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Manuskript zur Sendung   >>>  CSH_Manuskript_2022 1st (Special) Nr 13

In diesem Video wird das 13. Kapitel des Hebräerbriefs behandelt, das als praktisches Fazit der vorherigen theologischen Ausführungen dient. Rabea Kramp beleuchtet verschiedene Aspekte des christlichen Lebensstils, darunter die Bedeutung der brüderlichen Liebe, der Gastfreundschaft und des Gedenkens an Gefangene. Auch die Heiligkeit der Ehe und der Umgang mit Geld werden thematisiert. Das Kapitel ermutigt die Gläubigen, ihre Liebe und ihren Glauben praktisch im Alltag umzusetzen.


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Serie: Christ Study Hour – Spezial 2022 Q1: In diesen letzten Tagen: Die Botschaft des Hebräerbriefes

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Transkript

[0:31] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour, der letzten in diesem Quartal des Hebräerbriefs. Wir möchten dieses wunderbare letzte Kapitel zusammen studieren, viel daraus mitnehmen, weil es ein ganz praktisches Kapitel ist. Und vorher lasst uns zusammen beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass dein Wort so viele praktische Anleitungen für unser Leben enthält und wir tun so gut daran, sie umzusetzen. Hilf, dass wir heute nicht nur Hörer und Leser deines Wortes sind, sondern dass wir Täter des Wortes werden und dass wir das, was wir heute studieren und was wir an diesem Sabbat zusammen studieren, danach wirklich in unserem Leben Gestalt annimmt. In deinem Namen beten wir das alles. Amen.

[1:27] Dieses dreizehnte und damit letzte Kapitel in diesem Paulusbrief ist ein ganz praktisches Kapitel. Es gibt viele Anleitungen, wie wir unser Glaubensleben ganz praxisnah anwenden können. Nachdem Paulus so viele theologische, tiefe Gedanken geäußert hat, den großen roten Faden zu Ende gesponnen hat, mündet alles hier in diesem letzten und dreizehnten Kapitel. Und all das, was wir an theologischen Wahrheiten und ja, wirklich tiefen, tiefen Gedanken mitbekommen haben, das kulminiert hier in den Ratschlägen, die Paulus uns gibt. Und er hilft uns damit auch so ein bisschen, all das auf eine Anwendungsebene zu kriegen. Und genau so geht's im 13. Kapitel nämlich los in Vers 1 mit dem Vers: Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.

[2:29] Nun, die brüderliche Liebe, das begegnet uns öfter in der Bibel, nicht wahr? Dort gibt es viele, viele Verse, die wir lesen können. Und ihr findet im Sende-Manuskript zu diesen Gedanken auch viele Parallelverse, die ihr anschauen könnt. Ich möchte eine mit euch aufschlagen, und die finden wir in Johannes Kapitel 13 und dort Vers 34. Johannes Kapitel 13, Vers 34. Dort heißt es nämlich: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Auch ihr einander liebt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

[3:23] Paulus möchte uns diese brüderliche Liebe ans Herz legen und sagt: Nach allem, was ihr gehört habt, nach all diesen theologischen Gedanken, kommt es auf das an: Punkt 1, Punkt 2, Punkt 3. Punkt eins ist hier die brüderliche Liebe, dass es ein Gebot Jesu ist, lernen wir im Evangelium von Johannes. Und in Hebräer 10, Vers 24, da klingt das schon so ein bisschen an. Da heißt es: Und lasst uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken. Also, es ist nicht nur, dass die brüderliche Liebe von mir ausgeht, sondern dass wir uns gegenseitig anspornen, brüderliche und schwesterliche Liebe untereinander zu praktizieren. Es ist keine einseitige Sache, sondern es hat einen viel größeren Wert und Einfluss, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht.

[4:26] In Vers 2 in Hebräer 13 heißt es: Vernachlässigt nicht die Gastfreundschaft, denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Bei diesem Vers fällt uns wahrscheinlich sofort eine Geschichte ein, die mit Gastfreundschaft und Engeln zu tun hat. Und es ist eine Geschichte im Alten Testament, und es spielt nämlich auf Abraham an, an der ja Engel beherbergt hat. Auch Lot nimmt Engel in seinem Haus auf. Wir lesen das zum Beispiel in 1. Mose 18 und 19. Und was aber auch dort hineinspielt in die Gastfreundschaft, ist ein Gedanke, den wir in Matthäus 25 lesen, das Gleichnis ist sehr wohl bekannt, Matthäus 25 von den Schafen und Böcken. Und da heißt es in Vers 35 folgendermaßen: Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich gespeist, ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben, ich bin ein Fremdling gewesen und ihr habt mich beherbergt.

[5:45] So wie wir behandelt werden möchten, so sollen wir auch andere behandeln. Das legt uns Jesus hier aufs Herz. Und genau so tut es Paulus. Wenn dieses, diese goldene Regel, dass wir andere behandeln, wie wir gern behandelt werden möchten, alle anwenden würden, dann bräuchte es keine Gesetze, keine Staaten, keine Regularien, keine Justiz. Aber leider ist es nicht so. Und deswegen können wir als Christen einen Unterschied machen, wenn wir ebenso leben. Denn dieses Verhalten fällt auf. Zur Gastfreundschaft gibt es ebenso viele, viele Verse, die im Sende-Manuskript auch finden könnt. Die Bibel macht auch deutlich im Römer 12, dass Gastfreundschaft willig geübt werden sollte. Es ist nichts, was wir gezwungenermaßen erfüllen sollen, sondern es soll aus einem bereitwilligen Herzen passieren.

[6:44] Ein wichtiger und interessanter Vers, den wir vielleicht dort gar nicht vermuten, aber in Jesaja 58 finden, ist folgender, nämlich in Vers 7. Lesen wir: Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme, Verfolgte in dein Haus führst? Das, wenn du einen Nackten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst? Wir wissen ja, dass dieses Kapitel in Jesaja 58 ein Kapitel für die Endzeitgemeinde darstellt. Und wir lernen, dass Gastfreundschaft und die Annahme des Nächsten, dem es nicht so gut geht, der ja jemanden braucht, dass dieses, diese Eigenschaft der Gastfreundschaft in der Endzeit ein ganz relevanter Teil der Missionsarbeit sein wird und sein soll.

[7:39] Also, nehmen wir diesen Ratschlag von Paulus ernst und üben wir Gastfreundschaft. Das geht im Kleinen, das geht auch im Großen. Gastfreundschaft übt sich leicht, wenn wir Menschen einladen, die wir mögen, die unsere Freunde sind. Aber Gastfreundschaft ist da eine Herausforderung, wo wir auch Menschen einladen, die uns vielleicht nicht so nah sind, die wir vielleicht erst kennenlernen müssen, mit dem wir vielleicht innerlich ein Problem haben. Aber daran zeigt sich dann, ob wir wirklich gastfreundlich sind, wenn wir auch diese Menschen in unser Haus einladen.

[8:19] Hebräer 13, Vers 3: Gedenkt an die Gefangenen, als wärt ihr mit gefangen, und derer, die misshandelt werden, als solche, die selbst auch noch im Leib leben. Ja, dieses Gedenken an die Gefangenen, das ist nicht nur die Empathie, also das beschreibt die Empathie, die wir haben sollen für andere, für die, denen es schlechter geht. Denn wenn wir in einem wohligen Zuhause sind, wenn es uns gut geht, wenn wir keine Sorgen haben, keine Nöte, dann vergessen wir allzu gerne, dass es anderen Menschen schlechter geht. Und dieser Vers möchte uns darauf aufmerksam machen, dass wir daran denken, dass es anderen nicht so gut geht wie uns auch.

[9:11] In Hebräer 10, Vers 34 finden wir da schon eine Anspielung. Paulus macht es ganz oft so, dass er diese Dinge immer schon andeutet, vorher und ein bisschen den Boden bereitet und vorbereitet. Und so auch hier, Kapitel 10, Vers 34: Den erwarteten Mitleid mit mir in meinen Ketten bewiesen und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, weil ihr in euch selbst gewissheit, dass ihr ein besseres und bleibendes Gut in den Himmeln besitzt. Also, Paulus sagt: Ihr habt mir schon gezeigt oder mir gegenüber schon Mitleid gezeigt, als ich gefangen war. Und warum habt ihr das gemacht? Ja, weil ihr wisst, dass ich ein anderes Ziel habe als die irdischen, die die Menschen, die nur irdisch gesinnt sind. Ihr sammelt Schätze im Himmel und ihr habt euch meiner angenommen, habt für mich gebetet, ihr habt Anteilnahme gezeigt.

[10:09] Paulus gibt hier nicht neue Gebote auf in diesen drei Versen, sondern er bestärkt eigentlich die Gemeinde im christlichen Lebensstil zu bleiben. Und er begibt sich hier 100 Prozent auf den Weg von Jesus, der das ja auch getan hat. Ebenfalls in Matthäus 25, wir hatten das vorhin einmal schon aufgeschlagen, dort lesen wir 36 und auch 43. Ebenfalls, dass Jesus sagt: Wer mich besucht hat, als ich gefangen war, der wird auch das Himmelreich eingehen. Also, es ist auch eine Bedingung, oder sagen wir lieber ein Kennzeichen derer, die erlöst werden, dass sie sich um die Gefangenen sorgen und kümmern.

[10:57] Ein interessanter Vers, der wahrscheinlich nicht sehr bekannt ist, den finden wir in 2. Timotheus und dort 2. Kapitel, Vers 16 und 17. Dort heißt es: Der Herr weise dem Haus des Onesiphorus Barmherzigkeit, weil er mich oft erquickt und sich meiner Ketten nicht geschämt hat. Sondern als er in Rom war, suchte er mich umso eifriger und fand mich auch. Also, dieser Onesiphorus, der hat den Paulus besucht und er hat daraus keinen Hehl gemacht. Er hat es nicht im Verborgenen getan, alle wussten, der Onesiphorus, der besucht den Paulus. Und er hat Schmach und Schande vielleicht dafür eingesteckt, aber es hat ihm nichts ausgemacht, denn er wollte sich um den Apostel kümmern.

[11:49] Ein Negativbeispiel einer Person in der Bibel, die eben das nicht gemacht hat, sich nicht um die Gefangenen gesorgt hat, das ist der Mundschenk, den wir in 1. Mose 40 in der Josefgeschichte sehen, der nicht mehr an Josef gedacht hat. Ja, also dieses Besuchen der Gefangenen, das ist ein wichtiger Bestandteil eines christlichen Lebensstils. Und ich möchte dazu sagen, es geht nicht nur darum, dass sie vielleicht Menschen, die im Gefängnis sitzen, aufsuchen. Man kann auch in anderen Dingen gefangen sein, in Zwängen, in Süchten. Und auch diese Menschen brauchen Zuwendung, brauchen einen Besuch, brauchen, dass jemand sich um sie kümmert. Also, können wir das Ganze auch eigentlich im übertragenen Sinne verstehen.

[12:41] Vers 4: Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt. Die Unzüchtigen und Ehebrecher aber wird Gott richten. Ja, die Ehe in der Bibel, die ist etwas, was Gott gestiftet hat. Das lernen wir gleich am Anfang der Bibel, in 1. Mose 1 und Kapitel 2. Sie ist ein Geschenk Gottes. Und einer meiner absoluten Lieblingsverse, wenn es um die Ehe geht, finden wir in 5. Mose. Dort sind drei Verse, eigentlich spricht das ganze Kapitel schon über die Ehe, aber diese letzten drei Verse sind ganz besonders. Und die möchte ich mit euch lesen. 5. Mose ab Vers 31: Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß. Ich habe es auf Christus und auf die Gemeinde gedeutet. Doch auch hier: Jeder von euch liebe seine Frau, wie sich selbst. Die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht.

[13:50] Also, wir lernen hier, dass der Typus der Liebe von Jesus zur Gemeinde, ein ja, das ist der Typus, ist von der Liebe von Mann zu Frau. Und ebenso soll der Mann die Frau lieben, wie Jesus die Gemeinde geliebt hat. Und diese goldene Regel, die wir hier in diesem Vers 33 finden, die ist eigentlich so der Kern der guten Ratschläge, die man einer Ehe geben kann. Denn wenn der Mann die Frau liebt und die Frau dem Mann Respekt oder Ehrfurcht, übersetzt das immer gern mit Respekt, erweist, dann ist eigentlich ein heiles Heim fast schon garantiert. Denn das ist so das Geben und Nehmen, was der jeweils andere braucht. Die Frauen brauchen Liebe und die Männer brauchen Respekt. Und wenn das aus dem Gleichgewicht geraten ist, dann kriselt es in der Beziehung und dann gibt es dort Probleme. Aber die gute Botschaft ist, sobald einer der beiden anfängt, dem anderen das zu geben, was er braucht, nämlich Liebe oder Respekt, dann ist die Hoffnung da, dass der andere darauf antwortet mit dem jeweils anderen, was der andere benötigt.

[15:09] Und da gibt es ganz tolle Bücher darüber, die über den "Fans" sprechen und das auseinandernehmen. Also, halten wir fest, dass der, dass Jesus die Gemeinde so liebt, wie die Männer die Frauen lieben sollten.

[15:25] Ein interessanter Text zu diesem Thema, den finden wir in Sprüche 5, der ist euch vielleicht auch nicht ganz so geläufig, aber ein sehr interessanter Vers oder mehrere Verse. Sprüche 5 und dort ab Vers 15. Dort heißt es: Trinke Wasser aus deiner eigenen Zisterne und Ströme aus deinem eigenen Brunnen sollen sich deine Quellen auf die Straße ergießen. Deine Wasserbecher auf die Plätze. Sie sollen dir allein gehören und keinem Fremden. Nimm dir deine Quelle, sei gesegnet und freu dich an der Frau deiner Jugend. Wir sehen also, dass die Quelle hier immer ein Synonym ist für die Frau. Dem Mann hat die liebliche Hindern, die anmutige Gämse. Ihr Busen sollte dich allezeit sättigen. Von ihrer Liebe sollst du die stets entzückt sein. Warum aber, mein Sohn, solltest du von einer Verführerin entzückt sein und den Busen einer Fremden umarmen? Denn die Wege eines jeden liegen klar vor den Augen des Herrn, und er achtet auf alle seine Pfade. Den Gottlosen nimmt seine eigenen Missetaten gefangen, und von den Stücken seiner Sünde wird er festgehalten.

[16:40] Also, hier warnt uns Salomo vor Ehebruch und er fordert die Ehepartner auf, den jeweils anderen wertzuschätzen und dankbar zu sein. Und das ist das Schönste, was wir machen können, dass, wenn wir in einer Ehe leben, dass wir jeden Tag dankbar sind für unsere Partner, dass wir diesen Dank nicht nur gegenüber Gott ausdrücken, sondern auch unserem Ehepartner sagen: Danke, dass du da bist, dass du an meiner Seite bist. Das ist so wichtig und das hält eine Ehe gesund und intakt.

[17:12] Es gibt auch in Paulusbriefen einige Anweisungen für Gemeindeleiter, für Gemeindeälteste, ihre Familie gut vorzustehen. Und ihr findet das zum Beispiel 1. Timotheus 3. Und diese Tatsache, dass Paulus diese Ratschläge den Geschwistern schreibt und ja, die Leiter anrichtet, die da eine ganz besondere Vorbildfunktion haben, das zeigt aber auch, dass diese, dieser Standard, den Paulus da setzt, dass der für alle gilt. Das natürlich nicht nur die Leiter gesunde Familien haben sollten, sondern jeder in der Gemeinde. Und wir wissen, dass da, wo gesunde Gemeindefamilien in unseren Gemeinden sind, dass die Gemeinden gesund sind. Denn die Familie ist die kleinste Zelle, und wenn die funktioniert, dann funktioniert die Gemeinde, dann funktioniert die Gesellschaft und das ganze Zusammenleben.

[18:07] Allein die Familie hat einen unglaublich großen Stellenwert in der Bibel und natürlich auch bei Paulus. Und er warnt uns immer wieder, nicht in uns selbst zu feiern. Findet dazu einige Verse auch im Sende-Manuskript, denn wir kennen die Geschichten einiger großer Gottesmänner, wie Abraham, Jakob, David und Salomo, die ja alle in diesem Punkt gefallen sind, die sich Frauen genommen haben, die nicht gehörten, oder zu viele Frauen genommen haben, und die dann ja, ihr Glück eingebüßt haben. Und Gott hat einen anderen Plan mit ihnen gehabt und wollte sie eigentlich glücklich machen, und sie haben ihr Glück versucht auf eigene Faust zu ergründen und in die Hand zu nehmen, und das ging in allen Fällen schlecht aus.

[19:00] Ein interessanter Punkt ist auch ein Vers in Maleachi 3 und dort Vers 5. Dort gibt es auch ein Gericht über die Unzüchtigen. Das heißt, die Unzucht wird ebenso wie alle anderen Sünden, die in den Geboten festgehalten sind, in ein Gericht gebracht.

[19:16] Ja, der, wenn wir auf der Suche sind nach einem treuen Ehepartner und du vielleicht noch nicht verheiratet bist, dann ist es ein guter Rat, dafür zu beten. Und wenn du vielleicht einen Ehepartner verloren hast durch welche Umstände auch immer, dann ist jetzt Jesus dein Partner, denn Jesus ist der beste Partner, den man sich vorstellen kann. Er ist der, der immer treu ist, er ist der, der uns die Treue hält, selbst wenn wir untreu sind. Das steht in 2. Timotheus 2, Vers 13.

[19:52] Wir gehen zurück zur Hebräer und gucken uns den nächsten Vers an, beginnen Vers 5: Euer Lebenswandel sei frei von Geldgier, begnügt euch mit dem, was vorhanden ist, denn er selbst hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen. Ja, das ist ein ganz praktischer Rat, der natürlich das zehnte Gebot anspricht. Wir sollten nichts begehren, wir sollen ja zufrieden sein mit dem, was wir haben.

[20:20] Und in Hebräer 11 hat Paulus diesen Sachverhalt schon thematisiert, nämlich in 25 und 26. Wir lesen das mal im Hebräer 11: Er zog es vor, als Mose gemeint, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuss der Sünde zu haben, da die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren. Denn er sah die Belohnung an. Also, Mose hat hier ganz klar eine Priorität gehabt. Er wollte lieber die Schätze im Himmel haben als die Schätze Ägyptens. Und die Schätze Ägyptens waren garantiert sehr verlockend, sehr groß. Wir können das heute manchmal sehen in Museen, wenn die ägyptischen Schätze ausgestellt sind, wie viel Gold gebracht und das ist ja nur ein Bruchteil dessen, was es wirklich gegeben hat.

[21:16] In 1. Timotheus 6, und ihr merkt, wir gehen immer auch wieder zu Timotheus, dem Paulus als einen jungen Mitarbeiter viele gute Ratschläge erteilt hat. In 1. Timotheus 6 finden wir auch einen Ratschlag in Bezug auf Geld. Gehe denn, die Geld ist eine Wurzel alles Bösen. Etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht. Ja, Jesus möchte uns bewahren davor, dass wir unser Herz an das Geld hängen, denn es entsteht nichts Gutes daraus. Wir als Menschen können mit Reichtum nur sehr schwer umgehen. Und die Menschen, die Gott mit sehr viel Reichtum gesegnet hat, die haben wirklich eine große Bürde auf ihren Schultern, dass sie sich nichts, ihr Herz nicht daran hängen.

[22:11] Jesus hat einige Aussagen in der Bibel, wo er zum Beispiel davon spricht, dass wir uns keine Schätze auf Erden sammeln sollen. Denkt an Matthäus 6, 19. Er sagt auch in Lukas 8, Vers 14, dass der Reichtum, den wir haben auf Erden, dass der uns unsere Geistlichkeit ersticken kann. Ja, das ist wirklich so ein vernichtendes Element sein kann. Dann kennen wir natürlich die Geschichte vom reichen Nach in Lukas 16, Vers 33 finden wir die, ja, die Aussage, dass wir nicht dem Mammon und Gott gleichzeitig dienen können. Das ist einfach nicht vereinbar. Wir können nicht dem Geld dienen und Jesus. Das passt nicht zusammen. Und man kann im Allgemeinen bemerken, dass Jesus eigentlich sehr, sehr viel über Geld gepredigt hat, über Reichtum oder Geld, gehe, über wohlhabend sein. Und viele, viele Gleichnisse, die Jesus gegeben hat, sprechen dieses Thema an. Und auch bei allen Weiten finden wir interessanterweise in den Testimonials vor allem sehr viele Geschichten, sehr viele Aussagen darüber, dass wir das Geld nicht für uns behalten sollen, sondern das Werk Gottes damit unterstützen sollen. Also, Geld war für Jesus und auch später für ihn weit ein wichtiges Thema und sollte es auch für uns sein, jedenfalls in der richtigen, in der richtigen Art.

[23:39] Sprüche 23 sagt auch, dass wir nicht versuchen sollen, reich zu werden. Also, soll nicht unser primäres Ziel sein, dass wir mit unserer Arbeit Reichtum erlangen. Negativbeispiele sind z.B. Hannes, Josua, Liben oder auch ganz Israel in ihrem, ihr 13. William natürlich und auch GH, der sich gerne bereichert hat und sich seine Dienste hat teuer bezahlen lassen, was Elisa dann ja auch bestraft hat, beziehungsweise Gott.

[24:13] Ich möchte mit euch einen Vers anschauen in 5. Mose und dort in Kapitel 31 sind interessanter Vers. 5. Mose, Kapitel 31, fast zum Ende des Buches, wo es heißt: Vers 16: Seid stark und mutig, fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen, denn der Herr, dein Gott, geht selbst mit dir. Er wird sich nicht aufgeben noch dich verlassen. Und wenn wir noch mal zurück in den Hebräer...

[24:40] Wir gehen noch mal zurück in Hebräer Kapitel 13. Dann findet ihr dort genau dieselben Worte im zweiten Teil von Vers 5: "Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen." Das heißt, wenn Gott uns zusichert, unser ganzes Leben bei uns zu sein, für uns zu kämpfen, dann brauchen wir Reichtum nicht als Sicherheit, weil wir Gott als Sicherheit haben. Und dann brauchen wir uns auch keine Sorgen darum machen, dass wir eines Tages auf der Straße sitzen oder nicht genug zu essen, nur dazu zum Anziehen haben.

[25:13] Wir gehen zu Vers 46 in Hebräer 13. Dort heißt es: "So können wir nun zuversichtlich sagen: Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte." Ja, dieses Zitat, weil es ist ein ausgewiesenes Zitat, das stammt aus dem Psalm. Und es kommt mehrmals in den Psalmen vor. Es im Psalm 118, Vers 6, und auch 56, Vers 5, und auch noch 60, Vers 12. Und das ist eigentlich eine interessante Aussage, wenn wir an Paulus als Person denken.

[25:50] Denn Paulus hat viel erdulden müssen. Wenn er seine Missionsreisen gemacht hat, dann war er nicht selten wirklich auch in Lebensgefahr, und die Leute wollten ihm wirklich an den Kragen. Und wenn er dieses Herz anführt aus den Psalmen und sagt: "Dir, was könnte ein Mensch mir schon tun? Was könnte ein Mensch mir schon antun?", dann kann er das wirklich mit Autorität und mit Authentizität sagen, dass er sich nicht von Menschen fürchtet, sondern vor Gott.

[26:21] Und so sollten natürlich auch wir auf unser Leben leben, dass wir nicht Menschen fürchten, nicht Dinge tun, weil wir denken: "Was denkt der von mir?" oder "Was passiert, wenn ich das und das tue?", sondern dass wir an Jesus festhalten. Denn am Ende zieht uns nur Jesus aus den Schwierigkeiten heraus und nicht die Menschen.

[26:41] Vers 47: "Gedenkt an eure Führer, die euch das Wort Gottes gesagt haben. Schaut das Ende ihres Wandels an und ihren Glauben nach." Dieser Gedanke, der kommt später noch einmal in diesem Kapitel, aber ich möchte hier am Anfang ein bisschen ausführlicher darüber reden, was es heißt, bewegt uns gegenüber den Leitern hier.

[27:00] Wird es genannt, die Führer der Gemeinde. Und ja, wie wir uns da den gegenüber verhalten sollen. Paulus gibt hier den Rat, dass die in ihrem Wandel ganz genau betrachten sollen und dass wir ja es anschauen sollen und sie genau beobachten sollen, wie das Ende ihres Wandels ist. Nicht nur, dass wir mal ab und zu einen Zeitabschnitt ihres Lebens betrachten, sondern wirklich gucken, was kommt am Ende dabei raus, was ist die Frucht all dessen.

[27:43] Schaut mal mit mir in Matthäus 24, Vers 45. Matthäus 24, Vers 45. Dort spricht es nämlich auch über die Aufgabe der Leiter. Dort spricht es über den klugen Knecht. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?

[28:08] Die Hauptaufgabe von Gemeindeleitern, meine Ältesten, Führern ist die geistliche Speisung ihrer Schafe. Das ist die Hauptaufgabe und dass sie inhaltlich arbeiten und wirken. Heutzutage überlassen wir diese Aufgabe auf den Pastoren, und da sie auch richtig angelegt, aber die Gemeindeältesten, die sollten diese Aufgabe genauso wahrnehmen.

[28:32] Nicht, dass sie einfach nur zu Sekretärinnen werden, die Organisation für die Gemeinde übernehmen. Das können auch andere machen. Nein, die Gemeindeältesten, die sollten wirklich auch lehren. Sie sollten das Brot, das ewige Brot, austeilen an ihre Gemeinde.

[28:55] In Hebräer 6, und dort Vers 12, finden wir eine interessante Aussage, die tatsächlich sich auf das Alte Testament bezieht. Schaltet mal in Hebräer 6, Vers 12. Dort heißt es: "Damit ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißung erben."

[29:19] Wir haben vorher gelesen von den Glaubensvätern, und Paulus sagt uns hier: "Sollte auf die Glaubensväter schauen. Ihr sollt ihren Wandel anschauen, denn auch sie waren Führer, waren Gemeindeleiter, Gemeindeälteste und manchmal noch mehr." Sie waren ja, sie haben das ganze Volk durch die Wüste geführt oder ähnliches. Und ihr sollt ihren Wandel anschauen und sollt gucken, was kommt am Ende raus, was ist die Frucht dessen, ihres ihres Wandels und ihres Lebens.

[29:49] Und ja, wenn wir auf diese Leiter sehen, dann können wir viel lernen für unser eigenes Leben. Denn wir sollen nicht auf die Leiter schauen und Fehler finden und Fehler suchen und die dann auch beim Namen nennen. Sondern die Leiter sollen unsere Vorbilder sein. Sie sollen uns ein Ansporn sein, wie wir zu Anfang des Studiums gelesen haben, ein Ansporn für uns sein, ihnen nachzueifern, es ihm gleichzutun, sie nachzuahmen.

[30:17] Und Paulus gibt uns hier einige Beispiele auch in anderen Briefen. Zum Beispiel in erster Korinther, Kapitel 4, und dort Vers 16. In seinem Manuskript findet ihr noch mehr, aber wir schauen uns mal diesen Einfluss in Korinther 4, und dort Vers 16: "So ermahne ich euch nun: Werdet meine Nachahmer." Das ist eine interessante Aussage.

[30:41] Und wenn wir Paulus nicht so gut kennen würden aus der Bibel, dann würden wir denken: "Na ja, was war also sollen wir jetzt Menschen nachfolgen und nicht Jesus?" Aber es ist tatsächlich so, dass Paulus ein Mann Gottes war und dass er Jesus wirklich widergespiegelt hat, dass er das Evangelium so von innen nach außen hat strömen lassen, dass die Menschen wirklich Jesus in ihm erkannt haben und dass er ein offener Brief war für die Menschen um ihn herum.

[31:15] Heutzutage wird dieser Gedanke selten gepredigt, und das liegt vielleicht daran, dass wir, die wir predigen, so wenig Jesus gleich sind und keiner von sich sagen kann: "Ahmt mich nach", sondern dass wir sagen: "Nein, ahmt lieber Jesus nach." Schaut nicht auf mich, schaut nicht auf Menschen.

[31:33] Sonst gäbe es vielleicht ja mehr Prediger, die das sagen könnten, wenn jeder noch mehr Jesus widerspiegeln würde. Das wäre wünschenswert, das wäre schön. Und wie wir Paulus sehen, ist das auch erlaubt und das darf auch ein Leiter sagen, wenn er denn wirklich Jesus so komplett widerspiegeln kann, wie Paulus es getan hat.

[31:56] In Vers 8 lesen wir: "Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit." Paulus kehrt hier zu seinem Schlüsselgedanken zurück, nämlich dem aus Hebräer 1, Vers 12. Den schauen wir doch einmal kurz an, um uns auf den gleichen Stand zu bringen.

[32:20] Hebräer 1, Vers 12: Dort heißt es nämlich: "Und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie sollen ausgewechselt werden. Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende." Jetzt spricht hier von Jesus. Jesus ist derselbe gestern, heute und morgen.

[32:36] Und diese dieser Rahmen, den Paulus hier gibt in Kapitel 1 und dem letzten Kapitel, Kapitel 13, der ist tatsächlich so der Rahmen, den Paulus feststeckt. Alles, was ich zwischendurch gesagt habe, sagt Paulus, steht in diesem Rahmen, dass Jesus derselbe ist, gestern, heute und morgen. Jesus überdauert alle Zeitalter.

[32:55] Und auf ihn ist immer Verlass. Menschen können uns enttäuschen, auch treue Leiter können enttäuschen. Aber Jesus ist das einzige echte Vorbild, dem wir vorbehaltlos trauen können. Und ja, wir sollten unsere Treue und unseren Glauben nie von Menschen abhängig machen. Wir können nur enttäuscht werden. Wir sollten immer auf Jesus schauen.

[33:19] Vers 19: "Lasst euch nicht von vielfältigen und fremden Lehren und Her treiben, denn es ist gut, dass das Herz befestigt wird, was durch Gnade geschieht, nicht durch Speisen, von denen die kein Nutzen hatten, die mit ihnen umgehen."

[33:32] Jetzt beginnt ein sehr interessanter Abschnitt, der so ein bisschen in sich hat, und wir müssen gut mitdenken. Und ich empfehle euch wirklich, dass auch mit dem Manuskript noch mal nachzuvollziehen, weil doch hier sehr tiefe Gedanken noch einmal niedergeschrieben sind. Also wir finden hier die Warnung vor Lehrern und der einzige wahre Schutz gegen Lehrer, so heißt es hier, der ist durch persönliche Erfahrung. Und das passiert natürlich durch die Gnade Gottes.

[34:05] Ja, die Bibel warnt immer wieder vor Lehrern und falschen Lehrern in Matthäus 24, Apostelgeschichte 20, Römer 16, Galater 1 und so weiter und so fort. Ein Pferd möchte ich allerdings mit euch anschauen in erster Johannes, Kapitel 4. Dort heißt es nämlich in Vers 1: "Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten in die Welt hinausgegangen."

[34:36] Wir sind nicht machtlos, wenn wir mit falschen Lehren und Lehren inneren konfrontiert sind. Nein, wir haben ein Textbuch, ein Maßstab, an dem wir diese Lehren prüfen können. Leider tun wir das zu wenig. Aber wenn wir uns die Mühe machen würden, dann würden wir oft feststellen, dass die Sachen manchmal nicht stimmig sind.

[34:59] Und wir müssen uns wirklich auf den Hosenboden setzen und wenn jemand mit einer neuen Idee kommt, Idee kommt und wirklich hinsetzen und die Sachen prüfen. Und wir haben ja nicht nur dieses Buch, wir haben auch noch ein paar andere tolle Bücher vom Geist der Weissagung, die wir hinzuziehen können. Das heißt, wir sind nicht alleine. Dann haben wir noch den Heiligen Geist und damit sollten wir dann zu einem guten Schluss kommen und uns wirklich ja, einen Reim darauf machen, ob eine bestimmte Lehre, die an uns herangetragen ist, von Gott ist oder von oder nicht.

[35:31] Hier spricht es die Speisen an. Das finden sie auch mal wieder bei Paulus und im Neuen Testament, dass es hier um Speisen geht. Und natürlich spricht es von dem moralischen Gesetz, von den Satzungen, die Mose aufschreiben lassen. Und es geht hier darum, dass ja die Juden in ihrer Tradition diese Speisegebote hatten und andere Gebote und die ganzen mosaischen Satzungen.

[35:59] Und Paulus möchte eigentlich ausdrücken, dass all dieses Einhalten der Dinge uns nicht schützt vor ihren Lehren. Also, wenn ich quasi die Gesetze versuche, einfach nur durch einzuhalten, dann bewahrt mich das nicht vor Lehren. Das einzige, was mich bewahrt, ist die Gnade Gottes und dass ich das Wort Gottes wirklich in meinem Herzen habe. Das möchte Paulus uns mitgeben.

[36:26] Auch im Römerbrief hat Paulus und auch in Korintherbrief dieses Thema angesprochen. Verstehen wir haben ein Opferaltar, von dem diejenigen nicht essen dürfen, die der Stifter dienen. Nun, wie ist das gemeint? Was ist das für ein Opferaltar?

[36:42] Wir lesen auch von diesem Opfer später in Vers 16 und 17. Und hier ist nicht ein tatsächlicher Opferaltar gemeint, sondern ein geistlicher Opferaltar, der das Symbol für das volle Evangelium ist. Denn er sagt ja, wir haben ein Opferaltar und eine bestimmte Gruppe darf nicht davon essen. Nun, wer ist damit gemeint? Die das Stift zu bedienen wären, unterstützt wird, die die immer noch die mosaischen Gesetze so ganz strikt befolgen, ohne Notiz zu nehmen, dass ja Jesus als Opferlamm gestorben ist.

[37:17] Das heißt, er spricht hier von der Gruppe der der Juden, die immer noch nach Jesu Tod an den jüdischen Gesetzen festgehalten haben, Jesus nicht angenommen haben und sagt: "Mit denen haben wir nichts gemeinsam. Wir haben einen Opferaltar, und sie können nicht davon essen, weil sie halt das Opfer Jesus, der darauf gestorben ist, nicht angenommen haben."

[37:42] Jesus ist das Opferlamm, und des Stift Hütte ist hier ein Symbol für den irdischen Heiligtumsdienst.

[37:51] Wir gehen in Vers 11. Denn die Leiber der Tiere, deren Blut für die Sünde durch den Hohepriester das Heiligtum getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt. Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. Ein ganz interessanter Zusammenhang. Diese beiden sehr große gehören unbedingt zusammen.

[38:14] Das heißt, die Tiere wurden außerhalb des Lagers verbrannt, und ebenso ist Jesus außerhalb der Stadt Jerusalem auf Golgatha gestorben. Das heißt, in diesem Punkt ist Jesus auch eine hundertprozentige Erfüllung des mosaischen Gesetzes. Jesus hat wirklich in allen Details den Dienst widergespiegelt und erfüllt, den Mose hat aufschreiben müssen für das Volk Israel, das quasi Typus und Antitypus.

[38:51] Es gibt auch noch viele, viele andere Verse, die am Ende im Manuskript findet, auf die Paulus sich hier bezieht, mit "außerhalb des Lagers" und so weiter. Ja.

[39:06] Jesu Blut steht hier, das also des Blutes Erlöser steht hier im Kontrast zu dem Blut der Opfertiere. Und wir finden in Aussagen und in den Briefen Paulus auch immer wieder den Punkt, dass das Blut von den Sudan und von den Opfertiere und sehr nicht erlösen kann. Es war ein Schatten, es war ein Beispiel. Es sollte das Volk Israel immer wieder daran erinnern, dass da jemand kommen wird, der für sie sterben wird.

[39:31] Nur leider haben sie ihre Augen zu sehr darauf gerichtet und vergessen, dass Jesus ja kommen wird und gekommen ist, und sie haben ihn verkannt. Leider.

[39:44] Es steht hier in Vers 12: "Sein eigenes Blut, um zu heiligen." Das heißt, das Blut Jesu ist da, um uns zu heiligen. Und das finden wir auch diesen Gedanken finden wir auch in Hebräer 9, und dort Vers 13 und 14. Und ich würde es gerne mit euch lesen, denn "wenn das Blut von Stieren und Böcken und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh, die die Verunreinigten heilig zur Reinheit des Fleisches, wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt?"

[40:23] Also wieder der Gedanke: Das Blut Jesu ist noch viel kräftiger, viel wertvoller und kann all diese Dinge, dass wir ja von unserem Gewissen und uns von unseren toten Werken wirklich auch gereinigt, geheilt werden.

[40:39] Das Volk Israel wurde ja interessanterweise mit dem Blut besprengt. Mose hat das gemacht und auch hat sie das Buch des Bundes mit dem Blut, mit dem Blut der Tiere besprengt. Also die Bücher Mose, man das als ein Zeichen, dass das Blut Jesu oder in einem Vorgarten, dass das Blut Jesu, dass eines Tages tun wird, dass das Volk mit dem Blut Jesu gesprengt wird.

[41:11] Vers 13 in Kapitel 13: "So lasst uns nun zu ihm hinausgehen außerhalb des Lagers und seine Schmach tragen." Ja, Paulus versucht hier, das alles in eine zusammenzufassen, dass er sagt: "Nun, was lernen wir daraus aus diesen ganzen Versen?"

[41:30] Wir lernen daraus, dass wir uns absondern, dass wir mit diesem alten System nichts mehr zu tun haben, was den alten Bund beschreibt, sondern dass wir im neuen Bund leben. Und das deutlich zu machen, dass das auch für andere nach außen deutlich wird, dass wir in diesen neuen Bund leben, müssen wir uns absondern.

[41:46] Wir haben nichts mehr gemein mit diesem alten, gestifteten Dienst, sondern wir müssen jetzt deutlich machen, dass wir das Opfer Jesu angenommen haben, dass wir ihm nachfolgen. Auch diesen Gedanken hat er in Kapitel 11 schon vorbereitet.

[42:04] Und auch in Hebräer 12, Vers 3 finden wir diesen Gedanken: "Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert."

[42:17] Das heißt, wenn man sich absondert, oder wenn die Juden damals sich abgesondert haben, dann war das natürlich ja, mit Schmach verbunden. So schreibt er, dass auch wir müssen die Schmach tragen, wenn wir uns hinaus begeben aus der Stadt, außerhalb des Lagers, und dadurch deutlich machen, dass wir nun Jesus nachfolgen.

[42:39] Ja, Jesus ist auch geschmäht worden. Und er sagt: "Folgt mir auch in diesem Punkt nach." Jesus hat viele Aussagen getätigt zur Verfolgung, dass wir ebenso Verfolgung erleiden müssen und dass wir uns darauf vorbereiten sollen in unserem Innern, dass das kommen wird.

[42:57] Auch in Apostelgeschichte schreibt Paulus und auch in zweiter Korinther 12, dass wir Verfolgung erleiden werden müssen.

[43:08] Hebräer 13, Vers 14: "Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." Ja, der Gläubige kann es sich leisten, sich vom irdischen Jerusalem zu lösen und zu distanzieren. Warum? Weil er auf dem Weg ist zu einem himmlischen Jerusalem.

[43:28] Zu dem himmlischen Jerusalem. Denn als Gläubiger haben wir ein ganz besonderes Ziel im Blick, wo wir unser Auge hinrichten. Unser geistliches Auge, unser Sehen nämlich auf das himmlische Jerusalem. Und auch diesen Punkt hat Paulus vorbereitet, wie immer in Hebräer 11, und dort ab Vers 9.

[43:54] "Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf, hier in einem fremden", spricht von Abraham, "und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist."

[44:09] "Durch Glauben hielt auch Sarah selbst die Kraft, schwanger zu werden, und sie gebar, obwohl sie über das geeignete Alter hinaus war, weil sie den für trachtete, der es verheißen hatte. Darum sind auch von einem einzigen, der doch gestorben war, verstorben war, Nachkommen hervorgebracht worden, so zahlreich wie die Sterne des Himmels und wie der Sand am Ufer des Meeres. Denn nicht zu zählen ist diese alles in dem Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von Ferne gesehen und waren davon überzeugt, haben es willkommen geheißen und bekannt, dass die Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge auf Erden sind."

[44:44] Also Abrahams Nachkommen haben gewusst, hier auf der Erde, egal was wir für Reichtum anhäufen, egal wie toll wir wohnen, es ist nicht unser eigentliches Zuhause.

[44:54] Vers 14: "Denn die solchen sagen, geben damit zu erkennen, dass sie Vaterland suchen. Und hätten sie dabei jenes im Sinn gehabt, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie ja Gelegenheit gehabt, zurückzukehren. Mona, betrachten sie nach einem besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet."

[45:19] Ganz interessant. Wir haben ein irdisches Jerusalem, aber wir streben nach einem besseren. War Paulus hier einem himmlischen? Genauso erzählt Paulus: Es gibt einen alten Bund, aber wir streben nach einem besseren, einem neuen Bund. Also Paulus stellt immer den Typus und den Antitypus ganz klar gegenüber.

[45:42] Wir schauen mal in Hebräer 12, und dort Vers 22 und 23, was Paulus dort geschrieben hat: "Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten."

[46:11] Paulus sagt: Ihr seid zu dieser Stadt gekommen. Das ist euer eigentliches Zuhause. Dort, wo die Engel wohnen, dort, wo ich bin, dort ist euer Zuhause.

[46:21] In Philipper 3 erzählt Paulus, dass wir eigentlich ein Bürgerrecht im Himmel haben. Wir haben hier jetzt unsere Wohnstätte, aber wir haben dort oben schon unser Bürgerrecht, sind wir im Buch des Lebens stehen. Und Paulus schreibt auch im Kolosser 3, dass wir unser Denken hier schon auf das Ewige richten sollen.

[46:40] Und das hilft uns im eigenen Glaubensleben ganz enorm, dass wenn wir hier Probleme haben, hier Sorgen haben, dass wir denn daran denken, dass auf uns was viel, viel Besseres wartet und dass wir uns nicht so viele Sorgen machen brauchen.

[46:56] Ja, wir warten auf die neue Erde, und das ist unsere große Hoffnung, und das sei eine große Stärkung, die wir in unserem Glauben wirklich erfahren dürfen.

[47:04] Hebräer 13, Vers 15: "Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen."

[47:19] Wir lesen noch Vers 16: "Wohl zu tun und mitzuteilen, vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott wohl." Also diese

[47:25] Opfer gefallen. Gott wohl. Also diese beiden, sie präsentieren eigentlich beide, sie präsentieren eigentlich, nun den geistlichen Opferdienst der Gläubigen, die an Jesus glauben. Die bringen diese Opfer dar. Wir lesen hier, dass wir beständig ein Lob darbringen. Die Engel sind genau so beständig am Loben, Himmel zu loben Gott Tag und Nacht. Dank an sich, Lob Gottes ist ein Opfer. Laut Psalm 52, Vers 14, finden wir Lob im Alten Testament ganz, ganz häufig und im Neuen Testament ebenso.

[48:03] Ihr findet die Formulierung "Frucht der Lippen". Und die findet tatsächlich schon mal in der Bibel, nämlich in Hosea 14, das letzte Kapitel des Buches Hosea. Und dort Vers 3 nimmt Worte mit euch: "Kehrt um zu dem Herrn, sprich: Vergib alle Schuld und nimm es gut auf, dass wir das Opfer unserer Lippen bringen." Das heißt, wir wollen nicht einfach nur Opfer bringen, weil wir dazu beauftragt sind und das unsere Aufgabe ist, sondern diese Opfer, die sollen wirklich von Herzen kommen. Die Bibel sagt: "Selbst das Herz voll ist, dessen geht der Mund über." Also die Lippen. Und wir sollen wirklich von Herzen diese Dinge opfern: Loben, danken und Gott dienen. Wir sollen ganz praktisch anderen helfen, denn das ist Gott ein ganz wohlgefälliges Opfer und eigentlich das, was Gott wirklich will.

[49:12] Damit ahmen wir ja auch Jesus nach, weil die Hilfe für andere reflektiert einfach das Geschehen am Kreuz, was Jesus für uns getan hat. Jesus hat immer was für andere getan, er hat sich verschenkt und sich entleert. Und genau so wollen wir auch leben, wie das Lamm.

[49:32] Ja, damit wird deutlich, dass die ersten Verse in Kapitel 13 eigentlich von diesen geistlichen Opfern sprechen. Denn diese letzten Verse, die wir angeschaut haben, so dass 14, die machen deutlich, dass was Paulus alles am Anfang aufgezählt hat, mit brüderlicher Liebe, Gastfreundschaft, angefangene Dinge und so weiter, dass das eigentlich Opfer sind, geistliche Opfer, auf die wir, die wir bringen sollen, die wir Gott bringen sollen. Denn das sind die Opfer, die Gott wirklich mag und die Gott eigentlich auch von uns fordert.

[50:15] Ein interessantes Beispiel auch in der Bibel ist die Tabea. Ihr kennt ihre Geschichte aus Apostelgeschichte 9. Sie hat sich, sie hat diese Eigenschaft, sich für andere wirklich auch einzusetzen, ganz besonders ausgelebt und Gott hat sie ganz besonders dafür belohnt.

[50:34] Ja, es gibt auch viele Verse in der Bibel, die davon sprechen, dass wir für andere da sein sollen, anderen helfen sollen in Notsituationen, denn solche Opfer gefallen Gott. Und das hat Paulus eben auch schon in einem früheren Kapitel, Hebräer Kapitel 6, Vers 10, aufgeschrieben. Dort heißt es: "Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er euer Werk und die Liebe, die ihr für seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient, vergesse." So ein schöner Vers, der deutlich macht: Gott vergisst nicht, was du getan hast.

[51:12] Andere, Gott schreibt diese Dinge ja in seine Bücher. Und Matthäus 25 ist eigentlich das Kapitel, was uns zeigt, dass Jesus diese Dinge behält und bei der Wiederkunft dafür den Lohn austeilt. Kein gutes Werk geht vor Gott verloren.

[51:30] Im Psalm 51 finden wir die interessante Aussage. Schauen wir mal in den Vers 21. Dort heißt es: "Dann wirst du Gefallen haben an den Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und ganz Opfern, dann wird man Stiere opfern auf deinem Altar." Und dem ganzen Kapitel geht ja eine wirklich herzens tiefe Bekehrung voran. David ist gefallen durch den Ehebruch mit Batseba und Uria, und er kann nur noch sich selber bringen. Er kann Gott wirklich nur noch sein kaputtes Herz bringen und bitten, dass Gott ihm ein neues Herz gibt. Und was dieser Vers deutlich machen will, ist: Wenn wir aus wirklich tiefster Seele Gott dienen und uns hingeben, komplett und ganz, dann ist es das beste Opfer, was wir da bringen können.

[52:43] Gute Werke ohne Glauben an das Evangelium sind so wirkungslos wie ein Tieropfer ohne Glauben. Denn die Tieropfer waren, wie gesagt, auch nur ein Schatten auf das, was kommen soll.

[52:59] Gehen wir weiterhin Hebräer 13, Vers 17: "Gehorcht euren Führern und fügt euch ihnen, denn sie wachen über eure Seelen als solche, die einmal Rechenschaft ablegen werden, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen, denn das wäre nicht gut für euch." Also hier knüpft Paulus an die Erwähnung in Vers 7 an, dass die Ältesten Hochachtung gehalten werden.

[53:21] Auch in 1. Timotheus 5 finden wir diesen Gedanken. Und in Philipper 2 finden wir auch eine Aussage, dass wir auch in Abwesenheit der Leiter – und Paulus meint er sich selber – dass wir auch in ihrer Abwesenheit Gott treu sein sollen.

[53:38] Wir sollen wachen, heißt es hier, bzw. die Leiter wachen über unsere Seelen wie ein Wächter. Und wir sollen uns ihnen fügen. Nun, das ist für uns in unseren Breitengraden ein bisschen, hat ihm eine schwierige Aussage. Vielleicht so ein hierarchisches Denken. Aber wenn wir den Bogen zurückschlagen zum ersten Vers in dem Kapitel, der brüderlichen Liebe, dann ist das nichts, was mit Gewaltherrschaft einhergeht, sondern es ist einfach ein Füreinander-Dasein, Aufeinander-Achten, ein Ansporn zu guten Werken und zur gegenseitigen Liebe und Anteilnahme.

[54:23] Ja, die Rechenschaft, die müssen die Leiter tatsächlich ablegen. Aber eigentlich muss jeder von uns Rechenschaft ablegen über die, dem unterstellt waren, oder die Menschen, für die man vielleicht verantwortlich war, für Kinder, für die man verantwortlich war, die man großgezogen hat, für den Nächsten, den man gut gekannt hat, oder irgendeine Person in unserem Umfeld. Jeder muss Rechenschaft ablegen, darf darüber, ob er dieser Person Gott nahe gebracht hat oder nicht, ob er sie im Glauben vorangebracht hat oder geschädigt hat. Gott fordert dafür Rechenschaft ein.

[55:04] Und Paulus konnte Apostelgeschichte 20, Vers 26, mit gutem Gewissen sagen, dass er alles in seiner Macht Stehende getan hat, damit so viele Menschen wie möglich vom Evangelium erfahren.

[55:19] Die Leiter des Lesens, wenn er vom Gründer. Wir müssen auch gute Haushalter sein. Die müssen treu sein. Ja, ein Leiter, der Gelder unterschlägt oder der nicht ehrlich ist, der nachweislich unehrlich handelt, ist kein guter Haushalter. Das also ein wichtiger Aspekt für Gott hier.

[55:38] Mit Freuden sollen sie von ihren Schafen reden und nicht mit Seufzen. Mose hat oder ihrem ja auch oft mit solchen sprechen müssen von den Menschen, für die sie ja gewirkt haben.

[55:56] Wenn wir jetzt diesen letzten Abschnitt, diese letzten Verse in diesem Hebräerbrief anschauen, dann können wir ganz deutlich feststellen, dass es hier ein wirklich ein Segenswunsch, ein Zuruf von Paulus an seine Gemeinde ist. Er sagt: "Betet, betet für uns, bietet für uns, die wir das Evangelium weitergeben." Und da gibt diesen Auftrag und diese Bitte so oft in seinen Briefen. Es ist eine ganz bekannte Schlussklausel, die er immer wieder bringt. Und zwar bittet er einerseits um ihr Wohlergehen, aber auch für ein gutes Gewissen. Das war Paulus sehr wichtig.

[56:38] Und hat auch tatsächlich öfter dem Paulusbriefen auf: Für uns war es wichtig, dass jeder Leiter und er selber auch ein Wandel an den Tag legt, nicht nur wegen der Hausgenossen, deswegen der Gläubigen, sondern er wollte auch, dass er unter den Heiden angesehen ist, dass auch die Heiden, wenn sie Paulus und Paulus' Leben betrachtet haben und die anderen Leiter in der christlichen Gemeinde, dass die Heiden sagen konnten: "Diese Männer und Frauen, diese wirklich aufrichtig, auf die kann man sich verlassen." Er wollte das so sehr.

[57:10] Andere gute Beispiele aus der Bibel sind z.B. Daniel oder Josef. Und wir sollen es ihnen nachtun und genau so einen guten Wandel führen.

[57:19] "Umso mehr aber ermahne ich euch, dies zu tun, damit ich euch desto schneller wieder geschenkt werde." Das ist eine interessante Aussage. Und wir können da vielleicht ein bisschen herauslesen, dass Paulus hier ja nicht ganz frei war, als er das geschrieben hat, denn er wünscht sich, dass er sie ihnen wieder geschenkt wird. Vielleicht, dass er wieder in Freiheit kommt. Vielleicht ist er gefangen gewesen.

[57:53] Und diese Aussage ist auch ein bisschen ein Aspekt dafür oder ein Indiz dafür, dass er an eine spezifische Gemeinde schreibt und nicht an die bremer allgemein, an die Kinder Gottes und die Juden, die Christen geworden sind, sondern dass er ganz speziell eine Gemeinde schreibt, die er wieder besuchen möchte, zu der er wiederkommen möchte. So wie es in den anderen Briefen auch tut.

[58:15] "So sagt: Bietet, dass es sich wieder zu euch kommen kann." Und vielleicht hat Paulus diesen Brief tatsächlich an die Gemeinde in Jerusalem geschrieben.

[58:28] "Der Gott des Friedens, der unseren Herrn Jesus aus den Toten darauf geführt hat, den großen Hirten der Schafe, durch das Blut eines ewigen Bundes. Er grüße euch völlig aus zu jedem Guttenberg, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Die Satire von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." Hier haben wir diesen Schlusssegen, den wir von Paulus so gut kennen.

[58:59] Paulus komprimiert quasi das Evangelium ganz oft in diesen Schlussversen und taxiert dort alles rein, das Evangelium auf kleinstem Raum, in Miniatur. Und deckt hier viele Aspekte ab: Den Gott des Friedens, der uns herausführt, der auch Jesus herausgeführt hat aus dem Tod, der ihn auferweckt hat. Er stellt Gott als den großen Hirten. Jesus ist natürlich auch der Hirte. Und wir finden beides in der Bibel, dass Gott der Vater, der große Hirte genannt wird, aber hier auch Jesus. Und das ist natürlich der Beweis dafür, dass Jesus auch Gott ist.

[59:42] Wir finden hier ja das Blut eines ewigen Bundes, das Blut des neuen Bundes, das auf Golgatha für dich und für mich vergossen wurde. Das findet hier die Erwähnung. Und dadurch können wir tatsächlich Vergebung erfahren.

[59:58] Wir finden hier auch nochmal so eine Anspielung auf den alten und neuen Bund. Darüber hat Paulus ja auch schon geschrieben. Und das Blut des Bundes. Und das ist vielleicht ein ganz interessanter Verdienst, der nochmal nachschlagenswert ist. Hier seien 9, Vers 11. Dort spricht es auch vom Blut des Bundes. Und dieses Blut bewirkt die Befreiung. Es kommt nicht so häufig vor, diese Phrase "Blut des Bundes", aber halt in Sachen 9, Vers 11. Und dieses Blut bewirkt Befreiung. Und natürlich spricht es von dem Bund als einem ewigen Bund.

[1:00:33] Diesen Bund finden wir im Alten Testament auch schon. Damit ist natürlich der neue Bund gemeint, der ewige Bund, der immer besteht bis in alle Ewigkeit. Und der alte Bund war ja nur eine vorübergehende Sache, die das vorschalten sollte, was die ewige Bund ausdrücken soll.

[1:00:58] "Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, nehmt das Wort der Ermahnung an, denn ich habe euch mit wenigen Worten geschrieben." Es ist ein bisschen interessanter, dass Paulus hier sagt, er hat uns mit wenigen Worten geschrieben, denn der Hebräerbrief ist doch ein recht langer Brief. Und ja, das heißt, da war Paulus hätte noch viel, viel mehr zu schreiben und hat sich schon beschränkt auf das, was wir hier in diesen 13 Kapiteln finden.

[1:01:30] "Ihr sollt wissen, dass der Bruder Timotheus freigelassen worden ist. Wenn er bald kommt, will ich euch mit ihm besuchen." Timotheus war ja ein junger Mitarbeiter von Paulus. Und man kann diese letzten Verse so ein bisschen verstehen als PS, oder das sind die Breaking News: Übrigens, Timotheus ist freigelassen worden. Und das ist eine gute Nachricht. Und wir lernen daraus auch natürlich, dass Timotheus anscheinend gefangen gewesen war und dabei ein wichtiger Mitarbeiter, den Paulus hatte.

[1:02:02] Er gibt, der Paulus gibt in seinen Briefen häufig Hinweise darauf, wo er das nächste Mal hinreisen möchte oder dass er seine Gemeinde wieder besuchen möchte. Und so auch hier, wenn er dann, wenn es möglich ist, dann möchte er mit Timotheus die Gemeinde besuchen. Und vielleicht meint er tatsächlich die Gemeinde in Jerusalem.

[1:02:25] Der Briefschluss in den letzten zwei Versen heißt: "Grüßt alle eure Führer und alle Heiligen. Es grüßen euch die von Italien. Die Gnade sei mit euch allen. Amen." Das ist eine ganz typische, ein ganz typischer Gruß, den Paulus zum Schluss schreibt. Er grüßt von vielen Heiligen, was so ein bisschen auch das Gefühl gibt: Wir sind eine Weltgemeinde. Uns, unseren Glauben, den gibt es auch in Italien, gibt es auch und vor der Asien. Und ja, der ist wirklich nicht nur auf uns beschränkt. Das gibt so ein schönes Zusammengehörigkeitsgefühl, dass die, die Jesus nachfolgen, auch wirklich viele sind.

[1:03:04] Und wir sind dazu beauftragt, dass wir Jünger machen, lehren, taufen und das Wort Gottes verkündigen. Und die Frage heute an dich lautet: Möchtest du ein Teil dieser Bewegung sein, dieser Missionsbewegung, dass wir noch viel, viel mehr Menschen für das Reich Gottes gewinnen, dass wir in das himmlische Jerusalem gelangen und uns nicht auf das irdische Leben konzentrieren? Wenn du das möchtest, dann gib dein Herz Jesus und bitte ihn, die Menschen ans Herz zu legen, für die du beten und wirken kannst, gemäß dem, was wir heute in diesem Kapitel studiert haben.

[1:03:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Jesus, wir danken dir so sehr, dass du unser großes Vorbild bist, dass wir dich nachahmen können und dass du uns in allem das Edelste vorgemacht hast, dass du so einen edlen Charakter gehabt hast, den wir uns genauso schenken möchten. Ja, lasst uns so sein wie du bist und wie du gezeigt hast, dass du hier auf der Erde gelebt hast. Herr, wir danken dir dafür, dass du das in uns wirken willst und sogar kannst. Und sehen uns auch diesen Glauben, dieser auf die Veränderungen, die nun uns bewusst. Amen.

[1:04:16] Amen. Ich wünsche euch ein gesegnetes Studium am Sabbat der Lektion und hoffe, dass ihr ganz viel aus diesem Quartal mitgenommen habt über den Hebräerbrief und dass es euch ein ganz wertvolles Buch geworden ist. Ich wünsche euch Gottes Segen auch für das nächste Quartal, in dem wir das Buch 1. Mose studieren werden und wünsche euch, dass ihr da ebenso viel mitnehmen könnt für euer ganz persönliches Leben, ganz praktischer Natur. Bis zum nächsten Mal. Gottes Segen.


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