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In dieser Erweckungswoche spricht Gerard Damsteegt über das Fundament der Gemeinde der Übrigen im Heiligtumsdienst Christi. Er beleuchtet die historische Entwicklung von Erweckungen und Reformationen, die Bedeutung des Heiligtumsdienstes Jesu im himmlischen Heiligtum und wie dieses Verständnis zur Überwindung von Enttäuschungen und zur Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi beiträgt.


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Serie: Erweckungswochenende 2016: Die Gemeinde der Übrigen

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Transkript

[0:00] Einen wunderschönen guten Morgen, ihr lieben Heiligen! Das ist ein Wochenende der Erweckung. Was brauchen wir, um Erweckung zu haben? Was brauchen wir? Den Heiligen Geist. Also der Heilige Geist muss mich beeinflussen, aber natürlich auch die Übersetzung und natürlich euch alle, sodass ihr wirklich wach seid. Aber das ist nicht alles. Wir haben gebetet, wir haben das stille Gebet gehabt. Ich denke, ihr habt alle für die Ausgießung des Heiligen Geistes gebetet. Aber eine Erweckung wird niemals erfolgreich sein, wenn man nicht auch eine Reformation hat. Sonst haben wir nur einen geistlichen Höhepunkt und dann Sonntag, Montag, Dienstag sind wir schon wieder unten im Tal. Ich glaube, der Heilige Geist hat etwas ganz Besonderes für uns. Etwas, was er ganz besonders für die Übrigen vorbereitet hat. Es ist also ein großes Vorrecht für mich, heute hier zu sein. Ich habe in Holland gepredigt, in Italien, in anderen Ländern. Aber das ist mein allererstes Mal, dass ich in Deutschland predigen darf. Das Land der Reformation. Amen. Also wenigstens einer hat Amen gerufen.

[2:22] Gestern, einige von euch waren ja nicht da gewesen, gestern Abend, da haben wir über die Übrigen gesprochen und über die Einzigartigkeit der Übrigen, so wie sie sich das in der Geschichte der Christenheit dargestellt hat. Die Übrigen haben wir gesehen, sind das Volk, das der Wahrheit folgt. Wann immer es einen Abfall gibt, gibt es immer eine Erweckung auch und dadurch entsteht eine Gruppe von Übrigen, die dann fortbesteht. Vor allem hatten wir es natürlich hier im Jahre 1517 mit Martin Luther und in der Schweiz hatten wir Zwingli und eine spätere Generation in der Schweiz, dann Calvin. Und sie alle erlebten eine Erweckung und Reformation. Es gab eine Kirche, die hatte die Dominanz und hatte sich aber völlig von der Bibel entfernt. Und es waren die Reformer, die Gott ausgewählt hat, ganz demütige Menschen, die im Leben ein einziges Ziel hatten, dem Licht zu folgen, der Bibel zu folgen und der Bibel allein.

[4:11] Wir haben aber auch gestern gesehen, dass die Reformation in die Stagnation geraten ist. Wir haben gesehen, wie das protestantische Scholastik, das Gelehrtentum aufgekommen ist. Statt die Bibel weiter zu studieren, hat man jetzt die Schriften der Reformatoren studiert. Was musste der Herr also tun? In der Offenbarung sehen wir vorhergesagt den Abfall. Wir sehen dort die Siegel. Wir sehen das weiße Pferd, das rote Pferd, das schwarze Pferd, das fahle Pferd. Tod und Hades, die ihm folgen. Große Verfolgungen. Viele Märtyrer. Und sie rufen zum Herrn: "Herr, räche uns!" Und der Herr sagt: "Okay, es müssen noch einige mehr getötet werden, und dann werde ich kommen." Und dann gab es drei ganz besondere Zeichen: Das Erdbeben, der schwarze Tag und der Sternenfall. Zur gleichen Zeit die tödliche Wunde, die Französische Revolution. All das hat ein erneutes Bibelstudium stimuliert.

[6:00] Auf der ganzen Welt haben viele Menschen Daniel Kapitel 8 studiert, denn sie waren sich sicher, dass die 1260 Jahre in Daniel 7 sich jetzt erfüllt hatten. Und das war eine Erfahrung in der ganzen Christenheit. Und nun als Resultat dieser Erweckung kam die Adventbewegung ins Licht. Große Gelehrte auf der ganzen Welt, auch hier in Deutschland, der Bengel zum Beispiel. Er sagt das Ende der 2300 Jahre auf 1836 voraus. Aber nichts passierte. Aber die meisten konzentrierten sich vor allem auf die Daten 1843 und 1844. Was haben die Menschen geglaubt? Ah, sie glaubten, dass das Millennium beginnen würde, oder dass der Islam vom Nahen Osten entfernt würde, dass die Juden vielleicht zurück nach Palästina gehen würden, dass der Katholizismus vielleicht eliminiert werden würde. Ganz viele interessante Interpretationen gab es da.

[7:34] Aber Gott wählte jemanden in Amerika aus, der sich ganz besonders auf Jesus konzentrierte. Er hatte sehr sorgfältig studiert. Nach einigen Jahren, nach zwei Jahren hat er herausgefunden, dass Jesus um 1843 wiederkommen müsste. Aber er wollte sicher sein. Er hat sich noch einmal 18 Jahre Zeit genommen. Und gemäß des besten Lichts, das er aus der Bibel finden konnte, so dachte er, würde Jesus 1843 wiederkommen. Lasst uns hier mal anschauen, was die Erwartung genau gewesen ist für den Herbst 1844. Man erwartete, dass Christus 1844 aus dem Allerheiligsten, aus dem Himmel, auf die Erde kommen würde, um das Heiligtum, also die Erde, am 10. Tag des 10. Monats, also im Oktober, zu reinigen. Einige glaubten auch, er würde in das Allerheiligste gehen, aber das war nicht die Mehrheit. Das war also die Erwartung.

[9:14] Lasst uns jetzt einige Menschen betrachten, die diese Erfahrung gemacht haben. Hier haben wir Hiram Edson. Und er hat Folgendes gesagt. Er hat Folgendes gesagt. Wir haben schon Enttäuschungen in unserem Leben erlebt. Aber hast du schon mal von Mitternacht bis zum Morgenanbruch geweint? Das ist ziemlich einzigartig. Sie hatten ihre Hoffnung auf die Bibel gesetzt. Und gut wie jeder glaubte, dass das Heiligtum ja die Erde ist. Und es hat sich nicht ereignet. Das war sehr tragisch.

[10:39] Jetzt kamen neue Fragen in den Fokus. Warum kam Jesus nicht aus dem Allerheiligsten auf die Erde zurück? Denn die allermeisten glauben, dass Jesus direkt nach seiner Himmelfahrt in das Allerheiligste gegangen war, um dort das Versöhnungswerk weiterzuführen und dann von dort auf die Erde zurückzukommen, 1844. Was könnte der Grund für diese Verzögerung sein? Hat Jesus vielleicht noch etwas anderes zu tun? Fragte man sich auch, ob die 2300 Jahre wirklich am 22. Oktober geendet haben? Und was bedeutet dann die Reinigung des Heiligtums, wenn der Zeitraum 1844 endet? Und was bedeutet es, wenn diese Zeitperiode wirklich im Oktober 1844 endete? Also erinnert euch, alle Christen waren enttäuscht. Nicht jetzt ganz besonders im Oktober, aber in dieser Zeitperiode 1843 bis 1846. Niemand aus irgendeiner Kirche hatte eine korrekte Ansicht. Wenn man jetzt ein Geschichtsbuch anschaut, dann werden die Adventisten beschuldigt. Aber wir haben ja die Geschichtsbücher nicht geschrieben. Viele andere Kirchen haben daran geschrieben. Sie haben uns vielleicht als eine Sekte bezeichnet. Und so... Was? Wir wurden als eine Sekte der Prophezeiung bezeichnet. Aber erinnert euch daran, alle Ausleger der Prophezeiung, egal welcher Kirche, lagen alle daneben.

[13:02] Und so, das neue Licht, das Jesus jetzt gab, war eine Offenbarung seines letzten Dienstes. Und so, die Übrigen, die treu blieben, bekamen jetzt die Antwort. Wie haben wir diese Einsicht gewonnen? Hier ist die Lösung für die Enttäuschung. Am frühen Morgen erlebte Hiram Edson Folgendes. Eine Gebetsversammlung war die Antwort. Und so... Weiter geht's.

[14:20] Was ist so einzigartig an dieser Gebetsversammlung? Sie beteten und beteten... Wie lange? Bis sie eine Gewissheit hatten, dass ihr Gebet beantwortet werden würde. Wie ist es in unseren Gebetsversammlungen? Wir sollten zum Himmel beten. Wir beten zum Himmel und wir hoffen mal das Beste. Aber ich glaube, es ist besser, dass wir knien, bis wir die Gewissheit des Heiligen Geistes haben. Und das ist, was hier passiert ist.

[15:10] So kam neues Licht über das Heiligtum. Es heißt: "Der Himmel schien offen und ich sah deutlich und klar, dass unser Hoher Priester, anstatt am 10. Tag des 7. Monats, also im Oktober, am Ende der 2300 Tage aus dem Allerheiligsten des himmlischen Heiligtums auf diese Erde zu kommen, er an diesem Tag zum ersten Mal die zweite Abteilung dieses Heiligtums betrat. Und dass er ein Werk im Allerheiligsten zu verrichten hatte, bevor er auf diese Erde kommen konnte." Erinnert euch, es gab einige wenige Menschen, die schon geglaubt hatten, dass Jesus ins Allerheiligste gehen müsste. Aber nicht die große Mehrheit. Und hier hat Hiram Edson jetzt diesen starken Eindruck gehabt, dass Jesus in Wirklichkeit hineingegangen ist.

[16:10] Nun, wo ist das in der Bibel? Man kann ja sich viele Dinge vorstellen und sehen. Man kann ja Träume und Visionen haben. Aber was sagt die Bibel? Zwei Jahre später gab es eine Vision für den Geist der Weissagung. Hier lesen wir.

[16:58] Der Herr hätte Ellen White ja persönlich direkt eine Vision geben können, mit allen Bibeltexten. Aber das hat er nicht getan. Wer war Crozer? Der Bruder Edson hatte jemanden, der gerade bei ihm zur Miete quasi wohnte für eine Zeit lang. Und das war der O.R.L. Crozer, ein junger Mann, und jemand, der wirklich die Bibel studierte. Und da gab es noch einen Doktor, sein Name war Dr. Hahn. Die drei, Edson, Hahn und Crozer, die haben über ein Jahr lang gemeinsam studiert.

[17:50] Was bedeutet das? Jesus ging in das Allerheiligste. Es war also ein ganz intensives Studium des Heiligtums. Und hier ist, was sie produziert haben. Das ist genau der Artikel, von dem sie sprach. Der hat viele Seiten. Gar nicht so einfach zu lesen. Ich habe es über 40 Mal gelesen. Und ich glaube, jetzt habe ich so ungefähr verstanden, was sie sagen wollten. Ein Text nach dem anderen.

[18:37] Interessant, dass das Heiligtum hier studiert worden ist im Licht von 2. Mose und 3. Mose, weil ja das irdische Heiligtum eine Kopie des himmlischen Heiligtums ist. Dann haben sie Daniel studiert, weil Daniel sagt, dass am Ende der Zeit, zur Zeit des Endes das Heiligtum gereinigt werden soll. Dann das Buch Hebräer. Es ist das Buch, das von allen anderen im Neuen Testament sich am meisten mit der Christologie, dem Dienst von Jesus im himmlischen Heiligtum beschäftigt. Und dann das Buch Offenbarung. Was sehen wir dort? Ah, wir sehen Jesus im Heiligen, wir sehen den Altar, wir sehen auch das Allerheiligste.

[19:36] Also was Mose gelehrt hat, so zeigt das Buch Offenbarung, was im Himmel ist. Das Buch Hebräer sagt uns, was Jesus dort tut, dass es eine Reinigung ist. Und das Buch Daniel sagt uns, wann das sein wird, der Zeitpunkt für diese Reinigung. Ihr könnt sehen, wie wunderbar all die verschiedenen Teile zusammenwirken. Und obwohl einige Adventisten verwirrt darüber waren. Und obwohl einige heute verwirrt darüber sind und das nicht mehr so ganz glauben wollen, weil sie sich auf die anderen Kirchen konzentrieren. Und sie fragen sich: "Warum verstehen die das denn nicht?" Was haben die anderen Kirchen getan? Sie haben den Adventismus abgelehnt. Sie haben diesen Dienst Jesu im himmlischen Heiligtum abgelehnt. Und sie haben niemals das Heiligtum so intensiv studiert.

[20:52] Denn entweder ist die Bibel wahr, oder sie ist ein Märchenbuch. Wir müssen das herausfinden, was es ist. Und so haben wir die Wahrheit entdeckt über die Kirche Christus, über den Typ und den Antityp. Und so, wenn Sie als Adventist sich all diese künstlerischen Materialien anschauen, produziert von den anderen Kirchen, dann wird man nicht das finden, was wir glauben. Weil sie die Prophezeiungen abgelehnt haben und sich so in die Finsternis bewegten. Aber der Herr hat immer ein Remnant. Und hier in diesem Artikel findet man die Erklärung.

[21:51] Das Heiligtum in Daniel 8, Vers 14 ist das himmlische Heiligtum. Es geht nicht um den Tempel, den Antiochus IV. Epiphanes entweiht hat. Was hat es also getan? Hier ist das Kreuz Christi, das Zentrum der Prophezeiung. In einer Zeit nach dem Kreuz müssen die alttestamentlichen Symbole im Licht des neutestamentlichen Bundes interpretiert werden. Das ist ein sehr wichtiges Konzept.

[22:43] So ist das Kreuz von Christus das Zentrum der Prophezeiung. Hier sehen wir also das Kreuz Christi und wir sehen all die Konzepte vor dem Kreuz im Alten Testament, buchstäblich. Wir sehen dort, dass die prophetischen Konzepte im Alten Testament buchstäblich und geografisch lokal begrenzt sind. Im Alten Testament? Wer ist dort Gottes Volk? Was heißt es? Das tatsächliche, buchstäbliche Israel. Was ist der Ort? Wo ist Israel? In Palästina. Wer ist der Tod-Feind im Alten Testament? Das buchstäbliche Babylon. Und was ist das Heiligtum dort? Was ist es? Das irdische Heiligtum.

[24:05] Wenn wir uns jetzt in das Neue Testament bewegen und dort die prophetischen Konzepte anschauen, also mit Prophezeiungen, die mit der Zeit des Endes zu tun haben, dann hatten diese Konzepte eine geistliche, weltweite, universelle Bedeutung. Im Neuen Testament, was ist Gottes Volk dort? Das geistliche Israel. Wo lebt das geistliche Israel? Überall, weltweit. Was ist der schlimmste Feind, der Tod-Feind vom geistlichen Israel? Das geistliche Babylon. Das Buch auf dem Bauch ist ja angefüllt mit dem geistlichen Babylon. Und wo ist das Heiligtum des Neuen Bundes? Im Himmel.

[25:10] Wenn man das versteht, dann kann man die Enttäuschung lösen. Christus ist das Zentrum des Heiligtums. Wir sehen jetzt eine kreuzzentrierte Sichtweise von der Reinigung des Heiligtums und dem Ende der 2300 Jahre. Was ist das Heiligtum des Neuen Bundes? Was sagt uns Hebräer 8, Vers 2? "Christus ist ein Diener des Heiligtums und des wahrhaftigen Zeltes, das der Herr errichtet hat, nicht ein Mensch." Wann findet die Reinigung dieses Heiligtums statt? Das Buch Hebräer sagt uns das nicht, aber in Daniel 8, Vers 17 wird uns gesagt, dass das Gesicht sich auf die Zeit des Endes bezieht. Also, was ist das Heiligtum in der Zeit des Endes? Es muss das himmlische Heiligtum sein. Deswegen muss Daniel 8, Vers 14 sich auf das himmlische Heiligtum beziehen.

[26:31] Und diese Erkenntnis kann man in keiner anderen Kirche finden, weil die Adventbewegung als ganze abgelehnt wurde. Und damit die Art und Weise, Prophetie auszulegen, ist abgelehnt worden. Somit ist die historizistische Prophetieauslegung damals aus dem Fenster geworfen worden. Und so wurden diese Kirchen letztlich Opfer des Katholizismus. Es sind zwei neuartige Interpretationen stattdessen erfunden worden: Der Präterismus, dass Prophezeiung sich nur auf die Vergangenheit bezieht. Futurismus, dass Prophezeiungen sich nur auf die Zukunft beziehen. Und die Intention dahinter war, dass man möglichst die Aufmerksamkeit vom Papst wegleitet. Diese beiden Theorien sind übrigens von den Jesuiten entwickelt worden. Und es ist deswegen kein Wunder, dass heute die Protestanten und die Katholiken immer näher und näher rücken. Und das Einzige, was ihnen helfen könnte, die Wahrheit zu verstehen, ist diese ursprüngliche, wahre Sicht der Prophetie, wie wir sie noch haben.

[28:14] So haben also die Übrigen immer noch das Licht. Hier sehen wir Hebräer 8, Vers 5 und 2. Mose 25, 40. Das irdische Heiligtum ist eine Kopie des himmlischen. Und die zwei Abteilungen des irdischen Heiligtums repräsentieren die zwei Abteilungen des himmlischen Heiligtums. So sagt es die Bibel. Es ist eine Kopie, ein Abbild.

[28:54] Und Adventisten entdecken jetzt, was die Bedeutung ist dieser beiden Phasen. Im Buch Hebräer wird das Wort "Heiligtum" verwendet und nicht "Heiliges" oder "Allerheiligstes". In Hebräer 8, Vers 2 finden wir das Wort Heiligtum. Im Griechischen steht dort "Tahagia". Es bedeutet einfach heilige Orte, Heiliges. Und wie sind unsere Pioniere auf diese Erkenntnis gekommen? Denn sie wollten das Buch Hebräer übersetzen. Und jedes Mal, wenn das Heiligtum da ist, ist es die heiligen Orte, die heiligen Orte. Und das Wort wird in Hebräer 9, 8, 12, 24, 25, 10, 19, 13, 11 verwendet. Es geht immer darum, dass Jesus die heiligen Stätten, die heiligen Orte, das Heiligtum als Ganzes betreten hat. Und wenn es dort zwei Orte gab, was hat Jesus dann getan? Und wenn man diese Bedeutung erkennen muss, muss man jetzt nicht 2. Mose und 3. Mose anschauen, um zu sehen, was der Priester dort im Einzelnen tun musste.

[31:03] Wir sehen also, das himmlische Heiligtum muss auch gereinigt werden. Hebräer 9, 23. Gibt es irgendetwas Unreines im Himmel? Einige von uns sagen: "Nein, nein, nein." Aber dort im himmlischen Heiligtum gibt es ja den Bericht aller unserer Sünden. Und der Herr möchte diesen Bericht nicht für immer bei sich haben. Das ist ein Teil dieser Reinigung, der Tag der Versöhnung. Und so begann dieser große, antitypische Versöhnungstag im Jahre 1844. Die Reinigung muss vor der Wiederkunft stattfinden. Es heißt, nachdem der Hohepriester Aaron das Heiligtum gereinigt hat, trat er heraus und segnete das Volk. So wird auch Christus, unser Hohepriester, nach der Reinigung des himmlischen Heiligtums heraustreten, um auf die Erde zu kommen und sein Volk zu segnen.

[32:23] Hebräer 8, 5. Da gibt es den priesterlichen Dienst mit seinen zwei Abteilungen im himmlischen Heiligtum als Darstellung, als Repräsentation des Dienstes Jesu im himmlischen Heiligtum mit seinen zwei Abteilungen. Erste Phase: Im Heiligen. Dieser tägliche Dienst war ein Symbol für den Versöhnungsdienst Jesu seit seiner Himmelfahrt im Jahre 31 n. Chr. Christus war die Vergebung der Sünden. Dann im Allerheiligsten. Da gibt es den Dienst des großen Versöhnungstages, und zwar seit Oktober 1844. Und so hat Christus damit begonnen, die Sünden auszulöschen von denen, die zuerst gestorben sind. Aber es gibt immer noch Vergebung für den Sünder. Wenn dieser Prozess beendet ist, dann ist die Gnadenzeit vorbei. Jeder Mensch auf der Erde wird eine Entscheidung für oder gegen Jesus getroffen haben.

[34:00] Und wie relevant ist das Verständnis? Wir sind die Einzigen, die diese historische Sicht der Prophetien beibehalten haben, weil wir eine Lösung für das Problem der Enttäuschung gefunden haben. Hier wird erklärt, was die Reinigung des Heiligtums bedeutet. Christus ist ins Allerheiligste hineingegangen, um es zu reinigen. Zweitens, es vertieft auch unser Verständnis von dem, was Jesus für uns tut. Sein Versöhnungsdienst begann ja am Kreuz. Nach seiner Himmelfahrt begann er seinen priesterlichen Dienst im Heiligtum. Es gab Vergebung für die Sünden. Und 1844 begann er mit der letzten Phase seines Versöhnungsdienstes, der Auslöschung von Sünden. Und schließlich stellt es ein ganz besonderes Zeichen der Zeiten. Das Ende ist nah, sehr nah. Denn das letzte Gericht hat begonnen. Der Antitypus des Versöhnungstages. Und das beinhaltet auch die Reinigung des Volkes Gottes.

[35:53] Jetzt war also von 1844 her klar, was dieser Dienst war. Und die Übrigen hatten jetzt ein klares Verständnis von dem, was Jesus für dich und für mich tut, in diesem letzten Werk der Reinigung. Wie ist das mit den anderen christlichen Kirchen? Sie verstehen nicht, was Jesus dort jetzt gerade für sie tut. Sie verstehen das himmlische Heiligtum nicht wirklich. Sie sind etwas verwirrt darüber. Aber die Übrigen sind darüber nicht verwirrt. Es sei denn, man glaubt, dass die Übrigen diesbezüglich verführt sind.

[36:55] Liebe Freunde, diese Interpretation von Christi Dienst ist für uns alles oder nichts. Jesus offenbart uns die Wichtigkeit dieses letzten Versöhnungsdienstes. Manche sagen: "Naja, was Jesus jetzt da genau im Himmel tut, was hat das jetzt mir persönlich zu sagen heute?" Das Verständnis vom Heiligtum bestimmt unsere Mission. Es gibt eine ganz wichtige Verbindung zwischen der Reinigung des himmlischen Heiligtums und der Gemeinde. Unsere Mission ist es, Menschen auf die Wiederkunft vorzubereiten. Ein Volk vorzubereiten, am Tag des Herrn bestehen zu können. Es ist eine ganz spezielle Vorbereitung, die wir nötig haben, damit wir im letzten Konflikt die Wahrheit wiederholen können. Es braucht also eine Wiederherstellung aller Wahrheit, um die Übrigen auf dieses Kommen des Herrn vorzubereiten.

[38:19] Der Crozer hat damals in seinem Artikel folgende interessante Einsicht gehabt. Er sagte damals schon, dass während Jesus das himmlische Heiligtum reinigt, ist gleichzeitig der Heilige Geist damit beschäftigt, den geistlichen Tempel, das Volk Gottes zu reinigen. Es heißt hier: "Es gibt einen tatsächlichen und einen geistlichen Tempel. Der tatsächliche ist das Heiligtum im Neuen Jerusalem, eine tatsächliche Stadt. Und der geistliche ist die Gemeinde, der tatsächliche, besetzt von Jesus Christus und zum König und Priester, der geistliche vom Heiligen Geist." Zwischen diesen beiden gibt es einen perfekten Gleichklang im Handeln. Wie Christus das Heiligtum vorbereitet, so bereitet der Geist das Volk vor. Als er zu seinem Tempel, dem Heiligtum, kam, um es zu reinigen, fing der Geist mit der speziellen Reinigung des Volkes an.

[39:21] Seit 1844 reinigt Gott also sein Volk. Also werden die Übrigen nicht mehr und mehr wie die anderen Kirchen werden, sondern noch einzigartiger, noch außergewöhnlicher, um Jesus noch mehr widerzuspiegeln. Hier ist eine ganz besondere Reinigung vor der Wiederkunft. In Maleachi 3, Verse 1 bis 3. Und diese Reinigung hat ganz besondere Bedeutung nach 1844. Und wenn Sie eine tiefe Studie von diesem Buch lesen wollen, nehmen Sie das Buch "Große Kontroverse" von Kapitel 17 bis zum 18. Jahrhundert. Und die Kapitel 17 bis 28 im Buch "Vom Schatten zum Licht" oder "Im Großen Kampf" in der alten Ausgabe sprechen ganz besonders davon. Ihr könnt das ganz gründlich und tief studieren.

[40:49] Das ist also die Wichtigkeit, sich auf die Wiederkunft vorzubereiten. Offenbarung 6, Vers 17. Was ist unsere Hoffnung auf Überleben und auf Rettung in dieser Zeit? Das Überleben der Übrigen. In Offenbarung 7, Vers 2 lesen wir, wie Jesus das Siegel des lebendigen Gottes versiegelt hat. Und so, was die Bibel sagt: "Sie müssen das Siegel des lebendigen Gottes haben." Und das ist, das ist das, was Gott, was Jesus uns heute anbieten möchte. Und das wird in unserem Lebensstil einige Änderungen bewirken. Wir werden dann keinen Laudizierstil haben.

[42:17] Unsere Pioniere sahen das alles deutlich. Wir haben hier eine kurze Aussage vom Geist der Weisung. Und es geht hier um das Verständnis des Heiligtums. Was passiert am Ende, wenn Christus seinen Dienst im Heiligtum beendet hat? "Ich sah auch, dass viele nicht erkennen, was sie sein müssen, um in der Zeit der Trübsal ohne einen Hohen Priester im Heiligtum vor Gottes Angesicht zu leben. Diejenigen, die das Siegel des lebendigen Gottes empfangen und der Zeit der Trübsal gesichert sind, müssen das Bild Jesu vollkommen widerstrahlen. Ich sah, dass keiner an der Erquickung teilhaben kann, der nicht den Sieg über jegliche Sünde, über Stolz, Selbstsucht, Liebe zur Welt und über jedes unrechte Wort und jede unrechte Tat erlangt hat. Wir sollten deshalb immer näher zu dem Herrn kommen und ernstlich suchen, diese nötige Vorbereitung zu erlangen, die uns befähigt, im Kampf am Tage des Herrn zu bestehen."

[43:27] Einige, die diese Aussage kennen, die haben den Adventismus aufgegeben oder den Geist der Weissagung. Aber was sagt sie? Wenn man seine eigenen Unvollkommenheiten sieht, was muss man tun? Komm näher, noch näher zu Jesus. Heute Nachmittag wollen wir uns anschauen, wie wir näher zu Jesus kommen, um völligen Sieg haben zu dürfen. Wenn wir voller Stolz und Selbstsucht und Weltliebe sind, werden wir dann bereit sein für den Himmel? Wenn Jesus unser Beispiel ist und je mehr wir über Jesus nachdenken, desto besser wird es für uns sein.

[44:37] Also, hier ist ein interessanter Text. Wann wird Jesus wiederkommen? 19 bis 21. "So tut nun Buße und bekehrt euch, damit er euch den vorausbestimmten Jesus Christus sende. Den muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge." Da wird eine Wiederherstellung aller Wahrheit sein. Und diese Wiederherstellung von Wahrheit wird uns helfen, zu verstehen, wie wir immer siegreich sein können.

[45:15] Die Schlussfolgerung ist: Alle Wahrheit ist jetzt also wiederhergestellt im Volk Gottes. Diese Wahrheit wird vom Abfall reinigen. Als Resultat werden wir das Siegel sehen. Und hier die Wiederherstellung der ganzen Wahrheit vor dem Ende. Wenn wir die Übrigen sind, dann werden alle Wahrheiten anderer Kirchen auch unsere Wahrheiten sein. So sind kurze 1844 diese Dinge wiederhergestellt worden im Volk Gottes. Der Geist der Weissagung. Der Dienst von Jesus Christus in einem wirklich tatsächlichen Heiligtum. Der siebente Tag Sabbat, der heilig gehalten werden soll. Nicht einfach nur gehalten, sondern heilig gehalten soll. Dass Menschen keine unsterbliche Seele haben. Dass Böse nicht im Feuer brennen werden, nicht immer brennen werden. Die tausendjährige Regierungszeit Jesu mit den Heiligen im Himmel. Taufe durch Untertauchen, nicht durch Besprengen oder Begießen. Als Teil des Abendmahls. Zehnten und Gaben. Ein neutestamentlicher Lebensstil, der einfach ist, ohne Schmuck. Einfachheit in der Kleidung, ohne Juwelen oder großes auffälliges Make-up. Mäßigkeit, Verzicht auf gesundheitsschädigende Handlungen. All das kann man in anderen Kirchen finden. Aber die Übrigen werden alles davon haben. Glaubt ihr das? Das ist, was in der Geschichte stattfand. Glauben wir diese Dinge immer noch? Ist unser Lebensstil mehr wie der von Jesus als irgendetwas anderes?

[48:01] Hier sind neun Wahrheiten. Das findet ihr alles auch in dem neuen Buch, das ich geschrieben habe, das jetzt im Deutschen veröffentlicht wird. Die Natur des Kommens Jesu als Bräutigam, Jahre 1844. Sein Dienst ab 1844. Die Reinigung des Heiligtums hat begonnen. Das Endgericht hat begonnen. Die richtige Sabbath-Haltung, die mit dem Siegel des lebendigen Gottes verbunden ist. Die Gesundheitsbotschaft als wichtiger Teil der Wahrheit. Die Siebenten-Tags-Adventisten als Gemeinde der Übrigen. Und der Glaube Jesu als das Geheimnis für ein siegreiches Leben.

[49:07] Die Grundlage des Versöhnungsdienstes ist sein Opfer am Kreuz. Und dieses Verständnis seiner Versöhnung dort am Kreuz half uns seine Versöhnung im Himmel zu verstehen. Was war jetzt also dieser große Segen der Enttäuschung? Es gab eine große Erkenntnis, eine wahre Flut an Licht über Jesus als unseren Priester und unseren Richter. Dass er ein Volk reinigt, vorbereitet zu sein für ihn. Ist es nicht ein großer Segen, den Jesus uns gegeben hat?

[50:03] Möge niemand von uns jemals daran zweifeln, dass der Dienst von Jesus im Heiligtum eine große Bedeutung hat. Viele Christen sind verwirrt. Aber Gott hat sein Volk überall, in Babylon. Und sie warten nur auf dich, dass du es mit ihnen teilst. Und er sucht nach Menschen, die aufgrund einer Erweckung bereit sind, für ihn zu arbeiten. Bist du bereit, dich ganz dem Herrn hinzugeben, dass du seine letzte Botschaft der Gnade akzeptierst? Darf ich eure Hände sehen? Preis den Herrn! Lasst uns beten!

[51:01] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die wunderbare Einsicht, die du uns gegeben hast über Jesus und seinen großen Erlöser und Freund. Dass wir aufgrund dieser Enttäuschung eine Flut an Licht über Jesus erhalten haben. Mögen wir es wirklich wertschätzen und hilf uns, es auch mit anderen zu teilen. Im Namen Jesu beten wir. Amen.


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