Veröffentlicht am
828 Klicks

In diesem Teil der Predigtreihe über Henoch geht es darum, wie wir ein Leben führen können, das Gott gefällt. Die Sprecherin erklärt, wie wichtig es ist, sich von der Sünde abzuwenden und stattdessen auf Jesus zu schauen. Sie beleuchtet die biblischen Prinzipien der Heiligung und des Wandels mit Gott und zeigt auf, wie wir durch Glauben und beständige Verbindung mit Christus Versuchungen widerstehen und ein gottgefälliges Leben führen können.


Weitere Aufnahmen

Serie: Predigten

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Auch ich heiße euch heute Abend ganz herzlich willkommen, allen, die hier im Saal sitzen und auch allen, die live zugeschaltet haben auf joelmedia.de. Wir haben im ersten Teil schon studiert, dass Henochs besonderes Merkmal war, dass er mit Gott wandelte und dass auch wir die Chance haben, mit Gott zu wandeln. Und wie das praktisch aussehen soll, wie wir ein siegreiches Leben in Christus führen, das wollen wir uns im zweiten Teil jetzt noch mal genauer anschauen. Und bevor wir damit starten, knien wir nieder zum Gebet.

[0:40] Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass du uns dein Wort gegeben hast und dass wir dein Wort studieren können und dass du da uns viele Beispiele und Verheißungen gegeben hast. Vater, ich möchte dich bitten, dass du uns heute Abend mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass wir neue Erkenntnisse aus deinem Wort bekommen. In Jesu Namen, Amen.

[1:05] Gott ist Liebe. Das lesen wir in 1. Johannes 4, Vers 16, und das ist Gottes Grundprinzip. Und er liebt dich und er hat Interesse an dir. Wir hingegen sind alle Sünder. Wir werden sündig geboren und die Sünde ist das, was uns von Gott trennt. Und weil Gott uns liebt und ein Interesse an uns hat, hat er seinen Sohn auf die Erde gesandt, Jesus, der am Kreuz unschuldig für uns gestorben ist, damit wir wieder die Möglichkeit haben, zu Gott zu kommen und einmal bei ihm sein zu können und damit wir auch die Chance haben, Vergebung unserer Sünden zu erlangen, die uns von Gott getrennt hat.

[1:50] Das sehen wir ganz deutlich in 1. Johannes 1, Vers 9, dass Gott zu seiner Zusage steht. 1. Johannes 1, Vers 9. Dort steht: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Und nur eine zweite Stelle, die steht in 1. Johannes 1, Vers 12. 1. Johannes 1, Vers 12. Da steht: „allen aber, die in Aufnahme den Gaben das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Das heißt, wir sehen hier, wenn wir zu Jesus kommen, wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und nimmt uns als seine Kinder an.

[2:40] In „Der Weg zu Christus“ auf Seite 37 wird es folgendermaßen beschrieben: „Jesus sieht uns gerne zu sich kommen, so wie wir sind, sündhaft, hilflos und abhängig. Mit all unserer Schwachheit, Torheit und Sündhaftigkeit dürfen wir zu ihm kommen und ihm reumütig zu Füßen fallen. Er genießt es, dass er uns in seine liebende Arme nehmen kann.“ Und im „Bibelkommentar“: „Christus kann alle bis aufs Äußerste retten, die im Glauben zu ihm kommen. Er wird sie, wenn sie es zulassen, von aller Befleckung reinigen.“ Hier sehen wir die Kraft, die Gott hat, uns von aller Sünde zu reinigen, egal mit was wir kommen.

[3:22] In Römer 6, Vers 22. Römer 6, Vers 22. Da steht: „Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben.“ Und auf „Our High Calling“ auf Seite 212 wird beschrieben, was es bedeutet, die Frucht der Heiligung zu haben. Da heißt es: „Was ist Heiligung? Sich ganz und rückhaltlos Seele, Körper und Geist Gott hingeben, gerecht handeln, Barmherzigkeit lieben und demütig wandeln mit Gott, den Willen Gottes kennen und ohne Rücksicht auf sich selbst und auf eigenes Interesse tun, himmlisch gesinnt sein, rein, selbstlos, heilig und ohne Makel noch Runzel sein.“

[4:23] Ich weiß nicht, ob euch das heute schon mal begegnet ist. Wir haben Henochs Leben studiert und wir haben diese Eigenschaften in Henochs Leben gesehen. Und wenn wir Römer 6 damit vergleichen, dann heißt es, wenn wir von der Sünde frei sind, können wir auch so ein Leben leben, wie wir in Henoch gesehen haben. Das heißt, als Kind Gottes können wir diesen Zustand erreichen.

[4:46] Jetzt lasst uns noch mal von der anderen Seite drauf schauen. In Matthäus 7, Vers 16 steht: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Das heißt, die Früchte, die in meinem Leben sichtbar sind, anhand dessen kann ich sehen, wer in mir wohnt. Und wenn wir jetzt an die Früchte denken, was sind das für Früchte? Wo in der Bibel findet man die Früchte irgendwie näher erläutert? Genau, Galater 5, Vers 22. Lasst uns die gerade mal lesen.

[5:36] Galater 5, Vers 22. Da steht: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ Das heißt, das sind Früchte, die in meinem Leben sichtbar werden, wenn ich ein Kind Gottes bin und Jesus in mir lebt. Und wenn wir ein paar Verse nach vorne gucken, der Vers 19, da sehen wir die anderen Früchte, die im Leben sichtbar werden. Wir lesen sie gerade mal. Vers 19.

[6:14] „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“ Das heißt, wir haben hier eine Trennung zwischen denen, die Gotteskinder sind, dessen Früchte haben wir gelesen, die das Reich erben werden, und die anderen, deren Früchte haben wir auch gesehen, und sie werden das Reich nicht erben.

[6:55] In 1. Johannes 4, Vers 20 wird auch noch mal auf einen interessanten Aspekt eingegangen. 1. Johannes 4, Vers 20. Dort steht: „Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?“ Und wo beginnt Hass? Hass beginnt im Herzen. Das heißt, wir haben Früchte gesehen, die oft öffentlich sichtbar sind, wie Ehebruch oder auch Stehlen, aber hier sehen wir noch eine Kategorie, das betrifft das Herz, sowas wie Verbitterung, Hass oder vielleicht Verletzung.

[7:40] In 1. Johannes 1, Vers 5 bis 7 wird auch noch was beschrieben. Einfach vorblättern. 1. Johannes 1, Vers 5 bis 7. Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Und Vers 7 noch: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Das heißt, hier sehen wir ganz klar, auch im Herzen müssen wir rein sein und nicht nur äußerlich.

[8:25] Und wenn wir uns Jesu Leben anschauen, gerade am Ende seines Lebens, dann sehen wir ganz gewaltig, wie rein er im Herzen ist. Wenn wir uns Lukas 23, Vers 34 anschauen, sehen wir, dass Jesus am Kreuz hing und sie haben angefangen, ihn zu verspotten. Er hat viel hinter sich und er hängt dort und spricht: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Und das zeigt eine tiefe Liebe, die vom Herzen herauskommt. Er hätte das wirkliche Recht gehabt, in seinem Herzen sie zu verurteilen. Sie haben nicht das Recht und er als der einzige Mensch hätte dieses Recht gehabt, wirklich sie zu verurteilen. Aber er hat es nicht getan, sondern er hat für sie um Vergebung gebeten.

[9:28] Er hatte diese Reinheit im Herzen und das ist die Reinheit, die wir oben in dem Zitat gesehen haben, wenn es darum geht, Heiligung zu haben und zu leben, wie Henoch. Im „Bibelkommentar“ Seite 376 steht dazu: „Viele, sehr viele, die den Namen Christi annehmen, sind ungeheiligt und unheilig. Sie sind getauft worden, doch sie sind lebendig begraben. Sie sind dem Ich nicht abgestorben und daher sind sie nicht zu einem neuen Leben in Christus auferstanden.“ Das heißt, unser Ziel muss es sein, dem Ich abzusterben.

[10:00] Wir lesen noch was anderes in „Christi Gleichnisse“: „Viele versuchen sich zu bessern, indem sie die eine oder andere schlechte Gewohnheit aufgeben und hoffen, auf diese Weise Christ zu werden. Sie gehen die Sache jedoch von der falschen Seite her an. Die Arbeit muss am Herzen beginnen.“ Das heißt, im Prinzip könnten wir den ganzen Kampf damit beschreiben, dass wir gegen unser egoistisches Ich im Herzen ankämpfen. Und diesen Kampf beschreibt auch schon die Bibel.

[10:34] Wenn wir in Hebräer 12 gucken, Hebräer 12, Vers 1, da steht: Hebräer 12, Vers 1. „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt.“ Der Satz geht noch weiter, das schauen wir uns gleich an. Aber hier sehen wir, dass auch ein Kampf herrscht, nämlich der Kampf um das eigene Ich.

[11:06] Im „Wirken der Apostel“ wird es so geschrieben: „Alte Gewohnheiten und ererbte Neigungen zum Bösen werden um die Herrschaft streiten. Stets soll er vor diesen auf der Hut sein und sich bemühen, in der Kraft Christi zu siegen.“ Jetzt haben wir gesehen, was in unserem Herzen abgeht und ich denke, jeder von euch kennt diesen Kampf innerlich. Und jetzt wollen wir uns den Ausweg anschauen, den Jesus uns anbietet, weil Jesus uns die Kraft gibt, auch so ein Leben zu leben, wie Henoch.

[11:30] Wenn wir in 2. Petrus 2, Vers 9 schauen, 2. Petrus 2, Vers 9. Da steht: „So weiß der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber zur Bestrafung aufzubewahren für den Tag des Gerichts.“ Hier haben wir Hoffnung. Gott weiß, uns aus der Versuchung zu retten. Und in 1. Korinther 10, Vers 13. 1. Korinther 10, Vers 13 ist noch ein hoffnungsvoller Vers.

[12:10] „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchungen betroffen, Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.“ Gott ist Liebe und auch wenn wir versucht werden, ist er Liebe und schaut, er gibt uns den Ausweg und er schaut, dass wir nicht über unsere Maßen versucht werden.

[12:40] Und wenn wir uns jetzt anschauen, es werden bestimmte Prinzipien beschrieben in der Bibel. Ganz vorne in 4. Mose 21. 4. Mose 21 haben wir die Geschichte, aus der wir ein Prinzip, ein sehr wichtiges Prinzip ableiten können. 4. Mose 21, Vers 4 bis 9. 4. Mose 21, Vers 4 bis 9.

[13:06] Da zogen sie vom Berg Hohr weg auf den Weg zum Roten Meer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Aber das Volk wurde ungeduldig auf dem Weg. Es geht um das Volk Israel. Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: „Warum habt ihr uns aus Ägypten herausgeführt, damit wir in der Wüste sterben? Denn hier gibt es weder Brot noch Wasser und unsere Seele hat einen Ekel vor dieser elenden Speise.“ Da sandte der Herr Seraph-Schlangen unter das Volk. Die bissen das Volk, sodass viele im Volk starben. Da kamen sie zu Mose und sprachen: „Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt.“ Und Mose bat für das Volk. Da sprach der Herr zu Mose: „Mache dir eine Seraph-Schlange und befestige sie an einem Feldzeichen. Und es soll geschehen, wer gebissen worden ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben.“ Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie am Feldzeichen. Und es geschah, wenn eine Schlange jemand biss und er die eherne Schlange anschaut, so blieb er am Leben.

[14:16] Was mussten sie im Volk tun, um am Leben zu bleiben, wenn sie gebissen wurden? Genau, sie mussten ihren Blickwinkel ändern, sie mussten hochschauen. Und in Johannes 3 wird uns beschrieben, dass die Seraph-Schlange ein Sinnbild für Jesus ist. Das heißt, sie haben hochgeschaut auf Jesus und mit dem Hochschauen haben sie geglaubt, dass das, was er gesagt hatte, auch eintreten wird. Sie haben nicht erst gewartet, bis sie irgendwie gesund wurden und haben dann hochgeschaut. Nein, sie wurden gebissen, haben hochgeschaut und wurden dann gesund. Das heißt, sie haben ihren Blickwinkel weg von ihren eigenen Problemen und Nöten auf Jesus gerichtet. Und das ist ein ganz wichtiges Prinzip.

[15:12] Das wird auch im Neuen Testament. Und jetzt lesen wir den zweiten Teil von Hebräer 12. Da wird es auch beschrieben und zwar in Hebräer 12. Wir lesen nochmal den ersten, 1 bis 2. Hebräer 12, 1 bis 2.

[15:53] Es ist wichtig, was wir hier sehen, mit was wir unsere Gedanken und unsere Blickwinkel füllen lassen. Wenn wir auf uns schauen, dann werden wir verbittert. Aber wenn wir auf Jesus schauen und von ihm Kraft und Weisheit erbitten, dann kann er uns helfen. Wichtig ist hier, dass wir nicht zweifeln.

[16:25] Wenn wir in Jakobus schauen, Jakobus 1, Vers 5 bis 7. Jakobus 1, Vers 5 bis 7. Da steht: „Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin und her geworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird.“

[17:01] Hier sehen wir, wie wichtig es ist, dass wir auf Jesus schauen und dass wir glauben, dass er das, was er uns verheißen hat, in seinem Wort auch tun kann. Weil sonst, Vers 7: „ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird, wenn wir an dem zweifeln.“

[17:21] Ich möchte es noch mal in einem anderen Bild verdeutlichen. Wir haben vorhin Johannes 1, Vers 12 gelesen und da steht: „allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht oder auch die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Das heißt, Gott gibt uns die Macht, als Kinder Gottes zu wandeln und das hat er in dem ganz schönen Gleichnis, nämlich in Johannes 15, ausgedrückt, in dem Gleichnis von dem Weinstock und den Reben.

[17:50] In Johannes 15, Vers 5 steht: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“ Hier haben wir wieder Frucht. Wir erinnern uns an Galater 5, „denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Das ist ein schönes Bild. Wenn wir uns einen Weinstock anschauen, dann gibt es einen Ast, der ist tief in die Wurzeln, in der Erde verwurzelt und er hat viele Reben. Und damit die Reben leben können und wachsen können, was brauchen sie?

[18:32] Genau, und sie brauchen die Nährstoffe, die vom Boden kommen, durch den Ast an die Reben. Wenn du nur die Reben irgendwo aufhängen würdest, dann würde nichts passieren mit ihnen. Und genauso können wir das übertragen. Christus ist der Stamm und wir sind die Reben. Das heißt, um die Kraft Gottes erfahren zu können, brauchen wir beständige Verbindung mit ihm.

[19:00] Es geht nicht, dass wir, oder um in dem Bild der Reben zu bleiben, können wir nicht sagen, zwei Stunden am Tag hängen sie am Ast und dann sind sie woanders, sondern sie müssen beständig bleiben, um beständig die Nährstoffe und die Kraft zu erhalten, die sie brauchen, um zu wachsen.

[19:16] Im „Wirken der Apostel“ wird es so beschrieben: „Menschliche Anstrengung allein genügt nicht. Ohne die Hilfe göttlicher Kraft nützt sie nichts. Gott wirkt und der Mensch wirkt. Der Widerstand gegen die Versuchung muss vom Menschen kommen, der seine Kraft von Gott beziehen muss.“ Hier wird ganz deutlich, dass wir auf Gott schauen sollen und unsere Kraft von ihm beziehen sollen und das beständig. Weil, wenn ich die Reben abschneide, was passiert mit ihnen?

[19:48] Genau, sie vertrocknen, sie sterben. Das heißt, was passiert mit mir, wenn ich mich von Jesus abtrenne und meine eigenen Wege gehe? Dann werde auch ich vertrocknen und werde der Versuchung erliegen.

[20:00] In „Zeugnispredigern“ wird es so beschrieben: „Satan übernimmt die Kontrolle über jedes Gemüt, das nicht entschlossen unter der Leitung des Geistes Gottes steht.“ Ich finde das Bild ganz passend und wir haben gesehen, wenn wir auf Jesus schauen und glauben, ohne Zweifel und beständig in ihm bleiben, dass er uns dann helfen kann, mit den Versuchungen und mit dem Kampf gegen unser Ich fertig zu werden.

[20:30] Und in Sprüche 18, Vers 10, lasst uns das aufschlagen. Sprüche 18, Vers 10. Haben wir eine tolle Zuversicht. Sprüche 18, Vers 10: „Der Name des Herrn ist ein starker Turm; der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit.“ Das heißt, wir haben Jesus, der Satan besiegt hat, er hat ein Leben geführt, was sündlos war und er ist unser Schutz. Und im „Leben Jesu“ lesen wir: „Satan zittert und flieht vor der schwächsten Seele, die in diesem mächtigen Namen Zuflucht findet.“ Das heißt, auch wenn wir uns schwach fühlen, aber in Jesus Zuflucht finden, können wir Satan und seine Versuchungen erliegen.

[21:26] Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber es ist sehr leicht zu fallen. Zumindest habe ich das schon oft erlebt und meistens merken wir doch, wenn schlechte Neigungen irgendwie oder schlechte Gewohnheiten sich anbahnen. Es passiert oft in Gedanken und genau dann haben wir die Möglichkeit, uns zu entscheiden. Wir können auf der einen Seite unseren schlechten Gewohnheiten nachgeben, vielleicht unserer Verbitterung oder unserer Verletzung und wir können uns aufregen über den Menschen, der uns verletzt hat oder über die Sache, die uns gerade ärgert. Und das ist oft der leichtere Weg. Oft ist es leichter, selber zum Märtyrer zu werden und uns aufzuregen.

[22:10] Aber dann, wie wir in dem Zitat gesehen haben, heißt es, wo es hieß: „sie sind dem Ich nicht abgestorben und daher sind sie nicht zu einem neuen Leben in Christus auferstanden.“ Und was wir uns jetzt angeschaut haben, vorhin haben wir gesehen, es gibt noch eine andere Möglichkeit und das ist der Kampf. Und das ist nicht einfach, aber wenn wir in der Situation sind, können wir auf Gott schauen. Wir können uns auf seine Verheißungen berufen. Wir können beständig in ihm bleiben und die Kraft von ihm, die er uns gibt, befähigt uns dazu, mit der Versuchung umzugehen.

[22:50] Und schön ist, das steht in Hebräer 2, Vers 18, dass Jesus weiß, wie wir uns fühlen, wenn wir in dieser Situation sind, weil er auf der Erde war und weil er auch versucht wurde. Und in Hebräer 2, Vers 18 steht: „Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.“

[23:17] Ich habe noch ein paar Zitate zum Abschluss, die das noch mal ganz gut verdeutlichen. In „Ruf an die Jugend“ steht: „Schreie zum Herrn, versuchte Seele, klammere dich hilflos und unwürdig, wie du bist, an Jesus und berufe dich genau auf seine Verheißung. Der Herr wird hören. Er weiß, wie stark die Neigungen des menschlichen Herzens sind.“ Oder in „Heavenly Places“: „Sobald wir einwilligen, mit dem Willen Gottes übereinzustimmen, steht die Gnade Christi bereit, um mit dem Menschen zusammenzuwirken.“ Und in „Review and Herald“ von 8. August 1907: „Um jede versuchte Seele stehen Engel Gottes bereit, das Banner der Rechtschaffenheit zu erheben, wenn der Versuchte den Geist des Widerstandes gegen das Böse zeigt.“ Das sind mächtige Verheißungen und die dürfen wir in Anspruch nehmen.

[24:07] Wir wollen noch zwei Verse in der Bibel lesen, nämlich in Judas 24 und 25. Auch dort sind Verheißungen. Judas 24 und 25.

[24:22] „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit.“ Gott kann uns vom Straucheln bewahren, wie es hier steht.

[24:42] Und in Jesaja 41 gibt er uns auch noch schöne Verheißungen. Jesaja 41 und dort Vers 10: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch. Ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Und in Vers 13: „Denn ich, der Herr, dein Gott, ergreife deine rechte Hand und sage dir: Fürchte dich nicht, ich helfe dir.“ Das sind Verheißungen. Lasst uns die Verheißungen in Anspruch nehmen, damit wir einen Charakter entwickeln, der dem ähnlich ist wie Henoch und der Gott gleich ist.

[25:31] Was passiert aber, wenn wir trotzdem fallen? Ich glaube, jeder von euch hat schon mal Situationen gehabt, in denen er der Versuchung erlegen ist. Lasst uns in Sprüche 24 schauen. Sprüche 24, Vers 16. Auch dort haben wir eine Verheißung. Sprüche 24, Vers 16.

[25:47] „Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.“ Das heißt, wenn ich gefallen bin, kann ich erneut zu Gott kommen, kann ihn um Vergebung bitten, kann auf ihn schauen und kann von ihm wieder die Kraft bekommen für die nächste Versuchung.

[26:17] Im Band 1 von „Für die Gemeinde“ geschrieben steht: „Gott gibt uns nicht auf wegen unserer Sünden. Wir mögen Fehler machen und den Heiligen Geist betrüben, aber wenn wir bereuen und mit zerknirschtem Herzen zu ihm kommen, wird er uns nicht abweisen.“ Es gibt Hindernisse zu beseitigen, ungute Gefühle wurden gehegt, Stolz, Selbstgenügsamkeit, Ungeduld und Murren. Das alles trennt uns von Gott. Sünden müssen bekannt werden. Die Gnade muss noch stärker an uns arbeiten.

[26:48] Und ein anderes Zitat, Seite 238, da steht: „Alle sind fehlbar, alle begehen Fehler und fallen in Sünde. Wenn der Übeltäter aber bereit ist, seine Verfehlungen einzusehen, sobald sie durch Gottes überführenden Geist deutlich gemacht werden und er sie mit demütigem Herzen bekennt, so kann er wiederhergestellt werden.“

[27:08] Das heißt, wenn wir das zusammenfassen, haben wir gesehen, dass wir einen Charakter haben, der ziemlich eng mit Sünde verknüpft ist und dass wir ein ziemlich egoistisches Ich zum Teil haben, was in uns kämpft. Und wir haben aber auch gesehen, dass Gott uns Verheißungen gibt, auf die wir uns berufen können, dass wir unseren Blick heben können zu Gott und dass wir ohne Zweifel seinem Wort vertrauen können und dass es wichtig ist, dass wir beständig in Gott bleiben, dass er mit seiner Kraft durch uns wirken kann und dass, wenn wir uns in Gottes Turm, so wurde das beschrieben, bergen, dass Gott uns Schutz gibt und Satan sogar vor uns zittert. Und das haben wir bei Henoch vorhin gesehen, der beständig mit Gott gegangen ist. Und Gott möchte uns auch befähigen, dass wir selber ein Leben führen können, indem wir wandeln mit Gott.

[28:15] Ich möchte euch einladen, wenn es euer Wunsch ist, dass ihr mit mir noch niederkniet und zum Abschluss noch betet.

[28:30] Vater im Himmel, wir haben gesehen, wie unser Charakter doch viele sündhafte Neigungen haben. Aber wir haben auch gesehen, wie du uns Kraft gibst und wie du uns Verheißungen gibst, auf die wir uns berufen dürfen, um der Sünde und dem Ich abzusterben, um ein geheiligtes Leben zu führen, das dir ähnlich ist. Vater, ich möchte dich bitten, für alle, die hier im Raum sitzen und die, die zugeschaut haben, dass du uns den Wunsch gibst, dem Ich abzusterben und dass du uns die Kraft gibst, in der Versuchung auf dich zu schauen und von dir Hilfe zu erbitten und ohne Zweifel darauf zu trauen, dass du uns auch helfen wirst. Vater, ich danke dir für deine ganzen Verheißungen, dass du Liebe bist und dass du treu zu deinem Wort stehst. Amen.


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.