Dieses Video erklärt die biblischen Konzepte des Früh- und Spätregens, die als Symbole für die Ausgießung des Heiligen Geistes dienen. Es wird beleuchtet, wie der Frühregen zu Pfingsten die Anfänge der christlichen Gemeinde markierte und wie der Spätregen, der in der Zeit der letzten Plagen erwartet wird, die Ernte vorbereitet. Der Vortrag betont die Notwendigkeit der persönlichen Annahme der dreifachen Engelsbotschaft und der Vorbereitung durch Demut, Reue und ein aktives Gemeindeleben, um den Segen des Spätregens zu empfangen.
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Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Herzlich willkommen zu einem weiteren Bibelstudium hier aus der Gemeinde Stuttgart-Wang. Es wird um das Thema gehen: Der Spätregen und die dreifache Engelsbotschaft. Bevor wir damit anfangen, wollen wir gemeinsam niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir dafür danken, dass wir uns jetzt wieder Zeit nehmen dürfen, in dein Wort zu schauen. Und ich möchte dich bitten, dass du uns deinen Heiligen Geist schenkst, dass du uns die Augen öffnest, dass wir wieder neue Erkenntnisse bekommen und dass du zu uns direkt sprechen kannst. Ich möchte dich bitten, dass wir nicht einfach Neues lernen, sondern Bewegendes lernen. Bitte sei du jetzt mitten unter uns mit deinem Heiligen Geist. Amen.
[0:41] Was fällt euch ein, wenn ihr die Begriffe Früh- und Spätregen hört? Der Heilige Geist wird ausgegossen, ja. Viele Wunder. Häufig wird es auch mit dem Ende der Welt in Verbindung gebracht. Manche bringen es mit Pfingsten in Verbindung, mit der Wiederkunft. Aber wenn wir jetzt darüber nachdenken, woher kommt eigentlich dieser Begriff oder dieses Bild Früh- und Spätregen? Wo braucht man den? Oder wer hat ihn benutzt? Genau, also jeder, der mit irgendwie Ackerbau zu tun hat oder einen Garten hat, für den war es wichtig, den Früh- und den Spätregen zu bedenken, weil daran hing letztendlich der Ertrag ab, ob etwas wächst, ob man am Ende Frucht bekommt und etwas ernten kann. Und hier benutzt wieder die Bibel ein Bild aus dem Alltag und benutzt es im übertragenen Sinn auf ein geistliches Bild, was wir uns jetzt genauer anschauen wollen.
[2:29] Lass uns dazu mal in 5. Mose Kapitel 11 schauen. 5. Mose Kapitel 11, Verse 13 bis 14. Dort heißt es: „Werdet ihr nun auf meine Gebote hören, die ich euch heute gebiete, dass ihr den Herrn, euren Gott liebt und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele. So will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, dass du einsammelst dein Getreide, dein Wein und dein Öl.“ Also der Früh- und der Spätregen, die hatten eine festgesetzte Zeit. Die kamen immer, jedes Jahr wieder zur gleichen Zeit und beide waren notwendig, um am Ende etwas ernten zu können.
[3:29] So im Nahen Osten ist das Klima und das Wetter ein bisschen anders, als wir es hier haben. Wir haben jetzt hier ja nicht so den typischen Frühregen und den typischen Spätregen. Wir haben auch Regenphasen, aber jetzt nicht so klar zeitlich definierbar wie eben im Nahen Osten. Dort war der Frühregen notwendig, dass die Samen keimen und dass die Pflanzen wachsen, sodass so Schösslinge aufgehen, dass also die Pflanzen aus dem Erdboden rausschauen, dass im Prinzip das Leben entsteht. Und der Spätregen, der fällt am Ende der Wachstumszeit und er trägt dazu bei, dass die Frucht heranreift oder was auch immer man sät, das Getreide, und es bereitet die Ernte vor. Das heißt, nach dem Spätregen gingen die Bauern aufs Feld und ernteten eben, was sie gesät hatten.
[4:21] Jetzt wollen wir ein bisschen in den biblischen Hintergrund davon gehen. Wo kommt denn der Früh- und der Spätregen vor? Am meisten finden wir über den Früh- und den Spätregen in prophetischen Büchern des Alten Testaments. Zum Beispiel im Buch Joel, im Buch Sacharja, Hosea, Jeremia. Aber auch, wie wir hier gesehen haben, im fünften Buch Mose und nur ein einziges Mal im Neuen Testament. Häufig kommt der Früh- und der Spätregen im Zusammenhang mit einer Warnungs- und Gerichtsbotschaft vor. Davor tut der Prophet warnen, so der Prophet ein Gericht andeuten, wenn das Volk nicht umkehrt. Aber anschließend legt der Prophet auch den Segen vor, denn Gott ist bereit, es zu schenken, wenn das Volk umkehrt und sich bekehrt. Und in diesem Zusammenhang wird dann der Bezug auf eben den Früh- oder Spätregen genommen, wo es dann heißt: „Wenn ihr euch bekehrt, dann werdet ihr den Segen des Früh- oder Spätregens wieder bekommen.“ Weil, wenn der Frühregen und der Spätregen kommt, was gibt es? Es gibt eine Ernte. Und wenn man erntet, dann hat man Wohlstand und es geht einem gut. Wenn man nichts erntet, dann ist Hungersnot. Dann geht es der Gesellschaft schlecht. Und dieses Bild versucht jetzt hier eben diese Bibel zu ziehen auf eine geistliche Ebene.
[6:01] Lasst uns dazu jetzt mal in das Buch Joel schauen. Joel Kapitel 2, Verse 23 bis 26. Joel 2, Verse 23 bis 26. Dort heißt es: „Und ihr Kinder Zions, freut euch und seid fröhlich im Herrn, eurem Gott, der euch gnädigen Regen gibt und euch herabsendet Frühregen und Spätregen wie zuvor, dass die Tennen voll Korn werden und die Keltern Überfluss an Wein und Öl haben sollen. Und ich will euch die Jahre erstatten, deren Ertrag die Heuschrecken, Käfer, Geschmeiß und Raupen gefressen haben, mein großes Heer, das ich unter euch schickte. Ihr sollt genug zu essen haben und den Namen des Herrn, eures Gottes preisen, der Wunder unter euch getan hat und mein Volk soll nicht mehr zu Schanden werden.“ Also hier gab es eine Strafe von Gott. Gott hat zugelassen, dass Ungeziefer über die Felder kommt, dass im Prinzip es eine geringe Ernte bis gar keine Ernte gab und so eine Hungersnot kam und so das ganze Volk gejammert hat. Aber hier verspricht Gott einen übermäßigen Ertrag durch den Früh- und Spätregen, wo alles im Überfluss gegeben werden soll. Auch hier sehen wir wieder das Bild: Wenn der Früh- und Spätregen kommt, dann gibt es Segen, dann gibt es Wohlstand, Wohlergehen.
[7:42] Und jetzt lasst uns noch mal ein Beispiel anschauen, wo es ein bisschen umgedreht wird, wo Gott sagt, er hält den Früh- oder Spätregen zurück. In Jeremia Kapitel 3, die Verse 1 bis 3. Es geht darum, dass das Volk Gottes eben in der Frage der kriegerischen Auseinandersetzung mit dem babylonischen Reich Hilfe bei Nachbarstaaten gesucht hat und nicht bei ihrem Gott, der sie wirklich retten kann. Und da passt jetzt auch eben dieses Bild, was Jeremia gebraucht. Ab Vers 1 lese ich: „Und er sprach: Wenn sich ein Mann von seiner Frau scheidet und sie geht von ihm, gehört einem anderen, darf er sie auch wieder annehmen? Ist nicht so, dass das Land unrein würde? Du aber hast mit vielen gehurt, solltest wieder zu mir kommen, spricht der Herr. Hebe deine Augen auf zu den Höhen und sieh, wo du allen Teilen dich preisgegeben hast. An den Wegen sitzt du und lauerst auf sie wie ein Araber in der Wüste, machst das Land unrein mit deiner Hurerei und Bosheit. Darum muss auch der Frühregen ausbleiben und kein Spätregen kommt. Aber du hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr schämen.“ Also hier ist das Volk nicht bereit zur Umkehr, nicht bereit zur Reue und Gott hält den Früh- und Spätregen zurück als Konsequenz.
[9:27] Gut, als nächstes wollen wir uns mal den Frühregen anschauen, wie er jetzt in geistlicher Sicht in der Bibel an Bedeutung hat. Was war oder wann war der Frühregen jetzt auf das Geistliche übertragen in der biblischen Geschichte? Zu Pfingsten, genau. Ich habe da auch ein schönes Zitat mitgebracht: „Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes in den Tagen der Apostel setzte der Frühregen ein und das Ergebnis war herrlich. Bis zum Ende der Zeit wird der Heilige Geist in der wahren Gemeinde gegenwärtig bleiben.“ Also zu Pfingsten war der Frühregen. Die christliche Gemeinde begann. Der Schößling oder der Same begann zu keimen, begann zu wachsen, begann aus der Erde heraus zu schauen. Und wir können das auch biblisch nachverfolgen, dass es eben der Frühregen ist, weil wenn wir in Apostelgeschichte Kapitel 2 schauen, also zur Pfingstpredigt, Kapitel 2, Verse 15 bis 21. Apostelgeschichte 2, 15 bis 21. „Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint“, Petrus spricht hier. „Es ist doch erst die dritte Stunde am Tage, sondern das ist, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist. Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht der Herr, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen. Eure Jünglinge sollen Gesichte sehen und eure Alten sollen Träume haben. Und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich jeden Tag von meinem Geist ausgießen und sie sollen weissagen. Ich will Wunder tun vom Himmel oben und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe der große Tag der Offenbarung des Herrn kommt. Und es soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“ Das ist hier ein direktes Zitat aus dem Buch Joel. Und das Faszinierende ist, dass es direkt im Anschluss an das ist, was wir gerade vorhin aus dem Buch Joel gelesen haben, aus der Verheißung, dass der Früh- und Spätregen wiederkommt. Joel Kapitel 3 fängt nämlich an und nach diesem, nach dem Ausgießen oder bei dem Ausgießen werden eure Söhne und Töchter Träume haben. Ist nachzulesen in Joel Kapitel 3.
[12:44] Und was waren jetzt die Voraussetzungen dafür, dass in Apostelgeschichte etwas beginnen konnte? Was waren die Voraussetzungen, dass diese Erweckung bei Pfingsten geschehen konnte? Sie waren beieinander. Sie haben sich die Sünden bekannt. Sie haben gebetet. Das können wir lesen in Apostelgeschichte Kapitel 2, Vers 1. „Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.“ Oder in Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 14. „Diese alle waren stets beieinander, einmütig im Gebet, samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu und seinen Brüdern.“ Also es schien hier eine Gewohnheit zu sein, beieinander zu sein, miteinander zu beten. Also die Voraussetzung war: einmütig beieinander zu sein. Einmütig heißt: einer Gesinnung. Alle auf dasselbe Ziel ausgerichtet. Und sie waren alle an einem Ort beieinander.
[14:10] Auch hierzu gibt es wieder ein schönes Zitat: „Erst nachdem die Jünger sich völlig eins waren und nicht mehr nach Macht trachteten, kam der Heilige Geist über sie. Plötzlich war es nicht mehr wichtig, wer ist der Größte. Es war nur noch wichtig, ein reines Gewissen vor Gott zu haben. Sie demütigten sich voreinander.“ Und wie wir wissen, zu Jesu Zeiten haben die Jünger noch gestritten, wer ist denn hier der Größte unter uns. Aber wie wir hier lesen, es trachtete keiner mehr nach Macht.
[14:52] „Während die Jünger auf die Erfüllung der Verheißung warteten, demütigten sie sich in aufrichtiger Reue, bekannten ihren Unglauben. Ernsthaft beteten die Jünger um die Befähigung, Menschen begegnen und ihnen im täglichen Umgang Worte sagen zu können, durch die Sünder zu Christus geführt würden. Alle Meinungsverschiedenheiten und alle Streben nach Macht gaben sie auf, schlossen sich zu einer wahrhaft christlichen Gemeinschaft zusammen.“ Aufrichtige Reue, Demut, Gebet um die Befähigung, Menschen zu begegnen, und alle Meinungsverschiedenheiten und alles Streben nach Macht gaben sie auf.
[15:39] Es ist jetzt einfach wichtig, dass wir verstehen, was zur Zeit des Frühregens geschah, weil wir das natürlich auch übertragen können, was beim Spätregen passierte. Die Folgen von diesem Frühregen war eine gewaltige Pfingstpredigt. Die finden wir in Kapitel 2 der Apostelgeschichte von Petrus und die Folgen von dieser Predigt waren: Apostelgeschichte Kapitel 2, Vers 37. „Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz. Sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?“ Und die Folgen nach der Pfingstpredigt finden wir im Vers 42. „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Also diese Vorbereitung auf die Ausgießung des Heiligen Geistes, den Jesus ihnen verheißen hat, hat nicht geändert, nachdem am Pfingsten der Geist über sie ausgegossen war, sondern er hat angedauert. Es ging weiter. Sie haben auch weiterhin ständige Gemeinschaft gehabt, ständige Gemeinschaft im Gebet, im Brotbrechen und in der Lehre. Wie wir in Vers 43 auch sehen können: „Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.“ Also eine gewaltige Predigt. Es wurde sogar in verschiedenen Sprachen gesprochen. Die Menschen, die es hörten, waren ergriffen und haben für sich persönlich eine Entscheidung getroffen und haben die Frage gestellt: Was müssen wir tun? Weil sie gemerkt haben, sie müssen etwas ändern. Und es sind viele Wunder geschehen.
[17:41] Und was waren die Folgen, die langfristigen Folgen von dieser Pfingstpredigt? Die frohe Kunde von Jesus und der Auferstehung und der Rettung wurde in die ganze Welt verbreitet. Jeder hatte die Pfingstpredigt in seiner Sprache verstehen können und jeder hat das, was er gelernt hat, in seiner Sprache in die ganze Welt verbreiten können. Von überall her kamen Bekehrte und das Wichtigste war: Christi Charakter sollte offenbart werden und sein Reich verbreitet werden. Das war das Ziel, das war die Vision, die die Apostel hatten.
[18:27] So, jetzt haben wir den Frühregen analysiert. Jetzt lasst uns mal den Übertrag auf den Spätregen nehmen. Auch dazu habe ich wieder zwei Zitate dabei. „Diese Bewegung wird der des Pfingsttages ähnlich sein, wie der Frühregen in der Ausgießung des Heiligen Geistes am Anfang der Apostelzeit fiel, um das Aufgehen der kostbaren Saat zu bewirken. So wird der Spätregen am Ende der Tage ausgegossen werden, damit die Ernte reifen kann. Die Ausgießung des Geistes in den Tagen der Apostel war der Frühregen und das Ergebnis war großartig. Doch der Spätregen wird noch reichlicher kommen.“ Noch eins: „Zu dieser Zeit wird der Spätregen oder die Erquickung, Entschuldigung, die Frage ist jetzt: Wann kommt der Spätregen? Und hier finden wir eine Antwort darauf. Zu dieser Zeit wird der Spätregen oder die Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen, um der lauten Stimme des dritten Engels Kraft zu geben, die Heiligen zuzurichten, damit sie zur Zeit der sieben letzten Plagen bestehen können.“ Das heißt, zeitlich eingeschätzt kommt der Spätregen als Vorbereitung auf die sieben letzten Plagen und während beziehungsweise kurz vor der Verkündigung der dritten Engelsbotschaft.
[19:58] Gut, was können wir jetzt tun, um uns auf den Spätregen vorzubereiten? Wir haben jetzt einiges vom Frühregen gelernt. Was sind Dinge, die wir von dem, was im Frühregen war, jetzt übertragen können auf uns? Was wir jetzt tun können, um uns auf den Spätregen vorzubereiten? Besonders um den Heiligen Geist beten zur Vorbereitung. Habt ihr noch Gedanken, was wir von dem, was wir jetzt gerade über den Frühregen, über Pfingsten gelernt haben, übertragen können auf uns heute? Okay, also gründliche Herzensprüfung, damit keine Überheblichkeit, kein Stolz, kein Hochmut noch in unserem Herzen ist und wir uns besser fühlen als irgendein anderer in unserer Gemeinde oder auf dieser Welt. Kommen euch sonst noch Gedanken?
[21:27] Sonst lasst uns mal ein bisschen in der Bibel schauen, was die dazu sagt. In Matthäus 7, Vers 7 und 8, dort heißt es etwas ganz Bekanntes, ihr werdet es sicher kennen: „Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt. Wer da sucht, der findet. Wer da anklopft, dem wird aufgetan.“ Also wir sollen um den Heiligen, also um den Spätregen bitten, dass er kommt. Das finden wir auch noch mal explizit im Zusammenhang mit dem Spätregen in Sacharja Kapitel 10, Vers 1. Sacharja 10, Vers 1. Dort steht: „Bittet den Herrn, dass es regnet zur Zeit des Spätregens. So wird der Herr, der die Wolken macht, euch auch Regen genug geben für jedes Gewächs auf dem Felde.“ Also wir haben hier die direkte Aufforderung, darum zu beten, so wie es auch die Jünger getan haben vor dem Pfingstwunder.
[22:51] Als nächstes: Wir hatten es bei den Jüngern: Demut und Reue. Da haben wir auch zwei Verse zu. Einerseits in Matthäus 4, Vers 17. Das ist die Predigt oder die Botschaft, die Jesus gepredigt hat. Matthäus 4, Vers 17: „Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Also die Aufforderung: Überprüf dein Herz. Schau, ob irgendetwas zwischen dir und Gott steht und bereinige es. Genau das, was auch die Jünger getan haben vor Pfingsten.
[23:43] Streit und Uneinigkeit müssen abgelegt werden. Es muss Harmonie herrschen in der Gemeinde. Das haben wir auch bei den Jüngern gesehen. Sie waren einmütig beieinander. Lass uns dazu in Jakobus 5, Vers 16 schauen. Jakobus 5, Vers 16. Dort steht: „Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet.“ Es geht darum: Wenn wir unsere Sünden einander und vor Gott bekennen, dann geht es uns gut. Dann gibt es nichts, was uns belasten müsste. Wir sind heil.
[24:53] Ein ganz wichtiges Erkennungsmerkmal, dass Jesus auch gesagt hat, woran man seine Jünger erkennt, ist, wenn sie untereinander Liebe haben. Das finden wir in Johannes 13, Vers 35. „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Habe ich falsch aufgeschrieben, Entschuldigung. Also auch die Aufforderung an uns, einander zu lieben in der Gemeinde und jeden.
[26:03] Und auch ein wichtiger Punkt, finden wir in Matthäus 10, Vers 37. Matthäus 10, Vers 37. Dort steht: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“ Hier geht es darum: Uns darf niemand und nichts mehr wert sein als Jesus. Ist es das? Vor Pfingsten war den Jüngern nichts mehr wert als Jesus.
[27:02] Und ein weiterer Punkt, der vorletzte, ist in Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 42. Apostelgeschichte 2, Vers 42. Wir haben es schon mal gelesen: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet.“ Was wir hier rauslesen können ist: Sie haben, wenn wir es auf unsere Zeit übertragen, ein aktives Gemeindeleben geführt. Sie waren beim Gebetstreffen, sie waren zusammen, um Gemeinschaft zu haben. Sie waren zusammen, um Probleme auszutauschen, um miteinander darüber zu beten, gemeinsam über die Schrift nachzudenken, gemeinsam über die Versprechen und Verheißungen nachzudenken, die Jesus ihnen gegeben hat. Und auch hier ist die Aufforderung an uns: Führen wir ein aktives Gemeindeleben.
[28:12] Und als letzten Punkt, Jakobus 5, Vers 7. Jakobus 5, Vers 7. Dort heißt es: „So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis er empfange den Frühregen und Spätregen.“ Wir sollen geduldig warten. Wer von uns kennt es nicht, auch mal ungeduldig zu sein. Aber hier geht es darum, geduldig zu warten, wie ein Bauer wartet, dass der Regen kommt. Kann der Bauer irgendetwas tun, dass der Regen schneller kommt? Nein, er muss glauben, dass er kommt und darauf warten. Aber wenn er nicht glaubt, dass der Regen kommt, wird er nichts sehen. Aber wenn er nicht wartet, wird er nicht ernten. Das gleiche Bild wird auch in Offenbarung 14, Vers 12 gezeichnet. Dort heißt es: „Hier ist Geduld der Heiligen. Hier sind, die erhalten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus.“
[29:53] Also ich fasse jetzt noch mal zusammen, wie wir uns vorbereiten können für den Spätregen. Wir können darum bitten, wir können demütig und reuevoll sein, uns prüfen, Buße tun. Wir können Streit und Uneinigkeit verschwinden lassen, also Harmonie entstehen lassen. Wir sollen Liebe zueinander üben, uneingeschränkte Hingabe an Jesus haben, so dass er uns das Wichtigste und Wertvollste ist, wertvoller als jeder Mensch und jedes Besitzstück. Aktive Mitarbeit in der Gemeinde und geduldiges Warten. Das können wir heute tun, um uns vorzubereiten.
[30:36] So, jetzt wollen wir aber noch zu dem Thema kommen: Der Spätregen und die dreifache Engelsbotschaft. Lasst uns dazu die dreifache Engelsbotschaft lesen, Offenbarung 14, die Verse 6 bis 12. Die meisten werden es wahrscheinlich schon sehr gut kennen, was dort steht und trotzdem möchte ich es noch mal vorlesen. „Und ich sah einen anderen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkünden, denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. Er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen. Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt, denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker. Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild, nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns. Und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit, sie haben keine Ruhe, Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, wer das Zeichen seines Namens annimmt. Hier ist Geduld der Heiligen. Hier sind, die erhalten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus.“
[32:17] Die erste Botschaft ist: Fürchtet Gott. Die zweite Botschaft ist: Babylon ist gefallen. Was hat sie nämlich gemacht? Hurerei getrieben. Und die dritte Botschaft ist: Das Tier und sein Bild nicht anzubeten.
[32:43] Und lasst uns jetzt mal drei Verse lesen, die um den Spätregen handeln. Als ersten Jeremia 5, Verse 23 bis 25. Jeremia 5, 23 bis 25. Dort steht: „Aber dies Volk hat ein abtrünniges, ungehorsames Herz. Sie bleiben abtrünnig und gehen ihrer Wege und sprechen niemals in ihrem Herzen: Lasst uns doch den Herrn, unseren Gott fürchten, der uns Frühregen und Spätregen gibt zur rechten Zeit und uns die Ernte treulich und jährlich gewährt. Aber euer Verschulden verhindert das und eure Sünden halten das Gute von euch fern.“ Also Gott ist dafür zu fürchten, dass er uns Segen gibt. Und wenn wir ihn nicht fürchten, so halten wir das Gute von uns fern. Also im Umkehrschluss heißt es: Wir verhindern, dass es auf uns regnet. Ich sage es nochmal: Wir können verhindern, dass es auf uns regnet. Also geistlich gesehen, der Heilige Geist auf uns ausgegossen wird, wenn wir den Herrn nicht fürchten vor Dankbarkeit für allen Segen, den er uns gibt.
[34:24] Als nächstes, lasst uns gerade zwei Kapitel vorher gehen. Jeremia Kapitel 3, Verse 1 bis 4. Wir haben das vorhin schon mal gelesen. Wir lesen es jetzt nochmal. Jeremia 3, 1 bis 4. „Und er sprach: Wenn sich ein Mann von seiner Frau scheidet und sie geht von ihm, gehört einem anderen, darf er sie auch wiedernehmen? Ist nicht so, dass das Land unrein würde? Du aber hast mit vielen gehurt und solltest wieder zu mir kommen, spricht der Herr. Hebe deine Augen auf zu den Höhen und sieh, wo du allen Teilen dich preisgegeben hast. An den Wegen sitzt du und lauerst auf sie, wie ein Araber in der Wüste. Machst das Land unrein mit deiner Hurerei und Bosheit. Darum muss auch der Frühregen ausbleiben und kein Spätregen kommt. Aber du hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr schämen, streifst jetzt zu mir. Lieber Vater, du Vertrauter meiner Jugend.“ Das Volk Gottes hat mit den umliegenden Ländern Hurerei getrieben und sich an ihnen verunreinigt. Und was war die Folge? Der Regen fiel aus. Es hat auf sie nicht geregnet, wie in der zweiten Engelsbotschaft: Hurerei.
[35:31] Jetzt den letzten Vers, 5. Mose Kapitel 11, Verse 13 bis 17. 5. Mose 11, Verse 13 bis 17. Dort steht: „Werdet ihr nun auf meine Gebote hören, die ich euch heute gebiete, dass ihr den Herrn, euren Gott liebt und ihm dient von ganzem Herzen, von ganzer Seele. So will ich eurem Lande Regen geben, zu seiner Zeit Frühregen und Spätregen, dass du einsammelst dein Getreide, dein Wein und dein Öl und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esst und satt werdet. Hütet euch aber, dass ihr euer Herz nicht betören lasst, dass ihr abfallt und dient anderen Göttern und betet sie an. Und dass dann der Zorn des Herrn entbrenne über euch und schließe den Himmel zu, sodass kein Regen kommt und die Erde ihr Gewächs nicht gibt und ihr bald ausgetilgt werdet aus dem guten Land, das euch der Herr gegeben hat.“ Worum ging es in der dritten Engelsbotschaft? Um Anbetung, um die Anbetung des Tieres und seines Bildes. Und hier werden wir auch davor gewarnt, jemand anderen anzubeten als den wahren, lebendigen Gott. Weil wenn wir das nicht tun, dann verhindern wir den Regen auf uns, den Segen. Auch hier sehen wir wieder: Wir können verhindern, dass der Spätregen auf uns ausgegossen wird.
[37:13] Und ein Gott muss nicht immer ein tatsächlicher Gott sein. Jesus sagt auch, man kann nicht zwei Herren dienen, man kann nicht Gott und den Mammon dienen. Ein Gott muss nicht immer ein religiöses Gebilde sein. Es kann auch einfach etwas in unserem Leben sein, was uns wichtiger ist als unser Herr im Himmel. Wie wir es vorhin hatten: Jesus muss uns das Wichtigste werden und sein, damit wir in Vorbereitung auf den Spätregen leben.
[37:45] Fassen wir also zusammen: Wer die dreifache Engelsbotschaft nicht persönlich annimmt, also nicht nur predigt, sondern auch für sich persönlich annimmt, der verschließt sich des Segens des Spätregens. Also wir können persönlich darauf Einfluss haben, ob wir vom Spätregen etwas bekommen oder nicht.
[38:21] Ich möchte jetzt mit euch dazu noch drei Zitate anschauen, die das verdeutlichen. „Es wurde mir gezeigt: Wenn die Gläubigen ihrerseits keine Anstrengung unternehmen, sondern untätig auf die Erquickung warten, die all ihre Schwächen beseitigen und ihre Fehler wieder gut machen soll, wenn sie sich darauf verlassen, dass sie dadurch von ihrer körperlichen und geistigen Verschmutzung gereinigt, darauf vorbereitet werden, in den Ruf des dritten Engels einzustimmen, dann werden sie merken, dass ihnen Entscheidendes mangelt. Nur jene, die entsprechend ihrer Erkenntnis leben, werden größere Erkenntnis erhalten. Wenn wir nicht täglich Fortschritte darin machen, die praktischen christlichen Tugenden beispielhaft fortzuleben, werden wir nichts davon merken, wie sich der Heilige Geist im Spätregen bekundet. Er mag über alle Menschen um uns herum ausgegossen werden, aber wir werden ihn weder erkennen noch erhalten.“
[39:17] Fassen wir also zusammen: Der Frühregen und der Spätregen sind ein symbolisches Bild für die Vorbereitung auf die Ernte. Apostelgeschichte und Offenbarung 14, bis 14 bis 20, wird die Ernte der Erde dargestellt, wo Jesus erntet, wo das Unkraut vom Weizen getrennt wird und die Vorbereitung dafür ist der Früh- und der Spätregen. Der Frühregen war zu Pfingsten und ist ein Vorbild für das, was beim Spätregen passieren wird, wobei der Spätregen, wie wir herausgefunden haben, in weit größerem Ausmaß gegeben wird als der Frühregen. Aber wir können und wir müssen uns auf den Spätregen vorbereiten, um davon etwas für uns mitnehmen zu können. Und die Annahme der dreifachen Engelsbotschaft ist eine notwendige Bedingung, den Spätregen zu erhalten.
[40:25] Möchtet ihr mit mir zusammen sagen: Ich möchte mich vorbereiten auf den Spätregen, ich möchte eine Entscheidung für Jesus treffen, dass er mir das Wichtigste ist und ich möchte mit aufrichtigem Herzen gemäß meiner Erkenntnis leben und mein Herz darauf richten, vorbereitet zu sein für die Ewigkeit. Möchtet ihr das mit mir sagen? Dann lasst uns gemeinsam beten.
[40:55] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir dafür, dass du uns dein Wort geschenkt hast, wo wir dich erkennen können. Ich danke dir, dass du Herr Jesus Christus geschenkt hast, der für uns gestorben ist und dessen sehnlichster Wunsch es ist, dass wir einmal bei ihm sind. Ich danke dir, dass du uns versprochen hast, deinem Heiligen Geist nochmal in besonderem Maße am Ende der Zeit zu schenken, um uns vorzubereiten und die Welt noch einmal zu warnen und aufzurütteln. Ich möchte dich bitten, dass du uns alles zeigst, was im Weg ist, dass du uns hilfst, dass wir es ausräumen, dass du uns hilfst, dass wir mit aufgedecktem Angesicht auf dich schauen, dass das Ziel immer vor Augen ist und wir Schritt für Schritt darauf zusteuern und nicht stehen bleiben oder zurückgehen. Lieber Gott, ich möchte dich bitten, vergib uns all unserer Schuld, mach uns rein, nimm alles weg, was uns von dir trennt und hilf, dass wir eines Tages bei dir sein wollen, dass es unser größtes Verlangen ist und nichts anderes auf dieser Erde bedeutender oder wichtiger. Bitte hilf, dass wir es nicht vergessen und stets vor Augen halten. Dafür danke ich dir in Jesu Namen. Amen.
[42:41] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
[44:41] Vertraue und glaube, es hilft, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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