Veröffentlicht am
703 Klicks

In dieser Predigt, dem zweiten Teil der Reihe „Die Zehn Worte“, beleuchtet Arthur Graf die Bedeutung des Namens Gottes und seine Beziehung zum Volk Israel. Anhand von biblischen Texten aus dem 2. Buch Mose wird die tiefe Bedeutung von Gottes Namen wie „Yahweh“ und „Adonai“ erklärt. Der Sprecher zieht Parallelen zur heutigen Zeit und ermutigt dazu, sich von falschen Göttern abzuwenden und sich auf den wahren Gott zu konzentrieren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Die Zehn Worte

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Zu Anfang möchte ich euch gerne einen gesegneten Sabbat wünschen. Es freut mich hier zu sein. Und wie der Christopher das auch im Vorfeld gesagt hat, ich werde als einer der neuen Mitglieder in dieser Gemeinde auch in der Zukunft bei euch sein und ich freue mich darauf. Ich sage das nur an der Stelle, weil eben im Gottesdienst ein paar fragende Gesichter gewesen sind und möchte kurz ein paar Worte zu mir sagen. Ich bin 30 Jahre jung und als Sozialpädagoge beim Jugendamt hier in Stuttgart tätig und habe eine Tätigkeit in der Wohngruppe des Jugendamtes und betreue da Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren. So viel zu mir und innerhalb der nächsten Woche wird sich auch wahrscheinlich die ein oder andere Möglichkeit ergeben, um im persönlichen Gespräch zusammenzukommen. Ich bin ein wenig die zurückhaltende Person, also seht das nicht als Schwäche, sondern als Möglichkeit von eurer Seite, auch auf mich ab und zu mal zuzukommen.

[1:11] Wie gesagt, wir beschäftigen uns heute mit dem ersten Thema dieser Predigtreihe, wie das auch schon einige Male der Fall gewesen ist, mit den zehn Worten. Den Einstieg hatten wir vor zwei Wochen mit Christopher über den ersten Vers in Kapitel 20 im zweiten Buch Mose. Ich möchte gerne an dieser Stelle die Predigt mit einer Frage beginnen. Wusstet ihr, dass es einen Nichtgläubigen, einen agnostischen Filmemacher aus den USA gibt, mit Namen Timothy Mahoney, der den Namen Saul, was in der Übersetzung aus dem Hebräischen der Erbetene bedeutet, in einer außerbiblischen Quelle gefunden hat? Diese Quelle ist außer Syrien, soweit mich nicht alles täuscht, und dort in dieser Quelle finden wir jetzt zwar nicht den Namen Saul, sondern den Namen Labaya. Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Name die Bedeutung eines Löwen hat. Und genau um die Bedeutung von Namen möchten wir uns auch heute in der Predigt beschäftigen.

[2:31] Ich möchte gerne mit euch aufschlagen, zweite Mose, Kapitel 20, die Verse 2 und 3. Zweite Mose 20, die Verse 2 und 3. Dort finden wir in diesen beiden Versen, ich höre noch ein paar Leute den Text aufschlagen, ich warte ein wenig noch. "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe." Das ist der Text, mit dem wir uns auch heute in den nächsten Minuten beschäftigen werden.

[3:21] Und da möchte ich ganz zu Anfang zu der Aussage "Ich bin der Herr" einsteigen. Mose steht hier in einem direkten Dialog mit Gott, wie wir es auch aus dem ersten Vers herausnehmen können. Im Hebräischen steht das Wort Yahweh an dieser Stelle, beziehungsweise wird Adonai ausgesprochen. Und ich versuche jetzt ein bisschen interaktiv zu werden, ist halt eigentlich nicht so meine Art in der Hinsicht. Ich habe das vorhin auch vorbereitet gehabt. Ich habe das hier auf Hebräisch niedergeschrieben für euch. Hier befindet sich halt das Wort Yahweh in der Hinsicht. Der Begriff Adonai aus dem Hebräischen übersetzt heißt Herr. Das wird für den einen oder anderen auch bekannt sein. Warum Adonai? Weil es ja auch vor allem damit zusammenhing, dass die Rabbis eine große Ehrfurcht vor diesem Namen hatten. Aber heutzutage ist es auch so, dass, sofern es mich nicht täuscht, unter Rabbis auch der wahre Name ausgesprochen wird, wenn sie in ihren Bibelstunden sind.

[4:42] Was der Name Adonai eigentlich auch, beziehungsweise Yahweh auch bedeutet, ist eigentlich eine Zustandsform. Für diejenigen, die auch gerne dazu kommen möchten, wir haben eine Hebräisch-Gruppe, es verdeckt so ein bisschen Werbung dafür. Und diese Zustandsform, die setzt sich eigentlich aus drei Teilen zusammen. Die erste ist, ich war, das ist die Vergangenheit. Und in Bezug auf 2. Mose 20 deutet es eigentlich auf die Erschaffung des Universums hin und die ersten Momente im Paradies. Dann die zweite, ich bin, die Gegenwart, im Moment des Dialoges mit Mose, wo Gott sich ihm offenbart gegenüber. Dann die dritte, ich werde sein, im Ausblick auf Jesus Christus in der Zukunft.

[5:40] Ich möchte gerne an dieser Stelle einen weiteren Text mit euch lesen. 2. Mose 3, Verse 13 und 14. Und Mose sprach zu Gott: "Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und zu ihnen sage, der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt und sie mich fragen werden, was ist sein Name, was soll ich ihnen sagen?" Gott sprach zu Mose: "Ich bin, der ich bin." Und er sprach: "So sollst du zu den Kindern Israels sagen: 'Ich bin, der hat mich zu euch gesandt.'"

[6:46] Wir haben jetzt so ein bisschen auch über die vergangene Zeit gesprochen, aber wie lässt sich das auch für uns jetzt realisieren? Da machen wir das Gleiche, wie wir es vorher getan haben. Ich war die Vergangenheit, unsere Glaubensväter, unsere Glaubensmütter, die adventistischen Pioniere in der Hinsicht, die auch viel für sich gelernt haben, auch offenbart haben, bekommen haben von Gott. Dann ich bin die Gegenwart, in der wir uns jetzt befinden, wir als Gemeinde Stuttgart-Wangen. Und dann auch ich werde sein, die Zukunft, vor allem Jesu Wiederkunft.

[7:32] Ich habe mich in letzter Zeit sehr viel mit dem baptistischen Prediger Charles Spurgeon beschäftigt, weil er auch eine sehr alltägliche Art hatte und in seinem Christenleben einfach als Christi-Nachfolger vielen Menschen auch persönlich geholfen hatte. Und ich möchte gerne ein Zitat mit euch an dieser Stelle teilen. "Ich denke, es ist ein großer Lernprozess in geistlichen Dingen, fest der Überzeugung zu sein, Christi Erlösung sei vollständig. Genauso ist es beim Auf und Ab eines Christen. Denn Christus ist derselbe auf der Bergspitze als auch im tiefsten Punkt im Tal. Selbst wenn wir uns nicht gerade so fühlen, als ob wir uns auf dem höchsten Berg im sinnbildlichen Gesprachen befinden, Christus ist es."

[8:46] Ich möchte gerne mit euch einige weiteren Namen Gottes betrachten, die er durch seine ewige Existenz auch beanspruchen kann. Da hätten wir zum Beispiel El Shaddai, der Allmächtige. Schlagen wir dazu auf, 2. Mose, Kapitel 6, die Verse 1-3. Da steht: "Da sprach der Herr zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao tun will. Denn durch eine starke Hand gezwungen wird er sie ziehen lassen. Und durch eine starke Hand gezwungen wird er sie aus seinem Land treiben. Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der Herr. Ich bin Abram, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige. Aber mit meinem Namen, Herr, habe ich mich ihnen nicht geoffenbart." Gott als der Allmächtige.

[10:03] Dann hätten wir noch El Elyon. Was bedeutet dies? Dies finden wir in 1. Mose 14, Vers 22. 1. Mose 14, Vers 22. Um kurz dazu auch noch etwas zu sagen. Dies ist auch sehr exemplarisch, denn hier geht es um Melchisedek, den obersten Priester, der ein Sinnbild auch in dieser Stelle für Jesus Christus ist. In Vers 22 lesen wir auch: "Abram aber sprach zu dem König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu dem Herrn, zu Gott, dem Allerhöchsten, dem Besitzer des Himmels und der Erde."

[11:00] Ich möchte gerne die kleine Auflistung mit dem Wort El Avi, den Gott der Väter beenden. Dies finden wir in 1. Mose 49, Vers 25. 1. Mose 49, Vers 25. Hier finden wir in dem ganzen Kapitel eine prophetische Auslegung oder eine prophetische Segensworte, wie es auch hier in der Schlachterübersetzung betitelt ist, für Jakob Söhne. In Vers 25 heißt es: "Von dem Gott deines Vaters, er wird dir beistehen, von dem Allmächtigen, er wird dich segnen mit Segnungen." Das ist eigentlich auch ein Rückblick auf das, dass das Volk Israel ein zahlreiches Volk gewesen ist, auch dann in weiter Zukunft.

[12:12] Springen wir nun wieder zu dem Ausgangstext in 2. Mose 20. Ich möchte mich jetzt mit dem Begriff "Dein Gott" beschäftigen, den wir dort finden. Gott gibt sich als derjenige zu erkennen, dem alles gehört bzw. dem das Volk Israel gehört. Er möchte eine persönliche Beziehung mit jedem Einzelnen von seinen Kindern haben.

[12:50] Dann lesen wir weiter im Text: "Der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft geführt habe." Dies ist zumal der Ort, an dem Sie sich noch kurz vorher geografisch befunden haben. Da möchte ich kurz eine Brücke für euch schlagen. Ihr Status in Ägypten war vergleichsweise mit den Parias in Indien. Einige werden sich jetzt fragen, woher kommen die Parias? Es gibt die sogenannten Parias, die als unberührbar gelten. Sie sind am unteren Ende dieses Systems. Sie haben eine geringe Stellung und haben keine Möglichkeit, irgendwelche Berufe oder Ähnliches in Indien für sich in Anspruch zu nehmen. Eigentlich die genau gleiche Situation, wie es die israelitischen Sklaven in Ägypten hatten. Der einzige Unterschied mag vielleicht nur sein, dass die Parias meines Wissens keine Zwangsarbeit leisten. Das hatten die Israeliten in der Hinsicht noch schlimmer.

[14:11] Ägypten wird hier auch als Haus der Knechtschaft. Um es direkt zu sagen, Ägypten ist das Haus der Sünde. Jetzt stelle ich mir auch die Frage und auch euch hier im Saal, wo befinden sich heute Sklaven oder Parias unserer Gesellschaft? Die Unberührbaren oder diejenigen, die zu viel zu unmenschlichen Zuständen leisten müssen? Wie gehen wir damit um oder beziehungsweise wie gehen wir mit ihrer Situation um? Ich möchte an dieser Stelle keine leeren Aussagen treffen, aber die Erlösung durch das Kreuz geschah auch für sie. Ihnen gilt auch der Ausspruch: "Seht das Lamm Gottes."

[15:13] Der erste ist in 2. Mose, Kapitel 16, Vers 3 und der zweite in 2. Mose, 17, Vers 3. Also nur ein Kapitelunterschied zwischen den beiden Texten. Sie geben uns nämlich ein besseres Verständnis darüber, warum Gott sie daran erinnern musste, dass er sie aus Ägypten geführt hat. Und sie sprachen: "Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben, durch des Herrn Hand, da wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten die Fülle, Brot zu essen, denn ihr habt uns ausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset." Der erste Ausdruck von einem gewissen Mohren. Dann in 2. Mose, 17, Vers 3, ein Kapitel weiter steht: "Als nun das Volk dort nach Wasser döstete, da mutten sie gegen Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten herausgeführt, um uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben zu lassen."

[16:33] Ja, das ließ sich einfach an der Stelle ziemlich platt und man denkt sich jetzt, ist eigentlich auch gar nicht so unberechtigt, dieser Vorwurf. Was meint ihr dazu? Wenn wir hier lesen von Fleischtöpfen, Brot, Wasser, das ist eigentlich eine ziemlich gute Sklaverei gewesen. Aber man muss dann auch ehrlich sein, den letzten Vorwurf kann ich auch ein bisschen auf das Wasser auch verstehen, denn ich meine, verdursten in der Wüste ist jetzt nicht die schönste Art. Bei Mangel an Nahrung sieht das da schon anders aus. Ich meine, jetzt auch mit einer rhetorischen Frage abzuschließen, hatten sie zu wenig Vieh von den Ägyptern erhalten, um halt die Fleischtöpfe und das Brot, ja, sich daran wieder zu erinnern, obwohl sie das, was sie geschenkt bekommen hatten, vor sich hatten. Darüber gilt es auch nachzudenken.

[17:48] Ich empfinde die gesamte Situation als sehr bemerkenswert und traurig zugleich. Das Motzen und das Meckern, das hört nicht auf. Die Überschrift in der Schlachterübersetzung nennt es das Murren des Volkes. Wie geht es uns in diesen Alltagssituationen, die wir selber haben? Sind wir da ähnlich wie das Volk Israel? Das Volk Israel ist aus einer grausamen Situation errettet worden, und die haben das natürlich alles mitbekommen, die Zehn Plagen, die Herausforderung aus Ägypten, die Teilung des Meeres. Sie waren ja nicht blind oder taub. Allein das Faktum, dass sie ausgepeitscht worden sind, um ihren frohen Dienst zu leisten, das ist nicht so ein Wort für sie. Wir lesen manchmal so in der Bibel und denken uns, ja, das ist halt so passiert. Aber die gewalttätige Situation von gewissen Dingen, sei es auch bei David oder bei anderen, die ist als reale physische Versehrtheit zu verstehen. Um es kurz zu fassen, sie wurden blutig geschlagen.

[19:07] Halten wir nun gemeinsam fest. Gott führt sie aus der Knechtschaft heraus und sie beginnen sich darüber aufzuregen. Seien wir an dieser Stelle nicht so streng mit ihnen. Es ist auf jeden Fall eine verzweifelnde und ungewisse Situation für sie gewesen. Denn wenn sie in der Wüste sind, alles sieht gleich aus. Sie wissen nicht, wo sie oder wie sie bestehen können. Es ist ja schließlich nicht das fruchtbare Land Gosen. Das Land Gosen war der Teil Ägyptens, wo sich das Volk Israel auch befunden hat. Das galt als Kornkammer für das ganze Volk und auch für die Ägypter, wo besonders viel Nahrung gewesen ist.

[19:54] Ich möchte gerne hier drei Punkte erwähnen. Sie rufen laut wegen ihrer Gefangenschaft noch damals in Ägypten. Gott erhört sie und handelt. Sie verlangen nach Essen in der Wüste. Gott erhört sie und handelt. Sie verlangen nach Wasser. Gott erhört sie und handelt. Ich möchte jetzt gerne mit diesem berühmten Ausspruch die Moral von der Geschichte an der Stelle auch gerne erwähnen. Gott vergisst sein Volk in der Not nicht. Das Jammern ist jedoch nicht nötig. Ich stelle mir das ein bisschen wie ein Luftballon vor. Der Jammer ist sozusagen das füllende Element und wenn es voll ist, platzt dieser. Durch irgendeine Situation, die sich in diesem oder zu diesem Luftballon zuwendet.

[20:50] Der letzte Vers, mit dem wir uns jetzt beschäftigen, ist: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Gott ist auch hier sehr deutlich in seiner Ausführung und ich meine mir an dieser Stelle auch sagen zu können, dass Israel nicht ganz unbekannt war mit den Göttern aus Ägypten. Denn seien wir mal ganz ehrlich zu uns. 400 Jahre mit Ägyptern zusammen wohnen, da wird das nicht an einem Spurlass vorbeigegangen sein.

[21:23] Ich habe hier eine kleine Auflistung auch, die ich euch gerne zeigen möchte. Ich habe hier eine kleine Auflistung auch, weil Mythologie oder die Mythologie in Ägypten auch eine große Bedeutung gehabt hat. Da haben wir Hathor, die Kuh. Ein sehr nutzvoller Gott. Er trinkt Milch und Fleisch. Dann Bastet, die Katze. Die Katze ist ein sehr guter Gott. Dann Bastet, die Katze, ist auch ein Haustier, das man streicheln kann. Anubis, der Schakal, befindet sich in der Wüste. Arpis, ein weiteres Nutztier, der Stier und zu guter Letzt Horus, ein sehr guter Gott für den Falken.

[22:32] An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Einschub machen, denn die zehn Plagen waren nicht einfach so durch Gott gegeben. Sie richteten sich gegen zehn Gottheiten, die damit quasi besiegt worden sind. Ich möchte jetzt auch darauf hinweisen, dass dieser Götterzoo, der sich in Ägypten befunden hat, aus den Köpfen der Israeliten heraus muss. Das war einfach nötig. Man sieht das auch am Beispiel von Aaron.

[23:07] Dazu schlagen wir auf 2. Mose 32, die Verse 24 und 25. 2. Mose 32, die Verse 24 und 25. Es ist eigentlich sehr prägnant dafür, für die ganze Situation. Kurz etwas zum Zusammenhang in der Hinsicht. Moses kommt runter und sieht, was da geschehen ist, zerbricht die Bundestafeln und hat jetzt in seiner eigenen Familie ein kleines Problem und muss das beheben. In Vers 24 und 25 lesen wir: Hier spricht Aaron: "Da sprach ich zu ihm: Wer Gold hat, der reißt es ab. Da gaben sie es mir und ich warf es ins Feuer. Und daraus ist dieses Kalb geworden." Als nun Moses sah, dass das Volk zügellos geworden war, denn Aaron hatte ihm die Zügel schießen lassen, seinen Widersachern zum Spott. Der Widerstand, der aus der Familie manchmal kommen kann, ist hier sehr deutlich geworden.

[23:35] Wir befinden uns auch in dieser Geschichte in einem Kampf Gottes gegen seine Geschöpfe, gegen die selbst und Menschen ernannten Götter. Was ist das große Problem bei dieser Angelegenheit? Warum ist es so schlimm, andere Götter zu haben? Die Ehepartner werden das auch nachvollziehen können, denn eine Vielzahl im Sinne einer Polygamie ist an dieser Stelle nicht angebracht. Daraus ergibt sich auch, warum es nicht gut ist.

[25:09] Ich habe hier einige Gründe aufgelistet, die ich euch gerne mitgeben möchte. Der erste Grund ist einfach, das hatten wir auch zu Anfang der Predigt, Gott ist ein Gott, der Väter Israels ist. Es herrscht eine lange Bekanntschaft. Das zweite Grund ist einfach, Gott ist der Schöpfer aller Dinge, des Universums. Das menschliche Sein oder die menschliche Existenz besteht durch ihn. Der dritte Grund ist, Gott hat sie herausgeführt. Der Apis, der Stier hätte vielleicht den einen oder anderen Zugwagen ziehen können, der andere wäre enttrunken.

[26:03] Das führt zu der Schlussüberlegung. Egal wie lange der Zeitraum oder die Stärke des Einflusses eines weltlichen und irdischen Regimes sein mag, Gott bleibt der eine und hält uns nahe bei sich. Mögen wir uns dabei die Worte Joshua auf unsere Herzen schreiben und die Gnade Gottes nicht vergessen.

[26:26] Ich möchte mit euch gemeinsam lesen, Joshua 24, die Verse 13 bis 18. Hier lesen wir von der Situation, dass das Volk Gottes endlich angekommen ist. Das gelobte Land ist für sie da gewesen. Und in Vers 13 lesen wir dann für uns selber: "Und ich habe euch ein Land gegeben, das ihr nicht bearbeitet habt, und Städte, die ihr nicht gebaut habt, damit ihr in ihnen wohnt und ihr esst von Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt. So fürchtet nun den Herrn und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit und tut die Götter von euch hinweg, denen Ägypten gedient haben und dient dem Herrn. Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: Den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Volk oder mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen." Da antwortete das Volk und sprach: "Das sei ferne von uns, dass wir den Herrn verlassen und anderen Göttern dienen. Denn der Herr unser Gott ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt hat und er hat vor unseren Augen diese großen Zeichen getan und uns behütet auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind und unter allen Völkern, durch deren Mitte wir hindurchgezogen sind. Und der Herr hat alle Völker vor uns herausgetrieben, ja auch die Amoriter, die im Land wohnten. Auch wir wollen dem Herrn dienen, denn er ist unser Gott."

[28:48] Wir lesen hier von der Antwort des Volkes Gottes und ich möchte da wieder das sprachliche Mittel der rhetorischen Frage stellen. Wie ist die eure? Amen.


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.