[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“. Nach längerer Sommerpause melden wir uns wieder zurück hier aus Stuttgart-Wangen. Herzlich willkommen alle, die ihr zuschaut auf joelmedia.tv.de. Herzlich willkommen euch, die ihr heute da seid. Wir wollen weiter studieren im Leben von Jesus und heute mit einer wirklich wichtigen Geschichte weitermachen, nämlich der Erwählung der zwölf Apostel. Bevor wir beginnen, wollen wir niederknien für ein Anfangsgebet.
[1:08] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und möchten dich bitten, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Wir möchten dich bitten, dass wir alles zurücklassen können, was dich hindern könnte, uns zu segnen, und dass wir in unseren Gedanken uns ganz auf dich konzentrieren, dass dein Wort seine Kraft entfalten kann, dass wir von dir lernen und dass wir Neues entdecken in dem, was du uns heute sagen möchtest. Bitte gib, dass wir uns persönlich angesprochen fühlen, dass wir die Kraft erkennen, die uns hilft, das auch umzusetzen, was du uns heute zeigst. Führe du uns und leide du uns und segne uns nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu, Amen.
[1:59] Also, als wir vor der Sommerpause aufgehört haben, haben wir in einer Geschichte in Markus 3 aufgehört. Das war weniger eine Geschichte, als vielmehr eine Beschreibung der Popularität von Jesus. Könnt ihr euch daran erinnern? Als wir gesagt haben, dass Menschen aus ganz Israel, Norden, Süden, Osten, sogar aus den Gegenden von ehemals Edom, aus Edomäa und aus der Gegend von Tyrus und Sidon, also schon aus dem Ausland gekommen waren, die Leute waren völlig begeistert. Die Menschenmassen folgten ihm nach und diese Bewegung war gewachsen in einer Art und Weise, dass Jesus als einzelne Person das schon bald gar nicht mehr händeln konnte.
[2:56] Und die nächste Geschichte interessanterweise, nach dieser Beschreibung seiner Popularität in Markus 3, Verse 7 bis 12, wo er viele heilt und die Menschen ihm nachlaufen, die nächste Geschichte jetzt, der nächste logische Schritt, nachdem so viele Menschen Teil der Bewegung werden, ist, dass Jesus zwölf Apostel benennt aus seinen Jüngern. Sozusagen als der erste Schritt in der formalen Organisation der Gemeinde. Bis jetzt hat er im Prinzip nur die Botschaft gepredigt und Jünger um sich gescharrt und jetzt beginnt er mit dem ersten Schritt, eine dauerhafte Organisation zu schaffen, die Kirche zu gründen. Bevor wir aber das in Markus anschauen, wollen wir den Parallelbericht anschauen. Also uns beschäftigen heute Markus 3, Verse 13 bis 19 und der Parallelbericht in Lukas Kapitel 6, Verse 12 bis 16.
[3:58] Fangen wir mal in Lukas 6 an, um diese Geschichte von der Erwählung der Apostel zu verstehen. Lukas Kapitel 6, ab Vers 12. Dort heißt es: „Es geschah aber in jenen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten, und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott.“ Frage an euch: Warum hat Jesus gebetet? Was meint ihr?
[4:44] Die Geschichte beginnt mit der Idee, dass Jesus betet. Warum? Warum betet Jesus? Jesus wusste um die Abhängigkeit von seinem Vater. Ja, gibt es vielleicht noch andere Gründe? Er brauchte die Gemeinschaft mit Gott, um sich auf die Herausforderungen des nächsten Tages vorzubereiten. Also er hat ja immer jeden Morgen, ist ja sehr früh aufgestanden, hat noch im Dunkeln gebetet, aber hier steht er nicht früh morgens auf. Er schläft gar nicht erst ein. Er betet die ganze Nacht durch. Das hat Jesus nicht ständig gemacht, ansonsten hätte er gar nicht predigen können. Er wäre irgendwann tot gewesen. Aber hier gibt es einen besonderen Grund für das Beten. Er betet, er weiß, am nächsten Tag möchte er diese Apostel wählen. Das ist auf jeden Fall ein sehr wichtiger Grund, einer der wichtigsten vielleicht überhaupt.
[6:05] Interessant ist aber auch der Zusammenhang. Schaut mal in den Vers zuvor. Welche Umstände gab es gerade im Leben von Jesus? Wir hatten das ja schon in einer vorigen Folge betrachtet. In Lukas 6, Vers 11. „Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich miteinander, was sie Jesus antun könnten.“ Mit anderen Worten: Während Jesus so populär ist, haben die Pharisäer und Schriftgelehrten ein Ziel: „Wir wollen Jesus umbringen.“ Ich weiß nicht, ob jemand von uns schon mal erlebt hat, wie es ist, wenn einem das Leben, wenn einem nach dem Leben getrachtet wird. Wir kennen auf jeden Fall das Gefühl, wenn uns Leute böse sind, oder? Wenn sie uns schaden wollen, wenn sie schlecht über uns reden und dann fühlt man sich manchmal schon sehr angespannt, oder? Und Jesus war hier in einer äußerst prekären Situation und er betet nicht nur ein paar Minuten, die ganze Nacht.
[7:02] Das ist ein bisschen die Erfüllung von einem interessanten Psalm. Schaut mal in den Psalm 109 und dort heißt es: „Sie umringen mich mit gehässigen Worten und bekämpfen mich ohne Grund dafür, dass ich sie liebe. Sind sie mir Feind?“ Das passt gut auf Jesus, oder? Er liebt sie, sie hassen ihn dafür, dass er sie liebt. Sie bekämpfen ihn ohne Grund und jetzt schaut mal die Reaktion: „Ich aber bete.“ Also David als Vorschatten auf Jesus erlebt es, wie er angefeindet wird ohne Grund, dass die, die ihm Feind sind, dass Leute ihm Feind sind, obwohl er sie liebt und als Reaktion darauf betet er.
[8:05] Jetzt in Lukas finden wir dasselbe. Leute hassen Jesus ohne Grund, weil im Gegensatz zu David war Jesus nun wirklich sündlos. Es gab keinen Grund, Jesus zu hassen, oder? Aber sie haben ihn gehasst, sie haben ihm nachgestellt und Jesus betet. Interessant, dass dieses Gebet von Jesus quasi in zwei Richtungen funktioniert. Das eine ist, er wird verfolgt und deswegen betet er. Das andere ist, er will die Gemeinde organisieren, er will Leiter wählen und auch deswegen betet er. Das ist interessant, weil er weiß, er wird nicht ewig auf dieser Erde leben. Er wird irgendwann gehen müssen, er wird getötet werden, aber andere müssen das Werk weiterführen.
[8:57] Also Jesus, interessanterweise, als er selbst angegriffen wird, denkt er nicht nur an sich und sagt: „Oh, was mache ich nur, wie werde ich das überleben?“ Nein, er stellt sich die viel wichtigere Frage: „Wie wird dieses von mir begonnene Werk weitergeführt werden?“ In der Zeit der Verfolgung betet er nicht nur um persönlichen Schutz, sondern um Weisheit, um die Menschen zu finden, die sein Werk weiterführen können, die Gemeinde. Also die Organisation der Gemeinde, dieser erste Schritt wächst auf dem Boden dieser Geschichte von der Verfolgung. Jesus betet die ganze Nacht.
[9:34] Und es gibt einen schönen Text in der Bibel über das Gebet von Jesus in Hebräer 5, Vers 7. Hebräer 5 und dort Vers 7. Da sieht man, dass Jesus wirklich gerungen hat im Gebet. Schaut mal, Hebräer 5, Vers 7, da heißt es: „Dieser hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem da gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte, und ist auch erhört worden um seiner Gottesfurcht willen.“ Wenn man das hier im Hinterkopf hat, dass Jesus verfolgt wurde, dann versteht man auch, warum er so gebetet hat, oder? Warum er solch eine Intensität in das Gebet gelegt hat, damit der, der ihn aus dem Tod erretten konnte, nicht mehr von der Verfolgung, zu dem er gebetet hat.
[10:31] Und das war die Grundlage dann seiner Entscheidung, wen er für diese Ämter einsetzen würde. Jesus hat wirklich intensiv gebetet vor dieser wichtigen Entscheidung. Nun, schauen wir zurück zu Lukas. Lukas 6 und dort Vers 13. Also Jesus betet die ganze Nacht. Und dann lesen wir in Lukas 6, Vers 13: „Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und er wählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte.“
[11:17] Also Jesus betet die ganze Nacht und dann wird es Tag. Die Sonne beginnt langsam ihre ersten Strahlen auf den See Genezareth und auf die Hügel dort zu werfen. Übrigens, er hat auf dem Berg gepredigt und es ist wahrscheinlich derselbe Berg, auf dem er kurz danach die Bergpredigt gehalten hat. Wir werden sehen, dass die Bergpredigt das Nächste ist, was er dann predigt, nachdem er diese zwölf Apostel bestimmt hat. Das heißt, er betet und dann kommt der Tag und er ruft jetzt die Jünger. Man sieht also, dass das Gebet eine Vorbereitung gewesen ist.
[11:59] Wie viele Jünger ruft er zu sich hier in Vers 13? Wie viele Jünger ruft er? Er ruft alle Jünger und aus den Jüngern wählt er zwölf. Das heißt, die logische Schlussfolgerung: Es gab mehr als zwölf, ansonsten hätte er nicht zwölf raussuchen können. Also halten wir fest: Es gibt hier zwei Schritte. Der erste ist, dass er Jünger ruft, also Leute, die ihm nachgefolgt sind, er ruft sie alle zu sich auf den Berg. Kommt zu mir. Und aus diesen Jüngern wählt er jetzt zwölf Apostel. Das heißt, es gab einen größeren Kreis an potenziellen Kandidaten sozusagen.
[12:53] Übrigens, was haben denn diese Jünger getan in der Nacht, inklusive der dann zwölf Apostel? Was haben die gemacht in der Nacht? Geschlafen, genau. Das ist interessant, nicht wahr? Keiner von ihnen wusste, dass ab dem nächsten Tag sie als Grundpfeiler der christlichen Kirche ordiniert werden würden. Keiner von diesen zwölf ahnte, dass von dem nächsten Tag an sie eine Position haben werden, die bis in die Ewigkeit eine Bedeutung hat, denn ihre Namen werden ja auf den Grundsteinen, auf den Fundamenten von Neu-Jerusalem stehen. Also Apostel zu sein von Jesus ist eine der größten Aufgaben, die es überhaupt gab. Vielleicht die größte Aufgabe. Ellen White sagt, das war die größte Aufgabe, die ein Mensch je bekommen hat, direkt nach der Aufgabe Jesu. Aber 24 Stunden hatten sie keine Ahnung davon und haben einfach nur geschlafen. Während sie schliefen, war Jesus wach und hat für sie gebetet.
[13:56] Das ist interessant, weil die Frage ist: Wie komme ich zu meiner besonderen Aufgabe im Leben, die Gott für mich vorgesehen hat? Während ich noch schlafe, während ich mir keine Gedanken mache, was Gott vielleicht vorbereitet hat, ist Jesus schon dabei, für mich zu bitten. Er ist lebendig, während ich schlafe und jetzt ruft er sie zu sich. Er weiß schon, wen er rufen will. Sie wissen das noch nicht, aber er ruft sie jetzt und sie kommen zu ihm.
[14:22] Aus dem Kreis der Jünger gab es da einige, die schon ein bisschen hervorgehoben waren, die mehr mit Jesus aktiv waren und schon einiges mit ihm erlebt hatten? Gab es da ein paar, die schon mit Namen bekannt waren, die in einer besonderen Art und Weise sozusagen als Vollzeitmitarbeiter schon mit ihm gelaufen waren? Ja, also zählen wir mal auf alle, die wir schon mit Namen kennen, die schon in den bisherigen Geschichten erwähnt worden sind, die erst als Teilzeitarbeiter und dann als Vollzeitarbeiter ihm nachgefolgt sind. Das war Petrus und wer noch? Johannes und? Andreas und? Also schreiben wir sie mal kurz auf. Wir haben Johannes, Petrus, wer noch? Matthäus, Philippus haben wir schon gehabt. Ja, wer noch? Mit Namen. Jünger Jesu, die wir schon mit Namen kennengelernt haben. Jakobus, genau, Bruder von Johannes und? Philippus haben wir schon. Johannes, Petrus, Jakobus, Matthäus, Philippus. Uns fehlt noch der Bruder von Petrus, das war nämlich der Andreas, nicht wahr? Als einer der ersten beiden. Johannes und Andreas waren ja die ersten, könnte ich erinnern. Johannes 1. Und uns fehlt noch einer, der unter dem Feigenbaum saß, den Philippus gefunden hat. Nathanael.
[16:23] Diese sieben Namen sind uns schon aus der bisherigen Chronologie bekannt und Ellen White sagt, dass von all den Jüngern diese sieben quasi den engsten Kontakt mit Jesus hatten. Es gab zwar viele Jünger, die ihm ab und zu nachfolgten, aber diese sieben waren quasi wie so der innere Kreis, das waren so die wichtigen Jünger. Es waren eigentlich sieben Jünger, die bisher hatte, die in einem besonderen Maße Vollzeit ihm gefolgt sind und von diesen sieben Jüngern, sagt sie, waren drei noch viel intensiver mit Jesus zusammen, hatten noch mehr mit ihm erlebt und noch mehr Wunder gesehen. Und wer waren diese drei, die den engsten Kontakt hatten zu Jesus aus den sieben? Johannes, Petrus und Jakobus, genau. Die drei waren also quasi von den sieben noch näher, hatten noch mehr Zeit mit Jesus verbracht, standen ihm noch näher. Und dann sagt sie, von den dreien war einer noch mal ganz besonders Jesus nahe, der war so wirklich der Allernächste, das war Johannes. Und von Johannes wissen wir auch, er war der Jüngste.
[17:31] Also vor diesem Tag sah die Struktur der Jünger Jesus so aus: Er hatte eine ganze Reihe Jünger, davon sieben, die wir mit Namen kennen, die mehr und definitiver seine Jünger waren und zum Teil Vollzeit schon ihm folgten als seine Nachfolger und seine Mitarbeiter. Und von diesen sieben waren drei so der innere Kreis und der Jüngste Johannes, der war ständig neben ihm, der hat alles aufgesogen wie ein Schwamm. Und das war sozusagen quasi die bisherige Gemeindestruktur. Da war Jesus, Johannes, dann Petrus, Jakobus und dann Matthäus, Philippus, Andreas, Nathanael, aber das war noch keine, wirklich mit Autorität versehen.
[18:10] Und jetzt ruft er aus diesem Gesamtkreis der Jünger, wie viele Personen in eine spezifische Rolle? Wie viele Personen ruft er? Nach Vers 13, Lukas 6, Vers 13, er ruft wie viele? Zwölf. Warum zwölf? Warum nicht 13?
[18:34] Die zwölf sind eine eindeutige Parallele zu den zwölf Stämmen Israels und Jesus macht da auch gar kein Geheimnis draus. Schaut mal in Lukas 22, er sagt das später, Vers 29 und 30. Mit den zwölf Aposteln sagt Jesus, dass er jetzt quasi das echte, das geistliche Israel wiederherstellt. Er sagt: „Ich beginne jetzt das Volk Gottes erneut zu strukturieren. Damals gab es zwölf Stämme, es wird zwölf Apostel geben.“ Lukas 22, Verse 29 und 30, schaut mal, steht ganz eindeutig da. Lukas 22, 29, 30: „Und so übergebe ich euch ein, was ein Königtum, wie es mir mein Vater übergeben hat, so dass ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.“
[19:33] Das heißt, die zwölf Apostel sind zwölf Richter im alttestamentlichen Sinn. Die Richter waren ja auch so quasi Führer des Volkes. Zwölf Richter, zwölf Könige sozusagen, nicht im weltlichen königlichen Sinn, sondern im geistlichen königlichen Sinn für die zwölf Stämme Israels. Und die zwölf spielt in der Offenbarung auch eine große Rolle, oder? Wir haben schon gesagt, die zwölf Fundamente Neu-Jerusalems tragen alle die Namen der Apostel. In Offenbarung 12 finden wir die Frau, die reine Frau, bekleidet mit Sonne, Mond und zwölf Sternen.
[20:18] Zwischen dem alten Israel und der neutestamentlichen Gemeinde besteht eigentlich eine ganz starke Kontinuität. Die zwölf Apostel waren jetzt einer der ersten Schritte Jesu zu sagen: „Was ich hier gründe, ist nicht einfach nur eine Reformbewegung. Das ist das eigentliche Israel.“ Zwölf. Und Ellen White sagt, so wie die zwölf Patriarchen, das heißt die zwölf Gründer der zwölf Stämme, waren sie die Repräsentanten oder sollten sie die Repräsentanten des Volkes Gottes sein.
[20:57] Was heißt denn eigentlich Apostel? Gesandter, genau, oder das heißt auch Delegierter, Beauftragter. Also mit anderen Worten, wenn ich jemand nehme und sage, in meinem Namen sollst du dort und dorthin gehen und diese Botschaft überbringen und mich quasi vertreten, dann ist er mein Apostel, quasi mein Vertreter. Ein Delegierter vertritt ja zum Beispiel auch die Gemeinde. Er geht zu einer Konferenz und sagt: „Im Namen der Gemeinde so und so möchte ich diesen Antrag einbringen.“ Der Apostel ist ein Delegierter, ein Beauftragter. Er hat jetzt eine rechtliche Funktion sozusagen.
[21:40] Übrigens, wer ist denn der größte Apostel von allen? Jetzt ist eine Frage, um euer Bibelwissen zu testen. Wer ist der größte Apostel von allen? Jesus, genau. Jesus wird auch Apostel genannt. Schaut mal in Hebräer 3, Vers 1. Bei Apostel denken wir automatisch immer nur an Menschen, oder? Die zwölf Apostel, später Paulus als der Heidenapostel, aber Jesus selbst wird als Apostel genannt. Schaut mal in Hebräer 3 und dort Vers 1.
[22:19] „Daher, ihr heiligen Brüder, die ihr Anteil habt an der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses Christus Jesus.“ Warum ist Christus Jesus ein Apostel? In welchem Sinne ist Jesus Christus ein Apostel? Was heißt Apostel? Gesandter. Okay, in welchem Sinne ist Jesus ein Apostel? Genau, denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab. Er sandte seinen Sohn. Er ist ein Gesandter Gottes. Ist er auch ein Stellvertreter Gottes? Ja, natürlich. Er sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
[23:20] Also die Idee ist, jetzt Achtung, die Idee ist, Jesus ein Apostel, weil er sagen konnte: „Was ich sage, sind die Worte des Vaters und das sind die, was ich tue, sind die Werke des Vaters.“ Deswegen war er ein Apostel des Vaters, ein Gesandter, ein Delegierter, ein Beauftragter. Wenn diese zwölf Apostel jetzt Apostel Jesu sind, was sollen sie dann sagen? Dann müssten sie ja das sagen, sie müssten so leben, dass sie sagen können: „Was ich sage, sind die Worte von Jesus und was ich tue, sind die Taten von Jesus“, weil Jesus kann als Mensch nur an einer Stelle gleichzeitig sein, aber je mehr die Gemeinde sich verbreitet und organisiert, desto mehr soll das Werk von Jesus und die Worte von Jesus in der ganzen Welt ergreifbar sein.
[24:18] In dem Sinne also Apostel. Schaut, Epheser 2, Vers 20. Das war wirklich ein epochaler Schritt, der hier stattfand. Epheser 2, Vers 20. Epheser 2 und dort Vers 20. Da heißt es über das Haus Gottes, aufgebaut über die Gemeinde als heiliger Tempel, aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist. Also die Apostel werden hier verglichen mit, werden verglichen mit, mit den Propheten. Das heißt, Paulus sagt, diese Apostel hier haben dasselbe fundamentale Bedeutung für die Gemeinde wie Mose und Elia und Daniel und Jesaja, wie die Propheten des Alten Testamentes.
[25:16] Da haben die sich wahrscheinlich, das haben die sich nicht träumen lassen in der Nacht vor ihrer Berufung, dass sie jetzt in eine Position gebracht werden sollten, wo sie das Fundament der gesamten Gemeinde Gottes und zwar nicht nur für eine Generation, sondern für viele Generationen sein sollten. Übrigens, die Idee von Apostel ist ja nicht auf eine Generation beschränkt. Epheser 4, Vers 11 sagt uns: „Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer.“ Ein Apostelamt ist eigentlich eine geistliche Gabe. Es waren die zwölf ersten Apostel. Paulus war später auch ein Apostel, obwohl er nicht zu den zwölf gehörte. Also Apostel ist nicht allein auf diese zwölf beschränkt.
[26:03] Jetzt gehen wir mal zu Markus und schauen mal den Parallelbericht an, was der Markus uns jetzt hier zu berichten weiß. Also Markus verbindet diese Geschichte direkt vorher mit der Erzählung von dieser riesigen Popularität von Jesus und dann heißt es in Markus 3, Vers 13: „Und er stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte, und sie kamen zu ihm.“
[26:32] Also hier hat man auch wieder die Idee, dass Jesus auf dem Berg ist. Wenn wir noch sehen, er betet auf dem Berg, er ordiniert die zwölf Apostel auf dem Berg und dann hält er auf dem Berg eine Predigt, die Bergpredigt. Das sind drei Ereignisse, die wir meistens getrennt voneinander betrachten, aber die in Wirklichkeit chronologisch direkt aufeinander folgen. Er geht auf den Berg, betet, ruft dann die Jünger zu sich auf den Berg, um dort auf dem Berg die zwölf Apostel zu ordinieren und dann hält er dort auf dem Berg zu den Aposteln und den Jüngern, nebst den Zuhörern, die dann kommen, die Bergpredigt. Das ist so quasi die Verbindung.
[27:14] Die Bergpredigt ist ja auch quasi so ein zentrales Element in der gesamten Evangeliumsgeschichte. Das ist wie so ein Kugellager, um das sich das gesamte Leben Jesu dreht, weil hier erklärt er dann quasi zum ersten Mal so systematisch, worum geht es eigentlich in seinem Königreich, in einer besonderen Art und Weise zumindest. Schaut mal in Vers 13 nochmal, hier in Markus 3: „Er stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte.“ Frage an euch: Waren die zwölf Apostel, alle zwölf Apostel diejenigen, die Jesus wollte? Wen wollte Jesus eigentlich nicht? Er wollte alle nicht?
[28:02] Also meine Frage war: Von den zwölf Aposteln, die wir gleich besprechen werden, waren davon alle Jesu persönliche eigene Wahl? Judas Iskariot eigentlich nicht? Wenn wir gleich nachher sehen, warum. Hat also Markus jetzt recht, wenn er sagt, er rief zu sich, wen er wollte? Schaut mal in den Vers nochmal an. „Und er stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte, und sie kamen zu ihm, und er bestimmte zwölf.“ Dieses „welche er wollte“, bezieht sich nicht auf die zwölf, sondern auf wen? Auf die Jünger. Könnt ihr das sehen? Er berief die Jünger. Wir haben ja vorher gesehen, in Lukas, er ruft die Jünger zu sich auf den Berg und aus den Jüngern wählt er zwölf aus. Und dieses „welche er wollte“ bezieht sich ganz deutlich in Vers 13 nicht auf die zwölfer Apostel, sondern auf die Jünger.
[29:09] Das heißt, all die Jünger, die dort so in irgendeiner Art und Weise mit Jesus verbunden waren, waren alle seine persönliche Wahl. Wisst ihr, was das heißt? Das könnte bedeuten zumindest, dass wenn Judas Iskariot als einer der zwölf zu den Jüngern gehörte, dass Jesus ihn zumindest als einen Jünger durchaus selbst gewählt hat. Nicht aber als Apostel. Aber da kommen wir dann vielleicht noch später darauf zu.
[29:39] Vers 14: „Und er bestimmte zwölf, die bei ihm sein sollten und die er aussandte, um zu verkündigen.“ Hier steht im Englischen bei „bestimmt“ steht im Englischen „ordain“, also ordiniert. Und auch Ellen White sagt, sie sind dort ordiniert worden. Eine Ordination der zwölf Apostel, Leiter der Gemeinde. Und das Thema ist immer noch nicht vorbei, deswegen ein halber Satz dazu. Es waren alles zwölf Männer. Aber die wichtige Frage jetzt ist, ach schaut mal in Johannes, ja, die wichtige Frage ist: Wozu Apostel? Was macht einen Apostel aus gemäß dieses Verses? Was ist ihre Bestimmung?
[30:44] Er bestimmt sie. Wörtlich heißt es: „Er macht sie zu Aposteln.“ Wozu? Noch bevor sie ausgesandt sind, um zu predigen, heißt es: „Sie sollen bei ihm sein.“ Sie sind ausgesondert, sie sind zu Aposteln bestimmt, zu Delegierten, damit sie erst einmal bei ihm sind und dann ausgesandt werden von ihm. Also sie mussten Vollzeit sich ganz mit Jesus identifizieren, um dann von Jesus als Delegierte ausgesandt werden zu können. Und zwar steht hier eigentlich auch das Wort Apostel, steht nur nicht im Deutschen. Nämlich das Wort aussenden, damit er sie aussandte, ist Apostello. Und da kommt Apostel, damit er sie apostolisieren könnte sozusagen. Sie aussenden, Ausgesandte. Bei Jesus sein, von Jesus ausgesendet werden.
[31:54] Und diese Aussendung zu verkündigen, das haben die ja noch gar nicht geahnt. Aber Jesus wusste es, hatte eine weitreichende Konsequenz. Schaut mal Lukas 24, Vers 47. Jesus wusste ja, was getan werden müsste. Schaut mal in Lukas 24 und dort Vers 47. Dort heißt es: Lukas 24 und dort Vers 47: „Und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden, wo? Unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem.“
[32:33] Hat Jesus ihnen das an dem Tag gesagt, dass sie bis nach Indien und Äthiopien gehen müssen und nach Spanien und Italien? Nein. Er hätte nur gesagt: „Ich berufe euch, damit ich euch aussenden kann, um zu verkündigen.“ Er wusste schon, aussenden wird bedeuten, dass Thomas mal in Indien landet und Matthäus in Äthiopien und Paulus in Rom. Aber diese Jünger hatten noch keine Ahnung, wie weitreichend Gottes Plan für ihr Leben war.
[33:04] Interessant, wie Gott die Jünger so Schritt für Schritt geführt hat. Lukas hat das ja auch schon mal in so einem Sonderbeitrag dargestellt, wie sie vom ersten Kontakt dann über Teilzeit mit Jesus gehen, dann Vollzeit die Wunder sehen und dann jetzt berufen werden für ein Amt und selbst dann immer noch nicht sehen, wie weitreichend es ist. Hätte Jesus ihnen das gleiche von Anfang an gesagt, die wären völlig perplex gewesen. Jesus führte uns Schritt für Schritt immer so viel, wie wir sehen können.
[33:32] Gehen wir weiter. Markus 3, Vers 15: „Sie sollen Apostel sein, um bei Jesus zu sein. Sie sollen Apostel sein, damit er sie aussenden kann, um das Evangelium zu verkündigen.“ Und dann heißt es in Vers 15: „und die Vollmacht haben sollten, die Krankheiten zu heilen und die Dämonen auszutreiben.“ Jetzt müsst ihr euch erinnern, in der letzten Folge, in Markus 3, vor Vers 13, in den Versen davor. Was wird dort über Jesus gesagt? Was macht Jesus dort die ganze Zeit? Er heilt und er treibt die Dämonen aus, oder? Schaut mal in Vers 10: „Denn er heilte viele, sodass alle, die eine Plage hatten, sich an ihn herandränkten, um ihn anzurühren.“ Vers 11: „Und wenn ihn die unreinen Geister erblickten, fielen sie vor ihm nieder, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes.“
[34:36] Und jetzt kommt die nächsten Verse. Er sagt, okay, er betet, er ruft diese Jünger zu sich, wählt zwölf aus und sagt: „Seid bei mir, damit ich euch aussenden kann und damit auch ihr heilen könnt und die Dämonen austreiben könnt.“ Mit anderen Worten: Damit ihr das machen könnt, was ich mache. Also die Idee ist ganz deutlich hier, dass Jesus ihnen kein Orden gibt, im Sinne von: „Ihr wart aber gut, ich verleihe euch einen Orden.“ Die Idee ist, dass das Werk, das immer größer wird, selbst für die Person Jesus, fortgeführt wird, mit demselben Geist, in derselben Autorität, mit demselben Evangelium, mit denselben Werken, durch andere, die quasi von Jesus gelernt haben. Sie sollten bei Jesus sein und sie sollten tun, was Jesus tat, sie sollten sagen, was Jesus sagt. Das ist eigentlich die Idee hier, bei diesen zwölf Aposteln.
[35:32] Und jetzt kommt die Liste der Apostel. Schauen wir uns das mal an, wir lesen mal Vers 16 bis 19. „Simon, dem er den Beinamen Petrus gab, und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, den er den Beinamen Boanerges gab, das heißt Donnersöhne. Und Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alpheus, Thaddäus, Simon, den Kananiter, und Judas Iskariot, der ihn auch verriet.“
[36:09] Hast du deinen Finger drin und geh mal mit mir zu Lukas 6. Gleiche Liste, vielleicht fällt euch was auf. Lukas 6 und dort ab Vers 14. „Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alpheus, und Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der auch zum Verräter wurde.“
[36:36] Was fällt euch auf, wenn ihr die beiden Listen miteinander vergleicht? Wenn euch was auffällt. Fällt euch da was auf? Vergleicht mal die beiden Listen miteinander und sagt mir, ob euch was auffällt. Sind es denn in einer Liste weniger? Sind beide Listen 12?
[37:16] Ja, also wir haben zum Teil andere Namen. Seht ihr das? Die Namen sind nicht ganz deckungsgleich. Das müssen wir noch klären. Also offensichtlich haben hier einige Leute verschiedene Namen. Müssen wir gleich koordinieren, wer ist wer. Zweitens, ist euch noch was aufgefallen, außerhalb der Tatsache, dass hier die Namen nicht ganz deckungsgleich sind? Da kommen wir gleich zu mit den Namen. Aber erst mal noch außerhalb der Namensunähnlichkeiten, gibt es noch was, was euch auffällt, wenn ihr die beiden Listen miteinander vergleicht?
[37:50] Genau, aber jetzt direkt die Liste. Die Liste der Namen. Fällt euch noch was auf, über die Art und Weise der Namenslistung? Wir müssen ein bisschen mikroskopisch lesen. Fällt euch nichts auf? Wie sind die bei Lukas aufgelistet? Die Reihenfolge ist ein bisschen anders, also die Namen sind manchmal ein bisschen anders, die Reihenfolge ist manchmal ein bisschen anders. Können wir gleich sehen, warum? Aber es ist noch was. Wie sind die bei Lukas gelistet im Vergleich zu Markus? Okay, ich helfe euch, okay? Ich gebe euch einen Tipp. Ich lese mal mit Betonung.
[38:54] „Simon, den er auf Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alpheus, und Simon, genannt der Zelot.“ Was fällt euch auf? Ja, genau, er bildet immer zwei Ergänzen. In Lukas sind die zwölf Apostel immer in Paaren gezählt. Das heißt, Jesus hat nicht einfach nur zwölf Apostel benannt, er hat die zwölf Apostel in sechs Paare geordnet. Es sind zwei zusammen. Meistens sind es die entsprechenden Brüder, wenn es denn Brüder sind, oder aus anderen Gründen.
[39:48] Wenn wir jetzt sehen, ist ganz interessant, die waren geteilt in sechs Paare. Und diese sechs Paare wollen wir uns kurz anschauen, diese zwölf Apostel. Und wir nehmen mal die Reihenfolge von Lukas. Wer ist der Erste, der genannt wird? Übrigens, in allen Listen bei Matthäus, Markus, Lukas, wann immer die zwölf Apostel erwähnt werden, ist er immer ohne Ausnahme der Erste. Was ist sein Name? Simon, genannt Petrus. Was heißt Simon? Simon heißt der Hörende. Und Petrus heißt der Stein, der Fels, ein Teil eines Felsens, ein kleinerer Fels sozusagen. Nicht der Fels, aber ein Felsbrocken, ein größerer Stein.
[40:34] Simon Petrus, er ist in allen Listen der Erste. Wir wissen, das brauchen wir jetzt nicht lesen, aber wir wissen, was sein Beruf gewesen war. Er war Fischer, er war einer der Ersten, die Jesus getroffen hat. Er war der Dritte von allen Jüngern, der zu Jesus geführt worden ist. Das ist der Bruder Andreas. Und Simon Petrus spielt eine der absoluten Hauptrollen, scheint entsprechend eine echte Leitungspersönlichkeit gewesen zu sein.
[41:12] Als Adventisten haben wir immer die Tendenz, zu Recht darauf hinzuweisen, dass Simon nur einer von zwölf war. Ja, weil die katholische Kirche ihn immer sozusagen als ersten Papst aufstellen möchte, schon zu Jesu Zeiten. Und es stimmt natürlich, dass er kein Papst war, aber es sieht doch schon so aus, dass er unter den zwölf eine führende Rolle eingenommen hat, eine leitende Rolle. Das ist auch gar nicht dramatisch, das sollte man durchaus anerkennen.
[41:41] Simon Petrus, mit ihm in einer Gruppe sozusagen, war sein Bruder. Und sein Bruder, so heißt es hier, ist Andreas. Übrigens, ist es nicht interessant, dass Jesus mehrere Brüderpaare in die oberste Leitung seiner Gemeinde gewählt hat? Das würde heute viele Augenbrauen hochziehen lassen, wenn Brüder aus der gleichen Familie im Gemeindeausschuss sitzen. Das würde gegen die Statuten sein vielleicht sogar. Aber das ist wieder ein gutes Beispiel dafür, wie wir manchmal menschliche Statuten aufstellen, die mit dem Wort Gottes eigentlich gar nicht vereinbar sind. Für Jesus war vollkommen egal, ob zwei Menschen aus der selben Familie sind. Wenn sie geeignet Apostel waren, dann hat er sie beide gleichzeitig benannt. Also ich möchte hier eine Lanze brechen für biblische Wahlprinzipien.
[42:37] Andreas, was heißt Andreas übersetzt? Weiß das jemand von euch? Andreas heißt übersetzt der Männliche. Das ist ein interessanter Name. Der Männliche und er war natürlich der Bruder von Simon. Er kommt längst nicht so häufig vor in der Bibel wie Simon Petrus, aber er hat eine Eigenschaft. Immer wenn er vorkommt, macht er etwas in der Bibel. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal gehört habt. Der Andreas kommt nur drei, vier Mal vor in einer Geschichte, aber immer wenn er vorkommt, macht er eine Sache und zwar konstant.
[43:18] Genau, er hat immer, wenn er einen Menschen getroffen hat, hat ihn zu Jesus gebracht. Ein Beispiel ist natürlich sein Bruder Simon Petrus. Ein anderes Beispiel ist in Johannes 12 und dort Vers 21, 22. Da kommen die Griechen zu Philippus und sagen: „Wir möchten gerne Jesus sehen.“ Philippus kommt und sagt es dem Andreas und Andreas und Philippus sagen es wiederum Jesus. Also Philippus bringt sie nicht zu Jesus, aber Philippus sagt es dem Andreas und der Andreas sagt: „Hey, das ist ein Mensch, den können wir zu Jesus bringen.“ Andreas ist bekannt dafür, dass er, wenn es auch nur eine Person ist, Menschen, die er trifft, bringt er zu Jesus und dafür ist er ganz bekannt.
[44:17] Die nächste Person hier in der Liste in Lukas 6 ist Jakobus. Jakobus und dann Johannes. Was wisst ihr über Jakobus? Welchen Buch hat der Jakobus? Ganz einfach, denselben wie sein Bruder Johannes. Jakobus war von allen Aposteln der Erste, der gestorben ist. Er ist in Apostelgeschichte 12 der Erste, der umgebracht wird. Was wisst ihr über Johannes? Johannes ist der Letzte, der noch überlebt hat. Interessant, die beiden Brüder, einer ist der erste Märtyrer, der andere überlebt hat.
[45:23] Jakobus und Johannes, beide waren äußerst ambitioniert. Sie waren Wortführer und durchaus ziemlich eifrig. Schaut mal im Parallelbericht in Markus 3, da werden die beiden noch hier besonders benannt. Schaut mal in Vers 17: „Und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, denen er den Beinamen Boanerges gab, das heißt Donnersöhne.“
[46:11] Und das Wort kann auch übersetzt werden, die Söhne des Zorns. Kennt ihr eine Geschichte, wo die beiden so richtig mit der Faust auf den Tisch schlagen wollten? Ja, genau, wo sie Richtung Jerusalem schon unterwegs sind und sie kommen durch eine Stadt der Samariter und die nehmen Jesus nicht auf. Und dann schlagen die beiden vor, ganz ernsthaft: „Jesus, sollen wir es machen wie Elia, Feuer vom Himmel, um sie zu vernichten?“ Und dann sagt Jesus zu ihnen: „Ihr wisst nicht, wessen Geistes ihr seid.“ Aber das waren die, die hatten ein großes Interesse für Jesus, aber waren ziemlich vorneweg. Man glaubt das von Johannes gar nicht, weil man ihn später so als überaus geistlich, nicht wahr, und überaus, ja, redet man von der Liebe, der Liebe, der Liebe, nicht wahr, in den Briefen und im Johannesevangelium. Aber Johannes und Jakobus waren beide ziemlich so, ja, revolutionär in ihrem Denken, die Donnersöhne. Und das war nicht einfach nur ein Titel, kein Ehrentitel, sondern eher eine Beschreibung ihres aufbrausenden Temperaments.
[47:19] Übrigens, weiß nicht, ob das euch aufgefallen ist, obwohl Simon und Andreas ein Paar bilden und Jakobus und Johannes, macht Markus das anders. Er zählt nämlich nicht die Paare auf, sondern er zählt hier, ab Vers 16, könnt ihr mal lesen: „Erst Simon, der mit dem Beinamen Petrus gab, und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, Johannes, den Bruder des Jakobus, den er den Beinamen Boanerges gab, das heißt Donnersöhne.“ Er zählt Simon, Jakobus und Johannes als Erste auf. Warum? Das waren die drei, das war quasi das Triumvirat. Das waren die drei Leiter von dem ganzen Kreis.
[48:01] Also Markus macht eine andere Reihenfolge, um deutlich zu machen, die drei waren die eigentlichen Leiter. Okay, aber jetzt zurück zu Lukas und schauen wir, dass wir hier noch mehr über sie sagen können. Lukas 6, wer sind die nächsten beiden? Jetzt hatten wir Simon und Andreas, Jakobus und Johannes. Jetzt kommt, wer ist 5 und 6? Philippus und Bartholomäus.
[48:35] Was heißt Philippus übersetzt? Philippus heißt der Pferdefreund, ein griechischer Name, der aber ganz beliebt war bei den Juden. Und Philippus kennen wir als einen der ersten Jünger Jesu auch, aus Johannes 1. Über Philippus kann man sagen, dass er zwar ein echter Sucher nach der Wahrheit war, aber jemand, der oft gezweifelt hat. Philippus war eigentlich, wir nennen immer den Thomas, den zweifelnden Thomas, aber von allen Jüngern hatte eigentlich Philippus die größte Affinität zum Zweifel. Wann immer sozusagen große Wunder sich ankündigten, hat er nicht damit gerechnet, dass sie passieren. Beispiel: Als da die 5000 Männer versorgt werden sollen, da fragt Jesus: „Woher nehmen wir Brot?“ Und was sagt Philippus? „Wird nichts, klappt nicht, geht nicht.“ Philippus war so ein Realist, der konnte sich oft nicht vorstellen, dass Gott Größeres tut, als was er sich vorstellen konnte und hat an vielen Stellen, wird das deutlich, dass er sehr mit Zweifel zu kämpfen hatte und erst mit der Zeit ist sein Glaube auch wirklich gewachsen.
[49:39] Wer ist Bartholomäus? Bartholomäus heißt übersetzt der Sohn von Thalmei, das hilft uns nicht so viel, aber es ist fast sicher, dass Bartholomäus nur ein anderer Name für Nathanael ist. Dafür gibt es mehrere Gründe. Immer dann, also in all den Listen, wo Nathanael fehlt, steht Bartholomäus und in all den Listen, wo Bartholomäus steht, fehlt Nathanael. Immer dann, wenn Bartholomäus steht, steht nicht Nathanael und immer wenn Nathanael steht, steht nicht Bartholomäus. Also in anderen Worten, die sind quasi austauschbar. Der Johannes im Evangelium spricht meist von Nathanael und die beiden haben, das würde auch passen, dass er mit Philippus zusammen eine Gruppe bildete.
[50:42] Welches Verhältnis hatten denn Nathanael und Philippus? Kommt die irgendwo in der Bibel zusammen vor? Nathanael und Philippus. Genau, Philippus war es ja, der Nathanael gerufen hat. Also es waren die Brüder oder auch Freunde, die Jesus hier besonders zusammengesetzt hat. Und interessanterweise war Bartholomäus, Nathanael, genau das Gegenteil von Philippus. Er war ein kindlich glaubender, reiner Israelit. Jesus sagt: „Wahrhaftiger Israelit, in dem kein Falsch ist.“ Während Philippus mit Zweifeln zu kämpfen hatte, war Bartholomäus genau an dem Punkt besonders stark. Also es ist auch ein interessantes Beispiel dafür, wie Jesus durchaus auch Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Charaktereigenschaften zusammengetan hat, die sich dann gegenseitig ergänzen konnten, voneinander lernen konnten. Das sieht man auch in der Reformation ganz oft. Luther und Melanchthon, Hus und Hieronymus und andere.
[51:41] Nächste Gruppe Nummer 7 und 8. Matthäus und Thomas. Matthäus wird auch manchmal genannt Levi. So heißt er vor seinem Ruf. Haben wir die Geschichte angeschaut vor einiger Zeit. Und Matthäus kommt von Matithia, das heißt ein Geschenk des Herrn. Und sein Beruf war was gewesen? Er war Zöllner, muss ein bisschen auch eine Bildung gehabt haben. Er ist ja dann eigentlich der gewesen, der das Evangelium geschrieben hat von den zwölf Aposteln, das Matthäus-Evangelium. Und sozusagen ein bisschen auf der Schreiber sozusagen war.
[52:33] Thomas kommt vom hebräischen Taum und heißt Zwilling. Deswegen wird er auch manchmal in der Bibel der Zwilling genannt. Habt ihr vielleicht mal gelesen, im Johannes-Evangelium heißt es: „Thomas, der Zwilling genannt wurde.“ Das war nicht einfach nur ein Spitzname, das war eigentlich nur die Übersetzung von Thomas. Und Thomas ist eigentlich, sagt Ellen White, er war der Ängstliche. Er hat zwar auch dann gezweifelt, aber eigentlich seine Grundpersönlichkeitsstruktur war Ängstlichkeit, Furchtsamkeit. Er war der Ängstliche und der Furchtsame.
[53:11] Und dann haben wir neun und zehn. Also ihr seht sehr unterschiedliche Charaktere. Einige, die immer vorne weg waren, andere, die sich sehr im Hintergrund gehalten haben. Von einigen liest man sehr viel, von anderen fast nichts. Aber trotzdem hat Jesus sie alle gebraucht. Wer sind die nächsten beiden? Hier in unserer Liste Lukas 6. Jakobus, und das ist jetzt ein anderer Jakobus. Jakobus, der Sohn des Alpheus. Und das ist interessant, weil auch Matthäus, Levi, einen Alpheus zum Vater hatte. Das ist nicht bewiesen, dass es derselbe ist, aber es könnte sein, dass Matthäus und Jakobus hier Brüder waren, eventuell.
[53:57] Interessant ist vor allem der Simon, der Zelot. Wer waren denn die Zeloten? Eine jüdische Partei. Es gab die Pharisäer, es gab die Sadduzäer und es gab auch die Zeloten. Und Zeloten ist griechisch und meint Eifere. Übrigens, wenn ihr euren Finger drin lasst, geht mal zu Markus zurück, in Markus 3. Schaut mal, wie da genannt wird, nur falls ihr euch darüber mal wundern solltet. In Markus 3 und dort Vers 18. Der Letzte in der Liste, in dem Vers, in Vers 18 ist Simon, der Kananiter. Habt ihr das auch? Der Kananiter. Das hat nichts mit Kanaan zu tun oder auch nichts mit Kana, sondern das Kananiter kommt vom hebräischen Kana und Kana heißt eifrig, eifersüchtig. Das heißt, der Kananiter ist nichts weiter als die hebräische Ausdrucksweise für der Zelot. Zelot ist griechisch, Kananiter ist hebräisch, der Eifrige.
[55:15] Und über den schreibt Ellen White: Er hat die Römer gehasst. Er hatte einen feurigen Hass auf die römische Autorität. Er war also wirklich von dieser Terrororganisation der Zeloten, das war nämlich die, die meistens einen Dolch getragen haben, um Leute umzubringen. Ob er selbst ein Dolchträger war, wissen wir natürlich nicht, aber sie sagt, er war kompromisslos. Waren also sehr unterschiedliche Charaktere mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeitsprofilen, die hier dabei waren. Ein politischer Extremist, ein Feigling, ein etwas rational denkender Zweifler, ein so ganz persönlicher, der immer so Menschen zu Jesus bringt. Zwei ambitionierte, die immer den ersten Platz haben wollten, einer, der immer alles besser wusste. Ein Schreiber, der wahrscheinlich ein bisschen intellektuell war. Ganz unterschiedlich. Und dann so ein ganz reiner, der keiner fliege, was so leidet, tut der Bartholomäus. Ganz kindlicher Glaube. Fast ein bisschen wie in der Gemeinde. Alle Persönlichkeitsbeispiele gut vertreten.
[56:22] Und dann haben wir das letzte Paar, das ist ganz interessant, in Lukas 6. Wer sind die beiden Letzten? Genau, Judas und Judas. Den einen Judas, den nannte Judas den Frommen, um ihn vom anderen Judas zu unterscheiden. Judas, der Sohn des Jakobus, der wird auch, das ist der gleiche, der dann bei Markus Thaddäus genannt wird. Wenn ihr euch darüber mal wundern solltet. Thaddäus scheint sein zweiter Name gewesen zu sein. Es wird noch kurioser, weil in Matthäus hat Thaddäus auch noch den Beinamen Lebbäus. Lebbäus heißt so viel wie der Mann des Herzens. Bei Thaddäus weiß man nicht genau. Man vermutet, dass es auch so wie Großherzig heißt. Es könnte sein, dass Thaddäus und Lebbäus mehr oder weniger dieselben Namen sind. Aber naja, ein bisschen verwirrend. Er wird auch einmal erwähnt in Johannes 14. Aber das ist der gute Judas. Und der ist identisch mit Thaddäus.
[57:56] Und dann haben wir natürlich den Letzten, Judas Iskariot. Iskariot heißt, Isch ist Mann und Kariot ist eigentlich eine Stadt gewesen. Also der Mann aus Kariot. Das ist wahrscheinlich nichts weiter als eine Beschreibung, wo er herkam. Das war nicht sein Nachname, sondern der Mann aus Kariot. Und über den schreibt Ellen White etwas Interessantes, was sich aus der Bibel nicht direkt ableiten lässt, aber sehr gut dazu passt. Sie beschreibt nämlich, dass während diese elf alle die direkte Wahl von Jesus waren, war der zwölfte mehr oder weniger ein Vorschlag von ihm selbst. Und sie erwähnt eine Geschichte in Matthäus 8, ein paar Verse, und sagt damit, dass die an diesem Tag stattfand.
[58:40] Schaut mal in Matthäus 8 und dort Vers 19. Und dann ergibt sich noch ein interessantes Bild. Matthäus 8 und dort Vers 19 und 20. Heißt es: Matthäus 8, Vers 19 und 20: „Und ein Schriftgelehrter trat zu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels haben Nester, aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.“
[59:17] Ellen White benutzt diese Stelle und bezieht sie direkt auf Judas Iskariot. Das heißt, Judas Iskariot war dann wohl ein Schriftgelehrter. Einer, der einen viel größeren Einfluss hatte als alle anderen zusammen. Einer, der einer besseren Gesellschaftsschicht entsprang und mehr Autorität hatte. Interessanterweise sind ja sonst alle anderen elf ziemlich einfache Leute, oder? Und selbst wenn sie gebildeter waren wie Matthäus, waren sie Zöllner und deswegen eigentlich auch wieder verhasst. Und Ellen White beschreibt auch, wie diese elf sich gewundert haben, dass nur einfache Leute in die Leitung gewählt worden sind. Und sie haben sich gefragt: „Wo sind denn jetzt die wichtigen Leute?“ Und sie waren schon enttäuscht, dass Jesus nicht eine einzige so bekannte, berühmte Person erwählt hat als seine Minister.
[1:00:16] Und als dann dieser Judas Iskariot sagt: „Hey, ich möchte dir nachfolgen, ich möchte dein Jünger sein, ich möchte, kann ich auch Apostel sein? Ich möchte euch helfen.“ Da waren diese elf total begeistert. Sie wollten unbedingt ihn dabei haben. Jesus hat ihn nicht abgelehnt und auch ihn nicht eingeladen. Er hat nur gesagt: „Schau mal“, er wusste, was Judas wollte. Judas wollte einen Ministerposten, um möglichst berühmt zu werden. Und das verrät die Antwort jetzt von Jesus, weil er genau das versucht abzuschneiden, als er sagt: „Schau, ich bin so arm, ich weiß nicht mal, wo ich schlafe. Wenn du mir nachfolgst, dann wird es dir genauso gehen.“ Aber diese elf waren der Meinung, dass man Judas unbedingt gebrauchen könnte. Und Jesus hat es erlaubt.
[1:01:04] Was meint ihr, warum? Warum hat er diesen Judas, wie es ja immer heißt, den Verräter, warum hat er den mit als Apostel aufgenommen, obwohl er wusste, dass es nicht gut ausgehen würde? Was denkt ihr? Hat er einen Fehler gemacht?
[1:01:31] Also erstens richtig, auch ein Judas hätte sich bekehren können. Er hatte technisch gesehen eine gute Fähigkeit, mit Geld umzugehen. Moralisch war das nicht der Fall. Er hat sich eingesteckt. Vielleicht hätte er Einfluss haben können in den oberen Schichten, wer weiß. Ja, ganz genau. Jesus gab den elf, was sie wollten. Jesus hat dem Volk Israel einen König gegeben, als sie einen König wollten, oder? Oftmals gibt Gott uns Dinge, von denen wir denken, dass sie ganz wichtig sind, damit wir dann durch die daraus entstehende Tragödie lernen, dass sie doch nicht wichtig sind. Hätte er einfach nein gesagt, hätten die Jünger wahrscheinlich jedes Mal gesagt: „Ja, hätten wir wenigstens den Judas dabei gehabt, dann würde es uns besser gehen, oder?“ Aber so waren sie dann, traurig wie das alles war, für immer geheilt von dem Gedanken, dass man einflussreiche Leute braucht, um das Evangelium voranzubringen.
[1:02:54] Am Ende ist das so ähnlich wie die Tatsache, dass Gott den großen Kampf sich entfalten lassen hat. Wissen, was passieren wird, um für alle Ewigkeit zu beweisen, dass er recht hat. Sozusagen im kleineren Maßstab ist das so ähnlich. Seine Nachfolger waren verwirrt über den wahren Charakter des Judas Iskariot. Jesus wusste es genau, aber er hat es zugelassen. Er hat ihn nicht einfach ausgeschlossen, er hat es zugelassen. Er hat selbst darunter am meisten gelitten, damit die anderen elf den wahren Charakter verstehen und dann für immer geheilt sind.
[1:03:28] An der Stelle lasst uns stoppen. Nächstes Mal werden wir anschauen, was Jesus dann diesen zwölf Aposteln als Instruktion gibt, die sogenannte Bergpredigt. Und das wird uns dann jetzt etliche Wochen, wendige Monate beschäftigen, wenn wir die Bergpredigt Schritt für Schritt durchgehen. Das wird sehr interessant werden und denke ich einiges lernen können. Ich denke für heute können wir eine ganze Menge lernen, vor allem, dass Jesus für jeden von uns einen besonderen Plan hat. Und egal, was unser Charakter ist, ob wir immer vorne stehen und reden, ob wir ganz schüchtern sind, ob wir voller Hass auf Politiker sind oder wie Bartholomäus, keiner fliege, was sie leider tun können. Jesus hat für jeden Platz, selbst für bösartige Menschen wie Judas Iskariot, wenn sie bereit sind von ihm zu lernen. Er kann jeden Menschen umformen und jeden Menschen als Baustein in seiner Gemeinde haben. Aber das bedeutet, dass wir Jesus folgen, dass wir bei ihm sind und bereit sind für ihn zu sprechen, als seine Repräsentanten. Und was vorne?
[1:04:36] Dann lassen wir uns noch gemeinsam niederknien für ein Gebet.
[1:04:39] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir lernen durften, wie die Apostel benannt worden sind. Dass wir etwas über ihren Charakter, ihr Wesen sehen konnten und verstehen konnten, dass egal wie wir sind, egal was unsere persönliche Struktur ist, dass du jeden von uns gebrauchen kannst, wenn wir bereit sind für dich zu arbeiten und mit dir zu gehen. So wie du die Apostel geformt hast, Tag für Tag, möchten wir dich bitten, dass du auch uns formst, dass wir wertvolle Arbeiter werden in deinem Weinwerk und dass wir das Evangelium in die Welt tragen können, so wie du es dir wünschst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.