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In dieser Predigt teilt Christopher Kramp tiefgreifende Gedanken über die Bedeutung, die Zeit richtig einzuschätzen und zu beurteilen. Er betont, wie wichtig es ist, Gottes Gnade im Leben zu erkennen und sich auf Jesus Christus als den wahren Ehrengast zu konzentrieren. Erlebe eine Botschaft, die dich ermutigen wird, die Zeit bewusst zu gestalten.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:01] Gut. Ah, herzlichen Dank. Der Herr sagt, du wirst einen großen Segen bekommen. Gesegneten Sabbat. Gesegneten Sabbat. Ah, einige von euch kennen schon oder erinnern sich. Ich werde nicht müde zu betonen, in meiner alten Heimatgemeinde in Stuttgart-Wangen hat meine ganze Gemeinde mich immer zurückgegrüßt mit "Gesegneten Sabbat". Und meine persönliche Privatmission besteht darin, es in jede Gemeinde in Deutschland und Österreich und der Schweiz oder wo immer ich auch bin, zu bringen. Und falls du es noch nicht kennst, ist hier deine zweite Gelegenheit. Ich sage noch einmal: Gesegneten Sabbat! Und ihr könnt alle im Chor, wie ein Mann, wie eine Frau, gemeinsam antworten. Seid ihr bereit? Gesegneten Sabbat!

[0:47] Gesegneten Sabbat. Ah, wunderbar. Gott ist ein Gott der zweiten Chancen und ihr habt eure zweite Chance gut genutzt. Gott ist gut, könnt ihr zustimmen? Ja. Möchte euch sagen, Gott ist gut in meinem Leben gewesen.

[1:01] Und heute Morgen steht für euch vor euch ein Bettler, der den Bäcker kennengelernt hat. Und ich möchte euch ganz sagen, von von ganzem Herzen, ohne Gott bin ich eine reine Katastrophe. Und vielleicht kennt der ein oder andere auch die Lebensgeschichte von mir. Und äh, wenn ich Gott nicht hätte und seine Gnade, dann wäre mit mir nichts los. Und ich glaube, das ist mit euch auch nicht anders. Und äh, ich danke euch für die herzliche äh Begrüßung und für das Willkommen und ich freue mich sehr da zu sein. Aber ich möchte euch sagen, der größte Ehrengast, den wir heute haben, der ist Jesus Christus. Amen. Und wenn ich heute tot hier umfallen sollte, was Gott hoffentlich verhüten möge, dann könnte der Heilige Geist zu jedem einzelnen von euch trotzdem weitersprechen, oder?

[1:56] Und wir reanimieren. Hm. Und wir reanimieren. Ja, das auch. Genau.

[2:02] Gott ist gut und ich habe mir vorgenommen, heute an diesem Wochenende mit euch ein paar Gedanken zu teilen, die mir wirklich auf dem Herzen liegen. Mein Ziel ist es, dass am Ende des Sabbats ihr nach Hause geht und sagt: "Ich möchte meinen Freund Jesus noch viel besser kennenlernen. Ich bin nicht zufrieden mit dem Status quo meines persönlichen Glaubenslebens und ich glaube, dass Jesus mir noch ganz viel mehr zeigen möchte." Wenn das heute das Resultat dieses Wochenendes ist, dann oder dieses Sabbats, dann habe ich mein Ziel erreicht. Die vier Themen stehen zwar für sich, jedes einzelne und trotzdem bauen sie aufeinander auf. Ihr werdet sehen, ähm, wenn ihr alle vier Themen hört, dann werdet ihr sehen: Okay, das hat so eine gewisse innere Logik. Ich möchte mit euch anfangen, wo stehen wir, und dann enden mit: Lasst uns gehen. Ja, lass also im Sinne von: Lasst uns rausgehen. Aber da werden wir heute Nachmittag dann dazu noch dazu kommen. Ihr habt gehört, es gibt keine PowerPoint-Präsentation. Mein PowerPoint ist heute hier. Okay, da ist die Kraft. Und ich möchte euch darauf hinweisen, sozusagen drauf hinweisen, wenn ihr eure Bibeln dabei habt, dann lade ich euch ein, sie auch gleich mit aufzunehmen, aufzuschlagen und wir wollen uns Gottes Wort dann genauer anschauen.

[3:29] Ist euch aufgefallen, dass heute ein wunderschöner Sabbat ist, ein wunderschönes Wetter? Und jemand hat mir mal gesagt, äh, er glaubt, dass am Sabbat es öfter schönes Wetter ist als sonst unter der Woche. Ich weiß nicht, ob das statistisch stimmt. Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist der Sonnenschein eine Erinnerung daran, dass die Sonne der Gerechtigkeit jeden Tag in unser Herz scheint. Ihr wisst, je höher die Sonne steht am Horizont im Laufe des Jahres, desto mehr kann wachsen. Je höher die Sonne der Gerechtigkeit in unserem Leben steht, wir werden heute Nachmittag mehr drüber sprechen, desto mehr kann in unserem Leben auch wachsen und blühen. Und wenn die Sonne scheint, dann wird es schön, oder? Mal aufgefallen, dass dieselbe Landschaft viel schöner aussieht, wenn die Sonne draufscheint? Derselbe See glitzert mehr. Dieselben Bäume sehen viel leuchtender aus. Ist dasselbe, hat sich gar nicht verändert, aber die Sonne macht alles anders. Dieselben Situationen im Leben, dieselben Angriffe, dieselben Enttäuschungen, dieselben Freuden sehen plötzlich ganz anders aus, wenn das Evangelium drauf leuchten darf. Und ich wünsche mir, dass heute der Heilige Geist die ganzen Wolken unserer Sünde, die Wolken des Zweifels wegnimmt, wie es in der Prophetie auch sagt: "Ich habe deine Sünden getilgt wie einen Nebel, damit die Sonne in unser Herz scheinen kann." Amen.

[5:00] Apropos Wetter, ich erinnere mich an die wohl langweiligste Jugendstunde, die ich in meinem Leben jemals erlebt habe. Habt ihr mal eine langweilige Jugendstunde erlebt, eine langweilige Predigt erlebt? Das soll es geben, oder? Wenn man das Gefühl hat, der Sprecher weiß eigentlich nicht, worüber er reden soll. Hoffentlich passiert das nicht oft, aber das gibt es. Ich weiß, als ich Jugendlicher war, hatten wir eine Jugendstunde und ein Prediger war zur Jugendstunde eingeteilt und ich glaube, er hat wirklich nicht gewusst, was er reden sollte. Er hat dann vorgeschlagen: "Lasst uns doch übers Wetter sprechen." Und die Jugendlichen haben sich ein bisschen angeschaut. Das meint er nicht ernst. Das war ein Witz, oder? Er hat dann wirklich über eine Stunde über nichts anderes gesprochen als über das Wetter, dass es regnet und dass es schneit und das. Und ich war damals noch nicht so ein wirklich bekehrter Adventist, aber so in meinem Herzen, aber ich dachte mir: Was für eine Verschwendung von kostbarer Zeit. Heute bin ich nicht gekommen, um mit euch über das Wetter zu reden. Ähm, wir wollen die Zeit gut nutzen, aber wir wollen anfangen im ersten Thema mit dem Wetter, denn Jesus redet auch an einigen Stellen der Evangelien über das Wetter, aber er tut es nicht, weil er nicht weiß, was er reden soll, sondern er benutzt das Wetter, um einen ganz entscheidenden Punkt zu machen. Und den wollen wir heute in der ersten Stunde uns genauer anschauen, wenn es euch möglich ist.

[6:25] Ich weiß, wir haben gebetet, aber ich habe die Angewohnheit, immer noch mal zu beten, wenn ich die Bibel aufschlage. Wollen noch kurz niederknien, wo es möglich ist, mit einem Anfangsgebet starten.

[6:43] Lieber Vater im Himmel, wir sind jetzt hierher gekommen, um zu deinen Füßen zu sitzen. Wir sind gekommen, um zu lernen, um zu denken, nicht einfach nur zu hören, was ein Mensch sagt, sondern gemeinsam zu durchdenken, was du uns in deinem Wort offenbarst. Ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass die Zeit, die wir jetzt hier haben, diese heilige Zeit, die geheiligt ist durch deine besondere Gegenwart, diese Zeit nutzen zur Stärkung, zur Auferbauung, dass wir berührt werden und dass wir dir begegnen, Herr. Wir wünschen uns von ganzem Herzen diese wunderbaren Worte, die wir gerade gehört haben in der Textlesung, dass unser Lehrer sich nicht verborgen hält, sondern dass wir hören werden, welchen Weg wir gehen sollen, dass wir dich als unseren Lehrer sehen in diesem Wort, in der Natur, in den Ereignissen unseres Lebens und dass wir die Freude, die Kraft, die Schönheit und auch die Ermahnung des Evangeliums in unserem Herzen verstehen, annehmen und mit dir zusammen durchs Leben gehen. So wie hin. Noch. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[7:55] Schlag mit mir auf Lukas. Wir gehen heute sowieso immer wieder durch verschiedene Bibelstellen, aber wir beginnen heute mal in Lukas und zwar in Lukas Kapitel 12. Lukas 12, Vers 54. Jesus befindet sich auf seiner letzten Reise nach Jerusalem. Er ist vor allem unterwegs auch in dem Gebiet von Perea, anderen Seite des Jordan. Er wiederholt in diesen Wochen sehr viel von dem, was er früher schon mal in Galiläa gepredigt hat. Es sind nur noch wahrscheinlich wenige Wochen bis zur Kreuzigung, allenfalls ein paar wenige Monate. Und wir lesen Lukas 12 ab Vers 54. Lukas 12, Vers 54. Er sprach aber auch zu der Volksmenge: "Wenn ihr das Gewölk aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr sofort: Es gibt Regen. Und es geschieht auch so. Und wenn der Südwind weht, so sagt ihr: Es wird heiß. Und es geschieht auch so. Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen. Wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?"

[9:24] Hast du heute in den Wetterbericht geschaut? Gestern. Wir schauen den Wetterbericht. Warum schauen wir in den Wetterbericht? Nicht, weil uns nichts anderes einfällt oder nicht, weil wir uns eine Stunde lang mit dem Wetter beschäftigen wollen, aber warum schauen wir in den Wetterbericht? Sag mir das. Wir wollen wissen, wie wir uns auf das Wetter vorbereiten können, oder wir wollen wissen, was wir anziehen. Als wir, meine Frau und ich, meinen Koffer gepackt haben, meine Frau schaut immer noch, dass alles drin ist, ähm, für Kopenhagen. Ich reise von hier weiter noch nach Dänemark. Da haben wir geschaut, wie wird das Wetter in Dänemark? Ist es so heiß wie bei uns in Süddeutschland oder wird's ein bisschen kühler? Wir schauen in das Wetter, um zu wissen, was kommt. Nicht einfach nur, weil es uns interessiert, weil wir Meteorologie studiert haben, sondern weil wir wissen wollen, wie wir uns darauf vorbereiten. Soweit so klar.

[10:18] Hatte Jesus diesen Gedanken hier schon einmal an anderer Stelle gesagt? Kommt euch diese Stelle irgendwie bekannt vor? Gibt's eine andere Stelle in den Evangelien, wo Jesus nicht dasselbe, aber ganz ähnlich mit anderen Worten denselben Gedanken auch schon mal gesagt hat? Hm. Ja, das kommt dann später Matthäus 24 mit dem Feigenbaum und ja, in der 24 ist es genau Endzeitrede. Schaut mit mir zu Markus, Matthäus Kapitel 16. Matthäus 16, einige Monate vorher. Matthäus 16 und dort Vers ab Vers 1. Jesus kommt in dieser Geschichte gerade aus der Dekapolis im Osten vom Genezareth. Er hat dort gerade 4000 Männer plus Frauen plus Kinder satt gemacht. Und er kommt jetzt in die Gegend von Magdala in Galiläa und wir lesen in Matthäus 16 ab Vers 1. "Und die Pharisäer und Sadduzäer traten herzu, versuchten ihn und verlangten, dass er ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen möge. Er beantwortete und sprach zu ihnen: 'Am Abend sagt ihr: Es wird schön, denn der Himmel ist rot. Und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht.'"

[11:53] Könnt ihr sehen, derselbe Gedanke. Jesus hat den zweimal gesagt, mindestens, was vielleicht noch mehrmals. Mit anderen Worten, das scheint Jesus eine wichtige Sache gewesen zu sein. Oder ich kann euch sagen als Prediger, wenn man dieselbe Predigt an verschiedenen Orten hält, dann deswegen, weil einem die Predigt wirklich am Herzen liegt. Oder Dinge, die man mehrmals sagt, die man in verschiedenen Settings sagt zu verschiedenen Volksgruppen, die sind einem besonders wichtig. Jesus wollte diesen Punkt mehrmals machen.

[12:22] An wen wendet er sich hier in Matthäus Kapitel 16? Wen spricht er an? Wem wirft er geistliche Heuchelei vor? Den Pharisäern und den Sadduzäern. Und wahrscheinlich kennt ihr eher diese Geschichte, oder? Jesus kommt dort an, hat gerade ein gigantisches Wunder getan. Die Pharisäer wissen natürlich auch, welche Wunder er alles schon getan hat, die ganzen Heilungen und all die Dinge. Und sie sagen: "Zeig uns dein Zeichen vom Himmel." Und Jesus sagt ihnen: "Ihr seid Experten darin, den Himmel zu beobachten. Schaut euch die Farbe des Himmels an und spekuliert dann oder wisst dann vielleicht sogar, wie morgen das Wetter wird." Gibt ja damals noch keine Wetter-App, nicht? Ja.

[13:07] Und wir lesen die Geschichte und sagen: Ja, Pharisäer halt, nicht? Sadduzäer, diese eingebildeten Theologen. Was verlangen die auch von Jesus, so ein Zeichen? Gut, dass Jesus ihnen zeigt, dass sie Heuchler sind, oder? Wir lesen die Geschichte und können uns vorstellen, wie wir vielleicht mit den Jüngern da so mitfühlen und denken: Ah ja, natürlich, gut, Jesus, dass du ihnen das jetzt mal so deutlich zeigst.

[13:32] Aber ist euch aufgefallen, an wen sich Jesus in Lukas 12 gewendet hat? Schauen wir noch mal, dass wir es alle gesehen haben. In Lukas 12 redet er nicht zu den Pharisäern. Er redet nicht zu den Sadduzäern. Er redet zu der Volksmenge. Und warum ist die Volksmenge da? Warum ist die gerade in seiner Nähe und hört seine Worte?

[13:54] In Magdala war so, er kam gerade am Ufer an und er traf Pharisäer, die ihn herausgefordert haben. Aber das ist nicht der Fall in Lukas 12. Was ist der Fall hier? Warum sind die Menschen da? Warum sind da Menschen und hören Jesus reden? Helf mir. Warum sind sie da? Ja, das ist das ein bisschen früher gewesen, die Geschichte. Genau. Aber warum sind hier Menschen und hören Jesus zu? Wo kommen die her? Ganz einfach. Ihr denkt vielleicht, das ist eine komplizierte Antwort. Sie wollten Jesus hören. Oder man hat sie nicht gezwungen, man hat sie nicht dahingetrieben. Sie waren gekommen, um Jesus zu hören. Sie waren interessiert an Jesus. Sie haben Jesus gemocht.

[14:38] Jesus sagt zu den Leuten, die extra gekommen waren, um ihn predigen zu hören, im Grunde genommen dasselbe, was auch zu den Pharisäern und Sadduzäern gesagt hat. Könnt ihr sehen, dieselbe Grundidee mit anderen Worten. Ja, die die Pharisäer hatten da so ein bisschen noch ihre Spezialtechniken mit der Himmelsfarbe, nicht wahr? Und die anderen waren ein bisschen mehr bodenständig. Ja, wenn da Wolken kommen, regnet's. Aber der Gedanke ist derselbe.

[15:10] Die Leute, die zu Jesus kamen, um geheilt zu werden, um zu hören, was er zu sagen hat, die haben sich nicht wie Pharisäer gefühlt oder die haben sich nicht wie Sadduzäer gefühlt. Die haben wahrscheinlich auch gedacht, dass die Pharisäer und die Sadduzäer mit ihrer Ablehnung von Jesus falsch liegen, oder? Also, wenn ich so einer von der Volksmenge gewesen wäre, hätte ich bestimmt mir vorstellen können, dass man so denkt: Na ja, die Pharisäer lehnen ihn ab, die Schriftgelehrten lehnen ihn ab, die Sadduzäer lehnen ihn ab, aber wir folgen ihm. Wir kommen aus unseren Dörfern, wir bringen unser Potluck mit, wir kommen zur Veranstaltung, zum Erweckungssabbat, um Jesus zu hören. Und wenn Jesus dann mal gegen die Pharisäer redet, dann denken wir: Ja, wir haben uns schon immer gedacht, dass die Theologen in unseren Synagogen manchmal falsch liegen, oder?

[15:59] Aber Jesus sagt den dieser Volksmenge genau dasselbe, was auch den Pharisäern gesagt hat. Seht ihr, in der Vorbereitung auf die Endzeit ist es für uns alle, mich eingeschlossen, super einfach zu sehen, wo die anderen theologisch falsch liegen. Das erfordert nicht viel Kenntnis, außer dass man die biblischen Grundlehren erstmal ein bisschen verstanden hat. Es ist relativ einfach zu sehen, wo die anderen falsch liegen, wo die anderen einen Ratschlag von Jesus ablehnen. Was uns viel schwerer fällt, ist zu sehen, wo wir, wo wir, wo ich, wo wir eigentlich geistlich wirklich stehen. Jesus sagt zu ihnen genauso: "Heuchler", wie zu den Pharisäern. Wir denken immer, Pharisäer sind Heuchler, weil die ja sowieso nur einen Schein gehabt haben, oder? Sie haben sich hingestellt, ich bete zu dem Herrn und haben gebetet, nicht wahr? Heuchler, nicht wahr? Sie haben vor sich her trompeten lassen: "Ich gebe all meinen Besitz hier ein Zehntel und da ein Zehntel." Das sind Heuchler, oder? Aber die Menschen, die hier zu Jesus kamen, um ihre Kranken zu bringen, die Vergebung ihrer Sünden haben wollten, äh, vielleicht ähm, die Menschen, die ähm hören wollten, was Jesus alles zu sagen hat, die haben doch nicht gedacht, dass sie Heuchler sind, oder?

[17:27] Also, was hat Jesus gemeint?

[17:36] Warum kamen die Menschen zu Jesus und was hat Jesus gemeint? Fangen wir mal ganz simpel an. Ist die Idee, dass Wolken Regen bringen, wenn sie äh, wie es hier steht, Moment, Lukas 12, ähm, wenn sie vom Westen her kommen, ist das biblisch? Wolken, die vom Westen kommen, bringen die Regen? Kennt jemand eine Geschichte in der Bibel, wo das so ist? Elia, danke schön. Sehr gut. Elia, ihr kennt die Geschichte, oder? Elia betet auf dem Berg Karmel, das Wasser vom Himmel fällt. Feuer erstmal, nicht? Erstmal Feuer und es passiert sofort und das passiert nach einem Gebet. Und dann betet er um etwas anderes, nämlich um Regen. Und das braucht ein bisschen länger, nicht wahr? Kennt die Geschichte? Geht Feuer, geht ganz schnell. Regen dauert lang. Ist interessante Geschichte. Und woher weiß er dann, dass es regnen wird? Was passiert? Kennt ihr die Geschichte? Wer sieht die kleine Wolke? Sein Diener oder er sendet seinen Diener, der soll ausschauen und er sagt: "Die kleine Wolke kommt, woher?"

[18:43] Komm, wir lesen das gemeinsam, wenn ihr die Geschichte nicht kennt. Erste Könige 18. Erste Könige 18 und dort Vers 44. Erste Könige 18, Vers 44. "Und beim siebten Mal sprach er: 'Siehe, steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, wie die Hand eines Mannes.' Da sprach er: 'Geh hinauf und sage zu Ahab: Spanne an und fahr hinab, damit dich der Regen nicht zurückhält.'" Wo kommt die Wolke her in dem Text? Wo kommt sie her? Meer. Aus dem Meer. Wo liegt das Meer in Israel? Im Westen. Okay, das ist die Idee. Es kommt aus dem Mittelmeer so eine kleine Wolke hervor. Also so gefühlt. Ja. Und Elia weiß, obwohl es in dem Fall sogar ein Wunder ist, dass es so viel regnet, aber er weiß, wenn es aus dem Westen eine Wolke aufsteigt, es wird regnen. Und er sagt zum Ahab noch: "Mach dich bereit." Also ist es verkehrt, wenn man sagt: "Wow, da kommen Wolken aus dem Westen." Für einen Israeliten: "Es wird bald regnen." Nein, das ist biblisch.

[19:52] Wie ist es mit dem Südwind? Gibt's eine Geschichte in der Bibel, einen Text, der vom Südwind redet, der die Hitze bringt? Wisst ihr, was im also im Süden Israels für eine Vegetation ist? Wüste. Genau. Keine Vegetation, fast keine. Ja, Negev-Wüste. Schaut mit mir in Hiob 37. Hiob 37 und dort Vers 17. Hiob 37, Vers 17. Das ist Elihu, aber was er sagt, hier ist auf jeden Fall sicherlich wahr. Er sagt: "Du, dem die Kleider zu warm werden, wenn es im Land schwül wird vom was? Vom Südwind." Also, der Elihu sagt: "Hey, wenn der Südwind weht, dann wird es schwül und was machen wir? Zeh aus. Alles wird zu warm, oder?" Das heißt, die Menschen dort, die Jesus anspricht, die sagen: "Oh, im Westen, da kommt eine Wolke, wir müssen uns vorbereiten, es wird bald regnen." Oder: "Oh, der Südwind, der bringt wahrscheinlich Hitze. Wir werden uns heute leicht begleiten müssen." Nur die haben etwas getan, was biblisch richtig ist.

[21:03] Jesus verurteilt nicht, dass wir auf die Wetter-App schauen, oder? Aber stellt eine wichtige Frage. Zurück zu Lukas 12. Er stellt eine wichtige Frage. Er sagt in Vers 56: "Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen. Wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?" In der anderen Stelle mit den Pharisäern und Sadduzäern, da gibt es die andere Formulierung, die uns vielleicht etwas geläufiger ist, nämlich: "Warum erkennt ihr nicht die Zeichen der Zeit?"

[21:40] Und bei "Zeichen der Zeit", da klingelt's bei uns, oder? Zeichen der Zeit kennen wir, oder? Was Zeichen der Zeit? Helf mal, wir sind ein bisschen Sabbat-Zuhörer, hier, nicht? Was sind Zeichen der Zeit? Sag mir mal. Kriege. Kriege, oder haben wir davon gerade mehr als genug? Oder Kriege ist immer mehr als genug? Erdbeben. Was haben wir noch Zeichen der Zeit? Hungersnöte. Seuchen. Ja. Seuchen. Evangelium der ganzen Welt. Genau. Wir haben Matthäus 24 Zeichen und es ist eine gute, also darin sind wir als Adventisten nicht schlecht, die Zeichen der Zeit zu beobachten, oder? Also, wenn wir das lesen bei Matthäus 16: "Warum erkennt er nicht die Zeichen der Zeit?" Ich glaube, auch wenn wir es nie sagen würden, wenn wir denken: Na ja, aber wir sind nicht wie die Pharisäer und die Sadduzäer. Wir sind Adventisten. Wir schauen in die Nachrichten und wir schauen nach YouTube, wo uns die Nachrichten erklärt werden, oder? Wir wissen, was los ist. Und im Zweifelsfall wissen wir sogar mehr als die Experten, weil wir kennen jemand, der da geheime Informationen hat und uns sagt, was wirklich hinter den Kulissen ist. Wir kennen die Zeichen der Zeit.

[22:49] Jesus spricht aber nicht nur zu den Pharisäern und Sadduzäern, er spricht zu der Volksmenge, die ihm folgt und sagt: "Warum beurteilt ihr nicht die Zeit?" Jesus sagt nicht: "Seid ihr blind? Warum seht ihr nicht die Zeichen?" Er sagt: "Warum beurteilt ihr die Zeit nicht?"

[23:09] Was waren denn die Zeichen der Zeit zur Zeit von Jesus? Was gab's denn da so? Was hätte man denn oder was konnte man denn an Zeichen der Zeit sehen, als Jesus auf der Erde lebte? Dass der Messias ist. Ja, woran konnte man das sehen? An seinen Wundern, an seinen, an sein. Okay. Ja, wir sammeln mal. Also, dass Jesus der Messias ist, würd sagen. Was sind die Zeichen der Zeit, die man damals sehen konnte? Er heilte. Das ist genau, er heilte. Genau. Er heilte. Das macht ihn zum, also ein Hinweis, dass der Messias ist. Genau. Was gab's noch an Zeichen? Johannes der Täufer. Johannes der Täufer war da gewesen oder hatte gesagt: "Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen." Das war ein deutliches Zeichen, oder? Was gab's noch? Ja, eine Jungfrau wird schwanger werden. Oh, die Jungfrau. Okay. Ja, das haben vielleicht nicht alle immer gewusst, aber das war auch ein Zeichen. Okay. Was gab's allgemein? Also, wenn man damals YouTube geschaut hätte, wenn man damals irgendwie die Zeichen der Zeit politisch, geopolitisch angeschaut hätte, was hat es gegeben?

[24:23] Die Römer. Die Römer sind im Land oder? Eisernes Reich. Ein eisernes Reich. Unterdrückung des des Volkes Israel. Das Königtum von ihnen genommen. König Herodes, dann Archelaus. Es gibt keinen König mehr. Die Frage war, wann kommt der König, der in der Bibel vorhergesagt ist? Es gab Zeichen in Hülle und Fülle.

[24:55] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Haben die Leute, die dort um Jesus standen, haben sie diese Zeichen wahrgenommen? Ja oder nein? Ja. Haben sie gesehen, dass die Römer im Land sind? Ja. Fanden sie das gut? Nein. Haben sie gesehen, dass sie keinen König mehr hatten? Fanden sie das gut? Haben sie gesehen, dass Johannes der Täufer gepredigt hat? Fanden sie das gut? Ja. Na, aber die, die diese Volksmenge, die bei Jesus ist, die waren auch nur bei Jesus, weil sie auch vorher zum Teil Johannes der Täufer waren. Haben sie gesehen, dass Jesus Wunder getan hat? Fanden sie das gut? Ja.

[25:34] Was war denn das Problem? Sie haben doch genau das gemacht, was wir auch tun. Sie haben die Zeichen der Zeit gesehen, wahrgenommen und richtig eingeschätzt, oder? Gut, richtig, falsch. Römer im Land, schlecht. Jesus tut Wunder, gut. Johannes der Täufer predigt Prophetie, ausgezeichnet. Kein König mehr da, das muss sich bald ändern. Sie haben die Zeichen der Zeit doch gesehen. Und wenn man die Jünger oder die Volksmenge gefragt hätte zu den Zeichen der Zeit, hätte es alles aufzählen können.

[26:05] Jesus sagt: "Warum beurteilt ihr nicht die Zeiten?"

[26:10] Woher kommt diese Idee? Wie fast alles, was Jesus sagt und tut, das ist mir im Laufe der Jahre ganz bewusst geworden im Studium der Evangelien. Es kommt eigentlich alles aus dem Alten Testament. Und auch diese Idee, die Jesus hier sagt, ist nicht einfach nur ein Geistesblitz, den er so einfach mal genial aus dem Ärmel schüttelt, sondern er bringt eigentlich eine alttestamentliche Idee auf den Punkt.

[26:35] Gibt es im Alten Testament irgendwo eine Stelle, wo es darum geht, die Zeit zu beurteilen? Kennt ihr eine Stelle im Alten Testament, wo jemand dafür gelobt wird, dass er die Zeit richtig einschätzt, dass er die Zeit, in der er lebt, richtig versteht? Kennt ihr das im Alten Testament? Das stimmt natürlich, aber da steht da nirgendwo. Da steht nirgendwo. Daniel schätzte die Zeit richtig ein. Ja, Noah, die Geschichte lehrt uns, dass er das wohl richtig gemacht hat. Aber kennt ihr eine Stelle, wo das so steht, wo im Text steht, der oder die haben die Zeit, in der sie lebten, verstanden?

[27:18] Ah, danke schön. Wund, wie ist dein Name? H. Sar. Ausgezeichnet. Super. Schaut mit mir zu erste Chronik, Kapitel 12. Erste Chronik, Kapitel 12 und dort Vers 33. Wahrscheinlich kennt ihr die Stelle. Ihr hättet wahrscheinlich jetzt nur nicht gleich vielleicht sofort gewusst, dass in erste Chronik 12 ist. Erste Chronik 12 und dort Vers 33, da heißt es: "Von den Söhnen Issaschars..." und wie geht's jetzt weiter? Bei mir steht in der Schlachter: "...die Einsicht hatten in die Zeiten." Anz übersetzen auch: "...die in der Lage waren, die Zeitwälteste richtig einzuschätzen." Steht sowas ähnliches auch bei euch in der Übersetzung? "...die Söhne Issaschars, die Einsicht hatten in die Zeiten."

[28:08] Und jetzt kommt ein entscheidender Nachsatz. Und das ist so der Hauptpunkt, den ich heute in der ersten Stunde mit euch durchdenken möchte. Dort steht bei mir: "Die Einsicht hatten in die Zeiten, um zu wissen, was Israel tun sollte." Okay. Wer sind diese Leute von Issaschar? Was sind das für Leute oder was machen die? Schaut mal das Kapitel, die Überschrift des Kapitels. Scannt mal das Kapitel. Was sind wer sind diese Leute? Was machen die? Worum geht's da in der Geschichte?

[28:45] Die zwölf Stämme. Da geht um die zwölf Stämme. Okay, aber was machen die? Das ist so ein berühmter Vers, den man so in Andachten hört. Man weiß eigentlich nie, worum es eigentlich wirklich geht, oder? Also, heute wollen wir verstehen, worum geht's da eigentlich? Was machen diese Söhne Issaschars? Okay, was machen die? Worum geht's da? Welche Zeit ist das ungefähr? Welche Zeitperiode in der Geschichte Israels?

[29:10] Das ist der Zeitpunkt, wo David schon König ist und König wird. Wie kann David schon König sein und König noch werden? Well, ja, David ist schon König und wird noch König. Wie kann das sein? Jetzt ist Bibelkenner, komm, wo seid ihr? Wo seid ihr? Wie kann David König sein und noch werden? Gesalbt. Er hat ihn gesagt, weil er wer war schon König? Er war schon König. Doch, er hatte sein Amt übernommen. Aber wo? David wurde zuerst König in Hebron für sieben Jahre oder ist er König über ganz Israel? Ja oder nein? Nein. Er wird für sieben Jahre nur König über den Stamm Juda. Kennt ihr die Geschichte? Sieben Jahre in Juda, 33 dann für ganz Israel. Und wir sind jetzt genau an der Zeit. Wer hat denn in der Zeit regiert, als der David König in Juda war? Wer war denn bei den restlichen Stämmen König?

[30:23] Der war schon tot. Isch-Boschet. Man hört Isch-Boschet beim nächsten Mal die Bibel durchlesen, merkt: Isch-Boschet, ein Sohn von Saul, der dort die Dynastie von Saul weiterführt, der wird auch ermordet. Und jetzt stand eine entscheidende Frage an. Also, wir haben das Reich geteilt. Der Stamm Juda folgt dem König David. Der ganze Rest war dem König Isch-Boschet gefolgt, weil das war der rechtmäßige Erbe, so dachte man, von Saul. Oder Saul war das so König. Was wäre jetzt durchaus denkbar gewesen aus weltlicher Sicht, wie man jetzt auf den Thron setzt im Norden? Irgendein anderen Nachfolger, ein aus dem Haus Saul oder? Was machen die ganzen Stämme jetzt?

[31:18] Sie gehen alle nach Hebron und sagen: "Lieber König David von Juda, wir würden gern, dass auch du König, dass du auch König über unsere ganzen Stämme bist." Okay. Und was hier in diesem diesem, also das steht in in in Vers 24 oder dies ist die Zahl der Häupter, derer die zum Herresdienst gerüstet waren, die zu David nach Hebron kamen, um ihm das Königreich Sauls zuzuwenden. Und wie geht's weiter? Warum haben sie das gemacht? Nach dem steht nicht auf meiner Stirn, steht in der Bibel in Vers 24: "Nach dem Wort des Herrn." Weil was hatte Gott über David gesagt? Was hatte Gott über David gesagt? Er sollte König sein über ganz Israel. Da gab es also Leute im Norden, wo ist Issaschar? Norden, Süden, Osten, Westen in Israel. Norden. Ja, im Norden Israels. Da gab es Leute, die in einer schweren Situation, wer soll König werden, überlegt haben, was passiert momentan? Was passiert im Süden? Was passiert im Norden? Was ist mit unserem König passiert? Die die Zeit, die analysiert haben, die die sozusagen die politische und geistliche Situation von Israel analysiert haben, um dann eine Entscheidung zu fällen und sagen: "Moment mal, wir werden folgendes machen. Wir werden David zu unserem König machen." Die werden also nicht dafür gelobt, dass sie tolle politische Analysten sind. Die werden dafür gelobt, dass sie die richtige Entscheidung gefällt haben. Übrigens, es war nicht die einzigen. Wenn über dieses Vers Andachten gehalten wird, wird immer so getan, als ob die Issaschar irgendwie besser waren als der Rest. Aber das ist einfach nur ein Beispiel, denn aus allen Stämmen kommen die jetzt, weil sie die Zeichen der Zeit erkennen. Der Israel ist ermordet worden. David ist von Gott vorhergesagt worden als der König. David hat in Hebron eine gute Königsherrschaft begonnen. Die Zeichen der Zeit deuten darauf hin. Jetzt ist die Zeit gekommen, David zum König über ganz Israel zu machen.

[33:16] Der Punkt, den ich machen möchte, ist: Die Söhne von Issaschar werden hier beurteilt als gute Beurteiler der Zeit, weil sie aufgrund der Zeichen der Zeit eine richtige Entscheidung gefällt haben und genau gewusst haben, was müssen wir jetzt tun? Sie werden nicht beurteilt als die besten Strategen und Analysten der Geopolitik zur Zeit von Israel. Sie werden dafür gelobt, dass sie in einer Situation, als sich alles im Wandel war, sie verstanden haben: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass die Prophetie sich von David erfüllt. Also werden wir selbst aktiv. Wir warten nicht, bis David uns erobert. Wir gehen zu David hin und bringen ihm die Krone von Saul, sozusagen. Sie haben die Zeichen verstanden. Haben die Zeit richtig beurteilt.

[34:05] Zurück zu Lukas 12. Was hätten denn die Israeliten beurteilen sollen in Lukas 12?

[34:29] Und ich muss vielleicht eine Sache korrigieren. Ich habe vorhin gesagt, die sind gekommen, um die Sünden vergeben zu lassen, aber ich glaube, die meisten sind als, äh, einige gegeben, die das wollten, aber viele haben das nicht getan, weil das ist der entscheidende Punkt jetzt, um den es geht. Haben die Israeliten gesehen, diese Volksmenge? Haben die gesehen, dass Jesus Wunder tut? Ja oder nein? Haben sie gesehen, dass Johannes der Täufer auf ihn hingewiesen hat? Haben sie gesehen, dass er tolle Reden hält? Haben sie geglaubt, dass er der Messias ist? Ich glaube schon. Viele von ihnen, die Jünger auf jeden Fall, viele andere auch. Das heißt, wenn sie geglaubt haben, dass er der Messias ist, welche Prophezeiung haben sie für erfüllt betrachtet? Jetzt ist, jetzt ist uns auch die große Gelegenheit. Okay. Äh, welche berühmte Prophezeiung, das könnt ihr alle, das wisst ihr, ne? We, das ist nicht komische alte Geschichte mit David. Welche berühmte Prophezeiung haben sie für erfüllt betrachtet, wenn sie Jesus als den Messias betrachtet haben? So wie die Jünger sagen: "Wir haben den Messias gefunden." Welche Prophezeiung haben sie studiert und als erfüllt betrachtet? Komm, komm, komm, komm, komm. 53. Da steht aber das Wort Messias nicht. Welche berühmte Prophezeiung von einem kommenden Messias haben sie als erfüllt verstanden?

[35:57] Daniel Kapitel 9. Daniel, das uns allen bekannt, oder? Gehen wir ganz kurz hin. Daniel Kapitel 9 spricht von einer berühmten Prophezeiung, auf die die Menschen damals gewartet haben, denn es heißt dort in Daniel Kapitel 9 und dort Vers 25: "Und wenn ihr jetzt Panik bekommt, müssen wir jetzt gleich rechnen, nein, man hat keine Auslegung von Daniel 9, aber das kennt ihr sowieso, oder?" Oder? Gut. Daniel 9, Vers 25: "So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem, was das nächste Wort, bis zu dem Gesalbten..." Was heißt Gesalbte? Messias. Auf Hebräisch wollte ich sagen, auf Hebräisch Masiach, Messias, der Gesalbte. Wie heißt es auf Griechisch? Christus. Okay.

[36:53] Vers 25: "So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut und zwar an bedrängter Zeit. 7 Wochen und 62 Wochen." Ich, wenn ihr es nicht kennt, ich sag's einmal ganz kurz: 69 Wochen sind 483 Tage sind 483 Jahre. Hier wird auf das Jahr genau berechnet, wann der Messias auftreten würde. Und welches Jahr war das? 27. 27. Und nächstes Jahr haben wir 2000 Jahre Taufe Jesu. Keine Herr dazu sagen, aber der Punkt, den ich jetzt machen möchte, ist folgende: Haben viele Jünger und Nachfolger Jesu in der Volksmenge geglaubt, er ist der Messias? Ja oder nein? Haben sie die Zeichen der Zeit gesehen? Haben sie geglaubt, dass Daniel 9, Vers 25 sich erfüllt hat? Ja.

[37:48] Jetzt helf mir, jetzt l es ganz logisch sein. Muss man nicht Theologie studiert haben. Wenn man der Überzeugung ist, dass Daniel 9, Vers 25 erfüllt hat, was sollte man tun? Wenn man der Überzeugung ist, Daniel 9, Vers 25 erfüllt sich vor unseren Augen, was sollte man als nächstes tun? Freuen. Sich freuen. Das stimmt. Ja, das haben sie. Die haben sich sehr gefreut. Was sollte man noch tun? Das stimmt. Wenn sich Vers 25 erfüllt, was sollte man vielleicht noch lesen? 26. Vers 26.

[38:28] Ihr lacht. Jesus konnte es nicht verstehen, wie Menschen überzeugt waren, dass er der Messias ist und Vers 25 als erfüllt betrachtet haben und nicht verstehen konnten, als er ihnen sagte: "Ich werde gekreuzigt werden." Obwohl das im nächsten Vers steht, oder? In Vers 26 steht: "Der Gesalbte wird ausgetilgt werden." Da steht sogar die Zeit. Und ich habe euch gesagt, in Lukas 12 ist Jesus nur noch wenige Monate, vielleicht einige Wochen vor der Kreuzigung. Und da gibt es Menschen, die ihm nachfolgen, einige seiner besten Freunde, die predigen selbst: "Jesus hat Daniel 9, Vers 25 erw. Er ist der Messias, er ist der Phös, er ist der Gesalbte, er ist der Christus." Und keiner von ihnen, nicht mal Johannes, versteht den nächsten Vers. Wenn Jesus andeutet, dass sie nach Jerusalem gehen, damit er gekreuzigt wird, denken die alle: "Nein, nein, nein, nein, nein, nein." Das sind Menschen, die beobachten die Zeichen der Zeit und können genau analysieren, sind besser als die Pharisäer und Sadduzäer und beurteilen doch die Zeit nicht richtig.

[39:38] Denn wenn Jesus der Messias von Daniel 9, Vers 25 ist, wozu ist er gekommen? Dann ist er gekommen, um Blinde sehend zu machen? Ist er gekommen, um Lahme springen zu machen? Ist er gekommen, um die Bergpredigt zu halten? Ja, ja, ja. Aber das ist nicht der Hauptgrund. Warum ist er gekommen? Das steht in Vers 24. Warum ist er gekommen? Er ist gekommen, um die Sünden wegzunehmen. Steht das nicht schon in Matthäus 1? Er wird geboren werden, um sein Volk zu retten von ihren Sünden. Deswegen gesagt hab, die sind gekommen, um Sünden, die meisten sind nicht gekommen. Das war das, habe ich falsch formuliert. Die sind nicht gekommen, um ihre Sünden vergeben zu lassen. Sind gekommen, um Wahrheit zu hören. Vielleicht ein bisschen was gegen die Pharisäer, nicht? Vor allem gegen die Römer, um gesund zu werden. Und die waren fasziniert von Jesus. Die wenigsten sind gekommen und wollten ihn als ihren persönlichen Erlöser. Selbst die Jünger haben nicht verstanden, dass er für sie sterben muss. Da sind Menschen, die nach unserem Verständnis viel von der Prophetie verstanden haben, aber den entscheidenden Punkt, warum es die Prophetie überhaupt gibt, nicht beurteilen.

[40:52] Und jetzt möchte ich euch eine Frage stellen. Ist eine ernste Frage und hört mir gut zu. Kann uns das auch passieren, dass wir denken, dass wir eine gute Beurteilung der Zeit haben, weil wir Washington und Rom im Auge haben, weil wir genügend YouTube-Videos gesehen haben, was da wirklich läuft und wir sagen: "Aha, wir wissen, die Zeichenzeit Offenbarung 13 erfüllt sich vor unseren Augen und wir denken, das macht uns zu guten Beurteilern der Zeit." Aber Jesus sagt, obwohl ihr das alles wisst, dass Matthäus äh, dass Daniel 9, Vers 25 erfüllt hat, warum beurteilt ihr nicht die Zeit, wenn ihr wirklich glaubt, dass ich der Messias bin? Warum lest ihr nicht ein Vers weiter und schaut mal, wozu kommt der Messias? Was ist der Sinn der Prophezeiung? Der ist doch nicht, dass ihr euch besser fühlt und wisst: Aha, wir wissen mehr über Geopolitik als die Römer und die die Juden und die die Pharisäer.

[41:48] Wenn wir die Endzeitzeichen studieren und das sollten wir, tun wir das, damit wir wissen, was wir zu tun haben. Er sagt: "Hey, wenn ihr seht, da kommt eine Wolke aus dem Meer, dann holt ihr euren Regenschirm." Und wenn ihr seht, der Wind dreht auf Süden, dann legt ihr euer Jackett ab. Und wenn ihr seht, Daniel 9, Vers 25 erfüllt sich und ihr glaubt, ich bin der Messias, warum kommt ihr nicht mit euren Sünden zu mir? Warum beurteilt ihr die Zeit nicht? Wer von euch glaubt, dass 1844 das Untersuchungsgericht begonnen hat? Ich möchte dich fragen: Beurteilst du diese Zeit? Denkst du drüber nach, was du tun solltest in dieser Zeit?

[42:44] Wer von euch glaubt, die letzte Gemeinde ist Laodizea? Die Zeichen der Zeit zu sehen und sagen: "Schau mal hier in der Gemeinde, das, das, das, bum, wir sind Laodizea. Total klar. Schau mal, was alles läuft. Schau, was alles da verkehrt läuft." Aber beurteilen wir die Zeit richtig? Jesus hat das nicht gegeben, damit wir wissen, dass die Gemeinde Laodizea ist. Er hat das gegeben, damit wir wissen, was wir zu tun haben. Und sagt mir ganz einfach: Was soll man tun, wenn man weiß, ich bin eine Laodizea? Jesus sagt: "Steh vor der Tür, ich biete dir was an: Gold und weiße Kleider, wenn heute müssen wir drüber sprechen und Augensalbe."

[43:30] Ist fatal, wenn man die Gemeinde als Laodizea identifiziert und trotzdem weiter nackt rumläuft. Es ist fatal, wenn man Offenbarung 13 richtig auslegt und Papsttum und USA genau den Finger drauf legt und trotzdem keine Schritte zum Berg Zion macht, wo man mit den 144.000 mit Jesus stehen würde. Es ist fatal, wenn man 1844 auslegen kann und sogar den anderen Menschen erklären kann, aber selbst nicht die eigenen Sünden vor das Gericht bringt, damit sie ausgetilgt werden können. Das ist fatal. Wisst ihr, Jesus äh, es gab einen Jesus lange Zeit nach dem der Jesus, den wir lieben, auf der Erde gelebt hat. Er lebt in Jerusalem im Jahre 70 und Elweit beschreibt es im Buch vom Schatten zum Licht, wie dieser Jesus, die nennt ihn nicht Jesus, aber wir wissen aus anderen Quellen, er hieß auch Jesus. Er ging durch die Straßen von Jerusalem und hat vor dem Untergang Jerusalems gewarnt. Kennt ihr die Geschichte? Der hat gewarnt und gewarnt und gewarnt und ist in der Stadt selbst umgekommen. Möge Gott verhindern, dass wir die Welt vor Offenbarung 13 warnen, aber nicht wissen, was wir zu tun haben.

[44:50] Wisst ihr, warum die Christen nicht in Jerusalem gestorben sind? Sie hatten von Jesus gehört, dass wenn die Prophetie sich erfüllt, sollten sie nicht sagen: "Ha, wir wissen, die Prophetie erfüllt sich. Wir haben die Zeichen der Zeit studiert. Wir wissen, was zu tun." Sie sollten es tatsächlich tun. Sie sollten was tun. Schaut mit mir Matthäus Kapitel 24. Matthäus Kapitel 24 und dort Vers 15 und 16: "Wenn ihr nun das Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht, wer es liest, der tue was? Der achte darauf." Ja, das ist eine ganz berühmte Stelle für uns. Wir sehen, Jesus möchte, dass wir Daniel studieren, oder? Jesus möchte, dass wir Prophetie studieren. Wehe uns, wenn wir nicht die Prophetie studieren, aber wehe uns, wenn wir nur die Prophetie studieren und dann nicht tun, was notwendig ist. Er sagt: "Wenn ihr das lest, achte darauf." Und dann Vers 16: "Dann fliehe auf die Berge." Als die Christen die Standarten von Cestius da gesehen haben, von der römischen Armee im Jahre 66, vier Jahre vor der Zerstörung, wussten sie, als sie sie zurückgezogen haben, wir müssen jetzt gehen.

[46:16] Ihr Lieben, es macht einen Unterschied, ob man weiß, Jerusalem wird zerstört und man bleibt in Jerusalem, oder ob man weiß, Jerusalem wird zerstört und man geht hinaus. Es macht einen Unterschied, ob man weiß, 1844 beginnt das Gericht und man lebt einfach so weiter, oder 1844 beginnt das Gericht und ich möchte mit Jesus im Glauben ins Allerheiligste gehen. Es macht einen Unterschied, ob man sagt, wir sind Laodizea, oder ob man sagt, wir sind Laodizea. Deswegen möchte ich täglich um Glaube und Liebe und Jesu Gerechtigkeit bitten und um echte Augensalbe. Es macht ein Unterschied. Macht ein Unterschied. Man glaubt, wir leben in der Zeit der Versiegelung. Der Sabbat ist das Siegel, aber man den Heiligen Geist nicht am eigenen Herzen wirken lässt.

[47:08] Glaubt ihr, wir leben kurz vor der Wiederkunft? Ja. Was bedeutet das für mich, für meinen Glauben, für meine Beziehung zu Jesus, für meine Bereitschaft, dem Feind zu vergeben, für meine Liebe zu anderen Menschen? Was bedeutet das für mein aufbrausendes Temperament? Was bedeutet das für mein Ach, na ja, da kann ich auch mal alle fünf gerade sein lassen. Ist nicht so wild. Was bedeutet das? Was bedeutet das dafür, wenn in der Gemeinde mich jemand komisch anfährt? Was bedeutet das, wenn ich glaube, dass wir bald Jesus wiederkommen sehen? Sind wir nur überzeugt von prophetischen Dingen, die wir sehen? Oder beurteilen wir die Zeit, was Israel tun sollte? Das, was die Söhne Issaschars so toll gemacht haben. Sie haben gesehen: Das ist die Lage. Gott erwartet jetzt das von uns. Er hat gesagt, David soll König werden. Also müssen wir uns dann bewegen und wir machen David zu unserem König. Und wenn wir sagen, der König der Könige kommt und wir wollen sogar verkünden und machen Büchertischaktion und machen Missionsarbeit, sollten wir nicht zu allererst uns auch die Frage stellen: Ist Jesus der König in meinem Leben? Ist er der König in meinem Leben?

[48:38] Beurteilen wir die Zeit richtig? Glaubt ihr, Offenbarung 12, Vers 17: "Der Drache ist zornig gegen die Übrigen." Glaubt ihr, das ist gegenwärtig? Ja. Was bedeutet das? Ist das nur einfach eine Information? Aha, überall wird die Gemeinde angegriffen, nur wahrscheinlich ich nicht, oder? Oder beurteile ich das und sage: "Okay, wenn ich in der Zeit von Offenbarung 12, 17 lebe, was bedeutet das für mich und meine Bedürftigkeit, Schutz zu suchen? Was bedeutet das für mein Vertrauen in mein eigenes Urteilsvermögen? Wenn der Satan, der ein Drittel der Engel verführt hat, jetzt auf es auf mich abgesehen hat, kann ich da einfach mich drauf verlassen, dass ich ein paar YouTube-Videos schaue und dann wär es ja schon so einigermaßen, das werde ich schon sehen, wie das kriege ich schon richtig hin, oder sollte ich nicht eher davon ausgehen, dass ich alleine überhaupt gar nichts kann und sehr leicht verführbar bin, mich an Jesus hängen und zwar von ganzem Herzen, von ganzer Seele.

[49:41] Es gibt noch einen Zeitpunkt, den wir beurteilen sollten. Schaut mal mit mir in zweite Korinther 6, Vers 2. Das ist von allen vielleicht sogar der wichtigste.

[50:00] 2. Korinther Kapitel 6 und dort Vers 2. Kennt ihr die Geschichte von William Miller, der nach der großen Enttäuschung gesagt hat: "Fixed my mind upon another time." Ich habe mein Denken auf einen anderen Zeitpunkt gerichtet, nämlich heute. Heute hier will ich stehen bleiben. Leute, Paulus sagt: "Denn es heißt: 'Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen.' Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils." Glaubt ihr das? Was heißt denn das? Wenn ich sage: "Ja, ich glaube, heute ist der Tag des Heils. Heute steht Jesus hier vor meiner Herzenstür und möchte mir etwas sagen, möchte mir etwas geben, möchte etwas meinem Leben verändern." Wenn ich das richtig beurteile, war macht nicht heute meine Tür auf. Wisst ihr, manchmal denkt man: Ah ja, ja, das war ganz gut, das habe ich schon verstanden. Ich nächste Woche, in drei Wochen. Wenn du heute verstehst, was Jesus für dich heute tun möchte, warte nicht bis mal.

[51:08] Vielleicht hat Jesus heute schon zu dir gesprochen und dir gesagt: "Es ist gut, die Prophetie gut zu kennen. Es ist gut zu wissen, was die Zeichen der Zeit bringen. Aber all das hat nur einen Zweck, damit du weißt, was du jetzt geistlich tun sollst."

[51:31] Kennt die Geschichte von Josef bestimmt, oder? Josef im Gefängnis. Josef wird gerufen zum Pharao. Aus welchem Grund? Der Pharao hatte zwei Träume. Was hat er geträumt? Sieben fette Kühe und dann sieben hässliche, magere Kühe. Ja, die hatten die hatten Magersucht. Ja. Und dann hat er geträumt von sieben fetten Ähren und dann von sieben versenkten Ähren. Ja, die kamen nicht vom Südwind, zum Ostwind, weil Ägypten natürlich westlich vom Nil gefüßt ist. Egal. Ähm, und dann kommt Josef oder ist Josef in der Lage, den Traum richtig zu verstehen? Das ist eigentlich so das erste Mal in der Bibel, dass so Prophetie, so richtig, hat jemand einen Traum, kannst sich verstehen. Die ganzen Wahrsager wissen nicht, wie später bei Daniel, oder? Und dann kommt Josef und Josef macht ganz deutlich, dass er das alleine nicht, sondern dass Gott zu ihm spricht, oder?

[52:32] Jetzt schaut mal, was dort steht in 1. Mose 41. 1. Mose 41. Er sagt ganz deutlich: "Das ist nicht meine Weise, das hat Gott gesagt." In Vers 25 Mose 41, Vers 25: "Da sprach Josef zum Pharao: 'Was der Pharao geträumt hat, bedeutet dasselbe. Gott hat den Pharao wissen lassen, was er tun will.'" Okay. Und dann sagt er: "Es wird wie viel Jahre geben, die gut sind? Sieben gute Jahre und dann sieben magere Jahre." War Josef in der Lage, die Zeichen der Zeit zu verstehen? Er hat die Prophetie gut verstanden, aber Josef konnte mehr. Er hat die Zeit beurteilt. Er hat gesagt: "Moment mal." Und das war jetzt nicht in der in der Vision, oder? Das stand nicht in der in der Vision. Das waren einfach sieben Kühe und sieben andere Kühe, sieben Ähren, sieben andere. Aber Josef hat überlegt: "Moment mal, wenn das so ist, dass wir jetzt sieben gute Jahre haben und dann sieben schlechte, was müssen wir dann tun? Was ist unsere Aufgabe? Wozu gibt uns Gott den Traum?" Einfach nur, damit wir wissen: Aha, die nächsten 14 Jahre der Weltgeschichte werden so verlaufen und wir können es beobachten. Wir haben es euch ja gesagt, es wird so kommen. Warum hat er das gegeben?

[53:44] Schaut mit mir in Mose 41, dort steht etwas sehr Interessantes für Prophetie. Dort steht in Mose 41, Vers 16: "Warum gibt es überhaupt Prophetie? Warum kündigt Gott 7 Hungerjahre an, damit seine Gläubigen einfach mehr wissen als der Rest?" In Vers 16 steht: "Josef antwortete dem Pharao und sprach: 'Das steht nicht bei mir. Gott wird verkündigen, was dem Pharao zum...' Wie steht's bei euch? Wohldient. Gott sagt dem Pharao nicht, es kommen sieben magere Jahre, weil er den Pharao mit hässlichen Kühen erschrecken will. Er sagt das, damit der Pharao die richtigen Entscheidungen trifft. Gott gibt Daniel 7 nicht, um uns mit schrecklichen Tieren zu erschrecken, sondern zu unserem Wohl. Er gibt das Standbild von Daniel 2 mit dem Schreckensglanz zu unserem Wohl, damit wir die richtigen Entscheidungen fällen und zwar nicht einfach nur wissen, was kommt, sondern uns geistlich darauf vorbereiten."

[54:51] Und so sagt Josef, nachdem er alles erklärt hat, die Prophetie korrekt ausgelegt ist, sagt er in Vers, selbes Kapitel, in Vers 32: "Dass aber der Pharao den Traum zweimal hatte, das bedeutet, dass die Sache bei Gott fest beschlossen ist und dass Gott es rasch ausführen wird." Mit anderen Worten, das ist nicht bedingte Prophetie, das wird kommen. Und zweitens, es kommt wann? Sehr bald. Hat das irgendeine Parallele zu unserer Zeit? Gibt es Prophezeiungen, von denen wir wissen, sie werden kommen und sie werden bald kommen? Absolut.

[55:23] So, was sagt Josef jetzt? Josef sagt: "Lass uns einfach zurückziehen und warten, bis es kommt." Was sagt er? "Und nun möge der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann sehen und ihn über das Land Ägypten setzen. Der Pharao möge handeln und Aufseher über das Land setzen und er lasse in den sieben Jahren des Überflusses den fünften Teil des Ertrages erheben vom Land Ägypten. So soll man alle Nahrung dieser sieben Jahre, dieser künftigen guten Jahre sammeln und Getreide speichern zur Verfügung des Pharao und diese Nahrung in den Städten aufbewahren." Josef sagt: "Lasst uns vorbereiten."

[55:57] Glaubt ihr, es gibt ein Ende der Gnadenszeit? Beurteilen wir diese prophetische Erkenntnis? Wie bereitet man sich auf so eine Zeit vor? Glaubt ihr, es kommt eine Zeit, in der wir nicht mehr kaufen und verkaufen können? Wie bereitet man sich? Geistlich auf so eine Zeit vor? Ich habe mal Leute kennengelernt, die mir gesagt haben, sie haben für sieben Jahre Getreide aufgespeichert. Wenn es losgeht, soll ich zu ihnen kommen. Aber der Punkt auf 13 ist uns nicht gegeben, damit wir genügend Getreide aufspeichern. Das ist natürlich jetzt nur ein Beispiel. Der Punkt ist uns gegeben, damit wir geistlich darauf vorbereitet sind. Wisst ihr, wie viel Getreide der Josef aufgespeichert hat? Es heißt in Vers 40: "Und Josef speicherte Getreide auf wie Sand am Meer, über die Maßen viel, bis man es nicht mehr messen konnte, denn es war unermesslich viel." Die Prophetie ist dazu da, dass wir die Gerechtigkeit Jesu in Hülle und Fülle aufspeichern in unserem Herzen. Offenbarung 13, Daniel 7, Daniel 8, Daniel 9, Daniel 11, die Posaunen, die Plagen, es ist alles da, damit wir so viel wie wir nur irgendwie kriegen können von der Gerechtigkeit Jesu, von der Freundlichkeit Jesu, von der Barmherzigkeit Jesu in unserem Herzen aufspeichern, dass wenn die ganze Welt uns töten will, wir sie immer noch lieben können. Denn darum geht's am Ende, oder? "Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. Er sendet seinen Regen über die Gläubigen und die Ungläubigen, die Bösen und die Guten, die Gerechten und die Ungerechten." Wir sollen unsere Feinde lieben. Da bereitet man sich nicht darauf vor, indem man einfach nur ständig YouTube-Videos sieht, in denen gesagt wird, wie böse die anderen sind. Ich sage euch, und das meine ich sehr ernst, wenn das unsere Vorbereitung ist, haben wir geistlich nichts zu essen, wenn die dann wirklich auf uns losgehen. Wir müssen Liebe tanken, Barmherzigkeit tanken, Glauben tanken, Hoffnung tanken, Erfahrung mit Jesus tanken, eine Freundschaft mit Jesus, die so fest ist, dass sie dann uns durchträgt.

[58:23] Dazu ist die Prophetie da, um zu sagen: "Das ist jetzt wichtig." Und ich wünsche mir für mich, dass die Prophetie und die Zeichen der Zeit mich näher zu Jesus treiben, näher zu ihm bringen. Daniel hat dasselbe gemacht. Wir sind gleich fertig. Als Daniel vor Nebukadnezar stand und ihm die Prophetie korrekt auslegte, hat er nicht nur gesagt: "So wird's passieren." Er hat zu ihm gesagt: "So brich nun heute mit deinen Sünden." Gott gibt das nicht einfach nur, damit du die Nachrichten später nicht lesen musst. Er gibt das, damit du jetzt heute dein Herz hingibst. Wir haben gerade gesehen in Korinther 2. Korinther 6: "Heute ist der Tag des Heils." Wenn heute Jesus mir Gnade schenken möchte, wenn heute der Tag des Heils ist, wie beurteile ich den heutigen Tag? Ist heute nur ein Tag, wo Sabbat ist, wo ich nicht arbeiten muss, wo ich Geschwister sehe, mich aufs Potluck freue, nicht wahr, schöne Predigten hören möchte? Oder beurteile ich diesen Tag als eine Gelegenheit, eine neue Entscheidung für Jesus zu fällen? Beurteile ich diesen Tag als eine Gelegenheit, näher zu ihm zu kommen, vielleicht etwas in meinem Denken verändern zu lassen, eine Neuausrichtung meines Fokus zu nehmen? Wie beurteilst du den heutigen Tag?

[59:51] Wer von euch möchte sagen: Ich möchte so wie Jesus es sich wünscht, die Prophetie so beurteilen, die Zeit, in die wir so leben, so beurteilen, dass ich weiß, was Gott sich wünscht, was ich tun soll. Ich möchte kein biblisch gebildeter Besserwisser sein, was Geopolitik betrifft. Ich möchte geistlichen Weizen aufspeichern für die Zeit, die kommt. Ist das euer Wunsch?

[1:00:25] Woll noch gemeinsam aufstehen zum Abschlussgebet.

[1:00:37] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu uns gesprochen hast, Herr. Für uns ist das so eine selbstverständliche Sache, wenn wir den Wetterbericht lesen, dass wir wissen, was wir zu tun haben, wie wir uns anzuziehen haben, was wir mitnehmen, wenn wir irgendwo hinreisen. Und Herr, wenn wir ganz ehrlich sind, geht es uns oft nicht anders als der Volksmenge damals, dachte, dass sie so viel weiter ist geistlich, die Pharisäer und Sadduzäer. Und doch haben sie das Entscheidende, worum es doch bei der Prophetie eigentlich ging in Daniel 9, völlig übersehen, gar nicht beurteilt, dass wenn Jesus der Messias ist, er auch die Dinge tun wird, die dort in Daniel 9 auch tatsächlich stehen. Herr, bitte gib, dass wir die Prophetie wieder als das verstehen, was sie ist, als ein Hinweis auf das, was kommen wird, um uns darauf vorzubereiten, um uns näher zu Jesus zu bringen. Herr, schenk uns wieder diesen Geist, den unsere Adventpioniere hatten, die Prophetie nicht als Selbstzweck gesehen haben, sondern immer als Erweckung und als als ein Anreiz Jesus noch mehr lieb zu haben. Herr, das bitten wir dich von ganzem Herzen. Segne diesen Tag und gib, dass wir heute am Ende dieses Tages sagen können, dass nicht nur ein schöner Sabbat war, wo wir uns wieder mal getroffen haben, dass wir ein besonderer Sabbat war, an dem wir in besonderer Weise dich getroffen haben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:02:00] Amen.


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