In dieser Predigt von René Gehring geht es um das Evangelium von Sodom und Gomorra. Der Sprecher nimmt die Zuhörer mit an den Ort des Geschehens und beleuchtet die biblische Darstellung der Region vor ihrer Zerstörung. Er vergleicht die damalige Fruchtbarkeit mit der heutigen Kargheit und erklärt, wie die biblische Geschichte von Sodom und Gomorra oft missverstanden wird. Dabei wird die göttliche Gerechtigkeit und die Bedeutung von Abrahams Rolle in diesem Zusammenhang thematisiert.
Die biblische Lehre der Erlösung: 2. Heiligung
René Gehring · Rechtfertigung, Heiligung, Perfektionismus - die biblische Lehre der Erlösung ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Leben als ChristWeitere Aufnahmen
Serie: Rechtfertigung, Heiligung, Perfektionismus - die biblische Lehre der Erlösung
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Transkript
[0:30] Ich freue mich bei euch sein zu können an diesem Wochenende. Es war ein schöner Einstieg gestern Abend mit denen, die anwesend gewesen sind oder auch schon zu Hause zugesehen haben. Und heute Morgen, so hab ich gestern angekündigt, werde ich etwas im Programm abweichen und schiebe eine Predigt ein, die mir sehr am Herzen liegt. Aber es wird nichts wegfallen. Heute Nachmittag haben wir ein paar Minuten länger und damit alles, was ursprünglich geplant war, auch weiterhin gegeben.
[0:55] Das Thema der Predigt heute Morgen lautet: Das Evangelium von Sodom. Wir kennen der Bibel vier Evangelien: das Evangelium von Matthäus, von Markus, von Lukas und von Johannes. Und was ich heute mit euch betrachten möchte, ist etwas, das man durchaus, so meine ich, zu Recht als das Evangelium von Sodom bezeichnen kann.
[1:15] Bevor wir die Bibel aufschlagen, möchte ich euch gerne gedanklich mit hinnehmen an diesen Ort. Und ich hoffe und ich wünsche euch, dass euch möglich ist, abzuschalten von der Woche. Sicherlich habt ihr viele Gedanken noch an einiges, was nachwirkt von Erlebnissen der Woche, von Sorgen von der vergangenen Woche, von dem, was die nächste Woche auf euch wartet. Ich wünsche euch heute Morgen, so ganz abschalten zu können, durch ganz konzentrieren zu können, trotz der Temperaturen, die wir hier haben.
[1:37] Ich nehme euch mit in ein heißes Land. Die Temperaturen passen sehr gut dazu. In eine Ebene, eine Tiefebene, wie sie auf dieser Welt in dieser Art nicht gibt. Beginnt runter auf 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Das ist die Gegend vom Toten Meer. War jemand von euch schon mal dort? Einfach mal die Hand heben, dass ich mehr weiß, wer das schon mal selbst kennengelernt hatte. Ich sehe zwei Hände. Ich selbst bin inzwischen dreimal dort gewesen. Ich war im April jetzt diesen Jahres zuletzt dort. Und man kann tatsächlich von Jahr zu Jahr wahrnehmen, wie es immer tiefer wird, weil das Wasser immer weiter zurückgeht. Das Tote Meer wird vermutlich noch zu meiner Lebenszeit ausgetrocknet sein, bis auf einzelne wenige Pfützen.
[2:18] Das, was noch da ist, wird durch die starke Sonneneinstrahlung so schnell verdunstet, dass es immer stärker sich zurückzieht. Was damit aber immer deutlicher wird, ist das, was ursprünglich da war. Und das ist die Gegend von Sodom und Gomorra, plus drei anderen Städten. Wir haben noch Adma und Zeboim. Und das erstreckte sich vermutlich von oben etwa dort, wo Jericho ist, also wo der Jordan in das Tote Meer hinein mündet, bis in den Süden runter, wo das Tote Meer endete. Heute endet in dieser gesamten Ebene, die heute nicht Salzwüste ist, dort gab es diese fünf Städte.
[2:52] Wenn wir biblisch nachlesen, wie sie das beschreibt, denn derzeit, in die wir jetzt hineingehen werden, die Zeit von Abraham, dann sehen wir, dass das alles andere als eine Wüste war. Sie beschreibt er, dass dort viele Quellen gab, viele Bäche, sogar Seen, Süßwasser. Es ist alles grün gewesen. Sie sagt, das war eine subtropische Atmosphäre dort. Die Leute mussten nicht arbeiten, es ist alles von alleine gewachsen. Sie waren reiche Städte. Und wenn wir in 1. Mose 13 und 14 reinschauen und sehen uns die Geschichte mit Lot und Abraham an, wie Lot immer mehr mit dem Gedanken liebäugelt, sich dort niederzulassen und schließlich die Entscheidung trifft: "Da gehe ich hin", dann ist es die Fruchtbarkeit dieser Ebene, die ihn anzieht.
[3:34] Wenn man heute dort steht, sieh das ganz anders aus. Ich habe im April eine Nacht dort verbracht. Ich wollte es mal auf mich wirken lassen. War dort in einem eher schäbigen Hotel, einfachste Standard. Und es gab einen Strand hin zum Toten Meer, den Namen so gar nicht verdient hat. Dieses Wasser stinkt. Der Strand, man muss ziemlich weit weiter laufen, muss man dorthin kommt. Der Strand war einfach nur viele verschiedene Schlacke von diesen Mineralienstoffen und diesem Schlamm, den es dort gibt. Alles andere als attraktiv.
[4:04] Aber ursprünglich wunderschön. Und ich saß da an dem Abend mit drei anderen, die mich begleitet haben. Wir haben uns gegenüber den Berg Nebo angeschaut. Das ist der Berg, auf dem Mose, dass das Land Kanaan angezeigt wurde. Der Berg, auf dem wir dann verstorben ist, in der Ebene daneben ist er begraben worden von dem Engel des Herrn. Dort ist er auferweckt worden von Jesus Christus. Dort von dieser Kampf oder dieser Streit statt zwischen Luzifer und Jesus Christus um diesen Leib des Mose, der dann aufgefahren ist in den Himmel, um einen Sitz dort.
[4:34] Darüber schauen sieht das alles. Sieht Jericho zur Linken und Jordanmündung in dieses Tote Meer hinein. Weil man sich dann versucht vorzustellen, wie das einmal war und wie es jetzt aussieht. Ich war dann Anfang April, und wir hatten schon über 30 Grad. Kann sich vorstellen, wie es jetzt dort ist.
[4:54] Ich habe dort das Museum am tiefsten Punkt der Erde besucht. Wenn wir etwas weiter in den Süden fährt, in den Süden des Toten Meeres, jordanischer Seite, gibt es dieses kleine Museum. Und dort hat man Funde ausgestellt, die es in dieser Tiefebene dort gibt, die außergewöhnlich sind. Einige Siedlungsspuren von früher. Die Höhle, in die sich Lot gerettet haben soll, da kann man hochklettern. Habe ich gemacht. Es gibt viele Höhlen dort. Vielleicht war es die. Jedenfalls gibt es dort ein Kloster aus dem Mittelalter, Spätantike. Schon sie waren der Meinung, dort hat Lot gelebt mit seinen beiden Töchtern. Und die beiden Stammväter von Moab und von Edom, von Aram gezeugt. Dort unten an dem Fuße dieses Berges ist dieses Museum.
[5:35] Und da habe ich etwas gesehen, was ich bisher noch in keinem Lehrbuch gefunden habe. Da gibt es Kristalle, die sehen aus wie Kristalle, faustgroß und bis der Wasser setzte fast hundertprozentiger Schwefel. Schwefelkugeln. Das gibt es nirgends auf dieser Welt in dieser Reinheit. Aber dort gibt es das. Und wenn man etwas in der Mitte des Toten Meeres auf der Höhe von Masada, etwa, wenn man dort sich wagt rauszugehen, man darf nicht hin, weil so viele Senken gibt. Man kann entlang laufen und bricht ein. Aber das Wasserwerk gäste unten drunter sich Hüllen gebildet haben. Manche machen das, dann kann man dort solche Kugeln finden.
[6:10] Die sind, die erstrecken sich von dem Nordende bis zum Südende des Toten Meeres. Kann man immer mal, wenn man Glück hat, solche Kugeln finden. Wissenschaftlich haben sie keine Ahnung, wo die herkommen, zumal die Mineralienzusammensetzung nicht dem ähnelt, was man kennt. Hundertprozentiger Schwefel.
[6:23] Dann war ich baden im Toten Meer. Und wo ein schönes Bad hergerichtet war, jordanischer Seite, und habe mir eine Tafel angeschaut, wo die Mineralienzusammensetzung aufgelistet war, was für Arten von Salz in diesem Wasser gegeben sind. Dann wurde mir auch klar, warum so viele dorthin reisen und nicht irgendwo anders. Künstliche Salzbecken, es gibt es ja auch entfernt. Sondern ausgerechnet dorthin. Dort gibt es Salze, die man in dieser Zusammensetzung, in Reinheit auf diese Erde nirgends anders findet. Und man sich fragt, wo kommt zu einer Art von Salz, Rom-Salz zum Beispiel? Wie kommt das dahin, weil wir das so nicht kennen sonst.
[7:00] Und dann denke ich an 5. Mose 22. Schaue mir den Bericht an, den Mose für die Zukunft Israels gibt. Und sagt, ihr werdet genauso umgekehrt werden, wie damals Sodom und Gomorra. Und dann redet er eben nicht mehr nur von Feuer und Schwefel, das kennen wir aus 1. Mose 19. Wer redet auch von Salz, das regnete. Und damit wird dann klar, warum wir dort 33 Prozent Salzgehalt im Wasser haben, warum wir dort so außergewöhnliches Salz in dieser Reinheit auch haben und Schwefelkristalle, die es sonst nicht gibt.
[7:30] Die Muslime haben damit er kein Problem. Und auch im Koran ist das zumindest angedeutet. Sie stellen die Geschichte anders da. Da ist Sodom und Gomorra umgekehrt worden, nicht verbrannt. Umgekehrt worden. Aber die Geschichte gibt es. Und so ist in diesem Museum auch gesagt: "Das kennen wir aus der Bibel. Das ist vermutlich das, was damals zur Zeit von Lot geschehen ist." Das würde ich niemals finden auf israelischer Seite und schon gar nicht hier in Europa.
[7:57] Wenn ihr mal dort seid, nutzt die Gelegenheit, schaut euch das an. Es ist bemerkenswert, was Gott dort hinterlassen hat von einem ganz außergewöhnlichen Ereignis, das etwa um 2000 vor Christus stattgefunden hat. Und bis heute sehen wir die Spuren.
[8:14] Ich möchte mit euch einsteigen in 1. Mose Kapitel 18, in den Vorabend der Vernichtung von Sodom und Gomorra. Wenn wir an Sodom und Gomorra denken, oder wenn wir irgendjemand auf der Straße ansprechen: Sodom und Gomorra, dann ist es sogar in der heutigen Zeit, wo viele keine Ahnung mehr haben von den Christen, von der Bibel, immer noch ein Begriff für tiefste Verdorbenheit. Genauso wie die Zahl 666 immer noch bei vielen Menschen bekannt ist, die Zahl Satans und des Bösen. So umreißen Begriffe. Und es steht für bei den Menschen, die mit Gott ein Problem haben und ihn nicht mögen, für Gottes Grausamkeit. Wie konnte er hingehen und wenn das alles wahr ist, eine ganze Stadt kündigte er nicht nur ein, insgesamt sind es fünf gewesen, die gesamte Ebene. Und heute ist es eine einzige Wüste. Bis heute wächst nicht wirklich etwas dort, außer man bewässert es künstlich.
[9:20] Was die Urania durchaus tun. Ich glaube, dass eigentlich das Gegenteil der Fall ist, dass das, was hier passiert, gar nicht Gottes Absicht war. Lasst uns hineinsehen in 1. Mose 18 und uns eine ganz bemerkenswerte Begebenheit betrachten, die zu gerne ausgelassen wird, wenn man sich mit Sodom und Gomorra beschäftigt. Meist beginnt man mit Kapitel 19, aber eigentlich ist diese Geschichte nicht richtig zu verstehen, ohne das, was im Kapitel 18, ab Vers 16 geschieht.
[9:52] Abraham ist ja, wie begegnet Kapitel 18 beginnt damit, dass Jahwe erscheint, der Gestalt von drei Männern und Abraham ihn bewertet. Es gibt die Zusage, dass es jetzt endlich nur noch ein Jahr ist und dann wird Sarah einen Sohn in ihren Armen halten. Die Verheißung ist so oft gekommen, dass Abraham ein Kind kriegen wird. 24 Jahre haben sie jetzt schon darauf gewartet, haben es jetzt 99 und bekommen jetzt endlich eine Zeit genannt, nicht mehr nur "es wird geschehen", sondern nächstes Jahr ist es bereits passiert. Eine frohe Botschaft.
[10:29] Und dann kommen die Geschichte mit Sodom und Gomorra. Gott verbindet hier beides ganz eng miteinander und er leitet über ab Vers 16 folgendermaßen:
[10:40] 1. Mose 18,16: "Da brachen die Männer auf und wandten sich nach Sodom. Und Abraham ging mit ihnen, um sie zu begleiten." Auch hier noch einmal kurz, ich versuche ich ein bisschen mit hineinzunehmen, die Geografie dort und die Szene. Abraham ist in dieser Zeit im Mamre, das ist da in der Gegend, was wir heute als Hebron bezeichnen. Das ist eine Hochebene im Negev, also ganz im Süden Israels. Wir mussten einiges an Kilometern zurücklegen, um dann an diesen Felsabbruch zu kommen, in dieses frühe Jordantal, jetzt, wo das Tote Meer ist. Man kann oben stehen und schaut runter in diesen Kessel. Dort unten war diese fruchtbare Ebene. Abraham und Jahwe, mir begegnet ist, können von dort oben über das sprechen, was dort unten geschieht.
[11:26] Als Abraham an dem Morgen nach der Findung, ich nur nachdem das Feuer gefallen ist, hingeht und schaut sich das an und wird beschrieben werden: "Brennender Kessel." Stand er wohl dort oben und sieht alles, was dort unten ist, ein einziger glühender Ofen. Bis heute geografisch ist das so erhalten. Man kann sich das wunderbar vorstellen, wenn man einmal dort und in diesem Kessel ist.
[11:48] Vers 17: "Da sprach der Herr: Sollte ich Abraham verbergen, was ich tun will? Abraham soll noch bis zu einem großen und starken Volk werden, und alle Völker der Erde sollen in ihm gesegnet werden." Und damit merkt man schon, das, was jetzt kommt und das, was gerade war, das hängt irgendwie zusammen. Er wird den Segen verheißen. Abraham bekommt einen Sohn, in dem werden alle Geschlechter gesegnet. Und das ist der Anlass dafür, dass Gott sagt: "Ich kann nämlich verheimlichen, welchen Flug ich gerade vor habe für die da unten." Auf den ersten Blick ist das ein Widerspruch. Auf den zweiten werden wir sehen, es ist es überhaupt nicht. Auch das ist Teil seines Evangeliums, werden wir gleich noch feststellen, auf welche Art und Weise.
[12:28] Denn ich habe gesehen, dass es seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebietet, den Weg des Herrn zu bewahren, indem sie Gerechtigkeit und Recht üben, damit der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat. Und damit wir die Brücke schon ein bisschen besser geschlagen, der eine Mann da oben in dieser Hochebene, die nicht zu fruchtbar war, damals schon Wüste, sein Neffe da unten in dieser furchtbaren Tiefebene, da unten lauert der Fluch. Oben ist der Segen. Abraham ist derjenige und seine Nachkommen, die diesen Segen auch eines Tages zu diesen Leuten bringen sollen, die da unten in der Tiefe, irgendwo im Abgrund sind.
[13:03] Damit das nicht passiert, was in Kapitel 19 auf uns wartet. Weil er seinen Nachkommen gebieten wird, wie man richtig lebt, weil er Recht und Gesetz weitergeben wird, was wir bei Lot und seiner Familie eben nicht sehen. Weil Kapitel 19 fertig lesen, sehen wir, wie wir kommen auch seine Töchter schon gewesen sind. Abraham war hier ein ganz starkes, glänzendes Gegenbeispiel. Also, weil das seine Aufgabe ist, muss er sich mit den Problemen auseinandersetzen, die so nah in seiner Nähe, so direkt in seiner Nachbarschaft lauern.
[13:36] Beachten wir das hier ist kein mehrtägiger Marsch gewesen. Er war da oben auf dieser Hochebene. Er begleitet die Männer noch, weil er höflich war, freundlich, und weil inzwischen weiß, mit wem er es zu tun hat. Aber da unten in der Ebene gibt es solche Probleme. Der heilige Mann da oben und die tiefste Verkommenheit da unten, bis heute sprichwörtlich so nah beieinander. Abraham hat eine Aufgabe, die da unten zu erreichen.
[14:02] Das Evangelium für Sodom, sozusagen. Und er versprach Vers 20: "Das Geschrei Sodom und Gomorra ist groß, und ihre Sünde ist sehr schwer." Das ist eine Feststellung, und keiner würde widersprechen. Und doch kommt jetzt auf einmal so ein wenig an Zweifel auf. Und jetzt merken wir eine Überleitung in eine Glaubenslehre, die gerade die Adventisten als ein zentrales, ein Herzstück unseres Glaubens haben, hin zum Untersuchungsgericht. Gott urteilt nicht voreilig, nicht vorschnell. Er hat keinen Gefallen an der Vernichtung. Er ist keiner, der kommt und sagt: "Die machen mir Probleme, das ärgert mich. Da unten sieht es nicht gut aus. Ich mache Tabula Rasa, Anfang von vorne an."
[14:46] Er weiß, dass es schlecht aussieht, dass die Feststellungen, Vers 20. Und trotzdem sagt er, Vers 21: "Ich will hinabsteigen und sehen, ob sie es wirklich ganz nach dem Geschrei über sie getrieben haben, das vor mich gekommen ist, oder ob nicht. Ich will es wissen." Er weiß es doch längst, aber will hineingehen persönlich, um es nicht nur zu hören, sondern zu erleben. Dort, wo es ist. Kann es hören, er kann es sehen, aber er erlebt es nur, wenn er dort ist. Erinnert euch das an etwas?
[15:19] So bei Jesus nicht anders gewesen. Er hat alles gehört, er hat alles gesehen, aber er hat es noch nicht erlebt. Und so geht er hinein in diese Tiefe, in dieser Verkommenheit dieser Welt als Mensch, um unter ihm zu leben. So wie es jetzt passiert, dass wir deutlich in Kapitel 19. Er ist direkt und mit dabei. Er ist derjenige, der Lot und seine beiden Töchter dorthin auszieht, um sie zu retten. Er geht hinein, dort, wo der Fluch, die Verkommenheit ist. Er hat oben warten können mit Abraham, hat sich hinsetzen können. Und wir sind Kollegen, von mir mal sagte: "Tüte Popcorn der Hand", gewissermaßen wartend. Wasser so passiert, als jemand, der das vielleicht eine Art von gewissen Entertainment miterlebt. Aber so ist er nicht. Er setzt sich dem selbst aus und er höchstpersönlich ver.di, die gerettet werden können, noch hinaus. Deshalb angeli um Versorgung.
[16:10] "Ich will hinabsteigen." Er müsste es nicht. Er will es, um es selbst zu erleben. "Ich will es wissen aus eigener Erfahrung."
[16:21] Und nun kommt Vers 22. "Jetzt bin ich gespannt, was bei euch eine Übersetzung steht." Vermutlich das gleiche wie bei mir. Obwohl es im Hebräischen nicht so richtig ist. "Die Männer wandten ihr Angesicht von dort und gingen nach Sodom." Aber Abraham blieb noch stehen vor dem Herrn. Hat es irgendjemand anderes ist in allen Übersetzungen, sondern in allen deutschen, soweit ich weiß, auch in allen englischen. Ich weiß nicht, in welcher Sprache es anders so stünde, außer in der hebräischen. Und zwar zweifellos. Manches Mal sind die Dokumente, die wir haben, die alten Abschriften der Bibel, nicht ganz so einwandfrei, dass man wüsste, ist es jetzt genau so formuliert oder so. Kleinere Abweichungen gibt es hier da hier. Aber ist es ganz klar unwidersprochen, dass eigentlich was anderes da steht. Und trotzdem übersetzen, dass alle so, wie wir es jetzt hier haben.
[17:10] In der Elberfelder gibt es eine Anmerkung, gibt es eine Fußnote. Manche von euch werden das haben. Es heißt nämlich eigentlich hier in Vers 22: "Die Männer waren ihr Angesicht von dort und ging nach Sodom", wie wir es alle haben, dass es korrekt. Aber dann ja, wie blieb stehen vor Abraham. In der Fußnote zur Elberfelder Bibel nennen das eine ist mit nicht, also ausführlicher mit Fußnoten, dann habt ihr das dastehen. Meinen Rand haben die Majoretten damals als Klasse geschrieben, dass das ursprünglich so lautete. Sie haben es eigenmächtig verändert und jeder übersetzt heute in der Veränderung.
[17:46] Wisst ihr warum? Weil es für unform, für pietätlos gehalten wurde, dass Gott auf einen Menschen warten könnte. Denn das Wetter umschrieben, jemand, der vor dem anderen stehen bleibt, ist jemand, der auf den anderen wartet. Aber Gott wartet auf niemanden. Er ist so wichtig. Ich mache einen aktuellen Bezug. Diese Woche habt ihr das mitbekommen, den Schlagzeilen: Putin musste auf Erdogan warten. Das war nur etwa 20 Sekunden gewesen, aber das ging um die Welt, dass Erdogan hier Putin diffamiert hat, gedemütigt hat, weil das vorher in Moskau andersrum auch schon so gewesen ist. Da hatte Putin Erdogan länger noch warten lassen. Da sehen wir, dass dieser Gedanke, oder hohen Staatsersonal, bis heute noch erhalten ist. Man lässt den anderen nicht warten, wenn man Respekt vor ihm hat.
[18:38] Wie kann es also sein, dass Gott auf Abraham warten muss? Und so wurde es verändert und ist es leider bis heute noch gegeben. Aber eigentlich verfälscht es ein wenig die Dramatik der Situation und den Sinn dessen, was in den nächsten Versen folgen wird. Ich springe jetzt gerade mal zum letzten Vers in diesem Kapitel.
[18:55] Vers 33: "Und der Herr ging hinweg, als er mit Abraham ausgeredet hatte. Abraham aber kehrte wieder an seinen Ort zurück." Also, wer redet hier mit wem? 633 macht deutlich, ist es Jahwe, der mit Abraham redet. Ist es dann nicht verständlich in Vers 22, dass er stehen bleibt, weil er mit Abraham reden möchte? Nicht umgekehrt.
[19:24] Also, das Gesamtbild ist ganz klar: Gott hat hier etwas vor, worauf Abraham offenbar von alleine nicht gekommen wäre, hätte Gott nicht einfach schweigend vor ihm gestanden und gezeigt: "Ich erwarte etwas."
[19:39] Schauen wir uns an, um was es ging, was er hier redete. Vers 23:
[19:41] Gott redete Vers 23. Abram trat er und sprach: Willst du denn gerecht mit dem Gottlosen umgehen? Gott hat also darauf gewartet, dass jemand vorwurf gemacht wird. Und er endet ja hier nicht. Sind drei Verse vorwurf, wo man sich fragt: Ist das wirklich in Ordnung, dass Abraham so mit Gott, dem Schöpfer Himmels und der Erde, dem König des Universums, spricht? Willst du den Gerechten mit dem Gottlosen wegwerfen? Das wirkt so, als würde hier der ganze Frust aus ihm hervorbrechen. Er weiß, wer da unten ist. Er weiß, da ist ein Neffe, den hat er doch gerade erst gerettet gehabt im Kapitel 14, also um den Krieg gegen die fünf Könige gegen die vier. Er hat sich mit 318 Mann und mit zwei befreundeten Stämmen dort oben aus dem Gebiet von Hebron auf den Weg gemacht von diesem Tal, wo Sodom und Gomorra waren, um bis nach Damaskus zu fahren. Zurück zu veranschaulichen, bis nach Damaskus hoch zu reiten und die einzuholen. Wenn ich mit dem Auto heute diese Strecke fahre auf guten Straßen, wisst ihr, wie lange ich brauche bis dann und noch weiter bis nach Damaskus? Da bin ich mit dem Auto etwa drei Stunden unterwegs. Auf direktem Weg, die sind durchgeritten die ganze Nacht und haben dann noch einen Krieg geführt, den sie gewonnen haben. Abraham mit 318 größten Mann plus die beiden Freunde, die ihre Leute mitgenommen haben, um Lot zurückzubringen, der sich schändlicherweise wieder da unten niedergelassen hat. Was für ein Herz Abraham für seinen Neffen und die Familie hat. Er hätte sagen können: Ich habe ihn schon gewarnt, ich habe ihn schon einmal gerettet, er wusste ganz genau, worauf er sich einlässt, er hat es nicht besser verdient. Stattdessen findet er so deutliche Worte Gott gegenüber: Du kannst doch den Gerechten nicht mit vernichten. Und 24: Vielleicht gibt es 50 Gerechte in der Stadt. Willst du die weglaufen und den Ort nicht verschonen um der 50 Gerechten willen, die darin sind? Was sind das für Anklagen Gott gegenüber? Wie konnte er sich wagen, so deutlich zu sprechen? Also, wenn es den masoretischen, also in der Überlieferung des hebräischen Alten Testaments darum ging, dass es nicht pietätlos klingen soll, dann hätten sie die Verse 23 bis 25 eigentlich streichen müssen. Bis 25: "Das sei ferne von dir!" Und das ist ein Tadel. "Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen." Das der Gerechte sei wie der Gottlose. "Das sei ferne von dir!" Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten? Er nimmt ihn hier wirklich bei seiner Ehre und sagt: Du bist doch der Richter der ganzen Welt, wie kannst du es wagen, das zu tun?
[22:16] Wie wagt er sich mit Gott zu sprechen? Das ist der Einstieg zu einer Diskussion, bei der wir dann merken, dass Abraham offenbar schon das Herz schlägt, das ihm schon bewusst wird, mit wem er eigentlich redet und dass die Art und Weise vielleicht nicht die richtige ist. Wir hören von Gott aber kein scharfes Wort, kein mäßige deinen Ton, wähle deine Worte mit Bedacht. Hören wir nicht von ihm. Ganz im Gegenteil, es scheint genau das gewesen zu sein, worauf der Herr hier wartete, dass Abraham genau dieses Thema anspricht und sagt: Verschone doch Sodom und die anderen Städte.
[22:57] Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten? Schauen wir uns an, wie dieses Thema jetzt hier verhandelt wird zwischen Abraham, dem Freund und dem Fürst Gottes und Gott selbst. Der Herr sprach: Wenn ich 50 Gerechte in Sodom finde, in der Stadt, so will ich um ihren Willen den ganzen Ort verschonen. Schon mal viel gewonnen. Wir wissen nicht, wie groß diese Stadt war, aber man darf davon ausgehen, dass es wenigstens einige hundert, vielleicht wenige tausend gewesen sind, die sich dort niedergelassen haben. Da kann es noch 50 geben, die des Rettens, des Verschonen es wert wären, und der ganze Ort wäre verschont worden. Jetzt wird Abraham bewusst, all das, was er von dort unten gehört hat, all das, was er miterlebt hat, dass er sogar so weit ging, seine Kriegsbeute, die ihm eigentlich zustand nach orientalischem Recht, zu verweigern, weil er bloß nicht wollte, dass irgendwann mal der König von Sodom sagen würde: Ich habe Abraham reich gemacht. Wenn er schon wusste, wie verdorben dieser König und seine Stadt ist, dann ist hier offenbar bewusst geworden: 50 ist noch zu hoch gegriffen. Vielleicht gibt es gar keine 50.
[24:11] Und so geht es in die nächste Runde. Abraham antwortete und sprach: Achte, ich habe es gewagt, mit dem Herrn zu reden, obwohl ich nur Staub und Asche bin. Vielleicht gibt es fünf weniger als 50 Gerechte darin. Willst du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen? Merkt ihr, wie geschickt ihr verhandelt? Typisch orientalische Verhandlungskommission. Sagt nicht um der 45 willen, das wäre doch ungerecht, sondern redet jetzt noch von fünf. Das klingt weniger über 50. Okay, gesagt, wie ist es? Es geht nur noch fünf weiter. Das klingt nicht so viel wie lass 45. Das Maß sei geschickt.
[24:49] Und die Antwort: Wenn ich darin 45 finde, Gott kann natürlich auch rechnen, er weiß ganz genau, wo wir uns jetzt gerade befinden. So will ich sie nicht verderben. Und er fuhr weiter fort mit ihnen zu reden und sprach: Vielleicht finden sich 40 darin. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der 40 willen. Und Abraham sprach: Möge es meinen Herrn nicht erzählen, wenn ich noch weiter rede. Vielleicht finden sich 30 darin. Der aber sprach: Wenn ich 30 darin finde, so will ich ihnen nichts tun. Auch hier merken wir wieder: Im Orient ist es üblich gewesen zu verhandeln um einen Preis. Er handelte um den Preis von Menschenleben. Aber man sollte nicht zu weit gehen im Verhandeln, um es sich mit dem Handelspartner nicht komplett zu verscherzen. Ende gar nichts mehr zu erhalten. Jetzt hat er hier schon mehrere Runden hinter sich und bei Runde drei mit dem Bewusstsein: Ich muss langsam vorsichtig sein. Und dann kommt Überlegung: Gehe ich vielleicht gleich ein bisschen weiter, nicht nur fünf Schritte, sondern mehr, oder breche ich das Ganze ab, bevor Gott sagt: Jetzt ist unhöflich, vergessen wir das Ganze, ich verzichte auf diese Stadt. Dann hätte er alles verloren.
[25:54] Und jedes Verhandeln. Warum sonst, aber er wagt sich. Es liegt ihm am Herzen. Also für das 29, was wir gerade hatte er vor, oder weiter fort mit ihm zu reden. Vielleicht finden sich 40 darin. Er sprach: Ich will ihnen nichts tun um den 40 willen. Und Abraham war es noch einmal. Und die Antwort ist fast 30. Wenn ich 30 darin finde, so will ich ihnen nichts tun. Abraham hat sich gewagt, weil es ihm so wichtig ist. Statt fünf Schritte, nun Zehner Schritte zu gehen. Und damit merken wir, langsam geht ihm die Puste aus. Sehr langsam. Sorge, dass er Gott vielleicht wirklich lohnen würde. Also setzte noch mal alles auf eine Karte. Er wagte einen Zehner Schritt und vermutlich war kurz vorm Ende mit dem Bewusstsein: Vielleicht 10, 30, immer noch zu hoch gegriffen.
[26:36] Bisher hat Gott ja nicht negativ beantwortet. Also Vers 31: Ach, ich habe es gewagt, mit meinem Herrn zu reden. Vielleicht finden sich 20 darin. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der 20 willen. Und jetzt wird ihm bewusst, er kann es vielleicht noch einmal wagen. Vers 32: 18. Nicht mein Herr, dass ich nur noch diesmal rede. Vielleicht finden sich zehn drin. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um die zehn willen.
[27:11] Und dann kommt Vers 33, den wir schon gelesen haben. Der Herr ging weg, nachdem er mit Abraham aus geredet hatten. Abraham kehrte wieder an seinen Ort zurück. Jetzt konnte Abraham nur abwarten. Er wusste, er kümmert sich persönlich. Er wird darunter steigen, er wird sich das ansehen. Er wird keinen Fehler machen und zehn Leute wird sie hoffentlich da unten geben. Immerhin von vier Leuten konnte Abraham wissen, da gab es Lob, da gab's Lot, Frau von der wir leider nicht mal den Namen kennen, und zwei Töchter, die ebenfalls namenlos bleiben. Es müssen nur noch sechs andere geben. Wir wissen nicht, ob Lot noch mehr Kinder gehabt, weil es die beiden gerettet wurden. Vom Text her könnte man das so verstehen. Vielleicht gab es irgendwann auch Sympathisanten, vielleicht hatte irgendjemanden sowas wie Bibelunterricht gegeben, auch wenn es noch keine Bibel gehabt. Glaubensunterricht. Vielleicht sind 10 erreichbar.
[28:00] Habt ihr mitgezählt, wie oft hier verhandelt wurde? Erste Verhandlungsrunde waren 50, die zweite waren 45, dann haben wir 40, 30, 20 und wir enden bei zehn. Sind sechs Verhandlungsrunden. Wenn wir das somit zählt und weiß, und das weiß man, sobald man das erste Kapitel der Bibel gelesen hat oder die ersten Verse des zweiten. Sache ist erst mit den sieben abgeschlossen. Die Schöpfung war sehr gut nach sechs Schöpfungstagen, aber sie war vollkommen erst am siebten, der Sabbat. Geschaffen war. Dieses Muster zieht sich durch die Bibel durch und wenn wir zur Offenbarung kommen, spätestens da wird jedem klar, es braucht immer die sieben, bis seine Sache vollendet ist. Hier haben wir nur sechs. Geht es da genauso wie mir, als ich das erste Mal mit dran gemacht habe, da mal mit zu zählen, habe ich gedacht, das ist nicht fertig gewesen. Warum hätte noch eine Runde weiter gehen müssen? Wo wäre man da gelandet?
[29:00] Die Schritte waren zehn Schritte. Hätte er das so weitergemacht, wäre es bei null gewesen. Es hätte einfach geheißen: Gibt doch Sodom und die anderen vier Städte einfach so, weil du es bist, nicht weil sie gerecht sind. Noch ein wenig Frist. Das wiederum erinnert uns: Evangelium, oder nicht um unser Willen werden wir gerettet, nicht weil wir so gerecht sind, sondern weil Gott so gnädig ist. Ich glaube, Abraham hätte sich wagen dürfen, noch einen Schritt weiter zu gehen.
[29:28] Schaut euch die Antworten von Gott an. Nicht im Geringsten gibt er auch nur einen kleinen, dezenten Hinweis zwischen den Zeilen, dass es ihm unangenehm wäre. Er bleibt doch vor Abraham stehen, weil er das will. Vers 33: Er hat doch mit Abraham geredet. Ja, aber was hat er denn gesagt? Er hat auch nicht gesagt: Abraham, lass uns mal ein bisschen verhandeln, ab wie viel ich von meinem Zorn absehen kann. So lief das doch gar nicht.
[29:54] Was hat Gott gesagt, wenn er geredet hat mit Abraham? Ich fasse es gerne zusammen. In Vers 26: "Ich will dem ganzen Ort vergeben." In Vers 28: "Ich will sie nicht verderben." In Vers 29: "Ich will ihnen nichts tun." In Vers 30: "Ich will ihnen nichts tun." In Vers 31: "Ich will sie nicht verderben." In Vers 32: "Ich will sie nicht verderben." Also, was hat Gott hier mit Abraham geredet? Die Botschaft ist klar. Er hat sechs Mal das gleiche gesagt: Ich will den Ort nicht vernichten, ich will ihnen vergeben, ich will nicht verderben. Ist das Einzige, was Gott mit Abraham hier geredet hat. Nichts anderes.
[30:41] Nichts anderes als dass wir dürfen diese Geschichte von Sodom und Gomorra von daher überhaupt nicht als diese gefährliche, schlimme, grausame Tat verstehen. Kapitel 19 mag so wirken, wenn man 18 nicht betrachtet. Aber mit 18 wird klar: Gott hätte mit seiner Gang wäre diese Stadt gerne noch verschont, aber es gibt nicht einmal zehn Gerechte.
[31:08] Hätte Abraham weitergehen dürfen? Ich glaube schon. Und ich glaube, ich kann sogar biblisch begründen. Jeremia 5, Vers 1: Eine ähnliche Situation. Es geht um eine Stadt, der das Unheil, die Vernichtung droht, weil sie so gottlos geworden ist. Und diese Stadt ist keine geringere als Jerusalem. Ihre Schuld wiegt schwerer als die von Sodom. Bedenkt die Worte Jesu, als es um Kora zum PC und Kapernaum geht, die drei Städte am nordöstlichen, nordwestlichen Ende des Sees Genezareth, die Städte, in denen Jesus die meisten Wunder getan hat. Er sagte, diese Städte werden im Gericht ein schwereres Urteil zu tragen haben als Sodom und Gomorra. Sodom und Gomorra hätten längst in Sack und Asche Buße getan, während dort die Wunder geschehen, die in diesen Städten, Bethsaida, Chorazin und Kapernaum geschehen sind. Was hätte er wohl über Jerusalem gesagt, wenn er gerade dort gewesen wäre? Wir wissen von den letzten Versen Matthäus 23. Er steht auf dem Ölberg, er wird jetzt gleich seine letzte Rede über die Vernichtung auch dieser Stadt halten, und er weint. Er weint über diese Stadt, weil sie mit all seiner Mühe nicht zu retten war.
[32:14] Obwohl sie so viel wussten. Jeremia 5, Vers 1: In einer ähnlichen Situation. Es geht um die erste Vernichtung Jerusalems und Jeremia, der die Vernichtung ja auch noch miterleben wird. Wir stehen wirklich ganz kurz vor dem Ende. Ist es fünf vor zwölf oder eigentlich schon 14:12? Da sagt er noch: Geht durch die Gassen Jerusalems und schaut und merkt auf und sucht auf den Straßen der Stadt, ob ihr einen Mann findet, der Recht gibt und auf Wahrheit hält. So will ich ihr gnädig sein. Kommt euch das bekannt vor? "Ich will gnädig sein, ich will vergeben, ich will nicht vernichten, ich will ihnen nichts tun." Genau das sagte jetzt hier wieder.
[32:58] Was ist jetzt die Zahl, die von Gott vorgegeben ist? Eine Person. Sagt mir doch nur einen Mann in dieser Stadt, nur einen Menschen, der mir einen Anlass gibt, sie zu verschonen. Gott will nicht für nichts. Er will nicht wehtun.
[33:15] Und doch ist es passiert. Wenn wir jetzt 5 und wieder zurück in 1. Mose 18, 25 ansehen, so hat Gott hier also hat Abraham Gott hier bei seiner Ehre gepackt und gesagt: Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten? Wie kannst du den Gerechten mit dem Ungerechten umbringen? Eigentlich hätte er jetzt nach diesem Verhandlungsstand das Recht erworben, diese gesamte Ebene einfach platt zu machen, inklusive Lot und seiner Familie, denn das waren weniger als zehn.
[33:46] Stattdessen sehen wir, dass die wenigen, weniger als zehn, an dem man irgendetwas, das vielleicht nach Gerechtigkeit nicht mehr können wir nicht sagen dazu, dass er sich sogar um die noch bemüht. Schauen wir uns mal gerade diese drei Personen oder die vier an, die daraus gerettet werden. Eine schafft er noch nicht mal den Weg von der Stadt bis ins Gebirge. Es sind vier Personen, die daraus gerettet werden, weil sie schließlich an der Hand rausgezerrt werden. Sie waren nicht zu überreden, sie konnten es nicht glauben. Und ihr Weit beschreibt das sehr schön. Ich stelle mir das so fast romantisch vor. Der nächste Morgen geht langsam auf, die Sonne, die Dämmerung, die Sonne geht schon auf, und ist es genauso ruhig und friedlich wie immer? Und wenn alles zurück und friedlich, so lieblich und schön wirkt, ist es schwer sich vorzustellen, dass das Unheil in einem Augenblick über uns hereinbrechen kann. Das war das große Problem der vorsintflutlichen Generation, sagt sie, oder der gesamten Gesellschaft. Es ist alles so gegangen wie immer. Wo sollte eine Flut herkommen, wenn es noch nie ein Hochwasser gab, wenn es noch die Regen gab, wenn alles immer ganz fest und gleichmäßig abläuft, wie Gott es in die Natur hineingelegt hat. Das war das Argument der Wissenschaftler vor der Flut.
[35:46] Zu sagte er weiter: Und an diesem Morgen geht die Sonne auf wie an jedem Morgen. Die Handelskarawanen, die da gewartet haben, ziehen in die Stadt ein. Alle beginnen mit ihrem täglichen Geschäft. Das ist doch alles wie immer. Ist es nicht schön, gibt es nicht auch, dass eine andere höfliche, freundliche in dieser Stadt? Und so können sie sich nicht vorstellen, dass es so dringend ist, aus dieser Stadt rauszukommen. Man spürt sie nicht, die Atmosphäre ist so friedlich.
[35:20] Abgesehen von dem, was die Nacht vorher geschehen ist, natürlich mit dieser beinahe Vergewaltigung von Lot oder von den beiden göttlichen Personen, die hier gekommen sind. Sie werden an der Hand ergriffen. Sie werden nun herausgezerrt, Lot und seine Frau und die beiden Töchter.
[35:38] Unterwegs verhandelt Lot, dass er doch bitte nicht in die Berge muss. Und was ist die Begründung? Das könnte ihn ja das Unglück ereilen in den Bergen. Versteht ihr die Ironie an dieser Sache? Den hohen, diese schmerzliche Kränkung. Da macht sich Gott die Mühe, schickt dort die beiden Engel hin, um ihnen da raus zu holen, obwohl er so zögerlich ist. Und das Einzige, was ihn beschäftigt, ist: In den Bergen könnte mir was passieren. Ist das große Glaube, der Rettung verdient hat? Der ist nicht mal für eine Nacht in den Bergen aushält.
[36:12] Und dann schaue ich mir die Reaktion an. Und ihm wird gestattet, nach Zoar zu fliegen, am Südende unten, weiter entfernt, aber eine Stadt. Und dann muss Lot aus dieser kleinen Stadt auch noch fliehen, auf eigene Faust, hoch in die Berge, in eine Höhle, weil diese Stadt so verdorben war, dass er überzeugt war, das nächste Feuer kommt bestimmt. Und das kam auch. Es wird nicht mehr einzeln berichtet. Gehören später nur auch zur wurde vernichtet, als Lot raus war. Es offenbar auch dort noch einmal Feuer gefallen.
[36:41] Was für einen kleinen Glauben wir. Trotzdem gerettet. Unterwegs dreht sich seine Frau und wird zu einer Säule. Seine beiden Töchter, die dann in der Höhle mit Lot Zuflucht suchen, sind der Meinung: Es gibt auf dieser Welt keinen Mann mehr für uns. Aber Nachkommenschaft ist wichtig. Machen wir mal seinen Vater betrunken und schauen, dass wir von ihm Nachkommen kriegen. Was ist da in der Ziehung alles falsch gelaufen?
[37:04] Wie saß da um den Glauben aus? War das die Qualität eines Gläubigen? Was wir uns erwarten, um errettet zu werden? Ich bin ganz ehrlich, die Maßstäbe, die ich an den Gläubigen habe, die erfüllt nicht seine gesamte Familie. Nicht. Und vielleicht neigen wir auch manchmal dazu, dann zu sagen: Das geschieht ihm recht, daher genügend Chancen und er hat nicht gewollt. Wie konnte er sich von einem Onkel wie Abraham trennen, von dem man so viel lernen konnte? Wie konnte er sich wagen, als dieser jüngere Neffe, sein Onkel oben in der Wüste zu lassen, während er sich dieses reiche, fruchtbare Land in der Ebene aussucht? Er hatte seinem Onkel dieses Gebiet überlassen müssen. Was ist da alles im Charakter schief gelaufen?
[37:50] Und trotzdem zieht Gott ihn daher raus. Und das ist für mich dieses Evangelium nach Sodom, in dem deutlich wird, dass erstens Gott um jeden Preis das Leid abwenden will. Gibt es irgendwie noch einen Grund, dann will er nicht verderben, nicht vernichten, er will vergeben, er will doch Frist einräumen.
[38:13] Zweitens: Wenn es irgendwo jemanden gibt, bei denen noch ein Funken Hoffnung besteht, dass sich Erlösung lohnt, dass diese Person noch irgendwie sich an Gott halten wird, dann setzt er sich persönlich dafür ein. Und zur Not fährt er sogar heraus.
[38:27] Drittens: Wenn er sich um etwas so Ernsthaftes wie um das Gericht, wenn es um es dazu erst so ernsthaft wie das Gericht geht, dann kümmert er sich persönlich. Er hat nicht auf Hörensagen, er hat nicht auf das Geschrei, das davor hingekommen ist, oder das Wasser von oben. Vielleicht sieht er, schaut, dass er mitten drin ist und wird dann ein Urteil sprechen, das spricht Bände über seinen Charakter. Er setzt sich dem aus und erst, wenn wirklich alles verloren ist, greift er ein. Und warum tut er das nicht, weil er so zornig wäre über diese Leute?
[39:01] er so zornig wäre über diese Leute. Sicherlich hat er doch da Mitleid, trotz all der Gottlosigkeit, die dort herrschte. Er tut es, um noch größeres Leid zu verhindern. Und das soll uns doch Kapitel 19 zeigen. Da sind Gäste nur eine Nacht da, und das war im Orient ein heiliges Recht. Gästen tut man nichts an und man gewährt ihnen das beste Zimmer, die beste Ausstattung, was Nahrungsmittel und weiteren Proviant für die Reise angeht. Die werden nicht angetastet. Die Reise an sich ist schon schwierig genug wegen Räuberbanden. Aber wenn sie es geschafft haben, die Zuflucht einer Stadt mit Toren, dann müssen sie ordentlich versorgt werden. Ob was passiert, ihnen gleich in der ersten Nacht. Das Haus wird umstellt und die Männer sollen vergewaltigt werden. Und wir hören, das waren die männlichen Bewohner der Stadt, von den jüngsten Knaben an bis zu den ältesten Männern. Da war nichts mehr an Moral und die Kleinsten wurden schon eingeführt in das, was die Älteren getan haben. Hier musste Leid verhindert werden. Die Stadt vernichtet wurde.
[40:02] Wenn man heute dorthin reist, mit diesem Gedanken möchte ich enden. Wenn man heute dorthin reist, dann ist die Möglichkeit, sich eine Ausgrabung anzusehen in der Nähe von Jericho. Und ich glaube, es ist auch kein Zufall, warum Gott, als es dann wirklich in Landnahme ging, sich ausgerechnet Jericho ausgesucht hat und ausgerechnet diese Ebene vor Jericho, in der Mose die Schlachtpläne für Josua gelegt hat, um sie ihm zu übergeben. Denn es war genau dort, wo Sodom und Gomorra gewesen sein sollen. Man hat vor einigen Jahren eine Grabung durchgeführt, Tell el-Hammam hat dort einige Meter tief gegraben, hat tatsächlich Brandschichten vorgefunden, wo man noch verbrannte Erde erntet, vorgefunden hat in Töpfen Getreide, das verbrannt ist. In einem Augenblick alles weg. Und geht davon aus, dass das die Vernichtung dieser Stadt war und findet diese Schwefelkugeln bis in den Süden, ganz runter, wo Zohar gewesen ist, mit einigen alten, ganz alten Siedlungsspuren. Und geht davon aus, dass eben alles dort, diese fünf Städte, waren, alles verbrannt. Ein Zeugnis bis heute, damit jeder weiß, wo es hinführt, wenn man sich solcher Gottlosigkeit ergibt. Das Jordantal weiter im Norden ist äußerst fruchtbar, das ganze Jahr über grün, kann man immer ernten. Der Süden, wo diese von Städten waren, wächst gar nichts mehr, wenn man es nicht künstlich bewässert und irgendwie gute Erde hin schafft. Was für markante Gegensätze bis in die heutige Zeit, damit jeder weiß, wohin es führt, wenn man sich für das Leben oder den Tod, für Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit entscheidet.
[41:31] Wir haben dieses Wochenende eine Erweckungswochenende. Und so möchte ich diesen Gedanken ganz besonders heute morgen mitgeben, in der Hoffnung, dass er nicht vergessen geht. Es ist viel zu leicht, den Weg los zu wählen. Von Haus aus sicherlich eine gute Erziehung genossen. Sein Vater war früh verstorben. Abraham war fortan sein Vater. Abraham hat ihn in dem Glauben sicherlich maßgeblich geprägt. War bestimmt ursprünglich ein guter Mensch. Aber dann kam der Punkt, an dem für ihn der Wohlstand wichtiger war. Und er hat sich entschieden, sich in der Nähe von Sodom niederzulassen. Ihr könnt das nachlesen, 1. Mose 13. Hat er zunächst Zelte, die nur so bis nach Sodom reichen. Er hat sich nach einer gesunden Entfernung gehalten, aber wollte den Wohlstand genießen. In Kapitel 14 kommt der Krieg und er wird mit verschleppt. Und wo findet sich sein Haus? In Kapitel 19, als die Engel ihn besuchen, in der Stadt. Er hat sich für den Wohlstand entschieden.
[42:29] Und damit das geistliche Erbe, der ganze Segen, der Abraham in diesem Kapitel, von dem wir gerade gehört haben, die mir ins bewegt haben, zugesagt wurde, zurückgelassen. Und Freunde, das passiert uns auch viel zu leicht. Und manches Mal sagen wir uns vielleicht, Abraham war doch auch ein reicher Mann. Und ja, das war er. Und Salomo waren unwahrscheinlich reiche Könige. Und ja, das war er. Und wir können eine Menge biblische Beispiele nennen, wo Gott seine Zuneigung, seine Fürsorge in Reichtum ausgedrückt hat. Und ja, wir dürfen auch sagen, wir sind enorm gesegnet, alleine, weil wir haben, was so viele Menschen auf dieser Welt bis heute nicht haben. Nämlich ein Kühlschrank mit Essen, ein elektrischen Herd, vielleicht ein Auto, eine Wohnung, die man beheizen kann. Das ist so viel mehr, als es Milliarden von Menschen auf dieser Welt haben. Egal, wie wenig wir hier haben, jeder von uns hat enormen Reichtum, gemessen an dem, was die Menschheit die längste Zeit der Menschheitsgeschichte durchleben musste.
[43:28] Not, wodurch Wohlstand korrumpiert. Offenbarung 3 sagt uns, die Endzeitgemeinde wird durch Wohlstand korrumpiert. Wir sind reich, wir haben alles, wir brauchen nichts. Und ich erlebe es in unseren Gemeinden so oft. Leute, die es gut meinen, die aus Pflichtgefühl zur Gemeinde gehen, die ihren Zehnten zahlen, die Saat für Sache da sind, aber sich im Herzen längst diesen Götzen des Wohlstandes geschaffen haben. Wenn es dann darauf ankommt, sich für den Glauben oder doch für den Job und für das Geld zu entscheiden, dann ist es letzteres, was man dann doch macht. Man beginnt erstmal mit, ich arbeite ein bisschen in den Sabbat hinein, oder ich habe gerade kein Geld mit den Zehnten zu leisten, also mache ich das nicht. Oder ich schmiede schon so ein paar Projekte am Sabbat. Oder ich habe vielleicht in der Arbeit ein paar Dinge, da kann ich nicht ganz so ehrlich sein, oder das mit der Steuer wird nicht ganz so offen deklariert. Schwarzarbeit und all diese Dinge, die solare nachkommen können. Und dann beginnen stück für Stück den Glauben, den man immer noch sehr ernst schätzt, ins Hintertreffen geraten zu lassen.
[44:24] Lot nur ein paar Zelte da unten, nur für die beiden. Da wurde der Platz gesucht, ein bisschen das Grün genießen, die ersten Kontakte mit Sodom und den Wohlstand in Handelskarawanen, die dadurch ziehen. Und man sieht immer näher, weil es ist doch nicht so gefährlich, wie man dachte. Und es geht ja doch beides zu kombinieren. Und am Ende ist man mittendrin. Und was hat am Ende gewonnen? Er musste weg von Abraham, weil er zu viel hatte. Und wenn es so kam, gehören nichts mehr davon. Wenn es so kam, ist er wieder zurück geflohen zu Abraham und hatten nichts mehr als zwei mit Inzest gezeugten Enkelsöhne und seine beiden Töchter. Alles verloren. Kein Zelt, kein Schaf, kein Rind, nichts mehr, weil ihm der Wohlstand zu wichtig geworden ist. Ich wünsche euch, dass ihr euch selbst prüft, hier kragen packt, bei der Ehre gepackt. Und dass euch eines Tages nicht so ergeht wie Lot, der vielleicht gerade noch wie ein Brandscheid aus dem Feuer gerettet wurde. So dass ihr diejenigen sein, die wie Abraham schöner haben darüber steht und sagen könnt: "Ich bete für die, die da unten verstrickt sind in all diesen Verlockungen der Welt. Und dass er diejenigen seid, dafür sorgen, dass Menschen gerettet werden und nicht die, die auf den letzten Drücker mit viel Kraftanstrengung noch irgendwie herausgerissen werden müssen." Möge Gott euch dabei segnen. Amen.
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