In dieser Folge von „Die Zeit des Endes“ beleuchtet Christopher Kramp die erste Hälfte des Jahres 1850 und die Herausforderungen, denen sich die frühen Sabbat-Adventisten gegenübersahen. Themen sind die finanzielle Krise der Zeitschrift „The Present Truth“, die Bedeutung von Ellen Whites Visionen zur Stärkung des Glaubens und die Auseinandersetzung mit falschen Erweckungsbewegungen. Außerdem wird auf die tiefgreifenden Visionen über die letzte Zeit, das Mahlzeichen des Tieres und die Notwendigkeit von Opferbereitschaft eingegangen.
Die Zeit des Endes: 58. Dornen auf dem Weg (1850 Teil 1)
Christopher Kramp · Die Zeit des Endes (Eine chronologische Darstellung der Adventgeschichte von 1798 bis in die 1850er) ·Themen: AdventgeschichteWeitere Aufnahmen
Serie: Die Zeit des Endes (Eine chronologische Darstellung der Adventgeschichte von 1798 bis in die 1850er)
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Einen wunderschönen guten Abend und herzlich willkommen zu unserer Serie "Die Zeit des Endes". Schön, dass ihr da seid, dass ihr gekommen seid und herzlich willkommen auch live auf www.joelmedia.tv.de oder allen denjenigen, die dann später dieses Video sich anschauen werden, zu unserer mittlerweile 58. Folge und heute der Titel: "Dornen auf dem Weg". Wir haben in den letzten Jahren, in den letzten Wochen uns die Gründungsjahre der Sabbat-Adventisten betrachtet, wie die Botschaft im harten Studium förmlich erkämpft worden ist. Und jetzt 1850, da stehen die Hauptsäulen, aber der Weg ist noch weit und der Weg kann manchmal dornig sein. Und wir wollen heute den ersten Teil, die erste Hälfte des Jahres 1850 betrachten und einige dieser Dornen anschauen, die dort auf dem Weg für die Übrigen zu finden waren. Und vorher wollen wir natürlich, wie jedes Mal, beten, damit der Heilige Geist uns zeigt, was wir aus der Erfahrung unserer Pioniere lernen können. Lasst uns gemeinsam beten.
[1:05] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute Abend zu dir kommen können, dass wir lernen dürfen, was es bedeutet, dir nachzufolgen, dass Nachfolge nicht immer nur ein guter, schöner Weg ist, sondern dass dort oftmals Dornen und Schwierigkeiten auf uns warten. Wir möchten dich bitten, dass wir ermutigt werden durch die Erfahrung derjenigen, die vor uns gegangen sind, dass wir sehen können, dass du ein Gott bist, der hilft, der beisteht und der uns zu überwinden macht. Wir danken dir von ganzem Herzen für all das, was du uns heute beibringen möchtest. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
[1:46] Letztes Mal haben wir gesehen, im Jahre 1849, wie James White die erste Zeitung herausgebracht hat, die wir so als Volk haben oder gehabt haben: "The Present Truth", die gegenwärtige Wahrheit. Und da ging es vor allem um den Sabbat, haben wir gesehen. Die ersten Ausgaben im Sommer und dann auch im Herbst, vielmehr im Winter 1849, waren damit beschäftigt. Und wir hatten gesehen, dass Ellen White ja, die bereits 1848 ihn dazu aufgefordert hatte, das zu tun, die Verheißung gegeben hatte, dass, wenn er im Glauben vorangeht, würden auch die finanziellen Mittel kommen, um diese Zeitung zu unterhalten. Und das war dann auch erst mal so gewesen.
[2:31] Doch Ende 1849, Anfang 1850, befand sich James White in einer schwierigen finanziellen Lage. Es kamen kaum noch Spenden und er hatte sich schon etwas verschulden müssen, und er fürchtete, ob er diese Zeitschrift noch weiterführen könnte. Also kaum hatte sie angefangen, schon war ihr Fortbestand in Gefahr. Das ist interessant, denn wir werden das auch öfter in unserem Leben erleben, dass, wenn wir etwas für Gott beginnen, manchmal geht das erst mal gut los und dann, kurze Zeit später, kommt so ein richtiges Tief. Und auch "The Present Truth" und James White haben das erlebt. Er war ziemlich verzweifelt und er schreibt dann seine Freunde, die Hastings, folgenden Brief am 3. Januar 1850: "Die arme kleine Zeitung, sie hat so wenig Sympathie und ich fürchte, so wenig Gebete, dass ich glaube, dass sie sterben wird." Mit anderen Worten, viele seiner Geschwister, die haben sich nicht wirklich dafür, nicht reingekniet in dieses Werk. "Ich bin in tiefer Anfechtung. Die armen, verstreuten Schafe, die Gottesdiener nicht einmal im Jahr von Angesicht zu Angesicht sehen, betteln um die Zeitung. Aber jene, die von der Wahrheit regelrecht überfüllt sind, haben wenig oder gar kein Interesse daran. Ich habe heute einen Brief aus Michigan erhalten und als ich ging und las, weinte ich, als ich sah, wie sehr ihnen die Nummer 5 gut getan hatte." Mit anderen Worten, da gibt es Leute fern, fern, fern in anderen Bundesstaaten, die nicht ständig besucht werden können, wo einzelne Sabbat-Adventisten verstreut leben und die brauchen diese Zeitung, die freuen sich so sehr. Und dann die, die in der Nähe wohnen, die alles gehört haben, ständig hören, die haben kaum Interesse daran. Und das erinnert mich an Erfahrungen, die ich selbst schon gemacht habe und die, ich glaube, jeder machen muss, der sich für Gottes Werk einsetzt, dass manchmal diejenigen, die viel von der Wahrheit gehört haben, so ein bisschen den Enthusiasmus verlieren. Und man dann manchmal denkt: Meine Güte, wenn andere, die so weit fern wohnen, und wir bekommen ja manchmal bei Joelmedia so Zuschriften von Leuten von sonst wo, die sagen: Das hat uns so gut getan. Ich kann den James White gut nachvollziehen hier. Er sagt weiter: "Oh mein Gott, was soll ich tun?" Und dann sagt er: "Ich möchte für Gott arbeiten, aber Verlagsarbeit ist eine Arbeit mit ständigen Problemen." Wörtlich im Englischen steht das: "an uphill work", also als wenn man ständig den Hügel hinauf arbeitet, immer hoch, immer hinauf, immer anstrengend. "Wenn nicht viele Gebete emporsteigen und es ein Interesse gibt, die Zeitungen zu unterstützen." Also, warum gibt es oftmals so viele Probleme im Werk Gottes? Weil es einen Mangel an Gebet für die Sache gibt und ein Mangel an Bereitschaft, das zu unterstützen, ganz praktisch.
[5:23] Aber das Ganze wurde noch schlimmer, denn der andere Leiter der Gruppe, Joseph Bates, war überhaupt nicht davon überzeugt, dass man überhaupt eine Zeitung haben sollte. Seine Meinung war: Lieber ab und zu kleinere Bücher drucken lassen und die dann etwas kompakter haben und nicht ständig alle zwei Wochen so eine Zeitung rausbringen. Und so schreibt er ganz lieb und nett, nett gemeint, einen Brief an James White, um ihm zu sagen: "Schau mal her, lass uns doch die Zeitschrift einfach aufhören." Und just in der Situation kommt dieser Brief und was ein gut gemeinter, väterlicher Rat ist, entpuppt sich als ziemlicher Dorn im Weg.
[6:00] James White schreibt eine Woche später: "Ich war einige Zeit in einem heißen Schmelzofen wegen der Last, die ich für die kleine Zeitung fühlte. In dieser Zeit der Anfechtung schrieb mir Bruder Bates einen Brief, der mich auf einen absoluten Tiefpunkt warf, wo ich bis gestern Abend war." Interessant, nicht wahr? Pioniere haben genau das erlebt, was wir auch schon erlebt haben. Da kommt ein Bruder, eine Schwester und meint es gut, ein guter Rat, ohne es zu wissen, tut er uns völlig auf den Tiefpunkt hinabwerfen. Also James White war völlig fertig. "Bruder Bates entmutigte mich bezüglich der Zeitung und ich gab sie für immer auf." Also in seinem Kopf hat James White gesagt: Ende aus, diese Zeitschrift ist gestorben. Und das wäre das Ende der adventistischen Verlagsarbeit gewesen, wenn nicht etwas passiert wäre.
[6:52] Er sagt aber: "Die Last wurde noch immer heftiger und heftiger auf mir. Es ist eine Bürde auf seinem Herzen, das muss doch weitergehen." "Diese Texte gingen mir ständig durch den Sinn: Lasst euer Licht leuchten, niemand zündet ein Licht an und stellt es unter den Scheffel oder das Bett, ihr seid das Licht der Welt und so weiter und so weiter." Das kam seinem Kopf, das konnte gar nicht hinausgehen. In diesem deprimierten, elenden Gemütszustand kam ich gestern Abend mit Ellen und Bruder Holt hier an. Und diesen Abend am 9. Januar hat Ellen White mal wieder eine Vision. Und ich kann euch sagen, je mehr wir diese Adventgeschichte studieren, können wir sagen: Alles, was wir heute sind, sind wir nur, weil immer wieder diese Visionen uns wieder zurück auf den Weg gebracht haben. Also ohne den Geist der Weissagung wäre diese Zeitschrift Anfang 1850 ausgestorben und wahrscheinlich gäbe es heute gar kein Siebentages-Adventistisches Verlagswesen und all das. Wahrscheinlich wäre die Gruppe irgendwo im Winter zerstreut gewesen.
[7:52] Aber Ellen White hat eine Vision am 9. Januar. Gott sagt sie: "Ich sah die Zeitung und dass sie benötigt wurde, dass Seelen hungrig nach der Wahrheit waren, die für die Zeitung geschrieben werden musste. Ich sah, dass, wenn die Zeitung aus finanziellen Gründen gestoppt werden müsste und jene hungrigen Schafe wegen Mangel an der Zeitung sterben würden, wäre es nicht der Fehler von James, sondern der Fehler jener, deren Gott als treuer Haushalter sein Geld geliehen hat und die es unnütz herumliegen ließen. Und das Blut von Seelen wäre auf ihren Kleidern." Stell dir das mal vor, da gibt es Geschwister, die haben viel Geld und geben es nicht in das Werk und sie sagt, wenn deswegen Dinge im Werk Gottes zurückgenommen werden müssen, dann liegt die Schuld bei denen, die es hätten unterstützen können. "Ich sah, dass die Zeitung vorangehen sollte und wenn sie diese sterben lassen würden, sie bald vor Verzweiflung weinen würden. Ich sah, dass Gott nicht wollte, dass James jetzt aufhört, sondern dass er schreiben, schreiben, schreiben, schreiben sollte und die Botschaft beschleunigen und sie ziehen lassen sollte. Ich sah, dass sie dahin gehen würde, wo Gottesdiener nicht hingehen können."
[9:00] Damals wie heute gibt es einen Bedarf an Medien, ob Zeitung, Bücher, heute ist Internet. Diese Arbeit ist wichtig und sie muss getan werden. Und als dann James White diese Vision gehört hat, war er natürlich froh und dann schreibt er im Nachsatz hier im Brief: "Ich zweifle nicht einen Moment an Bruder Bates' gutem Willen und an seiner Freundlichkeit gegenüber uns, trotzdem sieht er nicht alles auf einmal korrekt. Ich werde ihm diese Vision aufschreiben, die ihn ohne Zweifel manche Dinge ein wenig anders betrachten lassen wird." Ich schreibe es ihm auf und mal sehen, was der Joseph Bates dann sagt.
[9:41] Und tatsächlich, Joseph Bates hat diese Vision gelesen, hat gesagt: "Okay, dann lass uns die Zeitschrift weitermachen." Preist den Herrn, wenn wir uns korrigieren lassen vom Geist der Weissagung. Und dann schreibt er hier noch, und das finde ich auch sehr interessant, gibt ein bisschen Atmosphäre: "Ellen geht es gut, sie würde schreiben, wenn sie könnte, aber sie hat keine Zeit, sie muss ihre Vision aufschreiben und das Baby bekommt Zähne und macht Probleme." Ja, auch eine Prophetin hat ganz alltägliche Sorgen. Am nächsten Tag war der Kleine wohl ein bisschen ruhiger, denn sie hat Zeit, zumindest einen Brief zu schreiben an die Hastings und da schreibt sie jenen berühmten Satz, den sie mehrmals gesagt hat: "Wir haben die Wahrheit. Punkt. Wir wissen es. Punkt." Ziemlich, ziemlich gradlinige Aussage, dort 11. Januar 1850.
[10:23] Nun ja, am 26. Januar hat Ellen White noch eine ziemlich bekannte Vision, aber was ich Ihnen noch sagen wollte, habe ich vergessen, nur für die, die es interessiert. In diesem Brief erwähnt sie auch, dass die 1335 Tage aus Daniel bereits zu Ende sind. Es gibt immer wieder Leute, die versuchen, diese 1335 Jahre dort in die Zukunft zu legen und so weiter als Tage dann, aber dort in diesem Brief sagt sie auch, dass die zu Ende sind und Bibelstudium sagt, es ist 1843 gewesen. Nun, diese Vision hier am 26. Januar 1849, äh 50 muss es heißen.
[11:07] "Der Herr gab mir am 26. Januar eine Vision, die ich erzählen will. Ich sah, dass manche von Gottes Volk töricht, schläfrig und nur halb wach sind. Sie erkennen die Zeit nicht, in der wir jetzt leben, sie erkennen nicht, dass der Mann mit dem Besen eingetreten ist." Könnt ihr euch daran erinnern? Der Mann mit dem Besen, das war aus dem Traum von William Miller, ja, den er gehabt hatte, kurz vor seinem Tod. Der Mann mit dem Besen, der den ganzen Schmutz falscher Lehren wieder auskehren würde. Und manche in Gefahr sind, hinweggefegt zu werden. Ich bat Jesus, sie zu retten, noch ein wenig zu warten und sie ihre schreckliche Gefahr erkennen zu lassen, damit sie bereit werden möchten, ehe es für immer zu spät sei. Der Engel sagte: "Die Vernichtung kommt wie ein mächtiger Sturmwind." Ich bat den Engel, sich zu erbarmen und die zu retten, die diese Welt lieb hatten. Die an ihren Besitztümern hingen und nicht willig waren, sich davon loszumachen und Opfer zu bringen, damit schnell Boten hinausgesandt werden konnten, die hungernden Schafe zu speisen, die aus Mangel an geistlicher Nahrung umkamen. Ich sah, dass arme Seelen starben, weil sie die gegenwärtige Wahrheit nicht kannten. Manche, die bekennen, der Wahrheit zu glauben, ließen diese Armen dadurch sterben, dass sie die nötigen Mittel, die das Werk Gottes vorantreiben sollten, vorenthielten." Also von Beginn an war dieses eine Frage: Wie gehen wir mit unseren finanziellen Mitteln um? "Dieser Anblick war mir zu schmerzlich. Ich bat den Engel, ihn mir zu ersparen."
[12:23] "Ich sah, dass, wenn das Werk Gottes ihrer Mittel bedurfte, sie wie der junge Mann, der zu Jesus kam, traurig weggingen. Bald aber würde das alles überschwemmende Strafgericht hereinbrechen und allen ihren Besitz wegnehmen. Dann würde es zu spät sein, irdische Güter zu opfern und einen Schatz im Himmel sammeln zu wollen." Dann sah ich den glorreichen Erlöser, herrlich und lieblich, wie er die Reiche der Herrlichkeit verließ und auf diese dunkle, einsame Welt kam, um sein kostbares Leben hinzugeben und zu sterben. Der Gerechte für die Ungerechten. Er ertrug den grausamen Spott und die Geißel, trug die geflochtene Dornenkrone und schwitzte im Garten große Blutstropfen. Als die Last der Sünden der ganzen Welt auf ihm lag. Der Engel sagte: "Für wen?" "Oh, ich sah und wusste, dass es für uns war. Er litt dies alles für unsere Sünden, damit er uns durch sein kostbares Blut vor Gott gerecht machen möge."
[13:17] Dann wurden mir jene vorgeführt, die nicht bereit sind, die Güte dieser Welt hinzugeben, um Seelen dadurch zu retten. Ihnen sollten sie die Wahrheit senden, solange Jesus noch vor dem Vater steht und sich auf sein Blut, seine Leiden und seinen Tod für sie beruft, solange noch Gottes Boden warten, bereit, ihnen die rettende Wahrheit zu bringen, damit sie mit dem Siegel des lebendigen Gottes versiegelt werden möchten. Es fällt manchem, der vorgibt, der gegenwärtigen Wahrheit zu glauben, schwer, selbst das Wenige zu tun und den Boden Gottes eigenes Geld zu geben, das Gott ihnen nur zur Verwaltung geliehen hat. Dann wurde mir Jesus sein Leiden und seine große Liebe, die ihn trieb, sein Leben für die Menschen zu geben, vorgeführt. Und es wurde mir auch das Leben derer gezeigt, die bekannten, seine Nachfolger zu sein, die dieser Welt Güter hatten, es aber für zu schwer hielten, dem Werk der Erlösung zu helfen.
[14:04] Eine Dornen auf dem Weg der jungen Adventgemeinde, dieser jungen Gruppe, war es, dass einige der Geschwister durchaus Mittel hatten, aber nicht so richtig sich überwinden konnten, die einzusetzen. Und der Geist der Weissagung legt den Finger auf die Wunde. Der Engel fragte: "Können solche in den Himmel eingehen?" Das ist eine krasse Frage, oder? Ein anderer Engel antwortete: "Nein, niemals, niemals, niemals. Jene, die an dem Werk Gottes auf Erden kein Interesse haben, können niemals oben das Lied von der erlösten Liebe singen." Ich sah, dass das schnelle Werk, das Gott auf Erden tut, bald in Gerechtigkeit abgekürzt werden würde und dass die Boten sich auf ihrem Weg beeilen müssen, die zerstreute Herde überall ausfindig zu machen. Ein Engel fragte: "Sind sie alle Boden?" Ein anderer antwortete: "Nein, nein. Gottes Boten haben eine Botschaft."
[14:52] Finde ich auch sehr interessant. Ich weiß, es gab damals immer auch wieder Leute, die einfach nur von Gemeinde zu Gemeinde gereist sind, um sich halt unterhalten zu lassen oder irgendwelche Dinge zu verkünden. Ich habe gesagt: "Nein, ein wahrer Bote hat eine Botschaft." Ich sah, dass das Werk Gottes durch manche, die umherreisten und keine Botschaft von Gott hatten, gehindert und entehrt worden war. Solche müssen Gott für jeden Groschen Rechenschaft geben, den sie für Reisen verbraucht haben, zu denen sie nicht verpflichtet waren, denn dieses Geld hätte dem Werke Gottes weiterhelfen können. Interessantes Prinzip, nicht wahr? Wenn man das mal durchdenkt.
[15:25] Aus Mangel an geistlicher Nahrung, die ihnen durch Gottes berufene und erwählte Boten hätte gegeben werden können, wenn sie das nötige Geld gehabt hätten, sind Seelen geistlich verhungert und gestorben. Ich sah, dass solche, die die Kraft haben, mit ihren Händen zu arbeiten und das Werk Gottes zu unterstützen, für ihre Kraft ebenso Rechenschaft ablegen müssen, wie andere für ihr Hab und Gut. Das große Sichten hat begonnen, sagt sie damals schon und wird weitergehen.
[15:50] Sichtung hat hier also nicht nur was zu tun mit theologischen Irrtümern, denn die gab es in der jungen Adventgemeinde damals noch nicht. Diese Gruppe um James White und Joseph Bates, die war theologisch einig. Die anderen adventistischen Gruppen, die ersten Tags-Adventisten, die hatten Irrtümer und so weiter. Aber da gab es jetzt keine Kon... Die Sichtung hier hatte vielmehr was damit zu tun, mit der Einstellung, wie man das Werk Gottes unterstützt. Alle, die nicht willig sind, kühn und unbeugsam für die Wahrheit einzustehen und für Gott und sein Werk Opfer zu bringen, werden ausgesichtet werden. Interessant, nicht wahr? Nicht nur Theologie, sondern Opferbereitschaft ist ein Faktor bei der Sichtung.
[16:28] Der Engel sagte: "Denkt ihr, dass jemand zum Opfer bringen gezwungen wird?" Manchmal denken wir, naja, irgendwann wird Gott uns ja zwingen, dann uns die Sachen zu verkaufen und das zu geben, nicht wahr? Und der Engel sagt: "Nein, nein, es muss ein freiwilliges Opfer sein." Es kann sein, dass ich die ganze Zeit warte, dass irgendjemand mich zwingt, ein Opfer zu bringen und ich werde nie gezwungen, weil Gott erwartet ein freiwilliges Opfer.
[16:46] Es wird alles kosten, den Acker zu kaufen. Ich rief zu Gott, sein Volk zu schonen, indem manche schwach und am Sterben waren. Dann sah ich, dass die Gerichte des Allmächtigen schnell kamen und ich bat den Engel, selbst zum Volk zu reden. Ich kann mir vorstellen, Ellen White, die sich so verzweifelt, die sagt: "Lieber Engel, rede du doch zum Volk, rede du doch zu den Geschwistern." Manchmal, ich weiß nicht, ob ihr euch das auch schon mal gewünscht habt, dass ein Engel zu den Geschwistern redet. Aber er sagte: "Das schaut man, was der Engel sagt, das ist ja interessant. Alle Donner und Blitze vom Sinai würden jene nicht bewegen, die sich nicht von den klaren Wahrheiten des Wortes Gottes bewegen lassen, noch könnte die Botschaft eines Engels sie erwecken." Also wer darauf nicht reagiert, der reagiert auch nicht, wenn der Sinai Donner und Blitze oder ein Engel zu ihnen redet.
[17:28] Dann sah ich die Schönheit und Liebenswürdigkeit Jesu. Sein Kleid war heller als das reinste Weiß. Keine Sprache kann seine Herrlichkeit und Lieblichkeit beschreiben. Alle, die die Gebote Gottes halten, werden durch die Tore in die Stadt eingehen und ein Recht am Baum des Lebens haben und immer in der Gegenwart Jesu sein, dessen Antlitz heller leuchtet als die Mittagssonne.
[17:45] Ich wurde auf Adam und Eva im Paradies aufmerksam gemacht. Sie aßen von dem verbotenen Baum und wurden aus dem Garten vertrieben. Das flammende Schwert wurde um den Baum des Lebens gesetzt, damit sie nicht von der Frucht essen und unsterbliche Sünder sein würden, denn der Baum des Lebens verlief fortgesetzte Unsterblichkeit. Ich hörte einen Engel fragen: "Wer von der Familie Adams ist durch das Flammenschwert gegangen und hat von dem Baum des Lebens gegessen?" Ein anderer Engel antwortete: "Keiner von Adams Familie ist durch das flammende Schwert gegangen und so weiter und so fort. Die Seele, die sündigt, soll den ewigen Tod sterben, von dem es keine Hoffnung und keine Auferstehung gibt. Dann wird der Zorn Gottes versöhnt sein. Die Heiligen werden in der Heiligenstadt bleiben und tausend Jahre als Könige und Priester regieren. Dann wird Jesus mit den Heiligen auf den Ölberg herabsteigen."
[18:31] Jetzt sieht sie einige Dinge aus diesem, was sie später auch ausführlicher beschrieben hat. Dieser wird sich spalten, es wird eine große Ebene entstehen, auf der das Paradies Gottes ruhen wird. Die übrige Erde wird nicht gereinigt, bis am Ende der tausend Jahre die Gottlosen tot auferstehen und sich um die Stadt versammeln. Der Fuß der Gottlosen soll niemals die neu gemachte Erde entweihen. Dann kommt Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrt sie und lässt ihnen weder Wurzel noch Zweige. Satan ist die Wurzel und seine Kinder sind die Zweige. Dasselbe Feuer, das die Gottlosen vernichtet, wird auch die Erde reinigen. Soweit Ellen White in diese Vision am 26. Januar.
[19:05] Nun, es gibt einige interessante Geschichten aus dieser Zeit, als James White und Ellen White dort in Oswego im Bundesstaat New York gelebt haben. Zu der Zeit begannen wieder viele christliche Gruppen Erweckungsbewegung zu haben. Und wie ihr wisst, die Sabbat-Adventisten, die an 1844 festgehalten hatten, glaubten ja im Wesentlichen, dass zwar die Gnadenzeit noch nicht wirklich zu Ende ist, aber die Gnadenzeit eigentlich nur noch für diejenigen währt, die 1844 nicht aufgegeben haben. Das heißt, Jesus ist im Allerheiligsten und dort dient er jetzt für die Gläubigen, die an 1844 festgehalten haben oder diejenigen, die zumindest kein Licht über 1844 gehabt hatten. Und es gab aber viele, die sich von der Adventbewegung wieder distanziert haben oder ja einfach so Erweckungsbewegung durchgeführt haben. Und die Sabbat-Adventisten haben das sehr kritisch gesehen. Unter anderem wegen diesem Vers hier, Hosea 5, Vers 6 und 7. Und da heißt es: "Mit ihren Schafen, mit ihren Rindern werden sie hingehen, um den Herrn zu suchen und werden ihn nicht finden. Er hat sich ihnen entzogen. Sie haben treulos gegen den Herrn gehandelt, denn sie haben fremde Kinder gezeugt." Und so hat man oft, also Joseph Bates hat das oft gemacht, wenn dann Leute, Methodisten oder Baptisten oder wer auch immer, Erweckungsbewegung gehabt haben und da sind Leute getauft worden oder bekehrt haben, dann hat Bates und andere gesagt: Naja, das sind diese fremden Kinder, die sind nicht wirklich bekehrt, weil die Tür zum Heiligen ist ja geschlossen.
[20:38] Nun gab es einen interessanten Fall von einem jungen Liebespaar, Hiram Patch und seine Verlobte. Er war 21, sie waren ungefähr gleich alt. Sie hatten Kontakt zu James White und Ellen White und der Gruppe dort, aber hatten auch Kontakt zu den Methodisten. Und da gab es einen methodistischen Laienprediger, der eine große Erweckungsbewegung hatte und da wurden die Leute bekehrt und ich war ganz emotional in seiner Predigt. Er hat es dann fertiggebracht, da wirklich niederzuknien und zu weinen, bis ihm ja wirklich die Stimme versagt hat vor lauter Weinen für die Sünden, da hoch emotional. Und dieser Hiram Patch und seine Verlobte waren angetan und sie wussten nicht genau, sollen wir uns jetzt den Sabbat-Adventisten anschließen oder den Methodisten. Und Ellen White hat mit ihm gesprochen und hat gesagt: "Entscheidet für euch selbst. Und ich möchte euch nur sagen, Gott hat mir gezeigt in einer Vision, dass in diesem Fall dieser Vers sich buchstäblich erfüllen wird. Wartet noch einen Monat." Im Englischen steht dort: "Nun wird sie einen Monat verzehren, in einem Monat wird alles vorbei sein." Sie sagt: "Wartet einen Monat, dann werdet ihr sehen, wessen Geistes Kind dieser Laienprediger dort ist."
[21:50] Gesagt, getan. Sie wartet noch ein paar Wochen und weil dieser Laienprediger ständig sich übernimmt mit seinen emotionalen Predigten, wird er schwer krank. Er war gleichzeitig der Schatzmeister der Methodistischen Kirche dort und naja, als er krank im Bett liegt, muss jemand anders für ihn einspringen, um die Rechnung zu überprüfen. Und als der die Rechnung überprüft, stellt sich heraus, dass jener Laienprediger dort, naja, es fehlen zumindest 1.000 Dollar in den Büchern. Und man besucht dann diesen Laienprediger und sagt: "Ja, es tut uns ja leid, also wir haben ja, wahrscheinlich ist das ein Missverständnis, irgendwo fehlen dort 1.000 Dollar in den Büchern." Und er ist ganz ruhig und sagt: "Ja, das kann ich mir auch nicht erklären, das muss ja ein großes Missverständnis sein. Ich weiß auch nicht genau." Und während er das sagt, kommt gerade seine Frau durch die Hintertür herein und wird auch dazu gefragt und sagt: "Ja, ich weiß auch nicht, keine Ahnung." Und kurz nachdem dann die Frau durch die Hintertür hereinkommt, kommt eine andere Person durch die Hintertür, die im Versteck gewartet hat und gesehen hat, wie die Frau, just als man diesen Mann besucht hat, die Frau durch die Hintertür gegangen ist und dort hinter einer Schneewehe ein kleines Säckchen versteckt hat. Und dann hat man diese Schneewehe aufgebuddelt, das Säckchen gefunden und es fanden sich genau 1.000 Dollar darin. Es stellte sich heraus, dieser Laienprediger war ein schlimmer Betrüger. Und naja, was ist passiert? Hiram Patch und seine Verlobte sind Sabbat-Adventisten geworden. Ellen Whites Vision hat sich bestätigt.
[23:33] Nun, Anfang des Jahres, oder vielmehr gesagt, 31. Januar, die Verfassung in Preußen wird erlassen. Die ganzen Revolutionen, die noch 1848, 1849 regiert haben, sind alle unterdrückt worden. Die Reichen herrschen wieder. Und das, was die Sabbat-Adventisten gesagt haben, nämlich, dass noch nicht die Wiederkunft kommt, dass die Winne zurückgehalten werden, erfüllt sich ebenfalls.
[24:08] Eine weitere Dornen auf dem Weg kam dann Ende Februar 1850. Elvira Hastings, die beste Freundin von Ellen White, stirbt an einem gebrochenen Blinddarm. Mit 42 Jahren und vier Kindern und einem Ehemann, den sie hinterlässt. Und das war natürlich ein herber Schlag für die kleine Gemeinde, die noch immer so, vielleicht um die 150 Glieder gezählt hat, in den ganzen USA. Und auch für Ellen White natürlich eine ganz, ganz tiefe, schmerzhafte Erfahrung.
[24:44] Es ist vielleicht interessant zu wissen, dass selbst 1850 Joshua Himes und andere, die so zu dieser Bostoner Gruppe der ersten Tags-Adventisten gehörten, immer noch die prophetischen Daten, wie 457 vor Christus, 31 nach Christus, 34 nach Christus, immer noch bestätigen. Sie haben ganz deutlich gesagt, diese Daten, da kann man nichts an ändern, weil es viele andere erste Tags-Adventisten gab, die jetzt versucht haben, neue Daten zu setzen. Es gab zum Beispiel eine Gruppe, die für den Frühling 1850 die Wiederkunft erwartet hat. Aber die Gruppe um Joshua Himes hat dann nie mitgemacht und hat diese Daten, hat daran festgehalten, obwohl sie 1844, kurioserweise, aufgegeben haben, gesagt haben: "Wir wissen nicht, es ist ein Fehler gewesen, wir wissen nicht, warum, aber 1844 glauben wir nicht mehr."
[25:39] Nun, hier, dort, wo es so grün ist, nicht wahr, dort ist der Wohnort gewesen von Ellen White und James White in dieser Zeit. Dort fanden öfter Konferenzen statt mit den Predigern dieser jungen Gemeinde. Es waren schon mittlerweile drei, vier Prediger, die jetzt aktiv waren. Und dann im März kam auch endlich wieder eine Ausgabe der Zeitung heraus, siebte Ausgabe. Und dort geht es um das Thema Sabbat. Man analysiert einen Artikel von Marsh, der den siebten Tag Sabbat abgeschafft erklärt hat. Und dann ist auch das Gesangsbuch fertig, kostet nur 12,5 Cent. Und man berichtet von einigen Predigern wie Rhodes und Holt, die 40 Leute zum Sabbat bekehrt haben. Wenn ihr überlegt, dass es vorher noch um die 100 Sabbat-Adventisten gab, dann sind solche Zahlen schon ziemlich grandios. Plötzlich, im Jahre 1850, nimmt die Bewegung wirklich an Fahrt auf.
[26:36] Und gleich zwei Wochen später kommt die nächste Ausgabe raus und dort gibt es auch Leserbriefe von Rhodes und Holt. Und zum ersten Mal wird es auch ein Artikel über Daniels Visionen, die 2.300 Tage und die geschlossene Tür veröffentlicht. Also Daniel 7, Daniel 8 und was ist 1844 passiert. Und nur für alle diejenigen, die sich vielleicht besonders für die Frage des Täglichen interessieren und dort mal gehört haben, dass angeblich alle Milleriten und alle frühen Adventisten immer geglaubt haben, das Tägliche sei das Heidentum gewesen.
[27:05] Ein kurzer Ausschnitt, just aus dieser Ausgabe: "Nachdem Daniel gesehen hat, wie die Römer, die Juden ihr Heiligtum und ihre Stadt zertreten würden, ist durch dieses Gesicht vorbereitet, die volle Bedeutung der Frage zu verstehen: Wie lange soll das Heiligtum und das Heer verwüstet werden und zertreten werden, wegen der Übertretung gegen das tägliche Opfer? Die Antwort, wie ich sie verstehe, ist: Die Juden, ihre Stadt und das Heiligtum sollen von den Römern oder Heiden 2.300 Tage zertreten werden. Dann soll das Heiligtum gereinigt werden." David Arnold als ein Beispiel von denjenigen, die das Tägliche nicht als Heidentum, sondern hier in Bezug auf das jüdische Heiligtum gesehen haben, auch wenn das sicherlich nicht die einzige Ansicht war, nur so als Klammer auf und Klammer zu.
[27:49] Ellen White schreibt ebenfalls für diese Zeitung und sie sagt etwas, was auch für uns heute nichts an Aktualität verloren hat: "Meine lieben Brüder und Schwestern, dies ist für uns eine sehr wichtige Stunde. Satan ist mit großer Macht herabgekommen und wir müssen uns sehr anstrengen und auf unserem Weg in das Königreich voranpreschen." Das macht man nicht so populär, das zu sagen, dass wir uns anstrengen müssen. Ellen White sagt es. "Wir haben einen mächtigen Feind zu bekämpfen, aber einen allmächtigen Freund, um uns im Konflikt zu beschützen und zu stärken." Mächtiger Feind, allmächtiger Freund. "Wenn wir fest auf die gegenwärtige Wahrheit fixiert sind und unsere Hoffnung wie einen Anker für die Seele hinter den zweiten Vorhang geworfen haben, können die verschiedenen Winde der falschen Lehre und des Irrtums uns nicht bewegen. Die Erregungen und falschen Reformationen der heutigen Zeit bewegen uns nicht, denn wir wissen, dass der Meister des Hauses 1844 aufstand und die Tür der ersten Abteilung des himmlischen Heiligtums schloss und nun können wir erwarten, dass sie mit ihren Herden gehen werden, um den Herrn zu suchen, aber sie werden ihn nicht finden." Das ist der Bezug auf Hosea 5, Vers 6 und 7, denn er hat sich von ihnen entzogen hinter den zweiten Vorhang.
[29:04] Was damit letztendlich ausgesagt wird, ist, dass seit 1844 alle christlichen Gruppierungen und Kirchen, die nicht ihren Glauben bis hinter den zweiten Vorhang haben, nicht mal ins Allerheiligste, nicht wirklich das Werk Gottes mehr tun. Ich beschreibe das gleich weiter. "Der Herr hat mir gezeigt, dass die Kraft bei ihnen bloßer menschlicher Einfluss und nicht die Kraft Gottes ist."
[29:31] Dann bezieht sie sich noch auf so eine andere adventistische Splittergruppe hier, diejenigen, die den "Watchman" veröffentlichten haben, die alten Grenzen verlegt. Das waren diejenigen, die gesagt haben, Jesus kommt Frühling 1850 wieder. "Von den ersten Tags-Adventisten: Ich sah vor zwei Monaten, dass ihre Zeit verstreichen würde und dass dann einige ehrliche Seelen, die durch diese Zeit verführt worden waren, die Chance haben werden, die Wahrheit anzunehmen. Ich sah, dass jene, die diese neue Zeit predigen, selbst nicht daran glauben." Stell dir das mal vor, da predigen Leute und sagen, Jesus kommt 1850 wieder und glauben es selbst nicht. Und das weiß aber nur Ellen White, weil sie hat es gesehen in der Vision. Die anderen, die ihnen zuhören, glauben, das ist bestimmt biblisch. "Ich sah, dass unsere Botschaft sich nicht an die Hirten richtete. Auch interessant, oder? Die die Herde in Ehre geführt haben, sondern an die armen, hungrigen, verstreuten Schafe." Manchmal versuchen wir ganz verzweifelt, die Hirten zu bekehren, statt die Schafe zu suchen.
[30:32] Und dann hat Ellen White auch endlich Zeit, einen Brief zu schreiben an Leonard Hastings, der zurückgebliebene Ehemann der verstorbenen Elvira. Sie sagt: "Ich weiß kaum, was ich dir sagen soll. Die Neuigkeiten vom Tode deiner Frau haben mich überwältigt. Ich konnte es kaum glauben und kann es noch immer nicht glauben. Aber dann schreibt sie etwas, von dem man sich vielleicht wünschen würde, dass man auch so eine Botschaft bekommt, wenn ein lieber Verwandter oder Bekannter oder Ehepartner gestorben ist. Gott gab mir letzten Sabbatabend ein Gesicht. Ich sah, dass sie versiegelt war und von der Stimme Gottes hervorgerufen werden und mit den 144.000 sein würde." Stell dir vor, da stirbt jemand aus eurer Familie und ihr könnt einen Brief lesen von Ellen White, die sagt: "Ich habe gesehen, sie wird mit den 144.000 sein." Sie sagt interessanterweise nicht unter den 144.000, weil die 144.000 sind die, die lebendig sind, wenn Jesus wiederkommt. Aber sie wird mit den 144.000 sein. "Ich sah, dass wir nicht um sie trauern müssen. Sie wird in der Zeit der Trübsal ruhen und aller Grund zur Traurigkeit liegt in unserem Verlust ihrer Gesellschaft. Ich sah, dass ihr Tod Gutes bewirken würde."
[31:41] Und auch James White schreibt an besagten Leonard Hastings einen Brief. Und am Ende dieses Briefes sagt er noch etwas, was schon ein kleiner Silberstreif am Horizont ist bezüglich eines Themas, das zu dem Zeitpunkt noch kaum diskutiert worden ist. Nämlich: "Ich hoffe, die Gemeinde wird bald richtig werden, wenn sie mit Evangeliumsordnung vorangehen kann." Also Ordnung in der Gemeinde ist ein Thema, das bisher kaum noch gesprochen worden ist. Also wer bestimmt eigentlich, wer predigen darf? Woher kann man einen wahren Prediger Sabbat-Adventisten von einem falschen Prediger unterscheiden? Und wie ist das eigentlich organisiert? Da hat man sich bis da noch keine Gedanken gemacht. Aber James White, der war so ein Leiter, der konnte vorausblicken, der wusste, wir müssen dieses Thema irgendwann angehen, wie wir uns organisieren.
[32:26] Die Geschwister fühlen alle die Wichtigkeit, die Wahrheit zu beschleunigen. Und dann spricht er von zwei Predigern, die zu der Zeit neben Joseph Bates und James White am wichtigsten waren: Bruder Holt und Bruder Rhodes. Das war der, der die vielen Jahre im Wald gelebt hat. Ihr könnt euch erinnern. Der war mittlerweile ein wirklich starker Prediger in dem Werk. Er ist stark in Gott.
[32:50] Nun, dann war auch, wie gesagt, das erste Sabbat-Adventistische Liederbuch fertig. "Hymnen für Gottes besonderes Volk, das die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahrt." Leider haben wir von diesem Gesangsbuch nur noch die Texte. Es gab damals keine Melodien dazu. Wahrscheinlich konnten die alle auswendig. Oder sie haben ständig neue Melodien erfunden. Ich weiß es nicht. Oder man wusste, dass wir die gehen. Jedenfalls in den Gesangsbüchern ist nur der Text drin. Deswegen kann ich euch keine vorsingen. Aber die Liedtexte sind super interessant. Wir haben jetzt die Zeit, die alle anzuschauen. Aber da gibt es Lieder über das Siegel. Da gibt es Lieder über Armageddon. Da gibt es Lieder über die Adventgeschichte. Also das war noch ganz interessant. Könnte man sich wünschen, dass man solche Lieder noch mehr hätte.
[33:41] Nun, im April kam eine neue Ausgabe der "Present Truth" heraus. Und dort ging es um die dritte Engelsbotschaft. James White sagte im Zusammenhang: "Die ganze Gruppe der Adventgläubigen glaubte einst, dass die Veröffentlichung der Vision von Daniel und Johannes auf der Karte, die die schnellen Boten 1842 und 1843 für die Vorträge benutzten, eine Erfüllung dieser Prophetie war." Ihr könnt euch erinnern, diese 1843-Karte, die damals Charles Fitch und Apollos Hale kreiert hatten. "Und der Unglaube derer, die jetzt daran zweifeln, beweist nicht, dass wir damals im Irrtum waren. Er sagt: Diese Karte war wirklich von Gott. Das Verstreichen der Zeit und der kontinuierliche Abfall und Unglaube der Adventisten hat diese Wahrheit nicht in eine Lüge verwandelt, sondern es bleibt immer noch die Wahrheit."
[34:22] Weiterer Artikel. Nicht nur die dritte Engelsbotschaft wird ausführlich erklärt, sondern auch: Was ist das Mahlzeichen des Tieres? Und James White ist klar und deutlich: Das ist der Sonntag. Er gibt auch eine kirchengeschichtliche Abhandlung von 1724 über die Veränderung des Sabbats in den Sonntag. Schon von Anfang an hat man sich sehr für diese kirchengeschichtlichen Details interessiert. Ellen Whites Vision vom 26. Januar wird abgedruckt.
[34:48] Und ein Thema, das die Sabbat-Adventisten jetzt beginnt zu bewegen, ist die Frage: Was wird mit unseren Kindern? Die ersten letzten Jahre hat man sich fast nur darauf konzentriert, was ist unsere Botschaft. Jetzt ist die Botschaft klar. So wirklich ganz großer missionarischer Einsatz zu den Weltmenschen findet kaum statt. Hier und dort. Aber noch ist die Basis dafür immer noch nicht ganz im Kopf angekommen. Aber die Kinder, unsere eigenen Kinder. Und so gibt es Leserbriefe dazu. Und James White sagt an einer Stelle, dass just zu dieser Zeit große Erweckung unter den Kindern gab. Die Kinder haben sich sehr für Gott und sein Wirken interessiert. Man hat darauf einen Schwerpunkt gelegt.
[35:31] Nun, April 1850 ist der Papst wieder nach Rom eingezogen, nachdem er schon Ende 1849 die Republik dort zerstört worden war mit dem Militär Frankreichs und Spaniens. Und kaum ist er in Rom angekommen, fördert er noch mehr den Jesuitenorden und lässt eine Kommission gründen, die eine jahrhundertelange Streitfrage endgültig klären soll. Nämlich: Ist Maria unbefleckt empfangen worden? Heißt also, die Frage war: Maria von der katholischen Theologie entsprechend von der Erbsünde befallen oder nicht? Und unter den Bischöfen ist das sehr umstritten, aber die Jesuiten pushen diese Lehre von der unbefleckten Empfängnis. Und so wird jetzt eine Kommission gegründet, die ein Dogma vorbereiten soll diesbezüglich. Das wird ein bisschen dauern.
[36:29] Dann am 12. April ein Ereignis, das sicherlich auch ziemlich interessant ist. Ich weiß nicht, wer von euch Anfang 2013 hier schon dabei gewesen ist, als wir um den Anfang des 19. Jahrhunderts uns so ein bisschen beschäftigt haben. Als wir davon gesprochen haben, wie 1912 dieser Mann hier auf Missionsreise ging. Adoniram Judson, der erste amerikanische Auslandsmissionar überhaupt. Das war derjenige, der nach Indien gehen wollte, dort nicht hingehen konnte und dann nach Burma gegangen ist und Burmesisch gelernt hat. Die schwerste Sprache der Welt wahrscheinlich. Und sein ganzes Leben lang dort in Burma verbracht hat. Am 12. April 1850 ist Adoniram Judson gestorben und sein Leben war äußerst bewegt. 37 Jahre hat er dort mit erst nur einmal nach Amerika zurück für kurze Zeit. Ansonsten hat er 37 Jahre dort in Burma verbracht, war im Gefängnis, hat die schlimmsten Dinge erlebt und hat dann die Bibel komplett auf Burmesisch übersetzt. Und als er stirbt, einige Zeit später, hat die Regierung dort eine Zählung durchgeführt und 210.000 Christen gezählt. Bis heute ist das Myanmar, Burma, das Land mit den drittmeisten Baptisten weltweit. USA, Indien und Burma. Auf Grund seines Wirkens. Und der Mann alleine hat mehr bewegt als die meisten anderen Missionare zusammen. Ziemlich spannende Geschichte. Noch heute gilt seine Übersetzung der Bibel als die beste in der Sprache. Noch heute gelten seine Wörterbücher als die besten. Und ich bin mir sicher, dass wir ihn sehen werden, auch wenn er den Sabbat oder diese Dinge nie angenommen hat, nie gehört hat.
[38:30] Nun, im Mai kommt noch eine weitere Ausgabe raus. Dort bringt James White den Traum von Miller und kommentiert ihn im Sinne der Sabbat-Adventisten, so wie sie diesen Traum verstehen. Und es gibt Artikel über das Heiligtum, die 2300 Tage und die Adventgeschichte der letzten Jahre. Wenn James White über das Heiligtum spricht, darf man nicht vergessen, dass für sie es zwei wichtige Punkte gab zu dem Zeitpunkt. Nämlich: Jetzt 1850 werden die Sünden im Allerheiligsten ausgetilgt und Jesus empfängt das Königreich. Das Verständnis, so wie sie es von Crozier übernommen hatten, war: Die Vergebung war vor 1844 und nach 1844 ist nur noch Austilgung der Sünden. Und deswegen war man sehr zögerlich, Leute, die vor 1844, die nichts mit 1844 zu tun hatten, irgendwie mit anzunehmen. Obwohl Ellen White das immer wieder gefordert hat auch. Das war noch so ein bisschen unklar. Wir werden gleich sehen, wie in der nächsten Hälfte des Jahres sich dieser Knoten gelöst hat.
[39:37] Ellen White hatte auch Probleme mit Leuten, die sie gerne zitiert haben, aber gar nicht hinter ihr standen. Hier schreibt sie im ersten Mai: "Es ist vielen Geschwistern wohl bekannt, dass Eli Curtis viele meiner Visionen veröffentlicht hat. Er hat seit einiger Zeit einen solchen inkonsequenten Kurs eingeschlagen und sein Einfluss auf die Sache der Wahrheit ist derart, dass ich es zum jetzigen Zeitpunkt als meine Pflicht ansehe, den Geschwistern mitzuteilen, dass ich kein Vertrauen in seinen Kurs setze und dass er meine Vision entgegen meiner Wünsche veröffentlicht hat, selbst nachdem ich ihn bat, sie nicht zu veröffentlichen." Also Missbrauch der Ellen White-Vision war schon damals ein Problem und genauso ein Dorn auf dem Weg.
[40:22] Nun, Ellen White und James White verlassen dann ihren Ort, ihren Heimatort in Oswego, um, hier ich zeige euch das, um Richtung Vermont und Maine und dann sogar Richtung Kanada zu gehen und dort viele, viele Wochen zu verbringen. Und das bedeutet, weil sie wieder so viel reisen, dass sie auch ihren zweiten Sohn, den Edson, zurücklassen muss. Also der Erste, der Henry, der ist so derzeit hier in Topsim, bei Howlands und der Edson, der ist hier bei der Clerks of Bonfoy und sie selbst reist mit ihrem Mann quer durch die Prärie. Und das Ganze geht sogar weiter, ihr wisst ja, wie sehr das geschmerzt hat. Das Ganze ging dann so weit, dass sogar Schwestern in den Gemeinden gesagt haben: "Naja, dein Leben möchte ich auch mal leben. Du reist hier so durch die Gegend und kümmerst dich um nichts zu kümmern." Und das hat dann Ellen White in ein unglaubliches Tief gebracht.
[41:23] Als sie in Vermont war, in Sutton, sagt sie: "Ich war so deprimiert, ich wollte nicht mehr. Weil nicht nur das, dass sie ihre Kinder nicht dabei haben konnte, sondern auch ihre Arbeiten waren schwieriger als gedacht. Viele der Geschwister dort im Osten waren widerspenstig und wollten die Wahrheit nicht annehmen und alle diskutiert und da war Fanatismus und so war sie ziemlich deprimiert." Und als sie dann mal wieder sehr geweint hat, hat sie einen Traum gehabt. Sie sagt: "Ich träumte, dass ein großer Engel an meiner Seite stand und mich fragte, warum ich so traurig sei. Ich erzählte ihm die Gedanken, die mich betrübt hatten und sagte: 'Ich kann so wenig Gutes tun. Warum kann ich nicht mit meinen Kindern sein und mich ihrer Gesellschaft erfreuen, statt hier durch die Gegend zu reisen und mit diesen widerspenstigen Geschwistern mich rumplagen zu müssen?'"
[42:10] Er sagte: "Du hast dem Herrn zwei wunderschöne Blumen gegeben, deren Duft wie süßes Räucherwerk vormisst und die in seinen Augen kostbarer als Gold oder Silber sind, denn sie sind ein Herzensgeschenk. Es berührt jede Faser des Herzens, wie kein anderes Opfer es kann. Du solltest nicht auf den gegenwärtigen Anschein schauen, aber dein Auge einzig auf deine Pflicht, einzig auf Gottes Ehre gerichtet halten und seinen sich öffnenden Vorsehungen folgen. Und der Pfad wird sich vor dir erhellen. Jede Selbstverleugnung, jedes Opfer ist treu aufgezeichnet und wird seinen Lohn bringen." Ich denke, egal wozu wir aufgefordert werden, was wir opfern, ob das jetzt Geld, Zeit, Ressourcen, Talente, in dem Fall Kinder sind. Wir können eine ganze Menge lernen aus dieser Erfahrung.
[43:02] Als sie dort in Vermont sind, merken die Geschwister, dass Ellen White und James White dringend Transportmöglichkeiten bräuchten. Sie sind immer darauf angewiesen, mit anderen zu reisen und so entscheidet man sich ihnen ein Pferd zu schenken. Nicht nur das, man bringt verschiedene Pferde und sie sollen sich dann eins aussuchen. Das hat nicht lange gedauert, weil bevor sie überhaupt zu den Pferden kommen, hatte Ellen White in der Nacht davor einen Traum gehabt und sie hat alle Pferde schon gesehen, die man ihnen vorstellen würde. Da war so ein ganz edles, etwas nervöses Pferd und da war so ein ganz großes graues Pferd und als sie die gesehen hat, das ist so ähnlich wie bei Samuel und der Geschichte, als er den König salben möchte, sagt der Engel: "Also das Pferd nimmst du nicht, das ist nicht gut und das Pferd auch nicht und dann aber das Pferd, das ist euer Pferd." Und als dann Ellen White kommt und dieses maronenfarbene Pferd sieht, sagt sie: "Das ist es. Der Engel hat mir gesagt, das ist unser Pferd." Und sie nennen es Charlie und Charlie hat ihnen viele Jahre gute Dienste erwiesen. Es ist interessant, dass Gott sich auch um die Pferde kümmert, oder?
[44:18] Bevor wir ans Ende kommen, 27. Juni, Ellen White hat noch eine weitere Vision, die wirklich sehr wichtig ist, die man gehört haben sollte. Eine Vision über das Mahlzeichen, die sagt: "Die Zeit ist bald vollendet, strahlt das liebliche Bild Jesus aus dir heraus, wie es sollte", so sagte der Engel. Dann wurde ich zur Erde gewiesen und sah, dass dort, die sich bereit machen müssten, die kürzlich die dritte Engelsbotschaft angenommen haben. Der Engel sagt: "Macht euch bereit, macht euch bereit, macht euch bereit, ihr müsst mehr der Welt absterben als je zuvor." Ich sah, dass ein großes Werk für sie zu tun war und nur kurze Zeit zur Verfügung stand, in der es getan werden konnte.
[44:56] Wir haben gesehen, wir werden sehen, dass Gott niemals vorhatte bis 2014 zu warten. Es hätte in der Generation locker stattfinden können, das haben wir schon mehrmals gesagt und wenn wir glauben, dass wir wieder in der Zeit sind, mal wieder an die Grenze Kanans gekommen sind und mal wieder das Mahlzeichen vor der Tür steht, dann sollten wir diese Botschaft lieber sehr deutlich ernst nehmen.
[45:15] Dann sage ich, dass die sieben letzten Plagen bald über die ausgegossen werden, die keinen Schutz haben, aber die Welt beachtet es nicht mehr, als die Wassertropfen beachten würde, die im Begriff sind zu fallen. Ich wurde dann befähigt, den schrecklichen Anblick der sieben letzten Plagen, den Zorn Gottes zu ertragen. Ich sah, dass ein Zorn schrecklich und fürchterlich war. Wenn er seine Hand ausstrecken oder im Zorn erheben sollte, so würden die Bewohner der Erde werden, als ob sie nie gewesen wären. Sie würden an unheilbaren Geschwüren und verzehrenden Plagen leiden, die über sie kämen und nicht gerettet, sondern von ihnen vernichtet werden. Schrecken ergriff mich und ich fiel vor dem Engel auf mein Angesicht und bat ihn, den Anblick von mir zu nehmen, ihn von mir zu verbergen, denn er war zu schrecklich. Aber ich war mal gar nicht so die Gedanken drüber.
[46:03] Dann erkannte ich, wie nie zuvor die Wichtigkeit, das Wort Gottes sorgfältig zu durchforschen, um zu wissen, wie man den Plagen entgehen kann. Sie hat die Plagen gesehen. Wenn das die Realität ist, dann möchte ich die Bibel lieber ganz gründlich kennen. Und die über jene kommen sollen, die das Tier und sein Bild anbeten und sein Mahlzeichen in ihrer Stirn oder in ihrer Hand nehmen. Es war daher ein großes Wunder für mich, dass jemand das Gesetz Gottes übertreten und seinen Heiligen Sabbat verachten konnte, wenn solch schreckliche Drohungen und Urteile dafür angekündigt werden.
[46:33] Dann erzählt sie vom Papst, um ich war. Der Papst hat den Ruhetag vom 7. auf den 1. Tag verlegt. Es hat genau das Gebot verändert, das gegeben wurde, um den Menschen und seinem Schöpfer zu erinnern. Es hat das wichtigste Gebot im Dekalog verändert und sich selbst dadurch Gott gleichgemacht oder gar noch über ihn gesetzt. Der Herr ist unveränderlich, deshalb ist auch sein Gesetz unveränderlich und so weiter und so fort. Und dann sagt es: "Es hat Gottes Heiligen Tag unter die Füße getreten und aus eigener Autorität eine der sechs Arbeitstage an seine Stelle gesetzt."
[46:59] Und dann sagt sie: "Ich fiel vor dem Engel zu Gott, sein Volk zu retten, das in die Irre ging, es zu retten, um seiner Gnade willen." Wenn die Plagen anfangen, werden jene, die jetzt weiterhin den Heiligen Sabbat brechen, den Mund nicht öffnen, um solche Entschuldigungen vorzubringen, wie sie sie jetzt anführen, um dem Halten des Sabbats auszuweichen. Aller Mund wird verstummen, während die Plagen fallen. Ja, dann sagt sich hier ein Vers weiter: "Wenn solche die eiserne Hand dieses Gesetzes auf sich fühlen werden, werden in diese Ausdrücke in ihrem wahren Licht erscheinen und sie werden dann die Sünde erkennen, das Gesetz verspottet zu haben, welches Gottes Wort heilig, gerecht und gut nennt."
[47:44] Dann wurde ich auf die Herrlichkeit des Himmels hingewiesen, auf die Schätze, die dort für die Gläubigen bereit sind. Alles war lieblich. Die Engel sangen ein wohlklingendes Lied und als sie dann aufhörten, nahmen sie ihre Kronen von ihren Häuptern, legten sie den Füßen Jesu und sie beschreibt die ganze Herrlichkeit. Und dann sagt sie: "Der Engel sagte: Die kleine Schar Übrigen, die Gott lieben und seine Gebote halten und treu sind bis zum Ende, werden sich dieser Herrlichkeit erfreuen, immer in der Gegenwart Jesu zu sein und mit den heiligen Engeln singen."
[48:12] Dann wurden meine Augen von der Herrlichkeit abgewendet und ich wurde auf die Übrigen auf der Erde verwiesen. Der Engel sagte zu ihnen: "Wollt ihr den sieben letzten Plagen entkommen? Wollt ihr in die Herrlichkeit eingehen und alles ererben, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben und willig sein, für ihn zu leiden? Wenn ihr das wollt, so müsst ihr sterben, damit ihr leben könnt. Macht euch bereit, macht euch bereit, macht euch bereit. Ihr müsst besser vorbereitet sein, als ihr es jetzt seid, denn der Herrentag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu verstören und so weiter und so fort."
[48:43] Und dann sagt sie: "Opfert alles dem Herrn, legt alles auf sein Altar, euch selbst, euer Eigentum und alles als ein lebendiges Opfer. Es kostet alles, um in die Herrlichkeit einzugehen. Sammelt euch selbst Schätze im Himmel. Ihr müsst hier Teilhaber der Leiden Christi sein, wenn ihr später an seiner Herrlichkeit teilhaben wollt. Der Himmel ist billig genug, selbst wenn wir ihn durch Leiden erlangen. Wir müssen uns selbst, stets selbst verleugnen, täglich und selbst sterben. Jesus allein aus uns leuchten lassen und seine Herrlichkeit beständig im Auge behalten."
[49:16] Ich sah, dass solche, die kürzlich die Wahrheit angenommen haben, wissen sollten, was es heißt, um Christi willen zu leiden. Dornen auf dem Weg. Sie sollten wissen, dass sie durch Schwierigkeiten gehen müssen, um gereinigt und durch Leiden zubereitet zu werden, um das Siegel des lebendigen Gottes zu empfangen, durch die Zeit der Trübsal zu gehen, den König in seiner Schönheit zu sehen und in der Gegenwart Gottes und heiliger reiner Engel zu wohnen. Wir mögen die Dornen nicht. Aber sie sagt noch einmal: Wenn wir dort hingehen wollen, werden wir über die Dornen gehen müssen. Es geht nicht anders.
[49:47] Als ich sah, wie wir sein müssen, um die Herrlichkeit zu erben und als ich dann sah, wie viel Jesus gelitten hat, um ein solch reiches Erbe von uns zu erlangen, betete ich, dass wir in Christi Leiden getauft werden möchten und vor den Schwierigkeiten nicht zurückschrecken. Ich betete, dass wir sie mit Geduld und Freude tragen und daran denken, was Jesus erduldet hat, damit wir durch seine Armut und sein Leiden reich werden.
[50:15] Der Engel sagte: "Verleugnet euch selbst. Ihr müsst rasch vorangehen. Manche von uns haben Zeit gehabt, die Wahrheit anzunehmen und Schritt für Schritt vorwärts zu gehen. Jeder Schritt, den wir gemacht haben, hat uns Kraft für den Nächsten gegeben. Aber nun ist die Zeit bald vollendet und was wir in Jahren gelernt haben, müssen andere nun in einigen Monaten lernen." Es hätte sehr schnell gehen können. Sie haben vieles zu verlernen und vieles neu zu lernen.
[50:42] Wer nicht das Mahl seines Tieres und sein Bild annehmen will, wenn der Befehl ausgeht, muss standhaft genug sein, jetzt sagen zu können: "Nein, wir wollen vor der Einrichtung des Tieres keine Achtung haben." Sie sagt ja ein wichtiges Prinzip. Manche können über Jahre hinweg etwas lernen, was die, die später hinzukommen, in kürzerer Zeit lernen müssen. Und das ist ein Prinzip, das bis heute nichts an Gültigkeit verloren hat.
[51:05] Letzte Geschichte, bevor wir zu Ende sind. Im Jahre 1850, ich habe euch erzählt von John Loughborough, könnt ihr euch erinnern? Dieser erste Tagsadventist, der mit 20 Jahren anfing zu predigen über den Zustand der Toten und diese tolle Erfahrung hatte mit dem Prediger, der Offenbarung 25 zitiert hat. Und John Loughborough ist ein Reiseprediger, aber er hat auch sein eigenes, also er arbeitet auch, verdient so selbst sein eigenes Geld. Und im Jahre 1850 bekommt er ein schweres Lungenleiden. Und das ist interessant, denn man verschreibt ihm Zigarette rauchen, Zigarre rauchen, um sein Lungenleiden zu beheben. Und so fängt unser John Loughborough an, Zigarre zu rauchen, in der Hoffnung, dass es besser wird. Naja, wir können die Geschichte heute noch nicht auflösen, aber ihr könnt euch vorstellen, er hat es nicht lange getan.
[51:58] Und noch ein letzter Hinweis. 1850 ist im Grunde genommen, wenn man es ganz genau betrachtet, der allererste Puzzlestein oder das allererste Puzzlestück in der Auslandsmission unserer Gemeinde. Nicht, dass irgendjemand damals schon ins Ausland gegangen wäre. Nein, es gibt vier Norweger, die nach Amerika eingewandert sind, die hier in Oakland, in Wisconsin, das war damals an der Grenze zur Zivilisation, also hier waren die Indianer sozusagen. Diese vier haben fern von der anderen Gruppe aufgrund der Literatur den Sabbat angenommen. Die ersten Nicht-Amerikaner, die Sabbat-Adventisten waren. Hier quasi am Ende der Welt. Und das war so das allererste, fast unmerkliche Schritt, wie diese Botschaft dann auch Amerika später mal verlassen hat. Aber dazu ja zu gegebener Zeit mehr.
[52:56] Ellen White schrieb 1850: "Die Bürde der Botschaft sollte die erste, zweite und dritte Engelsbotschaft sein." Und auch das hat nichts an Aktualität verloren. Zu dem Zeitpunkt hatte man oft nur noch von der dritten Engelsbotschaft gesprochen und geglaubt, die erste und zweite ist ja Vergangenheit. Haben wir schon gehabt. Aber Ellen White macht hier zwischen den Zeilen deutlich, auch die erste und zweite Engelsbotschaft ist noch wichtig. Und das führt dazu, dass James White und andere darüber nachdenken, sich noch einmal wieder mit der ersten und zweiten Engelsbotschaft mehr zu beschäftigen. Und das führt dann zu einer Entwicklung, die wir nächste Woche anschauen werden, die uns bis heute prägt. Aber mehr verrate ich nicht.
[53:32] Nächste Woche heißt es dann: "Zurück in die Zukunft". Warum schon unsere Pioniere in die Vergangenheit geschaut haben, warum unsere Pioniere schon aus der Adventgeschichte gelernt haben, die damals nur ein paar Jahre alt war. Und wir werden sehen, wie das Lernen aus der Adventgeschichte schon unseren Pionieren geholfen hat. Und in dem Sinne dürfen wir auch heute sagen, wir haben nichts zu befürchten für die Zukunft. Es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Und wir haben jetzt eine kurze Pause von fünf Minuten und dann sehen wir uns im Offenbarungsseminar zur Offenbarung 14 Vers 6. Da geht es nämlich genau darum, um die erste Engelsbotschaft. Ich konnte mich schon darauf freuen. Wird sehr spannend werden. Bis dann. Gottes Segen. Amen.
Lizenz
Copyright ©2014 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.