Veröffentlicht am
113 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die tiefgreifende Bedeutung des Gebetssatzes „Dein Wille geschehe“. Er erklärt, wie wir Gottes guten, wohlgefälligen und vollkommenen Willen erkennen und leben können, indem wir uns durch die Erneuerung unseres Sinnes verwandeln lassen. Anhand biblischer Beispiele, darunter Jesu Kampf in Gethsemane, wird gezeigt, dass die Erfüllung von Gottes Willen ein Akt des Glaubens ist, zu dem Gott uns befähigt. Die Sendung ermutigt dazu, Gottes Willen von Herzen zu begehren und in allen Lebenslagen danach zu streben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir weiter im Leben unseres Erlösers und Freundes Jesus Christus studieren können, ihn besser kennenlernen können und dadurch in unserer Freundschaft zu ihm wachsen dürfen. Wir möchten heute weiter das Gebet studieren, das Jesus erneut zum zweiten Mal seinen Jüngern nahelegte, als die ihn baten am Beginn von Lukas 11: „Herr, lehre uns beten.“ Und bevor wir etwas weiteres nachdenken und sprechen, wollen wir genau das zuerst tun, worum es ja auch heute wieder gehen soll. Wollen zuerst beten und wollen Gott bitten, dass er zu uns spricht. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam dazu eintreten.

[1:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du einen Willen hast, der gut für uns ist. Danke, dass dein Wille so gut für uns ist, dass du uns gelehrt hast, dass wir dich Vater nennen dürfen. Und so wie in aller Regel Väter das Beste für ihre Kinder wollen, so willst du das Beste für uns. Und jede Warnung und jeder Tadel reicht uns nur deshalb von dir, weil du uns vor dem Ruin retten möchtest. Herr, wir möchten von ganzem Herzen jetzt auf dich hören, möchten in deiner Gegenwart sein und von den Worten des Lebens etwas aufschnappen, das in unserem Herzen das Reich Gottes entfaltet, dass wir deine Gerechtigkeit, deine Herrlichkeit, deinen Frieden, deine Freude mit dir teilen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist. Hab Dank dafür. Amen.

[3:07] Wir sind in Lukas Kapitel 11, wie gerade schon gesagt. Die Jünger hatten Jesus gebeten: „Lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.“ Und Jesus hat ihnen das Gebet, das er ihnen schon in der Bergpredigt als Modell gezeigt hatte, als Beispiel erneut vorgelegt: „Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.“ Um diesen letzten Satz soll es heute gehen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.“ Wir sollen nicht beten: „Unser Wille geschehe, mein Wille geschehe.“ So oft bringen wir unsere Wünsche, unseren Willen zu Gott und bitten darum, dass unser Wille geschehe. Aber das Modellgebet von Jesus sagt nirgendwo: „Unser Wille möge doch möglichst irgendwie dann doch geschehen.“ Das Modellgebet von Jesus sagt: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.“

[4:39] Woher können wir wissen, was Gottes Wille ist? Schauen wir in Römer Kapitel 12 und dort Vers 2 an. Denn wenn wir beten: „Dein Wille geschehe“, wenn wir das mit Intelligenz beten wollen, mit Verständnis, dann müssen wir auch den Willen Gottes verstehen. In Römer 12, Vers 2 heißt es: „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an.“ Wenn der Zeitgeist unser Denken formen darf, wenn die Welt mit ihren Prinzipien ihren Stempel auf unser Gehirn drücken darf, dann werden wir den Willen Gottes nicht verstehen. Er sagt, der Paulus: „Passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes.“ Ein neues Herz, ein reines Herz, wie David betet: „Lasst euch verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ Halten wir fest: Gottes Wille ist gut und wohlgefällig und vollkommen. Gott möchte das Gute, er möchte das, was wohlgefällt, er möchte das Vollkommene. Aber das kann ich nur erkennen, wenn mein Sinn erneuert ist, wenn ich ein neues Herz habe. Wir können nicht mal selbst unser Herz wandeln. Der Paulus sagt: „Sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes.“ Metamorphousthe im Griechischen. „Lasst euch eine Metamorphose an. Lasst zu, dass eine Metamorphose in eurem Herzen stattfindet, damit ihr prüfen könnt, damit ihr erkennen könnt, was Gottes Wille ist, der gut und wohlgefällig und vollkommen ist.“ Nur mit einem neuen Herz, mit einem erneuerten Sinn können wir Gottes Willen erkennen.

[7:05] Kolosser Kapitel 1 und dort Vers 9. „Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht.“ Paulus sagt: „Ich bete dafür, dass ihr Gottes Willen erkennt.“ Sei ein Anliegen, dass wir haben dürfen, dass wir haben sollen, zu erkennen mit geistlicher Weisheit und Einsicht, mit Verständnis, was will denn Gott eigentlich? Denn nur wenn wir verstehen, was Gott will, dann können wir auch mit Überzeugung beten: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“ Dieses Gebet soll nicht einfach ein sein: „Na ja, wir kapitulieren und jetzt mach mal, was du denkst.“ Nein, so nicht gemeint, sondern wenn wir verstehen, was Gottes Wille ist, dann können wir mit Überzeugung, mit Entschiedenheit beten: „Herr, wir wünschen uns so sehr, dass dieser dein Wille auf dieser Erde so geschieht, wie auch im Himmel.“

[8:21] In Psalm 40 und dort Vers 9 wird uns prophetisch ein Mensch vorgestellt, der den Willen Gottes tat, und zwar nicht ab und zu, sondern jedes Mal: der Messias. Jesus Christus hat in allem, was er tat, den Willen Gottes getan. Psalm 40, Vers 9: „Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich.“ Jesus hat nicht einfach nur den Willen Gottes getan oder hat ihn nicht getan, weil er keine andere Chance hatte oder weil er einfach musste, sondern weil es sein Wunsch war. Gott möchte nicht, dass wir beten und sagen: „Ja, eigentlich möchten wir was anderes, aber weil wir Angst haben, beten wir jetzt einfach mal: Dein Wille geschehe.“ Nein, er wünscht sich, dass wir in unserem Gespräch mit ihm zu dem Punkt kommen, dass wir uns seinen Willen unseren.

[9:27] Psalm 40, Vers 9: „Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.“ Wenn Gottes Charakter, wie er in seinem Gesetz deutlich wird, in unserem Herz ist, wenn der Heilige Geist das Gesetz Gottes in mein Herz schreiben darf, die Prinzipien des Reiches Gottes, die Prinzipien des Gesetzes in meinem Denken verankert, dann begehre ich auch den Willen Gottes. Im neuen Bund schreibt Gott sein Gesetz in unser Herz. Im neuen Bund kann ein Mensch wirklich mit Überzeugung sagen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.“

[10:17] Jesus hat auf Erden gezeigt, dass er den Willen Gottes getan hat. In Johannes 4 und dort Vers 34 sagt er, was das für ihn bedeutet hat, Gottes Willen zu tun. Und ich glaube, das ist ein völliger Perspektivwechsel, den wir brauchen, damit wir dieses Thema richtig erleben können in unserem Leben. Johannes 4, Vers 34: „Jesus spricht zu ihnen, zu den Jüngern: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe.“ Es war nicht nur ein Wunsch auf seiner Wunschliste, es war ihm so wichtig, dass er davon buchstäblich gelebt hat, den Willen Gottes zu tun. Es war ihm so ein Anliegen. Er sagt: „Ich, so wie ein Mensch auf Dauer nicht ohne Essen auskommt, so kann ich gar nicht ohne den Willen Gottes in meinem Leben auskommen. Gottes Willen zu tun ist mein täglich Brot, davon lebe ich.“ Und wenn Jesus davon lebte, den Willen des Vaters zu tun, weil der so gut und so wohlgefällig und so vollkommen ist, dann verstehen wir auch, was er eigentlich vorhat, wenn er uns lehrt zu sagen: „Dein Wille geschehe.“ Er möchte, dass wir diese Erfahrung machen, wie gut und wohlgefällig und wie vollkommen der Wille Gottes ist, dass wir auch davon leben, von dem Willen Gottes.

[11:57] Können wir den Willen Gottes tun, oder ist das ein unerreichbares Ideal, wo man sagt: „Na ja, das wäre ja schön, wenn das klappen könnte. Leider klappt's sowieso nicht.“ Manchmal haben wir diese Einstellung bewusst oder unbewusst. Aber die Bibel sagt uns ganz deutlich, unmissverständlich etwas anderes. In Hebräer 13 und dort Vers 21. Wir lesen ab Vers 20. Dort sagt der Paulus: „Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes.“ Da haben wir diesen neuen Bund. „Er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ Paulus sagt: „Ich wünsche euch, dass ihr das erlebt, dass Gott euch zurüstet, dass er euch ausrüstet mit allem, was ihr braucht, um den Willen Gottes in eurem Leben zu tun, und zwar durch Jesus, durch Jesus und durch das Wirken Gottes in unserem Leben können wir den Willen Gottes tun, denn er rüstet uns völlig aus. Wenn Gott uns die Ausrüstung dafür gibt, seinen Willen zu tun, dann fehlt es uns an nichts. Nicht so, dass da die Hälfte fehlt. Wir sagen: „Ja, wie soll ich das jetzt machen?“, sondern Gott ist in der Lage, uns alles zu geben, was wir brauchen, damit wir mit Freude seinen Willen tun. Und da bekommt das Gebet „Dein Wille geschehe“ eine ganz neue Tiefe.

[14:04] Matthäus 7, Vers 21. Das ist kein Nebenthema, das ist absolut entscheidend. Am Ende der Bergpredigt sagt Jesus in Matthäus 7, Vers 21: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ Das ist das Kriterium. Jemand sagt: „Aber ist nicht der Glaube das Kriterium?“ Ja, genau. Denn wer Jesus glaubt, wer Gott glaubt, glaubt ihm ja das, was Gott gesagt hat. Und Gott hat gesagt, dass wir in seiner Kraft und durch Jesu Vermittlung, durch das Blut Jesu am Kreuz, durch seinen Mittlerdienst, durch den Heiligen Geist, dass wir seinen Willen tun können. Wer Gott glaubt, wird auch seinen Willen tun, denn er betet nicht mehr: „Herr, mein Wille möge geschehen“, sagt: „Dein Wille möge geschehen.“ Und wenn wir beten: „Dein Wille“, wir sind nicht aufgefordert, einfach selbst zu versuchen, Gottes Willen zu tun und dann zu beten: „Herr, schau mal, wie toll ich deinen Willen getan habe.“ Nein, nein, nein, nein, nein. Wir sind aufgerufen, Gott zu bitten: „Dein Wille geschehe.“ Und ganz ehrlich, wenn wir Gott von Herzen aufrichtig bitten, dass sein Wille geschieht, können wir ernsthaft glauben, dass Gott das nicht erhört? Können wir ernsthaft glauben, dass Gott sagt: „Ja, das geht aber nicht.“ Er sagt: „Sollte mir etwas unmöglich sein?“ Auch wenn uns es vielleicht unmöglich erscheint, dass Gottes Wille in unserem Leben Realität wird, wenn wir ihn bitten, wird er es uns nicht geben? Jesus fordert uns nicht auf, aus eigener Kraft zu versuchen, einen Standard zu erreichen. Jesus fordert uns auf, im Glauben zu vertrauen, dass Gottes Wille gut, wohlgefällig, vollkommen ist und darum zu bitten: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch in meinem Leben, nicht nur irgendwo auf dieser Erde, sondern in meinem Herzen.“ Wenn wir beten: „Lieber Vater im Himmel, dein Wille geschehe in meinem Herzen“, wird Gott nicht dieses Gebet in jedem Fall erhören?

[16:41] Da haben wir damit zu kämpfen, dass unser eigener Wille vom Willen Gottes abweicht. Und das kannte Jesus auch. Matthäus 26 und dort ab Vers 38. Da sprach er zu ihnen. Er hat ja Petrus und Jakobus und Johannes mit sich genommen. Und es heißt in Vers 37: „Und er fing an betrübt zu werden und ihm graute sehr.“ Da spricht er zu ihnen: „Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir.“ Er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater.“ Wie sollen wir beten? „Unser Vater, der du bist im Himmel.“ Er betet genauso: „Mein Vater.“ Und jetzt kommt sein Anliegen: „Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber.“ Lieber Freund, liebe Freundin, wir dürfen unser ganzes Herz vor Gott ausschütten. Jesus unter der Last der gesamten Sünde der Welt, die auf ihn jetzt gelegt wurde in einem besonderen Sinne hier im Garten Gethsemane, war bis zum Tode betrübt.

[18:01] Und es fühlte sich ganz furchtbar an. Und wenn Jesus auf seine Gefühle gebaut hätte, wenn Jesus seine Entscheidung nach seinen Gefühlen, nach seinen Eindrücken, nach den Umständen entschieden hätte, dann wäre er jetzt in den Himmel aufgestiegen, gesagt: „Okay, das mache ich nicht.“ Aber Jesus hatte sich einmal entschieden, auf diese Erde zu kommen. Es war mal sein Wille gewesen, Gott ganz einen Gefallen zu tun, sozusagen, damit Gott den Menschen die Erlösung geben kann. Er hat sich entschlossen, er hatte den Vater darum gebeten, dass er Erlöser sein kann. Es war sein Wunsch gewesen. Kennst du das, dass du manchmal von ganzem Herzen Jesus folgen möchtest und drei Wochen später findest du dich in einer Versuchung? Du weißt gar nicht mehr, warum du Gott eigentlich folgen willst. Aber es war dein Wunsch gewesen. Und dann plötzlich die Versuchung so stark, der alte Mensch klopft so stark wieder an die Tür und es scheint so zu sein, als ob jetzt Gottes Willen zu folgen ein großes Opfer ist, eine schwere Sache. Vielleicht verlieren wir aus den Augen, was wir einmal schon wollten. Die Sünde und die Angriffe Satans können uns von unseren eigenen Entscheidungen, unseren eigenen Wünschen, eigentlichen Wünschen so trennen, dass wir das nicht mehr sehen, was eigentlich gut für uns ist.

[19:57] Gethsemane. Und Jesus hatte nicht damit zu kämpfen, dass der alte Mensch wieder in seinem Herzen hochkommen will. Nein, nein, nein, Jesus hatte nicht damit zu kämpfen, dass er jetzt gegen Gott rebellieren wollte. Aber Jesus hatte damit zu kämpfen, ob er wirklich den Willen Gottes tun wollte. Und so stellt sich Jesus die Frage: „Mein Wille oder dein Wille?“

[20:32] Und die Entscheidung, die fällt in Vers 39: „Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Ich glaube, Jesus hat sich daran erinnert, dass jedes Mal, wenn Gottes Wille in seinem Leben sich realisieren durfte, das war jedes Mal, war der Gottes, war Gottes Wille immer gut, er war immer wohlgefällig, war immer vollkommen. Und jetzt, wo es so schlimm aussah, jetzt, wo er nicht mehr sehen konnte, wie das zu einem guten Ende führen könnte, jetzt hat er im Glauben daran festgehalten, dass obwohl die Stunde so dunkel ist, obwohl er so eine Angst hatte und obwohl er selbst etwas anderes sich gewünscht hatte, da hat er daran festgehalten, dass Gottes Wille der beste ist, Gottes Wille wohlgefällig ist, Gottes Wille vollkommen ist und im Glauben gesagt: „Ich wünsche mir, dass dein Wille geschieht, denn obwohl ich es nicht sehe und obwohl ich es nicht fühle und nicht verstehen kann, glaube ich mit nacktem Glauben, dass das das Beste auch für mich ist.“ „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden“, ist ein Ausdruck des Glaubens.

[22:01] In der Ewigkeit wird Jesus sich für alle Ewigkeit freuen, dass er an dieser Stelle Gottes Willen und nicht seinen eigenen Willen gewählt hat. Und wenn wir dieses Gebet ernst nehmen in unserem Leben und beten nicht: „Mein Wille geschehe“, sondern „Dein Wille“, und zwar nicht einfach aus Pflicht oder weil man das jetzt so sagen sollte, sondern aus Überzeugung, dass das der gute und der wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. Wenn wir das so beten, dann werden wir auch einmal feststellen: Das war die beste Entscheidung, die wir treffen.

[23:00] Apostelgeschichte 13 und dort Vers 20. Da heißt es hier: „Und nachdem er ihn abgesetzt hatte, erweckte ihnen David zum König, von dem er auch Zeugnis gab und sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn des Isai, einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen tun wird.“ Ein Mensch, der Gottes Willen in seinem Leben tun möchte, ist ein Mensch nach dem Herzen Gottes. Epheser 6 und dort Vers 6. Wir lesen ab Vers 5: „Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern in Einfalt eures Herzens als dem Christus. Nicht mit Augendienerei, um Menschen zu gefallen, sondern als Knechte des Christus, die den Willen Gottes von Herzen tun, auch in unangenehmen Lebensumständen.“ Und niemand wird sich von Herzen wünschen, ein Sklave zu sein, ein Knecht zu sein, unfrei zu sein. Auch in Lebenssituationen, die bei weitem nicht dem entsprechen, was Gott sich ursprünglich für uns gedacht hat, können wir von Herzen Gottes Willen tun, wenn wir verstanden haben, dass Gott unser Herr ist, dass Christus unser wahrer Herr ist und dass er in allen Lebensumständen die Kontrolle über unser Leben hat.

[24:34] Was ist jetzt Gottes Wille, fragt sich vielleicht der ein oder andere? Was ist es, wenn wir beten, wenn wir sagen: „Dein Wille geschehe.“ Wir haben schon gesehen, das können wir nur erkennen, wenn unser Herz vollständig transformiert ist, nicht nur ein bisschen verbessert, sondern wenn wir ein neues Herz haben, wenn der Geist Gottes unser Herz erfüllt. Und dann finden wir in der Bibel ein paar sehr interessante Aussagen. Wir wollen ein paar hier erwähnen.

[25:03] 1. Thessalonicher Kapitel 4 und dort Vers 3: „Denn das ist der Wille Gottes: eure Heiligung.“ Und Heiligung bedeutet, dass Gott in unserem Leben wohnen möchte, dass er gegenwärtig ist. So wie der Staub in der Nähe des brennenden Dornbuschs heilig war, weil Gott gegenwärtig war, sollen wir heilig sein, weil Gott heilig ist. Nicht weil er dort in der Ferne heilig ist, sollen wir uns selbst auch irgendwie heilig machen, sondern er möchte bei uns sein, in uns wohnen und durch seine Gegenwart uns heiligen. Das ist sein Wille. Sein Wille ist, dass er in unserem Herzen tatsächlich wohnen kann und sich wohlfühlen kann. Und das bedeutet, wie es hier heißt, dass ihr euch der Unzucht enthaltet, dass Sünde in unserem Leben entfernt wird, entfernt werden darf, dass wir nicht gleichzeitig in Sünde leben und der Sünde frönen und dann versuchen, irgendwie trotzdem noch mit Gott eine Beziehung zu haben. Das geht nicht. Gottes Wille ist, dass wir die Unzucht – und das ist sicherlich ein Beispiel von mehreren, die man anführen könnte – dass wir diese aus unserem Leben durch Gottes Geist entfernen lassen.

[26:10] Ein anderer Wunsch Gottes, und wir sehen, sein Wille hat verschiedene Dimensionen, verschiedene Aspekte. In 1. Thessalonicher 5 und dort Vers 18: „Seid in allem dankbar, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ Er wünscht sich, dass wir immer dankbar sind. Ich möchte persönlich für mich lernen, dankbarer zu sein. Nein, in allem dankbar zu sein, auch in den Dingen, die uns menschlich nicht gefallen.

[26:42] Noch ein Wille Gottes für unser Leben. 1. Petrus 2, Vers 15: „Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutes tun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt.“ Gott möchte nicht, dass wir Gutes tun, um ihn zu beeindrucken. Nein, nein, nein, denn wir tun ja nur seine Werke, wenn wir wirklich Gutes tun, so wie Epheser 2, Vers 10 sagt: „Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ Natürlich möchte Gott, dass wir die guten Werke tun, weil er hat sie ja für uns gemacht. Und wenn wir etwas für jemanden machen, dann wünschen wir auch, dass jemand das annimmt oder dass jemand das benutzt. Wenn wir jemandem ein Geschenk machen, dann wünschen wir uns ja, dass dieser Mensch dieses Geschenk...

[27:39] dieser Mensch, dieses Geschenk auch anwendet. Gott hat für uns gute Werke vorbereitet, deswegen ist es natürlich sein Wille, dass wir diese guten Werke auch tun, damit andere Menschen Gottes Wirken in unserem Leben sehen.

[27:54] Dein Wille geschehe. Wenn wir das beten, dann beten wir: Herr, mache du, dass ich heilig werde. Heilige mich durch und durch, so wie es in 1. Thessalonicher steht, Kapitel 5, Vers 23: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus.“ Er soll uns ganz heiligen. Das ist der Wunsch, wenn wir bitten: „Dein Wille geschehe.“ Dann bitten wir, dass Gott uns die Kraft schenkt durch seinen Heiligen Geist, die Unzucht und alle anderen Sünden aus unserem Leben entfernen zu lassen. Dann wünschen wir uns, dass wir Dankbarkeit in allen Situationen bekommen. Dann wünschen wir uns, dass wir die guten Werke, die er schon vorbereitet hat, dass wir sie tatsächlich in seiner Kraft auch tun. Das wünschen wir uns, wenn wir sagen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.“

[29:02] Nun, wie geschieht der Wille Gottes im Himmel? Wir sind gleich am Ende, zwei Verse noch, zwei Bibelstellen: Psalm 103. Im Himmel geschieht der Wille Gottes, und er geschieht durch Engel, die diesen Willen gerne tun. Psalm 103 führt uns das interessanterweise vor Augen. Psalm 103 und dort Vers 19 bis 21: „Der Herr hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Königsherrschaft regiert über alles. Lobt den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausführt.“ Es sind keine Arbeitssklaven, die Gottes Willen ausführen, sondern sind starke Helden, die das freiwillig tun. Alle, die es nicht mehr tun wollten, haben den Himmel ja verlassen. „Ihr starken Helden, die seinen Befehl ausführt, Gehorsam der Stimme seines Wortes. Lobt den Herrn, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut.“

[30:05] Im Himmel wird der Wille Gottes durch Engel ausgeführt. Und was ist die Grundlage ihres Dienstes? Wie führen sie diesen Dienst aus? In Hebräer 1, Vers 14 heißt es von diesen starken Helden, die stärker als wir sind, mehr Wissen, weitaus mehr Lebenserfahrung haben als wir. Das heißt über sie in Vers 14: „Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum um derer Willen, welche das Heil erben sollen?“ Diese starken Helden, von denen jeder über uns herrschen könnte und wir wären sehr beeindruckt. Diese starken Helden dienen uns, helfen uns, führen uns zurück auf den richtigen Weg, erinnern uns, ermahnen uns. Diese starken Helden führen Gottes Willen aus, indem sie uns, die wir körperlich, mental, geistlich ihnen unterlegen sind, indem sie uns helfen und dabei noch nicht mal so sehr auf sich aufmerksam machen. Wir sehen sie nicht einmal. Und doch, während wir hier sprechen und zuhören, sind Engel Gottes damit beschäftigt, diese Wahrheiten uns ganz tief einzudrücken. So geschieht der Wille Gottes nicht nur im Himmel, sondern auch auf Erden. Wir sollten von diesen Engeln lernen. So wie die Engel Menschen helfen, die geringer sind als sie, so wie Jesus, der König der Könige des Universums ist und Mensch wurde, um am Jakobsbrunnen einer Frau den Weg zum Leben zu weisen, und dann sagte: „Meine Speise ist es, den Willen Gottes zu tun.“ So tun wir den Willen Gottes, wenn wir denen helfen, die vielleicht weniger wissen als wir, die vielleicht weniger Privilegien haben, die vielleicht in schlimmeren Umständen leben, die vielleicht mehr gesündigt haben als wir, wenn man das überhaupt messen kann. Menschen, die vielleicht nach einem menschlichen Gesichtspunkt uns unterlegen sind, wenn wir, ohne dass wir selbst auf uns aufmerksam machen, ihnen dienen, der Wille Gottes. Denn so ist Gott selbst. Und dieser Wille ist gut, er ist wohlgefällig und er ist vollkommen.

[32:24] Im Buch „Gedanken vom Berg der Seligpreisung“ heißt es über die Engel: „In ihrem Dienst sind die Engel keine Knechte, sondern so wie Söhne. Es gibt eine vollkommene Einheit zwischen ihnen und ihrem Schöpfer. Gehorsam ist für sie keine Last. Liebe für Gott bewirkt, dass ihr Dienst eine Freude ist. So wird in jeder Seele, in der Christus, ähm, die Hoffnung der Herrlichkeit wohnt, seine Worte werden ein – also die Worte Christi – ein Echo [Musik] finden: „Ich begehre deinen Willen zu tun, mein Gott, ja, dein Gesetz ist in meinem Herzen.“ Wenn wir diese Einstellung durch Gottes Geist in unserem Herzen haben, dann beten wir so, wie wir atmen: „Dein Wille geschehe.“ Dann ist das nicht eine neue Option, die wir ab und zu mal ziehen, ein Joker, sondern dann ist das so wie unsere Speise, so die Luft, die wir atmen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden und auch in meinem Leben.“ Ist das dein Wunsch?

[33:42] Lasst uns noch gemeinsam beten. Darum, lieber Vater im Himmel, du hast uns gelehrt, dass wir dich Vater nennen dürfen. Und Herr, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du durch deinen Heiligen Geist uns gesprochen hast. Herr, erneuere unseren Sinn, erschaff uns ein reines und neues Herz, dass wir erkennen, wie gut und wohlgefällig und vollkommen dein Wille ist, dass wir aus Erfahrung, so wie Jesus, auch dann uns für deinen Willen entscheiden, wenn menschlich gesehen alles dagegen zu sprechen scheint, weil wir aus Glauben wissen: Dein Wille ist das Beste. Herr, hilf uns, dass dein Wille für uns wie das täglich Brot wird, dass wir von den Engeln lernen zu dienen, weil es uns Freude macht, weil es nichts Schöneres gibt, als mit dir verbunden zu sein. Herr, dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Worte können das nicht ausdrücken, wie sehr wir dir danken, dass du uns so sehr lieb hast und dass du so sehr für uns wirkst, dass du uns so nah bist. Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.