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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2017-1st-Nr-1

In dieser Cannstatt Study Hour Lektion mit Dominique Quinger wird die tiefe Verbindung zwischen dem Heiligen Geist und dem Wort Gottes beleuchtet. Es wird erklärt, wie der Heilige Geist an der Inspiration und Entstehung der Bibel beteiligt war und wie er auch heute noch wirkt, um Gläubigen das Verständnis der Schrift zu ermöglichen. Die Lektion betont die Glaubwürdigkeit und Autorität der Bibel als Gottes Offenbarung und wie der Heilige Geist uns hilft, diese Wahrheit zu erkennen und im Leben umzusetzen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Wir sind froh, dass ihr euch wieder eingeschaltet habt, dass ihr mit uns zusammen das Wort Gottes studieren wollt, auch in diesem neuen Jahr und vor allen Dingen auch mit einem neuen Lektionsthema. Das Thema, mit dem wir uns ja ein Vierteljahr jetzt beschäftigen werden, handelt vom Heiligen Geist, seine Person, seinen Dienst in der Gemeinde, im persönlichen Leben. Und heute wollen wir uns in dieser Lektion besonders mit dem Thema dem Heiligen Geist und dem Wort Gottes im Zusammenspiel beschäftigen. Und wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 7. Januar. Und wie es unsere Gewohnheit ist, möchten wir vor allen Dingen zu Beginn ein Gebet sprechen. Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir jetzt zur Ruhe kommen dürfen, dass wir dein Wort studieren dürfen. Vor allen Dingen über dieses extrem wichtige Thema. Wir bitten dich, dass du ja alles Störende fernhältst, dass du uns segnest, vor allen Dingen auch mit deinem Heiligen Geist, dass wir ja die Wahrheit erkennen dürfen und dass wir auch sehen dürfen, wie wir es in unserem Leben umsetzen dürfen. Wir bitten dich darum in deinem Namen. Amen.

[1:43] Wie schon angesprochen, das Thema der Heilige Geist und das Wort sind ja für sich zusammen oder wenn man es als zwei Themen betrachtet, zwei sehr große Themen. Aber wir wollen vor allen Dingen uns mit im Zusammenspiel dieser beiden Themen befassen. Und dennoch, obwohl es jetzt nicht genau das Thema ist, sich mit der Göttlichkeit des Heiligen Geistes zu beschäftigen, denke ich, ist es wichtig, dass wir uns vor Augen führen, dass wir uns hier mit der Göttlichkeit des Heiligen Geistes und dementsprechend mit Gott beschäftigen. Und dieses spezielle Thema wird noch später kommen in einem der Lektionen. Ich glaube, es ist die vierte Lektion. Aber dass wir einfach uns bewusst sind, mit was wir es hier zu tun haben in diesem Studium. Und wir kennen bestimmt die Texte aus Jesaja 40, Vers 28, wo es heißt, dass der Verstand Gottes unausforschlich ist oder aus Jesaja 55, dass die Wege Gottes so viel höher sind und wir als Menschen sie nicht wirklich vollständig fassen können. Und genauso ist es auch, wenn wir uns dann mit dem Heiligen Geist beschäftigen. Und hinzu kommt, dass der Heilige Geist meistens eher noch im Hintergrund arbeitet. Und die Lektion hat es in dem Einleitungsteil zu der Lektion so beschrieben, dass der Heilige Geist sich nicht in den Vordergrund stellt, sondern eher im Hintergrund ist, weil es eine Aufgabe ist, auf Jesus hinzuweisen. Und das fand ich einen interessanten Gedanken. Und was in der Lektion nicht als Hauptpunkt betrachtet wurde, aber ich gern einfach zu Beginn nochmal kurz nennen möchte, ist eben die Verbindung zwischen dem Heiligen Geist und dem Wort, dem lebendigen Wort, Jesus Christus. Und ich denke, das ist ein sehr interessanter Start in die Lektion, wenn wir sehen, wie der Heilige Geist eben im Wirken, vor allen Dingen im menschlichen Wirken von Jesus zu finden war.

[3:59] Und wir müssen die Texte nicht alle lesen. Ihr habt sie auch nachher in einem Manuskript zu finden. In Jesaja 11 zum Beispiel. Verse 1 bis 5. In den ersten Versen lesen wir schon. Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isai und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn. Und dann geht es so weit. Und wir wissen diese Verbindung zwischen Offenbarung, wo auch von dem Geist und den sieben Geistern gesprochen wird, die wir hier auch wiederfinden, vereint in dem Heiligen Geist. Und dass er eben auf Jesus ruhen wird. Also diese Prophezeiung sehen wir schon im Alten Testament. Und dann sehen wir auch weiter, wie genau das schon im Beginn von Jesus, im Beginn vom Leben Jesu als Mensch ja stattgefunden hat. In Lukas 1 Vers 35 oder Matthäus 1 Vers 18 bis 20 lesen wir folgendes. In Lukas 1 heißt es dort. Der Engel antwortete und sprach zu ihr. Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt. Also hier sieht man auch, wie der Heilige Geist schon bei der Menschwerdung ja beteiligt war von Jesus.

[5:35] In Lukas 3 Vers 21 lesen wir. Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete. Da tat sich der Himmel auf und der Heilige Geist fuhr nieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube. Und eine Stimme kam aus dem Himmel. Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich wohlgefallen. Also auch hier bei der Taufe Jesu sehen wir, dass der Heilige Geist dort eine entscheidende Rolle gespielt hat. In Lukas 4 lesen wir, wie der Geist ihn in die Wüste geführt hat. In Vers 1 und auch in Vers 14 heißt es. Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte. Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von jedem Mann gepriesen. Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen. Also hier sieht man auch, wie der Heilige Geist vor allen Dingen im Dienst als Prediger im Leben Jesu gewirkt hat. Und wir lesen das dann auch in den weiteren Folgen, Versen ab Vers 17, wo Jesus dann die Rolle aus Jesaja nimmt und sagt, der Geist des Herrn ist auf mir. Also wir sehen es wirklich durch die einzelnen Phasen. In Jesus war der Heilige Geist immer präsent. Und er hat auch, ja nicht nur Präsenz, sondern auch eine bedeutende Rolle dort gespielt im Dienst Jesu.

[7:12] Auch so in Matthäus 12, Vers 28. Da heißt es, wenn ich aber die bösen Geiste durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Ja, auch hier sieht man, wie Jesus vor allen Dingen dann auch in der Gesundheitsarbeit böse Geiste ausgetrieben hat. Und das immer mit dem Heiligen Geist in Verbindung. Und den letzten Vers in Bezug auf das Leben Jesu und den Heiligen Geist finden wir in dem Buch Johannes. Und dort in Vers, oder Kapitel 20. Und dort in Vers 22 heißt es, und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen, nimmt hin den Heiligen Geist. Also auch hier sieht man, dass nach der Auferstehung Jesus seinen Heiligen Geist auch weitergegeben hat an die Jünger. Und so sehen wir, dass der Heilige Geist immer eine besondere Rolle im Leben Jesu gespielt hat. Und ich denke, das ist interessant und auch wichtig, sich nochmal in Erinnerung zu rufen, wenn wir uns jetzt mit dem geschriebenen Wort Gottes befassen.

[8:50] Und steigen wir ein in die Lektion. Der Merkvers, diese Woche war ja ein bekannter Timotheus-Vers, 2. Timotheus 3, Vers 16. Und zu späterer Zeit werden wir nochmal speziell auf diesen Vers eingehen. Aber jetzt einfach nochmal kurz möchte ich ihn lesen und einen Einpunkt herausarbeiten. Da heißt es in Vers 16. Das heißt, hier werden zwei Dinge eigentlich deutlich. Das eine ist, dass die Schrift durch Gott eingegeben wurde. Und wir werden uns später nochmal mit dieser Formulierung auseinandersetzen. Das heißt, er war bei der Entstehung der Bibel entscheidend. Genauso ist die Bibel dann aber auch entscheidend, wenn der Mensch liest und Weisungen daraus empfängt. Das heißt, wir haben zwei Elemente, die wichtig sind, die wir auch im Laufe der Lektion genauer betrachten können. Das heißt, der Heilige Geist war auf der einen Seite in der Vergangenheit tätig, bei der Inspiration der Bibel und bei der Entstehung der Bibel. Und genauso ist er aber auch in der Gegenwart tätig, wenn die Bibel gelesen wird. Und wenn ein Gläubiger die Bibel verstehen möchte, ist der Heilige Geist genauso am Werk. Und das ist eben das Interessante, dass es ein und derselbe Geist ist, um eben sicherzustellen, dass es ja nicht irgendwie noch andere Quellen sind, sondern sicherzustellen, dass eben nichts verloren geht von der Bedeutung, die Gott in die Schrift hineingelegt hat.

[10:52] Und wenn wir in den Sonntagsgedanken einsteigen, da war ein Vers, der auch sehr bekannt ist, aus 2. Petrus 1, Vers 19 bis 21 im Fokus, wo es eben um die Offenbarung des Wortes ging. Und ja, dieser Vers spricht eben auch von der Inspiration der Schrift. Und interessant ist, dass man dann auch in dem folgenden Kapitel, in Kapitel 2 und ich glaube auch Teile von 3, dann über Irrlehre gesprochen wird in großem Maße. Das heißt, es war ihm wichtig zu zeigen, was eben wirklich aus Gottes Geist entspringt und was eben nicht aus Gottes Geist entspringt. Und deswegen haben wir hier diese zwei Kapiteln ganz nah beieinander oder Texte ganz nah beieinander. Da heißt es in Vers 19 im Kapitel 1 des 2. Petrusbriefes, umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das das scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Also hier haben wir diesen Begriff von Licht vor allen Dingen sehr deutlich dargestellt, der in die Dunkelheit scheint. Und das erinnert uns, denke ich, auch an Texte wie 2. Korinther Vers 4, 2. Korinther 4 Vers 6, da heißt es, denn Gott, der sprach, Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

[12:47] Also hier wird auch die Schöpfung beschrieben und Gottes Wort als schöpferische Kraft. Was ich vergessen hatte zu erwähnen ist natürlich, im ersten Buch Mose haben wir schon vom Heiligen Geist im Schöpfungsbericht, ja, lesen wir von ihm und da haben wir auch eben alle Personen beschrieben. Also zum einen Gott, der spricht, also das Wort Gottes und der Geist, der auf dem Wasser schwebt. Und wie der Text auch in Korinther sagt, ermöglicht das Licht, dass wir die Erkenntnis haben von der Herrlichkeit Gottes. Und genauso haben wir auch in Petrus gelesen, wie das Licht eben die Dunkelheit erleuchtet und ja, unser Herz erleuchtet. Und genauso ist es eben, wenn der Heilige Geist durch die Schrift eben in unser Herz scheint und dass wir dadurch Wahrheiten erkennen dürfen. Und es wird eben deutlich, dass die Schrift das Mittel ist, Gottes Offenbarung ist, damit wir ja sein Wesen und seinen Willen oder wie es Korinther ausdrückt auch seine Herrlichkeit erkennen dürfen. Und darum sollten wir acht darauf geben, wie es der Text ausdrückt.

[14:16] Und das Interessante ist, wenn man sich vorstellt, dass wenn es einen dunklen Raum hat und dort ist ein Licht, eine Kerze zum Beispiel, dann wird ja auch nicht alles komplett ausgeleuchtet von der Kerze. Es ist sicherlich, dass wir viel mehr sehen, wie wenn es komplett dunkel wäre, aber es gibt auch nicht alle Stellen, die ausgeleuchtet werden. Und ich glaube, das ist auch dieser Vergleich, der hier zur Geltung kommen soll, ist, dass das prophetische Wort, was wir jetzt haben, eben nur ein gewisses Licht ausstrahlt, aber nicht uns komplett offenbart, wie Gott zu 100% ist, dass wir ihn komplett begreifen können und dass er sich komplett offenbart. Und auch eine Parallele, die wir sehen, ist zum Beispiel in Psalm 119, wo es heißt, dass das Wort die Leuchte ist auf dem Weg und für den Fuß. Das heißt auch, dass vielleicht nicht der ganze Weg beleuchtet ist oder alles drumherum, aber dass genug Licht scheint, dass unser Tritt eben sicher ist. Und im Gegensatz dazu spricht er dann nicht mehr von dem kleinen Licht, sondern von dem Tageslicht, wenn der Morgen anbricht, wenn der Morgenstern kommt. Und der Morgenstern ist ja auch in Offenbarung, sehen wir es als Parallele zu Jesus. Das heißt, wenn Jesus wiederkommt, dann wird er sich in einer Art und Weise offenbaren, wie selbst die Schrift es nicht konnte, wenn wir ihn dann wirklich mit den Augen sehen. Und genauso haben wir aber eben genug Licht für unsere Zeit.

[16:04] Dieser Text über Jesus und den Morgenstern stand in Offenbarung 22, Vers 16. Weil es eben zeigt, dass zum einen von der Schöpfung wir den Heiligen Geist sehen, vom ersten Buch Mose und sogar vom ersten Kapitel bis zum letzten Kapitel in der Bibel. Offenbarung Kapitel 22 und dort in Vers 16. Vers 16 heißt es, ich Jesus, also Jesus spricht selber, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht dabei jetzt der helle Morgenstern. Und dann in Vers 17 heißt es, und der Geist und die Braut sprechen komm, und wer es hört, er spreche komm, und wen dürstet, der komme, und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Das heißt, Jesus ist das wahre Licht und bis zu dem Zeitpunkt, wo er dann unsere Sonne sein wird sogar, haben wir die Bibel als Licht und Weisung, der wir folgen dürfen und die wir auch vor allen Dingen achtgeben sollen. Durch inspirierte Prophezeiungen stärkt sie unseren Glauben und zeigt uns vielleicht nicht alle Dinge in der Zukunft, aber doch einige Dinge, die in der Zukunft geschehen werden, die uns als Sicherheit dienen dürfen. Und ja, in Offenbarung 22 Vers 5, ich hatte es kurz angesprochen, heißt es, und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keine Leuchte und nicht das Licht der Sonne. Also hier auch der Begriff zur Leuchte, der kleinen Kerze oder Lampe, und nicht des Lichts der Sonne. Denn Gott, der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ja, selbst dieses Licht, das jetzt in der Dunkelheit so stark scheint und uns die Wahrheit zeigt, wird untergehen, wenn wirklich die Herrlichkeit Gottes in Jesus Christus offenbart wird.

[18:19] Wenn wir weitergehen in Petrus Text, in Kapitel 1, heißt es in Vers 20, und das sollt ihr von allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache einer eigenen Auslegung ist. Also hier macht die Schrift selber deutlich, dass es wirklich keine Weissagung ist, die aus eigener Sache ausgelegt wird. Das heißt, der Geist wird jetzt nicht einer Person sagen, okay, das ist das, das ist die Wahrheit, und einer anderen Person zum gleichen Thema sagen, okay, die Wahrheit ist aber so und so. Also es wird keine Konflikte geben, weil die Menschen nicht selber diese Auslegungen hervorgebracht haben, sondern weil sie durch den Geist gewirkt wurden. Und in Vers 21 heißt es, denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet. Und das ist auch gleichzeitig der Übergang zum Montagsgedanken, wo wir uns mit der Bibel und ihrer Inspiration beschäftigt haben. Und wir noch mal bestätigt bekommen, dass sie nicht aus menschlichem Willen hervorgebracht worden ist und auch gesagt wird, dass sie getrieben worden ist von dem Heiligen Geist.

[19:44] Und das Interessante ist, dieses Wort phäro, was dort steht für treiben, also in meiner Lutte heißt es zumindest, sie wurden getrieben vom Heiligen Geist, bedeutet so viel wie tragen, bringen, oder, ich hatte mir noch was aufgeschrieben, ja, bewegen. In King James, also in der englischen Version, heißt es glaube ich auch moved by the spirit, also die wurden bewegt vom Geist. Und das bringt einen Punkt besonders zur Geltung, und zwar, dass der Geist die bewegende Kraft ist. Wenn jemand jemand anderen trägt, dann ist derjenige, der ihn trägt, derjenige, der die Richtung bestimmt. Und das zeigt eben, dass bei dem prophetischen Wort, bei der Inspiration der Bibel, der Heilige Geist derjenige war, der aktiv war. Und vor allen Dingen von den Gedanken her, aber der Schreiber eben der war, der passiv war. Oder zu gewissen Teilen, ja. Das heißt, manche Leute denken, ja, man muss den Geist kontrollieren. Eigentlich ist es genau andersherum. Also die Schreiber haben nicht den Geist kontrolliert, sondern der Heilige Geist hat die Schreiber kontrolliert. Und, ja, inspiriert. Und diese Menschen haben im Namen Gottes geredet.

[21:12] Und, vielleicht springe ich jetzt hier kurz, aber dort, was bei, also Lutze übersetzt, im Namen Gottes geredet, was dort eigentlich steht im Urtext, heißt Hagios Anthropos Theos, also Heilig, Menschen und Gott. Und das heißt im Prinzip, was hier wirklich steht, das waren heilige Männer Gottes, die dort gesprochen haben. Und dieses Heilig ist ja auch ein Wort für ausgesondert sein, abgesondert sein. Das heißt, diese Menschen waren von Gott abgesondert und wurden vom Heiligen Geist bewegt und getragen in diesen Prozess, wo sie die Bibel niedergeschrieben haben. Und ich glaube, das ist auch der Grund oder ein Grund, wieso der Heilige Geist auch oft mit Bildern verwendet wird, die ein bewegendes Momentum zeigen. Also zum Beispiel der Heilige Geist wird als Taube dargestellt, er wird als Feuer dargestellt, er wird als Wasser dargestellt und wird auch als Wind dargestellt. Das sind alles sehr, vielleicht bis auf die Taube jetzt, aber die anderen sind sehr gewaltig, mächtig und immer vor allen Dingen auch in Bewegung, was eben deutlich zeigen soll, dass der Heilige Geist eben derjenige ist, der bewegt und nicht der Mensch, der den Heiligen Geist bewegt.

[22:39] Und das krasseste Beispiel, wenn Gottes Geist jemanden bewegt, etwas niederzuschreiben oder eine Prophetie auszusprechen, sehen wir im Beispiel von Bileam. Und das könnt ihr selber nachlesen im dritten Mosevers, Kapitel 22 und 23 habt ihr die komplette Geschichte. Bileam kam wirklich mit dem Gedanken oder wurde sogar beauftragt, das Volk Israel zu verfluchen. Aber unter der Inspiration, diesen einen Text könnt ihr vielleicht lesen, im dritten Mose 23, das heißt er kam mit diesem Gedanken, das Volk zu verfluchen, hat er den Auftrag dafür bekommen, natürlich nicht von Gott. Kapitel 23, ok, dritte Mose stimmt nicht, das müsste, das ist wahrscheinlich nicht der dritte Mose dann gewesen. Ok, der Text ist mir jetzt entfallen, ich reiche ihn nach im Sendemanuskript. Aber was eben deutlich wird, ich meine wir kennen ja die Geschichte, obwohl er mit dem Gedanken kam zu verfluchen, ist nachher nur Segen hinausgekommen aus seinem Mund und der Text sagt eben, wenn ich es richtig weiß, dass Gott eben diesen Segen in seinen Mund gelegt hat. Das heißt, selbst wenn jemand verfluchen möchte, wenn er verfluchen möchte, wenn Gottes Geist am Wirken ist, kann er selbst das nicht mehr machen. Und das ist auch gleichzeitig ein schönes Beispiel, das uns zeigt, was uns zeigt, wie glaubwürdig die Bibel eigentlich dadurch auch wird, die Wahrhaftigkeit und die Glaubwürdigkeit der Bibel dargestellt wird. Dass auch wenn sündige Menschen etwas niedergeschrieben haben, selbst wenn sie es nicht mal hätten wollen, die meisten Schreiber wollten das natürlich, aber selbst wenn sie es nicht hätten wollen, Gott hätte durch seinen Geist die Möglichkeit gehabt, das Richtige niederzuschreiben zu lassen.

[25:14] Und dieser Geist wird ja auch in Johannes 14 als Geist der Wahrheit angesprochen. Und wir wollen uns auch einige Verse im Johannes anschauen. Johannes Kapitel 14, Vers 16. Da heißt es, und ich will den Vater beten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit. Und dann Vers 17, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Also der Geist der Wahrheit spricht dementsprechend. Nur Wahrheit. Und das sehen wir auch in einem weiteren Kapitel, Kapitel 15, Vers 26. Da heißt es, wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. Das heißt, hier sehen wir, dass die Aufgabe des Heiligen Geistes eben war, ein Zeugnis zu geben. Und das hat er natürlich auch vor allen Dingen in der Schrift getan, bei der Inspiration der Schreiber. Das heißt, die Aufgabe des Geistes, wie auch der Bibel selbst, ist es, Jesus zu erhöhen.

[26:44] In Kapitel 16, Vers 13 in Johannes lesen wir, wenn aber jener der Geist der Wahrheit kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten, denn er wird nicht auf sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Das heißt, die Informationen, die der Heilige Geist hat, die kommen ja auch von Jesus. Das heißt, sie kommen von Jesus und er spricht über Jesus.

[27:16] Und ein weiterer Vers lesen wir in Jeremia 1, Vers 5 und 6, da heißt es, bei der Berufung von Jeremia heißt es, in Vers 4 schon, und das Herrnwort geschah zu mir, ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleib bereitete und sonderte dich aus, also dieses Aus, sondern wieder, der Prozess der Heiligung, Gott sondert jemanden aus, für die Botschaft, die Botschaft zu verkündigen, ehe du von der Mutter geboren wurdest und bestellte dich zum Propheten für die Völker. Ich aber sprach, ach Herr, Herr, ich tauge nicht zu predigen, denn ich bin zu jung. Also Jeremia war sich bewusst, seine natürlichen Fähigkeiten sind nicht in der Lage, diesen Auftrag Gott zu verkündigen, ja, nachzukommen.

[28:08] Und jemand anderes, der auch den gleichen Gedanken hatte, kennen wir natürlich auch im 2. Mose, Vers 4, Kapitel 4. 2. Mose, Kapitel 4. Meistens haben wir diese Geschichte bei Berufungen von Leuten. Da heißt es in Vers 10, Mose aber sprach zu dem Herrn, ach mein Herr, ich bin von dir her nicht berät gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest, denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge. Also Mose war auch der Meinung, dass seine natürlichen Fähigkeiten nicht ausreichen, um ein Werkzeug und ein Sprachrohr für Gott zu sein.

[28:58] Und das bringt uns zu unserem nächsten Punkt, und zwar die verschiedenen Arten der Inspiration. Es gibt die verschiedensten Theorien. Ich habe einfach mal ein paar rausgesucht. Da gibt es zum Beispiel die Theorie der Intuition. Und was das heißt, ist eigentlich, dass diese ganzen Schreiber waren eigentlich Genies, die sehr belesen waren und einfach durch ihre eigene Weisheit dazu beigetragen haben, dass die Bibel so entstanden ist. Und die haben ihre Weisheit dadurch kundgetan. Dann gibt es die Theorie der Illumination. Das heißt, der Heilige Geist verbessert einfach nur die natürlichen Fähigkeiten der Schreiber. Sie wurden dadurch in einem besonderen Zustand erhoben das niederzuschreiben, aber es bleibt dabei. Es ist einfach nur eine Verstärkung der natürlichen Fähigkeiten, die schon vorherrscht im jeweiligen Schreiber.

[30:04] Und dann haben wir natürlich die Personalinspiration. Das heißt, Gott gibt den Gedanken und ein Konzept, aber der Schreiber drückt diese Gedanken und das Konzept mit seinen eigenen Worten aus. Und dann gibt es diesen Begriff der verbale Inspiration, der im Evangelischen Christentum die am weitesten verbreiteten Theorie oder Ansicht ist. Und die besagt eben, dass der Heilige Geist auch die Worte und die Ausdrücke eingegeben hat. Und in dem Zusammenhang gibt es eben noch das Diktat, dass sozusagen der Heilige Geist wirklich jedes einzelne Wort eingegeben hat. Und im Prinzip der Schreiber nur seinen Finger bewegt hat. Oder seine Hand.

[31:00] Und obwohl wir als Adventisten jetzt nicht an die verbale Inspiration glauben, also an die komplette verbale Inspiration der Bibel, müssen wir, denke ich, doch gewisse Freiräume lassen. Und zwar genau dort, an den Stellen, wo wir lesen, und Gott sprach. Oder der Herr redete zu mir. Wir haben das vor allen Dingen im Alten Testament, wo es dann heißt, das Wort des Herrn kam. Oder eben Gott sprach. Genauso haben wir es auch im Neuen Testament. Ihr kriegt die Verse im Sendemanuskript. Wir haben jetzt nicht die Zeit, die alle anzuschauen. Aber auch im Neuen Testament schreiben die Schreiber eben auch von einer Inspiration, dass sie inspiriert wurden. Also der 2. Timotheus 3, Vers 16 ist ein Beispiel. Der 2. Petrus 1, 21. Oder auch 1. Korinther 2, Vers 13.

[32:00] Und schauen wir uns doch genauer die Funktionsweise an. Wie funktioniert denn jetzt diese Inspiration? Und lass uns kurz dazu nochmal zurück zu dem Merkvers gehen für diese Woche. Im 2. Timotheus 3. 2. Timotheus 3. Und dort in Vers 16. Ich lese ihn nochmal vor. Denn alle Schrift von Gott eingegeben ist Nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allen guten Werk geschickt. Das Wort, was hier für eingegeben verwendet wird, heißt im Griechischen Theopneustos. Also Theo von Gott pneust. Wir kennen es vielleicht von pneumatischen Elementen, also wo Luft bewegt wird. Und der Begriff heißt eigentlich Atmen oder Blasen. Das heißt, der Begriff heißt also es wurde von Gott ausgeatmet. Also dieses, was hier von Gott eingegeben ist, beschreibt wirklich diesen Prozess von Eingebung, vor allen Dingen durch Luft in der Wortbedeutung.

[33:18] Und dieser Begriff kommt uns immer wieder vor. Also wir lesen im 1. Mose 2, als der Mensch erschaffen wurde in Vers 7, dass auch dort der Geist das Leben gespendet hat im Menschen. Oder auch, wir hatten vorhin einen Text in Johannes 20, Vers 22 gelesen, wo Jesus die Jünger anhaucht, anbläst und sagt, nehmt hin den Heiligen Geist. Also auch wieder dieser Gedanke, wie der Geist übertragen wird.

[33:56] Und Ellen White gibt eine auch sehr gute Zusammenfassung über die Form der Inspiration, die verwendet wurde, als die Bibel niedergeschrieben wurde. Ich habe euch auch das Originalzitat in Englisch gesendet im Manuskript, das ist in Selected Messages, Band 1. Und im Deutschen heißt es, die Bibel wurde von inspirierten Männern geschrieben. Aber wir finden dort nicht Gottes Modalitäten an Gedanken und Ausdrucksformen. Diese sind dem menschlichen Bereich entnommen. Gott wird hier nicht als Schreiber dargestellt. Oft sagen die Menschen, dieser Ausdruck passt nicht zu Gott. Gott hat sich aber nicht selbst in der Bibel durch Worte, Logik und Rhetorik hervortun wollen. Die Verfasser der Bibel waren Gottes Schreiber, nicht seine Väter. Schaut euch die menschlichen Schreiber an. Es sind nicht die Worte der Bibel, die inspiriert sind, sondern es waren die Menschen, die inspiriert waren. Inspiration wirkt nicht auf die Worte des Menschen oder auf seine Ausdrucksweise, sondern auf den Menschen selbst, der unter dem Einfluss des Heiligen Geistes mit Gedanken erfüllt wird. Doch die Worte tragen den Stempel der jeweiligen Persönlichkeit. Der göttliche Geist hat sich mitgeteilt. Der göttliche Geist und Wille verbinden sich mit dem Geist und dem Willen des Menschen. Auf diese Weise werden die Worte des Menschen zum Wort Gottes.

[35:16] Sehr schön beschrieben. Eben die Wichtigkeit, die der Heilige Geist gespielt hat, aber dennoch die persönlichen Ausdrucksformen vom jeweiligen Schreiber auffinden. Und das ist genau das, was wir auch wiederfinden, wenn wir die Bibel lesen. Die persönlichen Eigenheiten, könnte man sagen, in der Ausdrucksweise, aber dennoch dadurch, dass es vom Heiligen Geist erfüllt war, die Menschen vom Heiligen Geist erfüllt waren, wurde eben sichergestellt, dass wir es als Wort Gottes bezeichnen können.

[35:54] Schauen wir uns noch an, was in diesem zweiten Timotheus über die Schrift gesagt wird und die Auswirkungen, die sie hat. Da heißt es nämlich, dass sie, zum einen, dass alle Schrift eingegeben ist von Gott. Es heißt aber auch, ist Nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung, in der Gerechtigkeit. Also Nütze zur Lehre bedeutet eben, den Willen Gottes zu lernen. Also eine Lehre, in Johannes 7, Vers 17, lesen wir zum Beispiel. Wenn jemand dessen Willen tun will, oder schon in Vers 16, Jesus antwortete ihr und sprach, meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er inne werden, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich von mir selbst ausrede. Also hier zeigt Jesus eben dieser Verbund zwischen Lehre und die Äußerung des Willen Gottes. Also eine Lehre ist nichts anderes, als dass Gott sagt, das möchte ich, dass du tust. Er äußert seinen Willen durch die Lehre.

[37:08] Dann haben wir die Zurechtweisung in Timotheus, die eben dazu da ist, den Menschen von der Wahrheit zu überzeugen. Dann haben wir die Besserung, wie es in Luther heißt, oder die Korrektur. Das heißt eine Wiederherstellung, eine Restauration, dort wo es Bedarf zur Restauration gibt, wo falsche Ansichten vielleicht vertreten werden, dass die korrigiert werden eben. Und dann haben wir den Begriff der Erziehung in der Gerechtigkeit. Also das heißt, dass der Mensch eben nicht nur den Willen Gottes kennen muss, dass er eben nicht nur überzeugt sein muss von der Wahrheit, dass er nicht nur wiederhergestellt wird, korrigiert wird, sondern dass er auch vor allen Dingen die Prinzipien der Gerechtigkeit versteht, dass er in der Lage ist auf dem Pfad der Gerechten zu wandeln. Und wenn man das vergleicht, was die Schrift, die von Gott eingegeben ist, für eine Funktion hat, sehen wir eigentlich auch, dass wir all diese Punkte eben auf den Heiligen Geist anwenden könnten. Also er ist derjenige, der nicht nur die Schrift eingegeben hat, sondern dessen Zweck es auch ist, Gottes Willen kundzutun, zur Korrektur zu bewegen und auch ein Verständnis über die Gerechtigkeit zu schenken. Und so sehen wir, dass die Verbindung zwischen dem Heiligen Geist und dem Wort Gottes, dass es im Prinzip die gleiche Aufgabe ist, die aber vom Heiligen Geist natürlich initiiert wurde.

[39:00] Lass uns weitergehen zum Dienstaggedanken. Dort war die Rede von der Wahrhaftigkeit der Bibel. Also können wir der Bibel trauen in anderen Worten. Ein Vers war aus Psalm 119. Und dort steht das, also Kapitel 119 und dort im Vers 160 steht folgendes. Dein Wort ist nichts als Wahrheit. Alle Ordnungen deiner Gerechtigkeit wären ewiglich. Also hier heißt es, dein Wort ist nichts als Wahrheit. Im Originaltext sozusagen lesen wir Kopf deines Wortes. Also der Kopf deines Wortes ist Wahrheit, würde hier stehen. Und das ist natürlich schwierig zu verstehen. Und deswegen hat es wahrscheinlich auch die Schreiber bewegt, das eben zu sagen, nichts als Wahrheit. Aber es zeigt eben, dass der Kopf dargestellt wird, weil er der Beginn der Gedanken ist und auch der Sitz der Gedanken. Das heißt, mit dem Kopf sozusagen fängt alles an und zeigt eben, dass die Wahrheit oder das Wort Gottes schon im Ursprung Wahrheit war. Es war nicht so, dass viele Gelehrte angefangen haben, sich Gedanken zu machen und dann im Laufe der Zeit hat sich so eine Wahrheit herauskristallisiert, indem man vielleicht die Natur beobachtet hat oder gesellschaftliche Kulturen irgendwie zu einem Entschluss gekommen sind, okay, das ist Wahrheit. Was der Text eben sagt ist, schon von Beginn an im Kopf sozusagen handelt es sich beim Wort Gottes schon im Ursprung um Wahrheit. Und dementsprechend sind auch alle Ordnungen seiner Gerechtigkeit für immerwährend und sind dementsprechend auch beständig.

[41:10] Und ein Vers haben wir in Johannes 17 gehabt. Viele von uns, denke ich, kennen ihn auswendig. Johannes Kapitel 17 Vers 17 heißt es, Heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Also erneut haben wir hier auch den Begriff von der Heiligung, dem Absondern, der gewissermaßen zwei Aspekte hat. Das eine ist die persönliche Heiligung im Sinne von reinzuwerden und das andere ist eben ausgerüstet werden zum Dienst, das Abgesondertsein zum Dienst für Jesus. Und beides kann eben nur in der Wahrheit geschehen. Und er bekräftigt nochmal, dass das Wort Gottes Wahrheit ist. Und dementsprechend können wir auch trauen.

[42:10] Und so sieht man das ja neben den meisten Punkten, die wir aufgreifen, um die Glaubwürdigkeit der Bibel darzustellen, wie zum Beispiel archäologische Funde oder auch Prophetie. Und die Prophetie ist ja auch schon vom Geist gegeben. Sehen wir hier eben auch einen weiteren Bereich in der Inspiration der Bibel. Das heißt, wenn man sich überlegt, dass diese 66 Bücher von über 40 Autoren geschrieben wurden, in einem Zeitraum, teilweise gleichzeitig, teilweise in einem Zeitraum von 1500 vor Christus bis 100 nach Christus, also 1600 Jahre etwa, geschrieben wurde. Und dass es nicht nur von unterschiedlichen Personen geschrieben wurde, sondern auch von Personen, die ja aus unterschiedlichen Herkünften waren. Da haben wir zum einen Hirtenfischer, wir haben aber auch Gelehrte, wir haben Könige. Es ist schon sehr faszinierend, wie die einzelnen Gedanken und Ausdrücke miteinander harmonieren. Dass wir sehen, dass wirklich ein gemeinsamer Faden sich dort durchzieht und wir eben sehen, dass es von einem und demselben Geist inspiriert wurde. Das ist der eine Punkt, der uns die Glaubwürdigkeit der Bibel näher legt.

[43:42] Der andere Punkt, der auch drin steckt, in diesem Begriff der Heiligung, und ist vielleicht der stärkste Beweis für die Glaubwürdigkeit der Bibel, ist eben die, was der Text in einem persönlich bewirkt, der inspirierte Text. Dass wir erfahren dürfen, dass wir eben durch die Wahrheit geheiligt werden, dass wir abgesondert werden, und dass wir erleben, wie eben das inspirierte Wort Gottes lebendig wird durch den Geist in deinem Leben und dich verändert. Und ich glaube, das ist wohl der stärkste Beweis dafür, dass wir sagen können, jawohl, Gottes Wort ist wirklich Wahrheit. Weil ich das selber in meinem Leben erleben durfte und erleben kann. Und all diese Punkte erlauben uns, dass wir auch Texte wie Jesaja 8, Vers 20 anbringen. Wir können es kurz lesen. Jesaja 8, Vers 20. Dass wir solche Texte anbringen, um eben die Glaubwürdigkeit der Bibel darzustellen. Und dass wir anhand der Bibel eben alles testen können.

[45:02] Nun heißt es, hin zur Weisung und hin zur Offenbarung, wenn sie das nicht sagen, so wird ihnen kein Morgenrot scheinen. Das heißt, wenn wir herausfinden, dass die Bibel glaubwürdig ist, dürfen wir eben sie auch als Test verwenden. Wann immer wir das müssen, wenn wir falschen Lehrern begegnen oder anderen Personen, die das und das behaupten, können wir eben uns auf die Bibel stützen.

[45:36] Ich will noch kurz, die Zeit ist schon vorangegangen, aber ich will noch kurz auf den Mittwochgedanken eingehen, wo der Heilige Geist als Lehrer dargestellt wurde. Oder der Aspekt hervorgehoben wurde. Johannes 14, Vers 26. Lesen wir zum Beispiel. Johannes 14, und da den Kapitel 26. Heißt es aber, der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird, in meinem Namen, der wird euch alles lehren. Das heißt, der Heilige Geist ist der Lehrer, der von Gott eingesetzt würde, von Jesus eingesetzt würde. Und der wird alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Das ist interessant, dass der Heilige Geist eben nicht nur bei der Erklärung der Bibel da war, dass er nicht nur dort ist, wenn wir die Bibel lesen und uns die Bibel verständlich macht, sondern dass er auch in der Lage ist, uns an biblische Worte, an die Worte von Jesus zu erinnern. Das ist ein sehr schöner Gedanke, wie ich finde.

[46:40] Und der andere Vers, den wir an diesem Tag behandelt hatten, war in 1. Korinther 2. Und dort im Vers 13, 1. Korinther 2, Vers 13 und 14 heißt es, und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lernen kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes, es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen, denn es muss geistlich beurteilt werden. Das heißt, hier haben wir, werden wir von zwei Arten mit Worten konfrontiert. Das eine sind die Worte der Menschen und das andere ist eben die Worte des Geistes. Und der Text legt eben nahe, dass der menschliche Verstand eben nicht ausreicht, um geistliche Themen zu verstehen und zu begreifen. Und wenn man etwas vom Geist Gottes verstehen will, dann ist eben nicht der menschliche Intellekt, der uns ausreicht, das zu tun. Unsere natürlichen Fähigkeit ist nicht ausreichend, um geistliche Dinge zu verstehen. Man muss eben den Heiligen Geist als Lehrer anerkennen und nur dann kann man auch geistliche Dinge verstehen.

[48:12] Und der natürliche Mensch lehnt von, ja, lehnt die Offenbarung Gottes eigentlich von Natur aus ab. Wir sehen das zum Beispiel im Buch Judas dargestellt. Dort in Vers 17 bis 21 heißt es ihr, aber meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus, als sie euch sagten, dass zu der letzten Zeit Spötter sein werden, die nach ihren eigenen gottlosen Begierden leben. Diese sind es, die Spaltungen hervorrufen, Niedriggesinnte, die den Geist nicht haben. Also diese Menschen, die die Spaltungen hervorrufen, haben den Geist nicht. Und dann heißt es in Vers 20, ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist und erhaltet euch in der Liebe Gottes und wortet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.

[49:26] Und dann hatten wir noch am Donnerstag das Thema der Heilige Geist und das Wort und wir hatten uns mit dem Johannes 5 auseinandergesetzt. Das wollen wir auch nun kurz tun. Johannes Kapitel 5, das waren die Verse 39 und 46 und 47. Da ist es, Jesus spricht hier zu den Pharisäern, ihr sucht der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin und sie ist die von mir zeugt. Und dann Vers 46 Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir, denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schrift nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?

[50:18] Und ja, Jesus spricht eben hier von der Inspiration und schlägt die Brücke zwischen dem Alten Testament, dem, was Mose geschrieben hat und der Zeit, in der er gelebt hat, der Zeit des Neuen Testaments und zeigt eben, dass diese Worte nicht irgendwie zufällig übereinstimmen, sondern dass sie vom selben Geist kommen und er selber ist es, der das bestätigt und dementsprechend können wir auch falsche Lehrer oder falsche Lehren ausmachen, wenn wir sie anhand der Bibel prüfen.

[51:00] Es werden hier ein paar Punkte in diesem Text deutlich, die ich kurz aufgreifen möchte. Das heißt, zum einen sehen wir, dass es Menschen gibt, in dem Fall waren es jetzt die Pharisäer, die geben vor, der Bibel zu glauben, aber nur so lange, bis sie nicht kollidiert mit ihren eigenen Vorstellungen oder so, wie sie das gerne haben möchten. Dann haben wir gesehen, dass es eine Pflicht ist, dass wir das heute selber studieren, um vor allen Dingen auch den Glauben zu festigen, dass Jesus Christus der Messias ist. Das ist genau, was sie hier anspricht. Und ein anderer Punkt ist, dass wir sehen, dass wenn jemand einen Teil der Bibel ablehnt, sagen wir jetzt mal zum Beispiel, das Alte Testament, in gewisser Weise lehnt er somit die ganze Bibel ab. Und Jesus hat es deutlich gemacht, dass das Alte Testament genauso göttlichen Ursprungs ist, oder vor allen Dingen göttlichen Ursprungs ist und gibt ihm dementsprechend die gleiche Autorität wie seine Worte. Das sind wichtige Punkte, denke ich.

[52:16] Und wenn wir einen kurzen Gedanken, den ich noch anbringen möchte, ist, wir haben jetzt viel über die Propheten, die von Gott berufenen und viel über die Schriften des Mose im Alten Testament. Und jetzt könnte jemand sagen, ja okay, was ist noch mit diesem anderen, dritten großen Teil, dem Psalmen? Sind die Psalmen inspiriert? Und ein Beispiel sehen wir im 2. Samuel 23. Das wird der letzte Teil unseres Studiums. 2. Samuel 23 heißt es in Vers 1, Dies sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn Israels. Es spricht der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des Gottes Jakobs, der Liebling der Lieder Israels. Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge. Es heißt, David hatte selber das Verständnis, dass er inspiriert war vom Heiligen Geist. Jetzt könnte man sagen, okay, er war nur selber der Meinung, aber das sagt ja noch nichts, dass er richtig lag. Und in dem Psalm selber, sie geben auch viel, sie geben die Bestätigung, dass sie inspiriert sind, wenn wir zum Beispiel von den messianischen Verheißungen in den Psalmen lesen, die ja zum großen Teil von David verfasst wurden, wie sie sich eben erfüllt haben.

[53:48] Und dazu kommt noch, dass wir in Markus Kapitel 12 folgende Worte lesen. Markus Kapitel 12 Vers 35 und 36, da heißt es, Und Jesus fing an und sprach, als er im Tempel lehrte, Wieso sagen die Schriftgelehrten, David's Sohn? David selbst hat durch den Heiligen Geist gesagt, und jetzt zitiert er einen Psalm, Der Herr sprach zu meinem Herrn, Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege. Also Jesus selbst hat bestätigt, dass David inspiriert war und dass die Psalmen inspiriert waren. Das heißt, wir haben gesehen, dass Jesus selbst immer wieder die Glaubwürdigkeit der Bibel hervorgehoben hat, dass er sich ja auch der Autorität, die sie hat, immer wieder bewusst war und vor allen Dingen seinen Mitmenschen bewusst hat.

[54:50] Und so haben wir durch dieses Studium wirklich gesehen, wie der Heilige Geist das Wort Gottes inspiriert hat, wie er die Schreiber inspiriert hat, wie er nicht nur bei der Inspiration tätig war, sondern eben auch beim Verständnis, wenn das die Menschen dann gelesen haben. Genauso auch, dass wir persönlich in unserem Leben feststellen dürfen, wie der Heilige Geist durch das Wort Gottes in uns wirkt. Und dass Jesus sich eben dieser Autorität immer bewusst war. Und die Frage ist natürlich dann, wie ist das mit uns? Sind wir uns bewusst über die Autorität der Bibel? Oder mit anderen Worten, stellen wir die Bibel an die Stelle in unserem Leben, wo sie sein soll. Und wenn es dein Wunsch ist, immer wieder neu die Bibel zu studieren, vor allen Dingen mit dem Hintergedanken, Jesus als Messias anzuerkennen und die geistliche Inspiration zu sehen in der Schrift, die uns eben ermöglicht, nicht nur das zu erkennen, sondern eben auch das umzusetzen zu dem, was uns der Heilige Geist zu dem, was er uns treiben möchte. Dann lade ich dich ein, dass wir jetzt zusammen ein Gebet sprechen.

[56:22] Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass du uns so viel Licht gegeben hast. Dass es unsere Dunkelheit erleuchtet hat. Die Dunkelheit der Welt und auch in unserem Verstand persönlich. Dass wir erkennen dürfen, dass du Gott bist. Dass wir ein Stück zumindest deiner Herrlichkeit erkennen dürfen, auch wenn wir nicht alles erkennen können. Wissen wir doch, dass die Zeit kommen wird, wo wir deine Herrlichkeit offenbart sehen, wenn sie in Jesus wiederkommt. Und dass du vor allen Dingen den Heiligen Geist dazu befähigt hast, dass wir eine Möglichkeit haben, zu verstehen, was du möchtest in unserem Leben. Dass du uns die Bibel geschenkt hast. Dass wir erkennen, was dein Wille ist für unser Leben. Dass wir aber auch Sicherheiten dadurch bekommen, in den Prophezeiungen, dass wir sehen, dass die Bibel glaubwürdig ist. Und dass wir auch sehen, was in der Zukunft noch geschehen wird. Dass wir so viel Licht haben, dass wir genug Licht haben, dass wir täglich unsere Schritte gehen dürfen mit dir. Und dass wir auch erleben dürfen, wie der Heilige Geist an uns wirkt. Und so möchte ich dich bitten, dass du uns ausrüstest mit deinem Heiligen Geist, der uns Verständnis über das Wort Gottes gibt. Und zwar das lebendige Wort Gottes, Jesus Christus. Dass wir erkennen, was er für uns getan hat, als er auf diese Welt gekommen ist und was er tun möchte, wenn er erneut kommt. Und so bitten wir dich darum und wissen, dass du es tun wirst, wenn wir in deinem Namen darum bitten. Amen.

[58:12] Ja, an dieser Stelle bedanken wir uns, bedanke ich mich, dass ihr eingeschaltet habt zu diesem spannenden Studium, das uns jetzt auch die nächsten Wochen begleiten wird. Und so sehen wir uns bis zum nächsten Mal. Gottes Segen.


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