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In dieser Predigt von Ronny Schreiber geht es um den „Salzbund“ und seine Bedeutung für das christliche Leben. Anhand biblischer Beispiele wird erklärt, wie Salz in der Bibel symbolisch für Reinheit, Bewahrung und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes steht. Die Predigt beleuchtet, wie Salz unsere Opfer vor Gott annehmbar macht und wie wir durch die Liebe Gottes, die uns durch den Heiligen Geist gesalzen hat, zu Segen für andere werden können. Es wird betont, wie wichtig es ist, diese Gaben – Öl (Heiliger Geist), Korn (Wort Gottes) und Most (Blut Jesu) – gut zu verwalten und im Gebet für andere einzusetzen, um sie von Sünde zu befreien und ihnen den Weg zu Christus zu ebnen.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:00] Hallo, guten Abend und herzlich willkommen. Zunächst möchten wir uns für die Verspätung entschuldigen. Es gab ein paar technische Probleme und was ihr auch gerade seht, was noch viel schlimmer ist, der Christopher Kramp kann heute Abend nicht da sein, deswegen stehe ich hier. Der Christopher, den hat es erwischt, der hat gerade keine Stimme, deswegen spricht er heute Abend nicht und ich bin mir sicher, Christopher guckt gerade zu. Gute Besserung, der Christopher, komm schnell wieder auf die Beine, ich höre dich so gerne. Und für alle anderen, wir werden heute Abend gemeinsam ein Thema machen, das sich dann nennt der Salzbund. Der Salzbund und was es damit auf sich hat. Es geht etwas um den Priesterdienst, der hat aber auch was zu tun mit den Opfern, die wir so täglich bringen und ob die Opfer, die wir bringen, vor Gott wohlgefährlich sind. Der Salzbund wird das Thema und bevor wir die Bibeln aufschlagen und hineingucken, lasst uns gemeinsam beten. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass wir jetzt noch die Möglichkeit haben, gemeinsam dein Wort zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass du deinen heiligen Geist sendest, dass er unter uns ist und unser großer Lehrer ist. Danke lieber Vater, dass du uns in dein Wort führst, damit wir erbaut werden und wir dich loben und preisen können. Im Namen Jesu, Amen.

[1:09] Also gemeinsam, wer eine Bibel hat, wollen wir aufschlagen. Zweiten Könige 2, die Geschichte ist bestimmt bekannt. Zweiter Könige 2 und wir lesen hier die Verse 19 bis 22. Zweiter Könige 2, 19 bis 22. Das ist die Geschichte, in der Elisa, der Nachfolger von Elia, schlechtes Wasser gesund macht. Schauen wir gemeinsam rein. Hier heißt es, und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa, siehe doch, in dieser Stadt ist gut wohnen, wie mein Herr sieht, aber das Wasser ist schlecht und das Land ist unfruchtbar. Da sprach er, bringt mir eine neue Schale und tut Salz hinein und sie brachten es ihm. Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach, so spricht der Herr, ich habe dieses Wasser gesund gemacht, es soll fortan weder Tod noch Unfruchtbarkeit daraus kommen. So wurde das Wasser gesund bis zu diesem Tag, nach dem Wort, das Elisa geredet hatte.

[2:18] Also was wir hier lesen, ist, dass ein paar Jünger, eine Gruppe von Männern zu Elisa kommen und sagen, siehe doch, in dieser Stadt ist gut wohnen und wer die Verse davor gelesen hat oder den Vers davor, der weiß auch, um welche Stadt es sich handelt, es ist Jericho. Und es heißt, in dieser Stadt ist gut wohnen, aber das Problem ist, dass das Wasser schlecht ist. Nun, Elisas Lösung ist, bringt mir eine neue Schale, eine neue Schale und tut Salz hinein und dieses Salz wirft er dann in das Wasser mit dem Resultat, dass das Wasser gesund wird. Und das sind jetzt natürlich alles irgendwelche Symbole, also was damals passiert ist, hat ja auch was mit uns heute zu tun.

[3:04] Nun, wie überträgt man das? Was ist damals passiert? Nun, zunächst haben wir das Symbol des Wassers hier. Also es geht ja hauptsächlich um das Wasser, das in der Stadt ist, das Wasser, das scheinbar unfruchtbar ist, ein totes Wasser. Nun gibt es ein totes Wasser irgendwo in der Bibel? Kennen wir totes Wasser oder kennen wir lebendiges Wasser? Lebendiges Wasser ist bekannt, oder? Was ist lebendiges Wasser in der Bibel? Genau, in der Geschichte von der Frau am Jakobsbrunnen, ich weiß, Ströme des Geistes werden aus dir fließen, das lebendige Wasser wird in dir zu einer Quelle werden, das bis ins ewige Leben quillt und in Johannes 7 da sagt Christus ganz deutlich, dieses Wasser ist der Geist. Das Wasser ist der Geist.

[3:54] Nun, das lebendige Wasser ist also der Geist Gottes, aber was ist dann das tote Wasser? Wenn das lebendige Wasser der Geist Gottes ist, also der Geist des lebendigen Gottes, dann wird das tote Wasser vermutlich ein anderer Geist sein, oder? Nun, was für ein Geist kennen wir denn noch in der Bibel? Gibt es denn noch mehrere Geister in der Bibel, außer den Geist Gottes? Paulus kannte welche. Wir schlagen mal auf den ersten Korinther, ersten Korintherbrief, Kapitel 2, Vers 12. Erster Korinther 2, Vers 12. Hier heißt es, wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, sodass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. Hier sind zwei Geister erwähnt. Der eine ist der Geist, der aus Gott ist, also der lebendige, und der andere ist der Geist der Welt. Der Geist, der aus Gott ist, und der Geist der Welt. Diese beiden werden uns hier vorgestellt. Das eine ist das lebendige Wasser, das Leben hervorbringt, und das andere ist das tote Wasser.

[5:15] Nun, wenn der eine der Geist Gottes ist und lebendig bezeichnet wird und Frucht hervorbringt, der andere aber unfruchtbar ist, was für eine Frucht bringt der wohl hervor? Was für eine Frucht bringt der Geist Gottes hervor? Das lebendige Wasser. Danke, genau, die Geistesfrüchte. Wir kennen sie ja aus Galata, die Liebe, Friede, Freude, Langmut, Selbstbeherrschung, all diese Dinge sind Geistesfrüchte. Nun, Geistesfrüchte kommen hervor vom Geist Gottes, und die Früchte der Welt, die stehen direkt in den beiden Versen darüber. Es gibt also, das ist alles das, was Hass und Streitsucht, Trinkelage, Neid, stehen in den beiden Versen über den Geistesfrüchten. Nun, es ist in Galata 5, 19 bis 21, da stehen die Früchte der Welt. Das Problem in dieser Stadt war nun, sie hatten ja Wasser, aber das Wasser war unfruchtbar. Es brachte nicht die Geistesfrucht hervor. Sie mussten eine neue Frucht haben, ein neues Wasser haben, damit sie endlich Geistesfrucht hervorbringen können, damit sie Liebe und diese Dinge hervorbringen können.

[6:31] Nun, jetzt haben wir also eine Dorfgemeinschaft, und das Problem ist, sie haben den falschen Geist. Kann das sein, dass das in Stuttgart auch der Fall ist? Dass wir auch in Stuttgart eine Riesenstadt haben, aber der Geist der Welt beherrscht die Stadt, und deswegen kommen in den Herzen der Leute nicht Liebe und Langmut und Selbstbeherrschung und diese Dinge hervor. Nun, in dieser Geschichte wird uns gezeigt, dass es geändert werden kann. Was war nötig, um das zu ändern? Salz. Und das Salz musste in einem neuen Gefäß sein, ein neues Gefäß mit Salz drin, und wenn das in das Wasser gegossen wird, entsteht Leben. Lebendiges Wasser kommt hervor. Super, lasst uns da gleich mal reingucken.

[7:24] Wir schauen mal gemeinsam Matthäus 5, Vers 13. Wird gerade gesagt, deswegen sollen wir das Salz der Erde sein. Ist das unser Auftrag? Wir schauen mal, Matthäus 5, Vers 13. Hier heißt es, ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird. Ihr seid das Salz der Erde, wenn aber das Salz fade ist. Dann taugt es zu nichts mehr, außer dass man es noch hinausschmeißt und die Leute zertreten das. Wir werden uns gleich anschauen, was das meint. Die Leute zertreten das Salz, wenn das Salz fade geworden ist. Ja, wir sollen das Salz der Erde sein. Wir sollen etwas tun. Wenn wir mit dem Geist der Welt in Kontakt kommen, sollen wir da was verändern. Wir sollen den Geist Gottes einziehen lassen. Wir sollen das Wasser lebendig machen.

[8:17] Nun, das ist das, was wir tun sollen. Wir sind Salz der Erde. Was kann sein, dass das Salz fade wird oder salzlos wird? Und das Resultat davon ist, es zu nichts mehr zu gebrauchen, außer dass es zertreten wird von den Leuten. Nun Salz, wo in der Bibel kommt Salz vor? Wir gehen dir mal ein bisschen auf die Spur. Salz finden wir zum Beispiel, das wissen die wenigsten. Damals im alten Testament, wenn jemand ein Opfer gebracht hat, dann wurde das Opfer gesalzen. Schaut doch mal rein. Dritter Mose, Kapitel 2. Ganz vorne, da werden die ganzen Opfer, die verschiedenen Opfer aufgezählt. Dritter Mose 2. Jetzt gucken wir uns mal an, hier der Speisopfer. Vers 13, genau. Dritter Mose 2, Vers 13. Hier heißt es, alle deine Speisopfergaben sollst du mit Salz würzen und darfst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen in deinem Speisopfer, sondern zu all deinen Opfergaben sollst du Salz da bringen. Zu all deinen Opfergaben sollst du immer Salz da bringen.

[9:38] Und wie wird das Salz hier genannt? Das Salz des Bundes. Das Salz des Bundes. Also es gibt scheinbar irgendwie einen Bund dort und es gibt das Salz des Bundes. Und wenn dieses Salz des Bundes nicht auf dem Opfer drauf ist, dann ist das Opfer nicht angenehm bei Gott. Jedes Opfer muss gesalzen werden. Das Salz macht das Opfer erst angenehm vor Gott. Lasst uns mal in vierter Mose 18, 19 schauen. Also vierter Mose, Kapitel 18 und dort Vers 19. Vierter Mose 18 und hier Vers 19. Hier heißt es, alle Hebopfer von den heiligen Gaben, welche die Kinder Israels für den Herrn erheben, habe ich dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir gegeben als eine ewige Ordnung. Das soll ein ewiger Salzbund sein vor dem Herrn für dich und deinen Samen mit dir.

[10:38] Nun das soll ein ewiger Salzbund sein. Die Hebopfergaben habe ich dir und deinen Söhnen gegeben. Es gibt bestimmte Gaben, die wurden den Priestern gegeben und darüber sagt Gott, das soll ein Salzbund sein. Also vorher hatte er schon das Salz des Bundes erwähnt, das auf diese Gaben drauf getan sein muss und jetzt erwähnt er, dass es ein Salzbund ist. Nun ein Hebopfer war teilweise ein freiwilliges Opfer, also wenn ich zum Beispiel eine große Ernte hatte und was zum Tempel gebracht habe, dann habe ich gehoben vor den Herrn, habe es ihm dargestellt und habe es in den Tempel gegeben oder auch Schwenkopfer. Ich habe die Sachen also schwenkt, habe sie gezeigt, das opfere ich und habe es abgegeben. Im Gegensatz zu zum Beispiel Brandopfern, die verbrannt wurden, da war nichts von übrig. Der zehnte zum Beispiel war ein Hebopfer. Der zehnte musste gegeben werden, war aber ein Hebopfer. Also es wurde nicht verbrannt und so wurden teilweise freiwillige und teilweise auch sozusagen Dinge, die im Gesetz verordnet waren, als Hebopfer dargebracht. Sie wurden an den Tempel übergeben. Das Hebopfer wurde nie verbrannt.

[11:55] Nun Opfer, damals im alten Testament hatten die Leute ja verschiedene gebracht, also Lämmer, Stiere und Vögel, verschiedene Tiere, Opfertiere. Bringen wir heute auch Opfer? Danke, natürlich, aber wir bringen geistige Opfer. Was ist das zum Beispiel? Geistliche Opfer, die wir heute bringen? Es ist ja Israel damals buchstäblich, also ich konnte Früchte bringen, ich konnte Gemüse bringen, ich konnte Tiere bringen, ich konnte Geld bringen, ich konnte sogar karnainitische Jungfrauen bringen als Hebopfer. Es gibt auch eine Geschichte in der Bibel und konnte das in den Tempel geben. Heute wird gesagt, es ist aber eher geistlich.

[12:32] Also ich bringe geistliche Opfer. Was kann das zum Beispiel sein? Ein geistliches Opfer, das ich bringe? Ich habe eine Vermutung, dass du den meinst. Wir können mal in Hebräer gucken. Also da hat es was mit unseren Lippen zu tun, wie du es andeutest. Hebräer 13. Vielleicht meinst du die Verse 15 und 16. Hebräer 13, 15 und 16. Wie heißt es? Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen. Das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen, vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott wohl.

[13:36] Also hier sind eigentlich drei aufgezählt. Drei mögliche Opfer aufgezählt. Das eine ist die Frucht der Lippen, also ich bekenne Gott. Das zweite ist wohlzutun. Das dritte ist mitzuteilen, also wohlzutun. Ich tue meinem Nächsten etwas Gutes und mitzuteilen. Ich teile die Dinge, die ich besitze. Also ich gebe dem Anderen von meiner Habe. Also drei Dinge, die als Opfer vor Gott angenehm sind. Das Opfer des Lobes, das Wohlzutun an anderen und das mitzuteilen. Ich gebe ab von dem, was Gott mir gegeben hat.

[14:19] Nun das sind Opfer, die wir auch heute bringen und das sind angenehme Opfer vor Gott, aber wenn sie nicht gesalzen sind, sind sie nicht angenehm vor Gott. Also auch diese Opfer müssen gesalzen werden. Wenn ich Gott bekenne oder wenn ich meinem Nächsten was Gutes tue oder wenn ich meine Dinge teile, die Gott mir gegeben hat, also sie auch an andere austeile und sie sind nicht gesalzen, sind sie nicht angenehm vor Gott. Denkt an das Opfer von Kain. Kain und Abel hatten beide ein Opfer gebracht und beide hatten für das Opfer gearbeitet. Das eine war ein Lamm, das andere waren Früchte des Feldes und Kain hat bestimmt viel Zeit und Arbeit da rein investiert, diese Früchte zu pflanzen und zu hegen und am Ende zu ernten und dann auch noch zu bringen und trotzdem wurde das Opfer nicht von Gott angenommen. Das hat etwas mit dem Opfer zu tun und mit unseren Opfern ist das genauso. Es kann sein, dass unsere Opfer nicht angenommen werden, weil Salz fehlt. Ohne Salz ist unser Opfer nicht gut.

[15:21] Es könnte zum Beispiel sein, dass ich jemandem eine Hilfe anbiete oder jemandem Gaben gebe und so weiter, aber wenn ich es ohne Salz tue, ist es nicht angenehm. Zum Beispiel, ich trage meinem Nachbarn die schweren Einkaufstüten bis in den fünften Stock und das ist eigentlich ein gutes Opfer. Ich gebe meine Kraft und meine Zeit, um ihm zu helfen, aber wenn ich das nicht salze, ist es nicht angenehm von Gott. Jetzt müssen wir verstehen, was es meint, das zu salzen und ich glaube, im nächsten Vers, den wir uns gemeinsam angucken, werden wir das schnell sehen, im Markus Evangelium, Kapitel 9. Markus 9. Wie salzen wir unsere Opfer? Markus 9 und hier die letzten beiden Verse. Markus 9, Vers 49 und Vers 50.

[16:18] Hier heißt es, denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird. Das Salz ist etwas Gutes, wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander. Das ist ganz ähnlich wie der Text, den wir vorhin in Matthäus gelesen haben, aber hier geht es ein bisschen weiter. Hier heißt es nämlich, denn jeder muss mit, womit gesalzen werden? Mit Feuer. Wir müssen mit Feuer gesalzen werden. Woran erinnert uns das denn? Wann wurden die Jünger mit Feuer gesalzen? An Pfingsten, oder? Auch da fiel Salz auf sie, also Feuer fiel auf sie und Feuer, das war ein Symbol für den Heiligen Geist. Der Heilige Geist kam auf sie und hat sie gesalzen. Sie wurden mit Feuer gesalzen.

[17:17] Schauen wir, was Paulus dazu sagt in Römer 5, Vers 5. Das Salz wurde auf sie gestreut, oder der Heilige Geist fiel auf sie. In Römer 5, Vers 5, da sagt Paulus, die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Die Liebe Gottes ist ausgegossen worden in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Was hat der Geist in unserem Herz verursacht? Liebe, oder? Er sollte Liebe hinein und Liebe ist auch der Charakter Gottes. Also Gott ist die Liebe. Der Heilige Geist hat was in unseren Herzen bewirkt. Er hat uns gesalzen. Er hat Liebe hineingetan.

[18:03] Nun, wenn ich ein Opfer bringe und ich bringe dieses Opfer ohne Salz, dann ist es nichts wert vor Gott. Ich kann meinem Nachbarn die schweren Einkaufstypen bis in den fünften Stock hochtragen, aber ich kann das machen, weil ich sage, naja, ich bin ja ein Christ, also tue ich das ohne Liebe und es ist nichts wert vor Gott. Oder ich kann das machen aus Liebe zu Gott und zu meinem Nachbarn und ich mache das und es ist ein angenehmes Opfer vor Gott. Ich kann mein Zehnten regelmäßig zahlen aus Liebe oder weil ich es muss. Aus Liebe ist es ein angenehmes Opfer vor Gott. Weil ich es machen muss, ist es kein Opfer vor Gott. Ich kann meine Andacht jeden Morgen treu machen, weil ich es machen muss oder aus Liebe. Ich kann Hilfsdienste leisten. Ich kann Geld spenden. Ich kann versuchen, freundlich zu jedem zu sein aus Liebe oder weil ich es machen muss. Und das eine Opfer ist angenehm vor Gott und das andere nicht.

[19:05] Nun, es geht sogar so weit, dass alle Dinge, die wir ohne Liebe tun, völlig wertlos sind. Alle Dinge ohne Liebe sind auch nutzlos. Schaut mal, was Paulus im ersten Korinther dazu sagt. Erster Korinther Kapitel 13. Den Text kennen bestimmt alle. Erster Korinther 13 und hier die ersten drei Verse. Hier sagt Paulus, wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagungen hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeile und meinen Leib hingebe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützt es mir nichts.

[20:00] Hier im hohen Lied der Liebe erklärt Paulus, dass ein Wirken, ein Wandeln ohne Liebe völlig nutzlos ist. Und sogar sagt er, wenn ich mich verbrennen lassen würde als Märtyrer und ich täte das ohne Liebe, nützt es mir gar nichts. Wenn ich alle meine Habe austeile und sie in den Arm geben würde und ich täte das ohne Liebe, nützt es mir gar nichts. Es geht in dem Bund, den Gott mit uns macht, um die Liebe. Er möchte Liebe in unser Herz hineinschreiben und in dieser Liebe sollen wir handeln. Wenn wir ohne diese Liebe handeln, dann ist das Opfer nichts wert.

[20:40] Und Gott, der Herr, hat durch seinen Geist Menschen überall auf der Welt angesprochen. Der eine war Jude, der andere war Grieche. Einer ist Atlantist, der andere ist Baptist. Einer kennt die halbe Bibel auswendig, der andere ist ein Neubekehrter. Aber sie werden nicht danach gerichtet, was sie wissen. Sie werden danach gerichtet, ob Liebe in ihrem Herzen ist, ob sie die Liebe angenommen haben. Der Heilige Geist möchte sie salzen mit Liebe. Und sind ihre Herzen aufnahmebereit für Liebe, dann wird sich ihr Charakter zur Liebe hin verändern und sie werden zu Gottes Volk zählen. Egal ob Jude oder Grieche, Arm oder Reich, Mann oder Frau. Gott versucht, jedem Liebe ins Herz hineinzuschreiben.

[21:19] Die Liebe ist etwas Besonderes, denn die Liebe führt uns auch zu etwas. In Galater 5, 5 und 6, da sagt Paulus, dass nur der Glaube zählt, welcher in der Liebe wirksam ist. Nun bei mir war es so, ich bin nicht Atlantist geworden, weil ich die Menschen in der Adventgemeinde mehr schätze als die Menschen in der evangelischen Kirche oder in der Pfingstgemeinde. Ich bin nicht deswegen Atlantist geworden, weil ich die Kirchen schöner finde als vielleicht die Baptisten-Gotteshäuser. Ich bin deswegen Atlantist geworden, weil ich die Wahrheit liebe. Ich weiß, dass wir viele gute, liebe und treue Geschwister in all den anderen Kirchen auch haben. Aber aus Liebe zur Wahrheit bin ich Atlantist geworden. Gott möchte uns Liebe ins Herz schreiben, Liebe zu ihm und Liebe zum Mitmenschen. Und darin hängt das ganze Gesetz und alle Propheten.

[22:16] Auf die Liebe in meinem Herzen kommt es an. Ich kann leben wie ein Pharisäer. Ich kann die ganze Wahrheit besitzen und sie doch nicht in mein Herz lassen. Ich kann alles auswendig wissen und alles stur jeden Tag machen. Ich kann zweimal die Woche fasten. Ich kann meine Andachten machen. Ich kann zu den Gebetszeiten die längsten und schönsten Gebete sprechen. Aber ohne Liebe im Herzen bin ich wie ein Pharisäer. Ich glaube, ich gehöre zum Volk Gottes, aber ich tue es nicht. Und das wird der Gemeinde Laodicea am Ende der Zeiten deutlich gesagt. Du glaubst, du bist reich, aber du bist arm, blind und bloß. Kann es sein, dass dort einfach Liebe fehlt? Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten.

[22:53] Was verlangt Gott denn von uns? Schaut mal in Micha 6. Micha 6, 6 bis 8. Micha 6, 6 bis 8. Micha 6, Vers 6, 7 und 8. Womit soll ich vor den Herrn treten, mich beugen vor dem erhabenen Gott? Soll ich mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern vor ihn treten? Hat der Herr wohlgefallen an Tausenden von Widdern oder an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für meine Übertretung die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele? Es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert. Was anderes als recht zu tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott. Es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert.

[23:52] Liebe üben, Recht zu tun, demütig wandeln vor Gott und das wird das Erkennungszeichen seiner Gemeinde sein. Gott möchte seine Gemeinde segnen und möchte ihnen viele Erkenntnisse schenken, aber wir müssen vor allem die Liebe in uns aufbauen. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Mitmenschen. In dieser Liebe müssen wir diese Dinge umsetzen. Nicht aus falschem Ehrgeiz, nicht aus Stolz, nicht weil ich mich über jemand anderes erheben will, weil ich vielleicht mehr weiß als er, sondern aus Liebe zu Gott muss das in meinem Herzen umgesetzt werden. Und auch Christus sagte zu seinen Jüngern, dass man sie daran erkennen wird, dass sie Liebe untereinander haben. Eine Gemeinde, die Liebe untereinander hat.

[24:35] Nun, um den ersten Teil, den zweiten, ersten Teil mal abzuschließen, möchte ich euch was zeigen in Kolosser 4, was Paulus da sagt, wie wir leben sollen. Kolosser 4, Vers 6. Dann möchte ich mit dieser Information gleich den zweiten Teil starten. Kolosser 4, Vers 6. Der Umgang miteinander. Euer Wort sei alle Zeit in Gnade mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt. Unser Wort sei alle Zeit in Gnade mit Salz gewürzt. Also mit dem Geist Gottes gewürzt. Aber der Geist Gottes ist per Definition Liebe. Sein Charakter ist Liebe. Diese Liebe in uns und so soll man miteinander umgehen, in der Gemeinde und auch außerhalb der Gemeinde. Selbst wenn wir jemanden kritisieren, sollen wir das immer in Liebe tun.

[25:28] Denn diese Liebe wird unser Erkennungszeichen sein vor der ganzen Welt. Denn auch in der Welt kritisiert man sich. Auch in der Welt versucht man Lösungen gemeinsam zu finden. Auch in der Welt versucht man Pläne umzusetzen und auch in der Welt erstrebt man hohe Ziele. Nur in der Gemeinde tut man das alles in Liebe und das wird die Welt sehen. Denn diese Liebe wird leuchten. In unserer Gemeinde und aus der Gemeinde heraus. Und das wird die Menschen anziehen. Aber was machen wir denn, wenn unsere Rede sei alle Zeit mit Salz gewürzt? Was mache ich denn, wenn mir diese Liebe fehlt im Herzen? Was mache ich denn, wenn ich jahrelang schon Opfer gebracht habe, meinen Zehnten gegeben habe, meine Andachtzeiten immer treu gehalten habe, wenn ich zu meinem Nächsten immer gut war und ihm gedient habe, aber das alles ohne Liebe gemacht habe, sondern immer nur getan habe, weil ich dachte, ich muss das tun, weil ich Christ bin.

[26:18] Was mache ich dann? Wie bekomme ich diese Liebe ins Herz? Wie kann ich endlich aus Liebe handeln? Jesus hat seinen Jüngern beantwortet in Lukas 11. Das ist so genial wie einfach, was Christus hier sagt. Lukas 11, Vers 13. Er sagt hier, wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben, versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist dem geben, die ihn bitten. Wenn uns Salz fehlt, dann sollen wir Gott bitten. Gott weiß, dass ich von mir aus keine Liebe im Herzen habe. Er weiß, dass da Liebe hinein muss, aber ich sie mir nicht geben kann. Gott sieht mich jeden Tag in den Situationen in meinem Leben. Er sieht, wie ich handle, aus welchen Motiven ich handle, warum ich Dinge tue. Und er weiß genau, ich brauche Salz.

[27:13] Und er ist wie ein Vater. Wenn ein Kind zu seinem Vater kommt und ihn um ein Brot bittet oder um ein Fisch oder um ein Ei, wird er ihm eine Schlange, einen Stein oder ein Skorpion geben? Nein, nicht mal ein irdischer Vater, nicht mal wir würden mit unseren Kindern so umgehen. Wie viel mehr wird Gott den Heiligen Geist dem geben, die ihn bitten? Wie viel mehr wird Gott uns salzen, so wie er seine Jünger damals gesalzen hatte? Er weiß ja, wir brauchen das und er weiß, wir haben es nicht von uns aus. Also möchte er, dass wir ihn bitten und er wird es uns gerne geben. Er wird uns diese Liebe ins Herz hineinschreiben, damit wir in Liebe handeln, denn dann sind wir wirklich sein Volk. Und er hat uns ja schon auserwählt, sein Volk zu sein.

[27:53] Wir müssen uns nicht schämen, wenn uns diese Liebe im Herzen fehlt, denn von uns aus können wir sie nicht produzieren. Ich habe nichts falsch gemacht, dass die Liebe nicht in meinem Herzen ist. Ich würde nur was falsch machen, wenn ich Gott nicht fragte, mir die Liebe ins Herz zu legen. Dann handele ich die ganze Zeit immer so als, darf man das so sagen, als Halbpharisäer. Also ich mache die Dinge einfach, weil ich sie machen muss. Also wenn mir Liebe fehlt, zu meinem Nachbarn vielleicht, zu meinem Arbeitskollegen oder zu irgendjemandem, dann sollte ich Gott fragen, bitte gib mir Liebe für diesen Menschen ins Herz, damit die Opfer, die ich bringe, nicht wertlos sind. Denn ich kann ja jahrelang neben jemandem leben und alles, was ich mache, ist wertlos. Ich ertrage alles und nehme alles hin. Ich lasse mein Leib verbrennen und gebe mein Geld zu den Armen, aber es war alles wertlos.

[28:38] Gott möchte nicht, dass es wertlos ist. Er möchte, dass wir Schätze im Himmel sammeln und deswegen aus Liebe arbeiten. Und wenn er diese Liebe in uns hineingelegt hat, dann nennt er uns sein Volk. Und wenn wir sein Volk sind, dann sind wir seine Priester. Dann arbeiten wir für ihn. Dann sind wir das Licht der Welt. Schau mal, Petrus hat das so gesagt, in 1. Petrus 2, Vers 9 und 10.

[29:07] Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat, zu seinem wunderbaren Licht. Euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid. Euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.

[29:39] Christus hat dich und mich auserwählt, seine Priester zu sein. Und er weiß genau, was wir dazu brauchen. Er weiß, dass wir keine Priester sein können ohne diesen Salzbund. Denn der Bund, den wir mit ihm machen, ist dieser Salzbund, aus dem wir vorhin gelesen hatten. Erinnert ihr euch an den Vers aus 4. Mose 18, wo er von diesem Salzbund spricht? Ich werde dir alles geben, weil du mein Priester bist. Alles, was sozusagen im Tempel abgegeben wird, darüber sollst du verfügen.

[30:08] Und das ist hochinteressant, denn du und ich, wir sind nämlich als Priester eingesetzt von Gott. Das heißt, wir sollen über bestimmte Dinge verfügen. Ja, worüber verfügen wir dann eigentlich? Wir sollen ja anderen ein Segen werden. Wir gehen nochmal in den Text zurück, da steht es nämlich genau drin in 4. Mose 18, 4. Mose 18, über was wir eigentlich verfügen.

[30:48] In Vers 19 hatten wir gelesen, 4. Mose 18, Vers 19, dass das dieser Salzbund ist, dass wir Dinge bekommen als Priester, dass wir Dinge verwalten sollen als Priester, Dinge, die das Volk bringt. Nun in Vers 12, 4. Mose 18, Vers 12, steht genau drin, was. Was wir verwalten sollen, was wir bekommen. Hier steht, 4. Mose 18, Vers 12, alles Beste vom Öl und alles Beste vom Most und Korn, ihre Erstlinge, die sie dem Herrn opfern, habe ich dir gegeben.

[31:28] Den Priestern ist etwas gegeben worden und was ist den Priestern gegeben worden? Welche drei Dinge? Öl, Most und Korn, das sind diese drei Dinge, die hier genannt werden. Öl, Most und Korn ist euch gegeben, weil ihr seine Priester seid. Darüber sollt ihr verfügen, diese Güter sollt ihr verwalten.

[31:50] Öl, Most und Korn. Nun, wenn wir Öl, Most und Korn im Alten Testament lesen, denken wir uns ja, das hat doch bestimmt eine Symbolik, das hat doch bestimmt auch eine geistige Anwendung. Da war es die buchstäbliche, wie mit den Opfern, jetzt gibt es aber auch eine geistige Anwendung. Nun, wofür steht wohl Öl als Symbol? Für den Heiligen Geist, nicht wahr?

[32:15] Der Heilige Geist, der Geist ist uns gegeben und wenn der Heilige Geist in uns Wohnung bezieht, dann wird er in uns zu einer Quelle lebendigen Wassers, der aus uns heraus sprudelt bis ins ewige Leben. Also der Geist benutzt uns, um auch andere Menschen zu erreichen. Ihr seid Geistträger, also ihr habt Geist in euch und von euch soll er auch auf andere Menschen übergehen, allein schon durch euer Verhalten. Ihr sollt anderen Menschen zeigen, wie Christus ist und sie werden ihre Herzen öffnen und der Geist kann ihre Herzen erreichen. Ihr seid Ölträger, ihr habt das bekommen. Ihr habt von Gott das Öl bekommen, um es zu verwalten. Der Heilige Geist ist in euch und der Heilige Geist wirkt in euch.

[32:57] Nun, dann war noch das Korn, oder? Ihr verwaltet das Korn. Was ist das Korn? Symbolisch. Oder? Die Schrift. Was macht man aus Korn? Man macht Brot. Und der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt. Das eine ist der Geist, das zweite ist die Schrift. Also denn, ihr als Volk Gottes habt das Wort Gottes bekommen. Ihr verwaltet es, ihr arbeitet damit, ihr forscht darin und ihr gebt es weiter. So wie die Priester damals das Volk gelehrt haben. Das war eine Aufgabe der Priester, das Volk zu unterweisen, das Volk zu lehren, das Brot auszuteilen. Gott hat es euch gegeben, er hat es seiner Kirche gegeben, seiner Gemeinde gegeben, damit sie es weitergibt, damit sie es austeilt. All denen, die Hunger haben auf der Welt, sie sollen das Brot von Gott empfangen und ihr sollt es ihnen geben. Dafür seid ihr Priester.

[33:49] Und dann gibt es noch etwas Drittes. Wir hatten Öl und Korn und Most. Was ist ein Most? So eine Art Saft, genau. Saft, also wenn die Leute da jetzt ihren Traubensaft abgegeben haben, hat der Priester so angeguckt, an was erinnert euch das? Das Blut Jesu, nicht wahr? Der Most oder der Wein, das ist das Blut Jesu Christi.

[34:19] Nun, das Blut Jesu ist wofür vergossen worden? Zur Vergebung der Sünden. Und es ist euch gegeben, damit ihr es verwaltet. Aber Moment, das heißt ja, ihr sollt Sünden vergeben. Können wir Sünden vergeben? Schaut mal in Hiob erstes Kapitel, im ersten Kapitel von Hiob. Hiob 1 und hier Vers 5.

[34:56] Hiob und seine Kinder. Seine Kinder nun, seine Söhne und Töchter, die besuchen einander und die hatten Gemeinschaft. Sie feierten dieses Fest und in Hiob 1 Vers 5 heißt es denn, Wenn dann die Tage des Festmahls zu Ende waren, ließ Hiob sie holen und heiligte sie. Er stand früh am Morgen auf und brachte Brandopfer da für jeden von ihnen. Denn Hiob sagte sich, vielleicht könnten meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt haben. So macht es Hiob alle Zeit.

[35:28] Also Hiob opfert hier Brandopfer für seine Kinder. Nun, das ist ja ein Symbol für den Opfertod Jesu Christi. Und er sagt sich in seinem Herzen, es könnte ja sein, dass ich meine Kinder von Gott losgesagt habe. Und weil diese Möglichkeit besteht, dass das passiert ist, fange ich an, Opfer zu opfern. Also Hiob möchte, dass seine Kinder Schuldvergebung haben und deswegen opfert er. Falls sie gesündigt haben, möchte Hiob ihnen vergeben. Aber kann Hiob das? Kann Hiob die Schuld seiner Kinder vergeben?

[36:05] Wir lesen dazu mal Hesekiel Kapitel 14. Da steht es nämlich genau drin, auch über Hiob. Hesekiel 14, Vers 19 und 20. Oder wenn ich die Pest in dieses Land senden und meinen grimmigen Zorn mit Blut darüber ausgießen würde, dass ich Menschen und Vieh daraus vertilgte und Noah, Daniel und Hiob wären darin, so wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr. Sie können weder Sohn noch Tochter retten, sondern sie würden durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigenen Seelen retten. So wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr. Sie könnten durch all ihre Werke, durch all ihre Gerechtigkeit Söhne und Töchter nicht retten. Sie würden durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele retten.

[37:00] Nun was hat Hiob denn dann gemacht? Fürbitte. Er hat Fürbitte gehalten. Er hat Brandopfer, falls sie gesündigt haben. Also er wollte ihnen die Schuld vergeben.

[37:31] Interessante Stelle. Als Christus am Kreuz hängt, da sagt er, Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Also die Menschen, die wussten gar nicht, dass es falsch ist. Da sagt er, bitte vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Ich meine, den Soldaten war das ja relativ egal. Die haben gar nicht gefragt nach dem Evangelium. Die haben gar nicht, also auch die Pharisäer und der hohe Rat, die wollten das gar nicht hören. Und Christus sagt, bitte vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun. Er bittet darum, dass ihnen die Schuld vergeben wird.

[38:06] Erinnert ihr euch an Stephanus, als der gesteinigt wird? Das Gleiche. Vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun. Sowohl Hiob hat um Sündvergebung für seine Kinder gebeten. Christus hat um Sündvergebung für seine Kinder gebeten, für die Menschen gebeten. Und auch Stephanus bittet um Sündvergebung für die Leute, die so böse sind. Ist das möglich?

[38:31] Nun, ja, wir können das tun und wir sollen das tun, denn das Blut der Most ist uns zur Verwaltung gegeben. Wir sollen Sünden vergeben, aber nicht aus eigener Kraft, denn das können wir nicht. Genauso wenig, wie wir den Heiligen Geist weitergeben können aus eigener Kraft oder das Wort Gottes aus eigener Kraft austeilen können. Wir müssen es in Christus machen.

[38:54] Nun, was meint denn das wohl? Also, was haben die denn getan? Ich kann ja niemanden in den Himmel beten. Ich kann ja so oft für jemanden, der böse ist, beten, bitte, bitte vergib ihm seine Schuld, aber dadurch kommt er ja nicht in den Himmel. Denn es müssen ja zwei Dinge in ihm passieren. Das eine ist, seine Schuld muss vergeben werden und das zweite ist, sein Charakter muss geheiligt werden. Wenn die beiden Dinge zusammenkommen, ist jemand bereit, ins Himmelreich zu gehen. Die Schuld muss vergeben werden und das Leben muss geheiligt werden. Und die beiden Dinge zusammen.

[39:29] Ich könnte heute ein so heiliges Leben führen, wie vielleicht Christus es geführt hat, aber wenn das Schuld in meiner Vergangenheit ist, die mir nicht vergeben ist, komme ich auch nicht ins Himmelreich. Die Schuld in meiner Vergangenheit hat Christus durch sein Blut schon ausgewaschen. Auch die Schuld in meiner Gegenwart und auch schon die Schuld, die ich in Zukunft tun werde. Christus ist für alle meine Schuld gestorben. Den einen Preis, der ist bezahlt. Das andere, er möchte jetzt mein Herz reinigen von Sünde. Er möchte mich heiligen, damit ich seinen Charakter trage. Er möchte Liebe da hineinschreiben. Und das ist ein Prozess, den er in mir macht. Die Schuldvergebung hat er mir versprochen. Hab keine Angst, denn er ist ja gestorben. Aber das Herz muss noch rein werden.

[40:11] Und wenn ich für jemanden um Schuldvergebung bitte, dann kann ich ihn nicht in den Himmel hineinbeten, aber ich kann sein Herz von Sünde befreien. Der Satan versucht, Menschen gefangen zu nehmen. Er versucht, die Herzen in Sünde einzuschließen. Und diese Fesseln, die können im Gebet durch das Blut Jesu Christi gelöst werden. Wir müssen mal versuchen, jemandem eine Bibelstunde zu geben, ohne für ihn zu beten. Ihr könnt reden wie ein Buch und derjenige denkt an Fußball, weil sein Herz von Fußball gefesselt ist. Ihr könnt ihm eine Bibelstunde geben, die noch so spannend ist und er ist mit seinen Gedanken bei dem Film, den er heute Abend gucken will, weil sein Herz gefangen ist durch diese Filme. Oder jemand anders ist gefangen durch Alkohol, der kann sich gar nicht konzentrieren. Sein Körper hat Suchterscheinungen und er nimmt nichts auf von dem, was ich ihm erzähle.

[41:03] Deswegen beten wir vor jeder Bibelstunde für diese Menschen, dass ihre Herzen gereinigt werden. Damit lösen wir die Fesseln, die Satan an das Herz gelegt hat und wir machen den Weg frei für den Heiligen Geist, damit er hineinkommen kann. Die Bibel nennt das, Gott stelle meine Füße auf weiten Raum. Satan hat jemanden ins Gefängnis gesperrt und unter Sünden eingeschlossen und um die dreht er sich den ganzen Tag, wie in so einer Zelle läuft er am Kreis und kommt dann nicht raus, kann das Evangelium nicht annehmen, ist nicht offen dafür. Jetzt wenn diese Gitterstäbe weggebetet werden durch Schuldvergebung, denn Christus ist ja auch für ihn gestorben, dann wird da eine Lücke gemacht und der Heilige Geist kann es zu ihm. Jetzt hat der Mensch eine freie Chance. Vorher war der immer gefangen in Sünde und konnte sich nicht wirklich frei entscheiden, was er tut. Plötzlich stehen seine Füße wieder auf weiten Raum. Jetzt kann er sich für Christus entscheiden oder wieder für die Sünde.

[41:55] Und ihr werdet das oft erleben, dass die Leute kommen auf freien Raum und sie hören sich diese Bibelstunde an und sie finden das spannend, aber kurze Zeit später entscheiden die sich wieder für die Sünde und sind wieder gefangen. Dann müssen wir weiter beten. Wir müssen immer dafür beten, dass die Gefangenen befreit werden, dass die Sünde im Herzen der Menschen weggewaschen wird durch das Blut Jesu Christi, damit der Heilige Geist sie ansprechen kann, damit der Heilige Geist sie überführen kann und damit dieser Mensch sich für den Weg Christi entscheidet.

[42:25] Satan versucht immer neue Bande zu legen, das Herz immer mehr einzustricken in Finsternis, immer mehr Sünden hineinzupacken und Abhängigkeiten, die den Menschen behindern und stören in seinen Gedanken, weil er sich nicht konzentrieren kann auf das Evangelium. Und wir hätten keine Chance, diese Menschen irgendwie zu retten, wenn wir nicht diese Fesseln der Sünde in ihren Herzen lösen könnten durch das Blut Jesu Christi. Und das hat er uns gegeben. Das müssen wir tun. Wir müssen Gefangene befreien. Satan setzt sie gefangen und wir sollen sie befreien. Das machen wir im Gebet, so wie Hiob das gemacht hat, so wie Christus das gemacht hat und so wie Stephanus das gemacht hat.

[42:57] Nun schaut mal, wie groß Christus erzählt hat, wie das funktioniert. In Johannes 20, ein gewaltiger Vers in Johannes 20. Christus beschreibt seinen Jüngern selber, wie das funktioniert. Johannes 20, Vers 21 bis 23. Da sprach Jesus wiederum zu ihm, Friede sei mit euch. Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach, Empfangt Heiligen Geist, also das Salz. Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben. Welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

[43:46] Christus gibt hier eine enorme Macht seiner Kirche, seiner Gemeinde. Nachdem sie gesalzen worden sind, nachdem sie den Heiligen Geist bekommen hat, wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten. Wenn ihr für Menschen betet, könnt ihr ihre Herzen freimachen von dieser Sünde. Ihr könnt sogar diese großen, diese scheinbar unüberwindbaren Sünden überwinden, wie zum Beispiel eine Abhängigkeit von Drogen, von bestimmten Lebensstilen oder wirklich auch Fehler, Konzentrationsschwächen in den Herzen dieser Menschen. Das könnt ihr im Gebet überwinden. Die Sünden, die da seit Jahren schon rumgewoben wurden, um dieses Herz, dieses Herz gefangen gehalten haben, könnt ihr durch das Blut Jesu Christi wegwaschen und reinigen.

[44:35] Die Sünden wegmachen, den Menschen wieder auf weiten Raum stellen, ihn befreien und dann könnt ihr ihm von Jesus Christus erzählen, könnt ihm das Evangelium bringen und er kann sich frei entscheiden. Er wird sich dann nicht immer für Christus entscheiden, manchmal läuft er wieder in die Sünde, aber kämpft für ihn, kämpft weiter. Es ist ein langer Kampf, denn ihr versucht die Menschen zu befreien durch Christus, der durch euch wirkt, durch seinen Heiligen Geist und Satan versucht die Menschen zu fesseln, damit sie das Ja nicht annehmen. Aber ihr könnt die Situation immer wieder ausgleichen, indem ihr die Menschen immer wieder auf weiten Raum stellt. Und dann kann der Heilige Geist versuchen, Kontakt aufzunehmen und den Menschen zu leiten. Und der Mensch, der hat öfter die Chance, sich für die Stimme des Geistes zu öffnen und ihm zu folgen.

[45:16] Es kann sein, dass Menschenherzen über die Dauer verhärtet werden, wenn sie immer wieder den Geist ablehnen. Aber in der Gefangenschaft der Sünde können sie die Stimme Gottes gar nicht erst hören. Also betet für sie, setzt sie frei. Und denkt daran, wenn ihr das macht, wenn ihr sowas tut, wenn ihr für diese Menschen betet, um ihnen das Evangelium zu bringen, Paulus sagt etwas ganz, ganz Wichtiges, denn er hatte viel Erfahrung in diesem Ding. In Epheser 6, Vers 12 sollen wir an eine Sache immer denken. Epheser 6, Vers 12.

[45:48] Hier heißt es, denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Wir kämpfen nicht gegen denjenigen, dem wir Bibelstunden geben. Wir kämpfen nicht gegen denjenigen, den wir gerne zu Christus bringen wollen. Wir kämpfen gegen denjenigen, der ihn gefangen nehmen will. Gegen denjenigen, der in sein Herz schon so viele schlechte Saatien eingestreut hat und sein Herz schon so gefangen genommen hat. Gegen den kämpfen wir.

[46:20] Wir dürfen nicht den Fehler machen, denjenigen zum Feindbild zu haben, der sich scheinbar gegen uns wendet, sondern denjenigen zum Feindbild zu haben, der dahinter steht, der ihn zu unserem Feind gemacht hat. Denn er ist auch nur ein Gefangener, ein Sklave der Sünde. Sobald die Sünde da weg ist und Christus in sein Herz einzieht, kann aus einem Saulus ein Paulus werden. Und das möchte Christus mit jedem Menschen machen. Und deswegen, wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, wir kämpfen gegen Mächte und Gewalt in der Finsternis. Der Satan kämpft mit seinen Dämonen auf der einen Seite und der Geist Gottes durch uns kämpft mit seinen Engeln auf der anderen Seite, die Leute freizubringen, damit der Heilige Geist in das Herz hinein kann.

[47:00] Und ihr werdet merken, wenn ihr anfangt für Menschen zu beten, dass sich in den Herzen dieser Menschen etwas tut. Vor einigen Monaten hat meine Freundin eine Geschichte erzählt. Sie ist eine Wohnung gezogen und neben ihr in der Wohnung ist ein neuer Mieter eingezogen und es war ganz still immer. Irgendwann hat sie ihn mal nach Wochen im Treppenhaus gesehen und es war ein Okkultist, ein Satanist, der da eingezogen ist. Zuerst hatte sie Angst, weil er in der Wohnung daneben wohnte, aber dann hat sie gedacht, ich fange einfach an, für den zu beten, denn Christus möchte ihn ja auch erreichen. Und sie hat angefangen, regelmäßig morgens, mittags, abends für den zu beten. Und nebenan in der Wohnung war es plötzlich sehr, sehr laut. Im Gegensatz zuvor, da war es nämlich sehr, sehr leise. Sie hat nie etwas gehört und plötzlich tobte da ein Kampf. Da flogen Teller durch die Gegend, er lebte alleine. Er fing an zu weinen, fing an zu fluchen und es war richtig was los in der Wohnung. Aber sie hat morgens, mittags, abends immer für ihn gebetet. Und man merkte, da findet ein Kampf statt.

[47:57] Manchmal haben die Menschen jetzt Angst und sagen, oder höre ich lieber auf, ich schade den Menschen ja. Aber das stimmt nicht. Du setzt den Menschen frei und Satan versucht sofort, ihn wieder zu fesseln. Und jetzt beginnt ein Kampf im Herzen, denn vorher war der Satan im Herzen. Seine Dämonen hatten das Herz eingenommen und plötzlich kommt der heilige Geist da rein. Satan hat natürlich Angst, was jetzt passiert und will seinen Gefangenen nicht freigeben. Denn er weiß, gegen den heiligen Geist hat er keine Chance im Wirken im Herzen. Jetzt versucht er den Menschen irgendwie dahin zu treiben, irgendwie sein Leben schwierig zu machen, den Menschen Angst zu machen. Denn er kann den heiligen Geist nicht überwinden, also muss er schaffen, dass der Mensch sein Herz verschließt. Aber diese Freundin hat nicht aufgehört zu beten für diesen Mann. Und der Kampf wurde immer lauter und lauter. Und ich weiß noch nicht genau, wie es geendet hat, sie betet noch. Aber wir bringen die Menschen in einen Kampf und dessen müssen wir uns bewusst sein, wenn wir anfangen für sie zu beten. Denn der Teufel muss heraus aus dem Herzen und der heilige Geist muss hinein. Der Teufel gibt seine Opfer aber nicht freiwillig aus der Hand. Aber diesen Kampf können du und ich kämpfen für andere Menschen.

[48:57] Und manchmal sieht man das Resultat direkt. Manchmal sieht man, wie das anfängt. Deswegen lasst euch nicht beirren, wenn euch eine Situation Angst macht, weil das da irgendwie laut wird. Betet, betet, betet, betet. Der heilige Geist, wenn ihr die Bresche frei macht, immer wieder seine Füße auf weiten Raum stellt, führt der heilige Geist diesen Kampf für denjenigen kämpfen in seinem Herzen.

[49:18] Lasst mich euch noch eine Geschichte erzählen, wie ich das mal live erlebt habe, wie ich mal gesehen habe, wie der heilige Geist für Menschenherzen kämpft. Das war vor zwei Jahren. Ja, vor ziemlich genau zwei Jahren. Da war ich in Mexiko, habe eine Evangelisation gehalten. Drei Wochen Evangelisation am ersten Tag. Also bevor ich angefangen habe, den ersten Abend zu halten, kam der Gemeindeälteste zu mir und sagte, du Ronny, kannst du vielleicht morgen, also am Sonntag, Mittag zu mir nach Hause kommen zum Essen, zum Mittagessen. Ich würde dich gerne einladen. Ich möchte dir jemanden vorstellen. Ich habe gerne angenommen und gedacht, wer möchtest du mir denn vorstellen? Wer wird denn kommen? Er sagt, das ist meine Nichte, die kommen wird. Meine Nichte, die kommt schon lange nicht mehr in die Gemeinde. Ich möchte sie einladen. Ich möchte sie gerne mit dir in Kontakt bringen. Es wäre mir so wichtig, dass sie zu dieser Evangelisation kommt, dass sie das hört. Und ich habe mich gefreut, dass sie einladen möchte und bin dann gegangen, um sie kennenzulernen. Und kurz bevor sie kam, hat er mir ihre Geschichte erzählt.

[50:21] Dieses junge Mädchen war schon als kleines Mädchen in der Gemeinde, schon mit sechs, sieben Jahren, als noch keiner aus ihrer Familie in dieser Gemeinde war. Sie hat diese Gemeinde besucht, ist mit Freunden hingegangen und sie hat Christus relativ früh angenommen. War so missionarisch, dass sie schon als kleines Kind Leute in die Gemeinde gebracht hat von außen. Auch ihre Freunde in der Schule und so, die kamen in die Gemeinde. Und als Jugendliche wurde sie dann Pfadfinderleiterin und Jugendleiterin und hat verschiedene Ämter angenommen und brachte ständig Menschen in die Gemeinde, unter anderem auch ihre Familie. Also auch ihren Onkel, der mittlerweile Gemeindeälteste war, auch ihre Mutter, Vater, Geschwister, auch ihre Cousins und Cousinen. Also die halbe Gemeinde bestand nur aus ihrer Familie. Die andere Hälfte der Gemeinde bestand eigentlich aus Leuten, die sie mitgebracht hatte. Also sie hat ihr Leben lang da gearbeitet, hat immer wieder Menschen in diese Gemeinde geholt.

[51:16] Und dann mit 19 Jahren hat sie, glaube ich, geheiratet, mit 19. Und mit 20 ist sie Mutter geworden. Und mit 21 starb ihr Kind, im Alter von einem Jahr. Und sie war am Boden zerstört. Sie war total traurig, hat sie gefragt, warum ist das so? Warum passiert mir das? Habe ich was falsch gemacht? Und in dieser Zeit ihrer tiefen Depression hat ihr Mann sich von ihr getrennt. Mit den Worten, du hast mir kein Glück gebracht, hat sich getrennt. Und sie war völlig alleine, sie war völlig am Boden. Und in so vielen Fragen, die sie gestellt hat, hat sie nicht wirklich getraut, in die Gemeinde zu gehen. Sie hat sich so ein bisschen geschämt. Und in ihren Depressionen sind irgendwann Menschen aus der Welt zu ihr gekommen und haben gesagt, hey, steh auf, das ist nicht wert. Mach weiter im Leben, das Leben geht weiter. Und sie haben sie mitgenommen, haben sie mit ausgeführt, mit in Kneipen genommen und sie hat plötzlich angefangen, Alkohol zu trinken. Und erst so ein bisschen und dann immer mehr. Und sie hat so ein bisschen den Trost dann gefunden da drin. Ihr Kind war weg, ihr Mann war weg. Und so hat sie ihren Trost zum Alkohol gefunden. Und ihr Leben verschlimmerte sich immer mehr, immer mehr. Und sie hat auch aufgehört, in dieser Zeit, hat sie mir später gesagt, sie hat aufgehört zu singen. Sie hatte so eine wunderschöne Stimme, sie hat viel gesungen in der Gemeinde. Aber der Alkohol und der Rauch und die Drogen, die sie genommen hat, haben alles kaputt gemacht in ihr. Aber sie war ein bildhübsches Mädchen und so kam es, dass sie in jungen Jahren, Anfang 20, irgendwann in die Pornoindustrie wechselte, um da ihr Geld zu verdienen. Und sie hat die Gemeinde besucht und durch ihr schlimmes Leben, alles, was sie gemacht hat, hat sie sich nicht mehr getraut, um nur noch einen Fuß in die Gemeinde zu setzen und die Geschwister zu sehen.

[52:55] Und das Mädchen traf ich dann am Mittagstisch bei dem Gemeindeältesten. Und wir sprachen miteinander und ich habe sie gebeten, komm doch morgen zur Evangelisation. Aber sie hat mir kaum in die Augen geguckt und hat sich nicht wirklich, hat sich nicht wirklich dazu überreden lassen zu kommen. Und ich habe immer wieder gebeten, komm doch nur einen Abend, komm nur einen Abend mit rein, den ersten Abend sei dabei. Und sie sagte, naja, vielleicht, ich überlege es. Und als sie dann gegangen ist, dann haben wir alle für sie gebetet und gehofft, dass die Sünde in ihrem Herzen weggenommen wird, damit der Heilige Geist sie dazu treibt, am nächsten Tag zu kommen.

[53:27] Und ich ging am Abend, am Sonntagabend war das, also am gleichen Abend, am Sonntagabend, ging ich vorne auf die Kanzlerin der Gemeinde und ich blickte mich um in der Gemeinde und die Geschwister waren da, Gäste waren da, aber ich sah sie nicht. Ich dachte, ich war so ein bisschen traurig und habe angefangen zu predigen und kaum war ich drei Minuten in der Predigt, ging hinten die Tür auf, sie kam rein und setzte sich direkt neben die Tür, aber guckte mich nie an, sie guckte immer nach unten. Und ich habe gepredigt und habe den ersten Vortrag gehalten und dann dachte ich, als meine Predigt zu Ende war, wollte ich zu ihr hin und wollte mit ihr reden und als ich guckte, war sie weg. Ich konnte nicht mit ihr reden, am nächsten Tag stehe ich wieder da, ich gucke mich in der Gemeinde um, sie ist nicht da. Und ich fange an zu predigen, zwei Minuten später geht die Tür auf, sie kommt rein, setzt sich direkt neben die Tür auf den Stuhl, ohne irgendjemand anzugucken, guckt nur nach unten. Ich konnte sie nie sehen und ich predige, die Predigt ist zu Ende, ich wollte zu ihr und sie war schon wieder weg.

[54:25] Und das einige Tage lang und die Gemeinde hat für sie gebetet und ich habe für sie gebetet. Und dann nach anderthalb Wochen ungefähr, an einem Abend, das passierte jeden Abend immer das gleiche, ich habe angefangen zu predigen, die Tür ging auf und sie kam rein, an dem Abend auch. Ich fange an zu predigen, die Tür geht auf, sie kommt rein und setzt sich direkt neben die Tür. Sie guckt mich nicht an, ich predige und am Ende der Predigt mache ich einen Aufruf und sage, gibt es hier jemanden, der sich für Christus entscheiden möchte? Und Menschen standen auf in der Gemeinde und kamen nach vorne und wollten ihr Leben Christus übergeben und ich blickte zu ihr hin, aber sie guckte mich nicht an. Und dann habe ich noch einen Aufruf gemacht und sage, gibt es vielleicht irgendjemanden hier, der sein Leben Christus geben möchte? Und es standen wieder welche auf und kamen nach vorne und ich sah, wie die Menschen in ihrem Herzen kämpften. Ich habe noch einen Aufruf gemacht und noch einen Aufruf gemacht und die Menschen kamen, aber ich blickte da hinten hin und da war nichts.

[55:16] Und dann sah ich, wie die ganze Gemeinde gebetet hat für sie. Alle waren im Gebet versunken und ich dachte auch, ich habe immer gebeten, bitte, bitte, nimm ihre Sünden beiseite, zeig ihr, wie sehr du sie lieb hast. Und sie betete und ich machte noch einen Aufruf und dann auf einmal kam sie. Sie stand auf und kam nach vorne, aber die Haare im Gesicht, ich sah, wie sie, als ich noch da gesessen hatte und ich diesen Aufruf gemacht hatte, wie plötzlich Tränen fielen. Und ich habe gesehen, der Heilige Geist ist in ihrem Herzen, er kämpft und er zeigt ihr gerade, wie sehr er sie lieb hat. Und in ihrem Herzen veränderte sich etwas. Und sie stand auf und kam nach vorne, völlig verheult, man konnte ihr Gesicht nicht sehen, die Haare hingen überall. Und sie kam nach vorne, stellte sich mit unter die Menge und wir haben gemeinsam gebetet. Wir knieten nieder und beteten, dass Christus uns alle in seine Gemeinde aufnimmt.

[56:01] Und als alle gegangen waren, habe ich mich mit ihr unterhalten und sie hat ihr Leben ganz neu Christus übergeben. Sie hat ihm alles in die Hand gegeben und Christus hat ihr die ganze Sünde weggewaschen, alles was da war. Und wir waren so glücklich. Sie hat lange viel geweint in dieser Nacht, aber aus mir so freudigen Augen, sie hat ihr Leben Christus neu übergeben, Christus hat sie wieder angenommen. Und am nächsten Tag, ich stehe wieder vorne und diesmal kam sie nicht zu spät, sondern zu früh und sie brachte wieder Leute mit. Sie brachte von da an jeden Tag Leute mit in die Gemeinde. Christus hat da weitergemacht, wo er vor Jahren mit ihr aufgehört hatte. Und am letzten Tag war die Gemeinde so voll, dass wir die Fenster und die Türen auf hatten, weil die Leute in der Traube um die Kirche rumstanden. Christus hat sie wieder angenommen. Auf das Gebet dieser Menschen hin. Sie haben das Herz wieder frei gebetet. Sie haben die Sünde hinfortgenommen, damit der Heilige Geist rein kann. Der Heilige Geist hat sie überzeugt von seiner Liebe. Sie hat Christi Liebe erkannt und sie fühlte sich so angezogen von ihm. Und so hat sie ihr Leben ganz neu in Christus verwahrt. Und Christus hat ihr einen neuen Anfang geschenkt. Und seitdem, darauf folgenden Sabbat, hat sie sich wieder taufen lassen und ist seitdem wieder voll in der Gemeinde. Hat auch gleich wieder gesungen an den nächsten Tagen und war ganz dabei.

[57:11] Was das Gebet bewirken kann, wenn wir für Menschen beten. Wenn wir Menschen die Sünden im Herzen vergeben, damit der Heilige Geist sie von ihrer Sünde überführen kann. Damit sie sie Gott bringen und ihr Herz geheiligt wird. Lasst uns gute Priester sein, denn dazu sind wir berufen. Lasst uns die Dinge gut verwalten, die Gott uns gegeben hat. Das Öl, das Korn und auch den Wein. Denn das ist unsere Berufung. Amen.

[57:41] Lasst uns mit dem Gebet enden. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass wir deine Schrift haben und von dir lernen dürfen. Danke, Herr, dass du uns auserwählt hast als dein Volk und dass wir dir als Priester dienen dürfen. Lieber Vater, bitte hilf uns, gute und treue Priester zu sein, die die Gaben, die du uns gegeben hast, in guter Weise verwalten und sie den Menschen weitergeben, damit viele Menschen dich erkennen und dich finden. Lieber Vater, bitte vollende dein Werk in uns und hilf uns, dass wir gute Werkzeuge in deiner Hand werden. Und wir danken dir dafür, Herr, dass du es in uns möglich machen kannst. Im Namen Jesu. Amen.


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