[0:34] Herzlich willkommen zur Christ Study Hour. Wir sind inzwischen bei Lektion Nummer 12 angekommen, beim zwölften Kapitel im Brief an die Hebräer, der in den meisten Bibeln überschrieben ist. Auch heute wollen wir wieder gemeinsam ein wenig das Wort Gottes anschauen und dem nachgehen, was Paulus hier genau mitgeben wollte.
[0:54] In Kapitel 12 kommt er jetzt dazu, dass er die Dinge noch praktischer machen will. Für Paulus sind all die Dinge, die er vorher aufzählt, nicht nur einfach Theorie, damit wir besser Wissende sind. Für Paulus sind das Dinge, die wirklich einen Unterschied in unserem alltäglichen Leben, in unserer Beziehung mit Gott machen sollen und dadurch natürlich auch ausgeweitet auf alle anderen. Es soll auch ein Unterschied im Leben von anderen machen.
[1:24] Wir haben in Kapitel 11 gesehen, dass Paulus viele aufzählt, um sie als Glaubensvorbilder zu nennen. Es hat eine Reihe der mit Namen genannt, aber es hat auch eine ganze Reihe, die er nicht mehr mit Namen nennt. Den Namenlosen sind trotzdem genauso Glaubenshelden. Und jetzt kommt er zur Anwendung.
[1:46] Gleich in Kapitel 12, Vers 1, beginnt mit "Deshalb". Das ist jetzt die Schlussfolgerung, zu der er eigentlich kommen möchte. Das, wozu er seine Zuhörer aufrufen möchte. Er sagt in Vers 1: "Deshalb lasst nun auch uns dafür so eine große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf."
[2:18] Paulus mündet hier direkt in die Anwendung. Er will das zusammenfassen. Er sagt: "Deshalb, weil wir, weil wir so viel jetzt über Jesus gehört haben, weil wir erlebt haben, dass er besser ist." Ich fasse den Hebräerbrief gerne damit zusammen, dass ich sage: Paulus will eigentlich nur ausdrücken: Jesus ist besser. Besser ist alles, was wir uns vorstellen können, besser als alles, was wir kennen.
[2:43] Und vor allem, weil wir eine so große Wolke von Zeugen um uns herum haben. Das, was er in Kapitel 11 gemacht hat, hatte nicht zum Selbstzweck. Er will seine Zuhörer ermutigen. Wir werden gleich in den nächsten Versen merken, dass sie offensichtlich mit großen Herausforderungen zu kämpfen haben. Aber er will sie ermutigen. Und er erwähnt so viele verschiedene Persönlichkeiten mit ihren Herausforderungen, die uns ermutigen sollen. Das ist diese Wolke von Zeugen, die uns umgibt.
[3:16] Und hier tritt er ein in das Bild, das er verwenden möchte. Gleich am Ende des Verses lesen wir, dass er das Bild des Wettlaufs benutzt. Ein Bild, das häufiger verwendet wird, nicht nur hier, nicht nur, wenn es darum geht, wenn wir mit Dingen zu kämpfen haben. Vor allem im ersten Korintherbrief, in Kapitel 9, da benutzt er dieses Bild auch für unser Leben, dass wir hier auf der Erde haben.
[3:42] Und er sagt, es ist dieser Wettlauf, dieser Wettlauf, der auf ein Ziel hin geht. Und der Ausdruck, der dort verwendet wird, beschreibt nicht einen Sprint, es beschreibt einen Marathon. Und in den Köpfen der Zuhörer wird sich wahrscheinlich das Bild aufgetan haben von dieser großen Arena, von diesem großen Sportplatz, in dem in diesen Runden die Wettläufe, den Marathon gelaufen sind. Und auf den Tribünen saßen nicht nur die Zuschauer, vor allem kurz vor der Ziellinie saßen nämlich auch die Sieger der vergangenen Wettkämpfen.
[4:20] Und wenn man dann auf der Zielgeraden war, dann fiel der Blick auf diese Sieger, die schon vorangegangen sind. Und es hat einen ermutigt. Ich weiß, dass ich es schaffen kann. Wenn die es geschafft haben, dann muss ich nicht jetzt aufgeben. Und dieses Bild gibt er ihnen mit. Deshalb sollen wir dran bleiben.
[4:39] All diejenigen, die dort sitzen, können zujubeln, können ermutigen, weil sie auch ihr Durchhaltevermögen gezeigt haben, ihre Freude und den Glauben, den sie selbst in Schwierigkeiten bewahrt haben. Und Paulus möchte dieses Bild in seinen Zuhörern erwecken, dass wir dort in diesem Wettkampf sind, in diesem Marathon.
[5:05] Und all diejenigen, die er aufgezählt hat, sind diese Zeugen, die uns daran erinnern sollen, die Zielgerade zu erreichen. Es ist möglich, egal welche Herausforderungen kommen. Es hat schon jemanden gehabt, der ähnliche Herausforderungen hatte, vielleicht sogar viel schlimmere. Und wenn die siegreich bleiben können, ja, was für eine frohe Botschaft, dann können wir das auch. Wir können die Zielgerade erreichen.
[5:33] Aber er geht hier einen Schritt weiter. Er will nicht nur dieses Bild erzeugen und sagen, wir sollen in dem Lauf bleiben, sondern er sagt: Eigentlich sollen wir jetzt, weil wir in diesem Lauf sind, weil wir die Zeugen haben, sollen wir jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen.
[5:53] Er beginnt mit jeder Bürde, mit jeder Last, mit jedem zusätzlichen Gewicht. Hier spricht er noch nicht von Sünden. Das heißt, es können Dinge vom Ziel abhalten, die an und für sich nicht sündhaft sind. Das muss man sich mal vorstellen. Wir achten gerne darauf, was ist falsch, oder wir stellen die Frage: Warum ist es falsch? Warum soll ich das nicht tun? Paulus möchte ich hier aber deutlich machen, dass es eigentlich die falsche Frage ist.
[6:27] Die Frage sollte nicht lauten: Was ist falsch daran? Die Frage sollte lauten: Bringt mich das in meiner Beziehung mit Jesus voran? Und wenn die Antwort nicht da ist, dann sollte ich es ablegen. Dann ist es eine Bürde, die mich unnötig belastet auf diesem Marathon. Und vielleicht werde ich kurz vor dem Ziel aufgeben, einfach, weil es Dinge gibt, die mich festhalten.
[6:50] Ein gutes Beispiel dafür ist das, was Jesus mit dem reichen Jüngling erlebt. Er hat nicht an sich etwas Sinnhaftes getan. Das, was Jesus so traurig gestimmt hat, war, dass sein Herz an Dingen hing, die an sich das Problem waren. Wir haben viele sehr wohlhabende Menschen der Bibel. Wohlhabende Menschen haben Jesus das Grab ermöglicht, indem er zur Ruhe gelegt wurde für diese kurze Weile. Aber hier hat jemand eine Bürde gehabt, die ihn auf dem Lauf behindert hat. Er hat sich nicht abgelegt, und das hat Jesus traurig gestimmt.
[7:32] Und dann natürlich sagt Paulus auch: Und alle Sünde sollen wir ablegen. Das ist jetzt der Aufruf, der Aufruf, den er im gesamten nächsten Abschnitt entfalten will, um deutlich zu machen, wie das aussehen soll, warum das wichtig ist und wie wir heute damit umgehen sollen.
[7:50] Wir sollen alles, was uns auf dem Weg zur Zielgeraden hindert, egal ob es nur Bürden sind, Lasten, die uns ausbremsen, die uns den Weg schwerer machen, oder ob es tatsächlich Sünden sind, die uns festhalten. Wir sollen es ablegen. Das ist das, was er ihnen mitgeben möchte.
[8:10] Und das mit Ausdauer. Es kann länger gehen. Du weißt nicht, wie lange gelaufen wirst. Du weißt nicht, wie weit noch der Weg vor dir ist. Und deshalb mit Ausdauer, bleibt dran und legt es ab.
[8:24] Und dann gibt er die Methode weiter, wie wir das ablegen sollen. In Vers 2 sagte er: "Indem wir hinaufschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens."
[8:38] Der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtet und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Die Methode, wie wir die Dinge ablegen können, wie wir in diesem Kampf, in diesem Wettlauf ausdauernd dabei bleiben.
[8:57] Für Paulus ist es ganz klar: Der Blick auf Jesus. Das ist das, was uns siegreich machen wird. Nicht, weil wir uns anstrengen, nicht, weil wir besser sind, sondern weil wir den Blick auf ihn haben. All die Zeugen, die er vorher genannt hat, diese Wolke von Zeugen, erinnern, dass auch sie den Blick auf ihn hatten und nur deshalb erfolgreich sein konnten.
[9:19] Und deshalb soll unser Blick auf Jesus gerichtet sein, den Anfänger und Vollender des Glaubens. Attribute, die durch seine Briefe immer wieder auf Jesus angewendet werden. Er ist derjenige, der alles angefangen hat, egal ob es der Schöpfer ist. Wir sind im Korintherbrief sagt, egal ob es derjenige ist, wie im Philipperbrief sagte, in uns das Wollen und Vollbringen bewirkt.
[9:45] Er ist auch der Vollender, derjenige, der die Dinge zu Ende bringt, derjenige, der die Dinge vollkommen macht. Ich muss da vor allem immer an seinen Einstieg in Philipperbrief denken, Philipper Kapitel 1, Vers 6: "Denn ich weiß, dass derjenige, der das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis an den Tag seiner Wiederkunft."
[10:07] Jesus ist derjenige, der in uns den Glauben auslöst. Das beginnt er, den Grundstein legt. Und er ist derjenige, der es auch zur Vollendung bringen kann. Er ist vollkommen machen kann. Nicht wir, nicht die Zeugen, nicht jemand anders allein, Jesus. Und deshalb ist der Blick auf ihn gerichtet.
[10:30] Aber nicht nur, weil er das in uns tut, sondern weil er das selber vorgelebt hat. In den nächsten Versen will Paulus dieses Bild noch etwas entfalten. Aber Paulus möchte deutlich machen: Jesus selber hat vorgelebt, was diese Beziehung, dieser Glaube bedeutet.
[10:49] Und er selber war siegreich. Er hat vollendet. Er hat die Zielgerade erreicht. Und er macht das greifbar am Bild des Kreuzes. Und jetzt kommt er langsam zum Alltag, zu dem, was momentan seine Hörer betrifft. Weil offensichtlich haben sie große Herausforderungen, offensichtlich werden sie bedrängt, offensichtlich sind sie entmutigt und müde.
[11:13] Und jetzt wieder deutlich machen: Schaut, Jesus selber, weil er wusste, was vor ihm liegt, er hat über das Kreuz hinweg auf das geschaut, was dahinter ist, auf die Freuden, die dahinter liegen. Und deshalb hat er die Schande des Kreuzes nicht beachtet.
[11:32] Wäre jeden gerne von der Schönheit des Kreuzes. Eigentlich hat das Kreuz nichts Schönes. Das ist der Ort, an dem jemand gedemütigt wurde, bestraft wurde, zur Schau gestellt wurde. Aber Paulus macht deutlich: Für Jesus war es keine Schande.
[11:51] Wegen dem, was dahinter lag, hat Jesus das Kreuz nicht als Schande gesehen. Er hat es erduldet und sich deshalb gesetzt zur Rechten auf dem Thron. Er macht hier diesen Tausch: Jesus hat das Kreuz gegen die Krone getauscht.
[12:10] Und das gleiche will er jetzt anwenden. Das möchte Jesus in unserem Leben tun. Er will all das, was uns ausbremst, all das, was uns Mühe macht, all das, was herausfordernd für uns ist, will er austauschen gegen die Krone.
[12:26] Wir sollen nicht auf das schauen, was uns hier vielleicht eine Schande ist. Womöglich wurden die Gläubigen, zu denen hier Paulus spricht, verachtet. Vielleicht wurden sie belächelt, lächerlich gemacht.
[12:43] Paulus sagt: Schaut auf Jesus. Und das setzt er gleich im nächsten Vers fort, wenn er sagt: "Schaut auf Jesus, denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde und in euren Seelen ermattet."
[13:08] Sagt: Deshalb betrachtet Jesus, was hat er für Widerstände erlebt? Er, der Heilige, derjenige, von dem er jetzt über eine lange Zeit hinweg im Hebräerbrief deutlich gemacht hat, er ist besser. Er ist das bessere Opfer, ist der bessere Priester. Er ist einfach besser als alles, was wir uns vorstellen können. Und selbst er hat Widerstand erlebt. Da wurde verachtet.
[13:33] Eigentlich dieser Ausdruck, dass er ihr sagt, dass in Vers 3, dass er Widerspruch bekommen hat. Wörtlich drückt es eigentlich viel mehr aus. Es ist nicht nur Widerspruch, es ist Ablehnung. All das sollen wir betrachten.
[13:52] Denn wenn er das getan hat, da hat er das erduldet, um uns Mut zu machen. Wir sind nicht besser als Jesus. Und wenn selbst er das erlebt hat und erduldet hat und dann die Siegeslinie überschritten hat, dann können wir das auch. Er ist diesen Weg vorgegangen, um zu zeigen, dass es möglich ist.
[14:14] Und weil wir den Blick auf ihn haben, können wir das auch. Deshalb sagt er: "Darum betrachtet ihn."
[14:24] Er soll jetzt das Beispiel sein. Und dann geht er darauf ein, was so teilweise die Herausforderungen sind. Aber in Vers 4 möchte er noch mal hervorheben, dass wir weit weg von dem sind, was Jesus erdulden musste. Er will unsere Herausforderungen eigentlich in Perspektive setzen, ins Verhältnis setzen, ins rechte Licht rücken.
[14:42] Wenn in Vers 4 sagt: "Ihr habt aber im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden." Diese Aussage könnte man jetzt auf mehreren Arten und Weisen verstehen. Vielleicht ist es tatsächlich hier eine Zurechtweisung, dass er ihnen eigentlich sagt: Leute, meint nicht, dass ihr wirklich so gut seid, dem Sünd widerstehen.
[15:05] Vielleicht ist es, dass er ihnen eigentlich Hoffnung machen will, dass er ihnen deutlich machen will, dass das, was sie gerade erlebt, nicht so schlimm ist wie das, was Jesus erlebt hat. Und die Hoffnung darin würde daran liegen, dass wir wissen: Wenn Jesus tatsächlich Schlimmeres erlebt hat als dich und mich tragen will, mich wirklich verstehen kann als der Hohepriester, als mein Fürsprecher, dann wird er mich wirklich durchtragen können. Das ist die Hoffnung, die er mitgeben würde.
[15:43] Es ist schwer zu sagen, was er genau damit meint. Aber was auf jeden Fall deutlich wird, ist, dass seine Perspektive hält, so wie wir Versuch von Sünde erleben. Das ist einfach nicht vergleichbar mit dem, was Jesus erlebt hat.
[16:02] Vielleicht denkt er tatsächlich an das Blut und Kreuz, geflossen ist, wenn er sagt: "Ihr habt noch nicht bis auf das Blut widerstanden." Ich könnte mir vorstellen, dass er die Situation wenige Stunden vorher meint, als Jesus im Garten Gethsemane war und gerungen hat mit dem, was vor ihm lag, dass er sein Herz vor seinem Vater ausgeschüttet hat und gesagt hat: "Eigentlich möchte ich nicht von dir getrennt sein, wenn es irgendeinen anderen Weg gäbe als diesen, ich würde lieber gehen, wenn er nicht beinhaltet, von dir getrennt zu sein, aber dein Wille geschehe."
[16:40] Und er ringt so sehr, damit, weil jetzt schon in diesem Moment die Last der Sünde der Welt auf ihm gelegt wird, dass Lukas berichtet, dass er Blutstropfen schwitzt. Das bedeutet, dass da wirklich aufgrund des übermäßigen Stresses, was in ihm passiert, seelisch, körperlich, Blutgefäße platzen, wenn die Schweißdrüsen laufen und er tatsächlich Blut schwitzt, aufgrund der Anstrengungen, die in dem Moment erlebt.
[17:14] Paulus sagt: Ihr wart noch nicht an diesem Punkt. Vielleicht sollten wir es sein. Vielleicht sollten wir, wenn wir Sünde begegnen, die Dinge, die uns von Gott fernhalten, vielleicht sollten wir so sehr damit ringen, dass wir nicht locker lassen, bis wir wirklich den Sieg errungen haben durch die Kraft Gottes.
[17:37] Hab dem Kampf gegen die Sünde nicht bis aufs Blut widerstanden. Wie weit bin ich bereit, der Sünde zu widerstehen? Was ist mir dieser Sieg, die Beziehung mit Gott wert? Was bin ich bereit zu investieren?
[17:57] Darauf möchte er jetzt langsam vorbereiten. Und Vers 5 sagt er dann: "Und ihr habt die Ermahnung vergessen, die zu euch als zu Söhnen spricht: Mein Sohn, schätze nicht gering des Herrn Züchtigung und erwarte nicht, wenn du von ihm gestraft wirst."
[18:11] Jetzt kommen wir in einen sehr herausfordernden Abschnitt in diesem Kapitel. Jetzt kommen wir zu einem Abschnitt, der häufig, würde ich vorsichtig sagen, außerhalb seines eigentlichen Zusammenhangs verwendet wird. Paulus beginnt damit, dass er und das griechische Wort dabei, das zuzulassen, dass er ihn entweder eine Frage stellt oder eine Aussage macht, sie ermahnt, wie es auch vor dem Hebräerbrief schon getan hat.
[18:42] Entweder fragt er: "Habt ihr denn alle Ermahnungen von damals vergessen?" Oder er sagt: "Ihr habt es vergessen, und deshalb erinnere ich euch jetzt daran." Weil es wichtig ist, dass wir die Dinge jetzt in eine Perspektive sehen.
[18:56] Das, was ihr gerade erlebt, die Herausforderung, die ihr habt, das lässt Gott zu, weil ihr seine Söhne seid. Er nimmt jetzt Jesus und seine Beziehung zu Vater als Bild, um zu beschreiben, wie diese Vater-Sohn-Beziehung zwischen Gott und uns funktioniert, wie Gott sich für uns einsetzt.
[19:21] Und warum harte Zeiten, die wir erleben, kein Zeichen von Missgunst sein müssen, sondern ist Gott eigentlich etwas ganz anderes damit ausdrücken müssen möchte. Paulus zitiert hier Sprüche Kapitel 3, Vers 11 und 12, wenn er diese Ermahnung anspricht, die sie vergessen haben.
[19:43] Man muss vorsichtig sein, wie man mit den Worten hier umgeht. Wenn man die Elberfelder an der Stelle liest, dann hat man, glaube ich, sofort vor Augen, wie jemand süchtig, wie man vielleicht mit der Rute, mit der Peitsche dasteht. Dass es nicht zwingend das Bild ist, dass Paulus vermitteln möchte. Und eigentlich auch nicht das Bild, das wir in den Sprüchen sehen. Dort ist er das Bild des Hirten, der erzieht, der auch mal mit seinem Hirtenstab eingreift. Aber es geht nicht um Prügel, es geht nicht um diese Art von physischer Bestrafung, die unverhältnismäßig ist.
[20:20] Eigentlich könnte man Züchtigung ein sehr altes deutsches Wort ersetzen durch Erziehung. Und ich möchte nicht diesen, diesen heutigen, fast schon bedeutungslosen Begriff von Erziehung benutzen, sondern das, was eigentlich die Bibel meint, wenn es um Erziehung geht. Tatsächlich Zurechtweisung, Ermutigung, dass in eine Richtung gelenkt wird, dass geholfen wird zu wachsen, dass Schwächen abgebaut werden und Stärken ausgebaut werden. Das ist das, was eigentlich Erziehung bedeutet, dass das Potenzial, das in jemandem steckt, zum Vorschein gebracht wird.
[21:01] Und dabei all das, was stört, was schlecht ist, entfernt wird. Hier geht es um Erziehung im tiefsten Sinn, um diese Vater-Sohn-Beziehung von einem Vater, der das Beste für seinen Sohn will. Der will, dass der Sohn gewisse Dinge lernt, die ihm helfen sollen.
[21:21] Und am Ende des Verses, wenn es heißt: "Wenn du von ihm gestraft wirst", der Ausdruck drückt viel mehr aus den Gedanken von Zurechtweisung, von diesem Eingreifen von außen, wenn man auch mal mit Fehlverhalten konfrontiert wird. Paulus spricht hier nicht von dieser Form von Erziehung, bei der jedem selber überlassen wird, herauszufinden, was gut und schlecht ist. Er spricht hier von der Form von Erziehung, die tatsächlich eingreift und sagt: Das, was du tust, ist falsch.
[21:52] Und den Gründen, wenn du das tust, dann wird es diese Folgen haben. Und das ist das, was Gott mit uns zu tun hat. Er will erziehen, er will uns wachsen lassen und er weist zurecht durch sein Wort, dadurch, dass er in unser Leben eingreift, dass er Menschen zu uns schickt, vielleicht so ein bisschen wie bei David. Und eben auch durch die Umstände, durch die er uns zeigen möchte, dass der Weg, den wir gehen, nicht der Weg ist, der dorthin führt, wo wir gerne wären.
[22:25] Wenn wir wollen alle den Segen, aber wir wollen selten den Weg dorthin gehen, der tatsächlich der beste ist. Hier soll überführt werden, zurechtgewiesen werden. Und er sagt: "Mein Sohn, schätze es nicht gering."
[22:45] Paulus möchte daran erinnern, dass wir ein Problem haben, wenn wir das Eingreifen Gottes, mit dem wir uns erziehen möchte, die Zurechtweisung, die wir vielleicht in seinem Wort erleben oder durch die Menschen in unserem Leben, durch die Umstände, wenn Gott eingreift, wenn wir darauf herabsehen, dann haben wir ein Problem.
[23:08] Denn wenn Gott eingreift, dann ist es nicht, weil er uns etwas Schlechtes will, sondern im Gegenteil, er will das Beste für uns. Und uns entgeht so viel, wenn wir seine Erziehung gering schätzen.
[23:21] Und er geht weiter in diesem Bild, das Herz aufbaut, das Modell, das auf Jesus aufgebaut wird. Wenn er dann sagt: "Denn wenn der Herr liebt, den züchtigt er, schlägt aber jeden Sohn, den er aufnimmt."
[23:39] Und hier muss man tatsächlich ein bisschen genauer hinschauen, was Paulus sagt. Im Deutschen wird es nicht ausreichend deutlich. Wenn Paulus versucht, wirklich Jesus als
[23:47] Wenn Paulus versucht, wirklich Jesus als das Vorbild zu nehmen, wäre es schon das Vorbild zu nehmen, wäre es schon vorhergesehen. Jesus, der das Kreuz nicht als Schande geachtet hat, er erduldet hat, in Vers 2, 1 Vers 3, Jesus, der großen Widerstand erlebt hat, Hass, Ablehnung.
[24:09] Und hier wendet Paulus das Zitat, das er auch an der Stelle aus den Sprüchen hat, Sprüche Kapitel 3, wandelt er noch ein wenig ab. Und wörtlich bedeutet es nicht nur, den schlägt er, sondern wörtlich, den geißelt er, den peitscht er aus. Und damit möchte Paulus auf Jesus hinweisen. Seinen Sohn hat er nicht verschont, selbst dass Jesus von den Römern gegeißelt wurde, als er mit der Peitsche geschlagen wurde und ihm, ich hoffe, ich darf das an der Stelle sagen, Fleischstücke aus dem Körper gerissen wurden, das Blut floss. Selbst dann hat Gott nicht eingegriffen. Hat er das zugelassen, weil er Jesus nicht liebte? Nein, im Gegenteil, er hat Jesus geliebt. Wir können uns die Beziehung zwischen den Teilen der Gottheit, zwischen Jesus, dem Vater, wir können uns das nicht annähernd vorstellen, was das für eine Liebe ist. Wir können uns kaum vorstellen, was das für Schmerzen auch für den Vater bedeutet haben muss, zuzusehen, wie er behandelt wird.
[25:19] Nein, dass er nicht eingegriffen hat, war definitiv nicht Missgunst. War definitiv, dass er nicht eingreifen wollte. Es war, dass es geschehen musste. An der Stelle, in diesem Moment, wurde die Boshaftigkeit der Menschen sichtbar. Es wurde sichtbar, wo Sünde hinführt, dass selbst ihr Schöpfer so behandelt wird.
[25:45] Und an diesem Modell möchte Paulus jetzt deutlich machen: Schauen wir auf unser eigenes Leben. Die Herausforderung, die wir erleben, wie gehen wir damit um? Wenn ich jetzt auf einmal Herausforderung erlebe, wenn ich Ablehnung erlebe wegen meiner Beziehung zu Jesus, wenn ich vielleicht verfolgt werde, wie die Gläubigen zu der Zeit verfolgt wurden. Streikt dann auf und beschwere mich, weil ich das Gefühl habe, Gott hat mich verlassen, er liebt mich nicht mehr. Sehe ich das als Zeichen seiner Missgunst an, oder verstehe ich selbst, wenn der Sohn so behandelt wurde, dann sollte ich eigentlich verstehen, wenn Gott in mein Leben eingreift, um mich zu erziehen, um mich zurechtzuweisen, dann ist das ein Ausdruck seiner Liebe.
[26:31] Und Paulus geht hier noch einen Schritt weiter, wenn er dann in Vers 7 und Vers 8, die möchte ich an der Stelle zusammennehmen, sagt: Was ihr erduldet zur Erziehung, ich möchte an der Stelle Züchtigung ersetzen durch Erziehung. Was ihr erduldet an Erziehung, Gott behandelt euch als Söhne. Dann ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt. Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, ohne Erziehung, deren aller teilhaftig geworden sind, so seid ihr Bastarde. Nichts zu hindern.
[27:10] Paulus spart nicht an Worten, er wird deutlich, er will nicht um den heißen Brei herumreden. Er sagt, wenn ihr auf euer Leben schaut, würde Gott nicht erziehend eingreifen, dann hättet ihr ein Problem, weil dann wärt ihr nicht seine Söhne.
[27:29] Und dann erinnert er an die Verhältnisse, die wir hier haben: Ein Vater, der seinen Sohn nicht anerkennt, weil ein uneheliches Kind ist, ein Bastard. So jemanden wird er nicht erziehen, er wird ihm keine Aufmerksamkeit geben. Das heißt, wenn Gott in unser Leben eingreift, wenn er erzieht, dann macht er dadurch deutlich: Ihr seid meine Kinder, ihr seid meine Söhne, meine Töchter. Deshalb will ich das Beste für euch, was auch bedeutet, dass er uns zurechtweist.
[28:01] Das kann manchmal auch Strafen beinhalten. Diese Form der Erziehung soll deutlich machen, dass Gott das Beste für uns will.
[28:12] Und ich will hier an dieser Stelle einen kurzen Exkurs machen. Die Klammer müssen wir aufmachen. Paulus geht es hier nicht darum, dass wir mit Strafen als einziges Mittel erziehen sollen. Wenn er diese harten Begriffe verwendet, müssen wir im Hinterkopf behalten, dass er Jesus gerade als Modell hat. Jesus, der das Härteste erlebt hat überhaupt. Und wenn Gott so mit seinem Sohn umgeht, dann können wir nicht sagen, dass wir von ihm verlassen sind, nur weil wir in unserem Leben Herausforderungen erleben, weil Gott uns zurechtweist, weil Gott den Finger auf die Wunde legt, wenn es um Sünde geht. Er will, dass wir das ablegen können.
[28:54] Der erste Aufruf in dem Kapitel 1, Vers 1, das ist das Ziel. Er will uns davon befreien, er will uns wachsen lassen. Paulus geht es nicht darum, genauso wenig, wie es im Alten Testament darum ging, dass wir prügeln, demütigend erziehen sollten. Gott geht so auch mit uns nicht um. An keiner Stelle demütigt uns Gott. Gott straft nicht einfach um seiner selbst willen.
[29:22] Und diesen Gedanken führt Paulus auch fort, wenn er dann in Vers 9 sagt: Zudem hatten wir auch unsere leiblichen Väter, wörtlich, unsere fleischlichen Väter, diejenigen, die unsere Züchtiger waren, unsere Erzieher. Und wir sollten sie, sollten wir uns nicht vielmehr dem Vater der Geister unterordnen und leben?
[29:46] Er stellt hier gegenüber das Geistliche mit dem Fleischlichen, die Dinge, die wir in unserem Alter kennen, die unvollkommen sind. Dort akzeptieren wir es häufig, zugegeben, vielleicht manchmal, weil wir sagen: Ja, wir haben keine andere Wahl. Aber genau so, wie Jesus im Gleichnis vom ungerechten Richter, der dann von dieser alten Frau belagert wird, bis er endlich ihren Wunsch erfüllt, möchte er nicht sagen, dass Gott so ein ungerechter Richter ist.
[30:15] So möchte auch Paulus hier nicht sagen, dass Gott wie unsere fehlerhaften Väter ist. Aber er sagt, wenn sogar unsere leiblichen Väter, die wir als Erzieher achten, wenn sie investiert haben und wenn es uns etwas geworden ist, wenn wir sie respektieren dafür, wenn wir sind dafür nicht uns schämen, dass sie uns erzogen haben, dass sie vielleicht auch manchmal eingegriffen haben, warum schämen wir uns dafür, dass Gott in unser Leben eingreift, muss zu erziehen?
[30:47] Paulus versucht hier deutlich zu machen: Wenn wir bei unseren fehlerhaften Vorbildern positiv reagieren, warum ordnen wir uns dann nicht demjenigen unter, der nicht fehlerhaft ist? Übrigens, hat Jesus den gleichen Gedanken im Gleichnis vom ungerechten Richter. Wenn Jesus davon spricht, dann möchte auch deutlich machen, wie viel mehr sollten wir unseren Vater im Himmel bitten, wenn er nicht wie dieser ungerechte Richter uns Dinge vorenthalten will, sondern gegenteil, eigentlich nur darauf wartet, dass er uns geben kann.
[31:26] Wenn wir von solchen Vätern umgeben sind, von diesem fleischlichen, warum sollte das gute, der Vater im Geistlichen, warum sollte er nicht für uns willkommen sein? Warum sollten wir uns da nicht mit Freude unterordnen?
[31:45] Paulus möchte eigentlich das Stigma dessen, dass Gott uns zurechtweist, dass er uns lenkt, dass er auch manchmal aus unserem Leben Dinge rausschneiden möchte, die uns schaden, er möchte das entfernen und ins rechte Licht rücken, dass Gott wirklich nur das Beste für uns will, der gute Vater.
[32:08] Er sagt hier in Vers 10: Denn sie, diese fleischlichen Väter, unsere leiblichen Väter, denn sie züchtigten uns zwar für wenige Tage, für eine begrenzte Zeit, nach ihrem Gutdünken. Er aber zu unserem Nutzen, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden.
[32:33] Mit dem Gutdünken ist hier nicht Willkür gemeint. So schlecht möchte er auch unsere Erziehung, unsere fehlerfreie Erziehung nicht machen. Es geht eher darum, dass sie nach ihren eigenen Maßstäben erzogen haben, auch nur für eine begrenzte Zeit. Gott aber möchte langfristig erziehen, nach seinen ewigen guten Maßstäben.
[32:55] Und diese Maßstäbe sind hoch. Jesus selber sagt in der Bergpredigt, Matthäus Kapitel 5, da sagt er, dass wir vollkommen sein sollen, wie der Vater vollkommen ist. In dem Zusammenhang redet er vor allem über die Liebe Gottes, in der wir eigentlich so vollkommen sein sollten.
[33:12] Der Maßstab, den Jesus anwendet, der Maßstab, auf den Paulus hier verweist, ist hoch. Er ist so viel höher als die Maßstäbe, die wir haben. Und nach diesen Maßstäben erzieht er uns. Aber das Ziel ist so viel besser als alles, was wir hier haben.
[33:31] Deshalb kommt den Vers 11 auch zu der Schlussfolgerung: Ja, alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein. Nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit.
[33:51] Zusammengenommen mit dem, was in Vers 10 gesagt wird, dass wir an der Heiligkeit Gottes Anteil haben sollen, dass wir wieder in sein Bild verwandelt werden sollen, macht er deutlich, dass er vollkommen realist ist. Paulus ist realist. Er tut nicht so, als wäre alles schön. Er sagt: Ja, das, was wir hier teilweise erleben, ist anstrengend, kostet uns Tränen, ist nicht Freude und Traurigkeit. Aber das, was auf uns wartet, nachdem wir durch diese Zeit durchgegangen sind, ist so viel besser.
[34:30] Auch hier spielt er wahrscheinlich auf das Alte Testament an, auf Jesaja Kapitel 32, wovon dieser friedvollen Gerechtigkeit gesprochen wird, von der personifizierten Gerechtigkeit, die dann auf die Erde kommt. Das ist das, was die Folge ist.
[34:49] Diejenigen, die durch diese Erziehung geübt sind. Und jetzt macht er das, was dem Hebräerbrief gerne macht: Er zitiert das Alte Testament und möchte es für uns aktualisieren. Vers 12 und 13, nehmen die Verse zusammen. Sagt er: Darum richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie und macht gerade die Bahn für eure Füße, damit das Lahme nicht ab, sondern viel mehr geheilt wird.
[35:16] Er zitiert an dieser Stelle aus Jesaja Kapitel 35 und Sprüche 4, Vers 26. Zuerst will er deutlich machen: Ja, ich weiß, dass ihr jetzt müde geworden seid. Eure Hände, die diesen Schlaf, die hängen einfach nur noch runter. Die Knie werden weich. Vielleicht erinnert das so ein bisschen das Bild von einem kleinen Kind, das gerade zurechtgewiesen wurde, dem Nein gesagt wurde. Dann läuft es so weg, der Kopf hängt, vielleicht buckelt man dann noch so ein bisschen, deutlich zu machen, dass man jetzt wirklich beleidigt ist.
[35:51] Und Paulus sagt: Diese Haltung haben wir gerade im Leben, wenn wir von Gott zurechtgewiesen werden, wenn wir Herausforderungen, Schwierigkeiten im Leben erleben. Dann sollten wir das schnell als Missgunst Gottes, als Ablehnung, und wir backen, wir lassen die Hände hängen. Er sagt: Nein, richtet das auf. Jetzt können wir aktiv werden. Paulus macht deutlich: Der Zustand, in dem wir dann sind, muss nicht bleiben. Wir können uns entscheiden, etwas zu ändern.
[36:23] An dieser Stelle wird er wieder hoffnungsvoller. Es muss nicht so bleiben, wie es ist. Richtet die erschlafften Hände auf und die gelähmten Knie. Und damit sind auch diejenigen gemeint, in Vers 13, damit das Lahme nicht ab.
[36:43] Sprüche Kapitel 4, das was in Vers 13 zitiert, dass die Bahn gerade gemacht werden soll für die Füße. Da möchte Salomo vor allem deutlich machen, dass wir acht darauf haben sollten, womit wir uns beschäftigen, was ist der Weg, auf dem wir gehen. Machen eben, damit die Dinge geordnet laufen können, damit du nicht ab erst. Aber wenn wir so gelähmt sind, dann werden die Knie weich, dann irgendwie rapp.
[37:08] Das heißt, Paulus stellt die Frage: Womit beschäftigst du dich? Was ist das, was für dich gerade der Weg ist? Du hast die Wahl. Du kannst reagieren, du kannst dich wieder aufrichten, du kannst die Bahn wieder gerade machen, damit du nicht agieren musst.
[37:32] Sondern viel mehr geheilt wirst. Dann kommt der nächste schöne Aufruf, in dem er auch sehr aktiv wird. Vers 14: Jagt im Frieden nach mit allen und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird.
[37:49] Hier geht es nicht so mein passives Hineintreiben in die Ewigkeit, wie auf einem Floß. Nein, er sagt: Jagt dem nach. Wie aktiv sind wir dabei, Frieden mit anderen zu suchen? Er sagt: Jagt den Frieden nach mit allen. Setz dich ein, sei aktiv. Wenn es Herausforderungen gibt, dann warte nicht darauf, dass die Dinge sich glätten, dass die Wogen sich glätten. Jagt den Frieden nach.
[38:19] Und der Heiligung, diesem Wachstum, dass Gott uns geben will, ohne die niemand den Herrn schauen wird. Paulus macht deutlich, dass Erlösung aus mehr besteht als nur aus der Rechtfertigung. Paulus für ein sehr ausgewogenes Bild davon, was Erlösung bedeutet. Ja, Gott macht uns gerecht, und das ist alles, was wir dafür brauchen. Aber er will uns auch als Erlöste leben lassen. Er will uns wachsen lassen, uns heiligen, damit wir freuen bestehen können.
[38:51] Und das leitet ein wenig ein, was er jetzt für zwei unterschiedliche Bilder verwenden wird. Aber bevor zu diesen Bildern kommt, hat er noch eine Warnung. Und Vers 15: Und achtet darauf, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leidet. Das nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprossen und euch zur Last wird und durch sie viele verunreinigt werden.
[39:17] Wir haben es ein Stück weit selber in der Hand, wie viel von der Gnade Gottes wir leben. Paulus sagt, wir sollen darauf acht haben. Wir sollten sehr genau im Blick haben, damit nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leidet. Manchmal passiert es nämlich, wenn wir entmutigt werden, dass wir die Gnadengeschenke Gottes nicht mehr als diese wertschätzen und nicht mehr in Anspruch nehmen.
[39:51] Und dann entsteht Bitterkeit. Dann wächst diese Wurzel der Bitterkeit. Paulus zitiert hier eigentlich an eine Anspielung auf das fünfte Buch Mose und dort Kapitel 29. Dort geht es eigentlich um Götzendienst. Und Paulus möchte deutlich machen, wenn wir die Gnadengeschenke Gottes für zu selbstverständlich nehmen oder nicht mehr in Anspruch nehmen, man kann genauso diese Wurzel der Bitterkeit in uns aufkommen, wie die einzelnen Götzen, Götzendiener, die toleriert wurden im Volk und für großen Schaden gesorgt haben.
[40:29] Wie könnte das aussehen? Ich erlebte das manchmal auch bei mir selber, wenn man die Gnadengeschenke Gottes nicht vor Augen hat, wenn man sie nicht so in Anspruch nimmt, wie Gott es eigentlich für uns möchte, dann sieht man, wie die anderen von der Gnade Gottes überschüttet werden und wir werden bitter. Warum hat er so viel Segen? Warum muss ich all das Negative erleiden? Ich bin doch ein viel besserer Christ. Ich bin jeden Sabbat im Gottesdienst und er bekommt den Segen Gottes und ich nicht. Und wir werden bitter.
[41:05] Paulus will, dass diese Art der Bitterkeit nicht aufkommt. Und deshalb sagt er als Warnung: Achtet darauf, sei darauf bedacht, schaut euch um, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leidet, so damit diese Wurzel der Bitterkeit erst gar nicht entstehen kann.
[41:24] Und jetzt kommt er zum Bild von Esau in Vers 16: Dass nicht jemand von euch ein Hoch und ein Gottloser ist, wie es der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte.
[41:36] Erinnere die Geschichte von Esau, eine Geschichte, die wahrscheinlich alle, die ihm zugehört haben, sehr gut kannten. Er macht deutlich, er hatte das Erstgeburtsrecht. Er war der Erstgeborene. Ja, vielleicht hat er den Segen über Jakob gesehen. Er wusste, was über ihn gesagt wurde. Obwohl er zweitgeborener ist, hat er eigentlich die Verheißung bekommen, dass er übersah stehen wird. Und vielleicht hat er deshalb das Erstgeburtsrecht nicht so geschätzt. Er hat die Segnung und die Gnadengeschenke Gottes nicht mehr für sich so in Anspruch genommen. Da hat er dieses Recht für eine Speise verkauft.
[42:25] Das Tragische daran war, als er dann später zu seinem Vater kam, als er gemerkt hat, was ihm entgangen ist, da sagt Herr hier in Vers 17: Denn ihr wisst, dass er nachher, als er den Segen erben wollte, verworfen wurde. Denn er fand keinen Raum zur Buße, obgleich er sie mit Tränen eigentlich suchte. Dieser große Krieger heult wie ein Kind. Jetzt merkt er, was ihm entgangen ist, und er bittet darum: Gibt es nicht noch irgendeinen Segen? Da war es, gibt keinen.
[43:04] Denn der Segen ist an das Geburtsrecht gebunden. Wir müssen Söhne und Töchter Gottes sein, sonst können wir nicht den Segen bekommen. Und Esau hat sein Geburtsrecht verschenkt, er das verkauft, er das verspielt. Es war nichts wert. Er wollte den Segen, aber ohne Sohn zu sein.
[43:26] Und so sind auch wir oft. Wir wollen die Segen Gottes, aber ohne seine Söhne und Töchter zu sein. Und die Geschichte von Esau macht deutlich: So geht das nicht. Wir können nicht den Segen Gottes erhalten, wenn wir nicht auch seine Söhne und Töchter sind. Es wird auch am Jüngsten Tag, wie Jesus selber gesagt hat, Menschen geben, die bitterlich weinen werden, die merken werden, was ihnen alles entgangen ist, obwohl sie es alles gehabt haben. Sie hatten das Erstgeburtsrecht, aber haben es verkauft für Kleinigkeiten, die wir auf der Erde haben.
[44:08] Paulus möchte die Dinge Perspektive stellen. Wir sollen uns aufrichten. Wir sollen nicht mehr die diese ermatteten, entmutigten Leute sein. Wir sollen die Bahn gerade machen, wir sollen all das ablegen, was uns hindert, Sünde und all den Ballast.
[44:29] Und jetzt hat er noch einmal ein zweites Beispiel, um diesen Punkt deutlich zu machen, was für ein Vorrecht wir eigentlich gerade haben, wenn er den Vergleich macht mit dem Volk Israel und dem, was wir jetzt haben. Ich nehme Vers 18 bis 21 zusammen. Sagt er: Denn ihr seid nicht gekommen zu etwas, das betastet werden konnte, und zu dem angezündeten Feuer und dem Dunkel und der Finsternis und im Sturm und zu dem Schall der Posaunen und der Stimme der Worte, deren Höherer baten, dass das Wort nicht mehr an sie gerichtet werde, denn sie konnten es nicht ertragen, was angeordnet wurde. Und wenn auch nur ein Tier den Berg berührt, so soll es gesteinigt werden. Und so furchtbar war die Erscheinung, dass selbst Mose sagte: Ich bin voll Furcht und Zittern.
[45:18] Hier erinnert Paulus an das Erlebnis, das das Volk am Berg Sinai hatte, als Gott sich seinem Volk zeigen wollte, als er ihnen begegnen wollte. Er wollte einen Bund mit ihnen, den gleichen Bund, den Jesus besiegelt hat. Den gleichen Bund wollte er mit ihnen. Aber sie haben es nicht ertragen. Es war eine zu viel. Er benutzt all diese Bilder, die dort aufgezählt werden im zweiten Buch Mose ab Kapitel 19. Das war ihnen zu viel. Es ist ihnen so viel, dass sie sogar sagen: Wir wollen den, der da spricht, wollen wir nicht mehr hören. Wir können die Stimme Gottes nicht ertragen. Selbst Mose zittert vor der Herrlichkeit Gottes.
[46:07] Wir müssen im Hinterkopf behalten, Paulus will hier nicht dieses Erlebnis. Er will nicht das Volk an sich schlecht machen. Er will nicht darstellen, als wäre das nichts wert gewesen. Aber er möchte zeigen, dass wenn sich jetzt diese Zuhörer, die sich so sehr darauf berufen, die sagen: Ja, aber wir hatten doch die Väter, wir haben doch, wir haben Mose, diese großen Leute, wir hatten den Bund am Berg Sinai. Und Paulus will ihnen deutlich machen: Aber es gibt doch jetzt etwas so viel Besseres.
[47:43] Damals stand das Volk da und konnte der Herrlichkeit Gottes nicht gegenübertreten. Dieser Moment hat gezeigt, was der Kontrast zwischen uns und Gott bedeutet. Er geht aber einen Schritt weiter. Er sagt: Wir sind nicht wie die. Wir haben etwas Besseres.
[47:09] In Vers 22 führte fort: Sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und so der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu Milliarden von Engeln, aller Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter aller, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes, und zum Blut des Besprengens, das besser redet als das Blut. Aber.
[47:40] Hier vergleicht all das, was besser ist. Und er möchte wieder so ein bisschen das Bild davon malen, welche Vorrechte dürfen wir durch Jesus sie jetzt schon erleben. Es ist dieser Gedanke von: Wir haben es jetzt schon als ein Recht, auch wenn wir.
[47:57] Jetzt schon als anrecht, auch wenn wir es noch nicht in der Fülle erleben, in der endgültigen Fülle werden wir das natürlich erst erleben, wenn Jesus wiederkommt. Und darauf spielt er gleich noch mal an. Aber all das steht uns jetzt schon zu. Und deshalb sagt er: "Wir sind doch dazu gekommen." Und wenn er dann in Vers 23 von den Geistern der vollendeten Gerechten spricht, dann müssen wir hier auch im Hinterkopf behalten, was er in Vers 9 gemacht hat. Dort hat er nicht von Geistern im Sinne von irgendwelchen leblosen, dahin wabernden Geistern, sondern als Kontrast zum Fleischlichen. Auch hier dienen die Geister der vollendeten Gerechten als Kontrast zu dem, was vorher war, dass man Gott nicht so gegenüber treten konnte.
[48:51] Paulus will deutlich machen: Jetzt können wir das. Diejenigen, die Gott vollendet hat, diejenigen, die er gerecht gemacht hat, die er heilig, die er verändert, wachsen lässt, die er für gerecht erklärt hat, zu denen kommen wir jetzt. Deshalb schreibt er in seinen Briefen so gerne an die Heiligen in Korinth, an die Heiligen in der Stadt, gerne an die Heiligen, an diejenigen, die zu Gott gehören, an diejenigen, die das Erstgeborenenrecht haben und es nicht verkauft haben, die Söhne und Töchter Gottes sein wollen. Zu denen kommen wir gerade.
[49:31] Und wir dürfen all das erleben. Wir haben das Blut der Besprengung, das besser redet als das Blut Abels. Wie hat das Blut Abels geredet? Er spricht den Hebräer Kapitel 11 davon und erinnert an die Geschichte im ersten Buch Mose Kapitel 4. Da sagt Gott: "Das Blut Abels schreit nach Gerechtigkeit", weil Unrecht geschehen ist. Das Blut Jesu schreit auch nach Gerechtigkeit, aber besser, weil es nicht nur danach schreit und es kann diese Gerechtigkeit tatsächlich einführen. Er selber ist diese Gerechtigkeit.
[50:13] Und deshalb möchte Paulus noch einmal zu einer Schlussfolgerung ansetzen. Ein Vers 25: "Seht zu, dass ihr nicht den abweist, der da redet, weil wir so viel besser zu ihm kommen können durch das, was Jesus endgültig besiegelt hat." Dürfen wir jetzt zu ihm kommen. Der Vorhang ist zerrissen, das Allerheiligste steht offen für uns. Gott selber steht da, er redet mit uns. Und wir sollen ihn nicht abweisen, so wie es andere getan haben.
[50:45] Denn wenn jene nicht entkamen, die den abwiesen, der auf Erden die göttlichen Weisungen gab, wie viel mehr werden wir, wenn wir uns von ihm abwenden, der vom Himmel her redet, auch nicht entkommen. Jetzt macht Paulus die Konsequenzen deutlich. Wenn ich, egal wie viel im Volk Israel auf meine Anrechte verzichte, nicht mehr Sohn und Tochter Gottes sein möchte, aber noch den Segen haben will, ich werde nicht entkommen. Wenn das Blut nach Gerechtigkeit schreit. Aber wenn ich ihn annehme, wenn ich hier nicht abweise, wenn ich auf die Stimme höre, dann wird dieses Blut für mich Gerechtigkeit sein.
[51:37] Verse 26 und 27 nehmen die nächsten Verse wieder zusammen. Da erinnert er an das, was passiert ist, dass Gott sprach: "Dessen Stimme damals die Erde erschütterte." Jetzt aber hat er verheißen und gesagt: "Noch einmal werde ich nicht nur die Erde bewegen, sondern auch den Himmel." Aber dass noch einmal deutet die Verwandlung der Dinge an, die erschüttert werden, damit die unerschütterlichen Dinge bleiben. Deshalb lasst uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und mit Furcht.
[52:19] Erinnert daran, dass ein Erdbeben kam, als Gott sprach am Berg Sinai, als er dem Bund mit seinem Volk verkündete. Und Hagar, der Prophet Gottes, zitierte hier, hat daran erinnert, dass das noch einmal passieren wird. Hagar hat dort vor allem im Sinn, wenn der Tempel wieder aufgebaut wird. Und Paulus wandelt das ein bisschen ab und versetzt es auf den Himmel. Er sagt: "Das nächste Mal, wenn Gott kommt, das nächste Mal, wenn Gott spricht und alles erschüttert wird, dann wird nicht nur die Erde erschüttert, sondern alles. Dann wird alles neu geschaffen, nicht nur der Tempel, es wird alles neu geschaffen."
[53:03] Es wird alles erschüttern, und Gott will uns bei sich haben, damit nicht wir zu denen gehören, die erschüttert, die durchgeschüttelt werden. Und deshalb sagt er in Vers 28: "Lasst uns dankbar sein, weil auf uns etwas wartet, das nie wieder erschüttert wird." Gott wird nicht noch einmal sagen, dass es erschüttert werden muss. Gott wird nicht noch einmal zu sprechen müssen, und wir müssen Angst haben.
[53:32] Wir werden etwas erben, das unerschütterlich ist, das vollkommen ist, das auf uns wartet. Deshalb dürfen wir warten, dürfen wir dankbar sein, und in dieser Dankbarkeit sind für Gott wohlgefällig, aber mit Scheu und mit Furcht. Ich will an der Stelle nicht zu viel auf die Steuern der Furcht eingehen, dafür empfehle ich Lektion Nummer vier. Gleich in Vers 1 wird nämlich sehr schön beleuchtet, was diese Scheu und diese Furcht tatsächlich bewirken soll, nicht Trennung von Gott, es soll uns eigentlich näher zu ihm hin ziehen.
[54:13] Und dann Vers 29 rundet Paulus diesen Gedanken etwas ab. Dennoch, unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Ein Zitat, eine Erinnerung, dass wie Gott selber sich im Volk Israel am Berg Sinai begegnet, eine Erinnerung an all die Ankündigung, dass Gott den verzehrenden Feuer, die Erde reinigen wird. Eine Erinnerung daran, was Jesus selber gesagt hat über das Feuer, das am Ende reinigen wird. All das, was von Gott trennt, wird dann gereinigt.
[54:49] Und wenn er in uns wohnt, wie Paulus im Galaterbrief beschreibt, im Römerbrief, der wohnende Christus, der verzehrende Gott, wird all das Negative entfernen. Hier wird Paulus die beiden Gedanken, Strenge, sehr schön zusammenführen, dass wenn er am Ende die Erde reinigt und das, wenn er uns reinigt. Noch einmal die Erinnerung ganz an den Anfang des Kapitels. Paulus' Aufruf ist: Weil wir all das wissen, weil wir all das sehen, dass Jesus besser ist, weil wir so viele Zeugen haben, die vorangegangen sind, den Glauben bewahrt haben, egal wie anstrengend das Leben wurde, weil wir all das haben, sollen auch wir Sünde, Ballast und alles, was uns von Gott trennt, ablegen.
[55:37] Nicht die Frage stellen: "Warum ist das schlecht? Warum soll ich das ablegen?" Sondern lieber die Frage stellen: "Unterstützt mich das in meiner Beziehung mit Jesus? Wenn ja, laufe ich weiter. Wenn nein, dann lege ich es ab, damit ich meinen Blick wieder auf Jesus richten kann."
[55:58] Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Am Ende wird alles gereinigt, und Gott will, dass wir gereinigt sind, damit wir vorn stehen können, damit er uns bei sich haben kann. Damit wir zu den unerschütterlichen Dingen gehören. Er will, dass wir wirklich seine Söhne und Töchter sind, die nicht ihr Erstgeburtsrecht verspielt haben, verkauft haben, verachtet haben, sondern diejenigen, die dies als Gnadengabe geschätzt haben, die von Gott erzogen wurden und ihm ähnlich gemacht wurden, weil er uns liebt, weil das Beste für uns wäre.
[56:44] In diesen Versen steckt sicherlich noch um einiges mehr. Bei vielem sind wir wirklich nur ein wenig über die Oberfläche gegangen. Aber Paulus hat hier wichtige Aspekte, die unseren Alltag betreffen sollen. Sein Brief ist nicht nur bloße Theologie, nicht nur Theorie. Sein Brief soll in unserem Leben etwas ändern.
[57:10] Und deshalb möchte ich dich ermutigen, ich möchte dich herausfordern: Studiere dieses Kapitel für dich, schau in diese Verse und erlebe, dass das wirklich ganz konkrete, praktische Punkte sind, die du umsetzen darfst, den Unterschied machen werden in deinem Leben. So dass du am Ende auch diesen Tausch erlebst, den Jesus erlebt hat: Das Kreuz, dass wir hier erleben, gegen die Krone, die auf uns wartet.
[57:46] Ich möchte, dass an der Stelle mit einem kurzen Gebet abrunden und Gott darum bitten, dass er diese Worte in uns nachklingen lässt. Mein guter Vater im Himmel, wir haben ein Wort betrachtet. Wir wollen aber dieses Wort nicht nur mit unseren Überlegungen auf uns wirken lassen. Wir brauchen deinen Geist. Und so möchte ich dich bitten, jeder, der hier dieses Kapitel studiert, der dem nachgehen möchte, was du mitgeben möchtest, wirke durch den gleichen Geist, der es gegeben hat, um es uns aufs Herz zu legen, damit nicht unsere Ideen, unsere Maßstäbe, unsere Weisheit maßgebend ist, sondern allein das, was du mitgeben möchtest, dein Geist.
[58:35] Und wenn diese Worte jetzt in uns Fragen ausgelöst haben, lasst uns dort Antworten finden durch das gemeinsame Studium, durch das Austauschen miteinander. Und da, wo wir innerlich ein wenig erschüttert wurden, herausgefordert wurden, möchte ich dich bitten, dass uns Mut fasst, so wie Paulus sagt, dass wir den Blick auf dich haben, auf das Ziel, und alles ablegen, was uns bei dem hindert. Und so lege ich das in deine Hände, und ich bitte dich um deinen Segen für jeden einzelnen, der diese Worte liest und in seinem Leben wirken lassen will.
[59:13] Wir gehen nicht und sägen auseinander. Dafür danke ich dir. Amen. Vielen Dank an der Stelle, dass du eingeschaltet hast, dass du die Zeit genommen hast, um diese Verse ein bisschen besser nachzuvollziehen. Und ich möchte dich einladen, weiter zu studieren. Diese Worte im Wort Gottes lohnen sich, dass wir Zeit investieren. Alles Beste dabei. Als nächstes.
[Musik]