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In dieser Predigt von Gerard Damsteegt wird die historische Entwicklung der christlichen Gemeinde beleuchtet, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der „Übrigen“ und die Bedeutung des Adventismus. Der Vortrag beginnt mit einer historischen Einordnung der Reformation und der Entstehung des Adventismus im Kontext der Christenheit. Es wird die Bedeutung der „gegenwärtigen Wahrheit“ und des Erbes der christlichen Kirche sowie der protestantischen Reformation hervorgehoben. Weiterhin werden biblische Prophezeiungen, insbesondere aus dem Buch Daniel und der Offenbarung, im Hinblick auf die Endzeit und die Rolle der Adventbewegung interpretiert. Der Vortrag thematisiert auch die Entstehung der Adventbewegung im 19. Jahrhundert, die Rolle von William Miller und die Bedeutung der ersten und zweiten Engelsbotschaft. Abschließend wird die Gemeinde der Übrigen als Gottes Rettungskommando dargestellt, das aus allen Kirchen Gläubige herausruft, um auf die Wiederkunft Jesu vorbereitet zu sein.


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Serie: Erweckungswochenende 2016: Die Gemeinde der Übrigen

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Transkript

[0:00] Es ist eine Freude für mich, heute hier sein zu können, in diesem wunderschönen Land der Reformation. Aber wo ist die Reformation heute? Und wir wollen uns an diesem Wochenende ganz besonders konzentrieren auf die Aufgabe und Funktion der Übrigen in diesem Jahr der Reformation, das jetzt kommt. Und was die Rolle des Adventismus heute ist. Und deswegen wollen wir heute Abend so einen Überblick geben, ganz grob erst einmal, wo befindet sich der Adventismus eigentlich in der Welt der Christenheit. Oftmals wissen wir gar nicht, wo genau wir uns befinden. Und wir möchten einfach so nah wie möglich bei den anderen Kirchen sein, weil wir uns irgendwie minderwertig fühlen. Wir sind ja so klein. Und die anderen Kirchen sind so groß. Was passiert in der Geschichte der Christenheit, sodass der Adventismus das Licht der Welt erblickt hat?

[2:03] Wenn wir ganz nah bei den anderen Kirchen geblieben wären, dann hätten wir jedenfalls kein Advent gemeint heute. Also wie hat uns Gott, wie hat uns auch Jesus Christus dorthin geführt, wo wir heute zu finden sind. Und am Ende dieses Wochenendes, dann können wir Gott wirklich danken, dass er uns so geführt hat, wie er es getan hat. Und dann können wir so enthusiastisch auch sein, dass wir diesen Enthusiasmus mit anderen teilen, sodass sie sehen können, es ist ein Vorrecht, ein Privileg, ein Sieben-Tags-Adventist zu sein. Ist das klar? Wir wollen also ganz besonders den Herrn bitten, uns zu segnen. Und ich möchte euch ganz besonders bitten, für diese Veranstaltung und auch für mich persönlich zu beten. Lasst uns gemeinsam dazu niederknien. Amen.

[4:14] Ich möchte beginnen mit einer Aussage einer bedeutenden Pionierin der Adventgemeinde. Was ist unser geistliches Erbe? Was ist die Position des Gottesvolkes heute? Von Zeitalter zu Zeitalter wurde das Licht, das Gott für die Welt hat, der kämpfenden Gemeinde vermittelt. Die ganzen Vorzüge, die durch den Glauben an die Wahrheit aus vergangenen Zeitaltern in die Gegenwart gelangen, sind mit dem höchsten Respekt zu behandeln. Also hier seht ihr, wo wir uns befinden. Gott hat schon vergangenen Generationen Licht gegeben. Der Urgemeinde, den im Mittelalter, in der Reformation und jetzt sind wir hier. Wir sind also nicht hier, um zu sagen, hey, alles, was wir haben, ist ganz neu und frisch. Wir stehen auf den Schultern des Volkes Gottes aus vergangenen Zeiten. Und deswegen behandeln wir dieses Licht mit äußerstem Respekt.

[6:19] Lasst uns das Neue Testament aufschlagen und den zweiten Petrusbrief betrachten. Wir wollen uns hier mit dem Begriff gegenwärtiger Wahrheit kurz auseinandersetzen. In 2. Petrus 1, Vers 12 heißt es: „Warum will ich es nicht versäumen, euch stets an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie kennt und in der bei euch vorhandenen Wahrheit fest gegründet seid.“ Es geht also um eine Wahrheit, im Englischen steht auch der Begriff „present truth“, eine Wahrheit, die also von der Zeit, auch mit der Zeit zu tun hat, in der wir leben. Aber gleichzeitig ist sie auch in Harmonie mit der Vergangenheit. Die gegenwärtige Wahrheit vermittelt uns bessere Einsichten in den Plan der Erlösung. Sie offenbart auch Gottes Handlungen in der prophetischen Zeit. Sie zeigt uns, wo wir uns in der Heilsgeschichte befinden. Und die gegenwärtige Wahrheit ist immer dynamisch und fortschreitend, niemals statisch.

[7:45] Also hier sind die Hauptaspekte der adventistischen Botschaft und Missiologie. Sie fokussiert sich auf die gegenwärtige Wahrheit. Die Botschaft beinhaltet auch das Erbe der christlichen Kirche, das Erbe der protestantischen Reformation. Es beinhaltet das Erbe der großen Adventbewegung. Und als Resultat haben wir dann die Verkündigung der Dreifachen-Engelsbotschaft. Also die Dreifachen-Engelsbotschaft ist eigentlich sozusagen die Kulmination aller anderen Botschaften der Vergangenheit. Wann haben also die ganzen Kirchen angefangen oder wann haben die ganzen Kirchen aufgehört mit der Reformation? Und als sie das getan haben, haben wir weiter diese prophetische Wahrheit, diese Fackel weitergetragen. Jesus hat uns beauftragt und ausgewählt mit einer besonderen Botschaft. Und die Nachfolger der Reformatoren hätten das selbst haben können, aber sie haben irgendwann aufgehört, dem Licht zu folgen.

[9:21] Lass uns kurz etwas sprechen über die Ereignisse vor der Wiederkunft Jesu. In 2. Thessalonicher, dort das 2. Kapitel. Und dort Vers 1 und 2. Was sagt uns die Bibel? Es heißt hier: „Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, lasst euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.“ Und Vers 3 noch dazu: „Lasst euch von niemandem in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden, der Sohn des Verderbens.“ Hier sehen wir also einen Abfall, den Menschen der Sünde, der Gesetzlosigkeit, den Sohn des Verderbens. Und die Schlussfolgerung ist: Bevor Jesus kommt, wird es eine wirklich gewaltige Abfallsbewegung geben. Unter wem? Unter jenen, die dem Licht nicht gefolgt sind. Das ist äußerst wichtig. Unter Adventisten gibt es auch manchmal diese Auseinandersetzung. Einige möchten vorwärts gehen, andere lieber nicht. Und am Ende der Zeit wird es dort zwei Gruppen geben im Adventismus: jene, die dem Licht ganz gefolgt sind, und jene, die zwischendurch aufgehört haben.

[11:22] Also Vers 3. Dort lesen wir von diesem Mann der Gesetzlosigkeit. In Vers 4 ist es im Deutschen. Hier ist also eine Macht, die der Gerechtigkeit sich entgegenstellt. Die Gott widersetzt. Die die Rechte und die Macht Gottes für sich in Anspruch nimmt. Und die absoluten Gehorsam einfordert. In Vers 6-8 lesen wir: „Und ihr wisst, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart wird zu seiner Zeit. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken. Nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein. Und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird.“ Viele Christen schauen in die Zukunft, um diese Macht zu identifizieren. Aber was sagt die Bibel? Sie sagt, dass schon zur Zeit von Paulus diese Macht am Wirken war. Da gab es auch eine zurückhaltende Macht, die aus dem Weg geräumt werden musste. Erst dann konnte wirklich der Mensch der Sünde, der Gesetzlosigkeit, völlig in Erscheinung treten. Also von der Zeit von Paulus bis zum Ende der Zeit muss diese Macht identifizierbar sein in der gesamten Zeit.

[13:36] Also, warum ist es dann, dass so viele Menschen bezüglich dieses Antichristen in die Zukunft schauen? Lasst uns erstmal die frühen Christen betrachten. Die Urchristen sahen den Antichristen aus ihrer Zeitperspektive in der Zukunft. Sie sagten, dass der Antichrist sich gegen Gott stellt. Und die Bibel sagt ja auch, dass er anstelle Gottes handeln würde. Was haben die Urchristen über diese andere Macht, die noch zurückhält, gedacht? Sie haben das identifiziert als das Römische Reich. Solange das Römische Reich noch existiert, muss man den Antichristen nicht fürchten. Aber wenn das Römische Reich fallen würde, dann würden die Menschen der Sünde, den Antichristen nicht fürchten. Dann würde der Mensch der Gesetzlosigkeit sich zeigen. Das war also der Urgemeinde ziemlich klar und deutlich.

[15:03] Warum schauen also Menschen heute in die Zukunft bezüglich des Antichristen? Weil sie vergessen haben, woher sie gekommen sind. Es gibt nur sehr wenige Menschen, die sich überhaupt mit Kirchengeschichte befasst haben und das kennen. Und wenn man die Vergangenheit nicht kennt, dann wird man sehr wahrscheinlich die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Ein wichtiger Schüler hat gesagt: „Jemand hat einmal gesagt, ein großer Gelehrter: Wenn du die Vergangenheit nicht kennst, wirst du für immer ein Kind bleiben.“

[15:50] Also, wie war das jetzt mit den protestantischen Reformatoren? Die Identität dieses Menschen der Gesetzlosigkeit, des Antichristen? Das war die Ansicht von Luther. Und heute schreiben viele Menschen über Luther, und es hat nichts mit dem Antichristen mehr zu tun, weil das ja nicht mehr politisch korrekt ist. Das Papsttum, das kleine Horn aus Daniel 7, ist genauso das erste Tier aus Offenbarung 13 und natürlich die Hure aus Offenbarung 17. Die Reformatoren waren sehr klar diesbezüglich. Und wir werden im Laufe dieses Wochenendes sehen, warum die meisten Christen diese Einsichten wieder vergessen und verloren haben. Die Identität der hindernden Macht wurde von den Reformatoren ebenfalls als das Römische Reich angesehen. Auch sie hatten deutlich gesehen, dass nach dem Fall des Römischen Reiches das Papsttum erschien. Und im Mittelalter hat man dann wirklich das deutlich gesehen, dass die römisch-katholische Kirche diese verfolgende Macht ist, die in der Prophetie vorhergesagt war.

[17:37] Im Mittelalter hat man dann auch diese 1260 Jahre entdeckt. Und das war sogar ein katholischer Abt, also ein Klostervorsteher. Und als er gestorben ist, und als er das herausgefunden hat, hat man nach seinem Tod alle seine Schriften als Häresie, als Irrtum, Ketzerei abgetan. Die Reformatoren wussten also, es würde in der Zukunft mal so etwas wie eine tödliche Wunde geben. Woher haben die protestantischen Reformatoren ihre Informationen erhalten? Von den Waldensern, von Wycliffe, von Jan Hus. Und wo haben die diese Informationen hergehabt? Von der Bibel, aus der Bibel ganz allein. Man hatte Prophetie im Licht der Geschichte studiert. Man hatte da eine Offenbarung sich gründlich analysiert und angeschaut. Wir nennen das heute die historizistische Auslegung der Prophetie. Und im Grunde genommen alle Reformatoren des Protestantismus haben diese Sicht der Prophetie akzeptiert. Sie kannten Babylon. Und sie haben Menschen aufgefordert, aus Babylon herauszukommen.

[19:31] Luther war sehr gut in Theologie, in Rechtfertigung, Heiligung. Und sein Vater Staup hat ihm gesagt: „Behalte es nur für dich. Behalte es nur für dich. Bewege die Kirche nicht.“ Aber Luther war wirklich mit Mitleid bewegt. Er sah all die Millionen Menschen, die verführt waren. Und er konnte einfach seinen Mund nicht halten. Und weil er so viel Mitleid hatte mit den Menschen, hat er gepredigt. Und hat die Gemeinde geteilt. Er wollte natürlich mit der Kirche bleiben. Aber die Kirche hat ihn exkommuniziert. Und so, als die Kirche fiel, bewegte sich Babylon. Und als die Kirche fiel, war Babylon gefallen. Und so hat er Menschen herausgerufen.

[20:50] Wie ist das heute? Hat der Katholizismus sich geändert? Nein. Der Ansatz jetzt, wie sie mit dem Protestantismus umgehen, der ist etwas anders. Die Lehre ist genau dieselbe. Christus wird durch den Papst ersetzt. Sein Titel ist „Vicarius Filii Dei“, der Stellvertreter Sohnes Gottes. Und wir wissen im Lateinischen, dass genau diese mysteriöse Nummer 666 ist. Selbst wenn einige Adventisten heute sagen, das ist nicht die korrekte Interpretation. Das sind Exegeten, nicht Historiker. Und so ist es. Satan versucht, Gott spezifische prophetische Lehren zu unterminieren. Und was werden Adventisten tun?

[22:02] Und so hier dann, findet man, was die Protestanten gezeigt haben. Sie haben gezeigt, wie die Reformatoren die Bibel interpretieren. Heute, wenn man die Menschen über die Fehler der Bibel fragt, können sie viele Fehler erzählen. Nicht die Protestanten, Reformer. Haben das die Reformatoren nicht getan. Sie glauben, dass die Schrift die unfehlbare Offenbarung Gottes ist. Und wenn wir da glauben, das ist voller Irrtümer, dann haben wir eine falsche Sicht der Bibel. Zweitens glauben sie, dass die Schrift klar und ausreichend ist. Die Bibel ist für alle Menschen geschrieben, nicht nur für die Gelehrten.

[23:08] Man hat sich allein auf die Bibel und die Bibel allein berufen und sich nicht zu sehr mit theologischen Quellen beschäftigt. Wenn man die Bibel wirklich verstehen will, liest die Bibel. Denn dort in der Bibel findet man die Prinzipien der Auslegung. Und jeder Christ kann das für sich selbst herausfinden. Und wenn du Schwierigkeiten hast, dann vergleiche Schriftstelle mit Schriftstelle. Benutze den Typus und den Antitypus. Was man in der Bibel findet, so glauben die Reformatoren, ist eine echte, zutreffende Geschichte. Keine Evolution. 1. Mose 1-11 ist tatsächlich echte Geschichte. Dann natürlich die historische Sicht der Prophetie und die Zeichen der Zeit. Und solange man nicht wirklich vorher betet und um den Heiligen Geist bittet, ist man in einer gefährlichen Lage.

[24:26] Und wisst ihr, liebe Freunde, heute folgen eigentlich nur noch Adventisten diesen Prinzipien buchstabengetreu, hier wie sie hier stehen. Und wenn wir nicht täglich die Bibel lesen und darüber beten und wirklich studieren, dann befinden wir uns auch auf gefährlichem Boden.

[24:49] Also schauen wir uns an, was glaubten die Reformatoren bezüglich der Prophetie? Sie hatten eine historizistische Sicht der Prophetie. Sie glaubten an die Reiche der biblischen Prophetie, genau wie wir das tun: Babylon, Medopersien, Griechenland und Rom. Sie verwendeten das Jahr-Tag-Prinzip. Zum Beispiel ist dann also in symbolischer Prophetie auch die Zeit symbolisch. Ein prophetischer Tag stellt ja ein Jahr dar. Der historische Antichrist ist das Papsttum, dargestellt durch das kleine Horn, das erste Tier des Offenbarung 13, die Hure und Babylon.

[25:56] Und was wir heute diesbezüglich als Adventisten glauben, ist in voller Harmonie mit Luther, Calvin, Zwingli und Büchner. Und die erste Engelsbotschaft, die wir gepredigt haben, sie beginnt ja mit dem ewigen Evangelium, aber natürlich in einem besonderen Kontext der letzten Zeit.

[26:34] Schauen wir, was unsere frühen Pioniere über die Reformatoren glaubten. Sie sagten: „Sie hatten mehr als menschlichen Mut. Sie wagten keinen Augenblick zu schlafen, sondern waren mit der Rüstung des Christen umgürtet, für den Kampf bereit, nicht allein mit geistigen Feinden, sondern mit Satan in der Gestalt von Menschen, deren beständiger Schreiber gibt deinen Glauben auf oder stirbt.“ Diese wenigen Christen waren stark in Gott und köstlicher in seinen Augen als eine halbe Welt, die den Namen Christi trugen und doch Feiglinge in seinem Werke waren. Während die Gemeinde verfolgt wurde, waren ihre Glieder in Liebe vereinigt. Sie waren stark in Gott. Sünder durften sich nicht mit der Gemeinde verbinden. Nur diejenigen, die bereit waren, alles für Christum zu verlassen, konnten seine Jünger sein. Sie wollten gerne arm, demütig und christusähnlich sein.

[27:33] Wenn man in jener Zeit lebte und sich für den protestantischen Glauben entschied, hat es einem das Leben gekostet. Wenn man heute sich entscheidet, ein Sieben-Tags-Adventist zu werden, ist zumindest in diesem Land keine Gefahr abzusehen, dass man jetzt sein Leben verliert. Aber das ist ein ganz besonderer, wichtiger Charakterzug dieser protestantischen Reformation.

[28:09] Satan hat gemerkt, dass er nicht so erfolgreich war. Also hat Satan seine Strategie geändert und versucht, die Gemeinde mit der Welt zu vereinen. Satan beschloss daher, auf eine sanftere Art und Weise zu kommen. Er hatte bereits die Lehren der Bibel verfälscht und die Satzungen, die Millionen ins Verderben stürzen sollten, wurzelten sich tief ein. Seinen Hass bezähmend, beschloss er, seine Untergebenen nicht zu solch bitterer Verfolgung zu drängen, sondern die Gemeinde dahin zu bringen, dass sie um verschiedene Satzungen kämpfte, anstatt um den Glauben, in dem er so auf die Kirche einwirkte, dass diese Ehre und Gunst Beweise von der Welt annahm, und unter dem Vorwande, dass ihr dadurch Vorteile zuteil würden, ging sie immer mehr der Gunst Gottes verlustig. Sie verlor allmählich ihre Kraft, weil sie es vermied, die scharfen Wahrheiten zu verkündigen, welche die Vergnügungssüchtigen und Freunde der Welt ausgeschlossen hätten.

[29:37] Hier sehen wir die Situation der nächsten Generationen nach den ursprünglichen Reformatoren. Hier sehen wir das Aufkommen der protestantischen Scholastik, also der Gelehrsamkeit. Statt sich allein auf die Bibel zu fokussieren, hat man jetzt angefangen, sich mit den Schriften der Reformatoren zu beschäftigen. Sie haben jetzt angefangen, Kontroversen durchzuführen und sich zu streiten bei verschiedenen Ansichten der verschiedenen Reformatoren. Und dann ist auch die Regierung involviert gewesen. Und wenn man dann nicht der Haupt- auch der protestantischen Hauptkirche gefolgt ist, hat dich die Regierung wiederum darum gekümmert, jemanden zu züchtigen und entsprechend auf Linie zu bringen. Es gab ganze Kriege zwischen verschiedenen Sektionen des Protestantismus. Und so entwickelte sich eine ganz kühle Orthodoxie, eine kühle Rechtglaubigkeit. Und das hat dazu geführt, dass die protestantische Reformation irgendwann stagnierte. Und jene, die verfolgt wurden, haben sich dann auf die Flucht gemacht, zum Beispiel nach Amerika, nach Südafrika und natürlich auch an andere Orte, die jetzt nicht besonders dicht besiedelt waren.

[31:37] Also Gott schaute sich das an, und was er gehofft hatte, dass jetzt die ganze Christenheit wirklich erweckt würde, das war nicht eingetreten. Und was hat Jesus getan? Jesus erweckt sein Volk durch das Entsiegeln des Buches Daniels. Daniel 12 sagt, dass in den letzten Tagen, in der Zeit des Endes, das Buch von Daniel wird geöffnet. Und Jesus hatte einen besonderen Weg, die Aufmerksamkeit der Menschen, der Christen, zu den Prophezien zu bringen.

[32:29] Das findet man in den Siegeln der Offenbarung. In Offenbarung 6. Da haben wir dieses Szenario des Abfalls. Das erste Pferd, das erste Siegel, ist das weiße Pferd, eine reine Gemeinde. Aber dann kommt das rote Pferd, die Verfolgung kommt. Dann kommt das schwarze Pferd, die Irrlehre dringt hinein. Und dann kommt dieses fahle, farblose Pferd. Das heißt, dass der Tod und der Hades ihm folgten. Das Resultat ist, es gibt viele Märtyrer. Und im fünften Siegel sieht man symbolisch die Märtyrer, und sie rufen aus: „Herr, Herr!“ Und der Herr sagt: „Ich werde mich drum kümmern. Bleibt noch ein wenig dort, solange bis die Zahl der Märtyrer vollendet ist.“ Und dann kommt das sechste Siegel.

[34:01] Und da sehen wir einige der wahrscheinlich erstaunlichsten, außergewöhnlichen kosmischen Zeichen, die die Welt jemals gesehen hat. Und zwar genau in der gleichen Reihenfolge. Es begann mit diesem Erdbeben, dann wurde die Sonne finster und der Mond wurde blutrot und die Sterne fielen vom Himmel. All diese Zeichen findet man auch in Matthäus 24, Markus 13 natürlich, oder Lukas 21. Und in Matthäus sagt es sogar, dass diese Generation nicht vergehen wird, wenn diese Zeichen alle geschehen.

[35:25] Und seht ihr diese Zeichen? Das Erdbeben, der schwarze Tag und auch der Sternenfall. Das sind die Zeichen, die die Welt jemals gesehen hat. Und das ist das, was die Welt noch nicht gesehen hat. Einige in unserem Volk fangen jetzt an, solche Zeichen in die Zukunft zu verlegen. Und ja, diese Zeichen werden es wiedergeben, aber ganz besonders dann in der großen Trübsalszeit, wenn die Gnadenzeit zu Ende ist. Aber die Zeichen dann werden niemanden mehr zur Umkehr, zur Buße führen. Aber diese Zeichen, die erwähnt sind, sind ja Zeichen, die, wenn die Menschen es erkennen werden, werden sie wissen, dass es nahe ist. Da heißt es ja: „Wenn ihr diese Zeichen seht, werdet ihr wissen, dass es jetzt nahe ist.“

[36:45] Einige lachen von uns über diese Zeichen, aber das Erdbeben, das den meisten Einfluss auf die Weltgeschichte gehabt hat, war das Erdbeben von Lissabon. Das hat letztlich über den Deismus zum Atheismus geführt und damit zur Französischen Revolution. Dann war der Schwarze Tag. Das war insbesondere in Nordamerika zu beobachten. Also das Erdbeben in der östlichen Hemisphäre, der Schwarze Tag in der westlichen Hemisphäre. Und der Sternenfall kam genau zwei Jahre, nachdem William Miller die Adventbewegung gestartet hat. Und das hat den Adventismus wirklich sehr stark nochmal gefördert und gepusht. Und Menschen, die in jener Zeit gelebt haben, Menschen, die dort gelebt haben, haben die Bibel studiert und haben gesagt: „Die Zeichen, die hier erwähnt sind, haben sich wirklich erfüllt.“ Heute weiß fast niemand mehr davon. Keiner.

[38:11] Hier sieht man also, wenn Menschen Wahrheit ablehnen, bewegen sie sich in die Finsternis. Und dann, als das Ergebnis der Französischen Revolution war, der Papst wurde gefangen. Können Sie sich das vorstellen? Italien, umgekehrt von katholischen, mächtigen katholischen Nationen. Es war eine atheistische Macht, die all diese katholischen Mächte zerstört hat. Das war zumindest, so dachte man, das Ende des Papsttums. Aber es passiert auch, dass die katholischen Nationen in den letzten Jahren, in den letzten Jahrzehnten, in den letzten Jahren im Papsttum. Aber das passiert die genau 1260 Jahre nach 538. Und zwar 538 war dieser Befehl von Justinian, den Papst zum Oberhaupt aller Kirchen zu machen, in Effekt getreten, weil der General Belisarius Rom ja, befreit hatte von den Ostgoten. Und viele Christen hatten das ja auch verstanden und geglaubt dann hier. Im Britischen Museum findet man sogar eine archiviert, eine ganze Reihe von Predigten, über dieses Thema 1798 gepredigt worden sind. Heute? Wer weiß das noch? Warum haben Menschen das aufgegeben? Sie haben sich auf die tödliche Wunde konzentriert. Aber sie haben nicht gesehen, dass die tödliche Wunde geheilt werden würde.

[40:45] Heute gibt es keinen mächtigeren geistlichen Führer als den Papst. In all den Komiteen und Gremien der Vereinten Nationen hat er großen Einfluss. Und er leitet sogar den Weltkirchenrat, ohne Mitglied davon zu sein. Das ist wirklich erstaunlich. Und nur Adventisten wissen von der Heilung dieser Wunde.

[41:19] Also hier in der Zeit des Endes ist das Buch Daniel geöffnet worden. Und als das Buch Daniel geöffnet worden ist, haben viele Christen die Prophetie studiert. Und das hat dann zur Entstehung der Adventbewegung geführt. Das Resultat dieses Entsiegelns von Daniel: Ein wirklich erstaunlicher Zuwachs an prophetischer Erkenntnis. In dem Zeitraum zwischen 1798 und 1844 sind mehr Bücher über Daniel und Offenbarung geschrieben worden als in all den 1700 Jahren zuvor.

[42:17] Als die 1260 Jahre vollendet waren, hat sich jetzt die Aufmerksamkeit von Daniel 7 auf Daniel 8 übertragen. Denn wenn die 1260 klar sind, was ist jetzt mit den mysteriösen 2300 Tagen? Also vor allem hat man sich in diesen 40 Jahren um Daniel 8 gekümmert und das diskutiert. Es gab natürlich Unterschiede bezüglich des kleinen Hornes, auch über das Heiligtum. Aber es ging vor allem um die Frage: Was ist die Zeit? Wie lange wird es dauern? Und als Resultat haben wir dann diese weltweite Bewegung gehabt, die Adventbewegung.

[43:15] Die war in Skandinavien. Dort gab es aber nicht viele Resultate, weil die Kirche die Predigt untersagt hat. Aber Gott hat dann die Kinder benutzt. Und sie haben dann quasi wie in Trance gesprochen, und Gottes Geist hat durch sie gesprochen. Sie haben ganze Predigten gehalten. Jesus hat ihr gesagt: „Wenn ihr aufhört zu predigen, dann werden notfalls die Steine sprechen.“ Und hier in Deutschland gab es einen dieser größten Theologen, den Bengel. Er hatte vorher gesagt, dass die Prophezeiung im Jahre 1836 enden würde. Und viele andere hatten da kleine Rechenfehler.

[44:25] Lass uns jetzt schauen, wie die große Erweckungsbewegung die christliche Welt beeinflusst hat. Aber nur in Nordamerika hatte es eine lastige Auswirkung. Jetzt als Europäer habe ich gehört, dass die Amerikaner alles schlucken. Und deswegen folgen die jedem möglichen Unsinn. Aber das ist nicht der Grund. Der Grund, warum die Amerikaner dort mehr hinterher waren, ist sehr tiefgründig. Es gab dort ein ganz besonderes religiöses und politisches Klima.

[45:23] Was war so besonders und einzigartig in Amerika? Es gab dort vollständige religiöse Freiheit. Staat und Kirche waren getrennt. Was ist hier passiert? Wenn man hier eine andere Sicht hatte als die Staatskirche, dann ist man verfolgt worden. In Holland. In England. Wenn man nicht an die Lutheraner glaubte, dann gab es eine ganze Streitung zwischen den Reformierten in der Schweiz und Frankreich und den Lutheranern hier. Und hier dann? Wie war das mit der politischen Freiheit? Hier gab es Könige und Königreiche und Königinnen. Aber nicht in Amerika. Da gab es eine repräsentative Demokratie. Eine Regierung vom Volk für das Volk. Keine Staatskirche. Keine politische Kirche. Es gab also wirklich außerordentliche Freiheit. Selbst wenn Menschen die Adventisten gehasst haben, hatten die doch die Freiheit zu predigen. Dadurch konnte die Wiederkunftsbewegung in Nordamerika wirklich geboren werden.

[47:07] Der inspirierende Führer, der alles anleitete, war William Miller. Schaut euch mal hier diese Skizze an. So haben schon ungefähr 100 Bibelausleger vor Miller die 2300 Tage interpretiert. Sie alle hatten die 70 Wochen aus Daniel 9 mit den 2300 Tagen, also Jahren aus Daniel 8 verbunden. Der Erste, der das gefunden hat, war Johann Petri, ein Lutheraner.

[47:59] Diese Sicht wurde überall verbreitet und dadurch haben viele so eine Ahnung bekommen, wann die 2300 Tage enden würden. Was wird das Ende davon sein? Hier findet ihr eine ganze Reihe von verschiedenen Interpretationen, was das Ende dieser 2300 Jahre hätte sein sollen, gemäß der nicht-milliritischen Prophetieausleger. Einige sagten, dann beginnt das Millennium. Einige sagten, das wird der Untergang des Islam sein. Andere sagten, Jerusalem wird vom Islam gereinigt werden. Die Reinigung der Kirche vom Abfall. Die Reinigung der Kirche von päpstlichen Einflüssen. Und die Wiederherstellung wahrer Anbetung.

[49:09] Interessanterweise, das ist, was mindestens 95% der Gelehrten und Theologen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu dem Zeitpunkt glaubten. Aber Millers Interpretation war außergewöhnlich. Er sah die Reinigung des Heiligtums im Zusammenhang mit dem, was Jesus tut. Lass uns das mal genauer anschauen. Jesus hat eine menschliche Führungsfigur für die Adventbewegung gewählt. Sein Name ist William Miller. Der berühmteste Erforscher der Prophezeiung. Er war Gottes Wahl für diese Adventbewegung im 19. Jahrhundert.

[50:05] Warum hat Gott jetzt den William Miller gewählt? Aus dem einfachen Grund, er war einfach die beste verfügbare Person. Die Gelehrten aus Harvard, von Yale und Princeton, sie waren alle so im Irrtum verfangen, und William Miller war da nicht tief hineingetaucht. Warum war er da? Aufgrund seiner Freunde. Er ist 1812 im Krieg mit England, dem Tod, gerade noch mal so entkommen. Die Kanonen haben um ihn herum geschossen, alle seine Freunde sind um ihn herum gestorben, aber er selbst nicht. Er sagte: „Warum? Warum habe ich überlebt?“ Er ist nach Hause gegangen, und seine Mutter hat ihn zur Kirche eingeladen. Damals gab es oftmals keinen Prediger, der dort gepredigt hat, man hat einfach Predigten vorgelesen. William Miller war etwas gebildeter, was so literarische Dinge anbetraf, und er hat sich dann lustig gemacht über die Gemeinde mit Lieder, weil die nicht mal richtig lesen konnten. Also hat seine baptistische Mutter gesagt: „William, dann kannst du doch auch mal lesen.“ Er hat es getan, er hat die Predigt abgelesen, und er kam zu Jesaja 53. Und als er Jesaja 53 gelesen hatte, ist etwas in seinem Herzen passiert, und er hat sich dem Heiligen Geist geöffnet, auf eine ganz besondere Art und Weise. Aber in seinem Denken waren immer noch diese ganzen Kritikpunkte gegenüber der Bibel, die er von seinen Freunden gelernt hatte. Also hat er die Bibel angefangen zu lesen, bei 1. Mose hat er angefangen, und dann bis in die Offenbarung. Er hat Gott um Erleuchtung gebeten, und innerhalb von zwei Jahren war es ihm vollkommen klar: Die Bibel ist Gottes Wort, und Jesus kommt sehr bald wieder.

[52:53] In der Tat, er hat die Bibel gelesen, er hat sogar 1843 schon berechnet, aber er war selbst nicht ganz sicher. Also hat er nochmals studiert, 18 Jahre insgesamt alles, und es war ihm dann so eindeutig, dass er es weitergeben musste. Aber er hat gesagt: „Herr, ich kann nicht predigen, niemand weiß von mir, also wenn du mir nicht eine Einladung gibst, dann werde ich nicht gehen.“ Wenige Stunden später hat sein Neffe an der Tür geklopft, hat gesagt: „Onkel William, wir wissen, du kennst dich aus mit der Prophetie, aber bitte teile doch etwas mit von dem, was du weißt.“ Und er ist dann erstmal weggelaufen in den Garten, und hat auf den Knien gebeten: „Herr, rette mich.“ Aber die Einladung stand, und er ging. Und nach diesem Wochenende kam eine Einladung nach der anderen, und es gab dieses Wochenende. Und Prediger haben sich bekehrt, und es gab diese riesige Erweckung.

[54:33] Liebe Freunde, wenn ihr dem Herrn etwas versprecht, dann seht, was der Herr in eurem Leben tun kann. Wer sagt: „Ja, ich habe weder in Bogenhofen, noch in Friedensau, noch in Andrews studiert, wenn du ein Bibelstudent bist, kann der Herr Wunder in deinem Leben tun.“ Glaubt ihr das? Eine Erweckung kann doch genau hier direkt in Stuttgart starten. Glaubt ihr das? Also gut, glaubt weiter daran und bete dafür.

[55:21] Er sagt also: „Herr, bitte benutze mich.“ Ich war ein Luftfahrtingenieur. Ein Luftfahrtingenieur ist er gewesen. Und schaut, was er getan hat. „Meine Eltern und meine Freunde haben gedacht, dass ich eigentlich in die Irrenanstalt muss.“ Aber ich glaube, das kann der Herr tun. Aber seht, was der Herr tun kann. Schaut euch mal an, was der Herr mit William Miller getan hat. Seine religiöse Erfahrung. Hier haben wir ein Zitat.

[56:21] Als Resultat seines Bibelstudiums erkannte er die richtige Einsicht in das Buch Daniel. Lasst uns kurz anschauen, was er bezüglich Daniel 8 entdeckte. Da findet man ja in Vers 3 bis 8 den Widder und den Ziegenbock. Daniel und einige andere Leute kamen zu der Konklusion, dass das Medo-Persien und Griechenland sind. Wie war das mit dem kleinen Horn? Verschiedene Reformatoren hatten schon gesagt, dass sich das auf Rom, sowohl heidnisch als auch päpstlich, bezieht. Also wir haben Medo-Persien, Griechenland und dann haben wir das kleine Horn, das bis zum Ende geht, nämlich Rom. In seinen zwei Phasen: heidnisch und päpstlich. Und die Interpretation da, was ihr von Vers 9 bis 12 seht, handelt dann davon, wie die Päpstlichkeit Gott und die Menschen verfolgt hat und wie das Römische Reich Gott und die Menschen verfolgt hat.

[57:53] Rom versuchte, das Werk Christi zu unterdrücken, weil der Imperator Caesar Augustus, Oktavian, er war der Sohn Gottes. Es war eine Täuschung. Es gab also überall im Römischen Reich diese Tempel. Christen mussten Opfer bringen. Sie mussten also wählen zwischen dem Kaiser Augustus oder Jesus Christus. Beide hatten behauptet, der Sohn Gottes zu sein. Es war für sie eine Angelegenheit von Leben und Tod. Und dann kommt nach dem Römischen Reich das Papsttum. Wieder eine Sache von Leben und Tod. Entweder geht man zur Messe oder man stirbt. Viele Waldenser starben. Geht zur Messe oder sterbe. Das ist also die ganze Verfolgung.

[59:29] Was war das Heiligtum? Viele glaubten damals, dass es die Erde ist. Demzufolge dachte man, dass die Reinigung des Heiligtums die Reinigung der Erde und der Gemeinde ist. Und viele sahen dann 1843, 1844. Weil Sie wissen, dass der Vers 17 von 18 sagt: „Es ist eine Reinigung, die stattfindet, wann? In der Zeit des Endes.“ Und das war dann die Eröffnung der ersten Engelsbotschaft. So wurde die erste Engelsbotschaft in die Welt geboren. Jesus hat die erste Engelsbotschaft gestartet.

[1:00:37] Schauen wir uns kurz Offenbarung 14, Vers 6 und 7 an. Was wir hier sehen, ist das ewige Evangelium. „Weltweit, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ Warum? Was sagt die Bibel? „Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Hier sieht man also eine Verbindung zwischen der ersten Engelsbotschaft und Daniel 8. Eine Botschaft, die direkt vor der Wiederkunft Christi gegeben wird. Die das ewige Evangelium verkündet. Die eine weltweite Mission zum Ausdruck hat. Ein dringender Aufruf zur Buße. Sie warnt vor der Stunde des Gerichts. Sie warnt vor der Stunde des Gerichts. Es gibt eine Verbindung zu Daniel 8, Vers 14, wo die Reinigung des Heiligtums in der Zeit des Endes als Gericht stattfindet. Das war die Einsicht, die William Miller gewonnen hatte. Alles ist verbunden mit Jesus. Das war nicht die Ansicht der anderen Kirchen.

[1:02:11] Wie hat das Miller selbst beeinflusst? Miller sah die große Ignoranz in den anderen Kirchen bezüglich der baldigen Wiederkunft Jesu. Das hat ihn wirklich bewegt. Hier können wir etwas lernen. Er blickte auf die Kirchen und sah, dass diese verderbt waren. Sie hatten ihre Liebe Jesu entzogen und der Welt zugewandt. Sie trachteten nach weltlicher Ehre, anstatt nach der Ehre. Sie sammelten sich irdische Schätze, anstatt sich einem Schatz im Himmel zu sichern. Er sah Heuchelei, Finsternis und Tod überall. Sein Geist wurde beunruhigt. Gott berief ihn, sein Gut zu verlassen, wie er Elisa berief, seinen Acker zu verlassen und Elias nachzufolgen. Die Kälte der anderen gab dem Miller seine Energie.

[1:03:23] Heute hören wir oft in den Gemeinden: „Warum wir keine große Erweckung haben? Wir sind doch die Laodizea-Gemeinde. Deswegen sieht man keine Erweckung.“ Also setzen wir uns wieder auf denselben Stuhl und sind Teil von Laodizea. Wenn Miller diese selbe Einstellung gehabt hätte, dann hätte er niemals sich dem Herrn so nachgerannt. Ihm ist bewusst geworden, wenn all die Menschen um sich herum, wenn die sich nicht ändern, werden sie verloren sein. Wie ist es heute? Wenn die ganzen Freunde, die nicht Mitglieder deiner Gemeinde sind, wenn sie weiter so leben, was wird mit ihnen passieren, wenn die sieben letzten Plagen kommen? Was denkt ihr? Sie werden verloren gehen. Wenn man wirklich echtes Mitleid hat für andere, dann kann man nicht still sitzen. Wir werden den Herrn anrufen und er wird uns eine Arbeit geben. Glaubt ihr das?

[1:05:01] Also hoffen wir und beten wir, dass wir diese Arbeit von Stuttgart aus für ganz Deutschland bekommen. Haben wir Miller und seine Nachfolger? Sagt es der ganzen Welt. Ihr seht hier das Bild. Ihr seht die multimedialen Mittel, die sie hatten damals, eine Karte. Wir haben heute da etwas fortgeschrittene Technologie, aber das Prinzip ist dasselbe. Der Effekt auf Millers Mission. Hier haben wir einen Zeugen, der bei dieser Bewegung dabei war.

[1:05:57] Das ist die Reformation der Elia-Botschaft. Es war aber auch gleichzeitig die Botschaft von Johannes dem Täufer. Da heißt es: Das ist die Geburt der Botschaft. Ihr seht hier die Geburt der Gemeinde der Übrigen. Hier sind die Missionszeitschriften. Es gab noch keine Gemeinde. Es gab presbyterianische Adventisten, lutheranische Adventisten, methodistische Adventisten. In all den Kirchen gab es diese Adventbewegung. Und diese Kirchen hätten aber nie in ihren offiziellen Zeitungen das jetzt abgedruckt. Also mussten die Laienglieder das Ganze veröffentlichen. Und wie einfach ist es doch heute sogar, einfach etwas zu veröffentlichen. Hier ist der Erfolg. Hier haben wir den Geist der Weissagung. Ellen White war ja Teilnehmerin dieser Bewegung.

[1:07:57] Wir haben hier die Objektivität der Weissagung. Sie haben also ... Kinder. Das ist die Grundlage der Wiedererweckung oder Adventismus am Anfang. Die Wiedererweckung der Remnant-Kirche. Und was war der Eindruck dann? Welches Gefühl haben sie erlebt? Jetzt kann man hier sehen, dass diese Bewegung einen Einfluss hatte auf die Gesellschaft. Vor allem auf die anderen Kirchen. Die Kirche war der Einfluss auf die Gesellschaft. Die Kirche war der Einfluss auf die Gesellschaft. Die Kirche war der Einfluss auf die Gesellschaft. Vor allem auf die Kirchen. Und sogar die New York Tribune, das ist das Gegenstück zur heutigen New York Times, einer gewaltigen, großen Zeitung in den Vereinigten Staaten. Selbst dort erschien ein ganzer Artikel über diese Bewegung. Die Artikel waren natürlich nicht besonders positiv geschrieben. Aber so war es.

[1:10:01] Als Folge dessen haben viele Kirchen sich gegen Miller und seine Nachfolger gewandt. Und so hat sich die Aufmerksamkeit der Gläubigen jetzt auf die zweite Engelsbotschaft gelenkt. In Offenbarung 14, Vers 8 heißt es: „Und ich hörte, ein zweiter Engel folgte und sprach: Gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.“ Was sind die wesentlichen Dinge hier? Die zweite Botschaft folgt der ersten. Sie verkündigt den Fall Babylons. Wir sehen hier, dass Babylon andere beeinflusst, verbotene Handlungen zu tun. Und Babylon ist offensichtlich erfolgreich, ganze Völker zum Abfall zu bringen.

[1:11:07] Sehen wir also, was Jesus tut. Er gibt zuerst eine Gnadenbotschaft an die Menschen in der ersten Engelsbotschaft. Aber wenn sie abgelehnt wird, dann wurden sie ein Teil Babylons. Was man jetzt hier sieht, wiederum sehen wir, wie die protestantischen Kirchen die Adventbotschaft ablehnen. Der Großteil der religiösen Führer hat das verworfen. Sie haben die Verkündigung unterbunden. Und sie haben ihre Kirchentüren buchstäblich verschlossen. Und die Kirchen haben alle jene verfolgt, die mit der ersten Engelsbotschaft bezüglich der Wiederkunft sympathisierten. Sie haben sich dagegen gewandt, dass ihre Mitglieder solche Adventveranstaltungen besuchen dürften. Sie haben die Adventgläubigen ausgeschlossen. Adventisten wurden von ihnen verspottet und verhöhnt. Man hat bewusste Lügen und Falschheiten verbreitet, um den Einfluss zu schwächen. Und es kam öfter vor, dass ganze Banden versucht haben, adventistische Prediger zu töten. Das war die Antwort von Jesus.

[1:12:53] Und was war die Antwort von Jesus? Wie hat Gott auf diese Verweigerung der restlichen Kirche geachtet? Und was war die Antwort von Jesus?

[1:13:29] Dann geht es weiter. Es ist interessant, dass während der Reformation das neue Licht akzeptiert wurde und Katholizismus diese Häresie abgelehnt hat. Und so wurden die Reformer klar gesehen, dass Katholizismus ein Babylon ist. Aber was ist jetzt passiert?

[1:14:35] Und so haben wir jetzt die Protestanten gehabt, die anstatt sich auf die Wiederkunft Jesu zu freuen, den Protestanten abgelehnt haben und gesagt haben: „Es kommt erst mal ein tausendjähriges Friedensreich, lange vor der Wiederkunft.“ So hat also mit diesem neuen Licht die protestantische Welt eine ähnliche Position eingenommen wie die katholische Kirche zur Zeit der Reformation. Hier sehen wir das nochmal.

[1:15:10] Warum möchte Jesus, dass sein Volk Babylon verlässt? Diese Botschaft, Babylon zu verlassen, bereitet ein Klima, um sie zu einer vollständigen Forschung, sorgfältigen Forschung des Herzens und dem Studium der Schrift zu führen, auf das sie sich selbst von den Irrtümern reinigen möchten, welche von den Heiden und Papisten eingeführt waren. Durch diese Botschaft brachte Gott seine Kinder heraus, wo er in größerer Kraft für sie wirken kann und sie alle seine Gebote halten können.

[1:16:09] Wir sehen also, dass die Dreifachen-Engelsbotschaft eine Kulmination ist, aber gleichzeitig ein Ruf ist, die Menschen aus Babylon herauszuführen.

[1:16:24] Wie haben also Adventisten dieses Licht bezüglich Babylons entdeckt? Der Kontext war diese große Krise von 1843 und 1844. Dort wurde das Konzept von Babylon erweitert. Es war vor allem Charles Fitch gewesen, einer der erfolgreichsten milleritischen Prediger. Wegen der Verfolgung, die Gottes Volk erlitt, gab er diese Predigt. Er erklärte, dass Babylon wirklich der Antichrist ist und er will nicht, dass Christus zur Welt zurückkommt. In der Vergangenheit dachten wir nur, dass es die Katholiken sind. Aber jetzt sehen wir, dass die protestantischen Kirchen die gleiche Attitüde haben. Sie schließen ihre Türen und verfolgen uns und die Mitglieder dieser Freundschaft, die William Miller glauben. Sie verfolgen uns und schließen die Türen für diese Botschaft. Und so haben sie jetzt verkündigt, dass der Fall Babylons eine Realität geworden ist. Babylon ist jetzt ein organisches Konzept. Wenn man Wahrheit ablehnt, dann wird man ein Teil von Babylon. Selbstverständlich gibt es noch sehr viele von Gottes Volk in Babylon. Aber Gott sucht ein spezielles Instrument, um Menschen fortzubereiten auf die Wiederkunft Jesu. Die Lutheraner, die Baptisten und die Presbyterianer bereiten Menschen so auf die Wiederkunft Jesu vor.

[1:18:45] So ist also die Gemeinde der Übrigen, die Adventgemeinde. So hat Gott aus allen anderen Kirchen Gläubige herausgerufen, um Gottes Übrige zu formen. Die Adventisten sind wirklich Gottes Rettungskommando. Aber wenn man das verstehen will, geht das nur, wenn man wirklich dieses Fundament hier begreift und weiß, wie wir dazu gekommen sind. Und all dieses neue Licht, das Gott gab, wir werden das morgen dann genauer studieren. Die anderen Kirchen wissen davon nichts. Warum nicht? Weil sie kein Interesse daran hatten, was wir ihnen sagen wollten. Und die ganze Lösung für das Problem von 1844, die anderen Kirchen würden sagen: „Naja, das war einfach so eine Sache, um irgendwie das Gesicht zu wahren.“ Aber sie sahen nicht das Licht, das Jesus hatte.

[1:20:25] Also eine besondere Einsicht, die wir hier gewonnen haben, dass die Kirche, die protestantischen Kirchen, jetzt auch Teil Babylons geworden sind. Und von all den 95 Prozent aller protestantischen Christen, die einmal an eine historische Auslegung der Prophetie geglaubt haben, von all denen sind es heute nur noch die Adventisten, die dieser Auslegung treu geblieben sind. Das ist eigentlich sehr, sehr traurig. Aber hier ist unsere Mission.

[1:21:15] Denn wir wissen aus der Offenbarung, dass Babylon als Stadt aus drei Teilen besteht: Römischer Katholizismus, der abgefallene Protestantismus und der Spiritismus, was letztlich auch die ganzen nichtchristlichen Religionen mit einschließt. Es ist kein Wunder, dass die Protestanten immer näher und näher und näher dem Katholizismus rücken. Und da befinden wir uns jetzt gerade. Und nun öffnen sie sich den falschen Lehren des Katholizismus, dass sich nämlich im Präterismus zeigt, dass die ganze Prophezeiung sich in der Vergangenheit schon erfüllt hat und nichts mehr zu erfüllen braucht, oder Futurismus, dass alle Prophezeiungen erst in der Zukunft eröffnet werden. Stattdessen sagt die Bibel, dass es von der Zeit von Jesus oder von der Zeit der Bibel bis heute es in jeder Generation Erfüllung von Prophetie gab, die die ganze Geschichte durchgeht. Nur Adventisten halten daran noch fest. Wir mussten das nicht aus dem Fenster werfen, denn wir fanden eine Lösung durch Jesus.

[1:23:01] Die Auswirkungen dieser Botschaften, einer Flutwelle gleich, breitete sich die Bewegung über das Land aus. Es gab da wenig begeisterte Freude, sondern vielmehr wurde das Herz gründlich erforscht, die Sünden bekannt und der Welt entsagt. Von den großen religiösen Bewegungen seit den Tagen der Apostel war keine freier der menschlichen Unvollkommenheiten und Tücken Satans als jene im Herbst 1844. Im Sommer des Jahres 1844 zogen sich ungefähr 50.000 Glieder aus den Kirchen zurück.

[1:23:39] Hier haben wir Menschen, die also von Jesus geführt worden sind. Hier sehen wir, wo du herkommst, wo die Gemeinde der Übrigen ihren Ursprung hat. Wir müssen also keinen Minderwertigkeitskomplex haben. Wir sehen, wir sind die kontinuierliche Weiterführung der Reformation. So wie Christus durch die Zeichen an Sonne, Mond und Sterne die Erweckung in der Adventbewegung gezeigt hat und wie wir auch eine Weiterführung dieser Erweckung sind.

[1:24:25] Und morgen werden wir uns anschauen, was genau das Problem in jener Zeit war und wie hat uns Jesus aus diesem Chaos herausgeführt. Ja, die Menschen sagen: „Ja, der Herr Miller war falsch gelegen. Wir müssen ehrlich sein, er war völlig daneben.“ Aber genauso lag auch jede andere Kirche falsch. Keine Interpretation von Daniel 8 war korrekt. Keiner hat sich erfüllt. Was ist mit denen passiert? Sie haben ihr gesamtes Prophetiestudium aus dem Fenster geworfen, weil es bei ihnen nicht funktioniert hat. Aber Adventisten konnten dranbleiben, aufgrund des Lichtes, das Gott uns geschenkt hat. Aber wir schreiben ja nicht die Geschichtsbücher dieser Welt. Jene, die die Geschichtsbücher schreiben, können die Adventisten immer in irgendein bestimmtes Licht rücken. Das ist vielleicht dann auch kein besonders schönes Licht. Und dann versuchen wir uns zu verteidigen und sagen: „Wir müssten doch werden wie die anderen Kirchen.“ Brauchen wir nicht. Der Herr benutzt uns auf eine ganz besondere Art und Weise. Und an diesem Wochenende werden wir uns ganz besonders diesem Einfluss dieser Adventbotschaft aussetzen.

[1:13:13] Damals hätte niemand geglaubt, dass daraus mal eine, die schnellstwachsendste Kirche mit heute über 19 Millionen Mitgliedern, die wir heute haben, werden würde. Aber erinnert euch, in Offenbarung 18 sagt es, dass die ganze Welt erleuchtet werden soll mit dieser Botschaft. Was denkst du über diese Bewegung? Können wir dem Herrn dankbar sein? Kannst du dankbar sein, dass du in dieser Bewegung bist? Darf ich eure Hände sehen? Lasst uns beten.

[1:27:15] Danke, lieber Vater, dass du uns dieses Vorrecht gegeben hast, dass wir diese Einsicht gewinnen konnten, dass wir das Privileg haben, deiner Endzeitgemeinde angehören zu dürfen. Hilf uns, dass wir diese gute Nachricht weiterverbreiten, dass wir nicht in dieser Verwirrung uns befinden müssen, die heute in der Welt ist. Aber aufgrund der Bücher von Daniel und Offenbarung kennen wir den klaren Kurs, den du für uns hast. Wir wissen, dass du auf uns wartest, damit wir uns vorbereiten und bereit werden. Und auf eine ganz besondere Art und Weise wollen wir dich bitten, dass du uns Mut und Stärke gibst, Teil dieser Übrigen zu sein. Und dass wir diese Botschaft vielen Menschen bringen können, die jetzt noch total verwirrt sind. Ich möchte dich bitten, in deinem Namen zu segnen. Deine Gemeinde Deutschland segnet uns ganz besonders hier in Stuttgart. Im Namen Jesu. Amen.


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