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In dieser Predigt wird das Wirken des Heiligen Geistes beleuchtet, insbesondere seine Rolle bei der Überführung von Sünde, der Vermittlung von Gerechtigkeit und der Offenbarung des Gerichts. Die Sprecherin erklärt, wie der Heilige Geist uns hilft, unsere Sündhaftigkeit zu erkennen, uns aber gleichzeitig auf Gottes Gnade hinweist. Weiterhin wird die Bedeutung von Wachsamkeit und fester Hoffnung im Glauben hervorgehoben, um den Herausforderungen des Lebens und dem Einfluss des Bösen standzuhalten. Die Predigt betont, dass die Hoffnung auf Gott, die durch den Heiligen Geist in unseren Herzen verankert ist, uns Kraft und Zuversicht für unseren Glaubensweg gibt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von der Cannstatt Study Hour. Wir haben dieses Quartal ein sehr spannendes Thema gehabt und zwar haben wir über den Heiligen Geist studiert. Nun sind wir am Ende angelangt und diese Woche betrachten wir das letzte Thema. Wir haben in dem Quartal gesehen, dass der Heilige Geist göttlich ist. Wir haben gesehen, dass er eine Person ist. Wir haben viel über die Früchte und Gaben des Heiligen Geistes gesprochen und die Auswirkungen auf unser Leben. Und wir haben uns noch viel mehr Themen angeschaut.

[0:55] Bevor wir einsteigen in unser Thema heute, nämlich das Wirken des Heiligen Geistes, möchte ich gern zu Beginn beten. Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass wir uns jetzt genauer mit deinem Wort beschäftigen können. Ich möchte dir danken, dass du uns den Heiligen Geist geschenkt hast und dass wir so viel darüber lernen durften. Und ich möchte dich jetzt auch bitten, dass du uns erfüllst mit deinem Heiligen Geist, damit wir noch ein tieferes Verständnis bekommen von ihm und was er in unserem Leben bewirken kann. Bitte führe und leite du uns in unserem Studium. Amen.

[1:36] Der Merkvers für diese Woche steht in Römer 15, Vers 13. Und dort steht: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ Hier werden schon einige Eigenschaften sichtbar. Gott ist Hoffnung und er möchte uns Frieden und Freude geben. Und sein Ziel ist es, dass wir immer reicher werden an Hoffnung, die wir durch den Heiligen Geist bekommen. Und in dem Studium, das wir jetzt haben werden, werden wir uns anschauen, wie wir diese Hoffnung bekommen können und wie wir reicher werden können an der Hoffnung und welche Rolle der Heilige Geist darin spielt.

[2:34] In Johannes 16, 8-11 werden ein paar Eigenschaften des Heiligen Geistes genannt, die uns helfen zu verstehen, von welcher Hoffnung gesprochen wird in Römer 15. Wir schlagen mal auf, Johannes 16, Vers 8-11. „Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben. Von Gerechtigkeit aber, weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht. Vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.“

[3:18] Hier haben wir gesehen, dass nochmal drei Eigenschaften des Heiligen Geistes genannt werden. Und zwar, dass er uns überführen wird von Sünde, weil sie nicht an Gott glauben. Von Gerechtigkeit, weil Jesus bei Gott ist und nicht mehr für uns sichtbar ist. Und vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Wir wollen uns jetzt im weiteren Verlauf die drei Eigenschaften genauer anschauen und wir fangen an bei der Überführung von Sünde.

[3:52] Lesen wir nochmal Johannes 16, Vers 8-9. „Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben.“ Das heißt, der Heilige Geist hat die Aufgabe, uns von unserer Sünde zu überführen. Das heißt, er zeigt uns unsere Sünden. Und hier finde ich es wichtig, dass der Heilige Geist im Griechischen Parakletos genannt wird. Und wenn man dieses Wort übersetzt, dann heißt es Helfer, Anwalt oder Tröster.

[4:32] Und wenn der Heilige Geist ein Tröster ist und uns unsere Sünden zeigt, wie macht er das? Wenn jemand jemanden tröstet, dann ist er bei ihm, dann hilft er ihm, dann klagt er ihn nicht an, sondern zeigt ihm vielleicht Lösungen auf. Und wenn wir diese Eigenschaften jetzt auf den Heiligen Geist übertragen, der uns unsere Sünde zeigt, dann sieht man ja eigentlich, dass der Heilige Geist uns nicht anklagt und uns sagt, wie schlecht wir sind, sondern dass er uns, obwohl er uns unsere Sünde bewusst macht, gleichzeitig das Tröstend macht, indem er unseren Blick nicht auf unsere Sünde richtet, sondern auf den, der größer ist und der uns helfen kann.

[5:26] Das heißt, er zeigt uns unsere Sünde, aber gleichzeitig zeigt er uns auch, wie dringend wir Gnade brauchen und im nächsten Schritt dann auch, wo wir Gnade bekommen können. Wenn wir uns die Eigenschaften Gottes anschauen, Gott ist so rein, in ihm ist kein Falsch und er ist durch und durch Liebe. Das heißt, Gott ist perfekt, in ihm gibt es nichts Falsches. Das heißt, im Prinzip könnte Gott uns wirklich anklagen wegen unserer Sünde, weil wir keine Sache haben, in der wir irgendwie Gott gleichkommen könnten und wir eigentlich nur anerkennen können, dass er perfekt ist und dass er durch und durch Liebe ist.

[6:18] Aber wie wir gesehen haben, klagt der Heilige Geist uns nicht an, obwohl er das Recht dazu hätte, sondern er tröstet uns, er macht uns liebevoll auf die Sünde aufmerksam und er hält uns das Gnadenangebot Gottes vor Augen. Und jetzt die Frage an uns: Wenn Gott, der so rein ist und der perfekt ist, eigentlich das Recht hätte, uns anzuklagen und uns zu verurteilen und uns doch sein Gnadenangebot vor Augen hält, wie viel mehr sollen wir, die wir sündig sind, uns dafür hüten, jemand anderen zu verurteilen, weil wir uns das gar nicht zusprechen dürfen. Und davor warnt auch die Bibel.

[7:12] Lass uns mal aufschlagen, Römer 2, Vers 1. „Das heißt, hier warnt die Bibel ganz deutlich davor, dass wir richten, weil wenn wir andere Leute richten, dann richten sie uns nach dem Maßstab, den wir gesetzt haben.“ In Matthäus 7, Vers 3 wird das Thema auch noch angesprochen. Matthäus 7, Vers 3. „Aber wie wir gesehen haben in den Versen, warnt uns Gott hier, als unglaubwürdig dazustehen. Wenn Leute etwas sagen und ihr Handeln aber anders ist, dann finden wir sie unglaubwürdig und wir hinterfragen, ob sie wirklich das meinen, was sie sagen. Zum Beispiel, wenn ich auf Pünktlichkeit beharre und ich möchte, dass Leute pünktlich kommen und ich aber immer zu spät komme, dann hinterfragen sie und dann bin ich unglaubwürdig, weil ich selber nicht das einhalten kann, was ich sage.“

[8:56] Deswegen warnt uns Gott hier, weil er weiß, dass wir sündig sind und dass wir uns das nicht zusprechen dürfen zu richten. Außerdem, wenn ich andere Menschen wegen ihrer Sünde verurteile, dann nehme ich ein Werk für mich in Anspruch, für das ich gar nicht zuständig bin. Es ist der Heilige Geist und er macht es richtig und er weiß, was gut ist. Und der Heilige Geist ist der Tröster. Er hilft uns und er hat die Lösung schon bereit.

[9:31] Sünde zu erkennen ist schmerzhaft, aber der Heilige Geist als Tröster ist jemand, der nicht mit den Fingern der Wunde herumbohrt und es nur noch schlimmer macht, sondern er ist einer, der die Wunde säubert, der sie verbindet und der schaut, dass sie so zuwächst, dass keine Narben entstehen. Im Grundprinzip zeigt uns der Heilige Geist auf, wie wir uns von Gott entfremdet haben und wie dringend wir Erlösung brauchen. Und uns wird bewusst, wie eng verwoben die Sünde mit unserem Charakter ist und wie ins Detail die Sünde geht. Weil Menschen, die ihr Leben nicht Gott übergeben haben, haben oft kein Empfinden dafür, wie zerstörerisch Sünde ist. Man weiß vielleicht, man soll nicht töten, aber dass man auch in Gedanken töten kann und das auch schon Sünde ist, das ist einem nicht bewusst, wenn der Heilige Geist einem das nicht gezeigt hat.

[10:31] Vorhin habe ich angesprochen, dass wir andere Menschen nicht richten sollen. Und jetzt ist die Frage, was ist unsere Aufgabe stattdessen? Und da gibt die Bibel an ganz vielen Stellen Antwort und wir wollen uns ein paar Verse anschauen. Der erste Vers ist in Römer 12, Vers 18. „Und dort steht: „Ist es möglich, so viel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden.““ Also unsere Aufgabe ist es, mit jedem Frieden zu haben.

[11:04] In Epheser 4, Vers 1-2. „Da steht: „So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt.““ Das heißt, hier sollen wir einander in Demut, Sanftmut, Langmut, in Liebe ertragen. Also die Früchte des Geistes ausleben, die wir schon studiert haben.

[11:43] Gehen wir zurück in Römer 15, Vers 1. „Da steht: „Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen der Schwachen zu tragen und nicht Gefallen an uns selbst zu haben.““ Also diejenigen, die stark sind, sollen den Schwachen helfen, indem sie ihnen ihre Gebrechen tragen.

[12:07] In Galater 6, Vers 10. „Galater 6, Vers 10 steht: „So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.““ Das heißt, wir sollen allen Menschen Gutes erweisen.

[12:27] In 1. Thessalonicher 5, Vers 14. „Wir ermahnen euch aber, Brüder, verwarnt die Unordentlichen, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen jedermann. Seht darauf, dass niemand Böses mit Bösem vergilt, sondern trachtet allezeit nach dem Guten, sowohl untereinander als auch gegenüber jedermann.“ Das heißt, hier wird gesagt, wir sollen nach Liebe und nach Gutem trachten. Wir sollen Unordentliche verwarnen, in Liebe trösten, wir sollen uns den Schwachen annehmen, langmütig sein gegen jedermann und nicht Böses mit Bösem vergelten, sondern nach Gutem trachten.

[13:19] Und zum Abschluss wollen wir uns noch Galater 6, Vers 1 anschauen. „Galater 6, Vers 1.“ „Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht und gebt darauf Acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst.“ Das heißt, wenn uns auffällt, dass jemand anders in Sünde lebt oder das Gesetz übertreten hat, dann sollen wir liebevoll helfen und wir sollen nicht verurteilen, sondern in Liebe mit dem anderen sprechen.

[14:04] Das heißt, in den Versen, die wir uns angeschaut haben, kann man sehen, dass Gott möchte, dass die Früchte des Geistes in unserem Leben sichtbar werden. Wenn wir jetzt zusammenfassen: Wir hatten uns angeschaut, dass der Heilige Geist uns von Sünde überführt. Haben wir gesehen, dass der Heilige Geist uns aufzeigt, wie sehr wir uns von Gott entfremdet haben, wie die Sünde mit dem Charakter des Menschen verwoben ist und dass er uns auch zeigt, wie dringend wir Erlösung brauchen. Und wir haben auch gesehen, dass der Heilige Geist der Tröster ist, der das auf eine unheimlich liebevolle Art und Weise macht.

[14:42] Wenn wir jetzt weiterschauen in Johannes 16 und dort Vers 10, steht da: „dass der Heilige Geist wird uns überführen von Gerechtigkeit, aber weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht.“ Das heißt, wenn mir meine Sündhaftigkeit bewusst geworden ist, dann strebe ich danach, dass ich auch weiß, wie ich wieder gerecht werden kann. Und das ist der zweite Schritt, weil wenn ich nicht weiß, was Sünde ist und wie sündig ich bin, dann habe ich auch kein Verlangen danach, wieder gerecht zu werden.

[15:22] Unbekehrte Menschen denken oft, dass äußere Tugendhaftigkeit oder Handlungen, dass sie mich gerecht machen können. Aber die Sünde hat sich so fest mit dem Charakter des Menschen verwoben, dass ich aus meinen eigenen Bemühungen, aus meinen eigenen Handlungen heraus, nichts vollkommen Gutes erbringen kann. Das heißt, ich kann mich aus meiner eigenen Kraft nicht selber erretten. Wenn ich mich bemühe, etwas Gutes zu tun, dann kann das vielleicht eine Zeit lang anhalten, aber durch und durch den Charakter Gottes wieder zu spiegeln, das kann ich nicht aus mir selbst heraus.

[16:10] Das heißt, wenn ich die Vorstellung habe, dass ich aus mir selber heraus gerecht sein kann, dann hat es letztendlich zur Folge, dass ich ungehorsam bin und dass ich ungerecht bin, unrecht. Das heißt, wenn ich aus mir selber heraus nicht Gerechtigkeit erbringen kann, dann muss es jemand anders für mich tun. Und hier ist Jesus am Kreuz gestorben für uns und hat genau die Ansprüche, die gefordert sind, um gerecht zu werden, hat er vollbracht. Er hat ein Leben gelebt, das in vollkommener Übereinstimmung mit Gottes Gesetz gewesen ist. Er wurde dafür auf der Erde abgelehnt, ist deswegen am Kreuz gestorben und die Auferstehung zeigt, dass Gott das Erlösungswerk Jesu annimmt.

[17:09] Und wir wollen uns jetzt anschauen, was Jesus jetzt macht und es steht in Hebräer 4, Vers 15-16. „Es steht: „Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.““

[17:47] Es heißt, was wir gelesen haben, Jesus tritt für uns ein und den Verdienst, den er durch seinen Tod errungen hat, wendet er auf uns an, damit wir erlöst sein können, damit wir die Gerechtigkeit haben, die notwendig ist, um vor Gott bestehen zu können. Es heißt, im Prinzip können wir uns das vorstellen, wie dass er uns mit einem Mantel umhüllt und sagt: „Ich habe das Opfer vollbracht.“

[18:15] Und wir wollen dazu noch einige Bibelverse lesen. In Galater 2, Vers 20. „Galater 2, Vers 20, da steht: „Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.““

[18:40] Das heißt, wenn ich Jesus angenommen habe und sein Tod am Kreuz akzeptiere und mich zu ihm bekenne und ihn um Vergebung meiner Sünden gebeten habe, dann lebt er in mir. Und in Römer 8, Vers 4. „Damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ Das heißt, da wir nun im Geist leben, da Jesus nun in mir lebt, erfüllt sich auch Gottes Gerechtigkeit in mir und ich habe die Möglichkeit, gerecht vor Gott zu stehen.

[19:32] Und Epheser 3, Vers 14-21. „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält, dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen, dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr in Liebe gewurzelt und gegründet dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes. Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt. Ihm sei die Ehre in der Gemeinde, in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit, der Ewigkeiten. Amen.“

[20:38] Das heißt, wenn Jesus in mir lebt, erhalten wir geistliches neues Leben durch die Kraft des Heiligen Geistes. Und der Heilige Geist bevollmächtigt uns als seine Nachfolger, in Übereinstimmung mit Christus leben zu können. Und dann bevollmächtigt mich der Heilige Geist und ich muss es nicht mehr aus meiner Kraft tun, weil wir haben gesehen, dass wir damit nicht zum Ziel kommen.

[21:08] Gehen wir zurück in Römer, Römer 5, Vers 10 und schauen uns an, wann das alles geschehen ist. „Römer 5, Vers 10 steht: „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben.““

[21:31] Das heißt, Gott liebt uns so sehr und er möchte, dass wir mit ihm Gemeinschaft haben, dass er in Vorauszahlung gegangen ist. Er hat sich für uns hingegeben, er ist für uns am Kreuz gestorben, lange bevor wir überhaupt existiert haben und gelebt haben, damit wir die Möglichkeit haben, als Versöhnte mit Gott zu leben. Und das Schöne ist, dass Gott für uns dieses Opfer vollbracht hat, aber auch, dass er uns die Hilfe gibt, die wir brauchen, um täglich mit ihm zu leben.

[22:07] Das heißt, wir haben gesehen, im ersten Punkt, dass der Heilige Geist uns von Sünden überführt. Das heißt, er macht uns klar, wie sehr wir Erlösung brauchen, wie eng die Sünde mit unserem Charakter verwoben sind. Und im zweiten Teil zeigt er uns auf, wie wir gerecht sein können vor Gott. Und er zeigt uns, dass die Gerechtigkeit nicht aus uns selber entspringen kann, sondern er richtet unsere Augen auf Jesus und zeigt uns, dass Jesus für uns den Verdienst vollbracht hat, dass wir die Vergebung durch Jesus Kreuzes Tod bekommen können, wenn wir ihn darum bitten. Und er zeigt uns auch auf, wie wir täglich mit ihm leben können.

[22:52] Jetzt wollen wir uns die dritte Eigenschaft des Heiligen Geistes anschauen, nämlich in Johannes 16, Vers 11. „Dort steht, dass der Heilige Geist uns vom Gericht überführen wird, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.“ Das heißt, wir müssen uns anschauen, wer ist der Fürst dieser Welt?

[23:17] In Johannes 12, Vers 31 steht: „Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden.“ Das heißt, hier sehen wir, dass der Fürst dieser Welt hinausgeworfen wird.

[23:33] Gehen wir in Hebräer 2. Hebräer 2, Vers 14-15. „Da steht: „Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.““

[24:06] Das heißt, wir sehen, Satan ist der Fürst dieser Welt. Und am Kreuz wird sichtbar, dass Gott die Menschheit aus der Knechtschaft Satans befreien kann. Das heißt, Satan wurde gerichtet, als Jesus gestorben ist. Aber er hat seine endgültige Strafe noch nicht bekommen. Und Offenbarung 20, Vers 10 sagt uns, wann er seine Strafe bekommen wird.

[24:30] Offenbarung 20, Vers 10. „Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuersee und Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet. Und sie werden gepeinigt werden, Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Das heißt, nach den 1000 Jahren, wo die Erlösten mit Jesus im Himmel sein werden, wird, wenn alle Ungläubigen auferstehen, dann schließlich auch der Teufel seine Strafe erhalten, wie wir gerade gelesen haben.

[25:08] Aber es werden noch einige die gleiche Strafe empfangen. Und zwar, Offenbarung 20, Vers 15 steht: „Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.“ Das heißt, alle die, die Jesus nicht angenommen haben, alle die, die nicht im Buch des Lebens stehen, werden die gleiche Strafe empfangen, wie Satan. Das heißt, dass alle diejenigen, die nicht im Buch des Lebens stehen, nicht die Vergebung angenommen haben, die Jesus am Kreuz vollbracht hat, und somit quasi Anhänger des Teufels waren, und dann auch das gleiche Urteil empfangen wie er.

[25:52] Wenn wir uns den Kampf zwischen Satan und Gott anschauen, dann ist das eigentliche Hauptgericht am Kreuz entschieden, weil Satans Anklage war immer, dass Gottes Forderung, Gottes Gesetz ungerecht ist, und er hat sein Herz vor Stolz erhoben. Aber Gott hat seinen Erlösungsplan ausgedacht, damit die Menschen trotzdem wieder zu Jesus kommen können. Und am Kreuz hat sich dieser Erlösungsplan vollendet.

[26:27] Das heißt, bis zum Kreuz hatte Satan die Möglichkeit zu hoffen, dass seine Meinung und seine Anklage richtig ist. Aber am Kreuz hat Jesus gezeigt, dass er die Menschen retten kann und gerettet hat. Und somit sind Satans Anklagepunkte ungerechtfertigt. Und wir, die wir jetzt auf der Erde noch leben, leben, um dem ganzen Universum zu zeigen, dass Jesus Liebe ist und dass er gerecht ist und dass seine Ansprüche machbar sind.

[27:01] Das heißt, im Prinzip ist das Gericht entschieden am Kreuz. Und alle die, die reingewaschen sind durch Jesus Blut, die Vergebung ihrer Sünde erlangt haben, die sich täglich mit dem Heiligen Geist erfüllen lassen und seine Kraft in ihrem Leben sichtbar werden lassen, die stehen auf der Seite des Siegers. So wie es in 1. Johannes 5, Vers 12 steht. Und die dürfen Hoffnung haben.

[27:27] Wir wollen mal 1. Johannes 5, Vers 12 noch aufschlagen und lesen. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ Was gibt es Schöneres, als in ein Gerichtsurteil zu gehen, mit dem Wissen, dass man freigesprochen wird. Es ist ein befreiendes Gefühl und man geht erhobenen Hauptes hinein. Aber auf der anderen Seite ist das Gericht für die Menschen, die verloren gehen werden, weil sie Jesus nicht angenommen haben, sehr hoffnungslos.

[28:08] Und wir haben vorhin gelesen, was mit ihnen passiert. Deshalb ist es für uns eigentlich ein Ansporn, die Menschen zu warnen und uns aber selber auch davor zu hüten, dass wir fallen und dass wir unseren Blick nicht mehr auf Jesus wenden, sondern auf andere Dinge. Der Teufel weiß das. Und er möchte am liebsten alle Menschen an sich reißen, seine Herrschaft. Und ist zornig, obwohl er besiegt ist oder weil er besiegt ist. Und davor warnt uns auch Petrus.

[28:41] 1. Petrus 5, 8-9. „Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.“

[29:06] Diesen Vers, der enthält viele wichtige Sachen. Und deswegen wollen wir uns ihn ganz genau anschauen. Was sollen wir tun? Hier sagt Petrus, wir sollen nüchtern sein. Und dieses nüchtern sein finden wir auch an anderen Stellen in der Bibel. Und zwar im gleichen Buch in 1. Petrus 4, Vers 7. „1. Petrus 4, Vers 7. Da steht: „Es ist aber nahe gekommen, das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.““ Das heißt, Petrus sagt, weil wir am Ende der Zeit leben, sollen wir nüchtern sein zum Gebet.

[29:44] In 1. Korinther 15. 1. Korinther 15, Vers 34. „Werdet doch wirklich nüchtern und sündigt nicht, denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes. Das sage ich euch zur Beschämung.“ Das heißt, wir sollen nüchtern sein, gleichzeitig auch nicht sündigen.

[30:11] In 1. Thessalonicher 5, Vers 6-8 werden zwei Gruppen beschrieben. 1. Thessalonicher 5, Vers 6-8. „So lasst uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein. Denn die Schlafenden schlafen bei Nacht und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken. Wir aber, die wir dem Tag angehören wollen, nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.“

[30:45] Das heißt, hier werden zwei Gruppen gezeigt. Zum einen die, die schlafen und betrunken sind, die leben in der Finsternis. Auf der anderen Seite die, die nüchtern sind, weil sie dem Tag angehören. Und die werden so charakterisiert, dass sie den Brustpanzer des Glaubens anhaben und die Liebe und dass sie den Helm der Hoffnung auf das Heil haben.

[31:11] Und jetzt ist die Frage, was bedeutet es der Finsternis oder dem Tag anzugehören? Und in Johannes 8, Vers 12 steht. „Johannes 8, Vers 12. Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.““

[31:38] Das heißt, Gott nachzufolgen, bedeutet nicht in der Finsternis zu sein, sondern dem Tag anzugehören und auch dann nüchtern zu sein am Tag.

[31:51] Ich möchte zu dem Thema noch einen interessanten Punkt herausarbeiten. In Offenbarung 14, Vers 8. „Offenbarung 14, Vers 8, die zweite Engelsbotschaft. Da steht: „Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.““ Und in Offenbarung 17, Vers 1-2 wird das noch ein bisschen anders dargestellt.

[32:11] Offenbarung 17, Vers 1-2. „Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: „Komm, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wasser sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind.““

[32:41] Hure und Babylon steht in der Offenbarung für die abgefallenen Kirchen. Und diese abgefallenen Kirchen haben einen Wein, der trunken macht. Und diese Kirchen sind abgefallen, weil sie in irgendeinem Punkt Kompromisse gemacht haben mit der Bibel und nicht an die reine Wahrheit geglaubt haben. Das heißt, im Prinzip haben sie Freundschaft mit der Welt geschlossen, wie es Jakobus 4, Vers 4 ausdrückt.

[33:10] Jakobus 4, Vers 4. „Da steht: „Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes.““

[33:27] Das heißt, im Umkehrschluss, nüchtern sein bedeutet auch, dass man sich fernhält von falschen Lehren und die reine Wahrheit studiert.

[33:37] Wenn wir wieder zurückgehen in 1. Petrus 5, Vers 8, dann steht: „seid nüchtern und wacht.“ Wir haben uns gerade angeschaut, was es bedeutet, nüchtern zu sein. Jetzt wollen wir uns anschauen, was es bedeutet, wachsam zu sein.

[33:50] Wachsein ist das Gegenteil von Schlafen. Das heißt, ich bin bei Bewusstsein. In Markus 14, Vers 38. „Markus 14, Vers 38. Da steht: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.““ Das heißt, wir müssen wachen und beten, damit wir nicht in Versuchung fallen.

[34:20] In Lukas 21. Lukas 21, Vers 34-36 steht: „Habt aber Acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens und jener Tag unversehens über euch kommt. Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. Darum wacht jederzeit und betet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allen zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.“

[34:56] Das heißt, wir sollen wach sein, damit uns unwichtige Dinge nicht die Zeit rauben und wir uns vergessen, auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten. Matthäus 24 wird das Wachsein noch in ein schönes Bild gepackt.

[35:14] Matthäus 24. Matthäus 24, und dort die Verse 42-51. „So wacht nun, der ihr nicht wisst, in welche Stunde euer Herr kommt. Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid ihr auch bereit; denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit? Selig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: „Mein Herr säumt zu kommen“, und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“

[36:29] Das heißt, was hier beschrieben wird, heißt, dass Wachsam sein bedeutet, jeden Tag so zu leben, dass mein Erlöser kommen kann. Wenn wir wissen, dass in einem bestimmten Zeitraum ein Filmteam zu uns nach Hause kommen würde und bei uns im Haus irgendetwas filmt, und wir nicht genau wissen, wann sie kommen, wir wissen nur den Zeitraum, dann würden wir doch schauen, dass wir an jedem Tag in diesem Zeitraum unser Haus geputzt haben, aufgeräumt haben und so haben, wie wir es auch präsentieren wollen, wenn sie kommen.

[37:10] Und genauso kann man das auch auf das geistliche Leben übertragen. Wir wissen nicht, wann unsere Zeit auf der Erde hier zu Ende ist, wann Gott uns zur Ruhe legt. Das heißt, wir sollen jeden Tag so leben, jeden Tag mit Gott leben, jeden Tag die Aufgaben, die er uns gibt, für den Tag treu erfüllen und jeden Tag so leben, dass er jederzeit kommen kann. Das heißt, wachsam zu sein.

[37:42] Wenn wir wieder zu 1. Petrus zurückgehen, 1. Petrus 5, dann heißt es in Vers 9: „dem widersteht fest im Glauben.“ Das heißt, wir sollen fest im Glauben stehen. Schaut mal mit mir in Jakobus 4, Vers 7. „Das heißt: „So unterwerft euch nun Gott. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.““ Das heißt, wenn wir uns Gott unterwerfen, oder wir müssen uns Gott unterwerfen, damit wir Satan widerstehen können.

[38:28] Und was mache ich, wenn ich mich Gott unterwerfe? Ich komme demütig zu ihm. Ich erkenne, dass ich es aus meiner Kraft nicht schaffen kann. Und ich bitte ihn, mir seine Kraft zu geben. Schlagt mal auf Hebräer 11, Vers 1. „Da steht: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.““ Das heißt, fest im Glauben zu stehen, bedeutet zu wissen, dass Gott seine Verheißungen wahr macht.

[39:03] Und zum Schluss in dem Vers in 1. Petrus 5 steht, in Vers 9: „dem widersteht fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.“ Das heißt, hier sehen wir, dass wenn wir mit Jesus leben, dass es nicht alle Dinge positiv sind. Dass wir nicht eine Glückssträhne nach der anderen haben, sondern dass wir auch Verfolgung oder Leiden haben werden.

[39:39] Das sagt uns auch schon Johannes. Jesus in Johannes, im Evangelium Johannes. Johannes 15, Vers 18-21. „Wenn euch die Welt hasst, so wisst ihr, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt es ihre lieb, weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen. Haben sie auf mein Wort argwöhnisch Acht gehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch Acht haben. Aber das alles werden sie euch antun um meines Namens willen, denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.“

[40:30] Jesus sagt, dass wenn wir ihm nachfolgen, wird es uns nicht besser gehen als ihm. Und wir sehen, wie es ihm ergangen ist in der Bibel. Aber wir haben einen großen Trost. In der steht in 2. Korinther 1, Vers 5. „Denn wie die Leiden des Christus sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.“

[40:59] Das heißt, wir haben nicht nur die gleichen Leiden, die Jesus auch hatte, sondern wir haben auch Trost in Christus, weil wir wissen, dass wir erlöst sind durch ihn und weil wir wissen, dass wir einmal in seinem himmlischen Reich leben dürfen. Das heißt, in all diesen Leiden und Verfolgungen wird unser Blickwinkel auf etwas anderes gesetzt, nicht auf das Irdische und auf das, wie es uns hier geht, sondern auf das Himmlische und auf das, wie es uns in Ewigkeit gehen wird.

[41:27] Wenn wir diesen Vers, den wir jetzt gelesen haben, in 1. Petrus 5, zusammenfassen, dann heißt es, dass wir nüchtern sein sollen. Das heißt, Gott und seiner Wahrheit nachfolgen und nicht falsche Lehren annehmen. Wir sollen wachsam sein. Das heißt, wir sollen jeden Tag so leben, dass unser Erlöser jederzeit kommen kann. Wir sollen fest im Glauben stehen. Wir sollen die Gewissheit haben, dass die Verheißungen in Jesus sich erfüllen. Und wir sollen auch in Verfolgung wissen, dass wir für unseren Glauben auf der Welt gehasst werden, dass wir aber von Jesus Trost bekommen und was uns einmal erwartet im ewigen Reich bei Jesus.

[42:07] Und das sind alles Dinge, die uns helfen, dass wir dem Teufel widerstehen können. Das heißt, was wir gesehen haben in der dritten Eigenschaft des Heiligen Geistes, ist, dass wir um den großen Kampf wissen, der hinter dieser Welt steht und dass der Heilige Geist uns auch zeigt, wie wir standhaft bleiben können.

[42:32] Und schlagt nun mit mir auf 1. Johannes 5. 1. Johannes 5, 12-13. Wir haben den Vers vorhin schon einmal gelesen, aber ich möchte noch etwas verdeutlichen. 1. Johannes 5, 12-13. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt und damit ihr auch weiterhin an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“

[43:06] Das heißt, hier wird uns zugesichert, dass wenn ich an den Namen Gottes glaube, dass ich ewiges Leben habe und dass wenn mir meine Sünden bewusst wird, wenn ich das Bedürfnis nach Gerechtigkeit habe, wenn mir der Heilige Geist aufzeigt, dass ich nur durch Jesus Kreuzes Tod Gerechtigkeit bekommen kann und wenn er mir zeigt, wie ich täglich im Kampf der Sünde widerstehen kann und ich täglich mit Jesus lebe und mich täglich von ihm Kraft bekomme, dann darf ich auch die Gewissheit haben, dass ich ewiges Leben habe.

[43:44] In Römer 8 wird das auch noch ganz interessant beschrieben. Schaut mal mit mir in Römer 8. Römer 8, ab Vers 1. „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was aus dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte, in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde, und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte. Damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“

[44:32] Das heißt, wir haben den Heiligen Geist in uns, und deshalb erfüllt sich Gottes Gerechtigkeit in uns. Und Vers 5: „Denn diejenigen, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht. Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht.“

[44:54] Das heißt, wenn wir erfüllt sind mit dem Heiligen Geist, dann richten wir unsere Gedanken auf Jesus. Und ich lese weiter ab Vers 6: „Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden. Weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht und kann es auch nicht. Und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist. Wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt, wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein. Wenn er bei Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.“

[45:38] „Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.“ Das heißt, weil wir Gottes Geist in uns haben, haben wir das Leben. Und der Geist, den Jesus von den Toten auferweckte, macht auch unser geistliches, totes Leben wieder lebendig.

[46:04] Und dann zum Abschluss in Vers 17: „Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus, wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden.“ Das heißt, weil wir Gottes Kinder sind, weil wir die ganzen Punkte, die wir gesehen haben, in unserem Leben haben, dann sind wir auch Gottes Erben.

[46:28] Schlagt mal mit mir auf Epheser 1, 13-14. „In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung gehört habt. In ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist, bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit.“

[46:54] Das heißt, als wir gläubig wurden, als wir Jesus angenommen haben, haben wir den Heiligen Geist als Unterpfand bekommen. Und Unterpfand ist eine Vorauszahlung, durch die sich der Geber zur Aushändigung der ganzen Summe, beziehungsweise Vertragsfülle verpflichtet. Das heißt, Gott hat uns bei unserer Bekehrung, als wir gläubig wurden, hat er uns den Heiligen Geist gegeben, als Vorauszahlung, damit wir wissen, dass er sein Versprechen der Erlösung auch halten wird. Damit wir die Gewissheit haben, dass wir wahrhaftig zu Gott gehören. Und weil von seiner Seite aus alles klar ist, dass wir erlöst sind und er uns auch die Möglichkeit gibt, als Kinder Gottes zu leben.

[47:39] Das heißt, in 1. Johannes 5, Vers 12 haben wir gelesen, jeder, der in den Namen Gottes glaubt, kann die Gewissheit haben, dass er auch erlöst sein wird. Wir haben allerdings gesehen, wie wichtig es ist, täglich in der Abhängigkeit von Gott zu leben und uns mit seinem Heiligen Geist erfüllen zu lassen. Wir können uns nicht einmal für Jesus entscheiden, heute und dann unser altes Leben weiterleben und unsere Sünde weiter verharren und denken, wir sind immer gerettet.

[48:09] Philipper 3 macht deutlich, dass wir in einem Kampf leben und unser Ziel noch nicht erreicht haben. Philipper 3, Vers 12. „Nicht, dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre. Ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Jesus Christus ergriffen worden bin.“ Das heißt, unser Endziel haben wir noch nicht erreicht, weil wir noch nicht vollkommen sind und auch noch nicht bei Jesus im Himmel leben. Der Kampf um unsere Seele besteht immer noch, aber wir haben uns entschieden, mit wem wir diesen Kampf bestreiten wollen.

[48:46] Der Heilige Geist ist die Anzahlung für das letztendliche Geschenk, dass wir einmal bei Jesus sein dürfen und dass wir einmal Unsterblichkeit erlangen, die uns bei Jesu Wiederkunft gegeben wird. Gott hat alles getan, damit wir einmal bei ihm sein können und unsere Aufgabe ist es, diese Dinge in Anspruch zu nehmen und dann dürfen wir die völlige Gewissheit haben, dass Gott seine Versprechen wahr macht und das gibt Hoffnung und das ist die Hoffnung, die wir am Anfang im Merkvers gelesen haben.

[49:22] Wenn wir im Deutschen hoffen, zum Beispiel, ich hoffe, dass morgen schönes Wetter ist, dann ist es eher ein Wunsch und dann habe ich nicht wirklich die hundertprozentige Gewissheit, dass er auch in Erfüllung geht. Im Urtext bedeutet Hoffnung aber was anderes und zwar im Neuen Testament bedeutet das Wort Hoffnung eine frohe Erwartung von etwas Gutem mit der Zuversicht, es zu erhalten. Also Hoffnung ist im Neuen Testament die Gewissheit, dass es auch eintreffen wird.

[50:02] Und wir wollen uns ein paar Stellen anschauen, in der im Neuen Testament von Hoffnung gesprochen wird, um zu wissen, auf was wir denn hoffen dürfen. In Hebräer 11, Vers 1. „Es ist dabei der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ Das heißt, wir hoffen auf etwas nicht Sichtbares. Wir sind überzeugt von dem, was wir nicht sehen.

[50:31] 1. Timotheus 1, Vers 1. „Paulus, Apostel Jesu Christi, nach dem Befehl Gottes, unseres Retters und des Herrn Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist.“ Also Jesus Christus ist unsere Hoffnung und deshalb ist sie nicht zweifelhaft oder ungewiss, weil Jesus unsere Hoffnung ist.

[50:58] 2. Korinther 1, Vers 20. „Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns.“ Wir hoffen oder wir haben die Zuversicht, dass Gottes Verheißungen wahr werden.

[51:23] 3. Römer 5, Vers 5. „Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“

[51:53] Hier gibt der Heilige Geist uns in Anfechtungen die Gewissheit, dass die Hoffnung auf Gott nicht enttäuscht wird, also die Zuversicht, dass Gott uns helfen wird und eingreifen wird.

[52:06] 1. Korinther 15, Vers 58. „Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn.“ Das heißt, durch die Hoffnung, durch die Zuversicht auf Gott bekommen wir auch Kraft, das Werk Gottes voranzutreiben.

[52:32] 2. Hebräer 6, Vers 19. „Diese Hoffnung halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hinreicht ins Innere hinter den Vorhang.“ Das heißt, an dieser Zuversicht, an dieser Gewissheit können wir festhalten, wie an einem festen Anker.

[53:01] Der Heilige Geist gibt uns Gottes Liebe ins Herz. Er verbindet uns mit Gott und lässt Gott in uns wohnen. Und Gottes unerschütterliche und unwandelbare Liebe ist der Grund und das Fundament unserer Hoffnung, unserer Gewissheit und Zuversicht. Und weil wir wissen, dass Gott Liebe und Treue ist, haben wir die Hoffnung, dass er wiederkommen wird und uns zu sich ziehen wird. Also haben wir die Gewissheit, dass das, was in seinem Wort steht, auch eintrifft.

[53:42] Und ich kann Hoffnung haben und Zuversicht aufgrund des Wortes Gottes, aber auch wenn ich in meinem Leben zurückschaue und sehe, was er schon alles in meinem Leben getan hat, gibt es mir auch Mut, weiter auf Jesus zu schauen. Und wenn ich sehe, welche ganzen Prophezeiungen er in seinem Wort gegeben hat, die auch eingetroffen sind.

[54:03] Welchen Einfluss hat die Hoffnung jetzt ganz praktisch für mein Leben? Dazu wollen wir uns einen letzten Vers anschauen im Psalm 31, und zwar Vers 25. „Psalm 31, Vers 25. Seid stark und euer Herz fasse Mut, ihr alle, die ihr auf den HERRN harrt.“

[54:29] Wir sollen stark sein und unser Herz soll Mut fassen, weil wir auf den HERRN harren, weil wir die Hoffnung haben in ihm und die Zuversicht. Das heißt, Hoffnung gibt Kraft, Hoffnung ist Freude, Hoffnung ist wichtig, Hoffnung gibt uns Mut und Hoffnung ist die feste Gewissheit, dass sich das erfüllt, was Jesus vorausgesagt hat, weil er treu ist. Das heißt, wir haben eine Hoffnung, eine Zuversicht, die uns trägt, nämlich Jesus Christus, der uns von unserer Schuld erlöst hat und der uns bald zu sich in Ewigkeit holen möchte.

[55:10] Und lasst uns in dieser Gewissheit und Hoffnung jeden Tag festhalten, auch in schweren Zeiten, weil wir wissen, dass Gott zu seinen Verheißungen steht. Und das wünsche ich euch, die ihr zugeschaut habt. Vielen Dank, dass ihr diese Sendung geschaut habt und ich wünsche euch Gottes Segen beim Studium seines Wortes und auch beim Bibelgespräch am nächsten Sabbat.

[55:40] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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