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Manuskript zur Sendung >>> 04_2014_Lektion_12

In dieser Lektion des Jakobusbriefes, Lektion 12, geht es um die zentrale Bedeutung von Gebet und Heilung im christlichen Leben. Ronny Schreiber beleuchtet, wie Gebet in allen Lebenslagen, ob gut oder schlecht, eine lebenswichtige Verbindung zu Gott aufrechterhält und Kraft schenkt. Er erklärt die biblischen Anleitungen zum Gebet und Lobpreis, die Bedeutung der Demut bei der Krankenheilung durch Älteste und die symbolische Bedeutung von Öl. Die Lektion betont, dass Heilung nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch ist und dass Gottes Wille stets im Vordergrund stehen soll. Abschließend wird die Verbindung von Gesundheitsbotschaft und Evangelium hervorgehoben, um Menschen zu retten und sie auf den ewigen Weg zu führen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q4: Der Brief des Jakobus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir befinden uns im vierten Quartal 2014 und studieren gemeinsam gerade den Jakobusbrief. Wir werden uns diese Woche beschäftigen mit Lektion Nummer 12, als es da heißt: Gebet und Heilung. Ganz wichtige Dinge, die wir zu lernen haben, ganz wichtige Dinge im Leben eines Christen und eine gute Möglichkeit, auch Menschen zu erreichen. Gebet und Heilung. Was es damit auf sich hat, wollen wir heute betrachten, indem wir die letzten Verse im Jakobusbrief studieren. Und bevor wir das gemeinsam machen, lasst uns gemeinsam beten. Herr, unser Gott, wir danken dir für die Möglichkeit, dass wir gemeinsam studieren dürfen, dass wir dein Wort haben und dass wir von dir lernen dürfen. Wir möchten dich bitten, Herr, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist anwesend bist und dass du dein Wort führst, damit wir alle bereichert werden von dem, was du uns sagen möchtest. Wir danken dir dafür im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen.

[1:11] Wir haben diese Woche ja in Jakobus 5 gelesen. Ich möchte mit euch mal hineingehen in den Jakobusbrief, Jakobus 5, und wir beginnen in Vers 13. Jakobus 5, Vers 13. Das heißt: "Leidet jemand von euch Unrecht, er soll beten. Ist jemand guten Mutes, er soll Psalmen singen." Wenn jemand von euch leidet, soll er beten, und wenn jemand guten Mutes ist, soll er Psalmen singen. Auf welche Lebenssituation bezieht er sich hier eigentlich? Auf alle guten und auf alle leidvollen, auf alle guten und auf alle schlechten Lebenssituationen. Und Jakobus sagt, wir sollen beten und Psalmen singen, egal in welcher Lebenslage wir sind. Es ist wichtig, dass wir mit Gott in Kontakt stehen, dass wir diese Beziehung haben, egal ob es uns besonders gut geht oder besonders schlecht geht oder wir uns irgendwo dazwischen fühlen. Diese Beziehung zu Gott, zu unserem himmlischen Vater, ist das, was uns Lebenskraft gibt, ist das, was uns am Leben erhält und auch das, was uns Freude bringt im Leben. Also für Jakobus wichtig zu wissen: Egal wie ihr euch fühlt, egal wie es euch geht, egal in welcher Situation ihr steckt, lobt Gott mit Psalmen und betet ohne Unterlass.

[2:28] Und das hat, glaube ich, einen besonderen Grund, dass er das sagt, denn auch Paulus spricht davon, dass wir Gott immer loben sollen, dass wir uns auch freuen sollen. Und ich möchte diesen Text mal mit euch angucken. Wir finden ihn in Philipper im vierten Kapitel. Philipper 4, hier spricht Paulus davon, von diesem Loben und sagt, warum wir das tun sollen. Philipper 4, Verse 4 bis 7. Paulus sagt: "Freut euch im Herrn alle Zeit. Abermals sage ich euch: Freut euch. Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung euer Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus." Paulus zeigt hier, dass wir uns freuen sollen im Herrn und dass wir alle Zeit alles, was wir auf dem Herzen haben, mit Flehen und Danksagung vor Gott kundtun sollen. Also auch Paulus mahnt: Es ist so wichtig, dass wir in jeder Lebenslage ganz nah bei Gott sind und dass wir ihm das alles erzählen. Ich meine, Gott weiß doch, wie es uns geht. Gott weiß doch, wo ich im Leben stehe. Gott weiß doch, was mir Sorgen macht, was mir vielleicht Angst macht, aber auch, was mir Freude macht. Warum soll ich ihm das erzählen? Paulus sagt in Vers 7, damit der Friede Gottes in unsere Herzen hineinkommt, damit wir alles, was uns besorgt, vielleicht ablegen können, aber damit wir auch die Freude, die wir haben, teilen können mit Gott und ihm dafür danken können. Das ist wunderbar. Und wenn Paulus das empfiehlt und sogar Jakobus das empfiehlt, dann ist es, glaube ich, was, worum wir uns Gedanken machen sollten, dass es wohl sehr, sehr wichtig für uns ist, diese Gemeinschaft und diese Beziehung zu Gott zu pflegen, jeden Tag.

[4:28] Da war zum Beispiel König David. Wir schauen mal in Psalm 62, was er geschrieben hat. Psalm 62 von König David. Und wir lesen die Verse 6 bis 9. "Ja, es ist, nur auf Gott wartet still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung. Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine sichere Burg. Ich werde nicht wanken. Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre. Der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in Gott. Vertraue auf ihn alle Zeit, o Volk. Schüttet euer Herz vor ihm aus. Gott ist unsere Zuflucht." David, der König, sagt: Kommt alle Zeit zu Gott und schüttet euer Herz bei ihm aus. Er ist unsere Zuflucht. Er ist unsere Rettung. Er ist unsere Stärke. Er gibt uns Hoffnung, wenn wir mit ihm in Kontakt sind, und dass alle Zeit wird Frieden in unser Herz hineinkommen und wir werden auf sicheren Pfaden wandeln. Das ist etwas, was wir in der Bibel von allen Autoren lesen, dass sie uns ermahnen, doch immer in Gegenwart Gottes zu stehen. Und das natürlich zu unseren täglichen Gebetszeiten, aber auch zwischendurch sollten wir uns immer bewusst sein und so oft es geht mit Gott reden. Gott unsere Anliegen bringt, die ihr ja natürlich schon kennt, aber die für die Beziehung zu Gott so wichtig sind für uns. Das Gebet ist ganz, ganz wichtig.

[5:52] Wir lesen gemeinsam Kolosser 3, Vers 16. Kolosser 3, Vers 16. "Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit. Lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen." Paulus sagt hier, dass wir das Wort reichlich unter uns wohnen lassen sollen. Also wir sollen von der Bibel belehrt werden, aber wir sollen uns auch gegenseitig ermahnen und belehren durch das Wort Gottes, dass wir einander die Sprüche Gottes sagen, dass wir einander die Verse wiederholen, dass wir uns erbauen durch biblische Geschichten. Wir sollen es reichlich in uns wohnen lassen. Und das finde ich so schön, dass er schreibt: "Lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen." Ich glaube, das ist etwas, wenn wir uns gegenseitig ermahnen. Das ist die schönste Art, jemanden zu ermahnen. Durch Psalme und Lobgesänge und geistliche Lieder. Wir können daraus viel lernen. Es ist relativ schwer, zu jemandem zu sagen: "Weißt du, das in deinem Leben läuft nicht richtig, du solltest so und so und so handeln, denn in der Bibel heißt es so." Es ist, glaube ich, viel leichter, viel angenehmer, viel attraktiver für ihn, das auch zu tragen, wenn er zum Beispiel durch ein geistliches Lied, durch einen Psalm, durch das gemeinsame Gebet oder durch eine biblische Geschichte in Liebe darauf hingewiesen wird. Und Paulus möchte auch keinen Zwist, keinen Streit in den Gemeinden, dass man sich gegenseitig Vorwürfe macht, was man alles richtig und was man falsch macht. Er möchte ein gemeinsames Aufbauen in der Gemeinde durch gute, geistliche Lieder, durch gute Ermahnung, das gute Wort. Deswegen auch so wichtig, dass wir in den Gemeinden auch gute, geistliche Lieder singen. Es gibt heute so viele Lieder, die wir in den Gemeinden singen könnten, aber hier ist es wichtig: Lasst uns die guten finden.

[7:51] Also gute Lieder, die Gott verherrlichen. Und es finde ich auch schön, dass er schreibt: "Wir sollen Gott in unserem Herzen allzeit Lob singen." Wie schön, wenn wir das können, wenn wir ein Psalm oder ein Loblied im Herzen tragen. Das zaubert uns auch im Alltag ein Lächeln ins Gesicht. Das ist schön, wer das kann und wer das hat. Und ich glaube, wenn wir gute, tiefe Lieder auch mit einem sehr, sehr guten Text lernen und die im Herzen tragen, wird uns das auch auferbauen und wird aus uns heraus auch leuchten, so wie Mose geleuchtet hat, als er sich mit Gottes Charakter auseinandergesetzt hat auf dem Sinai. Wenn wir uns im Herzen mit dem Charakter Gottes auseinandersetzen, so wird es uns auf unserem Angesicht widerspiegeln. Die Menschen werden es sehen. Die Menschen werden sehen, dass sie Christus folgt, allein dadurch, was sie im Herzen hat. Denn was in eurem Herzen ist, das wird auch herausstrahlen. Die Stadt, die auf einem Berge ist, kann nicht verborgen bleiben. Beschäftigen wir uns doch alle Zeit mit Gott, mit seinem Charakter, mit seinen wunderbaren Verheißungen für uns.

[8:54] Nun, wir gucken weiter in Jakobus und lesen Jakobus 5, Vers 14. Jakobus sagt: "Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Ölsalben im Namen des Herrn." Interessant ist, dass es hier heißt, das ist dieses berühmte Gebet für die Kranken, dass Jakobus hier sagt, er soll die Ältesten rufen lassen der Gemeinde. Ich meine, theoretisch kann das jeder beten. Theoretisch kann jeder jemand mit Öl salben. Aber hier heißt es, die Ältesten sollen gerufen werden. Warum die Ältesten? Ich glaube, weil die Ältesten bestimmte Grundvoraussetzungen haben, um eben diese Handlung durchzuführen. Die Handlung, für jemanden zu beten und ihn gleichzeitig mit Öl zu salben. Von welchen Grundvoraussetzungen sprechen wir?

[9:45] Schauen wir mal rein in 1. Timotheus 3, Vers 1-7. Hier schreibt Paulus an Timotheus und sagt: "Glaubwürdig ist das Wort. Wer nach einem Aufseherdienst oder einem Ältestendienst trachtet, der begehrt eine vortreffliche Tätigkeit. Nun muss aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfreundlich, fähig zu lehren. Nicht der Trunkenheit ergeben, nicht gewalttätig, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig. Einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder in Unterordnung hält mit aller Ehrbarkeit. Wenn aber jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? Kein Neubekehrter, damit er nicht aufgeblasen wird und in das Gericht des Teufels fällt. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben vor denen außerhalb der Gemeinde, damit er nicht in üble Nachrede und in die Fallstricke des Teufels gerät."

[10:52] So soll ein Ältester sein nach der Bibel. Es sind viele interessante Punkte drin, die sich lohnen, mal zu studieren, wie der Ältester sein soll. Aber was wir direkt erkennen können, wenn wir diese Verse lesen: Er soll untadelig sein, er soll gastfreundlich sein, er soll nicht der Trunkenheit ergeben, kein Lästerer, er soll kein gewalttätiger Mensch sein. Im Gegenteil, er soll besonnen sein und er soll lehren können. Er soll zeigen können, dass er seine Frau führen kann, dass er seine Kinder in aller Ehrbarkeit erzieht. Und ich glaube, wenn wir das alles zusammenfassen, können wir sagen: Dieser Älteste ist ein Mensch, der demütig vor Gott wandelt. Und das ist, glaube ich, das, worum es hier auch wirklich geht. Diese Menschen, die dieses Amt bekommen, hoffentlich in allen Gemeinden, sind Menschen, die in aller Demut vor Gott wandeln, die einen guten Leumund haben, denen nichts nachgesagt werden kann. Menschen, die in aller Demut vor Gott wandeln. Ich glaube, das ist der Grund, warum Jakobus sagt, die Ältesten sollen das tun. Sie haben ein bestimmtes Amt von Gott bekommen, sollen sich um die Gemeinde kümmern und haben einen guten Charakter.

[11:55] Diese Demut ist, glaube ich, deshalb wichtig, weil wenn diese Krankenheilung geschieht, wenn die Menschen für die Kranken beten und sie mit Öl salben, dann sollte man die Wirkung des Gebets und der Heilung nicht auf die Kraft der Ältesten zurückziehen, sondern auf die Kraft Gottes. Also es muss klar erkennbar sein, dass diese Menschen Gott unterstehen, dass diese Menschen sich ganz Gott hingegeben haben und dass sie voller Demut vor Gott wandeln. Denn man könnte leicht da rein verfallen zu sagen: "Naja, er hat halt mit so einem magischen Öl mich gesalbt und weil er so ein besonders Heiliger ist, hat er drei Sprüche gemurmelt und deswegen bin ich gesund geworden. Er ist ein Wunderheiler." Und hier ist diese Symbolik. Dadurch, dass er das zeigt und dass er vor der ganzen Welt – also alle wissen, er steht unter Gott, er hat sich Gott untergeordnet und er ist Gottes Diener – wird das, was sie sehen, nicht auf den Ältesten fallen, sondern die Ehre wird Gott gegeben. Und das ist wichtig. Deswegen auch dieses Salben mit dem Öl.

[12:53] Das Öl selber, also man kann Öl, eine Heilung attestieren, Öl hat eine gute Auswirkung, eine gute Eigenschaft auf unsere Haut vielleicht, vielleicht auch durch bestimmte Öl- und Inhaltsstoffe, ätherische Öle in diesen Ölen, zum Beispiel auch eine gute Auswirkung für unsere Gesundheit, für unsere Atemwege und wer weiß, je nachdem, welches Öl man nimmt, wofür noch alles. Aber das Öl hier ist nicht dafür da, um eine heilende Wirkung zu haben. Das Öl hier ist eine Symbolik. Mit dem Öl soll gesalbt werden, denn das Öl symbolisiert die Kraft Gottes, sein Heiliger Geist ist ein Symbol für den Finger Gottes. Das Öl, mit dem der Kranke gesalbt wird, damit die Ehre der Krankenheilung nicht etwa auf die Ältesten gefallen wird, fällt, sondern auf Gott zurückgeht, wird damit Öl gesalbt.

[13:43] Das ist so ähnlich wie das Zeichen im Abendmahl. Im Abendmahl hat der Kelch mit dem Wein keine eigene mystische Wirkung und Kraft. Es ist nur ein Zeichen, ein Gedenken an etwas. Wir denken damit an das Blut Jesu Christi, das er vor uns vergossen hat. In diesem Wein ist nichts besonders Heiliges, nichts Besonderes, was ihn hervorhebt von seinen Inhaltsstoffen. Es ist ein Gedenktrank an das Blut Jesu Christi, das er für uns vergossen hat, damit unsere Sünden vergeben werden können und wir in einem neuen Bund mit ihm stehen. Genauso ist dieses Öl bei der Krankenheilung nicht irgendetwas besonders Heiliges, was eine eigene Wirkung hätte, sondern ein Gedenken daran, dass Gott es ist, der wirkt, sein Heiliger Geist, der in dem Symbol des Öles auch erkennbar ist. Es ist also symbolisch zu verstehen.

[14:32] Schauen wir weiter, was Jakobus schreibt in Jakobus 5 und wir sind in Vers 15. Es heißt hier: "Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden." Jakobus sichert uns zu, dass Gott ein aufrichtiges Gebet erhören wird. Er wird an den Kranken heilen, aber wichtig ist, dass wir, wenn wir zu den Ältesten gehören, wenn wir zusammensitzen und wenn wir um Krankenheilung bitten, dass wir es Gott in die Hand legen, dass wir sagen: Gott, dein Wille soll geschehen. Wir bitten für denjenigen, wir legen ihn in deine Hände, symbolisch zu allem, wie ihn mit dem Öl, das dein Heiliger Geist ist, aber wir möchten ihn in deine Hände legen, denn du, Gott, weißt, was gut ist. Dein Wille soll geschehen, denn manchmal ist es besser für jemanden, dass er zur Ruhe gelegt wird, als dass Gott ihn wieder heilt. Manchmal ist es besser, aber diese Entscheidung soll bei Gott liegen, nicht bei uns. Gott weiß, wie viel er seinen Knechten zutrauen kann. Gott weiß, wann es für einen Zeit ist, zur Ruhe gelegt zu werden, wenn vielleicht das, was auf ihn zukommt, sonst zu schwer ist für ihn zu tragen und Gott den richtigen Zeitpunkt festlegt und sagt: Ich möchte ihn zur Ruhe legen und das ist vielleicht eine Krankheit, die er hat, die sein Letztes sein wird. So sollen wir alles in Gottes Hand legen, was ja auch das Symbol des Öls erklärt.

[16:01] Interessant ist, dass es hier heißt: "Wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden." Dazu lesen wir gleich nochmal den nächsten Vers, nämlich Vers 16. Hier heißt es: "Bekennt einander die Übertretung und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist." Wir sollen also, wenn wir das Gebet für Kranke, wenn wir es in Anspruch nehmen wollen, wenn ich krank bin und ich möchte dieses Gebet in Anspruch nehmen, dann heißt es hier, ich soll etwas machen. Also wir werden ja nach Vers 15, wenn ich gesündigt habe, auch die Sünden vergeben. Es kann ja auch sein, dass die Krankheit eine Folge meiner Sünde ist und dann werden wir auch die Sünden vergeben. Übrigens, der wichtigere Punkt: Die Krankenheilung ist ein gutes Zeichen und etwas, was Gott auch möchte. Er möchte, dass wir am Leid sind. Aber das Wichtigere ist, dass unsere Sünden vergeben werden und darauf soll es auch hindeuten. Wir kommen da gleich nochmal drauf. Aber das heißt, wir sollen einander die Sünden bekennen. Wenn ich also zu den Ältesten gehe und sage: Ich bin krank und es könnte sein, dass sie auf meine Sünde zurückzuführen ist und ich lege mich in Gottes Hände und ich möchte, dass er mich heilt, dann schreibt er hinweit, dass wir, wir sollten unsere öffentlichen Sünden bekennen und sollen sagen: Das und das und das habe ich vielleicht falsch gemacht. Hier habe ich vielleicht einen Bruder oder eine Schwester verleumdet. Hier habe ich falsch gehandelt. Hier habe ich falsche Worte gebraucht. Hier habe ich böse Gedanken gehabt. Hier habe ich, hier war ich falsch und hier war ich in Sünde und das soll ich sagen. Öffentliche Sünden soll ich bekennen vor den Ältesten, damit alles ausgeräumt werden kann.

[17:39] Interessant ist, dass sie sagt, es gibt nicht öffentliche Sünden. Es gibt Sünden, die sollen wir direkt mit Jesus Christus besprechen und sollen sie direkt zu Jesus Christus bringen. Das trifft natürlich auch auf alle öffentlichen zu. Zu Jesus Christus sollen wir immer alle Sünden bringen, aber nicht alle unsere Sünden sind öffentlich, dass sie vor die Ältesten gebracht werden. Öffentliche, also offensichtliche Sünden, die von der jeder weiß, wenn sie da sind, wenn sie im Raum stehen, dann muss ich sie klären, bevor ich dieses Gebet in Anspruch nehme. Dann muss ich sie zu den Ältesten bringen, muss mit ihnen darüber reden. Das ist wichtig, denn dieses Gebet, das für die Heilung meines Körpers wichtig ist, soll ja auch dazu dienen, dass mir meine Sünden vergeben werden und dass ich ein neues Leben anfangen kann. Das ist interessant, das vielleicht mal nachzulesen, wer das interessiert, bei Ellen White in "Das Gebet". Das wäre zu lange, um das jetzt, das sind viele Seiten. Ellen White, "Das Gebet", da schreibt sie darüber, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir das Gebet für Kranke in Anspruch nehmen wollen. Und da schreibt sie auch, wie wir umgehen sollen mit unserem Sündenbekenntnis vor den Ältesten.

[18:42] Wir lesen 1. Johannes 5, Vers 14. 1. Johannes 5, Vers 14. Es heißt hier: "Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten." Also wir dürfen wissen, das ist unsere Freimütigkeit, dass Gott uns immer hört. Jesus Christus hört unsere Gebete. Und er hat die Macht, das dürfen wir auch wissen, jede Krankheit zu heilen. Er hat die Macht, immer einzugreifen, sowohl auf natürlichem als auch auf übernatürlichem Weg. Und hier ist es wichtig: Manchmal sagen wir uns vielleicht: "Naja, wir würden gerne schon geheilt werden. Ich habe vielleicht körperliche Gebrechen und würde die gerne heilen lassen. Und ich habe die Zusicherung, Gott hört auch unsere Gebete. Ich weiß, dass Gott alles hört, was wir zu ihm bringen." Das ist unsere Freimütigkeit, die wir heute haben. Ich kann mit allem, was ich auf dem Herzen habe, zu Gott kommen.

[19:43] Wichtig ist, wenn ich das Gebet für Kranke in Anspruch nehmen möchte, dass ich, wenn ich von meinen körperlichen Gebrechen geheilt werden möchte, dass ich meinen Lebensstil auch anpasse. Was nicht geht, macht Ellen White übrigens auch sehr deutlich, dass ich zum Beispiel ein körperliches Leiden aufgrund meines falschen Lebensstils habe, aufgrund einer falschen Ernährung habe, einfach aufgrund von Dingen, die ich selber beeinflussen kann. Dann sollte ich nicht erwarten, dass Gott mich dann heilt. Denn Gott hat uns natürliche Dinge gegeben und wir dürfen erkennen und lernen an Dingen in der Natur, wie wir uns, wie wir gesund bleiben können. Wenn wir aber gegen diese Naturgesetze verstoßen und das bewusst und willentlich dagegen verstoßen, sollten wir nicht von Gott verlangen, dass er uns trotzdem heilt, dass er uns trotzdem am Leben hält, dass er uns trotzdem gute Gesundheit schenkt. Sondern wir sollten, wenn wir Heilung erfahren wollen, erst gucken mit dem, was hat Gott uns denn schon gegeben. Was wissen wir denn? Was hat er uns denn an Gemüse, Früchten, an Kräutern gegeben? Welche Ratschläge hat er uns denn mitgegeben in seinem Wort? Was wissen wir zum Beispiel über unser Newstart-Programm und über unsere acht Ärzte, heute sogar schon zwölf? Gehen wir damit richtig um? Und wenn das der Fall ist und ich trotzdem ein körperliches Leiden habe, dann ist es gut, zu den Ältesten zu gehen und sagen: Bitte helft mir. Aber wenn ich mein Leben nicht im Griff habe und bewusst gegen die natürlichen Ordnung Gottes verstoße, sollte ich nicht dieses Gebet in Anspruch nehmen. Denn Gott hat mir bereits einen Weg gezeigt, wie ich Heilung empfangen kann, einfach durch Änderung meines Lebensstils.

[21:23] Obwohl Gott jedes Gebet hört, ist es immer wichtig, selbst zu hinterfragen, was ist der richtige Weg für mich? Gott sozusagen, vor Gott lästerlich zu leben und trotzdem zu verlangen, dass er ein Segen und ein Halte, eine Gesundheit schenkt, wäre ein schlechtes Beispiel. Wenn ich einen schlechten Lebenswandel habe und Gott immer wieder um Gesundheit bitte und er mir immer wieder Gesundheit schenkt, dann können die Menschen nichts lernen daraus. Dann denken sie: "Okay, er ist ja gesund, ist ja egal wie er lebt, spielt also keine Rolle." Aber Gott möchte, dass seine Jünger authentisch sind, dass wir durch unser Leben, durch unsere Tat, unseren Schöpfer, unseren Gott verherrlichen. Und so gehört beides zusammen. Unser Lebensstil, unsere Gesundheit hängen ganz eng miteinander zusammen. Das eine gibt Zeugnis an das andere und die Menschen werden erkennen, dass wenn wir gesund sind und den guten Wandel vor Gott führen, dass es beides miteinander zusammenhängt und dass Gott ein Freund und ein liebevoller Vater, also ein Freund der Gesundheit ist, der uns nichts Schlechtes möchte, der auf uns aufpasst und uns deswegen Ratschläge gibt, was uns dann wiederum darauf führt, wenn das in der Heilung klappt, dass die Menschen dann vielleicht auch sagen: "Wenn das da klappt, dann wird uns in der Bibel wahrscheinlich auch gute Ratschläge geben für unseren Lebenswandel, vielleicht für unsere ewige Rettung." Und als Zeugnis dessen, weil wir vielleicht so gesund sind, sagen: "Dann muss noch mehr dahinter stecken und wir wollen mehr erfahren." Deswegen ist es eine heilige Sache, um unseren Lebenswandel in den Griff zu bekommen.

[22:56] Und es geht aber in erster Linie gar nicht um die körperliche Krankheit bei Christus. Denn wir wissen, Christus hat in seinem Leben mehr Kranke geheilt, als er öffentlich gepredigt hat. Aber hinter diesen ganzen Heilungen steht eigentlich noch viel mehr. Da steht eigentlich mehr dahinter, als Gott möchte die Krankheit nicht und versucht sie deshalb aus dem Volk zu nehmen. Das hätte er mit einem Wort machen können. Aber darum geht es ihm nicht. Christus war mächtig genug, um zu sagen: "Ich nehme alle Krankheit von der Welt weg, ich nehme alles Leid weg." Das hätte er mit einem Wort machen können. Aber das hat er nicht getan. Er wollte etwas anderes.

[23:36] In Markus 2 lesen wir gemeinsam. Markus 2 und hier die Verse 1 bis 5. Markus 2, 1 bis 5. "Und nach etlichen Tagen ging er wieder nach Kapernaum, und als man hörte, dass er im Haus sei, da versammelten sie sich sogleich viele, sodass kein Platz mehr war, auch nicht draußen bei der Tür, und er verkündigte ihnen das Wort. Und etliche kamen zu ihm und brachten einen Gelähmten, der von vier Leuten getragen wurde. Und da sie wegen der Menge nicht zu ihm herankommen konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab, und nachdem sie es aufgebrochen hatten, ließen sie die Liegematte herab, auf dem der Gelähmte lag."

[24:13] Als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: "Sohn, deine Sünden sind dir vergeben." Jesus hat diesen Gelähmten als Zeichen der Rettung von seelischen Banden zu sich gezogen. Das Problem, das dieser Gelähmte hatte, wenn man in White liest, was er dazu schreibt, sagt sich, dieser Gelähmte, der hatte schon als er zu Hause war, hat Jesus Christus ihn schon gezogen. Jesus Christus hat an ihm gewirkt, und Jesus Christus wartete schon da, dass dieser Gelähmte kommt. Und er wusste, dass der Weg zu ihm versperrt war. Und der Gelähmte hat nicht aufgegeben. Gemeinsam mit seinen Freunden haben sie versucht, einen Weg zu Jesus Christus zu finden, und er in White schreibt, der Glaube in dem Gelähmten wuchs von Minute zu Minute, als sie versucht haben, zu Jesus Christus zu kommen. Bis sie nachher sogar so weit gingen, dass sie auf das Dach geklettert sind, das Dach abgedeckt haben und diesen Gelähmten herabgelassen haben zu Jesus Christus. Jesus Christus hat da gewartet. Er wusste, der Gelähmte kommt, denn es war Jesus Christus selbst, der den zu sich gezogen hat, als der Gelähmte noch zu Hause war. Jesus Christus möchte das, um einen Beweis anzuführen, wer er denn ist.

[25:31] Und nun kommt dieser Gelähmte, und er wird heruntergelassen in dieser Matte. Und hier heißt es: "Als Jesus Christus ihren Glauben sah, sprach er zu ihm, er soll geheilt werden." Oh, vielmehr noch, ihm sollen die Sünden vergeben werden. "Deine Sünden sind dir vergeben." Als er ihren Glauben sah. Es heißt hier nicht, dass die anderen haben so gut geglaubt, dass er die Sündvergebung bekommt, aber er sah ihren Glauben, also den Glauben auch gerade dieses Gelähmten und seine Freunde, die ihm geholfen haben, diesen Weg zu gehen. Es ist was Wunderbares, was sie hier sehen. Diese vier Freunde haben, sie haben auch geglaubt, aber den stärksten Glauben hatte dieser Gelähmte. Und diese fünf machen jetzt was und machen eine Handlung des Glaubens, des Vertrauens. Sie klettern auf das Dach, sie lassen diesen Gelähmten herab und Jesus Christus sagt: "Deine Sünden sind dir vergeben." Er hat den Weg zu Jesus Christus gefunden, trotz Schwierigkeiten. Er hat gesucht, wie kann ich zu Christus kommen. Und als er auch mit der Hilfe der anderen, auch mit Unterstützung der anderen – das ist auch wichtig übrigens, wenn wir uns im Gebet gegenseitig tragen wollen – mit Unterstützung der anderen zu Jesus Christus gefunden und Jesus Christus sichert ihm zu, aufgrund auch seines Glaubens und ihres Glaubens, dass ihm die Sünden vergeben sind.

[26:42] Die körperliche Heilung lesen wir in Vers 10 und 11 nachher. Hier sagt Jesus: "Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher." Jesus Christus führt hier noch einen Beweis an und zeigt: Ich habe die Macht, ihm die Sünden zu vergeben, denn die Pharisäer waren damit nicht eins. Die konnten das nicht hören, dass Jesus Christus sagt: "Deine Sünden sind dir vergeben." Aber zu diesem Gelähmten sagt er am Ende: "Steh auf und geh umher, damit jeder sieht, ich kann das, also kann ich dir auch die Sünden vergeben." Es sollte ein Beweis sein, aber es ging nicht darum in erster Linie, diesen Kranken zu heilen. Es hat Christus deutlich gemacht: Die Heilung ist ein Resultat und die Heilung ist was Gutes, aber in erster Linie ging es darum, ihm die Sünden zu vergeben. Übrigens, wenn ihr das nachlesen wollt, mal bei Ellen White, es war auch ein Grund, warum er krank war, waren seine Sünden.

[27:41] Okay, schauen wir uns mal den nächsten Text. Hebräer 12, Verse 7 bis 13 lesen wir. Hebräer 12, 7 bis 13. Hier schreibt Paulus: "Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne, denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne. Zudem hatten wir ja auch unsere leiblichen Väter als Erzieher und scheuten uns vor ihnen. Sollten wir uns da nicht vielmehr dem Vater der Geister unterwerfen und leben? Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so wie es ihnen richtig erschien. Er aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen. Danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit den, die durch sie geübt sind. Darum richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie und macht gerade Bahn für eure Füße, damit das Lahme nicht vom Weg abkommt, sondern vielmehr geheilt wird."

[28:55] Wir sollen gerade Bahn machen für unsere Füße. Wir sollen für Heilung sorgen. Wir sollen die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie wieder aufrichten. Ich glaube, Gott gibt uns was an die Hand mit. Er gibt uns diese Möglichkeit der Heilung. Er gibt uns diese großartige Gnade, dass wir Menschen heilen dürfen, dass wir Menschen stärken dürfen, dass wir Menschen wieder aufrichten dürfen. Und so glaube ich, dass Gott manchmal Krankheit benutzt, auch im Volk. Dass er auch die Krankheit benutzt, die er dich verursacht hat. Die Krankheit ist eine Folge von Sünde und Satan freut sich an diesen Krankheiten. Aber Gott benutzt sie, um Menschen zu sich zu ziehen. Denn die Menschen, die krank sind, sehen sich vielleicht nach Leben und Heilung. Und Gott benutzt das, um diesen Menschen zu zeigen, wie bei dem Gelähmten: Es gibt Rettung für dich. Und dann fangen die Menschen vielleicht an zu suchen. Und gut, wenn die Menschen dann auf Christen stoßen, die sagen: "Weißt du was, es gibt Heilung für deinen Körper und es gibt noch mehr. Ich kann dir noch mehr geben, als nachdem du jetzt fragst. Ich kann dir Heilung und Rettung für deine Seele zeigen." Und die Menschen können zu Christus geführt werden und die Menschen können gerettet werden. Das oberste Ziel, das Christus hat.

[30:09] Und ich glaube, hier heißt es auch, wenn wir sowas in der Gemeinde erdulden, wenn wir Züchtigung haben, Gott züchtigt auch manchmal durch Krankheiten. Gott züchtigt auch manchmal unseren falschen Lebenswandel, unsere Charakterschwächen durch Krankheiten, damit wir erkennen dürfen, dass wir, oder damit wir erkennen dürfen, damit wir demütig werden vor Gott. Vielleicht sagt man es so besser. Wir wissen z.B. von Anne White, dass sie, als sie das Leben Jesu geschrieben hat, dass Gott sie sehr krank gemacht hat. Aber das auf ihr gebeten, sie wollte sich nicht erheben, sie wollte demütig bleiben ihr Leben lang und hat Gott gebeten, darauf zu achten, dass sie nicht niemals über ihn stellt, dass sie sich niemals erhebt. Und Gott hat sie bewahrt darin, indem er ihr Krankheiten aufgelegt hat und sie demütig gehalten hat. Ich glaube, das war auch der gleiche Grund, warum Paulus nicht befreit wurde von seinem Stachel im Fleisch. Paulus wollte geheilt werden von seiner Krankheit, aber Jesus Christus sagt zu ihm: "Lass dir an meiner Gnade genügen." Dreimal hat Paulus Gott angefleht, geheilt zu werden und Jesus sagt: "Lass dir an meiner Gnade genügen." Manchmal ist dieser Stachel im Fleisch, diese Krankheit, was wir haben, dient manchmal unserer Rettung. Es ist nicht schön und Gott freut sich nicht, dass dieser Stachel da sein muss, aber manchmal dient er unserer Rettung. Manchmal ist es gut, dass wir von einer Krankheit nicht befreit werden, dass wir eine Krankheit tragen.

[31:31] So diese zwei Dinge. Manchmal ist es gut, dass wir Krankheit tragen, aber oftmals möchte Gott auch Krankheit gebrauchen, um sich selbst zu verherrlichen in den Menschen. Er lässt die Menschen krank werden als Folge der Sünde und wir erkennen: Sünde ist schlecht. Gott sagt: Bei mir ist aber Rettung und ich zeige es euch in erster Linie durch körperliche Heilung. Und jetzt denkt bitte nach und macht diesen Schluss, dass ihr sagt: Wenn ihr körperlich geheilt wurdet, dann kann ich euch noch mehr geben. Wenn ich euch schon körperlich heilen kann, seht ihr, dass ich euch seelisch retten kann, dass ich eure Schuld vergeben kann und dass ich euch auferbauen kann, dass ich euch ein neues Leben schenken kann und dass ich euch retten kann. Beides soll in Verbindung miteinander stehen.

[32:08] Wir lesen Römer 8, Vers 26 bis 28. Römer 8, Vers 26 bis 28. "Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe, denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie es sich gebührt. Aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen erforscht, weiß, was das Trachten des Geistes ist, denn er tritt so für die Heiligen ein, wie es Gott entspricht. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind."

[32:53] Gott hilft uns im Gebet, für Menschen die richtigen Worte zu finden, für andere Menschen, aber auch für uns. Denn der Geist Gottes, der in uns wirkt, hilft uns auch im Gebet, unsere Bitten, unsere Anliegen vor Gott zu tragen. Und das für unsere eigenen, aber natürlich auch für die unserer Mitmenschen. Und wir dürfen in Demut immer erkennen, zu jeder Zeit, dass Gott keine Fehler macht. Wir beten zu ihm, bringen unsere Anliegen in aller Demut vor ihm. Und dann dürfen wir wissen: Gott macht keinen Fehler. Es kann sein, es kann sein, dass ich krank werde. Es kann sein, dass jemand krank ist, den ich sehr liebe. Aber ich darf im Gebet diese Seele zu Gott bringen. Ich darf im Gebet mein eigenes Leben vor Gott bringen. Und ich kann erkennen, dass wenn ich Gott liebe, also zu lieben heißt, wenn ich in seinem Gebot lebe, wenn ich ihm nachfolge, wenn ich treu bin zu ihm, dass mir alles zum Besten dient. Alles heißt sogar Krankheit, Not und Elend. Denn es dient dazu, meinen Charakter zu verändern, mich zu formen. So kann Krankheit manchmal sogar eingesetzt werden und gut sein für Gott. Nicht nur um Menschen zu Christus zu führen, sondern auch um meinen Charakter zu verformen, mich an was zu erinnern, um mich vielleicht in Demut zu halten. Alles, heißt es hier, dient zum Besten.

[34:09] Wenn wir in Gottes Gegenwart stehen, wenn wir diese tägliche Beziehung mit ihm haben, dann dient alles, was uns begegnet im Leben zu unserem Besten. Alles soll uns auferbauen, heiliger machen und vervollkommnen.

[34:19] Wir lesen gemeinsam Johannes 9, 1 bis 7. Hier ist eine ganz interessante Geschichte. Johannes 9, 1 bis 7. "Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war, von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, sodass dieser blind geboren ist? Er oder seine Eltern? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern ihm sollen die Werke Gottes offenbar werden. Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist. Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt."

[35:13] Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und machte einen Brei mit dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: "Geh hin, wasche dich im Teich Siloah", das heißt übersetzt, der Gesandte. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.

[35:30] Hier sehen wir eine ganz typische Szene aus dem Leben Jesu, er heilt einen Kranken. In diesem Fall heilt er einen Blinden, und er macht was Besonderes. Ich meine, Christus hätte sagen können: "Du sollst wieder sehen können", und er hätte wieder sehen können. Aber das macht er nicht. Obwohl er die Macht dazu gehabt hat, geht er zu diesem Blinden hin und speit auf die Erde und macht mit der Erde einen Brei und den legt er dem Blinden aufs Gesicht, oder genau genommen auf die Augen. Und dann sagt er: "Geh zum Teich Siloah und wasche dich." Und nachdem der Blinde das gemacht hat und sich wäscht, kann er wieder sehen. Jetzt, warum macht Jesus das? Warum dieser komplizierte Weg, um diesen Menschen zu heilen?

[36:11] Jesus Christus zeigt darin was. Anstatt ihm einfach die Hände aufzulegen und sagen: "Werd wieder sehend", macht er diesen Brei. Und wir erinnern uns an eine Szene, als Christus schon mal gemacht hat, nämlich ganz am Anfang der Menschheitsgeschichte, als er Adam geschaffen hat, aus Staub aus der Erde. Auch da formte er Adam erst aus Staub und dann blies er ihm den Odem des Lebens in die Nase, den Ruach, den Geist. Und das Gleiche macht er hier. Dieser Mensch war ja, wie im Gegensatz zu allen anderen in der Bibel, die irgendwann mal blind waren, steht hier explizit drin, er war von Geburt an blind. Das heißt, er hatte noch nie funktionierende Augen gehabt. Seine Augen waren entweder gar nicht da oder sie funktionierten einfach nicht. Und das von Geburt an. Was hier geschehen muss, ist ein neuer Schöpfungsakt. Jesus Christus nimmt wieder Staub, wie er es ganz am Anfang der Weltgeschichte gemacht hat, als er Adam gemacht hat. Er vermischt diesen Staub mit Speichel und hat einen Brei. Und diesen Brei streicht er ihm auf die Augen. Anders gesagt, er formt ihm neue Augen. Neue Augen werden hergestellt. Er zeigt, dass er der Schöpfer ist.

[37:19] Nun, als er Adam geschaffen hat, blies er ihm anschließend den Geist des Lebens in die Nase. Und dann wurde aus Adam eine lebendige Seele. In diesem Fall sagt er zu dem Blinden: "Geh zum Teich Siloah und wasche dich dort." Aber Siloah heißt übersetzt der Gesandte. Nun, wer ist das? Wer ist dieser Gesandte? Jesus Christus sagt: "Ich muss zum Vater gehen, aber ich sende jemanden." Und der, der gesendet wird, ist der Geist. Der Geist soll gesendet werden, um uns eine Hilfe zu sein, um mit uns durch die trüben Tage der Weltgeschichte zu gehen. Aber der Gesandte, wenn es ein Symbol für den Geist ist und gleichzeitig ein lebendiges Wasser, denn Siloah hatte eine eigene Quelle, der Teich, es war ein lebendiges Wasser. Und wir wissen aus Johannes 7, dass das lebendige Wasser ein Symbol ist für den Geist Gottes. Nachdem Jesus Christus ihm neue Augen geformt hat, schickt er ihn zum Teich Siloah. Und es ist ein Symbol für den Ruach, der jetzt hineinkommt, für die Neuschöpfung, die geschieht. Dieser Blinde bekommt neue Augen. Und nachdem er sich gewaschen hat damit, kann er sehen. Augen von 0 auf 100 wiederhergestellt. Da waren keine, plötzlich sind da welche. Gott zeigt: Ich bin der Schöpfer.

[38:30] Jesus Christus sagt: Ich bin der Schöpfer aller Dinge. Und wir wissen aus Johannes 1, dass es Christus war, Jesus Christus, der alle Dinge geschaffen hat. Hier macht er weiter. Und es ist wichtig für uns, denn vielleicht haben wir sehende Augen, vielleicht sagen wir: "Ich habe Arme, ich habe Beine, ich habe eigentlich alles dran. Eine Neuschöpfung an mir, eigentlich gar nicht notwendig." Aber Jesus Christus heilt diesen Blinden hier. Und diese körperliche Heilung hat immer auch einen Aspekt auf das Geistliche. Denn es geht Jesus Christus darum, in erster Linie Menschen zu retten.

[39:01] Nun, was kann Christus für uns tun? Warum ist es wichtig für uns, dass wir wissen, dass Jesus Christus, der damals die Welt geschaffen hat und alles, was darauf ist, auch Adam und Eva, alle Tiere, alle Pflanzen, auch heute noch Schöpfer ist. In Psalm 51 müssen wir, Psalm 51 lesen wir in Vers 12, dass David betet hier: "Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Inneren." David bittet Gott hier, dass er ihm etwas Neues schafft, eine Neuschöpfung, und zwar innerlich. Er möchte ein neues Herz haben. Das Endziel Gottes: Ich möchte euch neu schaffen, ich möchte, dass ihr von Neuem geboren werdet. Die Rettung, die Nikodemus verkündigt wurde: Ihr müsst von Neuem geboren werden, sonst ist keine Rettung möglich. Und David betet es hier: "Bitte gib mir ein neues Herz, erschaffe mir, Gott, ein neues Herz und gib mir einen beständigen Geist in mein Inneres." Dann antwortet: "Forme mir Augen und gib mir den Geist." Er möchte ein neues Herz haben. Und Christus hat es ihm gegeben. Wir wissen die Geschichte von David, dass Christus ihn erneuert hat. Der Schöpfer, der damals Adam und Eva, unsere Voreltern, geschaffen hat, der später auch gezeigt hat, dass er immer noch der Schöpfer ist, hat zu Davids Zeiten ein neues Herz geschaffen. Das kann er heute immer noch machen. Er kann uns ein neues Herz schaffen. Heilung ist körperlich wichtig, aber Heilung ist auch seelisch unabdingbar für uns. Es ist eine ganz, ganz große Sache, die Gott auch heute noch machen möchte für uns.

[40:31] Wir lesen gemeinsam 1. Petrus 2, Vers 24 und 25. "Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden, denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen. Jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen."

[40:56] Die Idee, die Petrus hier hat, es soll eine Neuschöpfung hervorkommen. Der Gläubige soll fortan, nachdem Christus ihn geheilt hat, und zwar ihn auch seelisch geheilt hat, ein neues Leben führen. Er soll den Sünden gestorben sein und der Gerechtigkeit leben, heißt es hier in Vers 24. Das, was uns früher im Leben ausgemacht hat, das sollen wir ablegen und wir sollen neue Sachen annehmen, nämlich seine Gerechtigkeit. Christus möchte eine Neuschöpfung schaffen, er möchte uns heilen. Und diese Heilung, die ist wichtig für jeden Menschen, egal ob wir ein körperliches Gebrechen haben oder nicht. Und auch das geschieht im Gebet, im Gebet vor Gott. Wenn wir vor seinen Thron kommen und wenn wir ihn bitten: "Schaffe mir, oh Gott, ein neues Herz", dann wird Gott es machen. Gott wird uns hören.

[41:44] Wir nehmen die nächsten Verse aus Jakobus. Also wir haben gesehen, dass sowohl körperliche Heilung als auch seelische Heilung bei Gott möglich ist. In Jakobus Vers 16 bis 18 lesen wir: "Bekennt einander die Übertretung und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Jetzt heißt es: Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir und er betete inständig, dass es nicht regnen solle. Und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land. Und er betete wiederum, da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Frucht."

[42:30] Hier sehen wir, dass Jakobus hier nochmal ermahnt, wir sollen beten. Und er sagt, das Gebet des Gerechten vermag viel. Und dann macht er einen Verweis auf Elia. Und er denkt an Elia, wie es damals war. Elia betete, dass es dreieinhalb Jahre lang nicht regnen soll. Und es regnete nicht. Und Elia hatte damals gemerkt, dass er sein Volk geliebt hat. Er wollte, dass es dem Volk gut geht. Und Israel, der der Regen ausblieb und hatte sich dann gewünscht, dass vielleicht wieder Regen fällt. Aber die Idee von Elia war: Ich möchte eine Reformation im Land haben. Ich möchte, dass etwas Neues geschieht. Ich möchte, dass die Leute wieder umkehren und dass sie Gott finden. Und er hat gebetet, dass der Regen nicht fällt. Denn es gab damals so einen Baal-Kult. Baal-Priester waren überall und Baal war so ein Wettergott. Und nun hat Elia es in Gottes Hand gelegt und sagt: "Leg deine Hand auf das Volk. Lass deine Hand auf diesem Volk lasten, damit sie zur Umkehr kommen." Er hat sich Reformation gewünscht im Volk. Und Christus hat es nicht regnen lassen in dieser Zeit. Und Elia bittet nun und sagt: "Okay, bitte lass es wieder regnen." Aber Gott hat gewartet. Gott hat gewartet lange Zeit bis zum letzten Ende, bis der Regen dann fiel. Aber auf Elias Gebet hin fiel der Regen wieder. Aber Gott hat sein Gebet am Anfang erhört und hat Reformation geschenkt. Er hat eine Möglichkeit geschaffen, durch diese Trockenheit, dass all diese Baal-Propheten, die diesen Wettergott angebetet haben, zusammen kamen, gemeinsam mit Elia. Und sie haben ihren Gott angerufen und Elia hat den allmächtigen Schöpfergott angerufen. Und es wurde gezeigt von dem ganzen Volk, dass Baal nichts vermag. Kein Regen, keine Wunderzeichen, nichts. Und Gott hatte sich verherrlicht durch diese Trockenheit. Dadurch, dass seine Hand auf dem Volk lastete, konnte er die Reformation bewirken. Er hat im Anschluss alle Baal-Propheten im Land ausgerottet und kurze Zeit darauf fing es wieder an zu regnen. Gott hat auf den perfekten Moment gewartet, um sein Volk zu heilen.

[44:36] Und das macht Gott bei uns auch im Leben. Wenn wir Krankheiten haben, wenn es uns nicht gut geht, dass Gott auf den perfekten Moment wartet. Denn unsere Krankheit, unsere Heilung soll immer einen geistlichen Aspekt für uns haben. Wir sollten immer erbaut daraus hervorgehen.

[44:55] Ich habe mal früher, als ich Christus erst kennengelernt habe, und ich war so 18, 19 Jahre alt, ich habe nach den Predigten, die ich mir angehört habe, in den Gottesdiensten, bin ich immer zu den Predigern hingelaufen, habe sie gefragt, wie Dinge in der Bibel gemeint sind, habe sie zu ihren Predigten gefragt und habe versucht so viel zu lernen, wie ich irgendwie konnte. Ich war vom Wort gefesselt, ich war begeistert von dem, was in der Bibel steht, aber ich verstand vieles nicht. Und die Prediger haben sich oft die Zeit genommen und saßen dann noch lange noch nach mir, manchmal ein, zwei Stunden nach dem Gottesdienst und haben mir Dinge in der Bibel erklärt. Und da war mal einer, das war damals schon ein sehr alter Prediger, der heute auch nicht mehr lebt, und ich kann mich auch an nichts mehr erinnern, was ich mit ihm alles geredet habe, aber an einen Satz kann ich mich gut erinnern. Der liegt in meinem Herzen und den werde ich auch nicht vergessen. Ich habe viel gefragt und wir haben über viele Dinge gesprochen und unter anderem kamen wir auch auf das Thema Beten. Und dieser alte Prediger legte mir seine Hand auf die Schulter und sagte zu mir: "Ronny, wenn du wüsstest, welche Kraft das Gebet hat, du würdest nicht mehr aufhören zu beten." Und umso älter ich werde, umso mehr ich darüber nachdenke und umso mehr ich in der Bibel studiere und auch selber Predigern und Menschen bete, umso mehr denke ich: Der Mann wusste in all den Jahren Lebenserfahrung, die er hatte, genau, was er gesagt hat. Wenn wir auch nur eine Vorstellung davon hätten, welche Kraft das Gebet hat, wir würden gar nicht mehr aufhören zu beten. Er hat es in seinem Leben erfahren, denke ich. Deswegen hat er dieses Zeugnis gegeben. Und umso älter ich werde, umso mehr ich bete, umso mehr ich in Beziehung mit Gott stehe, umso mehr merke ich: Es ist wahr. Das Gebet hat eine unglaubliche Kraft, denn das ist eine Kraft, die nicht aus uns kommt. Das ist eine Kraft, die Gott selber gibt. Und Gott ist allmächtig und er kann alles tun. Und deswegen ist das, sollen wir auch hier zum Beispiel an Elia denken oder an all die Vorbilder, die durch Gebet viel bewirkt haben. Es war ja nicht Elias Kraft. Es war Gott, der gewirkt hat durch Elia.

[46:48] Und Jakobus sagt, Elia war ein Mensch wie wir. Wenn wir in der Bibel die ganzen großen Wunderzeichen und Taten lesen können und sagen können, es waren Menschen wie du und ich, dann können wir sagen: Na ja, wenn Elia auch ein Mensch war wie du und ich, dann haben wir die gleiche Kraft von Gott bekommen. Wir dürfen genauso beten. Wir dürfen unsere Dinge auch vor Gott bringen. Aber lasst uns daran denken, was Gott gesagt hat, wie wir es tun sollen. Mit Lob und mit Danksagungen. Wir sollen auch Psalme singen. Wir sollen alle Zeit immer alles vor Gott bringen, damit auch wir diese Erfahrung machen dürfen. Denn die Gebetserhöhung ist eine große Erfahrung, die wir machen dürfen.

[47:24] Seid auch geduldig im Gebet, denn Gott wartet auf den richtigen Zeitpunkt, wann es erhört wird. Sowohl in Krankheit als auch in anderen Lebenslagen. Gott wartet auf den richtigen Zeitpunkt, denn es soll ja alles eurem Besten dienen. Er kann sich ja nicht widersprechen. Es soll alles immer eurem Besten dienen. Und deswegen sucht sich Gott den richtigen Zeitpunkt aus, wann er Gebet erhört. Lasst uns aber auch so sein, dass wir sagen: Gott, es soll in deiner Hand liegen. Nicht ich möchte entscheiden, sondern du sollst entscheiden. Du weißt, was gut und was richtig ist. Genauso wie Jesus Christus gebetet hat, als das Gebet gezeigt hat: Nicht mein Wille soll geschehen, sondern dein Wille soll geschehen.

[48:05] Wir lesen die letzten beiden Verse in unserem Jakobusbrief. Es heißt in Jakobus 5, Vers 19 und 20: "Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen, wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken."

[48:22] Er schließt ab, nachdem er von der Heilung gesprochen hat, nachdem es gerade eben darum ging, dass wir beten sollen und für Heilung beten sollen und wenn welche krank sind, sollen wir sie mit Öl salben im Namen Gottes und wir sollen für sie beten, sagt er ganz am Ende: Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und es führt ihn einer zur Umkehr. Er macht hier deutlich, dass dieses Gebet auch für die Kranken eine gewisse Bedeutung hat, um jemanden zur Umkehr zu führen. Es geht nicht darum, dass derjenige von Krankheit gesund wird, es geht in erster Linie darum, dass derjenige gerettet wird, dass eine Seele zur Umkehr gebracht wird und deswegen auch diese Krankheit. Und deswegen lasst uns nicht die Hände über den Kopf zusammenschlagen und sagen: "Warum leben wir in so einer Welt voller Krankheit, voller Sünde, voller schlechter Dinge?" Gott nutzt es, Gott nutzt Krankheiten, Gott nutzt auch Naturkatastrophen, er nutzt viele Dinge, um Menschen zu sich zu ziehen. Und wir als Gemeinde müssen das wissen, denn wir sollen mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten. Gott gebraucht Dinge wie Krankheit, um Seelen zu retten. Und jeder von uns und ganz besonders auch unsere Ärzte, unser medizinisches Personal muss wissen, dass diese Krankenheilung einen wichtigen Aspekt dazu beiträgt, Menschen zu retten, Menschen zur Umkehr zu rufen und Seelen aus dem ewigen Feuer zu holen und sie ins ewige Leben zu bringen.

[49:38] Es ist eine große Aufgabe, die wir haben und wir dürfen durch diese Krankenheilung einen Schritt auf die Menschen zumachen. Wir dürfen eine geöffnete Tür vorfinden, denn unsere ganze Gesundheitsbotschaft, unser ganzes medizinisches Werk, das wir machen, dient nur einer Sache. Es dient dazu, das Evangelium zu verbreiten, denn die Gesundheitsbotschaft ist der rechte Arm des Evangeliums. Mit der Gesundheitsbotschaft werden wir auch gerade jetzt am Ende der Zeiten noch die Türen öffnen für Menschenherzen, dass sie, wenn wir ihnen körperliche Heilung bringen und das nicht immer durch große übernatürliche Wunder, sondern vielmehr in den meisten Fällen durch unsere guten Programme, durch unseren Lebensstil, durch die Früchte, das Gemüse, durch die Kräuter, durch diese Dinge der Natur, durch Luft, durch Sonnenlicht, durch Wasser, durch unseren Glauben, durch viele Dinge, durch ausreichend Schlaf, zeigen wir den Menschen: Gott hat euch gern, er hat euch lieb. Wir haben Hilfe für euch, denn wir sind verbunden mit dem Allmächtigen Gott und er weiß, was dir im Leben guttut. Und wenn die Tür offen ist, dann können wir sagen: Und wir haben noch mehr für dich. Wir haben noch mehr als deine körperliche Gesundheit wiederherzustellen. Wir haben eine ewige Rettung für dich. Und jeder Arzt, der mit Patienten spricht, sollte immer, immer die Patienten auf diesen ewigen Weg der Rettung hinweisen. Und das gilt nicht nur für unsere Ärzte, das gilt auch für uns, nicht nur für unsere Prediger, sondern für jeden Einzelnen, der zu unserer Gemeinde gehört und der sich verantwortlich fühlt und diesen Auftrag von Gott bekommen hat. Das hat jeder von uns, das Evangelium in die Welt zu bringen. Beides geht Hand in Hand, die Gesundheitsbotschaft und das Evangelium, damit die Menschen erreicht werden überall. Und ich glaube, wir können sagen, dass wir Gott dankbar sind dafür, dass er uns gebraucht in dieser Welt, um dieser Welt zu helfen, um Menschenherzen zu öffnen, um Menschen für die Ewigkeit vorzubereiten und sie zu retten.

[51:43] Lass uns dafür dankbar sein. Gemeinsam möchte ich mit euch zum Abschluss noch beten. Herr, unser Gott, wir sind dir von ganzem Herzen dankbar, dass du es möglich machst, dass wir im Gebet zu dir kommen können und dass dieses Gebet eine Kraft von dir bekommt. Es ist dein Geist, Herr, der unsere Worte so formt, dass sie angenehm sind für dir, der uns leitet und uns anleitet im Gebet. Und es ist deine Kraft, Herr, die wirkt, um Menschen gesund zu machen. Aber alles soll einem Ziel dienen, es soll Seelen retten. Wir danken dir, Vater, für all die guten Dinge, die du uns gegeben hast in der Natur, für all die Gesundheitsthemen und die Gesundheitsbotschaft, die wir haben dürfen, mit denen wir Menschen erreichen können. Bitte, Herr, lass in unserem Herzen wirken, dass wir ergriffen sind von diesem Wort und dass wir beides miteinander verbinden können, die Gesundheitsbotschaft und das Evangelium. Erhalte uns die Gesundheit, Herr, damit wir dir noch lange dienen können auf dieser Welt und dieses Werk hier zum Abschluss bringen können. Wir danken dir dafür im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen.

[52:38] Hat mich gefreut, dass wir dieses Thema gemeinsam studieren konnten. Das Gebet und die Heilung, zwei ganz wichtige Dinge, die wir auch noch weiter studieren müssen und noch mehr lernen dürfen und können, was in dieser letzten Zeit so wichtig ist, um noch Türen zu öffnen, um noch Menschen zu erreichen. Der Herr wird sein Werk zu Ende bringen und ich würde mir wünschen, wenn wir alle dabei sein können. Ich würde mich auch freuen, wenn ihr nächste Woche wieder dabei seid, wenn wir das Ende von Jakobus uns angucken, das ewige Evangelium, und noch einmal einen Überblick bekommen, über was haben wir eigentlich gemacht. Würde mich freuen, wenn ihr mit uns gemeinsam studiert und bis dahin wünsche ich euch für euer Bibelstudium Gottes reichen Segen, das euch voranbringt, dass ihr viel Erfahrung sammelt und viel Erkenntnisse gewinnt im Worte Gottes. Amen.


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