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Manuskript zur Sendung >>> CSH 17 Q1 05 – Taufe und Erfüllt sein von dem Heiligen Geist – Sendemanuskript

Ich möchte meine Aussage bei Minute 3:20 bezüglich Lukas 1,35 korrigieren, da ich glaube das ich mich nicht richtig ausgedrückt habe.

Zunächst möchte ich klar stellen, dass die Menschwerdung Jesu ein Geheimnis ist, welches wir nie ganz verstehen werden. Was wir aber aus Lk 1,35 lernen, ist, dass der Heilige Geist im irdischen Leben Jesu bereits bei seiner Zeugung gewirkt hat.
Jesus ist genauso Gott wie der Vater und der Heilige Geist, und damit hat er keinen Anfang sondern er ist, wie er selbst in Johannes 8,58 sagt „ehe Abraham war, bin ich“.

Ich bitte zu entschuldigen, wenn ich den ein oder anderen dadurch verwirrt haben mag.

Diese CSH ist nur ein kleiner Abriss dessen, was es zum erfüllt sein und der Taufe mit dem Heiligen Geist zu sagen und zu studieren gibt und ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Unfehlbarkeit.

Ich wünsche euch Gottes Segen beim weiteren Studium dieses wunderbaren und wichtigen Themas.

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode taucht Bogdan Tanase tief in die Bedeutung der Taufe und des Erfülltseins vom Heiligen Geist ein. Er erklärt, wie Jesus selbst vom Heiligen Geist geführt wurde und wie diese Kraftquelle auch für uns unerlässlich ist. Die Ausgießung des Heiligen Geistes wird als entscheidende Voraussetzung für das geistliche Leben und den Dienst für Gott beleuchtet, wobei die Notwendigkeit von Glauben, Gehorsam und aktivem Mitwirken im Werk Gottes betont wird.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour, Nummer 5. In diesem neuen Quartal im Jahr 2017 mit dem Thema "Der Heilige Geist und das geistliche Leben". Und heute beschäftigen wir uns mit der Taufe und dem Erfülltsein vom Heiligen Geist. Das ist ein sehr spannendes Studium, weil es sehr wichtig für uns als Gottes Endzeitvolk ist. Und wie wichtig das ist, schauen wir uns an, nachdem wir hier zusammen gebetet haben.

[0:50] Unser großer Gott, wir danken dir, Herr, dass du uns so viel offenbart hast, dass du uns dein Wort gegeben hast, damit wir verstehen können, welchen Weg wir gehen sollen, damit wir nicht verführt werden, sondern damit wir vorbereitet sind. Herr, ich möchte dich bitten, dass du bei jedem von uns bist, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, damit wir das verstehen, was du uns zeigen möchtest. Das bitten wir in dem kostbaren Namen Jesu Christi. Amen.

[1:22] Der Merkvers befindet sich heute in Johannes Kapitel 10 und dort Vers 10. "Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben. Ich aber bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben." Das ist ein Zitat von Jesus, und er sagt, dass der Grund, warum er kam, war, damit wir Leben im Überfluss haben.

[1:49] Und bevor wir jetzt in dieses Studium einsteigen, möchte ich ein Zitat vorlesen aus "Der große Kampf", Seite 9. Das ist noch in der Einleitung, aber trotzdem, selbst die Einleitung enthält manchmal wichtige Dinge für uns, und deswegen mein Rat an euch: Lest auch die Einleitung zu Büchern und nicht nur erst ab Kapitel 1.

[2:11] Dort lesen wir nämlich: "Da die Wirksamkeit des Heiligen Geistes für die Gemeinde Christi außerordentlich bedeutsam ist, gehört es auch zu den listigen Anschlägen Satans, durch die Irrtümer und Überspannten und Schwärmer das Werk des Geistes zu schmähen und das Volk Gottes zu veranlassen, diese Kraftquelle, die uns der Herr selbst gegeben hat, zu vernachlässigen." Wir sehen, Satan arbeitet gegen uns, gegen dieses Wissen um den Heiligen Geist, um welche Bedeutung er für uns haben soll, und er hat Angst davor. Deswegen ist es so bedeutend, dass wir das wirklich in der Tiefe verstehen.

[2:53] In allem, was wir tun, ist Jesus unser Vorbild. Und wenn wir jetzt in Lukas Kapitel 1 gehen, dann sehen wir auch seinen Weg mit dem Heiligen Geist. Lukas Kapitel 1, und dort werden wir uns ein paar Verse in den ersten vier Kapiteln anschauen, wo wir diesen Weg sehr deutlich erkennen können.

[3:23] In Kapitel 1, Vers 35, dort lesen wir: "Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottessohn genannt werden." Der Heilige Geist war es, der Jesus Christus gezeugt hat. Er war sozusagen sein Vater.

[3:42] In Lukas Kapitel 2, Vers 52, dort lesen wir: "Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen." Jesus wurde auch in seiner Kindheit weiterhin geführt von dem Heiligen Geist, der ihn dazu führte, dass er auch an Gnade und Weisheit bei Gott und den Menschen zunehmen konnte.

[4:10] In Lukas Kapitel 3, die Verse 21 bis 22, lesen wir von der Taufe. "Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, da tat sich der Himmel auf und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel und die sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen." Jesus empfängt hier, oder lässt sich taufen in Wasser. Er empfängt hier sozusagen die Wassertaufe und gleichzeitig kommt der Geist auf ihn herab als eine Geistestaufe. Bei Jesus kam das hier zum gleichen Zeitpunkt, aber das muss nicht sein, wie wir später in diesem Studium sehen werden.

[4:56] In Lukas Kapitel 4 und dort Vers 1 lesen wir, dass Jesus aber vom Heiligen Geist zurückkehrte vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt. Der Geist erfüllte Christus, taufte ihn und dann führte er ihn in die Wüste. Das heißt, das Erste, was Jesus tat nach dieser Taufe mit dem Heiligen Geist, war es, sein öffentliches Wirken zu beginnen. Und das ist interessant, denn der Heilige Geist wird immer nur dann gegeben, wenn wir uns im Werk Gottes engagieren. Das ist wichtig für uns im Hinterkopf zu behalten.

[5:32] In den Versen 2 bis 13 lesen wir davon, wie Jesus in der Wüste versucht wird vom Satan und wie er aber durch die Kraft des Geistes überwindet. Auch für uns wiederum wichtig, dass wir durch die Kraft des Heiligen Geistes Überwinder werden können. Und in Vers 14 lesen wir: "Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa, und das Gerücht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende Gegend."

[5:57] Das heißt: Taufe, Heiliger Geist; Wüstenversuchung, Heiliger Geist; Wirken öffentlich, Heiliger Geist. Der Heilige Geist war sozusagen allgegenwärtig im Jesuleben, und das ist ein Vorbild für dich und für mich. Wir sehen, wie wir gerade gesagt haben, Jesus konnte nur durch diese Taufe mit dem Heiligen Geist siegreich über Satan sein und wurde damit für seinen Dienst ausgerüstet. Das heißt, es ist eine elementare Sache, dass wir diese Taufe mit dem Heiligen Geist bekommen als Christen, als Nachfolger Christi, die wir seine Nachahmer sind.

[6:42] In Johannes Kapitel 3, Vers 5, lesen wir folgendes. Da kommt Nikodemus zu Jesus und spricht zu ihm, und Jesus antwortet ihm: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen." Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist, wie wir gerade gesagt haben, notwendig, unerlässlich. Sie ist einfach notwendig, damit wir in das Reich Gottes eingehen können. Natürlich auch wie die Wassertaufe. Wir werden uns das gleich noch mal im Detail anschauen.

[7:19] Gab es den Heiligen Geist im Alten Testament? Die Antwort ist ja. Der Heilige Geist ist nicht eine Lehre des Neuen Testamentes. Er kommt im Alten Testament genauso vor. Zwei Beispiele dafür sind Richter Kapitel 6, Vers 34, als der Geist über Gideon kommt. Dann haben wir in zweiter Chronik Kapitel 20, Vers 40, wiederum den Geist, der über den Leviten Jehaziel kommt. Und es gibt Unmengen von anderen Beispielen: David, Saul, selbst Salomo und viele, viele weitere Charaktere, treue Diener Gottes, die von seinem Geist erfüllt wurden.

[7:54] Im Neuen Testament wird diese Taufe mit dem Heiligen Geist an sieben Stellen erwähnt. Und vier davon sind Stellen, wo Johannes der Täufer spricht. Wir können das ganz kurz nachschauen.

[8:11] Markus Kapitel 1, Vers 8. Dort sehen wir, wie Johannes sagt: "Ich habe euch mit Wasser getauft, der aber wird euch mit Heiligem Geist taufen."

[8:27] In Matthäus Kapitel 3, Vers 11. Da lesen wir: "Ich taufe euch mit Wasser zur Buße." Die Taufe, die Wassertaufe, wird auch als die Taufe der Buße bezeichnet. "Der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen. Der wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen." Zusätzlich zu dem, was Markus in Kapitel 1, Vers 8 gesagt hat, fügt Matthäus noch das Feuer hinzu. Er wird sie mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

[9:20] In Lukas Kapitel 3, Vers 16, das könnt ihr gerne aufschlagen, haben wir die gleiche Aussage wie in Matthäus 3, Vers 11.

[9:25] Und in Johannes Kapitel 1, Vers 33 lesen wir: "Und ich kannte ihn nicht, aber der mich sandte, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir..." Wiederum Johannes, der über Christus hier spricht. "...der, auf den du den Geist herabsteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit Heiligem Geist tauft." Gott selbst, also der mich sandte, mit Wasser zu taufen. Johannes wurde von Gott entsendet, mit dem Wasser zu taufen, und er offenbarte ihm, dass derjenige mit Heiligem Geist taufen würde, den er bei der Taufe, wo er sehen würde, dass der Heilige Geist auf ihn herabkommen würde. Also hier auch eindeutig ein Bezug auf Christus, der mit dem Heiligen Geist taufen sollte.

[10:29] Was bedeutet es jetzt aber, mit dem Heiligen Geist getauft zu sein? Warum hat es nicht schon im Alten Testament von einer Taufe mit dem Geist gesprochen, sondern nur von einem Erfülltsein, oder der Geist kam über die Menschen und sie waren dann vom Heiligen Geist erfüllt? Warum wird es hier jetzt so konkret als Taufe beschrieben und das auch nur an sieben Stellen?

[10:57] Als Jesus die Apostel zum Dienst aussandte, da haben sie Dämonen ausgetrieben, sie haben Kranke geheilt, sie haben allerlei Wunder getan. Wäre das möglich gewesen ohne den Heiligen Geist? Ich glaube nicht. Das heißt, wenn wir jetzt schauen, auch als Jesus die Jünger anhauchte und sagte: "Empfangt den Heiligen Geist", da hatten sie definitiv den Heiligen Geist. Aber das war nicht die Taufe mit dem Heiligen Geist. Diese kam erst später.

[11:32] Um zu verstehen, was die Taufe mit dem Heiligen Geist ist, müssen wir uns erstmal Gedanken darüber machen, was die Taufe ist. Das griechische Wort für Taufe heißt "Baptismo".

[11:47] Und dieses Baptisma bedeutet untertauchen. Wenn man irgendwo untertaucht, wie zum Beispiel im Wasser, dann ist man komplett von dem Wasser umschlossen. Das ist wichtig zu verstehen, denn offensichtlich gab es den Geist zuvor, aber jetzt sollte er in einem Ausmaß kommen, der den ganzen Menschen umschließt und unter seine Kontrolle sozusagen bringt und führt und leitet. Dieses Ausmaß war bisher noch nicht bekannt bis zu Pfingsten.

[12:31] Offensichtlich wird der Heilige Geist also abhängig von der Aufgabe, die jemand zu tun berufen ist, der Heilige Geist ausgegossen, in dem Maß, in dem es notwendig ist. Und die Taufe mit dem Heiligen Geist ist das höchste Maß an Heiligen Geist, das wir sozusagen empfangen können. Wenn der Geist also in unterschiedlichem Maß ausgegossen wird, dann ist, wie wir gerade gesagt haben, die Stufe oder das Maß der Taufe mit dem Heiligen Geist das höchste der Gefühle sozusagen, das höchste, was wir empfangen können.

[13:13] In Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 5, da verheißt Jesus seinen Jüngern die Taufe, von der wir jetzt sprechen. Wir lesen dort: "Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen." Jesus verhieß ihnen diese Taufe, und es bezog sich auf Pfingsten. In Pfingsten hat sich das erfüllt.

[13:44] Im Alten Testament finden wir in Joel Kapitel 3 und dort Vers 1 einen Hinweis darauf, was sich dann später ereignete. Jetzt Joel Kapitel 3 und dort Verse 1 und 2. "Und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen." Das hat sich zu Pfingsten erfüllt.

[14:20] Woher weiß ich das? Steht in der Bibel. Apostelgeschichte Kapitel 2 und dort Verse 14 bis 18.

[14:28] Und lesen wir: "Da trat Petrus zusammen mit den elf auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr Männer von Judäa und ihr alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sollt ihr wissen und nun hört auf meine Worte. Denn diese sind nicht berauscht, wie ihr meint. Es sei ja erst die dritte Stunde des Tages." Viele dachten, als sie die Jünger dort in Zungen reden hören, also in ihrer Sprache reden hören, dachten sie, haben viele gespottet und gesagt, dass sie sind voll süßen Weines. Sie haben getrunken, sie sind berauscht. Und Petrus sagt ja, nein, nein, es ist erst die dritte Stunde. Das war circa 9 Uhr morgens. Da war noch niemand betrunken zu der Zeit.

[15:11] Sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist." Und dann zitiert er hier den Joel. Das heißt, wir wissen, dass in Joel die Voraussage auf Pfingsten war, weil Petrus uns das ganz deutlich sagt.

[15:29] In Apostelgeschichte 11, Vers 16 lesen wir: "Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden." Petrus berichtet davon hier in dieser Geschichte.

[15:53] Wenn wir weiterlesen, Vers 17: "Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verliehen hat wie auch uns, nachdem sie an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind. Wer war ich denn, dass ich Gott hätte wehren können?" Er spricht hier davon, dass auch die Heiden, die gläubig geworden waren, diese Taufe mit dem Heiligen Geist empfangen konnten oder empfangen hatten. Und wir sehen, Gott macht da keinen Unterschied. Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist für jeden verfügbar, der bereit ist, sich Gott zur Verfügung zu stellen und ihm zu dienen.

[16:22] Diese Taufe mit dem Wasser, die Taufe des Untertauchens ist wichtig. Jesus hat ganz klar gesagt in Johannes Kapitel 3, Vers 5: "Nur wer die Taufe durch die Wassertaufe und die Geistestaufe empfängt, wird in das Himmelreich eingehen."

[16:40] Und jetzt ist es aber so, dass diese Wassertaufe, sie ist eine bewusste Entscheidung, die wir treffen. Wir hören die Verkündigung, wir erkennen, dass Jesus für uns gestorben ist, dass er uns liebt, dass er so sein eigenes Leben für uns gab, und wir entscheiden uns bewusst, einen Bund mit ihm einzugehen, und das zeigen wir öffentlich in der Wassertaufe. Das ist eine Entscheidung, die wir treffen. Sie ist also ein äußeres Zeichen des Bundes mit Gott, so wie auch eine Hochzeit ein äußeres Zeichen des Ehebundes ist. Aber sie ist lediglich ein Symbol.

[17:25] Die Wassertaufe an sich verändert nicht das Herz. Es gibt viele Menschen da draußen, oder ich will mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen, aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die die Wassertaufe empfangen haben, aber noch nicht die Geistestaufe. Und so sehen wir, dass es zwar eine bewusste Entscheidung ist, die wir treffen, aber lediglich ein Symbol. Diese Handlung an sich verändert nicht unser Herz, so wie es damals auch Menschen gab im Alten Testament. Vor der Wassertaufe war das äußere Zeichen des Bundes mit Gott im Alten Bund die Beschneidung der Vorhaut, und es gab Menschen, die hatten diese Beschneidung empfangen, aber sie waren trotzdem nicht in ihrem Herzen beschnitten.

[18:09] Die Wassertaufe ist also eine Entscheidung, die wir treffen, aber die Taufe mit dem Heiligen Geist ist eine Entscheidung, die Gott trifft. Manchmal, so wie bei Jesus zum Beispiel, ereignet sich die Wassertaufe und die Geistestaufe zur selben Zeit. Aber dann gibt es andere Beispiele, wie zum Beispiel die Jünger, die wurden höchstwahrscheinlich von Johannes dem Täufer getauft. Sie wurden von Johannes dem Täufer getauft, und sie haben die Taufe mit dem Heiligen Geist aber erst zu Pfingsten bekommen.

[18:48] Und dann gab es noch solche Personen wie Kornelius und Paulus, die erst die Taufe mit dem Heiligen Geist empfingen und dann später erst die Wassertaufe. Also nicht viel später, denn wenn der Geist einen überzeugt, dann ist das Erste, was man macht, man geht hin und lässt sich taufen. Das war bei Petrus nämlich auch so spannend, denn er hatte drei Tage lang, glaube ich, hatte er nichts gegessen und nichts getrunken, und da ist man schon wirklich am Limit. Und als er die Geistestaufe empfangen hatte, war das Erste, was er tat, er ging hin und ließ sich taufen. Er hat nicht erst Wasser getrunken oder hier irgendwas gegessen. Das Wichtigste für ihn war es, erstmal diesen Bund mit Gott öffentlich festzumachen.

[19:26] Wir können es uns also nicht aussuchen, wann wir diesen Geist bekommen, aber wir können darum bitten, und das schauen wir uns auch gleich noch genauer an.

[19:44] In Epheser Kapitel 5 und dort Vers 18, schlagt mit mir gemeinsam auf, Epheser Kapitel 5 und dort Vers 18.

[19:59] Dort lesen wir: "Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes." Hier wird ein Gegensatz gezeigt zwischen Wein und Geist. Und wenn wir an den Wein denken, dann ist es eine Spirituose, und "spiritus", ich weiß jetzt nicht, wie das griechische Wort genau heißt, aber es bedeutet Geist. Das heißt, wir haben hier den einen Geist, einen falschen Geist, und wir haben hier einen echten Geist, den Geist Gottes. Und dieser falsche Geist, wenn wir uns mit ihm berauschen, dann wird es zur Folge haben, dass es uns verändert in unserem Gang, in unserem Denken. Aber wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, wird es genauso unseren Gang und unser Denken verändern, aber in einer positiven Weise, die uns näher zu Gott führt, als wir uns jemals hätten denken können.

[21:00] In Apostelgeschichte, Kapitel 13 und Vers 52, Apostelgeschichte, Kapitel 13, Vers 52.

[21:13] "Die Jünger aber wurden voll Freude und Heiligen Geistes." Die Zeitform, die hier im Urtext verwendet wird, zeigt auf, dass dieses Erfülltwerden von dem Heiligen Geist ein kontinuierlicher Vorgang ist. Das heißt, es ist nicht einmal Geistestaufe fertig, sondern Tag für Tag brauchen wir diese Taufe mit dem Heiligen Geist. Es ist also im Unterschied zu der Wassertaufe kein einmaliges Ereignis.

[21:53] Ich möchte ein weiteres Zitat lesen aus "Christ's Object Lessons", Seite 139. Im Deutschen ist das Buch "Bilder vom Reich Gottes". Da habe ich allerdings die Seite nicht.

[22:21] Dort lesen wir: "Nach Stunden der Gemeinschaft mit Gott ging Jesus morgen um Morgen hinaus, um den Menschen das Licht des Himmels zu bringen. Und jetzt Achtung: Jeden Tag empfing er von Neuem die Taufe des Heiligen Geistes." Er hat sie nicht nur bei seiner Taufe bekommen, sondern jeden Tag aufs Neue. Und wiederum, Christus ist unser Vorbild.

[22:48] Der Herr weckte ihn in den frühen Stunden des neuen Tages aus seinem Schlummer, und sein Gemüt und seine Lippen wurden mit Gnade gesalbt, damit er sie anderen mitteilen konnte. Und auch hier sehen wir, der Zweck der Erfüllung mit dem Heiligen Geist war es, dass er andere mitteilen konnte, wie groß die Gnade Gottes ist.

[23:08] In Römer Kapitel 8 und dort Vers 9. Lesen wir: "Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist. Wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein." Wer Jesus wahrhaft nachfolgt, der hat die Zusage aus der Bibel, aus dem Wort Gottes, dass er den Heiligen Geist hat.

[23:56] Nach Pfingsten, und ich möchte das Thema nur ganz kurz anstreifen, die Gabe der Zungenrede wurde zu Pfingsten gegeben in Apostelgeschichte 2, Vers 4, damit Sprachbarrieren überwunden werden konnten. Es gibt Denominationen, die behaupten, dass die Zungenrede das Zeichen dafür ist, dass wir den Heiligen Geist empfangen haben. Doch wenn wir uns anschauen, mit welchen Gaben uns der Heilige Geist gibt, dann ist die Zungenrede meistens relativ irgendwo im unteren oder hinteren Bereich. Wäre sie so wichtig, hätte Gott es an mehreren Stellen in der Bibel wirklich deutlich gemacht, dass es für uns heiß notwendig ist.

[24:58] Aber wir sehen, als Jesus getauft wurde, was tat er? Als Jesus die Taufe mit dem Heiligen Geist bekommen hat, da ging er in die Wüste. Da steht nichts, dass er anfing zu babbeln und irgendwas herzureden. Wenn wir jetzt Apostelgeschichte 2, Vers 4 vergleichen mit Apostelgeschichte 4, Vers 31, dann sehen wir, dass hier eine zweite Ausgießung des Heiligen Geistes auf andere Menschen kommt.

[25:27] 4 Vers 31: "Und als sie gebetet hatten, erbebte die Städte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit." Was haben sie getan? Sie haben das Wort Gottes verkündigt, aber nicht in anderen Sprachen, denn das war nicht notwendig.

[25:44] Es gibt auch andere Stellen, wo dann nochmal die Zungenrede vorkommt, aber da waren die Jünger, da war Apollos in Ephesus, und Ephesus ist in der heutigen Türkei. Also da war es notwendig, dass man Sprachbarrieren überwunden hat, um anderen Menschen das Evangelium verkündigen zu können.

[26:02] Ich möchte das Thema hier an dieser Stelle erstmal, also die Gabe der Zungenrede erstmal ruhen lassen, denn es gibt viel Material im Internet, wo ihr euch tiefer damit beschäftigen könnt. Und meine Zeit läuft hier ohne Gnade weiter.

[26:25] Johannes Kapitel 7 Vers 37 und 38. Wir kommen zu einem sehr spannenden Teil, der mich jetzt in der Vorbereitung sehr beschäftigt hat. Denn wir haben vorhin gesagt, dass der Geist in unterschiedlichem Maß ausgegossen wird, je nachdem, wie er gebraucht wird zur Verkündigung des Wortes Gottes. Jetzt lesen wir aber in Johannes Kapitel 7 Vers 37 und 38.

[26:42] "Aber am letzten, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Und das hier ist eine Parallelstelle zu Johannes Kapitel 4, Verse 10 bis 14, wo Jesus mit der Samariterin am Brunnen spricht und er bietet ihr an, ihr das Wasser zu geben, wenn sie es trinkt, von dem sie nie wieder dürsten wird. Und gleichzeitig sagt er, dass sie selbst zu einem Quell dieses Wassers wird, zu einem Strom des lebendigen Lebens.

[27:27] Und hier haben wir es wieder: "Wer an mich glaubt, an Jesus glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Was ist das Wasser? Es ist der Heilige Geist. Warum? Wir lesen es im nächsten Vers.

[27:46] Da steht: "Das sagt er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben. Denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war." War der Heilige Geist jetzt im Alten Testament da oder nicht? Er war da. Warum sagt dann Jesus, dass der Heilige Geist noch nicht da war? Nun, er führt das Grund auf, dass er noch nicht verherrlicht war.

[28:05] Lass uns mal ein bisschen darüber nachdenken. Der Heilige Geist oder der Unterschied zu dem, was an Pfingsten passiert ist, im Vergleich zu den anderen Stellen, wo wir vom Heiligen Geist lesen, ist, dass der Heilige Geist in einem Ausmaß ausgegossen wurde, das bis zu diesem Zeitpunkt niemand gekannt hat. Und das bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht möglich war. Warum? Weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

[28:40] Was das bedeutet, schauen wir uns jetzt an. Es gibt eine Parallel-, nicht Parallelstelle, sondern eine Geschichte im Alten Testament, die diese Geschichte hier quasi vorschattet. Es ist sozusagen das Typus für diesen Antitypus. Und wenn wir da reinschauen, dann ist es sehr spannend, denn wir können eine Menge lernen.

[29:02] In zweiter Mose, Kapitel 17, und dort die Verse 1 bis 7. "Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels zog aus der Wüste Sinn ihre Tagereise nach dem Befehl des Herrn. Und sie lagerten sich in Rephidim. Aber da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Dem Volk dürstete. Es wollte Wasser haben. Darum stritt das Volk mit Mose und sie sprachen: Gebt uns Wasser, dass wir trinken." Mose sprach zu ihnen: "Was streitet ihr mit mir? Warum versucht ihr den Herrn?" Mose sagt nicht: "Warum versucht ihr mich?", sondern: "Warum versucht ihr den Herrn?"

[29:54] Als nun das Volk dort nach Wasser dürstete, da murrten sie gegen Mose und sprachen: "Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben zu lassen?" Mose macht deutlich, das Volk hat nicht gegen ihn, sondern gegen Gott gemurrt. Aber sie sagten, sie würden gegen ihn murren. Doch Gott leitete Mose, und somit murrten sie gegen Gott.

[30:18] Da sprach der Herr zu Mose: "Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und meine Anweisungen zu halten? Seht, der Herr hat euch..." Entschuldigung, ich bin verrutscht. Vers 4, Kapitel 17. "Da schrie Mose zum Herrn und sprach: Was soll ich mit diesem Volk tun? Es fehlt nicht viel und sie werden mich noch steinigen."

[30:45] Und der Herr sprach zu Mose: "Tritt hin vor das Volk und nimm etliche Älteste von Israel mit dir und nimm den Stab in deiner Hand, mit dem du den Nil geschlagen hast, und gehe hin. Siehe, ich will dort, wo du auf dem Felsen am Horeb stehen, ich will dort vor dir auf dem Felsen am Horeb stehen, und du sollst den Felsen schlagen, und es wird Wasser herauslaufen, damit das Volk zu trinken hat." Und Mose tat dies vor den Augen der Ältesten Israels.

[31:21] Da gab man dem Ort den Namen Massa und Meribah, wegen der Herausforderung der Kinder Israels und weil sie den Herrn versucht und gesagt hatten: "Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?" Ganz spannendes Studium, denn das zeigt uns auch, hier reden sie von dem Herrn. Im Neuen Testament, wenn mich nicht alles täuscht, war das in Hebräer, ist aber die Referenz dazu, wo dann steht: "Sie haben den Heiligen Geist betrübt, gegen ihn gemurrt." Nur so am Rande.

[31:51] Aber was wir uns jetzt hier anschauen wollen, ist die Symbolik, die sich in dieser Geschichte verbirgt, die Gott hier reingelegt hat, um uns eine Lehre zu erteilen und wahrscheinlich auch den Menschen damals.

[32:00] In 1. Korinther Kapitel 10 Vers 4 lesen wir darüber, dass Jesus der Felsen ist. Das Wasser haben wir vorhin in Johannes Kapitel 7 Vers 39 gelesen, ist der Geist. Und jetzt ist die Frage, wofür steht der Stab, den Mose hielt?

[32:28] Der Stab steht, wenn man an die Plagen denkt, hat Mose den Stab gehoben bei jeder Plage, und die Plage kam. Als die Ägypter im Roten Meer ertrunken sind, hat Mose den Stab gehoben. Der Stab ist ein Symbol für das Gericht und für die Strafe Gottes.

[32:54] Wenn wir jetzt also mit dieser Symbolik reingehen und uns das mal überlegen, was das bedeutet. Da haben wir in Jesaja Kapitel 53 Vers 4 eigentlich schon die Erklärung. Jesaja Kapitel 53 und dort Vers 4.

[33:03] "Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen." Wer ist er? Das ist Christus. "Und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt." Christus ist der Felsen. Mose schlug den Felsen mit seinem Stab, und daraufhin kam daraus Wasser in Unmengen, sodass zwei Millionen Menschen getränkt werden konnten. Schätzungsweise zwei Millionen.

[33:57] Jetzt, wer hätte bestraft werden sollen in der Wüste? Es war das Volk Gottes. Israel hätte bestraft werden müssen, weil sie gegen ihn gemurrt haben. Sie haben sich gegen ihn aufgelehnt und somit musste sie das Gericht treffen. Aber stattdessen fiel das Gericht auf den Stein, auf den Fels, sodass sie nicht diese Strafe tragen mussten.

[34:19] In Vers 5, Jesaja 53 Vers 5 lesen wir: "Doch er wurde um unserer Übertretungen willen zerborsten, wegen unserer Missetaten zu schlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden." Das ist das große Opfer, das Christus für uns gebracht hat. Er hat diese Strafe, die uns als Sünder, die wir uns gegen Gott aufgelehnt haben, die hat er auf sich genommen, damit wir nicht leiden müssen. Und ich weiß nicht, ob irgendeinem von uns bewusst ist, wie groß diese Last, wie schmerzlich und wie unsagbar qualvoll diese Strafe für Jesus gewesen sein muss. Und wir sollten Gott von tiefstem Herzen dankbar sein, dass er diesen wunderbaren Erlösungsplan sich ausgedacht hat, damit wir nicht darunter leiden müssen. Das ist die Liebe Gottes. Unfassbar.

[35:28] Wir sehen, dass der Typus in dieser Geschichte sich mit dem Antitypus in den Evangelien deckte, denn die Folge dieses Zerschlagenseins war, dass Wasser daraus hervorging. Das heißt, in der Geschichte sehen wir schon, dieses Wasser in dieser Fülle konnte der Fels erst dann geben, als er geschlagen war. Lass uns weiter studieren.

[35:47] Apostelgeschichte, Kapitel 1, Vers 4. Apostelgeschichte, Kapitel 1, Vers 4.

[36:01] Da hatte ich doch das Lesezeichen drin. So. Wir lesen davon: "Und als er mit ihnen zusammen war, er ist wieder Jesus, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr von mir vernommen habt." Die Verheißung kam von Vater an Jesus, und diese wiederum hat er an seine Jünger weitergegeben.

[36:35] Das sehen wir auch in Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 33. Dort lesen wir: "Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hatte von dem Vater..." Das heißt, der Vater hat ihm den Heiligen Geist verheißen, Jesus. "...von dem Vater hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört."

[36:59] Das heißt, wir sehen hier, erst nach der Verherrlichung Jesu, nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Geistes empfangen hat vom Vater, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört. Wir sehen, dieser Heilige Geist, diese Ausgießung in diesem Maß konnte erst erfolgen, als Jesus im Himmel war. Aber wir haben noch mehr zu studieren.

[37:27] In Vers 39, Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 39.

[37:39] "Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so wie der Herr, unser Gott, herzurufen wird." Also die Verheißung galt den Kindern, also den Jüngern und den Kindern der Jünger und alle, die ferne sind. Also er hat es nicht nur auf eine kleine Gruppe beschränkt. Diese Verheißung galt jedem Nachfolger Jesu Christi.

[37:59] Und jetzt, wir haben zwar gesehen, der Heilige Geist konnte erst kommen, als Jesus verherrlicht war. Aber warum, warum genau konnte er nicht davor kommen?

[38:07] In Johannes Kapitel 12 und dort die Verse 23 und 24. Johannes Kapitel 12, die Verse 23 und 24 lesen wir.

[38:25] "Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde." Er sagt, jetzt ist es soweit, jetzt werde ich verherrlicht.

[38:36] "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht." Der Zweck des Todes Jesu war unter anderem auch, dass er viel Frucht bringen sollte, dass er viele Menschen zu sich ziehen sollte. Und dass er viel Frucht gebracht hat, das sehen wir zu Pfingsten. Denn die Menschen, diese 3000 Menschen, die sich auf einmal haben taufen lassen, die kamen nicht so einfach aus dem Nichts, sondern das war ein Ergebnis des Wirkens Jesu und seiner Jünger in der Zeit, wo er hier auf der Erde war.

[39:12] Gut, das heißt, die Verherrlichung konnte nur durch seinen Tod, seine Auferstehung und die Himmelfahrt geschehen. Und jetzt die spannende Stelle.

[39:20] Johannes Kapitel 16, Vers 17. Johannes Kapitel 16, Verse 7 und 8. Wir lesen dort.

[39:31] "Aber ich sage euch die Wahrheit." Muss Jesus uns noch mal deutlich machen, dass er uns die Wahrheit sagt, wenn er die Wahrheit ist, eigentlich nicht. Und doch tut er es, weil er unterstreichen möchte, wie wichtig das ist.

[40:00] "Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden." Ja, so wie wir in Apostelgeschichte gelesen haben. Und wenn jeder kommt, und das ist jetzt das, die die Aufgabe sozusagen des Heiligen Geistes, wie sie hier in Johannes Kapitel 16, Vers 8 beschrieben wird.

[40:20] "Wenn jener kommt, der Heilige Geist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht." Von Sünde, von Gerechtigkeit, von Gericht. Diese drei Sachen.

[40:34] Konnte die Menschheit vor dem Tod Jesu von der Sünde überführt werden? Ja oder nein? Ich glaube nicht, denn es gab kein Opfer für die Sünde. Konnte sie von der Gerechtigkeit überführt werden? Nein, denn es gab kein gerechtes Leben, das Jesus geführt hätte, das unser sündiges Leben einnehmen könnte, damit wir vor dem Vater bestehen können. Und wir hätten im Gericht keine Chance gehabt. Also warum von diesen Dingen überführen, wenn es doch sowieso keinen Zweck hat?

[41:17] Das ist das, warum der Heilige Geist in diesem Ausmaß erst nach der Verherrlichung Jesu kommen konnte. Jesus musste leben, sterben, auferstehen, damit er den Heiligen Geist senden konnte, und du und ich Vergebung, sein perfektes, stellvertretendes Leben und Kraft erhalten können und dadurch dem Gericht mit Gewissheit entgegenblicken können.

[41:57] Wir sehen also, die Ausgießung des Heiligen Geistes gründet auf dem, was Jesus getan hat. Die Taufe des Heiligen Geistes, sein Verdienst ist die Voraussetzung für die Taufe mit dem Heiligen Geist.

[42:17] Jetzt neben dieser Voraussetzung gibt es noch weitere persönliche Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit wir den Heiligen Geist empfangen können oder die Taufe mit dem Geist empfangen können.

[42:25] Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 37 und 38 haben wir, glaube ich, schon gelesen, aber wir gehen noch mal kurz hin, um jetzt diesen Aspekt noch mal deutlich zu machen. Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 37 und 38.

[42:47] "Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun?" Ich weiß nicht, wie viele von euch mal eine Predigt gehört haben, die ihnen durchs Herz drang, und sie dann später zu dem Prediger gegangen sind und gefragt haben: "Was sollen wir tun?" Es ist nicht unbedingt notwendig, zu dem Prediger zu tun, aber habt ihr euch gefragt: "Was muss ich tun?"

[43:15] Vers 38: "Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen." Gibt es einen Unterschied zwischen der Gabe und der Taufe mit dem Heiligen Geist? Ich lasse es mal offen, wir schauen uns das nachher an.

[43:41] Also, was sollten sie tun? Was ist die Voraussetzung hier? In Vers 38 spricht es: "Tut Buße." Das ist das Erste. Wir müssen erkennen, dass wir sündig sind, dass wir diese Sünde nicht weiter verfolgen können und dass wir uns von ihr abkehren. Denn Buße hat zwei Elemente. Zum einen ist da die Reue, die tief empfundene Reue darüber, was meine Sünde verursacht hat, nämlich den Tod Jesu am Kreuz. Und das Zweite ist das Umkehren, das Abwenden von der Sünde, die Bekehrung. Ich gehe nicht mehr in die Richtung, ich laufe jetzt komplett gegengesetzt, gegen die Sünde. Das ist nicht immer einfach, aber das ist das, was die Voraussetzung ist, damit wir den Heiligen Geist, die Taufe mit dem Heiligen Geist empfangen können.

[44:14] Römer Kapitel 2 Vers 4. Wir schauen uns jetzt einfach ein paar dieser Voraussetzungen noch an. Römer Kapitel 2 und dort Vers 4. Dort lesen wir:

[44:49] "Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut und erkennst nicht, dass dich Gott zur Güte, zur Buße leitet?" Wenn wir erkennen, wie groß Gottes Liebe und Güte zu uns ist, dann wird uns das zur Buße leiten. Also die Erkenntnis ist wichtig. Hast du verstanden, was Gott für dich getan hat? Denk in Ruhe darüber nach und denk mal darüber nach, ob du wirklich diese tiefe Reue in deinem Herzen empfindest, von dem die Bibel hier spricht. Sie geht sogar noch weiter, sie sagt, wir werden uns schämen für die Sünde. Schämst du dich für die Sünde? Mir geht es nicht immer so. Aber wir müssen darum bitten, dass Gott uns diese Scham und diese Reue gibt und schenkt. Denn aus uns können wir nichts tun.

[46:04] Lukas Kapitel 11, Verse 8 bis 13. "Ich sage euch: Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm etwas geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er braucht." Hier spricht Jesus dieses Gleichnis, wo jemand zu seinem Freund nach Hause kommt, es ist schon dunkel, er schläft, alle haben sich schon schlafen gelegt, und er klopft an die Tür und sagt: "Ich habe einen Gast bekommen, ich habe kein Brot, kannst du mir welches leihen?" Und Jesus sagt dann hier: "Und ich sage euch: Bittet..." Entschuldigung, in Vers 8: "...wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm etwas geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er braucht." Dieser Freund selbst, wenn er jetzt nicht so, wenn er sich gestört fühlt in dieser Situation, eigentlich überhaupt keine Lust hat, ihm, seinem Freund irgendetwas zu geben, wird das doch tun, wegen der Unverschämtheit des anderen.

[47:18] Und Jesus spricht ja: "Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan. Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, der findet, und wer anklopft, dem wird aufgetan."

[47:31] "Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet, oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt er ihm stattdessen, statt des Fisches, eine Schlange? Oder auch, wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben?"

[47:53] "Wenn nun ihr, und das ist jetzt der entscheidende Vers, wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten?" Wichtige Grundvoraussetzung: Bittet um den Geist, nehmt es ins Gebet.

[48:10] Testimonies of Ministers, Zeugnisse für Prediger, im Englischen die Seite 459, lesen wir: "Gottes treue Boten sollen versuchen, das Werk des Herrn auf seine Weise vorwärts zu bringen." Auf wessen Weise? Auf unsere Weise? Es ist nicht oft so, dass wir versuchen, auf unsere Weise etwas im Werk Gottes voranzubringen, aber wir schauen eigentlich gar nicht, was Jesus uns gezeigt hat und wie seine Methode ist und wie er gearbeitet hat, in Liebe und Demut.

[48:45] Sie sollten eine enge Verbindung mit dem großen Meister pflegen, damit er sie täglich lehren kann. Jetzt Achtung: In ernstem Gebet. Was für Gebet? Ernsthaftes Gebet. Das heißt, es gibt auch ein nicht ernsthaftes Gebet.

[49:05] In ernstem Gebet sollen sie mit Gott um die Taufe mit dem Heiligen Geist ringen. Wie oft? Täglich, damit sie auf die Bedürfnisse einer Welt, die in der Sünde umkommt, eingehen können. Wiederum befähigt der Geist zum Werk, dafür wird er gegeben.

[49:27] Das Gebet um die Taufe mit dem Heiligen Geist wird uns hier noch mal in "Testimonies for the Church", also Zeugnisse für die Gemeinde, Band 8, Seite 22, wiederum im Englischen. Ich entschuldige, ich habe die deutschen Stellen nicht rausgesucht.

[49:41] "Warum hungern und dürsten wir eigentlich nicht nach der Gabe des Geistes?" Gute Frage, oder? Warum hungern und dürsten wir nicht nach dieser Gabe? Und jetzt Achtung: Sie spricht von der Gabe des Geistes. Sie ist das Mittel, durch das wir Kraft empfangen sollen. Warum sprechen wir nicht darüber, beten nicht darum, predigen nicht davon? Wann habt ihr das letzte Mal eine Predigt über den Heiligen Geist gehört? Denkt mal darüber nach.

[50:14] Im ernsten Gebet, Entschuldigung, ich bin verrutscht. Jeder Mitarbeiter, der Herr gibt uns den Heiligen Geist bereitwillig, als Eltern ihren Kindern gute Gaben geben. Das haben wir in Lukas Kapitel 11 gerade gelesen. Jeder Mitarbeiter sollte Gott um die Taufe mit dem Heiligen Geist bitten. Jeder Mitarbeiter. Bist du ein Mitarbeiter Gottes? Wenn ja, dann ist es deine Aufgabe, um diesen Geist zu bitten. Wenn nein, dann mach dir keine Mühe. Du wirst ihn nicht brauchen.

[50:50] Jeder Mitarbeiter sollte Gott um die Taufe mit dem Heiligen Geist bitten. Gruppen sollten sich versammeln und um besondere Hilfe, um himmlische Weisheit bitten, damit sie erfahren, wie sie planen sollen und weislich handeln können.

[51:08] Das anhaltende Gebet ist notwendig. Nicht, weil Gott dann irgendwann seine Meinung ändert, sondern weil dieses Gebet uns verändert. Wenn wir immer wieder fortwährend um diesen Heiligen Geist bitten, dann wird sich etwas in unserer Einstellung ändern. Wir werden ein Verlangen nach dem Heiligen Geist haben, und dann wird er auch in seiner ganzen Fülle durch uns wirken können.

[51:43] Dieses Gebet bringt uns in die Gegenwart Gottes. Es offenbart unsere Entschlossenheit, diese Gabe des Geistes oder die Taufe mit dem Heiligen Geist zu empfangen, und es bereitet uns darauf vor. Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist. Ich habe vorhin gesagt: "Achtung, sie spricht hier von der Gabe des Geistes." Zwei Sätze weiter spricht sie von der Taufe mit dem Heiligen Geist. Im Endeffekt ist die Gabe des Geistes und die Taufe mit dem Heiligen Geist ein und dasselbe.

[52:16] Galater Kapitel 3, Verse 2 und 5. Das allein will ich von euch erfahren.

[52:43] "Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?" Also ich weiß nicht, wer von euch jetzt... Wie soll ich sagen? Ich will nichts Gemeines sagen. Ist das eine rhetorische Frage oder nicht? Jeder, der ein bisschen Verstand hat, erkennt sofort eine rhetorische Frage, und das ist offensichtlich eine rhetorische Frage. Ich wollte nicht gemeinsam. Entschuldigung. Es ist eine rhetorische Frage, und Paulus fragt: "Das allein will ich von euch erfahren. Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?" Offensichtlich durch die Verkündigung von Glauben.

[53:29] Vers 5: "Der euch nun den Geist darreicht und Kräfte in euch wirken lässt, tut er es durch Werke des Gesetzes oder durch Verkündigung von Glauben?" Er stellt die gleiche Frage nochmal, und wiederum deutet es darauf hin, dass es der Glaube ist, durch den wir diese Gabe empfangen.

[53:42] Lasst uns weiterschauen. In Vers 14 wird es noch eindeutiger.

[53:52] "Damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in Christus Jesus, damit wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war." Vielleicht lesen wir den Vers davor noch, um den Kontext zu haben, denn das war vielleicht nicht ganz so deutlich.

[54:09] "Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch wurde." Das war das, wo er die Strafe auf sich genommen hat, um unsertwillen, denn es steht geschrieben: "Verflucht ist jeder, der am Holz hängt."

[54:23] "Damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in Christus Jesus, damit wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war." Der Glaube, hier löst er das nämlich auf, diese rhetorische Frage, die er davor gestellt hat.

[54:43] Aber ihr wisst es, die Taufe mit dem Heiligen Geist, diese Gabe des Geistes, kommt durch den Glauben.

[54:48] In Jakobus 1, Verse 6 bis 8. Das heißt übrigens, Gott hat verheißen, dass er uns diese Gabe geben möchte, wenn wir bereit sind, in seinem Werk zu arbeiten. Wenn wir mit ihm gehen, wenn wir ihm alles übergeben, und das brauchen wir einfach nur im Glauben anzunehmen. Das war es. Es ist kein Gefühl oder irgendwas. Gefühle können kommen und gehen, aber der Glaube manifestiert sich einfach darin, dass ich das annehme, so wie es ist, ob ich es nur fühle oder nicht. Gott hat es verheißen. Leben aus jedem Wort.

[55:32] Jakobus, Kapitel 1, Verse 6 bis 8. Jakobus 1, Verse 6 und 8. Lesen wir:

[55:59] "Er bitte aber, und wiederum Vers 5: Wenn es aber jemanden unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt. So wird er ihnen gegeben werden."

[56:14] "Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht, denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben wird und hin- und hergeworfen wird." Wir sollen glauben und nicht zweifeln. Ist das einfach? Vielleicht nicht immer, aber das ist der Weg.

[56:40] Warum ist es so entscheidend, dass wir glauben? Der Glaube ist hier mehr als nur eine intellektuelle Zustimmung. Unser ganzes Leben muss Gott hingegeben sein, und wir müssen ihm in allem vertrauen. Das ist Glauben. Ihm in allem vertrauen, was er gesprochen hat, durch sein Wort.

[57:09] Matthäus, Kapitel 21 und dort der Vers 22. Lasst euch nicht von mir verwirren. Matthäus 21 oder der Vers 22.

[57:27] "Und alles, was wir glaubend aktiv, glaubend erbitten im Gebet, das werdet ihr empfangen." Ein weiterer Vers, nur so, dass ihr noch mal eine weitere Referenz zu dem Punkt habt. Glaubend erbetet. Ich bete und ich glaube daran, dass Gott es mir schenken wird, und ich werde es empfangen.

[57:56] Hebräer, Kapitel 11, Vers 6. Dort lesen wir: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, es ist unmöglich, ihm wohl zu gefallen. Denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen." Gott hat keinen Gefallen an Menschen, die den Glauben verleugnen.

[58:31] Warum? Naja, es ist logisch. Wir können Gott nicht sehen. Wir können den Geist nicht sehen. Ja, wir können Jesus nicht mal jetzt gerade sehen. Wir müssen daran glauben, dass er existiert. Wir müssen glauben, dass er da ist, und dann wird er uns Erfahrungen mit ihm schenken, die diesen Glauben stärken. Und das ist so notwendig, denn wenn wir kein Glauben haben, natürlich können wir Gott nicht gefallen. Wir werden nichts annehmen, was er uns sagt.

[58:57] In Apostelgeschichte, Kapitel 5, Vers 32. Habt noch ein bisschen Geduld mit mir. Wir sind bald durch. Apostelgeschichte, Kapitel 5, Vers 32.

[59:29] "Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft, und auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen." Der Heilige Geist wird denen gegeben, die ihm gehorchen.

[59:44] Der echte Glaube drückt sich im Gehorsam aus. Der Gehorsam ist nicht etwas, was einfach so kommt. Es ist eine bewusste Entscheidung, die ich treffen muss. Möchte ich gehorsam sein oder nicht?

[1:00:05] Gott hat verheißen, dass er uns in jeder Situation, in jeder Versuchung auch einen Ausweg schaffen wird und dass wir nicht der Versuchung unterliegen müssen. Das heißt, wenn wir der Versuchung unterliegen und sündigen, die Versuchung an sich ist keine Sünde, aber wenn wir ihr nachgeben, dann tun wir die Sünde. Und wenn wir ihr nachgeben, dann nur, weil wir eine bewusste Entscheidung dafür getroffen haben. So hart es auch klingt. Weil wir die Sünde immer noch lieben und immer noch dranhängen. Nur noch dieses eine letzte Mal, und dann höre ich auf. Und dann sind wir wieder in diesem Teufelskreis und kommen nicht mehr raus. Satan ist ein Meister darin, uns gefangen zu halten, und er ist ein Mörder und ein Lügner. Und er wird alles tun, um jeden Menschen, den er nur kann, zu vernichten.

[1:01:00] Deswegen fallt nicht auf diese Versuchung Satans herein, sondern denkt daran: Ich werde versucht, weil Satan mich töten möchte. Und ich glaube daran, dass Gott jetzt in dieser Situation einen Ausweg geschaffen hat. Nimmst du es an? Entscheidest du dich dafür, zu widerstehen oder nicht? Und Gott wird uns mit allem ausrüsten, was wir brauchen. Er wird uns die Kraft geben, zu widerstehen. Sonst würde er das nicht sagen.

[1:01:32] Gehorsam ist ein wichtiger Aspekt dafür, dass wir die Taufe mit dem Heiligen Geist empfangen.

[1:01:43] In Judas 17 bis 21 lesen wir Judas. Und ich sage 17 bis 21. Das sind nicht alle Kapiteln, sondern das Buch Judas hat nur ein Kapitel. Deswegen sind es die Verse 17 bis 21.

[1:02:04] "Ihr aber, Geliebte, erinnert euch an die Worte, die im Voraus von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind, als sie euch sagten: In der letzten Zeit werden Spötter auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln." Das sind die, welche Trennungen verursachen. Natürliche Menschen, die den Geist nicht haben. Okay, merken.

[1:02:28] "Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist. Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben."

[1:02:47] Was lernen wir daraus? Der natürliche, unbekehrte Mensch hat den Geist Gottes nicht. So simpel. Wenn wir natürliche Menschen sind, weltlich gesinnte Menschen, die das lieben, was in der Welt ist, dann können wir den Heiligen Geist nicht bekommen. Das ist ein No-Go.

[1:03:17] Wenn wir jetzt aber auf die Apostel schauen, die die Taufe des Heiligen Geistes empfangen haben, dann fehlt uns auf, dass sie große Dinge getan haben. Gott hat sie in mächtiger Weise benutzt, aber sie waren nicht perfekt. Sie waren immer noch fehlbare Menschen. Zwei Beispiele: Petrus, nach Pfingsten, nachdem er schon die Taufe des Heiligen Geistes empfangen hat, war er da zusammen mit Heiden und hat mit ihnen gesprochen. Als aber die Juden dazukamen, ist er schnell weggegangen und hat sich zu den Juden gesetzt. Warum? Es war ihnen unangenehm. Und Paulus sagt, er hat ihnen dafür getadelt. Zu Recht. Denn wir sollen nicht nach dem Ansehen der Menschen trachten, sondern nach dem Ansehen Gottes. Petrus hat einen Fehler gemacht. Ohne Frage.

[1:04:14] Und Paulus hatte eine Auseinandersetzung mit Barnabas, als es darum ging, den Markus mitzunehmen auf die Missionsreise oder nicht. Und ich glaube nicht daran, dass der Heilige Geist sie in dieser Auseinandersetzung geführt hat. Denn der Heilige Geist wollte, dass sie einmütig sind, dass sie eines des gleichen Geistes sind. Hätten sie beide den gleichen Geist gehabt, hätten sie die gleiche Ansicht gehabt. Aber das war nicht der Fall. Das heißt, einer von ihnen hat sich von diesem Geist wieder getrennt. Und in diesem Fall war es Paulus. Denn er schreibt später selbst, dass es sein Fehler ist, also dass er im Unrecht war.

[1:04:52] Wir sehen also, nur weil man einmal die Taufe mit dem Heiligen Geist empfangen hat, heißt das nicht, dass wir sie immer haben werden. Und das ist das, was wir vorhin auch gesagt haben. Es ist ein kontinuierlicher, fortwährender Prozess.

[1:05:03] In Galater Kapitel 5 Vers 16 lesen wir von den Werken des Fleisches und von der Frucht des Geistes. Könnt ihr zu Hause lesen. Ich werde jetzt nicht den Textabschnitt lesen. Aber das zeigt uns, dass es in uns einen Kampf gibt. Da findet ein Kampf statt zwischen dem Geist und dem Fleisch. Das ist auch das, was Paulus so oft im Römerbrief immer wieder deutlich macht.

[1:05:34] In Römer 8 Vers 6 bis 8 lesen wir davon, dass es notwendig für uns ist, uns dem Gesetz Gottes zu unterwerfen, damit wir ihm gefallen können. Und da ist wieder der Gehorsam.

[1:05:58] Und ganz kurzer Schwenk. Wir sind bei dem Abschnitt, wo es darum geht, ob wir selbstbezogen oder christuszentriert leben. Was ist Selbstbezogenheit? Ist es nicht Egoismus? Denke ich da nicht nur an mich? Und wenn wir darüber nachdenken, wo dieser Egoismus eigentlich herkommt, wo wir ihn zum ersten Mal chronologisch in der Geschichte vorfinden, dann finden wir ihn bei Luzifer. Jesaja Kapitel 14 Vers 12 bis 14. Luzifer sagt: "Ich, ich, ich, ich, ich will mich emporheben über die Sterne Gottes, dem Höchsten mich gleich machen." Der Egoismus ist im Kern Satanismus. Das war eine der Dinge, die ich nach meiner Bekehrung schnell gelernt habe.

[1:06:48] Und das krasse, das krasse Gegenteil dazu ist Jesus Christus, wo wir in Philipper Kapitel 2 Vers 5 bis 11 davon lesen, wie er selbst sich erniedrigte. Der es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein, sondern sich erniedrigte und demütigte bis zum Kreuzestod. Und das ist so ein krasser Gegensatz. Jesus hat das nicht für sich getan, sondern für uns, für dich und für mich. Und ich habe das Gefühl, dass ich diese Stelle immer wieder in den Aufnahmen bringe, die ich hier mache. Aber es ist einfach so ein wichtiger Text, den wir verinnerlichen müssen.

[1:07:34] In Philipper Kapitel 1 Vers 6 verheißt uns Gott, dass das Werk, das er in uns begonnen hat, auch beenden wird. Wir haben diese Zusage und diese Verheißung. Und wenn wir fallen, dann richtet er uns wieder auf. Wenn wir aber unsere Schuld bekennen, so ist er unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns unsere Sünden vergibt und reinigt von aller Ungerechtigkeit. 1. Johannes Kapitel 1 Vers 9.

[1:08:18] Ich möchte das abkürzen und zum Schluss kommen mit zwei wiederum sehr wichtigen Zitaten. Entschuldigung, mit einem sehr wichtigen Zitat.

[1:08:25] "Keiner sollte die Taufe mit dem Heiligen Geist trägen Herzens erwarten." Was bedeutet es trägen Herzens? Was ist Trägheit? Bedeutet, wir sind inaktiv. Also wir sollen aktiv die Taufe mit dem Heiligen Geist erwarten.

[1:08:59] Der Geist und welche Aktivität hatten wir vorhin gesagt? Beten zum Beispiel. Der Geist Gottes wird zum Dienst verliehen. Das ist das, was wir vorhin schon besprochen hatten. Sobald die Gemeindeglieder auf Gottes Befehl hin die Wahrheit verkündigen, kommt der Heilige Geist auf sie herab und verleiht ihnen Tüchtigkeit und Kraft. Er kommt nicht einfach so.

[1:09:31] Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist nicht einfach nur ein Spielzeug, das wir brauchen, damit es uns gut geht und damit wir in irgendwelchen Zungen reden und irgendein Blabla, das keiner versteht. Es ist eine Gabe, eine Befähigung zum Dienst, damit das Wort den Menschen ausgeteilt wird, die es noch nicht kennen.

[1:09:47] Jede wahrhaft bekehrte Seele hat das innige Verlangen, andere von der Finsternis des Irrtums in das wunderbare Licht der Gerechtigkeit Jesu Christi zu führen. Die Ausgießung des Geistes, von der die ganze Erde erfasst werden soll, wird erst dann erfolgen, wenn wir ein erleuchtetes Volk sind, das aus der Erfahrung weiß, was es bedeutet, Mitarbeiter Gottes zu sein.

[1:10:20] Werden wir das Werk vollenden, wenn wir einfach nur träge sind und zu Hause sitzen und uns einen Film anschauen und nicht rausgehen und Bücher verteilen, wenn sie uns die Möglichkeit bietet, oder wenn wir mit unseren Arbeitskollegen über den Glauben sprechen, wenn wir uns nicht dafür schämen für das Evangelium? Römer Kapitel 1, Vers 16: "Ich schäme mich nicht des Evangeliums, denn er ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt."

[1:10:48] Wir brauchen diese Liebe zu den Mitmenschen, die uns antreibt, damit wir ihnen von Gott erzählen und sie zu Christus führen, der allein, in dem allein das Heil ist. Wir müssen das aus Erfahrung wissen, was es bedeutet, Mitarbeiter Gottes zu sein. Und Erfahrung kann man nur machen, wenn man rausgeht und für Gott arbeitet.

[1:11:19] Wenn wir uns vom ganzen Herzen dem Dienst Christi geweiht haben, wird Gott dies durch die unbegrenzte Ausgießung seines Geistes anerkennen. Da haben wir es, die vollkommene, unbegrenzte Ausgießung des Geistes, die Taufe des Heiligen Geistes. Das kann jedoch nicht geschehen, solange der größte Teil der Gemeinde nicht mit Gott zusammenwirkt.

[1:11:38] Und liebe Brüder und Schwestern, so traurig es auch ist, der Grund, warum Jesus noch nicht gekommen ist, ist, weil der größte Teil der Gemeinde schläft.

[1:11:48] Meine Lieben, wir kommen zum Schluss. Und es ist ein bisschen traurig, diese Erkenntnis, dass wir immer noch hier sind, dass Jesus schon längst hätte kommen können. Aber es geht nicht darum, andere zu verurteilen. Wir müssen bei uns selbst anfangen. "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet."

[1:12:16] Und wir müssen jetzt und heute eine Entscheidung treffen. Möchte ich Mitarbeiter in Gottes Werk sein? Möchte ich meine Zeit dafür aufwenden, Seelen für das Werk Gottes zu gewinnen? Möchte ich Gott mit meinem ganzen Herzen dienen? Ich hoffe und ich bete, dass das eure Entscheidung ist und dass ihr durch diese Entscheidung vorbereitet werdet, falls ihr sie nicht schon empfangen habt, die Taufe des Heiligen Geistes zu bekommen.

[1:12:50] Lasst uns zum Abschluss beten. Unser großer und allmächtiger Gott, ich möchte dir danken, dass du uns so viel Erkenntnis darüber gegeben hast, was wir tun müssen, damit du durch uns wirken kannst. Im zweiten Buch Mose, in Kapitel 17, hast du diese Geschichte festgehalten, wo Mose auf den Berg geht und Joshua im Tal kämpft. Und Mose hat gebetet und das Volk hat gekämpft. Und wir sehen in dieser Geschichte, dass beide Elemente notwendig sind: das Gebet und unsere Anstrengung. Nicht, weil wir durch diese Anstrengung gerettet werden, sondern weil wir andere Menschen durch diese Anstrengung zu dir führen und den Weg der Heiligung Schritt für Schritt vorangehen.

[1:13:51] Mein großer Gott, ich kann dir nicht genug danken, dass du so gnädig und barmherzig und wundervoll bist. Du hast alles für uns gegeben. Du hast alles für mich gegeben, und ich danke dir dafür. So leite du uns jetzt weiterhin in dieser Woche in dem Studium deines Wortes und erhelle du unseren Verstand durch deinen Heiligen Geist. Amen.

[1:14:13] Ich möchte mich herzlich bedanken, dass ihr eingeschaltet habt. Ich hoffe, ihr konntet etwas lernen, und es bleibt nur nichts weiter, als euch Gottes Segen und seine Führung beim Studium seines Wortes zu wünschen. Amen.


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