In dieser Predigt beginnt Christopher Kramp eine neue Serie über die Zehn Gebote mit dem Thema „Höre Israel“. Er erklärt die Bedeutung des Zuhörens und wie es uns hilft, Gottes Wort zu verstehen und anzuwenden. Anhand von Beispielen aus dem Alltag und biblischen Erzählungen wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, Gottes Stimme zu hören und seine Liebe zu erwidern.
Die Zehn Worte: 1. Höre Israel (2. Mo 20,1)
Christopher Kramp · Die Zehn Worte ·Themen: 2. Mose, Bibel, Bibelstudium, GesetzWeitere Aufnahmen
Serie: Die Zehn Worte
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Gesegneten Sabbat. Wer von euch mag gerne backen? Okay, sehr gut. Wer von euch mag gerne gebackenes Essen? Ja, ganz genau, so geht es mir auch. Ich bin kein großer Experte im Backen, aber ich habe ja eine Expertin für das Backen geheiratet, das reicht mir persönlich. Heute möchte ich euch ganz kurz etwas erzählen, was ich über das Backen vor kurzem gelernt habe. Wenn man ein Brot backt, braucht man ja Hefe oder Sauerteig, auch bei einigen Kuchen braucht man Hefe, Hefekuchen zum Beispiel. Und ich habe natürlich gewusst, dass man Hefe nimmt und dann geht der Teig, wenn man die Hefe dort hineintut. Aber ich habe erst vor kurzem gelernt, was da eigentlich wirklich im Teig passiert, wenn die Hefe da wirkt. Das ist nämlich sehr, sehr interessant. Und zwar ist es so, dass die Hefe, wenn man jetzt sich so ein bisschen Weizenmehl vorstellt, man gibt also Hefe hinein oder Sauerteig, dass die Hefe gewisse Moleküle abgibt, CO2-Moleküle, die sozusagen einfach dort entstehen und die auch einfach entfliehen würden, wenn nicht etwas ganz Besonderes passieren würde. Nämlich, wenn man jetzt beim Weizenmehl zum Beispiel isst, dass die Glutenfasern diese CO2-Moleküle sehen, also sehen in Anführungsstrichen natürlich, und dann sich mit ihnen verbinden. Und durch diese Verbindung beginnt dann der Teig zu gehen. Das heißt, die CO2-Moleküle werden von diesen Glutenfasern quasi eingefangen und verbinden sich unauflöslich mit diesen CO2-Molekülen, mit dem Gluten. Und man kann das dann nicht mehr voneinander trennen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wo lernt man sowas? Ich habe das an einem der letzten Dienstagabende gelernt. Also es lohnt sich am Dienstagabend dabei zu sein. Und was auch sehr interessant ist, ist, dass die Hefe nicht nur dafür sorgt, dass der Teig geht, sondern es gibt in dem Mehl noch eine ganze Reihe von anderen Lebewesen, die da eigentlich gar nicht hingehören sollten. Zum Beispiel Salmonellen oder zum Beispiel Staphylokokken und so Lebewesen halt. All diese Kleinstlebewesen hängen vom Sauerstoff ab. Und wenn jetzt die Hefe CO2 produziert, dann nimmt der Sauerstoff im Teig ab. Das heißt, all die anderen Lebewesen, die mit der Hefe konkurrieren, die sterben jetzt nach und nach. Man könnte also sagen, und so wird das auch gesagt in der Bäckersprache, dass die Hefe oder der Sauerteig auch den Teig reinigt. Also nicht nur geht der Teig, sondern er wird auch gereinigt von Lebewesen, die dort nicht hingehören. Warum erzähle ich euch das? Jesus sagt, das Reich Gottes gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich unter drei Scheffel Mehl mischte, bis alles durchsäuert worden ist.
[3:28] Heute beginnen wir unsere neue Predigt-Serie über die zehn Gebote. Und es wird eine besondere Predigt-Serie sein. Wir haben ja in den letzten Jahren uns durch den Galaterbrief durchgepredigt, wir haben uns über Joel Gedanken gemacht und jetzt wollten wir uns nicht ein ganzes Buch vornehmen, sondern eigentlich einen recht bekannten Text, den wir alle gut kennen, den wir aber ganz genau durchleuchten wollen und sehen wollen, was uns die zehn Gebote persönlich zu sagen haben. Ganz praktisch auch für unser Leben. Das aller Besonderste an dieser Serie wird aber sein, dass sehr viele von euch die Predigten halten werden. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten zehn verschiedene Prediger haben, die sich darauf vorbereiten werden und begleitet werden und die dann jeweils verschiedene Gebote nach und nach in den nächsten Wochen immer mal wieder hier mit uns besprechen werden. Ihr werdet euch also freuen können auf verschiedene Perspektiven auf die zehn Gebote. In zwei Wochen geht es los mit dem Arthur und dann kommen auch eine ganze Reihe von anderen, die uns dann durch die zehn Gebote führen werden. Mir ist heute die Aufgabe gegeben, sozusagen die Einleitung in diese Predigtreihe zu geben. Es geht heute um den allerersten Vers von dem Kapitel, in dem die zehn Gebote stehen. Ihr wisst alle, die zehn Gebote stehen wo? In welchem Kapitel? 2. Mose 20. Und der erste Vers von 2. Mose 20 ist, ja ganz genau, manche denken natürlich immer, es ist ich bin der Herr, dein Gott, aber es ist Vers 2. Wie ihr schon wisst, der erste Vers ist und Gott redete alle diese Worte und sprach. Ein kurzer Vers, der es aber ungemein in sich hat, der der Schlüssel ist zu allen zehn Geboten. Und über den wollen wir uns jetzt Gedanken machen. Bevor wir damit allerdings beginnen, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet, wo das möglich ist.
[5:44] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und dass du durch deinen Heiligen Geist uns erfüllen möchtest, dass wir dein Wesen, deinen Charakter, deine Natur immer besser verstehen und dich wirklich von ganzem Herzen lieben lernen. Herr, schenk du uns heute Ohren, die hören und ein Herz, das versteht, dass wir aufmerksam darauf achten, was du uns persönlich heute zu sagen hast. Du hast verheißen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich jetzt von ganzem Herzen im Namen unseres Schöpfers und Erlösers Jesus Christus. Amen.
[6:40] Wenn ihr gefragt werden würdet, so auf der Straße, und jemand sagt, hey, du bist doch Christ, du bist Adventist, du kennst dich aus in der Bibel. Was ist das Allerwichtigste, das Größte, das Fundamentalste Gebot in der ganzen Bibel? Was würdet ihr sagen? Okay, also du sollst den Herrn, deinen Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Ja, ganz genau. Noch eine Variante, was würden die anderen sagen? Das Größte, das Wichtigste, das höchste Gebot. Ja, ganz genau, du sollst den Herrn lieben von deinem ganzen Herzen, von deinem ganzen Gemüt, von deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft. Wer von euch würde sagen, dass dieses Gebot, du sollst den Herrn lieben von deinem ganzen Herzen, von deiner ganzen Seele? Wer von euch würde sagen, dass das das Wichtigste von allen Geboten, von allen Gesetzen der Bibel ist? Ist das eure Meinung? Ja, gut. Nun, eine etwas praktischere Frage. Wer von euch liebt denn Gott? Ja, ja, gut, sehr schön, gut. Nun habe ich eine Frage an euch. Was bedeutet es eigentlich, Gott von ganzem Herzen zu lieben? Nun, wir haben ja gerade in der letzten Woche Gelegenheit gehabt, das ein bisschen genauer zu verstehen. Wir haben ja das Hohe Lied studiert und da haben wir gesehen, wie Menschen leben, wie sie sprechen, wenn sie jemanden von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt lieben. Könnt ihr euch erinnern, was der Salomon, was die Sulamit so sagen? Die reden ständig von der Person, in die sie verliebt sind. Die finden poetische Worte. Die Sulamit sagt, selbst als ich geschlafen habe, habe ich noch an ihn gedacht. Er sagt, ich bin krank vor Liebe. Nun, ganz ehrlich, nicht melden. Wer von euch kann so über Gott sprechen? Wer von euch würde sagen, ja, ich bin krank vor Liebe zu Gott. Selbst nachts muss ich ständig an ihn denken. Wenn wir ganz ehrlich sind, ist das nicht immer unbedingt unsere Erfahrung. Und es ist relativ einfach zu sagen, ja, wir lieben Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt. Aber wenn wir ganz wirklich darüber nachdenken, merken wir, so ganz intensiv ist vielleicht unsere Liebe gar nicht, wie wir das immer so schnell sagen. Und dann kommt noch ein Punkt dazu. Kann man eigentlich einem Menschen befehlen, einen anderen so zu lieben? Ich meine, man kann ja einem Menschen sagen, habe Respekt vor jemandem oder sei höflich, benimm dich freundlich. Aber kann man einem Menschen befehlen, du sollst diese Person lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt, so wie das Salome und Zolamit beschreiben. Kann man das befehlen? Ist das ein Gebot? Ich glaube, wir sollten darüber etwas genauer nachdenken.
[9:48] Interessanterweise kennt ihr wahrscheinlich alle diese Geschichte, auf die sich, die ihr wahrscheinlich gerade im Hinterkopf gehabt habt, Matthäus. Da kommt ja dieser Schriftgelehrte zu Jesus und fragt ihn, was ist das größte, das höchste, das wichtigste Gebot. Und Jesus sagt, du sollst den Herrn dein Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Interessanterweise gibt es dieselbe Geschichte auch bei Markus. Und Markus ist ja normalerweise immer kürzer als Matthäus. In dem Fall hat er aber mehr Informationen zu bieten. Und die helfen uns bei dieser Frage ganz besonders. Schlagt mal mit mir auf in Markus Kapitel 12 und dort ab Vers 28. Markus berichtet hier etwas, das wie ein Schlüssel ist und uns auch hilft, die zehn Gebote besser zu verstehen. Markus Kapitel 12 und dort ab Vers 28. Wir lesen hier, da trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihrem Wortwechsel zugehört hatte. Und weil er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn, welches ist das erste Gebot unter allen, also welches ist das wichtigste, das fundamentalste Gebot. Und hier kommt die Antwort von Jesus, Vers 29. Jesus aber antwortete ihm, das erste Gebot unter allen ist, was sagt er, höre, höre Israel, der Herr, unser Gott ist Herr allein und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Dies ist das erste Gebot, also von diesem ersten Gebot, was ist die allererste Aufforderung, was ist das allererste, was Gott uns gebietet. Ja, ganz genau, höre, höre ist der allererste Imperativ, höre Israel.
[11:58] Nun, aus welchem biblischen Buch hat Jesus denn hier zitiert? Ja, ganz genau, ihr wisst schon, wenn ich so eine Frage stelle, ist die 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich hierbei um Fünfte Mose handelt. Und Fünfte Mose ist eine Predigtreihe über was? Fünfte Mose ist eine Predigtreihe über die zehn Gebote. So dachte ich mir, wäre es sehr interessant, wenn wir eine Predigtreihe über die zehn Gebote beginnen, dass wir bei Fünfte Mose anfangen und genau das wollen wir tun. Natürlich nur einzelne Verse herausgreifen. Schlagt mal mit mir auf, Fünfte Mose 4, ab Vers 1. Mose spricht über die zehn Gebote hier. Schaut mal mit mir in Fünfte Mose, Kapitel 4, Vers 1. Also Mose fängt an, über die zehn Gebote zu sprechen und das allererste, was er sagt, ist was? Und nun Israel, wie geht es weiter? Höre auf die Satzungen, auf die Rechtsbestimmung, die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land im Besitz nehmt, das euch der Herr, der Gott eurer Väter gibt. Frage, als Mose über die zehn Gebote spricht, kannten die Israeliten schon die zehn Gebote? Ja oder nein? Wann hatten die Israeliten die zehn Gebote zum ersten Mal gehört oder gesehen? Wann hatte Gott ihnen die zehn Gebote gegeben? Also von den 40 Jahren Wüstenwanderung, in welchem Jahr haben sie die zehn Gebote bekommen? Im ersten, oder? In welchem Jahr predigt Mose das Buch Fünfte Mose? Im 40. Das heißt, wenn sie im ersten Jahr die zehn Gebote hatten und im 40. diese Predigt hören, dann kennen sie die zehn Gebote schon seit fast 40 Jahren. Wer von euch kennt schon die zehn Gebote seit mindestens 40 Jahren? Ich bin nicht mal 40 Jahre alt. Viele von uns sind nicht mal so alt. Die kannten die zehn Gebote in- und auswendig. Ich meine, man braucht ja nicht so lange, um die kennenzulernen. Das sind zehn Gebote, relativ schnell zu lesen. 40 Jahre lang kannten sie die Gebote und jetzt sagt Mose, ich werde euch eine Predigtreihe halten über die zehn Gebote. Hört mal gut zu. Vielleicht haben die gedacht, naja, was willst du uns sagen? Wir wissen schon, du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ja, kennen wir. Wiederholung, oder? Mose beginnt mit der Idee, ich werde jetzt etwas predigen, was ihr gut kennt. Bitte hört zu.
[14:28] Jetzt denkt ihr vielleicht, ja Moment mal, wie kann man denn nicht zuhören? Also, wenn man zwei Ohren hat, dann hört man doch automatisch, oder? Also, wenn ihr mir jetzt nicht zuhören wollt, was müsstet ihr machen? Versucht mal, für zwei Sekunden nicht zuzuhören. Was müsstet ihr machen? Ohren zu halten, oder? Wenn du Ohren zuhältst, dann hört man nicht. Aber solange ihr die Ohren offen halt, hört ihr doch automatisch, oder? Ist es euch schon mal so gegangen, dass ihr jemandem zugehört habt und ihr habt doch nicht richtig gehört? Ich erzähle euch jetzt ein Geheimnis, nicht weiter erzählen, okay? Es passiert manchmal, wenn ich Evangelisation halte und ich predige mir die Seele aus dem Leib und ich bin hinterher völlig fertig, ich habe nur noch blank im Kopf und ich weiß alles und ich stehe an der Tür und sage den Gästen tschüss und ich habe gerade noch so viel Akku, um mit den Gästen ein bisschen zu reden. Dann kommt es, soll vorkommen nicht, manchmal vor, dass eine liebe Schwester, ein lieber Bruder meint, jetzt ist die Gelegenheit und stellt sich zu mir und fängt an, ihre Lebensgeschichte mir zu erzählen. Und dann stehe ich da, ich kann ja nicht mal weg und ich höre. Kennt ihr das Gefühl, wenn euch jemand so zutextet? Ihr hört und hört und hört und ihr habt das Gefühl, hoffentlich fragt sie mich nicht, was sie gerade erzählt hat. Ich weiß es nämlich gar nicht mehr. Kennt ihr das? Man hört und man hört doch nicht. Wir alle kennen das aus der Schule oder? Man sitzt im Unterricht und man hört, man hört doch nicht. Habt ihr das mal in der Schule erlebt, dass ihr mal richtig gut aufgepasst habt? Dass ihr mal drin saßt, man kommt vielleicht selten vor, aber ihr saßt im Gottesdienst, nicht in der Schule, Entschuldigung, ist ja auch Gottesdienst unter Umständen, aber ihr saßt in der Schule und habt richtig zugehört. Wann war das? Wann habt ihr richtig die Ohren gespitzt? Wann habt ihr an den Lippen des Lehrers geklebt? Wenn er Geschichten erzählt hat? Wenn es interessant war oder? Wenn es einen interessiert, hört man zu. Wenn es einen nicht so interessiert, sitzt man da und denkt, ja gut, wie lange noch? 20 Minuten schaffen wir.
[16:46] Jesus hatte das Problem. Als Jesus predigte, saßen viele um ihn herum oder hörten seine Predigten an. Die waren froh, dass er predigte, aber sie hörten offensichtlich nicht richtig zu. Schaut mal in Matthäus 13. In Matthäus 13 und dort in Vers 9. Als Jesus am See Genezareth stand und ein Gleichnis nach dem anderen predigte, merkte er, die Leute hören irgendwie zu, aber so richtig nachdenken tun sie nicht. Deswegen sagt er am Ende in Vers 9, wer ein Ohr hat, der höre. Wisst ihr, was an diesem Tag passiert ist? Tausende Menschen saßen in der Predigt von Jesus. Sie hörten von einem Seemann, sie hörten von Weizen und Unkraut, sie hörten von einem Fischnetz, von einer kostbaren Perle und sie gingen nach Hause, saßen am Mittagstisch oder am Abendtisch und sagten, das war eine erbauliche Predigt. Das ging mir so richtig ins Herz. Aber nur ganz wenig Menschen blieben bei Jesus und fragten ihn, was hast du eigentlich mit den Gleichnissen gemeint? Die Bibel sagt uns, die Jünger Jesu gingen nicht nach Hause, waren dankbar für die Predigt, sondern sie wollten wissen, was die Predigt ihnen zu sagen hat. Und sie fragten Jesus, was bedeutet das dann praktisch? Das war das, was Jesus eigentlich wollte, wer ein Ohr hat, der höre. Wie oft hören wir eine Predigt und sagen, ja, war interessant, gut. Wie selten gehen wir nach der Predigt zu Jesus und fragen ihn, was willst du mir eigentlich sagen? Hast du Interesse an dem, was Gott dir sagt? Wir verstehen eine Predigt nur völlig, wenn wir hinterher zu Jesus gehen und ihn fragen, was genau willst du mir sagen? Ihr wisst vielleicht, was in den Sendschreiben steht. Nach jedem einzelnen Sendschreiben steht, wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Glaubt ihr, dass heute in dieser Predigt der Heilige Geist eine Agenda hat, dass er was vorhat, dass der was zu sagen hat? Ja oder nein? Ja, selbstverständlich. Und er hat mehr zu sagen, als ich mit Worten formulieren kann. Der Heilige Geist ist bereit, für jeden Einzelnen von uns die Botschaft so zusammenzufassen, so zu verändern, so auf den Punkt zu bringen, dass jeder von uns etwas mitnehmen kann, wenn er zuhört, nachdenkt, sich überlegt, was will denn Gott mir sagen?
[19:30] Interessant ist, bei all diesen Dingen in 5. Mose, in Matthäus 13, in der Offenbarung geht es um Dinge, die wir gut kennen. Sendschreiben, Gemeindelaudizeer, tausendmal gehört. Zehn Gebote, zehntausendmal gehört. Gleichnisse von Jesus kennen wir seit der Kindertagsschule. Aber darum geht es eben nicht. Es geht darum, dass der Geist zu uns etwas Besonderes sagen möchte. Hast du Interesse an dem, was er sagt? Um das vielleicht besser zu illustrieren. Stellt euch vor, die Glutenfasern im Mehl sitzen da rum und sagen, schau mal da die Hefe, die produziert so CO2. Das ist toll, eine große Blase. Und die beobachten das so und was würde passieren? Nichts. Was müssen die Glutenfasern machen? Wenn sie die Moleküle sehen, dann sagen sie, meins. Wenn wir in einer Predigt sitzen, sollten wir nicht einfach sagen, das ist ein interessanter Punkt. Wir sollten uns überlegen, was ist das, was Gott mir sagen möchte. Und dann wie so eine Glutenfaser sagen, meins. Dieser Vers, dieser Gedanke, diese Idee ist für mich. Ich will mich mit diesem Wort verbinden und zwar unauflöslich.
[20:53] Also was wünscht sich Gott eigentlich mit den zehn Geboten? Schaut mal mit mir zurück in 5. Mose Kapitel 4. Ab Vers 6. Es sind drei Dinge, die Gott hier sagt, die er eigentlich als Ziel hat mit den zehn Geboten. Schaut mal in Vers 6. So bewahrt sie nun und tut sie. Denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker. Wenn sie alle diese Gebote hören, werden sie sagen, wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk. Jetzt habe ich eine Frage an euch. Wer von euch hat das vor kurzem erlebt, dass eure Arbeitskollegen, eure Nachbarn, eure ungläubigen Bekannten, Familienangehörigen gesagt haben, dein Leben ist wirklich außergewöhnlich interessant. So wie du lebst, so würde ich auch gerne leben. Du bist außergewöhnlich klug, außergewöhnlich weise, dein Leben ist total attraktiv. Wir sind meistens schon stolz, wenn die sagen, du bist anders. Da denken wir, wir sind so gute Adventisten, wenn wir anders sind. Da sagen die Leute, du bist irgendwie ein bisschen anders, du bist nicht so wie wir. Dann sagen sie, ich bin ein konservativer Adventist, ich bin anders als die anderen. Das ist nicht Gottes Ziel. Gottes Ziel ist nicht, dass wir anders sind, um anders zu sein. Gottes Ziel ist, dass die Leute sagen, so würde ich auch gerne sein. Dass die Heidenvölker sagen, was für ein weises Volk, ein kluges Volk.
[22:29] Schaut mal den nächsten Vers an. Vers 7. Denn wo ist ein so großes Volk, zu dem sich die Götter so nahen, wie der Herr unser Gott es tut, so oft wir ihn anrufen? Andere Frage. Wann war das letzte Mal, dass jemand, dein Arbeitskollege, Studienkollege, Freund, freundlich, wer auch immer, sagt, hey, ich finde es erstaunlich, dass du so viele Gebetserfahrungen machst. Das ist ja unglaublich. Also du musst wirklich eine Verbindung zu Gott haben. Erlebt? Könnt ihr sehen, das ist eigentlich das, was Gott wollte. Moses sagt, als Gott euch die zehn Gebote gegeben hat, war das sein Ziel. Nicht, dass wir sagen, wir wissen, wann der Samstag ist. Wir halten den Samstag an der richtigen Zeit. Sondern, dass andere Menschen, die Gott nicht kennen, sagen, niemand hat so einen Draht zu Gott wie du.
[23:27] Und jetzt kommt noch ein dritter Punkt. Vers 8. Und wo ist ein so großes Volk, das so gerechte Satzungen und Rechtsbestimmungen hätte, wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? Also nicht nur die Gläubigen selbst sind attraktiv, nicht nur die Gebetserfahrungen sind so anziehend, sondern sogar die Gebote sollen toll sein. Hey, ganz ehrlich, wann war das letzte Mal, dass dein Arbeitskollege gesagt hat, dein Sabbat, den hätte ich auch gern. Wir denken immer schon, wenn die wissen, dass wir Sabbat feiern, nicht wahr, dann gucken die auf uns und sagen, aha, du feierst Sabbat. Naja, das kann ich gerade so tolerieren. Preist den Herrn, er toleriert das. Ich habe am Sabbat frei. Die größte Gebetserfahrung. Das ist schon gut, aber nicht das Ziel. Das Ziel ist, dass die Leute sagen, diese Richtlinien in deinem Leben, das ist das Beste, was man haben kann. So sollte man leben. Sabbat feiern, das ist das Beste, was man machen kann. Die Gesundheitsrichtlinien, nach denen du dich richtest, die sind ja grandios. Wir sind meistens selbst nicht so überzeugt, nicht wahr. Mittlerweile ist die Welt zum Teil überzeugter von unseren Gesundheitsrichtlinien, nicht wahr. Ihr merkt das, das kommt immer wieder im Fernsehen. Sagen die Leute, ah, die Atlantisten, die leben so viel länger. Und wir denken, oh ja, nur die in Kalifornien. Aber die Idee ist, Gott wollte niemals, dass sein Volk bekannt ist als die Sonderlinge, die sich vielleicht auch noch so anziehen, dass sie möglichst seltsam aussehen und möglichst seltsam wirken und seltsam reden, dass alle denken, naja, eins ist sicher, die sind anders. Und zu viele von uns sind zufrieden damit, einfach nur anders zu sein. Aber Gott will zwar, dass wir anders sind und uns nicht mit den anderen vermengen, aber er möchte, dass wir so anders sind, dass wir eine bessere Option darstellen. Ist dein Leben eine bessere Option von all den verschiedenen Varianten, die es gibt, so zu leben, dass Leute sagen, hey, ich habe schon vieles ausprobiert, aber so zu leben, das wäre wirklich interessant. Ihr Lieben, dafür gibt es die Zehn Gebote. Das ist ihr ganzer Sinn. Und wenn ihr jetzt sagt, ich kenne die Zehn Gebote seit 40 Jahren, aber ich glaube, da gibt es noch was zu tun in meinem Leben, dann sagt der Heilige Geist durch Mose, durch mich zu dir, höre, höre Israel.
[25:49] Was wünscht sich Gott? Schaut mal mit mir in Vers 11, 5. Mose 4 und dort Vers 11, da tratet ihr herzu und standet unten am Berg, aber der Berg brannte im Feuer, das ist eine meiner Lieblingssätze in der ganzen Liebe, bis ins Innerste des Himmels hinein, der voller Finsternis, Wolken und Dunkel war. Ihr alle wisst, wofür das Feuer steht, oder? Das haben wir schon tausendmal gemacht. Das Feuer steht für die Liebe Gottes. Das haben wir im Hohelied gesehen, ich versetze mich wie ein Siegel auf dein Herz, weil die Liebe ist hart wie der Tod, sie ist ein Feuerglut, sie ist eine Flamme des Herrn. Das Tolle hier ist, das Feuer brennt bis wohin? Es brennt bis ins Innerste des Himmels. Im Hebräischen steht hier, das Feuer brannte bis in das Herz des Himmels. Mit anderen Worten, als die Israeliten vor dem Berg Sinai standen, der jetzt die zehn Gebote ihnen geben sollte, übrigens sagt die Bibel, dass die zehn Gebote ein Feuer des Gesetzes sind, wo das steht, da sahen sie den Himmel und die Erde miteinander verbunden. Sie sahen, dass das Feuer Gottes vom Herzen Gottes ausgeht. Wohin sollte dieses Feuer gehen? Vom Herzen des Himmels in das Herz des Menschen. Wie kommt man hier rein? Durch den Gehörgang. Deswegen sprach Gott zu ihnen, weil er wollte, dass es hier in ihr Denken hineinkommt, dass sie drüber nachdenken, dass sie ihn wirklich mögen.
[27:33] Schaut mal in Vers 13, und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch zu halten geboten, nämlich die zehn Worte und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. Ihr wisst, das Wort Bund kommt vom deutschen Tätigkeitswort, Verb, binden, verbinden. Gott wollte sich verbinden mit seinem Volk. Er möchte, dass du und er eine Verbindung eingehen. So wie Daniel, der sagen konnte, Gott ist mit mir vor dem Nebukadnezar und alle wählt sah, dass sein Leben eine tolle Option war. Gott möchte, dass du mit ihm lebst.
[28:08] Nun, jetzt habe ich eine Frage an euch. Habt ihr euch mal jemals Gedanken gemacht, hier steht ja, sie wurden auf aufgeschrieben, warum Gott erst am Sinai die zehn Gebote gesprochen und dann aufgeschrieben hat? Habt ihr euch mal die Frage gestellt, warum die zehn Gebote erst am Sinai gegeben worden sind? Als Adventisten haben wir immer so ein bisschen das Problem, dass wir sagen wollen, die zehn Gebote sind ewig gültig. Sie sind schon seit immer da gewesen, aber dann kommen Leute und sagen, aber sie ist noch erst beim Sinai gegeben worden. Da sind sie aufgeschrieben worden und dann haben wir unsere Argumente, die sind auch sehr gut und wir zeigen rückwärts, ja die galten aber schon vorher. Keinem durfte seinen Bruder nicht umbringen, Ehebruch war auch damals schon vor dem Sinai verboten, der Sabbat geht schon seit der Schöpfung. Wir zeigen, dass die zehn Gebote schon gültig waren. Wäre das nicht viel schöner gewesen, wenn zwischen dem Baum der Erkenntnis und dem Baum des Lebens da zwei große goldene Steintafeln gestanden hätten mit den zehn Geboten. Wäre das nicht toll gewesen? Hättet ihr was dagegen gehabt? Zehn Gebote auf Stein, in Stein gemeißelt zwischen dem Baum der Erkenntnis und dem Baum des Lebens, mitten im Garten Eden, dann könnten wir uns die ganze Predigt sparen bei der Elfinisation und könnten sagen, die zehn Gebote sind schon immer gültig. Wäre doch toll, oder? Ist es nicht ein Fortschritt, wenn man Gebote schriftlich fixiert hat? So ein Fortschritt, oder? Würdet ihr auch denken, das ist ein Fortschritt? Also wenn man Gebote, wenn man Gesetze schriftlich fixiert hat, ist das ein Fortschritt? Also einige von euch nicken, einige denken, wo will der jetzt hinaus? Wenn ihr Dokumentationen anschaut über die Antike, dann werdet ihr feststellen, da sagt man immer, wenn die Zivilisationen Gesetze aufgeschrieben haben, dann war das ein Fortschritt, oder? Vielleicht habt ihr mal was vom Kodex Ramurabi gehört, ja der babylonische König, der die Gesetze aufgeschrieben hat. Jetzt waren die schriftlich fixiert, dann sagt man, das war ja ein Fortschritt, oder? Würdet ihr auch zustimmen? Ein Fortschritt, jetzt kann man wissen, was dort steht.
[30:07] Das Interessante ist, in der Antike sahen die Leute das ganz anders. Es gibt einen chinesischen Kaiser, der hat irgendwann mal die Gesetze aufschreiben lassen. Wisst ihr, was die chinesischen Geschichtsschreiber dazu sagen? Daran sieht man, dass er ein schlechter Kaiser war. Warum? Ein guter Kaiser ist so gut, der braucht die Gesetze gar nicht aufschreiben. Alle nehmen sich ein Beispiel an. Das war die Idee. Oder um es mal ganz praktisch auszudrücken. Stellt euch vor, ihr kommt in eine Familie, die ihr besucht, Vater, Mutter, Kinder und ihr geht durch die Wohnung und ihr seht überall Zettel kleben. Tür zu, Fenster zu, Heizung aus, Kühlschrank zu. Was würdet ihr sagen, wie steht es um die Kommunikation in dieser Familie? Vielleicht kennt ihr es auch von zu Hause, ich habe das schon im Bein gehalten und einige fingen an zu lachen. Was würdet ihr denken, ist das so die idealste Form der Kommunikation? Warum schreibt die Frau, in den meisten Fällen ist es nicht die Frau, es ist eher selten der Mann, warum schreibt die Frau überall Zettel, Fenster zu, Zähne putzen, Heizung zu. Warum schreibt die das? Die hat sich vorher den Mund fußlich geredet, es hat nichts funktioniert. Jetzt ist sie so, am Ende schreibt sie es auf, schriftlich. Keine Frau, wenn sie heiratet, zieht nach der Hochzeit mit ihrem Mann zusammen und macht als erstes solche Zettel in der Wohnung. Das macht sie erst, als sie merkt, alles reden hilft nicht, schriftlich fixiert. Könnte es sein, dass Gott nach zweieinhalb tausend Jahren sich den Mund fußlich geredet hatte und gesagt hatte, okay, jetzt schreibe ich es auf. Was würdet ihr denken, wenn euer Mann jetzt kommt und sagt, ach, das sollte ich also tun, ich sollte Zähne putzen. Warum hast du es nicht gleich aufgeschrieben? Dann würdet ihr doch sagen, das ist auch nur ein Hilfsmittel, oder? Ist das das größte Glück der Frau, das er jetzt tut, weil es auf dem Zettel steht? Oder was wäre ihr größtes Glück? Dass sie die Zettel wieder wegnehmen kann, oder? Jetzt der Inhalt auf den Zetteln bleibt bestehen, oder? Ist derselbe Inhalt, aber er sollte eigentlich wo sein? Im Herzen?
[32:31] Das ist das eigentlich, das ist alles, was die Bibel zu den zehn Geboten sagt. Es soll im Herzen sein und dass Gott es aufschreibt. Schaut, ich will ja kein Ketzer sein, aber die Tatsache, dass wir es schriftlich auf Steintafeln haben, zeigt eigentlich, dass es noch nicht ganz im Herzen ist. Gott wünscht sich, dass wir es von Herzen tun.
[32:58] Nun, jetzt stand Gott vor der Aufgabe, dem Volk etwas sagen zu wollen. Was wollte er ihnen sagen? Was waren die beiden Hauptdinge, die er ihnen sagen wollte? Was würdet ihr sagen, wenn es zwei Dinge gibt, die er rausheben würde, die er ihnen unbedingt sagen wollte? Wenn ihr Gott gewesen wärt an dem Tag und zwei Millionen Israeliten stehen vor euch, was wolltet ihr ihm unbedingt sagen? Zwei Dinge. Erstens, ich liebe euch mit meinem ganzen Herzen, meiner ganzen Seele, meinem ganzen Gemüt. Und zweitens, ich hasse die Sünde, die euch töten wird von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Deswegen erkläre ich euch meine Liebe. Feuer vom Himmel. Und ich erkläre der Sünde den Krieg.
[33:39] Habt ihr schon mal jemanden gehabt, den ihr wirklich gern mochtet? Jemand, der euch sehr nahe ist, um den ihr euch gekümmert habt und von dem ihr seht, dass er etwas tut, was wirklich gefährlich ist? Kennt ihr dieses Gefühl? Man will ihm unbedingt helfen, aber man weiß, es könnte sein, selbst die wohlgewähltesten Worte könnten dazu führen, dass der andere sagt, lass mich in Ruhe. Kennt ihr das? Der Situation war Gott. Er wollte sie unbedingt retten, aber er kann ihnen etwas sagen. Ich mag euch, alles gut. Geht, macht weiter so. Er muss ihnen doch sagen, dass was sie tun, falsch ist. Wie hat er das gemacht? Er wollte es ihnen eindrücklich ins Gedächtnis brennen.
[34:23] Wer von euch hat sich gestern auf den Gottesdienst vorbereitet? Auf den Gottesdienst vorbereitet? Ja, man putzt die Wohnung, man wäscht vielleicht noch Sachen oder man bereitet sich auf den Sabbat vor. Meistens fängt man am Freitag an, oder? Gott sagte, wenn ich jetzt zu euch rede, bitte fangt drei Tage vorher an, euch vorzubereiten. Das haben sie gemacht. Sie haben sich drei Tage lang auf diesen Tag vorbereitet. Sie haben sich schon gedacht, meine Güte, was jetzt kommt, oder? Das wird wichtig werden. Dann sind sie aufgewacht. Wisst ihr, wodurch? Sofahörner, die Erde blieb. Sie sind aufs Fenster geschaut und haben das Zelt aufgemacht und dann sahen sie schon den ganzen Rauch, das ganze Herrlager und der Berg, er bebte und es brannte bis in den Himmel. Alles schwarz und die Sofahörner. Und die Bibel sagt, selbst Mose zitterte und sie sind alle aus dem Zelt gekocht, nicht wahr? Und es brennt und es bebt und die Sofahörner, die klingen, dass man eben fast die Ohren zu halten muss. Das ist übrigens derselbe Gott, der heute hier anwesend ist. Und dann sagt die Bibel und Gott redete alle diese Worte und sprach. Er wollte ihnen sagen, ich möchte mich mit euch verbinden. Ich möchte euch retten, denn ich liebe euch mehr als alles andere. Aber ich muss die Sünde vertilgen. Hört mir zu, hört genau zu, was ich sage, damit ihr es nicht missversteht. Hört zu.
[36:04] Könnt ihr euch daran erinnern, was der Sauerteig macht? Wenn der Sauerteig, wenn die Hefe CO2 produziert, dann vertilgt sie all die anderen Salmonellen. Und ich weiß nicht mehr, wie die hießen. Die, ja genau, die, die Kocken da. Staphylokocken. Der Hefeteig führt nicht dazu, dass der Teig geht. Er vernichtet auch, was drin ist. Wenn wir das Wort Gottes aufgreifen, vernichtet das Wort Gottes auch die Salmonellen der Sünde in unserem Leben. Wenn wir zuhören, wenn wir es zu unserem eigenen machen, weil dann wird der Sünde, der Nährboden entzogen, der Sauerstoff sozusagen. Die kann dann irgendwann nicht mehr atmen. Gott sprach.
[36:53] Wisst ihr, die Bibel hat eine ungeheure Kraft. Das Wort Gottes hat eine ungeheure Kraft. Wenn meine Worte können nur beschreiben, das kennt ihr, oder? Ich kann sagen, das ist eine schwarze Bibel. Wenn ich jetzt das Wort spreche, dies ist eine grüne Bibel, dann kommt mein Wort, trifft auf die schwarze Bibel. Und wer zieht den Kürzeren? Mein Wort oder die Realität? Mein Wort prallt ab an der Realität. Aber wenn Gottes Wort auf die Realität trifft. Ich war am Anfang, wo es heißt, die Erde war wüst und leer und finsternes lag auf der Tiefe. Der Geist Gottes schwebte über den Wassern und Gott sprach. Es werde Licht, als das Wort, es werde Licht auf die Realität traf. Wer zog den Kürzeren? Die Realität. Die Realität hat verloren gegen Gottes Wort, denn er sprach und es geschah. Er gebot und es stand ab. Psalm 33. Jesaja 55 sagt, denn sein Wort wird nicht leer zurückkehren, sondern ausführen, wozu er es gesandt hat.
[38:03] Ihr Lieben, wenn wir wie eine Glutenphase das Wort Gottes annehmen, zu unserem eigenen machen, dann wirkt es. Es kann gar nicht anders. Es wird uns durchsäuern. Aber wisst ihr, die Bibel zeigt uns, dass man mit dem Wort auch anders umgehen kann. In Johannes 1 heißt es, in Vers 1, im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Das Wort ist Jesus selbst. Es heißt, in ihm war das Leben und das Leben war das nicht der Menschen, aber die Kraft. Und er kam in das Seine, nicht wahr? Die Hefe kam in den Teig. Und was haben die Glutenphasern gemacht mit Jesus, als sie ihn sahen? Sie nahmen ihn nicht auf. Da stand das Wort Gottes vor ihnen und sie gingen an ihm vorbei. Sie ließen die Moleküle ziehen. Wie oft kann es passieren, dass das Wort Gottes hier in diesem Raum gepredigt wird und es zieht an uns vorbei, weil wir kein echtes Interesse an Jesus haben. Aber alle, die ihn aufnahmen, alle, die sich mit ihm verbunden haben, die haben die Kraft erlebt und die Freude. Hast du Interesse an Jesus? Hörst du zu, wenn er spricht?
[39:21] Ihr kennt die Geschichte, die muss ich euch nicht erzählen. In 5. Mose, also in 2. Mose, wollen die Israeliten nicht hören. Genau das, was er ihnen gesagt hat. Ich meine, neigt euer Ohr und hört. Genau das wollen sie nicht. Sie wollen gerne Menschen zu hören, aber sie wollten nicht Gott zuhören. Und als sie später vor großen Problemen in ihrem Leben standen, wussten sie nicht einmal mehr, dass Gott sie liebt. Denn der Herr hat uns gehasst, haben sie gesagt, an der Grenze zum Land Canaan. Weil der Herr uns hasste, hat er uns hergeführt. Sie haben nicht gehört. Und deswegen hat Mose 40 Jahre später eine einzige Bürde. Könnt ihr mir sagen, was seine Bürde ist? Die Israeliten sollen hören.
[40:07] Schaut mal in 5. Mose 5, Vers 1. Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen, höre Israel, die Satzung und Rechtsbestimmung, die ich euch heute vor euren Ohren rede, lernt und bewahrt sie, um sie zu tun. Höre Israel. Schaut mal in Vers 4. Von Angesicht zu Angesicht hat der Herr auf dem Berg mit euch geredet, mitten aus dem Feuer. Jetzt habe ich eine Frage an euch. Hat Gott wirklich von Angesicht zu Angesicht mit den Israeliten gesprochen? Haben die sein Angesicht gesehen? Wenn ihr, wenn ihr vorher lest in Kapitel 4, da sagt Mose, ihr habt ja seine Gestalt nicht gesehen. Moment mal, in Kapitel 4 sagt er, sie haben seine Gestalt nicht gesehen. In Kapitel 5 sagt er von Angesicht zu Angesicht. Habt ihr gesprochen? Übrigens manche von denen, die hier stehen, die waren ja nicht mal dabei. Manche von denen im 40. Jahr, die sind ja erst zwischenzeitlich geboren. Und trotzdem sagt Mose, obwohl ihr nicht einmal dabei wart, noch nicht einmal geboren wart, ihr es nicht einmal physisch gehört habt, hat Gott doch von Angesicht zu Angesicht mit euch geredet. Das ist interessant, oder? Wisst ihr, was das heißt? Das heißt, wenn wir nicht geboren waren, als sie zehn Gebote gegeben waren, so wie die hier zum Teil, hat Gott trotzdem mit uns von Angesicht zu Angesicht gesprochen. Was heißt das, von Angesicht zu Angesicht? Wenn es nicht bedeuten kann, dass sie ihr direktes Angesicht mit Gottes Angesicht gesehen haben, weil sie noch nicht mal geboren waren. Was heißt das, von Angesicht zu Angesicht? Kennt jemand in der Bibel jemand, der von Angesicht zu Angesicht mit Gott redete? Moses heißt, er redete von von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund spricht.
[42:07] Habt ihr einen Freund, eine Freundin, Freunde? Ist Jesus dein enger Freund? Das wünscht sich Jesus. Er möchte es gern von Angesicht zu Angesicht mit dir reden. Er möchte es gern, dein Freund sein. Wenn du mit einer Sache beschäftigt bist, sagen wir mal Hausaufgaben machen oder so, vielleicht nicht Hausaufgaben, etwas angenehmeres, ein Buch liest. Du liest ein Buch, das ist spätabends, spätabends. Ich lese Bücher immer spätabends, aber es ist nicht spätabends, aber du liest ein Buch, du entspannst dich, du liest ein Buch, das Telefon klingelt, die Schwiegermutter ist dran. Gehst du ran? Nein, das Buch ist wichtig. Deine Vermieter geht ran. Das Buch ist immer noch spannend. Deine Eltern? Kommt drauf an. Einer deiner besten Freunde? Jemand, in den du gerade verliebt bist? Je mehr wir eine Sache wirklich oder je mehr wir jemanden wirklich mögen, desto weniger wichtig werden andere Sachen. Ob du wirklich gut mit Jesus befreundet bist, merkst du immer dann, nicht so sehr im Sabbatgottesdienst, da merkt man es nicht so sehr, das merkt man immer dann, wenn im Alltag plötzlich zwei Dinge aufeinander zurasen, nämlich meine Zeit mit Jesus und diese dringende Sache, von der ich glaube, dass ich sie auch tun muss oder dieses Hobby oder das und jedes, wenn es aufeinander zurast und ich mich jetzt entscheiden muss, das ist der Lackmustest. Liebst du Jesus? Ist er dein Freund? Das Geheimnis ist, je mehr wir Zeit mit ihm verbringen, je mehr wir auf ihn hören, desto mehr wird man ihn mögen, oder? Also ich mag meine Frau deswegen, weil ich schon so viel mit ihr gesprochen habe und ihr auch zugehört habe.
[44:14] Schaut man mir Jesaja 50, wir sind gleich am Ende, Jesaja 50 und dort Vers 4. Jesaja 50 und dort Vers 4. Gott, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt morgen für morgen, ja er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Ich kann euch sagen, es gab Zeiten in meinem Leben, da habe ich viel von der Bibel gewusst und viel gepredigt, aber ich hatte nicht viel Zeit für die Morgenandacht. Aber meine persönliche Beziehung zu Jesus ist etwas ganz anderes, seit ich diese Zeit mit Jesus bewache. Ellenwert sagt, wir sollten unsere Zeit mit Jesus bewachen. Ich kann euch sagen aus eigener Erfahrung, es macht einen Unterschied, ob man die Dinge weiß oder ob man mit Jesus redet. Es macht einen Unterschied, ob man die Dinge anderen erklären kann oder ob man die Erfahrung macht, dass Gott am Morgen zu einem redet. Er sagt ja manchmal auch neue Dinge, meistens aber alte Dinge. Er erinnert einen meistens an Dinge, die man bisher noch vergessen hat. Aber meine Erfahrung ist, er sagt mir meistens die Dinge, die ich für den Tag brauche, Dinge, die ich gerade verkehrt mache, Dinge, wo ich etwas ändern muss. Und wenn ich mir die Zeit nehme und diese Dinge aufnehme, wenn ich sage, meins, dann fängt das an, mich zu verändern.
[46:00] In Jesaja 55, und dort Vers 3 steht, neigt eure Ohren und kommt her zu mir. Hört, so wird eure Seele leben. Gott verlangt nicht viel von uns. Er verlangt nicht, dass wir viel wissen, dass wir viel können, dass wir viel tun. Er verlangt, hör doch zu, hör einfach zu. Wenn du zuhörst, wirst du ihn kennen. Wenn du zuhörst, wirst du besser verstehen. Wenn du zuhörst, wirst du verändert werden und durch Anschauen werden wir verändert. Hör zu, ist das so schwer? Das ist nicht schwer. Hör zu.
[46:33] Und jetzt kommt der letzte Vers in 5. Mose 6. In 5. Mose 6, Vers 3 heißt es, so höre nun Israel und achte darauf, sie zu tun, damit es dir gut geht und ihr sehr gemehrt werdet, so wie es der Herr, dein Gott, deiner Väter verheißen hat, in einem Land, in dem Milch und Honig fließt. Möchtest du ein gutes Leben leben? Wer möchte das nicht? Gott sagt, hey, das gute Leben besteht nicht in der Einhaltung von Regeln. Das gute Leben besteht nicht darin, dass du sagst, ich halte den Sabbat und bin anders. Das gute Leben besteht nicht darin, dass du weißt, ich habe die zehn Gebote versucht zu halten. Das gute Leben besteht darin, dass du zuhörst, dass dich Gott interessiert, dass du sagst, hey, ich möchte mal wissen, was er noch zu sagen hat, was er zu diesem Thema zu sagen hat, was er zu diesem Thema zu sagen hat, weil, hey, weißt du, was ich beobachtet habe? Wenn Menschen verliebt sind, fangen sie an, alles Mögliche in ihrem Leben zu verändern, nur um dem anderen zu gefallen. Leute lassen sich ein Bart wachsen oder ein Bart abschneiden. Leute verändern ihren kompletten Kleidungsstil. Die ändern ihre Nahrung. Nicht alles. Manchmal würden sie wünschen, dass sie sich mehr ändern, aber die Bereitschaft, etwas zu verändern, weil man den anderen gerne mag, ist viel größer.
[48:04] Also, mit anderen Worten, jetzt mal ganz praktisch. Wenn ich also von Gott aus der Bibel einfach nur weiß, weil mir andere erzählt haben und jetzt kommt jemand und sagt, du solltest das nicht trinken, dann sage ich, aha, wo steht das? Aha, ja, okay, ja, schau mal, ist ja ein Wachstumsprozess, da werde ich mal später versuchen, das nicht. Lass mir einen Kaffee. Aber wenn ich Jesus gerne habe und Jesus mir das sagt und sagt, hey, du, ich mache das eigentlich nicht so. Was, du machst das nicht? Weg damit. Ich will es nicht mehr tun. Das ist der Punkt. Deswegen bringt es gar nichts. Menschen sagen, tu das zu jenes oder solches. Deswegen fängt Gott die Gebote an mit, höre, lerne ihn kennen, habe Interesse an ihm.
[48:47] Und jetzt schaut mal in Vers 4. 5. Mosel 4, Vers 1 sagt, höre Israel. 5. Mose 5, Vers 1 sagt, höre Israel. 5. Mose 6, Vers 3 sagt, höre Israel. Und jetzt kommt das Glaubensbekenntnis in Vers 4. Schema Israel, höre Israel. Das, was Jesus zitiert hat, höre Israel. Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und jetzt kommt's. Und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, mit deinem ganzen Herz, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft. Ihr habt vielleicht schon mal gehört, dass man sagt, du sollst nicht töten, kann auch bedeuten, du wirst nicht töten, oder? Du sollst nicht Ehe brechen, kann auch bedeuten, du wirst nicht Ehe brechen. Das ist grammatikalisch möglich, aber aus bestimmten Gründen eher unwahrscheinlich. Aber an dieser Stelle ist es definitiv eigentlich die richtigere Übersetzung. Höre Israel. Das ist Imperativ. Das ist Aufforderung. Das musst du tun. Höre Israel. Und dann steht im Hebräischen ein sogenanntes Folgetempus, also eine Verbform, was jetzt sozusagen das Resultat davon ist. Das folgt daraus. Und du wirst ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele.
[50:03] Gott verlangt nicht von dir, dass du ihn liebst. Gott verlangt nur, dass du zuhörst, weil er weiß, und das weiß ich aus eigener Erfahrung, je mehr wir ihm zuhören, desto mehr werden wir ihn mögen. Je mehr du zuhörst, was er sagt, je mehr du das aufgreifst, was er sagt, desto mehr wirst du ihn mögen, desto mehr wirst du ihn lieben und irgendwann liebst du ihn von ganzem Herzen, weil der ganze Teig durchsäuert ist. Wer von euch möchte heute nicht in dieser Predigt etwas entscheiden, sondern nach der Predigt, so wie die Jünger, zu Jesus gehen, beten, beim Essen, nachher gleich, beim Mittagessen, mit anderen darüber reden, heute Nachmittag darüber nachdenken. Jesus fragen, was bedeutet diese Predigt für mein Leben? Ich möchte gerne hören. Wer von euch möchte gerne hinhören, wenn Jesus spricht? Freuen wir uns.
Lizenz
Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.