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In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion über den Brief des Jakobus, die von Frank Schleipfenbauer gehalten wird, wird der Unterschied zwischen himmlischer und weltlicher Weisheit beleuchtet. Anhand biblischer Beispiele wie der Eroberung Jerichos und der Lehren Jesu wird erklärt, wie himmlische Weisheit zu Demut, Reinheit und Frieden führt, während weltliche Weisheit oft von Eigennutz, Streit und Feindschaft mit Gott geprägt ist. Die Lektion ermutigt die Zuhörer, sich für die von Gott kommende Weisheit zu entscheiden und sich ihm vollkommen hinzugeben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q4: Der Brief des Jakobus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Zusammenfassung der aktuellen Sabbat-Schul-Lektionswoche. Ich begrüße alle sehr herzlich, die jetzt über Joelmedia.tv oder Amazing Discoveries zugeschaltet sind und mit mir gemeinsam unter Gottes Führung das Thema studieren möchten. Im Rahmen des Jakobusbriefes, den wir uns in diesem Quartal genauer anschauen, haben wir diese Woche die Überschrift: "Die Demut der himmlischen Weisheit". Wenn ich genauer auf die Überschrift schaue und sehe, dass dort die Weisheit ein Attribut bekommen hat, nämlich himmlische Weisheit, dann liegt der Schluss nahe, dass es wohl auch eine, mindestens eine, also eine nicht-himmlische oder eine andere Weisheit geben kann. Auch das wollen wir jetzt im Laufe der nächsten Minuten, der nächsten knappen Stunde betrachten.

[1:19] Einer meiner Söhne heißt Jeremia und die Bedeutung dieses Namens ist "Gott erhöht". Interessant ist, dass schon in den biblischen Berichten zu sehen ist, dass Gott Namensgebungen entweder vorgibt oder gedanklich führt, die irgendwie mit der Person zusammenhängen. Aber die Frage geht nicht nur an meinen Sohn, sondern an jeden von uns: Erhöhen wir uns selbst? Lassen wir uns durch Menschen erhöhen? Oder konzentrieren wir uns ganz auf unser Verhältnis zu Gott und vertrauen ihm, was er mit uns macht? Das hat sicher was mit himmlischer Weisheit zu tun.

[2:03] Lasst uns zunächst mal den Jakobusbrief in Kapitel 4, Vers 10 lesen, den Merkvers der heutigen Woche, und ich möchte das Ganze dann ausdehnen auf die Verse 10 bis 12. Jakobus 4, Verse 10 bis 12: "Demütigt euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen. Redet nicht schlecht übereinander, Brüder. Wer über seinen Bruder schlecht redet oder seinen Bruder richtet, redet schlecht über das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter. Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu retten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest?"

[3:05] Wir wollen diese Verse zunächst mal so stehen lassen, obwohl wir die Gedankenverbindung sicher schon zu dem Stichwort "himmlische Weisheit" und "erhöhen wir uns selbst, lassen wir uns durch Menschen erhöhen oder vertrauen wir darauf, dass Gott uns an die Position setzt, jeweils im Leben, wo wir nach seinem Plan hingehören und es uns dort dann auch am besten geht" haben. Aber gar nicht weit von diesen Gedanken: Lasst uns mal zurückschauen und sehen, wie es dem Volk Israel bei der Eroberung von Jericho ging. Ein sehr bekannter Bericht. Nun, wir können aus der Bibel entnehmen, dass Jericho eine sehr befestigte Stadt war, mit einem doppelten Mauerwall, mit sehr hohen und sehr dicken Mauern, und dass es auch sehr beeindruckend war für das Volk Israel und die meisten wohl aus menschlicher Kraft überhaupt keine Chance sehen konnten, die Stadt jemals einzunehmen. Und dann kam da die Anweisung Gottes, wie sie vorgehen sollen: Musizierend und gottlobend um diese Stadt herumziehen und erst bei der siebten Umrundung der Stadt in Kriegsgeschrei ausbrechen, in dem Vertrauen darauf, dass Gott alles weitere macht. Und vorneweg gingen nicht die stärksten Krieger mit dem besten Waffensystem, sondern die Priester. Aber wir wissen, was passiert ist: Gott hat die Mauern einstürzen lassen, hat ihnen freie Bahn gegeben und so konnten sie seinen Auftrag ausführen und die Stadt einnehmen.

[4:50] Wenn wir in nicht-himmlischer Weisheit, in menschlicher Weisheit, oder sagen wir in weltlicher Weisheit, also nach allen, um auf die heutige Zeit zu übertragen, nach allen wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen der Professoren und Ingenieure, der internationalen Wissenschaft, also ich glaube nicht, dass ich dort bei der ersten Umrundung der Stadt mitgemacht hätte, wenn ich mich daran gehalten hätte. Denn es ist ja schier unmöglich gewesen in der damaligen Zeit. Aber doch ist es geschehen. Und ich glaube, wir brauchen jetzt nicht noch weiter an die Teilung des Meeres und an andere Wunder, die Gott getan hat, denken. Lasst uns einfach nur immer wieder in Erinnerung rufen, dass der Schöpfer des Universums nicht an die Naturgesetze, die er selber gemacht hat, gebunden ist und dass die Naturgesetze aus der Schöpfung entstanden sind und er nicht gezwungen war, nach den heute bekannten Naturgesetzen in der Schöpfung vorzugehen. Das ist der Unterschied zwischen himmlischer Weisheit und weltlicher Weisheit, zumindest ein Aspekt davon.

[6:08] Es geht weiter in der Woche mit der Überschrift "Die Sanftmut der Weisheit", also die Sanftmut sicher der himmlischen Weisheit. Lasst uns dazu in Jakobus Kapitel 3 ein paar Verse lesen. Jakobus Kapitel 3, ab Vers 13: "Wer ist weise und verständig unter euch? Er zeige aus dem guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit." Also nochmal: Der Weise, der in Gottes Augen weise ist, zeige aus dem guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit.

[6:51] "Wenn ihr aber bittere Eifersucht und Eigennutz in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, teuflische. Denn wo Eifersucht und Eigennutz ist, da ist Zerrüttung und jede schlechte Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedvoll, milde."

[7:24] Also, was ist der grundlegende Unterschied oder was sind die wesentlichen unterscheidenden Merkmale zwischen himmlischer Weisheit und irdischer Weisheit, damit wir gute Gründe haben, uns zu entscheiden, welche Weisheit wir wählen und um welche Weisheit wir bitten, nach welcher Art von Weisheit wir streben und suchen, um uns damit auszurüsten?

[7:47] Wir können aus einem anderen Bibelwort entnehmen: "Die Furcht des Herrn ist aller Weisheit Anfang." Also nicht die Angst vor einem schrecklichen Gott, sondern die Ehrfurcht, so wie wir sie auch in unserer ersten Engelsbotschaft in Offenbarung 14, Vers 6 haben, oder ab Vers 6: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre."

[8:18] Erkenne ich Gott im Unterschied zu mir als den an, der er wirklich ist? Sehe ich den Unterschied zwischen meiner Unvollkommenheit und meinen falschen Zielen im Vergleich zu seiner Heiligkeit, aber auch im Vergleich zu seiner Liebe und des Leids, das er auf sich genommen hat für mich? Dann möchte ich diesen Gott fürchten. Oder möchte ich mich mehr auf die weltliche Weisheit, auf das kurzfristige Denken konzentrieren?

[8:50] Ein paar ergänzende Worte dazu. Sprüche Kapitel 3, Vers 5, vielen sicher sehr bekannt und eine große, wichtige Lebensweisheit von Gott an uns: "Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand. Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade. Sei nicht weise in deinen Augen, fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Das ist Heilung für deinen Leib, Labsal für deine Gebeine."

[9:33] Also, vertraue auf den Herrn, sagt Gott hier. Vertraue auf die sanfte und von Herzen demütige Weisheit, die von mir kommt. Ich gebe sie dir, wenn du zugibst, dass du sie brauchst, dass deine Weisheit entweder nicht reicht oder dich sogar falsch führt. Und Gottes Weisheit ist keine intellektuelle oder philosophische Weisheit, sondern eine göttliche Weisheit. Die Weisheit von dem, der alles kennt, alles weiß, alles gemacht hat und schon immer da war und immer da sein wird.

[10:12] Das wussten auch Daniel und seine Freunde. Und als die Freunde Daniels die einzigen waren, die in einer großen Menschenmenge nicht auf Befehl des weltlichen Königs auf die Knie gefallen sind, um ein Götzenbild anzubeten, durch das sich der König stellvertretend in Konkurrenz zum Schöpfer anbeten lassen wollte, da haben sie auf Gott vertraut und haben allen Gefahren getrotzt, auch in der Erwartung, dass möglicherweise es in dieser Situation tödlich für sie ausgehen könnte, wenn Gott das so für richtig hält. Aber das hat nichts an ihrem Entschluss geändert: Vertrauen auf die himmlische Weisheit.

[10:57] Zwei Arten von Weisheit. Zurück in den Jakobusbrief, Kapitel 3, die Verse 15 und 16. Jakobus 3, Verse 15 und 16. Wir wiederholen die Verse bewusst nochmal: "Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, teuflische. Denn wo Eifersucht und Eigennutz ist, da ist Zerrüttung und schlechte Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedvoll und milde."

[11:37] Wozu setzen wir weltliche Weisheit ein? Wo führt sie uns hin? Und was ist die Motivation? Materielle Vorteile, Geld und dadurch Macht, Geld und dadurch Ansehen, Ansehen bei Menschen, Ansehen bei mir selbst, wenn ich mich im Spiegel betrachte, Ansehen bei mir selbst, wenn ich mir vorstelle, wie toll mich andere finden, wenn ich die und die Kleidung trage, das und das Haus bewohne, das und das Auto fahre oder diesen oder jenen Urlaub mache und davon erzählen kann. Ich selber fahre auch gerne schöne Autos und habe auch gerne ein schönes Haus und ich reise gern. Die Frage ist nur, an welcher Stelle unserer Prioritätenliste steht das und was opfern wir dafür? Und wer oder was ist auf dem Altar, oder was steckt hinter dem Altar, über den wir beten? Und was ist das Opfer? Und machen wir nicht den Anbetungswürdigen wieder zum Opfer für unsere Ziele nach der weltlichen Weisheit?

[12:52] Der Unterschied liegt in den Zielen. Die weltliche Weisheit strebt zu dem Ziel: materiell, Macht, materielle Sicherheit, Eitelkeit, Einfluss, Ansehen. Die himmlische verspricht uns ein langes Leben, Ehre vor Gott.

[13:11] Und im Kolosserbrief Kapitel 3 finden wir ergänzende Erklärung. Kolosser 3 in den Versen 1 bis 3: "Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Sinnt auf das, also denkt über das nach, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist. Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott."

[13:43] Ist das so? Sind wir der Sünde gestorben? Oder haben wir nach wie vor falsche Ziele und suchen deshalb auch nach falscher Weisheit?

[14:01] Jesus hat auch dazu klare Worte zu Lebzeiten auf Erden gemacht, nämlich in Matthäus Kapitel 13, in dem Gleichnis vom Sämann, mit dem er vieles deutlich gemacht hat. Wir wollen nur einen Ausschnitt aus diesem Gleichnis nehmen, weil wir das aus Zeitgründen jetzt gar nicht vollständig machen können. Die Verse 22 und 23. Also der Sämann streut seinen Samen aus und der Samen fällt auf unterschiedlich bereiteten Boden und gibt demzufolge auch keine oder eben unterschiedliche Frucht. Matthäus 13, ab Vers 22: "Bei dem aber, also bei dem Menschen symbolisch, bei dem unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört. Und die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht. Bei dem aber auf die gute Erde gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, der wirklich Frucht bringt. Und der eine trägt 100, der andere 60, der andere 30-fach."

[15:12] Also im Vers 22 die Folgen der weltlichen Weisheit. Das ist der unter uns, auch im Volk Gottes, das ist derjenige unter uns, der das Wort hört. Aber die Sorgen über das Weltliche, das Streben nach Anerkennung, das unmäßige Leben, das wir führen müssen in dieser Welt, um falsche Ziele zu erreichen. Die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort Gottes und so bringen wir keine Frucht.

[15:58] Ursachen für Streit und Konflikte, auch das haben wir schon gestreift, gerade in verschiedenen Versen, und das hängt mit der weltlichen Weisheit zusammen. Lesen wir nochmal Jakobus 4, die Verse 1 bis 4: "Woher kommen Kriege und woher Streitigkeiten unter euch? Nicht daher aus euren Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr begehrt und habt nichts. Ihr tötet und neidet und könnt nichts erlangen. Ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Ihr Ehebrecherinnen, spricht hier Gott alle an, ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, er weist sich als Feind Gottes."

[17:02] Alleine diese Verse verdienen es eigentlich, sich lange damit zu beschäftigen. So harte Worte: Freundschaft mit der Welt bedeutet Feindschaft gegen Gott. Woher kommt Streit unter uns, auch in unserer Gemeinschaft, in unseren Familien? Weil wir ohne Rücksicht auf unseren Nächsten und auch ohne Rücksicht auf das Opfer unseres Schöpfers durchsetzen wollen, was wir wollen. Und wenn wir es nicht bekommen, wenn man uns Steine in den Weg legt, oder wenn Gott es nicht segnet und dadurch die Steine im Weg größer werden, dann sind wir ärgerlich darüber, nicht nur enttäuscht. Und dann müssen Schuldige her. Und dann müssen sie verurteilt werden, weil wir Fehler gemacht haben. Denn wir haben unsere weltliche Weisheit. Wir werden hier, jeder von uns in der Mahnung, wird hier angesprochen für den Fall, dass es zutrifft, dieses falsche Denken und Verhalten als Ehebrecher und Ehebrecherin.

[18:07] Und lasst uns dazu mal ein Wort aus dem Alten Testament lesen, in Jeremia Kapitel 3. Jeremia 3, Vers 6: "Der Herr sprach zu mir in den Tagen des Königs Josia, sagt der Prophet: Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige, getan hat? Sie ging auf jeden hohen Berg und unter jeden grünen Baum und hurte dort."

[18:36] Und wir haben als Gegenstück in Offenbarung 14, in den ersten vier Versen, in den ersten vier Versen, in den ersten fünf Versen, die Eigenschaften der Übrigen am Ende, die Gott nach allem, was auf sie zukommt, in der Demut und Sanftmut der himmlischen Weisheit, die Treue halten und bis zuletzt alles überstehen. Und in Offenbarung 14, Vers 4 heißt es: "Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht."

[19:18] Also, das Stichwort des Ehebruchs wendet Jakobus hier an, im Sinne von Offenbarung, im Sinne von Götzendienst. Und auch, wenn wir Götzendienst an unserem Ego betreiben, huren wir mit uns selbst und verdrängen den Bräutigam, der alles gegeben hat, Jesus Christus.

[19:44] In Jakobus 4, Vers 5 heißt es: "Oder meint ihr, dass die Schrift umsonst rede? Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ." Eifersüchtig sehnt sich Christus nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ.

[20:05] Gut, viele sagen, das sei ein schwieriger Text, über den es verschiedene Meinungen gibt. Vielleicht ist er nicht einfach. Ich verstehe es so: Gott wünscht sich den Geist, um den David bittet, nachdem er seine große Schuld erkannt hat, als Gott den Propheten zu ihm geschickt hat, um ihm durch ein Gleichnis zu sagen, wer er wirklich ist. Nicht der über alles herhabende König, der tun und lassen kann, was er möchte und sich nimmt, was er will. Auch das Leben anderer Menschen ist nicht das Geilste. Sondern David hat nach dieser Erkenntnis gebetet: "Schenk mir einen neuen Geist, einen reinen Geist, einen neuen, beständigen Geist, ein neues Herz. Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir." Es ist auch in der Bibel von dem willigen Geist und von dem zerschlagenen Herz die Rede, dass er den Geist der Weissagung und den Geist der Demut nicht wünscht. Er wünscht sich einen willigen, demütigen Geist.

[21:23] Wir können im Geist der Weissagung lesen, dass Ellen White geschrieben hat: "Demut ist nicht die von vielen Weltmenschen vermutete Eigenschaft, ständig mit gegrämmtem Gesicht und geduckter Körperhaltung negativ denkend durchs Leben zu gehen und hinter jedem Busch die Gefahr lauernd zu sehen wollen, sondern die Demut, die Gott sich in uns wünscht, den Geist, nach dem er sich in uns sehnt, ist die Hingabe an ihn, an seinen Heiligen Geist, die Unterordnung unter seinen Willen, damit er uns über unseren Verstand führen kann."

[22:02] Also Jesus möchte bei uns einsteigen und nicht hinten im Auto oder auf dem Beifahrersitz sitzen, sondern er steigt nur wirklich ein, wenn wir ihm das Steuer übergeben. Hingabe zu Gott. Gebe ich mich wirklich hin, kompromisslos? Liefere ich mich aus, dass ich sage: "Herr, tu mit mir, was du willst? Ich möchte jeden Tag neu den Tag mit dir beginnen, mich von dir verändern lassen und alles, was mir dann geschieht, ist in Ordnung so und nehme mich an, auch wenn es emotional schwerfällt, weil es kommt ja von dir."

[22:44] Das ist in Jakobus 12, in Jakobus Kapitel 4: "Unterwerft euch nun Gott. Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen." In der Luther-Übersetzung heißt es dort: "Flieht vor der Sünde, dann flieht der Teufel vor euch. Dann fliegt sich Gott zu euch."

[23:17] Also, wenn wir in irdischer Weisheit uns selber Versuchungen zumuten, die Gott uns nicht zumuten würde, wenn wir an falsche Orte gehen, in die Gesellschaft der falschen Personen gehen, das Falsche zu uns nehmen über unsere Sinnesorgane, im Sehen, im Hören, im Riechen, im Fühlen, im Essen und im Trinken, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass aus der Versuchung die Sünde wird für uns. Wenn wir vor der Sünde fliehen, also genau in die entgegengesetzte Richtung laufen, hin zu Gott, dann kommt er uns entgegen, und der Teufel läuft vor uns weg. Ein tolles Bild.

[23:59] Dazu Jesaja Kapitel 14. Jesaja 14, die Verse 12 bis 14: "Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte? Wie bist du zu Boden geschmettert, Überwältiger der Nationen? Und du, du sagtest in deinem Herzen: Zum Himmel will ich aufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, und ich will dem Höchsten mich gleich machen."

[24:40] Es ist nicht genau das, was wir jedes Mal tun, auch jeder von uns, wenn wir glauben, es besser zu wissen als Gottes Wort, oder besser als die Gedanken, die er uns durch Bibelzitate oder andere Führungen in unserem Denken gibt, weil wir ihn morgens darum gebeten haben, uns durch den Tag zu führen.

[25:07] Die vierte Engelsbotschaft in Offenbarung 14 und verstärkt in Offenbarung 18: "Verlasst die Welt, geht raus aus dem weltlichen Volk, damit ihr nicht die gleichen Folgen tragen müsst, damit ihr nicht auch teilhabt an den Plagen." Das ist das, was letztendlich dahinter steht, wenn Gott uns warnt: Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft gegen Gott. Und wir dürfen nicht verwechseln, was es bedeutet, die Sünde zu hassen, die Sünde zu lieben, so wie Jesus mit uns umgegangen ist und auch immer noch umgeht.

[25:43] Und Offenbarung 14 und 18 passen gut zusammen mit Jakobus 4, Vers 4 und 8, nämlich in Vers 4: "Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wenn nun ein Freund der Welt sein will, er weist sich als Feind Gottes." Und der Vers 8 dagegen: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen."

[26:08] Erdliche Weisheit, himmlische Weisheit. Es gibt Länder, dort werden Affen gefangen, um sie dann auf dem Tisch der Reichen zu servieren. Und es gibt Länder, die fangen diese Affen noch auf eine sehr konventionelle, auf eine sehr alte Art und Weise, indem sie einen Köder in ein Fass werfen, Reis zum Beispiel. Die Affen riechen den Reis und kommen von weit her, springen in das Fass, gierig auf den Reis. Denn ihre weltliche Weisheit sagt ihnen: Wenn du den Reis essen willst, und den willst du essen, weil er gut schmeckt, dann musst du ihn in dieses Fass und ihn dir holen. Aber das könnte ja Gefahr bedeuten.

[27:04] Wenn du den Reis in dem Fass wirfst, würde die himmlische Weisheit sagen: Musst du denn unbedingt den Reis aus diesem Fass essen? Gibt es nicht in deinem natürlichen Umfeld auch genug zu essen? Nein, nein, sagt die weltliche Weisheit, dieser Reis ist gerade vor mir, den brauche ich nur noch fassen. Er ist ja schon serviert, wie auf einem Silbertablett. Er ist sehr begehrenswert und sehr schnell zu bekommen. Und das wird schon gut gehen. Und so springt der Affe hinein in dieses Fass, voll in den begehrenswerten Reis. Aber essen möchte er nun doch lieber außerhalb vom Fass, weil man muss schon vorsichtig sein. Und der Affe springt im Fass hoch an den Rand und schafft es aber nicht mit den vollen Händen, die geschlossen bleiben, damit er ja genau den Reis mitnehmen kann, wegen dem er dort hineingesprungen ist. Und er schreit und schreit und springt und springt, aber es gelingt ihm nicht mit den geschlossenen Händen, bis dann ein großer schwarzer Schatten sich über das Fass neigt und es mit dem Affen zu Ende ist.

[28:13] In welchem Fass sitzen wir und was ist unser Reis und auf welche Art und Weise gehen wir vor, um Ziele zu erreichen? Um zu empfangen von Gott müssen unsere Hände leer sein. Und dazu wünsche ich uns seine Weisheit, seine Kraft und seine Führung. Ich wünsche euch einen gesegneten Sabbat und eine gesegnete neue Woche nach dem Sabbat.


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