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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2017 1st Nr 6

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode mit Christopher Kramp wird das Thema Heiligung im christlichen Leben beleuchtet. Es wird erklärt, dass Heiligung kein optionaler Zusatz ist, sondern ein wesentlicher Wille Gottes für jeden Gläubigen. Die Predigt betont, dass Heiligung ein Werk Gottes ist, das durch Glauben geschieht und sich auf den gesamten Menschen – Geist, Seele und Körper – auswirkt. Es wird auf die biblischen Grundlagen der Heiligung eingegangen, von den Geboten im Alten Testament bis zu den Lehren des Apostels Paulus, und wie sie sich in einem geheiligten Leben widerspiegelt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q1: Der Heilige Geist und das geistliche Leben

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Wir sind mittendrin in unserem Studium über den Heiligen Geist und das geistliche Leben. Und heute haben wir ein besonders spannendes und vor allem wichtiges Thema. Ein Thema, über das die Bibel sehr viel spricht, auch wenn es ein Thema ist, das nicht allzu oft in Predigten behandelt wird. Es geht um die Heiligung in unserem Leben. Genau genommen heißt das Thema der Heilige Geist und ein geheiligtes Leben führen. Wir wollen uns damit vorbereiten auf das Bibelgespräch am 11. Februar. Und das Thema ist sehr intensiv und wir wollen viele Bibeltexte lesen und uns Gedanken machen, was es bedeutet, dass wir durch den Heiligen Geist ein geheiligtes Leben führen können. Und bevor wir damit beginnen, wollen wir Gott einladen, dass er durch den Heiligen Geist unsere Gedanken führt, damit wir die Wahrheit erkennen, wie sie in Jesus ist. Ich lade dich ein, liebe Freunde, liebe Freundinnen, mit mir zu beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren. Bitte schenk uns deinen Heiligen Geist in einem ganz besonderen Maße, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast und dass wir nicht nur theoretisches Wissen ansammeln, sondern dass wir tatsächlich erleben, dass du uns heiligst. Bitte gib, dass dieses Thema vom Heiligen Geist unser Leben wirklich verändert und eine Erweckung und Reformation in uns persönlich, in unseren Gemeinden und in unserer ganzen weltweiten Adventgemeinde bewirkt. Sprichst du jetzt zu uns und sei du bei uns. Im Namen Jesu. Amen.

[2:08] Der Text für diese Woche, der Leittext, steht in 1. Thessalonicher 5, Vers 23. Ein Text, der wirklich die Thematik auf den Punkt bringt. Paulus wünscht den Thessalonicher, an den er hier einen seiner ersten Briefe, wahrscheinlich den ersten Brief überhaupt, den er geschrieben hat, schreibt, er wünscht ihn am Ende des Briefes Folgendes. 1. Thessalonicher 5, Vers 23. Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch. Und an der ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus. Paulus wünscht den Gläubigen Heiligung. Die Idee der Heiligung, das Thema des Heiligseins, war für Paulus keine Waffe, mit dem er anderen Angst machte. Es war ein Wunsch, den er den Gläubigen mit auf den Weg gab. Die Heiligung, von der er sprach, war keine Zusatzoption für besonders fromme Gläubige. Die Heiligung, von der er sprach, war nicht nur so ein bisschen Sahne auf der Torte des Glaubens. Nein, die Heiligung sollte durch und durch geschehen. Etwas, was gründlich im Leben verankert sein sollte. Und die Heiligung ist etwas, das Gott tut. Er wünschte sich nicht, dass die Menschen sich heiligen für Gott. Er wünschte sich, dass Gott, der Gott des Friedens, die Gläubigen durch und durch heiligen würde. Und das Resultat dieser Heiligung, die von Gott kommt und die nicht einfach nur an der Oberfläche bleibt, sondern die gründlich den ganzen Menschen durchwirkt, die ist im Vers angesprochen. Und Geist, Seele und Körper sind dann untadelig, bewahrt von Gott hin auf die Wiederkunft.

[4:02] Das sind einige Ideen, die wir in dieser Woche gründlicher anschauen, die wir heute hier durch verschiedene Bibelferse weiter unter die Lupe nehmen wollen. Zunächst einmal halten wir fest, dass Heiligung etwas ist, das Gott sich vom Menschen wünscht. Im selben Buch, selber Autor, ein Kapitel vorher, 1. Thessalonicher 4 und dort Vers 3 lesen wir, denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet. Heiligung ist, wie wir gerade gesagt haben, keine Option. Es ist Gottes Wille. Es ist Gottes Wille für mein Leben. Es ist Gottes Wille für dein Leben. Heiligung ist nicht etwas, was man beiseite schieben kann. Wir müssen uns mit diesem Thema auseinandersetzen, weil Gott es möchte.

[4:55] Die Idee, dass Gott uns heiligt, ist etwas, was sich schon im Alten Testament findet. Paulus hat hier also nichts Neues erfunden, sondern er beschreibt unter Inspiration des Heiligen Geistes ein Konzept, das schon Mose aufgeschrieben hat. 3. Mose 20 zum Beispiel und dort Vers 8 steht, Darum haltet meine Satzung und tut sie, denn ich, der Herr, bin es, der euch heiligt. Also hier finden wir zwei wesentliche Ideen. Gott ist es, der uns heiligt und als Folge der Heiligung, die Gott in uns wirkt, sollen die Gesatzungen oder die Gebote Gottes gehalten werden. Also hier sehen wir schon, dass die Heiligung zwar an uns und in uns geschieht durch Gott, dass er der Aktive ist, aber wir werden durch die Heiligung ebenfalls aktiv. Wir werden nicht einfach nur passiv die Heiligung erdulden oder erleben, sondern sie führt dazu, dass wir Gottes Satzungen, seine Gebote halten.

[5:55] Viele Menschen haben die etwas verdrehte Idee, dass die Rechtfertigung, die Vergebung durch den Glauben geschieht, dass wir durch den Glauben allein gerettet werden, aber dass dann sozusagen in einem zweiten Schritt die Heiligung notwendig ist, die dann durch unsere eigene Anstrengung, durch unsere eigenen Werke bewerkstelligt werden muss. Die Bibel sagt allerdings sehr deutlich, dass auch die Heiligung genauso wie die Rechtfertigung ein Akt des Glaubens ist. Schauen wir mal in Apostelgeschichte 26 und dort Vers 18. Apostelgeschichte 26 und dort Vers 18. Dort heißt es hier, und Paulus erzählte die Geschichte, wie er sich bekehrt hat, als er damals auf dem Weg nach Damaskus war und Gott ihm erschien und ihm dann einen Auftrag gab. Da heißt es hier, in diesem Auftrag, den Gott dem Paulus gab, um ihnen, das ist den Heiden, die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind. Heiligung geschieht genauso wie Rechtfertigung. Und obwohl beide voneinander zu unterscheiden sind, es handelt sich nicht um eine und dieselbe Sache, sind sie doch beide eng miteinander verknüpft. Beide, sowohl die Rechtfertigung, die Vergebung der Sünden, als auch die Heiligung, von der wir heute sprechen, geschehen durch den Glauben. Deswegen kann die Bibel sagen, dass jeder, der glaubt, gerettet wird. In Johannes 3, Vers 16 haben wir diese fundamentale Idee. Denn jeder, der glaubt, wird Rechtfertigung und Heiligung erleben.

[7:51] Dazu gleich noch mehr. Im Alten Testament finden wir ein Symbol, das andeutet, dass Gott es ist, der sein Volk heiligt. Hesekiel spricht davon in Hesekiel 37 und dort Vers 28. Ein Symbol, das den Heidenvölkern, den Menschen um das Volk Gottes herum, zeigen soll, der das Volk Israel, das Volk Gottes heiligt. Hesekiel 37 und dort Vers 28. Und die Heidenvölker werden erkennen, dass ich der Herr bin, der Israel heiligt, wenn mein Heiligtum in Ewigkeit in ihrer Mitte sein wird. Das Heiligtum ist ein Symbol für die Lehre, dass Gott sein Volk heiligt, dass er mitten in seinem Volk gegenwärtig ist. Und deswegen ist es für Menschen, die die Heiligung erleben wollen, für Menschen, die das ernst nehmen, was der Paulus sagt, dass die Heiligung Gottes Wille von sein Leben ist, ist es absolut unerlässlich, dass wir auch das Heiligtum studieren und uns mit dem Heiligtum auseinandersetzen. Wo das Heiligtum ignoriert wird, wird unklar, dass Gott uns heiligt. Und obwohl das Thema Heiligtum heute nicht uns beschäftigen kann aufgrund der anderen Verse, die wir studieren müssen, möchte ich das deutlich betonen, dass eine Gemeinde, die heilig sein möchte, eine Gemeinde, die Heiligung erleben möchte, das Heiligtum im Zentrum haben muss.

[9:28] Nun, wir hatten ja in 1. Thessalonicher gesehen, dass wir untadelig sein sollen auf die Wiederkunft Jesu hin. Und wir wollen ein paar Texte anschauen, die das bestätigen. Zunächst einmal wiederum in 1. Thessalonicher. 1. Thessalonicher, Kapitel 3 und dort Vers 13. 1. Thessalonicher 3 und dort Vers 13. Paulus hat viel über dieses Thema gesprochen. Wir lesen hier 1. Thessalonicher 3, Vers 13. Wenn also Jesus mit allen Engeln wiederkommen wird, wie die Bibel es sagt, dann sagt die Bibel, dass wir untadelig sein sollen in Heiligkeit. Untadelbar vor Gott, unserem Vater.

[10:28] Und das ist kein einzelner isolierter Vers. Viele andere Stellen bei Paulus machen das deutlich. Nehmen wir noch eine Stelle in 1. Korinther 1 und dort Vers 8. 1. Korinther 1 und dort Vers 8. Das heißt es, der euch auch festmachen wird bis an den Tag, sodass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Das ist natürlich der Tag, der wiederkommt. Also wir haben untadelig, heilig und jetzt unverklagbar. Auch für dieses Schlagwort von der Vollkommenheit in den Raum geworfen. Wir kriegen dann eine Panik. Wir können nicht vollkommen sein. Interessant ist, dass Paulus eine ganze Reihe von anderen Begriffen verwendet, die vielleicht noch spezifischer andeuten, was eigentlich das Ziel Gottes ist. Wer unverklagbar ist, der kann nicht mehr angeklagt werden. Wer untadelig ist, an dem findet sich kein Tadel. Paulus hat eine ganze Reihe von verschiedenen Begriffen, die alle diesen Grundgedanken illustrieren. Noch ein Vers in diese Richtung findet sich in Kolosser 1 und dort Vers 22. Kolosser 1, Vers 22. Also Paulus wiederholt es in allen seinen Briefen, dieses Ideal Gottes, den Willen Gottes, dass wir, wenn Jesus wiederkommt, dass wir unverklagbar, heilig und tadellos sein sollen. Das ist das Ziel und die Bestimmung der Heiligung. Menschen auf die Wiederkunft so vorzubereiten, dass diese Adjektive tadellos, unverklagbar, heilig auf diese Menschen tatsächlich zutreffen.

[12:26] Nun, ein weiterer Vers, in dem das deutlich wird, ist Epheser, Kapitel 5. Und dort finden wir dann auch noch ein weiteres Wort, das in diese Reihe hineingehört. Epheser 5 und dort Vers 26 und 27. Da heißt es von Jesus, damit er sie, das ist die Gemeinde, Heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Das heißt, Gottes Wille, die Menschen, seine Nachfolger, die Gläubigen zu heiligen, bezieht sich nicht nur auf Einzelpersonen. Dieser Wille bezieht sich auch auf die Gemeinde als Ganzes. Und neben der Idee von Heiligkeit und Tadellosigkeit und Unverklagbarkeit, die wir schon in anderen Versen gesehen haben, sehen wir hier auch die Idee, dass kein Flecken mehr, keine Runzel zu sehen ist oder irgendetwas, was in diese Kategorie fallen könnte. Die am Ende durch und durch geheiligten Menschen sind nicht größtenteils heilig. Sie sind nicht weitestgehend rein, sondern sie sind tadellos, heilig, unverklagbar, ohne Runzeln, ohne Flecken.

[13:44] Und in all diesen Versen können wir sehen, dass es Gott ist, der es tut, dass es Jesus ist, der die Initiative ergreift, dass er das tun kann. Und genau das sind jetzt die nächsten Verse, die wir studieren wollen, die wir anschauen wollen, die uns zeigen wollen, dass es nicht auf uns allein ankommt, sondern dass Gott mit seiner ganzen Kraft, mit seiner ganzen Allmacht, mit der Kraft des Evangeliums, dieses erstaunlich hohe Ideal tatsächlich verwirklichen kann. Philipper Kapitel 1 und dort Vers 6. Philipper Kapitel 1 und dort Vers 6, da sagt der Paulus, weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird, bis auf den Tag Jesu Christi. Der, der in uns angefangen hat, den Glauben zu bewirken, der kann dieses gute Werk auch vollenden. Jesus ist der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega. Er wird es vollenden bis zur Wiederkunft. Jesus ist niemand, der uns auf die Sprünge hilft und uns dann einfach sagt, jetzt lauf mal weiter, jetzt kennst du ja den Weg, streng dich an. Nein, Jesus fängt dieses Werk an und Jesus ist in der Lage, es zu vollenden.

[15:09] Judas Kapitel 1 und dort Vers 24. Einer der vielleicht beeindruckendsten und schönsten Verse über dieses Thema. Judas 1 und dort Vers 24. Natürlich nur ein Kapitel. Dort heißt es ebenfalls am Ende des Briefes, dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, da geht es weiter in Vers 25, Der Judas macht hier deutlich, dass Gott mächtig ist. Ja, er ist mächtig genug, selbst für diese scheinbar unglaubliche Tat. Er ist mächtig genug, uns vor dem Straucheln zu bewahren. Er ist mächtig genug, uns so zu heiligen, dass wenn Jesus wiederkommt, wir unsträflich vor Jesus stehen können.

[16:20] In der Tat sagt die Offenbarung, dass die Gläubigen der letzten Generation, die Jesus lebendig wiederkommen sehen werden, die 144.000 einen solchen Charakter haben werden. Und das ist jetzt nicht im Sendemanuskript enthalten, aber wir können es kurz hier aufschlagen in Offenbarung 14. Und dort Vers 3 bis 5, Offenbarung 14 Vers 3 bis 5, sehen wir die Überwinder. Wir sehen die 144.000, die in der letzten Zeit treu zu Gott standen. Und hier ist ihre Charakterisierung, Vers 3 Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Und niemand konnte das Lied lernen, als nur die 144.000, die erkauft worden sind von der Erde. Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich rein. Diese sind es, die mit dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden, als Erstlinge für Gott und das Lamm. Und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes.

[17:33] Judas Vers 24 ist nicht nur ein frommer Wunsch, nicht nur ein Ideal, das man mal so formuliert hat, sondern Judas 24 ist eine Verheißung, von der die Prophetie sagt, dass sie eintreffen wird. Johannes hat sie in der Vision gesehen. Johannes hat gesehen, dass dort Menschen am Thron Gottes sind, die Judas 24 und Philippa 1, Vers 6 und Epheser 5 und all die Texte, die wir gelesen haben, 1. Thessalonicher 5, die diese Verse ernst genommen haben, diese Verse geglaubt haben und durch den Glauben die Kraft erhalten haben, dass das in ihrem Leben sichtbar wurde. Die Offenbarung offenbart diese Verse über die Heiligkeit vor der Wiederkunft. Die Heiligung, die ihr Ziel erreicht, sind nicht einfach nur frommes Wunschdenken. Sie sind nicht einfach nur ein Ziel, das uns vorgehalten wird, das wir nie erreichen können, einfach nur, damit wir uns ein bisschen bewegen. Nein, es ist eine Verheißung, die Offenbarung zeigt, sie wird sich erfüllen.

[18:36] Die Frage ist natürlich dann, erfüllt es sich auch in meinem Leben? Die Frage ist nicht, ist das möglich, ja oder nein? Die Frage ist, möchte ich, dass es in meinem Leben geschieht? Das ist die richtige Frage, die wir stellen müssen. Wir haben also die Verheißungen Gottes, die deutlich machen, dass er selbst die Kraft und die Geduld hat. Wir haben ja gesehen, es ist offensichtlich kein Prozess über Nacht. Es ist nicht von heute auf morgen, nicht von null auf hundert, sondern Gott muss dieses Werk beginnen und er muss es vollenden. Das impliziert, dass da Zeit dazwischen ist. Und auch wenn vielleicht diese Zeit nicht bei jedem Menschen gleich ist, bei dem Schechernkreuz war sie sehr viel kürzer als bei anderen, ist doch sichtbar, dass es immer einen Prozess involviert.

[19:24] Wenn also Gott mächtig ist, wenn Gott sich die Zeit nimmt, wenn er geduldig ist mit uns sündigen, widerspenstigen Menschen, so zu arbeiten, dass er uns nicht nur vergibt, sondern uns durch und durch heiligt, dann ist die Frage, was unsere Reaktion sein sollte. 2. Korinther 7 und dort Vers 1. 2. Korinther 7, Vers 1, der Paulus sagt uns ganz konkret, was wir tun sollen, weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte. Das klingt ganz ähnlich wie die Worte, die Petrus im 2. Petrusbrief, Kapitel 1, Vers 3 und 4 und folgendes spricht. Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottes Furcht. Paulus sagt nicht, oh, wir müssen das tun, damit Gott uns vielleicht dann liebt. Nein, er sagt, weil wir die Verheißungen haben, weil Gott in Vorleistung gegangen ist, weil Gott seine Liebe über uns gegossen hat, weil Jesus zu uns spricht. Deswegen wollen wir uns reinigen lassen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes, mit anderen Worten all das, was sichtbar und all das, was vielleicht unsichtbar in unserem Herzen ist. Nicht nur eine oberflächliche Heiligkeit, die böse Taten vermeidet, um gut angesehen zu sein. Nicht nur eine Heiligkeit, die auf die Sünden nicht tut, weil man irgendwie sich etwas verdienen will bei Gott. Nicht nur eine Heiligkeit, die das Böse meidet, damit die Gemeinde einen besonders toll findet, sondern eine Heiligkeit, die durch und durch wirkt. Bis in die tiefsten Kammern des Denkens, der Motive, des Fühlens. Lasst uns uns reinigen, sagt der Paulus, von aller Befleckung des Geistes und des Fleisches. Und dann sagt er zur Vollendung der Heiligkeit in Gottes Furcht.

[21:32] Paulus hat Heiligkeit, hat Heiligung als etwas verstanden, was vollendet werden kann. Nun, natürlich ist es wahr, dass wir auch auf der neuen Erde, im Himmel schon vorher, immer wieder neue Dinge lernen werden. Wir werden niemals an einem Stand kommen, wo wir uns nicht mehr entwickeln können. Das ist ohne Frage. Wenn wir sagen, dass die Heiligung vollendet werden kann, meinen wir nicht, dass es da nicht noch viel mehr zu entdecken gibt, nicht noch viel mehr Wahrheiten über den großen Kampf und den Erlösungsplan zu studieren. Nein, wir meinen damit, dass die Vollendung der Heiligung bedeutet, dass alle Befleckungen des Geistes und des Fleisches durch die Kraft Jesu, durch den Glauben an sein Blut, dass alle Befleckungen weggereinigt worden ist. Denn im Himmel werden wir ohne Flecken sein und trotzdem noch viel mehr dazulernen können. Das ist das, was die Heiligung auf dieser Erde bedeutet. Nicht nur die Vergebung der Sünden, sondern die Reinigung von den Sünden. Und damit interessanterweise wieder ein Vergleich zum Heiligtumsdienst, wo es Vergebung im täglichen Dienst und Reinigung im jährlichen Dienst, dem Allerheiligsten gab. Nur das als Andeutung hier.

[23:01] Nun, interessanterweise sagt uns die Bibel, dass die Heiligkeit vollendet wird in Gottesfurcht. Und das wäre ein eigenes Thema für sich. Die Furcht Gottes bedeutet nicht, Angst vor ihm zu haben, sondern die Bibel sagt, die Furcht Gottes bedeutet, das Böse zu hassen, was nach einem Text in dem Psalm bedeutet, Gott wirklich zu lieben. Mit anderen Worten, die Gottesfurcht bedeutet, Gott so sehr zu lieben, dass man Angst davor hat, ihn zu enttäuschen. Eine Heiligkeit, die von innen heraus kommt und nicht aufgesetzt von außen ist. Und was ist das Fundament aller Heiligkeit? Schauen wir in Petrus, 1. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 14 bis 16. 1. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 14 bis 16. Petrus sagt, als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, so sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben, ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig. Petrus sagt uns, dass wenn wir Heiligung erleben wollen, können wir nicht weiter die Dinge dieser Welt tun, die Begierden, die wir früher getan haben, wir können uns diesen nicht länger anpassen. Sondern der Maßstab ist jetzt nicht die Welt, der Maßstab ist der, der uns berufen hat. Und das ist niemand anderes als Gott selbst. Weil Gott heilig ist, sollen auch wir heilig sein. Diesen Punkt macht er sogar mit einem Bibeltext deutlich, der an etlichen Stellen im Alten Testament zum Vorschein kommt. Zum Beispiel, um nur eine von mehreren Möglichkeiten zu erwähnen, 3. Mose 11, Vers 44. Das ist das, was der Petrus hier zitiert, 3. Mose 11, Vers 44. Wo es heißt, denn ich bin der Herr, euer Gott, darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin heilig. Und ihr sollt euch nicht verunreinigen mit irgendwelchem Getier, das auf der Erde kriecht.

[25:06] Also Heiligung hat nicht nur was zu tun mit unserem Denken, Heiligung hat was zu tun sogar mit dem, was wir essen. Und Implikation mit dem, was wir trinken, was wir anziehen, mit unserem Lebensstil. Die Heiligung ist nicht nur ein theologisches Konzept. Heiligung, wie wir gelesen haben am Anfang in 1. Thessalonicher 5, Vers 23, hat etwas nicht nur mit der Seele und dem Geist, sondern auch mit dem Körper zu tun. Heiligung hat mit unserem Alltag zu tun. Gottes Wille ist es, dass wir als Gläubige immer mehr von seinem Geist durchdrungen werden in allem, was wir denken und tun und sagen.

[25:43] Nun, wie wir hier sehen, ist der Maßstab der Heiligkeit nicht unsere Idee von richtig und falsch. Nicht unser Wertemaßstab oder das, was wir für möglich halten, ist der Maßstab, an dem unsere Heiligkeit gemessen wird, sondern Gottes Heiligkeit. Nun ist Gott tatsächlich die Quelle aller Heiligkeit. In Jesaja 6, und dort Vers 3, da wird uns Folgendes gesagt, Jesaja Kapitel 6, und dort Vers 3, Und einer rief dem anderen zu und sprach, Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Herrscher an. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit. Vieles in der Bibel wird heilig genannt. Einige wenige Dinge werden hochheilig, oder im Hebräischen eigentlich heilig, heilig genannt. Aber nur einer ist heilig, heilig, heilig, Gott selbst. Nur hier in Jesaja 6, und dann in Offenbarung 4, beides Male große Szenen, die im Heiligtum ihre Szene haben, ihren Hintergrund haben, wo Gott auf dem Thron sitzt. Gottes Regierung, Gottes Selbst, sein Charakter, ist die Quelle aller Heiligkeit, weil er heilig, heilig, heilig ist. Können andere Dinge heilig, heilig, hochheilig oder auch heilig sein. Wir sagen also damit, mit der Idee, dass wir heilig sein sollen, wie Gott heilig ist, nicht, dass wir heilig, heilig, heilig sein können. Wir werden niemals die Quelle der Heiligkeit sein, sondern die Quelle der Heiligkeit ist Gott allein. Aber die Heiligkeit, die vor Gott zählt, ist die Heiligkeit, die von ihm kommt, und die wird in der Bibel beschrieben.

[27:36] Wenn Paulus sagt, dass wir heilig sein sollen, wie er heilig ist, wird damit nicht gesagt, wird damit nicht Quantität gemessen, sondern Qualität. Diese reine Heiligkeit, die ihre Quelle in Gott hat, soll auch die Heiligkeit sein, die dann durch ihn in unser Leben übertragen wird. Keine andere Heiligkeit, keine Pseudo-Heiligkeit, keine Heiligkeit, die fromme Worte findet, aber schlechte Gedanken zulässt und hegt und pflegt. Gottes Heiligkeit ist der Maßstab.

[28:13] In diesem Zusammenhang ist auch der oft zitierte Vers interessant aus der Bergpredigt von Jesus. Matthäus 5, Vers 48. Darum sollt ihr vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Wir werden niemals allwissend und niemals allmächtig und auch niemals allgegenwärtig sein. Es gibt bestimmte Aspekte der Vollkommenheit Gottes, die wir nicht erreichen können als geschaffene Wesen. Aber den Charakter Gottes, der das Kern seines Wesens darstellt, den er uns übertragen möchte, den können wir empfangen. Gott überträgt uns nicht die Allwissenheit. Er überträgt uns nicht die Allgegenwart und auch nicht die Allmacht. Aber er möchte seinen Charakter uns übertragen. Deswegen spricht es in den Versen vorher von der Liebe. Vers 43. Ihr habt gehört, dass gesagt ist, du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch, liebt eure Feinde, segnet ihr euch Fluchen, tut wohl, die ihn durchhassen und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.

[29:21] Der Maßstab der Heiligkeit ist nicht, wie viel Bibelfers ich auswendig kann. Der Maßstab der Heiligkeit ist letztlich, wie sehr ich bereit bin, meine Feinde zu lieben. Das ist die Liebe, die Gott zu uns hat. Er war bereit für uns zu sterben, als wir noch seine Feinde waren. Römer sagt das, nicht wahr? Sehr deutlich. In Römer Kapitel 5 und dort Vers 8. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus von uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Vers 10. Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben? Die Liebe Gottes zeigt sich in seiner Bereitschaft, Feinde zu lieben. Und genau diese Liebe wird uns von Jesus angeboten.

[30:19] Und dann sagt er, ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Die Heiligung zielt auf Charaktervollkommenheit, die letztlich sich beschreiben lässt als eine Bereitschaft, liebevoll zu sein und liebevoll zu handeln, egal wie man gegenüber mich behandelt. Liebe unter allen Umständen.

[30:47] Wir werden gleich auf diese Idee noch genauer zu sprechen kommen. Noch einmal zurück zu Epheser 5. Wir hatten den Vers ja schon kurz gelesen. Jesus will seine Gemeinde reinigen. Er will sie heilig darstellen, untadelig, ohne Flecken und Runzeln. Paulus zeigt im Vers vorhin, Epheser 5, was eine gute Metapher sein kann, um diese Heiligung zu verstehen. Epheser 5, Vers 25. Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat. Und dann kommen die Worte, die wir schon gelesen haben. Damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat, durch das Wasserbad im Wort. Die Ehe ist ein Bild für die Liebe, die Jesus für seine Gemeinde hat. Und aufgrund dieser Liebe möchte er seine Gemeinde heiligen.

[31:42] Die Heiligung, die Gott seiner Gemeinde angedeihen lässt, ist nicht nur irgendein strenges Erziehungsprogramm. Die Heiligung, die Gott sich wünscht für mich und für dich, für seine Gemeinde, ist Ausdruck seiner Liebe. Wer über die Liebe Jesu spricht und die Heiligung ablehnt oder ignoriert oder gering schätzt, der kennt die Liebe Jesu nicht. Es ist die Liebe Jesu, die uns heiligen möchte.

[32:14] Kein Wunder, dass Paulus im Epheserbrief schreibt, dass die Heiligung in Liebe geschieht. Lesen wir in Epheser 1, Vers 4, wie er uns in ihm auserwählt hat, vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos sein, da wir dieselben Worte, vor ihm seien in Liebe. Hier sehen wir also, dass diese Worte, die wir vorher so oft gefunden haben bei Paulus, wie tadellos und unverklagbar, fleckenlos, runzellos, heilig, dass sie alle bei Paulus immer gedacht sind und im Aspekt dieser göttlichen Liebe, die, wie uns der Römer 5, Vers 5 sagt, in unser Herz gegossen wird, durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist, von dem wir natürlich wissen, der uns gegeben ist, um uns zu heiligen.

[33:06] Hebräer 12, Vers 14 zeigt, dass tatsächlich Heiligung etwas mit unserer Bereitschaft zur Vergebung, mit unserer Bereitschaft zur Liebe zu tun hat. Hebräer 12, Vers 14.

[33:32] Noch einmal werden wir hier sehr kraftvoll daran erinnert, dass Heiligung keine Option ist, sondern dass Heiligung absolut heilsnotwendig ist. Wenn wir die Wiederkunft erleben wollen als Menschen, die nicht zu den Bergen rennen, sondern die sagen können, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette, so wie Jesaja 25 das ausdrückt. Interessant ist hier, dass mit der Heiligung diese Idee verknüpft ist, dass wir den Frieden mit jedermann, nicht nur unseren Freunden, unseren Verwandten oder unseren lieben Geschwistern, sondern mit jedem suchen sollen, und zwar auf eine Art und Weise, die wirklich unsere Aktivität, unsere Intention offenbart. Jagt nach dem Frieden mit jedermann.

[34:14] Lieber Freund, liebe Freundin, kennst du jemanden, mit dem du im Frieden sein könntest, und du bist es nicht, weil du nicht alles dafür gibst? Gibt es eine Person in deinem Leben, mit der du im Konflikt bist, und du könntest etwas tun, aber du tust es nicht, weil du Kroll auf sie hegst? Hier ist es eigentlich, wo die Heiligung wirklich ansetzt. Hier ist es, wo die Liebe Gottes unser Herz verändern möchte. Die Heiligung, von der die Bibel spricht, hat damit zu tun, wie viel wir bereit sind, so viel an uns liegt, mit allen Menschen im Frieden zu leben.

[34:55] Nun, schauen wir uns einen Text an, in 1. Korinther 6, und dort Vers 11. Es gibt einen interessanten theologischen Punkt zu beachten, den wir nicht ignorieren wollen, und der sehr wichtig ist, um Missverständnisse zu vermeiden. 1. Korinther 6, und dort Vers 11. Und solche seid ihr etliche von euch gewesen, aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden, in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes. Die Bibel kennt die Idee, dass ein Gläubiger bereits bei seiner Rechtfertigung, bei der Vergebung seiner Schuld, als heilig deklariert wird. Wir finden diese Idee auch natürlich zum Beispiel am Anfang der Korinther Briefe, wo zum Beispiel in 1. Korinther 1, Vers 2 gesagt wird an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenden Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, an jedem Ort. Die Gläubigen werden Geheiligte genannt, obwohl dann der Brief später offenbart, dass sie in ihrem persönlichen Leben, in ihrer Moral und anderen Dingen, noch längst nicht die Heiligung vollständig erlebt haben.

[35:57] Es gibt also einen Unterschied zwischen der erklärten Heiligung und der erlebten Heiligung. Es gibt genauso, wie Gott uns in der Rechtfertigung für gerechtfertigt erklärt und uns gleichzeitig aber auch wirklich reinwischt von der Schuld, uns auch wirklich tatsächlich vergibt und also eine Erfahrung wir auch der Sündenvergebung haben dürfen. Genauso gibt es auch eine Erklärung der Heiligung und dann eine Erfahrung der Heiligung. Die Erklärung der Heiligung findet auch statt, wenn wir von Gott Vergebung empfangen. Er vergibt uns die Sünden. Er sagt, dass wir uns vergeben müssen. Das ist eine Deklaration. Gleichzeitig geschieht das auch, denn das ist etwas, was Gott in einem Moment sofort tun kann. Und dann erklärt er uns für heilig. Wir sind jetzt für einen heiligen Zweck zu gebrauchen. Aber aufgrund unseres Lebens haben wir viele Gewohnheiten, die wir jetzt Stück für Stück verändern müssen, damit die Realität unseres Lebens immer mehr aus der Erklärung Gottes übereinstimmt und das nennt man den Prozess der Heiligung.

[37:15] Schauen wir mal einen Text an in Römer 12 und dort Verzeihung, nein in Titus 3 und dort Vers 5. Titus 3 Vers 5. Da hat er uns nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes. Durch die Wiedergeburt wird uns der Heilige Geist gegeben, der jetzt in uns wirken kann. Diese Übergabe des Heiligen Geistes ist das, was die deklarierte Heiligung ausmacht. Gott sagt, ihr seid Heilige und deswegen gibt er uns den Heiligen Geist, damit er in unserem Leben jetzt wirken kann.

[38:07] David hat diese Erfahrung gemacht und wir können davon lesen in Psalm 51, haben wir jetzt nicht die Zeit dazu. Aber dieser Heilige Geist, der uns jetzt gegeben ist, weil Gott uns für heilig erklärt, der verändert uns. Schauen wir in Römer 12 und dort Vers 2. Römer 12 und dort Vers 2. Dort heißt es in Römer 12 und dort Vers 2. Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, wie wir es vorher auch schon in einem anderen Vers gelesen haben, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und kommende Wille Gottes ist. Unser Denken soll erneuert werden und durch die Erneuerung unseres Sinnes, die durch den Heiligen Geist geschieht, sollen wir verwandelt werden in unserem Wesen. Unser Charakter soll eine Verwandlung durchleben.

[39:03] Auch das, genauso wie die Rechtfertigung ist etwas, das durch das Blut Jesu geschieht. So können wir es nachlesen im Hebräerbrief. Hebräer 13, Vers 12 dort heißt es, darum hat auch Jesus um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. Das Blut Jesu vergibt, hat die Kraft, uns zu vergeben und hat auch die Kraft, uns zu reinigen und uns zu heiligen. Heiligung geschieht genauso durch den Glauben an das Blut, wie auch die Vergebung der Schuld. Das ist ein so wichtiger Gedanke, weil er aller Werksgerechtigkeit, die sich halb einschleicht in unser Denken einen klaren Riegel vorschiebt. So wie wir Jesus annehmen, so können wir auch in ihm leben. Nach den gleichen Prinzipien, den gleichen Voraussetzungen und denselben Verheißungen.

[39:57] Johannes 17, Vers 19 zeigt, dass Jesus dieses Konzept natürlich sehr wohl verstanden hatte, dass sein Opfer zur Heiligung der Gläubigen führt. Deswegen sagt er im hohen priesterlichen Gebet, er betet er hier in Johannes 17, Vers 19 und ich heilige mich selbst für sie. Er gibt sich, er sondert sich ab für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Jesus wusste, dass sein Opfer, seine besondere Tat, die alleinige Grundlage ihrer, das heißt der Gläubigen, Heiligung sein kann.

[40:33] Die Heiligung, interessanterweise, ist eine Heiligung, wie es hier steht, in der Wahrheit. Heiligung kennt keinen Kompromiss mit in der biblischen Lehre. Heiligung kennt keiner. Ja, ein bisschen Welt, ein bisschen Christentum. Die Heiligung, die wahre Heiligung, basiert immer auf dem wahren Wort Gottes. Denn das Wort ist ja die Wahrheit, wie nur zweifelsohne in Vers 17 nachzulesen ist.

[40:59] Der Paulus wusste auch, aus Erfahrung, dass auch wenn wir gerechtfertigt worden sind, wenn wir Vergebung erlangen haben und unser Heilgeist gegeben ist, dass deswegen der christliche Lebenswandel nicht einfach ein Spaziergang wird. In Galater 5, Vers 16 und 17 lesen wir, ich sage aber, wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen, denn das Fleisch gelöst wird gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch. Und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Paulus wusste, dass auch nach der Lebensübergabe da ein Kampf stattfindet zwischen Geist und Fleisch. Er sagt im selben Kapitel, nächstes Kapitel, Kapitel 6, Vers 8. Denn wer auf sein Fleisch seht, der wird vom Fleisch verderben ernten. Wer aber auf den Geist seht, der wird vom Geist ewiges Leben ernten. Das, womit wir uns tagtäglich beschäftigen, womit wir uns kontinuierlich abgeben, wird unseren Charakter prägen. Wenn wir uns mit weltlichen, fleischlichen Dingen beschäftigen, dann werden wir fleischliche Christen sein und am Ende verloren gehen. Wenn wir uns aber mit geistlichen Dingen beschäftigen, wenn wir auf das Geistliche bauen und sehen, dann wird auch der Geist in unserem Leben die Frucht des ewigen Lebens hervorbringen.

[42:11] Den gleichen Gedanken führt er auch aus im Römerbrief. Dieser Gegensatz zwischen Geist und Fleisch in Römer 8 und dort Vers 4 und 5. Da sagt er nämlich, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Also wer sich von Gott Heiligen lässt, wer dem Heiligen Geist folgt und den geistlichen Dingen beschäftigt, der wird erleben, dass die Gerechtigkeit, die vom Gesetz gefordert wird, in ihm erfüllt wird. Ein ganz beeindruckender Vers. Vers 5. Denn diejenigen, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind, tracht nach dem, was dem Fleisch entspricht. Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, tracht nach dem, was dem Geist entspricht. Das heißt, wer auf das Geist seht, interessiert sich für das, was der Geist gesagt hat. Sei es in der Bibel, sei es dem Geist der Weissagung, der interessiert sich für geistliche Themen, für geistliche Gespräche und möchte seine Zeit so verbringen, dass es mit den Prinzipien des Geistes Gottes in der Inspiration in Übereinstimmung ist.

[43:15] Römer 8, Vers 12-14. Noch ermutigende Verse. So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben. Wer Heiligung erlebt, wird feststellen, dass es keinen Zwang gibt, dem sündigen Fleisch immer nachzugeben. Vers 13. Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn alle, die durch den Geist Gottes geleistet werden, die sind Söhne Gottes. Durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist, können wir die Taten des Fleisches töten. Und ich glaube, das ist etwas, was wir erleben müssen in unserem praktischen Leben. Das ist, wo die Heiligung wirklich dann alltäglich wird. Wenn Dinge, die wir immer getan haben, an die wir fast verzweifelt sind, Dinge, die wir für unüberwindbar halten, durch die Beschäftigung mit dem Geist Gottes, durch das Einladen Gottes in unser Leben, wir leben können, wie der Geist in unserem Leben diese Dinge vernichtet und so Schritt für Schritt heiligt. Durch und durch. Seelisch, geistlich, geistig, körperlich. In all den Bereichen, in denen der Geist Gottes zu uns sprechen möchte und etwas zu sagen hat.

[44:23] Hebräer 12 Und dort Vers 1. Paulus macht deutlich, dass die Heiligung einen Prozess bedeutet. Er sagt, da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umsträgt und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt. Es wird Ausdauer kosten. Es wird ein Kampf sein. Aber Paulus ermutigt uns, Vers 2, indem wir auf Jesus schauen, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete und er sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. Wenn wir auf Jesus schauen, wird er den Prozess des Glaubens nicht nur anfangen, er wird auch den Prozess der Heiligung vollenden.

[45:13] Nun, bevor wir schließen, ein paar letzte Gedanken über den Maßstab der Heiligung. Römer 7 Vers 12. Woran kann ich messen, was Heiligung in meinem Leben praktisch bedeutet? Römer 7, Vers 12. Paulus sagt, so ist nun das Gesetz heilig und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. Wenn wir heilig sein sollen, wie Gott heilig ist, dann sollten wir unser Leben mit dem Gesetz Gottes vergleichen, denn das Gesetz Gottes ist heilig.

[45:51] Und es wird auch gesagt in 1. Timotheus Kapitel 1 Vers 8. Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig anwendet. Das Gesetz Gottes, das heilig ist, muss seiner Natur entsprechend verstanden werden. Und das ist die große Herausforderung, wenn es um das Thema Heiligung geht. Weil viele verstehen das Gesetz Gottes als ein Regelwerk, das Gott sich irgendwann ausgedacht hat und das er einfach willkürlich in den Raum gestellt hat und von dem er jetzt erwartet, dass jeder sich daran hält. Aber wir müssen das Gesetz Gottes gesetzmäßig verstehen und dann gesetzmäßig anwenden. Wir werden sehen, was für eine große Botschaft das für das Thema der Heiligung hat.

[46:33] Zwei Kernideen bestimmen die gesamte biblische Lehre. Die erste Kernidee findet sich in 1. Johannes 4 Vers 8. 1. Johannes 4 und dort Vers 8. Die Bibel sagt, wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. Die erste Idee ist, Gott ist Liebe. Die zweite findet sich in Malachi 3 und dort Vers 26 Verzeihung, Vers 6. Ein paralleler Vers findet sich auch in Jakobus 1, für die, die es nachlesen wollen. Malachi 3, Vers 6. Denn ich, der HERR, verändere mich nicht. Gott ist die Liebe und Gott ist immer derselbe. Diese beiden Ideen entspannen das gesamte Koordinatensystem biblischer Theologie.

[47:17] Aus diesen beiden Ideen folgt logischerweise das, was Paulus in Römer 8 Vers 28 sagt. In Römer 8 und dort Vers 28. Dort sagt er nämlich in Römer 8, Vers 28. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Paulus sagt, wir dienen Gott, der immer unter allen Umständen das beste, liebevollste für uns vorhat, weil Gott immer derselbe ist.

[47:53] Daraus folgt, dass Gott immer das Beste für seine Geschöpfe möchte. Das ist eine immerwährende Gesetzmäßigkeit. Das ist die Grundlage seines Handelns mit den Geschöpfen. Deswegen ist es die Grundlage seiner Regierung. Deswegen ist es das Gesetz. Und deswegen, weil Gott immer derselbe ist, weil das das Gesetz Gottes ist, dass er immer Liebe ist, deswegen sagt er Paulus dann auch im selben Buch. In Römer 13, Vers 10. Die Liebe tut demnächst nichts Böses, so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes, denn das Gesetz Gottes besagt, dass Gott immer die Liebe ist. Deswegen hat Jesus Matthäus 22, um die Zeit nicht jetzt anzuschauen, gefragt, was das Wichtigste und Größte Gottes. Die 10 Gebote zusammengefasst mit der Idee, liebe Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gebüt und deinen Nächsten wie dich selbst. Da haben wir wieder diese Idee, dass die Heiligkeit Gottes, die im Gesetz Gottes beschrieben wird, sich daran zeigt, wie sehr wir lieben. Das Gesetz Gottes besagt, dass Gott immer liebt.

[50:43] Eine letzte Idee, die letzten Verse, Epheser 4 und dort Vers 22 bis 24, dass ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich selbst wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet, im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist, in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. Lieber Freund, liebe Freundin, ist es nicht an der Zeit, dass wir tatsächlich den alten Menschen ablegen, dass wir nicht mehr so leben wie früher, weil wir merken, dass die Begierden uns nur betrügen und verderben. Ist es nicht an der Zeit, dass wir uns unserem Denken verändern lassen, dass wir endlich neue Gedanken denken, die wir nicht selbst produzieren können, sondern dass wir den Heiligen Geist einladen in unser Leben, dass er uns neue Gedanken schenken kann, auf deren Grundlage wir dann neue Gewohnheiten entwickeln können, neue Worte sagen können, neue Taten tun können, dass wir ein neuer Mensch werden von innen nach außen und zwar nicht durch unsere Kraft, sondern durch die schöpferische Kraft Gottes, der uns entsprechend schaffen möchte, in das Bild Gottes, in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.

[50:43] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du es dem Heiligen Geist erlauben, dass er dieses Werk in dir tun kann, dass du durch den Heiligen Geist Schritt für Schritt als ein bereits für Heilig erklärter Nachfolger Jesu, Schritt für Schritt durch die Liebe Gottes, weil Jesus für dich gestorben ist, durch den Glauben an ihn, in deinen Gewohnheiten, in deinen Denkstrukturen, in deinen praktischen Lebensstil so verändert wirst, dass wenn Jesus wiederkommt, man dich nicht verklagen kann, dich nicht tadeln kann, dass du keine Flecken und Runzeln mehr hast, sondern dass die Liebe Gottes dich vollkommen erfüllt, dass aus deinem Herzen nur noch die Liebe Gottes hervorspringt und zwar so konstant, dass man sagen kann, dass sein Gesetz in deinem Herzen ist. Ist das dein Wunsch? Gott segne dich in deiner Entscheidung. Nächste Woche wollen wir hier weiter das Wirken des Heiligen Geistes studieren, das wir so dringend benötigen in unserem persönlichen Leben und in unserer Gemeinde. Schaltet wieder ein und bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium Deines Wortes. Amen.


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