In dieser ersten Folge der Serie „Rechtfertigung, Heiligung, Perfektionismus – die biblische Lehre der Erlösung“ beginnt René Gehring mit dem grundlegenden Muster der Erlösung und der Rechtfertigung. Er beleuchtet die biblischen Grundlagen, die bereits im Buch Genesis gelegt wurden, und erklärt, wie die Konzepte von Sünde, Gericht und Erlösung von Anfang an miteinander verbunden waren. Der Sprecher teilt persönliche Erfahrungen, wie er durch das Studium der Schriften von Ellen White und biblischer Texte zu einem tieferen Verständnis der Heilsgewissheit gelangte.
Die biblische Lehre der Erlösung: 1. Rechtfertigung
René Gehring · Rechtfertigung, Heiligung, Perfektionismus - die biblische Lehre der Erlösung ·Themen: Bibel, Bibelstudium, HeiligtumWeitere Aufnahmen
Serie: Rechtfertigung, Heiligung, Perfektionismus - die biblische Lehre der Erlösung
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:33] Liebe Geschwister, ich freue mich, bei euch sein zu können. Ich freue mich, dass es möglich geworden ist und dass uns weder Corona noch irgendeine andere höhere Gewalt davon abgehalten hat, hier persönlich zusammenzukommen und zwar von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, auch die Hand zu schütteln zu können. Nach den vergangenen zwei Jahren wissen wir ja, alles ist, dass das nicht selbstverständlich ist, etwas ganz Besonderes.
[0:52] Vor recht, bevor ich loslege, eine kleine Veränderung, die ich kurzfristig abgesprochen habe. Die Themen, die ihr in dem Flyer oder wo auch immer verlautbart gefunden habt, sie ein klein wenig verändert. Auch als Info hier, dass keine Zeit mehr noch zu sagen, die Themen bleiben, aber ich werde morgen früh etwas einschieben, dass mir auch besonders wichtig ist. Und ich wollte mich erst erkundigen: Habt ihr auch das Durchhaltevermögen, dass es heute zehn Minuten länger geht oder morgen Nachmittag? Mir wurde versichert, das ist möglich.
[1:19] Und so werde ich morgen früh etwas verkürzt, das wird nicht so lange sein, eine Predigt halten, die mir sehr am Herzen liegt. Die heißt: "Das Evangelium von Sodom". Also morgen früh haben wir eine kürzere Einheit, dafür heute Abend etwa zehn Minuten länger. Morgen Nachmittag auch, aber ich glaube, so haben wir alle noch mal mehr gewonnen.
[1:38] Wir beginnen heute Abend mit dem Grundmuster der Erlösung und mit der Rechtfertigung und damit mit Begriffen, von denen ich ausgehe, dass sie zumindest einigermaßen bekannt sind. Und doch stelle ich immer wieder fest, dass es viele Fragen dazu gibt: Was genau ist jetzt Rechtfertigung eigentlich? Was genau ist Heiligung? Wie hängen sie zusammen? Wo muss man sie unterscheiden?
[1:58] Wir werden uns dann auch ansehen, um was es bei Sünde und Gericht geht. Obwohl vielleicht viele von uns aufgewachsen sind in der Gemeinde, von klein auf eigentlich mit dem Glauben konfrontiert gewesen sind, ist das vielfach nicht wirklich klar. Wo beginnt Sünde? Wo endet sie? Was es mit Dingen, von denen ich vielleicht nicht so genau weiß, ob die Sünde sind oder nicht? Wie geht dort mit meiner Unwissenheit um? Verschiedene Fragen, die wir uns in dem Zusammenhang ansehen müssen. Und ihr, das Gericht und Gottes Umgang mit unserer Schuld betreffen.
[2:27] Und dann können wir, wenn diese Grundlagen gelegt sind, uns auch damit befassen und morgen Nachmittag, was es eigentlich Perfektionismus. Gott hat einen hohen Standard für uns, den er strebt mit uns. Was es mit Perfektionismus, der doch auch gescheut wird? Inwieweit können wir vor Gott vollkommen stehen, ohne dass wir in die Falle des Perfektionismus und diesmal tappen werden? Und der Abschluss, der krönende Abschluss, die Heilsgewissheit. Und das ist mein Ziel auch an diesem Wochenende.
[2:52] Wir werden verschiedene Einheiten durchlaufen, was hier und da auch mit dem Bibeltext, vielleicht gewisse Fragen, gewisse Unsicherheit oder Unruhe auslösen kann. Und wenn wir morgen Nachmittag dann alle Einheiten hinter uns haben, so ist mein Ziel, dass jeder von euch, da hier sitzt, von denen, die vielleicht schon zu Hause zuschauen, für sich persönlich mit aller Sicherheit sagen kann, wo er, wo sie steht. Habe ich ein Recht auf den Himmel? Habe ich es nicht? Darf ich mich freuen über mein Heil oder sollte ich darum zittern? Bin ich vielleicht nicht auf festem Fundament, was das angeht? Das ist mein Ziel.
[3:26] Wer gut aufpasst, dann verspreche ich, morgen Nachmittag wird das für jeden klar sein. Es geht um die Frage: Wenn du heute sterben würdest, hättest du dann ewiges Leben?
[3:39] Ich bin aufgewachsen als Adventistenkind, also ein guter christlich-adventistischer Glaube erzogen worden. Und für mich war die Antwort auf diese Frage immer klar: Natürlich. Zu viel um mich herum kannten den Glauben überhaupt nicht oder wollten damit nichts zu tun haben. Ich war jeden Server in der Gemeinde und ich kann auch mit einem gewissen Stolz, und das soll nicht überheblich klingen, sondern mit einer gewissen Freude, wenn ich zurückblicke, sagen: Ich hatte nie eine rebellische Phase. Ich war nie auf Kriegsfuß mit Gott. Ich habe nie gesagt: Aber jetzt mal für ein paar Jahre will ich meine Ruhe, die Welt auskosten oder irgendwas. Gott war mir von klein auf, solange ich zurückdenken kann, immer sehr wichtig und kostbar.
[4:14] Was nicht heißt, dass es so manche Dinge gab, wo ich mit Gott gerungen habe. Ist es nicht in Ordnung, dass es trotzdem zu tun kann? Kann ich das nicht in meinen Glauben integrieren? Gewisse Lebensstilfragen, denke, das kennt jeder von uns. Und diese Frage hat mich dann nach meiner Bekehrung, nach meiner Taufe, knallhart getroffen. Oder gewissermaßen war das eigentlich Auslöser dafür, in dem Jahr nach meiner Taufe auch meine Bekehrung zu erleben, weil die Liebe genau diese Frage gestolpert bin.
[4:41] Ich habe mir damals Seminare angehört von Margaret Davis. Kennt jemand den Namen noch? Kennt ihr die Vorträge vielleicht? Das war damals, ich bin '99 getauft worden, in der Zeit kamen das so auf bei ein paar Leuten. Und da ging es um die Frage: Was muss ich tun, um gerettet zu werden? Und ich habe mir die Vorträge rauf und runter angehört, weil ich Dinge hörte, die habe ich in meiner Gemeinde nicht vorgefunden. Ich bin da sehr freundlichen Gemeinde aufgewachsen, aber wenn es darum ging, im Glauben geschult zu werden, das war nicht gerade diese Stärke.
[5:12] Ja, ich möchte niemandem zu nahe treten, nämlich gar nichts Böses sagen. Ich bin dankbar für alles, was ich dort gelernt habe. Aber ich habe vieles nicht gelernt, was ich hätte wissen müssen. Und so habe ich mir diese Frage in diesem Jahr nach meiner Taufe ganz intensiv gestellt: Wo stehe ich eigentlich?
[5:28] Und in dieser Zeit kam etwas anderes mit dazu. Ich habe zufällig erfahren, dass wir eine Prophetin in unserer Gemeinschaft haben. Herr Weit, da von ihr nie was gehört. Und dann auch durch ein bisschen Nachfragen, was geht es dabei, gibt es die Bücher, die man heute noch lesen könnte. Kam ich dann an Literatur von ihr. Und das erste, was ich las, war "Die Schatzkammer der Zeugnisse", weil das war einfach, dass man die schmalsten durch. Und ich habe nichts gelesen der Zeit. Damals lesen war so gar nicht mein Ding. Das fing erst an durch mein Interesse am Glauben, weil ich mir dann sagte: Du musst die Bibel mal lesen.
[5:59] Und so kam ich dann hier, ein Jahr etwa nach der Taufe, auch zu Ellen White, angefangen in den Zeugnissen zu lesen. Und war mit dieser Frage augenblicklich konfrontiert, weil die Zeugnisse von ihr, kennt, weiß was ich meine, ja? Egal, wo man aufschlägt. Und ich habe mich irgendwo aufgeschlagen, ich wusste nicht, wie man so etwas macht. Ja, hab nur ein bisschen gelesen. Und diese Frage stand sofort im Raum: Bist du bereit, Dämmstoffe gegenüberzutreten?
[6:21] Diese Frage und dieses Thema ist von daher auch sehr persönlich mit meiner eigenen Biografie verbunden. Und ich weiß, was es heißt, wenn man auf einem sicheren Fundament steht, wenn man das Gefühl hat, dass einem Glauben der Boden weggerissen wird, weil man plötzlich merkt, was ich bisher geglaubt habe als ein sicheres Glaubensfundament, ist eigentlich komplett löchrig.
[6:43] Als eine kleine letzte Anekdote zu meiner eigenen Biografie und dann beschäftigen uns mit vielen Bibeltexten. Ich habe in der Zeit damals, als ich dann anfing, den Zeugnissen zu lesen, das erste Mal etwas von drei Engeln gehört. Vielleicht ist irgendwo vorher mal erwähnt worden, und ich habe nicht gut aufgepasst, mag sein. Aber ich habe es das erste Mal wirklich bewusst wahrgenommen in ihren Zeugnissen, dass wir eine Drei-Engel-Botschaft haben. Das bedeutete war für mich überhaupt nicht klar. Ich wusste nicht mal, wo es steht.
[7:06] Und mir die Zeugnisse von ihr kennt, weiß, da sind keine Fan-Angaben, werden Texte zitiert, aber das sind keine Angaben mit dabei, die sich später neueren Auflagen zugefügt worden. Und ich lese, dass und ich habe ja parallel angefangen, die Bibel das erste Mal für mich durchzulesen. Und ich habe genau aufgepasst, wo ich drei Engeln begegne, um die irgendwo zu finden. Und ihr wisst, wo die kommen, am Ende des Neuen Testaments, und Offenbarung 14. Also ich hatte die Bibel fast ganz durch in diesem einen Jahr, das mir vorgenommen habe. Und schon sehr viel bei ihr gelesen, bis ich irgendwann bei diesen drei Engeln gelandet bin und verstand nach und nach, um was es bei unseren Glauben eigentlich geht.
[7:40] Ich kam mir ein wenig betrogen vor, und ich fing an zu zittern, weil ich gemerkt habe, der hohe Standard, den wir eigentlich haben von der Bibel, von Ellen White, von allem, was Gott uns offenbart hat, ist viel mehr als das, was mir in meinen damals 18, 19 Jahren, die jung war, vom Glauben vermittelt wurde.
[8:01] Dass es euch nicht zugeht. Das ist meine Absicht an diesem Wochenende, wobei ich fest davon überzeugt bin, ihr habt gute Prediger hier schon in der Vergangenheit gehabt und aktuell auch für euch wieder. Das alles nicht so eine Weltneuheit sein, wie es für mich damals war. Diese Texte hier sind die gewesen, die ich dann das erste Mal gestolpert bin, und die haben mich richtig gepackt.
[8:20] Offenbarung 3:17: "Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts und weiß nicht, dass du zunehmend und jämmerlich bist, du blind und bloß." Wenn man so will, ist das der Einstieg zur 31-Botschaft, weil beides in der gleichen Zeit gegeben wird. Das eine ist die Grundlage dafür, das andere von Herzen anzunehmen, die Türen zu öffnen.
[8:40] Und ich las das damals. Gott hat mich in meinem Leben auf einige Baustellen aufmerksam gemacht. Und ich habe gemerkt, wenn ihr das trifft auch auf dich zu, du liebst Gott, da waren nie was gewesen, du wolltest immer aufrichtig nachfolgen. Aber es sind einige Dinge in deinem Leben inzwischen, die haben sich angesammelt, die müssen reformiert werden. Und das war mir nicht bewusst. Das hat mich knallhart getroffen.
[8:59] Und dann lasse ich noch ein Text wie den hier: Matthäus 7: "Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jedem Tag: Herr, Herr, haben wir nicht nur einen Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?" Und dann werde ich ihnen bekennen: "Ich habe euch noch nie gekannt. Weicht von mir, die Übeltäter!"
[9:27] Und das mir bewusst geworden, dass die wirkliche tiefe Gotteserkenntnis und die enge Beziehung zu ihm offenbar erst dann beginnt, wenn man seinen Willen versteht. Die seinen Willen tun, kennen ihn wirklich und werden von ihm anerkannt. Nicht die, die seinen Namen häufig in ihrem Munde führen, nicht die, die ein Lippenbekenntnis ablegen oder die Zeichen und Wunder tun, sondern die, die tun, was er sagt.
[9:48] Und das war bei mir damals gerade diese Baustelle gewesen. 18, 19 Jahre alt. Ich bin eine normale öffentliche Schule gegangen. Ich habe das hat auf mich abgefärbt. Ich habe vieles übernommen in meinem Lebensstil, das einfach weltlich war. Hab jetzt gemerkt, dass es ein großer Kampf, der immer stärker in mir tobt und immer mehr auch nach außen dringt. Ich muss eine Entscheidung treffen. Ich hab das drei Jahre gebraucht, bis ich die dann wirklich deutlich getroffen habe und damit meine Bewährungsphase gewissermaßen abgeschlossen war.
[10:15] Und diese Texte haben mich in dieser Zeit immer wieder begleitet. Jedes Mal, wenn ich mir sagte: "Nimm es nicht so ernst, schalt einen Gang zurück." Wenn mir Geschwistern der Gemeinde gesagt haben: "Bloß kein Übereifer, sonst fällst du aus der Gnade." All solche Dinge habe ich gehört, immer und immer wieder.
[10:34] Ich war wirklich verunsichert. Diese Texte haben mir immer wieder gesagt: Was steht doch genauso geschrieben? Die, die seinen Willen tun wollen, die da wirklich handeln, es sind die, die von ihm bekannt, anerkannt und entsprechend auch gerettet werden.
[10:47] Und bei Ellen White las ich dann noch Zeugnisse, Band 1, Seite 214: "Die größte Gefahr unserer Zeit ist die Selbsttäuschung." Der das ist nichts anderes als Worte für medizinischen Geist. Ich möchte nicht nein sagen zu Gott, aber hundertprozentig ja eben auch nicht. Einen Fuß in der Welt, einen in der Gemeinde.
[11:09] Und als ich so die Zeugnisse bei ihr durchging, bin ich dann über eine Aussage gestolpert. Ich sehe mich noch da im Garten meiner Eltern sitzen, Buch in der Hand, am Markieren. Hatte so meine Kämpfe damit. Also, es war nicht leicht für mich, das anzunehmen. Aber irgendwann war die Entscheidung gefallen, und ich war fordern auch sehr, sehr dankbar für den Schatz der Erkenntnis.
[11:25] Denn wenn diesen Büchern habe ich, ich erinnere mich noch, Richter saß und ließ diesen einen Satz, der mir bis heute ganz, ganz wichtig ist. Sie sagt: "Wer meint, dass er zum Teil der Welt und zum Teil Gott gehört, der gehört in Wirklichkeit nur zu einem Prozent zu Gott. 99 % an ihm sind weltlich."
[11:44] Und ich dachte mir: So eine Hybrid-Version, halbe-halbe, das wird schon gehen. Das ist viel mehr als andere haben. Und dann habe ich dort gelesen: Eigentlich, wenn ich das glaube, sind 99 % mir noch weltlich. Das waren sie, verschiedene Momente, die immer wieder gekommen sind, die mich echt getroffen haben. War mir klar wurde: Entweder ganz oder gar nicht. Entweder ich gebe alles, und ich kann es gleich lassen.
[12:06] Die größte Gefahr unserer Zeit ist die Selbsttäuschung. Und so drängte sich für mich immer mehr die Frage auf: Wie kann ich als Gewissheit erlangen? Wie kann ich sicher sein, wenn Jesus Christus morgen kommen würde, dass ich auf der richtigen Seite, auf seiner Stirn...
[12:23] Schauen wir uns Grundmuster der Erlösung an, denn auch das muss uns ja beschäftigen. Wir haben heute unheimlich viel an Wissen. Wir haben das Alte Testament, 39 Propheten, das Neue Testament, 27 Schriften.
[12:40] Und Schulungen, 39 Propheten, 39 Bücher im Alten Testament und 27 im Neuen Testament. Darüber hinaus haben wir die Bücher von Ellen White, darüber hinaus zu viel Erfahrung von christlichen Männern und Frauen, die vor uns gelebt haben.
[12:52] Aber was war mit den Leuten, die zuallererst gelebt haben? Die die ersten Teile der Bibel geschrieben haben? Ich habe damals in der Zeit, von der ich eben erzählt habe, in meinen ersten Schritten des selbstständigen Christseins nach meiner Taufe, habe ich sehr viel mit Charismatikern zu tun gehabt. Ich bin fast dort gelandet, etwa zwei Jahre lang habe ich da intensiv Kontakt gehabt. Und von denen Veranstaltungen besuchte ich. Ich war sogar für eine kurze Zeit auf einer Missionsschule, bis klar war, als Adventistin passt das überhaupt nicht.
[13:18] Aber für mich war das noch nicht klar, welcher Geist dort sie beherrscht, wohin sie gehen und wie das bei uns ist. Und dann konnte ich eine klare Entscheidung treffen. Und von daher stehe ich heute entschieden, entschieden denn je hinter unserer Gemeinschaft.
[13:28] Dabei, damals war das für mich noch nicht so klar. Ich habe dort aber immer wieder gehört: Der Heilige Geist und das Zeitalter des Heiligen Geistes.
[13:35] Das ist seit dem Neuen Testament als Testament. Nette Geschichten, man kann noch so manches daraus lernen. Aber im großen und ganzen hat das für uns keine Relevanz mehr.
[13:46] Wie konnten die Leute aber gerettet werden? Und habe ich mir geraten, hat die mussten die Gebote halten. Wir heute müssen das nicht mehr machen. Mit anderen Worten, so wurde es auch durch die Blume gesagt: Gott hat ein Einsehen gehabt. Israel hat es nie geschafft. Jetzt hat Gott verstanden, man kann die Gebote nicht halten und legte das erst gar nicht mehr auf.
[14:05] Seit der Zeit der Apostel, dass das widersprüchlich ist, dass das unfair ist denen gegenüber, die früher gelebt haben, die hat tausende von der Schöpfung bis zur Zeit Jesu Christi. Dieser Widerspruch war für mich so nicht lösbar und hat mich letztlich dann auch in unsere Gemeinschaft gehalten, um so enger dahin getrieben. Weil so ist meine Überzeugung, je länger, desto fester die sind.
[14:25] Die sind die einzige Kirche, die das wirklich übereinstimmt und widerspruchsfrei zusammenbringen, altes und neues Testament.
[14:36] Die Grundmuster der Erlösung, die ich mit euch jetzt anschauen möchte, in aller Kürze zeigen, mit dem richtigen Blick sehen wir, dass von Anfang an der Lösungsweg Gottes immer der gleiche gewesen ist.
[14:49] Erster Mose 2 und 3 beginnt nicht gemeinsam durch. Das ist sicherlich gut bekannt. Erster Mose 2 und 3 sehen wir, dass Gott hier schon klar zeigt, wie er Lösung funktioniert. Vor allem Kapitel 3, bitte ist deutlich in den Versen 9 bis 19 haben wir etwas, das wir als statisten als Untersuchungsgericht bezeichnen würden. Gott befragt eine Person nach der anderen, die an der Sache beteiligt gewesen ist, um ein faires Urteil zu sprechen. Also ein akribisches Gericht, die Adventisten so auch hervorheben würde.
[15:17] Sagen: Gibt es einen Fürsprecher? Untersucht jeden Fall. Der tritt ein für uns. Und es gibt auch eine Konsequenz am Ende, die Hoffnung auf Erlösung in Vers 15, wo schon klar gesagt, wer da kommt. Jemand, der wird die Schlange, der wird Satan besiegen.
[15:30] In ihrem Paradies, bevor sie vertrieben wurden, wussten sie, der Sieg ist unser. Wie kann man da hingehen als neutestamentlicher Christ und sagen: Zur Zeit des Alten Testaments war alles Fenster, sie konnten das nicht wissen. Sie hatten andere Lösungsbedingungen. Sie hatten nicht die Hoffnung, wie wir sie haben.
[15:46] Schneider und Eva kannten die. Und wir hören dort auch in Vers 21: Es gibt einen stellvertretenden Tod. Hier haben wir von den Fällen, mit den Adam und Eva gekleidet wurden. Das heißt, das erste Blut wurde vergossen, um die Schmach ihrer bloß, seit ihrer Nacktheit zu bedecken. Gott hat hier für sie ein Opfer gebracht, das Hinweis auf das, was sein eigener Sohn schließlich tun würde.
[16:08] Ja, und dann haben wir in Genesis 4, Vers 1, auch noch die Aussage Evas, die einzige nach dem Sündenfall. Und wir hören leider nichts von ihr, diese Hoffnung, dass ihr Sohn, der dort auf die Welt kommt, ja, sei hebräischen heißt es ja dort: "Ich habe einen Mann geboren", den deutschen Besetzung das leider so nicht gegeben, weil man sich nicht erklären kann, warum Eva es schon gewusst haben sollte.
[16:28] Fügt man hier noch mit Hilfe des Herrn 1, auch wenn es nicht so da steht. Also, wir können sicher sein, Adam, Eva wussten sehr genau, was passiert. Gott wird Mensch und wird für uns leiden, um Satan zu besiegen.
[16:46] Und da Blut vergossen wurde, um sie zu bedecken, konnten sogar wissen, das Leid wird bis zum Tode führen. Wenn sie das schon wussten, dann ganz gewiss auch den nächsten Generation.
[16:56] Jakobus sagt hier auch schön deutlich, wie das funktioniert, wie man zur Sünde verführt wird. Das möchte ich an der Stelle nicht unerwähnt lassen. Jakobus 1:1: "Jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begehrten gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod."
[17:16] Also nicht nur die Lösung funktioniert, auch die Sünde funktioniert. Ist schon in erster Mose 2 klar geworden. Von der Jakobus zusammengefasst, man erst zwei mal genau dieses Muster: Eva, die Frucht ist die Neugier, ist das auszuprobieren. Wir sehen den Gedankengang gewissermaßen dargestellt. Sie entscheidet sich dafür, diesen Begehrten nachzugeben. Wenn sie als sie bereits zugesagt wurde, sie greift zu. Und die Sünde, das gebiert den Tod.
[17:40] Und die Sünde, sie gebiert den Tod. Genau dieses Ablaufmuster ist mit den ersten drei Kapiteln der Bibel: Sünde, Unterlösung, klar ist schon klar. Und so sehen wir bei dem zweitältesten Buch der Bibel – ich schätze, es ist euch bekannt, dass das erste Buch Mose und Hiob die beiden ältesten der Bibel sind, die von Mose damals noch im Midian in der Wüste geschrieben wurden, bevor er Israel herausführte. Hiob, der noch vor Abraham lebte, vermutlich in den wenigen Jahrhunderten nach der Sintflut, bevor Abraham berufen wurde. Er sagt schon hier, Hiob 16, Vers 19: „Siehe, im Himmel ist mein Zeuge und mein Fürsprecher in der Höhe.“
[18:18] Weiß man, ein Fürsprecher wird im Gericht gebraucht. Da passiert was, da ist ein Gerichtsgeschehen und da steht jemand auf seiner Seite, der als Zeuge für den auftritt. Und wenn wir uns das zuhören als Adventisten, dann denkt man denke ich unwillkürlich an Offenbarung 3, Vers 14, wo Jesus sich als den treuen Zeugen vorstellt, der treue Zeuge, der für uns eintritt als unsere Fürsprecher, wie es hier schon bekannt gewesen.
[18:45] Kapitel 19 erkennen wir, dass der ganze Heilsplan füllen offenbar bekannt ist. Ich weiß, ich habe hier unterstrichen, was aus dem hebräischen Wortlaut als mit Betonung auf gefasst werden kann. Ich weiß, mein Erlöser lebt und als der letzte wird über dem Staube stehen. Und nachdem man meine Haut so zerschunden hat, werde ich doch aus dem Fleisch Gott schauen. Ja, ich werde ihn für mich sehen, meine Augen werden ihn sehen, aber nicht als Fremden. Meine Nieren sehnen sich in meinem Inneren danach.
[19:20] Wenn ihr sagt, wie wollen wir ihm nachjagen, so fürchtet euch selbst vor dem Schwert. Denn das Schwert, das der Grimm, der über die Sünden kommt, der... Mitte erkennt es. Es gibt einen Richter hier. Wusste da oben gibt es ein Gericht. Es gibt ein Richter, es gibt einen Zeugen, es gibt einen Anwalt, das ist der Fürsprecher. Und er weiß, wenn er Gott sieht, wäre gegenüber tritt ganz persönlich, dass es sein Gott gesehen wird.
[19:45] Und wenn alles im Staub danieder sinkt, derweil als auch diese Welt wird vergehen, dann wird es diesen aber geben, der aufsteht und für eine Auferstehung sorgt. Das alles ist schon hier. Wir haben hier einen brutto Adventisten in diesen Versen. Das sind die beiden ältesten Bücher der Bibel. Wir können also nicht sagen, dass die Zeit des Alten Testaments seine finstere gewesen wäre.
[20:06] Die Propheten, die später kommen, bringen noch mehr Licht, erhellen das noch deutlicher. Und das Neue Testament, das dann kommt, macht es dann letztendlich klar. Und trotzdem haben wir heute so viel Finsternis und Unklarheit, was diesen diesen Kern des Evangeliums angeht, nämlich, wie ihr Lösung funktioniert, Rechtfertigung. Damit die Begriffe klar sind, es ist nichts anderes als gerecht sprechen zu müssen.
[20:28] Sollte für unterscheiden von der Heiligung. Was die heilig machen ist, das hilft uns vielleicht das schon gleich inbegriffen besser auseinanderzuhalten. Das eine ist ein juristischer Akt. Ich nenne jemanden gerecht. Das andere ist ein Prozess, der muss noch so gemacht werden. Wenn ich als Schreiner mir einen Baumstamm vornehme, dann kann ich sagen, das hier, das wird mein Stuhl sein. Ich kann dem schon für mir aus auch den Namen Stuhl, den Begriff, was auch immer geben.
[20:58] Aber noch, dass der Baumstamm er hat jetzt schon die Bezeichnung, das wird einmal sein und dann wird an ihm gearbeitet. Das sind Prozess, Stück für Stück, bis am Ende tatsächlich ein Stuhl ist. Die gerecht sprechen, die Rechtfertigung macht das aus unseren, nennt uns Heilige, obwohl in der Bibel so oft sehen, da werden Heilige angesprochen, zum Beispiel die Gemeinde.
[21:17] Zucker rind, aber nicht mehr bei ihnen. Und dann haben wir ein Kapitel nach dem anderen Klage über die Missstände der Heiligen, was hat alles eben unheilig ist. Wir sind also Heilige, obwohl wir uns noch in einem Prozess befinden, diesen Namen auch zu verdienen. Die Rechtsprechung ist ein punktuelles Geschehen, augenblicklich, ohne Bewährungszeit.
[21:39] Und das Ziel ist die Vergebung der bisher begangenen Sünden. Es hat also eine Vergangenheitsbezug, Vergangenheit bis zum gegenwärtigen Punkt. Ich bin heilig, die Sünden sind vergeben. Die Zukunft steht auf einem anderen Blatt. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Ich kann mich noch gegen Gott entscheiden, ich kann abfallen und bin damit kein Heiliger mehr.
[22:03] Und genau da braucht es die Heiligmachung, die Heiligung. Ein langwieriger Prozess, der geht bis zu unserem letzten Atemzug. Unser gesamtes Leben lang wird Gott an uns arbeiten, wirken, uns formen. Und wenn wir dann eines Tages, wenn er sagt, jetzt ist eine Zeit gekommen, dass wir bereit sind, Gemeinschaft mit ihm und den Heiligen Engeln leben zu können.
[22:24] Das ist seine Aufgabe. Das ist ein Masterplan für unser Leben. Führen gibt es nichts Wichtigeres. Manchmal als Christen neigen wir dazu, dazu zu beten, dass wir gesegnet werden, so im Abrahamischen Sinne. Er ist reich gewesen, hat ein großes Haus, geistlich einflussreich. Das wollen wir auch. Aber das, was Gottes Masterplan für uns ist, es eben nicht der weltliche Segen, dass wir Wohlstand haben, dass wir Einfluss, Ruhm oder was auch immer haben.
[22:47] Der größte geistliche Segen ist, dass wir Gott ähnlich werden, dass wir heilig werden. Alles andere ordnet er diesem Ziel unter. Wenn er uns gesund sein kann, lassen kann, wenn uns eine tolle Familie schenken kann, wenn uns Reichtum schenken kann, ohne dieses Ziel zu gefährden, macht er das gerne.
[23:04] Geht das nicht? Geht die Heiligung immer vor? Das muss uns klar sein. Wir müssen beides klar unterscheiden. Rechtfertigung ohne Heiligung ist billige Gnade. Heiligung ohne Rechtfertigung ist Werksgerechtigkeit. Beides gehört eng zusammen und wir müssen beides voneinander unterscheiden.
[23:22] Sonst kommen wir im wahrsten Sinne Teufels Küche. Wie oft höre ich auch in unsere Gemeinde: „Wir sind doch gerechtfertigt, damit kann uns nichts mehr passieren.“ Das ist nicht wahr, denn der zweite Teil dieses bezieht sich auf die Zukunft. Natürlich kann man noch was passieren.
[23:36] Betrachte ich ihm jetzt, wie ich heute stehe, kann ich sagen, ich bin gerechtfertigt, stehe heilig vor Gott und ich kann mir meines als gewiss sein kann. Aber nicht sagen, dass in zehn Jahren aussieht oder in zehn Tagen, da kann viel passieren.
[23:46] Und so müssen wir das voneinander trennen, unterscheiden. Und das wollen wir jetzt auch anhand von Bibeltexten uns näher ansehen. Beginnen wir mit der Rechtfertigung, der Gerechtsprechung.
[24:00] Erster Johannes 1, Vers 9 bringt es schön auf den Punkt. Und ich finde, dieser Vers mit schön ergänzt durch den ältesten der männlichen, der uns auch gleich den nächsten Schritt zeigt, Sprüche 28, Vers 13.
[24:11] Wann mit erster Johannes 1: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass wir uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ Ganz einfaches Prinzip.
[24:21] Ist, tut mir leid, ist die einzige Voraussetzung, von der gehören und der gesamten Bibel. Gibt es keine weitere. Auch da kein Widerspruch sich zwischen Neuem und Altem Testament. Und manchmal wird gesagt, im Neuen Testament genügt die Räume, im Alten Testament muss man auch noch Gesetzeswerke tun.
[24:37] Das ist kein Widerspruch. Aufrichtige Reue bedeutet, ich mache es nicht mehr. Zumindest bemühe ich mich, die Zukunft zu vermeiden. Sonst ist die Reue nicht aufrichtig. Das ist genau das gleiche. Das wird vorausgesetzt in erster Johannes 1, Vers 9.
[24:50] Wenn es uns leid tut, also wir unsere Schuld bekennen, dass es wirklich Sünde, dass es Schuld ist, vergibt er uns und reinigt uns. Monsterprozess der Heiligung hängt beides eng zusammen. Und Sprüche 28, Vers 13 stellt es klar, hilft uns noch mal ein bisschen praktisch heranzugehen.
[25:06] „Wer seine Sünde leugnet, den wird es nicht gelingen. Der selber bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erlangen.“ Das ist nicht alt-testamentlich, menschliche System gegen neutestamentliche. Das ist ein und dasselbe, aber noch einmal präzise ausgedrückt in diesen Versen.
[25:21] Sprüche: Aufrichtige Reue führt zu einem aufrichtigen Bekenntnis, das zur Sündenvergebung führt und mich antreibt, fortan diese Sünde zu vermeiden. Ich will sie ja nicht mehr begehen, weil sie mir leid tut.
[25:38] Wie oft habe ich die Rechtfertigung in Anspruch nehmen, dass wir das einfach auch vom Prinzip her geklärt haben. Denn so manches Mal schicken wir als Menschen, ja schon so sagen, es komme ich wieder, vielleicht mit der gleichen Sache. Fünf Mal geht es gut, aber dann ist doch Gottes Geduld am Ende.
[25:54] Und nicht um hier nicht irgendwann nachzulassen und ganz zu verzagen und aufzugeben. Ist es wichtig folgendes zu beachten.
[26:00] Petrus bringt diese Frage auf Jesus gegenüber. Er fragt: „Herr, wie oft muss ich in meinem Bruder, der an gesündigt, vergeben? Genügt es sieben Mal?“ Jesus sprach zu ihm: „Ich sage dir nicht siebenmal, sondern 70 mal 7 mal.“
[26:17] Ich glaube, keiner von uns geht hin und zählt bis 490 und dann zu wissen, jetzt ist die Geduld Gottes am Ende oder jetzt brauche ich keine Geduld mehr mit meinem Nächsten zu haben. Es ist unstrittig, dass Jesus hier meint: Hör auf zu zählen.
[26:30] Vergib, solange es aufrichtig ist. Das die einzige Voraussetzung, die biblisch kennen. Lukas 17, Vers 4 geht es nämlich auch um den Tag, wie oft Sonntag was heißt, die Gnade ist jeden Morgen neu. Ja, wie es im Psalm heißt, Gnade ist jeden Morgen wieder neu.
[26:44] Es beginnt ein neues Kapitel an jedem neuen Tag. Wenn er sieben Mal am Tag an der sündigen würde und sieben Mal wieder zu der Kern entsprechende, es freut mich, so soll's ihm vergeben.
[26:57] Wenn unser Nächster das von uns in Anspruch nehmen darf, dürfen wir das ganz genau so von Gott denken. Wir das Vaterunser, wo Jesus genau das klarstellt: „So wie wir unseren Schuldigern vergeben, so vergibt uns unser himmlischer Vater.“
[27:11] Ich bin der Überzeugung, dass Gott sogar noch großzügiger ist, wenn es uns manchmal vielleicht schwer fällt zu vergeben, dass Gott das durchaus sieht. Und deshalb nicht sagt, dass seine Gnade auf uns keine Auswirkungen hätte, aber erwartet natürlich von uns, so liebevoll, gnädig, wer er ist, dass wir das auch genau so weitergeben.
[27:25] Die sieben soll so hier nur stellvertretend eine Zahl für die Vollkommenheit und Vollständigkeit. Ist es keine Obergrenze. Und das heißt auch, wenn wir bei Gott reden, ja, das mag immer wieder seinen manchen Gebieten. Vielleicht brauchen wir Jahre oder Jahrzehnte, etwas zu befinden.
[27:38] Ich denke, so manche Geschichte von Leuten, die das Rauchen überwinden wollten, wie lange das gebraucht, bei man sich unter Alkohol zu rückfällig geworden oder Charaktereigenschaften wie jetzt waren oder wie Hartherzigkeit, wenn es um Vergebung geht. Aber irgendwann ist es ident auch herum.
[27:56] Hätten wir nicht die Zusage, immer wieder um Verzeihung bitten zu dürfen, würde das keiner schaffen.
[28:02] Wer braucht die Vergebung? Nehmen wir nur diesen Vers heraus aus Römer 3, Verse 9 und 12. „Haben wir Juden einen Vorzug? Überhaupt kein. Wir haben soeben – heute müssen wir nicht sagen, wir Christen, ja, denn wir haben soeben bewiesen, dass alle Juden wie Griechen oder der Sünde sind. Sie sind alle abgewichen, allesamt haben da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.“
[28:27] Glaube, dass es überhaupt nichts Neues. Das weiß jeder, aber manchmal sehen uns das nicht wirklich bewusst. Ich habe vorhin erzählt von mir und wie ich mit diesem Thema plötzlich so für mich gehabt habe, dann habe ich gemerkt, natürlich hätte ich das immer sagen können, dass wir haben ja auch bekannt.
[28:42] Das hört man in der Schule, das hört man meiner Predigt, aber bewusst geworden, irgendwie denkt man ja schon, wenn man dem Glauben aufgewachsen ist, die anderen haben Probleme, aber ich stehe doch schon von klein auf im Glauben. Auf mich trifft das noch nicht zu. Wohin sollte ich mich bekennt? Bei mir gibt's nicht viel.
[29:00] Und Paulus macht hier klar, bei jedem gibt es irgendwas. Und wir lange wir dann die Gerechtigkeit auch im Römerbrief sind, allesamt Sünder und der mangelnde des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung durch Christus Jesus geschehen.
[29:18] Ist so halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird, ohne dass Gesetzeswerke, alleine durch den Glauben. Und diese Verse, der Vers 28 hat so viele Christen, vor allem alle, die irgendwie protestantischen Bereich anzusiedeln, sind dazu geführt, alles, was von Paulus oder von anderen Aposteln zum Gesetz, von den Geboten gesagt wurde, nur unter diesem Licht und diese Maßgabe zu betrachten.
[29:42] Und sehr leichtfertig zu sagen, ich formuliere es jetzt mal so, wie es mir immer wieder vermittelt wurde: „Die Gebote sind ja gut, wir sind nette Empfehlung, aber auf keinen Fall verbindlich.“
[29:55] Wegen diesen Vers. Wir schauen uns das später noch im Zusammenhang mit anderen Versen, anderen mit der Heiligung, um das ein bisschen in anderem Licht zu sehen.
[30:06] Im Alten Testament gab es diese Art von Rechtfertigung auch schon. Da gab es nicht die Rechtfertigung durch das Gesetz, wie so gerne behauptet wird. Wir sehen hier im Römerbrief wieder in Kapitel 3. Man muss also gar nicht weitergehen, muss es nur sukzessive lesen, aufmerksam sein.
[30:22] Da heißt es: „Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch nicht durch Jesus Christus, der etwas komplett Neues gebracht hätte, nicht durch Paulus, der neue Offenbarung gehabt hätte, sondern bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.“
[30:40] Mit anderen Worten, der Glaube, den ich verkünde, so sagt Paulus, die Rechtfertigung, die ich euch predige, ist das, was das gesamte Alte Testament von vorn bis hinten predigt.
[30:53] Es ist nur leichter verständlich durch das, was Jesus getan hat. Römer 14, Vers 17: „Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in oder zu Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Und Habakuk zitiert im Alten Testament.
[31:09] Ist schon klar, der Glaube ist der entscheidende Faktor. Und wir könnten ex Propheten durchgehend im Alten Testament und würden genau das finden, was auf ihn gemacht haben mit Genesis und mit Hiob.
[31:19] Soll genügen, um zu zeigen, den ältesten Schriften war es schon ganz klar. Das war immer bekannt. Es ist nur verschüttet gegangen, vor allem durch die Pharisäer, aber reformiert worden durch die Apostel.
[31:29] Insgesamt neu ist es aber nicht. Römer 4 macht auch klar: „Dem, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber in denen, der die Gottlosen gerecht macht, den wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“
[31:42] Wir auch David, den Menschen selig preist, dem Gott zu rechnete Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke. Und David in den Psalmen und gleich erst Mose 15, Abraham ist ein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet worden.
[31:57] Also Abraham und David, diese beiden so wichtigen Männer, auf die die Juden so stolz gewesen sind, der eine für den Glauben und damit die Glaubensgröße, die religiöse Größe, der andere für die nationale Größe. Die beiden nimmt als Zeugen, um zu argumentieren, dass das christliche Evangelium nichts anderes ist als das ewige Evangelium, das immer schon das System zum Himmel zur Erlösung aufgezeigt hat.
[32:20] Er gibt es keinen Unterschied zwischen Altem und Neuem Testament. Die Rechtfertigung, die Rechtsprechung war immer die gleiche. Alles andere wäre auch nicht fair.
[32:31] Die zig Generationen, die bis zu Jesus Christus gab, hätten sonst in einem anderen System gerettet werden müssen und könnten dann später vor Gott stehen und sagen: „Wir sind nicht gerettet, weil unsere Maßstäbe andere waren.“ Das ist nicht fair, und sie hatten recht damit.
[32:44] Stattdessen müssten wir seit dem Neuen Testament so viele Leute mit in den Himmel nehmen, die sich überhaupt nicht gekümmert haben, was Gottes Gebote sagen. Nur weil sie in der besseren Zeit leben, wie unfair das wäre. Und doch sind diese Gedanken in praktisch allen protestantischen Glaubensrichtungen gegeben.
[33:01] Das ist eine Sache, der wir der katholischen Kirche näher stehen als allen protestantischen. Denn die Katholiken sagen ganz klar, das Alte Testament ist genauso gelten wie das Neue Testament und die Gebote sind zu halten, aber nur, sowie die katholische Kirche sie auslegt. Und sie haben die neuere Offenbarungen, damit kann man diesen Geboten das verändern. Ja, natürlich.
[33:20] Eine katholische Hermeneutik und Herangehensweise, aber zumindest sagen sie, Altes, Neues Testament widersprechen sich nicht. Protestanten sehen wir ganz, ganz große Unterschiede.
[33:33] Jeremia 31, Verse 33 ist: „Kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel, mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, obwohl ich ihr Herr war, spricht der Herr.
[33:51] Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz – jetzt heißt es nicht, ich will das auflösen, ich will es ans Kreuz nageln, ich will es überwinden und abschaffen, damit ihr es in den Himmel schafft – all das sind die Predigten, die man sich anhören kann in so vielen Kirchen. Nein.
[34:12] Sagte: „Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, in ihren Sinn schreiben. Sie sollen mein Volk sein, ich will ihr Gott sein.“ Das, was im alten Bund zentral war, jedoch im neuen zentral sein, aber es wird diesmal in ihr Herz hinein bringen.
[34:24] Und wie das in denen der Schöpfer selbst als Mensch auf diese Erde kommt und bis ans Kreuz geht, um es zu erlösen. Er hat damit eine Liebe bewiesen, die das Herz derart weich und empfänglich macht, dass jetzt wirklich jeder verstehen muss, dass es gut mit uns meint, dass seine Geburt und nur zu unserem Besten sind.
[34:47] Und so schafft er es endlich einen Glauben, ein Vertrauen zu erzeugen, der dazu führt, dass wir sagen: „Von ganzem Herzen, ja, ich will diese Gebote halten.“
[35:01] Hier seht ihr, Vers 36: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen, euch ein fleischliches Herz geben. Ich will meinen Geist hindurchgeben, will solche Leute aus sich machen, die in meinen Geboten wandeln, meine Rechte halten und danach tun.“
[35:15] Ist genau das gleiche, nur noch mal deutlicher, noch präziser. Denn gerade der charismatische, künstlerische Richtung wird gerne gesagt: „Ich habe jetzt ein Gesetz im Herzen. Alles, was mein Gesetz mehr sagt als schon alles mein Herz mich sagt, ist Gottes Wille.“
[35:29] In dieser Art Wert ist einverstanden. Damit habe ich so viel zu tun gehabt, eine Weile habe ich das ausprobiert und gedacht: „Okay, vielleicht führt Gott seinen Heiligen Geist so, was er mir an Gefühl oder Gedanken in mein Herz gibt, ist sein Wille.“ Und er kann auch seinen Geboten widersprechen.
[35:44] Dem ersten Kind bin ich nicht so weit gegangen, seine Gebote zu brechen, aber immer klar, die stehen über allem. Aber für Diskussionen hatte ich mit Leuten aus diesen Kirchen ernste Auseinandersetzung, weil sie mir gesagt haben: „Im Zweifel steht das, was Gott an ein Herz schreibt, über dem, was er damals auf die Steintafeln geschrieben hat.“
[36:00] Und das ging für mich als Journalistkind überhaupt nicht. Das ist also der neue Bund, endlich Leute, die die Gebote halten. Nicht endlich Leute, die verstanden haben, dass sie unhaltbar sind und sie mit Freunden über Bord werfen, wie so viele heute tun.
[36:21] Wie schafft er das Herz zu erreichen? Jesu Kreuzestod als der große Beweis der...
[36:24] Jesu Kreuzestod als der große Beweis der Liebe Gottes, der das Herz verändert und damit dazu führt, dass man gerne diese Gebote hält. Das soll so das Ziel der Rechtfertigung durch die Gnade, die uns gewährt wird, eine neue Lebensausrichtung, diese Maßstäbe anzunehmen. Davon spricht Paulus dann auch, Kapitel 3, hatten wir eben erst, die Rechtfertigung durch die Gnade. Und dann kommt jetzt Kapitel 6, Übergang zu einer neuen Art von Leben. Kapitel 7 und 8 beschreiben noch den inneren Kampf, der schließlich zur Überwindung, zur Heiligung hinführt.
[36:57] In jedem Kapitel 6 wird das schon so als Einleitung vorgegeben: Was sollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei, wie sollten wir in Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind? Wie nun sollen beschuldigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne. Paulus ist ja ganz deutlich, er darf nicht missbraucht werden, um zu rechtfertigen, dass einzelne oder alle Gebote nicht mehr gehalten werden.
[37:26] Und doch ist er derjenige, der am meisten zitiert wird von allen, die gegen das Gesetz kämpfen. Ihr könnt die Bibel mal durchgehen, ich habe das schon mit manchen Theologieklassen von mir gemacht und habe ihnen als Leseraufgabe gegeben, das Neue Testament, die Briefe durchzulesen und über den Briefen zu markieren oder in einer Tabelle hineinzuschreiben, wovon Paulus positiv über das Gesetz geredet und gefordert wird, dass es gehalten wird. Und sich dann mal anschauen und vergleichen, die anderen Apostel, wie oft sagen die das? Reden ja auch davon. Und wie oft sagt Paulus, ist zu halten im Vergleich zu, wir werden nicht durch das Gesetz gerettet werden, ohne Gesetzeswerke gerettet und so weiter.
[38:02] Er hat hier echt ein Anliegen. Das Anliegen ist: Leute, verratet niemals Gottes Gebote. Sie rechtfertigen euch nicht, aber sie sind der Maßstab für das neue Leben, nachdem er gerechtfertigt sei. Ihr könnt das machen, in meiner Bibel habe ich das alles so markiert, überall an der Seite, jedes Mal, wenn er darüber spricht. Unfassbar viel, wenn man mit einem Blick darauf an die Texte geht. Römer 3 Vers 8: "Ist es nicht so, wie wir verletzt werden, und einige behaupten, dass wir sagen: Lasst uns Böses tun, damit Gutes daraus komme? Deren Verdammnis ist gerecht." Also hier noch, bevor er ein Fest 28 sagt: "Wir werden nur durch den Glauben gerettet", macht er ganz klar, es braucht das nicht, um zu behaupten, Gebote werden aufgelöst.
[38:46] "Lasst uns Böses tun, werde die Gnade umso größer." Er sagt, wer das behauptet, ist verdammt. Es gibt keinen Grund, Paulus misszuverstehen, wenn man nicht selektiv liest, wenn man nicht großzügig diese Verse hier immer wieder ausblendet oder wie es andere dann eher so die Protestanten der Großkirchen sagen, dann die historisch-kritische Herangehensweise. Das ist wirklich polemisch. Und die anderen Sachen sind vielleicht hier oder da auch irgendwie mit eingeflossen, anderes Gedankengut. Aber nicht in dieser Art und Weise wirklich von ihm stammt.
[39:18] Es gab schon in der frühen Kirche, wir haben schon ein richtiger Mittels zweites Jahrhunderts namens Marcion, und der sich daran gemacht hat und hat bei Paulus akribisch weggestrichen, was nicht diesen Gnaden-Gedanken entspricht. Und das war dann sein reines Evangelium. Heute wagt man sich das nicht. Die Bibel ist viel zu sehr Kulturgut. Man geht eher hin und kritisiert innerhalb dieser Schriften. Und dort ist dann ganz klar, das, was wir im Römer 3 Vers zum Beispiel haben, wäre dann nicht original paulinisch.
[39:47] Hebräer 9: "Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung geworden." Einmal gestorben, öfters ist nicht mehr nötig. Das hier ist eigentlich ein ganz klares Scheltwort an die Praxis der katholischen Kirche, wo Jesus Christus Tag für Tag immer wieder geopfert wird im Messopfer. So wird sie auch genannt. Sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.
[40:22] Deshalb dürfen wir auch nicht in dieser Art argumentieren, dass wir euch in unseren Gemeinden manchmal, wenn du sündigst, kreuzigst du damit Jesus wieder erneut. Die das schon gehört? Das ist ja das Härteste, was man jemanden sagen kann, der gerade zerknirscht ist wegen seiner Sünde, der bereut, dem es leid tut. Das hat Jesus schon damals ein für alle Mal ans Kreuz getragen. Natürlich hat auch die Last dieser Sünde im Vorhinein sozusagen mitgetragen. Natürlich ist das Last für ihn, er freut sich nicht darüber, aber er leidet. Er leidet mit uns im Sinne von diese zerknirschte Person, die das jetzt alles durchgemacht hat, der das leid tut, empfindet mit uns, nicht in dem Sinne, sei wieder erneut Schmerzen hätte.
[41:00] Manchmal mit Kindern, das so berichtet, als würde neue Nagel durch seine Hände oder Füße getrieben. Was das mit einer Kinderseele machen kann, mit dem kindlichen Gemüt, das jetzt glaubt: "Ich hab den Heiland wieder erneut verletzt, er musste für mich bluten, er leidet für mich." Das ist schrecklich. So ist es nicht zu verstehen.
[41:14] Paulus macht klar, das ist einmal geschehen. Das wird aber neu wirksam gemacht für uns, wenn wir im Gebet zusammenkommen, erst Johannes 19, Gebet bekennen. Und das, was er schon getan hat, wird wirksam für uns, aber er muss nicht erneut leiden. Davon abgesehen, dass er mit uns mitleidet, natürlich.
[41:37] Natürlich, wir finden auch nicht sofort unsere Stellung als Kinder Gottes. Winde schwach werden und sind, legen wir haben wir den Namen Christen, wir sind eine Familie, aufgenommen. Wenn ich ein Kind adoptiere und das macht einen Fehler, seid ihr nicht gleich, du hast nicht mehr gering. Du ziehst jetzt aus und ein paar Jahren sehen wir uns wieder einmal durch bewährtes Tagtäglich erneut.
[42:01] Wir als Menschen machen das schon nicht so, sie nicht so hartherzig. Gott, der so viel liebevoller ist, der viergrößte Interesse unserer Erweckung an unserer Erlösung hatten wir das viel weniger. Machen wir bleiben trotzdem Christen bis zu dem Zeitpunkt, wenn das passiert, an dem wir sagen: "Wir wollen das nicht mehr." In Worten oder Taten, wenn man anfängt, stur zu sündigen und gegen Gott zu gehen. Gut, dann kann auch nichts mehr tun.
[42:24] Sprüche 24, 16: "Ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Gottlosen versinken im Unglück." Und das ist der große Unterschied. Ein Gerechter fällt auch so, die die Obdachlosen auch, aber die Gottlosen, die stehen nicht mehr auf. Die fühlen sich wohl an den Boden, die kriechen gerne, die wollen gar nicht mehr hoch. In dem Sinne, in dem Schmutz der Sünder am Boden weiter zu gehen.
[42:45] Wäre ein Gerechter immer wieder diesen Kraftakt vollzieht, aufzustehen und erhobenen Hauptes weiterzugehen. Trotzdem, was man sich vielleicht hat zuschulden kommen lassen, bessere Weg, Seite 43. Unser Charakter offenbart sich ja nicht in gelegentlichen guten oder bösen Taten, sondern in dem Ziel, dass unsere Worte und Handlungen haben. Sie geht es also mehr um die Gesamtausrichtung, nicht um jetzt hier mal ein Wort, das leider daneben war, eine Emotion, die nicht so war, wie sie hätte sein sollen, irgend eine Handlung, die jetzt gerade leider verkehrt gewesen.
[43:15] Ich bedaure, wir müssen das Gesamtbild betrachten. Ein Charakter ist viel mehr als ein einzelnes Wort, eine einzelne Tat in dem Moment der Schwach. Das Gesamtbild ist es, was entscheidet. Ohne sich damit sagen möchte, dass die Details nicht wichtig werden. Das ist eh klar, ja. Aber wir dürfen uns nicht zu sehr oft auf einen Fehler konzentrieren und dabei das gesamte Gute aus den Augen verlieren.
[43:40] Wer erwägt die Rechtfertigung, die Texte sollen es genügend viele darüber hinaus. Aber die machen schon deutlich, wir haben hier gleich zwei, die zusammenarbeiten zu unseren Gunsten: der Vater und der Sohn. Johannes 5 sagt Jesus: "Der Vater richtet niemanden, sondern alles Gericht dem Sohn übergeben. Denn wie der Vater das Leben hatten sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber." Und er hat dem Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.
[44:03] Die Begründung ist es, worum es mir hier auch speziell geht. Er hat die Vollmacht, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Er hatten wir als Mensch gelebt und der Schwachheit der Menschen. Er hat das alles miterlebt, das durchgestanden, die Anfechtung, den Druck, das Leid. Er ist derjenige, dem keiner sagen könnte, er könne nicht verstehen, wie es uns geht.
[44:27] Nur in einer Erfahrung ist er uns nicht gleich geworden, der Erfahrung, wie es ist, auf Grund von Sünde zerknirscht zu sein. Hat nie selbst gesündigt, aber das Leid der Sünde hatte trotzdem erfahren, indem er die Sünden der anderen getragen hat im Garten Gethsemane. Er weiß, wie es sich anfühlt, getrennt zu sein vom Vater, Schuld zu empfinden, dafür sogar zu sterben.
[44:47] Und das, obwohl er selbst nie schuldig geworden ist. Damit ist er der perfekte Mann für uns, für uns einzutreten. Und das nicht nur als der Fürsprecher oder der Zeuge, sondern als der Richter. Vor Gericht gibt es diese drei wichtigen Personen: den Zeugen, den Anwalt, den Richter. Jesus ist das alles für uns.
[45:07] Und damit ist klar, wenn wir Jesus für uns buchen, wenn wir sein Mandant werden, sozusagen, dann kann das ganze positiv für uns ausgehen. Johannes 8: "Wenn ich ja berichte, so ist mein Richten gerecht. Ich bin es nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat, sie richten gemeinsam zu unseren Gunsten."
[45:27] Apostelgeschichte 10, 42: "Er hat uns geboten, im Volk zu predigen, zu bezeugen, dass er Jesus von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und Toten." Das ist das Evangelium, der dafür unser schönes Kreuz gegangen ist. Wird der sein, der mit seinem eigenen Blut unsere Erlösung bewegt. Wie perfekt das alles ist.
[45:49] Und damit kommen wir zu dem zweitletzten Thema für heute. Werden es nicht ganz beenden, wir werden uns schon einige wichtige Themen anschauen und morgen Nachmittag setzen wir dann dort fort und gleiten dann förmlich über ins Thema, was genau ist Sünde und Perfektionismus. Inhaltsgewissheit, die Heiligung. Fangen wir mit diesem wichtigen Text an. Hier haben wir nämlich das, genau hat Gott vor, wenn er uns erstmal gerechtfertigt hat, wo wir nichts zu beitragen können, keiner hat Jesus seinen Weg ans Kreuz begleiten, ihn tragen, einen Teil der Last abnehmen können.
[46:19] Das hat er alleine gemacht. Und genauso kann auch bis heute uns nur ganz alleine rechtfertigen zu können, nichts hinzufügen. Das ist die Grundlage, um das zu erreichen, was Gott jetzt an uns und mit uns erreichen will.
[46:34] Weiter, liebe Brüder, bitte und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, da er von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was er ja auch tut. Dass er darin immer vollkommener werden, denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.
[46:52] Auch hier, ich habe es mal unterstrichen, ja, wieder die Rede von den Geboten. Wenn ihr darauf achtet, wenn das Neue Testament durchgeht, wir haben das in fast jedem Kapitel, ständig kommt das immer wieder. Wie kann es sein, dass wir heute so viele Christen haben, die stolz darauf sind, dass das Kreuz stumm, dass das Gesetz abgetan ist, dieses predigt mit voller Inbrunst und Leidenschaft.
[47:16] Gott gefallen wir, wenn wir immer vollkommener werden, indem wir seine Gebote halten. Das entspricht seinem Befinden. Das ist die Heiligung. Rechtfertigen ist die Grundlage, daraus ziehen wir die Kraft, diesen Weg zu gehen.
[47:35] Wenn ich das erst am Ende kriegen würde, also lebt denn Leben heilig genug und am Ende bist du gerechtfertigt. Das würde keine erreichen das Ziel. Wir müssen am Anfang gerechtfertigt sein, um daraus Kraft zu ziehen. Nämlich zu wissen: Ich bin in Sünde gefallen, trotzdem rechtfertigte mich dafür. Genauso Mensch geworden und ans Kreuz gegangen, um mir die Sicherheit zu geben, wenn ich falle, ich darf wieder aufstehen.
[47:57] Wir würden alle in Hoffnungslosigkeit versinken. Das Ende der Heiligung könnte keiner von uns erreichen. Genau dafür brauchen wir erst die Rechtfertigung und auf dieser Grundlage erfolgt die Heiligung. Römer 6: "Nun aber, da von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet." Das Ende, besser ewige Leben.
[48:20] Die Sünde soll es der Tod. Die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Haben wir eine klare Abfolge. Wir haben Freiheit von der Sünde, das ist die Rechtfertigung, sind gerecht gesprochen. Dann kommt als Frucht daraus die Heiligung. Und wenn die Ernte eingebracht wird, heißt das für uns dann das ewige Leben.
[48:46] So ist der einfache Ablauf nicht misszuverstehen. Eigentlich eine Offenbarung 21, da wir das auch diese beiden Dinge schön verbunden miteinander. Er sprach zu mir: "Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich, dem Durstigen, gebe von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst."
[49:10] Aber dann haben wir gleich im nächsten Vers: "Wer überwindet, der wird die Salbe haben." Haben wir was jetzt umsonst, oder muss man dafür überwinden? Wir kriegen es umsonst geschenkt, aber wenn wir das aufrichtig für uns annehmen, wenn es ernst gemeint ist, muss das in unserem Leben eine Veränderung mit sich bringen.
[49:33] Die Überwindung, wir befinden, der geht es alles erben, und ich werde seinen Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Die Feigen aber, Ungläubigen, Frevler, Mörder und Süchtigen, Zauberer, Götzendiener, Lügner, deren Teil wird in dem Tool sein, denn mit Feuer und Schwefel brennt das. Ist der zweite Tod. Also wird ganz klar gestellt, Lippenbekenntnisse genügen nicht.
[49:51] Bewegung gehört mehr dazu. Wir müssen uns einfach einen Gedanken vor Augen halten, damit müsste es eigentlich auch ganz klar sein, dass das hier keine Widersprüche sind, sondern dass das einfach ganz logische Abfolge ist.
[50:01] Stellt euch vor, ihr würdet ab heute nicht mehr sündigen, weder in Gedanken, noch in den Emotionen, noch in den Worten, noch in euren Handlungen. Nichts könnte das auch nur irgendeine der Sünden, die ihr bis gestern getan habt, wieder gut machen. Irgendwo, wo ihr eine Notlüge gebraucht habt, wo ihr ausfallend geworden seid, wo ihr jemanden verletzt habt, wo ihr vielleicht, wer weiß was ich, habe zu schulden kommen lassen.
[50:31] Wenn ihr von heute an komplett sündlos leben würden, wäre das nichts anderes als das, was Gott ohnehin erwartet. Damit habt ihr nicht einen Tag der Vergangenheit gut gemacht. Ist eben nicht, wie es die katholische Kirche und all die heidnischen Religionen ihre Leute lehren, aus der Vergangenheit Fehler gemacht, liebe fordern, umso heiliger hast du hier im Plus, was du dann minus in der Rechnung insgesamt, musst du auf Null kommen, dann hast du es geschafft.
[50:56] Gottes Maßstab ist so hoch, dass bedeutet, liebe fordern, ohne Schuld in allen, perfekt, dann ist auf deinem Konto genau das, was da stehen sollte, nämlich Null Sünden. Da hat man keine guten Taten, mit dem man etwas kaufen könnte. In der katholischen Kirche haben die Heiligen einen Schatz der guten Werke. Er wirkt von den Katholiken heute noch profitieren, wenn sie zu ihm beten und darum bitten, dass es für sie gemacht wird.
[51:21] Weil alles, was dort an Almosen gegeben wird, ein Wunder, Heilung geschehen ist, anfassen gewesen, so was auch immer dann Wallfahrten über das, was Gott erwarten kann, hinausgeht und von einer Person später verwendet werden kann. Was für eine Vorstellung. Wie fisch ist es nicht richtig. Also egal, wie perfekt wir von heute an leben, nicht die geringste eurer Sünden könnte damit ausgelöscht werden.
[51:44] Dafür braucht es Blut Jesu. Gegen ihn wurde gesündigt, nur er kann es vergeben. Wir können unsere Schulden nicht vergeben. Unter uns Menschen ist es selbstverständlich, ich kann nicht gegen Christopher belügen und am Ende hingehen und sagen: "Fortan werde ich nicht belügen." Damit ist das dann einfach gegessen, oder ich liebe unsere meinem Leben, ich mache das mit mir selbst aus und dann hast du mir vergeben.
[52:04] Ich muss zu ihm gehen, muss um Verzeihung bitten, und er muss es mir gewähren. Genau so läuft es hier auch. Und damit muss klar sein, dass unsere Werke mit unserer Erlösung gar nichts zu tun haben, gar nichts. Mit der Rechtfertigung, aber sehr viel mit der Heiligung. Jesus rettet nämlich von den Sünden, aber nicht in dem Sinne hat viel mit uns, haben wir gehörten.
[52:30] Erster Sohn oder 4: "Er hat das Ziel ist, wir vorbereitet werden wieder in der Gesellschaft von ihm selbst und der heiligen Engel leben zu können." Dazu müssen wir besser werden.
[52:39] Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, zu erwartet euch auch mit dem selben Sinn, denn wir haben Fleisch gelitten hat. Er hat aufgehört mit der Sünde, dass er in fort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begehrten der Menschen, sondern im Willen Gottes.
[52:52] Liebe oder Titus 3: "Ich will, dass du dies mit Ernst lässt, damit alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich mit guten Werken hervorzutun. Das ist gut und nützt den Menschen." Lasse aber auch die unseren lernen, sich hervorzutun mit guten Werken, wo sie nötig sind, damit sie kein fruchtlos Leben führen.
[53:12] Das ist die Absicht mit den Christen. Hebräer 12, das übrigens der Text, der mir half in meinem Leben, der Zeit von der Queen berichtet, hatte endlich die Entscheidung zu treffen, von der Rechtfertigung zur Heiligung durchzudringen und ganz klar zu sagen: "Jawohl, ich gehe jetzt die Baustelle in meinem Leben an, das gehört mir dazu, ich werde mich reformieren, wird mein Leben reformieren mit Gottes Hilfe."
[53:32] Das war dieser Text hier, vor allem der Vers 4. Darum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lassen uns ablegen alles, was uns beschwert, die Sünde, die uns ständig umstrikt. Lass uns laufen mit Geduld im Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsichtsregimes im Anfängern vollende des Glaubens.
[53:49] Der, obwohl er der Freude haben können, das Kreuz erduldet und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Wir denken an denen, der so viel Widerspruch gegen sich von den Syrern entschuldet hat, damit nicht matt wertete den Mut sinken.
[54:04] Lasst, ihr habt noch nicht und das war der Satz, der mir geholfen hat in meinem Leben, dann auch für eine klare Entscheidung zu sorgen. Ihr habt noch nicht bis aufs Blut wiederstanden im Kampf gegen die Sünde.
[54:17] Und da macht Paulus deutlich, in unserem Leben mag es Dinge geben, mag es Charaktereigenschaften, mag es Lieblingssender geben, die so eng mit uns verbunden sind, so tief verwurzelt, dass wir, wenn wir die aufgeben, das Gefühl haben, als würden wir uns selbst töten.
[54:32] Nun muss er sicherlich nicht sagen, dass Jesus auch ganz offen sagt und Paulus es auch wiederholt: "Man muss täglich sterben, sein Kreuz auf sich nehmen, täglich und ihm nachfolgen." Mit dieser Vers sie hat nicht getroffen, ist klar geworden in diesem Kampf geht es bis aufs Blut.
[54:47] Es wird ernst. Das ist nichts, was einfach nur so passiert. Da braucht eine feste Willensentscheidung, da braucht es Kampf.
[54:53] willensentscheidung, da braucht es Kampf. Jagd im Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird. Auch noch mal ganz klar gestellt: Ohne Heiligung keine Rechtfertigung. Beides gehört zusammen.
[55:04] Oder dass beides nicht... und damit kommen wir jetzt zu dem letzten Gedanken. Wenn die Heiligung für den heutigen Abend, wenn die Heiligung so wichtig ist, so essenziell, wenn wir vorbereitet werden müssen, ihm zu begegnen. Wie sieht es dann mit Last-Minute-Bekehrungen aus? Zum Beispiel der Mann am Kreuz neben Jesus. Der keine Chance mehr hatte, noch mal irgendwas gut zu machen.
[55:27] Ich möchte hier einige Zeilenabschnitte lesen aus "Der Sieg der Liebe", wo er weiter sehr schön erklärt, was man diesem Mann dort passiert ist. Wenn man jetzt genau hineinschaut in diesen Text, wird nämlich deutlich, was uns die Bibel so klar nicht berichtet.
[55:38] Dass der Mann hier am Kreuz nicht nur seine Bekehrung, sondern auch ein Stück weit seine Heiligung gelebt hat. Und das eine Menge vorher schon geschehen ist, was jetzt hier einfach in diesen letzten Stunden zum Abschluss gebracht wurde. Das waren nicht die ersten Schritte als Christ. Ihr geht.
[55:59] Das war die Ziellinie. In seiner Todesqual am Kreuze hielt Jesus ein wenig Trost durch die Bitte eines reumütigen Diebes. Beide Männer, die mit Jesus gekreuzigt worden waren, hatten ihn zuerst gelästert. So haben wir das mit Matthäus schön beschrieben. Bei Lukas hören wir dann plötzlich, da ist was. Einer von den beiden hat tritt ein für Jesus. Da hat anscheinend während dieser Stunden am Kreuz eine Veränderung stattgefunden.
[56:22] Bei einem der beiden. Übrigens, dass es auch klar ist, dies so wird das griechische Wort übersetzt, ja, lässt es hier oder den Lifestyle. Das war ein schöner Begriff damals gewesen, dieser Zeit. Nicht einfach nur für Diebe. Lässt jetzt heißt eigentlich der Dieb, der Räuber. Aber so wurden Räuberbanden genannt, die als Räuber, raubende Mörder unterwegs waren, brandschatzend durch Israel gezogen sind. Im Rahmen dieser zeno-tischen Aufstände, die Nationalisten, die damals gegen die Römer gekämpft haben.
[56:53] Das gab es schon zur Zeit Jesu, als er gerade wenige Jahre alt war, in die aufgekommene Jahre 6 nach Christus. Und diese Zeit der Bands, ihr befinden das ja 31. Da gab es zwischendrin immer wieder, und hier eben auch kleinere Aufstände. Das war nicht einfach nur Diebstahl. Der Mann, der hier hängt, hat höchstwahrscheinlich auch einen Mord begangen, sonst wäre er nicht ans Kreuz gekommen. Für den Diebstahl kamen nicht ans Kreuz bei den Römern. Für den Aufstand gegen den Kaiser, der bis zum Tode ging.
[57:16] Schon und so ist dieser Begriff im Griechischen vermutlich zu verstehen. Er wohl einer, der diese theologischen Bande angehörte, diesen Nationalisten und höchstwahrscheinlich des Mordes schuldig war.
[57:30] Also schon ein schweres Sünde. Das möchte ich damit sagen. Beide hatten ihn zuerst gelästert, besonders der eine, wo du dich seine Schmerzen immer verbittert und trotziger. Doch sein Gefährte aber anders. Dieser Mann war kein abgebrühter Verbrecher. Er war durch schlechte Gesellschaft auf Abwege geraten, hatte weniger Schuld auf sich geladen als viele Umstehende.
[57:50] Erlöser schmähten, der steten da herum und schmidt in Erlöse. Wenn wir uns das den Bericht anschauen bei Matthäus und bei Lukas, da wird das ziemlich genau berichten sie mir. Das sind vor allem die religiöse Oberschicht der Juden, die vom Priester, die Pharisäer, Vaduzer, die dastehen und den Leister. Natürlich auch vorübergehende, aber vor allem die, die ihren Triumph genießen, diesen Mann, den so viele Probleme machte, endlich ans Kreuz gebracht zu haben.
[58:15] Er hat weniger Schuld auf sich geladen als die Pharisäer, die da unten stehen. Er hatte Jesus gesehen und gehört und war von dessen Lehre überzeugt worden. Doch er ließ sich von den Priestern und Obersten wieder davon abbringen, indem er seine gewonnen Überzeugung zu unterdrücken versuchte. Hat er sich immer mehr in Sünde verstrickt, bis man ihn schließlich festnahm als Verbrecher, überführt und zum Kreuzestod verurteilte.
[58:38] Im Gerichtssaal auf dem Weg nach Golgatha war er mit Jesus zusammen gewesen. Er hatte Pilatus sagen hören: "Ich finde keine Schuld an ihm." Merkte, dass dieser Weg, diese Bekehrung zu weg von diesem Mann, der begann nicht erst am Kreuz, als sie zusammen dort festgenagelt wurden.
[58:55] Der begann schon vor diese ganzen Stunden. Und Ellen White beschreibt später, dass etliche von den Soldaten, die das miterlebt haben, die Jesus dort in Pretoria um sich bekehrt haben, weil sie erlebt haben, wie er sich verhalten hat. Diese enorme Wirkung, die dieses Verhalten Jesu in diesen schweren Stunden entfaltet hat, die haben sie daraufhin hier erstreckt. Das war ein längerer Weg schon, den er gegangen ist.
[59:17] Das Beobachten Jesu. Er hatte das göttliche Verhalten von Jesus bemerkt und erlebt, wie er seinen Peinigern voller Mitleid vergab vom Kreuz herab. So wie zahlreiche bedeutende fromme Männer verächtlich die Zunge herausstreckt, man sich über den Herrn lustig machten, er sagte: "Sie den Kopf schüttelten und hörte das Schimpfen seines mitschuldigen Gefährten, der sagte: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!"
[59:42] Er vernahm aber auch die manche, wie manche, die vorbeigingen, Jesus verteidigten. Gehörte, wie sie seine Worte wiederholten, man von seinen Wunden erzählten, erneut wurde davon überzeugt, dass dieser der Messias war. Er wandte sich an den anderen Verbrecher und rief ihm zu: "Fürchtest du Gott auch jetzt noch nicht? Wurde doch ebenso schlimm bestraft worden bist, mir dieser Mann und wie ich bei dem Tod geweihten Übeltäter hatten nichts mehr von Menschen zu fürchten."
[1:00:10] Doch der eine kam immer mehr zur Überzeugung, der seinen Gott gibt, den man fürchten muss und eine Zukunft, die einen erzittern lässt. Nun stand der sündenbefleckt, wie er war, am Ende seines Lebens. Wir haben für unsere Vergehen den Tod verdient, aber dieser Mann hat nichts Unrechtes getan.
[1:00:30] Es gab für ihn nun keine Frage mehr. Er hatte keine Zweifel und machte keine Vorwürfe, als er für sein Verbrechen verurteilt worden war. Versank der Dieb in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Doch nun begann seltsame, teilnahmsvolle und zarte Gedanken ihm zu keimen.
[1:00:43] Er dachte an all das zurück, was er von Jesus gehört hatte, der Kranke geheilt und Sünden vergeben hatte. Er hatte die Worte derer gehört, der Jesus glaubt und ihm weinend gefolgt waren. Er hatte die Inschrift über dem Haupt des Erlösers gelesen und gehört, wie die Vorübergehenden diese Worte wiederholten. Einige gequält und mit zitternden Lippen, andere scherzend und spöttisch.
[1:01:06] Nun erleuchtete der Heilige Geist seinen Verstand und nach und nach wurden die bewusst, die Beweisstücke zu einem Ganzen zusammengefügt. Er erkannte in dem geschundenen, verspotteten und gekreuzigten Jesus das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt.
[1:01:22] Als ich diese hilflose, sterbende Mensch dem sterbenden Erlöser übergab, klang Hoffnung aus seiner gequälten Stimme. "Jesus, denk an mich, wenn du deine Herrschaft als König antrittst."
[1:01:34] Der Antwort kam rasch. Mit sanfter, wohlklingender Stimme hört er die liebevollen, mitfühlenden, stärkenden Worte: "Wahrlich, ich sage dir, heute bist du mit mir im Paradies sein."
[1:01:45] Lange, qualvolle Stunden waren vergangen. Den Spott und Hohn an die Ohren von Jesus gedrungen waren, wer hat er am Kreuz hing heute noch immer, wie sie ihn verspotteten. Von Herzen sehnt er sich danach, von seinen Jüngern ein Wort des Glaubens zu vernehmen. Doch er hörte nur die verzagten Worte: "Wir hatten gehofft, er sei der Christus, der Israel retten und erlösen wird."
[1:02:06] Wie wohltuend waren von Erlöser deshalb das Vertrauen und die Liebe, die ihm der sterbende Übeltäter entgegenbrachte, während in die Obersten der Juden verleugneten und selbst die Jünger in seiner Gottheit zweifelten. Nannten dieser Mann an der Schwelle zur Ewigkeit stehende, der per als er Wunder wirkte, waren viele bereit gewesen, Herr zu nennen.
[1:02:26] Auch nachdem er von den Toten auferstanden war, aber niemand aus dem reumütigen Dieb, der um die elfte Stunde schuldig die Fehler gerettet wurde, bekannte sich zu ihm als er sterbend am Kreuz hing.
[1:02:44] Dieser Mann hat in diesen Stunden sein Leben komplett Jesus Christus übergeben. Und damit alles, was irgendwie vielleicht nur rebellisch in seinem Leben war, aufgegeben. Hätte er noch Chancen gehabt zu beweisen, dass ein herzlich geändert hatte, wäre genau das auch geschehen. Man hätte es gesehen in seinem Leben.
[1:03:02] Wenn er seinem Schöpfer gegenüber tritt, dann ohne jeglichen Vorbehalt. Und damit waren die Voraussetzungen erfüllt, von denen er weiß. Auch hier in diesen Versen spricht einige oder lösten werden Christus erst in den letzten Stunden ihres Lebens ergriffen haben. Und im Himmel werden jene gelehrt, die als sie starben, der Lösungsplan nicht vollständig verstanden hatten.
[1:03:20] Christus wird ihr Lösen zum Fluss des Lebens führen und wird ihnen das erklären, was sie nicht verstehen konnten, als sie noch auf der Erde waren. Sie werden dort noch weiter verstehen, was Sache war. Aber eine Sache muss vorher erledigt worden sein. Und das ist die vollkommene Übergabe.
[1:03:36] Diese Rebellion gegen Gott, die sich ein Sünder ausdrückt, die muss aufgegeben sein. Bedarf kein Vorbehalten mehr sein. Darf nichts mehr sein, wo man sagt: "Ich gebe dir anders, aber das hier bin ich nicht bereit dir zu übergeben. Ich bin ich nicht bereit, etwas zu verändern in meinem Leben."
[1:03:53] Alle Rebellion muss aufgegeben sein, dann kann das Wachstum im Himmel fortschreiten. Aber mit Sünde kommt kein Mensch in den Himmel. Damit greife ich den morgigen Nachmittag schon ein bisschen vor, wenn es um die Sünden Definitionen geht. An der Stelle kann ich so weit schon mal was verraten: Sünde ist nicht einfach nur, ich handle falsch manchmal.
[1:04:10] Wird das so gesagt und definiert? Gewissen Rahmen kann man das so sagen. Das schauen wir uns morgen Nachmittag an. Aber sind im Sinne der Schuld, die ich auf mich geladen wird, es erst, wenn ich es bewusst tue.
[1:04:22] Das ist ein gigantischer Unterschied. Und deshalb kann ich auch im letzten Moment meines Lebens noch, auch wenn es nur selten vorkommt, meist man ja schon eingefahren in seinem Leben und wird sich nicht mehr bekehren, so dass es eine absolute Ausnahme, aber wenn es vorkommt, dann ist es möglich, weil in diesem Moment eben wirklich alles auf und übergeben wird.
[1:04:44] Und ist da nichts mehr gibt, was ein Sünder mit Rebellion zurückgehalten wird, wenn kapituliert vor Gott, auch vor seinen Geboten, ist damit bereit in Übereinstimmung mit ihm in sein Reich einzugehen.
[1:04:58] Wir werden uns dann morgen näher damit befassen, was genau Gott in uns wirkt und was genau wir tun müssen. Ist eine ganz entscheidende Frage dabei. Passiert ist einfach so oder nicht.
[1:05:07] Kommen letztes Mal zurück auf meine eigene Bekehrungsgeschichte, von der ich heute sprach. Ich habe in der Zeit neben diesen Vorträgen von Michael Davis auf der einen Seite, im Buch in die Hände bekommen von Hannah White Smith mit dem Titel "Das Geheimnis eines glücklichen Christenlebens". Viele tolle Gedanken da drin.
[1:05:26] Aber ein Gedanke, und das war das Zentrum des Buches, war: Wenn du selbst versuchst zu befinden, wirst du scheitern. Bete einfach und überlass Gott alles das zu tun. Ich habe das gemacht, hat dort zwei Jahre lang gemerkt, es verändert sich nichts.
[1:05:41] Und dann habe ich verstanden, inzwischen auch mehr in mir, bei Ellen White gelesen und dort begriffen, in ihrer Auslegung der entsprechenden Verse in der Bibel, dass ich als Mensch dafür verantwortlich bin, zu tun, was ich nach meiner Kraft kann.
[1:05:53] Sie würde nie genügend Sünde zu überwinden, aber sie ist erforderlich, um damit die himmlische zu ergreifen, die in uns Objekte und Überwindung zu schaffen. Ich kann nicht im Faulheit gerettet werden. Aber so habe ich damals missverstanden.
[1:06:06] Und so gibt es heute noch ganz, ganz viele auch unter uns in unserer Gemeinschaft, die die Hände in den Schoß legen, die fleißig dafür beten und über Jahre hinweg kein Fortschritt sehen, weil sie nie gelernt haben, Überwindung praktisch funktioniert.
[1:06:19] Das wollen wir uns morgen ansehen, was es mit Sünden aus Unwissenheit, also wie definiert man Sünde, wo beginnt meine persönliche Schuld, wie wird der Maßstab für Gottes Gericht sein, wie geht er mit denen um, die Zehn Gebote nicht kannten und so weiter. Das schauen wir uns morgen an.
[1:06:35] Kommen dann zu Perfektionismus. Welche Art von Vollkommenheit streben ist gut? Welche ist es nicht? Was sagt die Bibel über den Perfektionismus?
[1:06:45] Und schließlich als das letzte Thema der Ausblick. Und damit möchte ich mein Versprechen dann auch wahr machen. Soll jeder von euch wissen, da habe ich Hals gewiss sein oder nicht. Habe ich ein solides Glaubensfundament? Bin ich bereit, ihm zu begegnen, wenn ich jetzt auf dem Heimweg vielleicht verunglücke? Oder bin ich es nicht?
[1:07:02] Das wird mir morgen als letztes machen. Als so hoffe ich ein schönes Ende, das uns allen auch glaubensstärkend Hoffnung gibt, sofern wir recht vor unserem Herrn stehen. Und das wird sich morgen Nachmittag klären.
[1:07:15] Ich wünsche euch einen gesegneten Abend und freue mich, wenn wir morgen dann diese Themen weiter vertiefen können.
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.