In dieser Predigt, gehalten von Eric Flickinger im Rahmen des Erweckungswochenendes 2017, wird die Bedeutung von Entschlossenheit und Ausdauer im christlichen Glauben beleuchtet. Anhand von biblischen Geschichten und persönlichen Anekdoten wird gezeigt, wie Entschlossenheit uns befähigt, Herausforderungen zu meistern und Gottes Willen zu tun. Die Botschaft ermutigt dazu, den Glauben aktiv weiterzugeben und auf die baldige Wiederkunft Jesu vorbereitet zu sein.
Die Reformation geht weiter – 1. „Ein Vermächtnis mit einem Ziel“
Eric Flickinger · Erweckungswochenende 2017: Die Reformation geht weiterWeitere Aufnahmen
Serie: Erweckungswochenende 2017: Die Reformation geht weiter
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:24] Schönen guten Morgen und gesegneten Sabbat! Es freut mich sehr, heute Morgen mit euch zusammen zu sein. Wir beginnen heute Morgen eine schöne Reise zusammen. Es tut mir leid, dass mein Deutsch nicht ein bisschen besser ist, aber es ist eine lange Zeit, seit ich in Deutschland gelebt habe und es gibt nicht so viele Gelegenheiten, Deutsch in Amerika zu sprechen. Aber ich bin so froh, dass ich diese Gelegenheit jetzt habe. Ich möchte mit euch einige Botschaften heute teilen und ich bete und hoffe, dass diese Botschaften ein Segen für euch sein werden. Es ist ein besonderer Segen für mich, dass es mir möglich ist, diese Botschaften im Land meiner Geburt zu predigen, quasi im Schatten der Stadt, in der ich geboren worden bin.
[1:58] Wenn wir jetzt im 500. Jubiläumsjahr der Reformation leben, haben wir eine wirklich ungewöhnlich gute Gelegenheit. Eine Möglichkeit, diese Reise weiterzuführen, die Martin Luther vor 500 Jahren begonnen hat. Es ist eine Gelegenheit, die Gott uns auch ganz persönlich gibt. Und wenn wir das wirklich ernst nehmen, dann wird Jesus sehr, sehr bald wiederkommen. Aber wenn wir diese Gelegenheit einfach so verstreichen lassen, werden wir vielleicht noch eine ziemlich lange Zeit hier sein.
[2:53] Ich bin der Erste, der zugibt, dass die Gegend um Stuttgart eine wirklich schöne, landschaftliche Gegend ist. Aber gemäß der Bibel, wird die Zukunft von diesem Zeitpunkt angesehen jetzt noch besser werden oder schlechter? Es wird schlimmer werden. Also das Beste, was das Leben noch zu bieten hat, bevor Jesus wiederkommt, das ist, was wir gerade erleben. Also von jetzt an geht es mehr oder weniger bergab. Während also Stuttgart eine ganz schöne Gegend ist, viel schöner als jetzt wird es nicht mehr werden auf dieser Erde. Ich glaube, Stuttgart ist schön, aber wer von euch glaubt, dass der Himmel sogar ein klein wenig schöner sein könnte? Also ich glaube, da stimmen wir alle überein.
[4:13] Wir wollen also heute darüber nachdenken, wie wir unsere Augen gen Himmel richten können. Also heute und auch morgen bei der Sprecherschulung wird es darum gehen, was wir tun können, um die Wiederkunft des Herrn zu beschleunigen. Und ich hoffe, dass ihr geplant habt, den ganzen Nachmittag heute auch hier zu sein und auch morgen dann vorbeizukommen. Wir werden unter anderem heute noch einige Dinge bekannt machen, wo es darum geht, wie ihr mit ganz tollem Material euren Glauben anderen weitergeben könnt, so dass ihr eure Nachbarn erreichen könnt und ihnen helfen könnt, ebenfalls für die Wiederkunft Jesu vorbereitet zu sein.
[5:10] Heute morgen soll es aber um ein Thema gehen, das ich überschrieben habe: „Ein Erbe der Entschlossenheit“. Martin Luther hat etwas begonnen, das wir jetzt voranbringen oder weiterführen können, was ein Privileg für uns ist. Und um diese Botschaft so richtig zu beginnen, möchte ich euch ein Zitat vorlesen. Dieses Zitat kommt aus einem Buch, das heißt „Ein kleines Handbuch fürs Leben“ und es geht folgendermaßen: „In der Konfrontation zwischen dem Wasserstrom und dem Felsen gewinnt der Wasserstrom immer. Nicht durch Kraft, aber durch Ausdauer.“
[6:13] Lasst uns noch einmal mit einem Gebet beginnen. Lieber Vater, wir danken dir für das Vorrecht, das du uns heute gibst. Wir bitten dich, dass du uns segnest, wenn wir jetzt dein Wort aufschlagen und wir bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist unsere Herzen berührst. Hilf uns, diese Entschlossenheit zu haben, die auch Martin Luther ausgezeichnet hat, so dass wir Jesus sehr bald in den Wolken wiederkommen sehen können. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.
[6:57] Ich möchte euch eine Frage stellen. Wer von euch liebt Geschichten? Ich liebe Geschichten. Und es gibt eine Geschichte, eine Art von Geschichte, die ich vor allen anderen Arten liebe, und das sind die wahren Geschichten. Wer von euch mag wahre Geschichten? Die sind viel besser als die, die man sich selbst ausdenkt. Also eine wahre Geschichte.
[7:27] Diese Geschichte handelt von einem jungen Jungen, der Frederick Miles hieß. Er wurde auf einer Farm im Bundesstaat Ohio in den Vereinigten Staaten geboren. Das war 1905. Und als ein kleiner Junge, als ein Baby, war er auf dem Boden seiner Mutters Farmhaus. Er krabbelte unter dem Nähtisch seiner Mutter und als er unter dem Nähtisch seiner Mutter krabbelte, ist etwas passiert. Er krabbelte über eine lange vergessene Nadel und sie hat sich in seinem Nacken befestigt. Und seine Mutter hat nicht realisiert, was passiert ist. Aber nach einiger Zeit hat das Knie angefangen, wirklich stark anzuschwellen und es ist dann infiziert gewesen. Und als man dann herausgefunden hat, was wirklich vorgefallen war, und man den Rest der Nadel noch entfernen konnte, war es schon zu spät.
[8:58] Von diesem Zeitpunkt an ist das Bein nicht mehr so gewachsen, wie es eigentlich hätte sein sollen, vom Knie abwärts. Es war sehr schwierig für ihn, die Farmarbeit zu tun, die er eigentlich, wie er wusste, tun sollte, denn er hatte ein gutes Bein und ein Bein, das einfach nicht mitmachen konnte. Aber auch wenn er physisch herausfordernd war, war sein Geist sehr scharf. Er war sehr gut in der Hochschule und er wurde für das College akzeptiert. Aber er hat dann irgendwann Folgendes realisiert: Wenn er wirklich im College vorankommen wollte, muss etwas mit seinem Bein geschehen, denn diese Behinderung würde ihn einfach zurückhalten.
[10:08] Und er hat dann eine Entscheidung getroffen, die nicht viele Kinder in der Highschool treffen müssen. Er hat die Entscheidung getroffen, dass sein Bein amputiert werden soll. Er ist also in die Stadt Chicago gefahren und hat dort die Operation durchführen lassen. Er hat dann einige Dinge durchgemacht, um seine Mobilität wieder zu erlangen. Und als er dann mit seinem künstlichen Bein wieder laufen konnte, ist er zum College gegangen. Er hat im College gute Noten gehabt und konnte dann Medizin studieren. Er wollte lernen, wie man anderen Menschen hilft.
[11:16] Als er dann das Medizinstudium abgeschlossen hatte, hat er dann in die Schule gegangen und hat weiterführende Studien betrieben. Er hat dann in einem der besten Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten. Dann ist er zurück nach Ohio gegangen und hat dort seine eigene Praxis als Arzt aufgemacht. Er war aber nicht einfach nur irgendein Arzt, er wurde ein Psychiater. Und die Chirurgie, die er praktizierte, war alles in der Körperbewegung. Herzchirurgie, Lungensurugerie, Ösophaguschirurgie. Und im Laufe seiner 40 Jahre als Arzt hat er Tausende von Operationen gemacht. Und in den 40 Jahren seines Chirurgendaseins hat er Tausende von Operationen durchgeführt. Er hat auch nicht ein einziges Mal einen Patienten verloren. In diesem Teil des Landes war er einer der respektiertesten und meistverlangtesten Chirurgen überhaupt. Er hat dann geheiratet, hat vier wunderbare Kinder gehabt und er hat sie erzogen, sodass sie ein gutes Leben haben konnten.
[13:02] Und wenn man zurückschaut in sein Leben, als es begonnen hatte, würde man denken, da hätte nicht viel Gutes draus entstehen können. Er war ein behindertes Kleinkind, das auf einem Bauernhof geboren worden ist. Aber er wurde ein exzellenter Chirurg, der Tausenden Menschen das Leben gerettet hat. Warum kenne ich die Geschichte von Frederick Miles so gut? Weil Frederick Miles Flickinger, der Chirurg, den wir heute kennen, mein Großvater war.
[13:39] Er hat mir viele Dinge beigebracht, als ich aufgewachsen bin. Aber eine Sache, die er mir besonders beigebrachte, war Folgendes: Die Wichtigkeit der Entschlossenheit. Eine Entschlossenheit, die sich nicht davon ablenken lässt, was man tun kann. Er hat mir auch die Wichtigkeit der Entschlossenheit, Gott kennenzulernen und was er für mich tun kann. Denn er hat mit jedem einzelnen Patienten, der bei ihm war, Folgendes gesprochen, bevor sie in die Operation gegangen sind. Er hat immer gesagt: „Ich kann dich operieren und ich kann das und jenes reparieren. Aber nur Gott kann dich heilen.“ Er hatte also ein gutes Verständnis von der Beziehung zwischen Gott und Menschen und die Wichtigkeit, hart zu arbeiten, um zu erreichen, was Gott uns will.
[15:00] Ich möchte heute Morgen mit euch ein paar Geschichten der Bibel anschauen. Geschichten von Menschen, die entschlossen gewesen sind. Menschen, die aufgrund ihrer Entschlossenheit Veränderungen in ihrem Leben erlebt haben. Die erste Geschichte, die finden wir im Buch Markus Evangelium, mit Bezug auf Vers 24 bis 30.
[17:25] Und sie kommt zu Jesus und bittet ihn: „Hilf bitte meiner Tochter.“ Und mit einem Wort, was ist Jesu Antwort? Er sagt nein. Das klingt nicht so wie der Jesus, den wir kennen, oder? Wir wissen, Jesus möchte allen helfen, die besessen sind, die krank sind, die von der Sünde beladen sind. Er sagt dieser Frau nicht nur: „Nein, ich werde dir nicht helfen.“ Wie nennt er sie? Er nennt sie ein Hund? Das klingt nicht so wie der Jesus, den wir kennen, oder?
[18:21] Also wer von euch würde mir zustimmen, dass hier noch irgendetwas stattfindet, was man nicht sofort an der Oberfläche sieht? Also was passiert hier eigentlich wirklich? Vielleicht können wir hier einige Teile zusammensetzen. Wer von euch ist eine Mutter hier? Wenn du ein Kind hättest und dein Kind ist krank, und du wüsstest, Jesus kann deinem Kind helfen, und du würdest zu Jesus gehen und ihn bitten, deinem Kind zu helfen, und Jesus würde Folgendes sagen: „Nein, es tut mir leid, ich werde dir nicht helfen.“ Was würdest du tun? Würdest du sagen: „Oh, es tut mir leid, dass ich dich belästigt habe, hab noch einen schönen Tag.“ Würdest du das sagen?
[19:34] Vielleicht sagen einige von euch: „Ja, hängt davon ab, welches Kind jetzt krank ist.“ Nein, natürlich würdet ihr das nicht sagen. Was würdet ihr tun? Man würde ihn nochmal fragen, oder? Man würde das nochmal versuchen, weil es dein Kind ist und du weißt ja, dass Jesus helfen kann. Glaubt ihr, dass Jesus das wusste? Glaubt ihr, er wusste, dass sie ihn nochmal fragen würde? Natürlich wusste er das.
[20:15] Was Jesus hier erkannt hat, ist so ein Moment, wo man etwas beibringen kann, wo man etwas vermitteln kann. Die religiösen Führer der Zeit von Jesus lehrten über solche Frauen wie diese Frau, dass es im jüdischen Denken zwei Klassen von Menschen gab: Da waren die Juden und da waren die Heiden. Sie war eine Heide. Die Juden glaubten, dass die Heiden unrein sind. Mit denen hat man sich nicht befasst und nichts mit ihnen zu tun gehabt. Die waren so ein bisschen wie die Hunde. Was Jesus tat, war für einen Moment, dass er sie so behandelt, wie die jüdischen Führer sie behandeln würden. Denn er wollte seinen Jüngern eine Lektion beibringen, die sie niemals vergessen würden.
[21:33] Zuerst hat er sie einfach so beiseite geschoben. Aber er wusste, sie wird wiederkommen. Sie wird sich nicht einfach so abwimmeln lassen. Und sie kam zu Jesus zurück und sagte: „Ich bitte ja nicht um die ganze Welt. Ich bitte nur um etwas Kleines. Bitte heile doch einfach nur meine Tochter. Mehr bitte ich ja gar nicht.“ Und als Jesus sah, dass die Frau wiederkommt, als er ihre Entschlossenheit und Ausdauer sah, als er ihre Entschlossenheit sah, hat er gesagt: „Jetzt werde ich deinen Wunsch erfüllen. Ich werde diese Bitte erfüllen.“ Und so hat er das getan.
[22:30] Er wollte seinen Jüngern vermitteln, wie wichtig es ist, im Gebet und im Bitten geduldig und entschlossen zu sein. Denn er wusste, dass sie in ihrem Leben und in ihrem Dienst großen Herausforderungen begegnen würden. Dass sie nicht immer beim ersten Mal gleich den Sieg erringen würden. Aber dass sie ganz entschlossen bleiben sollten und dranbleiben sollten, damit das Werk getan werden konnte. Er hat also diese Begegnung mit der syrophönischen Frau gebraucht, um den Jüngern diese Lektion zu vermitteln.
[23:22] Die Frage also nun ist Folgendes: Haben sie die Lektion gelernt? Es gibt einen Hinweis für die Antwort. Ihr lest die Bibel in eurer Geschichte. Wenn ihr die Geschichte in der Bibel lest, dann heißt es, sie haben die Idee dann verstanden. Wenn ihr über die Jünger nachdenkt, wie viele von denen sind einen natürlichen Tod gestorben? Nur einer, das war Johannes. Die Historiker sagen uns sogar, dass man ihn versucht hat zu töten, es hat aber nicht funktioniert. Der Rest von ihnen war treu zu Jesus bis zum Tod. Sie waren willig, vorwärts zu gehen, egal was es kosten würde. Sie würden nicht aufgeben. Sie haben nicht einfach alles fallen lassen. Sie sind vorangeschritten und waren entschlossen, egal was die Konsequenzen davon sein würden.
[24:49] Lass uns eine andere Geschichte anschauen. Das hat auch mit Jesus direkt zu tun. Im Lukas Evangelium Kapitel 22. Dort schauen wir uns Vers 42 bis 44 an. In Lukas 22 und dort ab Vers 42. Da lesen wir die Geschichte von Jesus im Garten Gethsemane. Da sehen wir, wie Jesus im Garten Gethsemane begonnen hat, die Sünden der Welt auf seine Schultern zu nehmen. Von dem Zeitpunkt seiner Geburt bis zum jetzigen Zeitpunkt hat er immer in die bewusste Wissenschaft seiner Vaters Präsenz gegangen. Sie waren immer zusammen. Aber als er die Sünden der Welt auf seine Schultern nahm, begann etwas. Die Bibel sagt uns, dass Sünde uns von Gott trennt. Als diese Sünden auf Jesus Schultern kamen, meine Sünden, deine Sünden, da begann diese Trennung von seinem Vater. Und als diese Trennung begann, war Jesus wirklich verzweifelt.
[26:28] Und in Vers 42 bis 44 finden wir diesen Teil der Geschichte. „Und er sprach: Vater, wenn du diesen Kelch von mir nehmen willst, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger. Sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“
[27:00] Eine wirklich außergewöhnliche Geschichte. Wusste Jesus, was kommen würde? Wusste er, dass er von einem seiner Jünger verraten werden würde? Wusste er, dass sie ihn verlassen würden? Wusste er, dass man ihn anspucken würde? Wusste er, dass man ihn schlagen würde? Wusste er, dass man ihn kreuzigen würde? Er wusste, was das Alte Testament über das Schicksal des Messias berichtete. Er wusste, dass all diese Prophezeiungen sich erfüllen würden. Glaubt er, er war begeistert über das, was jetzt passieren würde? War er froh, dass das jetzt passieren würde?
[28:07] Wenn ihr wüsstet, dass ihr geschlagen werden würdet, und dass man euch anspucken würde, auspeitschen würde und schließlich kreuzigen würde, würdet ihr sagen: „Ich kann gar nicht drauf warten, ich bin unbedingt dabei.“ Würdet ihr so fühlen? Wahrscheinlich nicht. Er hat auch sich nicht so gefühlt. Er hätte es auch gut gefunden, wenn der Plan der Erlösung irgendwie anders funktionieren hätte können, dass er nicht durch all das hindurch gehen müsste.
[28:49] So sagt er in Vers 42: „Wenn es möglich ist, wenn es dein Wille ist, dann nimm diesen Kelch von mir.“ Wenn es irgendeine andere Alternative gibt für diesen Plan der Erlösung, wo ich nicht durch das hindurch gehen muss, dann hätte ich Interesse zu wissen, wie das geht. Aber dann sagt er: „Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe.“ Nicht mein Wille, Vater, sondern dein Wille, Vater, geschehe.
[29:26] Jesus war bereit, dahindurch zu gehen. Er war entschlossen, dahindurch zu gehen, wenn das geschehen musste. Die Bibel sagt uns im Hebräer, dass er das Kreuz erduldete, trotz der Schmach und der Scham. Warum hat er das erduldet? Warum ist er durch diese Scham der Kreuzigung gegangen? Im Hebräer lesen wir, dass er das tat, wegen der Freude, die ihm vorgesetzt war.
[30:16] Als ich das zum ersten Mal las, konnte ich das gar nicht verstehen. Welche Freude? Welche Art von Freude bekommt man, wenn man gekreuzigt wird? Welche Freude erfährt man, wenn man nackt ausgezogen wird und an ein Kreuz gehängt wird? Und doch sagt die Bibel, dass er dieses Kreuz erduldet und diese Schmach und Schande wegen der Freude, die vor ihm lag. Was war also diese Freude? Die Freude, das waren du und ich, dass wir die Gelegenheit bekommen können, das Königreich des Himmels zu erben.
[31:10] Er hat also über das Kreuz hinaus geschaut. Weiter als die Schande. Über diese Verlassenheit hinweg. Über das hinaus, was er gerade in seinem Leben erlebte. Er schaute in die Zukunft. Und als er sah, dass wir in das Reich der Himmel eintreten können, da hat er gesagt: „Für diese Freude werde ich hindurch gehen.“ Wenn Jesus vor 2000 Jahren nicht entschlossen gewesen wäre, hätten wir keine Hoffnung.
[31:54] Es ist ein wunderschönes Bild dafür, was möglich ist, wenn wir mit Gott verbunden sind. In der Offenbarung werden jene beschrieben, die ganz am Ende der Weltgeschichte leben. Es heißt, dass sie die Gebote Gottes halten und dass sie den Glauben Jesu haben. Was ist dieser Glaube Jesu? Der Glaube Jesu ist genau das, was wir gerade hier im Garten von Gethsemane gesehen haben. Dieser Glaube, der gesagt hat: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“ Und Gottes Kinder, die in der letzten Zeit dieser Weltgeschichte leben werden, brauchen genau diesen Glauben.
[32:51] Und das ist kein Glaube, den wir herstellen können, indem wir unsere Zähne knacken und nach vorne drücken oder indem man die Zähne zusammenbeißt und sich einfach nur anstrengt. Ein Glaube ist das, der nur dann entsteht, wenn man sich wirklich tief in Jesus verliebt. Denn wenn wir Jesus wirklich lieben, dann ist es uns vollkommen egal, was der Rest der Welt mit uns macht. Dann ist es egal, welche Drohungen uns entgegengeschleudert werden. Dann ist es egal, was die Zukunft in diesem Leben bringt. Wenn wir Jesus mehr leben als alles andere in der Welt, dann können wir diese selbe Entschlossenheit, diese selbe Ausdauer haben, die Jesus im Garten Gethsemane hatte. Denn Jesus hat seinem Vater vertraut. Und wir können Jesus vertrauen.
[35:59] Paul, als er über seine Gemeinschaft sprach, sprach er über die vielen Gefahren, in denen er war. Einer davon ist in Vers 24 gefunden. Er sagt: „Fünfmal habe ich von den Juden 40 Schläge minus einen bekommen.“ Was ist die Bedeutung davon? Die Idee dahinter war, dass wenn man 40 Mal ausgepeitscht wird, das würde dann letztendlich zum Tod führen. Das war ein brutales Auspeitschen. Die Idee war also, der 40te Peitschenhieb wäre dann sozusagen der Todesschlag. Was sagt also Paulus, wenn er hier ausführt, dass er fünfmal 40 bekommen hat, minus 1? Er sagt also mit anderen Worten: „Fünfmal bin ich fast zu Tode geprügelt worden. Aber anstatt, dass mir dieser letzte Schlag noch gegeben worden wäre, der mich vom Schmerz erlöst hätte, stattdessen haben sie mir diesen letzten Schlag nicht gegeben, sodass ich weiter in diesen Schmerzen leben musste.“ Er hat das nicht einmal durchgestanden, sondern fünfmal. Er hat Schiffbruch erlebt, sagt es hier. Außerdem heißt es, dass er gesteinigt worden ist. Er ist mit Stöcken geschlagen worden. Immer und immer wieder ist er körperlich misshandelt worden. Warum hat er sich also all das angetan? Weil er Jesus liebte. Er ist also vorangegangen. Diese Liebe Jesu hat ihn gedrängt.
[38:23] Wenn wir Paulus zum ersten Mal in der Bibel begegnen, heißt er noch nicht Paulus. Was ist sein Name in der Bibel? Saul. Saul, wie wir ihn in den ersten Abschnitten seiner Geschichte beschreiben, war ein unglaublicher Feind der Christenheit. Die Bibel sagt, er schnaubte Mord und Drohung gegen die Christen. Es gab nur wenig Menschen, die noch heftiger gegen das Christentum Gewalt taten als Paulus. Er war wirklich ein ganz besonderer Feind des Werkes Gottes. Er hat versucht, Christen zu finden und hat sie dann ins Gefängnis geworfen, hat versucht, sie umzubringen. Und in der Geschichte von Stephanus sieht man ihn dann sehr deutlich in Aktion. Er hält dort nämlich die Kleider derer, die Stephanus tatsächlich steinigen. Es gab also nur wenige, die noch größere Feinde des Werkes Gottes waren als Saulus.
[39:52] Wir können uns vielleicht vorstellen, wie Gott im Himmel dort auf den Saulus herabblickt und sagt: „Das ist ein unglaublicher Feind der Wahrheit.“ Und wahrscheinlich gäbe es nur wenige von uns, die etwas dagegen gehabt hätten, wenn Gott ihn einfach zerstört hätte. Aber warum hat Gott das nicht getan? Es gibt einen sehr wichtigen Grund.
[40:26] Ich möchte, dass ihr euch etwas mit mir vorstellt. Stellt euch vor, es gibt zwei Armeen und jede Armee hat einen General, der sie anführt. Wenn eine Armee es schafft, den anderen General zu töten, dann ist natürlich die Armee des getöteten Generals geschwächt. Aber was passiert mit der anderen Armee? Nichts. Aber was, wenn stattdessen? Wenn stattdessen Folgendes passiert: Die beiden Armeen, die gegeneinander stehen und der General der einen Armee verlässt seine Armee und wendet sich zu der anderen Armee. Was passiert mit seiner ehemaligen Armee? Sie ist geschwächt. Und was passiert zu der anderen Armee? Die andere Armee ist jetzt gestärkt.
[41:43] Seht ihr, Gott hat den Saulus angeschaut und er verstand das Herz von Saulus. Er wusste, Saulus ist entschlossen. Er wusste auch, dass Saulus eigentlich Gott liebte und er wollte Gottes Willen tun. Aber er verstand Gottes Willen nicht. Und so hat Gott den Saulus auf diese Wegreise gebracht nach Damaskus. Und auf dem Weg nach Damaskus hat Saulus jemanden getroffen. Wen hat er getroffen? Er hat Jesus getroffen. Und er hat die Seiten gewechselt. Und es hat die Seite des Judaismus geschwächt und hat die Seite der Christenheit gestärkt. Und später ist dann Saulus Paulus genannt worden. Aufgrund dieser Erfahrung, die Saulus mit Jesus gehabt hat, war sein Herz verändert und sein Leben hat sich geändert. Und die Mehrheit des Neuen Testaments, die wir jetzt haben, weil Saul mit Jesus verliebt ist. Und er würde nicht von folgenden Jesus abgeholt werden.
[43:27] Ich möchte mit euch noch eine weitere Geschichte anschauen. Und diese findet man in den ersten Königen. Die finden wir in 1. Könige, 1. Könige 18, und dort Vers 41 bis 46. 1. Könige 18 Vers 41 bis 46. Das ist die Geschichte von Elia. Elia hatte für viele Jahre in einem Land gelebt, in dem es keinen Regen gab. Und die Menschen waren in einigen herausfordernden Zeiten. Aber dann hat Gott Elia gesagt: „Es ist Zeit, dass ich wieder den Regen sende. Ich möchte, dass du dem Ahab sagst, der Regen kommt.“ Also lasst uns die Geschichte in Vers 41 aufnehmen und durch Vers 46 lesen.
[45:27] „Und es kam ein gewaltiger Regen. Ahab aber bestieg den Wagen und fuhr nach Jisreel. Und die Hand des Herrn kam über Elia. Und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jisreel.“
[45:43] Glaubt ihr, dass Elia wusste, dass Gott den Regen senden würde? Natürlich hat er das gewusst. Was hat er also getan? Er hat gebetet und Gott darum angefleht, dass dieser Regen von ihm gesandt wird.
[46:06] Als Elia das erste Mal um Regen bat, hat Gott den Regen gesandt? Nein, hat er nicht gemacht. Warum nicht? Wenn er den Regen senden wollte und Elia wusste, dass Gott den Regen senden wollte, warum hat er nicht den Regen gesendet, als Elia das erste Mal gebetet hat? Das ist eine sehr wichtige Frage, die man stellen muss.
[46:35] Also erzählt Elia seinem Diener, er soll nachsehen und ihm sagen, was er sieht. Und der Bursche schaut und betrachtet sich das und er kommt zurück und Elia fragt ihn: „Was hast du gesehen?“ Was war die Antwort? Nichts. Was tut Elia? Er betet wieder. Er sendet seinen Knecht ein zweites Mal. Und das zweite Mal, als der Knecht zurückkommt, und Elia fragt ihn: „Was hast du gesehen?“ Und was ist die Antwort? Nichts.
[47:24] Wie glaubst du, wie Elia sich in diesem Moment gefühlt hat? Er wusste, Gott will den Regen senden. Und er bat doch Gott darum, dass der Regen gesandt wird. Aber Gott hat den Regen nicht gesendet. Die Bibel sagt uns, dass er sieben Mal gehen musste. Warum musste Elia sieben Mal bitten? Ist das einfach nur, weil Gott die Zahl sieben mag? Sodass man immer nur etwas sieben Mal tun muss, dann wird Gott es immer beim siebten Mal tun. Das wäre doch ziemlich einfach, oder? Dann würde uns das beim ersten, zweiten Mal gar nicht jucken, wir würden einfach das sieben Mal tun und dann wäre es sehr geschehen, oder?
[48:18] Aber hier ist die Sache. Stellt euch mal vor, Folgendes würde passieren. Stellen wir uns mal vor, du hast ein bestimmtes Verlangen. Lass uns mal sagen, vielleicht hast du nicht allzu viel Geld und du sagst vielleicht: „Ich wünschte, ich hätte mehr Geld. Lieber Gott, mach mich bitte zu einem Millionär.“ Und bumm, du bist ein Millionär. Wie würdest du dich fühlen? Einige von euch sind sich nicht ganz sicher, wie sie sich fühlen würden. Ihr würdet sagen: „Das ist doch wunderbar.“ Wenn das einmal funktioniert hat, dann sollten wir es gleich ein zweites Mal probieren. Also, mein Auto ist zwar ganz okay, aber es ist nur ein Honda, es ist kein Mercedes, es ist kein Porsche, es ist nicht in Stuttgart gebaut und ich möchte ein schönes Auto. Lieber Vater, ich hätte gerne einen Mercedes. Bumm, ihr habt einen Mercedes. Das war ziemlich gut. Ich lebe immer noch in einer Mietwohnung und ich bin immer noch etwas entfernt vom Wald und du weißt ja, wie sehr ich die Natur liebe. Wir haben auch nur zwei Schlafzimmer in unserer Wohnung und es wäre doch ganz toll, ein schöneres Heim zu haben. Vielleicht so am äußersten Rand der Stadt, sodass ich auch die Gelegenheit habe, meinen Mercedes mehr zu fahren. Lieber Vater, ich würde wirklich so ein richtig schönes Haus direkt am Waldrand außerhalb der Stadt haben. Bumm, du hast dein Haus. Und dann würdet ihr vielleicht denken, also wenn das funktioniert, dann würdet ihr vielleicht so denken: „Ich habe keine Lust mehr darauf, Single zu sein und ich würde wirklich gerne eine Frau haben. Und so sollte meine Frau wirklich sein.“ Bumm, bumm, bumm, bumm, bumm, bumm, bumm. Das möchte ich für mein Leben haben. Lieber Vater, gib mir eine Frau wie sie. Bumm, bumm, da ist sie.
[51:13] Wenn so das Gebet funktionieren würde, was würdet ihr vielleicht irgendwann glauben? Ihr würdet vielleicht irgendwann anfangen, so zu denken: „Ich sage Gott, was ich möchte und er tut für mich, was ich ihm quasi auftrage.“ In so einem Arrangement, wer hat da eigentlich die Kontrolle? Ich. Und es geht nur noch um mich. Ist das die Einstellung, die Gott sich für uns wünscht?
[52:00] Gott möchte genau die gegensätzliche Einstellung, die wir haben. Was ist also mit Elia in dieser Geschichte passiert? Wenn Elia durch das Gebet gleich sofort die Gebetserfahrung gemacht hätte, das wäre, was vielleicht passiert wäre. Vielleicht hätte Elia sich das ein bisschen selbst zugeschrieben. Was hat Gott also erlaubt, dass es passiert? Beim ersten Mal, als Elia gebeten hat, hat Gott nicht geantwortet. Das hat dem Elia die Gelegenheit gegeben, etwas sehr Wichtiges zu tun. Er hatte die Gelegenheit, sein eigenes Herz zu untersuchen und sich darüber Gedanken zu machen, ob da ein Teil Egoismus vielleicht in seiner Bitte mit enthalten war.
[53:10] Als Gott auch beim zweiten Mal seine Bitte nicht erhört hat, war das eine zweite Gelegenheit. Er konnte seine Motive zum zweiten Mal untersuchen. Und als er beim zweiten Mal die Antwort nicht bekam, gab Gott ihm eine dritte Gelegenheit und eine vierte und eine fünfte und eine sechste. Mit anderen Worten, jedes Mal, wenn Elia gebetet hat, war da weniger von Elia im Gebet und mehr von Gott. Bis zu dem Punkt, als er das siebte Mal betete. Beim siebten Mal war in seinem Gebet Elia nichts mehr und Gott war alles. Und als er diesen Punkt erreichte, konnte Gott sagen: „Jetzt kann ich antworten und den Regen senden.“ Und die Bibel sagt, dass der Regen vom Himmel nur so fiel und strömte.
[54:30] Wer von euch hat hier um etwas schon seit langer Zeit gebetet? Warum antwortet Gott nicht? Warum scheint es so zu sein, als ob es ihn nicht interessiert? Es könnte sein, dass Gott möchte, dass du die Motive untersuchst, warum du überhaupt das bittest. Ist es etwas, was du willst und nicht unbedingt etwas, was er will? Das ist eine Möglichkeit. Denn das passierte mit Elia. Und als Elia zu dem Punkt kam, dass es nicht mehr um ihn ging, hat Gott das Gebet erhört. Aber Elia war entschlossen, er war ausdauernd und er war entschlossen, diese Antwort zu bekommen.
[55:41] Da gibt es einen ganz interessanten Abschnitt in den Schriften von Ellen White. Sie sagt Folgendes hier: „Der Herr möchte, dass sein Volk sich aufmacht und das ihnen anvertraute Werk tut. Die Verantwortung, die Welt zu warnen, liegt nicht nur auf der Predigerschaft. Die Laienglieder der Gemeinde müssen teilhaben an dem Werk der Seelenrettung. Durch missionarische Besuche und eine weise Verteilung unserer Literatur können viele, die noch nicht gewarnt worden sind, erreicht werden. Lasst kleine Gruppen sich organisieren, die nach Seelen suchen. Lasst die Gemeindeglieder ihren Nachbarn besuchen und mit ihnen die Schrift aufschlagen. Einige werden in abgelegenen Gebieten, an den Hecken sozusagen, arbeiten und so wird mit weiser Planung die Wahrheit in allen Gegenden gepredigt werden. Mit Widerstand oder mit Bestimmtheit in diesem Werk wird eine steigende Fähigkeit dazu kommen und viele werden die Frucht ihrer Arbeit in der Rettung der Seelen sehen. Diese Verwandten werden sich im Gegenteil an andere lehren. Diese Neubekehrten werden ihrerseits andere lehren. So wird der Same an vielen Orten gesät werden und die Wahrheit wird allen verkündigt werden.“
[57:53] Seht ihr, Ausdauer ist so notwendig in der Arbeit der Evangeliumsverbreitung. Entschlossenheit ist notwendig, wenn dieses Werk abgeschlossen werden soll. Wir sind hier schon viel zu lange. 6.000 Jahre sind wir schon hier. Und wenn wir diese Arbeit nicht zum Ende bringen, wie viel länger werden wir noch bleiben? Die Frage erneut ist: Sind wir zufrieden mit Stuttgart? Oder wollen wir nicht lieber doch im Himmel sein? Ich glaube, die Antwort ist klar.
[58:41] Seht ihr, vor vielen Jahren hat ein ehemaliger Präsident der USA Folgendes zu sagen. Sein Name war Calvin Coolidge. Er sagte: „Nichts in der Welt kann Ausdauer ersetzen. Talent kann es nicht ersetzen. Nichts ist weiter verbreitet als erfolglose Menschen mit Talent. Genie kann die Ausdauer nicht ersetzen. Genie, das keinen Lohn erhält, ist fast schon ein Sprichwort. Erziehung und Ausbildung kann Ausdauer nicht ersetzen. Die Welt ist voller ausgebildeter Obdachloser.“ Er sagt sogar: „Ausdauer und Entschlossenheit alleine sind allmächtig.“
[59:44] Vor 500 Jahren war da ein Mönch. Kein gewöhnlicher Mönch. Es war ein entschlossener Mönch. Er hat gesagt: „Wenn jemals in der Welt ein Mönch durch seine mönchischen Werke in den Himmel gekommen wäre, ich wäre es gewesen.“ Er hat sich in alles, was er tat, hineingeworfen. Er war entschlossen. Er war ein entschlossener Mönch. Er war ein entschlossener Priester. Und dann war er ein entschlossener Reformer. Er ist dem Tod entgegengegangen, ohne das zu fürchten. Was als Resultat passiert? Er hat den Gang der Geschichte verändert. Zu einem großen Anteil ist er dafür verantwortlich, dass wir heute hier sind. Er hatte keine Angst davor, gegen die ganze Welt anzugehen. Und mit nur ein paar Wörtern auf dem Reichstag zu Worms, hat er die Geschichte verändert: „Hier stehe ich. Ich kann nichts anderes. Gott helfe mir.“
[1:01:18] Das ist die Entschlossenheit, nach der Gott sich sehnt in seinen Kindern heute. Das ist die Entschlossenheit, die wir brauchen, um Jesus zurück zu bringen. Aber es ist keine Entschlossenheit, die wir selbst herstellen können. Sie kommt aus einer Beziehung zu Jesus. Ein ganz nah zu ihm kommen. Eine Moment für Moment Verbindung mit ihm. Und wenn wir diese Verbindung mit ihm haben, verändert sich alles. Nicht nur in unserem Leben, sondern im Leben von allen anderen, mit denen wir in Kontakt treten.
[1:02:09] Menschen suchen nach Antworten heute. Gerade heute Morgen auf dem Weg, sind wir gemeinsam im Auto gefahren. Und Rabea war natürlich auch dabei. Und als wir gefahren sind, ist etwas passiert. Ein Auto hat uns links überholt auf der B14. Und auf dem Beifahrersitz war ein junger Mann, der hat in unser Auto reingeschaut. Und er hatte großes Interesse an uns. Und ich habe mich gefragt, ja, was ist denn jetzt los? Aber dann fiel mir Folgendes ein: Wir haben bei uns am Auto hinten so einen Aufkleber. Wer hat denn das schon gesehen? Was sagt dieser Aufkleber? „Jesus kommt bald, bist du bereit?“
[1:03:19] Das Auto ist also an uns vorbeigefahren. Dann hat es aber abgebremst. Und der junge Mann hat tatsächlich so gewedelt. Also sind wir dann schneller gefahren, direkt zu ihm. Ich habe mein Fenster runtergekurbelt. Ja, er hat sich dann interessiert, gefragt, ob Jesus wirklich wiederkommt, wann das sein würde. Und er hat gefragt, wo man Informationen darüber bekommen kann. Und dann haben wir ihm von Joel Media erzählt und ihn sogar eingeladen. Er hatte allerdings einen Termin, aber sie waren wirklich sehr interessiert. Er hatte Interesse daran, davon zu lernen, wie und wann und wo Jesus jetzt wiederkommt. Man weiß also nie, wo man in Kontakt mit jemandem kommt, der Interesse hat. Aber wenn du entschlossen bist, deinen Glauben weiterzugeben, wird Gott dir jemanden senden, wo du die Gelegenheit dazu hast.
[1:04:25] Ich möchte also jetzt hier für den Morgen zum Schluss kommen. Vor vielen Jahren gab es einen machtvollen Prediger mit dem Namen Spurgeon. Und er hat den Namen Spurgeon genannt. Und er hat die gesamte Botschaft, die wir heute gepredigt haben, in einem Satz zusammengefasst. Hier ist sein Satz: „Die Schnecke hat durch Ausdauer die Arche erreicht.“
[1:05:08] Liebe Freunde, wenn wir entschlossen sind, wenn wir ausdauernd sind, dann werden wir Jesus bald wiederkommen sehen. Heute Morgen ist meine Frage an euch ganz einfach: Wer von euch möchte mit mir heute Jesus bitten? „Jesus hilft mir, entschlossen zu sein, meinen Glauben weiterzugeben. Er hilft mir, meinen Glauben mit anderen zu teilen.“ Ist das dein Wunsch heute? Lasst uns beten.
[1:05:53] Vater, wir danken dir für dieses Vorrecht, heute hier, diesem Morgen zusammen zu kommen. Wir sind so begeistert, dass wir diese Gelegenheit hier in Stuttgart haben dürfen. Wir sind auch dankbar für das Vorbild, das Beispiel von Martin Luther. Wir sind dankbar für das Vorbild von Paulus und von Elia. Aber am allermeisten sind wir dankbar für das Beispiel Jesu. Er war entschlossen, die Arbeit zu tun. Wir sind dankbar, dass wir diese Entschlossenheit haben. Schenkt uns Gelegenheiten, unseren Glauben mit anderen zu teilen. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.