In dieser Predigt über den Galaterbrief spricht Christopher Kramp über die Bedeutung der „Mahlzeichen“ im positiven Sinne. Er beleuchtet, warum Paulus den Galatern selbst schrieb und mit großen Buchstaben, was auf seine tiefe Sorge um sie hindeutet. Die Predigt thematisiert das menschliche Bedürfnis nach Anerkennung und wie dieses Motiv hinter religiösen Handlungen stehen kann, im Gegensatz zur Fokussierung auf das Kreuz Jesu Christi. Kramp erklärt, dass das Tragen der „Mahlzeichen“ Jesu bedeutet, ein Leben zu führen, das von Christus geprägt ist und bereit ist, Verfolgung für den Glauben in Kauf zu nehmen.
Die Krise und das Kreuz – 12. Die Malzeichen
Christopher Kramp · Die Krise und das Kreuz (Predigtserie über den Galaterbrief) ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Erweckung, Galater, Gemeinde, Neues TestamentWeitere Aufnahmen
Serie: Die Krise und das Kreuz (Predigtserie über den Galaterbrief)
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Transkript
[0:00] Gesegneten Sabbat. Woran denkst du bei dem Wort Mahlzeichen? Offenbarung, schlimm, nicht wahr? Vermeiden. Das Predigtthema heute heißt: Die Mahlzeichen. Nicht das Mahlzeichen, sondern die Mahlzeichen. Obwohl wir Adventisten mit Mahlzeichen wahrscheinlich zu 99,9 oder vielleicht sogar 100,1 Prozent etwas Negatives verbinden, spricht die Bibel von positiven Mahlzeichen. Wenn ihr noch nie was über die positiven Mahlzeichen gehört habt, die wir alle dringend brauchen, dann solltet ihr jetzt die nächsten Minuten ganz Ohr sein und vielleicht auch mitschreiben.
[1:00] Wir wollen heute den letzten Abschnitt aus dem Galaterbrief studieren. Ihr wisst ja, wir haben im letzten Jahr den Galaterbrief studiert, nicht wahr? Und wir sind nie bis ganz ans Ende gekommen. Eigentlich wollte ich schon im Januar den zwölften Teil machen, da bin ich krank geworden. Dann wollte ich im Februar den zwölften Teil machen, da bin ich wieder krank geworden. Das ist die erste Predigt in meinem Leben, die ich schon zweimal verschieben musste. Jetzt bin ich froh, dass ich heute gesund bin und dass wir dieses Buch zu Ende kriegen. Ihr erinnert euch, der Paulus hat im Galaterbrief eine Gemeinde angeschrieben, die in einer Krise war. Irrlehrer waren da gewesen, Streit war da gewesen und Paulus sagte ihnen: Es gibt kein anderes Evangelium. Er hat seine eigene Bekehrungsgeschichte erzählt, er hat von dem Apostelkonzil erzählt, von der Entscheidung, die die Gemeinde getroffen hatte. Er hatte dann über Gerechtigkeit aus dem Glauben gesprochen, er hat über die Verheißung gesprochen und wie wir Erben der Verheißung sind. Ihr erinnert euch daran, Gott hat bei sich selbst geschworen. Er hat über den neuen Bund gesprochen, durch den Glauben, der durch die Liebe wirksam wird und dann diesen Gegensatz zwischen Geist und Fleisch. Nicht wahr? Die Frucht des Geistes und er hat gezeigt, wie geistliches Leben in der Gemeinde Realität wird. Fürwahr ein Buch für unsere Zeit. Ein Buch, das es sich lohnt, studiert zu werden. Und heute wollen wir die letzten acht Verse anschauen. Paulus ist eigentlich mit seinem Thema fertig. Eigentlich hat er alles gesagt, was er sagen wollte, aber da er ja seine Gemeinde nicht vor Augen hatte, sondern nur schreiben konnte. Was meint ihr, was schreibt man ganz am Ende eines solchen Briefes, wenn man wirklich so eine Bürde hat für die Menschen? Was tut man in den letzten Zeilen nochmal schreiben? Was würdet ihr schreiben in den letzten Zeilen? Das Wichtigste, nicht wahr? Nochmal zusammenfassen, damit das, worauf es wirklich ankommt, niemand verpasst. Damit das im Kopf hängen bleibt. Und ich wünsche mir, dass, wenn wir vieles vielleicht wieder vergessen haben, was wir im letzten Jahr alles studiert haben, so an Details und Parallelstellen, dass das, was wir heute studieren, dass das hängen bleibt.
[3:25] Bevor wir beginnen, wollen wir, wie wir es gewohnt sind und wo es möglich ist, niederknien für ein Anfangsgebet.
[3:47] Lieber Vater im Himmel, wir haben in den letzten Monaten, im letzten Jahr so viel studiert über den Galaterbrief und so viel studiert über das Evangelium und über das, was du zu sagen hast für eine Gemeinde, in der Krise herrscht. Und wir haben so viel entdecken dürfen. Und Herr, vielleicht haben wir noch gar nicht alles von dem umgesetzt. Bevor wir zu neuen Ufern aufbrechen, wo wir heute uns die Zeit nehmen, noch einmal das Wesentliche, das Wichtigste zusammenzufassen und zu erkennen, worauf es wirklich ankommt in unserem persönlichen Leben oder in unserer Gemeinde. Ich möchte dich bitten, dass du jeden Einzelnen von uns, der heute hier ist, ein offenes Ohr, ein offenes Herz schenkst, dass dein Heiliger Geist an uns und in uns wirken kann und uns zeigt, dass du allein die Hoffnung bist und was wir praktisch tun müssen, damit das Kreuz die Lösung für unsere persönliche Krise ist. Das bitten wir im Namen Jesu von ganzem Herzen. Amen.
[4:58] Wir beginnen heute unser Galaterstudium in Römer. Wir schlagen mal auf in Römer 16 und dort Vers 22. Ein Vers, der in allen Römerpredigten meistens nie zitiert wird, weil er scheinbar fast ohne Bedeutung ist. Römer 16 und dort Vers 22. Ich würde eigentlich normalerweise sagen, Paulus sagt, aber das stimmt gar nicht, denn dieser Vers ist gar nicht von Paulus. Da heißt es: Ich, Tertius, der ich den Brief niedergeschrieben habe, grüße euch im Herrn. Also, wer hat den Brief an die Römer geschrieben? Tertius. Warum heißt da trotzdem der Brief des Paulus an die Römer? Weil Paulus ihn diktiert hat. Also Paulus hat die Gedanken gehabt, Paulus hat gesagt: Schreib das, schreib jenes, nicht wahr? Paulus hat gesagt: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Und Tertius saß und hat geschrieben: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Paulus hat die meisten seiner Briefe nicht selbst geschrieben. Schauen wir mal in Korinther, gleich danach, erste Korinther 16 und dort Vers 21. Meistens hat er nur wahrscheinlich gestanden, gesessen, was auch immer, mit einer Bibel oder auswendig, hat er diktiert und irgendjemand anders hat geschrieben. Und es kam mal vor, dass am Ende des Briefes Paulus gesagt hat: Okay, ich unterschreibe wenigstens eigenhändig. So hier in erste Korinther 16 und dort Vers 21. Erste Korinther 16, Vers 21. Das ist mein des Paulus handschriftlicher Gruß. Mit anderen Worten, irgendjemand, wir wissen nicht wer, vielleicht Tertius, vielleicht jemand anders, hat den ganzen Korintherbrief geschrieben und Paulus sagt am Ende: Okay, und diesen Vers, den schreibe ich selbst mit meiner eigenen Hand.
[6:52] Nun, jetzt gehen wir zu Galater. Galater 6 und dort Vers 11. Schaut, was der Paulus hier sagt. Und wenn ihr diese beiden anderen Verse im Hinterkopf habt, seht ihr plötzlich, warum Galater 6, Vers 11 so interessant ist. Paulus sagt: Seht, mit welch großen Buchstaben ich euch geschrieben habe. Und dann betont er das mit meiner eigenen Hand. Paulus hat alle anderen Briefe, die er geschrieben hatte, an die Thessalonicher und Korinther und Epheser und Römer und Korinther, hat er alle diktiert und hatte einen Schreiber, der das alles schon aufgeschrieben hat. Aber als er an die Galater geschrieben hat, hat er nicht einfach diktiert. An die Galater hat er selbst geschrieben. Was meint ihr, warum hat er mit großen Buchstaben geschrieben? Der Paulus war kurzsichtig. Seit er damals auf Damaskus, auf dem Weg nach Damaskus, Christus begegnet ist, dem auferstandenen, dem gekreuzigten Christus, war er erst blind gewesen für drei Tage. Gott hat ihm das Augenlicht wiedergegeben, aber er hat nie mehr so gut gesehen wie vorher. Es gab damals noch keine Brillen und alle von euch, die eine Brille tragen, wissen, wie ihr Leben eingeschränkt wäre ohne Brille und dass, wenn man dann wirklich mal selbst schreiben müsste, würden die Buchstaben vielleicht relativ groß werden. Wahrscheinlich, wenn der Paulus hohe Dioptrienzahlen gehabt hat, dann war das ein langes Pergament, eine lange Papyrusrolle, weil er musste groß schreiben an die Galater. Das war mühsam. Er musste wahrscheinlich relativ nahe an das Papier und dann groß schreiben. Wie viel einfacher wäre es gewesen, einfach sich hinzustellen, mit seinem großen Kopf, mit seiner brillanten Intelligenz und einem anderen zu diktieren. Aber offensichtlich lag ihm die Gemeinde der Galater oder die Gemeinden der Galater sehr am Herzen. Wenn etwas wirklich wichtig ist, wenn ich wirklich ein Interesse daran habe, dass es gelöst wird, nehme ich es in meine eigene Hand, oder? Wenn ich wirklich möchte, dass die Krise aufhört, kann man das nicht delegieren. Wenn es ernst wird, muss man Verantwortung übernehmen. Als Abraham von Gott berufen wurde, seinen Sohn zu opfern, hat er niemanden anders geschickt. Er hat die Sache in seine eigene Hand genommen. Als die Krise des Sündenfalles diese Welt zu verderben drohte, hat Gott keinen Engel gesandt, hat die Aufgabe nicht delegiert. Gott hat es in seine eigene Hand genommen.
[9:32] Vers zwölf. Alle, die im Fleisch wohl angesehen sein wollen, nötigen euch, dass ihr euch beschneiden lasst, nur damit sie nicht um des Kreuzes des Christus willen verfolgt werden. Wir haben ja im letzten halben Jahr, also im letzten Halbjahr, in der zweiten Hälfte von 2017, erst in Galater, dann in Römer, in der Sabbatical-Lektion studiert. Ihr seid alle Experten. Ich war mit der Beschneidung und Gerechtigkeit aus Glauben. Ihr wisst, worum es geht. Aber der Punkt hier ist, Paulus offenbart am Ende, was das eigentliche Motiv hinter der ganzen theologischen Diskussion war. Diese Irrlehrer kamen nicht, weil sie einfach neues Licht hatten, sie kamen mit einem ganz irdischen Motiv. Nämlich, was war ihr Motiv? Was war ihr Motiv? Sie wollten angesehen sein. Sie wollten gern bei anderen beliebt sein. Wie viele Menschen machen heute noch Religion, um von anderen gesehen zu werden? Das gab es schon zur Zeit Jesu, oder? Kennt ihr Menschen, die zur Zeit Jesu Religion gemacht haben, um von anderen gesehen zu werden? Schaut mal Matthäus 6, Bergpredigt. Kennt ihr gut. Wenn nicht, gibt es eine interessante Serie, die heißt: Der Ersehnte. Da gehen wir gerade die ganze Bergpredigt durch. Und da haben wir genau darüber gesprochen. Wer da war, weiß es schon.
[10:53] Matthäus 6 und dort Vers 2. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Da gab es Menschen, die galten sogar als sehr heilig, als sehr orthodox, als sehr belesen, als sehr konservativ. Und alles, was sie taten, taten sie, um gesehen zu werden. Und Jesus sagt: Ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen. Die am Dienstag kommen, die wissen das oder das angeschaut haben. Was war der Lohn der Pharisäer? Haben die den Lohn bekommen? Was war ihr Lohn? Ihr Lohn war, sie haben posaunt: Und die Pharisäer kommen. Der Pharisäer kam dann: Ich war, wo gibt es Hame? Wo gibt es Hame? Hier, darf ich dir Almosen geben? Almosen, habt ihr gesehen? Wir haben noch mehr Almosen, noch mehr Almosen. Und dieses Gefühl, was ich jetzt gerade erlebe, alle schauen auf mich und sagen: Oh, das war ihr Lohn. Das ist ein Lohn, oder? Es gibt ein gutes Gefühl, so ungefähr so 2,5 Sekunden. Das Problem ist nur, dieselben Menschen, die kurz sagen: Oh, ich wünschte, ich könnte so heilig sein wie er. Ich wünschte, ich könnte so selbstaufopfernd sein wie er. Ich wünschte, ich könnte so predigen wie er. Ich wünschte, ich könnte so beten wie er. Ich wünschte, ich könnte so missionarisch aktiv sein wie er. Dieses Gefühl geht schnell wieder vorbei und dieselben Leute, die einen applaudiert haben, sagen zwei Tage später: Irgendwie mag ich ihn doch nicht. Der Lohn, den die Pharisäer suchten, der war wie Sand, der aus den Händen rinnt. So oft suchen wir die Anerkennung von Menschen, sogar in der Gemeinde.
[12:54] Schaut mal Matthäus 23. Matthäus 23 und dort ab Vers 5. Wir lesen ein paar Verse. Die Pharisäer, Matthäus 23, Vers 5. Alle ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen nämlich ihr Gebet, strömen grob breit und die säumen ihre Gewänder groß. Springen wir zu Vers 14. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Häuser der Witwen fresst und zum Schein lange betet. Sie haben lange gebetet, damit es den Anschein erweckt, dass sie sehr gläubig sind, dass alle wissen, wie sehr sie Gott dienen, aber innerlich waren sie verrottet. Schaut mal in Vers 27. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht. Was für ein interessanter Vergleich. Die Gräber sehen von außen sehr schön aus, oder? Gräber sind von außen sehr gepflegt. Damals, heute auch. Man kann zu einem Friedhof gehen und meistens sind die Gräber sehr gepflegt, aber innen drin, im Grab, da sind die Maden und die Gebeine. Vers 28. So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit. Viele Menschen, zur Zeit von Jesus, zur Zeit von Paulus und ich würde sagen noch heute, haben einen äußeren Anschein der Frömmigkeit. Aber innen drin?
[14:36] Übrigens, war es bei Jesus nicht genau andersherum? Sah Jesus nicht von außen aus wie ein Verbrecher? Sah er nicht von außen aus wie jemand, der mit Schande und mit Elend belegt ist? Und war er nicht innerlich ganz rein? Jesus hat sich nicht Gedanken gemacht: Was werden meine Jünger jetzt denken, wenn ich hier nackt am Kreuz hänge? Besser, ich gehe hier weg, damit sie nicht irgendwie schlecht über mich denken, oder? Jesus hat sich nicht Gedanken gemacht, wie werden andere über mich denken. Jesus hat sich immer die Frage gestellt: Wie denkt Gott über mich? Aber die Irrlehrer, die die Galater so sehr verwirren, die wollten gern gut angesehen sein. Und ich habe mich gefragt: Machen wir das vielleicht auch manchmal? Wollen wir auch noch mal gut angesehen sein? Wollen wir, erzählen wir vielleicht manchmal unsere Erfahrungen, damit andere hören, was wir für Gott getan haben, statt zu erzählen, was Gott für uns getan hat. Versteht ihr, was ich meine?
[15:45] 2. Korinther 10, Vers 12. 2. Korinther 10, Vers 12. 2. Korinther 10, Vers 12. Wir wagen es nicht, uns denen zuzurechnen oder gleichzustellen, die sich selbst empfehlen. Sie aber sind unverständlich, indem sie sich an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen. Paulus sagt, es ist unsinnig, wenn ich mich mit anderen in der Gemeinde vergleiche, weil da finde ich relativ schnell jemanden, wo ich gut abschneide, oder? Aber wenn das das Ziel ist, sind wir dann echte Christen? Mit wem vergleichst du dich in der Gemeinde? Oder vergleichst du dich mit Jesus? Mit wem vergleichst du dich? Mit einem Menschen oder mit Jesus?
[16:40] Und es ist interessant, zurück zu Galater, dass die, die gern angesehen sein wollten, nicht nur das Lob von anderen suchten, sondern gleichzeitig auch Druck ausübten auf die, die nicht so wollten, wie sie das wollten. Habt ihr das gelesen? In Galater 6, Vers 12, wo es heißt: Nicht einmal alle, die im Fleisch wohl angesehen sein wollen, nötigen euch. Was heißt nötigen? Manipulieren, in eine Richtung pushen, in eine Richtung drängen. Merke: Wer ohne Jesus im Herzen lebt, wird immer Druck ausüben. Man könnte es fast umdrehen, oder? Wer in seinem Glaubensleben Druck auf andere ausübt, hat vielleicht das Kreuz von Jesus gerade nicht wirklich im Blick.
[17:49] Ist nicht interessant, wer war der erste Mensch, der anfing, darauf zu achten, wie andere ihn sehen, außer Gott? Lass mir die Frage umdrehen. Wer war das erste Geschöpf, der zuerst anfing, darüber nachzudenken, wie wohl andere ihn sehen, außer Gott? Und was hat er getan? Er hat andere versucht, auf seine Seite zu ziehen. Er hat durch Manipulation und dann später durch Nötigung versucht, erst Engel, dann Menschen, auf seine Seite zu ziehen. Wir werden dasselbe in der Endzeit wiederfinden, wenn diejenigen, die vorgeben, Gott zu folgen, auf dem Baum 13, Druck ausüben werden auf alle, die nicht so denken und handeln wie sie, damit sie um des Kreuzes des Christus nicht verfolgt werden. Ihr einziges Motiv ist, sie möchten nicht verfolgt werden. Denn wer an das Kreuz damals glaubte, der war Außenseiter. An die fünf Bücher Mose zu glauben, das war unter den Juden weit verbreitet. An die Psalmen zu glauben, das war ganz okay. Zu glauben, dass Jesaja ein Prophet war, war nichts Besonderes. Man konnte ein Sadduzäer, ein Pharisäer, ein Therapeut sein, alles möglich. Aber wer an das Kreuz glaubte, war plötzlich ein Sonderling. Einer, der an eine ganz neue, gegenwärtige Wahrheit glaubte. Werden wir als Gemeinde, auch als deutschlandweite Gemeinde, als weltweite Gemeinde, wenn wir festhalten an den Lehren, die uns besonders machen, die nicht alle haben, die uns vielleicht Außenseiter werden lassen? Das war Paulus' Bürde. Gebt nicht auf, was entscheidend ist, auch wenn ihr dadurch nicht sehr beliebt seid. Festreizen.
[19:47] Denn nicht einmal sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz, sondern sie verlangen, dass ihr euch beschneiden lasst, damit sie sich eures Fleisches rühmen könnten. Paulus sagt, sie geben zwar vor, das Gesetz zu halten, aber ohne Christus kann man es ja sowieso nicht. Sie sind Heuchler. Merke: Auch Luzifer hat einen großen Missionseifer. Nicht jeder, der religiös wirkt, nicht jeder, der eifrig scheint, nicht jeder, der sein religiöses Ziel eifrig verfolgt, ist notwendigerweise gut für dich. Die Pharisäer hatten einen starken Missionseifer. Jesus sagt, sie durchzogen Wasser und Land, um einen Proselyten, das heißt einen Bekehrten, zu finden. Und die haben Geld ausgegeben und Ressourcen. Und wenn sie den dann gefunden haben, sagt Jesus, haben sie ihn wie gemacht? Doppelt so schlimm wie sie selbst, sein Sohn der Hölle. Das heißt, man konnte sich zum Judentum bekehren durch die Wirkung eines Pharisäers, der viel Zeit und Energie hineinsteckt und wirklich eifrig erscheint und alle sagen: Wow, das ist ein wirklich eifriger Pharisäer. Schau mal, was er alles tut, was er alles weiß, wie er sich gibt, wie er betet, wie er die Bibel auslegt. Wenn ich dem folge, bin ich bestimmt auf der richtigen Seite, oder? Aber wer ihm folgte, wurde ein Sohn der Hölle, sagt Jesus. Was war das Problem? Die ganze Religion der Pharisäer bestand darin, angesehen zu sein bei Menschen, zu schauen, was denken die anderen von mir. Und ganz ehrlich, liebe Geschwister, wenn wir in der Gemeinde Dinge tun, egal ob wir sie gut tun oder schlecht tun, egal ob wir viel tun oder wenig tun, wenn wir sie tun, damit andere merken, dass wir sie getan haben, kann der Geist Gottes nicht wirken.
[21:37] Wisst ihr, wer den Willen Gottes perfekt ausführt in dieser Welt? Wer würdet ihr sagen, wer führt den Willen Gottes perfekt aus in dieser Welt? Mal sehen, ob jemand darauf kommt. Wenn nicht, dann ist das ein Punkt, den ich jetzt machen möchte. Wer führt in dieser Welt den Willen Gottes perfekt aus? Ausgenommen den Heiligen Geist. Wer führt den Willen Gottes perfekt aus, in dieser Welt? Die Engel. Die Engel tun das so unscheinbar, dass wir gar nicht drauf kommen. Die Engel tun ihren perfekten Dienst so unscheinbar, dass sie nicht einmal gesehen werden. Dass die Engel unsichtbar sind, liegt ja nicht daran, dass man sie nie sehen könnte, weil manchmal haben sich die Engel gezeigt, oder? Die Engel tun ständig alles für Gottes Volk und wollen nicht mal gesehen werden. Ich glaube, wenn wir die Dinge tun würden, die die Engel tun würden, würden wir ständig hier vorne stehen und sagen: Schaut mal, was ich gemacht habe. Ich habe für Gott das getan. Da war jemand im Autounfall und dann bin ich dazwischen geflogen und habe ihn noch gerade gerettet. Preis den Herrn. Die Engel machen das ständig, ständig, ständig, ständig und sagen nicht ein Pieps, nicht ein Ton, als ob es das Selbstverständlichste wäre auf der Welt. Sie wollen nicht mal gesehen werden. Und wir beten immer: Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Wir beten, haben keine Ahnung, was wir beten. Was wir beten ist: Gott, wir möchten dir so treu sein, dass niemand das sieht. Niemand soll das merken, weil alle Ehre soll zu wem gehen? Zu Gott. Die Engel.
[23:14] Geladener 6, Vers 13. Damit sie sich eures Fleisches rühmen können. Worum bestand der Ruhm dieser Menschen? Diese Irrlehrer hatten eine Idee, sie wollten sich rühmen, sie wollten irgendwie etwas vorweisen. Und was sie vorweisen konnten, war: Es gibt noch andere, die auf meiner Seite stehen. Und wir rühmen uns alle irgendetwas. Schaut mal mit mir in 1. Korinther 5, Vers 6. Wenn ihr sagt, ich rühme mich nicht. Schauen wir mal, 1. Korinther 5, Vers 6. 1. Korinther 5 und dort Vers 6. Das ist nicht nur ein Problem der Galater gewesen. Schaut mal bei den Korinthern, genau dasselbe. Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht? Und jetzt kommt ein interessanter Vers, den wir oft kennen, aber nicht mit dem Rühmen verbinden. Das wie viel Sauerteig? Wie viel Sauerteig? Ein wenig Sauerteig, den ganzen Teig des Säuers. Worauf bezieht sich der Sauerteig in diesem Vers? Auf die Sünde, ja allgemein. Aber welche spezifische Sünde könnte gemeint sein, wenn man den Vers anschaut? Das Rühmen, oder? Rühmt euch nicht, denn Paulus sagt, selbst ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Hast du schon mal gedacht: Na, ich bin ja nicht wirklich stolz, ich bin ja nicht hochmütig, ich trage meine Nase nicht zum Himmel. Aber so ein bisschen Rühmen kann ja nicht verkehrt sein, oder? Weil ein bisschen was Gutes kann ich ja auch. Ich rühme mich nur ein bisschen, so wie alle auch. Der andere rühmt sich bestimmt auch ein bisschen, ganz, ganz ein bisschen. So ein bisschen kann ja nicht verkehrt sein. Und Paulus sagt: Irre dich nicht, weil, was meint ihr, wie es beim Luzifer angefangen hat? Der Luzifer hat nicht von heute auf morgen angefangen, seine Nase da oben zu tragen. Der Luzifer hat mit ein bisschen Ruhm angefangen, ein bisschen Stolz. Und das wirkte und wirkte und wirkte. Wenn wir ein bisschen Ruhm, ein bisschen Stolz in unseren Herzen lassen und das gehen lassen, dann geht der ganze Teig, dann geht die ganze Gemeinde, dann geht die ganze Kirche. Das ist, was der Paulus sagt.
[25:22] Aber Paulus sagt, man darf sich einer Sache rühmen. In Galater 6 und dort Vers 14. Paulus sagt es: Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als was heißt dieses Wort? Nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt und ich der Welt gekreuzigt bin. Paulus sagt, es gibt eine Sache, für die ich mich rühme, eine Sache, die für mich im Zentrum steht. Egal was ihr für Probleme habt, Galater. Ihr müsst mir gar nicht all diese Details erzählen, was alles schief läuft und hier. Ich weiß, es gibt eine Lösung dafür, dessen rühme ich mich und das ist das Kreuz. Habt ihr nicht gesehen im letzten Jahr, dass das Kreuz ständig im Mittelpunkt ist im Galaterbrief? Sagt nicht der Paulus im Galater 2, Vers 20: Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Sagt er nicht im Galater 5, Vers 24: Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt, samt den Leidenschaften und Lüsten. Das Kreuz war für ihn das alles entscheidende, die Lösung.
[26:37] Denkst du über das Kreuz nach? Ich habe ein paar interessante Zitate in der Vorbereitung dieser Predigt gefunden, die ich so noch nie gesehen habe und es hat mich wirklich bewegt. Fünfter Band des Bibelkommentars. Die Bedeutung des Todes Christi wird von den Heiligen, also den Menschen und den Engeln gesehen. Jetzt passt mal gut auf. Gefallene Menschen könnten keine Heimat in dem Paradies Gottes haben, ohne das Lamm, das von der Grundlegung der Welt an geschlachtet ist. Sollten wir dann nicht das Kreuz Christi erhöhen? Jetzt die Engel messen Christus Ehre und Herrlichkeit zu, denn selbst sie sind nicht sicher, außer dass sie auf die Leiden des Sohnes Gottes am Kreuz schauen. Es ist durch die Wirksamkeit des Kreuzes, dass die Engel im Himmel vor dem Abfall bewahrt sind. Ohne das Kreuz wären selbst sie nicht sicher gegen das Böse, denn die Engel waren auch vor dem Fall Satans nicht sicher. Die Vollkommenheit der Engel versagte im Himmel, die Vollkommenheit der Menschen versagte in Eden. Was gesagt ist, da sind Engel im Himmel, die haben noch nie gesündigt, die haben noch nie was Falsches gesagt. Aber die einzige Sicherheit, die sie haben, dass sie auch in Zukunft nie sündigen werden, ist nicht ihre eigene Gerechtigkeit, ist nicht die Tatsache, dass sie jetzt schon 6000 oder 8000 Jahre leben und noch nie gesündigt haben und sagen: Meine Güte, nach 8000 Jahren sollte ich jetzt mal einen Stand erreicht haben, wo ich nie wieder sündigen werde, oder? Ihre einzige Sicherheit ist, ist, dass sie auf das Kreuz schauen. Jetzt, wenn die sündlosen Engel nur dadurch sicher sind, dass sie auf das Kreuz schauen, was meint der wohl, wie Menschen, die schon gesündigt haben, allein sicher sein können? Wenn du gedacht hast, na ja, ich komme zum Kreuz, um meine Sünden zu vergeben und dann gehe ich weiter auf dem Weg des Glaubens. Meine Liebe, das Kreuz wird uns begleiten und zwar bis in alle Ewigkeit. Und wenn in der Ewigkeit, wenn wir uns alle mal, hoffentlich in 35 Millionen Jahren, auf der neuen Erde irgendwo treffen, einen Baum und so eine Wiedervereinigung machen, Stuttgart-Wangen, nicht Klassentreffen, Gemeindetreffen, nach 35 Millionen Jahren und wir alle dann erzählen, was wir in der Zwischenzeit erlebt haben. Selbst dann besteht unsere Sicherheit nicht zu fallen darin, dass wir uns immer noch an das Kreuz erinnern und auf das Kreuz schauen.
[29:18] Wie viel wichtiger wäre es denn jetzt, heute, hier, in unserer Gemeinde, in meinem persönlichen Leben, dass das Kreuz den totalen Fokus erhält? Der Plan der Erlösung wird deutlich, oder? Im Plan der Erlösung wird die Gerechtigkeit und Liebe Gottes deutlich und dieser Plan gibt eine ewige Sicherheit gegen Abfall in ungefallenen Welten, genauso wie bei denen, die durch das Blut des Lammes erlöst worden sind. Und dann sagt sie hier: Der Tod Christi ist am Kreuz von Golgatha, ist unsere einzige Hoffnung in dieser Welt und wird unser Thema sein in der Welt, die kommen wird. Oh, wir verstehen nicht den Wert der Versöhnung. Wenn wir es täten, jetzt Achtung, würden wir mehr davon sprechen. Wisst ihr, was der sichere Beweis ist, dass wir es nicht wirklich verstehen? Der sichere Beweis ist, dass wir selbst am Sabbat beim Potluck uns meistens darüber unterhalten, was wir letzte Woche erlebt haben, auf Arbeit, im Beruf, Studium, wie es unserer Familie geht und so selten, selbst am Sabbat, einfach darüber erzählen, wie wichtig uns Jesus ist. Nicht, dass uns Jesus nicht wichtig wäre, wir würden immer, wenn man uns fragt, sagen: Natürlich ist er wichtig, aber wir reden so selten aus eigener Intention über ihn, oder? Wir fangen so selten Gespräche an, selbst in der Gemeinde, und erzählen einfach, was Jesus uns bedeutet, was wir vorgestern in der Andacht entdeckt haben, was wir über Jesus Neues entdeckt haben, oder? Und das ist, was sie sagt. Wir wissen das irgendwie schon, aber wenn man jemanden, wenn man verliebt ist, nicht wahr, erzählt man ständig von ihm, nicht wahr? Wenn man gerade von einer Sache begeistert ist, wenn man gerade irgendwie was Tolles entdeckt hat, nicht wahr? Dann erzählt man davon gerne.
[31:14] Paulus ermutigt die Galater: Denkt über das Kreuz nach, weil hier ist das Gute. Wenn man über das Kreuz nachdenkt, wenn man sich einfach nur vorne drüber nachdenkt, wird man sehr, sehr schnell merken: Meine Güte, das ist wirklich faszinierend. Die Tatsache, dass uns das Kreuz meistens gar nicht so bewegt, ist einfach nur deswegen, weil wir so selten darüber nachdenken, weil wir meinen, es schon zu kennen, nicht wahr? Und dann sagt sie, möchten, sie sagt: Als Christus am Kreuz hing, war er das Evangelium. Auf Englisch: Hanging upon the cross, Christ was the Gospel. Möchten nicht unsere Gemeindeglieder ihre Augen auf den gekreuzigten und auferstandenen Erlöser fixieren? Das ist unsere Botschaft, das ist unser Argument, unsere Lehre, unsere Warnung für die Unbekannten, unsere Ermutigung für die Sorgenden, unsere Hoffnung für jeden Gläubigen.
[32:05] Und jetzt kommt ein Zitat. Als ich das gelesen habe, dachte ich: Meine Güte, das wäre der Wahnsinn. Sie sagt: Wenn Menschen, wenn wir es schaffen, in den Menschen, im Denken der Menschen, ein Interesse dafür zu wecken, ihre Augen auf Christus zu fixieren, dann sagt sie, dann können wir zur Seite treten und sie einfach bitten, weiter ihre Augen auf das Lamm Gottes zu fixieren. Mit anderen Worten, sie sagt, wir denken mal, wir müssen den Leuten alles mögliche erzählen, das muss alles glauben, ja und das ist auch wichtig, aber was sie sagt, eigentlich ist, was wir wirklich tun müssen, ist, dass die Menschen, mit denen wir sprechen, ihre Augen, ihre Augen fixieren auf das Kreuz. Und wenn sie ihre Augen auf das Kreuz fixiert haben, dann können wir sagen: Okay, ich gehe aus dem Bild, guck du weiter, guck immer weiter auf das Kreuz, denn das Kreuz heilt dich, das Kreuz vergibt, es verwandelt. Und wenn du auf das Kreuz schaust, auf das, was Jesus getan hat, wirst du jede biblische Lehre sehr gerne annehmen, weil du dann nicht mehr fragst: Was werden die anderen denken, wenn ich den Sabbat halte? Was werden die anderen denken, wenn ich den Schmuck ablege? Was werden die anderen denken, wenn ich das tue oder jenes tue? Dann spielt das keine Rolle mehr, weil du auf das Kreuz schaust. Wir können beiseite stehen und die Menschen bitten, auf das Kreuz zu schauen.
[33:24] Es gibt noch mehr Zitate, aber wir haben noch einen Satz, das ist ganz, ganz toll. Er sagt: Wenn das Kreuz keinen Einfluss zu seinen Gunsten findet, schafft es sich diesen Einfluss. Mit anderen Worten, wenn das Kreuz irgendwo hinkommt, also die Botschaft vom Kreuz, und da ist nichts, was irgendwie positiv darauf reagiert, hat das Kreuz die Kraft, diesen positiven Einfluss zu schaffen. Wenn du sagst: Na ja, aber ich ganz, ganz ehrlich, so ganz tief, tief, tief, tief in der letzten Kammer meines Herzens, ich weiß, dass es alles stimmt, aber ich habe keine echte innere, kein inneres Gefühl, mich ständig auf das Kreuz schauen zu wollen. Kein Problem, kommen einfach zum Kreuz. Das Kreuz selbst schafft sich diesen Einfluss.
[34:15] Wir rühmen uns verschiedener Dinge, oder? Nebukadnezar rühmte sich, dass er ein toller Architekt ist und so toll gebaut hat. Manche prahlen mit ihrem Reichtum, manche prahlen mit ihrer Boshaftigkeit, wie böse sie sind, im Psalm 52. Manche rühmen sich, dass sie den Apollos kennen oder den Paulus kennen oder den kennen oder nicht, oder dass sie dem schon mal die Hand geschüttelt haben. Schaut mal in Jeremia 9, Verse 22 und 23. Jeremia 9, Verse 22 und 23. So spricht der Herr. Jeremia 9, Verse 22 und 23. So spricht der Herr. Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke. Der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums. Ja, der Weise ist weise und der Starke ist stark und der Reiche ist reich, aber das ist nicht der Grund, warum wir uns rühmen. Warum sollen wir uns rühmen? Vers 24, Vers 23. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er Einsicht hat und mich erkennt, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden. Denn daran habe ich Wohlgefallen, spricht der Herr.
[35:26] Was sagt Paulus, woran sollen wir uns rühmen? Wessen sollen wir uns rühmen? Des Kreuzes, oder? Das hat Paulus gesagt. Was sagt Jesaja? Wessen sollen wir uns rühmen? Wir sollen uns dessen rühmen, dass wir Gott kennen. Also Jesaja sagt, ich rühme mich nichts. Paulus sagt, ich rühme mich nichts, außer des Kreuzes Jesu, dessen rühme ich mich. Hier sagt der Prophet, Jeremia ist es, Entschuldigung, der sagt, ich rühme mich nichts, außer der Tatsache, dass ich Gott kenne. Jetzt, wenn man beides zusammen nimmt, was bedeutet das? Wenn der Paulus sagt, ich rühme mich nur einer einzigen Sache, nämlich dem Kreuz, und der Jeremia sagt, ich rühme mich nur einer einzigen Sache, nämlich, dass ich Gott kenne, wie er wirklich ist. Was bedeutet das? Am Kreuz sehen wir Gott, wie er wirklich ist. Und wenn wir nicht Zeit verbringen mit dem Kreuz, wenn wir nicht Zeit verbringen, darüber nachzudenken, was Jesus dort getan hat, werden wir Gott nicht richtig verstehen. Das ist übrigens das, was den Luther so sehr bewegt hat, wo man ständig von der Theologie des Kreuzes gesprochen hat. Wenn den Luther irgendetwas getrieben hat, dann deswegen, was er gesehen hat, was Jesus am Kreuz getan hat. In allen Streitigkeiten, in allen Diskussionen hat ihn ständig das bewegt, das Kreuz. Wenn er seine Schriften liest, geht ständig um das Kreuz, das Kreuz, das Kreuz, das Kreuz.
[36:40] Jesaja 45 und dort Verse 24 und 45. Jetzt sind wir in Jesaja. Jesaja 45 und dort Verse 24 und 25. Nur in dem Herrn, wird man von mir sagen, habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, aber beschämt werden alle, die sich gegen ihn auflehnten. In dem Herrn wird gerechtfertigt werden, also Vergebung erhalten und sich rühmen der ganze Same Israels. Alle wahren Israeliten rühmen sich Gottes, weil sie erlebt haben: Gott ist gut zu mir. In Jesus habe ich Vergebung und Barmherzigkeit und ich, schlimmer Sünder Christopher, kann frei sein durch das, was Jesus tut und dessen rühme ich mich und dessen darfst du dich rühmen.
[37:43] Deswegen sagt Paulus in dem berühmten Vers in Römer 1, Vers 16: Denn ich schäme mich, das ist die Vergilbung nicht, sagt, ich schäme mich nicht. Was wäre das Gegenteil von, ich schäme mich nicht? Was hätte er auch sagen können, wenn das nicht im Doppelten, ich schäme mich nicht, was hätte er auch sagen können? Ich rühme mich, ich rühme mich des Evangeliums. Warum? Weil es eine Kraft ist, eine Kraft, die mein Leben verändert, Tag für Tag.
[38:12] Galater 6, Vers 15. Paulus geht weiter. Galater 6, Vers 15. Dort sagt er: Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein, sondern was? Eine neue Schöpfung. Mal sehen, ob ihr im letzten Jahr gut aufgepasst habt. Jetzt ist eure Chance. Jetzt zeigt sich, ob ihr gut mitgeschrieben habt. Kennt ihr einen Vers im Galaterbrief, der fast genauso klingt? Die ersten zehn Worte sind identisch. Die ersten zehn Worte sind identisch. Welcher Vers im Galater klingt fast genauso? Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein, etwas. Hat denn jemand?
[38:57] Dankeschön, 5, Vers 6. Schaut man ein Kapitel vorher, in Kapitel 5, Vers 6, da sagt er genau dasselbe, fast. Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten sein. Jetzt in Kapitel 6 sagt er: Sondern eine neue Schöpfung. Aber in Kapitel 5, Vers 6, hat er gesagt: Sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. Also, was bedeutet es, eine neue Schöpfung zu sein? Das klingt ja so ein bisschen, ich war so abstrakt. Ich bin eine neue Schöpfung. Was heißt das? Ich bin eine neue Schöpfung. Was heißt das? Es bedeutet, ich glaube an Jesus und dieser Glaube macht mich wirksam aus Liebe. Ich wirke für andere aus Liebe. Übrigens, ganz kurz, Glaube, der durch die Liebe wirksam wird, wird dargestellt mit welchem Symbol? Alle, die die Offenbarung ein bisschen studiert haben, schon mal in der Laodizea-Botschaft. Hier wird der Glaube dargestellt, der durch die Liebe wirksam ist. Glaube und Liebe. Das Gold, das im Feuer geläutert wird, das ist das, was Jesus der Gemeinde Laodizea anbietet, nicht wahr? Wie stellt sich Jesus der Gemeinde Laodizea vor? Ich bin der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der... Ihr müsst alle zum Josa-Cam kommen. Da geht es im Juni um die Laodizea-Botschaft. Er stellt sich vor als der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes. Derjenige, der der Gemeinde anbietet: Du, ihr braucht Glaube, der durch die Liebe wirksam ist, sagt: Ich bin der Schöpfer und weil ich der Schöpfer bin, kann ich das anbieten. Paulus sagt, es gilt nicht Beschneidung, Unbeschnitten sein, sondern es gilt eine neue Schöpfung. Wir brauchen eine neue Schöpfung. Und dann sagt er vorher, es gilt nicht Beschneidung oder Unbeschnitten sein, wir brauchen einen Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.
[40:41] Nun, wir wissen, in Christus sind wir eine neue Schöpfung. Was bedeutet das, eine neue Schöpfung zu sein? Schaut mal mit mir in Epheser 4, Vers 24. Epheser 4 und dort Vers 24.
[41:00] Epheser 4 und dort Vers 24. Und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist. In was? In wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. Lieber Bruder, liebe Schwester, Gott wünscht sich Menschen, er wünscht sich Geschwister, er wünscht sich Nachfolger Jesu, die nicht Jesus nachfolgen, damit andere in der Gemeinde sehen, wie gut sie nachfolgen. Er wünscht sich Nachfolger, die in Wahrhaftigkeit gerecht und heilig sind, selbst wenn jeder andere das nicht erkennt und uns ans Kreuz nagelt, wie bei Jesus. Die zum Prinzip stehen, wie die Nadel zum Pol, egal was andere sagen, weil sie Jesus lieben. Könnte es sein, ihr Lieben, dass wir uns so oft mit anderen vergleichen, dass wir so oft auf die Anerkennung von anderen hoffen, weil wir die Anerkennung von Jesus nicht so wirklich aufgefüllt haben? Denn wenn ich am Kreuz bin, in Gedanken, wenn ich überlege, was Gott alles für mich tut, was er alles für mich investiert, wie er Tag und Nacht darum bemüht ist, mich auf dem rechten Weg zu halten, dann weiß ich, ich bin wertvoll, oder? Weil wenn der Gott des Himmels alles tut, um mich zu retten, dann kann es mir doch egal sein, was der Rest der Welt über mich denkt, weil Gott denkt gut über mich. Aber wenn mir das nicht ganz bewusst ist, wenn ich das vernachlässigt habe, weil ich so beschäftigt bin, vielleicht sogar in der Gemeinde so beschäftigt bin, weil ich dafür keine Zeit gehabt habe, dann mache ich immer noch die religiösen Dinge, nicht wahr, weil die macht man ja, weil das habe ich ja eingetrichtert bekommen, dass man das macht. Aber dann brauche ich eine Anerkennung, die ich nicht von Jesus erhalten habe, weil ich hatte keine Zeit für ihn. Und wo komme ich jetzt her? Bei den Menschen. Das ist die Folge. Das Problem ist also nicht, dass ich sage, ich denke an andere Menschen und ich will von anderen Menschen wohl angesehen. Was mache ich? Hilfe, Hilfe, Hilfe. Ich darf das nicht mehr machen.
[43:12] Die Lösung ist ganz einfach. Wenn ich täglich mehr Zeit nehme, Zeit nehme mit Jesus, und das kann keine Predigt ersetzen, das kann keinen Gemeindeausschuss ersetzen, keine Gemeindestunde, keine neue Gemeindegründung. Nichts kann das ersetzen, dass jeder Einzelne von uns sich Zeit mit Jesus nimmt. Wenn er das tut, wird er so gefühlt sein, so freudig sein, so begeistert sein, dass er die Wahrheit gerne tut, selbst wenn die anderen ihn deswegen nicht mögen. Und er wird nicht irgendetwas heucheln, um Anerkennung von anderen zu bekommen. Und dann wird es auch keinen Druck mehr geben, denn wie wir gesehen haben, nur die heucheln, die drücken da nicht. Die versuchen durch Druck irgendwas durchzusetzen und dann gibt es Streit und Irrlehre und alles mögliche. Alles, was in Galatien falsch lief, war die Folge dessen.
[44:04] Nun, Galater 6, Vers 16. Über alle, die nach dieser Regel wandeln. Also die Regel ist relativ einfach, oder? Was ist die Regel? Oh, die Regel ist ein langes Handbuch mit vielen Glaubenspunkten und noch mehr Paragraphen der Gemeindeordnung, oder? Was ist die Regel? Was ist die Regel? Ich rühme mich des Kreuzes und lasse mich neu schaffen. Das ist die Regel. Alle, die nach dieser Regel wandeln, die diese Liebe haben durch Gott, den Glauben, der durch Liebe wirksam ist. Über alle, die nach dieser Regel wandeln, komme Frieden und Erwarmen und über das Israel Gottes. Wisst ihr, was der Paulus hier sagt? Er sagt, alle, die das erleben, die sind das wahre Israel. Ich denke, ich muss euch keine Bibelstunde geben über die Tatsache, dass das jetzige Israel in Israel nicht mehr das Volk Gottes ist. Was wir hier sehen, ist eine der Schlüsselverse, die zeigen: Bist du eine neue Kreatur? Bist du ein neues Geschöpf? Bist du vom Heiligen Geist erfüllt? Bist du Israel?
[45:12] Schaut mal, wie schon im Alten Testament Israel definiert wurde in Psalm 73, Vers 1. Das ist keine Sache, die erst im Neuen Testament kam. Psalm 73, Vers 1. Wer ist ein Israelit? Psalm 73, Vers 1. Die Bibel sagt: Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzen sind. Wie bekommt man ein reines Herz? Ja, durch Christus, durch den Glauben an das Kreuz. Und jeder, der ein reines Herz hat, ist Israel. Und jeder, der kein reines Herz hat, umkehrschluss, egal wie lange seine Liste an Vorfahren in der Gemeinde ist, egal wie lange seine Ämterliste ist oder egal wie lange er schon auf diesem Stuhl hier saß, wenn er kein reines Herz hat, mit einem unreinen Herzen an Christus vorbeiläuft, ist er nicht Israel. Die Qualifikation, ein Israelit zu sein, ist ein reines Herz.
[46:21] Übrigens, was sagt Jesus, als der Nathanael zu ihm kommt? Was sagt er? Wahrhaftig, ein wahrer Israelit, in dem kein Falsch ist. Da gab es viele Israeliten, oder? Viele haben gesagt: Ich bin Israelit, nicht wahr? Ich bin Pharisäer, ich bin Sadduzäer, ich bin Fischer, ich bin Israelit. Meine Vorfahren, ich bin Israelit. Wir sagen: Ich bin Adventist in vierter, fünfter Generation. Die konnten sagen: Ich bin Israelit in der 30. Generation. Mein Stamm geht zurück auf tausende Jahre, nicht wahr? Und Jesus sagt: Nein, nein, nein, du bist ein wahrer Israelit, wenn du ohne Falsch bist. Du bist ein wahrer Israelit, wenn du innerlich rein bist, wenn du nicht versuchst, andere irgendwie zu deinen Zwecken, wenn du nicht auf andere schaust, sondern wenn du auf Jesus schaust und einfach gerecht und liebevoll bist, egal wer um dich ist, dann bist du ein wahrer Israelit. Ein Jude, so sagt er der Paulus, ist dann ein Jude, wenn sein Herz durch den Heiligen Geist beschnitten ist. Ah, das müssen wir lesen.
[47:10] Römer 2, Vers 29. Schaut mal, Römer 2, Vers 29. Und dann seht ihr die Verbindung zu dem Galater. Ganz toll. Lesen wir Verse 28 und 29. Die Verse sind euch bestimmt bekannt. Römer 2, Verse 28 und 29. Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch nicht, dass die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht, sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist und seine Beschneidung geschieht am Herzen, im Geist. Nicht die Buchstaben, auch jetzt kommt es. Seine Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.
[47:49] Kannst du sagen, Gott ist mit mir im Reinen? Also ich bin mit Gott im Reinen, also Gott hat, kannst du aufrichtig sagen, dass zwischen dir und Gott alles okay ist? Wenn das der Fall ist, dann geht es dir blendend und wenn das der Fall ist, bei genügend Geschwistern in der Gemeinde, geht es der Gemeinde blendend. Das ist das Geheimrezept. Es ist so simpel, dass man fast gar nicht glauben möchte, dass es so simpel ist, aber bei Gott sind die Lösungen immer sehr einfach und doch eine Herausforderung, weil was meint ihr, was das für eine Herausforderung ist, anzuerkennen, dass ich Jesus in allem brauche. Und dazu kommen wir jetzt.
[48:37] Vers 17, Galater 6, Vers 17. Schaut mal, was der Paulus hier schreibt. Das ist ein ziemlich interessanter Satz und ehrlich gesagt hat mich der sehr bewegt. Hinfort mache mir niemand weitere Mühe, denn ich trage die Mahlzeichen des Herrn Jesus an meinem Leib. Paulus sagt, ich hoffe, die Krise ist damit vorbei. Paulus sagt nicht: Oh, wir haben eine Krise. Oh ja, ja, ja, wir müssen beten, wir müssen beten, hoffentlich wird die Krise. Und Paulus sagt nicht: Wir haben eine Krise und das wird wahrscheinlich immer so weitergehen und hoffentlich irgendwann ändern. Paulus sagt: Stopp, aus, Krise vorbei. Paulus sagt, ich will nicht, dass es immer so weitergeht. Warum? Weil der Paulus war ein Missionar und was Paulus in seiner Mission nach außen nicht gebrauchen konnte, ist, dass die Gemeinden, die er schon gegründet hatte, anfangen durch Streit und Zwietracht seine Zeit zu rauben. Das konnte er nicht gebrauchen. Paulus sagt, ich habe euch gegründet, aber ich habe noch andere Aufgaben und wenn meine ganze Zeit und meine ganze Energie damit jetzt verschwendet wird, dass ich einen Brief nach dem anderen schreibe und all die kleinen Probleme der Galater und all die Sachen löse und löse, löse, dann geht es ja nie voran. Hinfort mache mir keiner mehr Mühe. Paulus sagt, es ist mühevoll für mich, all das zu lösen. Die Zeit erlaubt es nicht.
[50:13] Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das mache oder nicht, aber ich werde es nicht vorlesen. Aber ich habe vor kurzem bei Ellen White im Zusatzband zu frühen Schriften eine Schrift gelesen, da habe ich gedacht: Meine Güte, da schreibt sie darüber, wie das Werk Gottes behindert wird, schwer behindert. Dadurch, dass Gemeindeglieder alle ihre Probleme und alle ihre Sorgen ständig so groß machen und den Anspruch haben, dass die Diener des Evangeliums, das heißt die Prediger, immer ihre Probleme lösen und immer sie besuchen und sagen: Was hast du denn für ein Problem? Und dann das Problem lösen und dafür sie beten. Da sagt Ellen White, ich paraphrasiere das, weil es dauert zu lange, aber sie sagt: Wenn du ein Problem hast, das jetzt nicht wirklich außerordentlich gigantisch groß ist, dann kannst du doch alleine zu Gott kommen. Du kannst doch vor das Kreuz knien und um deine Unversöhnlichkeit beten, dass sie weggeht, um deine Bitterkeit beten. Du kannst vielleicht mit dem, mit dem du ein Problem hast, gemeinsam vor dem Kreuz knien und dann ist das Problem weg. Warum, schreibt sie, erwarten die Geschwister, dass mit all ihren Problemen immer jemand anderes kommt, der dann ihnen hilft? Und sie sagt: Zu ihrer Zeit, die Evangelisten, die sind dann nicht nur hartes Zeit gekostet. Was meint ihr, wie es den Predigern geht, wenn sie in einer anderen Stadt predigen und wissen, zu Hause in meiner eigenen Heimatgemeinde streiten sich die Geschwister und ich kann eigentlich nicht da sein, weil ich muss jetzt hier predigen, aber wenn ich jetzt nicht da wäre, könnte ich da nicht mehr predigen, aber es tut mir weh. Sie haben nicht mehr die Freiheit, schreibt sie, nicht mehr die innere Ruhe, sich ganz ihrer Aufgabe zu widmen.
[52:10] Was hat der Paulus gesagt? Der Paulus sagt: Ich möchte nicht fünf Galaterbriefe schreiben. Schluss mit den Galaterbriefen. Hände aus. Hinfort, mache mir, niemand mehr. Und wisst ihr was, ich habe mir die Frage gestellt: Habe ich schon Menschen Mühe gemacht in der Gemeinde durch mein Verhalten, dass andere Leute sich einsetzen mussten, um mich wieder auf den Weg zu bringen, wo ich eigentlich selbst hätte zu Jesus kommen können? Bemühst du dich oder machst du anderen Mühe? Das ist die Frage. Und könnte das nicht auch eine Form sein von Anerkennung? Es gibt die eine Form, dass ich sage: Schau mal, wie toll ich bin, ich bin besser als andere. Die andere ist, ich brauche dringend Anerkennung, ich suche sie mir durch das Mitleid. Mein Problem ist so groß. Hilfe, das ist groß. Lieber Prediger, du musst dich um mich kümmern, du musst und damit du viel Zeit mit mir verbringst. Das ist auch eine Form von Anerkennung bekommen. Warum? Weil man nicht bei Jesus war. Weil wenn man bei Jesus gewesen wäre, könnte man freudig kommen und sagen: Es ist wunderbar, man könnte anderen noch helfen. Paulus sagt: Hinfort mache mir niemand weitere Mühe, denn ich trage die Mahlzeichen des Herrn Jesus an meinem Leibe.
[53:12] Was ist ein Mahlzeichen? Das Mahlzeichen, das griechische Wort ist Stigmata. Kennt ihr diese Idee von den Stigmata? Stigmata oder wie es in der Offenbarung heißt, Charagma, waren Brandmale. Wenn also jemand ein Pferd hatte und sagte, das Pferd ist mein Pferd und wenn es wegläuft, damit alle wissen, dass es mein Pferd ist, hat man so ein Brandmal drauf getan und dann war das drauf. Das hat man im Rom auch mit Sklaven gemacht. Wenn man Sklaven gekauft hat und der nicht weglaufen durfte, auch sogar mit Soldaten, damit die nicht desertieren, hat man den dann etwas auf tätowiert oder so ein Brandmal drauf gemacht. Da stand dann drauf: Dritte Legion, ich war Kommandant und so. Wenn er desertiert ist, wusste jeder, wer er ist. Der Jesaja hat auch mal ein Brandmal bekommen. Könnt ihr euch daran erinnern? Als der Jesaja im Tempel war und dort die Engel Gottes um den Thron waren und riefen: Heilig, heilig, heilig! Und er sagt: Wehe mir, ich bin ein sündiger Mensch, ich war mit unreinen Lippen unter einem unreinen Volk, dann kommt dann der Engel mit einer Kohle und berührt den wo? An der Lippe, bekommt ein Brandmal und er sagt: Deine Sünde ist gesühnt.
[54:24] In dem Moment, wo wir Christus annehmen, gehören wir ihm. Wir sind gezeichnet, wir haben ein Brandmal. Und schaut mal, was das bedeutet in Matthäus Kapitel 10. Glaubt ihr, es tut weh für einen Sklaven, wenn er mit so einem Mal gezeichnet wird? Nicht ohne. Matthäus 10 und dort Verse 21 bis 25. Was ist dieses Brandmal, was ist dieses Malzeichen, das jeder wahre Gläubige trägt? Also in welcher Form es sich immer zeigt. Aber schaut mal, Vers 21. Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode ausliefern und ein Vater sein Kind und Kinder werden sich gegen die Eltern erheben und werden sie töten helfen. Und ihr werdet von jedermann gehasst sein um meines Namens willen. Wer aber aushält bis ans Ende, der wird gerettet werden. Wenn ihr euch in der einen Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht fertig sein, bis der Sohn des Menschen kommt. Der Jünger ist nicht über dem Meister, noch der Knecht über seinem Herrn. Es ist für den Jünger genug, dass er sei wie ein Meister, wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Belzebul genannt, wie viel mehr seine Hausgenossen. Was sagt Jesus? Wenn ich dein Meister bin, wenn du das Malzeichen Jesu trägst, die Malzeichen Jesu, dann wird es dir nicht besser ergehen als Jesus. Du wirst so sein wie Jesus charakterlich, aber es wird dir nicht besser ergehen als Jesus.
[55:55] Hatte Jesus ein angenehmes Leben? Er hätte ein angenehmeres Leben haben können, wenn er sich Gedanken gemacht hat, wie soll ich predigen, dass die Pharisäer es mögen. Er hätte ein besseres Leben haben können, wenn er gesagt hätte: Wie soll ich mein Leben so leben, dass die Sadduzäer mich vielleicht anerkennen und aufnehmen. Er hätte ein besseres Leben gehabt äußerlich, aber dann hätte er innerlich geheuchelt. Also entschied er sich dafür, innerlich dem Vater zu folgen, koste es, was es wolle. Und das ist das Malzeichen, das jeder Gläubige bekommt. Jeder Gläubige wird mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Hat Paulus Verfolgung erlitten? Er schreibt ständig davon. Er sagt manchmal, das hat er dem Tod ins Auge gesehen und zwar nicht nur durch äußere Feinde, sondern manchmal auch durch falsche Brüder in der Gemeinde. Diejenigen, die das Malzeichen Jesu tragen, sind so wie Jesus.
[56:54] In der Offenbarung finden wir ein anderes Malzeichen. Wie heißt das? Das Malzeichen des Tieres. Und die sind wie? Wie das Tier. Wer ist denn das Tier? Das Tier ist der Antichrist, also der gegen Christus, der sich an die Stelle Christi setzt. Die Kirche, die gesagt hat, wir wollen gern anerkannt sein. Haben das nicht die Christen gesagt, oder Konstantin? Wir möchten gern von den Römern anerkannt sein. Da machen wir ein paar Kompromisse. Und sobald sie das gemacht haben, sobald sie die Anerkennung von der Welt gesucht haben, was war die nächste Reaktion? Sie haben andere unterdrückt. Die, die wohl angesehen sein wollen, werden euch nötigen. In der Endzeit werden die, die wohl angesehen sein wollen der Welt, die Christen und Kirchen, die sich mit der Welt verbinden, diejenigen unterdrücken, die treu zu Christus stehen. Genau wie die Pharisäer, die lieber dem Kaiser huldigen wollten als Jesus, die sich lieber mit dem Erzfeind Rom verbündeten als mit Jesus, dann Jesus gekreuzigt haben. Das Malzeichen des Tieres bedeutet, ich suche Anerkennung von Menschen und ich bin bereit, meine Meinung mit Gewalt durchzudrücken. Das Malzeichen Jesu bedeutet, ich suche keine Anerkennung als die von Jesus und ich bin bereit, sogar Verfolgung dafür zu erleiden. Jeder von uns wird ein Malzeichen tragen. Die Frage ist nur, ist es das Malzeichen Jesu oder das Malzeichen des Antichristen? Man könnte mehr Details darüber sprechen, aber ich lasse es dabei, denn wir müssen zum Ende kommen.
[58:33] Aber es gab noch einen besonderen Aspekt, den ich am Anfang erwähnt habe. Seitdem Paulus Jesus getroffen hatte, hatte sich etwas körperlich in seinem Leben verändert, denn er sagte: Ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leib. Was hatte sich körperlich verändert bei ihm? Er hatte sein Augenlicht zum Teil verloren. Wenn wir uns die gläubigen Menschen anschauen, stellen wir fest, dass fast alle irgendetwas verloren haben, als sie Christus nachgefolgt sind. Paulus verlor den Teil seines Augenlichtes, Jakob verlor sein Hüftgelenk, Mose verlor den Thron Ägyptens, Abraham verlor seine Verwandten, Noah verlor die alte Welt, Zachäus seinen Reichtum, Petrus seinen Job, Josef seine Freiheit, Daniel seine Heimat, Elisa hat seine Gesundheit verloren, Hiob hatte alles verloren, was er hatte und Abel sogar sein Leben. Und trotzdem sind sie alle willig Jesus nachgefolgt. Warum? Weil sie alle, egal was sie verloren hatten, noch etwas anderes verloren hatten. Wisst ihr, was sie verloren haben? Ihre Sünden, ihre Schuld, all das, was sie hatten verloren. Und Paulus wusste, im Himmel wird er wie das Messerschaf sehen, wie ein Adler. Und Jakob wusste, im Himmel werde ich springen wie ein Mastkalb, wie die Bibel sagt, mit neuem Hüftgelenk. Mose wusste, ich werde im Himmel auf dem Thron Jesu sitzen, was brauche ich dem Thron Ägyptens? Noah wusste, ich werde auf einer neuen Erde sein, was brauche ich? Die alte Welt. Abraham wusste, er wird eine Familie haben von Millionen Menschen, vielleicht Milliarden, die alle sagen: Wir sind die Nachkommen Abrahams. Er konnte auf seine Familie verzichten. Zachäus hat gewusst, er wird einen Reichtum haben, der mit dem Irdischen nicht zu vergleichen ist. Petrus wusste, auch wenn er seinen Job als Fischer verliert, auf der neuen Erde wird es Fische genügen geben, die muss er nicht mal töten, kann er dann mit ihnen gemeinsam Freizeit haben. Josef wusste, er wird für immer frei sein auf der neuen Erde. Daniel wusste, er wird eine Heimat gewinnen auf der neuen Erde. Elisa wusste, dass er für immer ohne Krankheit sein wird auf der neuen Erde. Hiob wusste, dass er seine Kinder, die er verloren hatte, wiedersehen wird auf der neuen Erde. Und Abel glaubte an das ewige Leben. Sie waren bereit, etwas zu verzichten, etwas zu riskieren. Sie waren bereit, dieses Malzeichen zu tragen, denn sie hatten ihre Schuld und ihre Sünde verloren, in dem Moment, als sie auf Jesus schauten am Kreuz.
[1:00:54] Ein allerletztes Zitat und dann enden wir. Das ist im zweiten Band der Zeugnisse. Ellen White schreibt an einen Bruder und nachdem dann diese Briefe veröffentlicht worden sind, hat sie das immer anonymisiert. Sie schreibt an Bruder D. Das Kreuz, das Kreuz, hebe es auf, Bruder D. Jetzt Achtung. Und in dem Moment, wo du es aufhebst, wirst du erkennen, erstaunt, dass das Kreuz dich hebt, dass es dich stützt. In Widerstand, in Entbehrung, in Sorge wird es eine Stärke und ein Stab sein. Du wirst finden, dass es voller Gnade, Mitleid, Sympathie und unaussprechlicher Liebe behangen ist. Es wird sich für dich als ein Beweis der Unsterblichkeit erweisen. Was für ein schöner Gedanke. Jesus sagt: Nimm dein Kreuz auf dich, oder? Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich. Und sie sagt: Nimm doch das Kreuz auf. In dem Moment, wo du es aufnimmst, in dem Moment, wo du es hochhebst, wirst du merken, dass das Kreuz dich hochhebt. Dass nicht du das Kreuz trägst, sondern dass das Kreuz dich trägt. Und dann schließt sie mit diesem Satz: Mögest du in der Lage sein zu sagen mit Paulus: Es sei ferne, dass ich mich rühme, außer in dem Kreuz meines Herrn Jesu Christi, durch den ich der Welt gekreuzigt bin und ich der Welt.
[1:02:45] Auf die Krise der Galater, auf die Krise unserer Gemeinde und auf die Krise dieser Welt gibt es eine einzige Antwort: Das Kreuz. Und heute möchte ich dich einladen, lieber Bruder, liebe Schwester, lieber Freund, liebe Freundin, schau aufs Kreuz. Und wenn dein Blick auf das Kreuz gerichtet ist, dann möchte ich einfach zur Seite treten und sagen: Schau weiter und hör nicht auf zu schauen, weil er wird alles tun. Er wird dich führen, er wird dich leiten, aber schau aufs Kreuz und dann wird es gut sein. In deinem Leben, in meinem Leben, in der Gemeinde, überall.
[1:03:31] Vers 18. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, Brüder. Amen.
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