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Manuskript: 04_2014_Lektion_3

In dieser Cannstatt Study Hour Lektion mit Ronny Schreiber geht es um das Thema „In Versuchung standhalten“ aus dem Jakobusbrief. Es wird beleuchtet, woher Versuchungen kommen, wie man damit umgeht und warum sie Teil des Christenlebens sind. Die Lektion erklärt, dass Gott nicht versucht, sondern Satan die Quelle der Versuchung ist. Es wird betont, wie wichtig es ist, sich mit Gottes Wort zu wappnen und den eigenen Charakter durch Glauben, Hoffnung und Liebe zu formen, um Versuchungen zu widerstehen und geistlich zu wachsen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q4: Der Brief des Jakobus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Ich freue mich, dass wir gemeinsam den Jakobusbrief behandeln können. Darin eine ganz, ganz spannende Lektion, nämlich die Lektion Nummer drei in diesem Quartal. Und es heißt: In Versuchung standhalten. Wo diese Versuchungen herkommen, wie man damit umgeht und warum sie selbst im Leben eines Christen an der Tagesordnung sind, darüber möchten wir heute sprechen. Und ganz besonders wollen wir herausfinden, was macht man denn, wenn man in Versuchung gerät? Wie kommt man da wieder raus? Bevor wir beginnen und unseren ersten Text gemeinsam aufschlagen, lasst uns gemeinsam beten. Herr unser Gott, wir danken dir dafür, dass wir wissen dürfen, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist, dass du uns führen und leiten wirst durch deine heilige Schrift und dass wir zugerüstet werden von deinem Wort. Lieber Vater, ich bitte, dass du uns die Augen öffnest für das, was du uns jetzt sagen möchtest. Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:10] Versuchung. Das Sonntagskapitel heißt: Die Wurzel der Versuchung. Und genau da wollen wir reinschauen in unseren Merkvers. Wir wollen gleich mit unserem Merkvers anfangen, den wir in Jakobus 1, Vers 12 finden. Jakobus 1, Vers 12. Hier heißt es: Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet. Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. Jakobus sagt also, dass der Mann, der in Versuchung gerät, der geprüft wird, glückselig ist. Und er begründet es, wenn er sagt: Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen. Also, die Versuchung muss kommen, damit wir uns bewähren können. Denn erst nachdem wir uns bewährt haben, können wir die Krone des Lebens empfangen. Also, so können wir sagen, sogar im Christenleben gehören Versuchungen zur Tagesordnung. Wir werden immer wieder versucht, aber die Idee dahinter ist, dass wir uns bewähren können, dass wir zeigen können, dass wir den Versuchungen nicht nachgeben, dass wir nicht unterliegen, dass wir Herr der Versuchung sind, dass wir darüber stehen. Und diese Versuchungen sind unerlässlich, um uns Tag für Tag, Stück für Stück zu formen, um einen christusähnlichen Charakter zu entwickeln.

[2:39] Vielleicht ging es euch so, mir ging es so. Wenn man das liest: Versuchungen sind also gut für unsere Charakterverformung. Vielleicht habt ihr auch diesen Vers im Kopf gehabt aus dem Vaterunser. Der letzte Vers im Vaterunser, das ist Matthäus 6, Vers 13, heißt auch: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Und führe uns nicht in Versuchung. Also, zum einen sind diese Versuchungen in unserem Leben scheinbar notwendig. Andererseits bitten wir Gott: Führe uns nicht in Versuchung. Und jetzt, wenn wir in Jakobus weiterlesen, Jakobus 1, Vers 13 und 14 heißt es: Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand. Sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Also, Jakobus macht da einen Moment: Gott führt überhaupt niemand in die Versuchung. Gott kann das auch gar nicht. In Gott selber ist überhaupt keine Sünde, in Gott selber ist überhaupt keine Versuchung. Gott hat gar keine Freude daran, uns in solche Nöte, Bedrängnisse und Ängste zu bringen. Gott ist nicht der Verursacher der Versuchung um uns herum. Jakobus macht das sehr deutlich.

[4:14] Nun, trotzdem sollen wir beten: Und führe uns nicht in Versuchung, als ob Gott uns in Versuchung führen würde. Nun studieren wir das ein bisschen genau. Wer ist denn derjenige, der uns eigentlich in die Versuchung bringt? Ich glaube, das weiß jeder aufmerksame Zuhörer. Wir können trotzdem mal reinschauen in Lukas 22. Lukas 22 und hier Vers 31 und 32. Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre. Wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder. Jesus sagt zu Petrus: Der Satan ist gekommen, um euch zu vernichten. Er möchte euch verändern. Er möchte euch zum Negativen bringen. Er möchte, dass ihr sterben werdet, den zweiten Tod. Er möchte euch vernichten. Er möchte euch aus der Welt haben. Ihr sollt nicht mehr da sein. Satan ist derjenige, der die Menschen also versucht, in Verführung bringt, der den Menschen versucht zu verändern zum Negativen. Das ist Satan, der das macht.

[5:29] Wir kennen eine berühmte Geschichte in der Bibel, wo wir genau sehen, dass es nicht Gott ist, der die Versuchung bringt, sondern dass es Satan ist, der die Menschen in Versuchung bringt. Wahrscheinlich ist es bekannt, dieses berühmte erste Kapitel aus dem Buch Hiob. Wenn wir hier im ersten Kapitel lesen, stellen wir fest, dass hier Satan neben vielen anderen Gottessöhnen anwesend ist. Es findet ein Gespräch statt zwischen Gott und Satan, wo klar wird, dass nicht Gott derjenige ist, der in den folgenden Kapiteln den Hiob in Versuchung bringt, sondern dass es Satan ist, der es tut. Mit einer Besonderheit, das gucken wir uns mal an. Hiob 1, ab Vers 6 bis 12. Es geschah aber eines Tages, dass die Söhne Gottes vor den Herrn traten und unter ihnen kam auch der Satan. Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf. Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenden Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet. Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingehegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet und seine Herden breiten sich im Land aus. Aber strecke doch einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat. Lass sehen, ob er dir dann nicht ins Angesicht absagen wird. Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein. Nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus. Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn hinweg.

[7:13] Ganz interessant, was wir hier lesen. Satan macht einen Vorwurf an Gott, sagt: Dem Hiob, der ist ja nur so gottesfürchtig und dem geht es ja nur so gut, weil du dich ständig um ihn kümmerst und weil du ihn immer segnest. Und dann sagt Satan: Strecke du doch einmal deine Hand gegen ihn aus. Und passiert das in den folgenden Kapiteln? Nein. Gott streckt seine Hand nicht gegen Hiob aus. Gott führt niemanden in Versuchung. Er sagt: Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein. Es ist nicht Gott, der sich Hiob in Versuchung bringt, der Hiob hier ins Elend und in Not stürzt. Es ist Satan. Aber Gott sagt: Okay, mach es. Nun, warum macht er das? Warum lässt Gott es zu, dass Satan den Hiob in Versuchung bringt? Hiob wird ein Beweis werden, ein lebendiges Zeugnis für das ganze Universum, dass er treu ist und auf Gott vertraut und dass Gottesvertrauen Segen bringt. Hiob wird in den nächsten Kapiteln furchtbar leiden. In den nächsten Kapiteln wird Satan ihn in furchtbare Versuchung bringen, in Ängste, in Nöte, in Schwierigkeiten. Aber am Ende zeigt sich, durch Hiobs Treue wird Gottes Segen am Ende siegen. Und so ist Hiob ein lebendiges Zeugnis, sogar für seine Zeitgenossen damals und auch noch für uns heute. Hiob wird das einst erleben dürfen, wie seine Geschichte in der ganzen Welt zum Zeugnis erzählt wurde.

[8:47] Also, es ist nicht Gott, der hier den Hiob versucht, es ist Satan. Es wird ganz, ganz deutlich in Vers 12. Satan ist es, der den Hiob in Versuchung bringt. Nun, aber Gott lässt es zu. Interessant ist, dass hier am Anfang Gott sagt: Du kannst deine Hand an seinen Besitz legen, aber taste sein Leben nicht an. Später, wenn wir weiterlesen, sehen wir, dass er ihm plötzlich, nachdem der Besitz und alles kaputt gegangen ist, sagt Satan: Hey, was ist denn nun los? Kann ich ihn jetzt mal antasten? Kann ich nicht bei ihm was machen? Dann sagt Gott: Okay, mach. Und dann wird Hiob plötzlich krank. Aber alles zu seiner Zeit. Gott lässt nicht zu, dass Satan sofort in die größten Versuchungen stürzt. Es liegt in Gottes Macht, das zu entscheiden.

[9:26] Schaut mal in 1. Korinther 10. 1. Korinther 10 und dort Vers 13. 1. Korinther 10 Vers 13. Es hat euch bisher nur menschliche Versuchungen betroffen. Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt. Gott lässt nicht zu, dass wir über unsere Maßen versucht werden, sagt Paulus. Gott wird, wenn er denn, wenn da eine Versuchung ist, er wird mit der Versuchung immer auch gleich den Ausweg schaffen. Und das ist interessant. Wenn wir nun also beten im Vaterunser: Führe uns nicht in Versuchung, dann heißt das nicht: Gott führt uns ja ständig in Versuchung und dann soll er es vielleicht mal nicht machen. Das heißt: Führe uns in keine Versuchung, die zu groß für uns ist. Denn, das schreibt Ellen White auch sehr deutlich, wenn jemand auf Gottes Seite ist und mit Gott wandelt, dann lässt Gott nicht zu, dass die Versuchung über sein Vermögen liegen. Das heißt, wenn wir zu Gott gehören, achtet Gott täglich auf uns und passt darauf auf, wie wir versucht werden. Denn als Christen, also als Menschen, die Christus nachfolgen, seid ihr Satans Feinde. Und Satan würde euch am liebsten sofort aus der Welt radieren, aber Gott lässt es nicht zu. Satan würde euch am liebsten die größten Versuche um die Ohren hauen, aber Gott lässt es nicht zu. Er lässt nur so viel zu, wie er weiß, dass ihr es tragen könnt. Und durch jedes Mal, dass ihr zu Gottes Seite steht, wenn ihr in Versuchung geratet und zu Gott steht, wird euer Glaube ein bisschen stärker, wird euer Charakter ein bisschen verändert, seid ihr ein Stückchen näher am Charakter Christi. Jedes Mal. Das heißt, Satan kämpft mit Versuchung gegen euch, aber Gott benutzt diese, um euch wachsen zu lassen.

[11:14] Die Frage ist, auf welche Seite stellen wir uns. Gehen wir in die Versuchung nach dem ersten Anschein, dann sieht es so aus, ist vielleicht der bessere Weg, geht mir vielleicht damit besser. Aber Satan lockt uns in eine Falle. Der Ausgang der Sünde ist immer tot. Satan versucht, uns das Leben kaputt zu machen, das Leben wegzunehmen. Aber wenn wir auf Gott vertrauen, sieht es vielleicht erst aus als ein Schritt in die Trübsal, vielleicht noch einer, aber plötzlich ist der Segen da. Und das ist, was Gott auch verheißen hat: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen. Gott wird sich um euch sorgen, trotz der Versuchung um euch herum.

[11:47] Schaut mal bitte mit mir in Epheser 6, Vers 16 und 17. Hier ist von dieser berühmten Glaubensrüstung wird hier berichtet. Vers 16 und 17. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt euch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. Drei Dinge sollen wir hier nehmen, nach diesen Versen. Wir sollen zuerst den Schild des Glaubens ergreifen, dann sollen wir den Helm des Heils haben und wir sollen das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, nehmen. Nun, Schild des Glaubens. Glaube doch daran, wenn du mit Versuchung kämpfst, glaube daran, dass Gott das überwinden kann, dass Gottes Macht in dir die Versuchung überwinden kann. Punkt eins: Glaube daran. Nimm den Schild des Glaubens. Gott kann. Ich bin vielleicht schwach, aber Gott kann. Zweitens: Nimm den Helm des Heils an. Glaube daran, dass du in Gott verborgen bist, dass dein Heil bei Gott sicher ist. Hab Heilsgewissheit. Glaube, dass Gott es in dir schaffen kann, dich zu retten, dich zu überwinden. Lass nicht zu, dass Satan in deine Gedanken kommt und dir einredet: Du hast keine Chance, bei dir kann man nichts reparieren, dein Leben ist so kaputt, da wird nichts mehr. Nimm den Helm des Heils und schütze dich davor. Glaube daran, dass Gott es in deinem Leben kann.

[13:19] Und das Dritte ist: Nimm das Schwert des Geistes, was interessanterweise ist, das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. Das Schwert des Geistes, unsere einzige Waffe übrigens in dieser ganzen Waffenrüstung, die hier aufgelistet ist, das Schwert des Geistes. Und das Schwert des Geistes, sagt der Vers selber, ist das Wort Gottes. Also sollen wir die Bibel benutzen, um uns gegen Satans Angriffe zu verteidigen. Das besagt aber auch, dass es gut für uns ist, mit diesem Schwert umgehen zu können. Das heißt, wir sollten ab und zu mal üben, mit dieser Waffe zu kämpfen. Wir sollten uns vertraut machen mit unserer Bibel, wir sollten Texte am besten auswendig lernen, studieren darin, neue Verknüpfungen finden und so Schritt für Schritt im Umgang mit der Bibel besser werden. Denn durch die Bibel, sagt uns Psalm 119. Das ist übrigens der Psalm, der die ganze Zeit vom Wort Gottes spricht. Psalm 119 und hier in Vers 11. Also, es lohnt sich, den ganzen mal zu lesen, da steht so viel über das Gesetz, über das Wort Gottes drin. Aber wir begnügen uns heute mal mit Vers 11. Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. Die Idee hier ist: Wenn ich dein Wort in meinem Herzen habe, sündige ich nicht gegen dich. Dein Wort scheint mich also davor zu bewahren, in die Sünde zu geraten. Und das ist ganz existenziell für uns. Denn wenn Versuchungen kommen, können wir die Versuchung vielleicht mit dem Wort Gottes einsortieren: Ist es ein Gottesgeschenk oder geraten wir hier in Versuchung? Und hierfür brauchen wir die Bibel. Denn wenn Satan uns versucht und uns angreift, müssen wir zurückschlagen können.

[15:05] Das hat Jesus Christus gemacht in Lukas 4. In Lukas 4, als er in Versuchung geriet, Lukas 4 und hier Vers 3 und 4, da hat er mit dem Worte Gottes widerstanden. Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde. Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes. Eigentlich hätte man denken können, ja, Jesus hätte sich mal kurz aus den Steinen Brote machen können. Aber er sagt: Das ist es nicht. Ich will meine göttliche Macht nicht benutzen. Ich möchte als Mensch hier stehen. Ich möchte als Mensch durch alle Versuchungen durchgehen. Und das hat er bewiesen. Obwohl Satan versucht hatte und überlegt, er war in einer Zeit des Fastens, ja, er hatte Hunger. Es war eine große Versuchung für ihn. Aber Jesus Christus widersteht dieser Versuchung, indem er mit dem Wort Gottes angreift. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Das Wort Gottes, das schon Teil seiner Natur geworden ist, was bei uns auch sein soll. Das Wort Gottes, wenn wir Dinge im Leben sehen, wenn wir in Situationen hineinkommen, dass wir uns gleich an Bibeltexte, an Gottes Wort erinnern können. Dass wir gleich ein Schwert zur Hand haben und uns verteidigen können.

[16:22] Gehen wir ein Stückchen weiter. Wir gehen nach Jakobus wieder zurück. Ich studiere ja gerade den Jakobusbrief. Gucken wir nochmal in Jakobus rein, wie er weiterführt. Jakobus 1, wir lesen nochmal Vers 14 und Vers 15. Sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn er die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Also, unsere eigenen Begierden, die Dinge, die in uns drin sind, ziehen uns zur Sünde. Das heißt, die Begierden, die in uns hineingelegt sind, spielen dem Satan in die Karten. Er versucht uns und er benutzt unsere schlechten Dinge, unsere schlechten Eigenschaften, um uns dahin zu ziehen. Und also alle unsere Anknüpfungspunkte in unserem Leben sind also unsere schlechten Eigenschaften. Satan hätte nichts in der Hand, um uns zu verführen, um uns zu ziehen, wenn dann nicht Dinge in unserem Leben wären, unsere Begierden, unsere eigenen Sehnsüchte, an die er anknüpfen kann, wo er einen Hakenpunkt hat und uns plötzlich ziehen kann. Deswegen werden auch die Menschen von unterschiedlichen Dingen angezogen, durch unterschiedliche Dinge verführt. Denn jeder hat in seinem Leben unterschiedliche Anknüpfungspunkte, die da auch hineingelegt wurden. Dinge, mit denen wir uns beschäftigen, haben Auswirkungen auf unser Leben. Wenn wir uns viel mit Gewalt zum Beispiel beschäftigen, wird Gewalt ein Anknüpfungspunkt sein, in dem Satan einhaken kann. Wenn wir uns viel mit Lug, Trug oder Geld oder was auch immer beschäftigen und wir wissen, wir sind außerhalb von Gottes Gesetz, dann schaffen wir damit Anknüpfungspunkte in unserem Herzen und Satan kann einhaken und wird uns irgendwann genau daran ziehen.

[18:11] Das Problem ist also, mein eigener Körper, mein eigenes Ich steht plötzlich gegen mich im Kampf. Denn die Anknüpfungspunkte in mir werden benutzt, um mich in die Sünde zu ziehen. Und schon Paulus hatte dieses Problem, was übrigens auch jeder Christ hat. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass Satan uns genau da packt, da, wo es für uns wehtut, jedem an seiner bestimmten Stelle. Wir lesen mal ein paar Verse von Paulus und zwar Römer 7. Wir lesen mal 14 bis 20. Paulus sagt: Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist. Ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Denn was ich vollbringe, billige ich nicht. Denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist. Jetzt aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.

[19:25] Paulus kämpft. Paulus sagt: In mir drin sind Anknüpfungspunkte für die Sünde und die kämpfen. In mir drin, er nennt das seinen fleischlichen Körper, im Gegensatz zu seinem geistlichen Ich. Sein fleischlicher Körper kämpft und wird immer wieder in die Sünde gezogen. Das, was weltlich ist in ihm, wird zur Welt und zur Sünde und in ihn totgerissen. Und das, was geistlich ist, möchte das nicht und will dem widerstreben. Aber der Kampf ist im Inneren. Satan kann es nur von außen versuchen, aber der Kampf spielt sich in seinem Inneren ab. Und das ist das, worunter Paulus damals schon so gelitten hat. Denn auch Paulus hatte viele Anknüpfungspunkte in seinem Leben. Im Laufe der Zeit haben sie sich in seinem Herzen festgesetzt. Womit er sich beschäftigt hat, es hat Auswirkungen gegeben auf sein Herz, auf seinen Charakter. Und Satan weiß das. Satan kennt uns schon von klein auf an. Er weiß, welche Anknüpfungspunkte wir im Leben haben und er wird genau versuchen, da reinzugreifen. Und Paulus litt darunter. Er hat gesagt: Was soll ich denn machen? Ich möchte davon befreit werden. Ich muss von dieser Begierde loskommen. Von dem, was mein Körper, mein Fleisch, mein Inneres, ich möchte. Paulus hat also diesen Kampf gehabt. Vom Geist her wollte er da weg, aber sein Fleisch zog ihn in die Sünde.

[20:41] Nun, wie begann das denn alles? Woher kam denn diese Sünde plötzlich? Und hier werden wir, wenn wir ganz an den Anfang dieser Sünde gehen, also der Sünde der Menschheit. Die Sünde kam schon früher in Satan auf, aber wenn wir zu den Anfängen der Menschheit gehen, dann finden wir im ersten Buch Mose 3 eine interessante Staffelung, wie Sünde so von sich geht. Erster Mose 3 und hier lesen wir die Verse 1 bis 5. Hier heißt es aber: Die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass sie von keinem Baum im Garten essen dürfte? Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt. Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben, sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist.

[21:45] Also, das ist die erste Versuchung. Satan tritt in Gestalt der Schlange an Eva heran und bringt erstmal ein bisschen Misstrauen. Sollte Gott wirklich gesagt haben? Vielleicht meint er das nicht so. Ich sage euch, es wird ganz, ganz anders sein. Nun, interessant hierbei ist, dass Eva geriet hier erst in Versuchung zu dem Zeitpunkt, als sie von Adam entfernt war. Adam und Eva standen hier nicht nebeneinander. Die Schlange spricht nur zu Eva und auch in anderen Bibelstellen werden wir feststellen, dass Adam wurde nicht verführt, Eva wurde verführt. Adam ist später bereitwillig in die Sünde hineingegangen, Eva wurde an dieser Stelle verführt und das Gleiche kann uns auch passieren. Eva ist hier von Adam getrennt und wird von Satan verführt und das ist ein gutes Bild auch für die Gemeinde heute. Wenn die Gemeinde von Jesus Christus getrennt ist, in unseren eigenen Wege gehen, wenn wir unser Leben nicht ständig mit dem von Jesus Christus verbinden, dann sind wir leichte Opfer von Verführung. Wenn Jesus Christus nicht in unserem Leben ist, wenn wir nicht mit Gott sprechen, wenn wir nicht in seinem Wort lesen, wenn wir keine nahe Beziehung zu ihm haben, wenn er nicht ständig um uns ist, dann laufen wir schnell Gefahr, in die gleiche Versuchung hineinzukommen.

[23:07] Und so stolpert Eva, kann der Versuchung nicht widerstehen und in Vers 6 lesen wir, und das ist hier eine interessante Aufzählung, was passiert. Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. Also, das Erste, was wir hier lesen, ist also innerhalb dieser Reihenfolge, was passiert ist. Das Erste, nachdem Eva also nun diese Begierde empfangen hat, die Bibel sagt ja, wenn die Begierde empfangen wurde, gebiert sie die Sünde und sie wird den Tod bringen. Eva hat diese Begierde empfangen und das Erste ist: Sie sah, dass diese Frucht gut war. Sie sah diese Frucht. Und das Erste ist die Wahrnehmung, sie sah es. Das ist auch heute, was uns oft in die Sünde bringt. Wir sehen irgendetwas, was wir gerne haben wollen oder was wir gerne machen wollen. Oder wir sehen irgendetwas, was vielleicht gar nicht gut für uns oder unsere Mitmenschen ist, aber wir sehen das. Eva sah. Und jetzt ist der Gedanke, sie sah das, während Satan, die Schlange, sich mit ihr unterhielt. Und als sie merkte, dass es hier von Gott weggeht, hätte sie eigentlich ihren Blick wegwenden müssen und sagen: Davon will ich nichts wissen. Aber sie sah diese Frucht und sie hielt die Augen drauf und Satan erzählt ihr, wie schön die ist und wie gut und wie gut sie zu essen wäre und dass sie weise macht. Und sie sah diese Frucht.

[24:35] Nun, wenn man sich lang genug mit Dingen beschäftigt und lang genug immer wieder hinter seinen Sehnsüchten hinterher guckt, obwohl man weiß, dass Gott eigentlich gesagt hat: Davon sollst du nichts wissen. Wenn man sich aber lang genug damit beschäftigt, passiert es irgendwann, dass man dann überfallen ist. Wenn die Begierde empfangen wurde, wird sie Sünde gebären und später den Tod. Eva hat sich dieser Sünde, dieser Begierde ausgesetzt und sah immer zu dieser Frucht eigentlich ganz schön: Naja, wenn sie doch weise macht, wir werden sein wie Gott. Sie guckt dann auf diese Frucht eigentlich, weil sie sie wegdrehen müssen, aber sie tat es nicht. Das nächste war: Sie nahm von der Frucht, lesen wir in unserem Bibeltext. Sie nahm diese Frucht. Jetzt plötzlich zieht sie diese Frucht an sich ran und die Frucht ist jetzt bei ihr. Als nächstes: Sie aß. Also, sie hat das, übertragen, sie hat eine Sünde begangen. Schon das Nehmen und das Essen war falsch. Gott sagt: Ihr sollt nicht von dieser Frucht essen und ihr sollt sie auch nicht nehmen, damit ihr nicht sterbt. Eva nun nahm diese Frucht und sie aß davon. Diese Frucht wurde also plötzlich Teil von ihr. Wir können Sünde uns so lange angucken, wir denken: Naja, vielleicht nehme ich sie auch mal. Und plötzlich wird das Teil von mir, was aber gegen Gott ist. Plötzlich habe ich Sünde in meinem Herzen, was da nicht reingehört.

[25:54] Und das Schlimme ist, wenn das denn so ist, wenn ich denn mein Leben mit irgendetwas verunreinigt habe, schlechte Gedanken, schlechte Worte, schlechte Taten, dann ist es plötzlich so, dass ich dafür ein Alibi brauche und sage: Naja, so schlimm ist es ja eigentlich gar nicht. Also, ich meine, die anderen sündigen ja auch und es ist ja auch nicht so viel passiert eigentlich. Und was macht Eva? Sie gibt es ihrem Mann. Plötzlich werde ich Missionar für schlechte Dinge. Plötzlich verkaufe ich falsches Gedankengut an meinen Nächsten. Sie geht jetzt zu Adam und gibt es weiter, was sie falsch gemacht hat. Und es ist so ein typischer Ablauf der Sünde. Erst sieht man was, findet es interessant, hält seinen Blick drauf. Als nächstes nimmt man das, dann wird es Teil von einem. Und wenn es Teil von einem geworden ist, dann gibt man es auch weiter. Typischer Ablauf der Sünde. Genau das, was Eva hier gemacht hat. Und das erleben wir heute, das erleben wir ganz oft, das erleben wir über all die Jahrtausende. Immer wieder haben wir das gesehen, auch in der Bibel, genau diese Reihenfolge. Man sieht etwas, man begehrt es, man nimmt es, es wird Teil von einem und man versucht es zu verteidigen, versucht es weiterzugeben an andere.

[27:10] Nun, das ist die Frage: Wo kommt die Sünde her und was macht die Sünde in uns? Die Sünde in uns lässt uns zu Missionaren des Bösen werden. Wir verkaufen plötzlich unsere guten Vorsätze und behaupten plötzlich andere Dinge. Übrigens, prüft das mal, ob es vielleicht auch in unserer Gemeinde, in unserer christlichen Gemeinde Menschen gibt, die bewusst Dinge verkünden, die eigentlich gegen die Bibel sind, aber sie verkünden diese, weil sie selber zu einer Gruppe gehören, die irgendwie komische Sachen machen. Gibt es heute so viele Sachen, auch in christlichen Gemeinden, wo man sagt: Das widerspricht klar Gottes Wort, aber Menschen verteidigen das mit den kuriosesten Argumenten, weil es plötzlich Teil von ihnen geworden ist. Jetzt wollen sie es weitergeben.

[28:03] Gehen wir wieder in Jakobus. Jakobus 1, Vers 16 und 17. Irrt euch nicht, meine geliebten Brüder, sagt er, jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. Also, Jakobus sagt, das ist Gott, der uns alle Dinge gibt. Gott gibt uns alles, was wir brauchen. Ich finde es auch schön, dass er sagt: Bei dem ist keine Veränderung. Gott ist Licht. Gott ändert sich nicht. Er ist Licht und er meint es gut von uns und er gibt uns alles, was wir brauchen. Und wenn er uns alles gibt, was wir brauchen, dann gibt er uns natürlich auch alles, was wir brauchen, um in Versuchung standzuhalten. Denn er ist ja, von dem wirklich alle gute Gabe kommt. Und ist es eine gute Gabe, in Versuchung standhalten zu können? Ja, auch das kommt von Gott. Und was er uns gegeben hat, und das ist interessant, was er uns gegeben hat, um in Versuchung standzuhalten.

[29:00] 1. Mose 3, Vers 15. Wenn wir die Geschichte ein bisschen weitergehen vom Sündenfall. In 1. Mose 3, Vers 15, das sagt Gott nun zu Konsequenzen der Sünde, aber er gibt seine Menschen nicht auf. Hier sagt er: Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir in den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Hier spricht er zur Schlange. Satan, der die Frau gerade auf seine Seite gezogen hat, also mit in die Verführung gebracht hat, mit in die Rebellion gegen Gott gezogen hat, sagt Gott: Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und zwischen der Frau, zwischen ihrem Nachkommen und deinem Nachkommen. Es sollen Feinde werden. Eigentlich ja nicht das typische Bild, was wir von Gott haben, von einem liebevollen, liebenden Gott, dass er plötzlich Feindschaft setzt. Aber die Idee ist ja, er möchte Feindschaft setzen zwischen Satan, dem Urheber der Sünde, und seinen Menschen. Er möchte Feindschaft setzen zwischen der Sünde und uns. Dass wir die Sünde hassen, dass wir die Sünde verabscheuen, das ist das, was Gott ganz am Anfang macht. Und das ist der Grund, warum in unserem Herzen solche Kämpfe sind, warum Paulus sagt: Ich möchte das Gute tun und ich kann nicht und ich bin hin- und hergerissen. Wer wird mich erlösen von diesem Leib der Sünde? Das ist alles Römer 7. Diese Kämpfe kennen wir auch, aber diese Kämpfe sind so notwendig. Das ist das, was Gott am Anfang verheißen hat: Ich will Feindschaft setzen. Am Anfang, bevor wir Christus kennengelernt haben, war da keine Feindschaft zwischen der Welt und zwischen der Sünde und zwischen uns. Aber in dem Moment, wo wir Werte vermittelt bekommen, in dem Moment, wo wir von Gott erfahren und erfahren, was gut ist und was richtig ist, in dem Moment fängt es plötzlich an, Feindschaft zu werden. Und unser Gewissen plagt uns in Zukunft, wenn schlechte Dinge passieren.

[30:48] Die Idee dabei ist, Jakobus schreibt, wenn wir weiterlesen Jakobus, Jakobus 1 und hier Vers 18. Jakobus 1, Vers 18. Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe sein. Alles Gute kommt von Gott und er hat uns gezeugt durch sein Wort der Wahrheit. Das ist die Idee. Gott hat uns gezeugt durch sein Wort der Wahrheit. Der neue Mensch entwickelt sich durch das Wort der Wahrheit. Die Bibel ist die Nahrungsgrundlage für unser Leben. Die Bibel ist es, die unserem Leben oder die unseren neuen Menschen entwickelt, der Feindschaft hat gegen die Sünde.

[31:36] Jetzt würde ich euch mal was zeigen in Matthäus 13, 13 Vers 33. Einen ganz praktischen Tipp. 13 Vers 33. Das kürzeste Gleichnis vielleicht in der ganzen Bibel. Ein anderes Gleichnis sagt er ihm: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Schäffel Mehl hinein mischte, bis das Ganze durchsäuert war. Christus spricht von einer Frau, die Sauerteig nimmt und es heimlich in drei Schäffel Mehl hinein mischt und wartet, bis das Ganze durchsäuert ist. Und manchmal ist es in der Bibel ja ein Symbol für die Sünde. So ein bisschen Sünde kommt hinein und durchsäuert den ganzen Teig. Der Sauerteig der Pharisäer geht hinein in das Mehl und fängt an diesen von innen mit Sünden zu ersetzen. Aber hier wendet er es an auf das Reich Gottes und genau so ist es. Die Frau hat hier drei Teile Mehl und da legt sie was hinein. Und diese drei Teile beschreiben auch nach 1. Thessalonicher 5 unseren Zustand aus Körper, Seele, Geist, also die menschliche Idee. Der Körper, also das Physische, was wir haben, unseren Leib, die Seele, das ist so ein bisschen das Spirituelle, immer wenn ich dieses Wort nehmen mag, und der Geist, unsere Psyche. Und all diese drei Dinge müssen wachsen. Es ist gut, wenn es unserem Körper gut geht, es ist gut, wenn es unserem Geist gut geht und es ist gut, wenn es unserer Seele gut geht. Also unserem Körper, unserer Spiritualität und unserer Erkenntnis, unserer Psyche, unserem Bibelwissen. Diese drei Dinge. Der Körper soll gesund sein, unsere Psyche, also unsere Erkenntnis, unser Bibelwissen soll gut sein und unsere Spiritualität, also unser geistiges Leben, das, was wir im Leben umsetzen. Diese drei Dinge sollen gut sein.

[33:38] Jetzt kann es sein, dass du sagst: Bei mir im Leben ist das eine irgendwie oben, das andere unten. Ich bin zum Beispiel ganz krank. Ich habe zwar Bibelerfahrung, ich habe Bibelwissen und ich habe auch Spiritualität, aber meinem Körper geht es schlecht. Was hilft dann? Dann helfen unsere acht Ärzte, unsere Gesundheitsbotschaft. Gott gibt uns mit seiner Bibel, mit seinem Wort auch die Gesundheitsbotschaft. Und das umzusetzen wird unseren Körper gesund machen. Vielleicht ist unser Bibelwissen ganz unten. Was hilft dann, wenn wir keine Erkenntnis haben? Das Wort Gottes. Einfach mal lernen, wirklich mal die Zeit nehmen und mal in der Bibel zu lernen, zu studieren, damit es uns geistlich wieder besser geht. Was ist, wenn es uns spirituell nicht gut geht? Wenn unser religiöses Leben, die Umsetzung dessen, was wir lesen in unserem Leben nicht funktioniert. Wenn wir vielleicht einen gesunden Körper haben, auch gutes Bibelwissen haben, aber unser geistliches Leben irgendwo auf der Strecke bleibt, dann hilft es, Erfahrung zu sammeln. Das auch umsetzen, was wir hier lesen. Denn dadurch geschieht Wachstum auf spiritueller Ebene. Und diese drei Dinge, das ist das Existenzielle für uns. Im Worte Gottes werden wir Erfahrung sammeln, werden wir studieren und werden wir lernen. Im Worte Gottes werden wir auch alles das lernen, was wir brauchen, um unseren Körper gesund zu halten. Und wenn wir das umsetzen, was im Worte Gottes steht, werden wir auch ein geistliches, gutes Leben haben. Und diese drei Dinge, diese drei Schäffel Mehl, in den Sauerteig hineingemischt wird, diese drei Schäffel Mehl, da kommt das Wort Gottes hinein und es breitet sich darin aus. Und es wird den Menschen, heute sagt man, ganzheitlich verändern. Das ist das, was wir brauchen. Wir brauchen ganzheitliche Veränderung.

[35:25] Also alles, was an uns Wachstum bewirkt, ist das Wort Gottes. Die Frage ist, womit beschäftigen wir uns täglich? Beschäftige ich mich mit schlechten Sachen, werde ich schlechten Sauerteig in mein Leben hineinbringen und dafür all diese drei Dinge zu setzen. Beschäftige ich mich mit guten Dingen, mit Gottes Wort, wird der gute Sauerteig hineinkommen und wird nach und nach mein Leben zum Guten verändern. Und das ist das, was wir uns überlegen müssen: Womit beschäftigen wir uns? Was ist gut für uns und was ist schlecht für uns? Wenn wir unserem Körper was Gutes tun wollen, unserem Geist, unserer Seele was Gutes tun wollen, dann nehmen wir das Wort Gottes. Dann beschäftigen wir uns mit diesem geistigen Ding. Wenn wir unserem Körper was Schlechtes tun wollen und auch unserem spirituellen Leben und auch unserem Bibelwissen, dann beschäftigen wir uns auch mit anderen Dingen und werden sehen, wie schlechte Dinge auf unser Leben schlechte Einflüsse haben. Gott sagt: Beschäftigt euch mit allen guten Dingen, mit allem, was irgendeine Tugend ist. Damit sollt ihr euch beschäftigen, weil das Einfluss hat auf euer Leben. Wenn wir uns mit vielen schlechten Dingen beschäftigen, wundern wir uns, warum unser geistiges Leben so runtergeht. Das ist der Sauerteig, der das verursacht.

[36:21] Nun, 1. Petrus 1, Vers 23. 1. Petrus 1, Vers 23. Gott sagt: Denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichen, sondern aus unvergänglichen Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt. Das Wort Gottes hat es gemacht, dass wir wiedergeboren werden. Das Wort Gottes hat in uns diese Veränderung bewirkt. Denn das Wort Gottes, sagt Paulus, ist das Schwert des Geistes. Der Heilige Geist wirkt in unserem Herzen, das ist die umwandelnde Kraft Gottes, durch sein Wort. Der Heilige Geist benutzt diese Anknüpfungspunkte, die ihr selber in euer Leben hinein sehen könnt. Und der Heilige Geist wird jetzt anfangen, euch zu verändern. Aber dafür ist das Wort so wichtig. Und ich glaube, das ist auch überhaupt der Hauptgrund, warum es bis heute so unverändert vorliegt. Warum dieses Wort in alle Länder verbreitet wurde, das meistverkaufte Buch der Welt ist und Gott es über all die Jahrhunderte und Jahrtausende erhalten hat. Weil er darin Anknüpfungspunkte hat für unser Herz. Studiert es und legt diese Punkte in euer Herz hinein, damit der Geist euch verändern kann.

[37:33] Lesen wir Titus, Titus 3. Titus 3 und hier Vers 5 bis 7. Titus 3 Vers 5 bis 7. Da hat er uns nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, den er reichlich über uns ausgelassen hat, durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden. Wir sind durch das Bad der Wiedergeburt sind wir neu geworden. Interessant ist, wenn er hier spricht vom Bad der Wiedergeburt und durch seinen Geist. Was ist dieses Bad der Wiedergeburt? Das ist mit Sicherheit, ist das zum einen die Taufe, dass wir unsere Entscheidung: Ich möchte ein neues Leben beginnen. Ich werde vor der ganzen Welt, vor allen Engeln, vom ganzen Universum bezeugen: Ich werde mein altes Leben abgeben, ins Grab legen und zu einem neuen Leben auferstehen. Das ist sicherlich das eine. Das andere Bad der Wiedergeburt, was das aber inkludiert, was genau so wichtig ist, ist das Bad, von dem Paulus spricht in Epheser 5, Vers 25 und 26. Da sagte er: Ihr seid reingewaschen worden im Wasserbad des Wortes. Da ist es wieder, das Wort Gottes, das in uns ein neues Leben, eine Reinwaschung von Schmutz und von Sünde verursachen soll. Das Wort Gottes kann uns sauber machen von Sünden. Das macht es nicht auf einmal, nicht und alles ist weg. Das macht es Stück für Stück, je nachdem, wo wir es auch hineinlassen.

[39:20] Und deswegen ist es ganz wichtig, gerade auch im Hinblick auf die Sünde, die du vielleicht hast, die Sünde, die dich vielleicht so quält im Leben. In diesem Hinblick das Wort Gottes zu studieren, um das auszuwaschen. Das Wort Gottes ist wie ein Reinigungsmittel für unsere Herzen.

[39:34] Studieren wir mal ein bisschen weiter in Jakobus. Jakobus 1, Vers 19 und 20. Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit. Jakobus führt weiter und sagt: Ihr sollt langsam sein zum Reden, langsam zum Zorn. Ihr sollt schnell sein zum Hören. Also, die Idee ist, wer neu geboren ist, wer auf Gottes Seite ist, der wird seinen Charakter verändern. Er wird weise sein in dem, was er tut. Das finde ich interessant, dass er das hier bezieht auf das Reden. Wer so lebt, der redet besonnen. Wir kennen es, ich möchte nicht vorgreifen, deswegen will ich es heute nicht aufnehmen, wenn wir Jakobus 3 lesen. Da steht dieses berühmte, der berühmte Absatz zum Missbrauch der Zunge. Was die Zunge alles vermag, wenn wir der Zunge nicht umzugehen wissen, was für Unheil wir anrichten können durch unsere Zunge. Aber der neue Mensch wird weise sein. Er wird weise seine Zunge gebrauchen.

[41:00] Und ich fand noch was ganz interessant, was ich mal gelesen habe von Sokrates. Ich möchte euch das mal vorlesen. Dieses berühmte, das berühmte Dreifach-Filter-Test. Sokrates hat irgendwie so 400 vor Christus gelebt und Sokrates war sehr geschätzt für seine Weisheit. Eines Tages kam ein Bekannter ganz aufgeregt zu ihm und sagte: Sokrates, weißt du, was ich eben über Diogenes gehört habe? Warte einen Moment, entgegnete Sokrates, bevor du weiter erzählst, mache einen kleinen Test. Es ist der Dreifach-Filter-Test. Dreifach-Filter-Test, fragte sein Bekannter. Ja, richtig, bevor du erzählst, lass uns diesen Test machen, um zu filtern, was du sagen willst. Der erste Filter heißt Wahrheit. Hast du dich versichert, dass das, was du mir erzählen willst, wahr ist? Nein, sagte der Mann. Ich habe es nur gehört. In Ordnung, sagte Sokrates. Du weißt also nicht, ob das Erzählte der Wahrheit entspricht. Nun lass uns den zweiten Filter anwenden. Er soll herausfiltern, ob das Erzählte etwas Gutes ist. Ist das, was du mir über Diogenes erzählen willst, etwas Gutes? Nein, eher das Gegenteil. So, sagte Sokrates. Du willst mir also etwas Schlechtes über Diogenes erzählen, wovon du nicht einmal weißt, ob es wahr ist. Der Mann zuckte mit den Schultern. Die Sache wurde ihm langsam peinlich. Sokrates sagte: Es gibt da aber noch einen dritten Filter. Er soll herausfinden, ob das Erzählte etwas Nützliches ist. Ist das, was du mir über Diogenes erzählen willst, nützlich für mich? Nein, nicht wirklich. Sokrates sagte: Nun, was du mir erzählen willst, ist weder gut, noch wahr, noch ist es nützlich. Wieso willst du es mir oder irgendjemand anderem erzählen? Der Mann war verwirrt und schämte sich.

[42:56] Ist das nicht interessant? Ist das, was ich erzähle, wahr? Ist das, was ich erzähle, gut? Ist das, was ich erzähle, nützlich? Diese Fragen sollten wir uns vielleicht auch ab und zu mal fragen. Denn die Zunge schafft viel Unheil. Wie oft verbreiten wir Dinge, von denen wir nicht wissen, ob sie wahr ist, ob sie nützlich sind, ob sie gut sind?

[43:10] Lest doch mit mir in Epheser 4, Vers 29. Epheser 4, Vers 29. Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe. Kein schlechtes Wort. Kapitel 5, Vers 4. Auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. Unsere Worte, das, was wir sagen, kann Einfluss haben auf unsere Mitmenschen. Es hat A, Einfluss auf unsere Mitmenschen. Es kann in deren Leben Dinge verändern. Und es hat Einfluss auf unseren eigenen Charakter. Es verändert auch unseren Charakter. Wenn wir schlechte Worte sagen, wenn wir schlechte Dinge reden, werden diese schlechten Dinge auch in unserem Kopf verankert sein. Wisst ihr, das erste Mal, dass ihr vielleicht was Schlechtes sagt oder so, das ist vielleicht ein bisschen schwer. Das zweite Mal ist es viel leichter. Das dritte Mal, das vierte Mal, das fünfte Mal. Wenn wir uns erst da hineinbegeben und nicht aufpassen, was wir sagen, wie wir unsere Rede gebrauchen, kann es ganz leicht passieren, dass wir in unserer Rede stark abrutschen. Und dass plötzlich das, alles, was aus unserem Mund kommt, Schändlichkeit, albernes Geschwätz oder Witzeleien sind. Da soll es nicht hinführen. Davon möchte uns Gott bewahren, deswegen schreibt er uns das.

[44:30] Interessant ist, dass er uns noch einen Tipp gibt, wie wir dann reden sollen. Und zwar in Kolosser 4, Vers 6. Kolosser 4, Vers 6. Euer Wort sei allezeit in Gnade mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt. Unser Wort, was wir zu den Menschen sagen, soll immer Gnade sein. Aber es soll mit Salz gewürzt sein. Also, das ist wichtig, dass wir auf die Menschen eingehen, dass wir Gnade haben mit den Menschen um uns herum. Denn ihr müsst wissen, alle Menschen auf dieser Welt sind irgendwie verführt. Und alle Menschen versuchen dem zu folgen, was sie für richtig, gut und am besten für sich selbst halten. Was ist der richtige Weg? Und jeder Mensch kann dafür verantwortlich gemacht werden, was er weiß. Deswegen holt alle Menschen in Gnade ab, da, wo sie sind. Egal, ob ihr ihr Leben teilen könnt, ob ihr damit einverstanden seid, wie sie leben oder nicht, holt sie in Gnade ab.

[45:33] Dann heißt es aber: Eure Rede sei mit Salz gewürzt. Bringt dieses Salz mit hinein, dieses Salz des Evangeliums, dieses Salz von Jesus Christus. Dieses Salz, das schon zu Elisas Zeiten das schlechte Wasser im Boden gesund gemacht hat. Wenn das schlechtes Wasser ist, als Symbol für den geistigen Zustand von Menschen um euch herum, seid gnädig mit ihm, aber tut Salz hinein. Also bringt ein bisschen Evangelium mit rein. Denn dieses Evangelium kann in den schlechten Wasser, also diesem schlechten Geist der Menschen bewirken, dass das Wasser gesund wird. Dass plötzlich, da, wo vorher schlechte Gedanken waren, gute Gedanken sind. Da, wo plötzlich kein Gewissen war, plötzlich ein Gewissen ist, das diesem Menschen hilft, den richtigen Weg zu finden. Also, wenn ihr sprecht, sprecht in Gnade, aber tut Salz hinein.

[46:29] Schlimm ist es, wenn wir nur in Gnade sprechen und sagen: Alles gut, was du machst, lebe weiter so. Jeder Mensch kann genau bleiben, wie er ist. Ich habe das schon von Kanzeln gehört, wo gesagt wurde: Jeder Mensch kann so bleiben, wie er ist. Gott liebt jeden Menschen. Gott liebt jeden Menschen, ist ja auch wahr, aber jeder Mensch wird gerettet. Das ist falsch. Die Bibel sagt das Gegenteil. Der Weg ins Himmel führt schmal, der Weg ins Verderben geht es breit. Wenn wir also von Gnade übersprudeln, sagen: Gottes Gnade ist so groß. Einer hat mal auf einer Kanzel gestanden und gepredigt: Der Herr wird die ganze Hölle leer lieben. Seine Gnade ist so groß, dass kein Mensch verloren geht. Das ist Lüge. Nach der Bibel ist das einfach Lüge. Und das ist keine Gnade, das ist Lüge. Zu sagen: Gott liebt dich, das ist richtig. Zu wissen, dass Gott jeden Menschen liebt, egal in welcher Lebenssituation er ist, wie sein Charakter ist. Gott liebt ihn, Gott hat ihn gemacht, Gott liebt ihn. Aber Salz hineintun. Zu sagen: Gott liebt dich zwar, aber er möchte, dass dein Charakter seinem entspricht. Er möchte dich verändern und er kann es, er hat die Macht dazu. Sein Geist kann in dir diese Veränderung bewirken. Das ist eine Eigenschaft, die du an dir hast, die ist nach dem Willen Gottes. Hab keine Angst, die Zeit der Unwissenheit zieht Gott hinweg. Aber denk mal darüber nach, ob es nicht vielleicht der bessere Weg ist, so zu handeln. Eure Rede sei voller Gnade, aber mit Salz gewürzt.

[47:59] Schlimm ist auch, wenn wir die Gnade weglassen. Wenn wir zu Menschen gehen und sagen: Das, das, das, das ist alles falsch in deinem Leben, so, so, so sollst du handeln. Welcher Mensch soll das denn annehmen? Gott ist immer voller Gnade und voller Liebe zu den Menschen gekommen. Jesus Christus hat das gezeigt und er hat die Menschen über eine ganze Weile gelehrt, nach und nach, Stück für Stück, was es denn heißt, ein Gotteskind zu sein. Auch seine Jünger mussten Stück für Stück lernen. Sie waren nicht von heute auf morgen plötzlich neu, sondern sie mussten sich entwickeln zu dem, was sie wurden.

[48:32] Den letzten Vers in Jakobus möchte ich mit euch lesen, oder für heute. Jakobus 1, Vers 21. Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seele zu erretten. Das ist das Wort, das die Kraft hat, unsere Seele zu erretten. Und hier sind zwei Dinge, die wichtig sind. Das eine ist: Nehmt dieses Wort auf in eurem Leben, damit euch dieses Wort verändert, damit euch dieses Wort zu Sprechern macht, die in Gnade und Salz sprechen und euch dieses Wort zu Menschen macht, die Christus-ähnlich werden. Das andere ist: Legt alles, alle Bosheit ab, allen Schmutz. Alles das, was wieder den Charakter Christi ist, das soll aus unserem Leben raus. Das sind zwei Dinge, die sind wichtig. Man kann nicht ein sündiges Leben führen und sagen: Naja, die Gnade Gottes wird alles zudecken. Das geht nicht. Gott hat Feindschaft gesetzt zwischen uns und zwischen der Schlange. Gott möchte, dass wir die Sünde in unserem Herzen erkennen und sagen: Das ist falsch und ich möchte davon weg. Ich hasse die Sünde in mir. Bitte Gott, hilf mir, dass die Sünde überwunden wird. Verändere mein Herz, dass ich nicht mehr sündige. Und das ist der Weg, den Gott möchte. Der Schmutz muss raus. Aber wir werden ja gewaschen im Wasserbad des Wortes. Das ist ja die Idee dabei. Der Schmutz wird hier durch abgewaschen. Das ist das, was Jesus Christus möchte. Und ich hatte das vorhin schon gesagt, es geht nicht auf einmal. Es geht Stück für Stück.

[50:17] Als letzten Vers heute im Johannes-Evangelium, Johannes 3, und hier Vers 30. Das ist etwas, was Johannes der Täufer gesagt hat, als die Jünger zu ihm kamen und gesagt haben: Hey, der Jesus, den du getauft hast, der macht mehr Jünger als du. Da sagt Johannes was ganz, ganz Bedeutsames. Er sagt in Vers 30: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Und das ist auch für unser Leben so entscheidend. Jesus Christus muss in uns wachsen. Sein Wort muss in uns Fuß fassen und Stück für Stück das Leben erobern. Denn ich weiß, dass wer von euch zuschaut, sagt: Ich möchte eigentlich gerne den Charakter Christi haben. Und ich wünschte, es wäre schon soweit. Und täglich kämpfe ich mit Versuchung. Und ich falle immer wieder rein. Und ich schäme mich, mit Gott zu reden. Ist übrigens falsch. Gott weiß, dass wir Sünder sind. Und gerade wenn wir in Sünde sind, und wenn wir gerade was Falsches gemacht haben, wenn wir uns schämen für das, wie wir sind, gerade dann sollten wir mit Gott reden. Gott wird uns nicht hinausstoßen. Denn mit schmutzigen Kleidern können wir zu ihm kommen. Er wird uns die Sünde abwaschen. Und er wird durch diesen Prozess, dass wir zu ihm kommen, um seinen Heiligen Geist bitten, darum bitten, dass er uns erneuert, damit wir nicht mehr sündigen, wird er uns verändern. Und das Wort wird uns freimachen von der Sünde. Und das ist das, was Jesus Christus möchte. Dieser tägliche Prozess. Er muss wachsen. Ich muss atmen. Das muss auch in unserem Herzen geschehen. Mein Ego muss kleiner werden. Und Jesus Christus muss wachsen.

[51:44] Hab keine Angst, wenn du manchmal das Gefühl hast: In meinem Leben, es geht nicht voran. Das ist das Rezept, das uns die Bibel gegeben hat. Das ist das, was uns Jesus Christus mitgibt. Wenn du irgendwo merkst, du musst wachsen, dann nimm das Wort Gottes und geh zu Jesus Christus. Lass dich von diesem Wort verändern. Dieses Wort sagt, die Bibel hat eine Kraft, die unser Herz verändern kann. Und egal, ob du vielleicht körperlich krank bist, dann schau auf die acht Ärzte. Alles biblische Prinzipien, die die Menschen heilen können. Oder ob du sagst: Ich kenne ja kaum was von der Bibel. Ich verstehe das auch irgendwie immer nicht richtig. Dann bitte Gott, dass du dir Verständnis gibt und liest die Bibel. Die Bibel hat immer eine Kraft. Da ist kein Mensch, der sagen kann: Ich verstehe die Bibel nicht und ich behalte nichts und so. Ja, du behältst was. Und Gott weiß, was er dir zeigt in seiner Schrift. Und Gott weiß, wofür er dir die Augen öffnet. Und wenn du sagst: Ich habe ja viel gelesen und ich kenne irgendwie alles und ich kann es rauf und runter zitieren. Und eigentlich bin ich auch ein ganz gesunder Kerl, aber mein geistliches Leben ist irgendwie immer, ich mache immer nur Mist. Anstatt Jesus zu folgen, laufe ich immer eigene Wege, obwohl ich das alles weiß. Dann musst du Erfahrung sammeln. Dann musst du den Glauben auch leben. Dann musst du Zeugnis sein. Dann musst du für Jesus Christus arbeiten, draußen im Ackerfeld, im Weinberg. Und dann wird dein spirituelles Leben auch wachsen. Dann wirst du auch Erfahrung sammeln und geistlich reif werden. Und es ist wichtig, diese Dinge gehören zusammen. Ein gesunder Körper, ein gesunder Geist, Erkenntnis in der Bibel und auch das Umsetzen, was wir haben, damit unser Leben auch wirklich dem Leben von Jesus Christus entsprechen kann. Und ich glaube, das ist etwas, was wir alle tun wollen und auch tun können. Und der Schlüssel dazu liegt hier. Der Schlüssel dazu ist das Wort Gottes. Er hilft heute in unserer Generation den Menschen und hat schon in all den Generationen vor uns den Menschen geholfen, Menschen auf den richtigen Weg zurückgebracht und Menschen verändert. Von schlimmen Bösewichten zu wirklich frommen, guten Menschen. Und das, was das Wort in den Herzen dieser Menschen tun konnte, aus einem Saulus einen Paulus zu machen, das kann das Wort auch in unserem Herzen tun.

[53:54] Lass uns dafür beten. Herrgott, wir danken dir dafür, dass wir dein Wort haben und dass du dein Wort erhalten hast über all die Jahrhunderte und Jahrtausende, das uns heute überliefert ist und wir darin immer noch forschen dürfen. Und dass wir wissen, Herr, dass dein Wort eine Kraft ist und dass du unser Leben, unser Herz durch dein Wort verändern magst. Du möchtest in uns Anknüpfungspunkte für deinen Heiligen Geist setzen, dass dein Heiliger Geist in unserem Herz die Überhand gewinnt und dein Charakter in uns wächst und unser Ego in uns abnimmt. Lieber Vater, wir danken dir dafür, dass du es tun willst und bitten dich darum, dass immer, wenn wir dein Wort lesen, dass dein Heiliger Geist uns begleitet und uns führt Schritt für Schritt in die Heiligkeit. Hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[54:36] Ich freue mich, dass ihr dabei wart, dass wir gemeinsam studieren durften. Das Skript, alle Texte, die wir uns angeguckt haben, könnt ihr euch runterladen auf der Seite joelmedia.de und ich würde mich freuen, wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet. Gottes Segen euch und bis bald.


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