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In dieser Predigt wird das zweite der Zehn Gebote beleuchtet: „Du sollst dir kein Bildnis machen“. Der Sprecher erklärt, dass es hierbei nicht um das bloße Erstellen von Bildern oder Skulpturen geht, sondern um die Anbetung von Geschaffenem anstelle des Schöpfers. Anhand biblischer Beispiele wie der ehernen Schlange und den drei Männern im Feuerofen wird verdeutlicht, wann ein Bild zum Götzen wird und wie wichtig es ist, Gott allein die Ehre zu geben.


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Serie: Die Zehn Worte

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Transkript

[0:00] Ich wünsche euch einen gesegneten Sabbat. Sind wir nicht wirklich gesegnet? Wenn man mal zum Fenster rausschaut, die Sonne scheint, es ist herrliches Wetter, es ist Sommer, es geht uns gut. Oder sind wir nicht gesegnet, dass wir Frieden haben? Dass wir keinen Krieg haben, keine Katastrophe? Dass wir uns alle so schön kleiden können? Sind wir nicht wirklich gesegnet?

[0:29] Ich freue mich, dass wir heute wieder die Möglichkeit haben, uns mit den zehn Geboten zu beschäftigen. Ihr erinnert euch vielleicht an die Predigt vom Ato von vor zwei Wochen. Da hatten wir ja das erste Gebot. Wer erinnert sich noch, wie geht das erste Gebot? Ihr könnt ruhig drauf reden. Ich habe euch nur noch nicht gehört. Genau, du sollst keine anderen Götter neben dir haben. Du sollst keine anderen Götter neben dir haben. Warum? Weil ich der Herr dein Gott bin, der dich aus Ägypten geführt hat. Und das zweite Gebot, das knüpft genau an dieser Stelle an und das werden wir uns heute gemeinsam anschauen. Bevor wir loslegen, würde ich euch einladen, dass wir nochmal zu einem Anfangsgebet niederknien. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir dafür danken, dass du uns so reich gesegnet hast. Ich möchte dir danken, dass wir in Frieden jetzt gemeinsam die Bibel aufschlagen dürfen. Ich möchte dich einladen, dass du mitten bei uns bist, dass du uns die Schönheit von deinen Geboten zeigst, dass du uns zeigst, was wirklich dahinter steckt, was für einen wunderbaren Charakter du hast. Dafür danke ich dir in Jesu Namen. Amen.

[2:01] Wir lesen über das zweite Gebot in Zweiter Mose Kapitel 20, die Verse 4 bis 6 und ich lade euch eines mit mir zusammen aufzuschlagen. Zweiter Mose 20, die Verse 4 bis 6. Ich lese nach der Schlachter. Du sollst dir kein Bildnis, noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern unter der Erde ist. Biete sie nicht an und diene ihnen nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

[2:50] Ihr erinnert euch vielleicht noch an vor zwei Wochen. Der Ato hat es so schön beschrieben, dass die zehn Gebote im Prinzip genau dort angeknüpft haben, was die Israeliten kannten. Sie waren 400 Jahre lang in Ägypten gewesen und sie haben dort Götzendienst erlebt. Im ersten Gebot hatte Gott gesagt, ich bin der einzige Gott. Genau jetzt knüpft er daran an mit dem zweiten Gebot. Vielleicht erinnert ihr euch noch so an einige der Götter, die der Ato letzte Woche genannt hat. Fällt euch gerade noch ein Name ein oder ein Tier? Richtig, die Kuh zum Beispiel. Das war Hathor, die Göttin der Liebe, der Schönheit und des Friedens. Oder da war Horus, der Falke, der größte Göttergott, der Gott des Himmels und all der Himmelskörper. Und genau hier knüpft jetzt Gott wieder an. Er spricht, hey, das habt ihr erlebt, das habt ihr jeden Tag gesehen, wenn ihr euren Sklavendienst gemacht habt. Überall habt ihr diese Götter gesehen und ich sage euch, ich bin der einzige Gott. Und macht euch kein anderes Bildnis, weil das bin nicht ich.

[4:15] In Vers 4 haben wir davon gelesen, dass wir uns kein Bildnis machen sollen. Bildnis ist eine Skulptur, also etwas geschaffenes, gebildetes aus Holz, Metall, Ton, Stahl oder Stein. Und Gleichnis ist etwas Gemaltes, ein Foto, ein Gemälde, ein Bild, also weder etwas Gebildetes noch etwas Gezeichnetes oder Fotografiertes von dem, was im Himmel, auf Erden oder unter der Erde ist. Wenn wir uns jetzt den Vers 4 nochmal anschauen, da heißt es ja, du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde liest. Wer würde mir zustimmen, dass dieser Vers sehr eindeutig ist? Würdet ihr mir zustimmen, oder? So, dann behauptet, oder könnte man jetzt daraus ablesen, dass ich weder eine Skulptur machen sollte, noch irgendein Gemälde zeichnen sollte, noch ein Foto machen sollte, oder? Der Vers ist doch eindeutig.

[5:26] Genau zu diesem Schluss wird man kommen, wenn man nicht den Kontext liest. Wenn wir die Bibel lesen, ist es essentiell, dass wir alle mit dem Vers im Zusammenhang stehenden Verse lesen und studieren, um wirklich zu verstehen, was die Bibel uns sagen möchte. Sonst kommen wir nämlich zu einem Schluss wie dem, den ich gerade eben genannt habe. Und es gibt noch viele andere Bibelverse, wo man zu den interessantesten Schlüssen kommt, wenn man sie losgelöst liest. Deshalb möchte ich jetzt mit euch nochmal den Abschnitt Verse 4 bis 6 lesen und euch dann nochmal fragen, was ihr denkt, dass die Absicht des Gebotes ist. Es heißt, du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Worum geht es hier? Anbetung. Das Gebot zielt darauf ab, dass man sich kein Objekt oder Bild macht, um es selber anzubeten oder durch es Gott anzubeten. Gott ist ein Gott, der direkt von uns angebetet werden möchte. Das ist doch ein wahres Geschenk, oder? Wenn man sich das vorstellt, wir brauchen keinen menschlichen oder ein Objekt als Mittler zwischen uns und Gott, sondern wir können direkt mit Jesus, mit Gott kommunizieren.

[7:29] Ganz ähnlich könnte man zu demselben Schluss kommen, wie ich ihn vorhin genannt habe, wenn man in 5. Mose liest, dass im Prinzip dasselbe noch einmal wiederholt. 5. Mose Kapitel 4, Verse 15 bis 19. Ich lade euch auch ein, das mit mir aufzuschlagen. 5. Mose 4, Verse 15 bis 19. Dort heißt es, so bewahrt nun eure Seelen wohl, weil ihr keinerlei Gestalt gesehen habt an dem Tag, als der Herr aus dem Feuer heraus mit euch redete aus dem Berg Horeb, damit ihr nicht verderblich handelt und euch ein Bildnis macht in der Gestalt irgendeines Götzenbildes, das Abbild eines männlichen oder weiblichen Wesens, das Abbild irgendeines Tieres, das auf Erden ist, das Abbild irgendeines Vogels, der am Himmel fliegt, das Abbild irgendeines Wesens, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgendeines Fisches, der im Wasser ist, tiefer als die Erdoberfläche, dass du deine Augen auch nicht zum Himmel hebst und die Sonne und den Mond und die Sterne und das ganze Herr des Himmels anschaust und dich verführen lässt, sie anzubeten und ihnen zu dienen, die doch der Herr, dein Gott, allen Völkern unter dem Himmel zugeteilt hat. Auch hier sehen wir wieder, würden wir nur die Verse 15 bis 18 lesen, könnten wir zum gleichen Schluss kommen, wie ich ihn vorhin genannt habe, nämlich dass man sich keine Skulpturen, keine Gemälde oder Fotos machen sollte. Aber im Vers 19 haben wir gesehen, die Essenz dahinter ist, dass es Götzendienst ist, wenn man sie anbetet.

[8:59] Wäre es jetzt also im Konflikt mit dem zweiten Gebot, wenn ich zum Beispiel diesen Maulbebaum, der dort drüben ist, fotografiere und mir das Bild in mein Zimmer hänge, weil ich so ein Naturliebhaber bin. Oder wenn ich zum Beispiel, hier habe ich ein Bild vom Schmetterling, den haben wir aufgenommen beim letzten Urlaub, wenn ich das mir zum Beispiel ins Wohnzimmer hänge und mich gerne daran erinnere, was für wunderschöne Farben Gott geschaffen hat. Nein, das ist eben nicht das Ziel des zweiten Gebotes, sondern es wäre Sünde, wenn ich dieses Bild jetzt missbrauchen würde und es anbeten würde oder durchaus Gott anbeten würde.

[9:45] Interessant dazu ist auch, dass Gott selber den Auftrag gegeben hat, Cherubim zu machen. Auf der Bundeslade selber waren ja Cherubim geschaffen, gebildet aus Gold oder in den Vorhängen im Allerheiligsten, im Zentrum der Gegenwart Gottes, waren in den Vorhängen Cherubim eingewebt. Also es kann nicht im Widerspruch mit dem zweiten Gebot sein, sich Bilder zu machen, sondern es geht um Anbetung. Würdet ihr mit zustimmen, dass Gott immer im Einklang mit seinem Gesetz handelt? Also dass Gott nie etwas tut oder verlangt, was gegen sein Gesetz wäre? Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Jetzt möchte ich mit euch nämlich eine Geschichte lesen. Die Geschichte finden wir in 4. Mose Kapitel 21. 4. Mose Kapitel 21. Ihr kennt ja die Israeliten in der Wüstenwanderung. Mal sind sie ganz gläubig, mal sind sie wieder abgewichen. Und jetzt war wieder so ein Punkt, wo sie gemurrt haben. Und als Konsequenz hat Gott seinen Schutz zurückgezogen. Was ist passiert? Schlangen kamen von überall her. Feurige Schlangen heißt das. Und dann hat das Volk bereut, kam zu Mose und hat gesagt, hilf uns, wir haben gesündigt, bitte doch zu Gott, dass er die Schlangen wieder wegnimmt.

[11:21] Und die Antwort Gottes möchte ich gerne mit euch lesen. In 4. Mose Kapitel 21, die Verse 8 bis 9. Dort heißt es, da sprach der Herr zu Mose, mache dir eine Seraph-Schlange und befestige sie an einem Feldzeichen. Und es soll geschehen, wer gebissen worden ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben. Da machte Mose eine Eherner-Schlange, befestigte sie an dem Feldzeichen und es geschah, wenn eine Schlange jemand biss und er die Eherner-Schlange anschaute, so blieb er am Leben. Hat Mose gesündigt, als er diese Schlange gemacht hat? Nein, es war ein Auftrag Gottes, dass er sie macht, dass er sie aufstellt. Und jeder, der sie angeschaut hat, also im Glauben an Gottes Verheißung, sie angeschaut hat, wurde von Gott geheilt. Was denkt ihr, wie lange hat diese Schlange überlebt? Wie viele Jahre? Wahrscheinlich fragt ihr euch, woher ich denn überhaupt sowas wissen kann. Aber es ist interessant, diese Schlange kommt nämlich noch mal in der Bibel vor. Diese Schlange hat sage und schreibe 700 Jahre überlebt, 700 Jahre. Kaum eines unserer Denkmäler, die wir heute haben, ist noch so alt. Aber sie sollte das Volk Israel immer daran erinnern, dass sie gesündigt hatten und dass sie Gottes Hilfe nötig hatten, um geheilt zu werden. Sie gesehen haben, sie hatten oder wir als Menschen haben das Bedürfnis göttlicher Hilfe, um von unseren Sünden loszukommen.

[12:58] Und was ist passiert? 728 vor Christus wurde Hiskia König. Er wurde König und er war ein gottesfürchtiger Mensch. Was er gemacht hat, das möchte ich euch einladen, mit mir in der Bibel nachzulesen. Ich kann es nicht so schön beschreiben wie die Bibel. 2. Könige 18, Verse 3 und 4. Da wird jetzt kurz die die Intronisierung von Hiskia beschrieben. Und in Vers 3 geht es dann los. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie es sein Vater David getan hatte. Er schaffte die Höhen ab und zerbrach die Steinmale und hieb die Ascheren Standbilder um und zertrümmerte die Ehrenschlange, die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israels ihr geräuchert. Man nannte sie Nehustam. Spannend oder? Gott hat etwas den Israeliten gegeben, was ihnen zum Segen sein sollte. Sie sollten draufschauen und der Gehorsam an Gottes Gebot hat sie geheilt. Und was haben jetzt die Juden oder die Israeliten getan? Sie haben nicht mehr Gott geehrt als denjenigen, der sie geheilt hat, sondern die Schlange. Sie haben die Schlange angebetet, ihr geräuchert und ihr die Kraft zugewiesen, dass sie es war, der sie gesund gemacht hat. Und deshalb konnte Hiskia diese Schlange nicht länger dulden. Hiskia hat alle Standbilder, alle Altäre, diese Ehrenschlange ausgerissen, ausgerottet, kaputt gemacht. Er hat allen Götzendienst aus Israel ausgerottet.

[14:57] Und hier sehen wir jetzt wieder ganz deutlich, worauf das zweite Gebot abzielt. Die Ehrenschlange an sich war kein Götze, aber sie wurde zum Götzen gemacht, vom Volk Israel, als ihr göttliche Kraft, göttliche Macht zugesprochen wurde. Gott verbietet uns die Anbetung von irgendetwas Geschaffenem, weder das, was im Himmel, noch das, was auf Erden, noch das, was im Wasser unter der Erde ist. Wir sollen uns weder an sie hinwenden, noch uns vor ihnen demütigen, noch sie loben, weil sie nicht Gott sind.

[15:42] Wie es jetzt praktisch aussieht, wie man mit diesem zweiten Gebot in Einklang leben kann, dazu haben wir auch einige Beispiele in der Bibel. Ich möchte mit euch gerne eine, die ich finde, sehr gute anschauen. Das finden wir in Daniel Kapitel 3. Daniel Kapitel 3 wird uns die Geschichte erzählt, dass es drei junge Männer gab, die die Minister in Babylon waren, die also über die Provinz geherrscht haben. Und der König hatte die Idee, ein großes Standbild aufzubauen, 60 Ellen hoch, sechs Ellen breit, also etwa 30 Meter hoch, drei Meter breit, also im Prinzip in etwa die Jubiläumssäule auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Wenn ihr euch die anschaut, in der Größe und jetzt drei Meter breit, das war etwa das Standbild, das der König hier hat bauen lassen. Dieses Standbild war komplett aus Gold und alle waren da. Aus allen 127 Provinzen waren die Minister da und der König sprach, sobald die Musik ertönt, möchte ich, dass jeder von euch dieses Standbild anbetet. Was ist passiert? Ich lese mal Vers 12 in Daniel Kapitel 3.

[17:11] Da wurden nämlich diese drei Männer verklagt. Nun sind da jüdische Männer, die du über die Verwaltung der Provinz Babel bestellt hast, Satrach, Messach und Abednego. Diese Männer, o König, achten nicht auf dich, dienen deinen Göttern nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du hast aufstellen lassen. Jetzt ging es ihnen an den Kragen. Der König in seiner Großherzigkeit bietet ihnen die Möglichkeit an, dass sie eine zweite Chance haben. Ich vergesse, dass ihr nicht niedergefallen seid, aber beim nächsten Mal fallt nieder. Und was haben sie gesagt? Lass uns Vers 17 und 18 anschauen. Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerufern erretten und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König. Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast. Den Respekt haben sie nicht verloren, aber Gott ist Gott und der König ist der König. Da war eine Grenze, die sie nicht überschreiten wollten, weil ihre Liebe zu Gott größer war, als ihr Pflichtbewusstsein dem König gegenüber.

[18:46] Wenn wir noch mal daran denken, in Daniel Kapitel 2 hat Gott Nebukadnezar ein Standbild gezeigt in unterschiedlichen Metallfarben. Jedes Metall war für ein Reich und dem König wurde gesagt, du bist das goldene Haupt. Der König hatte jetzt in Daniel Kapitel 3 ein Standbild aufrichten lassen. Ihr habt die Beziehung zu Kapitel 2 komplett aus Gold, wovon Gott gesagt hat, das bist du. Im Prinzip hat der König durch das Standbild gesagt, ich möchte, dass ihr mich anbetet. Und die drei Männer sind nicht mal niedergefallen, haben so getan, als ob sie anbeten würden. Sie haben gesagt, nein, hier ist eine Grenze, wo die Liebe zu Gott mir wichtiger ist, als mein Leben. Dein Gebot ist mir wichtiger, als mein Leben. Das muss Liebe sein und das Spannende ist, dass Gott diese Liebe erwidert hat. Sie wurden ja schließlich in den Feuerofen geworfen, sie waren ja dort drin. Aber Jesus kam, war mitten unter ihnen, sie wurden nicht verbrannt. Könnt ihr euch das vorstellen? Jesus Christus würde direkt neben euch stehen. Ist das nicht eine der größten Segnungen, die ein Mensch wieder fangen kann, für seine Treue?

[20:17] Ich möchte mit euch noch ein Negativbeispiel anschauen, was ich finde sehr krass ist. Lasst uns mal in Apostelgeschichte Kapitel 12 schauen. Apostelgeschichte Kapitel 12, Verse 20 bis 23. Kurz um den Kontext zu erläutern. Im Prinzip haben die Tyrianer und die Sidonia den König Herodes so in Rage gebracht und er hat gesagt, er war zornig auf sie. Also wenn wir jetzt in die aktuellen Nachrichten schauen würden, wäre das jetzt so in etwa wie Trump, der zornig auf die Mexikaner und gesagt hat, ich erhebe die Zölle. Dann kamen sie zu Trump und haben gesagt, bitte, bitte, mach das nicht. Genau dasselbe können wir jetzt hier lesen. Verse 20. Herodes war aber erzürnt über die Bewohner von Syros und Sidon. Da kamen sie einmütig zu ihm. Nachdem sie Blastus, den Kämmerer des Königs, für sich gewonnen hatten, baten sie um Frieden, weil ihr Land von dem des Königs seine Nahrung erhielt. Aber an einem bestimmten Tag zog Herodes ein königliches Gewand an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine Rede an sie. Die Volksmenge aber rief ihm zu, das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen. Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab und er verschied von Würmern zerfressen. Unschöne Geschichte, oder? Aber nicht nur ein Bildnis oder ein Bild oder ein Foto kann ein Gott sein, sondern auch ein lebendiger Mensch.

[22:10] Und an den beiden Geschichten, die wir uns jetzt gerade angeschaut haben, Daniel Kapitel 3, diejenigen, die treu waren, Gott hat sie gesegnet. Wir haben hier in Apostelgeschichte 12 ein anderes Beispiel. Diejenigen, die Anbetung angenommen haben, der Fluch hat nicht lange auf sich warten lassen. Noch wenn nicht der Segen oder der Fluch gleich darauf folgt, können wir sicher sein, dass er folgt. Denn Gott lügt nicht. Wenn wir noch mal an die Geschichte von dem Standbild denken und von der goldenen Schlange. Beides waren Bilder, die Gott in Auftrag gegeben hat. Also der Traum war ja ein Traum von Gott gewesen, dem Standbild. Also etwas, was eigentlich potenziell gut war. Die ehrene Schlange war auch etwas, was Gott in Auftrag gegeben hat, um zum Segen zu sein für die Israeliten. Aber wenn die Menschen das Objekt höher achten als Gott, dann ist es ein Götze.

[23:32] Wenn jetzt also zum Beispiel, wir können rausschauen, die Sonne scheint. Die Sonne, die segnet uns, oder? Es ist hell, wir haben Licht. Wir haben die vielen schönen bunten Farben, wenn wir rausschauen. Die Ernte wächst, es ist warm. Und dann gibt es doch tatsächlich Leute, die die Sonne anbeten. Als ob die Sonne die Kraft hätte aus ihr heraus, das zu schenken. Nein, sondern Gott hat die Sonne geschaffen und er möchte angebetet werden. Es können aber auch Menschen sein, die uns von Gott zum Segen geschenkt werden. Jemand, der uns Bibelstunden gibt, ein Prediger, ein Evangelist. Aber wenn uns diese Personen wichtiger werden, ihre Meinungen und ihre Erkenntnisse unser Leben mehr beeinflussen, als unser eigenes Bibelstudium, unsere eigenen Erkenntnisse aus dem tiefen Bibelstudium und der persönlichen Andacht, können auch für uns Menschen, die uns eigentlich zum Segen dienen sollten, zu Göttern werden, zu Götzen werden. Alles, was uns daran hindert, morgens und abends eine besondere Beziehungszeit mit Gott zu haben. Eine Zeit, wo wir Gott besonders erkennen können, wo wir ihm wirklich unser Herz ausschütten können, wo wir Freude daran haben, mit ihm Zeit zu verbringen, ist ein Götze und hindert uns, Gott näher zu kommen. Bei manchen kann es Sport sein, manchen kann es Musik sein, bei manchen kann es Lesen sein, bei manchen kann es ein Auto sein. Ich glaube, jeder von uns hat irgendetwas anderes in seinem Leben, was ihm persönlich wichtig ist und wo, wenn es dann an die Andacht geht, häufig die Gedanken noch hinschwirren. Ich nehme mich da nicht aus, ich bin genauso. Ich denke manchmal noch über das nach oder häufig das, was ich zuletzt gelesen habe. Aber ich glaube, Gott wird uns und zeigt uns in unserem Leben, was uns wirklich wichtiger ist als er. Und dann ist die Frage, handeln wir oder handeln wir nicht.

[26:08] Wir haben am Anfang der Predigt herausgefunden, das zweite Gebot geht um Anbetung. Wie möchte Gott angebetet werden? Das wäre jetzt auch mal interessant zu wissen. Jesus hatte mal gesagt in Johannes Kapitel 4 Vers 24, Gott ist Geist und die ihn anbeten, die sollen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Das bedeutet, Gott möchte keine Nachfolger, die ritusmäßig so und so viele Gebete am Tag, so und so viele Minuten Andacht am Tag machen, sondern er möchte ehrliche Beziehung mit uns. Er möchte, dass wir ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten, dass es keine Form ist, sondern dass es eine Sehnsucht ist, die uns dazu bewegt, das zu machen.

[27:19] Oder ein anderer Vers, können wir gemeinsam aufschlagen, da steht in Offenbarung Kapitel 4, Offenbarung Kapitel 4 Vers 11. Wir sind hier in der Thronszene im Himmel, sind die ganzen Engel, tausendmal tausend, zehntausendmal jeden tausend, sind die ältesten und diesen Vers sprechen sie aus. Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen, durch dein Willen sind sie und wurden sie geschaffen. Warum haben sie ihn angebetet? Weil er der Schöpfer ist. Er hat das geschaffen, was oben im Himmel, unten auf Erden und unter der Erde ist. Er ist der Schöpfer und deshalb soll er angebetet werden. Und den schönsten Teil der Bibel zu diesem zweiten Gebot, der folgt direkt danach. Ich möchte gern mit euch direkt weiterlesen, Offenbarung Kapitel 5. Dort steht, und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt. Ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme, wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen. Und niemand, habt ihr es gelesen? Niemand, weder oben im Himmel, noch unten auf Erden, noch im Wasser unter der Erde. Wisst ihr, was das bedeutet?

[29:13] Niemand anders als Gott, der Schöpfer und Gott, unser Erlöser, ist würdig, angebetet zu werden. Lesen wir weiter. Vers 4. Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hinein zu blicken. Und einer von den Ältesten spricht zu mir, weine nicht, siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Jude ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen. Und ich sah und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. Das Lamm ist ein Sinnbild für Jesus, der für uns gestorben ist, wie geschlachtet, das sein Blut für uns vergossen hat. Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß. Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24. Ältesten vor dem Lamm nieder. Sie hatten jede eine Harfe, eine goldene Schale Vollräucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen. Wie haben sie ihn gelobt? Sie haben Musik gemacht zu seiner Ehre. Sie haben ihn angebetet.

[30:39] Ich lese weiter. Und sie sangen ein neues Lied, in dem sie sprachen. Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen. Und hast uns zu Königinnen und Priestern gemacht für unseren Gott. Wir werden herrschen auf Erden. Und ich sah und hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten. Ihre Zahl war 10.000 mal 10.000 und 1.000 mal 1.000. Sie sprachen mit lauter Stimme. Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist und was auf dem Meer ist und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen. Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebühren das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die vier lebendigen Wesen sprachen Amen. Die 24 Ältesten fielen nieder und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[32:00] Könnt ihr euch diese Szene vorstellen? Alle sind dort. Alle. 10.000 mal 10.000. Und da ist dieses geschlachtete Lamm. Sinnbild für Jesu und seinen Erlösungsdienst. Alle fallen vor ihm nieder. Alle beten es an. Alle geben ihm die Macht, die Ehre. Er ist allein würdig.

[32:35] Ich möchte gern mit euch noch mal zusammenfassen. Wir haben als erstes herausgefunden, dass es wichtig ist, wenn wir die Bibel lesen, den Kontext zu beachten und nicht nur Verse losgelöst zu lesen. Wir haben herausgefunden, dass es bei Skulpturen, Bildern, Gemälden, Fotos darum geht, dass niederfallen, sie anbeten und ihnen zumessen von göttlichen Kräften Götzendienst ist, aber nicht das bloße Besitzen. Und es ist Gottes Wunsch, dass wir ihm durch das Halten der Gebote, durch unseren Wandel und die Dankbarkeit, dass er uns geschaffen hat und dass er uns erlöst hat, angebetet wird. Seid ihr auch dankbar, dass Jesus uns geschaffen hat und uns erlöst hat?

[33:32] Habe ich noch eine zweite Frage? Wenn dir Gott heute etwas gezeigt hat, das in deinem Leben höhere Priorität hat als er, bist du bereit, es Gott zu weihen?

[33:51] Ich möchte euch einladen, wenn wir jetzt gemeinsam dieses Schlusslied 125 »Alles will ich Jesu weihen« singen, dass es nicht nur ein Lied ist, sondern ein Bekenntnis.


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