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In dieser Folge der Christ Study Hour 2021 Q2, „Die Verheißung – Gottes ewiger Bund“, gibt David Nießner eine Einführung in das Thema des Bundes. Er erklärt die Bedeutung des Wortes „Bund“ im biblischen Kontext, das sowohl eine Abmachung als auch eine Beziehung beinhaltet. Anhand von persönlichen Erfahrungen und biblischen Beispielen wie dem Bund mit Noah wird verdeutlicht, wie wichtig Glaube und Gehorsam auf Seiten des Menschen sind, um Gottes Verheißungen zu empfangen und praktisch umzusetzen.


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Serie: Christ Study Hour 2021 Q2: Die Verheissung - Gottes ewiger Bund

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Transkript

[0:31] Ein herzliches Willkommen an alle Zuschauerinnen und Zuschauer hier bei joelmedia.de oder bei allen anderen Online-Plattformen, wo ihr dieses Video sehen könnt. Es euch sehr herzlich willkommen zu unserem nächsten Thema in unserer Betrachtung in diesem Vierteljahr. Das Thema der Verheißung ist ja beschrieben mit der Verheißung. Und diese Woche wollen wir uns den Bund anschauen. Wir haben uns letzte Woche angeschaut, was die Grundlage war, warum Gott diesen Bund überhaupt gemacht hat, was das Problem war, dass er damit beseitigen wollte. Und heute werden wir die Einführung dazu machen.

[1:10] Bevor wir das aber tun, möchten wir bitten, dass Gott unter uns ist, dass er uns die Gedanken leitet und dass das, was wir machen, für uns nicht nur Theorie bleibt, sondern vor allem auch Praxis wird. Himmlischer Vater, wir sind dir sehr dankbar, dass wir auch jetzt wieder gemeinsam dieses Studium betreiben können, dass wir uns anschauen können, was der Bund ist, was er beinhaltet. Und wir möchten danke, dass du uns diese Möglichkeit schenkst. Bitten dich aber vor allem, dass du das hilfst, dass dieses Thema nicht nur graue Theorie bleibt, sondern dass wir es praktisch machen, dass es praktisch in unserem Leben einen Anklang findet, dass wir es umsetzen können und dass wir von dir geleitet werden. Hilf, dass jeder der Zuschauer und auch ich zu dir näher kommen durch diesen Vortrag, dass du die richtigen Worte mir gibst, damit das alles zu deiner Ehre sein wird und du gepriesen wirst von jedem, der dieses Video schaut. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:10] Rahmen dieses Themas, der Bund – eine Einführung, dass wir uns jetzt anschauen, möchte in diesem Vortrag ist, wie gesagt, auch nur eine Einführung. Also wir werden in dieser werden versuchen, in diesem Vortrag das ganze Vierteljahr abzudecken. Deswegen, falls sich jemand ein wenig daran stört, dass wir nicht ganz in die Tiefe gehen können, das ist mir sehr bewusst. Das ist schade, weil es, wie gesagt, so ein großes Thema ist. Wir wollen aber eine Grundlage schaffen, wir wollen so einen Blick von oben mal drauf werfen, um zu verstehen, worum geht es eigentlich. Und deswegen ist dann umso besser, dann können wir in den nächsten Wochen einschalten, wir können mit den weiteren Sprechern immer tiefer in das Thema hineingehen und verstehen, was dieser Bund eigentlich ist, was er bedeutet und was Gottes Absichten damit sind.

[2:59] Für heute ist es auch wichtig zu sehen, dass jedem Bund, den wir uns anschauen, der war damals gedacht und soll auch verstanden werden als in gewisser Weise Stück gegenwärtige Wahrheit für die damalige Zeit, aber auch ein Sinnbild und ein Teil von einem großen Bund, der geschlossen wurde und mit einem Bluttest unterzeichnet wurde. Und so möchten uns heute dann anschauen den Bund, den Gott mit Noah geschlossen hat, dann mit Abraham geschlossen hat, dann mit Mose geschlossen hat, man später am Sinai erneuert hat, beziehungsweise bekräftigt hat. Und wir wollen uns vor allem anschauen den neuen Bund, der für uns heute sehr wichtig ist und wo es wirklich praktisch wird.

[3:47] Deswegen möchten uns auch jetzt anschauen, was bedeutet eigentlich das Wort Bund? Aus welchen Elementen bestand dieser Bund? Und ist dieser Bund einfach nur eine Abmachung, so nach dem Motto: Ich gebe den Schokoriegel, da muss meine Hausaufgaben, das war's? Oder steckt da mehr dahinter? Und dann natürlich, worin besteht der neue Bund? Weil das ist, wie gesagt, ein sehr praktisches Thema und es wird das in das Studium von sehr vielen Büchern in der Bibel hinein begleiten.

[4:17] Ein paar allgemeine Dinge zu dem Wort Bund, weil das Wort Bund ist auch so ein Wort, man hört das hier oft, aber man weiß nicht, was steckt dahinter, was ist das eigentlich. Das Wort Bund kommt im Alten Testament ungefähr 287 Mal vor. Kann auch mit letzter Wille oder Testament übersetzt werden. Auf Hebräisch heißt dieses Wort "berit" und das hat eben diese ganze Spektrum an Übersetzungen. Der Ursprung von einem Wort, das unklar, man weiß nicht genau, woher er kommt, aber letzten Endes bedeutet dieser Bund immer eine Sache: Die zwei Parteien, die vorher unabhängig voneinander waren oder zumindest nicht eng zusammen waren, jetzt verbunden hat. Und so, wie auch der Ehebund, besteht der Bund im biblischen Sinn aus einer Abmachung und einer Beziehung. Das heißt, wie ich schon gesagt habe, es geht nicht nur um die reine theoretische Abmachung, sondern es steckt viel mehr dahinter, was das dann auch wirklich lebendig macht.

[5:18] Wenn Gott einen Bund macht, dann bestätigt er diesen Bund mit einer Verheißung. Das finden wir zum Beispiel in Hebräer 6, Vers 13 und 17, wo beschrieben wird, dass Gott diese Verheißung, das Versprechen gibt. Allerdings erwartet er vom Volk, das können wir 5. Mose 4, Vers 13 lesen, auch eine gewisse Art von Gehorsam. Das heißt, er gibt erst die Verheißung und dann wird Gehorsam erwartet.

[5:44] Das letzten Endes ist aber auch noch sehr wichtig festzuhalten, dass das Mittel zur Erfüllung immer in jedem Bund ist, unabhängig davon, welchen Bund wir uns das anschauen werden. Im großen Lösungsplan, im großen Bund Gottes liegt das, beschreibt die Jesaja in Kapitel 42, Vers 1 und 6.

[6:06] Und bevor wir weitergehen, weil ich auch gesagt habe, dieses Thema muss auch praktisch sein. Ich muss ehrlich sagen, für mich war das sehr lange, sehr trockenes Thema und immer, wenn es um den Bund geht, irgendwie das bewusste grob, worum es geht, aber es war nichts, was mich wirklich gepackt hat. Aber es muss, wie gesagt, praktisch sein, weil wir Christen sollen praktische Christen sein, so wie Jesus es gemacht hat, den Menschen geholfen hat, sich oder die Menschen gemischt hat und nicht nur in den Kirchenbänken gesessen hat, man sich darüber aufgeregt hat, der Prediger rede zu schnell, zu langsam, zu lange, was hat er für eine Krawatte und so weiter. Es geht um die Praxis, nicht nur in der Theorie.

[6:44] Und was ich hier sagen möchte, es geht letzten Endes nicht darum, ob Gott jetzt mit jedem von uns auch einen Bund schließt. Es geht vielmehr darum, auch ob wir diesen Verheißungen, die Gott gibt, auch Glauben schenken. Was meine ich damit? Ich möchte meine Geschichte erzählen. Als ich damals noch in der Schule war, da hatte ich, wie soll ich ausdrücken, das Privileg, mit einem strenggläubigen, atheistischen Klassenkameraden in einer Klasse zu sein. Und naja, sagen wir so, es ist mir oft auf die Pelle gerückt und hat mich sehr provoziert. Ich weiß noch einmal, da hatten wir Deutschunterricht, da saß er zwei Bänke hinter mir und auf einmal drehte er sich zu mir und holt aus seinem Rucksack ein Buch heraus und streckte es mir so ganz hämisch entgegen. Dann habe ich gelesen: Richard Dawkins, "Der Gotteswahn". Und wer das Buch kennt, da wird quasi beschrieben, wie unsinnig es ist, an Gott zu glauben. Und wusste, er will mich damit provozieren.

[7:41] Und ich habe dann auch oft versucht, mit ihm zu reden und habe ihn versucht zu überzeugen, was im Übrigen kein guter Ratschlag ist, wenn man versucht, Menschen zu überzeugen, die das partout nicht wollen. Dann schadet man vielleicht der Sache Gottes sogar nur noch mehr. Jedenfalls damals habe ich dann mit ihm oft geredet und ich erinnere mich noch einmal, haben wir dann auch gesprochen und irgendwann habe ich dann gesagt: "Weißt du, ich glaube nicht an Gott, weil mich irgendwelche Beweise überzeugt haben, sondern weil seine Art und Weise, seine Liebe überzeugt hat." Und dann hat er mir auch sehr, sehr vulgär und beleidigend der Art und Weise gefragt, ob Gott mich vergewaltigt hat oder warum ich an ihn glauben würde. Und dann, in dem Moment, habe ich mir gedacht: Entweder ich boxe ihm jetzt die Rippen raus, oder ich weine oder sonst was. Und es ist nicht gut, wenn so was an einem hochkommt.

[8:29] Jedenfalls habe ich es dann im Gebet vorgelegt und bisschen Zeit ist vergangen und dann kam wieder mal ein Gespräch und der war wieder sehr beleidigend. Und dann bin ich nach Hause gekommen an dem Tag und habe gesagt: "Herr, ich habe keine Lust mehr. Es bringt nichts. Ich werde nie wieder von dir irgendwas erzählen, wenn ich immer nur diese Ablehnung erfahre, diese Beleidigung. Ich habe keinen Bock mehr." Ich gesagt: "Hey, was soll ich machen?"

[8:57] Und dann habe ich die Bibel damals genommen, aufgeschlagen und bevor ich weiter rede, wir dürfen die Bibel nicht so als Bibel-Orakel verwenden, wo wir aufschlagen und was sagt er heute. Heute sagt Gott zum achtzehnten Jahreskönigssee am Morgen, sagte zum Fest, aber hatte der Stadtrat die Gewohnheit. Das ist falsch, wenn wir das als Bibel-Orakel verwenden. Aber ich glaube, wenn wir mit dem mutigen Herzen so ernsthaft vor Gott kommen und sagen: "Herr, was kannst du mir aus deinem Wort sagen?" und wir sie dann aufschlagen, dass Gott durchaus auf diese Weise auch sprechen kann. Das habe ich schon oft erfahren und das erste Mal war genau in dieser Situation.

[9:38] Damals habe ich dann nämlich die Bibel aufgeschlagen und ich bin gelandet bei Apostelgeschichte 18, Verse 9 und 10. Und wie gesagt, der Hintergrund war, ich habe damals gesagt: "Ich weiß alles in, ich werde nie wieder darüber reden und ich habe keine Lust mehr." Aber dann habe ich folgenden Text gelesen. Dort heißt es: "Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht, denn ich bin mit dir und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden, denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt." Und dadurch ist ein Text gelesen und ich habe verstanden: Gott, wenn wir sagen: "Fürchte dich nicht, sondern rede weiter, ich muss ihn ja nicht zwingen zu irgendwas, aber ich muss ja noch nicht überreden." Ich kann einfach weiter erzählen, ganz normal.

[10:24] Wenn wir reden ja auch tagtäglich davon, wie es auf der Arbeit war, wir reden über die Fußballergebnisse. Warum reden wir nicht über unseren Glauben? So, und dann im zweiten Teil hat er gesagt: "Ich bin mit dir. Niemand wird sich und bestehende zu schaden. Er wird dir nicht keinen Schaden anrichten können, weil ich viele Menschen in der Stadt habe." Und als ich das gelesen habe, ist mir in dem Moment klar geworden, als wir damals gesprochen haben und ich dann gesagt habe: "Jetzt lass ich es bleiben", waren fünf andere Menschen um uns herum, alle gläubige Christen. Und ich habe mir dann gedacht: Er war doch in Unterzahl, nicht wir.

[11:01] Jedenfalls hat Gott so gezeigt: Mach einfach weiter. Und die Geschichten aber noch ein bisschen weiter, weil dann hatten wir im Englischunterricht sollten die Bücher vorstellen und ich wollte erst einen komischen Krimi vorstellen, aber irgendwie hat mich dann überzeugt, das nicht zu machen. Und dann habe ich der Höhlenmensch vorgestellt, die Dank Bachelor Story auf Englisch, dann. Und ich wusste aber, dass eben er in dieser Klasse sitzt, dann, dass da noch zwei andere da sitzen, die ähnlich darauf sind wie wir.

[11:29] Und ich wusste aber, dass Gott mir diese Verheißung gegeben hat, quasi so ein Mini-Bund gemacht hat, wo diese Weisungen gegeben hat. Und ich wusste, wenn wir zurückkommen zu unserer letzten Folie, dass Gott quasi, wenn er diese Verheißung gibt und sagt: "Es wird alles gut", dass einer von uns auch diesen Gehorsam erwartet, im Glauben voranzugehen. Und so habe ich dann auch gebetet, gesagt: "Ja, ich möchte dieses Buch vorstellen, ich will auch den Menschen diese Geschichte erzählen, damit sie das hören, aber ich habe Angst vor diesen drei Atheisten, dass sie mich irgendwie lächerlich machen oder anfangen anzugreifen oder sonst was."

[12:04] Dann habe ich angefangen zu beten und das war sehr interessant. War dabei der, hat auch im Religionsunterricht dann immer über die Bemerkungen gemacht, sagen wir so. Und ich habe dann gebetet für diese drei. Und eine Woche, bevor diese, wurde die Buchvorstellung von mir war, bin ich dann in der Pause zufällig ins Klassenzimmer reingekommen und dann habe ich gehört, wie diese eine Junge mit seinen Freunden über den christlichen Glauben geredet hat. Und ich habe nur mitbekommen, wie dann meinte: "Na ja, es hilft ja den Menschen schon irgendwie." Und hab ich mir gedacht: "Jetzt geht es schon wieder los, das fängt wieder an rum zu spotten."

[12:43] Aber dann hat er gesagt: "Zu dem Zeitpunkt habe ich ungefähr eine Woche für die drei gebetet. Hat er genannt, er gesagt: Vor ungefähr einer Woche haben Dinge angefangen in meinem Leben, wo ich mir nicht erklären kann, warum. Irgendwie fange ich an nachzudenken, dass es vielleicht doch was gibt da oben." Und ich habe in dem Moment das Fenster zugemacht, weil es kalt war. Da bin ich so stehen geblieben und hab gesagt: "Lieber Gott, das war's."

[13:09] Und wenn ein Atheist anfängt nachzudenken und sogar sagt: "Ich fange an nachzudenken, weil ich diese Dinge nicht erklären kann", dann musste eine höhere Macht im Spiel gewesen sein. Und als ich seinen Vortrag gemacht habe, war recht interessant. Derjenige, von dem ich auch so Angst hatte, der hat tiefgehende Fragen gestellt hinterher. Und was ich damit sagen will, ist: Gott hat für mich damals die ganzen Umstände so zurechtgerückt, dass ich es ertragen konnte.

[13:42] Hat die Verheißung gegeben, hat gesagt: "Niemand wird dir Schaden." Und es hat mir auch tatsächlich niemand geschadet. Der eine Junge, von dem ich vorhin berichtet habe, der hat zwischendurch dann blöde Kommentare abgelassen. Aber irgendwann habe ich dann zu ihm gesagt: "Habe doch ein bisschen Respekt." Und damit war er dann auch ruhig. Und hinterher, ich glaube, fünf oder sechs Leute wollten dann das Buch haben. Habe ich das Buch bestellt und konnte in diese Bücher schenken.

[14:06] Und ja, was ich damit sagen will, ist folgendes: Es ist einfach, wenn Gott solche kleinen Versprechen gibt, wenn er diese Bünde mit uns macht. Vielleicht haben wir nicht den Bund bekommen, wie die biblischen Personen, aber wenn Gott diese kleinen Versprechen uns persönlich gibt und sagt: "Mach das gern, glaub voran", dann dürfen wir auch getrost im Glauben vorangehen. Dann müssen keine Angst haben, dass wir irgendwie irgendeinen Schaden erleiden, weil es ist doch Gottes Problem, wenn er etwas verspricht, ist nicht unser Problem, aber das hält oder nicht. Wir können nichts daran ändern, aber wenn Gott es versprochen hat, dann ist er auch in der Lage, das zu halten.

[14:44] Und das ist auch ein wichtiger Punkt eben zu verstehen, dass diese Bünde, diese Dinge praktisch sind in unserem Leben. Also möchten uns anschauen, wie in dem Leben von unserem Archiv, Aaron, Noah, diese Bund praktisch wurde. Wir lesen 1. Mose 6, Vers 18, wo Gott sagt zu ihm: "Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und seine Frau und die Frauen seiner Söhne mit dir."

[15:16] In diesem Kontext hat Gott Noah gerade mitgeteilt, die Erde vernichten zu wollen durch eine Wasserflut. Er hat ihm gerade gesagt: "Die Erde ist so böse geworden, ich werde sie vernichten, ich werde sie auslöschen." Aber er hat ihm auch gesagt: "Ich möchte, dass die Menschen trotzdem noch weiterleben, diejenigen, die dieses Angebot annehmen." Und er hat gesagt: "Mit dir will ich einen Bund aufrichten, dass du in die Arche gehst und du wirst überleben." Und Gott hat quasi derjenige, der dann gesagt hat: "Ich sorge dafür, dass es passieren wird, dass es nicht scheitern wird, dieser Bund."

[15:54] Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist: War dieser Bund eine einseitige Sache? Kam der Bund nur davon abhängig, was Gott macht? Und die Antwort darauf ist: Nein. Gott hat das Versprechen gegeben, er hat einen Bund aufgerichtet. Aber die Frage ist, und da möchte ich gleich noch einen Text mit euch lesen in Hebräer 11, Vers 6: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohl zu gefallen, denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die Belohnung wird, welche ihn suchen."

[16:34] Wir finden gleich am ersten Vers dieses Kapitels, wo die Bibel sagt: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht." Also Gott hat das Versprechen gegeben, aber es war nur Sache, dem zu glauben, weil für ihn stand unheimlich viel auf dem Spiel.

[16:57] Weil, was wäre, wenn Gott dieses Versprechen nicht gehalten hätte? Dann hätte er machen können, was er will, derweil mit dem Rest der Welt untergegangen. Und es ist schon hart, wenn man so darüber nachdenkt. Für uns ist es selbstverständlich, dass eine schöne Geschichte. Wir wissen, Gott hat es gesagt, nur die Arche gebaut, in das er eingestiegen, ein bisschen gewartet und dann hat es geregnet und Wasser und alles tot und so weiter. Und wir erzählen die Geschichte und sehr schön. Aber wir müssen uns mal vorstellen, Noah war auch ein Mensch wie wir damals.

[17:28] Und Gott hat ihm angekündigt, dass es regnen wird und dass aus der Erde Wasser hervorbrechen wird. Ich meine, damals hat es nicht geregnet, da ist nur Grund aufgestiegen, der die Wasser, der die Erdoberfläche bewässert hat. Und deswegen, was ist Regen? Wie soll das sich das vorstellen, dass auf einmal die Erde aufbricht, unter Wasser nach oben schießt? Wie soll das passieren? Und dann hat Noah das Zeuge geglaubt. Aber dann standen immer noch 120 Jahre vor eben diesem Jahr hier zu bauen. 120 Jahre, wo nichts passiert ist.

[17:59] Dergleichen, die Sonne geht auf, die Sonne geht unter, der Dunst steigt auf, bewässert die Erde. Aber wusste Regen? 120 Jahre anfänglich, haben manche Menschen ja sogar geglaubt, wie wir es in "Patriarchs and Prophets" lesen. Aber irgendwann haben die Menschen dann bis auf gegeben, als ich dachte: "Nach 58 Jahren herum passiert nichts und er baut immer noch in diesen blöden Schiff." Und dann selbst an der Arche war sieben Tage nichts passiert. Nun mal wusste das ja nicht. Sieben Tage nichts passiert. Er wusste nur, so ein Jahr hier gehen, da wurde sein Glaube auch ziemlich geprüft.

[18:36] Weil dann sitzt er schon in diesem Schiff, das er gebaut hat, wo er 120 Jahre dran gebaut hat. Gott sagt: "Es wird regnen." Tag eins geht rum, Tag zwei, die Menschen draußen anfangen zu spotten und sagen: "Kha, Tag 3, 4, 5, 6, 7, nichts passiert." Das war unglaublich. Nein, es war, glaube ich, für unser Schein ist unglaublich. Aber Noah hat es trotzdem geglaubt. Und deswegen, als Gott ihm einen Bund gegeben hat, war es eine zweiseitige Sache. Gott verspricht, aber die Menschen müssen im Glauben gehorchen, dass es auch so kommen wird. Hätte Noah nicht geglaubt, wäre der Bund hinfällig gewesen, nicht bei Gott nicht treu ist, aber die Menschen ihren Teil nicht getan haben.

[19:22] Dazu und dann hinterher gab es den nächsten Bund, den Gott gegeben hat, nachdem die Flut dann quasi vorbei war. Zeigt Gott, 1. Mose 9, Vers 15 und 16: "Dann will ich an meinen Bund gedenken, der zwischen mir und euch von allen lebendigen Wesen von allem Fleisch besteht, dass künftig die Wasser nicht mehr zur Sintflut werden sollen, die alles Fleisch verdirbt. Darum soll der Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn..."

[19:48] Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und an den ewigen Bund gedenke.

[19:50] Zwischen Gott und allen lebendigen Wesen, von allem Fleisch, das auf der Erde ist.

[19:55] Also nach der Sintflut, um war hat Gott gesagt, ich werde mich einmal im Bund wieder gedenken und ich werde sogar noch ein Zeichen geben durch den Regenbogen, dass so eine weltweite Vernichtung nicht wiederkommen wird.

[20:08] In der historisch-kritischen Bibelauslegung sagen viele, diese Flut damals muss lokal gewesen sein, dass vielleicht irgend ein Fluss über die Ufer getreten ist. Es kann keine weltweite Flut gegeben haben.

[20:21] Aber wenn wir uns die Archäologie anschauen und das bisschen mehr betrachten, dann deutet alles auf eine weltweite Flut hin. Aber das würde jetzt zu weit führen.

[20:31] Jedenfalls, wenn es tatsächlich nur eine lokale Flut gegeben hätte, dann würde Gott jedes Mal sein Versprechen brechen, dann wieder irgendwo eine Überschwemmung stattfindet, weil er doch sagt, dass dieser Regenbogen als Zeichen gegeben ist, dass diese Flut nicht mehr kommt.

[20:48] Deswegen muss es eine weltweite Flut gewesen sein.

[20:53] Den nächsten Bund, den wir dann in der Bibel finden, wurde mit Abraham geschlossen. Das Wort Bund taucht zum ersten Mal in der Geschichte mit Noah auf, dann aber immer wieder an das nächste Mal dann bei Abraham.

[21:08] Und dort lesen wir in 1. Mose 12, Verse 1 bis 3: „Der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen: Gehe hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde.“

[21:42] Gott hat mit Abraham diesen Bund gemacht und er hat gesagt: „Ich möchte dich zu einem großen Volk machen, durch dich werden alle Geschlechter der Erde gesegnet werden. Du sollst ein Segen sein, und ich werde diejenigen segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“

[21:57] Dass man die konkreten Verheißungen wieder abgegeben hatte. Jetzt ist aber auch die Frage, was bedeutet es, wenn Gott sagt: „In dir sollen gesegnet werden alle Völker oder alle Geschlechter“, je nachdem, was man liest.

[22:13] Um das herauszufinden, müssen wir das Neue Testament, das Buch Galater, und Paulus schreibt hier im dritten Kapitel in Versen 6 bis 9: „Was es für uns bedeutet, was dahintersteckt. Gleich wie Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit angerechnet wurde, so erkennt auch die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Kinder.“

[22:35] Und jetzt kommt der wichtige Text: „Da ist nun die Schrift voraussah, dass Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham im Voraus das Evangelium verkündigt: ‚In dir sollen alle Völker gesegnet werden.‘“

[22:51] Werden nun die, welche aus Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. „Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Samen und nach der Verheißung Erben.“

[23:04] Wir haben in der letzten Woche schon uns den Schöpfungsbericht angeschaut und haben gesehen, dass Gott direkt nach dem Sündenfall schon das erste Versprechen auf den großen Bund gegeben hat.

[23:14] Und wir sehen durch das, was Paulus hier im Galaterbrief schreibt, dass der Fortschritt des Evangeliums auf der Erde durch Abraham wiederholt beziehungsweise ausgebaut wurde.

[23:27] Und auch hier sehen wir wieder ganz klar: Das Alte Testament gehört genauso zum Neuen Testament, genauso zum Evangelium dazu.

[23:36] Und hier ist es so, dass Gott dem Abraham damals zunächst eine Beziehung angeboten hat, gesagt hat: „Ich werde dein Gott sein, ich werde dich herausführen.“ Und dann aber hat er ein kleines Gebot dazu gekommen.

[23:51] Denn nachdem Gott eben dieses Versprechen gegeben hat, heißt es in Kapitel 12, Vers 4: „Da ging Abraham, wie der Herr zu ihm gesagt hatte, und ging mit ihm.“

[24:04] Das heißt, nachdem Gott das Versprechen gegeben hat, gesagt hat: „Ich werde dich groß machen, ich werde dich segnen, du wirst deinen Segen für die Völker werden“, hat er aber im Glauben gehandelt.

[24:15] Weil wir uns das vorstellen: Abraham lebte damals in Haran, das ist im heutigen Iran, und Kanaan, wo dann die spätere biblische Geschichte stattfindet, ist einige hundert Kilometer davon weg. Abraham war noch nie in Kanaan.

[24:27] Und Gott sagt zu ihm: „Ich werde dich dahin bringen. Zieh aus von hier, ich werde dich groß machen.“ Was er da dran gemacht hat? Ja, ich weiß nicht, ob das gut wird. Hast du das auch alles im Blick? Und was mache ich mit Versicherungen und Arbeit und Job und meine Kinder sind hier zur Schule gegangen?

[24:49] Nein, die Bibel sagt, er ging. Das heißt, bevor Abraham im Glauben handeln konnte, muss er Gott kennenlernen. Das ist das Wichtige.

[24:55] Denn wenn Gott einen Bund schließt, dann bietet er immer den Menschen erst mal eine Beziehung an, bevor etwas von ihnen verlangt werden kann.

[25:06] Weil, wenn wir so betrachten, wenn wir mal angenommen, ich hätte heute Geburtstag und ich stehe heute Morgen auf und aus der Tür raus steht da einer meiner besten Freunde, dann sagt er: „Ich hab eine Überraschung für dich. Komm, steig in mein Auto, wir fahren irgendwohin, und ich zeige dir was Schönes.“ Dann steige ich einfach mit dahin, alles ist gut.

[25:24] Wenn ich jetzt aber Geburtstag habe und ich stehe auf, aus dem Haus und da steht ein maskierter Mensch mit Sturmmaske, weltfremd, kenne ich nicht, da sagt zu mir: „Ich habe eine Überraschung für dich. Steig in mein Auto.“ Kein Mensch würde sowas machen, und ich auch nicht.

[25:39] Genau so ist es auch eine Beziehung mit Gott. Bevor wir im Glauben handeln können, müssen wir erstmal mit ihm eine Beziehung aufbauen.

[25:46] Und diese Beziehung dauert manchmal ein paar Jahre. Man kann nicht gleich von Null auf Hundert springen. Aber wenn wir diese Beziehung haben, dann dürfen wir getrost sein, wenn wir im Glauben vorangehen, dass es gut wird.

[25:58] Im Falle Abraham ist es definitiv gut geworden, weil wir kennen ja die weitere Geschichte und Gott hat ihm das gezeigt. Und weil Abraham Gott geglaubt hat, heißt es im Kapitel 15, Vers 6: „Und Abraham glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an.“

[26:19] Hebräisch heißt es, dass Abraham gerecht wurde, weil er Gott geglaubt hat. Und das ist auch das, was wir vor dem Galaterbrief geschrieben gelesen haben, was dort Paulus geschrieben hat, dass wenn wir Gott glauben, dass damit das Evangelium quasi erfüllt ist, dass wir dadurch gerecht werden vor Gott.

[26:41] Dann möchte ich noch einen Schritt weiter gehen. Das war der Bund mit Abraham. Dann schauen wir uns an den Bund mit Mose.

[26:47] Und den finden wir im 2. Buch Mose, Kapitel 6, Verse 1 bis 8: „Ich bin der Herr, und ich will euch aus den Lasten Ägyptens herausführen und will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und will euch erlösen durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte. Und ich will euch als mein Volk annehmen und will euer Gott sein, und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin, der ich aus den Lasten Ägyptens herausführe. Und ich will euch in das Land bringen, um dessen willen ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, dass ich es Abraham, Isaak und Jakob geben werde. Das will ich euch zum Besitz geben. Ich, der Herr.“

[27:29] Den Bund, den Gott hier mit Mose gemacht hat, ist auch mehr oder weniger eine Wiederholung zu dem Bund, den Gott mit Abraham gemacht hat.

[27:37] Dazu möchten wir uns mal im Vergleich anschauen: Beide Bünde, die Gott gemacht hat, sowohl mit Abraham als auch mit Mose, bezeichnen eine besondere Beziehung zwischen Gott und seinem Volk. Also Gott sagt: „Ich will euer Gott sein, ich will euch segnen.“ Aber er sagte auch: „Ihr sollt mein besonderes Volk sein.“

[28:00] Dann zeigt das, dass Israel ein großes Volk werden soll. Und letztlich noch, dass auch ein Gehorsam erforderlich war, dass Gott diese Versprechen auch wahr machen konnte.

[28:11] Und dabei ist es nicht so, dass Gott sagt: „Ihr macht, sonst mache ich nichts.“ Das Problem bei der Sache, was man sehen kann, ist, was eigentlich kein Problem ist, sondern vielmehr eine schöne Tatsache, dass Gott mit den Menschen kooperiert.

[28:23] Und auch in mir später in den Musterbüchern dann zum Beispiel von dem Fluch und dem Segen des Gesetzes lesen, dann ist Gott bereit, beides zu geben. Aber es hängt von der Entscheidung der Menschen ab, was Gott letzten Endes erfüllen kann.

[28:40] Und so sehen wir in diesem kleinen Beispiel, dass jeder Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat, eigentlich nur eins in Bild oder ein Hinweis auf den großen Bund ist, den Gott durch Jesus auf Golgatha mit uns geschlossen hat.

[28:54] Jeder Bund hängt irgendwie miteinander zusammen. Und wir eingangs gesagt haben, jeder Bund war in seiner Zeit gegenwärtige Wahrheit.

[29:04] Weil im Falle Abraham war es ja so: Abraham soll dem Glauben gehorchen, und Gott wird ihn zu einem großen Volk machen und ihm viele Nachkommen schenken.

[29:14] Zur Zeit Mose war es so, dass das israelische Volk ein besonderes Volk sein sollte, das Gott segnen würde, es in ein Land bringen würde.

[29:24] Aber es sind alles Sinnbilder für den einen großen Bund, dass wir, wie Petrus es später auch schreibt, für Gott ein heiliges Volk sind, ein auserwähltes Volk, ein heiliges Priestertum, besondere Menschen, die dazu auserwählt sind, seinen Charakter der Welt zu zeigen.

[29:39] Und dadurch sollen wir auch im geistlichen Sinne zu einem großen israelischen Volk werden. Aber es ist unsere Entscheidung dazu erforderlich.

[29:48] Und falls es jetzt noch ein bisschen diffus klingt, nicht so ganz eindeutig, deswegen dürfen wir uns freuen, in den nächsten Wochen, wo wir es noch tiefer studieren werden, wir jeden Bund genau auseinandernehmen werden und schauen werden, was steckt dahinter.

[30:05] Das bedeutet es eigentlich. Und sowohl damals zur Zeit Mose, also heute, ist es so: Zuerst hat Gott das Volk gerettet, zuerst hat er diese Beziehung den Menschen angeboten, und dann kam der Gehorsam.

[30:19] Heutzutage ist es auch so, wie es zum Beispiel in Galater 1 und 2 geschrieben steht: Jesus rettet uns erst von der Sünde, und dann lebt er sein Gesetz in uns aus. Andersrum kann es nicht funktionieren.

[30:34] Wenn wir uns anschauen, was Gott weiterhin so muss sie gesagt hat, dass damit gerade auch gelesen, aber nochmal möchten wir, dass wir uns anschauen, diese kleine Aspekt im 2. Mose 6, 47, wo Gott sagt: „Und ich will euch als mein Volk annehmen und euer Gott sein, und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin, der euch aus den Lasten Ägyptens herausführt.“

[30:57] In diesem Text wird nämlich deutlich, dass, sowie auch über Noah, eine Dynamik ist, also nicht nur so eine einseitige Feststellung, eine einseitige Verpflichtung, ist ein Dynamik. Gott sagt: „Ich will euer Gott sein“, aber ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin.

[31:15] Und was meint er damit? Damit meint er, dass auch das Volk einen Teil zu erfüllen hat, damit dieser Bund auch in Erfüllung geht.

[31:24] Ich möchte es auch ein bisschen praktisch noch erklären, waren auch ein Beispiel aus meiner Erfahrung geben. Jesaja 50, 4 ist ein Vers, der seit einiger Zeit mein morgendliches Gebet ist.

[31:41] Und dort heißt es: „Gott, der Herr, hat mir die Zunge eines Gelehrten gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Erwecke morgen für Morgen, ja, erwecke mir das Ohr, damit ich höre, die Jünger hören.“

[31:56] Das ist ein sehr schöner Text, und ich finde, dieser Text macht ganz deutlich, was das Evangelium praktisch ist. Jeden Morgen sage ich: „Herr, hilf mir, dass ich ein Segen für andere sein kann, und leg mir die Worte in den Mund. Gib mir die Zunge eines Siegers, damit ich diejenigen, die ein ermutigendes Wort brauchen, damit auch sie erquicken kann.“

[32:18] Und ich habe von meinem Vater, der früher Jugendfreizeit-Leiter war und der viele Freizeiten veranstaltet, manchmal 23 im Jahr. Und ich erinnere mich an ein Mädchen, erklärt gleich, warum die damals auch dabei war.

[32:34] Und vor zwei Wochen hat sie in ihrem Instagram-Status ein Bild gepostet, wo sie darüber geschrieben hat: „Liste von 50 Leuten, die mein Leben positiv beeinflusst haben.“ Dann habe ich gesehen, auf Seite 16 stand der Name meines Vaters, und auf Seite 17 stand mein Name.

[32:50] Dann habe ich sie angeschrieben und gefragt, warum wir die Ehre haben, da aufzutauchen zu dürfen. Und sie hat mir erklärt, was ich meinem Vater schön fand, dass wir den Menschen immer eine Chance gegeben hat, und auch wenn schwierige Leute dabei waren, dass sie nicht verurteilt hat, sondern ihnen die Chance gegeben hat.

[33:05] Und dann hat sie geschrieben: „Du hast mir damals mal gesagt, ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, aber wir haben wohl irgendwie geredet, und dann habe ich ihr wohl gesagt, dass Jesus mit den Fischern über das Menschenfischen gesprochen hat, mit den Hirten über das verlorene Schaf, mit einer dürftigen Frau über das lebendige Wasser.“

[33:29] Und dass sie mir dann geschrieben hat, dass das für sie sehr beeindruckend war, und ich wusste gar nicht mehr, dass ich das gesagt habe. Sie hat gesagt: „Jedes Mal, wenn ich jetzt vor schwierige Situationen gestellt werde, wo ich mit den Menschen rede, wo ich mit denen überhaupt nichts anfangen kann, die mich zu texten oder die Dinge reden, die ich überhaupt nicht verstehe, dann erinnere ich mich an diese Worte und weiß, dass ich ihnen so begegnen muss, wie sie es verstehen, nicht wie ich, sondern wie sie es verstehen können, wenn ich sie erreichen möchte.“

[33:57] Und wie gesagt, ich habe mich gar nicht mehr daran erinnert, aber das ist das Schöne: Gott kann uns die Worte in den Mund legen, dass wir Menschen das sagen, vielleicht ganz unbewusst, das aber so eine große Auswirkung auf sie hat.

[34:12] Und das war schon sehr schön zu sehen, dass auch wenn es Jahre später war, immer noch so nachwirkt. Und eine andere Erfahrung, die ich gemacht habe: Ich war damals mit einer Freundin von mir in Stuttgart unterwegs auf der Königstraße.

[34:26] Und irgendwie hatten wir so die Idee, dass wir den obdachlosen Menschen anbieten, auch etwas zu essen kaufen können, weil wir irgendwie dachten, das ist auch schön, wenn wir das machen können.

[34:38] Und dann haben wir das gemacht, und eine Frau, die hat es dann abgelehnt, selbst gesagt: „Ja, ich hab grad schon was gegessen.“ Dann haben wir gesagt: „Wenn wir wenigstens Geld geben.“

[34:49] Dann haben wir das gemacht, und dann kam ihre Freundin, die auch obdachlos war, und die kamen sie um die Ecke dazu, ganz lustig aus, irgendwie so eine Giraffe und die Ecke geschaut.

[34:58] Dann habe ich sie angeschaut und sie fragt: „Habt ihr auch was für mich?“ Und dann, wie gesagt, ja, ich war gerne. Und es war schön, weil wir sind damit wirklich tief ins Gespräch gekommen.

[35:07] Und irgendwann hat sie uns dann gefragt: „Wer seid ihr? Was macht ihr? Und warum macht ihr das?“ Weil aus ihrem Denken jetzt ebenso viele Menschen kommen, nur ein Werk, 1950 Zentren, die Kaffeebecher laufen weiter.

[35:20] Aber da wir auch an dem Morgen gebetet haben, gesagt haben: „Herr, hilf uns, dass wir den Menschen helfen können, dass wir ein Segen für sie werden, dass sie was für sie interessieren.“ Das hat sie sehr beeindruckt.

[35:33] Und dadurch, dass sie dann gemerkt haben, wir interessieren uns wirklich für sie, wir kommen nicht nur den Brüchen den Kopf und sagen: „Ist ja das.“ Sondern wir haben wirklich Interesse.

[35:43] Dazu dann angefangen zu erzählen, warum ich auf der Straße lebe und so eine sehr schöne Erfahrung. Und ich ging er so weit, dass sie auch gefragt hat: „Seid ihr Christen?“

[35:51] Haben mir gesagt: „Ja, sind wir. Wir sind Siebenten-Tags-Adventisten.“ Und so kam mir dann immer weiter ins Gespräch.

[35:58] Und damit abzukürzen, das war nicht sehr lange Erfahrung, aber wir haben wir dann sagen können, wo die nächste Adventgemeinde ist. Und wir haben dann auch so ein kleines Büchlein da lassen können.

[36:06] Und als sie dann weggegangen sind, haben sie noch hinterher gerufen, aber es miteinander gesprochen und gesagt: „Wenn alle Menschen zu wären, dann wäre die Welt besser.“

[36:16] Und man muss immer aufpassen, dass man bei so einer Erfahrung nicht sich selber nach vorne stellt. Und es geht mir nicht darum zu zeigen, was ich alles gemacht habe und wie toll ich bin, weil ich weiß selber, es gibt so viele Momente, wo ich das alles zurückhalte, wo ich einfach weitergeben könnte, auch wo ich mich schäme, sage: „Nein, das kann ich jetzt nicht sagen.“

[36:37] Und ich würde sagen, es gibt Momente, wo wir das erleben, wie schön es ist, wenn du das weitergibst. Und praktisches Christsein ist eben nicht nur, dass wir uns eine Samba-Schule die Köpfe einschlagen oder diskutieren und dass wir die Kirchenbänke warm halten, sondern es ist Praxis, den Menschen zu helfen.

[36:53] Und es ist auch für mich so einfach, hier vor der Kamera zu stehen und was zu erzählen. Aber das Wichtige, Entscheidende ist eben: Machen wir das, was hier gesagt hat.

[37:01] Und das ist ja eine positive Den-Messias, dass Gott uns die Zunge eines Sions geben wird, dass wir uns morgen für morgen aufwecken, damit wir hören, wie Jünger hören.

[37:13] Und dass wir dann die Worte weitergeben, die Gott uns sagt. Das ist das, was wahres Christentum ist. Das ist mein Gebet, dass das immer weitergeht in meinem Leben, wie auch in dem Leben derer, die jetzt zuschauen, weil es darauf letzten Endes wirklich ankommt.

[37:31] Und damit möchten wir auch schon übergehen dann zu dem neuen Bund. Der neue Bund, das klingt irgendwie so nach dem Motto: Der alte Bund ist ich denke, ich völlig braucht man nicht.

[37:44] Brauchen einen neuen Bund. Und das Problem bei der Sache war, der alte bestand im Wesentlichen darin, dass Gott sein Gesetz gegeben hat und das Volk gesagt hat: „Ja, wir werden alles tun, was du sagst.“ Haben sie da nicht.

[37:55] Und dass Gott dann einen neuen Bund aufrichten musste, der nicht so kaputt geht, nicht so zerbrechen kann. Und von diesem neuen Bund lesen wir im Alten Testament.

[38:05] Noch da sehen wir alles Evangelium. Alles Neue beginnt im Alten Testament. In Jeremia 31, 31 bis 34 heißt es: „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war, spricht der Herr. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“

[38:54] Auch hier sehen wir wieder genau das gleiche: Die Bünde, die kurz vorher geschlossen hat, immer wieder geht es darum: Gott gibt dann Versprechen, Gott will etwas für sein Volk sein, sein Volk etwas Besonderes für ihn sein, und sie sollen eben danach handeln.

[39:08] Und es wird...

[39:08] sollen eben danach handeln und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Er kenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen. Spricht der Herr, denn ich werde ihre Missetat vergeben und dann ihre Sünden nicht mehr gedenken.

[39:25] Auch hier im Neuen Bund sehen wir bei den Aspekten Gnade und Gehorsam. Und wir sehen, alle Bünde, die wir uns angeschaut haben, es geht im Prinzip immer um das Gleiche, und jeder Bund deutet auf den einen großen Bund hin.

[39:40] Und auch da darf man nicht den Fehler machen, in dieses strenge, nach Regeln, nach Strukturen gelebte Christen hinein zu rutschen. Weil, ich habe letztens von einer Gemeinde gehört, die selber, ich sag mal, viele Probleme hatte, sich in tiefen Streitereien befunden hat. Und da waren keine Gäste. Dann, wenn Gäste da waren, dann sind sie gleich schreiend rausgerannt, haben alles liegen gelassen, gesagt: „Komm ich nie wieder her.“ Und erst zu dem Zeitpunkt, wo die Gemeinde gemerkt hat: „Wir folgen irgendwie nur Traditionen, erfolgen nur einem strengen Plan, das ist alles nach Plan getaktet, das ist irgendwie so leblos, es halt im Körper der da sein muss.“ Erst als sie das aufgegeben haben und dann diese Streitereien beiseite gelegt haben, Gott um Vergebung gebeten haben, sich auf ein neues Leben eingelassen haben, mit Gott persönlich da angefangen, diese Gemeinde zu heilen, hat diese Gemeinde geheilt. Und plötzlich hatten sie dann, war von Corona an jedem Sabbat, 20, 30 Gäste, wo sie vorher nur von träumen kontemplierten. Sie vielleicht vorher in einem halben Jahr zwei, drei Gäste und jetzt auf einmal so viele, die da hinein kamen, weil es ganz offensichtlich war, dass eine Veränderung stattgefunden hat.

[41:05] Auch der Prophet Jesaja schreibt davon, dass wenn die Herrlichkeit Gottes, wenn sein Charakter über seinem Volk ausgeht, dass dann die Heiden zu seinem Volk strömen werden. Das heißt nicht, dass da ein paar einzelne kommen, sich verirren und durch das der Bund Gemeinde, sondern sie werden hinein strömen. Sie werden sehen: „Diese Gemeinde hat etwas, was wir nicht haben. Das wollen wir haben.“ Und es erinnert mich immer so ein bisschen an meine eigene Erfahrung. Ich bin zu einem atheistischen Elternhaus groß geworden und als Kind auch gerne mitgegangen, aber in der Pubertät dann ein bisschen weg. Ich meine, ich war nie ein Ausreißerkind, ich habe nie Alkohol getrunken, ich war noch nie auf Partys oder so. Ich war halt einfach nicht so gerne mehr Gemeinde. Aber als ich mit 14, 15 dann bekehrt habe, vor allem deswegen, weil Gott einen jungen Menschen in mein Leben geschickt hat, der gleich alt war wie ich und der aber voll im Saft stand. Er, so ich wäre heute noch darüber, wie Gott in so jungen Jahren zu einer seinem Wissen gegeben hat. Und wenn er über seinen Glauben gesprochen hat, das war, also wie soll man sagen, der Mann war so fasziniert, man war so begeistert irgendwie. Und ich habe damals keine ausformulierten Gedanken gehabt, aber ich wusste, egal was er hatte, ich will das auch haben. Und das war das, was mich so schwer fasziniert hat an ihm, dann weil hier an ihm auch dieser neue Bund erfüllt wurde. Gott hat seine Gesetze, sein Herz geschrieben. Er hat ihm gezeigt, was sein Gesetz bedeutet. Das ist nicht nur einfach ein bisschen knüppel, es ist ein Weg in die Freiheit.

[42:38] Und für diejenigen, die letzte Woche zugeschaut haben, da habe ich das auch kurz angerissen, wo es um das Gesetz geht, dass Gottes Gesetz eigentlich kein Verbot ist, sondern mehr ein Versprechen, das noch nicht gesehen hat. Kann es gerne nachträglich anschauen. Aber das war, das war für mich sehr offensichtlich damals, dass er das wirklich gelebt hat. Und das ist das, worum es im Neuen Bund geht, dass wir keine mechanische Beziehung zu Gott haben, sondern eine lebendige. Und wir die Menschen nicht abschrecken.

[43:10] Letzte Woche habe ich das auch schon gesagt, aber ich sag es auch jetzt noch mal, weil es für mich immer deutlicher wird: Ungläubige, die erkennen sofort, ob ein Christ ein reiner Namens Christ ist oder ob er es ernst meint mit seinem Glauben. Das mögen wir selber, wir Christen, vielleicht gar nicht merken, weil wir in diesem Denkmal, diesem Muster drin sind. Aber Ungläubige merken das sofort. Die wissen genau, du hast oder du meinst es ernst.

[43:38] Möchte zum Abschluss noch ein Zitat lesen aus dem Buch „Der Sieg der Liebe“, Seite 311 und 312: „Das Joch, das uns zum Dienst auferlegt ist, ist das Gesetz Gottes, das große Gesetz der Liebe, im Paradies offenbart, von Siena ihr verkündet und im Neuen Bund den Menschen ins Herz geschrieben. Bindet den menschlichen Arbeiter an den Willen Gottes. Christus selbst hat als Mensch das Joch des Dienstes getragen. Er sprach: ‚Deinen Willen, mein Gott, wo ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen‘.“

[44:14] Hier wird auf 42, 49 zitiert: „Die Liebe zu seinem Vater, der Eifer für Gottes Ehre und die Liebe zu gefallenen Menschheit ließen Jesus auf diese Erde kommen, um zu leiden und zu sterben. Dies war die treibende Kraft in seinem Leben.“ Er fordert uns auf, diese Prinzipien zu übernehmen. Wenn wir hier festhalten, warum hat Jesus diesen Dienst gemacht? Hier steht: Liebe zu seinem Vater, Eifer für Gottes Ehre und die Liebe zu den Menschen um ihn herum. Und damit dazu aufgerufen sind, seinen Charakter widerzuspiegeln und den Menschen zu zeigen, wie er wirklich ist. Sollte das auch unsere Motivation sein. Und Gott sei Dank kann uns dabei helfen, diese Beziehungen persönlich zu machen, dass es nicht nur eine schwarze Theorie ist, sondern dass diese Theorie, die sehr wichtig ist, vor allem in der Praxis umgesetzt werden wird.

[45:14] Zusammenfassend können wir also sagen, dass wir uns angeschaut haben, dass diese Sünde, die eingetreten ist, einen großen Riss in die Beziehung zwischen Gott und den Menschen gebracht hat. Das war ein großes Problem, weil sobald wir uns nicht mehr dem unterstellen, was Gott sagt, dann verlieren wir automatisch auch diesen Frieden, die Harmonie, die man haben könnte. Und man denkt immer so, dass wenn man sich unter Gottes Willen unterwirft und sein Joch stellt, dass das schlecht ist, weil ich meine, wer ist schon gerne unter dem Joch? Aber wir müssen verstehen, was es bedeutet.

[45:49] Die Engel machen blind. Gottes Willen. Habt ihr jemals einen Engel gesehen, der zu euch kam oder der hinter der Bibel gesagt hat: „Ich hab keinen Bock mehr, keine Lust mehr auf Gottes Willen?“ Oder wenn wir Jesus anschauen, der unser Maßstab ist. In „Kaster Weissagen“ lesen wir ganz klar: Kein Mensch hat unser Maßstab sein. Wir haben einen Maßstab, und das ist Christus. Jesus hat nie gesagt: „Da passe es wäre mir gerade gelesen, dass er es sagt: ‚Ich liebe es, deinen Willen zu tun.‘“

[46:21] Und Gott hat also diese Versprechen gegeben. Er hat mir diesen ganzen Bund geschlossen, hat ein Versprechen gegeben, wurde zeigt: Ich werde diese Beziehungen wiederherstellen. Ihr werdet die Möglichkeit haben, wieder in Frieden und Harmonie mit mir zu leben. Und es wird zu Ende kommen, dieses ganze Leid. Gottes der Initiator, der diesen Bund aufrichtet und durch Verheißungen und Versprechen leitet uns ein, dem zu folgen im Glauben.

[46:45] Dass es im Abschluss noch beten. Himmlische Vater, Gedanken, dass wir uns jetzt in dieser Predigt, in dieser Woche damit auseinandersetzen konnten, was diese Bünde sind, die damit mit den Menschen geschlossen hast, mit Noah, mit Mose und Abraham und der muss auch angeschaut, was der neue Bund ist. Wir bitten dich auch, hilf uns im weiteren Verlauf, in den weiteren Studien tiefer zu verstehen, was die Absicht damit war. Und zeig uns, wie wir praktische Christen sein können, nicht nur Theoretiker, sondern Praktiker. Wir möchten, wir danken, dass du mit uns warst, dass uns geleitet hast und dass du uns alle Zeit liebst und allezeit führst im Namen Jesu. Amen.

[47:27] Deswegen möchte ich alle Zuschauer gerne einladen, auch in der nächsten Woche wieder zuzuschauen. Dann wird es mit dem Studium weitergehen. Wir werden klare Erkenntnisse für das finden, was jetzt vielleicht noch ein bisschen oberflächlich oder unklar war, während tiefer einsteigen können. Und wir können unsere Beziehung zu Gott intensivieren. Und daher freuen wir uns, euch in der nächsten Woche hier bei Joelmedia wieder begrüßen zu dürfen und mit euch dieses Studium durchzugehen. Amen.
[47:55] Amen


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