[0:05] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour, hier auf www.joelmedia.de und auch ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf dem Sender das Wort.tv. Zur fünften Folge unserer Spezialserie über den Hebräerbrief. Wir haben begonnen, Kapitel für Kapitel, Vers für Vers, uns durch dieses so wichtige Buch des Neuen Testamentes hindurch zu studieren, zu arbeiten und versucht nachzuvollziehen, was der Apostel Paulus und sagen möchte. Ja, viel mehr, was Gott durch den Apostel Paulus, den er durch den Heiligen Geist inspiriert hat, uns heute auch in diesen letzten Tagen für die Endzeit, für uns Gläubige heute, mitteilen möchte. Ja, schon vieles Interessantes gesehen und wollen heute mit dem fünften Kapitel weiter machen. Bevor wir beginnen, möchten wir natürlich Gott einladen, dass er unser Lehrer ist. Und wir wollen das tun, indem wir zu ihm beten. Lasst uns gemeinsam beten.
[1:36] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir zu dir kommen dürfen durch Jesus Christus, der unser Hohepriester uns jetzt für uns eintritt, der unser Gebet, dass wir jetzt sprechen, angenehm macht vor dir, indem er seine Gerechtigkeit, seinen Gehorsam, seine Verdienste für uns darbietet. Und Herr, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir einen solchen Hohepriester haben, der sich nicht schämt, unser Bruder genannt zu werden. Und durch ihn bitten wir auch jetzt, dass du deinen Heiligen Geist sendest, dass wir in besonderer Weise erfüllt werden mit deinem Geist, um zu verstehen, was dein Wort uns persönlich heute zu sagen hat. Führe uns zu diesem Studium und segne uns nach deiner Verheißung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:26] Wir wollen direkt beginnen in Hebräer Kapitel 5 und dort Vers 1. Wie immer gilt, es geht eigentlich direkt weiter. Paulus kannte noch keine Kapiteleinteilung, die sind hilfreich für uns, um Verse schneller zu identifizieren. Aber für Paulus ist hier erst einmal ein fortlaufender Gedankengang. Wir haben ja in Kapitel 4, Vers 14 bis 16 gesehen, wie er den Hohepriester Jesus beschrieben hat. Aber wir sollen festhalten an dem Bekenntnis. Wir sollen Jesus Christus an Jesus Christus festhalten, der für uns als großer Hohepriester in den Himmel gegangen ist. Ein Hohepriester, der Mitleid haben kann mit unseren Schwachheiten, weil er in der selben Art und Weise versucht worden ist, so wie wir, aber und das ist sehr wichtig, ohne Sünde. Und deswegen ermutigt uns Paulus in Vers 16 mit Freimütigkeit, das heißt mit Zuversicht, zum Thron der Gnade zu gehen, um dort Barmherzigkeit und Gnade finden zu können und zwar zur rechtzeitigen Hilfe. Und wann ist die rechte Zeit? Immer dann, wenn wir Gottes Hilfe brauchen. Nicht nur, wenn wir gefallen sind, sondern auch schon vorher können wir diese Hilfe in Anspruch nehmen.
[3:37] Und wir sehen das jetzt kann man 5, Vers 1 direkt daran anschließt. Das sieht man schon am ersten Wortes, denn folgt also eine Begründung für das, was wir in den Versen vor Vers 14 bis 16 von Kapitel 4 gelesen haben. Gehen wir also Hebräer 5, Vers 1. Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird für Menschen eingesetzt in dem, was Gott betrifft, um sowohl Gaben dazu bringen, als auch Opfer für die Sünden. Paulus sagt selbst bei den irdischen Hohenpriestern war es so, dass sie für Menschen gewirkt haben und zwar in den Dingen, die Gott betreffen. Also in den Dingen des Gottesdienstes, in den Dingen der Opfer, der Gaben. Die Hohenpriester waren kein Hindernis auf dem Weg zu Gott, sondern eine Hilfe, um Menschen zu Gott zu bringen. Wenn also schon die irdischen Hohenpriester für Menschen eingesetzt worden sind, wie viel mehr ist dann Jesus für mich eingesetzt worden als Fürsprecher? Er dient sozusagen mir.
[4:30] Deswegen ist Jesus auch uns in jeder Hinsicht ähnlich geworden, damit er uns auch wirklich voll umfänglich vor Gott vertreten kann. Die von Menschen genommenen Hohenpriester, auf die der Paulus hier besonders sich bezieht, sind natürlich in erster Linie oder damit sind gemeint Aaron und seine Familie, seine Nachkommen, die für den irdischen Heiligtumsdienst von Gott berufen worden sind. Das wird gleich noch sehr wichtig werden, und wir können es nachlesen in 2. Mose 28 und 29. Die Hohenpriester hatten die Aufgabe, die Opfer und Gaben der Menschen zu nehmen und sie dann vor Gott zu bringen, zu vermitteln. Und so ist Jesus Mensch geworden, um unsere Gaben vor Gott zu bringen. Ja, viel mehr sein eigenes Opfer, das er gebracht hat für uns. Also, wenn, wie ein Israeli im Alten Testament ein Opfer brachte im Glauben an den Erlöser und damit auf den Erlöser hingewiesen hat, hat der Priester das vor Gott gebracht. In der selben Art und Weise bringt Jesus unsere Gebete vor Gott, wenn wir unsere Gebete uns auf sein Blut, auf sein Opfer beziehen, es für uns persönlich in Anspruch nehmen.
[5:46] Dass die Hohenpriester tatsächlich für die Menschen waren, sieht man vielleicht besonders deutlich und in einem krassen Beispiel, 4. Mose 16, als Aaron als damals die Plage ausgebrochen war, im Zuge dieser schlimmen Rebellion von Korach und dem nachfolgenden der Israeliten, als Aaron als Hohepriester sich tatsächlich buchstäblich mit seiner vermittelnden Funktion zwischen die Lebenden und Toten gestellt hat und so der Plage gewährt hat, um den Rest der Menschen zu bewahren.
[6:22] Solcher also ein von Menschen genommener Hohepriester, ein solcher kann in Nachsicht üben mit den Unwissenden und innen, da er auch selbst mit Schwachheit behaftet ist. Warum hat Gott Menschen für den hohen priesterlichen Dienst ausgewählt? Die Antwort ist ganz einfach: Weil sie selbst schwach sind, können sie mit denen, die geirrt haben, gesündigt haben, Nachsicht haben. Sie können den Unwissenden mit Nachsicht begegnen. Dieses Wort "behaftet" ist interessant. Kommt noch einmal in der Bibel von Esra 12, Vers 1 und dort wird es wie folgt übersetzt: "Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben." Die Idee dieses Wortes ist eigentlich nicht, dass etwas an uns haftet wie eine kleine Kette, die man nicht los wird, sondern wir sind umgeben von etwas. Egal, wohin man schaut, überall ist es so, wie der Gläubige umgeben ist von all diesen Glaubenszeugen und Glaubenshelden, den Männern und Frauen im Alten Testament, die Paulus hier aufzählt. Und irgendwann sagt, die Zeit würde empfehlen, alle zu benennen. Es gäbe ja noch so viele, weil er deutet man will, weil egal, wohin man schaut, es sind Männer und Frauen des Glaubens in der Bibel gewesen. Genauso sind wir als Menschen mit Schwachheit umgeben. Wir sind, egal wohin wir schauen, unserem Leben überall, denen du nur Schwachheit hast, nicht nur ein kleiner Makel, der uns anhängt, sondern wir sind voller Schwachheit.
[7:49] Interessant ist, dass dieses Prinzip, dass hier auf den Hohepriester angewendet wird, letztendlich in einem weitergehenden Sinne auf uns alle zutrifft. Denn nach 2. Mose 19, Vers 4 bis 6, sollte jeder im Volk Gottes letztlich ein Priester sein. 2. Mose 19, und dort Vers 4 bis 6 sagt Gott unmissverständlich: "Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen durch zu mir gebracht. Dass die Erlösung aus Ägypten durch das Blut des Lammes, wenn ihr nun wirklich meine Stimme hören und gehorchen werdet, also, wenn ihr wirklich auch auf die Erlösung, auch ihr mit freudigem Gehorsam aus Herzen antwortet und meinen Bund bewahrt." Der Bund, das sind die zehn Gebote, die jetzt ihnen Bereich geben wird. "So solltet ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber solltet mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein." Das sind die Worte, die den Kindern Israels sagen sollte. Sie sollten ein priesterliches Königreich sein. Sie sollten anderen Völkern, die Gott zwar geschaffen hat, aber die Gott nicht kennen, die Gott zwar liebt, aber die Gott nicht zurückgeblieben sind, diesen Menschen sollten sie quasi Priester sein. Sie sollten als Vermittler sozusagen in einer gewissen Art und Weise zwischen den Menschen, die Gott noch nicht kennen, und Gott stehen, um den Menschen zu erzählen, was sie mit Gott erlebt haben, nämlich die Erlösung, um sie dazu zu Gott zu bringen.
[9:13] Warum hat Gott sie auserwählt? Nicht wegen ihrer Klugheit, nicht wegen ihrer Intelligenz, wegen ihrer Stärke, wir in ihrer Lebenserfahrung, sondern wegen ihrer Schwachen. Denn schwache Menschen können anderen schwachen Menschen erklären, wie Gottes Kraft in der Schwachheit hilft. Menschen, die selbst wissen, wie es ist, im Leben versucht zu sein und in diesem großen Kampf hin und her gerissen zu sein, vom Satan versucht zu werden, die können anderen Menschen helfen. Und wenn sie davon erzählen, wie Gott in ihrem eigenen Leben ihnen geholfen hat, Versuchung zu überwinden, wie sie Erlösung erlebt haben. Gott hat Menschen erwählt für seinen Dienst, nicht, weil sie besonders geeignet waren, sondern weil sie schwach gewesen sind. Ansonsten hätte Gott Engel erwählen können. Engel haben bei ihm noch eine große Rolle gespielt, das sagt uns die Bibel immer wieder. Aber die zehn Gebote haben die Menschen bekommen, um sie dann der Welt zu geben. Und diese Worte hier in 2. Mose 19 gelten nicht nur für das älteste Israel, denn es geht ja um diejenigen, den Bund malen. Der Bund, wie gesagt, kann man im 2. Mose 4 nachlesen, sind die zehn Worte, sind das Gesetz Gottes. Und in der Endzeit, in Offenbarung 14, wird uns von einem Volk gesagt, das ebenfalls die Gebote Gottes bewahrt. Hier Offenbarung 14, Vers 4 ist das standhafte Ausnahmen Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Auch wir sollen so ein königliches Priestertum sein. Das macht die Bibel ganz deutlich, wenn man zum Beispiel an 1. Petrus Kapitel 2 denkt. 1. Petrus 2 und dort Vers 9: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugend dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht."
[11:02] Wenn also der Hohepriester in seinem Amt berufen worden ist, wegen seiner Schwachheit, weil, wenn also Gott ausdrücklich einen Menschen berufen hat zum Hohepriester, Aaron und seine Familie, weil sie schwach gewesen sind, damit sie Nachsicht haben mit den Irrenden. Und wir können am Beispiel von Aaron sehen, dass er tatsächlich auch wirklich große Schwächen gehabt hat, die werden ja in der Bibel keinesfalls vertuscht und sehr deutlich offenbart. Wir fragen uns vielleicht erst mal, warum hat Gott so einen Menschen erwählt, der kurz zuvor noch das goldene Kalb mit gefördert hat und und mit da ja, dass das nicht verhindert hat? Aber es ist gerade seine Schwachheit, die ihm dann helfen konnte, nachdem er sich bekehrt hat, den Schwachen und Irrenden zu begegnen, uns zu helfen. Der gleichen Art und Weise, deswegen hat Jesus den Petrus erwählt und ihm auch gesagt: "Wenn du dich bekehrt hast, stärke deine Brüder."
[12:02] Das bedeutet, wenn wir und wenn Gott uns beruft und wir die uns eigene Schwachheit nicht erkennen, dann haben wir nicht wirklich verstanden, was eigentlich Gott mit dieser Berufung vorhat.
[12:26] Schon ein bisschen weiter und zwar in Vers 3, Hebräer 5 und dort Vers 3. Es geht wieder um den Hohepriester, der mit Schwachheit behaftet ist und um die Summe seiner Stadt will, muss er wie für das Volk, so auch für sich selbst Opfer für die Sünden darbringen. Die irdischen Hohenpriester im irdischen Heiligtum haben nicht nur Opfer für das Volk dargebracht, sondern Opfer für sich selbst. Das sieht man sehr deutlich zwischen 2. Mose 29, Vers 12 bis 19. Andere Texte hier in seinem Manuskript verzeichnet. Und damit wird ein gewichtiger Unterschied zwischen dem irdischen Hohepriester und Jesus deutlich. Der menschliche Hohepriester war eben schwach, auch wegen seiner selbst begangenen Sünden. Deswegen benötigte er selbst Vergebung und Erlösung. Jesus dagegen ist zwar schwach gewesen, aufgrund seiner menschlichen Natur, ist körperlich, mental geschwächt gewesen durch das Gesetz der Vererbung, auch der moralische Werte der Menschheit, hatte ja über die Jahrhunderte und Jahrtausende abgenommen. Gott, Jesus hat die Menschheit dort angenommen, wo sie war und dennoch war er vollkommen ohne Sünde. Er brauchte kein Opfer für sich selbst. Wir haben in Hebräer 4, 15 gesehen: "Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde."
[13:48] Sehr deutlich.
[13:50] Deutlich. Mit 45, von dort Vers 4: "Und keiner nimmt sich selbst diese Ehre, sondern der empfängt sie, welcher von Gott berufen wird, gleich wie Aaron." Hier wird noch ein neuer Gedanke präsentiert, einer, der sehr wertvoll ist, auch wie wir gleich sehen werden, für unser Verständnis von dem, was Jesus für uns getan hat und tut. Paulus macht deutlich anhand des Alten Testamentes, dass niemand sich selbst zum Hohenpriester nennen darf, sondern für dieses Amt wird man berufen und zwar wie Aaron. Hier, wie ist die Geschichte von Aaron deutlich machen und wir werden einige Texte neben seinem Manuskript dann noch mal konnte nachvollziehen, wie Gott den Aaron berufen hat. Wir kennen sogar in der Bibel Geschichten, die deutlich machen, wie Gott darüber denkt, wenn Menschen sich selbst zum Hohepriester machen wollen. Den 4. Mose 16 haben wir die berühmte, traurige Geschichte von Korach und seiner ganzen Rebellion, die unter anderem im Wesentlichen darin bestand, dass man korrekt der Meinung war, dass obwohl er bereits zu einer besonderen, privilegierten Schicht dem Volk Gottes gehört, damit zu den Leviten und unter ihnen zu den Tägern, die also besonderen Zugang, also die besondere Verantwortung für die Heiligtumsgegenstände hatten. Er der Meinung war, er könnte auch Priester sein.
[15:15] 4. Mose 16, z.B. und dort in Vers 7 heißt es dann: "Und tut morgen voll hinein und legt Räucherwerk darauf vor dem Herrn. Und der Mann, den der Herr dann erwählt, der ist heilig. Ihr beansprucht zu viel." Ihre Söhne, Levi, Mose wahnsinnig und sagt: "Wenn ihr selbst Priester werden wollt, Hohepriester, und Gott hat mich nicht berufen, dann nehmt ihr zu viel vor in Anspruch. Ihr seid zu ambitioniert." Und wir kennen die Geschichte, wir haben die Zeit hier nicht, alle Verse nachzulesen. Könnte das selbst noch mal nachstudieren. Werden die wesentlichen Werte sich hier im Sender-Manuskript auch betont aufgeschrieben. Die Geschichte endet damit, dass Korach und alle seine Rotte, die sich eher mit ihm in dieser Sache verbunden haben, sterben. Gott hatte sie nicht erwählt und ihr Wunsch, trotzdem Hohepriester zu sein, endet fatal, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
[16:12] Ganz ähnlich finden wir die Geschichte in 2. Chronik 26 und dort Vers 18. Da geht es um den an sich bis dahin recht guten König Usija, der eben Südreich Juda regierte. 2. Chronik 26 und dort Vers 18, aber dann heißt es über ihn, dass er in den Tempel Gottes ging, um zu räuchern. Wir können 4. Mose 16 lesen, als etwas stark geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben, oder versündigt sich an dem Herrn, deinem Gott, indem er in die Tempelhalle des Herrn geht, um auf dem Räucheraltar zu räuchern. Also, obwohl er nicht berufen worden war als Priester, zwei Priester wollte als Hohepriester agieren. Und das sagte die Bibel war eine Sünde. Es war eine, es war einst eine Selbst-Erhebung zu seinem Verderben. Und das hilft uns vielleicht ein bisschen besser zu verstehen, warum die Bibel mit solch einer Vehemenz in der Prophetie auch vor der römisch-katholischen Kirche, vor dem System, vor dem Lehrgebäude der römisch-katholischen Kirche warnt. Nicht von den Menschen, die in dieser Kirche sind, dass sie – sehr deutlich, dass sehr viele von ihnen sogar echte Kinder Gottes sind und nach bestem Wissen und Gewissen Gott. Aber das Lehrgebäude und die Theorie der römisch-katholischen Kirche besagte genau das, dass Menschen sich zu Priestern machen, die Gott nicht dafür berufen hat.
[17:34] Denn nur der ist Priester, den Gott beruft. Und Gottes Berufung erkennt man an seinem Wort. Wer sich selbst ohne Gottes Berufung zum Priester macht, der überhebt sich selbst und der sündigt. Und deswegen wird in der Bibel auch der Papst als der Mensch der Sünde bezeichnet, weil er sich zum obersten Priester macht, ein Amt, das Gott ihm nicht gegeben hat.
[18:01] Aber dieses Prinzip hat nicht nur eine Anwendung auf die biblische Prophetie und auf die römisch-katholische Kirche, sondern auch, wenn wir wiederum daran denken, dass in einem allgemeinen Sinne wir alle geistlich zumindestens Priester sind, in dem Sinne, dass wir zwar nicht Sünden vergeben können oder eines formalen Dienst haben, sondern dass wir als Zeugen der Erlösung andere Menschen mit Gott bekannt machen sollen. Und Gott uns dafür auch spezifische Gaben und Talente gibt und auch Aufgaben, dann müssen wir da folgendes bedenken: Wer seine eigene Schwachheit versteht und die Heiligkeit der Aufgabe, der wird sie nur dann akzeptieren, wenn Gott ihm unmissverständlich ruft. Er weiß, dass er selbst schwach ist und er weiß, wie groß eigentlich die Verantwortung ist. Der wird eine solche Aufgabe nur annehmen, wenn er weiß, wenn er wirklich weiß, Gott hat mich gerufen. Jemand, der diese Aufgabe unbedingt haben möchte, selbst leider keinen direkten Ruf Gottes gehabt hat, der weiß entweder nichts oder wenig von seiner eigenen Schwachheit oder und oder erkennt die Heiligkeit und die Größe der Aufgabe nicht.
[19:16] Dieses Prinzip, dass Gott den Priester benennt, gilt interessanterweise ist jetzt ein Punkt, den Paulus deutlich machen möchte, nicht nur für irdische Priester. Wir lesen in Hebräer 5, Vers 5: "So hat auch Christus, also Jesus, sich nicht selbst die Würde beigelegt, ein Hohepriester zu werden, sondern der, welche zu ihm sprach: 'Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.'" Nun, Jesus hat sich freiwillig dafür entschieden, Mensch zu werden. Hat sich freiwillig dafür entschieden, für uns zu sterben. Das macht die Bibel sehr deutlich, wenn wir noch einmal uns dann Johannes 10 erinnern. Dort in Johannes 10, Vers 17 und 18 sagt Jesus: "Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen." Gott, der Vater liebt ihn, deswegen, weil Jesus selbst sich entschieden hat, aus eigenem Antrieb. Er hat sich dahin gegeben für uns. Er hat sich entschieden, Mensch zu werden. Er hat den Vorschlag gemacht, für die Menschheit zu sterben. Und wie sehr Gott der Vater mit dem Gedanken gerungen hat, das können wir jetzt mindestens ansatzweise erahnen, wenn wir die Geschichte in 1. Mose 22 lesen und versuchen uns da hinein zu versetzen, den Abraham, der seinen eigenen Sohn Isaak opfern soll.
[20:43] Die Idee ist also ganz deutlich die, dass Jesus sich selbst angeboten hat als derjenige, der für die Menschheit stirbt, er das Opfer bringt. Aber die Aufgabe als Hohepriester dann, als Priesterkönig für die Menschheit einzutreten und zurück und diese dann auch quasi und de facto zu regieren, das hat Gott ihm dann aufgetragen. Mit anderen Worten, Jesus hat nicht einfach gesagt: "Ich will für sie sterben, damit..."
[21:13] gesagt, ich will für sie sterben, damit ich dann über sie regieren kann. Jesus hat vorgeschlagen, für sie zu sterben, ein Opfer zu bringen für sie, und zwar Gott, der Vater, dann sozusagen. So können wir diese Verse, glaube ich, verstehen. Denn dann hat er gesagt: Wenn du dieses Opfer bringst und wenn du bereit bist, das zu machen, dann solltest du für alle Ewigkeit als Haupt der menschlichen Familie über sie herrschen und ihr König, ihr Hohepriester, ihr Stellvertreter sein. Jede Würde, die nur möglich ist, hat Gott ihm dann anvertraut.
[21:51] Bild sagt in Philipper 2, dass nachdem Jesus sich erniedrigt, Gott ihn erhöht hat und einen Namen verliehen hat, der über allen Namen ist. Interessanterweise zitiert Paulus hier in Vers 5 wiederum Psalm 2. Und dort saß sie, das haben wir schon im Zusammenhang mit Hebräer 1 studiert, hat er bereits ebenfalls diesen Passus zitiert in Psalm 2 und dort Vers 7. Dort heißt es ab 46: Da spricht Gott angesichts der Verschwörung der Völker gegen ihn und gegen seinen Gesalbten: „Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.“ Ich will den Rat und spricht Jesus: „Ich will den Rat des Herrn verkünden. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“
[22:45] Hier wird also noch mal ganz deutlich, dass dieses Amt des Priesters ein Königsamt ist. Als König eingesetzt, wird er an diesem Tag gezeigt. Aber Paulus macht deutlich in Hebräer 5:5, dadurch wurde er mit der Würde des Hohenpriesteramtes bekleidet. Wir haben im Zusammenhang mit Hebräer 1 schon darüber gesprochen, dass Psalm 2 seine spezifische Erfüllung im Zuge des Todes und der Auferstehung Jesu gab. Da haben wir damals die Verse angeschaut, dass in der Apostelgeschichte deutlich gemacht, wenn der Apostelgeschichte 4, und dann der Apostelgeschichte 13 haben wir gesehen, wie in Vers 32 und 33 ganz deutlich Paulus selbst sagt, dass durch die Auferstehung Jesus diesen Psalm 2 erfüllt, dass Gott ihm dann gesagt: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“
[23:52] Und warum ist Jesus auferstanden vom Tod? Damit er Hohepriester im Himmel, im Heiligtum sein kann. Die Bibel sagt ja, dass nachdem er auferstanden ist, er zum Himmel gefahren ist und zur Rechten der Majestät sich gesetzt hat, um dort die Hebräer uns deutlich zeigt als Hohepriester für uns zu dienen. Das heißt, Paulus macht deutlich, durch die Auferstehung ist Jesus in sein Königsamt, sein Priesterkönigsamt eingesetzt worden. Und das zeigt, dass sein Priesteramt ein anderes ist als das Priesteramt, das Aaron gab.
[24:23] Danach war zwar Priester, aber nie König. Und auch seine Nachfolger waren Priester, aber nie Könige. Aber es gibt einen Priester, der in der Bibel auch König war, und auf den spielt jetzt auch Paulus entsprechend direkt an, weil er diese beiden Punkte jetzt hier verbinden möchte. In Hebräer 5 und dort 46, wir auch an anderer Stelle spricht: „Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks.“
[24:49] Nun, wer war Melchisedek? Melchisedek war ein König und ein Priester. Das sehen wir ganz deutlich in 1. Mose Kapitel 14, Vers 18 und 19. Paulus bringt diesen Punkt im Laufe des Hebräerbriefs noch immer mal wieder, um deutlich zu machen, dass es sich bei Jesus um einen Antitypus auf das priesterliche Priestertum handelt, aber um mehr. Er ist nicht nur das Gegenstück zum priesterlichen Priestertum, besonders ein Priesterkönig und dadurch erfüllte auch die Königs Weissagung des Alten Testaments, auf die die Juden ja so lange gewartet hatten.
[25:26] In 1. Mose 14 und dort Vers 18 und 19 lernen wir Melchisedek kennen. Aber Melchisedek, das heißt wörtlich „mein König ist Gerechtigkeit“. Von Balak, der König, und das ist dann mein und Zek ist Gerechtigkeit. Das legte der Paulus dann auch in Hebräer später auch noch ziemlich genau so aus. Aber Melchisedek, der König von Salem, dass ihr das Wort für Frieden, brachte Brot und Wein herbei, oder war ein Priester Gottes des Allerhöchsten. Da wir einen König der Priester gewesen ist.
[25:59] Und Paulus sagt: Jesus ist Hohepriester, aber er ist auch König. Mit dem, denke ich, müssen wir das gut verstehen, dass wir, wenn wir sein Priesteramt betonen, nicht den Eindruck haben, dass er keinerlei König ist. Ja, es stimmt, dieses Königtum hat sozusagen verschiedene Phasen schon auf der Erde. War ja der Messias, der war er gesagt, er war der König, allerdings in einem geistlichen Sinne, und er war noch nicht mit einer Krone gekrönt. Und auch in diesem Sinne ist er noch nicht der nicht in dem Sinne König, wie er dann einmal auf der neuen Erde regieren wird und dem Himmel nach der Wiederkunft, so wie er dann auf der Wolke als König gekrönt wiederkommen wird, wenn er seine hohen priesterlichen Gewänder ausgezogen hat und dann seine königlichen angezogen hat.
[26:46] Das heißt, wir müssen verstehen, dass es bei dem Königtum im Königreich Jesu verschiedene Phasen gibt, die Stück für Stück absolviert werden, bis er dann sichtbar auf der Erde unser König ist. Aber schon jetzt hier als Hohepriester ist er auch König. Und viele der Prophezeiungen im Alten Testament, die von seinem König sprechen, beziehen sich auch auf seinen Dienst als Hohepriester.
[27:11] Damit wird Paulus integrierend deutlich machen, dass tatsächlich sich in Jesus die Prophezeiung erfüllt haben, nicht nur bezüglich seines irdischen Lebens, sondern auch bezüglich seines Dienstes im himmlischen Heiligtum, dem Reich Gottes. Und das ist ja in dem Evangelium immer geht und dass wir verkündigen sollen nach Matthäus 24, Vers 14, das Evangelium vom Reich. Das hat damit zu tun, dass wir einen König. Und wo ist unser König? Unser König ist im himmlischen Heiligtum. Und das tut er dort. Er tritt für uns ein, denn das macht einen König im alten Orient. Ein alter König, ein König im alten Orient, der sorgt für das Recht für sein Volk, tritt ein für Gerechtigkeit, der kämpft für sein Volk. Und das macht Jesus jetzt im himmlischen Heiligtum. Er vertritt mich, er kämpft für mich, er hilft mir in den Versuchungen und er sorgt dafür, dass mir Gerechtigkeit widerfährt durch die Gerechtigkeit, die er mir erworben hat und mir schenken möchte.
[28:03] Und insofern ist der Priester, aber auch König für mich jetzt hier in dieser Zeit. Und es kommt der Zeitpunkt, wo er einmal seine priesterlichen Gewänder ablegen würde, wenn der priesterliche Dienst zu Ende ist und dann ist er nur noch König. In diesem Sinne. Was aber hier und das wollen wir jetzt vielleicht abschließend betont in Vers 5, dann deutlich geworden ist, etwa 55 ist, dass diese Zeugung, von der die Rede ist, Rede gewesen, dass du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Also ganz deutlich davon spricht nach Ausweis all dieser biblischen Stellen, die wir angeschaut haben, dass Jesus zum Hohepriesterkönig gemacht worden ist nach seiner Auferstehung.
[28:44] Es geht nicht darum, dass es in der Ewigkeit einen Zeitpunkt gar nicht existiert hätte. Da ist die Bibel an anderer Stelle ja auch sehr deutlich, dass er genauso gut ist wie auch Gott der Vater. Diese weiterhin Hebräer 5, Vers 7. Diese und gemeint ist hier natürlich nicht Melchisedek, sondern Jesus Christus. Dieser hat in den Tagen seines Fleisches, also als er auf der Erde lebte, sowohl Bitten als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem da gebracht, den aus dem Tod retten konnte und ist auch erhört worden um seiner Gottesfurcht willen.
[29:24] Jesus ist natürlich jetzt immer noch Mensch im himmlischen Heiligtum, aber mit den Tagen seines Fleisches ist hier die Zeit gemeint, als er noch keinen verherrlichten Körper gehabt hat, als er hier noch unter uns wandelte auf dieser Erde vor seinem Tod. Er hatte unsere Natur angenommen, wie die Bibel an verschiedenen Stellen deutlich macht. Werden übrigens 14 gelesen, andere Bibelstellen, die ihn lesen könnt, sind hier auch im Sinne Manuskript verzeichnet. Und hier wird deutlich, dass Jesus ein Mann des Gebetes war.
[29:57] Als Hohepriester muss er ja Gott bitten für uns. Er muss für uns eintreten. Und auf der Erde hat er gezeigt, welch einer mit welcher Inbrunst und Hingabe er gebetet hat, wie wichtig ihm das Gebet gewesen ist. Übrigens gibt es ein Gebet, das in Johannes 17 aufgezeichnet wird, in denen er seinen Jüngern dies gehört haben exemplarisch gezeigt hat, wie er dann später als Hohepriester für sie beten würde. Und das ist genau das berühmte Hohepriesterliche Gebet. Jesus würde als Hohepriester für uns beten, sozusagen würde für uns eintreten. Er würde mit Gott über uns sprechen.
[30:43] Das ein Gebet ist nicht einfach nur eine formale Kult-Handlung, sondern ein Gebet ist ein Gespräch mit Gott. Und um zu zeigen, dass er als unser Priesterkönig im Himmel mit Gott über uns für und sprechen würde, hat er auf dieser Erde vor uns auch gezeigt, wie er mit Gott redet, mit lautem Rufen, mit Tränen. Es zeigt uns ein bisschen auch, wie intensiv er für mich und für dich eintritt, wie er ruft, wie er weint, auch jetzt im Himmel für dich und für mich.
[31:26] Jesus hat an vielen Momenten seines Lebens wirklich intensiv gebetet für sich und für andere. Wir wissen, die Bibel, dass er geweint hat, mitunter, wenn er an die Menschen gedacht hat. Wir wissen auch, dass er manchmal tatsächlich laut gerufen hat. Wir denken zum Beispiel an seinen Ruf am Kreuz. Jesus hat wirklich Mühsal gesehen, das sagt er, ja, 53, 11. Und in seinem Gebet hat Jesus immer das Vertrauen ausgedrückt, dass sein Vater ihm helfen kann. Deswegen steht hier, der ihn aus dem Tod retten konnte. Matthäus 26, Vers 53 gibt uns ein Beispiel.
[32:07] Matthäus 26, Vers 53 wird sagt Jesus: „Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten, oder würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken?“ Er wusste, der Vater könnte ihm in jeder Situation helfen. Die Tatsache, dass er diese Bitte in dem Fall nicht getan hat, deutet sehr deutlich darauf hin, dass er ja selbst wollte, diesen, dass er selbst sich dafür entschieden hatte, diesen Kelch der Lösungen durchzuführen. Und das heißt Hebräer 5:7, dass er auch erhört worden ist.
[32:44] Jesus hatte selbst die Gewissheit, dass seine Gebete erhört worden sind. In Johannes 11 und dort Vers 42. Johannes 11, dort Vers 42, dort sagt er: „Ich aber weiß, dass du nicht allezeit erhört.“ Es ist nicht interessant. Wir haben einen Hohepriester, der nicht bittet und hofft, seine Worte vielleicht zu Gott dem Vater durchdringen, sondern einer, der die Gewissheit hat, aus eigener Erfahrung als Mensch, dass was immer er bittet, Gott erfährt. Ihr wisst, ihr liebe Freunde, liebe Freundinnen, dass wir einen Hohepriester haben, der schon auf dieser Erde die Gewissheit hatte, doch bevor im Himmel war.
[33:30] Also, bevor der Himmel wieder aufgestiegen ist, dass Gott ihn in jedem einzelnen Gebet erhört hat, weil er das bat, was auch Gottes Wille war. Zudem dürfen wir kommen und ihn dürfen wir als unseren Fürsprecher vor Gott in Anspruch nehmen. Ist es nicht wunderbar? Er ist erhört worden, heißt es in dem Brief 5:47, wegen seiner Gottesfurcht.
[33:55] Nun, diese Gottesfurcht haben schon vielleicht an anderer Stelle öfter ausführlich studiert. Hier ein paar Grundgedanken: Die Gottesfurcht Gottes ist der Anfang der Weisheit, sagt uns die Bibel. Und es ist der Anfang des ewigen Evangeliums, denn der Engel offenbar und 14, das heißt wächst dadurch den Himmel fliegt und allen Völkern, Nationen, Stämmen, Sprachen das ewige Evangelium verkündigt. Der sagt als allererstes: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Und so weiter.
[34:24] Also diese Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit, der Anfang des ewigen Evangeliums, das deutlich macht, dass dieses ewige Evangelium die Weisheit Gottes darstellt. Es bedeutet, so macht die Geschichte erst 22:12 deutlich: Nichts mehr zu lieben als Gott. Das ist die Furcht Gottes. Es bedeutet nach Sprüche 8, Vers 13, das Böse zu hassen. Und insofern ist also Jesus unser Vorbild.
[34:49] Wenn es heißt, dass Jesus in seinen Gebeten erhört worden ist, weil er Gottesfurcht gehabt hat, dann ist der Aufruf der ersten Engelsbotschaft so zu verstehen, dass wir Jesus in seinem Gebetsleben imitieren. Das ist ein ganz wesentlicher Punkt, der vielleicht manchmal in unserer Verkündigung der ersten Engelsbotschaft zu kurz kommt. Denn die diebe sagt: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ Jesus weiß also aus eigener Erfahrung, wie es ist, mit intensiven Gefühlen zu beten. Kann sich also in jedem, der zu Gott betet, hineinversetzen.
[35:26] Und deswegen ist er ein noch viel besserer Hohepriester, der menschliche Priester sein kann. Er weiß ganz genau, niemand hat so gebetet wie er, und er kennt die Nöte eines Peters auch und kann uns vollkommen vor Gott vertreten. Nicht wunderbar, das was diese Lektion und was dieses Kapitel über Jesus uns offenbart und wie wir Jesus besser kennenlernen können und wie das auch mein und dein Gebet zu dem verändern kann und stärken kann.
[35:58] Daher wissen, zu wem wir beten und wer für unsere Gebete eintritt und warum das so, warum wir uns so sicher sein können, warum wir mit Zuversicht, mit Freimütigkeit zu ihm kommen können, weil wir jemanden dort haben, der Nachsicht mit uns haben kann, der von Gott selbst dazu berufen worden ist, um für uns zu dienen, und jemand, der sich wirklich auskennt mit dem Gebet und jener jemand, der aus der immer erhört worden ist in allem, was er Gott gebeten hat. Und dann dürfen wir wissen, wenn er für uns betet, dann wird auch er erhört werden, wenn wir unser Leben in Jesu Hand legen.
[36:38] Ist eine wunderbare Botschaft. Fahrzeuge gelobt da für Vers 8. Aber ab 5:8: „Und obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt.“ Jesus hatte keinen leichten Weg, wie wir, obwohl er der Sohn Gottes war. Er hat die Gerechtigkeit, die uns angerechnet werden kann, durch seinen Gehorsam erworben. Das sind seine Verdienste. Ja, wir wissen, dass er sich zum Beispiel hat taufen lassen, obwohl er es persönlich für sich nicht benötigt hatte. Aber er sagt dann in der entsprechenden Stelle, Matthäus 3: „So lasst uns also, so gebührt es uns alle Gerechtigkeit zu erfüllen.“
[37:21] Dass die Gerechtigkeit, von der Daniel 9:24 sagt, dass der Messias kommen würde, die Sünden abzutun und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen. Jesus hat davon gelebt, gehorsam zu sein, sagt Johannes 4:34. Er sagt: „Das ist meine Speise, den Willen Gottes zu tun.“ Und dazu ist er oft gekommen, das zu tun, was sein Vater und möchte. Das steht in Johannes 6 und dort Vers 38: „Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“
[37:51] Jesus war gehorsam und ist in der Liebe des Vaters geblieben, sagt Johannes 15, Vers 10. Und Philipper 2 macht deutlich, er war gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz. Jesus war gehorsam, selbst als das bedeutete zu sterben.
[38:10] Vers 9: „Und nachdem er zur Vollendung gelangt ist, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden.“ Jesus ist zur Vollendung gelangt, erst durch Leiden vollendet worden, haben wir in Hebräer 2, Vers 10 gewesen. Denn es war dem angemessen, um dessen Willen alles ist und durch den alles ist, auf viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Falls durch Leiden zu vollenden. Jesus selbst hat sein Leiden als eine Vollendung erlebt. Er wusste, Lukas 13:32, dass er am Kreuzestod mit dem Kreuzestod an ein Ziel gelangen würde.
[38:47] Und deswegen hat er gesagt, denn Johannes 19, Vers 30, als er am Kreuz ist, für dich und für mich hängt: „Es ist vollbracht.“ Er hat den Gehorsam gelernt und zwar Gehorsam bis zur Vollendung. Nicht, dass er Sünde gewesen wäre und vervollkommnet werden müssten. Nein, er hat Gehorsam gelernt, bis er ihn, bis sozusagen er in jeder nur denkbaren Situation gewesen ist, in der manche Menschen vielleicht dann ungehorsam gewesen wären. Nein, er war in jeder nur denkbaren Situation gehorsam und hat sozusagen vollkommenen Gehorsam für uns erworben.
[39:25] Er war nämlich gehorsam bis zum Tod. Und durch seinen vollkommenen Gehorsam konnte ein Opfer bringen, durch das wir alle, du und ich, gerettet werden können. Und deswegen sagt jetzt die Bibel, dass auch wir ihm gehorchen sollen. Es wäre ja wirklich sehr merkwürdig, wenn er durch vollkommenen Gehorsam ein Opfer für uns bringt und wir dann dieses Opfer in Anspruch nehmen und kein Interesse haben, ihm zu gehorchen. Wenn er unser Vorbild ist, dann wollen wir von ihm auch lernen, gehorsam zu sein.
[39:54] Wenn also Jesus Gehorsam lernen kommt als Mensch, der die gleichen Schwachheiten hatte, der Mitleid haben kann mit unseren Schwachheiten, weil er unser Fleisch und Blut hatte, dann dürfen wir durch seine Kraft und durch seine Vermittlung im himmlischen Heiligtum, weil er für uns eintritt und seine Gebete erhört werden, deswegen dürfen wir gehorsam sein und Gehorsam lernen.
[40:22] Jesus ist der Urheber ewigen Heils. Er ist das Heil für alle Völker. Apostelgeschichte 4, Vers 12 sagt: „In keinem anderen Namen können wir gerettet werden.“ Es heißt in Hebräer 4, Vers 22: „Wer sich zu Gott wendet, wird gerettet werden.“ Es ist ein ewiges Heil hier in Vers 9, weil es ein ewiges Evangelium ist. Nun offenbar 14, Vers 6 und folgende, Hebräer 2, Vers 3 nennt es: „Wollen wir entfliehen, wenn eine so große Errettung missachten?“ Ein ewiges Heil, eine große Errettung.
[40:54] Paulus spricht in 2. Korinther 1:6 von dem ewigen Trost, den wir durch Gottes Gnade haben. Und deswegen ist es wichtig, dass wir auch aus dem Hebräerbrief, ihr ein Kapitel 5 mitnehmen, dass Jesus uns bewegen möchte durch seinen Heiligen Geist gehorsam zu sein. Die Bibel sagt ja in Hesekiel 36, dass Gehorsam nicht unser eigenes Werk ist, mit dem wir uns qualifizieren, sondern das Wirken Gottes.
[41:24] Gehen uns das beweist, dass wir unsere Türen weit aufgemacht haben für ihn und das Wirken seines Geistes. In der 36 ab Vers 26: „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch eines Fleisch- und das Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“ Diesen Gehorsam, den wir lernen dürfen, den möchte Gott in uns bewirken.
[41:58] Wir müssen also nicht aus eigener Kraft das tun. Wir sind nicht auf uns alleine gestellt, sondern in dem Versuch, Gott gehorsam zu sein, dürfen wir darauf zählen, dass der Heilige Geist in uns wirken. Dürfen darauf zählen, dass Gott der Vater sich sehnlichst wünscht, und wir dürfen darauf zählen, dass Jesus, unser Hohepriester, uns nicht nur Vorbild ist in seiner Menschlichkeit, sondern auch uns die Kraft für den Gehorsam.
[42:18] auch uns die Kraft für den Gehorsam schenkt, durch seine Göttlichkeit und für mich und für dich eintritt. Und so, dass wir, wenn wir gefallen sind, Barmherzigkeit erlangen dürfen. Aber noch viel eher, noch bevor wir fallen, die Gnade finden können, so rechtzeitig Hilfe, dass wir gehorsam sein können, durch seine Kraft. Jesus hat deutlich gemacht, dass wenn wir seine Worte wirklich tun, nicht nur sagen, dass am Ende der Bergpredigt, denn nicht nur hören, sondern wenn sie hören und tun, dann bauen wir auf dem Fels, dann stehen wir sicher. Und Gott selbst hat von uns verlangt, auf Jesus zu hören und zu tun, was er sagt.
[42:54] Apostelgeschichte, das waren Johannes 17, Aproz. Geschichte 5 von dort, Vers 32. Apostelgeschichte 5, von dort Vers 32. Dort wird gesagt, das ist ein sehr wichtiger Gedanke hier, den wir an dieser Stelle nicht übersehen wollen. Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft. Und auch der Heilige Geist, welchem Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Es muss also auch in den zehn Tagen vor der Ausgießung des Heiligen Geistes darum gegangen sein, nicht nur Sünden zu bekennen, sondern auch in der Zukunft gehorsam zu sein. Denn nur denjenigen, die gehorchen, kann der Heilige Geist gegeben werden. Und das ist, was Gott tut. Könnte es sein, dass einer der Hauptgründe, warum der Heilige Geist in unserer Mitte oft so wenig wirken kann, ist, dass wir Gott nicht von Herzen gehorchen?
[43:51] Paulus hatte immer den Gehorsam vor Augen. Auch wenn heutzutage manche Theologen das völlig falsch interpretieren und den Gehorsam so ein bisschen in den Hintergrund schieben wollen. Paulus sagt in Römer 15: "Durch welchen wir Gnade und Aposteldienst empfangen haben zum Glaubensgehorsam für seinen Namen unter allen Heiden." Paulus macht eine Unterscheidung: Das von dem Gehorsam, den wir aus eigenen Werken zur Qualifikation anbieten wollen, der ist nicht dicht, er bringt nichts, wer kann uns niemals vor Gott gerecht machen. Und dann der Gehorsam durch Glauben, der dadurch entsteht, dass Gott in uns wirken darf, weil wir uns so Tür aufgemacht haben für das Wirken des Heiligen Geistes und Jesus als unseren Erlöser und Hohenpriester im himmlischen Heiligtum angenommen haben.
[44:31] Deswegen kann das sagen im Römer 28: "Denen aber, die selbstsüchtig sind und der Wahrheit ungehorsam sind, dagegen der Ungerechtigkeit gehorchen, Grimm und Zorn." Das ist ihr Schicksal, das ist, was sie erwartet. Denn in Wirklichkeit macht Paulus es deutlich: Es geht nie darum, gehorsam zu sein oder nicht. Es geht die Frage: Wen wir gehorchen. Eigentlich ist die theologische Frage: Müssen wir gehorsam sein? Ja oder Nein? Falsch! Die Frage ist: Wem gehorchen wir? Gott oder unserem eigenen Nicht-Gehorsam? Wir dem Wort Gottes oder der Kultur? Wen wir gehorchen, das ist die entscheidende Frage. Kein Mensch ist keinen Menschen, der nicht irgendjemandem gehorcht. Die meisten Menschen gehorchen ihren eigenen Gefühlen, ihren eigenen Herzen, ihren eigenen Verstand, ihren Erfahrungen, der Kultur. Aber Gott möchte, dass wir nicht dem gehorchen, sondern ihm. Bereichen, das ist die Frage des Gehorsams und die es eigentlich wirklich geht.
[45:24] Und deswegen sagt jetzt auch sehr deutlich in Römer 6 und dort Vers 17: "Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen seid, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, dass euch überliefert worden ist." Wir aus der Sklaverei der Sünde befreit ist, der ist von Herzen gehorsam. Das ist gesagt, Paulus in Römer 10, Vers 16: "Evangelium gehorcht, denn Jesaja spricht: Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?" Hier sehen wir also: Wer nicht glaubt, der gehorcht doch nicht. Oder umgedreht: Wer nicht gehorcht, der glaubt auch nicht.
[46:08] Und Paulus sagt selbst, dass Jesus, der ihn gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen. Er sagt an anderer Stelle in 2. Korinther 10, Vers 5: "Dass wir jeden Gedanken, der sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, im Gehorsam zu Christus gefangen nehmen können." Zum Gehorsam gegen Christus gefangen nehmen können.
[46:31] Zweitens: Alois Bauer sagt, dass alle diejenigen gerichtet werden, die dem Evangelium Christi nicht gehorsam gewesen sind. Und Petrus sagt dann in 1. Petrus 1, Vers 22: "Dass wir durch den Heiligen Geist uns regieren im Gehorsam gegen die Wahrheit reinigen." So ungeheuer der Bruderliebe. Also Gehorsam führt nicht zur Gesetzlichkeit, sondern Gehorsam, echter Gehorsam durch den Heiligen Geist, führt ungeheuer der Bruderliebe. Wo also wirklich von Herzen gehorcht wird, da wird auch das Miteinander in der Gemeinde besser sein. Dann immer also ein sogenannter Gehorsam nutzt Streit und Missgunst und Misstrauen in der Gemeinde. Führt da ist kein Gehorsam, sondern Pharisäertum am Werk. Und Paulus will nicht, dass, sondern echten geistlichen Glaubensgehorsam.
[47:17] Und das ist das, was uns Jesus vorgelebt hat. So wie er gehorsam war, nicht für die Pharisäer, versuchten damit zu sein, sondern die Jesus gehorsam war, so sollen auch wir ihr gehorsam sein, durch seine Kraft. Hebräer 5, 9, dort Vers 10: "Von Gott genannt Hohepriester nach der Weise Melchisedeks." Damit greift er in den Gedanken aus Vers 5 und 6 auf.
[47:49] Und möchte eigentlich diesen Gedanken noch weiterführen. Das müssen wir, deswegen, weil er in Kapitel 7, Vers 1, dann von Melchisedek widerspricht und das weiterführt. Aber das vorher dazu kommt, bevor diesen Gedanken von Melchisedek als dem dem typischen Vorbild auf Jesus, diesen Gedanken aus wird, führt er jetzt etwas, einen schnellen Einstieg oder in einen neuen Gedanken, wer ab Vers 11 bis ans Ende von Kapitel 6 geht, der damit zu tun hat, dass er realisiert, dass das, was er jetzt sagen möchte, was erklären möchte, so tief ist, so solch eine theologische Tiefe hat, dass er fürchtet, dass seine Leser nicht mehr mitkommen werden.
[48:28] Deswegen sagt er in Vers 11: "Über ihn, über Jesus, nicht nur welche sehen, über ihn, über Jesus, haben wir viel zu sagen." Ich hab' noch viel zu sagen, und zwar Dinge, die schwer zu erklären sind, weil ihr träge geworden seid im Hören. Jesus hat in Johannes 16, 12 gesagt: "Ich habe euch noch viel zu sagen, ihr könnt es jetzt nicht jetzt sagen." Jesus möchte seine Jünger nicht überfordern.
[48:52] Wir sollten also davon ausgehen, dass das Licht, das wir heute haben, vielleicht nicht das Licht ist, was Gott uns alles geben könnte, sondern nur das, was wir momentan verstehen können, was uns sonst, weil es uns sonst überfordern würde. Dazu kommt, dass Paulus, sie uns Petrus auch sagt, manchmal sehr anspruchsvoll formuliert und auch deswegen wohl gewusst hat, dass manche Leser vielleicht Probleme haben, zu verstehen, was er meint. Und dann sagt der Paulus, dass einige ohne gefestigte, ungläubige dann seinen Sinn auch verdrehen. Die trägen Ohren sind eine das träge Hören ist eine sehr gewichtige Ermahnung oder eine gewichtige Diagnose.
[49:32] Wir finden immer wieder Stellen im Alten und im Neuen Testament, wo es über Menschen heißt, dass sie träge Ohren haben und nicht wirklich hören. Jesus selbst hat seine Jünger diesbezüglich getadelt in Lukas 24 und dort Vers 25. Lukas 24 und dort 25. Dort heißt es: "Oder sprach zu ihnen: Ihr unverständlich! Wie ist doch euer Herz träge zu glauben alles, was die Propheten geredet haben?"
[50:05] So wie Jesus, geht es auch Paulus. Er weiß, die Hebräer haben nicht die wirkliche Grundlage im Alten Testament, um sie haben nichts verstanden, wirklich nehmen nicht hingehört, was Gott hat wirklich gesagt. Hat sie kennen vielleicht die Geschichten, sie kennen den Namen, aber sie wissen nicht wirklich immer, dass Gott eigentlich gemeint hat. Und so fehlen denn jetzt Grundlagen, um die antitypische Erfüllung durch Jesus so richtig verstehen zu können. Also Paulus schiebt jetzt diesen Gedanken oder diesen ein unter diesen Abschnitt ein, um ein bisschen erstmal darüber zu sprechen, bevor dann in Kapitel 7, 1 wieder mit Melchisedek als Typus auf Jesus weitermacht.
[50:41] Schauen wir weiter in Hebräer 5, Vers 12. Was er also jetzt diesen Lesern mitgibt, den Hebräer 5, Vers 12: "Denn obgleich der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, dass man euch lehrt, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind. Und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speisen." Eigentlich sollten die Leser bereits die Lehre des Evangeliums gut kennen und anderen beibringen, sollten Lehrer sein. Stattdessen sind sie die Säuglinge, die eigentlich jetzt immer noch die Grundbegriffe der Wahrheit neu lernen müssen.
[51:16] Paulus macht damit deutlich, dass es eigentlich im christlichen Leben um ein Wachstum im Verständnis der Wahrheit geht. Die Anfangsgründe, die werden dann in Hebräer 6, Vers 12 näher erläutert, werden wir dann an der Stelle drauf eingehen. Paulus war ja nicht, ist ja nie müde geworden, immer dieselben Dinge zu sagen. Er schreibt in Titus 3, Vers 1: "Auch immer dasselbe zu schreiben ist mir nicht, sagt es macht mir nichts aus mit meinen Worten, jetzt macht es fest, sondern wir sehen immer wieder, dass Paulus immer wieder die Grundlagen des Evangeliums auch gepredigt hat."
[51:48] Aber er kommt hier, der Punkt wurde deutlich gemacht. Ich hätte noch mehr, man könnte noch mehr wer Jesus erfahren, wenn ihr mal die Grundlagen verstanden hättet, dann könnten wir noch tiefere Wahrheiten hier über Jesus entdecken, die uns noch mehr helfen würden. Die Aussprüche Gottes, um die es hier geht, die sind nach Römer 3, Vers 2, das, was den Juden anvertraut worden ist, mit anderen Worten, das Alte Testament, das, was damals die kanonisierte Bibel war.
[52:14] Und er sagt: "Ihr braucht Milch." Nun, Milch ist gut und sehr wichtig für diejenigen, die frisch im Glauben sind. 1. Petrus 2, Vers 2 macht das ganz deutlich, gesagt: "Und seid als neugeborene Kinder gierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst." Milch ist enorm wichtig für jeden Säugling. Ich weiß das jetzt aus eigener Erfahrung für unser kleiner Titus, so klein ist, der braucht seine Milch. Und es ist manchmal herzzerreißend zu sehen, wenn er wegen seiner Trinkflasche nicht mal genügend Milch trinken kann. Also Milch ist nichts Schlechtes. Paulus will die Milch nicht abwertend. Die Milch ist für einen Anfänger absolut das Beste, was er haben kann. Und viele sollten erst einmal wirklich die Milch getrunken haben, bevor sie sich mit fester Speise beschäftigen.
[52:57] Es gibt heute manchmal auch, dass Leute gleich zu den hohen Dingen rasen und nicht einmal die Anfangsgründe des Evangeliums richtig durchdrungen haben. Wir sollen die Milch zuerst trinken. Aber Milch ist eben für die Anfänger. Das macht Paulus auch sehr deutlich, wurde dann deutlich macht in einer Gemeinde, dass er ihnen nur Milch geben kann, weil sie noch fleischlich gesinnt sind. Sie sind dabei, Jesus kennt zusammen. Sie hätten schon weiter sein können, dabei, weil sie im Charakter sich nicht haben verändern lassen können. Sie keine tieferen Wahrheiten verstehen.
[53:26] Paulus sagt dann 1. Korinther 3, 11: "Das ist für ein Kind normal, ist kindlich zu sein. Aber er sagt: Als ich dann erwachsen wurde, habe ich abgetan, was getan, was kindlich war." Gott offenbart seine Weisheit denn unbedingt, offenbart seine Weisheit den Kindern, erkannt die, die seine Weisheit in Kinderheime formulieren. Wie man das denn Jesaja 28 sehen kann, dann müsst ihr dazu vielleicht dann nochmal das Ende Manuskript in unserer Serie damals. Wir sehen hier Vers 28, wo dieses zaghafte Kavlak AFP AFP im Grunde genommen so verstehe ich das, ein Kinderheime der die Grundlagen des Evangeliums, dass Gott uns lehren möchte, als Kinderheime. Da bringt jeder Mensch kann das verstehen, mit anderen Worten, was Gott sagen möchte. Aber wir sollen eben eben Verständnis wachsen und nicht immer nur an Milch gebunden sein.
[54:15] Warum? Vers 13: "Wer nämlich noch Milch genießt, der ist unerfahren im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein was? Ein unmündiger, ein Baby, das Milch braucht, das bekommt Milch und nichts anderes ist gut so. Aber ein Baby kann noch keine eigenen Entscheidungen fällen, ist es absolut abhängig von anderen, die Milch zu bekommen, von seiner Mama im Wesentlichen. Und das soll nicht so bleiben. Wenn wir ein Baby sehen mit drei, vier Monaten, das an der Brust liegt, dann wissen wir, das ist so, wie es sein soll. Wenn aber ein Mensch, der 15 Jahre alt ist, 16 Jahre alt ist, 30 Jahre alt ist, immer noch bei der Mutter an der Brust hängen würde, dann würden wir sagen: Das ist normal.
[54:59] Es ist also absolut richtig und normal, wenn Menschen Jesus kennen, denn wenn sie auf die Taufe vorbereiten, den ersten in den ersten Schritten ihres Glaubens, den ersten Monaten, Jahren vielleicht, dass sie besonders auch von ihren Lehrern abhängig sind, in gewisser Weise erstmal die Wahrheit kennen, zudem man zu wissen, wo etwas steht, was die Grundlagen der Wahrheit sind. Aber wenn man 20, 30, 40 Jahren in der Gemeinde gewesen, immer noch abhängig ist von einem Prediger, von dem Evangelisten, von YouTube-Videos, zu wissen, was Gott sagt, dann trinkt man Milch.
[55:28] Ganz egal, ob die Sachen, die man hört, kompliziert sind oder einfach. Wenn man immer nur von anderen lebt, dann trinkt man sozusagen Milch. Was Paulus hier sagen möchte, ist nicht, ihr euch fehlen Informationen, was er sagt, euch fehlt die Erfahrung, selbstständig das Wort zu studieren. Und ich glaube, das ist ein ganz großes Thema heute in dieser Zeit, in unseren Gemeinden. Uns fehlt die Erfahrung, eigenständig nicht immer nur einem anderen hinterher zu rennen, sondern eigenständig das Wort Gottes zu studieren und Selbsterfahrung mit dem Wort Gottes machen, selbst zu wissen, durch Erfahrung, was ein biblisches Argument ist und was nur ein Scheinargument ist.
[56:09] Auch heute in dieser Zeit erleben wir, wie Scheinargumente, wie emotionale Argumente, wie oberflächliches Bibelstudium für tiefe Auslegung gehalten wird, oder sich jemand Gedanken gemacht, ob das wirklich auch so in der Bibel steht, dass wirklich die Botschaft der Bibel ist, oder nur hineininterpretiert worden ist.
[56:29] Er fährt 4, 14 macht deutlich: Wer geistlich unmündig ist, der wird von ihrer Lehre hin und hergeworfen. Etwas, das wir heute wieder zuhauf sehen. Wir müssen mündig sein. Wir müssen selbst uns aus der Bibel ernähren können, wenn wir schon ein bisschen erfahrener sind, wenn wir schon ein paar Schritte im Glauben gemacht haben. Und ein Kind wird ja immer schritt für Schritt wachsen und immer mehr auch feste Speisen nehmen. Vielleicht ist erstmal Brei und dann wird es weise fester und irgendwann wird es eigenständig alleine essen können und wir das alleine entscheiden können, was es ist und gute Entscheidung und hoffentlich gute Entscheidung diesbezüglich treffen.
[57:04] Vers 14: "Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übungen geschult sind zu einer Scheidung des Guten und des Bösen." Die Gereiften sind hier die Vollendeten. Das sind also quasi die Volljährigen, die ausgewachsen sind. Über sie heißt es in 1. Korinther 2, 6: "Sie verstehen die geistliche Meister des Evangeliums, die anders ist als die weltliche Weisheit."
[57:26] Das bedeutet nach Eser 4, Vers 13: Christus erkennen und diese gratis gereicht sein führt zur Glaubenseinheit. Also diejenigen, die immer nur trennen und spalten in der Gemeinde sind nicht die Gereiften. Die Gesinnung der Gereiften wird in Philipper 3, Vers 12 bis 15 beschrieben. Jakobus 3, Vers 2 beschreibt die Gereiften als diejenigen, die sich im Wort nicht verfehlen. Und da sehen wir schon, dass auch wir vielleicht in unserem Leben etwas zu tun haben und wieder zu Jesus kommen müssen, damit wir reifen. Gut und Böse zu unterscheiden ist eine Formulierung, die auf 5. Mose 1, Vers 39 zum Beispiel kommt.
[58:04] Und auch in dieser ja, sieben vorkommt und 5. Mose 1, Vers 39 heißt es hier im Zuge der ersten Generation, die aus Ägypten gezogen ist, und dann über ihre Kinder, die ihn also die erste Generation den Kader sparen, er sich gegen Gott gestellt hat und rebelliert hat und nicht in das Land hinein wollte, dann heißt das 39: "Und eure Kinder, von denen ihr sagte, dass sie zum Raub werden müssten, und eure Söhne, die heute noch nicht wissen, was gut und böse ist, sie sollen hineinkommen, ihnen welches geben und sie sollen das in Besitz nehmen."
[58:35] Es geht also um jemanden, der noch nicht selbstständig entscheiden kann, dennoch nicht eine eigene moralische Verantwortung sozusagen eine volle Verantwortung neben übernehmen kann. Und wir wissen aus dem Alten Testament, dass der Zeitpunkt oder das Zeitalter angesetzt wurde, dann bei der zweiten Generation, ersten Generation, bei diesem Auszug aus Ägypten, dass man 20 Jahre, alle, die über 20 Jahre waren, galten als die, die unterscheiden konnten schon gut und böse. Und alle, die unter 20 Jahren waren, als ab 20 Jahre und alle, die unter 20 Jahren waren, die waren noch nicht reif, die waren konnte noch nicht unterscheiden zwischen gut und böse. Und die waren dann doch nicht verantwortlich für diese Rebellion.
[59:19] Heißt also, der Inhalt dieses Hebräer 5, 14 ist: Wer Milch genießt, ist noch ein Kind. Wer feste Speise genießt, ist ausgewachsen, ist geistlich erwachsen geworden, eigenständig. Salomo hat um diese Fähigkeit, gut und böse zu unterscheiden, gebeten. Und es ist möglich durch die Weisheit Gottes. Paulus sagt in 1. Korinther 2, 4: "Das geistliche Dinge geistlich beurteilt werden müssen." Und Philipper 1, Vers 9 und 10 sagt: "Wenn unsere Liebe in Erkenntnis und Urteilsvermögen mehr und mehr überströmt, dann können wir prüfen, worauf es ankommt."
[59:59] Also dieses gereifte Urteilsvermögen hat damit zu tun, dass wir in der Liebe, in der echten geistlichen Liebe, immer mehr wachsen, so wie Jesus, der voller Liebe war und genau unterscheiden konnte, was gut und böse war, der unterscheiden konnte, was wahr und falsch ist. Und wir müssen in dieser Zeit lernen, was gut und böse ist, sie müssen unter lernen, was wahr, was biblisch war, und was nur Scheinargument ist.
[1:00:20] Wir müssen nach 1. Thessalonicher 5, 21 alles prüfen. Auch diese Sendung, jede einzelne von euch. Wir müssen selbst geistlich auf eigenen Beinen stehen, das Wort Gottes zu unserem Lehrer machen. Jesus zusammen Lehrer machen, der für uns eintritt im himmlischen Heiligtum.
[1:00:39] Die Frage heute, lieber Freunde, ist: Möchtest du ein geistlich Gereifter sein, der aufgrund seiner Erfahrung mit Jesus im Wort Gottes bereit ist, tiefe Erkenntnis über Jesus und seinen Dienst zu halten? Würdest du mir bei Jesus wissen und bist du dankbar? Das möchte ich noch hinzufügen: Bist du dankbar, dass Jesus für dich eintritt, weil du weißt, dass jedes Gebet, das er bietet, erhört wird?
[1:01:05] Lasst uns zu ihm beten und zu unserem Vater. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen für dieses wunderbare Kapitel in Hebräer 5 und die vielen wunderbaren geistlichen beiden, die wir gelernt haben, die du uns gezeigt hast. Bitte offenbare uns jeden Tag deine Gnade und Güte und erinnere uns daran, dass wir einen Hohenpriester haben, zu dem wir kommen können, mit all unseren Sorgen und Nöten, und dessen Gebete immer erhört werden, der für uns eintreten möchte. Gibt, dass wir diese Wahrheit noch viel besser durchdringen, bis sie uns ganz verändert. Herr, darum bitten wir.
[1:01:37] Und wir bitten dich, dass du uns hilft, dass wir geistlich gereift, eigenständig werden, dass wir dieser Zeit, in der die Winde der Lehre blasen, einrichtungen, dass wir ganz fest auf dich vertrauen. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Namen, damit verabschieden wir uns für heute. Sehen uns nächste Woche dann wieder zum sechsten Kapitel. Bis dahin.
[1:01:55] Wieder zum sechsten Kapitel. Bis dahin wird euch Gottes reichen Segen und viel Freude im eigenständigen Studium seines Wortes.
[1:02:01] [Musik]