[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir befinden uns im vierten Quartal 2014 und heute mit der Lektion Nummer 11, die da heißt: Bereitwerden für die Ernte. Ich freue mich, dass ihr eingeschaltet habt, dass ihr dabei seid. Wir wollen, bevor wir in die Bibel schauen und dieses Thema studieren, wollen wir gemeinsam beten. Herr unser Gott, wir danken dir dafür, dass wir dein Wort haben, dass wir von deinem Wort gestärkt werden. Wir danken dir für die Lektion, die wir immer wieder machen dürfen und dass wir so von dir lernen können. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute bei uns bist und segne es durch deinen Heiligen Geist, damit wir dein Wort verstehen können, Herr. Ich danke dir dafür im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen.
[0:54] Wir wollen gleich anfangen mit unserem ersten Vers im Jakobusbrief. Jakobus 5 Vers 7. Wie werden wir bereit für die Ernte? Das soll unser Thema sein. In Vers 7 heißt es: „So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.“ Jakobus vergleicht hier die Wiederkunft des Herrn mit einer Ernte und sagt, wir sollen geduldig sein, denn so wie der Bauer oder der Landmann dabei ist zu warten, bis denn die Frucht hervorkommt und natürlich erst dann erntet, so sollen auch wir warten, bis die Erde oder die Menschheit die Frucht des Geistes hervorgebracht hat, weil dann erst die Ernte kommen wird. Global gesehen und durch alle Zeiten hinweg, aber auch in unserem persönlichen Leben. Bevor Jesus Christus wiederkommt, muss erst die Frucht hervorkommen und Jakobus sagt: „Geduldet euch, geduldet euch, denn die Ernte kann nicht eingeholt werden, wenn die Saat noch in der Erde liegt oder wenn der Halm entstanden ist oder wenn die Ähre da ist, sondern es muss erst die volle Frucht in der Ähre da sein, damit geerntet werden kann.“
[2:16] Und das Gleiche ist auch in unserem Leben der Fall. Christus kann uns nicht einfach, auch wenn wir zu seinem Volk gehören, weil wir sagen, wir gehören zu Jesus Christus und wir erkennen Jesus Christus als unseren König und Hohepriester an, kann er nicht sagen: „Okay, ich hole euch jetzt so, wie ihr seid, zu mir.“ Es muss eine Veränderung stattfinden, es muss etwas wachsen in uns, es muss Frucht hervorkommen. Und das ist das Gleiche hier. Wir sollen geduldig warten in unserem persönlichen Leben, aber auch im Abschnitt der Weltgeschichte sollen wir geduldig warten, bis der Herr wiederkommt, denn er hat ein großes Werk zu tun.
[2:50] Ich möchte mit euch das Wort von Jesus lesen in Markus 4, Vers 26 bis 29. Markus 4, Vers 26 bis 29. Und er sprach: „Also Jesus, mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und er schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Samen keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er so gleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“
[3:32] Jesus Christus sagt hier, es ist mit dem Reich Gottes so, wie wenn jemand Samen auf die Erde wirft und dann Nacht und Tag und die Zeit vergeht und da wächst was. Es braucht eine Zeit, wo wir Menschen nichts machen können. Wir wissen nicht, wie diese Frucht aufgeht, wir wissen nicht, was da passiert, aber wir wissen, dass etwas passieren wird. Wenn wir Saat auf die Erde streuen, wird etwas passieren, wenn der Regen drauf fällt. Und genau so ist es im Gleichnis auch in unserem Leben. Wenn die Saat in unser Herz hineinfällt und der Regen drauf fällt, der Heilige Geist darüber kommt, wird etwas in unserem Herzen aufgehen. Aber das braucht seine Zeit. Wir wissen nicht, wie es geschieht. Und wie auch Jesus sagt zu Nikodemus: „Der Wind weht, wo er will, du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht.“ So ist es auch in uns und in jedem Menschen. Der Geist Gottes fängt an, in ihm zu wirken und fängt an, ein Wachstum hervorzubringen. Und dieses Wachstum beschreibt den Weg der Heiligung. Es wächst etwas in seinem Herzen, bis irgendwann die volle Frucht hervorkommt. Und die volle Frucht, die in seinem Herzen hervorkommt, die kennen wir aus Epheser 5, Galater 5 ist es, und hier Vers 22. Hier wird uns die Geistesfrucht gezeigt, was in unserem Herz hervorkommen muss. Galater 5, Vers 22: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ Das ist das, was Jesus Christus in uns entwickeln möchte. Diese Sachen sollen hervorkommen, diese Eigenschaften, das soll unseren Charakter ausmachen.
[5:23] Und wie nun Jesus sagt, dass die Erde von selbst Frucht trägt. Wir wissen nicht, wie es geht, aber die Erde trägt von selbst Frucht, bis denn der Weizen in der Ähre ist. Daraufhin sagt er in Markus 4, Vers 29: „Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er so gleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“ Wenn ein Mensch in seinem Leben so weit vorankommt, dass die Frucht ausgeprägt ist, dass er völlig verändert ist, dass er ein neuer Mensch geworden ist, dass er bereit ist für das Himmelreich, dann schickt Jesus und lässt ihn ernten. Jesus Christus rettet ihn.
[6:03] Und das Gleiche wird auch am Ende der Weltgeschichte sein, wenn die Erde es zulässt, wenn die Menschen bereit sind. Wir wissen, dass die meisten Menschen verloren gehen werden am Ende der Zeiten, das ist eine traurige Nachricht, aber es werden am Ende der Zeiten ein paar Menschen hier auf der Welt leben, die den Charakter Christi tragen, die die Geistesfrucht hervorgebracht haben und die Christus nicht zur Ruhe legt, sondern die hier auf der Erde leben werden für eine gewisse Zeit. Die Geistesfrucht wird gezeigt und der Charakter Christi wird an diesen Menschen sein. Und diese Menschen leben am Ende der Zeit, unmittelbar bevor Christus wiederkommt, mit diesem Charakter noch einige Zeit auf der Erde, auf der es so schlimm aussieht, wie es noch nie ausgesehen hat vorher.
[6:41] Also wenn der Sämann nun die Saat sät, und wir kennen es aus dem Gleichnis vom Sämann, das ist auch Markus 4 in Vers 14, wenn der Sämann die Saat sät, ist es ein Symbol dafür, dass jemand das Wort Gottes sät. Das Wort Gottes, das in die Menschen hineinkommt. Das Wort Gottes, das jeden Menschen auf der Welt oder in jedem Menschen auf der Welt einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Das Wort Gottes ist eine Kraft, es hat eine Macht in den Herzen der Menschen zu wirken. Und wenn der Sämann oder der Prediger ein Wort sät in das Herz der Menschen, dann fängt jetzt die Arbeit von Jesus Christus an. Der Heilige Geist wird nun wirken in diesem Herzen und wird die Frucht aufgehen oder wird die Saat aufgehen lassen, so heißt es.
[7:33] Wir lesen hierzu mal Joel 2 und hier Vers 24. Joel 2, Vers 24. Oh, wir lesen 23. „Und die Tennen sollen voll Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen.“ Und die Kinder Zion sollen frohlocken und sich freuen über den Herrn, euren Gott, denn er gibt euch den Frühregen in rechtem Maß, und er lässt euch am ersten Tag Regengüsse herabkommen, Frühregen und Spätregen. Die Kinder Zion, frohlockt und freut euch darüber, dass Gott euch den Frühregen schickt, und zwar in rechtem Maß, heißt es. Er schickt Frühregen und Spätregen, aber es heißt hier ganz deutlich, er schickt den Frühregen im rechten Maß.
[8:21] Denn der Regen, das ist das Symbol für den Geist Gottes, das lebendige Wasser, von dem Jesus auch in Johannes 4 spricht und in Johannes 7 erklärt er, dieses lebendige Wasser ist der Geist Gottes. Dieser Regen, der da fällt, ist der Geist Gottes, der in den Herzen der Menschen wirkt, aber der Geist Gottes, der soll die Menschen in alle Wahrheit leiten, Stück für Stück. Und er gibt den Frühregen im rechten Maß. Jesus Christus hat seinen Jüngern noch nicht alles erzählt damals, als Jesus hier auf der Erde war, denn sie konnten noch nicht alles tragen. Aber er sagt, der Geist Gottes wird euch in alle Wahrheit hineinleiten, und zwar Schritt für Schritt. Christus überfällt niemanden mit der ganzen Wahrheit, er leitet ihn hinein in die Wahrheit. Und so wirkt auch der Regen in unserem Herzen. Den Frühregen gibt er uns in rechtem Maß, so viel wie wir tragen können. Denn hierin erkennen wir auch unser Wachstum. Wenn Gott uns alle Wahrheiten auf einmal geben würde, das könnten wir gar nicht tragen, wir wüssten gar nicht, wohin müssen wir uns wenden, was ist unser nächster Schritt, was ist der Weg, den Gott mit mir vorhat. Ich würde nur mein Elend darin erkennen und wahrscheinlich in Selbstmitleid versinken. Aber er gibt uns die Wahrheit Stück für Stück in rechtem Maße. Er weiß, wo wir stehen im Leben. Und der Frühregen wird bewirken in unserem Herzen, dass wir eine Erneuerung erfahren im Herzen und dass wir Wahrheit mit auf den Weg bekommen und unseren Weg ändern und Christus folgen. Und im Laufe dieses Weges, auf dem wir Christus folgen, wird Christus uns neue Wahrheiten geben, Stück für Stück. Und das ist nicht ungewöhnlich, dass wir als Christen auch in der Vergangenheit, wenn wir schon Christen waren zu der Zeit, noch viele Fehler gemacht haben, einfach aus Unkenntnis oder weil wir es nicht ernst genommen haben, die wir im Laufe der Zeit, im Laufe unseres Wachstums, dann verändern und korrigieren. Das nennt sich Wachstum und Heiligung.
[10:07] Also in Joel 2, Vers 23 heißt, wir sollen frohlocken darüber, denn Gott gibt uns den Frühregen und er lässt Regengüsse herabkommen und heißt Frühregen und Spätregen. Der Frühregen ist der Frühregen bewirkt, dass wir den Weg zu Christus kennenlernen. Der Frühregen bewirkt diese erste Änderung, diesen ersten Wunsch in unserem Herzen: „Ich möchte Christus folgen.“ Und der Spätregen bewirkt, dass die Frucht hervorkommt. Beides wird in unserem Leben stattfinden müssen, wenn wir zu Christus gehören, der Frühregen und der Spätregen. Der erste Wunsch danach, Christus zu folgen, aber dann auch die Kraft, es zu vollbringen. Denn es ist der Geist Gottes, der beides in uns bewirkt. Er schenkt das Wollen und das Vollbringen. Und beides, Früh- und Spätregen, muss in jedem Leben sichtbar werden.
[10:55] In Vers 24, Joel 2, Vers 24 heißt es: „Und die Tennen sollen voll Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen.“ Wenn das passiert, wenn der Früh- und dann der Spätregen kommt, dann sollen die Tennen voll Korn werden. Die Keltern sollen von Most und von Öl überfließen. Das sind natürlich Symbole in der Bibel, die wir kennen. Korn ist, das gesät wurde, es wurde ja auch das Korn ausgestreut, der Sämann hat es gesät, ist ein Symbol für das Wort Gottes. Also das Wort Gottes soll reichlich zunehmen. Wenn dann Früh- und Spätregen fallen, soll das Wort Gottes, die Erkenntnis, in uns stark zunehmen. Gleichzeitig heißt es hier, die Keltern sollen von Most und von Öl überfließen. Most ist natürlich das, was man aus den Früchten gewinnt, in dem Fall zum Beispiel aus Trauben. Das Traubenblut oder der Traubensaft soll reichlich zunehmen, der Wein in der Bibel. Wein ist ein Symbol für das Blut Jesu Christi, das ist Vergebung. Wenn ich den Regen empfange, dann wird natürlich als Konsequenz in meinem Leben der Heilige Geist mir mein Leben zeigen und ich werde erkennen, ich bin ein sündiger Mensch, werde zu Jesus Christus kommen und werde ihm ein sündiges Leben hinlegen und das Resultat davon ist, der Wein wird überfließen. Jesus Christus wird mir alles vergeben. Jeder Mensch, der zu ihm kommt, und wenn unsere Sünden auch so rot sind wie Scharlach, sie sollen weiß wie Schnee werden. Jesus Christus wird uns alle Sünde vergeben. Der Most wird überfließen und gleichzeitig heißt es hier, nicht nur Most wird überfließen in den Keltern, sondern auch das Öl. Und das Öl ist nach Zacharia 4 ein Symbol für den Heiligen Geist, der uns weiterleitet und uns voranbringt im Leben. Also Dinge, die wir brauchen: das Wort Gottes, das Blut der Vergebung Jesu Christi und natürlich der Heilige Geist, Dinge, die unser Leben ausmachen als Christen. Und Früh- und Spätregen werden das bewirken. Der Heilige Geist in unserem Leben wird uns das alles bringen, denn der Heilige Geist wird uns in die Wahrheit hineinführen, also in das Wort Gottes und wird uns zu Jesus Christus bringen. Er wird uns vergeben, er hat sein Blut für uns vergossen, damit wir eine Chance haben, erneuert zu werden. Und das Öl des Geistes wird unser Leben in die Heiligung bewegen. Wir werden von Neuem geboren.
[13:11] Nun, wann passiert das? Wann wird Jesus Christus das machen? Also wann wird der Geist Gottes in unserem Herzen die Möglichkeit haben, uns zu heiligen, uns zu verändern? Denn wir lesen das und sagen: „Früh- und Spätregen ist super, das möchte ich auch in meinem Leben haben und diese Vergebung, diesen Most und den Heiligen Geist, Öl und Erkenntnis der Bibel, das möchte ich alles haben in meinem Leben. Ich möchte wissen, wer ist Jesus Christus, wie ist Jesus Christus, welchen Dienst macht Jesus Christus, gerade wo stehen wir in der Weltgeschichte.“ Aber wie passiert das, dass ich das bekomme? Hierfür hat die Bibel uns auch was zu sagen im 5. Mose. 5. Mose 11, Vers 13 bis 15.
[13:53] 5. Mose 11, Vers 13 bis 15. Hier heißt es: „Wenn ihr nun meinen Geboten eifrig gehorcht, die ich euch heute gebiete, so dass ihr den Herrn, euren Gott, liebt und ihm mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele dient, so will ich den Regen für euer Land geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, dass du deinen Korn, deinen Most und dein Öl einsammeln kannst. Und ich will deinem Vieh auf deinem Feld Gras geben, und du wirst essen und satt werden.“ Hier heißt es, wann werden wir Most, Öl und Korn empfangen? Übermäßig zu dem Zeitpunkt, wenn der Regen kommt, zu dem Zeitpunkt, wenn wir die Gebote Gottes halten. „Wenn ihr nun meinen Geboten eifrig gehorcht“, heißt es hier, „dann als Konsequenz wird das und das passieren. Ich will den Regen geben für euer Land und ihr sollt alles im Überfluss haben.“ Also der Wunsch ist nicht: „Ich möchte den Regen haben, ich möchte den Heiligen Geist in meinem Leben haben, damit ich ein neues Leben machen kann, damit ich die Gebote halte und den neuen Wunsch in mir empfinde, ein besseres Leben zu führen.“ Sondern ich soll den Wunsch haben: „Ich möchte Gott folgen von ganzem Herzen und ich soll es machen aus meiner eigenen Kraft, so gut ich kann.“ Und Gott verheißt: „Ich will dir alles geben, was du dafür brauchst.“ Aber ich muss den Schritt machen, ich muss den Schritt gehen. Ich muss sagen: „Okay, kostet was es wolle, ich werde Gottes Gebote befolgen. Ich werde mein Leben Jesus Christus übergeben. Ich werde mich dem König des Himmels unterstellen und ich werde fortan in seinem Gesetz bleiben.“ Und dann werde ich Gott bitten, mir die Kraft dafür zu geben und alles, was ich dazu brauche. Und Gott verheißt: „Ich werde es euch geben. Ich werde jedem geben, der es braucht.“
[15:33] Übrigens, interessante Parallele möchte ich mal mit euch hineingucken. In Jeremia 40. Jeremia 40 und zwar die Verse 11 und 12. Jeremia 40, 11 und 12.
[16:01] Hier heißt es: „Als auch alle Juden, die in Moab und unter den Ammonitern, in Edom und allen Ländern wohnten, hörten, dass der König von Babel einen Überrest in Juda gelassen und Gedalja, den Sohn Achikams, des Sohnes Schafans, über sie gesetzt hatte, da kehrten alle diese Juden wieder zurück an den Ort, wohin sie vertrieben worden waren. Und sie kamen in das Land Juda zu Gedalja nach Mizpa und sie ernteten Wein und Obst in sehr großer Menge.“ Hier wird beschrieben, dass es Juden gab, also Menschen, die zum Volk Gottes gehörten, aber in den Ländern um Israel herum verstreut waren, also bei den Ammonitern, den Edomitern und den Moabitern. Hier waren nun die Menschen verstreut, die eigentlich zum Volk Gottes gehört haben. Und als sie hörten: „In Israel hat der Herr einen Überrest übrig gelassen, es gibt Gottes Volk noch“, da schließen sich diese Völker den Israeliten wieder an und sie gehen zu Gedalja, zu dem eingesetzten Statthalter. Und hier heißt es, gerade gelesen, Vers 12: „Sie kamen alle zurück und sie ernteten Wein und Obst in sehr großer Menge.“
[17:17] Wein und Obst in sehr großer Menge. Wir hatten gerade gesehen, was das für Symbole waren. Wein und Obst. Also Wein war das Blut Jesu Christi, Obst sind Früchte, also die Geistesfrüchte. Hier kommen Völker zurück, die eigentlich zum Überrest gehören, die sehen, ein Überrest ist übrig geblieben, und sie kommen zurück. Woher kennen wir diese Szene? Ganz, ganz ähnliche Verse finden wir in Daniel 11, ganz am Ende. Wir schauen uns gemeinsam rein. Daniel 11, Vers 41 bis 43. Für die Insider unter uns, wer dieses Daniel 11 Studium mal gemacht hat, die letzten Verse, die wir jetzt gleich lesen, von 41 bis 43, auch bis 45 noch, sprechen von den letzten Tagen der Weltgeschichte.
[18:12] Und hier heißt es in Vers 41: „Er, das ist der König des Nordens, das abgefallene Papsttum, die abgefallene Kirche, er wird in das herrliche Land kommen, und viele werden unterliegen; diese aber werden seiner Hand entfliehen: Edom, Moab und die Vornehmsten der Ammoniter. Er wird auch seine Hand nach den Ländern ausstrecken, und das Land Ägypten wird nicht entfliehen, sondern er wird sich der Gold- und Silberschätze und aller Kostbarkeiten Ägyptens bemächtigen, auch wenn Lubion und Koschiten zu seinem Gefolge gehören.“ Hier werden die gleichen Völker genannt, die Völker, die um Israel herum leben: Edom, Moab und auch die Ammoniter werden auch kommen. Sie werden zurückkommen, also sie werden nicht eingenommen werden von diesem König des Nordens, sie werden entfliehen. Diese Szene hier, wenn wir das vergleichen mit dem, was wir gerade in Jeremia gelesen haben, entdecken wir, dass Jeremia auch sagt, hier sind Völker, die sehen, da ist noch ein Überrest, sie werden zurückkommen, und das Resultat davon wird viel Wein und viel Frucht sein. Zu dem Zeitpunkt, und das ist der Zeitpunkt, wenn die Hand ausgestreckt, wenn der König des Nordens die Hand ausstreckt nach dem herrlichen Land und dann auch ganz Ägypten erobern wird, alle Länder der Welt, und hier heißt es, sie wird sich aller Kostbarkeiten, aller Schätze bemächtigen. Zu dem Zeitpunkt, wenn die Sonntagsgesetze erlassen werden, erst lokal, dann global und dann eine Art Welthandelsorganisation bestimmt, wer mit wem handelt und wer nicht. Wenn Gesetze regeln, wer mit wem handeln darf und wer nicht. Zu dem Zeitpunkt werden Gruppen übrig bleiben, die den Überrest sehen, sich dem Überrest der Völker anschließen. Sie werden sehen, da gibt es noch eine Gemeinde auf der Welt, die wirklich noch die Gebote Gottes treu hält, die wirklich noch zum Herrn dazugehören, zum Herrn festhalten in dieser Zeit, wenn die Bibel, die Gebote und alles nichts mehr gilt, und sie werden sich anschließen.
[20:12] Und das Resultat? Viel Wein und viel Früchte. Viel Wein, viel Vergebung wird da sein. Die Menschen werden ihr Leben zu Gott bringen, und Gott wird diesen Menschen vergeben, und es wird viel Frucht bringen. Wenn viel Frucht kommt, viel Frucht kommt als Folge des Spätregens, dann wird zu dem Zeitpunkt, der Spätregen wird fallen und viel Frucht wird hervorkommen. Es ist, ihr kennt es wahrscheinlich, der laute Ruf, der die Menschen am Ende aus Babylon herausholt, und der Spätregen wird fallen. Das ist das, was uns noch erwartet. Das ist der Spätregen in der gesamten Weltgeschichte. Der Spätregen, die letzte Vorbereitung, um die Menschheit bereit zu machen für die Ernte. Das wird uns noch erwarten, liegt vor uns.
[21:13] Aber es geht etwas vorweg. Diese Völker, die kommen aus einem bestimmten Grund zurück. Wir lesen mal Hosea 6, Vers 3. Hosea 6, Vers 3. Ja, es heißt jetzt so: „Lasst uns erkennen, ihr eifrig trachtet nach der Erkenntnis des Herrn. Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt.“ Die Menschen, die zurückkommen, sagen: „Lasst uns erkennen, ihr eifrig trachtet nach der Erkenntnis des Herrn.“ Sie möchten Jesus Christus kennenlernen. Sie möchten sich dem Herrn anschließen, denn sie sagen, er wird wiederkommen und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss und wie ein Spätregen, der das Land benetzt. Diese Menschen sehen, wo die Wahrheit zu finden ist, und sie werden sich anschließen.
[22:09] Deswegen, liebe Freunde, haltet eure Glaubenspunkte hoch. Haltet die Bibel hoch, egal wo die Zeiten jetzt hingehen. Ob es heißt, das ist ein altes Buch und das kann man nicht mehr richtig verstehen und da sind viele Menschen, die das zu komischen Zeiten geschrieben haben. „20 Leute haben das Buch Mose geschrieben“ und diese ganzen kuriosen Dinge, die heute in der Welt rumgeistern. Viele sagen, das ist nicht mehr das Wort Gottes. Aber ich sage euch, haltet das Wort Gottes hoch und tut nichts dazu und nehmt nichts davon weg. Dieses Wort ist eine Kraft, und nach dieser Kraft werden sich die Völker eines Tages sehen. Und wenn in eurer Gemeinde dieses Wort rein und unverfälscht verkündet wird, werden die Menschen in die Gemeinden hineinkommen. Deswegen, dieses Wort ist die Kraft, die wir haben. Die Menschen, die Völker werden nach dieser Kraft suchen, und sie werden zurückkommen, und der Spätregen wird fallen.
[23:00] Schauen wir in Jakobus weiter. Nächster Vers, Jakobus 5, Vers 8. Es ist so: „Wartet auch ihr geduldig, stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe.“ Auch wir, sagt Jakobus, sollen geduldig warten. Die ganze Welt wartet. Der Römerbrief sagt sogar, die ganze Schöpfung sehnt sich nach der Wiederkunft des Herrn. Und auch wir sollen geduldig warten. Wir sollen unsere Herzen stärken. Wir sollen bereit werden für das, was kommt. Wir sollen uns vorbereiten lassen, denn es dauert nicht mehr lange und der Herr kommt.
[23:40] Wie lange dauert das denn noch, wenn ihr sagt, der Herr ist nahe? Wie lange dauert das denn noch, bis denn der Herr nun kommt? Ich glaube, wir können aus der Geschichte lernen, was passiert, bevor Jesus Christus wiederkommt. In Matthäus 3 sehen wir, dass Johannes der Täufer aufgetreten ist. Wir können lesen, Matthäus 3, Vers 1 und 2.
[24:07] Matthäus 3, Vers 1 und 2. „In jenen Tagen aber erschien Johannes der Täufer und verkündete in der Wüste von Judäa und sprach: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.“ Hier sagt Johannes: „Das Reich der Himmel wäre nahe herbeigekommen.“ Natürlich, wovon spricht er? Jesus Christus kommt. Und er sagt: „Tut Buße, ändert euer Leben. Die Zeit, die Gnadenzeit für Israel ist fast abgelaufen. Ändert euer Leben und bekehrt euch zu Gott.“ Kurz bevor Jesus kam, stand Johannes auf und verkündete mit einer Vollmacht einen Ruf zur Umkehr und zur Abkehr vom Bösen, dass viele Menschen damals von den Juden sich abgewendet haben von ihren alten Traditionen, Bräuchen und schlechten Regeln und zurückgefunden haben zu den ganz alten, uralten Gesetzen Gottes und sich vorbereitet haben auf den Herrn, der da kommt. Und dann kam Jesus Christus und hat eine Umkehr, viel Frucht gezeigt und hat viel Wein gegeben, viel Vergebung. Und am Ende seines Lebens, wir wissen, da hat er es versiegelt. Da hat er den Wein ein für alle Mal gegeben für alle Völker, für alle Menschen.
[25:27] Und am Ende der Zeiten wird es noch mal so sein. Am Ende der Zeiten wird es wieder eine Bewegung geben. Es wird wieder ein Ruf erscheinen: „Kommt raus, ändert euch.“ Denn Jesus Christus sagt in Matthäus 24, Vers 14: „Es muss, bevor Jesus Christus wiederkommt, muss dieses Evangelium in der ganzen Welt verkündet werden.“ Er sagt, es wird Kriegsgerüchte geben, Erdbeben, Seuchen und verschiedene Dinge. Aber es muss erst das Evangelium in der ganzen Welt verkündet werden, bevor er wiederkommt. Und so liegt es auch an uns, wenn wir sagen, wir wollen zu einer Zeit leben, wenn Jesus Christus wiederkommt. Wir wollen es noch lebend mitbekommen. Dieses Evangelium um die ganze Welt zu bringen, das ist unsere Aufgabe. Es muss der laute Ruf kommen. Wir müssen die Menschen warnen.
[26:12] In Offenbarung 18 wird interessanterweise ein Ruf wiederholt, den ich aus der Drei-Engels-Botschaft kenne, der aber nicht laut genug gerufen wurde. Und in Offenbarung wird sich nochmal ein Engel erheben, ein Botschafter mit sehr, sehr lauter Stimme. Offenbarung 18, 1 bis 4. „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit. Und er rief kraftvoll, mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel. Denn von dem Glutwein ihrer Unzucht haben die Völker getrunken, und die Könige der Erde haben mit ihrer Unzucht getrieben. Und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden. Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.“
[27:14] Der laute Ruf. Es muss am Ende zur Menschheit gebracht werden. Es muss aufgedeckt werden. Was ist dieses kaputte System? Was ist Babylon? Was ist aus dieser Religionsvermischung geworden? Und die Menschen, und das ist interessant, innerhalb Babylons, innerhalb dieses neuen Systems, dieser großen ökumenischen Bewegung, wo alles von Riesen durcheinander herrscht, eine Verwirrung, ein Babylon ist, da befindet sich Gottes Volk. Sonst könnte Gott hier nicht sagen: „Ruft sie heraus, mein Volk.“ Gottes Volk ist gerade zu diesem Zeitpunkt heute in vielen religiösen Systemen, in vielen Kirchen der Welt verbreitet. Und das sind Menschen, die sehen sich nach den Worten Gottes, die sehen sich nach der Botschaft, die sehen sich nach der Bibel, die sehen sich nach dem, was Martin Luther gesagt hat: Sola Scriptura. Nicht alles durcheinander, sondern einzig die Bibel. Das sind Menschen, und wir sollen sie herausrufen. Und das umso mehr, umso näher die Zeit zum Ende geht. Und wenn das erscheint, wenn dieser Ruf kommt: „Heraus!“ und die Völker, die Edomiter, die Moabiter, die Ammoniter im geistlichen Sinne zurückkommen werden, dann ist das Ende so kurz davor. Und das ist unsere Aufgabe. Das ist unsere Aufgabe in der heutigen und jetzigen Zeit, wenn wir wirklich bereit werden wollen für die Ernte. Denn das ist das eine, das in unserem persönlichen Leben zu machen. Und das andere ist es, die Ernte der Erde bereit zu machen, dass sie geerntet werden kann. Denn wie viele Menschen gibt es in all den Kirchen weltweit, in all den religiösen Gruppierungen, aber wie wenig Menschen wissen eigentlich die Wahrheit von Jesus Christus. Wie wenig Menschen wissen eigentlich, kennen das ganze Evangelium. Und denkt an die armen Menschen, die in Kirchen sitzen, in denen die Bibel nicht mehr als Bibel, als Wort Gottes verkündet wird. Und die eine Sehnsucht danach haben, einen Hunger nach den Worten Gottes. Und es ist unsere Aufgabe, es diesen Menschen zu bringen. Dafür sind wir da. Dafür hat Gott seine Gemeinde ins Leben gerufen. Das ist die Existenzberechtigung seiner Gemeinde.
[29:18] Ein praktischer Tipp von Jakobus. Wir gehen weiter in unserem Jakobus-Text. Jakobus 5 Vers 9. Er heißt es: „Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür.“ Erst sagt er, die Wiederkunft des Herrn ist nahe. Und jetzt sagt er, der Richter steht vor der Tür. Und er sagt: „Seufzt nicht gegeneinander, damit ihr nicht verurteilt werdet.“ Also wir sollen uns gegenseitig nicht anklagen. Das ist übrigens ein Problem, das wir heute oft haben. Ich bin in verschiedenen Gemeinden. Wenn ich in diese Gemeinden hineingucke und ich merke, wie die Menschen gegeneinander klagen, wie sich die Gemeinden in mehrere Lager spalten und mehr damit beschäftigt sind, sich gegenseitig anzuklagen, als damit das Wort Gottes zu verstehen und Gott kennenzulernen, dann fällt es schwer, aus diesen Gemeinden den lauten Ruf herauszuhören. Denn wie wollen wir Menschen zur Umkehr bringen? Wollen wir Menschen das Wort Gottes geben, wenn wir für das Wort Gottes gar keine Zeit mehr haben, sondern mehr damit beschäftigt sind, uns gegenseitig anzuklagen? Der Satan hat viel Freude daran, wenn wir gegenseitig über uns herfallen und sagen: „Der eine ist mir zu liberal, der andere ist mir zu konservativ, der eine glaubt das, der andere glaubt das, der andere glaubt das.“ Wir sollen die Zeit nicht damit verschwenden, uns gegenseitig anzuklagen. Wir sollen eine klare Richtlinie haben: die Bibel. Und daran sollen wir alles entscheiden.
[30:44] Und es heißt auch nicht, wenn es heißt, klagt euch nicht an, dass wir uns nicht gegenseitig ermahnen sollen. Doch, das sollen wir tun. Wir sollen uns in Liebe gegenseitig ermahnen. Wir sollen uns aufbauen, wir sollen uns aufrüsten. Aber es muss der Grundkonsens sein in den Gemeinden, dass wir eine Basis haben. Das Fundament, auf dem wir stehen: Jesus Christus, das lebendige Wort und seine Bibel. Das Wort, das wir in Schriftform vorliegen haben, an dem wir alles prüfen können, was unser Maßstab ist. Leere Klagen und hohle Phrasen und leeres Geschwätz sollen den Gemeinden nicht gehört werden.
[31:21] Ganz anders soll es sein nach Römer. Was ist 15? Römer 15, Römer 15 Vers 13 und 14 heißt es. Römer 15 Vers 13 und 14. „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Ich selbst habe aber, meine Brüder, die feste Überzeugung von euch, dass auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, einander zu ermahnen.“ Also Paulus geht davon aus, dass wenn die Menschen erfüllt sind mit Erkenntnis – und Erkenntnis gewinnen wir aus den Worten Gottes – dass sie in der Lage sind, einander zu ermahnen. Das sollen sie tun. Schlecht ist, wenn sie einander ermahnen, aber das Wort Gottes nicht kennen. Dann führt es zu Wirrwarr und Streitereien in der Gemeinde. Und wenn sie sich selber, wenn sie nicht sich verändern lassen täglich vom Geist Gottes, dann führt es zu Zank und Streitereien und verhärteten Herzen. Ein Riesendurcheinander in der Gemeinde Gottes. Aber Gott ist ein Gott der Ordnung. Seine Ordnung haben wir vorliegen. Das ist der Maßstab, mit dem Gott seine Gemeinde führen möchte. Und hierin können wir alles erkennen, was ist gut und was ist schlecht.
[32:46] Natürlich soll Recht gesprochen werden in der Gemeinde. Natürlich sollen wir eine klare Linie haben. Aber es darf nicht dieses Gegeneinander geben. Ich möchte euch ein Beispiel sagen. Ich bin manchmal in Gemeinden unterwegs und heute ein aktuelles Thema, gerade in vielen Adventgemeinden, die Frage nach der Homosexualität. Und wenn ich in verschiedenen Gemeinden unterwegs bin und ich sehe den Umgang der Geschwister, dann sagen einige: „Ich werde mich nicht auf die Seite derer stellen, die für die Homosexualität sprechen in den Gemeinden. Denn ist es Gott ein Gräuel, das steht in der Bibel, also will ich mit denen nichts zu tun haben. Kein Homosexueller darf in unsere Gemeinde hineinkommen.“ Die andere Seite sagt: „Naja, Jesus Christus hat die Sünde angenommen, natürlich darf jeder Homosexuelle in unsere Gemeinde hineinkommen und darf da auch seinen eigenen Kreis gründen und wie auch immer. Wir sollen doch offen sein für jeden Menschen.“ Aber hier wird was vermischt, weil man das Wort Gottes nicht kennt. Ja, der Erste hat Recht. Homosexualität ist für Gott ein Gräuel. Es hat in seiner Gemeinde nichts zu suchen. Der Andere hat aber auch Recht, indem er sagt: „Lasst doch die Sünder hereinkommen.“ Und das ist das, was wir erkennen müssen. Natürlich müssen wir den Sündern die Tür öffnen. Wie sollen sie sonst die Sünder erkennen? Und wir müssen diese Menschen hineinlassen. Die Sünder sollen in die Gemeinde kommen, die Sünde soll draußen bleiben. Die Idee ist ja, dass sich die Menschen verändern. Wenn ich die Sünder hineinkomme und sage: „Okay, ihr könnt euren eigenen Kreis gründen, ihr bildet eine kleine Gruppe von Homosexuellen oder von was weiß ich, was ihr für Ideen und Gelüste habt“, und ich lasse eigene Gruppen gründen, dann ist es falsch. Weil das ist nicht mehr Gemeinde Gottes, das ist außerhalb der Gemeinde Gottes, außerhalb seines Wortes. Jeder Mensch darf kommen und Gott möchte jeden Menschen verändern. Und ob ich da nun hineinkomme und seltsame Vorstellungen von meinem Leben habe, vielleicht eine seltsame Vorstellung von einer Ehe habe oder seltsame Vorstellungen über sexuelle Aktivitäten habe, spielt für Gott keine Rolle. Wenn was verwirrt ist und was kaputt ist in mir, möchte Gott es heil machen. Und so muss ich mit den Sündern umgehen.
[35:01] In der Gemeinde muss ganz klar gesagt werden, was ist Gottes Wille und was nicht. Und an diesem Beispiel der Homosexualität wissen wir, Gott ist ein Gräuel, Gott möchte es nicht. Also müssen wir diesen Menschen helfen. Genau wie die Menschen auch uns helfen, mit unserem Problem Sünden fertig zu werden, dass sie uns zu Gott bringen, dass sie uns die Wahrheit aus den Worten Gottes bringen. Und wenn wir auf die Knie gehen und Gott darum bitten, kann er uns Stück für Stück verändern. Der Geist bewirkt es in uns. Und so wollen wir allen Menschen helfen. Also wir sollen nicht gegeneinander klagen, wir sollen einander ermahnen und aufbauen und dem anderen helfen. Und ich sollte jedem helfen.
[35:36] Und es geht nicht nur die Leute, die von außen kommen mit ihren Problemen herein, es geht auch um die Menschen, die in der Gemeinde sitzen und hier ihre Probleme haben. Ich kann sie ständig anklagen, aber das bringt ihnen nichts und es bringt mir nichts. Ich selber werde dadurch, mein Charakter wird dadurch verfinstert. Ich werde einen schlechten Charakter annehmen und das Gegenüber wird dadurch entmutigt und wird sich zurückziehen und sich auch verhärten. Wenn ich aber in Liebe ermahne, sage: „Das ist das Wort Gottes, lass uns dafür beten, mein Bruder, meine Schwester, dass wir gemeinsam in der Heiligung vorankommen. Du hast deine Probleme, ich habe meine Probleme, aber Gott möchte uns beiden helfen.“ Dann ist das ein guter Weg, den wir in der Gemeinde haben sollten.
[36:12] Ein Beispiel hierzu: 1. Korinther 6, Vers 1 bis 6. „Wie kann jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen anderen hat, sich bei den Ungerechten richten lassen anstatt bei den Heiligen? Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden? Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden? Wie viel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens? Wenn ihr nun über Angelegenheiten dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzt ihr solche zu Richtern ein, die bei der Gemeinde nichts gelten. Zur Beschämung sage ich es euch. Demnach ist also nicht ein einziger Weiser unter euch, der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder, sondern ein Bruder führt Rechtsstreit mit einem anderen und das vor Ungläubigen.“ Paulus mahnt hier an die Gemeinden im Korinth und sagt: „Das Problem, das ihr habt, warum verklagt ihr euch vor weltlichen Gerichten? Ist denn keiner unter euch, der ein weises Urteil fällen kann? Ist denn keiner unter euch, der seine Bibel kennt? Warum klagt ihr einander an?“ Hey, und das gibt es auch bei uns in den Gemeinden. Ich habe das einige Male erlebt, dass Adventisten, andere Adventisten vor weltlichen Gerichten verklagt haben. Und es ist nicht die Idee, die Gott mit seinem Volk hat. Wir sollen uns nicht gegenseitig verklagen und sagen: „Der ist ganz, ganz schlimm und der gehört hier nicht her und den müssen wir, mit dem wollen wir nichts zu tun haben“, sondern wir müssen einander ermahnen und helfen und schon gar nicht vor ein weltliches Gericht ziehen und sagen: „Der hat schlecht gehandelt“, sondern denjenigen helfen. Wir sollen denjenigen nicht hinter Gittern bringen, wir sollen denjenigen helfen, dass sein Charakter verändert werden kann. Es soll Recht gesprochen werden bei uns in der Gemeinde. Gibt es denn keine Weisen mehr, die es können? Gibt es denn niemanden mehr, der seine Bibel wirklich kennt?
[38:18] Und Paulus gibt ein praktisches Beispiel. Ein Kapitel vorher, in Kapitel 5, erster Korinther 5, Vers 1 bis 5, heißt es: „Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat, und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweg getan wird. Denn ich, als dem Leib nach abwesend, dem Geist nach aber anwesend, habe schon, als wäre ich anwesend, über den, der dies auf solche Weise begangen hat, beschlossen, den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus Christus.“ Paulus hat hier auch ein Problem einer Unzucht in der Gemeinde. In dem Fall ist es hier nicht Homosexualität, in dem Fall ist es hier: Jemand hat seine Mutter zur Frau. Und er sagt: „Wenn derjenige daran festhalten will, schmeiß ihn raus. Der hat in der Gemeinde nichts verloren.“ Also diese Art der Unzucht soll nicht in die Gemeinde gehören. Denn das Problem ist ja, wenn er sagt: „Ich habe einen Fehler gemacht und es war schlimm, was ich getan habe und ich bitte um Vergebung“, dann ist er in der Gemeinde genau an der richtigen Adresse. Die Gemeinde kann ihm helfen, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, und Gott wird sein Leben verändern, wenn er ihn darum bittet. Wenn aber jemand sagt: „Ich lebe halt so und ich lebe halt gerne, wie in dem Fall, ich habe damit keine Schwierigkeiten, bei der Frau meines Vaters zu sein“, dann sagt Paulus: „So jemand gehört nicht in die Gemeinde.“ Jemand, der bewusst an Sünde festhält, also ich möchte aber so leben, sollte der Gemeinde verwiesen werden. Und so können wir dafür sorgen, dass unsere Gemeinde auch wirklich ein heiliger und sauberer Ort bleibt, indem wir den Menschen, den Menschen, die bereit sind, sich verändern zu lassen, helfen, in Liebe ermahnen und auch Ermahnungen annehmen in unserem Leben. Und Menschen, die sagen: „Ich möchte aber gerne an Sünde festhalten, ich mag den Kreis zwar ganz gerne der Gemeinde, aber ich möchte gerne meiner Sünde festbleiben und ich werde diese Sünde auch nicht ändern“, die sollten wir der Tür verweisen. Sollen sagen: „In Gottes Gemeinde geht es nicht.“ Und zwar damit, Paulus sagt, damit die Menschen noch gerettet werden. Die Menschen werden der Welt übergeben, sie werden aus der Gemeinde verwiesen, und Satan wird sie furchtbar versuchen in der Welt. Und vielleicht werden sie dadurch gerettet, vielleicht werden sie ihren schlechten Weg dann erkennen und werden irgendwann sagen: „Wenn sie im tiefsten Elend sind, wenn die Sünde, an der sie festhalten wollten, sie ins tiefste Elend geführt haben, wenn sie sagen: ‚Vielleicht kehre ich doch zurück, vielleicht hatten die Geschwister doch recht, als sie mich damals ermahnt haben, und vielleicht sollte ich meinen Weg verändern.‘“ Und hey, dann ist der Bruder oder die Schwester vielleicht gerettet. Eine Idee von Paulus für unser ganz praktisches Gemeindeleben.
[41:06] Also lasst uns Geduld haben mit unseren Geschwistern, lasst nicht immer nur klagen. Nur klagen bringt nichts. Ermahne und helfe die Menschen. Wenn ich immer nur Klagen bekomme, dann weiß ich nicht, wie ich mein Leben verändern soll. Also wenn mich einer Liebe und Weisheit ermahnt und mir in Worten Gottes zeigt, wo der Weg ist, dann habe ich auch eine Chance, mein Leben zu verändern. Wenn meine Weisheit nicht ausreicht, reicht vielleicht die Weisheit eines meiner Brüder und Schwestern aus, um mir im Leben praktisch zu helfen. Und das ist eine ganz praktische Lektion für jeden von uns: unseren Brüdern und Schwestern helfen sollen.
[41:38] Nehmen wir die nächsten beiden Verse, Jakobus 5, Vers 10 und 11. „Meine Brüder, nehmt auch die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben, zum Vorbild des Leidens und der Geduld. Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren. Von hierab standhaften Ausharren habt ihr gehört, und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr für ihn bereitet hat. Denn der Herr ist voll mit Leid und Erbarmen.“ Jakobus nennt hier diejenigen glückselig, die durch Leid gehen, die geprüft werden und erprobt werden im Leid. Glückselig sind diejenigen, die standhaft ausharren in solcher Zeit. Als Beispiel nennt er hier Hiob und sagt, Hiob war am Anfang sehr reich gesegnet und dann kam der Satan, hat ihm alles weggenommen. Aber er ist ausgeharrt im Leid. Er ist standhaft geblieben mit dem Resultat, dass Gott ihm am Ende überreich gesegnet hat. Er hat ihm mehr gegeben, als er vorher hatte.
[42:40] Und die Idee dabei ist auch in unserem Leben. Wenn wir bereit werden wollen für die Ernte, müssen wir in diesem kleinen Ding anfangen, im standhaften Ausharren. Gott führt uns ja auch durch das Leid. Er ist ja auch bei uns im Leid. Aber er nimmt das Leid nicht weg von uns. Denn das Leid brauchen wir manchmal. Manchmal haben wir Dinge im Herzen, die da nicht hineingehören. Und wir würden sie kaum erkennen und würden sie auch kaum loswerden, wenn wir nicht erkennen, wenn die Sünde uns nicht plötzlich ins Leid führte. Aber das benutzt Gott. Er benutzt das Leid in dieser Welt und dieses Elend der Herrschaft Satans, um uns die Sünde zu zeigen. Denn viele Dinge, an denen wir festhalten in unserem Herzen, von denen wir nicht mal wissen, dass es Sünde ist, müssen erst hervorkommen und müssen erst ihren wahren Charakter zeigen, bis wir sagen: „Das ist ja furchtbar, was ich im Herzen habe. Das darf da nicht rein. So kann ich mit meinen Mitmenschen nicht umgehen. So kann ich mit mir selbst nicht umgehen. So kann ich kein heiliges Leben führen.“ Und ich muss Gott bitten, mir das wegzunehmen. Es ist nichts Ungewöhnliches.
[43:34] Maleachi 3, Vers 3 heißt, spricht von Jesus Christus: „Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen. Er wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern wie das Gold und das Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfergaben darbringen in Gerechtigkeit.“ Jesus Christus wird hier vorgestellt als einer, der läutert und schmilzt. Jemand, der am Schmelzofen sitzt und sein Volk reinigt. Und das möchte Jesus Christus machen. In 5. Mose 4, Vers 20 lesen wir, dass der Schmelzofen eigentlich Ägypten ist, also die Welt. Jesus Christus reinigt uns also in der sündigen Welt. Das klingt paradox, aber genau das ist es. In der Welt werden wir erkennen, dass das, was in unserem Herzen ist, böse ist und schlimm ist und schlecht ist. Wir werden die Herrschaft Satans erkennen und erkennen, wo der Weg Satans hinführt. Wir werden sagen: „Das habe ich ja auch im Herzen, ich möchte es gerne loswerden.“ Das tut im ersten Moment weh, und Jesus Christus wird es Stück für Stück herauswaschen. Je nachdem, wie tief es in unserem Herzen drin ist, umso länger dauert der Prozess und umso mehr tut es vielleicht auch weh. Aber Jesus Christus weiß, wie viel er uns zutraut, und er wird uns in diesem Leid beistehen und wird Stück für Stück unser Herz reinigen im Schmelzofen. Deshalb ärgert euch nicht, wenn ihr oft wieder in Versuchung geratet, wenn ihr immer wieder angefochten werdet an bestimmten Stellen. Das muss hervorkommen. Diese Sünde muss raus aus dem Herzen, damit unser Herz ganz rein ist.
[45:06] Schaut mal, was Petrus dazu sagt. 1. Petrus 4, Vers 12 und 13. 1. Petrus 4, Vers 12 und 13. „Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als würde euch etwas Fremdartiges führen, sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt.“ Sagt: Glaubt nicht, dass es etwas Fremdartiges wäre, dieses Leid, das euch da geschieht. Es muss kommen. Es ist nichts Komisches. Diese Feuerprobe unter euch ist nichts Seltsames. Paulus, Petrus, Jakobus, all diese Menschen sind durch diese Feuerprobe gegangen. Alle mussten sie gereinigt werden von den schlechten Dingen in ihrem Herzen. Denkt an Jakobus und Johannes. Jakobus war einer von den Donnersöhnen, und er musste auch durch diese Feuerprobe hindurch, damit sein Herz gereinigt werden konnte. Und das macht Gott mit jedem Menschen, weil er seine Kinder liebt. Und wer sein Kind liebt, der züchtigt ihn. Weil Gott uns liebt, zeigt er uns die Schlechtigkeit unserer Sünde. Wir fühlen uns dann elend und manchmal schämen wir uns, vor Gott zu beten. Aber Gott möchte, er hat uns die Sünde gezeigt, und jetzt möchte er, dass wir zu ihm kommen und sagen: „Bitte ändere das in meinem Herzen.“ Und das ist das, was Gott möchte. Er möchte diesen Heiligungsprozess in uns beginnen. Er muss uns die Sünde dafür zeigen. Das tut uns manchmal weh und manchmal schämen wir uns für die Sünde. Aber indem er sie uns zeigt, können wir sie zu ihm bringen und können sagen: „Bitte verändere das.“ Und Stück für Stück, das geschieht vielleicht nicht eins auf gleich, aber vielleicht dauert es ein paar Mal. Man fällt vielleicht drei, vier Mal in die Sünde rein, und das wird immer weniger, und man beginnt immer mehr, diese Sünde zu hassen, und irgendwann ist man weg davon, und das Herz ist von dieser Sünde befreit. Dann wird der Heilige Geist einen die nächste Sünde zeigen. Und das sind immer so drei, vier, fünf Sünden im Leben des Menschen, die Gott da rauswäscht. Gott zeigt uns jede Sünde in unserem Leben und fegt sie heraus. Deswegen sagt Petrus, es ist nichts Ungewöhnliches. Es ist ein ganz klarer Teil unseres Heiligungsprozesses, dass wir diese Sünden erkennen.
[47:13] Das Resultat davon ist auch, Petrus sagt, 1. Petrus 1, Vers 6 und 7: „Er sagt, dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtung, damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das durch das Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.“ Ich sage, ihr werdet euch jubelnd freuen, wenn Jesus Christus offenbart wird, denn dieses Leid, das ihr jetzt habt, wird Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge haben. Euer Charakter wird einfach verbessert durch dieses Leid, in dem ihr jetzt seid. Also freut euch darüber, freut euch, dass euch dies passiert. Das ist die Idee, die uns dahinter gibt.
[48:03] Und 1. Korinther 10, Vers 13, hier macht uns Paulus Mut, denn auch er kannte diesen Prozess der Heiligung in seinem Leben. Aber er sagt, 1. Korinther 10, Vers 13: „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchungen betroffen. Gott aber ist treu, er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.“ Gott wird darauf aufpassen, dass wir nicht über unser Vermögen versucht werden. Gott wird aufpassen, dass wir das tragen können, was uns passiert. Wir werden in Versuchung geraten. Ja, wir werden in dem Feuerofen sein. Ja, wir werden geprobt werden, wie das Gold geläutert wird. Aber Gott wird nicht zulassen, dass wir versucht werden über unser Vermögen hinaus. Er wird aufpassen, dass wir diese Probe auch bestehen können. Niemand wird zugrunde gehen durch den Prozess der Läuterung. Manchmal tut es ein bisschen weh, und manchmal erkennen wir diese Sünde und verabscheuen diese Sünde in uns. Aber wir kommen dann zu Gott und bringen es vor ihn, und er wird Früh- und Spätregen senden. Er wird unser Leben verändern. Den Frühregen, er wird uns erkennen lassen, was ist. Und den Spätregen, er wird die Geistesfrucht hervorbringen. Da, wo vorher die Frucht des Fleisches war, dieses Elend und diese schlechten Dinge in unserem Herzen, wird plötzlich die Frucht des Geistes hervorkommen und ein neuer Mensch wird geboren. Und das geschieht Stück für Stück.
[49:20] 2. Korinther 3, Vers 18. Das ist einer meiner Lieblingsverse in der ganzen Bibel. Ich finde ihn so schön. Hier heißt es: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ Wir werden verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit durch den Regen, durch den Früh- und Spätregen, durch den Geist des Herrn. Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, von Charakterzug zu Charakterzug. Wir werden Stück für Stück verändert werden von Gott. Das ist das, was Gott mit uns vorhat. Mit jedem einzelnen Menschen auf der Welt möchte er diesen Prozess gehen. Es ist ein Weg, den wir gehen. Und es ist manchmal wie in einem Kampf, in dem wir stecken. Aber Stück für Stück wird uns Gott aus den Schlingen von Satan herausreißen. Er wird uns aus der verlorenen Welt heraus retten. Und wir sollen uns die Vorbilder nehmen, wie zum Beispiel Hiob, der treu in Geduld all diese Versuchen über sich hat hereinprasseln lassen. Der trotzdem zu Gott gehalten hat. Mit dem Resultat am Ende wurde das, was er am Anfang hatte, plötzlich stark vermehrt. Der Segen von Gott war groß. Die Frucht kam hervor. Ein Beispiel für das, was in unserem Leben passieren soll.
[50:32] Letzter Vers von Jakobus für heute. Jakobus 5 und Vers 12 machen wir heute noch. „Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht weder bei dem Himmel noch bei der Erde, noch mit irgendeinem anderen Eid. Euer Ja soll ein Ja sein und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt.“ Jakobus sagt, wir sollen nicht schwören. Wir sollen nicht schwören. Unser Ja soll klar sein, unser Nein soll klar sein. Wir sollen also keine, wir sollen klare Worte benutzen und unsere Sprache nicht durch diese Schwüre unnötig übersteigern. Unser Wort soll ganz klar gesprochen sein. Und wenn man diesen Vers das erste Mal liest und denkt: „Ist das immer so? Sollen wir nie schwören?“ Wir schlagen mal gemeinsam auf, 2. Mose 22 und lesen Vers 9 und 10.
[51:32] 2. Mose 22 und lesen Vers 9 und 10. „Wenn jemand seinem Nächsten ein Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Vieh zu hüten gibt und es kommt um oder nimmt Schaden oder wird geraubt, ohne dass es jemand sieht, so soll ein Eid bei dem Herrn zwischen beiden entscheiden, dass jeder sich nicht am Gut seines Nächsten vergriffen hat. Und der Eigentümer soll ihn annehmen und keine Entschädigung erhalten.“ Die Idee hierbei ist, hier gibt jemand einem anderen etwas, worauf er aufpassen soll, in dem Fall zum Beispiel Vieh. Und ohne mein Verschulden passiert mit diesem Vieh irgendwas. Jetzt soll ich mit dem anderen vor den Thron Gottes treten und ich soll einen Eid schwören. Ich soll sagen: „Ich habe mit diesem Tier nichts gemacht, ich habe es mir nicht selber genommen, ich weiß nicht, was mit diesem Tier passiert, es ist weg.“ Und der andere soll es mir glauben und soll es annehmen. Hier sagt Gott ganz bewusst: „Ihr sollt einen Eid schwören.“ Also hier soll ein Schwur gemacht werden. Warum sagt dann Jakobus, wir sollen nicht schwören? Widerspricht Jakobus damit dem, was Gott mal im Testament gesagt hat? Gott sagt, ihr sollt hier, es steht hier vor Gericht, ihr sollt einen Schwur machen, damit es besiegelt werden kann.
[52:53] Nun, was sagt denn Jesus dazu? Matthäus 5, Vers 33 bis 35. Jesus sagt: „Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht falsch schwören, du sollst aber dem Herrn deine Schwüre halten. Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Es soll aber eure Rede Ja, Ja, Nein, Nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen“, sagt Jesus. Jesus Christus sagt also auch, dass wir nicht schwören sollen, genau wie Jakobus. Dennoch sehen wir im Alten Testament, dass Schwüre gemacht worden sind. Und hierfür gibt es eine ganz interessante Erklärung.
[53:50] Wenn man hierzu Ellen White studiert, was sie dazu sagt, was ist das mit den Schwüren auf sich, dann macht sie eine Bemerkung und eine Bemerkung dazu, wann wir schwören sollen und wann wir nicht schwören sollen. Und sie benutzt hierfür auch aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 26. Wir lesen das aus der Schatzkammer der Zeugnisse in Band 1 auf Seite 65, wer das nachlesen will.
[54:16] In Matthäus 26, Vers 63 und 64. Hier steht Jesus vor dem Hohepriester und wird angeklagt und Vers 63 heißt es: „Jesus aber schwieg, und der Hohepriester begann und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.“ Jesus spricht zu ihm: „Du hast es gesagt. Über dich sage ich euch: Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels.“ Hier wird die Szene beschrieben, wie Jesus Christus vor dem Hohepriester steht und der Hohepriester zu ihm sagt: „Ich beschwöre dich bei Gott, bist du der Sohn Gottes.“ Und er verlangt hier einen Schwur. Und Ellen White schreibt dazu: „Wenn Jesus bei der Belehrung seiner Jünger den juristischen Eid gemeint hätte, würde er den Hohepriester getadelt haben.“ Und sie sagt, Jesus Christus hat ihn nicht getadelt. Der juristische Eid ist nicht gemeint. Vor Gericht dürfen wir natürlich schwören. Vor Gericht dürfen wir einen Schwur machen und dürfen sagen: „Ich schwöre, ich habe das und das getan oder das und das nicht getan.“ Aber in meiner Rede soll ich mich nicht übersteigern, indem ich schwöre beim Himmel und bei der Erde und bei was auch immer, bei dem Haar meines Hauptes. Meine Rede soll ganz einfach, schlicht und klar sein, und ich soll sie nicht übersteigern. Das ist das, was Jakobus uns hier auch mitteilt. Die Bibel widerspricht sich nicht. Und Ellen White sagt uns sehr, sehr gut, wer das mal nachlesen will, es ist wirklich interessant aus der Schatzkammer der Zeugnisse Band 1 auf Seite 65, wie Ellen White da erklärt, was ein sinnvoller Schwur ist, wann wir vor Gericht schwören sollen. Und sie sagt sogar, wenn jemand vor Gericht gut schwören kann, dann sind es die Christen. Aber lest es mal selber nach. Und dass unsere Rede im Alltag davon frei sein soll, dass wir ganz klare und einfache Worte gebrauchen.
[56:23] Und vielleicht zum Schluss möchte ich noch den Vers aus Hebräer 12 mit euch lesen. Hebräer 12, Verse 1 bis 3. Nachdem Paulus in Hebräer 11 von den ganzen Glaubenszeugen gesprochen hat und gesagt hat, dass wir auf die achten sollen, dass wir uns Vorbilder nehmen können im Glauben, sagt er in Kapitel 12, Vers 1 bis 3: „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und aber die Schande für nichts achtete und er sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert.“
[57:22] Paulus ermuntert uns hier auf Jesus Christus zu gucken, dass wir schauen, wie hatte Jesus Christus denn gelebt und wie hatte Jesus Christus denn auch das Leid erduldet, von dem er umgeben war. Und wenn es unserem Meister so ergangen ist, so wird es uns nicht anders gehen. Auch wir werden im Leid leben, aber wir sollen genauso Ermunterung und Stärkung dadurch erfahren, indem wir auf das gucken, was dahinter liegt. Nach der Zeit des Leidens, nach der Zeit der Reinigung unserer Herzen, wird eine Zeit ewiger Freude sein bei Gott im Himmel. Und deswegen sollen wir uns heute nicht davon abschrecken, erschrecken lassen oder mutlos werden, wenn die Ernte vorbereitet wird, wenn wir unsere Herzen vorbereiten lassen von Gott, wenn die Menschheit, heute auch die Kirchen, vorbereitet werden von Gott. Wenn der Heilige Geist wirkt, damit die Ernte eingebracht werden kann. Was in unserem Leben passiert, passiert auch in der ganzen Welt.
[58:19] Und liebe Freunde, ich glaube, worum es hier geht, bei diesem großen Kapitel, bei diesen Versen, die Jakobus uns heute gegeben hat, dass wir erkennen dürfen, dass Jesus Christus mit uns einen Plan hat, dass Jesus Christus uns für die Ewigkeit vorbereiten will, dass er Frühregen und Spätregen schickt, damit unsere Herzen bereitet sind in seinem Himmelreich für alle Ewigkeit weiterzuleben. Und ich glaube, das gilt nicht nur für uns, das gilt auch für jeden Menschen. Lasst uns doch Gott dabei helfen, mit dem Heiligen Geist.
[58:53] zusammenarbeiten und die Erde und unser Leben und unser Umfeld vorbereiten, damit die Ernte eingebracht werden kann. Amen. Wir beten noch gemeinsam. Herr unser Gott, wir danken dir dafür, dass wir dieses Wort von dir bekommen haben, dass wir in Jakobus so viel studieren dürfen und dass wir erkennen können, Herr, wie deine Wege mit uns auf der Erde sind. Wir dürfen erkennen, Herr, dass du uns vorbereiten möchtest, dass du uns verändern möchtest und dass du deine Ernte bereit machen möchtest. Du möchtest, dass wir Frucht hervorbringen und dass wir die Geistesfrüchte annehmen, dass Liebe in uns wächst und Sanftmut und Treue und diese vielen guten Dinge, Herr, die du in uns heranwachsen lassen möchtest. Lieber Vater, wir möchten dich bitten auch für deine Gemeinde, dass deine Gemeinde in dieser Zeit der Versuchung und der Prüfung standhält. Und wir möchten dich bitten für all die Menschen, die auch nicht dazugehören, aber die diese Sehnsucht haben nach deinem Wort, dass sie die Gemeinde finden und dass sie dazukommen, wenn wieder ein Spätregen fallen kann. Danke, Vater, dass du uns alles vorhersagst, damit wir nicht entmutigt sind, wenn wir in die Zukunft kommen. Im Namen Jesu, Amen.
[59:52] Tja, soviel zu die Ernte vorbereiten. Nächste Woche würde ich mich freuen, wenn ihr wieder einschaltet, wenn wir gemeinsam das nächste Thema studieren, das da heißt Gebet, Heilung und Wiederherstellung. Das ist vielleicht der berühmteste Teil aus dem Jakobusbrief, dieses Gebet für die Kranken. Ich würde mich freuen, wenn wir uns da wiedersehen und gemeinsam dieses Thema studieren können. Bis dahin, Gottes Segen euch beim Studium seines Wortes.