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In dieser Predigt von Bogdan Tanase geht es um das dritte der Zehn Worte: „Geheiligt werde dein Name“. Der Sprecher beleuchtet die Bedeutung von Namen und wie wichtig sie für die Identifikation sind. Anhand biblischer Beispiele und persönlicher Erfahrungen wird erklärt, wie der Name Gottes missbraucht werden kann – durch leichtfertigen Gebrauch, durch Worte (Blasphemie) und durch Handlungen. Die Predigt betont die Heiligkeit von Gottes Namen und die Notwendigkeit, ihn mit Ehrfurcht zu behandeln, während sie gleichzeitig Gottes Liebe und den Weg zur Vergebung aufzeigt.


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Serie: Die Zehn Worte

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Transkript

[0:00] Schönen guten Morgen noch mal im gesegneten Sabbat. Es kommt nicht oft vor, dass ich hier predige, aber wir haben heute ein spannendes Thema. Wir haben angefangen mit unserer Serie über die 10 Gebote. Und ich hoffe, ihr könnt euch noch erinnern, die erste Predigt in der Serie wurde von wem gehalten? Genau, Arthur hat sie gehalten. Letzte Woche, das ist noch gar nicht so lange her, hat Matthias die zweite über das zweite Gebot und heute geht es dann logischerweise mit welchem Gebot weiter? Mit dem dritten Gebot, genau.

[0:36] Und darf ich mal sehen, einfach nur so aus Neugier, wie viele von euch haben schon mal eine Predigt zu dem dritten oder über das dritte Gebot gehört? Eins, zwei, ja okay, Christoph war meine Frau, weil ich das vorhin schon mal gehalten habe. Okay, aber sonst nicht so viele. Und das finde ich spannend, denn auch ich habe davor eigentlich, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, eine Predigt zu diesem Thema gehört zu haben. Und wir möchten einsteigen mit folgender Frage: Was ist ein Name? Ich weiß nicht, ob ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht habt, aber ihr könnt jetzt mal kurz drüber nachdenken und mir sagen, was denkt ihr, was ist ein Name? Laut, so dass ich es höre. Etwas, das zu mir gehört, okay. Ein Identitätsmerkmal, ja. Kennt jemand so eine Definition? Ich habe mal nachgeschaut. Also nach einer aktuellen wissenschaftlichen Definition ist ein Name ein verbaler Zugriffsindex auf eine Informationsmenge über ein Individuum. Kann das jemand wiedergeben? Okay, hört sich ein bisschen kompliziert an. Wofür werden denn Namen benötigt? Genau, um jemanden zu identifizieren, wie wir schon gehört haben. Um jemanden anzusprechen, genau. Also sie werden benötigt für die Identifizierung, aber auch für die Individualisierung einer Person. Bitte? Jetzt haben wir alle eine Nummer.

[2:17] Ich möchte euch eine Geschichte aus meinem Leben erzählen, wo ich mich das erste Mal mit meinem Namen beschäftigt habe. Und zwar war das, da war ich noch relativ klein, da war ich in der Schule. Ich bin 1994 mit meiner Familie aus Rumänien hier nach Deutschland gezogen. Und in der ersten Klasse war ich noch in so einer ganz kleinen Gruppe. Wir waren fünf Jungs, alle aus dem Ausland und keiner konnte so richtig Deutsch sprechen, also mussten wir erst mal die Sprache lernen. Und ab der zweiten Klasse war ich dann in einer normalen Schule. Also wo alle dann Deutsch gesprochen haben. Und in dieser zweiten Klasse hatten wir im Kunstunterricht eine Aufgabe bekommen. Und zwar sollten wir unseren Namen recherchieren, was er bedeutet und daraus so einen Wappen irgendwie zeichnen oder malen. Dann habe ich das mal schnell gegoogelt. Das habe ich nicht, denn damals war das Internet noch nicht so verbreitet. Unsere Lehrerin hatte damals so Bücher mitgebracht, wo man das nachschauen konnte. Und dann habe ich meinen Namen in diesen Büchern gefunden und habe Folgendes herausgefunden. Der Name Bogdan ist ein slawischer Name. Und Bog bedeutet Gott und Dan bedeutet Geschenk. Das ist ungefähr dieselbe Bedeutung wie auch der Name Theodor oder Matthias. Genau, also von Gott gegeben, von Gott geschenkt, Geschenk Gottes. Genau, das bedeutet alles der Name Bogdan. Und ich fand den eigentlich sehr schön. Ich war eigentlich ganz zufrieden mit meinem Namen, jetzt wo ich die Bedeutung kannte. Aber es hat nicht lange gedauert, da hat etwas diese Freude so ein bisschen gedämpft. Und zwar gab es andere Schüler aus einem anderen Land und in ihrer Sprache hat mein Name leicht abgeändert, etwas ganz Schlimmes bedeutet. Und damit haben sie mich dann gehänselt und haben mich dann so ein bisschen aufgezogen und ich war dann nicht sehr glücklich. Und es fühlt sich nicht so schön an, wenn jemand den eigenen Namen so schlecht damit umgeht.

[4:13] Vielleicht habt ihr auch ähnliche Erfahrungen mal gemacht oder auch nicht. Und ich glaube, oder ich weiß, dass auch Gott einen Namen hat. Und ich glaube, dass auch er ein persönlicher Gott ist, der Gefühle hat und der sich auch nicht so gut fühlt, wenn wir mit seinem Namen in schlechter Weise umgehen.

[4:40] Vermutlich war er noch ein junger Mann. Er war mit seinen Eltern aus seinem Heimatland ausgezogen, denn viele schreckliche Katastrophen hatten das Land heimgesucht. Und der Herrscher in dem Land hatte befohlen, dass dieses Volk ausziehen soll, dass sie hinausgehen sollen. Und sie waren mit diesem Volk mitgegangen. Es war eine sehr schreckliche Situation. Die Tage waren heiß, die Nächte waren kalt und kaum einer wusste, welches Ziel sie hatten. Niemand wusste, wohin es gehen sollte und sie folgten alle diesem einen Mann nach, der sie hinausgeführt hatte. Und er war mitgegangen mit seiner Familie. Warum? Weil seine Mutter zu diesem Volk gehörte. Sein Vater allerdings war ein Ägypter und unter all diesen schrecklichen Zuständen litt er und zudem kam noch dazu, dass er außerhalb des Lagers zelten musste. Er war sozusagen verstoßen. Er gehörte zu dem Mischvolk und diese durften nicht in dem Lager der Israeliten bleiben. Eines Tages unter all diesen Umständen hielt er es nicht mehr aus. Er nahm sein Zelt, er nahm sein Werkzeug und ging in das Lager und wollte es dort aufschlagen. Und es dauerte nicht lange, da kam einer der Israeliten zu ihm und es entstand ein Streit. Und hier möchten wir die Geschichte aufnehmen in 3. Mose Kapitel 24 und dort Vers 10 und wir schlagen gemeinsam auf. 3. Mose Kapitel 24 und dort Vers 10.

[7:08] Dort lesen wir Folgendes. Es ging aber der Sohn eines israelitischen Weibes, der einen ägyptischen Vater hatte, unter den Kindern Israel aus und ein. Dieser Sohn des israelitischen Weibes und ein Israelit zankten im Lager miteinander. Und wir haben uns diese Situation angeschaut, worum es ging. Dieser Mann war frustriert aufgrund der Situation, in der er sich befand und wollte nicht länger sich so behandeln lassen. Er fühlte sich als Außenseiter und war einfach sehr unzufrieden. Und als dieser Streit dann entbrannte, dann wurde er schließlich vor die Richter gebracht und das Urteil wurde gesprochen. Das nämlich folgendermaßen lautete. Gott hatte Anweisungen gegeben, dass das Mischvolk erst ab der 3. Generation in dem Lager der Israeliten mit zelten durfte oder unter ihnen wohnen durfte. Der Mann, als er den Urteilsspruch hörte, war zutiefst entrüstet. Und in seiner Verärgerung über dieses Urteil, in seiner Wut, verfluchte er den Richter und lästerte den Namen Gottes. Das lesen wir in Vers 11. Da lästerte der Sohn der israelitischen Frau den Namen des Herrn und fluchte ihm. Daraufhin brachte man ihn zu Mose. Die Richter wussten nicht, wie sie dann mit dieser Situation umgehen sollten. Sie wussten, welches Urteil sie sprechen sollten, wenn jemand Vater oder Mutter fluchte. Denn da hatten sie eine eindeutige Anweisung bekommen. Aber wenn jemand den Namen Gottes fluchte, das wussten sie nicht. Diesen Fall hat es bis zu diesem Punkt noch nicht gegeben. Und so brachten sie den Fall vor Mose und Mose befragte den Herrn. Und das Urteil wurde kurz darauf bekannt gegeben.

[9:07] In Vers 13 lesen wir das. Und der Herr redete zu Mose und sprach: Führe den Flucher hinaus vor das Lager und lasse alle, die es gehört haben, ihre Hand auf sein Haupt stützen. Und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Und rede zu den Kindern Israels und sprich: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Sünde tragen. Und wer den Namen des Herrn lästert, der soll unbedingt getötet werden. Die ganze Gemeinde soll ihn unbedingt steinigen, sei es ein Fremdling oder ein Einheimischer. Wenn er den Namen lästert, so soll er sterben. Es klingt zunächst mal nach einem sehr harten Urteil, oder? Aber hier ist die Frage, hätte er wissen können, dass auf dieses Vergehen eine Strafe ausstand? Hätte er das wissen können? Ja? Wer ist der Meinung, dass er es hätte wissen können? Darf ich mal sehen? Okay. Woher hätte er es denn wissen können? Bitte? Er war in der Wüste dabei gewesen, als die Gebote gegeben wurden, oder? Er hatte das alles gehört, als es dem Volk verkündigt wurden. Und was steht in dem dritten Gebot? Schaut mal. Du sollst, was nicht? Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen, aber da hört es nicht auf, richtig? Sondern, das steht weiter, denn der Herr wird, was? Den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. Es wurde ganz deutlich gesagt, dass dieses Vergehen bestraft wird. Er wusste es und trotzdem hatte er dagegen gehandelt.

[11:07] Nun, wenn wir uns dieses Gebot jetzt mal genauer anschauen, was genau wissen wir denn über den Namen Gottes? Was wissen wir über den Namen Gottes? Denn um dieses Gebot zu halten, brauchen wir gewisse Informationen, oder? Wir müssen wissen, was ist Gottes Namen und wir müssen wissen, was bedeutet es, diesen zu missbrauchen. Richtig? Also, was ist der Name Gottes? Was wissen wir darüber? Jemand eine Idee? Er ist heilig, ja? Sehr, sehr wichtig, genau. Er hat mehrere. Schaut mal in Offenbarung Kapitel 19, Vers 16. Also, Gott hat viele Namen. Was sind denn Namen Gottes? Was fällt euch denn ein? Immanuel? Jachwe? Was noch? Bitte? Ich bin, der ich bin. Was war das? Das A und das O, genau, also ganz viele. Und jetzt schaut mal in Offenbarung Kapitel 19, Vers 16, lesen wir Folgendes. Und er, um wen geht es hier? Es geht um Christus. Er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren. Was ist denn König der Könige und Herr der Herren für ein Name? Es ist ein Titel, oder? Und wir sehen aus diesem Vers, dass eben Titel auch Namen sind. Die Bibel macht hier keinen großen Unterschied. Also, wenn wir über den Namen Gottes sprechen, dann ist es nicht nur ein Einzelner von diesen Namen, sondern es schließt alle ein, denn sie alle beschreiben Gott. Wir erinnern uns, Namen dienen zur Identifizierung und zur Individualisierung einer Person.

[13:27] Was bedeutet es jetzt also, den Namen Gottes zu missbrauchen? Und das ist ein bisschen, da gibt es jetzt mehrere Aspekte, die wir hier behandeln möchten. Und zwar möchten wir uns drei Arten des Missbrauchs anschauen. Drei Arten, und ich sage euch schon mal, welche das sind. Die erste Art ist der Missbrauch durch leichtfertigen Gebrauch. Die zweite Art ist der Missbrauch durch Worte. Und die dritte Art ist der Missbrauch durch Handlungen. Und das können wir uns jetzt alle nacheinander anschauen.

[14:03] Zunächst mal der leichtfertige Gebrauch. Was denkt ihr, wie wird heutzutage so allgemein in unserer Gesellschaft mit dem Namen Gottes umgegangen? Oberflächlich? Im Spaß wird er verwendet, ja. Blasphemisch, ja. Also es hat sich so ein bisschen in die Sprachkultur so integriert, dass man Gottes Namen leichtfertig und unbedacht verwendet. Und ist das jetzt nur bei Ungläubigen so? Oder kann es sein, dass auch wir als Christen, als Adventisten den Namen Gottes oft leichtfertig und unbedacht verwenden? Wenn wir im Gespräch über Gott reden, ist uns da bewusst, welch heiliges Wesen wir da ansprechen, über welche Majestät wir da sprechen. Wenn wir über die Engel lesen, die ihn anbeten, in Offenbarung 4 Vers 8 zum Beispiel, dann verneigen die sich, diese heiligen Wesen, die ohne Sünde sind, sie verneigen sich vor Gott und beten ihn an und bedecken dabei ihre Füße und ihr Angesicht. Denn so heilig ist Gott. Und wir nehmen es uns raus, seinen Namen einfach so, ohne groß darüber nachzudenken, leichtfertig und oberflächlich zu verwenden.

[15:27] Aber heißt es jetzt, dass Gott unnahbar ist? Nein. Warum nicht? Was ist der beste Beweis dafür, dass Gott nicht unnahbar ist? Unnahbar, das heißt, dass man sich ihm nicht nähern kann. Was ist der beste Beweis dafür? Dass wir ihn persönlich ansprechen dürfen. Aber ich habe es gerade gehört, Jesus ist der beste Beweis dafür, dass Gott nicht unnahbar ist, dass er unter uns sein möchte. Denn Jesus ist Gott, der Fleisch geworden ist, der Mensch geworden ist, damit er unter uns sein kann. Wenn wir auch an das Heiligtum denken, was war der Zweck des Heiligtums? Natürlich war es auch dafür da, den Plan der Erlösung zu zeigen, aber es sollte dazu dienen, dass Gott mitten unter seinem Volk wohnen konnte. Denn das ist der Wunsch Gottes. Er möchte bei uns sein und er möchte, dass wir bei ihm sind. Deswegen möchte er auch die Sünde und alles wegtun, alles wieder richten, sodass wir in der Ewigkeit wieder bei ihm sein können. Jesus möchte unser Freund sein, aber es gibt einen Unterschied zwischen Freund und Kumpel. Wir dürfen es uns nicht herausnehmen, Gott respektlos zu begegnen. Seinen Namen leichtfertig zu verwenden zeugt von einem Mangel an Ehrfurcht.

[17:09] Was heißt das jetzt zum Beispiel praktisch, wenn wir beten? In Matthäus 6, Vers 7 lesen wir einen Hinweis, den Jesus uns hier gibt. Matthäus, Kapitel 6, Vers 7. Und dort lesen wir: Und wenn ihr betet, so sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Wir dürfen Gottes Namen nicht unbedacht aussprechen und ihn häufig zu verwenden, wird nicht bewirken, dass wir eher erhört werden. Ich weiß nicht, ob ihr mal darüber nachgedacht habt, aber wenn ihr euch mit jemandem unterhaltet und ihr erwähnt ständig seinen Namen und immer wieder und immer wieder, ist das nicht ein bisschen seltsam? Wird man da noch ernst genommen? Und ich glaube, dass wir auch in dem Punkt ein bisschen darauf, nicht nur ein bisschen, aber darauf achten sollten, wie wir mit Gott sprechen.

[18:15] Wir lesen in Patriarchen und Propheten oder in der neuen Ausgabe, wie alles begann, folgendes Zitat. Dieses Gebot, und hier bezieht es sich auf das dritte Gebot, untersagt nicht nur mein Eide und das übliche Schwören bei Gott, sondern verbietet uns auch, den Namen Gottes leichtfertig oder unbekümmert auszusprechen, ohne Rücksicht auf seine erhabene Bedeutung. Wir entehren seinen Namen, wenn wir Gott im Gespräch gedankenlos erwähnen, wenn wir ihn bei Nebensächlichkeiten anrufen oder seinen Namen häufig und unüberlegt wiederholen. Im Psalm 111 und dort Vers 9 lesen wir: Heilig und furchtgebietend ist sein Name. Und jetzt Achtung: Jeder Mensch sollte über Gottes Majestät, Reinheit und Heiligkeit nachdenken, damit sein Herz von einem Gefühl für Gottes erhabenen Charakter beeindruckt wird. Also was sollen wir tun? Wir sollen über Gottes Majestät, über seine Reinheit und über seine Heiligkeit nachdenken, uns damit beschäftigen. Und das wird bewirken, dass wir dieses Gefühl dafür haben, welch erhabenen Charakter Gott hat. Sein heiliger Name sollte deshalb nur mit Ehrfurcht und Ernst ausgesprochen werden.

[19:39] Also die erste Art des Missbrauchs, die wir uns jetzt angeschaut haben, ist Missbrauch durch leichtfertigen Gebrauch.

[19:58] Die zweite Art ist der Missbrauch durch Worte. Und hier geht es konkret darum, um Verleumdung und Beleidigung gegen den heiligen Gott, auch bekannt als Blasphemie. Blasphemie drückt nicht nur die Ablehnung und die Rebellion gegen Gott aus, die im eigenen Herzen ist, sondern zielt auch darauf ab, andere mit diesen Gedanken und mit dieser Ablehnung zu infizieren. Dass andere diese gleichen Ansichten übernimmt und Gott sich genauso gegenüber verhält. Genau, es vermittelt auch ein falsches Bild von Gott. Wie kommt es, dass Menschen so eine Abscheu vor Gott haben und dass sie ihn lästern? In Matthäus 15 und dort Vers 19 lesen wir: Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen. Es ist auf die Schändlichkeit des menschlichen Herzens zurückzuführen, dass Menschen diese Abneigung gegenüber Gott haben. Diese Feindschaft beginnt im Herzen. Und deswegen ist es auch so notwendig, dass dieses Herz verändert wird. Von all den Sünden ist Blasphemie ein Hinweis auf einen Geist, der von Gottlosigkeit erfüllt ist.

[21:34] Die zweite Art des Missbrauchs ist der Missbrauch durch Worte.

[21:41] Kommen wir zur dritten Art. Und das ist eine der interessanten Arten, denn sie ist nicht so offensichtlich. Es geht um den Missbrauch durch Handlung. Lass uns ein bisschen darüber nachdenken. Was sagt nochmal genau das dritte Gebot? Es sagt: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Ist hier irgendein Hinweis darauf, in welcher Form dieser Missbrauch geschieht? Nein, oder? Also das heißt, es muss nicht unbedingt auf das Sprechen allein abzielen.

[22:30] Schaut mal in zweiterm... Entschuldigung. Genau, denn wir haben vorhin gesagt, Gott hat viele Namen. Aber der Name Gottes ist nicht allein eine Buchstabenkombination, oder? Hinter dem Namen Gottes steckt viel mehr. Und das möchten wir uns anschauen in 2. Mose Kapitel 34 und dort die Verse 5 bis 7. Hier geht es um Mose. Mose bittet Gott darum, ihn sehen zu dürfen. Und Gott sagt: Du darfst mein Angesicht nicht sehen, aber ich werde meine Herrlichkeit an dir vorüberziehen lassen. Und wir finden diese Begebenheit in 2. Mose Kapitel 34 und dort ab Vers 5. Dort steht: Da kam der Herr in einer Wolke herab und trat dort zu ihm und rief den Namen des Herrn aus. Okay, also jetzt kommt hier der Name des Herrn und Gott selber spricht ihn aus. Vers 6: Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld über Tretungen und Sünde vergibt, aber es keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied. Das ist ein langer Name, oder? Ich weiß nicht, ob sich jeder den ganz genau merken könnte, aber wir sehen, es geht hier nicht um die reine Buchstabenkombination, denn hier wird was beschrieben.

[24:11] Was wird hier in diesen Versen beschrieben? Gott beschreibt hier seinen eigenen Charakter. Also wir sehen, hinter dem Namen Gottes steckt viel mehr. Es beschreibt seinen Charakter.

[24:26] Mit diesen Gedanken lasst uns Hesekiel Kapitel 20 aufschlagen. Dort Verse 27 und 28. Hesekiel Kapitel 20 und dort Verse 27 und 28.

[24:52] Und wir lesen hier Folgendes. Darum, o Menschensohn, redet zu dem Haus Israel und sprecht zu ihnen: So spricht Gott, der Herr. Auch dadurch haben mich eure Väter gelästert, dass sie treulos an mir handelten. Denn als ich sie in das Land gebracht hatte, betreffs dessen ich geschworen hatte, dass ich es ihnen geben wollte, daher sahen sie jeden hohen Hügel und jeden dicht belaubten Baum und schlachteten dort ihre Opfer und brachten dort ihre Gaben da, um mich zu ärgern und legten dort ihr lieblich duftendes Räucherwerk nieder und gossen dort ihre Trankopfer aus. Also Gott hat sich hier um dieses Volk so sehr gekümmert, hat sie in das gelobte Land geführt. Und was haben sie getan? Sie haben ihn gelästert. Wodurch? Durch ihre Handlungen.

[25:45] Liebe Geschwister, kann es sein, dass auch wir heute durch das, was wir tun, durch unsere Handlungen, Gottes Namen lästern?

[26:04] In Römer Kapitel 2 und dort die Verse 23 und 24 schreibt Paulus an die Römer, an die Juden in Rom. Du rühmst dich des Gesetzes und verunerst doch Gott durch Übertretung des Gesetzes? Denn der Name Gottes wird um euret Willen gelästert unter den Heiden, wie es geschrieben steht. Paulus schreibt hier an Christen, an Menschen, die das Gesetz Gottes kennen und die Gottes Namen dadurch lästern, dass sie es übertreten, obwohl sie es kennen. Schaut, wir können den Sabbat selber halten oder andere darin unterrichten, ihnen sagen, du musst den Sabbat halten, du darfst da nicht arbeiten und du sollst da das und das nicht tun, nicht einkaufen gehen. Und trotzdem können wir ihn selbst übertreten dadurch, dass wir die Dinge nicht tun, die wir eigentlich selber sagen, oder?

[27:19] Wir finden dieses Prinzip auch übrigens in der Offenbarung, in der Prophetie. In Offenbarung Kapitel 13, Vers 6, Offenbarung Kapitel 13, worum geht es dort? Welches Tier? Genau, es geht um verschiedene Tiere. Und in Offenbarung Kapitel 13, Vers 6 geht es um das Tier aus der Erde. Und wie wird es dort beschrieben? Wie wird es beschrieben? Wir sprechen hier über den Missbrauch des Namens Gottes. Wo findet ihr hier etwas, das damit zusammenhängt? Das Tier selbst tut seinen Maul auf, richtig? Um auf zur Lästerung gegen Gott und seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen. Also wir sehen, dieses Tier lästert den Namen Gottes. Wer ist dieses Tier? Als was identifizieren wir dieses Tier in der Prophetie? Das muss wie aus der Pistole geschossen kommen. Wir sind Adventisten, oder? Woran glauben wir? Offenbarung 13, das Tier aus dem Meer, das Papsttum, danke schön.

[28:51] Wie lästert das Papsttum den Namen Gottes? Ganz praktisch. Genau, und was beschreibt das Gesetz? Dankeschön. Das Papsttum lästert den Namen Gottes dadurch, dass sie den Namen Gottes falsch, dass sie seinen Charakter falsch darstellen. Das ist der Kern. Und das ist auch der Kern bei dieser Art der Lästerung. Wenn wir behaupten, wir seien Christen, wir seien Adventisten, wir würden Gott dienen, wir sind Kinder Gottes. Und wir halten uns dann nicht an die Gebote Gottes. Wie stellt es dann Gott dar? Wie stellt es seinen Charakter dar? Wir verunehren seinen Namen. Wir stellen seinen Charakter falsch dar.

[29:48] Fassen wir zusammen. Welche Arten des Missbrauchs haben wir kennengelernt? Nummer 1, Missbrauch durch leichtfertigen Gebrauch. Nummer 2, Missbrauch durch Worte. Und Nummer 3, Missbrauch durch Handlung.

[30:04] Kommen wir zurück zu unserer Geschichte vom Anfang. Warum musste jetzt dieser Mann unbedingt sterben? Wenn wir jetzt an Römer 6, Vers 23 zum Beispiel denken. Was steht da? Römer 6, Vers 23. Da steht: Der Lohn der Sünde ist der Tod. Und in Römer 3, Vers 23 lesen wir: Denn es ist kein Unterschied. Alle haben gesündigt. Das heißt, wenn wir diese 2 Verse zusammen nehmen, heißt es, dass jeder, der gesündigt hat, also alle, dass alle sterben müssten. Warum sind noch so viele Menschen am Leben? Ich sehe dafür 3 Gründe.

[30:47] Der 1. Grund. Jemand hat die Gnade Gottes angenommen. Er hat den stellvertretenden Tod Jesu für sich in Anspruch genommen und ist sozusagen zum Leben hindurchgedrungen. Er ist ein Diener Gottes und setzt sich dafür ein, dass auch andere Menschen die frohe Botschaft hören und die Möglichkeit haben, dieses Geschenk auch anzunehmen.

[31:08] Die 2. Möglichkeit. Die 2. Möglichkeit ist, dass jemand diese Botschaft noch nicht gehört hat. Dass er noch keine Entscheidung getroffen hat. Für diese Person gilt noch eine Zeit der Gnade. Sie haben noch eine Frist, bis sie diese Entscheidung treffen.

[31:26] Und dann gibt es die 3. Möglichkeit. Jemand hat Gott komplett abgelehnt und hat sich komplett gegen ihn gewendet. Aber Gott lässt solche Personen trotzdem noch am Leben, um zu zeigen, wie weit die Sünde führt. Wohin sie führt. Welche Auswirkungen das hat. Das prominenteste Beispiel dafür ist der Pharao. Der Pharao, den auch er hatte sein Herz verhärtet. Und es gab eigentlich keinen Grund dafür, dass er noch gelebt hat. Doch Gott hat ihn am Leben gelassen, um zu zeigen, wie weit diese Rebellion gegen Gott führt.

[32:06] Wer Gott lästert, offenbart die Rebellion in seinem Herzen gegen Gott. Er hat sich damit selbst quasi vom Leben ausgeschlossen.

[32:21] In Patriarchen Propheten auf Seite 388 lesen wir zu dieser Geschichte Folgendes. Manche stellen Gottes Liebe und Gerechtigkeit in Frage, wenn er in heftiger Erregung gesprochene Worte so schwer bestraft. Wir haben gesehen, dieser Mann war wütend. Oft tut man in Wut Dinge, die man sonst vielleicht nicht tun würde. Aber sowohl Liebe als auch Gerechtigkeit erfordern, ist deutlich zu sagen, dass Äußerungen aus Feindschaft gegen Gott eine große Sünde sind. Hier wird klargestellt. Die Vergeltung an dem ersten Übeltäter würde anderen zur Warnung dienen, den Namen Gottes nur in Ehrfurcht zu gebrauchen. Und jetzt Achtung! Hätte man aber diese Sünde ungestraft hingehen lassen, wären auch noch andere verdorben worden. Mit dem Ergebnis, dass möglicherweise viele Menschenleben hätten vernichtet werden müssen.

[33:24] Gab es für diesen Mann keine Vergebung? Schaut mal in Matthäus, Kapitel 12, Vers 31 und 32. Dort spricht Jesus: Darum sage ich euch. Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden. Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden. Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden. Aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden. Weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen.

[34:18] Meine Lieben, der Heilige Geist ist der einzige Kanal zu uns. Und wenn wir den Heiligen Geist, den Zutritt zu unserem Herzen versperren, dadurch, dass wir unser Herz verhärten, dann kann Gott nichts mehr für uns tun. Wir müssen aufpassen, dass wir den Heiligen Geist nicht betrüben. Wir dürfen ihn jeden Tag einladen, dass er an uns wirkt und offen für ihn sein. Denn das ist der einzige Weg, wie Gott uns tatsächlich verändern kann.

[34:54] Und wenn wir uns von Gott abwenden, dann machen wir das ihm sehr schwer.

[35:10] Dieser Mann in der Geschichte gehört zu den Menschen, durch seinen Einfluss hätte er noch viele Menschen mit in den Tod gerissen. Und selbst in diesem scheinbar harten Urteil, was Gott hier gesprochen hat, ist seine Liebe erkennbar. Denn er tat es, um viele andere zu erretten.

[35:35] In Hesekiel 18, Vers 23 lesen wir Folgendes. Gott hat kein Gefallen daran, wenn jemand stirbt. Aber er hat noch weniger Gefallen daran, wenn viele sterben. Gott wünscht sich immer, dass Menschen sich bekehren und zu ihm kommen. Aber leider sehen wir auch in der Geschichte Israels, dass das nicht immer der Fall war. Über Israel lesen wir folgenden Bericht in Psalm 78. Psalm 78, Vers 32 steht Folgendes.

[36:46] Liebe Geschwister, auch wir sind heute in der Zeit, in der wir nicht mehr in der Zeit, in der wir nicht mehr in der Zeit, in der wir nicht mehr in der Zeit, unter Gottes Seelen gedehnt haben. Wir – sehr groß – wir wollen, dass unsere Welt ihrer Welt zurückkommt. Wir sind heute auf dem Weg nach Kanaan. James 5, Vers 15, Lisa, es war damals so, was Israel hat so besonders sehr in der Wüste nicht mehr seinen Namen beschmutzen. Trotz all der Sünde und den Fehlern, die wir machen, wird Gott nämlich seinen Namen wiederherstellen. Und wie wir da das tun, das finden wir in einer der wahrscheinlich schönsten Abschnitte der Bibel, in Hesekiel, Kapitel 36, Vers 20.

[38:05] Hesekiel, und das schlagen wir gemeinsam auf, Hesekiel, Kapitel 36, und dort Vers 20. Seid ihr dort? Dort lesen wir: Als sie nun unter die Heiden kamen, wohin sie gezogen waren, entheiligten sie meinen heiligen Namen, sodass man von ihnen sagte: Das ist das Volk des Herrn. Die mussten aus seinem Lande ausziehen. Aber mich reute mein heiliger Name, welchen das Haus Israel entheiligt hat unter den Heiden, zu denen es gekommen ist. Darum sage zu dem Haus Israel: So spricht Gott, der Herr: Nicht um eure Willen tue ich solches, Haus Israel, sondern wegen meines heiligen Namens, welchen ihr entheiligt habt unter den Heiden, zu welchen ihr gekommen seid. Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der von den Heiden entheiligt worden ist, welchen ihr unter ihnen entheiligt habt. Und die Heiden sollen erkennen, dass ich der Herr bin, spricht Gott, der Herr, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.

[39:13] Gott zeigt hier auf. Israel sind diejenigen, die Gottes Namen entheiligen. Wir sind diejenigen, die Gottes Namen entheiligen. Aber er wird ihn wiederherstellen. Vers 24. Denn ich will euch aus den Nationen herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen. Ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet von all eurer Unreinigkeit und von all euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte beobachten und tun.

[39:57] In Johannes 14, Vers 15 lesen wir davon, dass wenn wir Gott lieben, dann werden wir auch seinen Willen tun. Dann werden wir seine Gebote halten. Und in Jeremia, Kapitel 31, lesen wir auch von Gottes ursprünglichen Plan, den er für uns hatte. Jeremia, Kapitel 31 und dort ab Vers 33. Vers 33 und 34. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr. Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn, denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht Gott, der Herr. Denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken.

[40:52] Gott möchte uns dieses neue Herz und diesen seinen Geist in uns legen. Von Anfang an war der Plan, dass das in unseren Charakter verankert ist, in unseren Herzen fest geschrieben steht und nicht irgendwo auf steinernen Tafeln. Wir sollten die Gebote Gottes aus freien Stücken halten und nicht, weil es irgendwo so steht.

[41:14] Ich weiß nicht, ob ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht habt, was im Vaterunser steht. Was sind die ersten zwei Phrasen, die wir dort sagen? Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Was bedeutet es, wenn wir das beten? Ist uns das bewusst? Wir bitten Gott darum, dass er uns verändert, dass er unsere Herzen verändert. Ist es das, was ihr meint, wenn ihr dieses Gebet sprecht? Ist euch das bewusst, dass ihr Gott um dies bittet, um die Erneuerung eures Herzens, wenn ihr sagt: Herr, geheiligt werde dein Name. Wenn ihr diese Worte betet, dann ist das das, worum ihr Gott bittet.

[42:01] Liebe Geschwister, es ist mein Wunsch, dass Gottes Name verherrlicht wird, dass er geheiligt wird. Und ich möchte ihn heute bitten, dass er durch mich, durch meinen Charakter, durch mein Leben seinen Namen heilig macht. Ist es auch euer Wunsch? Amen.


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