ist, dass Gott ein Gott der Transparenz ist. Wann immer er etwas tut, wann immer er etwas sagt, dann ist das nie für ihn alleine. Er offenbart. Nun, dass ein unendlicher Gott von uns nicht gleich sofort verstanden werden kann, das liegt auf der Hand. Aber die Bibel sagt uns, selbst da, wo Gott uns geheimnisvoll ist, ist es sein Anliegen, uns zu offenbaren, was er tut. Es ist Kunst zu tun. Gott ist ein Gott der Transparenz.
[12:07] Schauen wir einen anderen Text an. Jeremia 7 und dort Vers 13. Ich weiß nicht, wer von euch Geheimnisse liebt? Manchmal ist es ja eine Freude, jemanden auf die Folter zu spannen, oder? So ein Geheimnis für sich zu behalten und möglichst lange den anderen raten zu lassen. Und vielleicht erst kurz vor Schluss zu offenbaren, was wirklich dahintersteht. Ich weiß nicht, ob ihr das auch mögt. Aber Gott macht das nicht. Schaut mal in Jeremia 7 und dort Vers 13. Schaut mal, was Gott über sich selbst sagt. Jeremia 7, Vers 13. „Und nun, weil ihr alle diese Werke geübt habt, spricht der Herr. Und weil ich zu euch geredet habe, indem ich mich wann aufgemacht habe? Früh aufmachte und immer wieder redete.“ Gott ist nicht ein Gott, der sagt: „Hey, ich habe ein Geheimnis. Versuch es mal herauszufinden.“ Und er dann kurz vor Schluss im letzten Spielzug sagt: „Okay, das ist die Wahrheit.“ Gott verdirbt alle Spannung. Er sagt von Anfang an zum frühestmöglichen Zeitpunkt, was die Wahrheit ist. So früh wie möglich offenbart er, was er sagen will und dann wiederholt er ständig. Fast so, als ob Gott gar keine Spannung mag. Gott möchte uns niemals auf die Folter spannen. Er hält niemals Dinge zurück, die er uns schon sagen könnte, aber aus irgendeinem Grund jetzt irgendwie für sich behalten will. Er macht sich früh auf und sagt uns so bald wie möglich, was uns betrifft. Und zwar so oft.
[13:42] Schauen wir mal in 5. Mose 30. Gott sagt das an mehreren Stellen, denn offensichtlich ist das ein wichtiger Punkt der Bibel. 5. Mose 30 und dort Vers 11. 5. Mose 30, Vers 11. „Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar.“ Hebräisch eigentlich nicht zu geheimnisvoll. Nicht im Sinne, wie wir sagen: „Oh, wunderbar“, sondern im Sinne von wunderlich. Ja, wenn man verwundert ist. Das Gebot ist nicht zu geheimnisvoll, nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern.“ Vers 14: „Sondern das Wort ist wo? Wo ist es? Sehr nahe bei dir in deinem Mund und in deinem Herzen, sodass du es tun kannst.“ Gott hat offensichtlich immer wieder im Laufe der biblischen Geschichte einen Punkt deutlich gemacht, dass nämlich das, was er von uns möchte, nicht schwierig und nicht schwer zu verstehen ist. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Selbst als bekennende Christen neigen wir dazu, irgendwie den Willen Gottes und seine Gebote etwas auf sein sehr hohes, nebulöses Ross zu stellen. So als wäre Gottes Wille schwer zu erfassen und seine Gebote schwer zu tun. Und dann investieren wir viel, um irgendwie deutlich zu machen, dass durch Jesus wir es doch irgendwie schaffen können. Aber Gott sagt von Anfang an immer wieder: Was ich dir sage, ist nicht schwer, es ist nicht zu kompliziert und es ist auch nicht zu verkopft, nicht zu schwer zu verstehen.
[15:52] Und dass das immer so ist, wird deutlich durch Maleachi 3, Vers 6. Maleachi 3, Vers 6, letztes Buch des Alten Testaments. Vielleicht sagt jemand: „Naja, wer weiß, ob Gott immer so ist.“ Maleachi 3, Vers 6, da macht Gott eine fundamental wichtige Aussage, die wie ein Felsen im Sturm dieses Lebens uns Hoffnung geben kann. Maleachi 3, Vers 6: „Denn ich, der Herr, verändere mich nicht.“ Er sagt: „Ich bin immer derselbe.“ Wenn ich mich zur Zeit von Jeremia früh aufmache, um Geheimnisse zu offenbaren, dann war das auch in der Zeit von Adam so und ist auch in der Zeit unserer Zeit so. Gott ist immer derselbe. Gott behält nichts für sich zurück. Er offenbart, was immer er tut, zu seinen Geschöpfen, zum frühestmöglichen Zeitpunkt, und zwar so, dass sie es einfach verstehen können. Gott war schon immer so.
[16:55] Und das wird deutlich in einem bekannten Bibelvers in Johannes 1, Vers 1. Johannes 1, Vers 1. Ihr könnt ihn wahrscheinlich auswendig: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Mit anderen Worten, Gott selbst wird beschrieben als ein Wort. Jetzt war es ein Wort. Was ist ein Wort? Ein ausgesprochener Gedanke, das ist die klassische Definition im Leben Jesu. Das Wort ist Kommunikation, oder? Ein Wort ist essentiell immer die Offenbarung von etwas. Und wenn es hier heißt, dass im Anfang war das Wort, dann bedeutet es, dass Gott nicht von Urzeiten eigentlich ein geheimnisvoller Gott gewesen ist und dann irgendwann sich mal überlegt hat: „Ich könnte eigentlich meinen Geschöpfen auch mal erklären, wie es eigentlich bei mir so aussieht.“ Sondern in seiner Natur ist Gott ein Gott der Offenbarung, der Dinge transparent öffentlich für alle sichtbar macht. Gott ist Kommunikation. Das ist die Grundlage übrigens der Schöpfung, denn es heißt in Vers 3, in ihm ist, Johannes 1, Vers 3: „Alles ist durch dasselbe geschaffen oder gemacht worden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden. Alles ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.“ Alles, was existiert, basiert auf dem Wort. Alles, was existiert, basiert auf der Idee von Kommunikation, von Offenbarung, dass Gott sich mitteilt und nichts für sich zurückhält.
[18:39] Warum haben wir dann heute dieses Thema? Weil es jemanden gab, der genau diese Wesensart Gottes, neben vielen anderen Charaktereigenschaften, schwer in Zweifel zog. Offenbarung 12, Vers 7. Ihr kennt auch diesen Vers auswendig, wir legen ein bisschen das Fundament hier am Anfang. Offenbarung 12, Vers 7: „Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften.“ Ihr alle kennt diese Geschichte. Aber wir wollen heute sehen, was der Ursprung des Bösen mit dem Thema des Mystizismus zu tun hat.
[19:21] Warum? Wenn ich kämpfe, was brauche ich dann? Ich brauche eine Waffe, ich brauche irgendwas. Entweder kämpfe ich mit meinen Fäusten oder mit meinen Händen oder mit meinen Beinen oder mit irgendeiner Waffe. Ich brauche irgendwas, womit ich kämpfen kann. Auch der Luzifer hatte etwas, womit er kämpfte. In Vers 4 im selben Kapitel wird uns gesagt, was seine Waffe war. Offenbarung 12, Vers 4, da heißt es: „Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde.“ Und der Drache stand vor der Frau und so weiter. Der Luzifer im Himmel, der Drache von Offenbarung 12, Vers 7, kämpfte mit dem Schwanz. Und was dieser Schwanz symbolisch bedeutet, das wird uns in der Bibel offenbart und zwar in Jesaja 9, Vers 14. „Der Älteste und Angesehene ist das Haupt, und der Prophet, der Lügen lehrt, ist der Schwanz.“ Also der Schwanz ist ein Symbol für einen Lügenpropheten. Frage: Was ist ein Lügenprophet? Ein Irrlehrer, ja, das stimmt. Das ist nur die halbe Wahrheit. Also die Hälfte der Wahrheit. Ein Lügenprophet lehrt Lügen, richtig? Aber das macht ein Lügner auch. Jeder Lügner lehrt Lügen, aber nicht jeder Lügner ist ein Lügenprophet. Was unterscheidet einen Lügenpropheten von einem gewöhnlichen Lügner? Ein Prophet sagt: „Was ich jetzt sage, sage nicht ich, sondern so spricht der Herr.“ Also ein normaler Lügner sagt: „Gestern hat es geschneit in Stuttgart.“ Das sind Lügner. Ein Lügenprophet sagt: „Ich hatte eine Vision, Gott spricht zu dir, es schneite in Stuttgart.“ Ganz banales Beispiel. Ein Lügenprophet wird immer noch behaupten, für Gott zu sein.
[22:07] Luzifer miet fortan den Platz in der unmittelbaren Nähe des Vaters und versuchte, den Geist der Unzufriedenheit unter den Engeln zu verbreiten. Wer von euch war schon mal unzufrieden? Wann ist man unzufrieden? Wann ist man unzufrieden? Wenn etwas nicht so ist, wie es sein könnte, oder? Mir fehlt etwas, ich könnte etwas besser tun. Man ist unzufrieden, wenn man glaubt, es könnte besser sein, als es gerade ist. Frage: Kann die Regierung Gottes besser gemacht werden? Ja oder nein? Die Bibel ist ganz deutlich, das ist ein eigenes Thema. Gott ist der beste aller möglichen Götter. Seine Regierung ist die beste Regierung, die man sich vorstellen kann. Das ist der ganze Punkt am großen Kampf, dass Gottes Regierung nicht verbesserbar ist. Es ist das Beste, was es gibt. Trotzdem hat Satan überlegt und diesen Engel mitgeteilt: „Ich glaube, da könnte noch etwas gehen. Ich glaube, Gott hat noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.“ Und jetzt überlegt mal, stellt euch mal vor, jemand kommt in unsere Gemeinde und sagt: „Ich finde eure Gemeinde ganz toll, super, was ihr alles macht und blablabla, aber ich glaube, ihr könntet als Gemeinde noch das bisschen besser machen.“ Würden wir das als bösen Angriff empfinden? Nicht unbedingt, weil wenn jemand etwas besser machen will, hat er doch gute Intentionen, oder? Könnt ihr verstehen, warum die Engel im Himmel nicht sofort gesehen haben, was der Satan da eigentlich will? Satan hat nichts weiter vorgeschlagen, als die gute Regierung Gottes noch ein bisschen besser zu machen. Ist doch toll, oder? Der Satan ist nur dann falsch, wenn die Regierung Gottes schon das Beste ist, was es gibt. Und das erklär mal einem Engel, ohne Arroganz zu wirken. Erklär mal einem Geschöpf, wenn es sagt: „Ich glaube, du könntest noch besser sein, Gott.“ Man kann mich nicht besser machen. Ist gar nicht so einfach. Wir verstehen manchmal gar nicht, wie subtil der große Kampf war. Er hat Unzufriedenheit verbreitet.
[24:22] Nächster Satz: „Er arbeitete mit rätselvoller Heimlichkeit.“ Im Englischen "mysterious secrecy", mystisch, geheimnisvoll. Der erste Mystiker auf dieser Welt. Nein, nicht auf dieser Welt, auch auf dieser Welt, stimmt. Aber überhaupt im Universum. Der erste Mystiker im Universum, weil Lucifer selbst, er ist nicht nur der Erfinder der Sünde und der Erfinder des Krieges und der Erfinder von all diesen Dingen, er ist auch der Erfinder der Mystik. Geheimnisvoll, heimlich, rätselhaft. Plötzlich haben sich die Engel am Kopf gekratzt und gesagt: „Das, was wir immer für selbstverständlich erachtet haben, kommt uns jetzt irgendwie schwammig vor.“ Selbst die guten, selbst die Engel, die am Ende nicht gefallen sind, konnten nicht mehr ganz klar und deutlich in klaren Linien sehen, ob Gott jetzt genau so gut ist, wie er sagt. Es war plötzlich alles nebulös, geheimnisvoll, mystisch. Er verbarg sogar eine Zeit lang seine wahre Absicht unter scheinbarer Verehrung Gottes. Alle Mystik, die von Satan herkommt, wird immer den Anschein erwecken, für Gott zu sein. Nur ein bisschen das Bessermachen, was schon da ist. Aber er deutete Zweifel über die Gesetze an, die die Engel an himmlische Wesen regierten. Mit anderen Worten, da könnte man was besser machen, man könnte den Standard der Regierung Gottes erhöhen. Und dann zeigt sich sein eigenes Wesen. Er wollte sich selbst erhöhen.
[26:08] Noch ein interessanter Satz, der hat mich ziemlich umgehauen, als ich den vor ein paar Tagen gelesen habe: „Sie sagt, der allererste Versuch Satans, das Gesetz zu verwerfen, unternommen mitten unter den sündlosen Bewohnern des Himmels, schien für eine Zeit mit Erfolg gekrönt zu sein.“ Wow. Habt ihr das gelesen? Ich meine, man denkt sich, naja, da kam der Luzifer und ich war so ein Drittel der Engel, die haben dann irgendwie mitgemacht und die anderen haben sich die ganze Zeit an den Kopf gefasst: „Wie könnt ihr nur, wie könnt ihr nur, wie könnt ihr nur? Ist doch klar, dass ihr gleich aus dem Himmel fliegt.“ Aber sie sagt, es gab einen Zeitraum, wo es für den Beobachter so aussah, als würde Lucifer gewinnen, im Himmel. Also, wenn du jemals zu dem Punkt kommst und sagst: „In dieser Gesellschaft, in dieser Gemeinde, in dieser Christenheit sieht es so aus, als ob der Satan gewinnt.“ Das sah schon im Himmel so aus. Es sah schon im Himmel so aus.
[26:55] Die Verführung war so geheimnisvoll, so unerkennbar fast, dass Gott zum Gegenschlag ausholte. Erste Mose 1, Vers 1 bis 3. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte im Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht.“ Gott sprach und sein Wort offenbarte mehrere Dinge. Erstens, dass Gott Schönheit liebt, dass Gott Ordnung liebt und dass das, was durch Gottes Wort entsteht, sehr gut ist, oder? Heißt nicht, jeden Tag Gott schaute an, was er gemacht hatte und es war gut. Es war so gut, dass die Engel machten: „Das kann man gar nicht besser machen.“ Warum? Weil im Himmel gerade jemand behauptet hatte, dass Gottes Wort nicht vollkommen ist, dass man es besser machen könnte, dass noch etwas hinzukommen müsste zum Wort Gottes. So demonstriert Gott durch sein Wort und schneidet sozusagen in die Anschuldigung Satans hinein: „Mein Wort offenbart, Gott ist gut, Gott ist sehr gut.“
[28:20] Psalm 33, Vers 6 bis 9. Kennt ihr wahrscheinlich auch. Da heißt es, Psalm 33: „Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht, und ihr ganzes Herr durch den Hauch seines Mundes.“ Was kommt nochmal aus dem Mund Gottes hervor? Das Wort, ja. Offenbarung 1, Vers 16, das Schwert. Also hier haben wir den Luzifer, der mit seinem Schwanz heimlich, mystisch Engel an seine Seite zieht, und Gott zieht aus seinem Mund, bildlich gesprochen, sein Schwert und macht einen ersten deutlichen Schlag vor dem Universum und zeigt: „Schaut mal, so bin ich wirklich.“ Vers 9: „Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.“ Niemand im Universum konnte daran zweifeln, dass Jesus durch sein Wort tatsächlich aus dem Nichts Dinge geschaffen hatte. Ein schwerer Schlag gegen den Luzifer und die zu Satan wurden mit seinen Behauptungen, die er aufgestellt hatte.
[29:26] Aber Luzifer gab den Kampf nicht auf. Nachdem er mit dem Schwanz den Krieg begonnen hatte und Jesus mit dem Schwert einen ersten Schlag versetzt hatte, kam der Schwanz von der anderen Seite wieder. Diesmal in Form einer Schlange. Und ihr kennt die Geschichte in 1. Mose 3, Vers 1. „Aber die Schlange war was? Listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott daher gemacht hatte, und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ Ich glaube, ich habe das schon mal erklärt, ich weiß es nicht genau. Wenn nicht, dann erklärt es euch jetzt. Wenn ja, dann vergebt mir. Wiederholung ist sowieso die Mutter aller Weisheit. Das Hebräische könnte übersetzt werden mit: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum esst?“ Oder aber: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr nicht von allen Bäumen essen dürft?“ Was hatte Gott gesagt? „Ihr dürft nicht von allen Bäumen essen.“ Die meisten alten Übersetzungen übersetzen es eigentlich so: „Sollte Gott gesagt haben, dass ihr nicht von allen Bäumen essen dürft?“ So als ob er einfach den Satz von Gott wiederholt und ein Fragezeichen dran macht. So ein Hauch Mystizismus über das klare Wort Gottes. Gott hatte gesagt, und jetzt machen wir nichts weiter dran als ein Fragezeichen. Stimmt das? Hast du es richtig verstanden?
[31:01] Vers 4: „Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben.“ Vers 5: „Sondern Gott weiß.“ Jetzt denk mit. Die Schlange sagt: „Gott weiß.“ Warum sagt die Schlange: „Gott weiß?“ Ja, also wie fühlt sich die Eva, wenn Gott, wenn als die Eva in Reden hört, denn Gott weiß? Was ist die Implikation? Ja, du Eva weißt es doch nicht. Gott weiß etwas, was du nicht weißt. Er hat es dir nicht offenbart. Es ist sein Geheimnis. Und um dieses Geheimnis, das du nicht durch das Wort Gottes erfahren konntest, weil er es dir nicht offenbart hat, musst du jetzt mir folgen, um zur vollen Wahrheit zu kommen. Gottes Wort hat dir vieles gesagt, alles gut. Aber da gibt es etwas, was im Wort Gottes nicht drinsteht, wozu das Wort Gottes nicht ausreicht. Und dieses Geheimnis, dieses mystische Geheimnis, das verrate ich dir. Hör mir zu. Kennt ihr die Geschichte? Sie hörte, sie aß, sie gab weiter und der Schwanz hatte einen gewaltigen Schlag gegen Gott getan. Die Menschheit, die als Beweisstück im großen Kampf geschaffen worden war, um zu beweisen, dass Gottes Wort gut ist, folgt dem Mystizismus des Satans. Glaubt, sie würde höher steigen, verliert alles. Eine Lüge.
[32:33] Nur wenige Augenblicke später, Vers 14. Jesus kommt in den Garten. Er sagt in Vers 14: „Da sprach Gott der Herr zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein, mehr als alles Vieh, mehr als alle Tiere des Feldes. Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm in die Ferse stechen.“ Gott kommt und spricht ein Wort. Worum geht es in diesem Wort Gottes? Es ist eine Prophetie, ja? Was ist der Inhalt dieses Wortes Gottes? Was ist das, was er hier sagt? Es ist die Hoffnung auf Erlösung, oder? Es ist die gute Nachricht, dass Gott den Satan besiegen wird. Er wird die Schlange, diese mystische Schlange mit ihrer Geheimniskrämerei, die alles Klare in Dunkel und in Nebel taucht, er wird sie besiegen. Sein Wort schlägt erneut zu und macht deutlich, dass die Menschheit nicht für immer ausgeliefert ist dem Satan, sondern dass eine Möglichkeit besteht, frei zu werden. Satan hat nicht so viel gewonnen, wie er glaubte, dass er gewinnen kann. Plötzlich war eine Hoffnung da, ein Messias würde kommen.
[34:12] Jetzt war die Reihe wieder an dem Satan. Die Menschheit, die an diesen kommenden Messias glaubte, musste aus Satans Sicht von dieser Heilsidee abgebracht werden, oder? Denn solange die Menschen glauben, dass ein Messias kommt, der Mensch wird und den Satan besiegt, solange werden sie dem Wort Gottes folgen, oder? Also, vielleicht habt ihr schon ein bisschen das Spiel verstanden. Welche Karte wird der Satan jetzt rausgezogen haben? Er erfand all die Mysterienreligionen in Babylon und in Ägypten, die alle davon sprachen, dass wenn du wirklich gerettet werden willst, musst du eingeweiht werden in diesen Mysterienkult, wo dir die Priester im Geheimen die ganze Wahrheit sagen. Nur so wirst du den Weg zum Himmel finden.
[35:06] Und ich habe euch mal zwei Beispiele mitgebracht von solchen Mythen, solchen mystischen Geschichten. Kennt ihr den Osiris-Mythos? Also, das ist eine Geschichte, wenn man jetzt in Ägypten gewesen ist und sagt: „Oh, ich will wirklich die ganze Wahrheit, ich will jetzt mich einweihen lassen in den Mythos des Osiris.“ Das hätte man in der Predigt gehört, im kleinen Kreis. Da gab es zwei Brüder. Einer hieß Osiris und einer hieß Seth. Die kämpften miteinander. Und der eine Bruder tötete den anderen. Doch all seine Leichenteile wurden zusammengesetzt von der Schwester Isis. Und diese Schwester hat ihn noch einmal schnell zum Leben erweckt, hat ein Kind mit ihm gezeugt, den Horus. Und das ist der Erlöser der Welt. Frage: Gab es einen Brudermord? Hatten die auch Schwestern zur Frau? Haben die auch zumindest einer von den beiden Kindern gezeugt? Hieß nicht auch einer in der Nähe dieser Geschichte Seth? Mit anderen Worten, das sind ganz viele Elemente der Wahrheit, aber sie werden ein bisschen miteinander verwischt, vernebelt, so dass man sagt: „Oh, das ist eine komische Geschichte, oder? Mystisch.“
[36:06] Die Geschichten waren ja da. Es gab ja noch gläubige, treue gläubige Menschen, so wie Noah und Sem und so weiter. Die wussten, dass es kein Unheil gab. Schaut mal, wer ist denn hier der Böse in der Geschichte? Der Seth. Wer wäre denn? War Seth der Böse oder der Gute? Und plötzlich ist der Seth der Mörder und nicht der, der für den Getöteten dazukommt. Ganz interessant.
[36:45] Anderes Beispiel: Babylonischer Atrachamsis-Mythos. Atrachamsis ist die babylonische Variante von Noah. Gibt auch den Gilgamesch-Epos. Hier ist die Geschichte. Stellt euch vor, ihr wolltet in den Mysterienreligionen Babylons eingeweiht werden. Da würde man sagen: „Es gab von Anfang an die Götter, und die gab es in zwei Kategorien. Es gab die herrschenden Götter, und dann gab es die Sklavengötter, die dienenden Götter. So quasi wie Klassenkampf, Bourgeoisie und Proletariat. Und die Arbeitergötter haben protestiert. Sie haben gestreikt. Sie haben gesagt: ‚Wir sind unzufrieden mit der Regierung des Himmels.‘ Und haben gesagt: ‚Wir wollen dasselbe Recht haben wie ihr herrschenden Götter. Wir wollen euer Recht haben.‘“ Und die herrschenden Götter haben gesagt: „Das kommt auf keinen Fall in Frage. Gleichheit für alle gilt nicht. Aber wir könnten als Ersatz Menschen schaffen, die könnten dann eure Arbeit machen.“ Okay, ihr seid immer noch unter uns, aber ihr müsst nicht mehr Sklaven sein. Dann wurden die Menschen geschaffen und zwar aus Lehm und aus dem Blut eines niederen Gottes, der dafür sterben musste. Und dann waren jetzt die Menschen die Sklaven der Götter. Frage: Gab es da im Himmel zwei Klassen, die miteinander gekämpft haben? Gab es da im Himmel welche, die gesagt haben: „Wir wollen eure Rechte haben?“ Wurde aufgrund des großen Konfliktes die Menschheit erschaffen? Wurde die Menschheit nicht auch mit Lehm erschaffen? Hatte nicht Gott sogar vorhergesagt, dass er selbst sterben würde und mit seinem Blut einen neuen Menschen machen würde? Alles da nur miteinander durcheinander gewirbelt, mystisch überhaucht und so, dass keine Hoffnung mehr da ist. Der Mensch im babylonischen Verständnis war nur dazu da, Arbeit zu tun. Und wenn er dann zu laut gewesen ist, dann haben die Götter sich aufgeregt und haben eine Sintflut geschickt. Die Sintflutgeschichte ist die, dass die Menschen waren zu laut bei ihrer Arbeit. Der Gott Enki konnte nicht mehr schlafen oder Enlil, ich weiß nicht mehr. Hat die Sintflut geschickt. Aber ein Gott hat dann gesagt: „Okay, dann lass uns wenigstens ein paar retten und hat dann dieses Boot bauen lassen und mit sieben Leuten sind dann über den Ozean geschippert.“ Die Wahrheit nur verfälscht.
[38:46] Und wiederum sagt Ellen White: „Es sah so aus, als würde das Mysterium regieren. Es würde Satan für immer die Erde unter Kontrolle haben.“ Aber Gott hat einen Plan. 2. Mose 14, 19 Vers 4 bis 6. 2. Mose 19. Gott erwählte sich Menschen. Erst den Abram, dann den Isaak, den Jakob und dann das ganze Volk Israel. 2. Mose 19, Vers 4 bis 6. Gott sagt: „Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügel getragen habe und euch dazu gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken werdet, also meinen Worten, und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen solltest. Helft mir.
[39:44] Wozu war das Volk Israel auserwählt worden? Als Vorbilder? Ja, ja, ja, ja. Ihr habt die Geschichte schon so weit entwickelt. Wozu sind die auserwählt worden? Um was zu vertreten? Genau.
[39:58] Schauen wir mal wie ein Römer. Römer 3. Ihr habt alle recht. Römer 3. Paulus bringt es wie immer auf den Punkt. Römer 3 stellt die Frage: Was ist das Besondere an den Juden? Wozu sind die auserwählt worden? Römer 3, Vers 1 und 2. Römer 3, Vers 1 und 2: „Was hat nun der Jude für einen Vorzug, oder was nützt die Beschneidung? Viel in jeder Hinsicht. Denn vor allem sind ihnen die was? Die Aussprüche Gottes anvertraut worden.“ Was sind die Aussprüche Gottes? Das Wort. Also als der Satan mit seinem Schwanz kommt und fast die ganze Religion der Welt in Mysterien taucht, sagt Gott: „Aber es wird ein Volk geben, das wird das Schwert des Wortes Gottes haben.“ Und er sagt zum Volk Israel: „Nehmt das Schwert.“ Er hat ihnen die zehn Gebote gegeben, seine Worte.
[40:52] Ihr Lieben, die Weltgeschichte ist ein Kampf zwischen dem Wort Gottes und dem Mystizismus von Satan. Gehen wir weiter. Als der Satan merkt, es gibt ein Volk, das das Wort Gottes durch das Gesetz und die Propheten trägt, was wird er wohl jetzt für eine Strategie fahren? Die Geschichte ist relativ langweilig. Bringt das Mysteriengetue der anderen Religionen in das Volk Israel hinein.
[41:23] Hesekiel 8, Vers 9 bis 12. Hesekiel 8, Vers 9 bis 12. Hesekiel 8, Vers 9 bis 12. „Und er sprach zu mir: Geh hinein und sieh die schlimmen Gräuel, die sie hier verüben. Da ging ich hinein und schaute, und siehe, da waren allerlei Bildnisse von Gewürm und gräuelichem Getier, auch allerlei Götzen des Hauses Israel ringsum an die Wand gezeichnet. Und vor ihnen standen 70 Männer von den Ältesten des Hauses Israel. Und mitten unter ihnen stand Jaasan, der Sohn Schaffans. Und jeder von ihnen hatte seine Räucherpfanne in seiner Hand, und der Duft seiner Weihrauchfolge stieg auf. Da sprach er zu mir: Menschensohn, hast du gesehen, was die Ältesten des Hauses Israel wohl tun? Im? Im Finstern. Jeder in seinen Bilderkammern.“ Das Volk Israel hat immer behauptet, ja, wir haben doch den Tempel, wir sind doch gottentreu. Aber im Geheimen hatten sie ihre Mysterienreligion, wo sie die Götzen angebetet haben, wo sie die Götter angebetet haben.
[42:26] Übrigens, ein Grund, warum Götzen erfunden worden sind, ist nicht, weil die Menschen so dumm waren zu glauben, dass wirklich Nilpferde ihnen das Leben geschenkt haben oder Ochsen, sondern was man dachte, ist man möchte sich die Charaktereigenschaften der Gottheiten visualisieren. Deswegen hat man dann Götter dargestellt als Löwen und als Ochsen und so weiter. Es ging um Visualisierung. Behalte es im Hinterkopf. Das wird heute noch sehr wichtig werden. Um zu beweisen, dass das wirklich der Fall ist, man hat Archäologen haben folgende Inschrift gefunden in Israel. Schaut mal hier. Original Inschrift eines Israeliten: „Ich habe euch gesegnet durch, was ist JHWH? Jahwe. Ich habe euch gesegnet durch Jahwe und seine Aschera.“ Das, was die Bibel sagt, wird durch Archäologen bestätigt. Die Menschen haben wirklich neben Jahwe gleichzeitig die Aschera und andere Götter angebetet. „Amarjo sprach zu seinem Herrn: Ich habe dich gesegnet durch Jahwe und seine Aschera.“ Die Israeliten glaubten zum Teil, dass Aschera die Frau von Jahwe ist. Ja, wie es die Propheten sagen. So ist es gewesen. Sie haben die Kultur der Aschera hineingebracht in ihren Gottesdienst und haben gesagt: „Wir glauben an Jahwe. Der Herr segne dich. Jahwe segne dich mit seiner Aschera.“ Man glaubte übrigens, dass Jahwe und Aschera dann so eine kultische Verbindung eingehen.
[43:51] Das Ganze endete im babylonischen Exil und dort zeigte Gott durch Daniel, durch die Prophetie, die Kraft des Wortes Gottes. Gott kennt die Zukunft, niemand anders. Das änderte einiges in der Weltgeschichte.
[44:07] Esra 7, Vers 10. Esra kam nach dem babylonischen Exil und man wollte diesen Mystizismus verhindern. Schaut mal in Esra 7, Vers 10. Esra 7, Vers 10: „Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun und in Israel Gesetz und Recht zu lehren.“ Esra war derjenige, der gesagt hat: „Wir müssen das Wort Gottes stärken.“ Es reicht nicht aus, dass Gott all die Propheten gesandt hat. Wir müssen das Wort Gottes systematisch dem Volk zur Verfügung stellen. Was er gemacht hat, sagt Ellen White hier: „Esra war vom Heiligen Geist beeindruckt, die historischen, poetischen Bücher der Bibel zu erforschen und so weiter und so fort.“ Dann heißt es weiter unten: „Esra sammelte alle Abschriften des Gesetzes, die er finden konnte. Er veröffentlichte Abschriften davon im Volk Gottes und wurde ein Lehrer des Gesetzes und der Prophetie in den Prophetenschulen.“ Nach dem Exil sammelte man die Rollen von Jesaja und von Micha und von den Psalmen und von 1., 2., 3., 4., 5. Und man brachte sie als ein Buch zusammen, die alttestamentliche Bibel. Das Wort Gottes sollte jetzt dauerhaft seine Funktion im Volk Gottes übernehmen. Die Thora war geboren.
[45:41] Was sollte der Satan jetzt noch machen, wo das Wort Gottes nicht nur im Volk präsent ist, sondern schriftlich, fixiert im Volk seinen Einfluss ausführen konnte? Und er schätzt den Satan nicht, er kam auf eine Idee. Habt ihr was von den Therapeuten gehört? Und das sind nicht die Therapeuten, die euch helfen, wenn ihr einen Unfall gehabt habt. Ihr habt gehört von den Pharisäern, von den Sadduzäern, von den Zeloten, vielleicht auch von den Essenern. Es gab auch die sogenannten Therapeuten. Das war eine andere Religionspartei im Judentum, die vor allem in Ägypten lebten. Sie waren übrigens Vegetarier und haben niemals Alkohol getrunken. Eigentlich sehr sympathisch. Aber sie waren quasi so eine Vorform von Mönchen. Sie zogen sich von allem zurück und wollten sich in der Versenkung ihrer Gärten der mystischen Kontemplation hingeben. Keine Götzen mehr, einfach nur Meditation, Selbstversenkung, die Therapeuten.
[46:45] Andere jüdische Richtungen waren die Merkaba-Literatur. Man hatte diese Vision von Hesekiel 1 studiert, wo der Thron Gottes so spannend aussieht. Man wollte jetzt über diesen Thron Gottes meditieren, bis man mystisch aufsteigt zur Schau Gottes. Und selbst die gewöhnlichen Schriftgelehrten, die Mission Jesu wurde durch überzeugende Wunder demonstriert. Es war nicht der widersprüchliche Tonfall der Schriftgelehrten, voller Mystizismus. Vielleicht denken wir bei den Schriftgelehrten und Pharisäern nicht an Mystiker. Aber Ellen White sagt, es war Mystizismus. Warum? Überladen mit absurden Formen und bedeutungslosen Forderungen. Da wurden ständig Dinge wiederholt, die keiner verstand. Und da wurden Theorien aufgestellt, die total schwammig und unklar waren. Sie sagte: „Rabbi sprachen mit Zweifeln und Zögern, als ob die Schriften so interpretiert werden könnten, als ob sie entweder das Eine oder exakt das Gegenteil meinen könnten.“ Jeden Tag wurde die Unsicherheit der Zuhörer größer. Das heißt, jetzt haben wir das Wort Gottes in schriftlicher Form. Gott hat alles getan, was er tun kann, sozusagen. Und jetzt fängt man an, das Wort Gottes einfach schwammig auszulegen. Es könnte das bedeuten. Es könnte auch das bedeuten. Wir sind uns auch nicht einig. Könnte auch das sein. Alles war wieder mystisch, geheimnisvoll.
[48:04] Was sollte Gott noch tun? Er als das Wort musste selbst kommen. Er musste das Wort Gottes nicht nur verbal, sondern lebendig in die Menschheit hinein injizieren. Ihr seht, wie das Schlag auf Schlag hin und her geht. Das Wort wurde Johannes 1, Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit.“ Jesus demonstriert vor der Welt, welche klare, einfache und überzeugende Charaktereigenschaften Gott hat. In Matthäus 7, Vers 29, ihr kennt vielleicht den Vers, da heißt es: „Er redete mit Vollmacht.“ Die Menschen waren erstaunt. Er redete nicht wie die Schriftgelehrten, die gesagt haben: „Es könnte so sein, es könnte auch so sein. Der sagt so, der sagt so, alles irgendwie geheimnisvoll.“ Er sagte: „So ist es. Es steht geschrieben.“ Und er machte das Evangelium klar und einfach verständlich.
[49:11] Hier ist, was er dazu sagt: „Seine Lehre war eindeutig, klar und umfassend. Die praktischen Wahrheiten, die er aussprach, hatten eine überzeugende Kraft und erregten die Aufmerksamkeit der Menschen.“ Wisst ihr, was das Problem ist damit? Das Problem ist, wenn Gott mir alles klar und einfach sagt, was muss ich dann noch tun? Glauben und tun. Da ist kein Platz mehr für: „Ich habe es selbst entdeckt. Ich bin selbst hinaufgestiegen zur Erkenntnis des Höchsten. Ich habe so lange meditiert, bis ich es verstanden habe.“ Da ist kein Platz mehr dafür. Deswegen ist Mystizismus so anziehend für jeden, der eben nicht allein simpel glauben möchte, der irgendwie sich besser fühlen möchte. Weil der Mystiker ist immer etwas intelligenter als der einfache Gläubige, der einfach nur glaubt. Aber Jesus macht deutlich: Das ist, worum es geht. Es ist einfach. Das Wort Gottes ist simpel und präzise.
[50:03] Er selbst hatte vorhergesagt, schaut mal in Jesaja 49 und dort Vers 2, wo der kommende Messias von sich spricht, der Knecht des Herrn: „Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert.“ Die Worte Jesu waren ein scharfes Schwert. Sie verletzten nicht, aber sie schnitten Wahrheit und Irrtum präzise auseinander. Sie zerstörten all die Geheimniskrämerei des Satans. Aber meistens schnitten sie Sünde aus dem Herzen. Hat nicht schon der Engel der Maria gesagt: „Auch dir wird ein Schwert durchs Herz fahren, wenn du siehst, was das Wort Gottes für dich tut.“ Nicht du für das Wort, sondern das Wort Gottes für dich. Jesus, der Mensch wird und am Kreuz stirbt. Das Wort ist wahrhaftig ein Schwert und schneidet all das weg, was uns selbst erheben lässt. Weil es so einfach, so klar und deutlich zeigt: Wir sind hilflos und brauchen Jesus. Das Leben Jesu beweist, es ist nicht Intellekt oder Kraft oder Askese oder Übung, was uns zu Gott bringt, sondern Gott kommt zu uns. Es ist so einfach, dass man es fast nicht glauben kann. Aber genau darum geht es. Es geht darum, zu glauben, dass es so einfach ist.
[51:59] Hebräer 4, Vers 12 zeigt, warum dieses Schwert ein Schwert ist. Hebräer 4, Vers 12: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens.“ Das Wort Gottes ist deswegen ein Schwert, weil man sich vor ihm nicht verstecken kann. Im Mystizismus kann man sich verstecken.
[52:35] Und schaut mal, der Mystizismus ist total attraktiv. Denn wenn Gott schwer zu verstehen ist, wenn sein Wille rätselhaft ist und seine Gebote fast unmöglich, dann fühle ich mich nicht so schlecht, wenn ich sie gerade nicht erkenne, oder? Dann fühle ich mich relativ okay, dann bin ich, das dauert halt ewig bis dahin. Wenn ich halt nicht genau wissen kann, wie Gott ist, dann ist es fast okay, wenn ich einfach mal mein Ding mache, oder? Aber wenn Gottes Wort einfach klar und deutlich ist, dann gibt es keine Entschuldigung. Und das tut weh. Das schneidet.
[53:26] So ging das Wort Gottes in die Welt. Die Jünger Jesu offenbarten, was das Wort Gottes wirklich bedeutet. Apostelgeschichte 12, Vers 24. Eine wunderbare Aussage. Als Jesus starb, schien es, als ob Gott für immer gewonnen hat. Apostelgeschichte 12, Vers 24: „Das Wort Gottes aber breitete sich aus und mehrte sich.“ Was die Juden nie getan hatten. Jetzt geschah es, das Wort Gottes ging endlich über Palästina hinaus, nach Europa und nach Afrika und nach Asien. In Wellen verbreitete sich das Licht von der Schönheit des Charakters Gottes. All die Mystiker hatten immer Depressionen, unvorstellbar, unerklärbar, so dunkel, so schwarz. Jemand hat geschrieben, ich habe das gelesen, ein Mesopotamischer, ein Experte für mesopotamische Kultur sagt: „Weil die Götter in den Mysterienreligionen immer so kalt und unerkennbar waren, deswegen sind da die Menschen weltlich gewonnen.“ Wenn Gott so lieblos ist und mich einfach nur als Sklave geschaffen hat, na, was bleibt mir anders übrig, als das Leben hier zu genießen? Der Lebensstil ist nur die Folge der Sicht auf Gott. Aber wenn Gott ein gütiger Gott ist, der es so einfach macht, der alles mir den Weg bereitet und ich muss ihm nur folgen, dann kann ich auch meinen Blick auf das himmlische Reich richten. Sie gingen hinaus und das Wort Gottes war gewaltig.
[54:51] Wir springen das. Petrus spricht von dem Wort als dem Fundament, das prophetische Wort und das Neue Testament wurde geschrieben. Hier das älteste Fragment, das wir besitzen in der Rylands Bibliothek in Manchester, das habe ich schon mehrmals selbst gesehen. Johannes 18 steht da drauf, die Frage von Pilatus: „Was ist Wahrheit?“ Und es sah so aus, als ob das Wort Gottes das Schwert endgültig durch die Finsternis des Mystizismus hindurchgeschlagen hat. Doch in all den Papyri tauchten bald andere Papyri auf, von Leuten, die eine neue Idee vertraten. Valentinus zum Beispiel im 2. Jahrhundert, lange bevor der Papst um die Ecke kam, er hatte die Gemeindeleiterwahl in Rom knapp verloren, war wütend darüber und gründete seine eigene Splittergruppe. In dieser Splittergruppe war die Meinung, dass nur das Neue Testament gültig ist und das Alte Testament zu verabscheuen ist, weil der Gott des Alten Testaments ja so komisch ist und nicht übereinstimmend zu bringen ist mit Jesus. So erfand er die Gnosis, schon mal davon gehört, die Gnostiker, die Erkenntnis. Er sagte: „Die einfachen Gläubigen, die nicht besonders geistlich sind, die lesen die Bibel und glauben, das ist so. Aber die wahren Geistlichen, die müssen meditieren, die müssen Erkenntnis gewinnen und die Erkenntnis wird sie wirklich retten.“ Er lehrte, dass es einen Urvater gab, Bythos, und dieser Bythos hat seit Zeitaltern meditiert und geschwiegen und dann gründete er 15 Äonen und ein Äon davon hieß Sophia. Weiß jemand von euch, was Sophia heißt? Sophia? Die Weisheit. Und die Weisheit war zu neugierig, die Weisheit war zu neugierig und fiel aus der Fülle heraus. Und dadurch kam es zur Entstehung einer unvollkommenen Welt. Der Gott des Alten Testaments war nicht der wahre Gott, sondern nur so ein Halbgott, so ein Handwerker.
[57:01] Frage: Gibt es einen Vater? Gibt es jemanden, der weiser war als alle anderen, der vom Himmel fiel? Ist es nicht wahr, dass die Welt durch Jesus geschaffen worden ist, der als Werkmeister bezeichnet wird? Viel Wahrheit, mystisch durcheinandergebracht im Christentum plötzlich. Andere Vertreter: Zerinthos sagte, Jesus war ein, die Welt auch von einem Halbgott geschaffen, Jesus war nur Gott von der Taufe bis zur Kreuzigung. Marcion von Sinope sagte, der Gott des Alten Testaments ist ein jüdischer Stammeshalbgott. Den haben die in der Wüste sich von irgendeinem Busch mitgenommen, aber der Gott des Neuen Testaments. Mani versuchte sogar, Buddha zu rastern und Jesus zu verbinden, und es entstanden all diese mystischen Ideen.
[57:52] Jetzt überspringen wir. Und dann kam Antonius. Satans Ziel war also einmal viele Menschen wegzubringen. Übrigens, ob ihr das glaubt oder nicht, diese Idee allein von Mani, die Religion von Mani, war eine Zeit lang im dritten, vierten Jahrhundert fast gleich berühmt wie das Christentum. Im vierten Jahrhundert war unklar, ob Manis Theorie oder die christliche Theorie sich durchsetzt. Die Religion des Mani ist noch im 14. Jahrhundert in China nachgewiesen. Das war eine Weltreligion. Der Satan hatte gewaltigen Erfolg, viele Christen vom Christentum wieder zurückzuziehen. Aber die, die Christen blieben, für die hat er eine andere Theorie. Er wollte nämlich, dass das Wort Gottes sich nicht verbreitet, oder? Was macht man jetzt mit Christen, die beim Wort Gottes bleiben, die nicht die Gnosis annehmen? Man bringt sie dazu, dass sie einfach für sich bleiben und mit niemandem mehr kommunizieren.
[58:39] So entstand im dritten, vierten Jahrhundert die Bewegung des Mönchtums. Antonius war der erste Asket, der in die Wüste ging. Der sagte: „Jetzt gibt es keine Märtyrer mehr. Konstantin hat das Märtyrertum abgeschafft. Vorher wollten alle Märtyrer werden. Wie kann ich jetzt Märtyrer werden? Ich leide so viel ich kann. Ich gehe in die Wüste und esse so wenig wie möglich. Vielleicht zählt das ja auch noch als Märtyrertum.“ Und viele Christen dachten: „Meine Güte, ist er heilig, was der alles aufgibt für Gott.“ Seine Biografie machte sein Mönchtum sehr berühmt. Und bald gab es in ganz Europa und überall Mönche. Pachomius gründete die ersten Klöster. Und er hatte solche Angst, dass wenn man die Mönche zusammennimmt in den Klöstern, dass man ihnen ja vielleicht sogar Arbeiten geben müsste, dass sie das irgendwie mal sauber machen müssten, dass sie das keinen Gefallen mehr haben am geistlichen Leben. Er sagte: „Okay, ihr könnt alle beten und ich mache alles für euch. Hauptsache, ihr betet und lest und rezitiert.“ Deswegen nannte man ihn bald Abba, den Abbot. Da kommt dann auch die Abbey und so weiter und so fort.
[59:43] Was haben die Wüstenväter gemacht dort in der Wüste? Sie praktizierten Stille und Ruhe. Ein Jesusgebet, die Bea wird euch heute mehr darüber sprechen, mit geschlossenen Augen zu meditieren. Und dann haben sie auch Psalmen und Bibelfersen aufgesagt, aber nicht, um darüber nachzudenken, sondern durch ständige Aufsagen von Bibelfersen eine mystische Erfahrung zu kommen. Einer sagte mal: „Sorge dafür, still zu sein, entleere dein Denken, meditiere in der Furcht Gottes.“ Wenn ihr glaubt, das ist Buddha und Fernost, täuscht euch. Das haben schon frühe Christen noch vor dem Papsttum gesagt. Das wurde alles aufgegriffen und für seine Zwecke dann benutzt. Der Abba Mose sagte: „Sitz in deiner Zelle, und die Zelle wird dich alles lehren.“ Wo war da noch das klare, einfache, simple Wort Gottes, das sagt: „Geh und erzähle der ganzen Welt das Evangelium.“ Alles mystisch überhaucht.
[1:00:40] Dann springen wir hoch. Papsttum kam, aber das Wort Gottes ist nie ganz ausgestorben. Und dann kam Martin Luther mit seinem einfachen, simplen Prinzip von Sola Scriptura, das Wort Gottes allein. Wenn man die Geschichte verfolgt, sieht man ständig diesen Hin und Her, das Wort Gottes, der Mystizismus, das Wort Gottes, der Mystizismus. Luther sagte hier in seiner berühmten Ansprache in Worms: „So bin ich überwunden durch die von mir angeführten Schriften und mein Gewissen gefangen in Gottes Worten.“ Hier war einer, der sagte: „Mich interessiert nicht, was die Kirchenväter, die Wüstenväter, wer auch immer gesagt hat, ich folge dem Wort Gottes und dem Wort Gottes alleine, Sola Scriptura, es reicht aus.“ Und plötzlich brachte sich Licht im Abendland durch. Ihr kennt die Worte von ihm: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen.“
[1:01:33] Einige Zeit später standen die fünf Fürsten in Speyer und protestierten. Was waren ihre Worte? Schaut mal hier, was sie sagen: „Da nur die Lehre, welche Gottes Wort gemäß ist, gewiss genannt werden kann, da der Herr eine andere zu lehren verbietet, da jeder Text der Heiligen Schrift durch deutliche Stellen derselben ausgelegt werden soll, da dieses heilige Buch in allem, was dem Christen nottut, leicht verständlich ist und das Dunkel zu zerstreuen vermag.“ Wie hell das da leuchtet. Da standen Männer für das Schwert Gottes ein, und ihre Aussage war wie ein Schwert. Er hatte Europa in zwei Teile geschnitten, die Protestanten und die, die weiter dem Mystizismus des Katholizismus folgen wollten. „Allein die Predigt des göttlichen Wortes, wie es in den biblischen Büchern des Alten und Neuen Testaments enthalten ist. Dieses Wort ist die einige Wahrheit, die allein Gerichtsschnur aller Lehre und alles Lebens und kann nicht fehlen noch trügen.“ Ein gewaltiger Schlag für den Satan. Das Wort Gottes hatte einen enormen Schlag getan.
[1:02:34] Was würde der Satan jetzt wohl tun? Und wieder kommt der Schwanz. Noch im selben Jahr, wo Luther in Worms steht und sagt: „Hier stehe ich, kann nicht anders“, wird ein spanischer Soldat von einer Kanonenkugel am Knie schwer verletzt. Er überlebt, geht in ein Kloster, liest dort Literatur und bekehrt sich. Sein Name Ignatius von Loyola. Er verbringt ein Jahr als Büßer, er will für alle seine Sünden büßen und sitzt in irgendwelchen Höhlen und hat dort Erleuchtungen, die er aufschreibt. Später wird er sogar von der Inquisition verdächtigt, weil selbst denen das komisch vorkam. Sie haben ihn überlaufen lassen und so gründet er 1539 die Compagnia de Jesus, besser bekannt heute als die Jesuitenordnung.
[1:03:23] Diese Exerzitien, die er aufschreibt, sind sehr interessant. Sie sind ein vierwöchiger Kursus mit Hinweisen zum Ablauf der Übung, Zeiten des Gebetes und der Besinnung. Jetzt hört genau zu, wenn ihr heute Abend den Vortrag von Gabi hören werdet. Ignatius von Loyola wollte, dass Menschen wieder einen radikaleren Glauben an Jesus haben. Sie sollten sich vier Wochen zurückziehen und allein über Jesus nachdenken, über sein Leben, über die Geschichten und sollten dabei meditieren. Sie sollten sich das bildlich vorstellen, was sie lesen und dann anfangen, mit den Personen zu sprechen. Die Bea wird euch ein paar Beispiele davon heute noch vorlesen. Er sagte: „Wir müssen, um in allem das Rechte zu treffen, immer festhalten: Ich glaube, dass das Weiße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die hierarchische Kirche es so definiert.“ Nicht das Wort, sondern die Kirche und alles wieder mystisch überhaucht. Der Jesuitenorden hatte ein Ziel. Was war sein Ziel? Den Protestantismus kaputt zu machen. Und das hat er in weiten Teilen bestens geschafft. Die Prophetie und dominiert, Glauben an Gottes Wort und dominiert und so weiter und so fort, wurde ausgesandt und der Schwanz hatte mächtig zurückgeschlagen.
[1:04:45] Aber Gott hatte noch ein Ass im Ärmel. Da kam ein Mann und sagte, als er sich bekehrte 1816: „Ich will die Bibel lesen und die Bibel allein.“ Und so liest er zwei Jahre lang die Bibel und nichts anderes als die Bibel. Und er entdeckte, dass die Idee, dass Jesus irgendwie geistlich wiederkommen würde, dass er vielleicht schon wiedergekommen sei und man hat es noch gar nicht richtig gemerkt, dass die Idee einer geheimen Entrückung alles Unsinn ist. Jesus kommt buchstäblich wieder, so wie es die Bibel sagt. Ganz einfach, klar und deutlich. Das Wort Gottes hat seine nächste große Stunde und er veröffentlicht seine Methoden der Bibelübersetzung, die können wir jetzt nicht alle, der Bibelauslegung können wir nicht alle lesen. Könnt ihr im Seminar die Adventgeschichte euch anschauen. Aber er zeigt, wie einfach und simpel die Bibel ist und jeder Gläubige kann sie verstehen und wird sie verstehen.
[1:05:32] Was ist das Resultat? Eine gewaltige Erweckung der Reformation. Das Schwert schlägt erneut zu. Miller predigt die Adventbewegung um fast nicht nur ganz Nordamerika, sondern die ganze Welt an vielen Stellen. Ihr kennt die Geschichte, es kommt zur Enttäuschung und der Satan hat wahrscheinlich schon mit den Hufen gescharrt. Alle, die nach der Enttäuschung noch übrig bleiben, die müssen unschädlich gemacht werden. Habt ihr irgendeine leichte Idee, was ihm da eingefallen wäre? Mystik.
[1:06:14] Alle, die übrig blieben, teilten sich in zwei Gruppen. Die einen sagten: „1844 war ohnehin ein Fehler, nicht wahr? Lasst uns weitere Daten suchen.“ Aber alle, die an 1844 festhielten, teilten sich bald in mehrere Gruppen auf und eine von ihnen, die immer größer wurde, ist die ganz Rechte. Die sagt nämlich: „Jesus wäre schon wieder gekommen. 1844. Geistlich, geheimnisvoll, mystisch.“ Das waren ungefähr 90 Prozent von allen, die an 1844 übrig festhielten. Für zwei Jahre lang ging es da drunter und drüber. Ich lese mal was vor, was Ellen White beschreibt: „Wir wurden nach Garland, Maine gesandt, wo wir Bruder Damon und viele andere trafen. Unsere Zeugnisse gaben, da sie verführt seien, da sie glaubten, die Toten wären auferstanden. Ich sagte ihnen, dass Gott mir gezeigt hatte, dass Satan fanatische Irrtümer eingeführt hatte, um zu verführen und ihre Seelen zu zerstören.“ Bruder Damon stand auf und begann auf- und abzuspringen, wobei er ausrief: „Die Toten sind auferstanden und nach oben gegangen. Ehre sei Gott, Ehre, Ehre, Halleluja.“ Andere folgten seinem Beispiel. Sie beschreibt, wie dort manche Menschen auf die Idee kamen: „Wir müssen ja werden wie die Kinder. Lasst uns jetzt alle krabbeln auf vier Vieren.“ Kein Scherz. Menschen, die zwei Jahre davor, ein Jahr zuvor mit der Bibel in der Hand, Daniel 7 und Daniel 8 und Daniel 9 ausgelegt hatten, gesagt haben: „Jesus kommt wieder.“ Fingen an, auf dem Boden zu krabbeln, buchstäblich. Und faselten von geheimnisvoller Wiederkunft und Jesus ist irgendwie schon da und mystisch und was weiß ich wie was. Der Schwanz hat er zurückgeschlagen.
[1:07:47] Einige von ihnen wurden dann Schüttler. Wenn ihr von den Schüttlern gehört habt, vielleicht kennt ihr die Quäker. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie sich reimen. Die Schüttler hatten die Angewohnheit, im Gottesdienst so Schütteltänze auszuführen. Deswegen nannte man sie Schüttler. Die schüttelten sich so. Sie hatten eine Angewohnheit, nicht zu heiraten, deswegen sind sie ausgestorben. Das gibt es hier nicht mehr. Aber es blieben einige übrig, die sich von den Mystikern begeistert haben. Die meisten waren alle so begeistert vom Sabbat und hielten den Sabbat. Die, die sich davon distanzierten, meinten: „Sabbat, das machen doch die Fanatiker.“ Und es gab nur sehr wenige, die sagten: „Sabbat ja, 1844 ja, Mystizismus, weg damit. Die Bibel.“ Das waren nur 50 Leute. Das sind die berühmten 50, die ihr kennt, die Pioniere. Der Rest teilt sich auf in die, die sagen: „Kein Sabbat, kein 1844 oder Mystik.“
[1:08:57] James White und andere, die gemeinsam das Wort Gottes studierten und trotz aller Schläge des Schwanzes eine Bewegung ins Leben riefen, die der Welt die letzte Botschaft des Wortes Gottes predigen sollte. Einfach, klar und simpel. Und 1888 sagte Gott dann zwei Männer, mit Jones und Wagner, die eine besondere Qualität des Wortes Gottes predigten. Nämlich nicht nur, was Gottes Wort sagt, sondern dass Gottes Wort die Kraft hat, es zu tun. Was immer Gottes Wort sagt, kann es auch selbst tun. Das heißt, wir müssen uns nicht anstrengen, gehorsam zu sein, sondern wir können Gottes Wort in Anspruch nehmen. Gott tut das in uns, wenn wir mit ihm kooperieren. Eine Botschaft, die das Potenzial hat, die ganze Welt auf die Wiederkunft vorzubereiten. Und dann kam Kellogg, der sich selbst diese Botschaft bekehrt hatte.
[1:09:55] Und ihr habt ja die Predigten gehört, die wir hier gehalten haben, lang und ausführlich. Als er sich aufgrund des Widerstandes gegen die Gesundheitsreform von der Gemeinde mehr und mehr distanzierte, fing er an, mystische Gedanken jetzt unter den Siebenten-Tags-Adventisten zu verbreiten.
[1:10:11] Sein Buch, "Der lebende Tempel", führte zum Brand des Verlagshauses. Ellen White schrieb später: "Ich habe unseren Lehrern einige Dinge zu sagen bezüglich des Buches 'Der lebendige Tempel'. Wie der Herr mir die Angelegenheit präsentiert hat, tragen diese Meinungen nicht die Bestätigung Gottes. Sie sind eine Schlinge des Feindes, die er für diese letzte Zeit vorbereitet hat. Wir brauchen den Mystizismus nicht, der sich in diesem Buch befindet. Jene, die diese Spitzfindigkeit in Erwägung ziehen, werden sich bald in einer Position befinden, wo der Feind mit ihnen redet." Mit anderen Worten, wer sich mit Mystik beschäftigt, kommt in eine Position, wo Satan durch Dämonen, durch die Vorstellungskraft direkte Kontrolle über uns hat. Es wurde mir gezeigt, dass der Schreiber dieses Buches sich auf einer falschen Fährte befindet.
[1:11:04] Und jetzt schaut den letzten Absatz an: "Der Pfad der Wahrheit liegt nahe neben dem Pfad des Irrtums, und beide Pfade erscheinen denen als einer, die nicht unter der Wirkung des Heiligen Geistes stehen." Mit anderen Worten, Wahrheit und Irrtum sind so nah beieinander, dass wenn ich nicht vom Heiligen Geist wirklich geführt werde, sie aussehen wie ein Weg, kaum zu unterscheiden. Woher bekomme ich den Heiligen Geist? Die Bibel ist das Schwert des Geistes.
[1:11:30] Hier wurde sie gefragt: "Einer nach dem anderen kommt zu mir und bat mich, die Behauptung zu erklären, die in 'Der lebendige Tempel' aufgestellt sind." Kellogg hatte fantasiert, dass Gott irgendwie in allem ist und dass in jeder Pflanze und jedem Tier irgendwie Gott zu sehen ist. Alles mystisch. Sie sagt: "Ich antworte, sie sind unerklärbar. Die Meinungen vermitteln keine wahre Erkenntnis Gottes, obwohl es im ganzen Buch ständig Bibelstellen gibt."
[1:12:13] Ihr Lieben, ich glaube, ihr habt gesehen: Die ganze Weltgeschichte aus Gottes Sicht lässt sich beschreiben als einen Kampf zwischen Schwanz und Schwert. Schwanz und Schwert. Wann immer Gottes Wort einen entscheidenden Schlag macht, kommt Satan mit seinem Schwanz und macht alles wieder zunichte, nebulös, unklar. Und dann kommt Gott mit seinem Wort und macht es wieder klar und deutlich.
[1:12:40] Heute sagt Ellen White: "Es gibt in vielen Kirchen Skeptizismus und Unglaube in der Interpretation der Schrift. Viele, sehr viele hinterfragen die Wahrhaftigkeit und Wahrheit der Bibel. Menschliche Schlussfolgerung und die Einbildung des menschlichen Herzens untergraben die Inspiration des Wortes Gottes." Vielleicht sagt ihr, das betrifft mich nicht. Jedes Mal, wenn wir lesen: "Gott sagt das", und wir sagen: "Ich glaube, das meint er nicht für mich." Jedes Mal, wenn wir sagen: "Ich glaube, Gott hätte in meinem Leben besser handeln können." Jedes Mal, wenn wir sagen: "Also, das ist mir jetzt ein bisschen zu scharf hier, das glaube ich nicht." Oder jedes Mal, wenn wir glauben: "Gott sagt zwar, er rettet alle, aber mich kann er nicht mehr retten." Dann sind wir eigentlich schon mit anderthalb Beinen im Mystizismus. Das Wort Gottes ist das Fundament, und das, was als selbstverständlich angenommen werden sollte, wird mit einer Wolke des Mystizismus umgeben. Nichts steht klar und deutlich fest auf festem Fundament.
[1:13:41] Schaut, was Ellen White sagt: "Dies ist eines der markanten Zeichen der Endzeit." Die Bär wird heute Nachmittag nicht mehr über Postmodern erzählen. Ellen White hat es über 100 Jahre vorher auf den Punkt gebracht: Nichts ist klar und fest.
[1:13:52] Wie endet die Sache? Offenbarung 16, Vers 13. Ob ihr es glaubt oder nicht, der Satan ändert sich nicht. Er wird bis ans Ende diese Methode fahren, weil sie so viel Erfolg gehabt hat. Offenbarung 16, Vers 13: "Und ich sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des falschen Propheten und des falschen Tieres drei unreine Geister kommen, gleich Fröschen. Es sind nämlich dämonische Geister, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes des Allmächtigen." Es wird eine weltweite Verführung geben, eine Verführung, die den Anschein erweckt, als wäre es sogar für Gott, aber in Wirklichkeit sein Wort mit Füßen tritt.
[1:14:38] Vers 14 im Kapitel 17, Offenbarung 17, Vers 14: "Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen, denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige, und mit ihm sind Berufene, Auserwählte und Gläubige." Da wird es in der Endzeit Menschen geben, die die Bibel zur alleinigen Richtschnur haben und die das nicht nur sagen oder Amen rufen in der Gemeinde, sondern die tatsächlich die Bibel kennen und mit Hilfe der Bibel Wahrheit und Irrtum unterscheiden können.
[1:15:11] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, der Kampf ist zu intensiv, er ist zu tödlich, als dass du aus der Ferne irgendwie entscheiden kannst: "Ich glaube, das ist die Wahrheit." Du kannst dich in diese Sache nicht auf dein Bauchgefühl verlassen. Du kannst dich in diese Angelegenheit nicht auf Tradition und andere Menschen verlassen. Du musst die Bibel selbst kennen.
[1:15:33] Offenbarung 19, Vers 11. Ich sah den Himmel geöffnet. Wie endet die ganze Geschichte? Wer gewinnt im Kampf zwischen Schwert und Schwanz? Ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und er, der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige, und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst, und er ist gekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt das Wort Gottes.
[1:16:08] Das Wort Gottes kommt. Das Wort Gottes wird gewinnen. Und wenn es siegt und wenn es gewinnt, dann wird ganz am Ende eine Sache deutlich werden. Letztes Zitat von Ellen White: "Wenn Jesus wiederkommt und dann nach den tausend Jahren der Satan vor dem gesamten Universum bloßgestellt wird", sagt sie folgendes: "Satan scheint beim Anblick der Herrlichkeit und Hoheit Christi wie gelähmt. Der einst ein schimmernder Cherub war, erinnert sich, von wo er gefallen ist. Ein schimmernder Seher auf ein Morgenstern, wie verändert, wie tief gefallen aus der Ratsversammlung, der er einst geehrt war, ist dafür immer ausgeschlossen. Er sieht einen anderen in der Nähe des Vaters stehen und seine Herrlichkeit verhüllen. Er hat gesehen, dass die Hand eines Engels von erhabener Gestalt und majestätischem Aussehen die Krone auf das Haupt Christi setzte, und er weiß, dass das hohe Amt dieses Engels sein Amt hätte sein können. Erinnert sich der Heimat seiner Unschuld und Reinheit, des Friedens und des Glückes, die sein waren, bis er gegen Gott murrte und Neid gegen Christus hegte. Seine Anklagen, seine Empörung, seine Täuschung, um das Mitleid und die Unterstützung der Engel zu gewinnen, seine hartnäckige Weigerung, sich um unsere Errettung zu bemühen, obwohl Gott ihm verziehen hätte, um seine Errettung zu bemühen. Alles erscheint lebhaft vor seinen Augen. Er blickt zurück auf sein Werk auf Erden und dessen Folgen, auf die Feindschaft der Menschen untereinander, auf die schreckliche Vernichtung des Lebens, auf den Aufstieg und Untergang der Königreiche, auf den Sturz der Throne und die lange Reihe von Aufruhr, Kriegen und Revolutionen. Er erinnert sich seiner beständigen Anstrengung, sich dem Werke Christi zu widersetzen und die Menschen immer tiefer sinken zu lassen. Er erkennt, dass seine teuflischen Anschläge machtlos waren, die zu vernichten, die ihr Vertrauen auf Gott gesetzt hatten. Er sieht sein Reich, die Furcht und seine Arbeit unter Blick nichts weiter als Misserfolg und Verderben. Er hat die Menge zu der Annahme verleitet, dass die Stadt Gottes einzunehmen sei, aber er weiß, dass dies nicht wahr ist. Immer und immer wieder ist er während des großen Kampfes geschlagen worden. Immer und immer wieder wurde er gezwungen nachzugeben. Er kennt die Macht und Majestät des Ewigen nur zu gut."
[1:18:10] Es war stets das Bestreben des großen Empörers, sich selbst zu rechtfertigen und die göttliche Regierung für die Empörung verantwortlich zu machen. Auf dieses Ziel hat er alle seine Kräfte, die Kräfte seines riesenhaften Verstandes gerichtet. Könnt ihr sehen, wie in der Zeit all der Jahrtausende immer wieder diese Idee deutlich geworden ist in den Mysterienreligionen, dass Gott an allem Schuld ist? Er hat vorsichtig, planmäßig und mit wunderbarem Erfolg gearbeitet und unendlich viele verleitet, seine Auffassung von dem großen, so lange währenden Kampf zu teilen. Satan hat auch eine Version vom großen Kampf.
[1:18:51] Der Mystizismus in all seinen Folgen und all seinen Formen ist immer dazu da, die Fassung Satans, seine Version vom großen Kampf unter das Volk zu bringen. Während Tausenden von Jahren hat dieser Oberste aller Verschwörung den Irrtum an die Stelle der Wahrheit gesetzt. Aber nun ist die Zeit gekommen, da der Aufstand endgültig besiegt und die Geschichte und das Wesen Satans enthüllt werden sollen. Bei diesem letzten großen Bemühen, Christus zu entthronen, sein Volk zu vernichten und die Stadt Gottes einzunehmen, ist der Erzbetrüger völlig entlarvt worden. Alle, die sich mit ihm verbunden haben, erkennen das vollständige Misslingen seiner Sache. Die Nachfolger Jesu Christi und die getreuen Engel begreifen den vollen Umfang seiner teuflischen Anschläge gegen die Herrschaft Gottes, und Satan ist das Ziel allgemeinen Abscheus.
[1:19:41] Satan sieht, dass seine freiwillige Empörung ihn für den Himmel untauglich gemacht hat. Er hat seine Kräfte geschult, um Krieg gegen Gott zu führen. Die Reinheit, der Friede und die Eintracht des Himmels würden ihm höchste Qual sein. Seine Anklagen gegen die Gnade und Gerechtigkeit Gottes sind verstummt. Sein Vorwurf, den er dem Allmächtigen zu machen suchte, fällt völlig auf ihn selbst zurück.
[1:20:03] Und nun beugt Satan sich vor Gott und bekennt die Gerechtigkeit seiner Vorurteilung. Er hat immer geglaubt, man könnte die Regierung Gottes besser machen. Der Mystizismus hat immer gesagt: "Das Wort Gottes ist gut, aber das ist noch besser." Und am Ende wird deutlich: Es gibt nichts Besseres als Gott. Es gibt keinen besseren Plan, als den Gott hatte. Es gibt kein besseres Gesetz.
[1:20:32] Und wenn das deutlich wird, dann wird das wie ein Schwert sein. Ein Schwert, das für immer die Rebellion tötet. Gott wird keinen buchstäblichen Schwert herausnehmen, sondern die Tatsache, dass all das, was er gesagt hat, immer so eingetroffen ist, und die Tatsache, dass er alles immer offenbart hat und dass nach Jahrtausenden von Untersuchungen niemand auch nur ein Geheimnis finden konnte, das Gott für sich behalten hätte. Macht deutlich: Satan hat gelogen. Das Wort wird wie ein Schwert in die Seele eines jeden Wesens hineinschneiden.
[1:21:15] Die Bibel sagt in Philipper 2, letzter Vers für heute, in Philipper 2 und dort Vers 9: "Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesus sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zu Ehre Gottes des Vaters."
[1:21:44] Heute sind wir aufgefordert, in diesem großen Konflikt, der seit Jahrtausenden tobt, nicht die Orientierung zu verlieren. Heute sind wir aufgefordert, bei dem einfachen, klaren, simplen Wort zu bleiben. Größere Männer und Frauen, als wir es sind, größere und intelligentere Wesen sind durch Mystizismus dahingeschwebt, geschwemmt worden. Niemand verlasse sich auf seine Herkunft als geborener Siebenten-Tags-Adventist. Wir brauchen das Wort. Wir brauchen es in unserem Leben.
[1:22:31] Wir können es uns nicht leisten, zu denken, dass Gott in unserem Leben besser handeln könnte, weil dann haben wir die Tür geöffnet für alle möglichen Formen von Mystizismus. Dann werden wir eine Lehre erfüllen, die das Wort Gottes selbst nicht stillen kann. Dann werden wir offen sein für andere Formen, Gott zu begegnen. Lass das Wort Gottes dein Anker sein. Bau auf das Wort und kenne es aus persönlicher Erfahrung. Lass uns gemeinsam niedergehen und beten.
[1:23:16] Lieber Vater im Himmel, wir sind gerade im Eiltempo durch die Weltgeschichte gegangen und haben gesehen, was für einen Kampf es gibt zwischen deinem klaren, einfachen und wirkmächtigen Wort und dann den Lügen und den Fabeln des Satans, die so oft in dieser Weltgeschichte so breite Teile der Bevölkerung erfasst haben, dass es so oft aussah, als würde er tatsächlich gewinnen. Wir haben gesehen, dass auf jeden deiner Züge der Satan einen Gegenzug geplant hat und ausgeführt hat, dass er ein Gegenstück zum Erlösungsplan hatte, dass er ein Gegenstück zum wahren Judentum hatte, ein Gegenstück zum wahren Christentum, ein Gegenstück zur wahren Reformation, dass er bis in unsere Gemeinde hineingedrungen ist in unserer Geschichte und versucht hat, Mystizismus hineinzubringen.
[1:24:14] Und vielleicht haben wir uns noch nie mit Meditation beschäftigt und mit irgendwelchen fernöstlichen Praktiken, aber wir haben diesen Gedanken gehegt, dass dein Handeln besser sein könnte, dass deine Regierung irgendwie besser sein könnte in unserem Leben, und haben damit im Prinzip die Anklage des Satans wiederholt und haben deswegen unser Bild von dir vernebelt. Vielleicht ist uns deswegen manches so unklar, manches so nebulös in unserem Leben, weil wir deinem Wort nicht implizit vertrauen wie kleine Kinder, weil wir dein Wort nicht beim Wort nehmen, einfach so, wie es dort steht.
[1:25:01] Bitte hilf uns, lass dein Wort ein Schwert sein, das auch in unser Herz hineinschneidet, all das wegschneidet, was dort nicht hingehört. Gedanken und Gesinnung trennt und offenbart, was in unserem Herzen ist. Hab Dank, dass dein Wort lebendig ist und dass wir ihm vertrauen können. Hab Dank, dass wir wissen dürfen, dass alle Dinge, die uns geschehen, zu unserem Besten sind und das Beste sind, was du für uns planen konntest. Und auch wenn wir nicht alles immer gleich sofort erkennen können, dürfen wir das doch glauben und aus deinem Wort leben, und darum bitten wir heute an diesem Tag. Im Namen Jesu, Amen.
[1:25:59] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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