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Diese Predigt beleuchtet die Methode Jesu, um Vertrauen aufzubauen und Menschen für Gott zu gewinnen. Es wird betont, wie wichtig Mitgefühl, echte Beziehungen und das Vorleben des Glaubens sind. Die Sprecherin verweist auf biblische Beispiele und ermutigt dazu, die eigene Beziehung zu Gott zu stärken, um ein authentisches Zeugnis zu sein und Gottes Liebe weiterzugeben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q3: Die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft

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Transkript

[0:00] Es ist wirklich schön, hier mit Ihnen zu sein. Ich denke, meine heutige Herausforderung ist es, nicht bei den Übersetzern aufzupassen. Denn als ich das erste Mal hier war, kannte ich noch nicht viel Deutsch. Und jetzt, wo ich Deutsch lerne, da will ich mal aufpassen, was die Leute sagen, welche Worte verwenden sie. Aber Gott wird uns in diesem Studium heute segnen. Wir starten mit einem Gebet.

[1:00] Lieber Vater im Himmel, danke für die Chance, Dein Wort zu öffnen und weiteres von Deinem Wort zu lernen. Bitte leite uns in diesem Studium und hilf uns, die Lektionen zu lernen, die Du uns beibringen möchtest. In Jesus' Namen, Amen.

[1:28] Wir sind jetzt in der 10. Lektion. Aber seit der 6. Lektion studieren wir die Methode Jesu. Wir haben gesehen, dass diese Methode im Fußspuren des großen Arztes geschrieben steht. Und im Englischen finden wir es auf der Seite 143. Und die Methode ist recht einfach. Ich muss kurz meine Lektion aufschlagen. Wir haben hier die Sonntag-Lektion. Allein die Vorgehensweise Christi würde den wahren Erfolg garantieren. Der Heiland aber begab sich unter den Menschen als einer, der Gutes für sie wünschte. Er bewies sein Mitgefühl für sie, half ihre Nöten ab und gewann ihr Vertrauen. Erst dann bot er ihnen Folge mir nach.

[2:44] Aber dann kamen wir zu einem sehr wichtigen Schritt. Das ist das Mitgefühl und das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Und wir wissen, dass heutzutage die Menschen weniger und weniger vertrauen in ihre Menschen. Gerade wegen den Dingen, die in der Welt passieren. Wie können wir also ihr Vertrauen gewinnen?

[3:26] Wenn wir uns diesen Schritt anschauen, dann sehen wir, dass es da zwei Seiten gibt. Wir wollen natürlich ihr Vertrauen gewinnen, damit sie uns vertrauen. Aber wir wissen natürlich, dass es viel wichtiger ist, dass sie das Vertrauen in Gott haben am Ende. Und das passiert häufig, wenn man jemanden Bibelstunden gibt, der eine Botschaft beibringt. Wenn man dann nämlich nicht richtig zeigen kann, sich allein auf Gott verlassen zu können. Dann hat man das Problem, dass diese Person nur mit dir studieren will und du sie nicht vertraust. Daher ist es so wichtig, dass wir die Leute auf Jesus dirigieren, damit sie ihren Vertrauen von Anfang an auf Jesus lenken und nicht auf uns.

[5:14] Wir lernen, dass das Wort Vertrauen im englischen Confidence aus dem lateinischen kommt und es heißt Confides. Und diese Bedeutung, also Confides, bedeutet mit Glauben oder Glauben haben. Also es ist wahr, dass das Vertrauen, das die Leute in uns haben, auf eine wirkliche Beziehung zueinander beruht. Wir müssen auch sehen, dass die Leute dann aber den Glauben in Gott entwickeln.

[6:10] Also wie funktioniert das mit dem Glauben? Wir können nicht das ganze Thema angucken, aber wir können ein bisschen reingucken, wie Glaube funktioniert. Und der beste Weg, über Glauben zu lernen, ist zu schauen, wie hat sich Glaube gezeigt in den biblischen Charakteren? Und natürlich das berühmte Kapitel, das uns da hilft, Hebräer Kapitel 11. Wir sehen ja, wie Glaube sich gezeigt hat in deren Leben.

[7:00] Also eines, das immer wieder auftaucht hier, ist, dass sie einfach das getan haben, dem gehorcht haben, was Gott gesagt hat. Und wenn wir jetzt anderen helfen, Glauben zu haben in Gott, dann müssen wir ihnen zeigen, dass es direkt damit zusammenhängt, Gott zu gehorchen. Aber da gibt es ein Fundament, auf dem Glaube gelegt wird. Für die Kinder Israels zum Beispiel, die haben gesehen, was Gott in der Vergangenheit getan hat, und sind dann in die Zukunft gegangen, mit dem Wissen, dass Gott in der Vergangenheit treu war. Das Beispiel von Noah ist, dass er eine Arche gebaut hat, obwohl er noch nie Regen gesehen hat.

[8:21] Und das ist ja scheinbar das Gegenteil von den Kindern Israels, die ja gewusst haben, dass Gott treu war. Jetzt ist die Frage, wie kommen wir zu diesem Glauben, der etwas tut, obwohl er es noch nie in der Vergangenheit gelebt hat oder kein Beispiel hat. Deswegen ist es wichtig, dass wenn wir jemandem Glauben beibringen, dass wir ihm zeigen, wenn man Gott gehorcht, dann sieht man Gottes Werke in dem eigenen Leben.

[8:59] Denn wenn wir zum Beispiel auf Abraham schauen, dann sehen wir, dass er diesen großen Schritt des Glaubens getan hat, seinen Sohn zu opfern. Denn er hatte schon zu dem Punkt den Glauben in Gott zu vertrauen, aufgebaut durch die Erfahrungen in seinem Leben, Schritt für Schritt mehr in Gott zu vertrauen. Und wir sehen hier den Höhepunkt in den Versen 17 bis 19.

[10:07] Was ich interessant finde in diesem Vers, ist, dass wir nicht realisieren, warum Abraham der große Vater der Glauben ist, wenn wir einfach Genesis lesen. Denn wir sehen einfach, okay, er war bereit, seinen Sohn zu opfern. Okay, aber was ist Glauben in diesem Fall? Es ist genau die Verbindung von Gehorchen und Glauben. Wichtigste Frage ist, was meinst du eigentlich? Und wie Gott im Leben wirkt.

[11:10] Und so sehen wir, dass es sehr wichtig ist, dass wir verstehen, dass Glaube auf dem Gehorsam beruht. Und wenn wir gehorsam sind, dann sehen wir Gottes Wirken in unserem Leben.

[11:28] Also obwohl man dann eine Vertrauensbeziehung mit dieser anderen Person aufbaut, müssen wir auch auf Jesus zeigen und ihnen beibringen, wie sie Glauben in Jesus Christus entwickeln können.

[11:58] Und während wir so interagieren, und wir sehen ja hier, dass die Methode Jesu die einzige ist, die uns zum Erfolg bringt, und wenn wir das verstehen, dann wissen wir, dass wir uns mit Menschen in Verbindung setzen müssen, auf eine Art und Weise, damit sie uns vertrauen lernen.

[12:28] Und das erfordert, ja, Hingabe mit der Person. Man kann ihn einfach nur einmal anrufen und dann in drei Monaten erst wieder. Und wenn es um dieses Zusammensein, das interpersonelle geht, dann ist es wichtig zu wissen, dass es nicht genug ist, einfach nur irgendwie ein Projekt zu machen, einmal im Jahr, hinzugehen, rein und wieder raus, sondern, dass man wirklich Zeit mit der Person verbringt. Und das Wort, das wirklich den ganzen Unterschied macht, ist dieses Wort Hingabe. Denn das ist genau das Wort, das darauf zeigt, dass wir uns mit Menschen in Verbindung setzen müssen, damit sie uns vertrauen lernen.

[13:02] Und wenn wir uns mit Menschen in Verbindung setzen, dann ist es wichtig zu wissen, dass es nicht genug ist, einfach nur irgendwie ein Projekt zu machen, einmal im Jahr, hinzugehen, rein und wieder raus, sondern, dass man wirklich Zeit mit der Person verbringt. Und das Wort, das wirklich den ganzen Unterschied macht, ist dieses Wort Hingabe.

[13:25] Und das Wort Hingabe zeigt, dass wir da sein müssen für diese Person, für die wir arbeiten, damit wir systematische Anstrengungen machen müssen, um sie zu erreichen. Und natürlich setzt es voraus, dass wir wirkliches, lebhaftes Interesse an den Menschen haben. Ansonsten gehen wir einfach nur zu diesen einwöchigen Projekten und dann war es das.

[14:05] Denn damit wir wirklich Gnade mit Menschen empfinden können, das erfordert erstmal eine richtige Verbindung und Beziehung von uns zu Gott. Wir können zum Beispiel versuchen, uns selbst diese Charakteristiken zu entwickeln, die gut sind. Aber wir wissen, dass es irgendwann einfach nicht mehr ausreicht und die Menschen merken, wir sind einfach nicht so, immer und die ganze Zeit.

[14:41] Wie können wir jetzt zum Beispiel eine Person sein, wie sie beschrieben wird in Sprüche Kapitel 21. Ein guter Name ist wertvoller als große Reichtum und Freundlichkeit ist besser als Silber und Gold.

[14:59] Also wie kann man diesen guten Namen haben? Wenn man einen guten Namen hat, dann hat man ein gutes Leben. Wenn man ein gutes Leben hat, dann hat man ein gutes Leben.

[15:14] Also wie kann man diesen guten Namen haben? Das ist eine gute Frage, denn hier sagt es nur, dass es wünschenswert ist.

[15:33] Also wie kann ich eine gute Person sein, eine wirklich gute Person, nicht nur am Sabbat oder einmal im Jahr, um ein paar Menschen zu helfen. Jeden Tag bekomme ich eine Nachricht von einer Mädchen, die sich interessiert hat, eine Missionärin zu werden. Aber sie hat einen großen Kampf, dass die Menschen nicht, wie sie in der Kirche aussehen. Das ist etwas, wo ich mich immer die Frage gestellt habe. Letztens habe ich eine E-Mail gekriegt von einem Mädchen und sie möchte missionsbegeistert sein, aber sie hat festgestellt, dass sie nie diese gute Person ist, die sie eigentlich sein möchte. Und sie sieht, dass die Menschen in der Gemeinde so einen Anschein haben, in der Gemeinde, aber wenn sie heimgehen, dann verändern sie sich, dann sind sie nicht mehr so wie in der Gemeinde.

[16:29] Also wie können wir diesen guten Namen haben, also nicht nur Personen, die anscheinend gut sind und angeben, sondern dass wir wirklich gute Menschen sind und auch auf andere so wirken.

[16:52] Da möchte ich euch mit euch zwei Begebenheiten im Buch Apostelgeschichte angucken.

[17:08] Also die erste Begebenheit finden wir hier im Apostelgeschichte Kapitel 4. Wir sehen hier, wie Johannes und Petrus die Führer des Volkes ansprechen. Und wir sehen hier, wie sie ganz mutig sprechen und eine Kraft haben in ihrer Sprache. Und wo kriegen sie diesen Mut her? Und was ich mag hier ist, dass die Leiter diejenigen sind, die realisieren, woher diese zwei ihren Mut haben.

[17:57] Schauen wir uns hier mal Vers 13 an. Als sie aber die Frömmigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.

[18:15] Und was ich hier mag ist, dass die Leiter festgestellt haben, sie haben nicht viele Abschlüsse oder Studien. Aber wenn wir uns das durchlesen, dann sehen wir, dass die Leiter sich gefragt haben, wie kann das sein? Sie sind immer so klar und direkt und so kraftvoll. Und selbst diese Leiter hier, die Gelehrten bestätigen es. Es kommt nicht von einem Studium, von einem Studienabschluss diese Kraft. Und ich mag es einfach, wie diese Leiter hier feststellen müssen, dass diese Kraft davon kommt, dass diese Menschen Zeit mit Jesus verbracht haben.

[19:07] Genau, und in manchen Versionen sagt sie, und hier genau in der Schlacht ist es so, heißt es, dass sie mit Jesus gewesen sind, also Zeit verbracht haben. Also das erste, was wir sehen, ist, dass für uns, um bessere Menschen zu werden, die wirklich mit anderen konzerniert sind, und dann können wir ihre Selbstvertrauen gewinnen, um Jesus zu präsentieren, müssen wir mit Jesus sein.

[19:54] Und wir wissen, dass dieses Mit-Jesus-Sein nicht einfach nur so eine, ah ja, ich liebe Jesus, so ein Ausspruch ist, sondern es ist ein täglich Mit-Jesus-Sein von ihm zu lernen, um seinen Charakter in unseren eigenen zu übernehmen.

[20:19] Und das andere, was wir sehen, ist, dass wir auch mit dem alten Testament in der Deuteronomie verbinden können. Und was wir auch sehen, den anderen Teil hier, den können wir verbinden mit dem alten Testament, und zwar im fünften Mose. Und wenn wir hier ins vierte Kapitel gucken, die Verse 5 und 6, also 5. Mose, viertes Kapitel, fünfter Vers, 5 und 6, ja, ich habe es gleich, hier haben wir es.

[20:57] Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie es mir der Herr mein Gott geboten hat, damit ihr nach ihnen handelt und in dem Land, in das ihr kommen werdet, um es in Besitz zu nehmen. So bewahrt sie nun und tut sie, denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker. Wenn sie alle diese Gebote hören werden, werden sie sagen, wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk.

[21:37] Also Gottes Plan war immer, dass sein Volk mit ihm verbunden ist, damit sie ihn repräsentieren auf dieser Erde. Wir wissen, dass Paul sagt, wir sollen Gottes Botschafter sein. Und von Anfang an sehen wir, dass Gottes Plan war, dass andere auf seine Menschen schauen und sagen, wow, diese Menschen sind so weiß und es sind wunderschöne Menschen. Aber wenn wir im Kontext der Bibel sehen, verstehen wir, dass dies, dass sie so weiß und so intelligent sind, nicht darum geht, dass sie viele Dokumente haben, sondern es geht um die Beziehung zu Gott.

[22:34] Nichts damit zu tun, dass wir Abschlüsse haben an einer großen Universität, sondern dass wir mit Jesus gewesen sind. Aber da gibt es noch was, was wir in Apostelgeschichte sehen, wie vorher schon gesagt. Und jetzt gehen wir mal ins zweite Kapitel.

[23:00] Wir mögen es hier zu sehen, wie sie so erfolgreich waren, die Menschen zu erreichen. Es ist so aufregend, denn wir sehen hier, sie haben so viele Taufen und sie sind so erfolgreich und jeder scheint alles richtig zu machen hier. Und wenn wir hier auf den Vers 47 schauen, dann wollen wir die gleichen Resultate. Hier heißt es, sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden. Stell dir mal vor, da würden Leute Tag für Tag zu uns kommen, wie es hier geschrieben steht.

[23:54] Aber wie funktioniert das? Was ist der Schlüssel zu diesem Ergebnis? Und das sehen wir hier im Vers 42 bis 46. Das lese ich jetzt. Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften die Güte und Besitztümer und verteilten sie unter allen, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und den Einfalt des Herzens. Und dann kommt der Vers 47.

[24:52] Und es ist so interessant, denn es ist hier Schritt für Schritt, was wir folgen sollten. Also der erste Schritt ist in Vers 42, dass wir in der Doktrin der Apostel und der Gemeinschaft festhalten. Aber es ist auch, dass man das Brot miteinander teilt und das Gebet miteinander teilt.

[25:28] Es scheint etwas total Banales zu sein, aber wie oft laden wir Leute in unser eigenes Haus ein? Und was noch einfacher ist, wie oft, wenn ihr Menschen einladet in euer Haus, nehmt ihr euch Zeit fürs Gebet und Gott mit ihnen, also die Lehre zu teilen?

[25:48] Wir hatten eine sehr interessante Erfahrung, gerade erst, als wir nach Deutschland gekommen sind. Ich habe mich mit einer Mädchen in meinem Deutschkurs befreundet. Und wir haben sie eingeladen, in unser Haus zu kommen. Und immer vor dem Essen haben wir natürlich ein Gebet. Und wir sahen, dass sie überrascht waren, aber sie haben es gemocht. Und dann haben wir gesprochen und sie hat gesagt, dass ich immer etwas über Gott erwähne, besonders weil wir Gott bedanken, für die Dinge, die er in unserem Leben getan hat.

[26:39] Genau, aber sie ist schon daran gewöhnt, dass wir immer so ein bisschen Gott mit reinbringen, weil wir natürlich Gott dafür danken, für die Segnungen, die wir erhalten haben durch die Tage. Und das ist ganz einfach, wenn man einfach Sachen erzählt, die man erlebt hat, dann ist es einfach so, dass man das Gefühl hat, dass Gott es für dich getan hat. Und das ist ganz einfach, wenn man einfach Sachen erzählt, die man erlebt hat, dann erkennt man einfach an, dass es Gott war, der uns diese Sachen geschenkt hat.

[27:22] Aber das ist ja genau das, was wir oft vernachlässigen, wenn wir mit Leuten reden, die nicht von der Gemeinde sind. Wir reden mit ihnen, aber lassen genau diesen Gottteil quasi raus aus unserer Unterhaltung.

[27:40] Aber zu unserer Überraschung, als wir dann sie besucht haben in ihrem Haus, nachdem sie bei uns waren, saßen wir zusammen am Tisch, unser befreundetes Ehepaar und nochmal zwei Freunde von denen und wir. Und bevor wir angefangen haben zu essen, hat sie gefragt, sollen wir beten? Kannst du für uns beten?

[28:19] Und es ist interessant, wenn man einfach sein Leben in Gottes Hände gibt und willig ist, ein bisschen anderen Leuten zu erzählen, was er für uns tut und wie er sich um uns kümmert. Dann öffnet er wirklich die Türen für uns, Zeugnis abzulegen.

[28:40] Also die Schritte hier sind wirklich sehr einfach. Man muss einfach gastfreundlich sein. Wir sollten nett und freundlich mit Menschen sein. Und natürlich sollten wir uns sehr sicher sein in dem Glauben, den wir haben. Unsere eigene Beziehung zu Gott muss natürlich fest und stabil sein, damit wir das überhaupt weitergeben können.

[29:17] Und wenn wir uns das hier anschauen, ist es ganz einfach, diese Methode Jesu zu verstehen. Gott wollte schon immer seine Menschen als seine Zeugen und seine Botschafter verwenden. Und das sehen wir in so vielen Charakteren der Bibel, die wir mögen. Wir haben es gesehen in der Sabbatschule-Lektion, aber selbst aus unserer Erinnerung. Zum Beispiel ist Nehemiah mein Favorit, denn er ist ein großartiger Leiter. Und sein Buch ist wie ein Tagebuch, es ist geschrieben in erster Person. Und es ist so interessant zu lesen, wie sein Alltag war.

[30:25] Und ein anderer, den fast jeder bewundert, ist Daniel. Und Joseph. Und wir sehen in ihrem Leben, wie sie wirklich diese Herausforderung angenommen haben, Botschafter für Gott zu sein.

[30:47] Und ihr Glaube ist Schritt für Schritt gewachsen. Und das Interessanteste ist, wie sie im Glauben wachsen, so wachsen sie auch im Einfluss. Hattest du das schon mal festgestellt? Es ist sehr interessant, diese Leben zu vergleichen, Nehemiah, Joseph und Daniel. Denn zu Beginn sahen sie alle aus wie Jungs oder Menschen, die Angst vor Dingen haben. Und am Anfang sind sie alle so kleine Jungen, die irgendwie so ängstlich sind vor dem, was sie erwartet.

[31:43] Nehemiah sagt zum Beispiel, dass er sich gefürchtet hat, als der König realisiert hat, dass er traurig war. Und er hat gleich gebetet. Und dann hat er geantwortet, wie kann ich denn nicht traurig sein, wenn ich sehe, wie die Stadt, in der meine Vorfahren beerdigt sind, in Trümmern liegt.

[32:17] Und es ist so interessant zu sehen, wie Gott ihre Einflussbereiche so stark wachsen lässt. Also wir sehen zum Beispiel, dass Daniel auf die Hierarchie des Königreichs aufwuchs. Joseph kam zu einem Punkt, an den niemand einen Freund erwarten würde. Und Nehemiah war so mutig, dass er sogar für die Dinge, die er brauchte, fragte.

[32:55] Schauen wir uns mal hier die Geschichte von Nehemiah an. Man kann das ganze Buch durchlesen und man sieht, wie ständig in seinem Leben interessante Dinge passieren. Bis zu dem Punkt, wo im zweiten Kapitel der König sogar fragt, was brauchst du von mir, was kann ich dir geben. Und wir sehen das in Vers 4. Und wir sehen, dass er wirklich für die Dinge fragt, die er braucht. Und ich sprach zu dem König, wenn es dem König gefällt, so gebe man mir Briefe an die Stadthalter jenseits des Stromes, damit sie mich durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme.

[34:07] Aber er erkennt auch an, woher es kommt. Im Vers 8 hier steht auch ein Brief an Asaph, den Forstmeister des Königs, dass er mir Holz gibt, damit ich die Tore des Tempelbezirks, der zum Haus Gottes gehört, aus Balken zimmern kann und für die Stadtmauer und für das Haus, in das ich ziehen soll. Und der König gab sie mir, weil die gute Hand meines Gottes über mir war. Und er realisiert hier, dass, ja, ich kann für diese ganzen Sachen fragen, ganz mutig, denn Gott ist mit mir.

[34:47] Und wir sehen ja, wie wichtig die Beziehung ist zu Gott, damit unser Glaube Schritt für Schritt wächst, damit wir dort sein können, wo Gott uns haben möchte. Oder er gibt dir eine neue Arbeitsstelle und sagt dir, jetzt wirst du ein Zeugnis sein für deine Mitarbeiter.

[36:11] Aber wieder, wir sind nur die Christen, die einfach ein Alltagsleben führen und dann am Sabbat in die Gemeinde gehen. Ja, ich bin ja noch am lächeln, aber eigentlich ist es sehr traurig, dass wir als Christen so sind. Denn eigentlich wissen wir ja, dass unsere Aufgabe es ist, ein Zeugnis zu sein, aber dann tun wir es trotzdem nicht. Gott bringt uns ja ständig in neue Umgebungen und mit neuen Menschen, damit wir unseren Einflussbereich wachsen lassen können.

[36:57] Damit wir Freunde machen können, damit wir Schritt für Schritt sie kennenlernen können. Und dass wir mit ihnen also wirklich die Botschaft teilen können. Aber dafür brauchen wir Vertrauen. Wir brauchen eine richtige Beziehung zu den Menschen.

[37:33] Wir wissen, dass wir von Gott berufen sind, genau das zu tun, dass wenn wir an einen Ort kommen, damit wir Gottes Licht an diesem Ort sind. Und wir wissen, dass wir nicht nur Licht sein sollen, sondern auch Salz. Und wir müssen ganz ehrlich sein mit uns selbst. Wenn wir nicht unter die Menschen kommen und uns mit den Menschen mischen, dann können wir kein Salzleben sein. Es ist so einfach wie wenn man hier einen Salzstreuer hat und hier eine Salatschüssel, aber wenn man den Salzstreuer nie nimmt und ihn in die Salatschüssel gibt, dann kommen die zwei nie zusammen.

[38:15] Und obwohl es für die meisten von uns sehr schwierig ist, unsere Komfortzone, unsere bequeme Zone zu verlassen, wir sehen, dass wir mehr beten müssen und uns Gott fragen müssen, durch diese Beziehung, die wir auch arbeiten müssen, dass wir uns nicht nur mit den Menschen beschäftigen, sondern auch mit uns selbst beschäftigen.

[38:51] Das sehen wir, dass wir mehr beten müssen zu Gott, damit er uns diese Beziehung zu ihm gibt, die wir brauchen und damit er uns den Mut gibt, unsere bequeme Zone zu verlassen. Besonders, wenn wir ehrlich sind, wenn wir eine richtig gute Beziehung zu Gott haben, dann möchten wir das ja mit anderen teilen.

[39:01] Und ihr habt das wahrscheinlich schon so oft gehört und jetzt denkst du dir, naja, aber ich will ja nicht mit anderen teilen, aber ich möchte ja mit euch teilen. Ich habe doch eine gute Beziehung mit Gott, aber ich möchte es trotzdem nicht weitergeben. Aber das ist dann vielleicht genau das Zeichen, dass du eben keine ausreichende Beziehung mit Gott hast und damit du daran arbeiten musst.

[39:52] Das Interessanteste am Glauben ist, dass Glaube immer wachsen muss. Und das ist so eine Predigt, die ich habe und wo meiner Frau sehr gefällt über das Thema. Und wenn dein Glaube wächst, dann siehst du auch dieses Bedürfnis mehr und mehr, dieses Bedürfnis wachsen, dein Glauben mit anderen zu teilen.

[40:27] Und dann macht der zweite Korintherbrief hier diese Textstelle Sinn für dich. Wir schauen in den zweiten Korinther, Kapitel 5, Vers 18-21.

[40:56] Vers 18-21.

[41:26] Also wir sehen hier, dass wir diejenigen sind, die diese Brücken bauen, damit Menschen Gott finden.

[41:40] Ja, und wie schon gesagt, es ist immer sehr interessant für mich, was eigentlich hier in Deutsch heißt. Denn hier in Deutsch heißt es ja Botschafter. Was ja auch nicht nur der Botschafter für das Land ist, für die Botschaft, die deutsche Botschaft zum Beispiel, sondern das bedeutet ja auch eine Botschaft zu überbringen.

[42:06] Ja, also wir können beide Bedeutungen hier reinnehmen, aber vor allem natürlich die Bedeutung, dass wir die Botschafter Gottes sind, diejenigen, die Gott vertreten, wie ein Land vertreten würde in einem anderen. Und ich mag diese Bedeutung, denn es hilft uns daran zu erinnern, dass wir Gott immer repräsentieren, immer verdeutlichen in uns, egal was wir tun.

[42:55] In Brasilien ist es sehr üblich, dass man in sein Auto hinten so einen Aufkleber von der 7-Tags-Adventisten-Gemeinde draufklebt. Aber meine Schwester sagt manchmal, es wäre besser für manche Leute, diesen Aufkleber da nicht hinzumachen. Denn sie sind kein gutes Beispiel im Straßenverkehr. Und das hilft uns daran zu erinnern, dass sobald wir Christen sind, sobald sind wir auch Repräsentanten von Gott, wie quasi, wir haben jetzt so einen Sticker auf uns, damit jeder weiß, wir sind Gottes Kinder.

[43:47] Und es ist interessant, weil Gott uns immer den Schlüssel dafür gibt, wie wir dahin kommen, wo wir hin sollen, und zwar immer direkt im Kontext. Und immer wenn irgendwelche Missionare mit mir arbeiten und ich mit Missionaren ausbilde, und sie Angst haben vor schwierigen Fragen in der Bibel, dann sage ich, hab keine Angst vor schwierigen Fragen, denn die Antwort ist immer direkt im Kontext der Frage.

[44:30] Ja, und ich lache da schon, denn selbst dieses schwierige Thema der Zungenrede mit der Pfingstgemeinde ist die Antwort, die Erklärung direkt im Kontext mit den schwierigen Textpassagen. Und genauso hier im zweiten Korinther, wir können sehen, wie können wir diese Botschafter sein, indem wir einfach ein bisschen davor gucken im Text.

[45:04] Und ich möchte genau dieses Studium hier schließen, indem wir auf die Verse 14 bis 16 gucken. Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind. Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist deshalb für sie gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist. So kennen wir dann von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch. Wenn wir aber auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch nicht mehr so.

[45:53] Und es ist sehr interessant, denn nochmals müssen wir ehrlich zu uns sein. Wir lesen hier im Vers 14, wie es die Liebe Gottes ist, die uns vorantreibt. Und jeder mag diesen Teil. Und jeder mag zu sagen, ja Gott liebt dich. Und jeder mag es über Gott zu sagen, ja wie wundervoll er ist und wie liebevoll und wie nett. Und dann müssen wir weiterlesen, um zu sehen, dass das, was uns ein richtiges Bild gibt von der Liebe Gottes, ist hier dieses dem Selbst zu sterben.

[46:33] Denn wenn wir einfach weiterhin einfach nur für uns selber leben, dann können wir diese Liebe hier nicht verstehen. Und dann müssen wir weiterlesen, um zu sehen, dass das, was uns ein richtiges Bild gibt von der Liebe Gottes, ist hier dieses dem Selbst zu sterben.

[46:53] Denn wenn wir einfach weiterhin einfach nur für uns selber leben, dann können wir diese Liebe hier nicht verstehen, was wirkliche Liebe ist, als Prinzip und nicht nur als Gefühl.

[47:08] Und im Vers 17 heißt es ja, dass wir neue Kreaturen sein sollen. Soll ich es noch lesen? Also Vers 17 noch. Aber vielleicht hattest du deine Bekehrung 10 Jahre, vor 5 Jahren, vielleicht vor 2 Jahren. Aber dein Glaube ist nicht gewachsen, weil du keine neue Schöpfung hattest. Und dein Glaube ist nicht gewachsen, aber dein Glaube ist nicht gewachsen, denn du hattest keine richtige Beziehung mit Gott. Aber noch wichtiger, du warst nicht willig, dein eigenes Ich abzugeben.

[47:59] Es ist interessant, denn viele Menschen akzeptieren Jesus in ihrem Leben. Aber sie möchten ihr eigenes Ich nicht aufgeben. Und so machen sie so einen Kompromiss und sagen, ja, ich habe die Hälfte für Gott oder vielleicht ein bisschen weniger als die Hälfte für Gott und den Rest für mich. Und dann schauen wir so auf die Woche und sagen, ja, 1 für Gott und 6 für mich. Und dann haben wir immer noch den Mut zu sagen, ja, aber ich habe doch gar keine Zeit für Gottes Werk. Aber nochmal, es geht darum, dass wir nicht das eigene Ich aufgeben hier.

[48:59] Deswegen, wenn wir wirklich von der Methode Jesu lernen möchten, dann müssen wir uns alles angucken, alles, was in diesem Karton, in dieser Box kommt. Es ist kein Aufruf für irgendwelche kurzlebigen Projekte, um Menschen mal kurz zu helfen. Aber es ist ein Aufruf, wirkliche Beziehungen mit Menschen zu haben, eine bedeutsame Beziehung und uns unter den Menschen zu mischen.

[49:43] Aber es ist auch ein Aufruf für ein wahres Leben und eine richtige Beziehung mit Gott. Denn wenn wir keine richtige Gemeinschaft mit Gott haben, dann wird auch das andere nicht passieren. Und deswegen möchte ich nochmal mit Vers 17, Kapitel 5 des 2. Korinther aufschließen.

[50:18] Und mein Gebet für heute ist nur, dass du Gott erlaubst, die Dinge wegzunehmen, die du nicht verlassen willst. Die Kraft hast, das aufzugeben, an was du festhältst, was du nicht aufgeben möchtest. Lass uns beten.

[50:37] Lieber Vater im Himmel, danke für diese Möglichkeit, aus deinem Wort zu lernen. Manche von diesen Dingen, die Gott gehört, haben wir schon so oft gehört. Und es ist so einfach, dass wir verführt werden, alles wieder zu vergessen. Aber bitte Herr, arbeite in unseren Herzen und mach uns eine neue Kreatur. Und hilf uns, unser eigenes Ich zu vergessen und einfach deinen Geboten zu folgen. Und wirklich unser Leben darauf zu fokussieren, andere zu erreichen und denen die Aufgabe zu erfüllen, die du uns gegeben hast. Danke für die vielen Segnungen. Und hilf uns, mehr zu sein, so wie du. In Jesus' Namen. Amen.

[51:58] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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