Veröffentlicht am
550 Klicks

In dieser Predigt geht es um die Freude, die aus dem Leben im Neuen Bund mit Jesus erwächst. Die Sprecherin betont, dass Freude kein bloßer Zustand ist, sondern eine tiefe Lebenseinstellung, die uns hilft, schwierige Zeiten zu meistern. Sie beleuchtet, wie die Vergebung von Sünden durch Jesus zu dieser Freude führt und wie wichtig eine tiefe, beständige Beziehung zu Gott ist, um uns auf die Ewigkeit vorzubereiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Christ Study Hour 2021 Q2: Die Verheissung - Gottes ewiger Bund

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:34] Herzlich willkommen zur Christ Study Hour, am Ende dieses zweiten Quartals 2021 wollen wir heute ein bisschen zusammenfassen und kompilieren, was wir in diesem Quartal besprochen haben. Und bevor wir das tun, würde ich gern mit euch beten.

[0:52] Lieber Gott, wir möchten dir danken für dieses Thema, was wir die letzten drei Monate betrachten durften: den Neuen Bund. Herr, du bist ein treuer Gott und du hast deinen Bund immer gehalten. Du hast dein Volk nie verlassen und du wirst dein Volk auch nicht verlassen. Und wir wollen heute ein bisschen anschauen, wie wir in diesen Neuen Bund leben können, ganz praktisch und was das für uns zu bedeuten hat. Herr, hilf uns das zu verstehen, aber hilf uns noch viel mehr, das umzusetzen, was wir heute hören und lesen werden. Und dafür danken wir dir in deinem Namen. Amen.

[1:34] Hast du schon mal jemandem zugehört, der dir ein unglaubliches Erlebnis erzählt hat? Vielleicht hat er eine sehr berühmte Person getroffen oder der Erzähler hat ein Abenteuer erlebt und hat die in allen schillernden Farben erzählt, wie das war, wie er sich gefühlt hat, was ihm alles widerfahren ist. Und vielleicht hat sich diese Begeisterung auch auf dich übertragen und ist auf dich übergesprungen.

[2:06] So ist es auch den Aposteln gegangen, die unglaublich aufregende Zeit mit Jesus persönlich hier auf der Erde verbracht haben und ihr ganzes Leben von diesen Ereignissen geprägt und erzählt haben. Die Bibel spricht davon, wie sie diese Freude weitergegeben haben und damit unzählige Menschenleben verändert wurden. Eines dieser veränderten Leben bist du.

[2:33] Der Neue Bund ist ein Bund der Freude. Warum? Das wollen wir heute studieren und ein bisschen herausarbeiten, was der Neue Bund mit Freude zu tun hat. Und ich möchte mit euch zu Beginn in das Buch 1. Johannes und dort an den Anfang des Buches schauen, im ersten Kapitel, die ersten vier Verse lesen: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut haben und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens – und das Leben ist erschienen, und wir haben es gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist. Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“

[3:41] Wenn wir diese vier Verse lesen, dann begegnen uns einige Verben wiederholt. Es geht um Sehen, um Bezeugen, um Erlebt haben, um Angefasst haben. Also es ist was ganz Praktisches, was Menschen wirklich erlebt haben. Und wir bekommen so einen kleinen Einblick, wie hier der Johannes sprüht vor diesen Erlebnissen, die ja schon eine ganze Weile her sind, aber wie er noch ganz lebendig diese Erlebnisse parat hat in seinem Kopf.

[4:18] Wenn wir mit Jesus im Neuen Bund leben, ist das selbstverständlichstes Nebenprodukt die Freude. Das lesen wir im Vers 4, den wir gerade gelesen haben. Und wenn wir das Evangelium weitergeben, dann ist das selbstverständliche Nebenprodukt ebenfalls die Freude.

[4:39] Im Johannes Kapitel 17, im Johannesevangelium Kapitel 17, und es ist ein sehr bekanntes, berühmtes Kapitel. Da lesen wir in Vers 13 Folgendes: „Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.“

[5:05] Also Jesus spricht hier von seiner Freude, und es ist sein Anliegen, eigentlich das Anliegen Gottes, uns durch das Evangelium, durch die frohe Botschaft der Erlösung, Freude zu schenken.

[5:20] Im gleichen Buch, ein Kapitel vorher, Johannes 16, Vers 24, lesen wir: „Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten. Bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude völlig wird.“ Wer betet und wer dann empfängt, der bekommt auch Freude.

[5:45] Jesus selbst schaute mit Freude auf das Resultat seines Opfer-Todes. Und das lesen wir in Hebräer 12. Und dort fährt – zwei unbekannte Verse, aber vielleicht betonen wir nicht so sehr die Freude, wenn wir diesen Vers lesen. Aber das ist wichtig. Wir schauen in Hebräer 12, Vers 12: „Dem wir hinschauen auf Jesus, heißt es hier, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.“

[6:23] Um der Freude willen, die Jesus schon nach dem Ereignis gesehen hat. Er hat quasi die Zukunft gesehen. Hat gesehen: Wenn ich das Opfer bringen und die Menschen erlöst sein werden, dann wird das ewige Freude bringen. Wegen dieser Freude hat er all das erduldet am Kreuz.

[6:45] Freude ist also nicht einfach nur ein Zustand, in dem ich ausgelassen und fröhlich bin. Freude ist vielmehr eine Lebenseinstellung und kann sehr tief verankert sein. Mehr noch, sie kann mir auch helfen, so lesen wir im Hebräer 12, schwierige Situationen zu meistern. Freude kann mich hindurchtragen durch schwere Zeiten. Freude ist auch ein Geschenk Gottes, das wir empfangen, wenn wir ihm mit dem Leben. Und Freude ist auch eine Frucht des Heiligen Geistes, lesen wir in Galater 5.

[7:23] Freude ist also oder sollte ein elementarer Bestandteil unseres Glaubens sein. Und die Bewohner des Himmels, die freuen sich jedes Mal über einen Menschen, der von der Sünde umkehrt. Da gibt es diesen herrlichen Vers in Lukas 15, Vers 7. Und ich muss jedes Mal, wenn ich eine Taufe erlebe oder jemanden, der sich für Jesus entscheidet, genau an diesen Vers denken und denken: „Wie jetzt im Himmel Freude ausbricht!“

[7:57] In Lukas 15, Vers 7: „Ich sage euch, so wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über 99 Gerechte, die keine Buße brauchen.“ Der Himmel, im Himmel herrscht Freude.

[8:18] Ich weiß nicht, ob du schon mal im Leben etwas wirklich Schlimmes getan hast und dann versucht hast, es geheim zu halten, zu vertuschen, nicht ans Tageslicht kommen zu lassen. Dieser Zustand ist eigentlich unerträglich und kann einen Menschen richtig zersetzen, wenn man nichts an diesem Zustand ändert.

[8:41] Im Neuen Bund möchte Jesus uns von dieser Schuld befreien, von der Sünde, von dem, was wir Böses tun, vielleicht auch im Geheimen. Er möchte uns frei sprechen. Aber viele Menschen, und darunter auch Christen, nehmen dieses Angebot der Befreiung von der Sünde oft nicht richtig an.

[9:10] Ich möchte mit euch einen Ausschnitt aus dem Leben einer sehr berühmten Persönlichkeit der Bibel betrachten, um uns diese Sache besser vor Augen zu führen. Und es handelt sich um den König David. Wir kennen diese Geschichte des Königs David, der in der Mitte seines Lebens eine riesengroße, einen riesengroßen Fehler begeht.

[9:34] David hatte Batseba in den Palast geholt, mit ihr geschlafen, obwohl sie die Frau eines anderen war. Und nun erwartete sie ein Kind von David. David versuchte, diesen Umstand der Schwangerschaft auf verschiedene Weise zu vertuschen. Er holte Uria vom Schlachtfeld, ließ ihn anrufen, um ihn zu überzeugen, ihn zu schicken, damit er später dachte, dass er der Vater wäre. Doch Uria ließ sich nach zwei vergeblichen Versuchen nicht darauf ein.

[10:13] Und so beschloss David, seinen Heerführer Joab zu beauftragen, Uria so weit vorne an die Front zu stellen und dass der Rest der Mannschaft sich zurückzieht, damit Uria auf jeden Fall in diesem Kampf umkäme. Völlig mit Macht, aber wird es an der Stelle, wo Uria den Brief mit seinem eigenen Todesurteil von David erhält, und Joab überbringt David, der sonst so eng mit Gott war, der mit Gott gewandelt ist, der ein Mann nach dem Herzen Gottes war und der Gott alles zu verdanken hat, was er war und was er besaß, nahm sich einfach etwas, was ihm nicht gehörte. Und das Gefühl, Gott nicht, David wurde zum Mörder.

[11:04] David wurde zum Ehebrecher, zum Lügner und zum Dieb. Erst als der Prophet Nathan von Gott zu ihm geschickt wird, um ihm seine Schuld aufzuzeigen und vor Augen zu führen.

[11:19] Er gibt sich David und bereut seine Schuld. David schreibt später einen Psalm und beschreibt den Zustand, in dem er sich befunden hat, als er diese Schuld nicht Gott übergeben hat, sondern in seinem eigenen Herzen tragen wollte. Und dieser Psalm ist Psalm 32. Und den möchte ich mit euch lesen, nicht komplett, aber den Anfang.

[11:52] Psalm 32. Und dort lesen wir zuerst einmal die ersten fünf Verse. Das schreibt David: „Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet und in dessen Geist keine Falschheit ist! Als ich es verschwieg, dafür fielen meine Gebeine durch mein Stöhnen den ganzen Tag. Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, so dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer.“ So wird der Bekannte. „Ich tat dir meine Schuld und verbarg meine Sünde nicht. Ich sprach: ‚Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen‘, da vergibst du mir meine Sündenschuld.“

[12:49] Und wir lesen den letzten Vers in diesen Psalm, Vers 11. Das schreibt er: „Freut euch an dem Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten, und jubelt, alle, die ihr aufrichtigen Herzens seid!“

[13:02] Zeit. David beschreibt hier wieder innerlich zerfallen, die Sünde für sich behielt, weil er sie selber lösen wollte, vertuschen wollte. Aber er beschreibt auch, dass Gott ihm sofort vergibt, als er darum bittet, und dass er befreit wurde von dieser Last. Und der letzte Vers beschreibt diese Freude der Erlösung. Und er sagt: Alle, die das erlebt haben, was ich erlebt habe, die wissen, dass Gott treu und gerecht ist und dass nur Gott wirklich von der Sünde frei machen kann.

[13:46] Im Johannesevangelium, Kapitel 5, lesen wir vom gleichen, vom gleichen Zusammenhang. Johannes Kapitel 5 und dort Vers 24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgegangen.“

[14:14] Das heißt, wenn wir unsere Sünden bekennen, wenn wir sie bei Gott abgeben und uns vergeben wird, dann können wir sicher sein, dass wir nicht ins Gericht kommen, weil die Last von uns weggenommen wurde und Jesus sie getragen hat. Die Schuld in den Büchern ist mit Gottes, mit Jesu Blut übertüncht. Unsere Sünde ist nicht mehr zu sehen. Und damit ist sie für Gott nicht mehr existent.

[14:51] David hatte diese Vergebung überhaupt nicht verdient. Aber genau deswegen ist Jesus gestorben, dass wir, die wir völlig unwürdig sind, gerettet werden. Und genau so lesen wir es nämlich beim Apostel Paulus in Römer Kapitel 3, und dort Vers 24 und 25: „So, dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sündopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren.“

[15:38] Wir haben keine Erlösung verdient, und es ist allein der Liebe Gottes zu verdanken, dass wir frei werden können, dass Jesus die Sünde für uns trägt. Die einzige Bedingung ist, dass wir an sein Opfer glauben und seinem Blut in Anspruch nehmen.

[16:00] Gott hat die Erlösung einfach gestaltet. Gott hat keine große Sache daraus gemacht. Er hat nicht gesagt: Du musst dies und das und das und jenes erfüllen. Er hat gesagt: Glaubt an mich und an das Opfer, das ich getan habe, nehmt das Blut in Anspruch, und dann will ich euch frei machen. Und Jesus sagt ja im Evangelium: „Wenn der Herr frei macht, macht er wirklich frei.“

[16:24] Es gibt so zahlreiche Verse der Bibel zu diesem Thema, die darüber sprechen, denn dies ist der wichtigste Bestandteil des Evangeliums: die Erlösung. Als David diese schlimme Zeit der Schuld durchlebte und sich vor Gott demütigte, schrieb er einen weiteren Psalm, nämlich Psalm 51. Der wiederum mit dieser Geschichte mit Batseba zu tun hat. Und auch diesen Psalm wollen wir einmal im Ausschnitt betrachten.

[17:05] Geht mal mit mir in Psalm 51 und dort wollen wir lesen ab Vers 12. Da heißt es: „Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern. Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist.“

[17:38] Wieder haben wir dieses Element der Freude verbunden mit dem Evangelium, und es ist wie ein roter Faden, der sich hier durch diese Texte zieht, dass die Freude sofort eintritt, wenn ich weiß: Meine Schuld ist vergeben, ich bin frei, ich komme nicht ins Gericht. David bittet hier um ein reines Herz, um Vergebung, aber er bittet auch, dass dieser Zustand bleibt und dass er stabil bleibt.

[18:17] Konsequenz mit Gott lebt. David bittet um Reinigung, um Auslöschung seiner Sünden, aber eben auch um eine Stabilität im Glauben. Für Sünder, die umkehren, gibt es fast keinen schlimmeren Gedanken, als den, wieder zurückzufallen in alte Muster. Und Gott weiß das, und Gott hat da Vorsorge getroffen.

[18:48] Bestandteil der Erlösung ist ein neues Herz, das den Neuen Bund erkannt hat und auch lebt, nämlich Jesus in mir. Wie tragisch wäre es für uns, wenn es dieses neue Herz gar nicht auffallen und wieder fallen und wieder fallen und ein ständiger Kreislauf von Fallen und Vergebung unser Leben bestimmen würde.

[19:24] Der Ausweg aus diesem Teufelskreis ist das neue Herz, und dieses Herz möchte Jesus jedem Sünder schenken. Wir schauen noch mal in 1. Johannes 4, mit dem wir heute begonnen haben.

[19:49] 1. Johannes Kapitel 4, und dort möchte ich mit euch den Vers 16 betrachten. 1. Johannes Kapitel 4, Vers 16: „Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“

[20:14] Es geht darum, mit dem neuen Herzen an Gottes Seite zu bleiben. Eigentlich ist das der zentrale Punkt in unserem Glaubensleben. Natürlich wird jemand, der ein neues Herz bekommen hat, auch fallen. Das passiert. Aber unsere Aufgabe ist es, immer wieder zu Gott zu kommen. Und je öfter wir kommen und je öfter er unser neues Herz erneuert, umso stabiler werden wir, umso mehr leben wir in diesem ganz normalen Modus, in dieser Gewohnheit, dass Gott uns vergibt. Das kommt uns unser neues Herz.

[21:01] Gott möchte, dass unser neues Herz immer mehr mit ihm verwächst. Ich weiß nicht, wer von euch einen Garten hat. Ich habe einen kleinen Garten hinterm Haus und ich baue jedes Jahr sehr gerne einige Sachen an. Und eine Sache davon sind Stangenbohnen. Ich liebe Bohnen. Und diese Stangenbohnen, die klettern dann die Holzstangen hinauf, sind so Kletterpflanzen. Und jedes Jahr habe ich aber Mühe mit dem Ausreißen eines ganz bestimmten Unkrauts, vor allem, wenn es im Frühjahr so viel regnet wie dieses Jahr. Dann ist man mit nichts anderem beschäftigt, als Unkraut auszureißen.

[21:46] Und es gibt ein Unkraut, nämlich die Schlingpflanze, die den kletternden Stangenbohnenstengel sehr ähnlich sieht. Und wenn ich nicht regelmäßig dieses Unkraut, diese Schlingpflanze jäte, verwachsen die Schlingpflanzen so eng mit den Stangenbohnen und klettern mit dem Stock hinauf, dass ich sie fast nicht mehr voneinander unterscheiden kann. Die Pflanzen sind sehr ähnlich, und ich kann gar nicht mehr so richtig gucken, was ist eigentlich welches. Und ich kann dann kaum noch beide voneinander trennen, ohne beide kaputt zu machen.

[22:24] Aber genauso wie dieses Unkraut und die Stangenbohne sich miteinander verwachsen, wenn sie nicht gestört werden und miteinander verkettet sind, so sollen auch wir mit Jesus zusammenwachsen, unzertrennlich werden, so dass man nach außen hin kaum noch einen Unterschied, welche Pflanze welches, wir sollen Jesus so ähnlich werden, ihn so reflektieren, dass wir mit ihm eins werden.

[22:53] Das ist das, was Johannes schreibt, wenn er sagt: „Wir sollen in seiner Liebe bleiben.“

[22:59] Ich möchte mit euch einen weiteren Vers angucken und zwar in Epheser Kapitel 3 und dort Vers 17 bis 19. Epheser Kapitel 3, Vers 17 bis 19: „Dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit er in – damit ihr in Liebe ge- verwurzelt und gegründet, dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit erfüllt werde bis zur ganzen Fülle Gottes.“

[23:42] Auch dieser Abschnitt spricht von dieser Verwurzelung, von diesem Einswerden mit Christus. Und wenn wir diese Verwurzelung erfolgreich bewerkstelligen in unserem Leben und wie ein Leben leben, das in ständiger Gemeinschaft mit Gott, dann dürfen wir sicher sein, dass der Höhepunkt des Neuen Bundes, nämlich das ewige Leben, auf uns wartet.

[24:14] Es ist in unserem Christenleben nicht entscheidend, wie groß unsere Erlebnisse mit Gott waren, sondern es ist entscheidend, dass wir ständig, regelmäßig Erlebnisse und Erfahrungen mit Gott machen.

[24:29] Ich vergleiche das gern mit der Ehe. Wenn ich meine Ehe so gestalte, dass man ab und zu mal tolle Erlebnisse hat und Abenteuer miteinander erlebt, einen Ausflug macht, aber im Alltag nicht viel miteinander zu tun hat, sich seine Zuneigung nicht regelmäßig durch vielleicht auch kleine Sachen zeigt, dann wird diese Ehe wahrscheinlich nicht sehr lange bestehen. Die Beziehung lebt durch Stetigkeit und durch diese Stetigkeit wächst die Liebe allmählich durch viele kleine Liebeszeichen.

[25:13] Genauso ist es mit Gott. Gott möchte dich und mich auf den Himmel vorbereiten. Und dazu ist uns ja, ist in uns einiges zu tun. Das meiste davon passiert nicht über Nacht. Wir hatten schon über das neue Herz gesprochen, und dieses neue Herz, das wir bekommen haben, das muss geformt werden, damit wir überhaupt in der Ewigkeit diese Freude empfinden.

[25:48] In der wir die ganze Zeit sprechen. Wir müssen schon hier auf der Erde im Neuen Bund leben und uns immer wieder die Tatsache bewusst machen, dass das Leben hier eigentlich dazu da ist, um uns auf den Himmel vorzubereiten. Wir sind auf der Erde nur Gäste, wir sind Fremdlinge, sagt die Bibel. Wir sind Reisende, und wir sollen diese Zeit nutzen, um mit Jesus zu leben.

[26:17] Wenn wir das nicht tun, dann werden diese Jahre an uns vorbeiziehen und am Ende wird nicht viel davon übrig bleiben. Aber wenn wir diese Zeit nutzen, dann sammeln wir Schätze im Himmel. Diese Schätze werden wir eines Tages dann im Himmel in Anspruch nehmen dürfen.

[26:35] Es ist für die Ewigkeit nicht entscheidend, welche Karriereleiter wir auf der Erde erklommen haben oder wie viel Geld wir besitzen haben oder was wir alles erworben haben. Das Einzige, was zählt, ist unsere Beziehung mit Jesus, wie tief sie war und wie viel wir darin investiert haben.

[27:02] Wir sollten regelmäßig Abschnitte aus der Offenbarung lesen, um uns diese unfassbare Zukunft ein bisschen vor Augen zu führen. Diese letzten Abschnitte der Offenbarung sind ganz besonders und sie führen uns die Ewigkeit in einer Art vor, dass man sich eigentlich nur wünschen kann, dabei zu sein.

[27:27] Wir sollten vielmehr Lieder über dieses Thema singen, viel mehr Lieder dazu diesem Thema dichten und komponieren. Wir sollten mehr Predigten zu diesem Thema halten. Der Ewigkeit, dem Leben im Himmel. Die Adventpioniere haben genau das getan. Für sie war die Ewigkeit zum Greifen nahe, weil sie diese Erwartung hatten, dass Jesus bald kommt. Und viele, und für viele von uns, die lieben Menschen.

[27:55] Viele von uns, die liebe Menschen verloren haben, die viel zu früh von dieser Erde gegangen sind, für den ist der Gedanke an die Auferstehung und das Wiedersehen der Trost schlechthin, überhaupt weiter zu machen. Ich möchte mit euch mal genau in dieses Kapitel schauen, nämlich in Offenbarung Kapitel 21. Dort schauen wir uns mal zwei Verse an, in Offenbarung 21, Vers 3 und 4.

[28:26] Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerzen wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.

[28:56] Gott wohnt nicht nur bei uns im Himmel, Gott tröstet auch alle, die dort ankommen. Es werden vielleicht keine rosigen Zeiten am Anfang, wenn wir die 1000 Jahre Gericht halten müssen und sehen müssen, wie viele Menschen eigentlich Gott nicht angenommen haben. Wir werden auch traurig darüber sein, aber Gott sagt: Ich werde eure Tränen abwischen. Und danach folgt die ewige Freude. Und ist diese ewige Freude nicht Grund genug, eine Beziehung mit Jesus zu vertiefen?

[29:30] Ich möchte mit euch den letzten Abschnitt in dieser Betrachtung heute anschauen und wir gehen dafür ans Ende des Matthäus-Evangeliums, in den berühmten Missionsbefehl am Ende von Kapitel 28. Und dort lesen wir ab Vers 19: „So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt. Amen.“

[30:14] Jesus beauftragt alle seine Nachfolger mit diesen Worten, nicht nur die Jünger, sondern auch uns heute. Wir sollen seine Lehre weitergeben, die Menschen zu Nachfolgern machen und sie taufen. Und da bekommen wir die Zusicherung, dass Jesus immer bei uns sein wird. Er wird uns nicht alleine lassen. Wenn alle Christen das so umsetzen würden, wie es hier in diesen zwei Versen ganz knapp auf den Punkt gebracht wurde, dann wäre Jesus sehr wahrscheinlich schon wieder gekommen, oder die Gemeinden würden nur so vor fröhlichen und erfüllten und freudigen Christen sprießen.

[31:00] Aber wenn wir uns die Welt anschauen, dann gibt es eine etwas andere Realität. Und hier schließt sich ein bisschen der Kreis zum Montags-Thema mit der Freude. Ein Christ, der das Evangelium weitergibt, der lebt eigentlich permanente Freude bei dieser Arbeit, weil er sieht ja auch die Früchte.

[31:21] Dabei geht es nicht um die große Auslandsmissionen. Eigentlich geht es vielmehr um die vielen kleinen Gelegenheiten im Leben, in denen wir davon erzählen können, wie der Glaube unser Leben verändert und bereichert hat. Vielleicht können wir mit unseren Nachbarn darüber reden, mit Familienangehörigen und sehen, was das in ihnen bewegt. Für den Christen, der im Neuen Bund lebt, ist der Missionsbefehl kein bloßer Befehl, der zu befolgen gilt. Eigentlich ist es vielmehr ein Lebensstil, eine Lebenseinstellung. Mission wird sozusagen zur zweiten Natur, zur zweiten Haut.

[32:05] Je natürlicher sie geschieht, desto besser, desto schöner. Aber wir sollten sicher gehen, dass wir bei der Mission nicht das Thema verfehlen. Manche Christen versuchen, andere von bestimmten Glaubenspunkten zu überzeugen, von denen sie denken, dass dies die wichtigsten sind. Ich denke zum Beispiel an die Dreieinigkeit. Andere nehmen die Tagesthemen und die aktuellen Ereignisse und wollen anhand dieser die Bibel erklären und stürzen sich dabei auf Themen, die einen umgekehrt nicht zu Jesus führen, sondern in Verschwörungstheorien.

[32:45] Wir sollten sicherstellen, dass wir in unserer Mission Jesus verkündigen und sein Erlösungs-Werk in den Mittelpunkt stellen. Das Wissen um die Machenschaften der Freimaurer und Illuminaten mag uns reizvoll erscheinen, aber erlösen tut es uns nicht. Und das weist auch nicht auf Jesus. Die Beschäftigung mit dem Bösen ist nicht hilfreich, wenn wir das Gute finden wollen, dass es uns halten, wie Paulus, der im ersten Korinther Kapitel 2 und dort Vers 2 folgendes schreibt: „Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus und zwar als Gekreuzigten.“

[33:37] Das Evangelium, das wir verkündigen, das wir weitergeben an die Menschen, das muss einfach zu verstehen sein. Es darf nicht an Dinge geknüpft sein, die nicht im Wort Gottes stehen oder verankert sind. Ich selbst bin in meinem Leben schon so manchen Theorien begegnet, die andere aufgestellt haben und davon behauptet haben: „Man, wenn man dies oder jenes nicht annimmt, dann wäre man nicht erlöst.“ Wir sollten uns nie auf solche Aussagen einlassen.

[34:10] Die Bibel ist klar, was wir verkündigen und wie wir anderen Menschen das Heil bringen sollen. Die Wahrheit ist immer einfach zu verstehen und die Wahrheit ist immer schön.

[34:24] Lasst uns in unserem Leben im Neuen Bund diese Wahrheit hochhalten, von der wir in der Bibel lesen: Erlösungs-Werk Christi, vom Blut auf Golgatha, von der Liebe Gottes, die nicht an Bedingungen geknüpft ist, und von dem neuen Herz, das Jesus uns schenken will. Und lasst uns die Wahrheit hochhalten und nichts hinzufügen und auch nichts davon hinwegnehmen.

[34:51] Lasst uns Lichter sein in dieser Welt, die anderen den Weg weisen. Lasst uns wie die Nadel zum Pol stehen, unverrückbar in den Lehren, die Gott uns gegeben hat, und die wir auch im Geist Erweiterung finden. Dann werden wir die Welt mit dem Evangelium erreichen und das Werk Gottes mit seiner Hilfe beenden. Amen. Lasst uns zum Abschluss bieten.

[35:24] Lieber Herr Jesus, wir haben gelesen von deiner Liebe, von der Freude, die du uns schenken möchtest, und wir möchten dich bitten, dass wir diese Freude erleben in unserem Leben, dass wir die Vergebung in Anspruch nehmen, dass wir dein Blut in Anspruch nehmen und dadurch frei werden von der Sünde. Nur weil wir in eine Gemeinde gehen, nur weil wir getauft sind, heißt es nicht, dass wir auch automatisch erlöst sind. Dass sein tägliches Werk, was du in uns tun willst und immer wieder müssen wir zu dir kommen, die Schuld bekennen und bereuen und von ihr befreit werden.

[36:13] Ja, ich bitte dich, tu dieses Werk in uns und hilf, dass wir konsequent an deiner Seite gehen, dass wir mit dir wandeln, wie Joch und dass wir, wenn wir fallen sollten, dass wir uns so verhalten wie David, dass wir umkehren, dass wir nicht zögern zu dir zu kommen und dass wir entdecken können, dass du die schlimmsten Sünden wegnehmen kannst und die Herzen heilen kannst. Keine Sünde ist zu schlimm, als dass du sie nicht getragen hast. Ja, dass unsere Herzen nicht verstecken.

[36:52] Gib uns einen neuen, gewissen Geist in unserem Innern und mach uns fest daran, dass wir dir vertrauen. Das Bild in deinem Namen. Aber im nächsten Quartal werden wir genau dieses Thema noch ein bisschen vertiefen, wie wir mit Jesus leben können, in Jesus ruhen können und ich freue mich auf diese Themen, die davon sprechen werden, wie wir mit Jesus noch enger Gemeinschaft haben können. Bis zur nächsten Kreistag wünsche ich euch alles Gute, einen gesegneten Sabbat und bis zum nächsten Mal.


Lizenz

Copyright ©2021 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.