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In diesem Video diskutiert René Gehring die biblische Lehre der Erlösung, insbesondere die Rolle der Heiligung. Er beleuchtet, wie Heiligung und Rechtfertigung zusammenhängen und wie sie sich im täglichen Leben manifestieren. Dabei wird betont, dass Heiligung nicht nur äußere Handlungen, sondern vor allem eine innere Veränderung des Charakters und eine liebevolle Haltung gegenüber anderen beinhaltet. Das Video ermutigt dazu, den eigenen Willen Gott zu unterordnen und aktiv an der Entwicklung eines gottgefälligen Lebens mitzuwirken.


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Serie: Rechtfertigung, Heiligung, Perfektionismus - die biblische Lehre der Erlösung

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Transkript

[0:30] So schnell sind wir schon beim letzten Teil angekommen. Der dritte Teil insgesamt. Es geht um die biblische Lehre von der Erlösung. Wir wollen uns heute Nachmittag mit folgenden Fragen oder folgenden Aspekten befassen: Was wirkt Gott und wie viel muss ich selbst tun? Wir sind gestern stehen geblieben, wenn festgehalten, wie wichtig die Heiligung ist. Wir sprachen zuletzt darüber, dass auch Erlösung im letzten Lebensmoment noch möglich ist, dass Gott ein anderes, vorher Heiligung gewirkt hat. Offen blieb die Frage: Wie genau funktioniert das? Was muss ich tun, um zu überwinden? Was tut er? Was ist mit Sünden aus Unwissenheit? Wird man da etwas zur Last gelegt? Wie muss ich das sehen? Wie muss ich damit umgehen? Perfektionismus und schließlich auch falsche Heilsgewissheit.

[1:19] Ich habe gestern Abend versprochen, dass am Ende dieses Seminars, dieses Wochenendes, für jeden klar sein sollte, wo er steht. Das kann ich euch nicht sagen, aber das muss jeder von euch selbst können. Anhand dessen, was wir uns jetzt heute Nachmittag ansehen, müsste es möglich sein für jeden klar zu sagen: Darf ich meines als gewiss sein oder gibt es vielleicht noch Dinge, die zwischen mir und Gott stehen? Wir beginnen mit der Heiligung, mit der wir gestern aufgehört haben. Wir haben gehört, dass Heiligung und Rechtfertigung untrennbar miteinander verbunden sind und doch unbedingt auseinandergehalten werden müssen. Auf die aufrichtige Reue, auf die Rechtfertigung folgt die wahre Umkehr, und das ist nämlich dann die Heiligung, die Lebensveränderung.

[2:05] Und so passen dann auch auf den ersten Blick gegensätzliche Texte wunderbar zusammen. Wir sprachen über Römer 3,28 und dann gibt es in anderen Texten, Jakobus 2, der fast wie ein Widerspruch wirkt, aber eigentlich nur die weitere Folge beschreibt. Römer 3,28: "So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben." Und Jakobus sagt, und er kannte den Text vermutlich, es klingt zumindest ganz so, wie er formuliert: "Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran. Die Dämonen glauben's auch und zittern. Willst du nun einsehen, törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Siehst du, dass der Glaube zusammen gewirkt hat mit seinen Werken und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden?"

[3:03] Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Widerspruch. Das hat schon jemanden wie Martin Luther dazu veranlasst, diesen Brief hier von Jakobus als die "Stroh-Epistel" zu bezeichnen, weil Christus darin nicht zu finden ist. Und bis heute haben wir das bei vielen kritischen Theologen, die sagen, dass das hier nicht dem Evangelium entspricht. Dabei tut es das ganz unproblematisch. Die erste Hälfte beschreibt das, worum es Paulus auch ging: Sündenvergebung, Rechtfertigung nur durch den Glauben. Der zweite Teil beschreibt, worüber Paulus dann woanders spricht. Vielen Dank, nämlich die Heiligung, die Reue über mein bisheriges Leben und die Sünde muss dazu führen, dass ich zukünftig anders handle.

[3:46] Und bei Abraham hatte sich das so gezeigt, dass er Gott derart vertraut, dass er so weit geht, sogar seinen Sohn zu opfern. Das ist die Folge des aufrichtigen Glaubens. So hängt beides untrennbar miteinander zusammen. Und damit kommen wir zu der Frage: Wie das praktisch aussehen will? Muss ich denn dann selbst tun? Wie viel wir von Gott getan, wenn sein Glaube darin liegt, sein Geist, der an mir arbeitet? In Philipper 2,4-6 wird uns zunächst einmal die Zusicherung gegeben: Das Ganze wird erfolgreich sein am Ende. Ich bin da guter Zuversicht, dass der, in euch angefangen hat, das gute Werk, der wird es auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.

[4:23] Also, hilfreich ist zwischendrin manchmal zu denken: Oh, ich bin nicht weit genug. Und wie kann es sein, dass jeder Fehler noch meinem Charakter besteht? Hier wird uns zugesichert: Er weiß, was er tut. Es geht voran. Und bis zu seinem Tag, also der Tag der Wiederkunft oder für unser Tag des Todes, bis dahin wird er alles erledigt haben, was nötig ist, sofern wir das mit uns machen lassen. Das natürlich immer die Voraussetzung.

[4:44] In Epheser 2,8-10 hören wir: "Wir sind aus Gnade selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es. Nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zu vor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen." Das erinnert an 2. Korinther 5,17: "Wir sind eine neue Kreatur in Christus." Und für was ist diese Kreatur umgeschaffen, wie wir hier hören? Um in guten Werken zu wandeln. Gott hat es vorher schon so bereitet.

[5:19] Er gestaltet also unser Leben offenbar derart, dass, wenn Situationen kommen, in denen wir Gutes tun dürfen, sein Wille ist, dass wir diese Gelegenheiten nutzen. Hat einen neuen Menschen aus uns gemacht. Wie gibt uns die Gelegenheit? Er soll einst zum anderen kommen. So funktioniert die Heiligung. Es ist nichts, was einfach nur daheim im Wohnzimmer passiert und durch Bibellesen, so wichtig das ist. Es ist das, was passiert, wenn ich in Situationen komme, wo jemand Hilfe braucht, oder wo vielleicht gewisse Entscheidungen anstehen, wo ich vielleicht das eine oder andere tun muss, was mich voranbringt.

[5:56] Und so wird in Philipper 2,12-13 wieder von Paulus in anderen Worten auf den Punkt gebracht. Klingt auch zunächst wie ein Widerspruch. Kann man sich hier noch nicht vorstellen, weil das ein Gedankengang ist. Einsatz: "Meine Lieben, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, schaffet, dass ihr selig werdet mit Furcht und Zittern."

[6:21] Das klingt so gar nicht wie der Paulus, den wir sonst kennen. Aber im nächsten Satz stellt er klar: "Denn Gott ist es, der..." weg, beides: das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen. Das hört sich so an, als würde Gott sowieso alles machen wollen. Nun, vollbringen, was kann es noch mehr geben? Aber vorher sagte er ja gerade: "Schaffet, dass ihr selig werdet mit Furcht und Zittern." Also, irgendwo kommt da ein Teil auf uns zu. Und wenn wir genau hinschauen, wird hier in Vers 13 deutlich: "Erwägt in uns, dass wir das überhaupt wollen." Wir wollen besser werden, wir wollen sündenlos sein, ein besserer, heiliger Mensch sein. Dass der Heilige Geist, der auf mich wirkt, klar zu identifizieren und schließlich, dass das Ergebnis stimmt, dass die Frucht des Geistes wächst, dass wir ein besserer Mensch sind. Haben wir wieder den Heiligen Geist zu verdanken.

[7:08] Ich erinnere an Johannes 3, das Gespräch mit Nikodemus. Sagt Jesus auch: "Ist es wie mit dem Wind? Kann ich sagen, woher kommt, wohin er geht? Aber das Sausen, das hört man sehr wohl." Also, die Auswirkung, die wird wahrgenommen. Das Vollbringen des Guten. Da ist jemand, der will das Gute, und auf einmal funktioniert es auch. Vielleicht immer mit seiner Ungeduld zu kämpfen gehabt oder mit Unnachgiebigkeit und Sturheit, was auch immer. Der Mensch merkt, will das ändern, und sein Umfeld merkt auf einmal: Das gelingt ihm.

[7:37] Das beides von Gott gewirkt, aber dazwischen, das ist der Bereich, von dem Paulus hier vorne spricht in der Zeile: "Vorherrschaft, dass sie selig werdet mit Furcht und Zittern." Dazwischen gibt es offenbar an diesen inneren Kampf, den ich erlebe. Ich könnte jetzt ausfällig und ärgerlich werden. Ich könnte meinem Zorn Raum machen. Ich könnte ungeduldig sein, wie sonst oft war. Ich will doch aber eigentlich anders sein.

[8:01] Also, halte ich jetzt den Mund, sage nicht, was mit der Zunge liegt. Ich werde Geduld bewahren. Das ist der Moment, in dem ich schaffe, in dem ich arbeite mit der Kraft des Geistes, natürlich. Er steht am Anfang mit dem Wollen, er steht am Ende mit dem Vollbringen. Er gibt mir Kraft. Mittendrin, aber das ist die Aufgabe, die Gott mir gegeben hat. Wenn ihr den Kampf bei euch spürt, vielleicht geht es doch um sein Gewicht zu reduzieren.

[8:23] Ein alltägliches Beispiel: Ich hab die Pralinen vor mir liegen, weil sie mir irgendjemand geschenkt hat, und ich überlege, ob ich hingreife. Nicht ein ganz banaler Kampf, das kennt jeder, oder? Ein großer Kampf für mich ist die Musik gewesen, eine der größten Kämpfe überhaupt, gewisse Art von Musik zurückzulassen, als ich meine Bekehrung erlebt und Christus treu nachfolgen wollte. Und einfach die CD nicht einzulegen und einfach nicht Play zu drücken, obwohl es war einfach ist. Ein riesen Kampf.

[8:50] Und dieser Kampf in uns ist es, den wir entscheiden. Gott schenkt uns die Motivation. Er schenkt uns auch die Kraft, es zu tun. Wir sind es aber, die sie abrufen, die sie nutzen, die sagen: Okay, jetzt ist Schluss. Ich mache das so nicht mehr. Oder: Ich bin jetzt ein besserer Mensch. Ich kümmere mich jetzt. Denkt dann ihr zwei Fans: Gute Werke heißt nicht nur Schlechtes unterlassen. Viel zu oft ticken wir so. Gute Werke bedeutet, ich kann aktiv etwas Gutes tun. Also nutze ich das auch. Gott schenkt mir die Gelegenheit. Er braucht jemand Hilfe. Ich nehme die Zeit oder das Geld oder die Kraft oder was auch immer es kostet.

[9:26] Da haben wir es in diesem Vers schon schlicht auf den Punkt gebracht. Ich habe gestern Abend bisschen Einblicke gegeben in meinen eigenen Erlösungs-Kampf, in meine Bekehrung und wie das am Anfang für mich an manchen Stellen schwierig war. Ich will euch sagen, welcher Text für mich die größte Herausforderung war. Das war nämlich der hier, Philipper 12 und 13, weil ich das nicht zusammenbringen konnte. Der Text, der mir dann die Erlösung brachte, der mir half, wirklich eine Entscheidung zu treffen. Wer gestern dabei war, erinnert sich vielleicht deshalb: Hebräer 12,4: "Ihr habt noch nicht bis aufs Blut Widerstand im Kampf gegen die Sünde."

[9:58] Da ist mir klar geworden, dass was zwischen diese beiden Gedanken hier gehört. Dieses Schaffen ist genau dieser Kampf, in dem ich mich entscheide: Will ich da, will ich nicht, auch wenn es mich mein Blut kostet. Auch wenn ich mich so fühle, als würde ich hier in großen Teil von mir selbst, vielleicht mein Leben lassen.

[10:14] Ellen White beschreibt das sehr schön in Zeugnisse Band 8: "Der Erlöser führt Menschen andauernd zur Buße. Das ist ein ständiges Werk durch den Heiligen Geist. Sie müssen sich nur bereit erklären, dahin gezogen zu werden. Dann werden ihre Herzen in Reue zerschmelzen. An jedem Menschen wirkt durch seinen Geist ständig, bis der Mensch irgendwann sein Heil komplett verspielt hat. Okay, es gibt die Sünde gegen den Heiligen Geist, aber solange die nicht begangen ist, bemüht sich der Heilige Geist ununterbrochen..."

[10:43] "...Barriere Menschen nicht nur bei den Christen. Wer schon Christ ist, hat sich schon entschieden dafür. Da hat das wird mir schon angenommen."

[10:54] Ich lese weiter: "Dem Menschen ist ein Teil im Kampf um das ewige Leben zugewiesen. Er muss auf das Wirken des Heiligen Geistes reagieren. Der Heilige Geist wirkt das Wollen, wir müssen jetzt reagieren, damit das Vollbringen gelingt."

[11:07] Es wird Kampf erfordern. Die Mächte der Finsternis durchbrechen, und der Heilige Geist wirkt in ihm, um dies zu erreichen. Aber der Mensch ist kein passives Wesen, das in Untätigkeit gerettet wird. Er ist dazu aufgerufen, jeden Muskel anzustrengen und jede Fähigkeit zu nutzen im Kampf um die Unsterblichkeit. Doch es ist Gott, der das Gelingen gibt.

[11:32] Merkt, perfektes passt zu diesen Texten. Philipper 2: Am Anfang ist Gott, am Ende ist Gott. Das Wollen, das Vollbringen. Und zwischendrin ist er derjenige, der die Kraft gibt. Aber wir müssen uns entscheiden. Wir müssen diesen Kampf fechten. Wir müssen nicht greifen. Aber das Beispiel von den Pralinen: Wir müssen uns dann sagen, die Schachtel bleibt zu. Du gehst ab in den Schrank. Ich verschenke sie weiter oder was auch immer. Das ist meine Entscheidung.

[11:55] Da kann mich keiner zwingen, hinzugreifen. Ich entscheide das, und kein anderer für mich. Keiner kann zur Sünde gezwungen werden. Aber manchmal machen wir Satan oder den schlechten Gedanken und Gewohnheiten allzu leicht, indem wir uns selbst sagen: "Das hab ich jetzt gerade nicht. Heute packe ich das nicht an. Anderen Tagen ja, aber heute geht es mir nicht so gut."

[12:19] Ich muss jetzt mal all diese Ausreden, die es dafür gibt... im besseren Weg, sagt sie, Versprechen, die du nicht gehalten hast, und gelebte, die du gebrochen hast, haben dann Vertrauen in die eigene Aufrichtigkeit untergraben. Du fürchtest, Gott könnte dich nicht annehmen. Doch du hast keine Ursache zu zweifeln, zu verzweifeln. Es kommt vielmehr darauf an, die Macht des Willens richtig zu erkennen. Sie ist die entscheidende Kraft in uns. Alles hängt vom rechten Gebrauch des Willens ab. Gott hat dem Menschen die Fähigkeit gegeben, sich entscheiden zu können. Und nun liegt es an dir. Du kannst dich entscheiden, ihm zu dienen. Du kannst deinen Willen übergeben, dann wird er in dir das Wollen stärken und das Vollbringen schenken.

[13:06] Beim rechten Gebrauch des Willens tritt eine völlige Umwandlung im Leben ein. Und Freunde, da gibt es eben einen riesen Unterschied zwischen einem frommen Wunsch und einem festen Vorsatz. Wünsche ich mir ein besserer Mensch zu sein, oder will ich das wirklich so, dass es mich auch was kosten darf?

[13:26] Es tritt eine völlige Umwandlung im Leben ein, wenn du dann wollen Christus unterordnest. Verbindest du dich mit einer Macht, die über alle Gewalten erhaben ist. Gott wirklich stärken, damit du standhaft bleiben kannst. Durch die Hingabe an ihn wird es gelingen, ein neues Leben im Glauben zu führen. Unser Verlangen der Frömmigkeit und Heiligkeit ist nutzlos, solange es nur beim Wollen bleibt, hier müsste man vielleicht sagen, beim Wünschen.

[13:49] Bleibt. Viele werden auf ewig verloren gehen, obwohl sie gerne Christen geworden wären. Sie haben aber ihren Willen Gott übergeben. Sie haben sich nicht entschieden, wirklich Christen zu sein. Und ich glaube, das ist oft das Problem, dass auch wenn es um eine Erweckung, wenn es um Reformation geht, um lebendigen Glauben, und zum Weg steht: Wir wünschen ja das Gute, wir sagen "Ja" zu all dem. Die Bibel hat recht und Gott hat recht. Und die eine oder andere Erfahrung in meinem Leben sagt mir auch, ich sollte darauf achten. Aber der wirkliche Entschluss zu sagen: "Koste es, was es wolle, ich gehe jetzt diesen Weg."

[14:21] Darin werden so viele scheitern und am Ende vor Gott stehen und keine Ausrede mehr haben. Dann wird's dann nicht mehr heißen: "Aber ich war so hungrig" oder "Ich war so müde" oder "Ich war so am Ende mit meinen Nerven" oder was auch immer mich dazu verleitet hat zu sündigen.

[14:45] In 1. Korinther 13,8-10 wird uns gesagt, dass es bei der Heiligung nicht immer nur um äußerlich sichtbare Handlungsweisen geht. Wir neigen manchmal dazu, Heiligung im Sinne des Lebensstils zu verstehen. Auch dazu da hingehört sie in meinem Leben. Werden sich Dinge äußerlich sichtbar erkennbar verändern, aber maßgeblich, vorrangig geht es um das, was in mir drin passiert. Wie ticke ich? Denke ich über mich, über Gott, über den Nächsten? Wo es gar nichts von der Handlung kommt, der Charakter.

[15:15] Wir hören hier: "Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch einander liebt. Denn wer den anderen liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen, nicht töten, nicht stehlen, nicht begehren, und was er sonst angeboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung."

[15:37] Die Heiligung bringt mich aber in Übereinstimmung mit eben diesem Gesetz. Das bedeutet, die Heiligung hat ein Ziel, und das ist, einen liebevollen Menschen aus mir zu machen. Ich greife noch mal das Beispiel Ernährung auf, weil es einfach so gut passt. Heiligung bedeutet nicht, dass wir jeden zu einem Veganer machen. Vegane Ernährung ist sehr gut, keine Frage. Aber das ist nicht der vorrangige Zweck der Heiligung. Aber jeden zu einem Menschen zu machen, der es schafft, seinem Nächsten zu vergeben, der sogar schafft, seinen Feind zu lieben, der niemals um Verzeihung bitten wird, ihm trotzdem freundlich zu begegnen.

[16:12] Das ist das Ziel der Heiligung. Den anderen. Stelle in den Zeugnissen, Offenbarung, wird gebracht, sagt er: "Weit, der Mensch ist verehrungswürdig, wenn er bis zur Weißglut gereizt, sich dennoch beherrscht und seinem Nächsten vergibt. Das ist ein verehrungswürdiger Charakter", sagt sie. Das ist das Ziel der Heiligung.

[16:35] Manchmal habe ich den Eindruck, aufgrund der tollen Gesundheitsbotschaft, die wir haben, und anderer Lebensstil-Aspekte, die ganz wichtig und wertvoll sind, keine Frage. Aber die eigentlich nur Dinge sind, die hakt man einfach ab. Da stellt man sein Leben um, und dann hat man ein neues Fundament, man dann seinen Weg an, ist das erledigt, uns das Leben umgestellt. Im besten Falle, das, was aber ein Leben lang werden ist, nicht mehr die Ernährung noch weiter, noch weiter, noch weiter umstellen, oder Medienkonsum oder irgendwas. Da hat man einmal Prinzipien, dann soll es auch gut sein. Aber was ein Leben lang geht, ist der Charakter.

[17:05] Das, irgendwann merken, da ist noch oft, dass ich meinem Nachbarn nichts Gutes wünsche. Das sind doch Menschen, hin gehe ich lieber aus dem Weg, weil sie mir unangenehm sind. Da ist jemand, der mag die Hand schütteln, oder der ist, werde mir immer unfreundlich kommt, und ich schaffe es partout nicht, den freundlich zu grüßen. Das sind die Dinge, die dann sich zwar erkennbar macht, an dem sich zeigt, wie weit es bei uns mit der Heiligung wirklich bestellt ist.

[17:26] Ihr wisst, in welchem Zusammenhang Jesus sagt, Matthäus 5,48: "Soll vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." Da geht es nicht um Wallfahrten und religiöse Rituale oder irgendwas. In den Versen vorher spricht er von der Feindesliebe. Die Vollkommenheit besteht darin, dass wir genauso unsere Feinde lieben können, wie Gott es getan hat. Heute Morgen in der Predigt habe ich etwas dazu gehört, für eine Stadt wie Sodom einzutreten, obwohl so viel Böses dort geschieht, wie Abraham getan hat, für Menschen einzutreten, die es nicht verdient haben, denen zu verzeihen, die nie um Verzeihung bitten würden.

[18:02] Das sind die Dinge, um die es wirklich geht in der Heiligung, neben Lebensstil-Fragen. Aber das sind so die ersten Lektionen, die Lebensstil-Fragen, und dann kommt doch eigentlich die charakterlichen, viel, viel stärker.

[18:14] Galater 5,22-23: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung." Ihr habt das schöne vorne liegen als Steiner. Ich habe beobachtet, ja, die zehn Gebote hier vorne und die aufgeschlagene Bibel hier sind tolle Symbolik und das Kreuz zentral in der Mitte. Wirklich schön. Sehr adventistisch. Das, was wir manches Mal zu schnell aus den Augen verlieren oder wo wir uns einfach das Recht rausnehmen, das wir nicht haben.

[18:42] Ich betone, nachtragend zu sein, einfach mal kampfisch zu werden, weil der andere hat mir jetzt echt unrecht getan. In der gesamten Bibel finde ich kein Vers, der uns das Recht einräumen würde. Gibt es nicht. Es nicht. Egal, wie quer es manchmal jemand kommt.

[19:00] Vielleicht ein kurzes Beispiel gerade mal aus der aktuellen Praxis, dort, wo ich arbeite. Bin ich der Chef. Es gibt keinen.

[19:06] arbeite, bin ich der Chef. Es gibt keinen, der über mir steht und berufen. Ich habe aber eine Menge Leute, die unter mir sind. Ich versuche, das kein spüren zu lassen. Wir sind sehr kollegial, auf Augenhöhe miteinander, brüderlich unterwegs. Im Finger sehr angenehm. Unser Leben ist auch von anderen, aber dass mir schon mehr als einmal passiert, dass mich jemand anruft, er sich ärgert über irgendeine Entscheidung, mit der ich vielleicht gar nichts zu tun habe und pump mich an am Telefon, nimmt sich nicht mal die Zeit, persönlich vorbeizukommen. Wie konnte ich nur dies und jenes? Und versuche ich in aller Ruhe zu erklären, du, da bin ich nicht verantwortlich dafür. Ich verstehe den Frust, aber die Art und Weise ist nicht in Ordnung. Und wenn ich die Gelegenheit habe, kann ich erklären, was los war. Manchmal habe ich gar nicht die Gelegenheit, weil es der Verschwiegenheitspflicht unterliegt. Und in den Momenten denke ich auch an dieser Aussagen, die ich euch jetzt gerade entgegenbringe und denke mir, ich könnte jetzt den Chef raushängen lassen. Ich könnte eine Abmahnung schreiben. Ich könnte dafür sorgen, dass das Leben in Bogen hoffen so unangenehm wird, dass die Person von sich aus nach einem Jahr geht. Es gibt ja gute Möglichkeiten, aber ich weiß, als Christ sind als solche Dinge tabu, nie angesagt.

[20:07] Und wenn man will, dass andere so auch handeln, muss man da mit gutem Beispiel vorangehen. Wir wollen, dass unser Umfeld uns freundlich, liebevoll, nachsichtig und so weiter begegnet. Da müssen wir genau das auch anderen entgegenbringen. Zu aller erst, jetzt fast den wunden Punkt an in unseren Familien. Wir denken gern ein Lebensstil fragen und unseren Nachbarn mit dem Heiligen geht, aber das, wo sich so im Kern und zentral ausdrückt, das ist die eigene Familie. Wie gehe ich mit meinem Ehepartner um, wenn es mal hitzig wird? Wenn mal Stress ist, zu wenig Zeit, aber viel zu erledigen und andere hat jetzt gerade irgendwas verbockt? Wie gehe ich mit meinen Kindern um, wenn sie nicht ins Schema passen, wenn sie mir Schwierigkeiten machen, obwohl sie vielleicht alt genug sind, mir zu helfen und so weiter und so fort. Jeder von uns in der Familie befindet ein Familienkonstrukt. Weiß, wovon ich rede. Das sind die Momente, in denen sich dann wirklich ganz zentral offenbart, wie weit ist es mit der Heiligung?

[21:04] Und ich habe schon so oft auch in der Eheberatung gesagt: Weißt du, Christen vor mir sitzen, du kommst mit deinem Partner nicht klar. Eigentlich müsste man von Hassreden bei dem, was man da hört, dann Gedanken an Emotionen, an Taten. Und Jesus betet uns hier Matthäus 5:48. Wir sollten unsere Feinde lieben. Und manches Mal sage ich wirklich, du kannst dein Partner oder dein Kind oder wen auch immer nicht als dein Freund und als dein Bruder und Schwester betrachten. Betrachten, von mir aus als Feind und tue das, was Jesus sagt, wie wir mit Feinden umgehen sollen. Liebe ihn, liebe sie und versucht dadurch eine Veränderung herbeizuführen. Auch das ist ein Punkt, wo sich jeder selbst prüfen muss, wie es aussieht. Aber eins kann ich schon sagen, wenn es in einer Familie gut aussieht, Partner sie mir, jetzt keine Sorgen mehr zu machen. Wenn wir zum restlichen Leben auch gut aussehen.

[21:56] Nun kommen wir zur Sünde und Gericht. Nachdem geklärt ist, wohin die Heiligung führt, müssen wir uns fragen, was genau, wo genau sind die Begrenzungen dieses Weges der Heiligung? Und um was geht es eigentlich bei der Sünde und was erwartet uns im Gericht? Was ist Sünde? Die lade ich Schuld auf mich. Wir müssen uns unterscheiden voneinander. Wir tun das oft nicht. Wir reden einfach von Sünde. Wir reden von Schuld und verwenden das synonym. Häufig ist das auch in Ordnung, aber eigentlich ist das in dem Gericht, von dem wir sprechen, nicht deckungsgleich. Da gibt es einen Unterschied zwischen der Sünde und der Schuld, die ich damit auf mich lade. Ich werde gleich erklären, was ich damit meine. Er ist Johannes 3:4. Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit. Die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Eine schöne, knackige Definition.

[22:41] Adventistische, wer die Gebote bricht, der sündigt. Und daran gibt es nichts zu rütteln. Das ist eindeutig. Aber das ist nicht alles. Römer 2: So viele ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen. So viele unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden. Es sind nämlich nicht Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden. Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. Da ist etwas in ihnen, dass ihnen die moralische Richtschnur vorgibt. Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt. Dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen, an dem Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen durch Christus Jesus richten wird, wie es meiner Familie bezeugt.

[23:41] Da sind also in uns gewisse Dinge am Wirken. Wir würden sagen, der Heilige Geist in eine gute Richtung führt, auch bei den Heiden. Hören wir hier, jeden Menschen betrifft das. Keiner wird am Ende vor Gott stehen und sagen können: Tut mir leid, hätte ich gewusst, dass es dich gibt, hätte ich seine Gebote gekannt, mein ganzes Leben wäre anders verlaufen. Natürlich hat die auf deiner Seite gestanden. Sicher verläuft das Leben anders, wenn man mehr Erkenntnis hat. Aber dass man am Ende dann leider auf der falschen Seite steht, das wird nicht passieren. Dann wird nämlich sagen: Hier, schau dir das sagen, der Heilige Geist hat in diesem Moment und jenen Momenten, die immer wieder bewusst gemacht durch dein Gewissen, gesprochen durch ständig Gedanken, die einander anklagen oder entschuldigen, der gesagt: Das ist jetzt gerade das, was du tun solltest und davon sollst du die Finger lassen.

[24:26] Dieser Maßstab ist äußerst individuell, fast schon subjektiv auf den Menschen, auf das Individuum bezogen. Und wird, wie er sagt, das sein, was uns im Gericht begegnen wird. Wir werden da nicht sagen können, wie viele Christen heute: Ich wusste nichts von dem Sabbat. Vielleicht wussten sie es wirklich nicht. Aber was mit all den anderen Dingen, die sie wussten, wo ihr Gewissen geschlagen hat? Darum wird es dann gehen. Wenn jemand Lukas 16:10, wenn jemand in den kleinen Dingen oder in dem, was er weiß, treu ist, dann ist klar, wäre genauso treu aus Gewohnheit und Überzeugung in den anderen Dingen, die ihm noch nicht offenbart wurden. Davon spricht der Text hier. Treue in dem, was ich weiß.

[25:11] Römer 14: Den Glauben, den du hast, behalte bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst nicht zu verurteilen braucht, wenn er sich prüft. Das ist das gleiche Prinzip. Selig, der sich nicht zu verurteilen braucht, wenn er sich prüft. Also, wo sagt mir mein Gewissen, dass irgendwas nicht stimmt? Das wird das sein, was für Gott am Ende zählt. Wer aber dabei zweifelt und dennoch ist hier, geht es also um die Fastentage, wann darf man Fleisch essen, war nicht ja, der ist gerichtet, denn es kommt nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde. Und die etablierte hier ein ganz neues Verständnis von Sünde. Jetzt geht es hier nicht mehr so sehr, wie wir es gerade erst Johannes gehört haben, von dem Gesetzesbruch gleich Sünde. Jetzt geht es um die Frage, da kennt jemand das Gesetz nicht in allem oder so wie hier kommt eine neue Frage auf, mit diesen Fastentagen oder dem Götzenopferfleisch, was darf ich, was nicht? Es ist nicht ganz klar, weil es nirgends ein Gebot gibt, wie es damit umzugehen. Handle nach reinem Gewissen, nach fester Überzeugung. Wo du zweifelst, lass die Finger davon.

[26:15] Oder Johannes 15. Hier spricht jetzt Jesus selbst, so wieder das gleiche Prinzip. Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde. Nun aber können sie nichts verwenden, um ihre Sünde zu entschuldigen. Warum? Weil er es ihnen gesagt hat. Jetzt wissen sie es. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr. Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater. Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie es gesehen und auch hassen sie mich und meinen Vater. Jesus hat Beweise geliefert und sie hassen ihn trotzdem. So wie er mit seinem Volk damals umgegangen ist, wird am Ende auch mit seinem Volk, mit uns umgehen. Er wird von uns fordern gemäß unserer Kenntnis, was wissen wir? Welche Beweise hatte uns gegeben? Und darüber müssen wir treu sein. Er wird uns keine Vorwürfe machen für die Sachen, die wir nicht wussten. Und ja, da gibt es Menschen auf dieser Welt, die haben von der Bibel noch nichts gehört. Die haben nie Probleme bekommen mit dem Sabbat, weil sie nichts davon wussten. Aber sie haben treu gelebt mit dem, was sie wussten. Und hätte Gott es für richtig angesehen, in dieser, jenes auch mitzuteilen, hätten sie sicherlich genauso treu weiterhin gehandelt.

[27:25] Entsprechend steht keine Schuld zwischen ihnen, Gott. Sie wussten es nicht besser. Apostel 17:30. Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen. Nun aber gebietet den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. Das vergangene Nichtwissen kann mich nicht entschuldigen für die Zukunft. Wenn Gott mir neues Wissen mitgeteilt hat, bin ich verantwortlich ab dem Moment, in dem ich es verstanden habe. Da kann ich nicht zurückkennen sagen: Ich war doch vorher auch ein guter Christ. Ich bin es nicht mehr, wenn ich Neues weiß und nicht bereit bin, mitzugehen.

[28:00] 1. Timotheus 1:19. Damit du den Glauben an ein gutes Gewissen hast. Das haben einige von sich gestoßen am Glauben. Chef Forelle handelt gegen euer Gewissen und das Ende ist sicher, ihr werdet Schiffbruch erleiden. Manche zieht sich das Jahre und Jahrzentelang diese Spannung zwischen besserem Wissen und falschen Handeln. Aber irgendwann ist es nicht mehr auszuhalten. Die logische Konsequenz ist, die Glauben zurück zu lassen oder sich von Herzen dafür zu entscheiden. Bei vielen ist leider so, dass sie ihn von sich stoßen. Entsprechend Schiffbruch erleiden.

[28:32] Jakobus 4:17. Wenn nun weiß, Gutes zu tun und tut's nicht, dem ist Sünde. Ganz einfache, klare Definition. Und da braucht man gar nicht groß darüber verhandeln. Die Frage ist dann nur: Was genau ist denn gut? Und das ist manchmal nicht so einfach zu beantworten. Das gebe ich zu. Wir haben Grauzonen, wir haben Zonen, in dem man nicht klar sagen kann, ist jetzt das genau richtig oder ist jenes genau richtig. Und da greift Römer 14, was wir gelesen haben. Römer 14:22. Sich selbst prüfen, aber dann von Herzen nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Und das kann manchmal bedeuten, dass ich nicht so handle, wie es mein Bruder sieht, der ist vielleicht einer anderen Überzeugung. So werde ich immer 14 haben und das ist kein Problem. Paulus löst diese Spannung auch nicht auf. Er sagt nur: Ein jeder sei sich seiner Meinung gewiss. Er hätte mit einem apostolischen Machtwort alles klären können und er lässt es. Er macht es nicht. Er erwartet von seinen Christen, von seinen Leuten, dass sie reife Christen sind, um mit der Spannung leben können.

[29:36] Bei dem kleist er spricht Machtwort in dieser Sache. Sie werden das nächste Machtwort gleich wenigstens Sache wider Erwarten. Jetzt wird aber immer wieder was Neues aufkommen und so kann es nicht gehen. In manchen Bereichen muss man einfach individuell entscheiden, und das ist in Ordnung. Aber nicht dort, wo die Bibel klares Wort vorgibt.

[29:55] Sprüche 24:12. Sprichst du sie, wir haben nicht gewusst, für was der die Herzen prüft. Merke und der auf deine Seele hat, weiß es und vergilt dem Menschen nach seinem Tun. Auch hier mit dem Aspekt wieder. Ich kann vor Gott so lange sagen: Ich habe es nicht gewusst, wie es wahr ist, wenn es nicht mehr. Was kann ich nichts mehr sagen? Er kennt das Herz. Biblisch bedeutet das ja die Gedanken. Er weiß ganz genau, sind der Gedanken, die mich anklagen oder die mich wirklich entschuldigen. Habe ich eine ernsthafte Entschuldigung oder ist das nur irgendwas vorgeschoben? Das machen wir nichts mehr.

[30:26] 1. Korinther 4:5. Am Tag des Gerichts werden die Motive des Herzens offenbar. Da gibt es keine Ausreden mehr. Aber da wird auch jeder in Schulden in Schutz genommen, der aus reinem Gewissen heraus etwas Falsches getan hat, weil er es nicht besser wusste. Und damit gibt es für jeden Menschen den perfekten Maßstab. Kein Mensch hat eine Ausrede. Es zählt einfach das, was ihm an Erkenntnis in seinem Leben gewährt war.

[30:56] Lukas 12: Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, hat, aber nichts vorbereitet, noch nach seinem Willen getan wird, viel Schläge erleiden müssen. Wenn er bekennt und hat getan, was Schläge verdient. Entscheidung, wer nicht kennt und hat getan, was Schläge verdient, wird wenig Schläge erleiden. Hier sehen wir auch das Maß im Gericht. Es ist beides Fälle, wo jemand verurteilt wird, aber auch das Maß der Schulden entsprechend der Strafe wird sich an dem gemessen, was man wusste oder nicht wusste. Wie viel gegeben es bei den wird man viel suchen. Wie viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. Jesus selbst praktiziert das. Er sagt seinen Peinigern zu: Ihnen wird vergeben, weil sie nicht wissen, was sie tun. Sie haben Befehl ausgeführt. Sie wussten nicht, dass wir da gerade den Herrn des Lebens kreuzigen. Sonst hätten sie das sicherlich nicht getan. Und so schreibt er an weiteren Part, reichen Propheten, Seite 55.

[31:48] Im Gericht werden die Menschen nicht verdammt, weil sie gewissenhaft einer Lüge glaubten, sondern weil sie die Wahrheit nicht glaubten. Und weil sie die Gelegenheit ablehnten zu lernen, was Wahrheit ist. Drei Zahlen, die das so schön auf den Punkt bringen, woran unser Heil letztlich hängt. Und an dieser Frage könnt ihr jetzt schon bemessen, ob ihr eure als gewiss sein dürft. Da ist nicht ganz einfach. Handelt ihr rein nach eurem Gewissen, oder tut ihr das nicht? Und sie macht hier klar, es geht eben nicht kurzerhand aus Gründen der Bequemlichkeit oder der Faulheit zu sagen: Ich strebe nicht nach mehr Erkenntnis. Ich lese weniger der Bibel, oder vielleicht auch gar nicht, weil wer weiß, was ich dann auch alles so lese.

[32:32] Hatte gestern Abend kurz erwähnt, meine Kämpfe auch dies ein bisschen hat damit weiter, als ich dann zufällig erfahren habe, dass es sie gibt. Und bei ihren Zeugnissen, so mein erster Literatur von ihr gelesen habe über Erlösung und gemerkt habe, ich stehe auf einem nicht sicheren Fundament. Da habe ich tatsächlich genau diesen Gedanken gehabt, von dem ich gerade spreche. Der Gedanke: Du hast so viele Leute in der Gemeinde, keiner von denen kennt sich damit aus. Keiner kann dir die Fragen beantworten. Die stehen schon so lange treu im Glauben, sind nette Leute. Sei doch einfach genauso, ist doch alles gut. Warum machst du dir die Mühe, die sich kein anderer gemacht hat? Und da stand ich vor der Entscheidung, nämlich diese Mühe wirklich auf mich und fangen an, diese Menge Jahre Literatur, damals wusste ich noch gar nicht, wie viel es ist, aber Stück für Stück, als nach dem anderen zu lesen, in mich aufzunehmen, mein Leben umzusetzen, trotz allem Ärger in meiner Familie, weil meine Schwiegereltern in der Gemeinde. Ich habe so viele Streitdiskussionen gehabt, weil sich alle gestoßen gefühlt haben, weil so ein kleiner Junge Mann jetzt da meint, er wusste es besser, was die anderen seit Jahrzehnten der Gemeinde sind, so nicht sehen. Das war nicht angenehm.

[33:32] Immer wieder kamen die Frage für mich: Muss das sein? Muss das jetzt sein? Muss das in dieser Deutlichkeit sein? Gott hatte seinen Plan. Ich bin sehr dankbar dafür. Es wird wichtig, diese kostbare Zeit zu nutzen und in diesen wenigen Jahren, die ich damals hatte, mich vorzubereiten auf alles, was dann später im Leben noch kam oder bis heute kommt. Auch in meiner Verantwortung, die hätte ich niemals zu tragen kann, hätte ich nicht damals die Entscheidung getroffen. Ich suche auch nach mehr Erkenntnis. Ich gehe nicht den leichten Weg. Und dazu möchte ich euch auch aufrufen. Seid nicht zufrieden mit oberflächlichem theologischen oder biblischem Wissen.

[34:08] Versucht es wirklich zu verstehen. Denkt Matthäus 13. Jesus sagt dort im Gleichnis von den verschiedenen Böden, der bringt 100 oder 60 oder 30-fach Frucht, der das Wort vom Reich versteht. Nicht jeder, der den Samen mal kurzzeitig aufnimmt, sondern der, der es versteht, bringt die Frucht. Wir müssen tief verwurzelt sein, dann soll auch wirklich fest gegründet. Und das ist das, was sie hier sagt. Es genügt nicht, etwas nicht zu wissen. Es ist nur dann Entschuldigung, wenn ich keine Chance hatte, jetzt zu wissen.

[34:46] Wir leben im Zeitalter des größten Lichts. Ich rede nicht nur von der Bibel, sondern auch von den Schriften. Er weiß, wir können so viel Wissen, das wird nicht angenehm, aber vor Gott stehen. Eines Tages unter uns Wissen lässt, dass werden wissen können und wir haben uns die Zeit vielleicht nicht dafür nehmen wollen.

[35:03] Fassen wir zusammen zur Heiligung und Gericht. Durch die Heiligung können wir uns unser Heil, den Himmel nicht verdienen. Sie hatten nichts mit Sündenvergebung zu tun. Vergebung bezieht sich immer auf die Vergangenheit. Ich kann keine zukünftigen Sünden vergeben bekommen. Die Heiligung bezieht sich auf die Zukunft und sorgt dafür, dass sie vermieden werden. Fordern, wenn ich es also ernst meine mit Gott, müssen zwei Baustellen abgearbeitet werden. Das eines der Vergangenheit, da kann ich nichts mehr tun. Dies geschehen. Rechtfertigung allein durch den Glauben. Ich kann nichts dazu beitragen. Aber die Zukunft, da kann ich etwas und da muss sich etwas beitragen. Die Heiligung, die Sündenvermeidung. Ich rede nicht von oberflächlichen Formen. Wesen. Ich rede von einem Menschen, der wirklich von Herzen bereut, was er getan hat und er ist nicht wiederholen will in der Zukunft. Der vielleicht schwach ist, wie wir alle schwache Momente haben und noch einmal fällt, der aber auch wieder aufsteht.

[35:59] Sprüche 28:13. Der Gerechte fällt sieben Mal, steht wieder auf. Aber die Gottlosen versinken im Unglück. Auch wieder aufzustehen, bis man eines Tages eben nicht mehr stolpert. Und ich bin sicher, jeder von uns kann auch von tollen Siegen berichten, die errungen hat in seinem Charakter, in seinem Leben. Das ist die Heiligung und die wird vollendet werden bis zum Tag des Todes oder der Wiederkunft. Wenn wir dran.

[36:21] Ohne Heiligung aber behalten wir die Sündername, die Rebellion gegen Gott in unserem Leben bei. Rebellen, die sich mit Sünden frei im Leben nicht wohlfühlen, werden sich bei Gott nicht wohlfühlen können. Und entsprechend, dass es ganz logisch auch nicht bei ihm sein. Es wäre für sie eine Qual, mit Gott und Engel zusammenzuleben, wenn man diese Heiligkeit, diese Sinnlosigkeit nicht liebt.

[36:49] auf dieser Erde angezogen haben. Es gibt keine Sünden, die schon okay sind.

[36:52] Es gibt keine Sünden, die schon okay sind. Manchmal wird in unseren Gemeinden von einer Seligkeit-Frage gesprochen, und das suggeriert, dass anderes eben keine Seligkeit-Frage ist. Also in kleineren Angelegenheiten, da geht's Richtung Schmuck oder sowas Äußeres. Keine Seligkeit-Frage: Mach, was du willst. So habe ich das kennengelernt von klein auf.

[37:11] Und dann gibt es andere Fragen, die sind wichtiger. Ich muss gestehen, wenn ich zurückschaue, weil ich nicht weiß, ich weiß nicht genau, welche das wären. Dort, wo ich aufgewachsen bin, war das ziemlich beliebig. Aber ich schätze, sowas wie Sabbat vielleicht oder kein Schweinefleisch essen, das war auch ein kleiner, oft nicht klarer Punkt.

[37:26] Ich möchte an der Stelle deutlich sagen, dass alles Seligkeit-Frage ist, wenn egal wie klein die Sünde ist, dadurch Rebellion zum Ausdruck kommt. Wenn ich irgendwo in einem kleinen Gebiet, das keinen weiter beeindruckt, keinen weiter stört, für mich persönlich Rebellion aufrechterhalte, sage ich damit: Gott gehört mein Leben zu 99 Prozent, aber ein Prozent behalte ich für mich.

[37:47] Erinnert durch ein gestern Abend, was das bedeutet. Das bedeutet vom Herzen her 50 Prozent tun. Das hat mir heute vom Herzen her, dass ich eigentlich zu 99 Prozent weltlich und zu einem Prozent Christ bin. Ganz oder gar nicht.

[38:06] Entweder ganz übergeben oder eben nicht. Was wir aber beachten müssen, ist und jetzt große Vorsicht: Es gibt Dinge, in denen es einfach nicht ganz klar habe, ich es mit Sünde zu tun oder nicht. Es gibt im Lebensstil, gerade in der heutigen Zeit, so viele Varianten, wie man sein Leben gestaltet.

[38:25] Mir hat mal jemand kürzlich erzählt, wir hatten das Thema Schmuck. Werde es immer wieder in Bogenhofen und für mich persönlich ist es ein leidiges Thema. Für mich ist es komplett ohne Bedeutung, ob jemand Schmuck trägt oder nicht. Aber es sagt natürlich schon etwas aus über die Person und entsprechend ist für mich auch bald klar gewesen: Ich trage keinen Schmuck. Ich habe das früher schon getan, hätte silberne Kette, Siegelring und sowas.

[38:42] Ja, ich sage ein bisschen anders aus und irgendwann ist mir das bewusst geworden, was das über mich aussagen kann, was ich nicht wollte, weil ich das nicht bin. Das abgelegt. Wir haben das Thema immer wieder, weil das mit vielen jungen Leuten zu tun hat und das einfach jedes Jahr mehrfach raufkommt, dieses Thema.

[38:57] Und ich habe letztens mit einem Kollegen darüber gesprochen. Wir haben Kollegen, christliche Prediger, sogar darüber gesprochen, weil es in Österreich insgesamt immer mal wieder so ein Thema ist, weil wir noch verkündigen, dass man ohne Schmuck als Christ auftreten sollte, ein dezentes Äußeres haben sollte.

[39:11] Da gehören wir schon ganz, ganz wenigen Ländern in dieser Welt, die das auch so für sich haben. Und hat mein Kollege erzählt, dass er aus einem Land kommt, in dem durften die Männer keine Bärte tragen, weil der Bart als Schmuck gewertet wurde.

[39:27] Jetzt gibt es aber andere Gemeinden in anderen Teilen der Welt, wo man eher sagt: Männer sollten Bärte tragen, denn rasiert ist ein Schmuck. Erst zu sehr Eitelkeit. Ja, also da gibt es verschiedene Punkte, die wir biblisch nicht klar festlegen können, z.B. was Frisuren oder Bart oder anderes angeht, wo wir einfach auch sagen müssen: Bleibt jedem seine Freiheit überlassen.

[39:50] Wir ziehen die Grenze dort, wo ein Bibelwort haben oder ein klares Wort von Erweckung ist, unsere Kultur übertragbar ist, dann okay. Ansonsten müssen wir einfach auch großzügig sagen: Persönliche Gewissensfreiheit.

[40:04] Und wo diese Erkenntnis eben nicht so deutlich ist, da sollten wir folgendes als Maßgabe für uns persönlich und für den anderen wählen: Testing on is on sexual behavior.

[40:18] 24/2, wenn wir uns irren, lasse es eher auf der Seite der Barmherzigkeit sein als auf der Seite der Verdammung und harten Vorgehens. Also im Zweifel für den Angeklagten.

[40:27] Education sagt es noch einmal, dass sie sind keine Kombinationen, wo man immer das gleiche wieder einnimmt, sondern dass hier sind es ist eine Kombination, aber das ist tatsächlich in anderen Kontext geschrieben. Es war wirklich so wichtig, dass mehrfach in anderen Worten noch einmal zu sagen: Wenn man sich überhaupt erst dann besser auf Seiten der Gnade als auf Seiten der Strenge oder Zeugen.

[40:50] 74, wenn wir uns überhaupt irren, dann auf der Seite der Gnade und Nachsicht, nicht auf der Seite der Intoleranz. Und auch da können wir als Gemeinde immer wieder dazulernen.

[41:00] Wenn wir vielleicht in manchen Sachen sagen: Wie kann es sein, dass er sich jeden Film angeschaut hat oder diese Musik anhört oder das Buch gelesen oder ist dort mit den Leuten zusammen gewesen? Ihr könnt das gerne noch weiter spinnen. Ihr ist sicherlich welche Situationen gibt, was ihr schon erlebt habt, wo man euch Flächen vorwürfe gemacht hat.

[41:16] Hat es gibt Situationen, da hat keiner nur Teile sich zu erlauben. Da müssen wir genau so wie es hier heißt, einfach sagen: Sein nachsichtig sein, großzügig. Gibt kein klares Wort.

[41:27] Auf der anderen Seite müssen aber genauso deutlich sein, wenn wir ein klares Bibelwort haben. Und da denke ich einfach an doch so manche Geschwister, die werden bei uns in der Gemeinde haben. Ich hoffe hier nicht, ich kenne euch zu wenige, sprechen niemanden persönlich an. Aber ich weiß nicht, viel Gemeinde ist das ein Problem.

[41:41] Arbeiten bis in den Sommer hinein am Freitag, da kommt dann keiner so genau hin. Da wird doch nicht drüber geredet, aber es wird halt einfach gemacht.

[41:51] Oder was wir morgen schon ansprach, meinte: Klärt nicht alles. Man verdient hat, sieht man halt ein bisschen Steuern, geht mal schwarz arbeiten. Das ist Betrug. Es wird so nicht gesehen. Oder mit dem Alkohol ist nicht so genau zu nehmen, obwohl wir ganz klar gegen Drogen sind und andere Aspekte, für die wir stehen, wo wir klare Bibelworte haben und es wird nicht beachtet.

[42:08] Das sind die Dinge, von denen ich spreche. Da dürfen wir keinen Kompromiss eingehen. Bei anderen dürfen wir ganz, ganz großzügig sein.

[42:17] Und damit kommen wir jetzt, wird diese Grundlagen gelegt sind, zu dem vorletzten Thema, nämlich Perfektionismus.

[42:23] Es wird nicht zu lange gehen heute Nachmittag. Ich weiß, es ist ziemlich warm. Keine Sorge, Heilsgewissheit haben wir ziemlich schnell geklärt, wenn wir diese Dinge hier kennen. Und Perfektionismus ist biblisch auch überhaupt nicht kompliziert. Da brauchen wir auch gar nicht lange.

[42:38] Für was heißt biblisch vollkommen? Wir haben in der Bibel im Hebräischen ein Wort dafür, das ist "tamim". Das kommt schon sehr früh vor. Ich habe euch hier nur exemplarisch einzelne Beispiele von besonderen Personen herausgenommen, die für vollkommen gehalten werden im Leben.

[42:51] Zeigt sich aber, so vollkommen waren sie gar nicht. Nur z.B. ein untadeliger, ein vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen. Aber das Einzige, was wir aus seinem Leben hören, außer dass er ein Boot gebaut hat, ist, dass er sein Acker angebaut hat und betrunken und nackt in seinem Zelt lag. Und daraus resultiert ein Fluch über seine Enkel. Sonst haben wir nichts aus seinem Leben.

[43:15] Ein vollkommener Mann. 2012, fünfter sehen wir jetzt in welchem Kontext das hauptsächlich verwendet wird. Dieses Wort: Das Opferlamm, das kein Fehler hat. Männliches Tier, ein Jahr alt. Tritt muss.

[43:26] Eins haben wir das auch in vielen anderen Stellen. Ein Brandopfer, Sorge, ob er denn ein männliches Tier ohne Fehler. Und wir können das nur noch bei anderen besonderen Persönlichkeiten im Alten Testament sehen. Hier beispielsweise werden gleich noch was hören davon auch.

[43:40] Ein untadeliger Mann, früher als alle anderen. Und dann haben wir doch eine Anklage hier auf 19, 46: Gott tut mir unrecht, wo sich dann doch im Ton und auch in seinem Urteil vergreift.

[43:52] Also "tamim" bedeutet, das ist jemand, so kann man es hier vielleicht schon zusammenfassen, der sich darum bemüht, gewissenhaft zu leben. Der lässt nicht bewusst Sünden seinem Leben zu.

[44:01] Das bedeutet nicht, dass es Menschen sind, die keine Fehler machen. Bedeutet nicht, dass es Menschen sind, die nicht schwach werden würden, wie nur mit dem Alkohol. Aber keine absichtlich geduldeten Fehler.

[44:15] Deshalb wird "tamim" auch häufig als schuldlos übersetzt. Und einfach zu zeigen: Die Person wollte ja das Beste, vielleicht schwach geworden, aber da war keine Absicht dahinter, keine boshafte.

[44:27] Als "tamim" galt ein Opfertier, wenn es äußerlich vollkommen war. Und vollkommen hieß nicht, dass es ein Schönheitswettbewerb der Lämmer gab.

[44:36] Welches war wahlweise als das andere war das Fell reiner, wo war es dichter, welches war mit einem Jahr mehr gewachsen als das andere? Welche Beine sind symmetrischer gewesen? Welches Gesicht war hübscher? Das ist nirgends vorgeschrieben.

[44:49] Fehlerlos hieß nicht vollkommen schön. Fehlerlos ist einfach nur kein offensichtlicher Makel. Dürfte kein langes Tier sein, es dürfte kein blindes Tier sein und so weiter. Da seht ihr, der Maßstab für Vollkommenheit biblisch ist nicht ganz der, den wir uns vielleicht heute so landläufig darunter vorstellen.

[45:10] Es geht nicht um eine Perfektionsskala. Es geht um einen gewissen Mindeststandard.

[45:19] Hier bei 1, Vers 18, wird er als ein vollkommener Mensch, als ein sehr guter, der Beste seiner Zeit beschrieben. Warum? Hier bei 1, 18: Er mied das Böse. Darum geht es bei dieser Vollkommenheit.

[45:33] Lass die Sünde nicht zu deinem Leben. Das bedeutet nicht, dass es keine schwachen Momente gibt, aber es heißt, es war ein Mann, der war klar entschieden. Er wusste genau, wo er hin will und zu wem er gehört. Der ist kein Kompromiss mit der Sünde, mit dem Bösen eingegangen.

[45:46] Und da wiederhole ich einen Gedanken von gestern Abend. Es geht dabei nicht um einzelne Handlungsweisen, weisen, Entschuldigung.

[45:52] Irgendetwas, was ich gerade getan habe. Einzelne Aktionen. Es geht um das große Ganze, unseren Charakter. Der bessere Weg sei der 43. Unser Charakter offenbart sich ja nicht den gelegentlichen guten oder bösen Taten, sondern in dem Ziel, dass unsere Worte und Handlungen haben.

[46:10] Und da gibt es vielleicht auch mal Fehler, die aber gut gemeint gewesen sind. Werden wir Lohn dafür erhalten, wenn du etwas Schlechtes getan hast, aber wir wollten eigentlich was Gutes? Ganz sicher.

[46:23] Wenn ich nicht wider besseren Wissens gehandelt habe. Die Pharisäer und die Hohenpriester werden keinen Lohn dafür halten, dass sie Jesus im Namen des Glaubens ans Kreuz gebracht haben. Warum?

[46:35] Nicht, wir haben gelesen Johannes 15, weil Jesus ihnen klar gesagt hat, dass er der Sohn Gottes ist und hat es bewiesen. Sie wollten es nicht hören, sie wollten es nicht sehen. Und damit haben sie keine Entschuldigung mehr.

[46:49] In Hiob 9 hören wir dann noch: Wenn ich auch Recht habe, so kann ich ihnen doch nichts antworten, sondern ich musste mein Recht flehen. Wäre ich gerecht, so müsste mich doch mein Mund verdammen. Wäre ich unschuldig, so würde mich doch schuldig sprechen.

[47:00] Wir haben gar keine Chance, wirklich vollkommen vor ihm zu stehen. In Kapitel 4 wird uns gesagt: Selbst die, die Gott dienen, hier geht es vermutlich um die Engel, sind nicht vollkommen vom göttlichen Maßstab. Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott?

[47:14] Und ein Mann oder ein Mann rein sein vor dem, der gemacht hat. Sie seinen Dienern traut er nicht. Seinen Boden wirft er Torheit vor. Wie viel mehr denen, die in Lehmhäusern wohnen und auf Staub gegründet sind und wie Motten zerdrückt werden.

[47:30] Das ist vermutlich so ein Gegenentwurf der Mensch, der so einfach auf Staub in Lehmhütten lebt, worden ist und der Engel demgegenüber, die die Gardinen. Und trotzdem entsprechen sie nicht dem, was vor Gott vollkommen wäre.

[47:43] Um damit einfach auch ganz klar zu machen: Wirklich perfekt im Sinne von fehlerlos geht kein Mensch für diese Erde. Das trifft nur auf Gott zu. Und in dem Sinne auch als der Mensch geworden ist, als Gott Mensch wurde, war das natürlich perfekt. Davon abgesehen gibt es nicht mal annähernd etwas, das dieses Wort verdient hätte.

[48:05] Im Hebräischen wir bei "torah" stehen, und das bezeichnet er den Irrtum, den Fehler aus Dummheit, aus Unwissenheit, aus Unvermögen heraus. Ich wusste es nicht besser, ich konnte es nicht anders.

[48:13] Und das ist genau das, was auf uns zutrifft. Wie bei den Engeln und so wendet sich das Effekt gleich eigentlich ins Positive. Wenn es bei Engeln schon so ist, dass eben nicht alles wissen, dass sie vielleicht manches Mal auch eine Frage stellen, die eigentlich töricht ist.

[48:28] Denken wir an Satan und die ersten Gespräche mit Jesus, bevor dann die Rebellionen so richtig offen zu Tage getreten ist. Da war das noch legitim, Fragen zu stellen. Da war das noch okay, das eine oder andere besser verstehen zu wollen.

[48:40] Das ist es bei uns auch. Es ist legitim, nicht alles zu wissen, nicht alles richtig zu machen. Aber nicht legitim, dass aus Bequemlichkeit zu tun, weil es nicht besser wissen will und nicht besser machen will.

[48:54] Unbekannte Fehler sind trotzdem sind, aber sie werden nicht als Schuld zugerechnet. Und hier unterscheiden sich so in Unschuld. Meistens ist es gleich: Ich sündige und ich trage die Schuld dafür. Aber es gibt auch Sünde, die mich nicht schuldig werden lässt, weil ich es nicht wusste.

[49:15] Auch die wird vergeben und muss vergeben werden. 09, 10, Vers 13. Wer kann merken wir auf der Fehler verzeihen mir die verborgenen Sünden.

[49:22] 92, 8. Unsere Messetagen stellst du vor, durch unsere unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht. Gott sieht das, Gott weiß das.

[49:30] Und damit sind wir bei einem anderen Maßstab. Es gibt diesen individuellen gemessenen meine Erkenntnis und meinen Gelegenheit, meine Möglichkeiten, Gottes Willen zu kennen und zu tun. Und es gibt den absoluten Maßstab. Das sind die zehn Gebote.

[49:42] Der wird immer gelten und immer definieren, was Sünde ist. Aber nicht jedes Mal, wenn ich dagegen verstoße, wird es mir zur Last gelegt, sofern ich es nicht besser wusste.

[49:53] Wir viele Menschen auf dieser Welt, die noch nie was von zehn Geboten gehört haben. Da können wir nicht erwarten, dass sie den Sabbat halten. Es wird dementsprechend auch nicht als Schuld zugelassen, es sei denn, sie hätten es wissen können und haben diese Erkenntnis verworfen.

[50:09] Und damit kommen wir zu dem letzten Aspekt des heutigen Nachmittags, dass die Heilsgewissheit. Da muss ich jetzt gar nicht mehr viel zu sagen. Die Grundlagen sind gelegt. Oder 14 haben wir schon gehabt, dass jetzt nicht mehr schwer.

[50:21] Ich habe gestern Abend mit diesen Texten hier begonnen, weil das die Texte waren, die in mir diese Heils-Ungewissheit ausgelöst haben, wo ich wirklich Angst bekam, wenn Jesus wieder kommt und nicht wusste, ob ich mich darauf freuen oder ihr davor zittern soll.

[50:34] Die Botschaft an Lao, die zehn Leute, die überhaupt nicht wissen, wie falsch sie vor Gott stehen, fest überzeugt sind, es ist doch alles gut. Matthäus 7, Leute, die Wunder tun im Namen Jesu und Jesus sagt: Ich kenne euch noch nicht einmal.

[50:48] Das heißt wörtlich: Ihr Gesetzlosigkeit tuenden ist leider wieder in vier Bibel nicht ordentlich übersetzt, wie so oft, dass es mehr so die Ungerechtigkeit und so weiter her. Wörtlich heißt es dort: Ihr Gesetzlosigkeit touren.

[51:03] Denn da sind wir wieder. Da sind die Leute, die wollen sich nicht an Gottes Gebot erhalten. Das Schema, das die gesamte Heilige Schrift durchzieht. Davon sind wir gestern Abend ausgegangen.

[51:13] Nehmen wir jetzt einen anderen Text, der so scheint es genau das Gegenteil sagt. Uns zuruft: Hat bloß keine Angst! Er ist Johannes 5. Das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat. Und dieses Leben ist in seinem Sohn.

[51:28] Bei dem Sohn hat der, hat das Leben. Über den Sohn Gottes nicht, hat der hat das Leben nicht. Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubten den Namen des Sohnes Gottes.

[51:44] Für manche bedeutet es einfach nur zu glauben, dass Jesus gestorben ist, lebte und gestorben ist für meine Schulden. Damit ist alles okay, was ich im Leben mache. Es ist egal.

[51:54] So könnte man diesen Text missverstehen. Oder mit all dem anderen, was wir hatten, muss klar sein, man darf das nicht so isoliert betrachten. Und doch ist das ein Aufruf zu Heilsgewissheit. Wir sollen es jetzt schon wissen und nicht erst am Ende dann hoffentlich glücklich erleichtert ins Himmelreich eingehen.

[52:11] Die Vorfreude darauf kann uns jetzt schon durchtragen durch schwere Zeiten und soll das auch. Die gibt uns Kraft. Die Bedingung ist aber 14, 22: Selig ist, der sich nicht zu verurteilen braucht, wenn er sich prüft.

[52:23] So einfach ist das. Und damit habt ihr das Werkzeug an der Hand, euch jederzeit, jeder Lebensphase selbst zu prüfen und zu fragen: Lebe ich mit reinem Gewissen vor dem Herrn? Natürlich.

[52:33] Es ist nicht. Ein kleiner Gedanke noch, das muss einfach auch noch gesagt werden. Nicht alle Gewissen ticken gleich richtig. Wir sind unterschiedlich geprägt, wir haben unterschiedliche Erkenntnis. Und manche sind über akribisch, was das Gewissen angeht.

[52:50] Das Hauptproblem in der Bibel sehen wir bei den Leuten, die viel zu großzügig, viel zu nachsichtig mit sich selbst sind. Die Propheten müssen immer wieder sagen: Du hast eine falsche Gewissheit, ist eine falsche Hoffnung.

[53:03] Aber es gibt auch das Gegenteil. Und den möchte ich auch sagen: Ja, es durchaus möglich, ein Gewissen zu haben, das zu scharf ist, ein Gewissen, das zu eng ist, mit dem man sich selbst das Leben sauer macht und seinem Nächsten vielleicht auch noch, wenn man sich bemüht, im anderen zu sagen: Dies und jenes.

[53:18] In Taten, das alles muss so so, so sehen. Auch hier haben wir nur einen Maßstab, und der ist und bleibt die letzte Instanz. Das ist die Bibel. Es ist nicht begründbar. Daraus muss ich großzügig sein, muss ich vorsichtig sein.

[53:34] Und so manches Mal, das habe ich auch schon hinter mir, stand ich da manchmal über Jahre in einem Kampf um etwas, Mediennutzung z.B., um gute, solide Prinzipien zu entwickeln, was geht und was geht nicht, womit durch Gott mein Gott wirklich Ehre.

[53:47] Und irgendwas mir bewusst geworden: Ich gebe Gott auch keine Ehre, wenn ich also das Kit lieber, wenn ich mir diese und jene sind alles versage. Nein, dazu sage vielleicht Lebensfreude, deshalb auch verliere die Gott für mich vorgesehen hat, nur um bloß keinen Fehler zu machen.

[54:01] Ich bin sicher, einige von euch kennen solche Gedanken. Das gibt Gott eben auch nicht die Ehre, die ihm gebührt.

[54:10] Prediger 9, Vers 7: Genieße das Leben. Oder das Kapitel 12, Vers 1 und 2. Her, wir haben auch diese Aufforderung. Das heißt, wir müssen ausgewogen bleiben, nicht zu eng, nicht zu weit gehend und zurück Zeit lassen, bis die Erkenntnis klar ist, aber dann auch entschieden handeln.

[54:26] Für die Gemeinde geschrieben, Band 1. Also es wäre Selected Messages, Band 1, da schreibt er an: Weitet das.

[54:34] Ja, ich bewerte es gleich über die über die Heilsgewissheit. Niemals dürfen in einem Zustand der Selbstzufriedenheit fahren und aufhören im Glaubensleben voranzuschreiten, indem wir uns sagen: Ich bin erlöst.

[54:46] Wird dieser Gedanke genährt, so wird die Motivation für Wachsamkeit und Gebet, für das erste Bemühen nach höheren Zielen zu streben, letztlich verschwinden.

[54:56] Und das hat viele dazu veranlasst, bis heute zu sagen, er ein weit sagt, wir dürfen nicht als gewiss sein. Und wer das sagt, er steht falschen. Gibt es eine Aussage von ihr, dass sie nie jemand auch von den heiligen Männern der Bibel gewagt hätte zu sagen: Ich bin sündlos.

[55:07] gewagt hätte zu sagen, ich bin sündlos. Natürlich konnte auch keiner von sich behaupten, außer Jesus Christus.

[55:11] Aber hier geht es nicht darum, dass wir keine Heilsgewissheit haben dürften. Das hier ist mehr der Blick in die Zukunft, heute zu sagen, wo ich in 30 Jahren stehe. Und das kann kein Mensch sagen. Dieses Monster, worauf das Ganze im Glauben eben nicht, was weiß ich, wo ich in zehn Jahren stehe. Und damit ich nicht abkomme, muss ich eben im Glauben wachsam und im Gebet aufmerksam sein. Gospel Worker, Seite 12 und 13. Diesen Punkt müssen wir uns alle einprägen. Wenn wir Christus als Erlöser annehmen, müssen wir ihn auch als Herrscher annehmen. Wir können keine Gewissheit und kein vollkommenes Vertrauen auf Christus als unseren Erlöser haben, wenn wir ihn nicht als unseren König anerkennen und seinen Geboten gehorchen.

[55:57] Und es öffnet sich noch ein anderes Fass. Oder eigentlich ist es gar kein so großes. Man hat schnell wieder zu machen. Sie macht einfach deutlich, wenn wir ein schlechtes Gewissen haben, dann wird es praktisch unmöglich sein, Gott wirklich zu vertrauen. Wollen wir ein starkes Gottvertrauen, unbändigen Glauben haben, der durch Leid und Trübsal und alle Schwierigkeiten hindurchgehen kann, dann brauchen wir ein reines Gewissen.

[56:16] Haben wir kein reines Gewissen, werden wir uns selbst immer wieder plagen. Der Glaube wird immer wieder durchlöchert. Das Fundament ist schwach und unsicher. Wenn wir ihn annehmen als Erlöser, dann auch als Herrscher, dann können wir vollkommenes Vertrauen auf ihn als unseren Erlöser haben. Dann werden wir Gewissheit haben können.

[56:39] Kommen wir zu den schöneren Aussagen in dem Zusammenhang aus dem Ballett in der Generalkonferenz von 1901. Da wurde Stenografie mitgeschrieben, dass sie in ihrer Ansprache sagte: "Jeder von euch da für sich selbst wissen, dass er einen lebendigen Retter hat, dass er sein Helfer und Gottes. Du musst nicht stehen bleiben und sagen, ich weiß nicht, ob ich gerettet bin. Glaubst du an Christus als deinen persönlichen Retter? Wenn du das tust, freue dich. Wir freuen uns nicht halb so viel, wie wir sollten. Wir sollten Freude damit Kraft ziehen aus der Gewissheit, dass wir erlöst sind."

[57:15] Das kann ich sagen, meine Stand jetzt. Ich kann es nicht sagen über einen Stand in zehn Jahren. Und das ist der Unterschied, den wir hier bei ihren Aussagen machen müssen. Der Kontext ist ein anderer.

[57:22] Noch mal zurück zu "Für die Gemeinde geschrieben", Band 1. Wir werden noch oft bei unseren Anstrengungen, dem göttlichen Vorbild nachzustreben, Niederlagen erleben. Wir werden uns wegen unserer Unzulänglichkeiten und Fehler noch oft vor Jesu Füßen weinend beugen müssen. Aber wir sollen uns nicht entmutigen lassen. Wir sollen nach inbrünstiger beten, noch völliger glauben und mit mehr Standfestigkeit versuchen, in die Ähnlichkeit unseres Herrn hineinzuwachsen.

[57:49] Weil wir unserer eigenen Kraft misstrauen, sollen wir der Kraft unseres Erlösers vertrauen und Gott preisen. Sie gibt es ja ganz offen zu und sie sagt auch, bei ihr selbst ist es eher so gewesen, dass sie immer wieder ihre Knie beugen und sagen musste: "Herr, da hätte ich besser handeln können." Das gehört mir dazu zu dem Weg der Heiligung.

[58:11] Kommen wir zu den letzten Aussagen. Sein so Betreiben, 1892. "Wir sollen seine Gnade nicht bezweifeln und sagen: Ich weiß nicht, ob ich gerettet werde oder nicht. Durch lebendigen Glauben müssen wir die Verheißung beanspruchen, denn er hat gesagt: Wenn eure Sünden auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden. Wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden."

[58:34] Wenn wir wirklich glauben, müssen wir glauben, dass uns erlöst, dass wir gerettet sind. Das wird uns nur gelingen, wenn wir ein reines Gewissen vor ihm haben.

[58:42] Sieg der Liebe, 424. Erde die Kranken heilt und die bösen Geister austrieb. Also unter den Menschen wandelte, ist auch heute derselbe mächtige Erlöser. Der Glaube kommt durch das Wort Gottes. Halte dich an seiner Verheißung fest. "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen." Wirf dich Jesus zu Füßen und rufe: "Ich glaube, Herr, hilf du mir heraus aus meinem Unglauben." Wenn du das tust, wirst du nicht umkommen. Niemals.

[59:15] Eine ganz klare, ganz feste, zuversichtliche Aussage, der wir festhalten dürfen, wenn wir die einzige Bedingung erfüllen, die uns gegeben ist. 1. Johannes 3, 20-22. Dass wir uns nicht zu verurteilen brauchen, wenn das so ist, nach aufrichtiger Prüfung, dann wird uns Gott auch nicht zu verurteilen brauchen. Und dann brauchen wir auch überhaupt keine Sorgen haben, sondern dürfen uns freuen, von Herzen freuen und dem Tag entgegenfiebern, dass Jesus doch endlich wieder kommt, um hier unten allem ein Ende zu machen und uns die ewige Welt zu eröffnen.

[59:47] Ich wünsche uns allen, dass wir genau das erreichen.

[59:54] Unser lieber himmlischer Vater, unser großer Gott, danke, Herr, dass du uns so beachtest und so sehr liebst, obwohl wir eigentlich nur ein Gebilde aus Staub sind, obwohl so viel Unvollkommenheit an uns ist, körperlich, charakterlich, in unseren Handlungsweisen, Worten, sondern mit Emotionen, so viele Entscheidungen, die wir treffen, so vieles, was wir in unserem Leben immer wieder zu bereuen haben. Und doch bist du ein Gott, der in seiner unendlichen Reinheit und Vollkommenheit gerne unser Gebet der Reihe hört, der sie unseren Kummer anhört, der Mitleid mit uns hat und der uns zu besseren Menschen machen möchte.

[1:00:28] Bitte, lasst uns diesen Gedanken nie aufgeben. Lasst uns nie daran zweifeln, dass du uns gerne fest, dass du uns gerne wieder aufrichtest, dass du uns gerne die Kraft zu überwinden schenkst. Und wenn es 490 Mal ist, dass wir die gleichen Sachen, Verzeihung, bitten, dass du uns trotzdem wieder die Kraft für das nächste Mal gibst, wenn wir dann im Stande, wenn wir den Willens sind, sie wirklich zu gebrauchen.

[1:00:51] Möchte dich bitten, Herr, dass das, was wir heute gehört haben, dass wir es auch genauso beherzigen, dass es bei uns nicht nur ein frommer Wunsch bleibt, dass du nicht nur das Wollen und das Vollbringen wächst, sondern dass dieser Wunsch in uns auch zu einem festen Willen, meinem Entschluss, zu einer Entscheidung wird, die dazu führt, dass wir es auch tun.

[1:01:11] Dass das, was du uns sagst durch dein Wort, die Erkenntnis, die uns vermittelt, dass das in unserem Leben auch Praxis wird, dass wir es umsetzen, dass wir nicht gegen unser Gewissen handeln und damit Schuld haben, die zwischen uns steht.

[1:01:24] Das wäre ein Gewissen, auf dich blicken und zu dir beten dürfen und damit auch feste Zuversicht und Vertrauen haben, dass du hörst um unsere Gebete, unser Leben, um alle unsere Schwächen, Stärken, kümmerst.

[1:01:40] Aber auch Herr, dank des den Momenten, wo wir schwach sind und wo wir Sünde vielleicht doch bewusst dann zulassen, weil wir einfach in den Momenten genutzte Sünde lieben, weil wir noch zu schwach sind und wirklich dauerhaft zu befinden, dass es uns auch da nicht alleine lässt, dass du geduldig bist, dass du uns wieder zu dir siehst, des tust wiederaufbau ist, dass uns nicht aufgibt, es solange wir leben.

[1:01:59] So möchte ich dich bitten zum Abschluss, Herr, dass du uns alle noch diese Gewissheit schenkst, dass du, du das gute Werk in uns begonnen hast, es auch vollenden wirst bis zum Tag unseres Todes oder Jesu Wiederkunft.

[1:02:13] Dass wir gewiss sein dürfen, wenn du dich nicht loslassen und da bin ich eines Tages in Punkt kommen, wo wir sagen, wir wollen einfach uns nicht mehr verändern, sondern solange wir uns deinem Einfluss aussetzen, dass wir das Ziel erreichen.

[1:02:28] Und festerer vertrauen dürfen, erlöst zu sein. Mit der schenkt uns diese Gewissheit auf festem Fundament und die daraus resultierende Freude und Kraft. Amen.


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