In diesem Teil der Predigtreihe „Die Botschaft Henochs“ beleuchtet Monja Ströck die prophetischen Worte Henochs, wie sie im Judasbrief überliefert sind. Sie erklärt die Bedeutung der „heiligen Zehntausenden“ und ordnet die verschiedenen Phasen des Gerichts biblisch ein. Dabei wird deutlich, wie Glaube und Werke zusammenhängen und wie die Botschaft Henochs auch heute noch relevant ist.
Die Botschaft Henochs – Teil 2
Monja Ströck · Predigten ·Themen: BibelWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Herzlich willkommen allen, die hier im Raum sitzen und heute beim Bibelstudium anwesend sind, aber auch allen, die im Livestream zugeschaltet haben. Ich freue mich, dass ihr da seid und dass wir die letzte Serie von Henoch jetzt studieren können. Wir haben heute schon gehört, an wen die Botschaft gerichtet war, die Henoch gesprochen hat. Und im letzten Teil wollen wir uns genau mit der Botschaft befassen, die in Judas beschrieben steht. Doch bevor wir jetzt anfangen, die Bibel zu studieren, möchte ich euch bitten, dass wir uns hinknien und dass wir noch beten. Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass wir hier sein können und dass wir dein Wort studieren können. Und ich möchte dir danken, dass du uns dein Wort gegeben hast und dass du uns in deinem Wort viele Warnungen, aber auch viele Ratschläge gibst. Vater, ich möchte dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Dies bitte ich in deinem Namen. Amen.
[1:02] Genau, wir wollen noch mal anfangen, die Botschaft Henochs zu lesen. Und zwar schlagen wir dazu Judas 14 auf und lesen die Verse 14 und 15. Judas 14 und 15. Dort steht: „Von diesen hat aber auch Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt, indem er sprach: Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter ihnen zu strafen, wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben, und wegen all der harten Worte, die gottlose Sünde gegen ihn geredet haben.“ Jetzt nehmen wir die Botschaft einfach mal auseinander und schauen Stück für Stück an, was es bedeutet. Und zwar fängt die Botschaft an: „Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden.“ Die erste Frage, die wir uns stellen ist: Wer sind die Heiligen? Und um das zu beantworten, schauen wir einfach mal in Offenbarung 14 und dort Vers 12. Offenbarung 14, Vers 12. Ich glaube, den Vers kennen viele auswendig. Da steht: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Das heißt, hier werden zwei Eigenschaften genannt: Sie halten die Gebote Gottes und sie haben den Glauben an Jesus. Wenn wir jetzt ein paar Kapitel weiterschauen in Offenbarung 20, Vers 6, dann wird noch was anderes über die Heiligen berichtet. In Offenbarung 20, Vers 6, da heißt es: „Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren tausend Jahre.“ Das heißt, wir haben gesehen, die Heiligen halten die Gebote, sie haben den Glauben an Jesus, sie haben Anteil an der ersten Auferstehung. Das heißt, der zweite Tod hat keine Macht mehr und sie werden mit ihm regieren für tausend Jahre. Und wenn wir in Judas jetzt sehen, dass die Heiligen mit dem Herrn kommen, dann muss es sich hier um die Wiederkunft nach den tausend Jahren handeln, wo die Heiligen Gericht gehalten haben mit Gott, weil in der ersten Wiederkunft holt Jesus die Heiligen zu sich und in der zweiten kann er dann mit ihnen kommen. Und was sie jetzt machen, das sehen wir im nächsten Teil, nämlich in Vers 15. Warum kommt Jesus noch ein zweites Mal? Um Gericht zu halten. Und in der Bibel gibt es verschiedene Phasen von Gericht und um das einordnen zu können, worum es hier geht, wollen wir uns die ganzen Phasen in einer Kurzform mal anschauen. Und zwar es beginnt in Daniel 7 und dort Vers 9 und 10. Da steht: „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm und Zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“ Hier wird der Anfang eines Gerichtes beschrieben und in Vers 13, da lesen wir weiter, Vers 13 und 14: „Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Und er gelangte bis zum Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht. Sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“ Das heißt, hier wird ein Anfang des Gerichtes beschrieben und was wir gerade gelesen haben, ist, dass Jesus die Macht bekommt zu richten. Und die, die bei dem Gericht anwesend sind, ist das Universum und die Engel. Und in 1. Petrus 4, Vers 17, da steht, wen sie richten werden. 1. Petrus 4, Vers 17, da steht: „Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes. Wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben.“ Das heißt, am Haus Gottes, an denen, die sich gläubig nennen und Christus nachfolgen, an denen wird das Gericht begonnen. Und in Hebräer 7, Vers 25, Hebräer 7, Vers 25, da steht: „Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.“ Das heißt, da wird den Gläubigen die Zusage gegeben, dass sie einen Fürsprecher im Himmel haben, nämlich Jesus, der für sie eintritt. Und wenn das Gericht zu Ende ist, dann lesen wir in Offenbarung 22, Vers 11. Offenbarung 22, Vers 11: „Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter. Und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit und der Heilige heilige sich weiter.“ Das heißt, am Ende dieses Gerichtes hat man zwei Gruppen: Der eine, der Unrecht tut, und der tut weiter Unrecht. Und der andere, der Gerechtigkeit übt, und der übt weiter Gerechtigkeit. Und wenn das Gericht zu Ende ist, gibt es keine Möglichkeit mehr, dass ein Unrechter, also ein Gottloser sich bekehrt, oder aber, dass ein Gottesfürchtiger abfällt. Das war so die erste Phase des Gerichtes. Und wenn das Gericht zu Ende ist, dann kommt die Wiederkunft. Das heißt, Jesus nimmt die Heiligen zu sich und es beginnt die Zeit der tausend Jahre, wo das Gericht im Himmel stattfindet. Und das schauen wir uns jetzt an in Offenbarung 20 und dort Vers 4. Offenbarung 20, Vers 4. Da steht: „Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren, um das Zeugnis des Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Mahlzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten. Und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus.“ Das heißt, was hier beschrieben wird, ist, dass nach der Wiederkunft, tausend Jahre, es wieder ein Gericht gibt und dass hier die Gläubigen mit Jesus richten, oder die Heiligen, die zuvor bei der ersten Wiederkunft mit Jesus aufgenommen wurden. Und wen sie richten, sehen wir in 1. Korinther 6, Vers 2.
[9:13] 1. Korinther 6, Vers 2. Da steht: „Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden?“ Das heißt, die Heiligen richten die Welt. Und wenn wir uns jetzt noch anschauen, wer quasi von der Welt noch übrig ist. Wir haben gesehen, die Welt wurde quasi geteilt in die Gottlosen und in die Heiligen. Und die Heiligen richten jetzt über die Welt. Das heißt, sie richten über die Ungläubigen. Und wenn sie damit fertig sind, am Ende der tausend Jahren, dann kommt die Auferstehung der Ungläubigen und die zweite Wiederkunft. Und das lesen wir in Offenbarung 20. Dann findet nämlich quasi die letzte Phase des Gerichtes statt. Offenbarung 20, Vers 12 und 13. Da steht: „Und ich sah die Toten, kleine und große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet. Und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet, gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren. Und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren. Und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.“ Das heißt, bei dem Gericht sehen wir, dass die Ungläubigen nun anwesend sind und dass die Fälle offenbar gemacht werden. Und warum das gemacht wird, das lesen wir in Offenbarung 15. Offenbarung 15 und dort Vers 4. Da steht: „Wer sollte dich nicht fürchten, oh Herr, und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.“ Das heißt, der Grund, warum am Ende nochmal die Bücher aufgetan werden und die Werke offenbar werden, liegt daran, damit jeder anerkennt, dass Gott gerecht ist. Und damit jeder Gott für die Werke preisen kann und damit auch jeder verstehen kann, warum der eine gerettet ist und der andere nicht gerettet ist. Weil die Konsequenz wird in den nächsten Versen beschrieben, in Offenbarung 20, Vers 14 bis 15. Offenbarung 20, Vers 14 bis 15. „Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.“ Das heißt, das ist die Konsequenz für alle die, die ungläubig sind. Wir haben jetzt in Judas 14 und 15 gesehen, dass Gericht gehalten wird und wir haben uns jetzt die verschiedenen Phasen des Gerichtes angeschaut. Und wir haben in dem ersten Teil gesehen: „Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen Heiligen.“ Und wir haben gesehen, wenn Jesus seine Heiligen mitbringt, dann muss es die zweite Wiederkunft gewesen sein. Und das Gericht, was nach der zweiten Wiederkunft ist, ist, wo die Ungläubigen mit auferstehen werden und quasi das Urteil gesprochen wird über sie. Das heißt, das ist das Gericht, über das hier Henoch geweißsagt hat.
[12:42] Wenn wir jetzt wieder ein Stück weitergehen in seiner Weissagung, dann sehen wir, dass er die Gottlosen unter ihnen, also es steht hier wörtlich: „und alle Gottlosen unter ihnen zu strafen, wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben.“ Dieses Prinzip finden wir auch noch woanders in der Bibel. Und zwar, wenn ihr mit mir aufschlagt Matthäus 16, Vers 27. Matthäus 16, Vers 27. Matthäus 16, Vers 27, da steht: „Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.“ Oder auch in Prediger 12, Vers 14. Prediger 12, Vers 14: „Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.“ Und wir schlagen noch eine Stelle auf in Johannes 5, Vers 29. Johannes 5, Vers 29: „Und sie werden hervorgehen, die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.“ Und wenn wir uns jetzt diese Verse alle anschauen, dann könnte man ja fast meinen, ich muss viele gute Werke tun, damit ich gerecht bin und bei der Auferstehung der Heiligen dabei bin. Wir wollen jetzt aber noch andere Verse anschauen, die das ein bisschen ins andere Licht rücken und zwar Epheser 2. Epheser 2 und dort die Verse 8 und 9: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Das heißt, der Vers drückt aus: Ich bin aus Gnade gerettet und nicht aus Werken. Im Prinzip kann ich doch überhaupt keine Handlungen und Taten machen, die mich irgendwie in den Himmel bringen, sondern nur Gottes Gnade rettet mich. Das bedeutet sein Tod am Kreuz und ich muss für mich den Tod anerkennen und Vergebung bitten und Gottes Gnade quasi annehmen. Jetzt versuchen wir diese Werke und die Gnade Gottes in Balance zu bringen, weil sie ganz eng miteinander verbunden sind. Und da schlagt mal mit mir Jakobus 2 auf. Jakobus 2, Jakobus 2, ich lese ab Vers 14. „Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten? Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen? So ist es auch mit dem Glauben, wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.“ Und ich lese noch weiter ab Vers 21: „Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde ein Freund Gottes genannt. So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Ist nicht ebenso auch die Hure Rahab durch Werke gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ? Denn gleich wie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.“ Das heißt, was hier ganz gut beschrieben ist, ist, dass Glaube und Werke ganz eng zueinander gehören, weil der Glaube sich in den Werken ausdrückt und in den Werken sichtbar wird. Das heißt, durch die Werke, durch das, was ich tue, wird sichtbar, was mich motiviert. Motiviert mich Selbstlosigkeit, Nächstenliebe, Demut oder aber Selbstsucht, Egoismus und mein eigenes Ich kommt zum Vorschein. Und in der Epheser Stelle hieß es ja, wir werden nicht aus Werken gerettet, damit niemand sich der Werke rühme. Das heißt, wenn ich ganz viele Werke tun muss, damit ich gerettet werde, dann schaue ich auf mich. Dann sehe ich: Wow, ich bin so gut, ich habe das und das und das und das und das gemacht, deswegen kann Gott mich retten. Das heißt, mein ganzer Blickwinkel ist auf mir. Wenn ich aber anerkenne, dass ich Sünder bin, dass ich Gottes vergebende Gnade brauche, dass ich nicht viel besser bin, also überhaupt nicht besser bin, wie alle um mich herum, weil wir sind alle Sünder und ich die Vergebung Gottes erfahren habe und aus dieser Motivation heraus gute Werke schaue, weil Jesus in mir wohnt, dann sind es Werke der Demut und sie weisen auf Jesus hin. Das heißt, der Blickwinkel ist verändert. Und dieses Prinzip, das finden wir auch bei Jesus, dass er nichts aus sich selber heraus tut. Und zwar in Johannes 14, Vers 10. Johannes 14, Vers 10, da steht: „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ Das heißt, hier sehen wir auch, dass die Werke ausdrücken, wer in mir wohnt. Und das ist auch das, was nachher gemeint ist, wenn es heißt, im Gericht werden die Werke gerichtet, weil an den Werken wird sichtbar, wen ich in meinem Leben repräsentiert habe.
[19:39] Und wenn wir zu dem Judas Vers zurückgehen, Judas 15, dann gibt es noch einen Teil, den wir noch nicht angeschaut haben. Da heißt es: „und wegen all der harten Worte, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben, werden sie auch gestraft.“ Und das ist ein anderer Bereich von den Taten. Wir können einmal Taten machen, Handlungen, und wir können aber auch mit unseren Worten uns irgendwie äußern. Und wir haben die Stelle vorhin schon mal angesprochen. In 2. Petrus 2, Vers 10. 2. Petrus 2, Vers 10, da steht: „Das gilt besonders für die, welche in unreiner Lust dem Fleisch nachlaufen. Und die Herrschergewalt verachten, verwegen und frech, wie sie sind, fürchten sie sich nicht, Majestäten zu lästern.“ Das heißt, hier haben wir mit den Worten Gotteslästerung. Und man kann zum einen gegen Gott lästern. Schaut mal mit mir in Sprüche 17. Da wird Gotteslästerung noch mal anders beschrieben. Sprüche 17, Vers 5: „Da heißt es: Wer über den Armen spottet, der lästert seinen Schöpfer. Wer schadenfroh ist, bleibt nicht ungestraft.“ Das heißt, ich kann zum einen direkt gegen Gott lästern. Ich kann aber auch gegen Gottes Schöpfung spotten, gegen meine Nächsten, und tue trotzdem Gott lästern. Und im Prinzip ist es auch noch mal ein anderes Gebiet, wo sichtbar wird, wer in mir regiert und von wem ich mein Leben bestimmen lasse. Und wenn wir jetzt Henochs Botschaft zusammenfassen, dann sehen wir, dass es ein Ereignis ist, was uns noch bevorsteht, nämlich die zweite Wiederkunft. Und das ist damit für uns auch immer noch sehr aktuell ist. Und das heißt für uns auf der einen Seite, dass wir uns prüfen müssen, auf welcher Seite sind wir. Sind wir auf der Seite der Gottlosen, auf der Seite der Heiligen? Aber auf der anderen Seite heißt es auch, dass wir, da wir auf dieses Ereignis noch warten und wir viel näher daran sind wie Henoch, dass wir wie Henoch die Menschen warnen und die Botschaft in die Welt hinaustragen. Und wenn es auch euer Wunsch ist, dann möchte ich gern, dass wir zum Abschluss noch beten und uns dazu niederknien.
[22:26] Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass wir über die Botschaft Henochs studieren konnten und etwas lernen konnten. Vater, ich möchte dir danken, dass die Bibel immer noch aktuell ist und dass sie etwas mit unserem persönlichen Leben zu tun hat. Vater, ich möchte dich bitten, dass du uns erforscht, dass du uns prüfst und dass du uns zeigst, auf welchen Wegen wir wandeln, dass du uns veränderst. Vater, dass wir dir immer ähnlicher werden und dich repräsentieren und dass du uns aber auch Möglichkeiten gibst und Menschen in den Weg stellst, denen wir deine rettende Botschaft erzählen können, dass die Botschaft die Welt erreicht und wir die Welt warnen können. Vater, dafür danke ich dir in deinem Namen. Amen.
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