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In dieser Predigtserie über den Galaterbrief, Teil 6, mit dem Titel „Die Krise und das Kreuz – Nach der Verheißung Erben“, erklärt Christopher Kramp die tiefere Bedeutung der Verheißungen Gottes. Er beleuchtet, wie diese Verheißungen auf Christus zielen und durch seinen Schwur unabänderlich sind. Die Predigt erklärt, dass das Gesetz uns zu Christus leitet und dass wir durch den Glauben an ihn Erben der Welt werden. Es wird betont, dass die wahre Einheit und das Erbe nur in Christus zu finden sind.


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Serie: Die Krise und das Kreuz (Predigtserie über den Galaterbrief)

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Transkript

[0:00] Gesegneten Sabbat! Schön, dass ihr da seid und schön, dass wir gemeinsam den nächsten Teil unserer Serie über den Galaterbrief studieren können. Wir wollen heute den zweiten Teil des dritten Kapitels anschauen. Wir haben schon eine ganze Menge studiert. Wir haben unter dem Titel und dem Thema die Krise und das Kreuz festgestellt. Der Galaterbrief war ein Brief der Reformation. Die Galater waren vom wahren Evangelium abgedriftet und Paulus erzählt ihnen, was er selbst erlebt hatte, wie er selbst in seinem Leben Reformation erlebt hatte, damals auf dem Weg nach Damaskus. Er erzählt den Galatern, wie die ganze Gemeinde mit den Irrlehrern zu kämpfen hatte und wie es Reformation dort auch gab und wie das Konzil sich für die Wahrheit entschieden hatte. Er erzählt davon, wie selbst Leiter in der Gemeinde in der Gefahr standen, manchmal Kompromisse mit der Wahrheit zu machen.

[1:14] Und dann haben wir das letzte Mal gesehen, wie er in Galater 3 die Galater selbst anspricht und sagt, oh ihr unverständlichen Galater, werdet euch verzaubert. Die Galater hatten angefangen zu glauben, dass es wichtig wäre, menschliche Traditionen zu beachten, menschliche Satzungen über den Glauben zu stellen, dass Jesus nicht so wichtig ist, sondern die Vorschriften des jüdischen Gesetzes. Sie glaubten, dass es wichtig ist, anerkannt zu sein bei den anderen jüdischen Kirchen und nicht so sehr einfach dem Wort Gottes zu folgen. Und Paulus hat sie erinnert, dass der Gerechte aus Glauben lebt. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass er sie zurückführt zu Abraham, der durch Glauben gerechtfertigt worden ist, lange bevor beschnitten worden ist. Und Paulus hat den Habakuk zitiert. Der Gerechte wird aus Glauben leben, hat ihnen gesagt, dass wenn sie versuchen, das Gesetz aus eigener Kraft zu halten, bleiben sie verflucht, sie können es nicht halten. Aber Christus, so hat er gesagt, ist ein Fluch für uns geworden und deswegen können wir durch die Verheißung Erben des Heiligen Geistes sein. Und heute wollen wir genau an dieser Stelle fortsetzen.

[2:34] Unsere Predigt heißt, nach der Verheißung Erben. Und bevor wir beginnen, möchten wir mit einem Gebet starten und ich lade euch ein, wo es möglich ist, mit mir niederzuknien und Gott anzubeten.

[2:59] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen danken für diesen Gottesdienst, dir Dank sagen für diesen Sabbat und dich loben und preisen, weil wir spüren, dass du gegenwärtig bist. Eigentlich brauchen wir deine Gegenwart gar nicht einladen, denn du bist schon da. Du hast deine heiligen Engel gesandt, dein heiliger Geist ist unter uns. Und alles, was es jetzt braucht, ist, dass unsere Herzen offen sind für seinen Einfluss, dass wir bereit sind zu hören, was du uns sagen möchtest. Und so möchten wir mit Ehrfurcht auf dein Wort hören, möchten nachdenken, was es uns sagen möchte und es im Glauben annehmen, denn wir sehen und verstehen, dass im Glauben, dass durch den Glauben wir leben können. Bitte zeig uns die Kraft deines Evangeliums auch heute, dass wir mit Gewissheit wissen, was wir glauben und warum wir es glauben und dass wir Erben sein können, gemäß der Verheißung. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[4:23] Wer von euch hat schon einmal etwas geerbt? Gibt jemand, der schon mal das Vorrecht hatte zu erben? Wenn es ums Erbe geht, dann wird es richtig kribbelig. Wenn es ums Erbe geht, hört man plötzlich wieder was von Verwandten, von denen man 30 Jahre lang nichts gehört hat. Wenn es ums Erbe geht, dann geht es oft um alles. Ich weiß nicht, ob die, die sich jetzt nicht gemeldet haben, auf den Tag warten, da sie endlich erben können. Das mag ja durchaus unterschiedliche Aspekte haben, denn manch einer vererbt nur Schulden und Ballast. Und dann, ich hatte schon die Gelegenheit, nicht bei meinen Eltern, aber bei entfernten Verwandten, da musste ich dann eine Auskunft unterschreiben, dass ich das Erbe ausschlage, das schon alle meine anderen Verwandten auch ausgeschlagen hatten, weil schon jeder ahnte, dass dieses Erbe nicht besonders lohnenswert ist. Das Erbe. Die Bibel spricht auch von einem Erbe. Und Paulus benutzt dieses Bild vom Erben und vom Testament jetzt mitten hier in unserem Kapitel, genau dort, wo wir heute weitermachen wollen, in Galater 3, Vers 15.

[5:55] Paulus weiß, dass manchmal theologische Dinge nicht so einfach zu verstehen sind. Und Paulus gibt sich nicht immer alle Mühe, es besonders einfach auszudrücken. Aber manchmal ist er sich bewusst, dass er ein einfaches Beispiel bringen muss, damit wir in unserem bestrengten menschlichen Verstand erfassen können, was er meint. Und so sagt er in Galater 3, Vers 15, weil er den Eindruck hat, dass das, was er bisher gesagt hat, vielleicht noch nicht ganz angekommen ist bei den Galatern. Er sagt, okay, passt auf, ich gebe euch mal ein einfaches Beispiel aus dem Alltag. Vers 15. Brüder, ich rede nach menschenweise. Sogar das Testament eines Menschen hebt niemand auf oder verordnet etwas dazu, wenn es bestätigt ist. Ich denke, wir alle können diesen Gedanken verstehen, oder? Wenn eure Oma, euer Opa ein Testament macht, seid ihr nicht frei, einfach nach Belieben das Testament zu ändern. Das Testament selbst eines Menschen ist gültig. Man kann es annehmen oder man kann es ablehnen. Wenn meine Eltern oder meine Großeltern mir etwas vererben wollen, dann kann ich das Erbe nicht ändern. Ich kann es nur annehmen oder ablehnen, je nachdem, ob ich glaube, dass das Testament etwas Gutes für mich ist oder ein Ballast. Übrigens, wann ist ein Testament rechtsgültig, rechtskräftig? Sagt die Bibel sogar, dass ein Testament erst dann rechtsgültig, rechtskräftig ist, wenn der, der das Testament gemacht hat, gestorben ist. Aber selbst vorher, wenn meine Großeltern noch leben, bin ich nicht frei, das Testament eigenhändig zu ändern, sondern was dort steht gilt, auch wenn es erst später durch den Tod rechtskräftig, rechtsgültig ist.

[8:02] Nun, es gab etwas zu erben, es gibt etwas zu erben in der Bibel. Schaut mal in Vers 16. Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Stoppt direkt dort. Abraham hatte immer wieder von Gott Versprechungen bekommen, dass er etwas erben würde. Könnt ihr mir sagen, was war dann, was war das Erbe, das Gott dem Abraham versprochen hatte? Was sollte denn geerbt werden? Was stand im Testament drin? Ja, das Land Kanaan. Okay, einen Sohn, ein großes Volk. Wer von euch möchte gerne das Land Kanaan erben? Einen Sohn, einige sagen, ich habe schon genug davon, ein großes Volk. Die Bibel sagt, obwohl ihr alle ja nicht falsch liegt, die Bibel sagt ganz konkret, was das Erbe war. Danach frage ich euch nochmal, ob ihr das erben wollt. Schaut mal in Römer 4 und dort Vers 13. Römer 4 Vers 13. Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Samen die Verheißung, dass er Erbe der Welt sein sollte. Habt ihr das gelesen?

[9:43] Was ist das Erbe, das der Abraham verheißen bekommen hat? Buchstäblich die ganze Welt. Okay, wer von euch hätte auch gerne dieses Erbe? Egal wie reich eure Großeltern sind oder eure entfernten Verwandten, kein Erbe dieser Welt, nicht einmal der gesamte Familienbesitz der Rothschilds, nicht einmal der Kirchenschatz im Vatikan, ist vergleichbar mit dem Erbe, das dem Abraham verheißen wurde, die ganze Welt. Könnt ihr euch jetzt vorstellen, warum relativ viele Menschen Interesse an dem Erbe des Abraham haben. Wenn man feststellt, hier gibt es ein Erbe, da gibt es wirklich was zu erben, da hat man Interesse, oder? Wenn man irgendwie nachweisen könnte, dass man auch erbberechtigt ist. Und so die Frage steht im Raum oder stand im Raum schon damals, wer ist berechtigt mit Abraham zu erben? Denn der Text so sagt uns ja in Galater 3, dass das Erbe nicht allein für Abraham war, oder? Er war nicht allein Erbe. Er muss das Erbe teilen, das ist auch kein Problem, weil die Erde ist groß genug für mehr als Abraham, oder? Wer soll nach Galater 3 Vers 16 dieses Erbe miterhalten? Abraham und seine Nachkommen. Das Wörtliche in der Schlachtart sagt und sein Same. Also Abraham ist einfach verständlich, oder? Aber Abraham kennt man, Abraham war eine Person. Die Frage war, wer ist der Same?

[11:39] Die Galater hatten ja Besuch bekommen, ihr erinnert euch, diese Irrlehrer. Die kamen zu den Galatern und sagten, schaut mal, hat euch der Paulus, als er von dem Glauben an Jesus erzählt hat, hat er euch auch erzählt, dass die Bedingung für das Erbe ist, dass man ein Same Abrahams ist? Schaut mal im ersten Mose, steht da nicht ständig, dir und deinem Samen werde ich das Land geben, dir und deinem Samen, in deinem Samen und so weiter und so fort. Und ratet mal, wer ist der Same Abrahams? Die Nachkommen, oder? Seid ihr Nachkommen von Abraham? Schaut zurück, macht ein bisschen Ahnenforschung. Ist Abraham euer biologischer Vater? Oh! Und so kamen sie auf diese Idee, wir müssen uns irgendwie zum jüdischen Volk zugehörig machen durch Beschneidung, damit wir zumindest irgendwie rechtlich quasi adoptierte Abrahams Kinder sind, oder? Weil wer möchte schon dieses Erbe verpassen?

[11:59] Nun, Paulus geht auf dieses Argument ein. Schaut mal in Vers 16, Galater 3, Vers 16. Nun aber sind die Verheißung dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht, und den Samen als von vielen, sondern als von einem und dieser ist Christus. Also wenn man erste Mose liest, welchen Eindruck hat man oberflächlicherweise immer, wenn man liest Abraham, dein Same soll werden so und so, dein Same, dein Same. Welchen Eindruck hat man? Man denkt an ganz viele, die alle Nachkommen von Abraham sind. Aber Paulus sagt uns, nein, nein, nein, nein, der Same ist nur einer. Jetzt, wie war er darauf gekommen? Hatte der das im Hebräischen entdeckt? So hat man lange geglaubt, weil Paulus war ja Theologe, nicht wahr? Hier ist ein Problem. Das Wort Same im Hebräischen ist immer Singular, selbst wenn es Plural meint. Und deswegen haben Juden schon immer gesagt, die gegen das Christentum sind, der Paulus macht ein falsches Argument. Das Hebräische unterscheidet gar nicht zwischen Singular und Plural. Der Paulus macht ein Scheinargument. Und die Tatsache ist, wenn man von der hebräischen Grammatik ausgeht, stimmt das. Die unterscheidet nicht zwischen Singular und Plural. Was meint denn der Paulus? Eins ist sicher, Paulus sagt nicht, die Lösung liegt in der hebräischen Grammatik. Das wäre ja auch schlimm, weil dann müssten wir erst einen Hebräisch Kurs machen, um die Lösung zu finden, oder?

[15:02] Die Lösung liegt ganz einfach in einem simplen Bibelfers. Schaut mal mit mir in 1. Mose 3. Wo kommt zum ersten Mal der Same vor, der verheißene Same? In 1. Mose 3 und dort Vers 15. Lange selbst vor Abraham sagt Gott hier zur Eva und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Und jetzt, was ist das nächste Wort? Er. Ist er Singular oder Plural? Ja, die Frau würde viele Nachkommen haben, aber im Kern der Prophezeiung geht es um einen, der eine, der der Schlange den Kopf zertritt. Das ist der Same. Glaubte Abraham an diese Prophezeiung? Ja oder nein? Nein. Jedes Mal, wenn also Gott ihm von dem Samen prophezeite, den Samen anpries, war diese Prophezeiung im Hinterkopf. Der eine. Also sagt Paulus mit anderen Worten, immer wenn Gott eine Verheißung macht und über den Samen spricht, obwohl das Wort im Hebräischen wie auch im Deutschen Same kann, also wenn ich sage der Samen, dann kann es ein Einziger sein oder auch auch viele, nicht wahr? Aber in dem, ne im Deutschen geht es nicht ganz, ne stimmt nicht, aber im Hebräischen geht es. Jedes Mal, wenn er sagte der Same, ging es um eine einzige Person, Christus.

[16:57] Zurück zu Galater und dort Vers 16, Vers 17. Das aber sage ich, ein von Gott auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament wird durch das 430 Jahre danach entstandene Gesetz nicht ungültig gemacht, sodass die Verheißung aufgehoben würde. Zuerst mal die Frage, wann genau hat Gott dem Abraham diese Verheißung gemacht von dem Samen? Welche Geschichte meint ihr, könnte vielleicht besonders hier gemeint sein, wo Gott von diesem einen Samen gesprochen hat zu Abraham? Welche biblische Geschichte von Abraham fällt euch ein, wo besonders dieser eine Same im Fokus stehen könnte? Wo Abraham verstand mehr als jemals zuvor, dass ein Erlöser kommen würde. Als er den Isaak opfern sollte, nicht wahr? Ihr kennt die Geschichte, seinen einzigen Sohn, den er liebte, als er verstand, was es bedeutet, seinen eigenen Sohn zu geben. Als die Geschichte fast zu Ende ist, finden wir Gott, wie er eine Verheißung macht. Schaut mal in 1. Mose 22. Und der Engel des HERRN rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel herab und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht daher, weil du dies getan hast und deinen Sohn, deinen einzigen nicht verschont hast. Darum will ich dich reichlich segnen, deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres. Und dein Same soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst. Abraham, so sagt uns Jesus später, hat an diesem Tag das Evangelium verstanden. Jesus sagt später, Abraham sah meinen Tag und er freute sich.

[19:38] Ihr Lieben, habt ihr schon mal Verheißungen in der Bibel für euch in Anspruch nehmen wollen? Lest ihr öfter Verheißungen? Die Bibel ist voller Verheißungen und damals, als der Abraham eine Verheißung empfangen, so sagt uns der Galater, hat diese Verheißung auf Christus hingezielt. Verheißungen sind manchmal sowas wie Toastpflaster für geistlich ermüdete Christen. Nach dem Motto, wenn es mir schlecht geht, lese ich mal eine Verheißung. Wenn ich mich down fühle, dann peppel ich mich auf mit einer Verheißung. Wenn es regnet und es stürmt und mein Herz in Unruhe ist, dann lese ich eine Verheißung, um mich wieder zu besänftigen. Aber Paulus sagt hier, dass Verheißungen etwas sehr viel Tiefgründigeres sind. Schaut mal mit mir in den Korinther. 2. Korinther und Kapitel 1, Vers 20.

[21:05] 2. Korinther 1 und dort Vers 20. Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt. Was meint ihr, gibt es einige, wenige, viele? Die Bibel ist voller Verheißungen und jetzt sagt Paulus, egal welche Verheißung ihr nehmt. Denn so viele Verheißungen es gibt, in ihm ist das Ja und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns. Weiß jemand von euch, wen der Paulus hier mit ihm meint? In ihm ist das Amen, in ihm ist die Bestätigung, in ihm ist die Erfüllung. Wer ist ihm? Jesus Christus. Paulus sagt, dass jede Verheißung Gottes auf Christus zielt. Jede Verheißung erfüllt sich in Christus. Und die Frage ist, reicht die Verheißung? Ist die Verheißung genug?

[22:25] Schauen wir in Galater 3 Vers 17 zurück. Galater 3 und dort Vers 17. Die jüdischen Gelehrten waren der Meinung, dass die Verheißung nicht ausreichend war, weswegen Gott etwas später etwas anderes tat. Er gab das Gesetz. Und so glaubten die Israeliten, dass nur wer das Gesetz vom Sinai hält, anerkennt und darin lebt, Erbe ist. Und Paulus stellt eine einfache Frage. Hebt das Gesetz die Verheißung auf? Was ist seine Antwort? Das Gesetz hebt die Verheißung nicht auf. Das Erbe, das Testament besteht in der Verheißung, nicht in dem Gesetz. 430 Jahre später kam das Gesetz. Was war denn 430 Jahre später nach Abraham? Wenn man so eine Geschichte vorangeht, 430 Jahre später, kommt man wohin? Sinai. Übrigens, Klammer auf, für alle von euch, die ihr verrückt seid nach biblischer Chronologie. Das beweist, dass die Israeliten nicht 400 Jahre in Ägypten waren, wenn zwischen Abraham und dem Sinai 430 Jahre sind. Sondern die 430 Jahre beziehen sich sowohl auf die Zeit in Kanaan als auch in Ägypten. Aber das ist nur Klammer auf, Klammer zu. 430 Jahre später kommt das Gesetz. Aber Paulus sagt, als das Gesetz kam, ändert das nichts an der Verheißung.

[24:34] Schaut mal mit mir in Numeri und dort Vers 23, Kapitel 23, Vers 19. Numeri 23 und dort Vers 19. Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, das in etwas geräumt würde. Was er gesagt hat, sollte er es nicht tun. Was er geredet hat, sollte er es nicht ausführen. Frage an euch, ändert Gott seine Meinung? Ist Gottes Verheißung immer gültig? Auch wenn der Berg erzittert? Auch wenn Gott im Feuer herabkommt und mir sagt, tu das nicht. Gilt noch die Verheißung? Wenn man so sehr vor Gott zittert, dass selbst Mose sagte, ich bin hoch erschrocken. Steht das nicht in der Bibel? Als am Sinai der Berg erzitterte, das Feuer bis in den Himmel ging, der Posaunenschall so laut war, dass man kaum sein eigenes Wort hörte. Die Frage, die Paulus stellt, als quasi das jüngste Gericht im Kleinen auf Israel herabbrach. Galt noch die Verheißung? Ja oder nein? Warum betone ich das? Es ist relativ einfach hier zu sitzen und zu sagen, natürlich gilt die Verheißung. Aber wir alle haben unsere Momente, in denen uns plötzlich bewusst wird, mit voller Wucht der Überzeugung, dass wir Sünder sind. Wenn das Gesetz, wenn der Zorn Gottes, wenn seine gerechte Strafe uns klar vor Augen steht, dann ist das manchmal gar nicht so einfach, sich dessen bewusst zu sein, dass die Verheißung noch immer gilt. Egal wie klar und wie deutlich das Gesetz spricht, egal wie sehr ich zittere vor dem Feuer und dem Erdbeben, die Verheißung gilt.

[27:19] Vielleicht ist es euch schon mal so gegangen, vielleicht bin ich auch nur der Einzige, dass man manchmal Verheißungen liest und man nimmt sie an und man freut sich seines Lebens. Und man liest sie nach drei Tagen wieder und man lebt aus ihr und man freut sich seines Lebens. Aber dann geschehen Dinge im Leben, dass obwohl man die Verheißung gehabt hat, obwohl man sie kannte, man trotzdem in die Irre gelaufen ist. Trotzdem gescheitert ist, trotzdem gesündigt hat. Und jetzt einfach wieder zurück zu der Verheißung, die ich schon hatte. Muss da nicht vielleicht was Neues kommen? Gilt die Verheißung noch immer? Paulus sagt sehr deutlich, das Gesetz hebt die Verheißung nicht auf.

[28:12] Römer 4, Vers 13 und 14. Das heißt es, denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Samen die Verheißung, dass er Erbe der Welt sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube wertlos geworden und die Verheißung unwirksam gemacht. Wenn das Gesetz vom Sinai die Grundlage unseres Erbes ist, dann ist es nicht aus Verheißung. Das sagt der Paulus.

[29:12] Meint ihr, hat Gott gewusst, dass wir manchmal mit den mit den Verheißungen zu kämpfen haben? Dass wir uns manchmal nicht so sicher sind, ob die Verheißung trotz unserer Sünde gilt? Könnte ich noch zurück erinnern, gerade was wir gelesen haben in in 1. Mose 22. Wie hat denn Gott die Verheißung gegeben? Wie hat er das gesagt? Hat er gesagt, hey ich verspreche dir was? Hat er gesagt, ich könnte mir vorstellen dich zu segnen? Hat er gesagt, pass mal auf, wenn du das und das machst, dann mache ich das und das. Was war der Modus, mit dem er die Verheißung gegeben hat? Könnt ihr euch erinnern? Haben wir gerade gelesen. Was war der Modus? Hat er es als Frage formuliert? Hat er es als Dialog formuliert? Wie hat er es gegeben?

[30:02] Schaut mal mit mir in Hebräer 6. Ich habe nicht gut aufgepasst. Wir haben etwas gelesen, wir sind nur drüber gegangen und haben verpasst, welche enorme Kraft da drin steckt. Hebräer 6 und dort Vers 13. Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, was hat er getan? Ich höre euch nicht. Schwor er. Wann schwört jemand? Wann muss man schwören? Vor Gericht. Warum ist es vor Gericht so wichtig, dass man schwört? Es geht um die Wahrheit, es geht um entscheidende Dinge. Ein Schwur ist die höchste Form der Bestätigung oder? Jetzt wenn man vor Gericht, ich weiß nicht, wer von euch schon mal vor Gericht schwören musste, ich noch nicht. Aber wenn man schwört, wie schwört man? Man schwört vielleicht auf die Bibel, nicht wahr? Wie der US-Präsident bei seiner Vereidigung. Schaut mal in Vers 16. Denn Menschen schwören ja bei einem Größeren und für sie ist der Eid das Ende alles Widerspruchs und dient als Bürgschaft. Mit anderen Worten, ich schwöre vielleicht bei der Bibel, ich schwöre bei Gott und sage damit, Gott verbirgt sich sozusagen dafür, dass was ich sage ist die Wahrheit. Das ist das Ende allen Widerspruches.

[31:41] Aber hier ist ein Problem. Als Gott sich entschied zu sagen, okay, ich verspreche dir das Erbe und er es richtig bekräftigen wollte und sagte, okay, ich schwöre es dir und er sich fragte, bei wem kann ich denn schwören? Der Mensch schwört bei einem Höheren, nicht wahr? Und Gott schaut sich um im Universum und fragt sich, bei wem kann ich denn schwören? Niemand ist größer als ich, also was muss der tun? Was sagt der Text in Vers 13? Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst. Er sagt mit anderen Worten, okay, ich will, dass du weißt, ich will alles tun, dass du weißt, es ist unabänderlich. Ich verspreche es nicht einfach nur, weil wir Menschen hören viele Versprechen und wir denken, naja, Versprechen werden gebrochen. Gott sagt, okay, wenn ich es einfach nur verspreche, dann hast du vielleicht nicht genügend, dann ist das nicht genügend Fundament. Ich schwöre, obwohl ich gar nicht richtig schwören kann, denn es gibt ja niemanden, bei dem ich schwören kann, also schwöre ich bei mir selbst. Ich tue alles, was ich kann, damit es keinen Widerspruch gibt. Die Verheißung gilt. Meine Existenz, mein Thron, mein Königreich, alles was ich bin und habe, ist verbunden mit dieser Verheißung.

[33:08] Ja, ihr Lieben, ich sage es nochmal, die Verheißung, die wir lesen, als Trostpflaster für ermüdete Christen, sind in Wirklichkeit Texte, bei denen Gott sagt, mit diesem Text verbinde ich meine Existenz, mein Königreich, alles was ich bin und habe, ich schwöre es. Ist uns das bewusst, wenn wir Verheißung lesen? Wir lesen das und denken, oh Gott hat es versprochen, mal sehen, ob es hält. Warten wir mal. Wir lesen die Verheißung meistens nicht als etwas, wo Gott sagt, schau, ich weiß nicht, was ich sonst mehr tun kann, ich schwöre bei mir selbst. Und übrigens, Gott sagt, ich bin der, er ist die pure Existenz. Wie kann man eine Verheißung, ein Versprechen sicherer machen, als dass man bei der Existenz selbst schwört. Die Verheißung kann gar nicht mehr nicht existieren. Sie kann gar nicht aufhören, weil der, der gesagt hat, ich bin, der ich bin, hat seinen Namen, sein Wesen, seinen Charakter, seine Persönlichkeit, seine Gottheit an diese Verheißung gebunden. Und wir denken, Verheißungen gehören auf Spruchkarten, um depressive Christen zu ermuntern. Lebst du aus Verheißungen? Manchmal denken wir sogar, dass wir erst etwas erfüllen müssen, damit wir die Verheißungen in Anspruch nehmen können, so als ob die Verheißung noch etwas von uns braucht. Aber Paulus sagt, die Verheißung Gottes ist unabänderlich. Alles, was danach kommt, kommt danach, kommt darauf, nicht davor.

[35:04] Schaut mal in Micha 7, diese Verheißung an Abraham war eindeutig das Evangelium. Schaut mal, wie schön, dass der Micha formuliert, eine der schönsten Texte der ganzen Bibel, Micha 7. Und wahrscheinlich kennt ihr den Text, habt ihn oft gerne gelesen. Micha 7, Vers 18 bis 20. Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt, dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allezeit feststellt, sondern Lust an der Gnade hat? Glaubt ihr, es wäre eine Verheißung, die man gerne in Anspruch nimmt? Ist es eine Verheißung, wo ich vielleicht mal gefragt habe, gilt das auch für mich? Vers 19, er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetat bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen. Schaut auf den nächsten Vers, den liest man meistens nicht. Du wirst Jakob Treue erweisen und an Abraham Gnade üben, wie du unseren Vätern von den Tagen der Vorzeit her geschworen hast. Wenn also Gott sagt, wenn es hier heißt, wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt, der du die Sünde in das Meer wirfst, der du unsere Missetaten bezwingst, dann sagt die Bibel, das ist der Inhalt des Schwurs. Gott hat bei sich selbst geschworen, deine Sünde will ich bezwingen, deine Sünde will ich vergeben. So wahr ich lebe, sagt Gott, so wahr ich existiere.

[36:38] Wir könnten viele Texte lesen, die zeigen, dass tatsächlich, als Jesus kam, Menschen verstanden, das war die Erfüllung der Verheißung an Abraham. Zurück zu Galater 3. Vers 18 fasst das nochmal zusammen, denn wenn das Gesetz durchs Erbe, durchs Gesetz käme, so käme es nicht mehr durch die Verheißung, denn Abraham hat es Gott durch Verheißung geschenkt. Haben wir gesehen, Gott schenkt uns das ewige Leben, er schenkt uns Christus, es ist eine Verheißung, bei der er sich selbst verbirgt hat.

[37:16] Jetzt die Frage, die die Irrlehrer natürlich aufwerfen würden, war ja, wozu denn das Gesetz? Vers 19, wozu nun das Gesetz? Die Antwort ist ziemlich interessant. Der Übertretung wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem die Verheißung gilt und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers. Der Luther hat dazu was interessantes. Der Luther, der schreibt, das Gesetz hat zwei Aufgaben. Er sagt, die erste Aufgabe ist, die Menschen im Zaum zu halten. Er sagt, das Gesetz, das ist wie Stäbe im Käfig eines Löwen, in dem Gott sagt, tu das nicht, sonst wirst du sterben, verhindert Gott die meisten Gewalttaten. Ändert der Käfig den Löwen, ja oder nein? Aber seid ihr trotzdem froh, dass es den Käfig gibt? Weil wenn das Gesetz nicht so formuliert wäre, wie es formuliert wäre, hätte es noch viel, viel, viel, viel mehr Unheil gegeben. Es beschränkt den Menschen erstmal, es weist ihnen in die Schranken, aber das noch mehr. Das Gesetz ist nicht einfach nur eine Schranke. Das Gesetz außerdem zeigt den Menschen etwas. Was sagt die Bibel? Durch das Gesetz kommt die Erkenntnis der Sünde.

[38:42] Also warum sagt jetzt also Paulus, das Gesetz wurde gegeben, wegen der Übertretung? Ganz simple Idee. Habt ihr schon mal erlebt, ich spreche mal zu den Verheirateten, euer Ehepartner sagt euch was, was ihr tun sollt und irgendwie vergesst ihr es immer, das zu tun. Ich weiß nicht, ob das jemandem noch so geht, vielleicht bin ich der Einzige. Zum Glück macht meine Frau das nicht, aber es soll wohl Ehepartner geben, die dann anfangen, dem ständig fehlermachenden Ehepartner schriftlich Zettel zu schreiben, was er zu tun hat, oder? Das machen auch Hausvermieter mit ihren Vermietern. Tür zu, weil man zehnmal die Tür offen gelassen hat, oder? Da kommt ein Gesetz hinzu. Warum? Wegen der Übertretung. Wenn der Hausvermieter sich entscheidet, einen Zettel zu machen, Tür zu, hat er sich an dem Tag entschieden, dass die Tür besser zu muss? Nein, der Inhalt des Gesetzes war schon immer da, oder? Aber weil das Gesetz ständig übertreten wird und das wahrscheinlich dem armen Vermieter nicht mal auffällt, dass er die Tür offen lässt, weil er dachte, das ist doch nicht so schlimm, sagt der Vermieter, Tür zu, schriftlich. Es ist falsch. Die zehn Gebote offenbaren uns, dass wir Sünder sind, weil ganz ehrlich, ohne die zehn Gebote würden wir unser Leben gar nicht so schlimm finden, oder? Weiß nicht, machst du das, dass du manchmal die zehn Gebote liest und den Spiegel vorhältst? Dafür sind die zehn Gebote und auch das...

[40:21] Ah, ich muss euch eine Frage stellen. Wenn du das hier liest in Vers 19, was meint ihr? Ist das Gesetz, das hier hinzugefügt worden ist, sind das die zehn Gebote oder das Zeremonialgesetz? Wenn das heißt, es wurde hinzugefügt, ist das das Zeremonialgesetz oder die zehn Gebote? Ihr wisst, dass darüber, ich habe keine Zeit heute, das zu erklären, ihr wisst, dass darüber der größte Streit in der Adventgemeinde jemals entstanden ist vor 1888. Das hinzugefügte Gesetz, Zeremonialgesetz, zehn Gebote. Okay, machen wir kurz Abstimmung. Wer sagt, es ist das Zeremonialgesetz? Niemand. Wer sagt, es sind die zehn Gebote? Okay, wer sagt, es ist beides? Wer sagt, es ist ganz was anderes? Ihr habt vollkommen recht. Was ist denn am Sinai gegeben worden? Die zehn Gebote oder das Zeremonialgesetz? Beides. Alles, was am Sinai gegeben worden ist, ist gegeben worden, weil die Menschen Gottes Gesetz übertreten und eben deutlich zu machen, ihr seid auf dem falschen Weg.

[41:40] Nun, gehen wir ein bisschen weiter, damit wir keine Zeit verlieren. Vers 20, was der Paulus auch sagt, dieses Gesetz ist in die Hände eines Mittlers gegeben worden. Wer war der Mittler, der dieses Gesetz bekam? Wer war der Mittler? Mose. Warum braucht es einen Mittler zwischen dem Gesetz und zwischen Gott und dem Volk? Warum braucht das einen Mittler? Weiß jemand von euch, warum es einen Mittler brauchte? Brauchte Abram einen Mittler zwischen sich und Gott? Brauchte Jakob einen Mittler? Brauchte Henoch einen Mittler? Brauchte Noah einen Mittler? Warum brauchten die Israeliten einen menschlichen Mittler zwischen sich und Gott? Sie wollten Gott nicht so richtig hören. Ihr wisst, als Gott gesprochen hat und es ihnen so, als Gott ihnen ihre Sünden gezeigt hat, sie wollten gerne mit Gott sein oder sie wollten gerne mit Gott leben, sie wollten gerne von Gott in das gelobte Land geführt werden, sie wollten von Gott geheilt werden, sie wollten von Gott ernährt werden, aber als Gott sagt, schau mal, wenn ich ganz nahe komme, du bist ein Sünder, das ist alles verkehrt in deinem Leben. Da haben sie gesagt, dankeschön, hör auf zu reden, führe uns weiter nach Kanaan, bitte heile uns auch und wehe, es gibt kein Manna, dann beschweren wir uns, aber bitte komm uns nicht so nahe. Das war der alte Bund und im alten Bund gab es die Zehn Gebote und das Zeremonialgesetz, alles fein säuberlich aufgeschrieben durch einen Mittler.

[43:24] Jetzt der nächste Vers, ihr Lieben, hört gut zu. Der nächste Vers gilt als der schwerste Vers, den Paulus jemals geschrieben hat. Vers 10, Vers 20. Ein Mittler aber ist nicht von einem, Gott aber ist einer. Ich habe eine ganze Menge von Kommentaren gelesen, kein Mensch weiß, was dieser Vers bedeutet, wirklich. Also ich meine, wir alle verstehen, Gott ist einer, wir auch verstehen, aber was will der Paulus hier sagen? Es gilt als der schwerste Vers, den Paulus geschrieben hat. Ich gebe mal einen Versuch, okay, wenn ihr meint, das ist nicht so, dann könnt ihr mir hinterher sagen, dass es vielleicht etwas anderes ist. Was ist die Idee von einem Mittler nach Vers 20? Der Mittler mittelt nicht zwischen einem, sondern er mittelt zwischen zwei Parteien. Da ist zum Beispiel Gott und da ist das Volk und ein Mittler, der vermittelt zwischen zwei Parteien. Ansonsten braucht man keinen Mittler, oder? Aber Gott ist einer. Das Gesetz war gegeben worden zwischen Gott und dem Volk. Das Gesetz sagte, halte dies, ja Gott bringt seinen Teil an, nämlich tu dies, tu jenes, tu solches. Und das Volk bringt seinen Teil an, nämlich wir wollen es tun. Leider ist das Volk sehr sündig und deswegen braucht es einen Mittler, der das Gesetz ihnen erklärt und der dann für das Volk eintritt, richtig? Aber die Verheißung ist die zwischen Gott und Menschen.

[45:23] Ihr habt nicht aufgepasst. Ist die Verheißung zwischen Gott und dem Volk, ich glaube, ich muss die ganze Berichtnummer von vorne halten, aber dann wird es zu lange. Wem gilt die Verheißung? Vers 16, er sagt nicht viele Samen, sondern ein Same und der ist Christus. Also die Verheißung ist zwischen Gott dem Vater und Christus. Während das Gesetz am Sinai eine Verbindung ist zwischen Gott und dem Volk und deswegen zum Scheitern verurteilt ist, weil das Volk seinen Part nicht erfüllen kann, ist die Verheißung eine Transaktion zwischen Gott dem Vater und Jesus. Und weil sie beide Gott sind und eins sind, braucht es keinen Vermittler zwischen Gott dem Vater und Jesus. Es braucht niemanden, der versucht, diese Sache irgendwie zusammenzukriegen. Nein, sie sind eins und deswegen ist die Verheißung sicher. Bei dem Sinai Ereignis war das nicht so sicher, ob das funktioniert, weil die Israeliten waren schwache Menschen. So braucht es einen Vermittler und das hat trotzdem nicht funktioniert. Aber für die Verheißung braucht es keinen Vermittler.

[46:48] Versteht man nicht falsch, Jesus ist natürlich der Mittler dann des neuen Bundes, schon klar. Aber das ist nur sekundär. Das eigentliche Ereignis ist, dass Jesus selbst die Verheißung erfüllt, Gott der Vater und Jesus sind eins. Denn wer ist der Erbe der Welt? Jesus ist der Erbe der Welt und das ist sicher. Da braucht es keinen Mittler zwischen Gott dem Vater und Jesus.

[47:14] Jetzt lassen wir uns schnell weitergehen. Vers 22. Ist nun das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes, was sagt Paulus, das sei ferne. Übrigens für alle, die gerne gegen das Gesetz schimpfen, denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz. Heutzutage gilt das Wort Gesetzlichkeit als Schimpfwort, oder? Schon mal gehört? Du bist zu gesetzlich. Sei doch nicht so gesetzlich, als ob das Wort gesetzlich was negatives hätte. Habt ihr den Vers gelesen? Wenn es einen Weg gegeben hätte, dass wir durch das Gesetz gerettet werden können, Gott hätte das geliebt. Gott liebt sein Gesetz. Wie kann man als Christ das Wort gesetzlich negativ verwenden? Das Problem ist nur, das Gesetz kann es nicht. Wenn es möglich wäre, hätte Gott das Gesetz zu unserem Erlöser gemacht, weil das Gesetz ja ihn selbst beschreibt. Aber das Gesetz ist nichts weiter als die Information, so müsstest du leben. Und Information auf Stein verändert mein Leben nicht, oder? Ich kann die Information lesen. Ich kann lesen, du sollst nicht töten. Aber das Interessante ist, die Buchstaben, die hier stehen, obwohl sie wahr sind, obwohl sie richtig sind, obwohl sie Gottes Ideal sind, diese Buchstaben machen nicht, dass ich nicht mehr lästere. Und wenn ich mich mit meinem sündigen Herzen vor das Gesetz stelle und sage, ich will nicht mehr töten, hilft mir das Gesetz dabei? Es sagt mir nur jedes Mal wieder, du hast gelästert.

[49:08] Wir müssen aus dem Glauben an Christus leben. Weiter Vers 22. Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen. Das Wort zusammengeschlossen im Griechischen ist total interessant. Es wird im Neuen Testament nur noch verwendet in Lukas, wo die Fischer das Netz auswerfen und alle Fische in ein Netz einschließen. Wir alle zappeln im Netz der Sünde. Da kommt keiner ohne Jesus raus. Es wird auch verwendet in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments von Jericho, das umzingelt wird. Kommt keiner mehr rein, keiner mehr raus. Niemand von uns ist außerhalb dessen. Wir sind alle eingeschlossen, weil wir alle Sünder sind. Niemand kann sagen, naja, das ist ein Problem von den anderen. Das sind die Sünder, das sind die Heiden. Ich versuche mal, das Gesetz zu halten. Wir sind alle eingeschlossen. Wir alle zappeln drinnen und deswegen sind wir am Ende auch alle gleich. Damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die Glauben.

[50:17] Vers 23. Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. Jetzt könnt ihr einen Vers verstehen oder eine Aussage von Paulus verstehen, die oft vorkommt, nämlich unter dem Gesetz. Schon mal gehört? Unter dem Gesetz. Und dann sagt er, wir sind nicht mehr unter dem Gesetz. Und dann gibt es Leute, die sagen, preis den Herren, zehn Gebote, weg damit. Aber lest den Vers nochmal. Was bedeutet es, unter dem Gesetz zu sein? Verschlossen. Lasst mich das illustrieren. Stellt euch vor, ihr geht in einen Laden und denkt euch, meine Güte, ich habe heute diesen Monat zu wenig Geld, ich brauche das aber dringend. Nehme ich es mir einfach. Ist es ein Gesetzesbuch, ja oder nein? Okay. Aber man nimmt sich das vielleicht und denkt sich, es war halt notwendig. Man macht sich keine schlechten Gedanken bis die Polizei kommt. Und wenn die Polizei einen in Gewahrsam nimmt und einschließt, bis man freigekauft ist, dann sagen wir doch alle, man ist jetzt in den Fängen des Gesetzes. Man ist mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Warum hält mich die Polizei fest? Damit ich nicht noch mehr Unsinn mache, oder? Wenn ich jetzt befreit werde, wenn jemand für mich die Kaution bezahlt, bin ich dann noch unter dem Gesetz?

[51:59] Okay, ihr habt es nicht verstanden, nochmal. Ich gehe in den Laden. Gibt es ein Gesetz, das sagt, du sollst nicht Ladengüter stehlen, ja oder nein? Okay. Ich stehle das, bin ich jetzt ein Sünder, ja oder nein? Bin ich schon unter dem Gesetz? Nein, weil das Gesetz hat mich noch nicht gefasst. Aber dann kommt die Polizei, nicht wahr? Fasst mich und sagt, du bist ein Sünder, du bist ein Dieb. Das war ich vorher auch schon, aber jetzt weiß ich es. Jetzt wird es mir nochmal deutlich gesagt, die ganze Kraft des Gesetzes wird mir entgegengebracht und jetzt kann ich mich nicht mehr bewegen. Ich bin jetzt bewusst, ich bin verloren. Jetzt bin ich unter dem Gesetz. Ich bin verschlossen. Ich bin eingeschlossen. Jetzt kommt jemand und befreit mich. Dann bin ich frei. Ich bin nicht mehr in der Gewahrsam der Polizei, aber das Gesetz existiert immer noch. Nur die Polizei nimmt mich nicht mehr gefangen, weil ich ja jetzt das Gesetz halte. Unter dem Gesetz zu sein bedeutet nicht frei zu sein, es bedeutet nicht das Gesetz zu halten, sondern unter dem Gesetz zu sein bedeutet, ich bin unter der Verurteilung des Gesetzes, weil ich es breche. Versteht ihr? Unter dem Gesetz zu sein bedeutet nicht, ich muss das Gesetz halten, sondern ich bin verurteilt vom Gesetz, weil ich es breche.

[53:21] Gehen wir weiter. Vers 24, 25. So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin. Das Wort Lehrmeister könnt ihr gleich streichen. Das meint gar nicht Lehrmeister. Das Wort Lehrmeister ist Paidagogos. Paidagogos klingt so ähnlich wie Pädagoge. Das ist doch Lehrmeister, oder? Im Griechischen ist der Paidagogos der Pädagoge. Pais ist Kind und agro heißt leiden. Das ist der, der das Kind zur Schule bringt. Also nicht der Lehrer, sondern damals war es so, zumindest bei Eltern aus gutem Hause, die hatten dann Kinder, die sollten nicht auf der Straße Unsinn machen, weil selbst die Kinder aus gutem Hause, wenn die zur Schule gehen, vielleicht kennt ihr das auch nicht, man geht nicht mal den direktesten Weg, oder? Man sieht doch irgendjemand spielen, man biegt ab und sagt später Schule war heute frei. Das ist aber für Leute aus gutem Hause eine Schande, wenn die eigenen Kinder da nicht zur Schule gehen, sondern vom Weg abdriften. So hatten also die Leute aus gutem Hause, hatten einen extra Sklaven, den Paidagogos, der hat dafür gesorgt, dass die Kinder zur Schule gehen. Der hat sie begleitet und wenn dann ein Kind meinte, ach lass mich in die Richtung laufen, hat er gesagt, hey bleib hier, bleib hier. Der Paidagogos hat nicht die Kinder unterrichtet, er hat nur sichergestellt, dass die Kinder zum Unterricht gehen und das Gesetz ist ein Paidagogos. Es ist jemand, der mich zum Unterricht leitet. Es stellt sicher, dass ich auch beim Unterricht ankomme, denn wenn ich das Gesetz lese, dann werde ich nicht abdriften, weil das Gesetz sagt, nein du darfst da nicht lang, du darfst da nicht lang, nein geh da nicht lang, tu das nicht lang und es führt mich, sowohl das Zeremonialgesetz als auch die zehn Gebote, sie alle führen mich zum Lehrer. Und wer ist der Lehrer? Jesus, weil wir aus der Verheißung Erben sind.

[55:22] Das Gesetz hat eine enorme Rolle, eine wichtige Rolle, es leitet zu Christus. Vers 25, nachdem wir aber der Glaube gekommen sind, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister. Mit anderen Worten, wenn ich jetzt Jesus glaube und von ihm lerne, dann halte ich immer noch das Gesetz, aber das Gesetz sagt mir nicht mehr falsch, falsch, falsch, falsch, sondern ich bin ja schon bei Jesus. Das Gesetz muss mich nicht mehr zu Jesus führen, weil ich bin ja schon da und Jesus ist ja die Verkörperung des Gesetzes.

[55:51] Vers 26, denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Und das ist das, was er schon vorher gesagt hatte in Vers 7, Schottmann Vers 7, so erkennt auch, die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Kinder, nicht menschliche Abstammung, sondern der Glaube. Denn ihr alle, Vers 27, denn ihr alle seid in Christus hineingetauft, ihr habt Christus angezogen.

[56:23] Jetzt lasst uns kurz das nochmal verstehen. Die Verheißung ist gemacht zwischen wem? Zwischen Gott dem Vater und Jesus. Primär ist die Verheißung nicht zwischen Gott dem Vater und Menschen, sondern zwischen Gott dem Vater und Jesus und deswegen ist sie so sicher, weil erstens Gott hat bei sich selbst geschworen, dass es so kommen wird und zweitens zwischen Jesus und Gott dem Vater muss man nicht vermitteln, sie sind eins und deswegen ist diese Verheißung in jeglicher Hinsicht sicher. Und alles worum es im christlichen Leben geht, ist, dass wir mit Jesus verschmelzen, denn wenn er der Erbe ist und ich eins mit ihm bin, was folgt dann? Dann bin ich auch Erbe. Ich muss in Jesus sein, denn Jesus ist der Erbe. Jesus erbt die Welt, er erbt Kanaan, er erbt all diese Dinge und nur wenn ich Christus angezogen habe.

[57:21] Könnt ihr euch erinnern, dass wir vor zwei Predigten zuvor dieses Thema hatten mit Christus gekreuzigt? Jesus wurde Mensch, damit wir Christen werden. Jesus wurde Mensch, damit wir Christen werden. Ellen White spricht davon, dass das Wesentliche der Religion darin besteht, wie kriege ich meine Menschheit in Jesus hinein, denn in Jesus erfüllen sich die Verheißungen. In Jesus. In Römer 6, Vers 3 und 4 wird deutlich, dass die Taufe genau das ausdrücken will. In Römer 6, Vers 3 und 4. Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit gleich wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Paulus sagt in Galater 2, ich bin mit Christus gekreuzigt, nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.

[58:39] Lieber Bruder, liebe Schwester, lieber Freund, liebe Freundin, leben wir mit Jesus. Übrigens, da heißt es, man muss Jesus anziehen. Wie oft müsst ihr euch denn anziehen? Wie hat Gott es dem Adam und Eva deutlich gemacht? Er hat ihnen ein Kleid gegeben, oder? Als sie das Kleid anzogen, da haben sie nach der Verheißung Jesus angezogen. Wenn wir jeden Tag uns anziehen müssen, müssen wir auch jeden Tag Jesus anziehen. Er ist nicht einmal getauft, immer gerettet. Die Taufe ist nur ein Symbol dafür, dass ich Tag für Tag Christus anziehen muss, dass ich Tag für Tag aus den Verheißungen lebe, in dem Bewusstsein, Gott hat die Verheißung nicht hingeschrieben, um mir mal einen schönen Tag zu machen. Die Verheißungen in der Bibel sind nicht dazu da, dass wenn es mir mal schlecht geht, ich mal wieder ein bisschen Mut habe. Die Verheißungen in der Bibel sind dazu da, damit ich verstehe, wie kann ich die Welt ehren, weil Gott seine ganze Existenz, sein ganzes Königreich in einem Schwur, dem höchsten, was er machen konnte, damit verbunden hat und gesagt hat, in Christus wird die Erlösung sein und jeder, der, wie wir letztes Mal gesehen haben, aus Glauben lebt, der das glaubt, wird die Verheißung in Anspruch nehmen können.

[1:00:13] Übrigens, sagt die Bibel auch in Römer 13, Vers 14, wer Christus angezogen hat, in Römer 13, Vers 14, sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und fliegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden. Wer Christus anzieht, der lebt auch wie Christus, der denkt wie Jesus. Das ist nicht nur ein Mantra, das ist nicht nur eine Lebensversicherung, das ist tatsächlich eine Realität fürs Leben.

[1:00:45] Könnte es sein, dass die Erweckung und Reformation, von der wir so viel reden, die wir uns so sehr wünschen für unser eigenes Leben, dass die zusammenhängt mit einem Verständnis der Verheißung Gottes. Römer 3, Vers 28, Galater 3, Vers 28, fast am Ende angelangt, Galater 3, Vers 28, Paulus sagt, und das ist so ein schöner Satz, den kennt ihr bestimmt, da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus. In Jesus gibt es keine sieben Bürgen Sachsen und keine Ganal, keine Ostdeutschen und Westdeutschen, keine Schwaben oder Jugoslawen, in Jesus gibt es nur Christen. Jesus ist das Ende aller Grüppchenbildung und Jesus ist die Garantie echter Einheit. Wenn wir das verstehen, wenn wir Jesus beim Wort nehmen, wenn wir aus den Verheißungen leben, wird es Einheit geben. So oft denken wir, oh meine Güte, wir müssen Einheit haben, wir müssen uns bemühen, die Einheit, wir müssen mit einer reden, wir müssen die Probleme ausdiskutieren, wir müssen mal sagen, was richtig Sache ist. Nein, nein, nein, nein, nein, wir müssen uns Christus übergeben, wir müssen am Kreuz hängen, dann wird es Einheit geben. Wir müssen aus den Verheißungen Gottes leben, dann sind wir alle eins, denn wenn ich in Christus bin und du in Christus bist, dann sind wir alle Christen und alle, wie es hier heißt in Vers 19, wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same. Und nach der Verheißung erben.

[1:02:54] Ihr Lieben, möchtet ihr die Welt erben? Das größte Erbe, das jemals vergeben worden ist, bestätigt durch den größten Schwur, den das Universum jemals gehört hat, bestätigt durch die größte Transaktion, die jemals das Universum gesehen hat, nämlich dass Jesus Christus selbst Mensch wurde, den Fluch auf sich nahm und die Menschheit mit Gott versöhnte, so dass es keinen Mittler mehr zwischen Jesus und Gott dem Vater brauchte, sondern diese Einheit hergestellt ist. Wollt ihr dieses Erbe haben?

[1:03:35] In Römer 8, Vers 17, da lesen wir, Römer 8, Vers 17, wenn wir aber Kinder sind, sagen wir nicht so oft, wir sind die Kinder Gottes, Gott ist unser Vater, wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus, wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden. Wer eine Erbschaft antritt, kann auch Probleme bekommen, oder? Es könnte sein, dass man Schwierigkeiten bekommt, dass Leute einen angreifen, dass Leute gegen einen arbeiten. Wer das wahre Erbe annehmen möchte, wird erleben, dass er in Konflikte kommt, dass Leute ihm dieses Erbe abgönnen, dass der Satan versucht, von dem Erbe abzuhalten. Man wird leiden, so wie ein normaler, jemand, der ein Erbe vielleicht Probleme hat, der muss vor Gerichte, muss dies und jenes, der muss sich streiten, bis er das Erbe bekommt. Wir werden Probleme haben, wir werden Konflikte haben, wir werden leiden, aber ihr Lieben, ist es das Erbe wert? Ein ewiges, unvergängliches Erbe, das ewige Leben mit Erbe des Christus.

[1:04:46] Letzter Vers, Offenbarung 21, Vers 7. Wir werden gleich singen, Erbe des Reiches. Und wenn wir das gleich singen werden, dann denkt an diesen Vers. Als Johannes die neue Erde, den neuen Himmel, die Stadt Jerusalem, all die Schätze der Welt, wie Gott sie plant, sieht, da hörte die Worte Gottes, wer überwindet, der wird alles erben und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Die Verheißungen werden uns überwinden lassen. Die Verheißung sagt, Christus wird dem Satan den Kopf zertreten. Wenn wir jetzt singen, dann lasst uns darüber nachdenken, was es bedeutet, aus der Verheißung zu leben und durch die Verheißung in Christus überwindet zu sein. Ich möchte erben, du auch?

[1:06:02] Lieber Vater im Himmel, du hast so ein wunderbares Erbe für uns. Vergib uns, dass wir so selten wirklich darüber nachdenken, was du uns schenken möchtest. Die ganze Welt, ewiges Leben und eine Ewigkeit mit dir. Und danke, dass wir sehen dürfen, dass dieses Erbe nicht auf irgendwelchen Leistungen beruht, die wir erbringen, sondern auf der Verheißung, auf deinem Wort, das die Kraft hat auszuführen, wozu du es sendest. Danke, dass wir heute sehen durften, dass deine Verheißungen nicht nur nette Sprüche sind, sondern sie verbunden sind mit einem Schwur, dass du selbst bei dir selbst geschworen hast, weil es keinen höheren gab, weil du zeigen wolltest, dass alles, was du bist und hast, dass du mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele dich dafür einsetzt, dass wir dieses Erbe haben können. Du hast es keinem Menschen anvertraut, das zu erringen, sondern du hast deinen eigenen Sohn gesandt, selbst Gott wie du, damit es ja kein Versagen gibt, weil es zwischen dir und ihm keinen Mittler brauchte. Und er hat für uns dieses Erbe errungen. Er ist der, der sich dafür qualifiziert hat und er schenkt es uns, wenn wir mit ihm sind.

[1:07:41] Und so lass uns jeden Tag Christus anziehen. Lass uns jeden Tag, wenn wir aufwachen, uns daran erinnern, dass unser alter Mensch ans Kreuz gehört und dass Christus in uns leben soll. Und wenn wir jetzt hier stehen vor dir, lieber Vater, möchten wir uns erneut entscheiden, aus ganzem Herzen, aus deinen Verheißungen zu leben. Im Namen Jesu. Amen.


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