[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf dem Sender das Wort.tv. Zur mittlerweile vierten Folge unserer Spezialserie über den Hebräerbrief. Und wir wollen heute das vierte Kapitel uns genau anschauen. Eine sehr interessante, sehr spannende und auch unseren persönlichen Glauben extrem wichtiges Kapitel. Wir wollen weiter studieren, Vers für Vers, und uns dieses Kapitel jetzt im Einzelnen anschauen. Bevor wir das tun, wollen wir Gott beten, dass er durch den Heiligen Geist uns spricht, dass er unser Lehrer ist, er, der dieses Wort inspiriert hat. Soll uns zeigen, möchte uns zeigen, was es auch bedeutet für uns persönlich. Und so wollen wir mit einem Gebet starten.
[1:26] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass du bereit bist, jeden einzelnen von uns durch dein Wort zu belehren und zu stärken und zu trösten. Herr, ich bitte dich von ganzem Herzen, dass die Worte, die du in dem vierten Hebräer Kapitel 4 von Hebräer hast aufschreiben lassen, dass sie unser Herz berühren und seinen Verstand erleuchten, unser Vertrauen in dich stärken und uns bereit machen, dir zu folgen, was immer es auch kostet. Und festhalten an dir. Herr, vergib uns, wo wir dich betrübt haben. Einige uns durch die Gnade, die du allein geben kannst. Gibt, dass unsere Kleider ganz weiß werden im Blut des Lammes, das für uns geschlachtet worden ist. Und dass wir durch den Dienst, den Jesus jetzt im himmlischen Heiligtum für uns tut, wissen dürfen, dass wir an dir und an deinem Reich festhalten können, dass du für uns bist. Und jetzt auch zu uns sprechen möchtest. Dafür danken wir dir und bitten all das im Namen Jesu, der unser Hohepriester ist. Amen.
[2:32] Wir beginnen in Kapitel 4 und dort Vers 1. So lasst uns nun mit Furcht darauf bedacht sein, dass sich nicht etwa bei jemand von euch herausstellt, dass er zurück geblieben ist. Wäre doch die Verheißung zum Eingang in seine Ruhe noch besteht. Paulus ist nicht nur ein großer Theologe, er ist ein echter Evangelist, ein echter Seelsorger. Er macht wiederum eine persönliche Anwendung für seine Leser und damit auch für uns, die wir jetzt diesen Brief lesen und durchdenken. Er hat schon öfter gesehen, dass Paulus bestimmte theologische Aussagen mit Zitaten aus dem Alten Testament begründet. Diese Zitate doch noch genauer unter die Lupe nimmt und dann eine persönliche Anwendung macht, einen Aufruf, der dann den persönlichen Glauben stärken soll. Uns so sehen wir das hier in Kapitel 4, Vers 1. Auch das bezieht sich natürlich auf das, was wir in Kapitel 3 schon gelesen und letztes Mal studiert haben. Die Kapiteleinteilung kam später hinzu. Interessant ist, dass es eine andere Übersetzungs Möglichkeit gibt, die in der Zürcher Bibel zu finden ist und auch als Fußnote in der Elberfelder Bibel notiert ist. Es heißt dort dann so sinngemäß, dass nicht jemand meint, sie, die Verheißung versäumt haben oder zu spät zu sein für diese Verheißung. Also der Gedanke, die Angst des Gedankens ist dann eher, dass jemand vielleicht denken könnte, es ist schon zu spät, ich, die Verheißung gilt nicht mehr für mich. Aber nein, lieber Freund, liebe Freundin, die Verheißung des Evangeliums gilt für uns alle.
[4:22] Paulus hatte entdeckt in Psalm 95, den er ja in Kapitel 3 schon ausführlich besprochen und studiert hat und angesprochen hat, dass Gott dort eine Verheißung gegeben hat, eine Verheißung, in seine Ruhe einzugehen. Und diese Verheißung, sagt er, gilt noch immer. Wenn wir sehen den nächsten Versen, wir das dann noch weiter begründet. Mit dieser Ruhe haben wir jetzt mal gesehen, war alttestamentlich gedacht aus den Geschichten der Israeliten, die auf dem Weg ins gelobte Land waren. Weidlich der Ruheort gemeint, der Platz, an dem Gott wohnt, wo man Ruhe und Frieden hatte. Und Paulus sagt, dieser Ruheort, der ist noch zu erreichen. Der Wohnort Gottes, zu dem er uns einlädt, das ist immer noch eine aktuelle Sache auch für die Leser des Hebräerbriefes, auch für uns heute im 21. Jahrhundert.
[5:28] Vers 2. Denn auch uns ist eine Heilsbotschaft verkündet worden, gleich wie jenen. Aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war. Paulus macht ganz deutlich, das, was die Israeliten damals in der Wüste durch Mose gehört hat und Gott hat ja durch Mose gesprochen, durch die Engel, ist doch viel ihnen vermittelt worden. Das, was sie gehört haben, war das Evangelium, und zwar ein gleichartiges Evangelium, wie das, was Paulus jetzt hier zur Zeit des Neuen Testaments verkündigt. Offenbarung 14, Vers 6 spricht von einem ewigen Evangelium. Und damit wird ganz deutlich, dass Paulus im Hebräerbrief nicht das Neue gegen das Alte Testament ausspielt oder irgendwie behauptet, dass das Alte Testament weniger wichtig oder weniger inspiriert wäre. Sagt, nein, das Alte Testament ist ein ganz wichtiger Punkt, den man nie vergessen darf. Paulus sagt, das Alte Testament enthält genauso das Evangelium, wie das, was er jetzt verkündet. Auch ihnen ist eine Heilsbotschaft, ein Evangelium gepredigt worden.
[6:34] Paulus hat einen Antrag stellen, Galater 3, Vers 8 zum Beispiel, dass schon Abraham das Evangelium kannte. Dort sagte, da ist nun die Schrift voraussah, also Gott in der Bibel, der durch die Bibel spricht, dass Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham im Voraus das Evangelium verkündigt: "In dir sollen alle Völker gesegnet werden." Das Evangelium in seiner weltweiten Akzeptanz war natürlich vorgeschaltet, nur im Alten Testament. Deswegen sagte die Schrift hat das vorausgesehen. Haben dasselbe Evangelium, dieselbe Grundlage der Errettung. Und Paulus macht deutlich, dass das Entscheidende für einen Hörer des Evangeliums ist, dass er dem Wort der Verkündigung, der Predigt glaubt. Ohne Glauben nützt dem Zuhörer auch die beste Predigt der Wahrheit nicht. Es reicht also nicht, wenn wir uns gute Predigten anhören, gute Bücher über die Bibel lesen, wenn wir die Wahrheit ungefiltert hören, wenn wir sie nicht glauben. Nützt es uns nichts. Das Problem der Israeliten war damals, die haben zwar das Evangelium gehört, aber nicht geglaubt.
[7:53] Wir hatten ja schon gesehen in Kapitel 3, Vers 19, dass sie nicht eingehen konnten, das Land Kanaan, das ein Typus war für das eigentliche himmlische Kanaan, in das Gott uns alle einladen möchte, weil sie eben nicht glaubten, wegen Unglaubens. Und damit macht Paulus deutlich, dass das Geschehen damals in Kadesch-Barnea, das Geschehen in der Wüste, ein Typus ist für das, was alle Menschen eigentlich durch das Evangelium erleben oder im Bezug auf das Evangelium erleben und sich entscheiden müssen, ob sie im Glauben das annehmen oder im Unglauben verwerfen. Diesen Gedanken, dass der Glaube das Entscheidende ist in der Frage dieser Ruhe, das sehen wir in Vers 3. Denn wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: "Dass ich wohl meinem Zorn sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen." Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendet. Ganz interessanter Vers. Wer also Glauben hat, geht in die Ruhe ein. So wie der, der Unglauben hat, nicht hineingehen kann. Und Paulus begründet das auch, gesagt, schaut her, hier steht ja, dass er über die er schwor in seinem Zorn, dass sie nicht in seine Ruhe angekommen sind. Und hatte vorher in Kapitel 3 in diesen rhetorischen Fragen, die wir uns angeschaut haben in den letzten Phasen, deutlich machen, wer war es denn, mit dem er geschworen hat? Waren es nicht die, die sich weiter zu glauben? Also so schlussfolgert Paulus, ist also der Unglaube das, was an der Ruhe hindert. Demzufolge wird Glaube zur Ruhe führen. Und deswegen hat diese Ruhe mehr als nur das physische Land Kanaan, sondern steht eigentlich für all das, was der Gläubige erhält, inklusive dann am Ende das ewige Leben und die neue Erde und all das, was Gott ihm schenken möchte. Aber jetzt auch schon eine ein friedliches Herz, die Ruhe, das Bewusstsein, Gott ist mit mir und ich kann mit Gott zusammenleben, mit ihm wandeln.
[10:08] So jedoch das schon getan hat und wie nur.
[10:19] Ruhe als Ausdruck der Erlösung, als Erfahrung der Erlösung, sehen wir an verschiedenen Stellen. Es heißt in Matthäus 11, wo es heißt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid." Jesus spricht hier: "So will ich euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." Hier geht es nicht um das physische Land Kanaan, das nur ein Typus war von dieser Ruhe. Wer zu Jesus kommt, das heißt, wer an ihn glaubt, der für die sowohl und wir alle, du und ich, können diese Ruhe finden, dürfen sie finden, wenn wir einfach mit unseren Sorgen, unseren Problemen zu Jesus kommen. Er löst, er hilft uns auch dann, wenn uns manchmal der Wind des Widerstandes ziemlich deutlich ins Gesicht bläst.
[11:15] Noch eine interessante Stelle über die Ruhe in Jesaja 6 und dort Vers 16. Dort heißt es in Jesaja 6, Vers 16: "So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." Selber sprechen, wir wollen nicht darauf wandeln. Oder Jesaja 28, das ist eine interessante Passage. Wenn ihr mal Zeit habt, könnt ihr euch die entsprechende Spezialsendung, Folge hierzu Jesaja 28 anschauen, wo wir das im Detail erklärt haben und versucht haben zu erklären, was in diesem Abschnitt steht. In Jesaja 28, dort Vers 12 heißt es: "Er, der zu ihnen gesagt hatte: Das ist die Ruhe, kriegt den Müden." Und das ist die Erklärung. Aber sie wollten nicht hören. Hier sehen wir immer wieder, dass Gott zur Zeit von Jesaja, zur Zeit von Jeremia, zur Zeit von Jesus, dieses Angebot der Ruhe gemacht hat, nicht nur in der Zeit von Mose und immer wieder. Nicht nur in der Zeit von Kadesch-Barnea, von Mose, sondern auch zur Zeit von Jesaja, zur Zeit von Jeremia. Sieht man, dass dieses Angebot von vielen abgelehnt worden ist. Das heißt, sie wollten nicht darauf hören. Sie wollen nicht darauf hören. Und obwohl das bei Jesus, Matthäus 11, nicht explizit dort in dem Kapitel steht, wissen wir, dass viele dieses Angebot von Jesus: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid", und wo er dann sagt: "Ich will euch Ruhe für eure Seelen geben", dass sie das nicht angenommen haben, weil sie ihm nicht geglaubt haben.
[12:49] Denn Glaube ist die einzige, aber die entscheidende und unumgängliche Bedingung, um Erlösung zu erleben. Denn die Bibel sagt, denn so sehr in Johannes 3:16, "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat." Die Ruhe ist also schon sozusagen zu verschiedenen Zeiten angeboten worden. Und Paulus sagt, sie wird immer noch angeboten. Und jetzt ist interessant, was er hier am Ende des Kapitels sagte. Kommt man vielleicht auf den ersten Moment nicht so wirklich darauf, nicht ganz gleich klar, ist bei Paulus manchmal ja der Fall ist, was da genau meint. Aber ich denke, er meint folgendes: "Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendet." Mit anderen Worten, Gott hat schon am Anfang eine Ruhe gehabt.
[13:41] Vers 4. Denn er hat an einer Stelle von dem siebten Tag so gesprochen. "Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken." Und damit bezieht sich Paulus natürlich ganz klar auf 1. Mose 2, auf die Schöpfungsgeschichte, ganz am Anfang. Gab es schon eine Ruhe? Ja, ganz am Anfang gab es ein Angebot der Ruhe für die Menschen. Das ist sogar noch älter als das eigentliche Evangelium, das mit 1. Mose 3, Vers 15 in die Welt kam, als es dann Sünde gab und das Problem der Sünde im Menschen gelöst werden musste. Und Jesus dieses Versprechen gegeben hatte, dass er selbst den Satan und damit auch die Sünde und den Tod besiegen würde. Schon vorher gab es das Angebot der Ruhe. Paulus möchte also mit anderen Worten sagen, dass die Israeliten zur Zeit von Mose nicht in die Ruhe eingehen konnten, lag nicht daran, dass es noch keine echte Ruhe gab, die man eingehen konnte. Es lag nicht daran, dass es noch unmöglich war hineinzugehen. Nein, schon über 2000 Jahre zuvor war die Ruhe bereits vollständig da, nämlich an jenem siebten Tag der Schöpfung, als nach sechs Tagen alles vollendet war. Die Bibel sagt uns sehr deutlich in Kapitel 1, Vers 31, und dann heißt es in 1. Mose 2, und dort ab Vers 1: "So wurden der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte. Und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Dort segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn daneben ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte." Diese Ruhe hat ganz viel damit zu tun, dass Gott aufhört zu arbeiten, weil es vollkommen ist, was Gott getan hat. Und dieser Tag wird gesegnet oder wird geheiligt. Und beide Begriffe haben sehr viel mit dem zu tun, was Gott mit den Menschen vor hat. Auch in dem Evangelium, in der Erlösung. Er segnet ihn durch Jesus. Allein durch das Evangelium ist echter Segen möglich. Deswegen haben wir gelesen, sollte durch Abraham, sollten alle Völker gesegnet werden. Das Evangelium, das wird unsere Heiligung haben. Wir sollen die Heiligen Gottes sein. Und so können wir sehen, wie dieser Sabbat bereits, bevor das Evangelium notwendig wurde, bereits eigentlich das gesamte Angebot präsentiert hat. Man könnte andersrum sagen, das Evangelium, dass Gott in 1. Mose 3, Vers 15 anbietet, ist nichts, also ist im Grunde genommen das erneute Anbieten dessen, was Gott schon vor dem Sündenfall angeboten hat. Anders ausgedrückt, durch das Evangelium macht Gott möglich, dass Menschen wieder diese Ruhe haben können, die sie eigentlich im Zustand vor der Sünde gehabt haben. Die Erlösung ist also eine Rückführung zur ursprünglichen Ruhe, wie sie bei der Schöpfung existiert und wie sie im siebten Tag Sabbat ein fassbares Symbol fand. Der siebte Tag hat sollte symbolisieren, was Gott für den Menschen möchte.
[17:24] Und damit ist interessanterweise eine ganz deutliche Verknüpfung zwischen dem siebten Tag Sabbat und dem Ziel des Evangeliums. Dass der Sonntag Sabbat ist kein Schatten auf das Evangelium hin, sondern das Evangelium ist sozusagen der Weg zurück zum Sabbat, wenn man es mal ein bisschen überspitzt oder so auf den Punkt gebracht ausdrücken möchte. Weswegen der Sabbat auch bis in alle Ewigkeit gehalten werden wird.
[18:04] Vers 5. Und an dieser Stelle wiederum: "Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen." Paulus zitiert diesen Vers jetzt zum dritten Mal innerhalb von einigen Versen, in Kapitel 3, Vers 11 und Kapitel 4, Vers 3. Und macht also deutlich, schon seit der Schöpfung gibt es diese Ruhe. Aber die Israeliten wollten diese Ruhe nicht haben. Man könnte also ist das der Gedanke, wenn man das durchdenkt, zu dem Schluss kommen, dass die Israeliten in Kadesch-Barnea diese Ruhe abgelehnt haben durch ihren Unglauben, die durch den siebten Tag Sabbat repräsentiert wird. Sie haben die Ruhe, die durch den siebten Tag Sabbat repräsentiert wird, abgelehnt. Denn Paulus bringt diese beiden Dinge, den siebten Tag Sabbat und die Geschichte von Kadesch-Barnea, wo die Israeliten nicht in die Ruhe eingehen konnten, weil sie Unglauben hatten, in direkten Zusammenhang. Und das zeigt uns jetzt wiederum, dass das Halten des Sabbats in der Endzeit offensichtlich das Zeichen des Glaubens ist. Das ist interessant, oder? Das Glaubensgerechtigkeit, wie sie das Grundlage des Evangeliums ist, ihren Ausdruck findet in dem Satz: "Der Ruhe, ich glaube." Das sind Gedanken, die sollten wir noch weiter durchdenken, denn sie zeigen uns, was für eine enorme endzeitliche Bedeutung dieses Buch des Hebräerbrief für uns hat. Gott möchte uns echten Frieden, echte Ruhe schenken, aber das ist nur möglich durch den Glauben. Und diese Ruhe, die uns geschenkt wird durch den Sabbat repräsentiert, der Paulus macht das hier sehr deutlich.
[20:11] 6. Da nun noch vorbehalten bleibt, dass etliche in sie eingehen sollen, und die, welchen zuerst die Heilsbotschaft verkündet worden ist, wegen ihres Unglaubens nicht eingegangen sind. Also die Möglichkeit, hier lesen wir den Satz, ist auch zu Ende. Vers 7. So bestimmt er wiederum einen Tag, ein Heute, in dem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt worden ist: "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht." Paulus wiederholte den Gedanken, dass die Möglichkeit, in Gottes Ruhe einzugehen, noch immer besteht. Die Israeliten haben das Evangelium gehört, aber nicht geglaubt. Dieser Vers 6 bildet die Brücke, den gedanklichen Vorbau, die Voraussetzung für Kapitel 7. Die Israeliten haben zwar nicht geglaubt, aber das Evangelium bestand trotzdem noch. Der Unglaube der Eliten hat also das Evangelium Gottes nicht unwirksam gemacht, nicht ausgelöscht. Andere können es trotzdem. Unglaube der ersten Generation in Anspruch nehmen. Wir lesen das 4. Mose 14 auch von der zweiten Generation, die eine Chance bekam. Gott sagt in 4. Mose 14, Vers 12: "Ich will sie mit der Pest schlagen und ausrotten, und ich will dich zu einem Volk machen, das größer und mächtiger ist als dieses." Gott macht ganz deutlich, auch wenn dieses Volk die Verheißung nicht in Anspruch nehmen möchte, gilt immer noch, dann wird es halt jemand anderes in Anspruch nehmen. Wir finden diese Idee auch bei der Arche Noah zum Beispiel. Die Menschen wollten das Angebot der Rettung nicht annehmen. Also Gottes anderen geschenkt, nämlich den Tieren. Wir finden eine ähnliche Idee auch im Neuen Testament, wo das Angebot der Rettung von vielen im Volk Israel abgelehnt worden ist. Es war von vielen Heiden dann angenommen worden. Dass diese Idee zeigt immer, wie das Evangelium bleibt bestehen, auch wenn einige es nicht annehmen. Andere nehmen den Platz Israels ein, so sagt das Jesus in Matthäus 21:43. Und Paulus bringt diesen Gedanken auf den Punkt in Römer Kapitel 3, und dort Vers 3: "Wie denn, wenn auch etliche..." Und er revanchiert sich hier auch auf das Volk Israel: "...lebt etwa ihre Untreue die Treue Gottes auf?" Kann es heißen, die Untreue oder die Untreue von Menschen im Volk Gottes bedeutet nicht, dass das, was Gottes Volk verkündet, die Botschaft irgendwie nicht mehr Gültigkeit hätte oder nicht mehr aktuell ist. Paulus sagt, es bleibt vorbehalten, einige werden in die Ruhe eingehen.
[23:27] Und dann sehen wir in Vers 7: "So bestimmt er wiederum einen Tag." Er hatte gesagt oder er hatte Bezug genommen zu dem siebten Tag, den Gott bestimmt hatte bei der Schöpfung für alle Menschen. Die Bibel ist sehr deutlich an dieser Frage. Wenn wir heute nicht die Zeit, das ausführlich zu studieren, aber wir haben...
[23:46] ausführlich zu studieren. Aber wir haben ja andere Vorträge auch zum Thema Sabbat auf joelmedia.de, die mir das sehr deutlich machen, dass der Sabbat für alle Menschen gemacht worden ist. Wir haben gerade erst kürzlich bei den zehn Geboten ein wenig auch darüber gesprochen. Der Sabbat ist auch für die Fremdlinge da, so sagt es 2. Mose 20, Vers 10. Und der Ausländer, der zur Zeit des Alten Testaments denen Sabbat hielt und liebte, der war Teil des Volkes Gottes, so sagt es Jesaja 56.
[24:20] Dieser zehnte Tag, der Sabbat, ist ein bestimmter Tag, der diese Ruhe definiert oder besser, an diese erinnert, an einen Gedenktag, an diese Ruhe. Und jetzt sagt Paulus, dass Gott noch einen weiteren Tag bestimmt hat und zwar, was für einen Tag? Den Vers 7. Er bestimmt wiederum einen Tag, nämlich ein Heute, in dem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt wurde: „Das Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“
[24:51] Der Sabbat ist der Tag der Anbetung, war es der Tag der Erlösung. Wann ist der Tag, an dem ich die himmlische Ruhe in mein Herz lassen kann? Wenn es der Tag ist, wo ich frei werden kann von Schuld und von Sünde und von eigenen schlechten Gedanken. Wann ist der Tag, wo ich diese diesem diesen Frieden, den das Evangelium geben möchte, in Anspruch nehmen kann? Die Antwort ist: Ich muss nicht erst ein paar Tage warten bis zu einem bestimmten Wochentag oder bis zu einem bestimmten Tag im Jahr. Heute, wenn er seine Stimme hört, heute kann ich das annehmen.
[25:23] Und das ist ein interessanter Punkt. Paulus zitiert hier die Psalmen 95 wiederum und auf dieses Schlüsselwort „Heute“ macht er aufmerksam. Wieder sein Prediger, auch eine Predigt tun würde. Interessanterweise ist in Psalm 95 im Hebräischen nirgendwo explizit vermerkt, dass David der Autor dieses Psalms gewesen ist. Und wir wissen, dass er die Mehrzahl der Psalmen verfasst hat, aber nicht von allen ist das gesagt. Und bei einigen müssen wir es gab auch andere Autoren. Aber durch dieses Zeugnis hier können wir also biblisch belegen, dass David auch der Autor von Psalm 95 gewesen ist.
[25:59] Es gibt auch eine entsprechende Bestätigung in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, in der Septuaginta. Interessant ist, dass Paulus in Kapitel 3 dieselbe Stelle eingeleitet hat mit der Formulierung: „Vers 7. Darum, wenn der Heilige Geist spricht, und damit bestätigt er hier noch einmal, wenn man beide Stellen zusammen zusammennimmt, die Inspiration von David, dass er vom Heiligen Geist inspiriert gewesen ist.“
[26:29] Und bestätigt damit das, was David selbst gesagt hat in 2. Samuel Kapitel 23 und dort Vers 1 und 2. Sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn Isai. Es spricht der Mann, der hoch erhoben wurde, der Gesalbte des Gottes Jakobs, der lieblichste Psalmdichter in Israel. „Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.“
[26:57] Ein Anstrenger hat Paulus in Apostelgeschichte 28, 25 auch die Inspiration von Jesaja bestätigt. Nun, was bedeutet das, wenn er sagt: „Nach so langer Zeit?“ Zwischen Mose und David liegen mehrere Jahrhunderte, mehr als 400 Jahre. Paulus' Argument ist also sehr klug. Er sagt, wenn zur Zeit von David die Einladung zur Ruhe noch aktuell gewesen ist, dann beweist das, dass es sich bei der Ruhe nicht nur um das physische Land Kanaan gehandelt haben kann. Denn David war ja in Kanaan, erlebte im gelobten Land. Und trotzdem sagt der Heilige Geist durch David, der in Israel lebt: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung am Tag der Versuchung.“
[27:53] Also auch als man in Kanaan lebte, gab es immer noch die Einladung Gottes durch den Heiligen Geist, in die Ruhe einzugehen. Und damit, so sagt Paulus, ganz deutlich, versucht er das zu integrieren, deutlich zu machen, dass es sich bei dieser Ruhe nicht handelt, also nur um die Geschichte des Gelobten Landes zu besitzen. Es geht beim Evangelium nicht nur am Morgen um ein gelobtes Land auf der Erde, sondern es geht um viel mehr. Es geht um den echten Glauben, es geht um das, was Gott jedem gläubigen Menschen schenken möchte.
[28:27] Damit wird deutlich, dass die Botschaft, die die Israeliten in 2. und 3. Mose gehört haben und in 4. Mose, das ist eine zeitlose Botschaft für eine Botschaft, die noch Jahrhunderte später, zur Zeit von David gültig war. Und wenn sie 400 Jahre später noch gültig war, dann sicherlich auch noch ein Jahrhundert später, als Paulus jetzt lebte, und auch zu der Zeit, wo wir leben.
[28:49] Paulus ist also in der Lage, aus dem Alten Testament durch Vergleich mehrerer Stellen theologisch herauszuarbeiten, dass die Botschaft, die die Israeliten in der Wüste empfing von Gott, eine zeitlose Botschaft ist, die zu allen Zeiten gilt.
[29:04] Ganz, ganz interessant wird der Apostel Paulus von dem viele denken, hätte das Alte Testament irgendwie abgeschafft oder so ineinander hinein. Paulus bestätigt also mit dem Alten Testament, dass die Botschaft des Alten Testaments zu allen Zeiten gültig ist.
[29:18] Vers 8 gibt jetzt noch einmal eine entsprechende Erklärung. Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen. Mit anderen Worten, wenn es wirklich bei der Ruhe nur um das Land Kanaan gegangen wäre, dann wäre ja mit der Landnahme Kanaans alles vorbei gewesen. Das ist mit dem Scheitern der ersten Auszug Generation in grade Spanier und den Psalmen Davids liegt halt auch diese Eroberung durch die zweite Generation. Das liegt dazwischen.
[29:52] Wenn also David nach der Eroberung, nach der Eroberung des Landes Kanaan, immer noch von der Einladung zur Ruhe spricht, dann heißt das, dass es hier, dass die Eroberung Kanaans nur ein Typus war auf die echte, die volle Ruhe Gottes.
[30:10] Vers 9. Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten. Das ist jetzt die Schlussfolgerung aus all den Versen, die wir vorher gelesen haben. Die Eroberung des Landes Kanaan, zwar ein Typus. Und zwar war, wissen wir, dass weil David, obwohl er in Kanaan lebt, immer noch davon spricht, dass wir in die Ruhe eingehen sollen, der Heilige Geist spricht durch David und lädt ein, dass wir nicht ungläubig, sondern gläubig sind, deswegen zur Ruhe eingehen.
[30:55] Das bedeutet, es gibt eine Ruhe, die zeitlos ist, die durch den Glauben angenommen wird. Und diese Ruhe ist hier gemeint. Das ist die Ruhe, die dem Volk Gottes noch vorbehalten ist. Und diese Ruhe ist direkt mit dem Sabbat verknüpft, denn sie besteht schon seit der Schöpfung und hat im Sabbat ihren Ausdruck gefunden.
[31:24] Damit sagt Paulus hier in Hebräer 4, die Ruhe, die Gott am Anfang der Welt durch den Sabbat ausgedrückt hat, ist durch das Evangelium zu allen Zeiten gegenwärtig.
[31:41] Gewalt. Sabbat. Und damit ist nicht nur der Tag gemeint, sondern das, was der Tag ausdrückt, ist etwas, was zu allen Zeiten für das Volk Gottes Gültigkeit hat.
[31:58] Und das ist eigentlich ein ziemlich starkes Argument auch, um deutlich zu machen, dass der Sabbat zu allen Zeiten als das Zeichen der Schöpfung, das Zeichen der Erlösung, als das Zeichen der Heiligung, wie es an verschiedenen biblischen Stellen beschrieben wird, für das Volk Gottes wichtig und bindend ist.
[32:25] Interessant ist das Wort „Sabbatismus“. Es gibt hier viele „Ismen“ in der politischen und gesellschaftlichen Welt. Es gibt den Kapitalismus und es gibt den Sozialismus und es gibt den Kommunismus und es gibt eine ganze Reihe von Ismen. Aber Paulus sagt, was für uns, das Volk Gottes, gilt, das nicht der Kapitalismus und ist nicht der Faschismus und der Sozialismus und der Kommunismus und was alles an Ismen gibt. Was für Gottesvolk zählt, ist der Sabbatismus.
[33:01] Und zwar zu allen Zeiten. Die Ruhe, die dort schenken möchte. Denn was war noch einmal die Ruhe im Typus damals bei Israeliten? Es war der Wohnort Gottes. Dort, wo Gott wohnt, wo er seine Residenz hatte, seine Heimat. Die Israeliten waren eingeladen zu Gott. Das war die Idee der Landnahme.
[33:27] Genauso ist der Sabbat der Tag, der Gott gehört, in dem wir uns einlädt, besondere Gemeinschaft mit ihm zu haben. Es geht also darum, bei Gott zu sein, mit Gott zu leben.
[33:37] Und das erfüllt sich am Ende schlussendlich auch durch die neue Erde, wenn Gottes Zelt bei den Menschen sein wird. Gelesen, dass in Offenbarung 21 und dort Vers 3, seine Lieblingsverse der Bibel. „Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein.“
[34:09] Vers 10. „Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleich wie Gott von den seinen.“ Paulus erklärt nun noch einmal, warum diese göttliche Ruhe, die das Evangelium bringt, durch den Sabbat dargestellt wird. Gott hat von seinen Werken geruht. Wer das Evangelium im Glauben annimmt, der ruht von den eigenen Werken, weil Gott in ihm wirkt.
[34:39] Vers 11. Und hier kommt jetzt wieder, wie schon gewohnt, die praktische Anwendung des Seelsorgers Paulus. „So wollen wir denn eifrig bestrebt sein.“ Haben wir gelesen. „So lasst uns mit Furcht darauf bedacht sein.“ Das heißt nicht, dass wir Angst haben vor Gott. Das heißt, wir uns wirklich, das ist wirklich uns ein Herzensanliegen, dass wir uns fürchten, das zu vernachlässigen oder gleichgültig zu werden dafür.
[35:10] „So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.“
[35:21] Hier sehen wir, dass Vers 1 bis 11 eigentlich ein großer gedanklicher Bogen sind. Wir wollen eifrig bestrebt sein. Jesus sagt, dass wir danach streben sollen, in die enge Pforte einzugehen. Matthäus 11, Vers 12 gibt's diese berühmte Aussage, dass die Gewalttätigen das Reich Gottes an sich reißen. Jesus sagte, Matthäus 11, kommt zu mir, wir müssen uns zu ihm bewegen. Er sagt, ein Anstrenger gehen. Johannes 6, Vers 27, dass wir für die geistliche Speise wirken sollen. Also das Evangelium wird mit niemandem aufgezwungen. Es wird uns nicht eingeflößt gegen unseren Willen.
[35:57] Wir müssen in irgendeiner Art und Weise zu Jesus kommen und auf ihn hin bewegen. Etwas einsetzen. Gott weiß, was wir einsetzen können. Er weiß, dass wir nicht mehr tun können, als ein Mensch tun kann. Er weiß, dass wir uns selbst nicht erlösen können. Er weiß, dass wir keine guten Werke bringen können, um ihn zu beeindrucken. Aber er sieht auch, ob ein Mensch das Geschenk, das Gott ihm geben möchte, wirklich schätzt, oder ob es nur halbherzig in Anspruch nimmt.
[36:23] Und ich glaube, ich muss nicht persönlich fragen, und du dich wahrscheinlich auch, ob wir das Geschenk Gottes, das Evangelium, nur halbherzig so mit uns tragen. Und ob wir wirklich eifrig danach streben, mit Gott im Reinen zu sein. Ob wir danach streben, mit Gott im Alltag, zudem, ob wir eifrig danach streben, wirklich zu glauben und all das, was Unglauben verursacht, aus unserem Leben zu entfernen. Ich möchte, dass mehr in meinem Leben tun.
[37:02] An anderer Stelle hat Paulus das wie folgt ausgedrückt in Philipper Kapitel 2 und dort Vers 12. „Philipper 2 und dort Vers 12. Dort sagt er: „Darum, meine Geliebten, ihr seid allezeit gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, zur wirklich teuren Rettung mit Furcht und Zittern.“
[37:24] Und falls jemand denken, dass es irgendeine Art von Werksgerechtigkeit zug, denn zu Vers 13. „Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wird nach seinem Wohlgefallen.“ Denn wie wir gerade in Hebräer viel gelesen haben, Vers 10: „Wer denn, wer seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleich wie Gott von den seinen.“
[37:44] Es geht er eben nicht darum, was wir tun können, um Gott zu beeindrucken. Nein, es geht darum, was Gott tun kann. Aber die Frage ist, wie sehr sehne ich mich danach, dass Gott wirken darf? Wie sehr setze ich mich dafür ein, in meinem Leben, dass Gottes Wort mich erreichen kann? Wie sehr achte ich darauf, eben nicht selbst zu entscheiden, sondern Gott entscheiden zu lassen?
[38:04] Das ist jetzt eine Frage, um die es hier in dieser Frage geht. Paulus ermahnt und und ermutigt die Gläubigen, genau das zu tun.
[38:13] Festhalten an diesem Glauben, damit nicht uns das gleiche passiert, was den Israeliten passiert ist. Das, was passieren kann, sicherlich auch manchem leider passieren wird, dass man zwar die Rettung erlebt hat, aber dann doch am Ende verloren geht. So wie er es in Kapitel 3, ja, so eindrücklich geschehen. Das hat es auch in Judas 5 finden, wo uns der Bruder von Jesus, Judas, folgende wichtige Warnung gibt: „Ich will euch aber daran erinnern, ob gleiche dies ja schon ist, dass der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten gerettet hatte, das zweite Mal diejenigen verdirbt, die nicht glaubten.“
[38:59] Und deswegen hat Paulus dieses Herzensanliegen, dass wir nicht durch Unglauben zu Fall kommen, sondern beim Glauben bleiben.
[39:10] Interessant ist vielleicht noch, sollte ich das erwähnen, in Vers 11 dieses Wort „Unglaube“ ist an anderen Stellen im Neuen Testament auch mit „Ungehorsam“ wiedergegeben. Zum Beispiel in 2. Thessalonicher 2, Vers 2 oder auch Kolosser 3, 46. Das Wort bedeutet eigentlich im klassischen Griechischen auch er Ungehorsam und bekommt. Eigentlich ist im Neuen Testament auch diese besondere Färbung von Unglaube und zeigt damit, wie sehr der Gehorsam als Folge und Ausdruck des Glaubens eine entscheidende Rolle spielt.
[39:43] Vers 12. „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, Mark und Bein. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens.“
[39:59] Und kein Geschöpf ist verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. Das war Vers 13.
[40:07] Ich glaube, diese beiden Verse, die oft, vor allem Vers 12 für sich alleine genommen werden und natürlich auch für sich allein eine enorme Kraft entfalten. Diese meine Verse gehören nicht nur zusammen, so gehören auch in den Kontext ab Vers 11.
[40:25] Diese Verheißung der Ruhe ist nicht ein theoretischer Wunsch, nicht eine schwache Idee, sondern es ist das lebendige und machtvolle Wort Gottes. Paulus erinnert sie daran, dass das, was Gott verheißen hat, basiert auf das ist ja das Wort Gottes, und das ist lebendig. Das ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert. Unser Glaube basiert auf etwas Mächtiges, vor allem nämlich dem Wort Gottes.
[40:51] Was aber auch ein ganz entscheidender Punkt, glaube ich, hier ist, ist, dass wir nicht meinen sollten, dass unser Unglaube unentdeckt bleibt. Dem Bund in 5. Mose gibt es diese interessante Passage in 5. Mose Kapitel 29 und dort in Vers 18, als dieser und dann geschlossen wird, der in vielem eigentlich den neuen Bund repräsentiert, da heißt es: „Achtung, und dass keiner, wenn er die Worte dieser Verpflichtung hört, sich dennoch in seinem Herzen glücklich preist und spricht: Ich werde jetzt Frieden haben, wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle, so dass dann das bewässerte Land mitsamt dem trocknet hinweggerafft würde.“
[41:30] Hier kann nicht gleichzeitig denken, wir laufen mit dem Volk Gottes, aber niemand sieht meine innere Verstocktheit, meine inneren persönlichen Gründe, die ich nicht lassen möchte. Niemand sieht die. Das wird schon irgendwie klappen. Paulus warnt davor und sagt, das Wort Gottes ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert. Es dringt durch, es scheidet Seele und Geist, Mark und Bein. Es ist Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens.
[41:52] Der sich mit dem Wort Gottes beschäftigt, wird merken, es kann nicht auf Dauer sich mit dem Wort Gottes wirklich aussetzen, ohne überführt zu werden. Gott sieht alles, er weiß alles. Deswegen müssen wir das Thema ernst nehmen und können nicht einfach vor uns hintrödeln in unserem Glaubensleben.
[42:10] Das Wort Gott und sein Wort decken jeden Unglauben und jeden Ungehorsam auf. Das muss uns bewusst sein. Und vielleicht liegt es auch daran, dass das Wort, vielleicht ist das einer der Gründe, warum das Wort Gottes immer wieder auch unter Christen vernachlässigt wird, weil es eben genau das auch steckt, was dass wir persönlich, und ich denke, ich kann für mich sprechen, jeder von uns, dass wir oft so gerne unter der Decke halten würden.
[42:35] Das Wort Gottes deckt alles auf. Und deswegen brauchen wir mehr Wort Gottes in unserem Leben, mehr Wort Gottes in unseren Familien, oder in unseren Predigten, in unserem Kreisen, dann Haushalte müssen uns mit dem Wort Gottes so beschäftigen, bis es uns selbst schneidet und scheidet Geist und Seele.
[42:53] Das Wort Gottes wird in der Bibel immer wieder als ein scharfes Schwert beschrieben. Haben einige Beispiele vor allem zum Beispiel aus der Offenbarung, aber auch aus Jesaja. Diese in diesen Fällen geht es immer um Jesus, was das Schwert, ein scharfes Schwert.
[43:09] Zum Beispiel kommt Gottes Wort ist lebendig, es gibt Licht, Psalm 119, Vers 130. Es führt aus, wozu Gott es gesandt hat, sagt Jesaja 45, Vers 11. „Am Anfang sprach Gott: Es werde Licht, und es wurde Licht.“ Gottes Wort ist wie ein Feuer und ein Hammer, sagt Jeremia 23, 29. Und Paulus sagt, dass das Evangelium, das ist die gute Nachricht, die Kraft Gottes ist.
[43:33] Und das gilt ja übrigens genauso für Christus. Wir sehen, was hier über das Wort Gottes, über die Bibel gesagt wird, wird auch über Jesus gesagt, wird über Gott selbst gesagt. 1. Timotheus 2, Vers 13: „Gottes Wort wirkt in uns.“ Und Jakobus 1, 18 sagt, dass Gott uns durch das Wort seines Willens gezeugt hat. Petrus drückt das so aus, dass wir wiedergeboren sind durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.
[44:00] Wenn wir standhaft am Glauben bleiben wollen, müssen wir uns an das Wort Gottes halten. Denn allein das Wort ist in der Lage, durch den Heiligen Geist all die Sünden, die Ungehorsam, den Unglauben aufzudecken, damit wir uns zu Jesus bringen können. Gott hat er keine Freunde und daran uns zu ärgern hat keine Freude.
[44:21] Daran uns zu zeigen, wie schlecht wir sind. Er will uns nur zeigen, was wir aufgeben müssen, wenn wir in die Ruhe eingehen wollen. Und dazu reicht nicht unser Verstand, das reicht und schon gar nicht unsere Emotionen oder Gefühle, weil die betrügen und sie besagt, dass das Herz ein trotzdem verzagt Dinge sagt.
[44:39] Paulus, denn der Schlachter wird es wie folgt übersetzt in Jeremia 17 und dort Vers 9: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann es ja ergründen?“ Sondern kommt in Vers 10: „Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe den Nieren, um jedem einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten.“
[44:58] Das haben wir hier in Vers 13 gesehen. Kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. Die Tatsache, dass dasselbe auch über das Wort Gottes gesagt wird, oder so ähnlich gesagt wird, bedeutet, dass Gott durch sein Wort all das tut und in seinem Wort spricht, Gott selbst.
[45:16] Und deswegen ist jede, ist jede Vernachlässigung der Bibel wirklich, wirklich sehr gefährlich.
[45:31] Wir haben einige weitere, eine ganze Reihe von Bibeltexten im Skript, die deutlich machen, dass Gott das Herz durchschaut, alle unsere Geheimnisse kennt. Ihr könnt ihr dann im Einzelnen noch mal nachlesen und studieren. Und dann heißt es hier: „Dem wir Rechenschaft zu geben haben.“ Ist ein sehr...
[45:47] rechenschaft zu geben haben, ist ein sehr klarer Hinweis auf das Gericht. Und auch da gibt es sehr viele Stellen in der Bibel, unter anderem auch von Paulus, nur über Römer 2, Vers 16, 14, 9, 12, 2, 3, 15, aber auch an vielen anderen Stellen, dass es ein Gericht gibt. Und Paulus hat immer sein Evangelium so gepredigt, dass es auch das Gericht Gottes beinhaltet hat und damit in Übereinstimmung war. Wir denken nur zum Beispiel dann Römer 2, Vers 16: "An dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird, nach meinem Evangelium."
[46:22] Und es ist interessant, dass im Hebräerbrief, in dem es sehr viel um den hohenpriesterlichen Dienst von Jesus geht, dann, wenn wir gleich noch kurz zu kommen, er ist auch das Gericht geht. Und wir wissen aus Daniel, dass diese beiden Ideen, das Thema Heiligtum und das Gericht, eine ganz enge Verbindung eingehen.
[46:39] Fest, wir sind jetzt, kommen wir eigentlich zurück zu unserem Hauptgedanken oder zu den Gedanken, die Paulus ähneln, Hebräer 3, Vers 1 und vorher schon Kapitel 2, Vers 17 und 18 ausgedrückt hat. Einen langen, langen Exkurs können wir vielleicht sagen, oder einen bestimmten Punkt jetzt in der Zwischenzeit betont hat. Diese ganze Geschichte mit Psalm 95 und die Anwendung auf unseren persönlichen Glauben. Und jetzt kommt es dieses Mal zu sagen, Ausgangs oder dem dem davor ausgedrückten Gedanken, dass Jesus Christus unser großer Hohepriester ist.
[47:19] Was hat eine besondere Bedeutung? Denn das Festhalten am Evangelium ist deswegen so wichtig, weil wir einen Hohenpriester haben, der im Himmel jetzt für uns ist. Jesus ist ja nicht nur einmal gestorben, sondern er wirkt die ganze Zeit. Und genauso werden wir nicht nur einmal gelöst, einmal bekehrt, sondern der Glaube muss fest bleiben und an Jesus bleiben. Deswegen sollten wir täglich heute seine Stimme hören, auf das Wort Gottes hören und unserem Hohenpriester gehen.
[47:49] Dass Jesus die Himmel durchschritten hat, das verweist auf seine Himmelfahrt und die Tatsache, dass er sich zur Rechten Gottes gesetzt hat, wie wir das in Hebräer 1, Vers 3 gelesen haben. Auch die Parallelverse zur Himmelfahrt sind hier im Sinne des Manuskripts aufgeführt. Jesus, den Sohn Gottes, das war die Argumentation. Wir erinnern uns, Hebräer Kapitel 12, Paulus deutlich gemacht hat, dass Jesus die Prophezeiung auf den kommenden König erfüllt hat und das in diesem Begriff "Sohn Gottes" drinsteckt.
[48:30] So, lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Dieses Festhalten an dem Bekenntnis ist ein Kernanliegen von Paulus hier in diesen ersten Kapiteln. Hebräer gelesen haben, und es hat, weil wir einen Hohenpriester haben, der jetzt für uns wirkt. Lasst uns nicht, und lasst uns nicht glauben, dass wir den Rest nicht schaffen. Die Israeliten, das war ja, ist ja vielleicht der interessante Gedanke hier. Die Israeliten waren erlöst worden, aber glaubten dann, dass sie aus eigener Kraft offensichtlich ein bisschen glauben, das gelobte Land erreichen könnten müssten und haben dann angesichts der Größe der Probleme, der Größe der Riesen, geschlussfolgert, dass er das nicht können. Und dieser Unglaube hat dazu geführt, dass sie nicht in die Ruhe eingehen konnten.
[49:19] Paulus sagt, lasst uns denselben Fehler nicht machen. Lasst uns verstehen, dass wir nicht nur durch das Blut von Jesu am Kreuz, durch seinen Tod und seine Auferstehung gerettet worden sind, sondern dass wir einen Hohenpriester haben, der jetzt auch in den zukünftigen Problemen, noch heute an diesem Tag für mich da ist. Und deswegen festhalten kann, weil ich nicht glauben muss, dass sich durch eigene Kraft die Probleme lösen muss, sondern weil ich einen Hohenpriester habe, der für mich da ist und zwar in allen Schwierigkeiten.
[49:48] Ist ja genau das, was wir jetzt als nächstes sehen werden.
[49:58] Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. Paulus hatte diesen Punkt schon in Hebräer 2, Vers 17 und 18 betont. Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein warmherziger und treuer Hohepriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.
[50:29] Jesus war wirklich ganzer Mensch und ist es immer noch. Jetzt, wo wir miteinander reden, haben wir einen Bruder im Himmel, Jesus Christus, der für uns eintritt. Und er weiß, wie es mir und wie es dir geht. Wie gesagt, denn 5. Mose 23, Vers 9, dass die Israeliten sich um die Fremdlinge kümmern sollten, weil sie selbst mal Fremdlinge gewesen sind. Die Idee, es wäre, einmal Fremdling war, kann sich besser in Fremdling hineinversetzen. Jesus ist Mensch geworden, damit er sich noch besser, obwohl er schon alles weiß und alles sieht und kein Geheimnis vor ihm verborgen ist, ist er trotzdem Mensch geworden, um auch mit uns mitfühlen zu können.
[51:17] Hat das nicht gereicht, so alles zu wissen? Sind interessant, manchmal denken wir, es reicht, wenn wir alles wissen, aber Jesus hat es nicht gereicht, alles zu wissen. Er wollte mitfühlen. Wenn es ihm gereicht hätte, alles zu wissen, dann hätte er einfach vom Himmel aus ein gerechtes Urteil sprechen können. Aber er wollte auch mit den Menschen mitfühlen. Und dadurch ist er unser großer Hohepriester geworden.
[51:47] Interessanterweise sagt die Bibel aber auch, dass er schon vor dem im Alten Testament Mitleid für sündige Menschen gab. Dann ist es nicht so, dass Jesus erst mit seiner Menschwerdung Mitgefühl gelernt hat. Nein, nein, durch seine Menschwerdung hatte dieses Mitgefühl nur in besonderem Maße mitgeteilt, ausgedrückt, demonstriert, illustriert.
[52:12] In Hosea Kapitel 11 und dort Vers 8. Das heißt es: "Wie könnte ich dich preisgeben, Israel? Wie könnte ich dich behandeln wie Adamartig machen? Wie sehr ihm mein Herz sträubt sich dagegen, mein ganzes Mitleid ist erregt." An der Stelle heißt es in Matthäus 12, Vers 20, dass Jesus das geknickte Rohr nicht brechen wird. Er hat Mitgefühl über Freunde, Befreundeten, egal wie es dir gerade geht, egal ob du dich gut oder schlecht fühlst, optimistisch bist oder im Wohnzimmer stehst. Jesus fühlt mit dir.
[52:57] Und Mitleid mit dir. Und die Bibel sagt, Hebräer 4, Vers 15: "Das in allen deinen Streiten er an dich denkt." Er ist versucht worden. Wir kennen die Geschichte der Versuchung in Matthäus 4 und Lukas 4. Interessant ist auch in Lukas 22, eine Bemerkung, die mir vorher nicht so vor Augen war. Er, Lukas 22, dort Vers 28: "Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen." Jesus hat nicht nur drei Versuchungen erlebt in seinem Erleben, sondern sehr viele verschiedene. Und das wird hier deutlich. Und doch sagte mir, dass trotz aller Versuche er ohne Sünde war.
[53:47] Und interessanterweise wird dies von allen entscheidenden, großen, in Anführungsstrichen, Autoren des Neuen Testamentes, unter den wichtigsten großen Autoren des Neuen Testamentes, explizit gesagt.
[53:59] Um das einmal kurz zu illustrieren: Johannes sagt es sehr deutlich in 1. Johannes Kapitel 3, Vers 5: "Und ihr wisst, dass er erschienen ist, um unsere Sünden hinwegzunehmen, und in ihm ist keine Sünde." Josef Johannes sagt, in Jesus ist keine Sünde. 1. Petrus Kapitel 2, Vers 22 hieß es, Petrus und er zitiert Jesaja 53, Vers 9: "Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug seinem Mund gefunden worden."
[54:28] Paulus haben wir gerade schon gesehen. Können wir noch einmal hier in 2. Korinther 5, Vers 21 lesen. Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden. Jesus hat von keiner Sünde gewusst. Und er selbst, Jesus sagt das, gehen Johannes Kapitel 8 und dort Vers 46. Dort heißt es: "Wer unter euch kann mich einer Sünde beschuldigen?" Das ist ein ziemlich starker Satz. Jesus, der bescheidenste Mensch, war der jemals gelebt hat, konnte vollen Gottvertrauen auf seinen Vater sagen: "Wer von euch beschuldigt mich einer Sünde?"
[55:18] Jesus hat also beides. Er hat das Mitgefühl des Versuchten, der weiß, wie es ist, in dieser Welt zu leben, der weiß, wie es ist, auch zu sein und durchsitzen, hungrig zu sein, müde zu sein, versucht zu sein, angegriffen zu sein. Arbeitet gleichzeitig auch die Kraft und die Erfahrung und zu zeigen, wie man Sünde überwindet. Als Mensch ist er uns das Vorbild, wie man nicht sündigen muss. Und als Gott gibt er uns die Kraft, seinem Vorbild zu folgen.
[55:59] Als Mensch zeigt uns, wie wir leben sollen. Als Gott gibt er uns die Kraft, seinem Vorbild zu folgen.
[56:05] Wir schließen mit Vers 16. Und wiederum schließt Paulus erneut so einen kraftvollen Aufruf für das persönliche Glaubensleben hier. Also, lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.
[56:30] Als Kinder Gottes brauchen wir keine Angst haben. Paulus hat das ein Antragsteller sehr deutlich ausgedrückt in Römer Kapitel 8 und dort ab Vers 15: "Denn er hat nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!" Und ich, diesen Glauben oder diese den Glauben an Jesus haben wir so eine Freimütigkeit, eben Zugang zu Gott dem Vater.
[57:00] Die aus Hebräer 4, Vers 18 und Kapitel 3, Vers 12 deutlich machen. Wir kommen zum Thron der Gnade. Jesus ist König, das hat Kapitel 1 deutlich gemacht. Sein Thron ist jetzt ein Thron der Gnade. Irgendwann einmal, auf der neuen Erde, schon im Himmel, wird es nicht mal ein Thron der Gnade in dem Sinne sein, dass dann keine Sündenvergebung, wenn nötig, ist. Aber jetzt ist er im himmlischen Heiligtum. Jetzt kann unsere Sünden vergeben werden.
[57:24] Heute, da er seine Stimme hat, haben wir gerade gelesen und studiert. Jesus regiert über das Königreich der Sünde. Und wir können zwei Dinge von ihm bekommen, also viele Dinge mehr, aber auch zwei Dinge: nämlich Barmherzigkeit, das ist die Vergebung für die begangenen Sünde, und Gnade. Das ist in dem Fall hier Gottes Kraft, zu überwinden und zu siegen in der Versuchung. Das heißt, dass ich sogar Kraft bekomme, die Sünde gar nicht erst zu begehen.
[57:50] In dem Sinne sagt Paulus auch, dass Jesus ihm gesagt hat, dass Gottes seine Gnade für ihn ausreicht. Haben in der Anfechtung, in der Versuchung, in den Schwierigkeiten, reicht Gottes Gnade aus, nicht nur um bereits begangene Sünden zu vergeben, sondern auch um uns zu erhalten, festzumachen, eben im Glauben.
[58:11] Wann ist die Hilfe rechtzeitig da, wenn sie gebraucht wird? Nicht nur nach dem Fallen, sondern auch schon davor, in der Versuchung. Können wir zum Thron der Gnade kommen. Nicht was eigener Erfahrung, man muss nicht erst sündigen, man kannst du dieses Kommen in der Versuchung und ihn bitten: "Herr, hilf mir stark zu sein, hilft mir bei dir zu bleiben, hilft mir meine Gedanken wegzulenken von was immer mich gerade angreift, hin zu dir."
[58:41] Und Jesus erhört dieses Gebet immer. Was ist ein Wunsch?
[58:49] So, lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade. Das ist die Einladung, die wir schon in Kapitel 1, Vers 1 gesehen haben. Die Verheißung zum einen, in seiner Ruhe besteht. Noch, lasst uns also nicht ungläubig sein, sondern lasst uns im Glauben vorangehen. Lasst uns im Glauben zu Jesus gehen, bei Jesus bleiben.
[59:09] Und die Frage ist: Möchtest du heute, heute, da er seine Stimme hört, an diesem heutigen Tag, erneut zu Jesus, deinem Hohenpriester, kommen und bei ihm Gnade und Barmherzigkeit entgegennehmen? Und möchtest du auch durch das Halten des Sabbats der ganzen Welt zeigen, was für eine tiefe Ruhe und ein tiefer Stream jeden erwartet, der wirklich Gott von Herzen glaubt? Gott segne deine Entscheidung.
[59:39] Lasst uns doch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Bitte hilf uns besser zu verstehen, wie wir tagtäglich im Alltag so leben können, dass deutlich wird, dass wir Zugang zum Thron der Gnade haben. Hilfe zu verstehen, wie wir im Alltag zu deinem Thron kommen können und die Gnade empfangen.
[1:00:12] Schenkst, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du mir hilfst und jedem einzelnen dieses Video sieht oder später anschaut. Und wir danken dafür, dass du uns nicht alleine lässt, sondern für uns da bist. Es würden wir alles im Namen Jesu. Amen.
[1:00:28] Wir sehen uns dann nächste Woche wieder, wenn wir uns an Kapitel 5 anschauen werden und weiter studieren werden im Hebräerbrief. Bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes.
[Musik]