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Manuskript: 04_2014_Lektion_4

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2014/Q4, „Der Brief des Jakobus: Sein und Tun“, beleuchtet Ronny Schreiber die Bedeutung, ein Täter des Wortes zu sein und nicht nur ein Hörer. Anhand biblischer Beispiele wie Jeremia, Offenbarung, Lukas und Matthäus wird der Unterschied zwischen bloßem Hören und praktischem Umsetzen des Glaubens verdeutlicht. Die Lektion betont, dass wahrer Glaube sich in Taten zeigt und zu einer tiefgreifenden Charakterveränderung führt, die uns von der Welt unterscheidet und Gott ehrt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q4: Der Brief des Jakobus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich Willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind im vierten Quartal des Jahres 2014 und wir haben bereits die Lektion Nummer 4. Wir wollen uns heute damit beschäftigen, mit dem Thema Sein und Tun. Also es geht heute um Täter und nicht bloß Hörer des Wortes, die Taten des Christen. Was hat es damit auf sich? Warum sind sie wichtig und wie kommen wir dahin, Täter zu sein und nicht bloß Hörer des Wortes? Darum soll es heute gehen.

[0:48] Bevor wir in den ersten Text reinschauen, wollen wir gemeinsam beten. Herr unser Gott, wir danken dir dafür, dass wir dein Wort haben, dass wir es jetzt öffnen dürfen, dass wir lesen können. Wir möchten dich bitten, dass du uns führst, Stück für Stück durch dein Wort, damit wir bereichert werden, belehrt werden, ermutigt werden und erbaut werden von dem, was du uns sagen möchtest, damit wir verstehen, wo dieses Thema hingeht und dass wir zugerüstet werden von dir und von deinem Heiligen Geist. Hab Dank für deine Verheißung, dass du jetzt bei uns sein wirst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:15] Wir wollen gleich beginnen mit unserem Merkvers diese Woche. Unser Merkvers war im Jakobusbrief, den wir ja studieren. Jakobus 1 und dort Vers 22 und da sind wir auch schon mittendrin. Hier heißt es: Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Jakobus ermahnt hier und sagt, wir sollen Täter sein des Wortes, also des Wortes und nicht nur Hörer. Und er sagt, die sich selbst betrügen. Es scheint also ein Selbstbetrug zu sein, wenn ich ein Hörer bin, aber kein Täter.

[1:54] Nun, was hat es mit diesem Betrug auf sich? Was meint es, dass wir uns selbst betrügen? Dazu möchte ich mal einen Text mit euch anschauen, den wir in Jeremia finden, der hier auch um Betrug geht. Jeremia 51, Vers 17. Jeremia 51, Vers 17. Und hier heißt es: Da werden alle Menschen zu Narren mit ihrem Wissen und beschämt wird jeder Goldschmied über das Götzenbild, denn was sie gießen ist Betrug und kein Geist ist darin. Dieser Text hier handelt davon, dass es Menschen gibt, die sich selber Götter bauen aus Holz oder aus verschiedenen Metallen und diese dann anbeten. Und die Bibel nennt das hier, es ist Betrug und es ist kein Geist darin. Also ist nachvollziehbar, wenn ich mir ein etwas schnitze vielleicht oder etwas gieße aus Metall und ich stelle das hin und sage, das ist mein Gott, ich bete es an, dann nennt die Bibel das Betrug, denn da ist gar kein Geist drin. Und genau so ist es mit uns Christen. Wenn ich behaupte, ich folge Christus, aber sein Geist ist gar nicht in mir, dann ist das Betrug. Wenn von einem Götzenbild behauptet wird, es ist Gott oder es gehört zu Gott oder wie auch immer, dann ist es Betrug. Und wenn ich das gleiche behaupte, ohne dass der Geist Gottes in mir ist, ich gehöre zu Gott, ist es auch Betrug.

[3:29] Und interessant ist es, es heißt, ich betrüge mich dann selbst, denn es ist ziemlich schade für jemanden, der sagt, er ist Christ und er würde Christus nachfolgen, es aber nicht tut, denn diese Menschen gehören wirklich zu den Elendsten aller Menschen. Und wenn jemand das behauptet, er möchte zu Christus gehören und er ist auch Sabbat für Sabbat im Gottesdienst und er studiert auch seine Bibel vielleicht und er kennt die ein oder andere Wahrheit aus der Bibel, aber er traut sich im Alltag nicht, das umzusetzen und Christus wirklich von Herzen nachzufolgen, dann ist er die ganze Zeit eine gespaltene Persönlichkeit in der Gemeinde, anders als im Alltag und das ist Betrug an sich selbst. Man spaltet plötzlich sein eigenes Ich und man wird in diesem Fall, wird man sieben Tage lang in der Woche ein schlechtes Gewissen haben und das ist Betrug an uns selbst. Wer immer nur hört, aber nicht umsetzt, betrügt sich selbst. Wir werden ein edles Leben führen, wenn wir Christus folgen wollen und behaupten, dass zu tun ist, aber eigentlich nicht tun, denn sind wir nichts anderes als Pharisäer und Heuchler.

[4:46] Schauen wir uns mal den Vers in Offenbarung 14, 1 bis 5 an. Offenbarung 14, 1 bis 5. Wie diese besondere Schar hier gesprochen, das sind diese 144.000. Und ich sah und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirn geschrieben. Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, wie die Stimmen vieler Wasser und wie die Stimme eines starken Donners und ich hörte die Stimme von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielten. Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten und niemand konnte das Lied lernen, als nur die 144.000, die erkauft worden sind von der Erde. Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich, rein. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und dem Lamm. Und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes.

[5:50] Diese 144.000, von denen gesprochen wird am Ende der Zeiten, in ihrem Mund ist kein Betrug. Also das heißt, was sie sagen, das tun sie auch. Wenn ich anders handele, als ich rede, bin ich ein Betrüger. Aber das, was sie sagen, tun sie auch. Was sie glauben, machen sie. In ihrem Mund ist kein Betrug gefunden. Sie sind nicht einfach nur Hörer des Wortes, die behaupten, Christen zu sein, sondern sie sind es wirklich. Sie folgen Christus, sie folgen dem Lamm, heißt es, wohin es auch geht. Und das ist das, wozu uns auch Jakobus ermutigen möchte. Nicht nur Hörer sein. Es ist was Schönes und manchmal was sehr Erbauliches, manchmal was Ermahnendes, was wir hören in den Predigten. Aber das, was wir hören, soll uns auch verändern. Das, was wir hören, was in unser Leben hineingesehnt wird, das sollen wir auch umsetzen. Sonst werden wir niemals den vollen Reichtum von Gott empfangen zur Veränderung unseres Charakters.

[6:41] Schaut mal, Jesus Christus sagt dazu in Lukas 14, macht eine Sache sehr, sehr deutlich. Es ist spannend für jeden, sich das einmal anzugucken. Für jeden, der sich entscheidet, ja, ich möchte Christus nachfolgen. Ich möchte ein Christ sein im Alltag. Ich möchte ein Christ sein in dieser Welt. Mein ganzes Leben lang möchte ich Christus treu folgen. Jeder sollte sich vorher einmal hierüber Gedanken machen über diesen Vers oder über diese drei Verse. Lukas 14, 28 bis 30. Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat, zur gänzlichen Ausführung. Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn zu spotten beginnen und sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden.

[7:31] Christus nachzufolgen, heißt also, ich überlege mir genau, ob ich das kann, ob ich das auch wirklich will. Und wenn ich das will, dann sollte ich es von ganzem Herzen tun. Und wenn ich es nicht will, dann sollte ich es gar nicht anfangen. Denn ein halber Christ zu sein, das ist wirklich das Elendste. Ich habe den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen und ich werde weder zu Christus komme ich hin, noch gehöre ich zur Welt. Ich gehöre eigentlich zu niemandem. Weder zur Welt noch zu Christus. Ich hänge irgendwo dazwischen in der Luft und habe sieben Tage die Woche ein schlechtes Gewissen. Jeder Mensch sollte sich die Frage stellen: Will ich ein Täter des Wortes sein? Will ich Christus ganz folgen? Ohne das geht es nicht.

[8:05] Und manchmal ist es eine kleine Entscheidung im Leben. Man weiß, eigentlich müsste ich was ändern in meinem Leben, eigentlich müsste ich was umsetzen, aber ich will nicht. Aber überlege, mit diesem einen, mit dieser einen festgehaltenen Sünde, diesem einen Nicht-Umsetzen im Leben, gehöre ich nicht zu Christus. Und wo stehe ich dann in der Welt? Mit all dem, mit all dem, was ich vielleicht aufgegeben habe für meinen Glauben, für meine Gemeinde, mit all dem Einsatz, den ich habe. Aber ich möchte etwas nicht tun. Ich möchte kein Täter des Wortes sein. Nicht ganz. Dann hänge ich in der Luft. Ich gehöre weder dahin noch hierhin. Und am Ende bin ich verloren. Lass uns das ganz, ganz sicher sein. Wo stehe ich? Die Überschrift im Sonntagskapitel heißt: Erkenne dich selbst. Wo genau bin ich? Gehöre ich zur Welt? Gehöre ich zu Christus? Wenn ich irgendwo dazwischenstehe, wird es Zeit, dass ich eine Entscheidung treffe. Dann wird es Zeit, dass ich mich für Christus entscheide.

[9:01] In einer Geschichte in Matthäus Kapitel 19, das ist eine sehr traurige Geschichte, wie ich finde, lesen wir von jemandem, der die falsche Entscheidung getroffen hat. Matthäus 19, ab Vers 16. Hier heißt es: Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn, also fragte Jesus: Guter Meister, was soll ich tun, um das ewige Leben zu erlangen? Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Willst du aber ins Leben eingehen, so halte die Gebote. Ganz klar, so halte die Gebote, also tu es auch. Denk nicht nur dran, sondern tu es auch. Setz es um. Und er sagte zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Dass du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ehre deinen Vater und deine Mutter und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Der junge Mann spricht zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an. Was fehlt mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein? So gehe hin, verkaufe, was du hast und gib es den Armen. So wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm folge mir nach. Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter.

[10:06] Was wir über diesen Mann lesen, ist wirklich traurig. Er kommt zu Jesus Christus, er interessiert sich für das ewige Leben, möchte wissen, was muss ich denn tun, um dieses Leben zu bekommen? Und Jesus Christus sagt ihm ganz deutlich: Halte die Gebote. Und das ist es. Wenn wir das ewige Leben haben wollen, sollten wir die Gebote halten. Der junge Mann überlegt jetzt und sagt: Eigentlich habe ich das alles gemacht, eigentlich bin ich doch sehr, sehr gut auf dem Weg. Ich mache das, ich mache das, ich mache das, ich mache das und er zählt die Gebote auf. Dann sagt Christus ihm eine Sache: Verkaufe, was du hast und folge mir nach. Und dann sagt der junge Mann: Das kann ich nicht, das will ich nicht. Er hört sich das an und das Interessante ist, dass in diesem Vers steht, er geht betrübt davon. Dieser junge Mann weiß genau, worum es geht. Welt und Tod oder Christus und Leben. Nun hat er seine Güter alle in der Welt und sein Herz zieht ihn in die Welt. Das alles, was er sich aufgebaut hat, er ist wahrscheinlich ein Mann von hohem Rang, gute Anerkennung, sehr reich, wahrscheinlich ein beliebter Mann, wenn wir das hier lesen, was er hier über sein eigenes Leben aussagt. Und er hat Fuß gefasst in der Welt und Christus sagt zu ihm: Lass dein Reichtum weg und folge mir nach. Gib dein altes Leben auf und starte was Neues, aber ganz, nicht halb, nicht ein bisschen. So ein bisschen Christus hat er ja in seinem Leben gehabt. Er hielt sich ja an die Gebote. Er hat ja versucht, ein gutes Leben zu führen, aber es reicht eben nicht. Christus sagt: Lass alles weg und folge mir nach. Gib dein altes Leben auf und komm zu einem neuen Leben.

[11:35] Und der Jüngling wusste genau, dass Christus recht hat. Sonst wäre es sinnlos, dass da steht, er ging betrübt davon. Wenn er nicht genau wüsste, dass Christus recht hat, hätte es ihm egal sein können. Er hätte nach Hause gehen können und sagen können: Ist ein Philosoph oder ist keiner für mich. Aber er wusste, Christus hat recht und das betrübt ihn. Und dieser Mensch hat sich entschieden für den falschen Weg.

[12:01] Wie ist es bei uns im Leben? Wozu entscheiden wir uns, wenn wir uns überlegen, was müssen wir aufgeben, um Christus zu folgen? Was gehört zu unserem alten Mensch, was zur Welt gehört, was wir lassen müssen, was wir wegtun müssen aus unserem Leben und Christus nachfolgen? Und hier stehen wir vor der Wahl. Und wir können den gleichen Fehler machen, den der Jüngling gemacht hat. Wir können uns beides angucken, wissen genau, da ist das Leben. Christus folgen heißt ewig leben. Aber der Betrug der Sünde, der Betrug an uns selbst könnte dazu führen, dass wir sagen: Naja, obwohl das der richtige Weg ist, gehe ich trotzdem den. Und das ist Betrug an uns selbst. Jakobus warnt uns davor. Seid nicht nur Hörer des Wortes, die sich selbst betrügen. Denn auch wenn wir wissen, Christus hat recht, heißt es lange nicht in unserem Leben, dass wir das auch umsetzen. Und hier erkenne sich jeder selbst, prüfe sich jeder selbst, wo steht er im Leben?

[13:01] Gehen wir ein bisschen weiter in unserem Thema. Und schauen mal, wie es dem Petrus ergangen ist. Petrus in Matthäus 26 und hier in Vers 33 bis 35. Also das ist die Szene, wo Jesus Christus mit seinen Jüngern beim Abendmahl sitzt, also bei diesem letzten Passahmahl. Und nun sitzen sie zusammen und sprechen und Jesus kündigt an, dass er verraten werden wird. Und in Vers 33, da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn auch alle an dir Anstoß nehmen, so werde ich doch niemals Anstoß nehmen. Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus spricht zu ihm: Und wenn ich auch mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso sprachen auch alle Jünger.

[13:49] Das ist relativ einfach, wenn Jesus Christus steht und sagt, in dieser Nacht werde ich verraten werden und ich werde verlassen werden von euch. Wenn man das hört, sagt man: Nein, von mir nicht. Das ist so ähnlich, als wenn wir im Gottesdienst sitzen und uns die Geschichten vorgelesen werden von der Wüstenwanderung von Israel. Israel aus Ägypten auszog und wir denken: Ich hätte nie gesündigt, ich hätte Gott nie verlassen, ich wäre diesen Weg nicht gegangen. Ich wäre immer treu an Mose geblieben und wäre treu Gott gefolgt. Das ist so, mit dem Wort können wir das. Obwohl Petrus schon dreieinhalb Jahre mit Jesus Christus unterwegs war, gesehen hat, wer er ist, Jesus sein Leben war eine lebendige Predigt, jeden Tag vor Petrus und vor den anderen Jüngern. Und theoretisch wusste Petrus das alles. Und theoretisch wusste Petrus, dass Christus sein Erlöser ist. Und theoretisch würde er ihn niemals verlassen. Aber in dem Moment, wo es darauf ankommt, lesen wir in Matthäus 26 ab Vers 69 die traurige Geschichte.

[15:01] Petrus saß draußen im Hof und eine Magd trat zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus dem Galiläer. Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. Als er dann in den Vorhof hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die dort waren: Jesus dem Nazarener. Und er leugnete nochmals mit einem Schwur: Ich kenne den Menschen nicht. Bald darauf traten die Umstehenden herzu und sagten zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von ihnen. Denn auch deine Sprache verrät dich. Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und sogleich krähte der Hahn. Und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu, das er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

[15:44] Was wir hier sehen, ist einfach das Resultat von: Theoretisch will ich diesen Weg gehen, theoretisch weiß ich das. Aber wenn es dann darauf ankommt, ist man plötzlich kein Täter seines Wortes mehr. Man betrügt sich plötzlich selbst. Petrus, aus Angst, steht er nicht mehr zu Christus. Obwohl er doch noch ein paar Stunden vorher gesagt hat: Ich werde dich niemals verlassen. Und plötzlich, zack. Ich kann mir vorstellen, was auch die Israeliten damals gesagt haben: Ich werde dich niemals von Gott abweichen. Und trotzdem haben sie es getan. Unterschied zwischen Hörer und Täter.

[16:20] Bisher hat Petrus viel gehört. Aber auf eine so harte Probe ist er auch nicht gestellt worden. Aber hier konnte er jetzt entscheiden, was tut er, was macht er. Er hätte sich für den richtigen Weg entscheiden können. Er hätte sagen können: Ich kenne Jesus. Jesus Christus ist Gottes Sohn. Aber er hat es nicht gemacht. Jesus Christus hat ihm das aber auch nicht, wie sagt man, hat ihm das nicht vorgehalten später. Du hast mich ja verraten, du hast mich ja verleugnet. Hat er nicht gemacht. Er wusste, Petrus muss durch eine Prüfung durchgehen. Die Konsequenz davon war, dass Petrus anfing zu weinen. Petrus tat das unendlich leid, was er getan hat. Und das bringt ihn wieder zurück, dass er sagt: Das werde ich nie wieder tun. Ich werde nie wieder Christus verleugnen. Und in seinem späteren Leben hat er es auch nicht gemacht.

[17:07] Wenn wir in das Leben von Petrus später reingucken, dann hat dieser gleiche Petrus, der da vor irgendwelchen Menschen in so einem Vorhof saß, der sich nicht zu Jesus Christus bekannt hat aus Angst, hat nachdem er zur Umkehr gefunden hat, nachdem er bereut hat, was er getan hat, wurde plötzlich aus einem Hörer ein Täter. Und das stellt er ganz stark unter Beweis, wenn wir Apostelgeschichte 5 lesen, wie plötzlich aus diesem Verleugner ein treuer Zeuge wird. Denn in Apostelgeschichte 5 ab Vers 26 heißt es: Da ging der Hauptmann mit den Dienern hin und führte sie herbei, doch nicht gewaltsam, damit sie nicht gesteinigt würden, denn sie fürchteten das Volk. Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat. Und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen zu lehren? Und siehe, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen. Und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Denn der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr umgebracht habt, indem ihr ihn ans Holz gehängt habt. Diesen hat Gott zum Fürsten und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu gewähren. Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft, und auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.

[18:27] Petrus macht also deutlich, der Heilige Geist ist Zeuge, und zwar Zeuge durch uns. Der Heilige Geist Gottes ist in uns drin, und wir sind, was wir behaupten. Und das ist der sogenannte ungestüme Petrus, der plötzlich ein treuer Zeuge wird, der plötzlich vor den Menschen steht, während er sich vorher noch gefürchtet hat, auf einmal steht er zu dem, was er sagt. Vorher hat er gesagt, er folgt Christus, aber in bedrohlicher Situation war er nicht bereit, das zu tun.

[18:52] Es lag einfach an zu wenig Erfahrung. Wenn wir keine praktische Erfahrung in unserem Glauben sammeln, werden wir niemals Täter des Wortes werden. Dann werden wir immer nur: Theoretisch würde ich das tun. Ja, aber ich weiche immer ganz geschickt den Situationen in meinem Leben aus. Wenn ich denn mal Täter sein kann, dann versuche ich das irgendwie zu umkurven, zu umschiffen. Aber wenn ich wirklich zu dem stehe, und keinen Betrug an mir selbst verübe, sondern die Person bin, die ich vorgebe zu sein, dann umschiffe ich diese ganzen Möglichkeiten nicht, sondern danke Gott dafür, dass er mich jetzt als Zeugen gebrauchen möchte. Und das ist was, was es heißt, wirklich Täter zu sein, und nicht bloß Hörer des Wortes.

[19:30] Wie viele Menschen in allen unseren Gemeinden hören die Predigten, hören die Andachten, hören die Lesungen aus der Bibel. Ich würde immer sagen: Ja, so wäre ich auch gerne. Ich würde das so unterschreiben. Ja, ich würde Christus folgen. Ich würde einer der Ersten sein. Ich würde wie Kaleb sein und Joshua. Ich würde ganz mutig vorangehen. Aber wenn es darauf ankommt, versucht man diese Situation irgendwie zu umschiffen, irgendwie zu umfahren. Aber gerade das braucht Jesus Christus, solche Situationen, um uns auszubilden, wenn wir vorbereitet sind, Zeugen zu sein. Und dann nimmt es uns auch nicht krumm, wenn wir mal versagen irgendwo. Dann sollen wir es beim nächsten Mal halt besser machen. Und wenn es uns leid tut, so wie Petrus, dann werden wir in den gleichen Weg gehen. Wir werden in einer Situation vielleicht zweifeln, vielleicht fallen, aber in einer anderen Situation werden wir uns beweisen können. Wenn wir zeigen können, dass wir zu Christus gehören. Und jedes Mal, wenn wir diesen Weg gehen, wird der Glaube in uns stärker. Und wir werden bessere Zeugen werden beim nächsten Mal. Wir werden geschult werden, was es heißt, vor den Menschen ein Zeugnis zu sein. Und Christus wird Stück für Stück in uns drin unseren Charakter verändern, dass wir seinen Charakter annehmen können.

[20:28] Und das geht nicht nur, indem wir das Wort immer nur hören. Das bringt überhaupt nichts, das Wort nur zu hören, wenn wir es nicht praktisch anwenden. Gott wird uns auch keine neuen Verheißungen offenbaren, wenn wir das, was wir bekommen haben, von ihm nicht umsetzen. Wenn wir das, was wir wissen, nicht umsetzen und in die Tat umsetzen, dann werden wir keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Denn wir erlangen auch Erkenntnisse durch die Dinge, die wir tun, durch unsere Taten, durch unser Zeugnis, durch die Art und Weise, wie wir leben. Es birgt einen großen Schatz an Erkenntnis für uns.

[20:58] Nun, also dieser eine Petrus, der von Jesus Christus schon Fels genannt wurde, musste erst ein Fels werden. Aber er ist einer geworden, was wir in der Apostelgeschichte lesen können. Er musste diesen Weg gehen. Er musste ein Täter sein des Wortes.

[21:15] Schauen wir mal in Lukas 6. Lukas 6, und hier Vers 27. 27 bis 31 lesen wir. Lukas 6, 27 bis 31. Es ist euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, segnet die euch fluchen und betet für die, welche euch beleidigen. Dem, der dich auf die eine Backe schlägt, verweigere auch die andere da. Und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch das Hemd nicht. Gib aber jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das deine nimmt, fordere es nicht zurück. Und wie ihr wollt, dass euch die Leute behandeln, so behandelt auch ihr sie gleicherweise.

[21:55] Das ist die Art und Weise, wie Jesus Christus sagt, so soll der neue Mensch sein. Ihr sollt verändert werden. Ihr sollt euch umwandeln. Und der neue Mensch wird an seinen Taten erkannt. Christus sagt: So sollt ihr sein. Liebt eure Feinde, bittet für die, die euch verfolgen. Gebt denen, die nichts haben. Das ist also eine Art und Weise, die in uns drin aufkommen soll, eine Charakterveränderung, die wir haben sollen. Aber das sind alles Dinge, die wir aktiv tun.

[22:26] Es bringt ja jemandem nichts, wenn jemand in Armut ist und ich ihm nicht helfe, indem ich ihm praktisch auch was gebe. Indem ich nur sage: Ja, ich würde dir gerne helfen, aber jetzt gerade kann ich nicht, will ich nicht, habe ich keine Lust. Es bringt jemandem nichts, wenn ich ihm nur gute Worte sage. Wird schon und ich ihm Gottes Segen wünsche und was auch immer, aber ihm nicht praktisch helfe. Das neue Leben, das Christus mir gibt, zeigt sich in meinen Taten. Denn wir werden den Baum an den Früchten erkennen. Ob ich zu Gottes Volk gehöre, werden die Menschen um mich herum erkennen können, indem sie auf meine Taten gucken. Tue ich das auch, was die Bibel sagt? Tue ich das auch, was ich für richtig und wert halte? Oder übe ich Betrug an mir selbst? Und das werden die Menschen sehen.

[23:10] Und wenn wir diesen neuen Charakter haben und wenn wir so handeln, wie Christus hier beschreibt, gib aber jedem, der dich bittet und so weiter, dann nennt uns im gleichen Kapitel in Lukas 6, in Vers 35 und 36, Jesus Christus sagt dann: Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein. Denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

[23:41] Hier heißt es, wenn ihr so handelt, dann seid ihr Söhne des Höchsten. Hier heißt es nicht, wenn ihr das alles hört, was ich sage, und gut zuhört und es am besten auswendig wiederholen könnt, dann seid ihr Söhne des Höchsten. Es heißt, wenn ihr so handelt, wenn ihr das macht, so werdet ihr Söhne des Höchsten genannt werden. Und das wollen wir. Als Gottes Volk sind wir Söhne Gottes, Söhne des Höchsten. Aber hier spielt die Tat mit rein. Täter des Wortes zu sein, ist also so wichtig für uns.

[24:08] Oftmals wird das heute so missbraucht und gegeneinander ausgespielt, indem es heißt: Ja, wir brauchen nichts tun, denn der Glaube rettet uns. Aber das ist ein böser, böser Fehler. Der Glaube zeigt sich immer in der Tat. Wenn ich wirklich glaube, wird sich mein Tun, mein Handeln verändern. Wenn ich nur vorgebe zu glauben, dann wird es keine Auswirkungen auf mein Handeln haben. Und hier wird wahrer Glaube erkannt. Und ich habe das schon so oft gehört, dass Menschen sagen: Ich brauche das alles nicht tun. Gott weiß ja, dass ich schwach bin und dass ich das alles nicht kann. Der Glaube wird mich retten. Aber der Glaube hat ein Verlangen danach, das, was er hört, auch in die Tat umzusetzen, der wahre Glaube. Weil der wahre Glaube auch die Liebe zu Christus ist. Ich möchte Christus folgen, von ganzem Herzen. Und das wird in mir diesen Wunsch erwecken, Christus auch in der Tat zu helfen.

[25:01] Schau mal, wenn wir in Römer 7 schauen, hier spricht unsere Lektion im Dienstagthema von dem Gesetz der Freiheit. Und wenn wir da hineingucken, das Gesetz der Freiheit, also was hat sich denn verändert in uns Menschen? Spricht Paulus in zwei Kapiteln, Römer 7 und 8 davon. Und da wollen wir mal kurz reingucken, Römer 7 und 8. In Römer 7, und wir beginnen mal, Vers 5, 6 und 7 zu lesen. Paulus sagt: Denn als wir im Fleisch waren, da wirkten in unseren Gliedern die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir vom Gesetz frei geworden, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, sodass wir im neuen Wesen des Geistes dienen und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Als wir noch Sünder waren, klagte uns das Gesetz an und es verurteilte uns. Aber als neue geistliche Menschen, die den Geist Gottes haben, sind wir davon befreit. Wir werden nicht mehr angeklagt durch das Gesetz. Denn wir leben im Gesetz.

[26:12] Und das ist wichtig zu verstehen, dass es hier nicht heißt, als neue geistliche Menschen sind wir vom Gesetz befreit, indem das Gesetz keine Rolle mehr für uns spielt. Sondern wir sind von der Anklage des Gesetzes befreit. Denn das Gesetz fordert von uns. Das Gesetz fordert von uns, so zu leben, wie Christus sein Charakter ist. Und diese Forderung benutzt die Sünde, um uns anzuklagen.

[26:39] Wir lesen mal in Vers 10 und 11. Da wird es deutlich. Hier heißt es: Römer 7, 10 und 11. Und eben dieses Gebot, das zum Leben gegeben war, erwies sich für mich als todbringend. Denn die Sünde nahm einen Anlass durch das Gebot und verführte mich und tötete mich durch dasselbe. Da ist nun das Gebot gegeben, das Gesetz Gottes. Und es zeigt mir den Charakter Christi. Jetzt kommt die Sünde in mein Herz. Ich erkenne, wie der Charakter Christi ist, aber es verführt mich zur Sünde. Und jetzt bringt es mir den Tod. Das Gesetz an sich ist gut und heilig, sagt Paulus in den nächsten Versen ganz deutlich. Es ist ein gutes Gebot. Ich blicke hinein und es nimmt die Sünde Anlass und verführt mich und ich gehe einen Weg, der dem widerstrebt, dem Charakter Gottes. Und so ist das Gesetz gut und heilig, aber es hat mir den Tod gebracht. Denn ich erkenne darin, dass ich ein sündiger Mensch bin. Und in dem Moment, wo ich diese Erkenntnis habe und sehe, ich handle falsch und ich handle dann willentlich, ich übertrete die Gebote wissentlich, habe ich mich bewusst für die Sünde entschieden. Und so hat mir das gute Gesetz eigentlich den Tod gebracht. Aber das Gesetz ist gut und heilig.

[27:52] Problem ist, Römer 6, Vers 23 sagt: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Aber die Gnadengabe Gottes, das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Das Problem ist, wenn ich mich für die Sünde entscheide, ernte ich den Tod. Die Gnadengabe, sagt Paulus hier aber in Römer 6, Vers 23, ist, dass ich Jesus Christus folgen kann. Das ewige Leben ist eine Gnadengabe, eine Gnadengabe in Jesus Christus. Eine Gnadengabe, ich kann es nicht von mir aus und ich kann sie auch nicht fordern von Gott. Gott gibt es mir.

[28:26] Nun, das ewige Leben, wie bekomme ich denn das? Vorhin hat Jesus Christus gesagt, erinnert euch an den reichen Jüngling: Willst du das ewige Leben haben, so halte die Gebote. Hier heißt es, das ewige Leben ist eine Gnadengabe Jesu. Umkehrschluss: Jesus Christus gibt mir, dass ich die zehn Gebote halten kann, dass ich im Gesetz wandeln kann. Das ist eine Erkenntnis, die ist wichtig zu verstehen. Jesus Christus befreit uns nicht von dem Gesetz, er befreit uns von der Übertretung.

[28:59] Lesen wir mal ein Stück weiter. Römer 7, Vers 19 heißt, Paulus sagt hier: Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich. Paulus ärgert sich über sich selbst und sagt: Das Gute, was ich eigentlich machen will, das mache ich nicht, aber das Böse, von dem ich mich eigentlich distanzieren möchte, das mache ich immer. Und dann sagt er in Vers 24: Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Das Gute, das Paulus will, und er will wirklich den guten Weg gehen, das gelingt ihm nicht. Und das Böse, das er nicht tun will, das macht er immer wieder. Und dann sagt er: Ich möchte davon befreit werden. Hilfe, ich brauche Hilfe.

[29:38] Und hier kommt die Gnadengabe Gottes ins Spiel. Die Gnadengabe Gottes ist nämlich das ewige Leben. Aber um das ewige Leben zu haben, erinnern wir uns, sollen wir die 10 Gebote halten. Schau mal in Römer 8, 2-4. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte, in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.

[30:19] Das ist wichtig zu verstehen, was hier steht. Es war uns unmöglich, das Gesetz zu befolgen, sagt Paulus, denn unser Fleisch war kraftlos, wir konnten nicht. Aber dann sagt er, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, Jesus Christus, und zwar in der Gestalt des Fleisches, und damit die Sünde verurteilte. Denn er hat gezeigt, ich brauche nicht sündig leben. Er verurteilte die Sünde, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde. Das ist, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde. Welche Gerechtigkeit fordert das Gesetz? Dass wir nach dem Gesetz leben, denn das Gesetz ist gerecht. Und das soll in uns erfüllt werden. Das heißt, die Forderungen des Gesetzes sind in uns erfüllt. Du sollst nicht lügen, du sollst nicht stehlen, du sollst Vater und Mutter ehren. Diese ganzen Gesetze sind in mir erfüllt. Ich bin daraus nicht weggenommen, Christus möchte, dass sie in mir erfüllt werden. Und er sagt, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Also wenn wir gemäß dem Geist wandeln, erfüllen wir das Gesetz, erfüllen wir genau diese zehn Gebote, wenn wir aber im Fleisch wandeln, tun wir es nicht.

[31:37] Und das ist diese neue Gnadengabe Gottes. Gott gibt den Menschen seinen Geist, damit sie plötzlich das, was ihnen vorher im Fleisch unmöglich war, plötzlich können. Plötzlich ein Unterschied im neuen Menschen. Die Neugeburt im Menschen. Plötzlich verändert sich was. Und das ist so schön.

[31:56] 2. Korinther 5, 17. Eigentlich ist das der Kern des Evangeliums. 2. Korinther 5, 17. Heißt: Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden. Wenn wir in Christus sind, sind wir neue Menschen. Vorher waren wir fleischliche Menschen, unter die Sünde verkauft, das Gesetz hat uns angeklagt. Plötzlich, wenn wir es von ganzem Herzen wollen, wenn wir uns für Christus entscheiden, gibt Gott uns seinen Geist und wir sind plötzlich geistliche Menschen. Das Gesetz ist immer noch da, aber plötzlich erfüllen wir es. In uns drin wird es erfüllt durch den Geist Gottes. Unser Charakter, der vorher fleischlich und voller Sünde war, wird plötzlich verändert und wird jetzt Stück für Stück vom Geist Gottes zum Gesetz geformt. Das Gesetz ist sozusagen die Schablone. Und da wird unser Leben hineingeformt. Das Gesetz klagt uns folglich nicht mehr an. Das Gesetz wird im besten Fall unseren Charakter beschreiben. Denn das Gesetz beschreibt Gottes Charakter. Der Geist Gottes, der in uns ist, der hat auch Gottes Charakter. Und der verändert uns zu Gottes Charakter hin. Schauen wir in die 10 Gebote, werden die 10 Gebote uns nicht mehr anklagen. Sie sind für uns kein Gesetz des Todes mehr. Wir sind befreit von dem Urteilsspruch des Gesetzes. Denn eigentlich beschreibt das Gesetz nur noch: So ist dein Charakter. Und das ist wunderbar. Das ist das, was Jesus Christus in uns macht, in uns schafft, Stück für Stück. Nicht von heute auf morgen, aber Stück für Stück.

[33:21] Und gehen wir wieder in unseren Jakobus-Text hinein. Jakobus 1. Jakobus 1, und hier Vers 26 und 27. Hier heißt es: Wenn jemand unter euch meint, fromm zu sein, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos. Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich vor der Welt unbefleckt zu bewahren.

[34:01] Also der neue Mensch wird verändert sein. Und, wir hatten schon gesagt, an den Früchten werden wir die Bäume erkennen. Der neue Mensch macht plötzlich etwas, was für die Welt seltsam ist. Während der alte Mensch versucht hat, vor der Welt angenehm zu erscheinen, zur Welt zu gehören und sich selbst ein bisschen zu hofieren, kümmert sich der neue Mensch um Waisen und Witwen, also um die Schwachen in der Gesellschaft. Ist plötzlich ein neuer, mitleidiger Charakter geworden, der plötzlich ein offenes Auge und ein offenes Herz hat für die Menschen um ihn herum. Plötzlich steht Liebe im Herzen für die Mitmenschen.

[34:44] Und es heißt hier, wer seine Zunge nicht im Zaum hält, wer seine Zunge nicht im Zaum hält, dessen Frömmigkeit ist wertlos, heißt es. Wer seine Zunge nicht im Zaum hält, eine Frucht des Geistes, das können wir in Epheser 5, Vers 22 lesen, eine Frucht des Geistes ist auch die Selbstbeherrschung. Der Geist schafft es also in mir, dass ich sogar meine Zunge beherrschen kann. Und das ist etwas Großes. Wir werden das später, wenn wir weiter studieren, wenn wir später mal in Jakobus 3 auf dieses Thema eingehen, aber der Geist wird in mir solche Veränderungen schaffen, dass sogar meine Taten und meine Worte verändert werden. Es werden sogar meine Gedanken verändert. Und das ist das, was der Geist Gottes schafft. Der Mensch wird verändert sein. Wir werden es schon daran erkennen, ob jemand seine Zunge im Zaum halten kann oder nicht.

[35:36] Dann möchte ich mal mit euch was zeigen aus einem Hebräerbrief. Hebräer 5, das fand ich ganz, ganz spannend. Hebräer 5, Verse 11 bis 14. Hier sagt Paulus: Über ihn haben wir viel zu sagen, und zwar Dinge, die schwer zu erklären sind, weil ihr träge geworden seid im Hören. Denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, dass man euch lehrt, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind. Und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise. Wer nämlich noch Milch genießt, der ist unerfahren im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.

[36:35] Paulus bemängelt hier an den Hebräern, dass sie wieder die Anfangsgründe des Wortes Gottes brauchen. Er sagt, ihr seid träge geworden im Hören. Und das ist das Problem, das wir heute haben. Träge im Hören. Träge im Hören heißt, ich höre mir vielleicht den Gottesdienst an, ich höre mir die Andacht an, ich höre mir vielleicht die Cannstatt Study Hour an, ich höre mir das an, und eigentlich entweder ich sage, ich kenne das schon, oder es ist langweilig für mich, oder es sind Sachen, die möchte ich gar nicht hören. Es sind vielleicht Aussprüche aus der Bibel, aber die möchte ich nicht hören. Dann kann es sein, dass plötzlich alles langweilig wird. Das Neue möchte ich nicht hören, weil es in mein Leben eingreift, und das Alte kenne ich schon. Zack, es ist langweilig. Ich setze nichts mehr um. Wenn ich nichts mehr umsetze in meinem Leben, ist mein Glaube langweilig. Denn ich sitze in der Gemeinde und denke: Das kenne ich, das habe ich schon gehört, darüber habe ich selbst schon gepredigt, kenne ich alles.

[37:31] Spannend wird es aber, wenn ich es plötzlich umsetze. Denn jetzt mache ich Erfahrung im Leben, draußen in der Welt. Und wenn ich dann in einer Predigt sitze und vielleicht ein Thema höre, das ich schon kenne, dann wird sich etwas verknüpfen mit den Erfahrungen, die ich draußen gemacht habe. Und plötzlich wird dieses Wort etwas ganz, ganz Neues für mich offenbaren. Es ist nicht nur die Milch vorweg, ja, das ist irgendwie nett, das zu haben, wachse ein bisschen und habe ein bisschen Mut, dass du rausgehen kannst, sondern plötzlich wird feste Speise draus. Denn feste Speise, das ist interessant, was feste Speise ist.

[38:05] Nach Johannes 4, hier sagt Jesus Christus, was seine Speise ist. Johannes 4, Vers 34. Jesus spricht zu ihm: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. Jesus Christus sagt, dass seine Speise es ist, Gottes Willen zu tun. Nicht zu hören, sondern zu tun, seinen Willen vollbringen. Paulus sagt: Ihr seid träge, ihr Hörer des Wortes. Ihr seid träge geworden, denn ihr tut das nicht, was da steht. Ihr tut nicht, ihr setzt es nicht um, was ihr erfahrt von Jesus Christus, von dem neuen Leben. Sondern ihr seid träge und wollt nicht weiterkommen.

[38:53] Und wo stehen wir? Sind wir träge geworden im Glauben? Hören wir immer was? Irgendwann wird es uns langweilig in der Gemeinde. Oder erfahren wir ständig neue Dinge, aufbauende und ermutigende Worte, weil wir draußen in der Welt Täter sind? Freuen wir uns, in den Gottesdienst zu kommen? Freuen wir uns, die Bibel zu lesen, weil sie uns erbaut, ermutigt, uns Kraft gibt? Oder finden wir es nur langweilig, weil wir das schon mal gelesen haben? Was ändert schon im Leben? Hier ist die Frage nach der Liebe zu Christus. Will ich es umsetzen oder will ich es nicht umsetzen? Hier sei jeder gefragt: Wo stehst du und wo willst du hin? Denk an den Turmbau. Wer einen Turmbau hat, soll vorher abwägen. Gehe ich den Weg oder gehe ich den Weg nicht? Mach eine Entscheidung in deinem Leben. Überleg dir wirklich von ganzem Herzen, nimm dir ein paar Minuten Zeit und überleg: Möchte ich Christus folgen in meinem Leben? Dann ja, dann ganz? Oder möchte ich lieber halber Christ sein? Dann vergiss es lieber ganz. Einen halben Christen, das geht nicht. Ein halber Christ kann man nicht sein.

[39:57] Feste Speise. Setz das um, was du hier hörst. Feste Speise ist nicht, viele glauben an feste Speise. Daniel 11 vielleicht ist feste Speise. Ezekiel 1 ist vielleicht feste Speise. Aber das ist schwere Kost, ohne Frage. Aber das ist nicht feste Speise nach der Bibel. Nach der Bibel ist die feste Speise das Umsetzen des Wortes. Und dadurch werden wir wirklich ernährt und dadurch werden wir auch erwachsen. Wir brauchen nicht wie Säuglinge Milch, sondern wir brauchen die Umsetzung des Wortes in unserem Leben.

[40:31] Kommen wir zum letzten Teil. Gehen wir wieder in Jakobus. Jakobus 1, und hier Vers 27. Hier heißt es: Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater ist es, Waisen und Witwen ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren.

[40:52] Vor der Welt unbefleckt zu bewahren. Sich den Schwachen anzunehmen, sich um den Unterdrückten zu kümmern. Und das spricht völlig gegen den Trend dieser Welt. Also die Frage: Was bringt mir das eigentlich? Habe ich da was von, wenn ich das tue? Kommt da irgendwas zurück? Und das möchte Jakobus uns sagen. Es gibt hier einen deutlichen Unterschied zwischen dem, was ihr wart und dem, was ihr heute seid. Früher wandeltet ihr mit der Welt und habt gefragt: Ist das sinnvoll für mich, bringt mir das was? Hat es einen Gewinn? Im neuen geistigen Leben ist die Frage: Was braucht mein Nächster? Bringt ihm das was? Wie kann ich ihm zum Gewinn werden? Und hier gehen die Wege auseinander, die Wege der Welt und die Wege Gottes.

[41:45] Schauen wir in 1. Johannes 2, Vers 15 und Vers 16. 1. Johannes 2, Vers 15 und 16. Johannes sagt uns hier: Hab nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.

[42:11] Ganz deutlich sagt Johannes uns hier, dass wir die Welt nicht lieben sollen. Denn drei Dinge sind in der Welt: Fleischeslust, Augenlust und der Hochmut des Lebens. Hat jemand darüber nachgedacht, was das wohl bedeutet? Fleischeslust, Augenlust und der Hochmut des Lebens. Ich glaube, Johannes hat sich auf eine ganz bestimmte Szene bezogen in der Bibel, die wir ganz vorne finden, nämlich den Sündenfall. 1. Mose 3. Der typische Weg der Welt. Und hier Vers 6. Eva wurde verführt, und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre. Das ist Fleischeslust. Das könnte vielleicht eine ganz leckere Frucht sein. Das ist Fleischeslust. Das könnte vielleicht eine ganz leckere Frucht sein. Und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre. Augenlust. Sieht ja auch schon gut aus, diese Frucht. Und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht, und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. Dieser Baum macht also auch weise. Ich werde sein wie Gott, der Hochmut des Lebens.

[43:40] Drei Dinge, die Johannes hier auch beschrieben hat. Die Fleischeslust, diese Frucht ist gut zu essen, das wird mir bestimmt schmecken, Speise, kann Fleischeslust sein, Speise, Völlerei, was auch immer. Es gibt verschiedene Dinge in der Welt, die Fleischeslust sind, aber hier dargestellt als: Eigentlich will ich das haben. Das ist bestimmt was total Schönes für mich. Und sie beschäftigt sich damit, guckt sich diese Frucht an. Augenlust, typisch heute in der Welt, Augenlust. Was gucken wir uns alles an? Augenlust. Und das Dritte, der Hochmut des Lebens. Wenn du das kaufst, wenn du das nimmst, wenn du das bist, dann bist du was ganz Tolles, dann wirst du was ganz Großes sein. Wenn du das Auto fährst, wenn du bestimmte Kleidung trägst, wenn du eine tolle Ausbildung hast, dann bist du was ganz Besonderes, Tolles. Hochmut des Lebens. Wo geht es hin mit uns? Zu Eva wurde gesagt: Du wirst weise sein. Du wirst sein wie Gott, du wirst unterscheiden können zwischen Gut und Böse. Und genau diese drei Dinge sind die, die sich seit Jahrtausenden nicht verändert haben. Immer noch in der Welt: Fleischeslust, Augenlust, Hochmut des Lebens. Satan will uns in diese Sünden verführen. Er möchte, dass wir genau da hinkommen. So hat er Eva verführt, indem er sich auf diese Sachen hingewiesen hat, angedeutet hat und Eva hat das voll angenommen.

[44:58] Diese drei Dinge sind heute noch in der Welt. Auf die fallen wir immer rein. Johannes sagt: Seid nicht von der Welt. Trennt euch von der Welt. Habt damit nichts zu tun.

[45:07] Schaut mal, 1. Petrus 4, 1-4. 1. Petrus 4, 1-4. Petrus sagt hier: Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung. Denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Denn es ist für uns genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifung, Begierden, Trunksucht, Belustigung, Trinkgelagen und frevelhaften Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm. Und darum lästern sie.

[45:57] Petrus sagt das. Ihr wart früher mal fleischlich. Heute seid ihr geistlich, weil ihr euch 100% zu Christus entschieden habt. Und wundert euch nicht, es wird sie befremden, wie ihr geht, wie ihr wandelt, was ihr tut. Und das ist der neue Mensch. Habt keine Angst davor, dass ihr in der Welt, an eurem Arbeitsplatz, in der Schule, in der Uni, in eurem Bekanntenkreis, in eurer Familie, bei euren Freunden, dass es sie befremdet, wie ihr lebt. Dass es sie befremdet, dass ihr euch um Menschen kümmert. Dass es sie befremdet, dass ihr Menschen versorgt, die nichts haben. Dass es sie befremdet, dass ihr eure Zeit gebt, um anderen Menschen zu helfen. Das ist ganz normal in der Welt, dass das befremdlich ist.

[46:48] Und es geht sogar noch weiter. Johannes 15, Vers 19. Jesus Christus ist noch viel drastischer als Petrus. Johannes 15, Vers 19. Hier sagt Jesus: Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt herauserwählt habe, darum hasst euch die Welt. Würdet ihr so handeln, wie die Welt handelt, so gehört ihr zu der Welt und alles wäre okay. Würdet ihr auf euren eigenen Gewinn achten und auf euer eigenes Wohlergehen und nicht darauf, wie es dem anderen geht. Das machen die meisten in der Welt. Ihr gehört dazu. Ganz normal. Da werden Leute hofiert und groß gehalten, die sich nicht um den anderen kümmern, die ihren eigenen Weg gehen. Und das wird heute immer gesagt: Setz dich durch. Es geht um dich. Schau, dass du deinen Platz in der Welt findest, sodass dir keiner streitig macht. Zweifel gehe über Leichen. Das ist der Weg der Welt. Alle würden sagen, man muss schon ein bisschen tough sein und sich durchsetzen in der Welt. Aber Johannes sagt: Geht von der Welt weg. Und Jesus sagt: Die Welt wird euch hassen, weil ihr so lebt. Aber daran erkennen wir, dass wir Jesus Christus folgen. Daran erkennen wir, dass wir geistliche Menschen sind. Dass wir nicht mehr unter dem Gesetz stehen, nicht mehr unter der Verbannung, unter der Strafe des Gesetzes liegen, sondern dass wir plötzlich neue Menschen sind durch Christus in uns. Und so wie die Welt Christus gehasst hat, so wird die Welt uns hassen. Aber für diese Entscheidung stehen wir. Dafür ist das, was uns Christus verspricht, das ewige Leben. Und den neuen Charakter, den wir haben, das ist der Preis dafür. Es ist die Frage, ob wir bereit sind, diesen Weg zu gehen.

[48:31] Matthäus 5. Wollen wir noch abschließen, ein paar Verse aus dem Matthäusevangelium nehmen? Matthäus 5, 14 bis 16. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, so leuchtet es allen, die im Haus sind. Und dann sagt ein Vers 16: So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und eurem Vater im Himmel preisen.

[49:06] Ihr seid das Licht der Welt. Ihr müsst in die Welt hinausgehen und den Charakter Gottes ausstrahlen. Das wird die Welt befremden, haben wir gelesen. Und ja, die Welt wird euch vielleicht hassen dafür, aber ihr sollt es machen. Und es heißt, Vers 16: Die Leute werden eure guten Worte hören. Nein, sie werden eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Eure Taten werden die Menschen sehen. Und dafür werden sie euren Vater im Himmel preisen. Ihr schafft also Gott Ehre, indem ihr gute Taten vollbringt. Denn das sieht die Welt. Worte macht jeder in der Welt. Jeder in der Welt hat große Worte und sagt, wie gut er ist und wie viel er macht für die Welt und was für ein toller Kerl er ist. Aber es gibt wenige, die auch so handeln. Aber Christus möchte so in euch handeln. Und die Welt wird vielleicht nicht euch dafür preisen, aber sie wird euren Vater im Himmel dafür preisen, weil sie das sieht.

[49:58] Tja, das heißt also, aus der Welt rauszugehen. Nicht von der Welt zu sein. Das, was wir warnen, unseren alten Menschen abzulegen.

[50:07] Schau mal, Jesus Christus sagt in Matthäus 6, wir bleiben bei Matthäus 6, Vers 3 und 4. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Denn mit deinen Almosen im Verborgenen ist. Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Ist das nicht wunderbar? Gott sieht, wenn wir so leben, dass wir Opfer bringen immer wieder. Aber er kümmert sich auch um uns. Während unsere eigene Hand soll nicht wissen, was die andere tut. Also wir sollen ganz freigiebig sein. Wird sich Gott um uns kümmern. Und Gott wird uns das alles vergelten. Es steht sogar öffentlich, er wird es uns öffentlich vergelten. Das ist so großartig. Aber wollen wir uns darauf verlassen? Ich möchte das gerne in meinem Leben. Ich möchte mich darauf verlassen, dass wenn ich gut handele, dass Gott es mir vergelten wird.

[51:05] 6, Vers 31-33. Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen oder was werden wir trinken oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden. Aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. So wird euch dies alles hinzugefügt werden. Kleidung, Essen, Trinken, Gott wird uns alles geben. Unser Gott ist so großartig. Wenn wir unser Leben für ihn geben und diesen neuen Charakter annehmen, Stück für Stück, Tag für Tag, immer ein bisschen. Er wird für die Welt völlig verrückt sein. Und wir können uns vielleicht fragen: Wie werde ich dann in dieser Welt leben können, wenn ich mich der Welt nicht anpasse? Dann gehöre ich nicht mehr zur Welt, aber ich lebe auf der Welt. Wie werde ich leben, was werde ich essen, was kann ich dann anziehen, wenn ich meine Sachen den Armen gebe? Aber Gott kümmert sich um uns. Das ist ein Versprechen, eine Verheißung, ein Naturgesetz Gottes. Er spricht und so ist es. Es ist so großartig zu wissen, dass der Herr des ganzen Weltalls, der Gott, der über allem steht, sich um dich persönlich kümmern möchte, egal was du machst in deinem Leben. Wenn du für ihn arbeitest, wenn du dein Leben für ihn gibst und wenn die ganze Welt dich hasst, wird dieser Gott, der über allen Himmeln steht, über die Erde herrscht und über alles, was im Weltall ist, er wird sich persönlich um dich kümmern und dafür sorgen, dass du alles hast, was du brauchst. Hier steht nicht, dass er dir Reichtum geben wird und all das. Hier steht nicht, dass er dir Kleidung geben wird, dass du leben kannst. Später, wenn die Zeit auf dieser Welt vorbei ist, wird er dir den größten Schatz geben, den wir uns vorstellen können. Wir können Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, wir werden die Krone des Lebens haben, wir werden ewig leben und zwar in voller Glückseligkeit. Das ist die Gnadengabe Gottes, das ewige Leben, die Gnadengabe. Wir haben es nicht verdient. Er hat es uns gegeben aus freien Zügen und er hat uns verändert. Er hat es in uns gegeben und er wird es in uns hinausführen.

[53:02] Und die Verheißung, die ich ganz am Ende noch geben möchte, ich möchte sagen: Alle Ehre Gott dafür, denn er fängt in uns sein Werk an und er führt es in uns hinaus. Wir können dafür nichts tun, außer uns dafür zu entscheiden, dass wir Gott folgen wollen. Dann werden wir diese Gnadengabe erhalten. Und ich möchte abschließend mit den Versen aus Matthäus 28, Vers 19 und 20. Christus sagt: So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Weltende.

[53:39] Christus sagt: Ich habe mein Werk in dir begonnen und ich werde dich bis zum Ende der Zeiten nicht verlassen. Ich will bei dir sein. Willst du auch bei Christus sein, ist die Frage. Willst du dich von ganzem Herzen dafür entscheiden, Christus zu folgen mit deinem Leben?

[53:54] Herr unser Gott, wir danken dir dafür, dass du es bist, der in unserem Leben alles verändern möchte. Du möchtest uns aus der Welt herausziehen und möchtest uns zu geistigen Menschen machen, zu Menschen, die deinen Geboten gehorchen und deinem Wort folgen. Lieber Vater, wir danken dir dafür, dass du dieses Werk in uns begonnen hast. Möchten wir auch dafür danken, dass du es hinausführen wirst, bis wir eines Tages vor dir stehen können, mit einem vollkommenen Charakter, bis wir eines Tages keine Spuren der Sünde mehr in uns haben, weil du alles neu gemacht hast. Danke, Vater, dass wir eine neue Schöpfung sein dürfen, schon hier auf dieser Erde, die bis in alle Ewigkeit den Tod nicht schmecken wird.

[54:33] Ich freue mich, dass wir gemeinsam dieses Thema teilen konnten. Ich finde es ein sehr schönes Thema, ein neuer Mensch zu sein und auch so zu handeln. Ich würde mich freuen, wenn ihr auch nächste Woche wieder dabei seid, zu unserer fünften Lektion. Im Jakobusbrief kam noch einiges zu studieren. Ich freue mich, wenn wir das gemeinsam machen können. Seid wieder dabei, schaltet wieder ein. Ich würde mich sehr freuen. Gottes Segen euch. Bis dann.


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