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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, „Der Heilige Geist wirkt im Hintergrund“, beleuchtet Erwin Nanasi die verborgene, aber entscheidende Rolle des Heiligen Geistes im christlichen Leben und in der biblischen Geschichte. Anhand von Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament sowie persönlichen Erfahrungen wird gezeigt, wie der Heilige Geist wirkt, um uns zu transformieren und uns näher zu Jesus zu führen. Die Lektion betont die Bedeutung der Wiedergeburt und des täglichen Sterbens des alten Ichs, um Raum für Gottes Wirken zu schaffen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Heute wollen wir uns die zweite Bibelbetrachtung ansehen, die zweite Lektion aus der Lektionsreihe "Der Heilige Geist und das geistliche Leben". Letzte Woche haben wir gesehen, wie der Heilige Geist sich offenbart im Wort, im heiligen Wort der Bibel. Diese Lektionsreihe nun ist über den Heiligen Geist und wie er im Hintergrund wirkt. Der Merkvers, der uns gegeben wurde, ist in Johannes 16, Vers 14 und sagt: "Derselbe wird mich verklären." Und dann sagt es weiterhin: "Denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen." Der Heilige Geist hat eine ganz besondere Rolle in der Geschichte des Alten Testaments und des Neuen Testaments, und dann der neukirchlichen Zeit und der Gemeinde, auch bis zum heutigen Tag, spielt der Heilige Geist eine besondere Rolle. Und doch haben wir oftmals das Gefühl, dass der Heilige Geist eine Rolle spielen wird, aber heute vielleicht gar nicht eine besondere Rolle hat. Und wir wollen ein bisschen das Alte und das Neue Testament in Anbetracht ziehen und sehen, was macht denn der Heilige Geist tatsächlich. Und ich hatte da unlängst eine Geschichte lesen dürfen von dem Prediger Moody. Er hatte eine Evangelisation geplant gehabt und die Menschen hatten sich dann eben gewundert, warum müssen wir unbedingt den Moody haben als Evangelisten? Und da gab es einen älteren Pastor und er meinte: "Ja, er ist sehr ungebildet, sehr unerfahren und so weiter. Ich glaube nicht, dass wir ihn unbedingt brauchen als Prediger." Ich fragte: "Wer denkt denn, dass er ein Monopol hat auf den Heiligen Geist?" Dann meinte ein Bibelarbeiter, kam zu ihm und meinte: "Bruder Pastor, ich glaube nicht, dass er ein Monopol hat auf den Heiligen Geist. Es sieht so aus, als hätte der Heilige Geist ein Monopol auf Pastor Moody."

[2:15] Natürlich sehen wir dieses Phänomen selbst im Alten Testament. Es erscheint, als ob im Alten Testament der Heilige Geist im Hintergrund auffällt. Also er ist so sehr im Hintergrund, dass die Personen, mit denen er zu tun hat, in den Vordergrund treten. Und wir sehen das am Anfang schon in der Schöpfung, werden uns die Bibelverse auch ansehen, und dann natürlich die Inspiration des Wortes, was wir lesen im 2. Timotheus 3, Vers 16: "Denn alle Schrift ist von Gott eingegeben." Und natürlich ist sie nützlich zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes sei, vollkommen zu allen guten Werken geschickt. Und natürlich, wenn der Heilige Geist das Wort geschrieben hat, dann ist es natürlich auch der Heilige Geist, der es am besten erklären kann. Und so wollen wir auch jetzt am Anfang der Bibelbetrachtung einen kleinen Moment zur Ruhe kommen und beten, dass der Heilige Geist tatsächlich nicht nur unsere Studie führt, sondern auch uns hilft, wie wir es praktisch umsetzen können. Beten wir zusammen. Lieber himmlischer Vater, wir danken dir für dein Wort, wir danken dir für diese Lektionsreihe und für diese besondere Betrachtung, die noch mehr studieren möchte, was die Rolle des Heiligen Geistes ist. So bitten wir um den Heiligen Geist, dass er uns führt und leitet und dass wir verändert werden durch den Heiligen Geist als Ebenbild Gottes. So bitten wir für dies im Namen Jesu. Amen.

[3:59] Im Alten Testament sehen wir, dass der Heilige Geist schon bei der Schöpfung zugegen war. Und später im Alten Testament sehen wir, dass er teilweise kommt, um besonderen Menschen eine besondere Fähigkeit zu geben, um ihren Dienst auszufüllen. Und so sehen wir, dass schon im ersten Buch Mose, Kapitel 6, Vers 3 es gesagt wird, dass der Heilige Geist nicht immer mit den Menschen wandeln wird. Dann sehen wir später im zweiten Buch Mose, dass er besondere Fähigkeiten gegeben hat, um am Heiligtum zu arbeiten. Genauso auch für Simson in Richter 14, Vers 6. Und er hat auch später durch Menschen geredet, so auch durch Josua im vierten Buch Mose oder durch Gideon im Buch Richter oder durch Saul im ersten Buch Samuel oder durch David. Und so sehen wir im Alten Testament war es so, dass er, der Heilige Geist, Menschen bewegte und so bewegte, dass sie den Dienst des Vaters noch besser ausführen konnten. Aber im Alten Testament sehen wir nicht die Eigenschaften, die wir im Neuen Testament erkennen. Im Neuen Testament wird der Heilige Geist beschrieben als der Tröster, wird auch beschrieben als der Geist Jesu, in Philipper 1, Vers 19, oder auch, dass er der Geist ist des Sohnes, wie in Galater 4, Vers 6. Es erscheint, als ob die Funktion und die Rolle des Heiligen Geistes noch klarer zum Ausdruck kommt, als Jesus auf diese Erde kam. Er wurde geboren, er lebte auf dieser Erde, und er starb und ist dann wieder auferstanden. Und die Aufgabe dann des Heiligen Geistes kam dann immer mehr zum Vorschein. Und das nicht aus eigenem Sinn, sondern weil Jesus den Wunsch hatte und sagte: "Da wird einer kommen nach mir, und er wird noch Größeres vollbringen, als ihr jetzt gerade seht." Und ich wundere mich, wie es denn tatsächlich wäre, wenn wir die Worte Jesu glauben würden, dass wir tatsächlich nicht nur individuell, sondern als Gemeinde, als Gemeinschaft, als Gläubige heute den Heiligen Geist erfahren können. Nicht nur so, dass er uns Fähigkeiten geben kann oder Geschenke oder besondere Gaben, so wie wir im Neuen Testament lesen, sondern dass er uns erfüllt. Und nicht nur von außen, sondern von innen heraus so erfüllt, dass er in uns bleibt, der Heilige Geist in uns bleibt. Und so wir die Worte Jesu noch klarer erfahren können.

[6:23] Und so sehen wir, dass es etliche Prinzipien gibt. Und Jesus selbst war es so wichtig, dass er anfing zu lehren und den Heiligen Geist als Beispiel nahm. Nun, wir sehen, dass der Heilige Geist als Person dargestellt wird. Schon am Anfang sehen wir das im ersten Buch Mose, Genesis Kapitel 1. "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern." Ist nicht interessant, von der Dreieinigkeit wird nicht der Vater oder der Sohn hier hervorgehoben, sondern der Heilige Geist war schon da. Und oftmals ist es auch in unserem Leben so. Es erscheint, dass selbst in der Tiefe, selbst wenn es nur Finsternis ist, wenn es wüst und leer ist, ein Tohuwabohu, keine Ordnung, dass tatsächlich der Heilige Geist auch dort arbeiten kann. Ist es in deinem Leben so? Sehen wir andere Menschen tatsächlich so? Sehen wir uns so? Das macht mir Mut. Denn die Bibel sagt, selbst am Anfang, wo es keine Form hatte und keine Füllung, war der Heilige Geist zugegen. Und vielleicht fühlen Sie sich heute so. Ich möchte Ihnen Mut machen: Der Heilige Geist kann aus nichts und aus keiner Form kann er eine Form machen. Und wo keine Füllung ist, kann er uns füllen.

[7:51] Und so wird das Thema dann quasi ausgearbeitet im Alten und im Neuen Testament. Und wir sehen, dass Jesus selbst ein Gespräch hat mit einem der Lehrer. Hier hat er ein Gespräch mit einem der Professoren der damaligen Zeit. Und wir sehen es im Johannes Kapitel 3. Johannes Kapitel 3 gibt uns einen tollen Einblick in das Verständnis des Heiligen Geistes. Johannes Kapitel 3 und dort in Vers 1 bis 7: "Es war aber ein Mann unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist von Gott gekommen. Denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm." Jesus antwortete und sprach zu ihm: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen." Nikodemus spricht zu ihm: "Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seine Mutter Leib gehen und geboren werden?" Jesus antwortete: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch. Und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wunder dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden." Und dann Vers 8 können wir auch noch lesen, sagt er: "Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist."

[9:26] Jetzt im Griechischen sehen wir klar, dass das Wort für Geist, das Wort für Wind oder Hauch, natürlich das gleiche Wort ist. Jesus sagt hier wirklich, dass jemand aus Wasser und aus Wind geboren sein soll. Es gibt verschiedene Symbole, die beschreiben den Heiligen Geist in der Bibel. Der Wind ist einer davon, andere ist das Wasser, gibt auch ein anderes mit Feuer und ein anderes mit Öl. Und wir sehen, dass dann in den nächsten Lektionsbetrachtungen werden wir darauf kommen, diese vier Symbole, sehr, sehr starke Symbole, die jetzt nicht sagen, dass der Heilige Geist nur das ist oder dass er nur eine Kraft ist, so wie manche denken. Im Genesis, im ersten Buch Moses, Kapitel 1, nein, es ist eine Person. Es ist eine Person, die sich aber so darstellt und eine andere Form darstellt, so wie Wasser in verschiedenen Aggregatzuständen sein kann. Und so haben wir hier dieses Beispiel und er sagt, das ist wie Wind und Wasser. Nicodemus hat die Frage und sagt: "Wie kann das sein, neu geboren zu sein?" Und das ist, glaube ich, einer der Punkte, die ein blinder Punkt sind in vielen Leben der Christenheit. Es ist eine Sache zu sagen: "Ja, ich möchte, dass Jesus mein Erlöser sein wird", aber wie oft hören wir tatsächlich, dass jemand aus Wasser und aus Geist geboren werden soll. In dieser Hinsicht, und Paulus macht es klar im Römerbrief, muss jemand tatsächlich auch verstehen, dass man sterben muss. Das ist der Prozess, dass man tatsächlich stirbt und runtergeht im Wasser, dieser Taufe, die jetzt hier auch beschrieben wird, und dann aufgeht in einem neuen Leben, eine neue Kreatur zu sein, wirklich neu geboren zu sein.

[11:14] Paulus macht das klar. Er sagt natürlich, dass Leben ist Christus, Sterben ist ein Gewinn. Sterben ist der Gewinn. Wenn wir verstehen, dass wir sterben müssen, um dann wieder neu aufzustehen in Jesus Christus, dann haben wir das begriffen. Denn tatsächlich, wenn wir sterben, dann ist der alte Mensch tot. Und wenn wir dann neu leben in Christus, wenn sich der Nachbar dann aufregt, sagt er: "Das ist okay, denn der alte Mensch ist tot. Jetzt regt sich diese Person nicht mit mir auf, sondern mit Christus in mir." Und dann kann der Herr Jesus Christus natürlich dieses Problem lösen. Ist nicht mehr mein Problem. Ist es nicht so? Ist auch so, wenn jemand mir den Weg vorne abschneidet, im Auto, auf der Autobahn, dann muss ich mich nicht aufregen, denn jetzt bin ich eine neue Kreatur. Und tatsächlich, Paulus erinnert uns ja, es ist nicht nur ein Sterben damals, sondern er sagt, es muss ein tägliches Sterben sein. Tägliches Sterben und ein tägliches Neugeboren sein. Aber ist es nicht ein fantastisches Beispiel, das Jesus hier gibt? Das Beispiel, das er hier uns gibt, ist mit dem Wind. Und wir können vielleicht leben ohne gewisse Gefühle, Sinne zu haben. Wir können vielleicht leben ohne Essen für ein paar Tagen oder Wochen. Wir können vielleicht ohne Wasser leben für ein paar Tage, aber ohne zu atmen, vielleicht ein paar Minuten. Überlegen wir uns mal einfach, was für eine Rolle der Wind spielt, oder der Atem, oder die Luft. Ohne die Luft, wenn jemand im Wasser ist und keine Luft schnappen kann, kann jemand untergehen. Denken wir uns an die, die fliegen ohne die Luft und die Kraft der Luft. Wir denken an Adler, denken an die, die vielleicht segeln. Wir denken an einfach eine Person, die im Sterben liegt und nach Luft schnappt. Selbst Feuer braucht die Luft, um tatsächlich zu brennen. Interessante Bilder, die uns der Herr Jesus hier gibt. Und hier entscheidet er sich für den Wind.

[13:29] Und es gibt ein paar Verse, die möchte ich mit euch lesen. Und natürlich werde ich eine PDF erhältlich machen auf der Website, dass ihr die Notizen sehen könnt. Denn hier ist nur ein Impuls. Wir geben nur einen Impuls. Ihr werdet nicht die Zeit haben, eine große Studie zu haben. Es ist nur ein Denkansatz für euch, dass ihr das natürlich im eigenen Studium und dann in der Bibelbetrachtung zusammen machen könnt. Die Bibel macht es klar, dass der Geist Gottes natürlich gegenwärtig war, damals bei der Schöpfung und bei der Herstellung des Wortes. Er hat das ja inspiriert gehabt. Das haben wir letzte Woche auch so gesehen. Und jetzt sehen wir klar, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem Geist und nicht nur der Gottheit, der Dreieinigkeit, sondern auch mit dem Menschen. Und das ist sehr, sehr faszinierend. Denn er ist sehr, sehr wichtig in der Transformation eines Menschen. Und das ist etwas, das der Nikodemus nicht ganz verstanden hatte. Er dachte: "Okay, welche Lehre muss ich jetzt noch lernen? Und dann habe ich es, glaube ich, begriffen. Welche Klasse muss ich jetzt noch belegen? Und dann habe ich es auch wirklich begriffen. Was muss ich jetzt noch hören? Und dann einfach eine kleine Liste. Dann haben wir das alles gecheckt und alles ist in Ordnung." Nee, Jesus meinte: "Nee, nee, nee. Wir brauchen keine Modifikation. Wir brauchen eine Transformation." Und das ist tatsächlich, was dieser Prozess ist, wenn jemand sich entscheidet, zu sterben und dann in Jesus wieder auferweckt zu werden. Dass die neue Person tatsächlich eine Person ist, in der Jesus lebt und bleibt. Und das ist extrem wichtig. Und ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ich mir gewünscht hätte, dass ich das noch eher verstanden hätte früher. Nicht nur die Neugeburt, sondern auch das Sterben des Alten. Dem Alten Tschüss zu sagen. Wie kann man sich etwas Neuem hinfügen, wenn man noch an dem Alten anhängt? Wie kann man sich auf eine Ehe einlassen, wenn man noch so viele anderen Personen irgendwie verbunden ist? Das würde nicht funktionieren. Würde es so funktionieren? Nein, würde es nicht.

[15:34] Wir sehen hier im Titus, ich würde gerne mit euch im Titus etwas ansehen. Titus Kapitel 3. Titus Brief Kapitel 3 und dort in Vers 5. Wir können dort Vers 4 und 5 lesen. Obacht hier, was der Apostel Paulus sagt: "Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes unseres Heilandes, machte er uns selig nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist." Und dann geht der Vers weiter und sagt in Vers 6 und 7: "Denn er uns überreichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus unseres Heilandes, damit wir durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben seien nach der Hoffnung auf ewiges Leben." Das ist gewiss nicht wahr. Es ist sehr interessant, dass Paulus versteht, dass der Heilige Geist so verbunden ist mit Jesus Christus, dass die zwei nicht trennbar sind. Sie sind unzertrennbar. Es ist wie ein Dreieck und obwohl die zwei Ecken gleich aussehen, sind sie doch nicht dieselben. Aber es ist wie das zweite Ich Jesu. Und Jesus ist so froh, dass der Heilige Geist da ist und sagt: "Der Heilige Geist wird dir das erklären später, wenn ich nicht mehr da bin." Der Heilige Geist selber liebt es so im Hintergrund zu sein, dass dadurch, dass er im Hintergrund ist, Jesus noch mehr in den Vordergrund drückt. So ist diese Liebe. Das ist sehr selbstlos. Und so macht es der Heilige Geist und gibt dann diese ganzen Fähigkeiten.

[17:04] Gehen wir bitte zurück zum Buch Johannes. In Johannes Kapitel 3 ist es nicht nur, dass Jesus hinweist, dass es eine Transformation geben muss, nicht nur eine Modifikation, sondern auch, dass der Wind eine Illustration ist dessen, was der Heilige Geist bewirkt. Und der Heilige Geist bewirkt dieses, dass da eine Aktion stattfindet. Wir können nicht genau wissen, woher er kommt, wohin er geht, aber wir sehen die Effekte. Und diese Effekte, die wir sehen, sind sehr, sehr interessant. Und ich möchte euch ja noch einen komplementären Vers hier mitgeben. In Psalm Kapitel 1, der erste Psalm, den wir lesen, gibt uns der Herr ein anderes Bild. Und dieses Bild, das gegeben wird, ist das Bild eines Baumes. Und ihr kennt es sicherlich. Und wenn ihr das nicht kennt, dann können wir es jetzt zusammen ansehen. Aber es heißt: "Wohl dem, der nicht wandelt dem Rate der Gottlosen, noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht." Das wäre ein Traum, dass man über das Gesetz nachsinnt, Tag und Nacht. Und natürlich, wenn jemand verliebt ist, dann muss man der Person nicht sagen, nach was diese Person sich sinnt. Alle wissen es. Alle wissen es, ob die Person das jetzt sagt oder nicht. Alle wissen, diese Person denkt jetzt über die Geliebte nach, über den Partner. Hier denke ich auch, dass was beschrieben wird, ist nicht die Beschreibung, dass Gott sagt, dass jemand nur nach dem Gesetz sieht. Denn das Gesetz selber erlöst ja nicht. Oder doch? Das Gesetz ist eine Widerspiegelung eines Charakters, der Charakter Gottes. Und die Eigenschaften sind so stark, dass der, der in diesem Rat wandelt, der Lust hat an dem Gesetz, nachdenkt über den Herrn, der das Gesetz gegeben hat. Und hier ist ein sehr natürliches Grundgesetz, das wir jetzt sehen in Kapitel 1, Vers 3 und 4, dass der, der dieses Verlangen hat, mit Gott zu sein und auch die Gebote hält und sie lieb hat, der ist wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelkt nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

[19:22] Und mancher mag meinen: "Ach, ein Baum. Wie ist ein Baum bitte frei?" Ein Baum ist so gebunden. Aber jemand, der an Gott glaubt, tatsächlich glaubt, ist wie ein Baum, gefestigt und dort, wo er gepflanzt ist, ist er in Freiheit. Und wenn der Wind weht, wie weiß man, dass der Wind weht? Man sieht die Effekte. Der Baum bewegt sich, aber ist trotzdem immer noch tief gewurzelt. Der Grund, warum ich euch dieses Beispiel gebe, ist, denn in Vers 4 wird jetzt hier ein Kontrast dargestellt. Bemerkt, dass es hier heißt: "Aber so sind die Gottlosen nicht. Die Gottlosen sind nicht so, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut." Na, der Spreu ist natürlich sehr, sehr frei. Ist er nicht frei? Er ist nicht so gebunden wie der Baum. Aber wenn der Wind weht, dann ist er weg. Und das ist die Frage, die ich euch stellen möchte: Seid ihr tatsächlich tief gewurzelt im Gottesgarten? Seid ihr nach dem Gesetz Gottes nach? Denn wenn das der Fall ist, dann wird der Geist Gottes den Baum bewegen. Und je mehr Bewegung, desto mehr Heiliger Geist. Je weniger Bewegung, weniger Heiliger Geist. Das ist das Prinzip, das wir hier in der Bibel sehen. Aber wenn wir sind wie der Spreu, der gleiche Heilige Geist, der gleiche Wind, könnte uns überall zerstreuen.

[20:43] Dieses Prinzip habe ich verstanden, als ich in der Arktis war. Einige von euch wissen, dass ich eine Zeit lang in der Arktis war mit Werner. Werner Drottliff und ich waren dort als Missionare. Und am Anfang meiner ersten drei Wochen hatte ich eine Zeit verbracht mit Elisabeth, eine Witwe, die sechs Kinder hatte. Und ich durfte dort bei ihr leben. Und nach etwa zwei Wochen hatte ich dann die Möglichkeit, draußen zu sein. Und ihr wisst, in der Arktis wird ja alles gegessen, das sich bewegt, oftmals zum Überleben. Und ich hätte mir gewünscht, dass ich schon von vornherein mir vorgenommen hätte, wie Daniel in seinem Herzen, dass er sich nicht verunreinigen wird. Hatte natürlich nicht gedacht, dass ich dort mit unreinen Tieren in Verbindung kommen werde, so wie ich in Verbindung kam. Und eines Tages war ich dann mit Thierry draußen. Thierry war der Freund der Tochter von Elisabeth. Und er war ein Jäger. Da meinte er: "Ach, lass uns draußen ein bisschen Zeit verbringen. Wir gehen meine Tante besuchen." Da habe ich gesagt: "Gut, gehen wir." Und da waren wir eben draußen. Da war ein riesen Stück Fleisch draußen, auf dem Schnee, tiefgefroren. Braucht man keine Tiefkultur. Dort legt man einfach die Sachen raus und dann sind die tiefgefroren. Und er hat dann einfach sein Messer genommen, hat ein bisschen was abgeschnitten und wollte mir gleich schon das Essen geben. Ich natürlich total unvorbereitet, wusste nicht, was ich sagen sollte. Und als ich auf einmal dieses Fleischstück im Mund hatte, dachte ich: "Oh oh, das fühlt sich natürlich jetzt an wie etwas, das ich vielleicht nicht essen sollte." Wusste nicht, was ich damit machen sollte. Habe es auch nicht kauen können. Wurde auch nicht wirklich schlecht, aber ich habe mich einfach nicht wohl gefühlt. Und Terry ist dann weg gewesen. Habe es dann gleich irgendwo in den Schnee gespuckt und dachte: "Naja, hoffentlich sieht es keiner." Kennt ja den Bibelvers, dass wenn die Sünde so rot ist wie Scharlach, dass sie weißer wird wie Schnee. Das ist natürlich ein Kontrast. Habe natürlich gleich versucht, das zu verbuddeln. Und da kam ein Hund, hat dann das Stück Fleisch sehr gerne gegessen. Und der kam dann zu mir und sagte: "Oh, wie hat es geschmeckt?" Wusste nicht so genau, was ich sagen sollte. Aber es hat mich zum Denken gegeben. Warum esse ich denn unreine Tiere nicht? Wusste natürlich, dass irgendwo in der Bibel was stand, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich die Bibel nicht selber gelesen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich die Prinzipien und vielleicht die Anwendungen eher als die Prinzipien. Aber ich hatte dann gedacht, ich muss ein bisschen nachstudieren, warum esse ich denn jetzt keine Seelöwen oder Walross?

[23:08] Und so bin ich dann wieder zurückgegangen zu Elisabeth und ich hatte ihr einfach erzählt: "Kannst du dir vorstellen, was mir passiert ist heute? Ich habe fast einen Seelöwen gegessen." Oh, und am Anfang war sie sehr, sehr erfreut über unsere Konversation. Aber als wir dann im Gespräch weitermachten, hat sich ihr Gesichtszug ein bisschen verändert. Und auf einmal wurde sie ein bisschen ärgerlich und meinte: "Okay, bin ich kurz in meinem Zimmer." Ich habe dann gebetet, weiter studiert. Und am Abend kam sie und sagte: "Erwin, wann verlässt du uns?" Oh, Moment mal, jetzt habe ich doch was Falsches gemacht. Warum möchtest du, dass ich jetzt dieses Haus verlasse? Ich wusste nicht, wo der Werner war zu der Zeit. Ich wollte mit ihm in der Hütte leben, aber die Hütte war zugeschneit und so hatte ich keine Herberge. Und ich hatte mir einfach überlegt, was habe ich denn jetzt falsch gemacht? Alles war so gut, aber dann habe ich ihr erzählt von dieser Geschichte und meinte: "Ach, vielleicht ist es jetzt eine Illustration, dass der Wind den Baum bewegt. Viel Effekt, viel Wind." Am nächsten Tag habe ich mit ihr geredet, habe gesagt: "Elisabeth, es tut mir leid, wenn ich mich fehlverhalten habe, wenn ich nicht respektvoll war. Habe ich denn irgendetwas Falsches gemacht?" Oh, ja, natürlich hast du was Falsches gemacht. Ich kann es mir nicht vorstellen. Seit Jahren Missionare hier waren, die haben mir nie was davon erzählt, dass es unreine Tiere gibt. Und sie war ganz außer sich, die war ganz außer sich. Du musst mir alles erklären. Es kann doch nicht sein, dass wir so im Falschen und im Dunklen tappen. Ich möchte doch dem Herrn dienen. Wie kann ich denn nicht seine Gebote halten? Erzähl mir alles."

[24:40] Habe ich gesagt: "Na gut. Am Anfang ging es gar nicht ums Essen der Tiere. Es ging einfach darum, dass Noah die Tiere in die Arche bringen wollte und der Herr wirklich brachte sie. Und es gab dann einfach reine und unreine Tiere. Du musst einfach klarstellen, dass es von manchen ein paar gibt und von anderen sieben." Und dann hat sie natürlich zugehört und hat sich hier dann gezeigt, wie das dann auch aufgeht im dritten Buch Moses, im Levitikus. Und dass es eine Ordnung hatte, denn es wies dann auf den Herrn Jesus hin und die ganzen Opfer. Hat sie gesagt: "Wow, dieser Gott, der liebt uns." Denn die ganzen Jäger kennen sich natürlich aus mit der Anatomie und der Physiologie der Tiere. Und wie alles so genau beschrieben wird, haben sie gesagt: "Wow, dieser Gott, der weiß, wovon er redet." Und sie hatte dann an dem Tag die Entscheidung getroffen zu sagen: "Ich möchte dem Herrn dienen." In der Arktis, hat sie gesagt, die unreinen Tiere müssen weg. Und später hat sie sich dann auch entschieden, dass die ganzen Tiere tatsächlich weg sein sollen, sagt sie. "Ich möchte eine paradiesische Ernährung haben, wie in Genesis, im ersten Buch Moses, Kapitel eins bis drei." Hat sie gesagt: "Wow, ich kann nicht sehen, dass der Heilige Geist mit uns auf die Jagd geht im Himmel. Warum sollen wir dann jetzt hier auf die Jagd gehen?" Ganz radikal hat sie sich dann entschieden gehabt und hat dann gelernt zu kochen und zu backen. Und jetzt hat sie eine Radiosendung in der Arktis und erzählt den Menschen, dass Gott, der Herr, meint, dass es gesünder ist für uns, nicht die unreinen Tiere zu essen. Und der Herr hat sie sehr gesegnet.

[26:04] Und das war ein Prinzip, das ich damals verstanden hatte über den Heiligen Geist. Und obwohl ich am Anfang mich vielleicht erschreckt hatte, das ist ganz ärgerlich mit mir, hat der Herr einfach zu ihr gesprochen gehabt. Und so wie sich das wieder gespielt hat, war das jetzt im Ärger. Aber der Herr hat es richtig geführt gehabt, hat mir auch Weisheit gegeben, wie ich mit ihr reden sollte. Und er hat es dann doch zum Guten geführt. Ein paar Monate später hatte ich eine Bibelstunde mit ihr gehabt über Daniel und über Offenbarung. Und wir hatten dann gesehen, dass Jesus tatsächlich einen Plan hat auch für uns und dass schwierige Zeiten kommen werden und wir bereit sein müssen. Und der Heilige Geist uns die Kraft geben wird und uns erinnern wird an Dinge, die wir sagen müssen in der richtigen Zeit, im richtigen Ort. Und sie hat es dann natürlich sehr bewegt. Und als ich dachte, wir hatten genügend Bibelstunden und ich sah natürlich Veränderungen auch in ihrem Leben, wie sie nicht nur Modifikationen haben wollte, sondern Transformationen in ihrem Leben. Eine ganz andere Frau. Habe ich sie gefragt: "Was hindert dich? Gibt es irgendetwas, das dich hindert, Gott alles zu geben, dein Leben zu übergeben und mit Jesus zu leben als Christin?" Hat sie nichts gesagt. Eine starre Minute für eineinhalb Minuten. Sieht sie mich an, sagt nichts.

[27:16] Und dann sagt sie: "Ja. Ich weiß nur nicht, wo ich getauft werden soll, weil das Wasser in der Arktis ist so kalt." Und dann hat sie gesagt: "Ach, wenn das das einzige Problem ist, der Herr wird es schon führen." Er hat es auch geführt und sie war dann auch in der Arktis dann getauft worden und Gott sei gelobt, wir haben selbst gläubige Adventisten, Siebentags-Adventisten in der Arktis. Könnt ihr das vorstellen? Halleluja. Und dort gibt es natürlich andere Probleme, die wir hier nicht haben. Wie hält man dann den Sabbat, wenn die Sonne nicht untergeht und solche Geschichten. Aber zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht mal mehr. Gott sei gelobt. Er hat Wege durch den Heiligen Geist, wie er führen kann. Und selbst am Ende, am Ende der Welt tatsächlich, kann er noch Menschen bewegen.

[28:01] Lass uns zurückkommen zur Bibel. In Ezekiel Kapitel 37 sehen wir ein anderes Beispiel, das hier genannt wird. Und ich werde nicht alle, alle Verse aufschlagen. Für euch werde ich sie einfach nennen. Ich habe sie hier auf meinem Bildschirm. Das heißt: "So spricht der Herr, Herr, von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen Odem in euch bringen, dass ihr sollt lebendig werden." Dann Vers neun: "Und er sprach zu mir: Weissage zum Winde, weissage du Menschenkind und sprich zum Winde: So spricht der Herr, Herr: Wind, komm herzu aus den vier Winden und blase diese Getöteten an, dass sie wieder lebendig werden." Ezekiel sieht natürlich, dass diese Gebeine tot sind. Und was erweckt sie wieder zum Leben und macht aus ihnen eine große Armee? Der Heilige Geist. Der Heilige Geist hat eine besondere Kraft. Nicht nur eine Kraft für die Massen der Menschen. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen. Als ich zum ersten Mal im Youth Mission Congress war und ich dachte, der Pastor redet zu den Tausenden, obwohl irgendwie habe ich gefühlt, er redet nur zu mir. Das war mir peinlich. Er redet nur zu mir, Leute. Der Heilige Geist hat eine Kraft, individuell mit einer Person zu reden.

[29:06] Ich habe etliche Dinge natürlich über die Jahre hinweg gelernt. Oftmals haben wir Gespräche und wir spielen den Heiligen Geist selber, lassen den Menschen keine Zeit zu überlegen. Aber manchmal sehen wir im Wort ein paar Fragen, die gestellt werden, wo wir Zeit haben zum Nachdenken. Und Gott gibt uns auch die Zeit. Denn wenn wir uns eine Entscheidung treffen, dann trifft Gott eine Entscheidung mit uns. Wenn wir in einen Bund mit ihm eingehen, selbst wenn wir untreu sind mit dem Bund, ist er immer noch treu. Deswegen musste Jesus sterben. Jesus selbst hatte gesagt: "Okay, wir gehen diesen Bund jetzt ein. Selbst wenn du untreu bist, werde ich alles geben." Und er kam als Mensch, um hier zu leben und dann für unsere Sünden zu sterben. Er hätte es auch nur für eine Person gemacht. Was für eine tiefe Liebe das ist. Oftmals lesen wir die Bibel und wir fragen uns nicht nach der Anwendung, der persönlichen Anwendung, die das hat für uns.

[30:02] Man kann den Heiligen Geist nicht wegdenken ohne Jesus Christus. Jesus Christus ist tatsächlich im Vordergrund. Der Heilige Geist schon im Alten Testament, obwohl im Hintergrund, hat so viel getan, dass alles da ist. Ich erinnere mich noch an eine Frau, als wir eine Evangelisation hatten. In meiner Zeit, als ich ein Erf-Großstudent war in Amazing Facts, College of Evangelism, mit Doug Batchelor und Don McIntosh und Eric Flickinger. Einige dieser Pastoren kennt ihr. Und wir hatten eine Frau, die hat die Begrüßung gemacht als Diakonin an der Türe und einfach nur die Hand geschüttelt den Menschen im Hintergrund. Viele Leute kannten ihren Namen nicht mal, aber sie kannte die Namen aller, die kamen. Und jeden Abend würde sie die Leute begrüßen, bei Namen. "Wie geht es dir? Wie geht es deinem Ehemann? Wie geht es den Kindern? Alles okay? Wie geht es deiner Gesundheit?" Und dann wurde sie aber krank und war für einen Tag nicht da. Ich kann euch sagen, die Mehrheit der Leute, obwohl sie natürlich da waren, den Evangelisten zuzuhören, die tolle Musik zu lauschen, die ganzen Ressourcen zu haben und die Bibelstunden zu nehmen, die haben sich gewundert über diese Frau, die immer nur im Hintergrund war und auf einmal nicht da war, weil sie wie ein Katalysator war, wie ein Motor für die ganze Gemeinde. Nur ein freundliches Lächeln und den Namen zu wissen der Person, die einfach in die Gemeinde kommt. Vielleicht ist es ein Dienst, den du auch auf dich nehmen kannst. Sei die Veränderung, die du in deiner Gemeinde, in deiner Ortschaft sehen möchtest. Sei du diese Person. Ich weiß nicht, wie viele von euch mal in einer Ortschaft waren, ganz alleine waren und sich gefreut hätten, wenn jemand vielleicht den Kontakt aufgebaut hätte. Sei die Person. Sei die Person für jemand anders. Vor allem jetzt zu der Zeit, wo wir Feiertage haben und auch an Wochenenden. Es gibt so viele einsame Seelen, die alleine sind an den Wochenenden und nicht wissen, was sie tun sollen. Aber der Heilige Geist kann es natürlich führen, dass wir zusammen Zeit haben und andere Leute zu ihm führen. Der Herr wird es tun.

[32:00] Und mit manchen ist es wie mit Nikodemus, in der tiefsten Nacht. Und mit manchen ist es am helllichten Tag, wie mit der Samariterin. Der Herr wird es führen. Wir sehen natürlich auch im Kolosser 1, Vers 16 und 17: "Denn durch ihn ist alles geschaffen, Jesus, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seine Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten. Es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem und es besteht alles in ihm." Dann sehen wir auch im Johannes Kapitel 1, Vers 1 bis 3 sagt: "Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist." Letzte Woche haben wir natürlich gesehen, wie der Herr selber durch seinen Heiligen Geist die Schrift eingegeben hat. Das sehen wir klar im Timotheus.

[32:52] Okay, wir gehen über zum Dienstag. Am Dienstag haben wir natürlich den Heiligen Geist und das Heiligtum. Ich lasse euch die Verse gerne selber lesen. Im Exodus Kapitel 25, zweites Buch Mose, sehen wir, dass Gott aufruft, ein Heiligtum zu machen, dass er unter uns wohnen kann. Natürlich ist die Idee dann später vervollständigt, nicht in einer physischen Struktur, dass es ist wie ein Gebäude, ein Gebilde oder ein Zelt, sondern später war es Jesus Christus selbst, Emanuel, Gott mit uns. Und das möchte er nicht nur heute mit uns erleben, sondern auch in der Zukunft für immer, wo wir keinen Tempel mehr haben werden und auch nicht brauchen. Denn Gott der Herr wird der Tempel sein. Und wir sehen dann später, dass er im zweiten Buch Mose Kapitel 25, Vers 9, er es als Vorbild einer Wohnung haben möchte. Und alle Geräte, die er zeigt, sollen genauso gemacht werden, wie es im Himmel ist. Gott ist sehr genau und er möchte, dass, wenn wir seinen Rat befolgen und seine Weisungen folgen, dass wir das genauso befolgen, wie er es gesagt hat. Und deswegen ist es wichtig für uns, das Wort zu lesen. Denn es ist auch in einer Beziehung, nicht wahr? Es ist ja nicht nur: "Okay, so möchte ich das haben und die andere Person muss sich dann danach richten." Ja, das geht vielleicht für eine Weile so gut, aber wenn man tatsächlich eine Person liebt, dann fragt man ja die Person: "Wie würde dir das jetzt gefallen?" Ja, wenn man den Wunsch hat, dieser Person einen Gefallen zu tun, dann macht man es natürlich, wie diese andere Person es möchte. Wie viel mehr mit Gott? Wenn er uns etwas fragt, es ist nicht nur gut, sondern es ist auch richtig und es ist auch schön und bringt Glück für immer. Das muss man erst mal verstehen. Und wir können es nur verstehen, wenn wir die Bibel sehen und sehen, dass er tatsächlich derselbe ist gestern, heute und für immer. Wenn wir das sehen, dann können wir auch Vertrauen haben. In einer Welt, die so vertrauenslos ist, ist ein Gott, in dem wir Vertrauen haben können. Das ist wunderbar. Mir gibt es Mut.

[34:54] Wir sehen dann im zweiten Buch, Kapitel 31, dass der Herr redete mit Mose und sprach: "Siehe, ich habe Namen berufen Besalel, den Sohn Uris, den Sohn Hurs vom Stamme Juda, und habe ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit, kunstreich zu arbeiten, am Gold, Silber, Erz, kunstreiche Steine zu schneiden und einzusetzen und kunstreich zu zimmern, am Holz zu machen, allerlei Werk." So fühle ich mich natürlich, wenn ich mit Werner zusammen bin. Werner ist einfach ein Diener Gottes. Was auch immer er in die Hand nimmt, das kann der Herr einfach verwenden, weil er seine Hände selbst dem Herrn geweiht hat. Und es gibt andere Beispiele auch. Wir sehen Musiker, bildende Künstler, Autoren, Architekten, Bilder, Maler, Maurer, Zimmermänner, die mit ihren Händen etwas tun können zur Ehre Gottes. Teilweise habe ich mal die Frage gestellt gehabt, wie könnte es sein, dass wir das vielleicht noch mehr erleben in unseren Gemeinden, dass die Gemeinde ein schöner Ort sein kann. So schön, dass alle anderen Nationen dieses Gebäude sehen möchten. Aber nicht zu dem Effekt, dass wir wie die Pharisäer eher einen tollen Tempel haben und dann aber die Gegenwart Jesu vermissen. Ich denke, wir müssen dem Herrn den Lob und den Preis geben. Und ich ermutige euch, auch vor allem die jungen Leute und die Kinder, dass ihr die ermutigt, ihre Gaben einzusetzen für den Herrn und die einzusetzen in der Gemeinde und nicht außerhalb der Gemeinde, zu versuchen, ihre Gaben einzusetzen, die Talente einzusetzen. Denn dort werden sie sicherlich nicht zu dem Herrn zurückführen. Gott hat die Gaben gegeben und es würde eine Ehre sein, dass wir ihm diese Gaben zurückgeben. Er kann sie jedem geben, aber er hat sich entschieden, sie uns zu geben. Und es ist unsere Loyalität, die zeigt, ob wir sie ihm zurückgeben wollen.

[36:44] Der Mittwoch gibt uns ein Bild dessen, was der Heilige Geist tut. Noch ein anderes Bild. In Kapitel 16, Verse 13 und 14 sehen wir, dass es sagt: "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten." Und wir wissen, dass Jesus selbst die Wahrheit ist. Er sagte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Das heißt, er wird euch in alle Wege leiten, die ich bin. Denn er wird nicht von sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden. Und was zukünftig ist, wird er euch verkünden. Derselbe wird mich verklären, denn von meinen Meinen wird er es nehmen und er es euch verkünden." Das ist der Merkvers, den wir haben. In Kapitel 15 vom Johannes-Evangelium sehen wir auch dieses: "Doch dass erfüllt werde der Spruch in ihrem Gesetz geschrieben: Sie hassen mich ohne Ursache. Wenn aber der Tröster kommen wird, wieder die Bezeichnung für den Heiligen Geist, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird auch Zeugen von mir."

[37:51] Ich möchte ein bisschen Zeit verbringen mit der Verbindung, die der Vater zum Sohn hat und der Sohn auch mit dem Heiligen Geist. Lass uns ein anderes Beispiel sehen. Wir hatten ein Beispiel mit Nikodemus, von Mann zu Mann, ganz systematisch. Und er sieht hier natürlich ein theologisches Problem, aber sagt es ganz einfach und illustriert es mit etwas aus der Natur. Die Naturgesetze sind so stark, ich ermutige euch mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Ich habe sehr genossen, hatte die Möglichkeit ein Praktikum zu machen mit Dr. Horst Müller. Einige von euch kennen ihn. Und wir hatten einfach Zeit darüber nachzusehen, wie der Herr sich widerspiegelt, natürlich auch in der Natur. Wie die Grundgesetze so klar sind, dass wir Prinzipien erkennen können und sehen, dass er tatsächlich treu und gerecht ist. Und wenn wir das näher verstehen würden, so wie Salomo es als Wissenschaftler und Mediziner und Prediger verstanden hat, dann würden wir natürlich ein großes Beispiel sein können, auch denen, die nicht direkt das Wort als Gottes Wort sehen. Und ich weiß, viele von euch leben in Großstädten und ihr seid es vielleicht nicht mehr gewöhnt, einen Baum anzusehen oder vielleicht von einem Baum eine Frucht zu pflücken oder im Weingarten zu sein. Aber ich ermutige euch, verbringt diese Zeit in der Natur. Denn dort ist, wo Gott zu uns natürlich insbesondere sprechen kann, wenn wir nicht in dem Tumult der Großstädte sind.

[39:13] Johannes Kapitel 4, hier ist er und obwohl er ein emotionales Problem lösen wird, beantwortet er auch eine sehr tiefe theologische Frage. Und hier sehen wir, dass ein Gespräch startet und wir gehen dann auf dieses Gespräch ein in Johannes Kapitel 4, Vers 22. Und Jesus spricht es folgend, er sagt: "Ihr wisst nicht, was ihr anbetet. Wir aber wissen, was wir anbeten, denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Stunde und ist jetzt schon, dass die wahren Anbeter den Herrn anbeten werden im Geist und in der Wahrheit. Denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten."

[39:58] Sehr, sehr interessant. Jesus selbst sagt hier und ich verfasse das natürlich zusammen, er sagt: "Ihr wisst nicht mal, was ihr betet. Ihr seid ignorant. Das ist eine Klasse von Menschen, ihr seid ignorant. Ihr seid Samariter, ihr wisst nicht mal." Und tatsächlich, es gibt auch heute Menschen, die haben tatsächlich keine Erkenntnis über die Bibel. Und es ist eine ignorante Gruppe, die wissen einfach nicht besser. Ist okay. Dann gibt es aber die andere Gruppe, die sagen: "Aber die Erlösung kommt von den Juden, die alles wissen, die besser wissen. Aber wir sind ja im Glauben aufgewachsen. Wie lange bist du schon in der Wahrheit?" Jahrzehnte, Jahrzehnte kann es sein. Und letztendlich sagt Gott, das ist auch nicht die wahre Gruppe. Das sehen wir klar, denn in der Bibel heißt es hier, dass es sagt, die wahren Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit. Das heißt, die ignorante Gruppe ist es nicht. Es ist auch nicht die arrogante Gruppe. Es ist die intelligente Gruppe. Und das sind die, die ihn anbeten im Geist und in der Wahrheit. Versteht mich bitte nicht falsch. Man kann natürlich in einem geistlichen Haushalt aufgewachsen sein, über Generationen hinweg. Und dadurch, dass ich mittlerweile in Weimar in Kalifornien lebe, habe ich Adventisten kennengelernt im sechsten oder siebten Generationen schon. Das ist okay. Aber es ist wie dieses Beispiel, das genannt wird. Es waren ein paar Mitarbeiter, die hatten das Ausschreiben gesehen in der Firma, dass sie eine Beförderung haben konnten. Für diese Beförderung konnte man sich anmelden. Und dann gab es eine Frau, die hat schon in dieser Firma seit 20 Jahren gearbeitet. Und sie meinte: "Okay, da melde ich mich an. Ich werde das sicher bekommen. Ich habe seit 20 Jahren schon in dieser Firma gearbeitet." Und dann gab es einen anderen Mitarbeiter, der hat nur fünf Jahre gearbeitet. Und letztendlich, als das Ausschreiben ausging und der Vorstand sich das angesehen hatte, hatten sie sich dann entschieden gehabt: "Okay, wir werden es dem Mann geben, der nur fünf Jahre hier gearbeitet hat." Oh, die Frau war ganz außer sich. "Wie bitte? Ich habe hier seit 20 Jahren gearbeitet. Wie kann das sein, dass ich jetzt nicht diese Beförderung kriege?" Und da meinte der Chef folgendes. Er meinte: "Sie kamen hierher und seit dem ersten Jahr haben sie einfach die Erfahrung ihres ersten Jahres wiederholt. Dieser Mann, der jetzt kam, der andere, ihr Kollege, ihr Mitarbeiter, der kam hierher und hat nicht die erste Jahreserfahrung wiederholt. Jedes Jahr dazugelernt und eine bessere Erfahrung gehabt."

[42:16] Und so geht es vielleicht uns auch als Christen. Vielleicht waren wir schon in der Weide oder sind in der Weide schon seit Jahren, Jahrzehnten vielleicht. Und letztendlich haben wir immer die gleiche Erfahrung. Aber wenn wir mit dem Herrn leben und mit dem Herrn wandeln, ist jede Erfahrung eine aufbauende neue Erfahrung. Und das ist sehr, sehr wichtig. Es geht nicht um den Stolz, wie lange ich jetzt schon in der Wahrheit bin oder wie oft ich in die Gemeinde gehe. Nein, nein, nein. Der Herr sieht das anders. Er sieht, wie sehr kann der Heilige Geist in mir walten und sich dort tatsächlich so ausleben, dass er uns erfüllt mit dem Heiligen Geist und uns alle diese Gaben gibt, von denen er spricht in seinem Wort. Das ist natürlich eine ganz andere Erfahrung, nicht nur individuell, sondern auch als ganze Gemeinschaft, als Familien, stelle ich das mal vor. Familien und Familiengemeinden, dass als Gemeinschaft tatsächlich wir so zusammenwachsen, weil der Heilige Geist in uns lebt und sich dort auch auslebt. Das ist natürlich der Wunsch.

[43:14] Nun sehen wir, wir haben eine ignorante Gruppe, wir haben eine arrogante Gruppe, wir haben eine intelligente Gruppe. Und es heißt hier, dass sie den Vater anbeten. Und das ist sehr interessant, denn der Vater will solche Anbeter haben. Also wir sehen, dass es im Geist ist, der Heilige Geist, und in der Wahrheit Jesus selbst sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Als Pilatus dann vor ihm stand und sagte: "Was ist Wahrheit?", musste Jesus nichts mehr antworten, denn die Wahrheit stand vor ihm. Jesus ist Wahrheit. Die Wahrheit ist eine Person. Und hier haben wir den Geist eine Person, die Wahrheit eine Person und beten den Vater an. Dieses Konzept war so radikal und er spiegelt es wieder, während er hier mit einer Samariterin redet. Ein ganzes Altes Testament spricht natürlich von dem Messias, der kommen wird. Und die Israeliten hatten das Verständnis, dass ja, es wird einen Sohn geben, aber der Sohn ist nicht eine Person. Der Sohn würde das ganze Volk Israel sein. Und jetzt aber kommt Jesus und sagt: "Ich bin der Sohn Gottes." Radikales Verständnis, radikal. Er kommt und sagt: "Ich bin der Sohn." All diese Prophezeiungen, die ich gesehen habe, die erfüllen sich in mir. Später sagt er auch: "Ihr seht jetzt, ist die Schrift vor euren Augen erfüllt." Und das war natürlich zu viel. Für manche war das zu viel. Ihr Verständnis war so zerrüttet, dass man sagt: "Das kann doch nicht wahr sein. Eine Person kann all diese Dinge erfüllen." Und wenn wir es jetzt natürlich studieren, wie viel mehr, wie viel schöner sind die Verheißungen, die wir in dem Wort lesen, dass Jesus all diese Prophezeiungen erfüllt hat. Und die wenigen, die jetzt noch erfüllt werden sollten, wird er auch noch erfüllen in seiner Zeit. Und ich bete, dass wir bereit sind. Ich bete, dass Deutschland bereit ist. Hier hat die Reformation gestartet. Und hier soll sie nicht enden. Es soll weitergehen, bis wir tatsächlich Jesus schauen. Das ist mein großer Wunsch.

[45:06] Und wir sehen dieses Prinzip. Es ist sehr, sehr schön. Seht es mal im Galater an. Im Galater Kapitel 4, Vers 6. Wir gehen hier einen kleinen Schlenker, einen kleinen Umweg in der Lektion. Aber dieser Denkanstoß hat mir sehr, sehr, sehr, sehr viel Mut gemacht und hat mir auch sehr viel geholfen im Zusammenhang von dem Heiligen Geist, dem Sohn und dem Vater. In Kapitel 4, Vers 6 sagt Paulus das Folgende. Sagt er: "Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsere Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater." Liebe Freunde, ich muss euch jetzt was erzählen. Dieses Konzept war auch neu. Selbst im Alten Testament sehen wir nicht, dass die Menschen zu Gott gebetet haben als Vater. Es gab natürlich eine Verheißung im Jesaja, wo es hieß, dass er ist der Friedefürst und er ist der Wunderrat und er ist der Ewigvater. Jesus selbst wird auch als Ewigvater dargestellt. Aber Gott, der Vater, konnte natürlich nur Vater sein für Israel, als Jesus geboren wurde. Und als er geboren wurde, machte das natürlich Gott den Vater. Ist nicht interessant. Und er sagt jetzt: "Okay, wir werden den Vater anbieten und dieses Verständnis, dass der Sohn der Zugang ist zum Vater und der Heilige Geist uns da hilft, ist natürlich ein wunderbares Konzept." Nimmt natürlich auch diese Verheißung an, dass hier im Galater, wie wir gerade gelesen haben, dadurch, dass er der Sohn ist und wir dann teilhaben an ihm und wenn wir neu geboren sind, sind wir auch Söhne und Töchter Gottes, so wie Jesus der Sohn Gottes ist. Und mit der Autorität können wir dann natürlich freudig und, wie es heißt, "boldly" auf Englisch, kommt das Wort jetzt nicht im Sinn auf Deutsch, aber dass wir mutig einfach vor den Thron Gottes, den Gnadenthron Gottes zu treten und dort einfach die Gnade Gottes zu erfragen.

[46:50] Hier im Römerbrief sehen wir auch in Kapitel 8, Verse 14 und 15 folgendes: "Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Kinder Gottes." Wow! "Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsst, sondern ihr habt einen Geist der Kinderschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater." Wenn wir den Heiligen Geist haben, dann bekommen wir diese Natur Christi, diese Natur Christi, die uns teilhaben lässt, genetisch, dass wir die Kinder Gottes des Vaters sind und so dann natürlich vor den Thron treten, wie Jesus selbst. Und das ist dieses wunderbare Bild. Der Heilige Geist, der hilft uns dazu.

[47:33] Und ich kann natürlich selber aus meinem Leben sagen, es ist der Heilige Geist, der zu einem Menschen sprechen wird und der das auch tut und oftmals viel besser, viel besser, als wir es uns erdacht oder erhofft haben. Wow! Was für Veränderungen im Leben passieren können, wenn der Heilige Geist zu uns spricht und wir Jesus besser kennenlernen. Es geht um diese Beziehung mit Jesus, aber die kann uns so viel klarer werden, wenn wir den Heiligen Geist erlauben, dass er in unserem Herzen arbeitet. Und das macht er am besten durch sein Wort, denn er hat das Wort eingegeben und genauso wie er es inspiriert hat, dass die Autoren es geschrieben haben und wirklich, das sind nur die Schreiber tatsächlich, die Sekretäre, denn der Heilige Geist hat es ja eingegeben. Genauso inspiriert er auch heute, wenn wir es lesen, dass unsere Gedanken inspiriert werden und er unsere Gedanken transformiert und tatsächlich verändert. Und das ist das Bild, das hier gegeben wird und ich möchte euch ermutigen.

[48:34] Der Vater hat natürlich eine ganz besondere Bedeutung und dann der Sohn und dann mit dem Heiligen Geist. Lasst uns eine andere Passage lesen. Im zweiten Korinther sehen wir dort auch im Vers 3, Vers 17 sehen wir, dass es heißt: "Denn der Herr ist der Geist, wobei der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit." Genauso wie mit dem Baum in Psalm Kapitel 1, wie wir es gesehen haben. "Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Klarheit mit aufgedecktem Angesicht, und wir werden verklärt in dasselbe Bild von einer Klarheit zu anderen, als vom Herrn, dem Geist ist." Im Geist ist Freiheit und mit dem Geist werden wir natürlich diese Freiheit erleben und es wird immer klarer sein, denn im Geist werden wir Jesus Christus besser schauen. Und natürlich das Beispiel, das er gibt, das sagt, wir spiegeln uns in einer Person wieder, nicht in einem Spiegel. Aber es hatten ja natürlich nicht die Spiegel, so wie wir die heute haben. Spiegel waren vielleicht aus Bronze oder aus irgendeinem Metall und meistens war das Bild dann verzerrter, als tatsächlich sich vielleicht im Wasser zu spiegeln. Oder natürlich, wie eine Person sich in der anderen widerspiegelt. Wenn man einen richtigen Freund hat, einen richtigen Partner hat, dann gibt man eine ehrliche Antwort und mit Jesus Christus natürlich die ehrlichste Antwort, die es gibt.

[49:51] Ich möchte noch eine Passage mit euch ansehen und dann kommen wir zu einem Schluss unserer Gedankenanstöße, die wir heute erfahren haben. Galater. Galater macht hier etwas deutlich. Das ist natürlich ein Prinzip, das wir sehen. Im Himmel, könnt ihr natürlich notieren, im Himmel scheint es nicht so, dass es dort Zeitangaben gibt. Zeit ist etwas, das der Herr uns geschenkt hat, dass wir erfahren können, ob etwas gut ist oder schlecht. Die Zeit ist ein Mittel, das der Herr verwendet, dass wir sehen, wie das Böse sich manifestiert. Das ist der große Kampf. Denn mit Gott, wenn er etwas spricht, passiert es sofort. Wenn wir unser Leben ihm geben, sind wir eine neue Kreatur. Das sehen wir klar, denn der Schächer am Kreuz hat nicht angefangen, große Werke zu tun, um sich seine Erlösung zu verdienen. An das glauben wir nicht. Wir glauben an die Werke Jesu und natürlich aus Dankbarkeit ihm gegenüber, wenn er uns errettet, werden wir natürlich aktiv werden, wenn er uns das sagt: "Arbeite mal im Weinberg", dann sind wir natürlich freudig, das zu tun, denn ohne ihn wären wir tot. Und tatsächlich, wir wollen auch jeden Tag sterben. Jeden Tag. Das ist unser Gewinn. Und wenn er sagt: "Hey, lebe mit mir heute, ein neuer Tag, Gott sei gelobt", dann lebe ich heute für Christus. Es gibt keinen Grund, seine Sorgen auf sich kommen zu lassen. Wir können sie einfach auf ihn werfen, denn er sorgt für uns und er wird auch auf uns aufpassen. Und das ist dieses Prinzip. Wenn wir tatsächlich im Geiste wandeln, dann wird er die Werke vollbringen in uns, durch uns. Wenn wir aber nicht im Glauben wandeln, dann werden unsere Taten natürlich bezeugen, dass wir Satan nachfolgen und im Fleische wandeln.

[51:44] Und so sagt die Bibel das hier in Galater Kapitel 5. Und dort sehen wir in Vers 16 und folgende Zitate. "Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Fleisch begehrt auch gegen den Geist, und der Geist gegen das Fleisch. Die sind gegeneinander so, dass ihr nicht tut, was ihr wollt." Und natürlich können wir uns damit identifizieren. Wenn wir tun, was wir wollen, tun wir nicht. Und was wir tun, das wollen wir manchmal nicht. Aber diese Beschreibung trifft nur auf den zu, der nicht das Leben Jesus tatsächlich komplett gegeben hat. Denn wenn Jesus in uns lebt, kann es keinen Konflikt geben. Denn Jesus Christus hat solche Konflikte nicht. Er ist das Licht, er ist die Wahrheit und er ist das Leben. Hier sehen wir dann: "Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage euch noch einmal: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben."

[52:53] Und jetzt hier schließt sich natürlich der Kreis. Denn davon hat Jesus mit Nikodemus geredet. Die werden das Reich nicht schauen. Du musst von Neuem geboren werden. Nicht nur zur Reinwaschung der Sünden, aber auch, dass der Heilige Geist, der Wind, der Wind dich neu gebären kann und dass du jetzt Früchte tragen wirst und in dem Geiste wandelst und nicht im Fleisch. Und wenn wir diese Erfahrung täglich haben müssen, dann sollten wir diese täglich haben. Und ich würde sogar euch ermutigen, wir müssen sie haben, jeden Moment, dass wir sterben und dass wir dann in Jesus Christus leben und ihn einfach erheben und sagen: "Christus, bitte lebe in mir. Ich möchte tatsächlich sterben. Ich möchte das alles weggeben und möchte nur für dich leben." Und das sagt er auch natürlich im zweiten Kapitel im Vers 20 schon: "Ich lebe doch nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahin gegeben hat." Und so folge ich ihm einfach nach.

[53:56] Und seid nicht desillusioniert. Das Leben eines Christen ist das Leben eines aufopfernden Menschen. So wie Jesus Opfer gebracht hatte, werden wir uns aufopfern. Nicht, dass wir uns als Opfer sehen, denn Jesus Christus hat sich für uns aufgeopfert, aber dass wir ihm nachfolgen und tatsächlich dienen. Und ein Diener, der wartet nicht auf das große Lob, der wartet nicht auf die große Beförderung, der wartet nicht auf das große Haus, tolles Auto, tolles Wetter, dass alles fantastisch und perfekt ist. Ein Diener ist zufrieden, wenn er die Arbeit seines Meisters tut. Das ist ein wahrer Diener.

[54:35] Und hier sehen wir folgendes, dass er jetzt weiterhin sagt. Er sagt: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe." Es sind nicht viele Früchte, es ist eine Frucht. Und die ganzen Qualitäten, Eigenschaften, die es hat, gehören dem dazu. Und bitte notiert, dass all diese Dinge nicht tatsächlich sind etwas, was man tut. Das ist nicht Werksgerechtigkeit. Das ist etwas, was man ist. Wenn man mit Gott ist, erfüllt er einen so sehr, dass wir diese Eigenschaften sind und nicht tun. Das ist ein Resultat dessen. Aber wir sind es. Seht es mal an: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit. Gegen all dies steht kein Gesetz." Muss ich nicht anschauen und sagen: "Ich möchte heute freudig sein. Ich möchte heute liebevoll sein. Ich möchte heute sanftmütig sein. Ich möchte heute keusch sein." Nein. Wenn Jesus in uns lebt, dann sind wir diese Dinge. Denn er lebt in uns. "Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt, getötet, gestorben, samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geiste wandeln. Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden." Lasst uns nach dem trachten. Lasst uns tatsächlich nach dem sehen. Und dass er in den Mittelpunkt tritt. Und das ist natürlich die beste Darstellung. Und wenn er unser Vorbild ist, dann lasst uns in den Hintergrund treten, genauso wie der Heilige Geist, dass der Herr tatsächlich manifestiert wird.

[56:03] Und diese Frage, diese Frage würde ich euch eben stellen: Bin ich heute gestorben? Und lasst es einfach Revue passieren. Am Ende des Tages, nachher morgens. Herr, bitte, lasst mich heute gekreuzigt sein. Lasst mich heute sterben. Lasst mich heute mit dir sterben. Und so war das damals bei den Kreuzigungen. Ich weiß nicht, wie viele von euch in Israel waren, aber der Weg,

[56:22] der bis zu der Kreuzigung führte. Es war ein Abschiednehmen. Es war ein Abschiednehmen.

[56:27] Okay, das ist jetzt tatsächlich das Ende. Und während man dann natürlich hochgelaufen ist, mit den ganzen Schmerzen, war natürlich dann Abschied. Und für uns ist es auch ein Prozess. Es ist auch ein Prozess. Aber der Herr möchte, dass wir diese Erfahrung mit ihm haben. Denn wenn wir tatsächlich der Welt tot sind, dann können wir endlich für ihn leben. Und darauf wartet er.

[56:47] Denn so wird es im Himmelreich sein. Und so möchte ich euch einfach ermutigen, dass der Heilige Geist, der damals die Schrift erfüllt hat und die Schreiber, dass er auch heute uns inspirieren kann als Leser. Es ist wie ein Komponist und dann der Musiker. Musik ist schon geschrieben. Und der Musiker versucht es so am besten darzustellen, wie ein Komponist es wollte.

[57:09] Und es gibt ein Zitat, das möchte ich euch mitgeben vom Geist der Weissagung von Ellen White. Eine wunderbare Autorin. Ich kann euch nur empfehlen, sie zu lesen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, sie in ihrer Originalsprache zu lesen, immer noch besser. So habe ich Englisch gelernt. Meine Lehrerin meinte ja, ich werde nie Englisch lesen können oder lernen können oder sprechen können. Und siehe da, der Herr hat eine andere Pläne. Da bin ich sehr froh und kann euch nur ermutigen, sie zu lesen. Aber hier ist ein Zitat aus dem Buch "Fußspuren des großen Arztes" auf Seite 163, vierter Paragraf.

[57:41] Da heißt es so: "Die Brauchbarkeit dessen, der das eigene Ich ablegt, den Heiligen Geist an seinem Herzen wirken lässt und ein gänzlich gottgeweihtes Leben führt, sind keine Grenzen gesetzt." Die einzige Person, die hier Grenzen setzt, bist du. Denn, lasst es mich auch mal lesen: "Die Brauchbarkeit dessen, der das eigene Ich ablegt, den Heiligen Geist an seinem Herzen wirken lässt und ein gänzlich gottgeweihtes Leben führt, sind keine Grenzen gesetzt. Alle, welchen Leib, Seele und Geister im Dienst waren, werden beständig neue geistliche, geistige und körperliche Kraft erhalten. Die unerschöpfliche Fülle des Himmels steht ihnen zur Verfügung. Christus haucht ihnen den Odem seines eigenen Geistes ein, das Leben seines Lebens. Der Heilige Geist entwickelt seine höchsten Kräfte zur Arbeit an Geist und Herz."

[58:35] Das ist die Verbindung. Jesus selbst durch den Heiligen Geist wird uns von innen heraus verändern und es wird ihm keine Grenzen geben. Sagt es klar. Keine geistlichen, keine geistigen, keine körperlichen Grenzen geben, denn er wird uns täglich neue Kraft geben. Das ist mein Wunsch. Das ist mein Wunsch und es ist auch meine Erfahrung. Und ich kann euch noch viele Erfahrungen erzählen davon und möchte auch das weiterhin tun. Aber Gott hat Erfahrungen für euch und ich weiß, viele von euch haben schon Erfahrungen gemacht. Aber wiederholt nicht die Erfahrungen, sondern baut auf den Erfahrungen auf und fragt den Herrn, wie er uns vorbereiten kann, noch mehr, dass sein Geist nicht nur in uns ist, sondern auch bleibt und sich so manifestiert, dass es für Gott einfacher ist, dass er uns nach Hause bringt, ins Himmelreich, als dass wir hier noch lange Zeit verbringen.

[59:28] Das ist mein Wunsch. Das ist dein Wunsch. Das ist euer Wunsch. Sind wir dazu bereit, zu sagen: Ja, ich möchte den Heiligen Geist in meinem Herzen wirken lassen? Der Heilige Geist ist sehr, sehr respektvoll. Er arbeitet im Hintergrund und für eine introvertierte Person wird das natürlich gut sein. Selbst für eine extrovertierte Person wird das gut sein. Die tolle und freudige und sehr, sehr sanfte Stimme des Heiligen Geistes, der uns tröstet und der uns zur Wahrheit bringt, zu Jesus und uns hilft, dass wir den Vater ehren und loben.

[1:00:05] So möchte ich mit euch noch gemeinsam beten, dass wir diese Entscheidung, die in eurem Herzen getroffen habt, versiegelt und dass wir dem Herrn treu sind bis ans Ende. Himmlischer Vater, wir danken dir für dein Wort. Wir möchten nicht wie die getrockneten Gebeine sein. Wir möchten, dass du uns deinen Lebensodem in die Nase bläst und dass wir eine neue Kreatur werden. Hilf uns tatsächlich gekreuzigt zu sein. Hilf uns zu sterben, dass du in uns leben kannst und dass du durch deinen Heiligen Geist uns verändern kannst, dass wir neu geboren sind, dass wir wie Öl sein werden, wie Feuer und Flamme, Wind, wie Wasser. Diese Kräfte, Kräfte des Heiligen Geistes durch uns wirken können, dass eine große Reformation passieren kann, die mit mir anfängt, mit uns anfängt. Vater, wir bitten dich dafür. Wir danken dir für dein Wort. Wir danken dir für deine Verheißungen. Wir geben dir alle Ehre und allen Preis. Mögest du bald kommen und mögen wir dabei sein, um dich zu verherrlichen von nun an bis in Ewigkeit. In Jesu Namen. Amen.

[1:01:15] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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