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In dieser Folge von „Die Zeit des Endes“ taucht Christopher Kramp tief in den Sommer 1845 ein, ein Jahr geprägt von tiefen Zweifeln und Zersplitterungen nach der großen Enttäuschung von 1844. Er beleuchtet die vielfältigen Reaktionen und Interpretationen der Adventisten, von Ablehnung und Vergeistlichung bis hin zu neuen theologischen Ansätzen wie der „Bräutigams-Interpretation“. Die Folge zeigt auch die Anfänge des Fanatismus und die persönlichen Kämpfe von Ellen Harmon mit Zweifeln und Anfechtungen, während sie versucht, Gottes Botschaft treu weiterzugeben.


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Serie: Die Zeit des Endes (Eine chronologische Darstellung der Adventgeschichte von 1798 bis in die 1850er)

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Transkript

[0:00] Einen wunderschönen guten Abend. Schön, dass ihr da seid zu unserer Serie "Die Zeit des Endes". Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de zu unserer 58. Folge: "Tage des Zweifelns". Wir werden uns heute mit dem Sommer 1845 beschäftigen und ich glaube, auch heute eine ganze Reihe von äußerst interessanten und wichtigen Lektionen lernen, die wir aus dieser Adventgeschichte herausziehen können. Weil wir alle kämpfen auch mit Zweifel. Wir alle kämpfen mit Situationen, wo wir uns nicht mehr ganz so sicher sind: Hat Gott uns wirklich geführt? Ist das die Wahrheit? Und wir können von den Männern und Frauen dieser Zeit einiges heute lernen aus jener Zeit.

[0:43] Ich möchte euch bitten, dass wir gemeinsam ein Gebet sprechen zu Beginn und dann starten wir ins Thema. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute wieder zu dir kommen können und dass wir von dir lernen dürfen. Und du hast uns gesagt, dass wenn wir zurückschauen in die Vergangenheit, dass wir wichtige Lektionen dort finden können. Und wir wissen alle aus unserem eigenen Leben, dass Zweifel uns angreifen kann. Und wir möchten dich bitten, dass wir heute etwas lernen können aus der Geschichte über den Umgang mit Zweifel und deine Führung auch dann, wenn es äußerst unsicher wird im Leben und in der Gemeinde. Und wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist und dass du uns stärkst in den nächsten Minuten. Im Namen Jesu. Amen.

[1:26] Wir sind im Jahre 1845 und das Jahr 1845 ist ein Jahr der Zersplitterung. Wir hatten gesehen, 1844 gab es diese gewaltige Enttäuschung. Einige Wochen, ja, vielleicht ein, zwei Monate hat man gemeinschaftlich noch gewartet: "Vielleicht kommt er ja gleich." Und dann hat sich der Weg geteilt. Nur noch einmal als kurze Zusammenfassung, um das heutige Thema besser zu verstehen. Einige der Hauptreaktionen auf die 1844 Enttäuschung.

[1:53] Die erste Reaktion war die von Storrs, einem der Hauptverkündiger der Siebten-Monats-Bewegung, der gesagt hat: "Alles war ein Fehler." In seiner Zeitschrift "Bible Examiner" distanziert er sich öffentlich von der Siebten-Monats-Bewegung und sagt, die genaue Zeit der Wiederkunft kann man nicht wissen, und ich glaube, ich bin mesmerisiert worden. Wisst ihr, was Mesmerismus ist? Das ist so eine Art Hypnose. Also das ist die alte Form der Hypnose, die damals der österreichische Arzt Dr. Mesmer erfunden hat. Und er sagt also, diese ganze Bewegung, die wir gehabt haben 1844, war eigentlich von der anderen Seite, mehr oder weniger.

[2:26] Eine ganz andere Reaktion war die von Joseph Turner und Apollos Hale. Wir haben letztes Mal ausführlich darüber gesprochen, nur als Erinnerung. Sie hatten entdeckt, dass die Bibel sagt, dass Jesus von der Hochzeit wiederkommen wird. Das heißt, vor der Wiederkunft muss es die Hochzeit geben. Und so nennen sie diese Interpretation die "Bräutigams-Interpretation". Sie glauben, Jesus ist am 22. Oktober 1844 zur Hochzeit eingegangen, zum Vater gekommen. Dort findet vielleicht so eine Art Gericht statt oder was auch immer, und die Wiederkunft ist erst danach. Und deswegen glauben sie aufgrund von Matthäus 25, dass, weil der Bräutigam gekommen ist, die Tür geschlossen ist.

[3:03] Die große Frage ist nur: Was bedeutet das? Bedeutet das, dass die Erlösung für alle Menschen abgeschlossen ist? Bedeutet das, dass nur rebellische Sünde, die das Licht bisher verworfen hatten, nicht mehr zu Gott kommen können? Wir hatten auch gesehen, dass Turner bereits in diesen ersten Monaten 1845 fanatisch geworden war.

[3:21] Eine andere Reaktion war die von Miller. Er hatte zunächst festgehalten an der Siebten-Monats-Bewegung, wollte einfach warten und hat dann mit dieser Bräutigams-Interpretation sympathisiert. Er hat auch geglaubt, die Tür ist geschlossen. So sehr, dass Himes die Panik bekommen hat und im März 1845 zu ihm gereist ist und ihn persönlich überzeugt hat: "Das kann nicht sein, das stimmt nicht." Und Miller hat sich überzeugen lassen, nicht zuletzt auch deswegen, weil einige dieser Bräutigams-Adventisten sehr scharf gegen Himes geschossen haben und ihn persönlich angegriffen haben.

[3:54] Himes selbst hatte zunächst immer noch geglaubt, die Siebte-Monats-Bewegung war von Gott geleitet, aber keine Erfüllung der Prophetie. Und er hat dann versucht, alle Adventisten wieder zusammenzukriegen, hat sich aber dann entschlossen, diese geschlossene Tür ganz vehement zu bekämpfen. Er hat sogar angefangen, sich wieder den anderen Kirchen anzunähern und die Wiederkunft bis maximal 1847 hinauszuzögern. Und deswegen galt er vielen dieser Bräutigams-Adventisten als der Hauptfeind, der, der zurückfällt. Und sicherlich negativ war auch, dass er angefangen hat, dann in seiner Zeitschrift, im "Advent Herald", alle die, die nicht mehr seiner Meinung waren, nicht mehr wirklich zu Wort kommen zu lassen und nur noch das, was er und Litch gesagt haben, wurde jetzt gedruckt in diesen beiden Zeitschriften "Advent Herald" und "Morning Watch".

[4:41] Das hat natürlich enorme Kritik ausgelöst und dazu geführt, dass andere ihre eigenen Zeitschriften jetzt, ihre eigenen adventistischen Zeitschriften etabliert haben. Zum Beispiel Samuel Snow, der zunächst geglaubt hat, man hat sich einfach um ein Jahr geirrt: Jesus kommt am 22. Oktober 1845. Aber dann durch Turner auf diese Bräutigams-Interpretation gebracht wurde und er diese Idee ganz fest annimmt und darauf spezialisiert, dass Jesus am 22. Oktober ins Allerheiligste gegangen ist und am selben Tag wieder herausgegangen ist. Also großer Versöhnungstag an einem Tag. Und seine Zeitschrift, wie wir gleich öfter noch sehen, ist der "Jubilee Standard" in New York.

[5:23] Dann hatten wir noch Joseph Marsh. Der wiederum hält auch zunächst am Datum fest, gibt es später auf. Er sagt weiterhin, man kann die Zeit berechnen, anders als Himes. Und er war dann auf die Idee gekommen, dass im April 1845 vielleicht Jesus wiederkommt, zur Zeit des Passah, als das Volk Israel befreit worden ist. Daraus war im Westen der USA nochmal eine kleine Bewegung entstanden, die darauf gewartet hat. Aber als dann die Zeit auch feststrich, dann wusste man nicht mehr, was man tun soll. Für ihn war die Tür da gerade auch fast vollständig geschlossen, aber er hat diese Bräutigams-Interpretation abgelehnt.

[6:00] Also wir sehen, jeder hat so seine persönliche Perspektive gehabt. Turner, ein gewisser John Pearson und Emily Clements, eine junge Frau, haben dann in Portland eine andere Zeitschrift herausgebracht: "Hope of Israel". Und dort haben sie viele dieser neuen Ideen jetzt veröffentlicht: Bräutigams-Interpretation, die geschlossene Tür, auch Artikel über den Sabbat und über diese Erwartung, dass Jesus vielleicht im April 1845 wiederkommen könnte. Das war so ein Forum, wo jetzt alle Bräutigams-Adventisten ihre Ideen diskutieren konnten.

[6:33] Und dann hatten wir noch Enoch Jacobs, der hielt ebenfalls am Datum fest, hat aber die Bräutigams-Interpretation abgelehnt, später sich dann doch mehr dafür entschieden und hat ganz scharf auch Himes kritisiert. Und nachdem dann diese April-Enttäuschung gewesen ist, hat er sich noch mehr gegen Himes gewandt und hat die Bräutigams-Interpretation angenommen, lehnt aber interessanterweise eine geschlossene Tür. Es gab Leute, die haben die geschlossene Tür angenommen, aber die Bräutigams-Interpretation abgelehnt. Andere haben die Bräutigams-Interpretation angenommen, aber die geschlossene Tür abgelehnt. Und dann wieder beide alles. Sehr interessant.

[7:13] Und dann hatten wir relativ noch im Unbekannten Crozier und Dr. Hahn, die gemeinsam mit Hiram Edson studiert hatten und die die Bräutigams-Interpretation auf einen neuen Level gebracht haben, nämlich gesagt haben: "Es gibt ein himmlisches Heiligtum." Und dieses himmlische Heiligtum hat, so wie das irdische Heiligtum zwei Abteilungen hatte, hat es zwei Phasen des Versöhnungsdienstes. Das heißt, Jesus ist ins Allerheiligste gegangen, aber ist noch nicht herausgekommen. Er tut dort seinen zweiten Dienst. Und sie haben eine kleine Zeitschrift, den "Day Dawn", der noch nicht weit verbreitet ist. Und die meisten Bräutigams-Adventisten sehen noch nicht wirklich den Unterschied zwischen diesen beiden Ansichten.

[7:53] Und dann hatten wir natürlich Ellen Harmon, die auch das Datum zunächst aufgegeben hatte, dann aber Visionen bekommen hatte, die ihr gezeigt haben: "Der Mitternachtsruf von 1844 ist das Licht auf dem Weg und Jesus ist zur Hochzeit eingegangen." Und damit hatte Gott im Prinzip diese Bräutigams-Interpretation im Wesentlichen bestätigt. Und dann gab es noch Leute wie Orlando Squires, die plötzlich alles vergeistlicht haben, was es in der Bibel nur gab. Himmel meint nur etwas Geistliches. Jesus meint nur etwas Geistliches. Der Vater ist gar keine richtige Person. Die neue Erde gibt es gar nicht wirklich. Das findet alles im Herzen statt. Und das war der Wegbereiter des Fanatismus, der dann, wie wir letztes Mal gesehen haben, im Osten ausgebrochen ist und vor allem in Maine die Adventisten ziemlich zerstört hat.

[8:37] Beispiele für diesen Fanatismus, 1845. Einige haben angefangen, auf dem Boden zu kriechen wie Kinder. Warum? Die Bibel sagt, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Reich Gottes eingehen. Also haben sie angefangen, auf dem Boden zu kriechen. Einer ist sogar tagsüber auf den Straßen der Stadt wie auf dem Boden gekrochen und hat damit sogar noch die Pferde der Kutschen scheu gemacht. Andere haben gesagt, wir müssen unsere Haare komplett abschneiden. Jemand hat verkündigt, man darf nichts essen, was 1845 gewachsen ist. Das würde den Glauben verleugnen. Noch ein anderer hatte die Idee, woher auch immer das Gott ihm gezeigt habe, man dürfe sich nur noch von Zucker ernähren. Stell dir das mal vor. Andere wiederum, das war natürlich das Dramatische, hatten die Idee, wir sind so heilig, wir können mit fremden Personen des anderen Geschlechts in einem Bett liegen und es passiert gar nichts und wir werden gar keine schlechten Gedanken haben und es ist alles ganz wunderbar und das zeigt unsere Heiligkeit. Und worin das geendet ist, das könnt ihr euch vorstellen. Und dass die Öffentlichkeit sich immer mehr gegen Adventisten gewandt hat, wegen diesen Fanatikern, ist natürlich klar.

[9:39] Wir hatten gesehen, dass dann Ende April und Anfang Mai in Albany diese Konferenz zusammenkam, die Generalkonferenz in Albany, wo die Mehrzahl der Adventisten, die die Bräutigams-Interpretation abgelehnt haben, so wie Miller, Himes, Litch, Whiting, Galusha und viele andere, dann dieses Datum 22. Oktober 1845 aufgegeben haben. Haben wir alles angeschaut und so haben wir Anfang Mai diese Situation: Die große Mehrzahl sind die Albany-Adventisten, die sagen: "Wir können nicht genau wissen, wann es ist, die Siebte-Monats-Bewegung war ein Irrtum, wir warten jetzt einfach und bekehren weiter Menschen." Dann haben wir die Bräutigams-Adventisten, die sagen: "Nein, es ist etwas, was passiert, Jesus ist ins Allerheiligste gegangen und die Tür ist geschlossen, wir brauchen keine Menschen, die missionieren." Und das sind Leute wie Apollos Hale, Samuel Snow, Enoch Jacobs, James White, Joseph Bates. Und dann gibt es ganz, ganz wenige Leute, die bisher kaum richtig an die Öffentlichkeit getreten sind, wie Hiram Edson, Crozier Shahan, Emily Clements und Ellen Harmon, die aufgrund unabhängig voneinander entdecken, durch Bibelstudien oder durch Vision – in dem Fall von Ellen Harmon – ja, die Tür ist geschlossen, aber die Versöhnung geht noch weiter. Warum genau, ist noch nicht ganz klar, aber die Versöhnung muss weitergehen, denn der Versöhnungsdienst beinhaltet mehr, als die meisten Bräutigams-Adventisten vermuten. Und dann gibt es natürlich die Fanatiker, die sagen: "Jesus ist schon gekommen, geistlich", wie wir gerade gesehen haben.

[11:06] Und im Zuge des nächsten Monats, des Mais, haben jetzt Himes und Litch eine Tour gemacht durch die großen Städte und haben überall Konferenzen abgehalten, um ihre Sicht der Dinge bei den Adventisten zu etablieren. So zum Beispiel am 6. und 7. Mai in New York. Und dann kommt in Portland eine neue Zeitschrift heraus, und zwar von dieser Frau, Emily Clements, die heute selbst unter vielen Kennern der Adventgeschichte nicht so bekannt ist. Und sie vertritt zwar auch die Bräutigams-Interpretation, aber genauso wie Hiram Edson und Crozier Shahan eine verlängerte Versöhnung. Und sie konzentriert sich auf den Neuen Bund. Sie sagt: "Jetzt sind wir in der Zeit, wo das Gesetz Gottes in unsere Herzen geschrieben ist. Jetzt sind wir in der Zeit, es dauert noch ein bisschen, wo wir charakterlich vervollkommnet werden, damit Jesus wiederkommen kann." Ganz, ganz interessante Frau, die in dieser Zeit das sagt. Ellen Harmon ist noch relativ unbekannt. Auch die Studienergebnisse von Crozier Shahan und Edson sind noch nicht so weit geläufig. Aber Emily Clements wird relativ populär zu diesem Zeitpunkt. Währenddessen, wie gesagt, Himes unterwegs hier auch in New York, versucht, alle Adventisten auf seine Linie zu bringen.

[12:18] Und die Auseinandersetzung beginnt auch um dieses Thema. Am 7. Mai liest man in der "Voice of Truth", dass Joseph Marsh sagt: "Emily Clements verbreitet Irrtümer. Das kann nicht sein, dass die Versöhnung noch weitergeht." Auch Ellen Harmon hat es schwer, sie reist ja seit einigen Monaten mit dem jungen Prediger James White und einigen anderen durch die Gegend hier in Maine. Der gelbe Kreis, das sind die ersten Wochen, wo sie gewesen sind, und dann der rote Kreis, das erweiterte Gebiet so im späteren Frühling 1845. Von Ort zu Ort reisen sie, sie gibt ihr Zeugnis. Und man versucht vor allem Fanatismus zu bekämpfen. Aber sie selbst gilt relativ schnell als Fanatikerin. Selbst Joshua Himes stempelt sie als Fanatikerin ab.

[13:02] Und das hat folgendes zu tun. Hier in diesem Ort, in Atkinson, war einer der Bräutigams-Adventisten mit Namen Israel Damon zur Gefängnisstrafe verurteilt worden. Zwei Tage Gefängnisstrafe. Er ist dort hingekommen und in der Bundesstadt Maine hat es so viele fanatische Adventisten gegeben, dass es bereits ein Gesetz gab, dass wer ein Grundstück von Adventisten kauft, das nicht rechtmäßig ist, weil so viele Adventisten aus reinem Fanatismus verkauft haben, was sie gehabt haben. Um sie zu beschützen, hat man dann gesagt, das gilt alles nicht. Und man hatte ein Adlerauge auf adventistische Verkündiger, die rumziehen und vielleicht den Leuten sagen, sie sollen nicht mehr arbeiten usw. Und dieser Israel Damon soll angeblich auch das gesagt haben.

[13:55] Und während dieser Festnahme in seinem Haus im Februar 1845 war Ellen Harmon mit James White anwesend, weil sie gerade eine Versammlung hatten. Sie hat dort eine Vision gehabt. Und das führt dazu, dass ihr Name in der Gerichtsverhandlung auftaucht. Und als das passiert, ist so vielen Menschen klar: Ellen Harmon ist Teil dieser Fanatiker. Und damit hat sie schwer zu kämpfen. Nicht allein deswegen, sondern besagt der Israel Damon, wird nachher später selbst wirklich fanatisch. Hier ein Beispiel aus einer anderen Begebenheit. Wir wurden nach Garland, Maine gesandt, wo wir Bruder Damon und viele andere trafen und uns das Zeugnis gaben, dass sie verführt seien, dass sie glaubten, die Toten wären auferstanden. Ich sagte ihnen, dass Gott mir gezeigt hatte, dass Satan fanatische Irrtümer eingeführt hatte, um zu verführen und ihre Seelen zu zerstören. Bruder Damon stand auf und begann auf und ab zu springen, wobei er ausrief: "Die Toten sind auferstanden und nach oben gegangen! Hier ist er Gott!" Und im Englischen ist es "Glory, Glory, Hallelujah!". Der muss man sich vorstellen, wie so ein kleines Kind springt da auf. Andere folgten seinem Beispiel. Unser Zeugnis wurde abgewiesen. Viele derjenigen, die sie noch im Januar und Februar vertraut hat, Joseph Turner, Israel Damon, werden in den nächsten Monaten fanatisch. Und es gibt kaum noch jemanden, an den sie sich wenden kann.

[15:12] Sie sagt hier später mal: "Ich hatte strikte Anweisungen, dass es Männer geben würde, die zu mir kommen würden und eine große Bürde hätten, dass ich mit ihnen zu bestimmten Orten reisen solle. Aber ich dürfte nicht gehen." Es ist zum Beispiel passiert, dass der Joseph Turner, ihr eigener Prediger aus Portland, gekommen ist und gesagt hat: "Der Herr hat mir gezeigt, du sollst mit mir dort und dorthin gehen." Und dann sagt Ellen White: "Der Herr hat mir gezeigt, dass ich das nicht tun soll und dass ich meine speziellen Ordnung, meine speziellen Anordnungen habe." Sie sagt aber, dass ich James White vertrauen könne. Er würde mich beschützen und ich wäre in keiner Gefahr. Und so reist sie meistens mit James White und einigen Schwestern. Meine konstante und treue Begleiterin zu dieser Zeit war Schwester Louisa Voss, die Schwester meines Schwagers. Wir wurden auch von Bruder Falz und seiner Frau, die alte und wertgeschätzte Freunde unserer Familie waren, Bruder Ralph Haskins und Bruder James White begleitet.

[16:07] Obwohl es eine Reisegruppe war, braucht ihr natürlich nicht lange zu raten, welches Gerücht aufkam. Das Gerücht ging umher, dass Ellen Harmon alleine als 17-jähriges Mädchen mit diesem jungen Prediger umherreist, zu einer Zeit, wo ja viele andere fanatische Adventisten auch geistliche Ehefrauen hatten und diesen ganzen Unfug getrieben haben. Und diese Gerüchte kommen nach Portland und sogar ihre Mutter schreibt ihr und sagt: "Komm zurück, mach uns keine Schande." Obwohl ihre Mutter und ihr Vater eigentlich geglaubt haben, dass ihre Visionen von Gott sind.

[16:38] Sie werden dann gerufen. Gott zeigt ihr, sie sollen nach New Hampshire gehen, zum ersten Mal in diesem Bundesstaat. Sie sagt: "Es gab dort Fehler in diesem Feld, die mich sehr belasteten. Wir mussten einem Geist der Selbstgerechtigkeit begegnen, der sehr deprimierend war. Mir wurde im Vorhinein der Stolz und die Selbsterhöhung bestimmter Personen gezeigt, die wir besuchten. Aber schaut mal her, ich hatte nicht den Mut, ihnen mit meinem Zeugnis zu begegnen." Sie war 17 Jahre alt, sie wusste genau, was falsch dort läuft, aber sie hatte nicht den Mut, es zu sagen. "Hätte ich es getan, hätte der Herr mich in meiner Pflicht unterstützt. Ich fühlte mich noch nicht stark genug, die drückende Last auf den zu legen, dem sie gehörte."

[17:13] Ab und zu hat es aber dann doch über die Lippen gebracht. In dieser Zeit bekommt sie eine Vision, die sehr interessant ist, die wir uns kurz anschauen wollen, von einem gewissen Washington Morse. "In diesem Zustand wurden mir einige Dinge bezüglich der Enttäuschung von 1844 in Verbindung mit dem Fall von Bruder Morse gezeigt. Er hat fest daran geglaubt, dass der Herr zu der Zeit kommen würde. Er war bitterlich enttäuscht, als die Zeit verstrich, ohne dass das erwartete Ereignis eintraf. Er war ratlos, unfähig, die Verzögerung zu erklären. Als die Zeit verstrich, war er verzweifelt und tat nichts, um das enttäuschte Volk zu trösten, die wie Schafe ohne Hirten waren." Und jetzt wird ihr der Fall von Jona gezeigt. Bruder Morse war in einer ähnlichen Situation wie der enttäuschte Prophet. Bruder Morse fühlte, dass er zum Sprichwort oder den Nachbarn geworden sei, eine Zielscheibe der Belustigung. Er konnte sich nicht mit seiner Position anfreunden. Er bedachte nicht die Gnade Gottes, und jetzt schaut genau hin, der Welt mehr Zeit zu geben, um sich auf sein Kommen vorzubereiten, damit die Warnung noch weiter verbreitet werden kann und das Volk mit größerem Licht getestet wird."

[18:15] Hat Ellen Harmon an eine geschlossene Tür geglaubt, wo alle Erlösung nicht mehr möglich ist? Ganz definitiv nicht. Sie hat an eine geschlossene Tür geglaubt. Sie wusste selbst nicht genau, was diese geschlossene Tür ist. Sie wusste, eine Tür hat sich geschlossen, aber sie hat nicht geglaubt, dass keine Menschen sich mehr bekehren können, wie diese Vision sehr deutlich zeigt. Er dachte nur an die Demütigung und so weiter. "Mir wurde gezeigt, dass, obwohl das Ereignis, das so feierlich verkündigt worden war, nicht eintraf, war die Botschaft doch von Gott und erfüllte den Zweck, den er ihr zugedacht hatte, anstatt wegen der Enttäuschung entmutigt zu sein. Wie Jona sollte Bruder Morse die Strahlen des kostbaren Lichtes, das Gott seinem Volk gegeben hat, aufgreifen und seine egoistischen Sorgen beiseite tun."

[18:57] Manchmal sind wir so enttäuscht und entmutigt, dass wir nur noch den Kopf in den Sand stecken. Und Washington Morse hatte seit Monaten den Kopf in den Sand gesteckt wie ein Strauß. Und Ellen Harmon kommt in ihren 17 Jahren und sagt: "Moment mal, wie geht es für Jona? Hör auf damit. Er sollte sich freuen, dass der Welt eine Gnadenfrist gegeben worden war und bereit sein, im großen Werk zu helfen, das noch auf dieser Erde getan werden müsse."

[19:19] Nämlich Sünder zur Buße und Erlösung zu bringen. Also hier sehen wir ganz deutlich: Ellen Harmon hat geglaubt und auch verkündigt, zu der Zeit schon, wo fast alle Bräutigams-Adventisten, selbst James White, selbst Joseph Bates und viele andere, geglaubt haben, die Tür ist geschlossen, keiner kann mehr gerettet werden, hat sie schon gesagt: "Nein, nein, nein, es gibt noch ein Werk zu tun."

[19:40] "Der Fall von Bruder Morse wurde mir präsentiert als einer, jetzt schaut mal genau hin, der stellvertretend für eine große Gruppe in unserem Volk zu der Zeit stand." Das ist das erste Beispiel dafür, dass Ellen Harmon und später White ganz viele Visionen oder Zeugnisse an Einzelpersonen gegeben hat, die aber nicht nur an die Einzelpersonen gerichtet ist. Es gibt heute Leute, die sagen: "Das gilt nicht für mich, weil das war ja genau diese Person geschrieben." Aber ganz oft hat Gott ihr den Fall von einer bestimmten Person gezeigt, wissend, dass das stellvertretend für viele andere steht. Ihre Pflicht war klar vorgezeichnet und so weiter.

[20:18] Naja, so waren sie unterwegs. In New Hampshire hatten wir mit einer Form des geistigen Magnetismus, vergleichbar mit dem Mesmerismus, zu kämpfen. Da gab es jetzt Adventisten, die anfingen, andere zu hypnotisieren. Also der Satan hat wirklich voll reingeschlagen in der Zeit. Als wir in Clermont ankamen, wurde uns gesagt, es gebe zwei Gruppen von Adventisten. Ihr seht ja die Spaltung seit der Albany-Konferenz. Eine hält am alten Glauben fest, das sind die Bräutigams-Adventisten, die andere verleugnet ihn, das sind die Albany-Adventisten, die jetzt Himes und Litch und Miller nachfolgen. Zu welcher Gruppe sind sie wohl gegangen? Zur ersten. Und das ist das Ding. In der zweiten Gruppe gibt es fast keinen Fanatismus. Den Fanatismus, der tritt immer wieder in der ersten Gruppe auf bei einzelnen Leuten. Weil natürlich, die zweite Gruppe hat eigentlich schon, die schon weg vom Fenster, mehr oder weniger.

[21:14] Naja, jetzt schauen wir mal, was hier passiert ist. Sie treffen diese Leute, die festhalten an der Erfahrung, dass sie aber plötzlich seltsame Ideen bekommen haben. "Wir lernten bald, dass sie Heiligung vorgaben und behaupteten, sie könnten nicht mehr sündigen." Immer wieder dasselbe. Ihre Kleidung war exzellent. Plötzlich kam ein kleiner 8-jähriger Junge hinein, der buchstäblich in dreckige Lumpen gekleidet war. Wir waren überrascht, dass dieses Beispiel für Vernachlässigung der Sohn von Bruder Bennett war. Aber seine Heiligung hatte plötzlich allen Charme in meinen Augen verloren. Dieser Mann, der so vom Gebet und der Meditation eingenommen war und alle Arbeit und Verantwortung des Lebens abgelegt hatte, schien zu geistlich zu sein, um die Bedürfnisse seiner Familie zu erkennen.

[22:01] Viele dieser Bräutigams-Adventisten sind so sehr mit der Liebe beschäftigt und so sehr mit dem Gebet, dass sie keine Zeit mehr haben, Kleider zu waschen oder sich um den Haushalt zu kümmern oder vielleicht um ihre Kinder. Aber Ellen Harmon bemerkt, naja, zumindest hat er immer noch Essen gegessen. Dafür war noch Zeit genug. Und das ist übrigens eine wichtige Lektion, dass viel von dem Fanatismus der Zeit bei der Gruppe zu finden war, die eigentlich theologisch auf dem richtigeren Pfad war.

[22:29] Naja, Ellen Harmon wird zurückgerufen nach Portland, ihre Heimatstadt, denn der Fanatismus bricht dort immer stärker Bahn. Turner und andere haben mittlerweile die Oberhand dort gewonnen und der Satan greift da ganz bewusst diese Gruppe an, weil die immer noch daran festhält, dass der 22. Oktober 1844 ein prophetisches Datum ist. Das ist ja der ganze Punkt an der Sache. Auch wenn sie noch gar nicht richtig verstehen, was passiert ist, sie sind die Minderheit, sie halten daran fest. Und deswegen hat der Satan so einen gewaltigen Hass auf sie. Als damals alle dieses Datum gepredigt haben, hat er damals auf sie gekämpft. Alle, die jetzt dieses Datum abgelehnt haben, die sind erstmal schon mal weg.

[23:13] Dieser Fanatismus ist so stark, dass die Eltern von Ellen Harmon, Eunice und Robert, sich enttäuscht zurückziehen. Sie verlassen Portland, sie hatten lange Zeit auch ihr eigenes Haus als Versammlungsstätte gehabt, haben dort Hauskreis gehabt sozusagen. Und als sie sehen, dass so viele ihrer Freunde und Glaubensgeschwister einen schlechten Kurs einschlagen, ziehen sie zu ihren Töchtern nach Poland und wollen von all dem erstmal nichts mehr wissen. Bitter enttäuscht.

[23:43] Aber Ellen Harmon ist mitten im Gefecht. "Als ich nach Portland zurückkehrte, vermehrten sich die Beweise für die verwüstenden Effekte des Fanatismus in Maine. Die Fanatiker schienen zu glauben, dass Religion in großer Erregung und Lärm besteht. Joseph Turner hatte einigen Erfolg damit, meine Freunde und sogar meine Verwandten gegen mich zu stellen." Warum tat er das? Weil ich treu gesagt hatte, was mir über seinen unchristlichen Kurs gezeigt worden war. Er zirkulierte Verleumdungen, um meinen Einfluss zu zerstören und sich selbst zu rechtfertigen. Mein Los schien hart."

[24:18] Was war passiert? Ich erzähle euch kurz die Geschichte. Als sie zurückkam aus New Hampshire, zu dem Zeitpunkt hat Turner sie immer noch umworben und gesagt: "Ich bin für dich und bring dich hin, wo immer du willst." Er wollte Macht über sie gewinnen. Und als sie kam und bei der ersten Versammlung ein Zeugnis geben wollte, hat er vorher gesagt: "Hört genau zu, was sie zu sagen hat. Ihre Visionen sind von Gott und ich habe volles Vertrauen in ihre Vision." Sie bekommt eine Vision, fängt an zu reden. Und in der Vision wird ihr gezeigt, was Turner alles so mit anderen Frauen zu tun hat. Und dass er Dinge tut, die nicht so ganz in Übereinstimmung sind mit dem, was ein christlicher Prediger tun sollte. Und ohne es zu wissen, während sie in der Vision ist, sagt sie das laut vor der ganzen Versammlung.

[25:04] Nachdem ihre Vision zu Ende ist, wird Turner gefragt, was er von der Vision hält. Und er sagt: "Der erste Teil war gut, aber der zweite ist wohl nicht von Gott." Es stellt sich allerdings raus, eine kurze Zeit später spricht Ellen Harmon mit seiner Frau. Und es stellt sich raus, dass es stimmt, dass er manchmal des Nachts mit jungen Frauen noch lange zugange ist. Und sie ist tief traurig. Und Ellen Harmon hat unwissentlich die Wahrheit gesagt. Und seit diesem Zeitpunkt ist Turner jetzt ein Gegner von Ellen Harmon, denn sie hat den Finger auf die Wunde gelegt. Und jetzt bekämpft er sie und versucht darzustellen, dass sie nur verführt ist und dass man ihr nicht trauen kann. Und weil er sehr einflussreich ist, weil er einer der Pioniere ist dieser Bräutigams-Interpretation, glauben ihm viele Leute. Und er war wohl ein sehr exzellenter Redner.

[25:53] Naja, sie sagt: "Entmutigung lag heftig auf mir. Und der Zustand des Volkes Gottes erfüllte mich mit Qual, sodass ich zwei Wochen mit Krankheiten hinterlag." Ellen Harmon war fix und fertig, völlig deprimiert. So weit, dass man sagt, dass sie vor einigen Tagen kaum noch richtig bei Sinnen war. Sie hat Sachen gesagt aus dem Unterbewusstsein. Man konnte kaum noch richtig mit ihr reden. Einige haben gedacht, sie wird sterben. Aber Brüder und Schwestern, die mit mir sympathisierten, trafen sich, um für mich zu beten. Ich realisierte bald, dass ernstes, wirksames Gebet für mich dargebracht wurde. Das Gebet behielt die Oberhand, die Kraft des starken Feindes war gebrochen und ich wurde befreit und hatte sofort eine Vision.

[26:36] Und das wird ihr gezeigt. "In diesem Gesicht sah ich, dass mich nie wieder menschlicher Einfluss auf diese Art und Weise bedrängen sollte. Wenn ich merken würde, dass ein menschlicher Einfluss, also ob jetzt Hypnose oder Mesmerismus oder was auch immer, mein Zeugnis beeinträchtigen würde, egal wo, bräuchte ich nur zu Gott zu rufen und er würde einen Engel zu meiner Rettung senden." Achtet genau, was sie sagt. "Ich hatte bereits einen Schutzengel, der ständig bei mir war, aber wenn nötig, würde der Herr einen weiteren senden, um mich zu stärken und mich über jeden irdischen Einfluss zu erheben."

[27:07] Und just zu dieser Zeit hat sie eine weitere Vision, die ihr wahrscheinlich alle gut kennt. Die Vision von der neuen Erde, die heute als Teil der ersten Vision, als zweiter Teil der ersten Vision bekannt ist, aber eigentlich eine Vision war, die etliche Monate nach der ersten Vision gegeben worden ist. Das sind diese berühmten Worte: "Mit Jesus an unserer Spitze stiegen wir dann alle von der Stadt zu der Erde hinab, auf einen großen und hohen Berg, welcher den Herrn nicht tragen konnte und sich voneinander teilte, sodass eine große Ebene entstand. Dann schauten wir auf und sahen die große Stadt mit zwölf Gründen und zwölf Toren, drei an jeder Seite und ein Engel an jedem Tor. Wir alle riefen aus: 'Die Stadt, die große Stadt, sie ist gekommen, sie ist herabgekommen von Gott aus dem Himmel!' und sie kam und ließ sich nieder auf den Platz, wo wir standen. Dann betrachteten wir von außen die herrlichen Dinge in der Stadt. Ich sah dort herrliche Häuser, die wie Silber aussahen und so weiter." Sie betrachtet die Wohnung hier. Sie sieht die Kronen, das Feld, ein herrliches Licht.

[28:04] Ich überspringe das ein bisschen. "Dann sah ich ein anderes Feld mit allen Arten von Blumen, als ich die pflückte, rief ich aus: 'Sie werden nimmer verwelken!' Vielleicht kennt ihr diese Vision. Wieder sah ich ein Feld mit schlankem Gras, herrlich anzusehen. Es war frisch und grün. Als ich stolz zur Ehre des Königs Christus Jesus wogte, hatte es einen Schein wie Silber und Gold." Sie sieht die Tiere. Sie sieht die Wälder. Und dann heißt es hier: "Als wir weitergingen, trafen wir eine Gruppe, die auch die Herrlichkeit des Ortes betrachtete. Ich bemerkte einen roten Saumann in ihren Gewändern. Das finde ich eine ganz tolle Stelle. Ihre Kronen strahlten, ihre Kleider waren rein weiß. Als wir sie grüßten, fragte ich Jesus, wer sie seien. Er sagte, dass es Märtyrer seien, die für ihn ihr Leben gelassen hätten. Bei ihnen befand sich eine unzählbare Schar Kinder, die ebenfalls einen roten Saum an ihren Kleidern hatten."

[28:54] Und dann beschreibt sie hier: "Der Weg Zion lag jetzt gerade vor uns und auf den Bergen war ein herrlicher Tempel. Um ihn herum waren sieben andere Berge, auf denen Rosen und Lilien wuchsen. Und ich sah die kleinen Emporklimmen, oder wenn sie wollten, ihre kleinen Flügel gebrauchen und zu den Spitzen der Berge fliegen, und so weiter und so fort." Sie sieht dann den Tempel, die 144.000. Wir springen jetzt ein bisschen aus Zeitgründen.

[29:20] "Nachdem wir die Herrlichkeit des Tempels betrachtet hatten, traten wir raus und Jesus verließ uns und ging nach der Stadt. Bald hörten wir seine holde Stimme wieder, die sagte: 'Kommt, mein Volk, ihr seid gekommen aus großer Trübsal, habt meinen Willen getan, habt für mich gelitten, kommt zum Hochzeitsmahl und ich will mich gürten und euch dienen.' Wir riefen wieder Halleluja, Herrlichkeit und traten in die Stadt."

[29:41] Wichtig an dieser Stelle ist zu beachten: Sie sieht einen buchstäblichen Tempel, sie sieht einen buchstäblichen Jesus, sie sieht eine buchstäbliche neue Erde. Gerade in dieser Zeit, wo immer mehr Vergeistliche die Bräutigams-Adventisten unterminieren, ist diese Vision absolut Gold wert, um die Menschen zurück zur Bibel zu führen.

[29:59] "Dort sah ich einen Tisch von reinem Silber viele Meilen lang, aber unsere Augen konnten ihn doch überblicken. Ich sah dort die Frucht vom Baum des Lebens, Manna, Mandeln, Feigen, Granatäpfel, Weintrauben und viele andere Arten von Früchten. Ich bat Jesus, mich von der Frucht essen zu lassen, aber er sagte: 'Noch nicht. Diejenigen, die von den Früchten dieses Landes genießen, gehen nicht mehr nach der Erde zurück. Aber wenn du treu bist, sollst du bald von dem Lebensbaum essen und von dem Wasser des Lebens trinken.' Und nun, sagte er, musst du wieder nach der Erde zurückkehren und den anderen erzählen, was ich dir offenbart habe. Dann zog mich ein Engel sanft herab nach dieser dunklen Welt."

[30:37] "Manchmal ist es mir, als könnte ich nicht länger hier bleiben, denn alle Dinge dieser Erde sehen so traurig aus. Ich fühle mich hier sehr einsam, denn ich habe ein besseres Leben gesehen." Wahrscheinlich kennt ihr diesen Ausspruch auch. "Oh, dass ich Flügel hätte, gleich einer Taube, um hinweg zu fliegen und zur Ruhe einzugehen." Dieses Verlangen, bald bei Jesus zu sein, das hatten auch viele andere. Und nach wie vor ist diese Idee im Raum. Es kann ja nicht viele Wochen, Monate dauern. Irgendwann muss er doch kommen. Zum Beispiel gibt es hier diesen Bräutigams-Adventisten J. Owens, der schreibt: "Vielleicht kommt er ja zu Pfingsten 1845. Vielleicht ist dann die Ernte der Zeit."

[31:13] Währenddessen weiterhin Himes und Litch unterwegs hier in Philadelphia vom 13. bis 15. Mai. Und sie bringen die große Masse der früheren Adventisten auf ihre Position der geöffneten Tür. Nichts ist passiert, alles weitermachen. Siebter Monat hat keine Bedeutung. Gleichzeitig, 14. Mai, lehrt "Hope of Israel" in Portland: "Jetzt findet die Hochzeit der Adventisten mit Jesus im Himmel statt." Bräutigams-Interpretation. Und auch der Sabbat macht immer mehr Furore. Dieses Traktat von Preble, von dem wir letztes Mal schon gesprochen haben, was auch Bates gelesen hat, wird immer weiter verbreitet. Und viele der Bräutigams-Adventisten fangen an, den Sabbat zu halten.

[31:51] "Es ist besser, Gott zu gehorchen als Menschen, vor allem dort, wo menschliche Gebote sich mit Gottes Wahrheit überschneiden." So sagt es C.P. Whitton hier zum Beispiel an Joseph Marsh. Nicht nur der Sabbat wird jetzt von vielen angenommen, viele fangen an, auch die Füße sich zu waschen. Die Fußwaschung. Wobei es bei den Fanatikern dann eher die Idee gibt: Naja, vielleicht können wir uns ja auch unterhalb der Geschlechter die Füße waschen. Da sieht man, dass es immer so in einem schmalen Grad war. Die Bräutigams-Adventisten haben angefangen, die Füße zu waschen. Dann fangen viele an zu sagen: "Okay, ich kann ja auch anderen Frauen die Füße waschen." An einer Stelle ist Ellen Harmon gesagt worden: "Hey, Schwester Harmon, Gott hat mir gezeigt, ich soll dir die Füße waschen." Und Ellen Harmon hat gesagt: "Gott hat mir gezeigt, du hast nichts mit meinen Füßen zu tun." Aber natürlich, wenn jemand von Fußwaschung gesprochen hat, wegen dieser Exzesse haben natürlich die, die nicht daran geglaubt haben, gesagt, das ist alles Fanatismus. Und das einfach nur für euch vielleicht zur Unterscheidung.

[32:49] Himes dann auch in Baltimore vom 18. bis 22. Mai. Marsh beschwert sich, obwohl er ja auf der Albany-Seite steht. Er sagt: "Unsere Resolutionen sind zu eng." Weil Himes drückt darauf zu sagen: "Entweder ihr nehmt das an, was wir auf der Konferenz beschlossen haben, oder ihr seid keine Adventisten mehr." Und Marsh sagt: "Das können wir nicht machen. Da gibt es viele treue Geschwister, die keine Fanatiker sind. Da gibt es viele, die wirklich ernsthaft die Bibel studieren. Die können wir doch nicht alle ausschließen." Aber diese Spaltung wird immer deutlicher.

[33:20] Und als dann das voll und ganz zutage tritt, was in Albany beschlossen worden ist, dann nur ein paar Beispiele hier aus dem 22. Mai 1845. Das ist "Jubilee Standard". Das ist Samuel Snow. Also ihr seht ja, wie er sagt, der Antitypus, das Heiligtum, muss am selben Tag die Versöhnung erfahren, am 22. Oktober. Und für ihn ist das Heiligtum das Neue Jerusalem. Und er fragt es jetzt: "Und da die Denomination der Adventisten vorgibt, nach dem sofortigen Kommen Jesu Ausschluss zu halten, wie passt es, ja, verstehe ich auch nicht, was ich so besetzt habe, also wie passt es, dass sie leugnen, dass die 2300 Tage vollendet sind und die Versöhnung, das Geheimnis Gottes vollendet sind?" Also warum leugnen die das jetzt?

[34:05] Und jetzt sagt er Folgendes: "Nachdem wir sorgfältig die Vorgänge der Konferenz, gemeint ist Albany, gelesen haben, urteilen wir, dass einige wenige Teilnehmer den Geist unseres göttlichen Meisters hatten und andere ein unchristliches Gefühl gegen jene, die anders denken als sie und eine Disposition den Weg, den sie geführt worden sind, vergessen hatten und nach den Fleischtöpfen Ägyptens verlangen." Das ist eine ziemlich starke Sprache. Also Samuel Snow sagt, diese Leute in Albany, so Himes, Litch und so weiter, die gehen zurück nach Ägypten. Er bemerkt auch: "Die Geschwister im Osten, gemeint ist Maine und Boston, erhielten viel Aufmerksamkeit und wenig Sympathie. Man schließt sie aus." Hier sagt er: "Was denkt ihr? Hätte wohl der Josiah Litch von 1843 gesagt?" Also mit anderen Worten, der Litch von 1845 ist ein anderer als 1843. Die haben sich geändert, unsere Führer. Die predigen nicht mehr das, was sie früher gepredigt haben. Früher hat er definitive Zeit gepredigt, gesagt, wir können es genau wissen. Jetzt predigt er plötzlich, man darf es nicht wissen, man muss dagegen predigen. Was sollen wir jetzt machen?

[35:09] Himes organisiert noch eine Konferenz. In Boston, an jedem großen Ort, werden jetzt Konferenzen abgehalten, um die Mehrzahl der Adventisten auf die Linie der Albany-Konferenz zu vereinigen. Gleichzeitig kämpft man gegen die Vergeistlichen. Am 28. Mai, hier "Voice of Truth". Marsh schreibt gegen diese Vergeistlichen.

[35:30] Joseph Bates ist super erbohrt über das, was in Albany vor sich gegangen ist. Es ging ja so weit, dass sogar Himes nur die eingeladen hatte, die seiner Meinung waren. Alle, die mit ihm nicht übereingestimmt haben, waren gar nicht eingeladen zu der Konferenz. Und Bates schreibt jetzt an Snow: "Lieber Bruder Snow, ungeachtet der jüngsten, für mich überraschenden Vorgänge in Albany, kann ich nicht anders, als immer noch zu glauben, dass unsere Position bezüglich des Rufes um Mitternacht richtig ist und dass wir die Hochzeit erlebt haben und die Tür geschlossen ist."

[36:01] Glaubt Joseph Bates an die geschlossene Tür? Ja, schaut mal wie sogar. Nicht halb oder drei Viertel, sondern ganz. "Und unsere was? Unsere gefallenen Brüder werden bald ihren traurigen Fehler einsehen." Also das, boah, da stoßen Welten jetzt aufeinander. Er sagt weiter: "Ich glaube fest, dass unser Herr, so wie in Daniel 7, Verse 13, 14 beschrieben ist, letzten Oktober sein Königreich empfangen hat." Er sagt weiter: "Ich glaube, wir sind auf dem Weg der Gerechten, der heller und heller scheint bis zum vollkommenen Tag, nicht weniger und weniger." Er sagt: "Was in Albany geschehen ist, die sind zurückgekehrt, die haben wieder Sachen aufgegeben. Das kann doch gar nicht wahr sein. Der Weg des Gerechten wird doch immer heller. Man muss mehr Wahrheit erkennen, neues Licht bekommen, statt zurückzugehen."

[36:50] Hiram Edson, einer der Bräutigams-Adventisten, der damals schon diese Idee hatte mit dem Heiligtum und daran studiert hat, ist auch noch nicht frei von der Idee, dass Jesus demnächst wiederkommen sollte. Er sagt hier: "Und wir glauben, wir haben gute Beweise, dass die 1335 Jahre dieses Jahr enden. Und ich kann sie nicht über den nächsten August hinaus verlängern." Also immer noch ist diese Idee da, es muss jetzt in den nächsten Monaten sein. Wir versuchen doch die Daten noch ein bisschen zu schieben. Vielleicht haben wir uns ein bisschen geirrt, dieses Jahr vielleicht.

[37:20] Der "Jubilee Standard" von Snow bespricht auch die Vergeistlichen hier über diese Zeitschrift von Orlando Squires, "Voice of the Shepherd". "Wir haben diese Zeitung sorgfältig untersucht und sehen darin die Stimme dessen, der sich als Engel des Lichts verwandelt." Also deutliche Sprache. "Sie verbreitet die gefährliche und verführende Lehre, dass das Kommen Jesu mystisch oder geistlich ist und bereits stattgefunden hat." Also Snow und die aufrechten Bräutigams-Adventisten wehren sich dagegen gegen den Fanatismus. Sie wollen nicht damit in einen Topf geworfen werden, obwohl das Himes tut. Es ist ganz schwer, das irgendwie auseinanderzuhalten für viele in der Zeit.

[37:59] Und Ellen Harmon bekommt immer mehr den Widerstand zu spüren. "Um diese Zeit herum war ich in großer Anfechtung. Und wenn es dem Herrn gefiel, mir eine Vision in einer Versammlung zu geben, sagten einige, es sei nur Aufregung und Mesmerismus." Turner hat bereits behauptet, er könnte Ellen Harmon mesmerisieren. "Betrübt und verzweifelt ging ich oft allein an einen abgelegenen Ort, um meine Seele bei dem auszuschütten, der die Müseligen und Beladenen einlädt, bei ihm Ruhe zu finden. Als mein Glaube die Verheißung in Anspruch nahm, schien Jesus mir sehr nahe. Und dort wurde mir dann eine Vision gegeben."

[38:31] Gott hatte die ersten Visionen immer öffentlich gemacht, um den Menschen zu zeigen: "Hey, Ellen Harmon ist eine echte Prophetin." Wegen der Zeichen und so weiter, wenn wir uns das anschauen. Aber als dann gesagt wurde, es ist nur wegen öffentlichem Einfluss von anderen Leuten, gibt Gott die Vision, da wo es keine Menschen gibt, die sie beeinflussen können. Aber trotzdem kommen ihr Zweifel. "Alle Dinge lasteten schwer auf meinem Gemüt. Und in der Verwirrung war ich manchmal versucht, meine eigene Erfahrung zu bezweifeln." Stellt euch vor, ihr habt Visionen von Gott bekommen und ihr seid trotzdem so sehr versucht, dass ihr nicht wisst, ob diese Vision von der neuen Erde überhaupt wirklich echt war. Das war der Punkt, an dem sie war.

[39:11] Im Frühsommer 1845, sie war sich nicht mehr sicher, ob sie nicht vielleicht wirklich von Turner und anderen Fanatikern einfach nur verführt worden ist. Sie konnte es nicht mehr genau sagen. "Eines Morgens, während der Familienandacht, kam die Kraft Gottes über mich. Da kam mir der Gedanke, dass es Mesmerismus sei und ich widersetzte mich. Ich will das nicht." Augenblicklich war ich völlig stumm. Und einige Augenblicke war ich unabhängig von allem um mich herum. Ich sah dann, dass ich gesündigt hatte, indem ich die Macht Gottes bezweifelte und dass ich dafür stumm geworden war, dass meine Zunge wieder gelöst würde, ehe 24 Stunden vergangen seien.

[39:49] Eine Karte wurde mir vorgehalten, vielleicht kennt ihr diese Vision, auf welcher in goldenen Buchstaben die Kapitel und Verse von 50 Bibeltexten verzeichnet standen. Als ich aus dem Gesicht kam, bat ich durch die Zeichen um eine Tafel. Darauf schrieb ich, dass ich stumm sei, um was ich gesehen habe. So wie... Wer in der Bibel hat das auch erlebt? Zacharias, genau, der Vater, der auch gezweifelt hat. Der musste aber länger warten. Dass ich die große Bibel haben möchte. Ich nahm die Bibel und schlug all die Texte auf, die ich auf der Karte gesehen hatte. Ich war nicht imstande, tagsüber ein Wort zu sprechen. Früh am nächsten Morgen war meine Seele mit Freude erfüllt und meine Zunge zum lauten Lobe Gottes gelöst. Nachdem wagte ich nicht mehr zu zweifeln oder der Kraft Gottes zu widerstehen, was auch andere von mir denken mochten.

[40:40] Wenn ihr wissen wollt, was diese 50 Verse waren, ihr könnt sie heute nicht alle lesen, die Zeit reicht nicht aus, aber vielleicht können wir ganz kurz diese Folie deutlich mal in den Livestream auch nehmen, dass wer das zu Hause anschaut, dann später die Aufnahme einfach auf Stopp drücken kann und sich alle Verse abschreiben kann oder anschauen kann. Das ist die erste Hälfte und jetzt kommt die zweite Hälfte. Haben wir die schon gezeigt? Genau, jetzt kommt die zweite Hälfte. Hier könnt ihr auf Stopp drücken, alle Verse anschauen. Sehr, sehr, sehr interessant. Ein super Studium. Wenn ihr jetzt die Geschichte hinterkennt, werdet ihr noch besser verstehen, warum diese Verse genau in der Reihenfolge sind. Das ist absolut faszinierend. Das ist die einzige Bibelstunde, von der ich genau weiß, dass Gott selbst sie geschrieben hat. Schaut es euch mal an. Aber das könnt ihr zu Hause machen, auch ihr, die ihr heute da sitzt, wenn ihr euch die Aufnahme anschaut.

[41:24] Weiter. Bis zu dieser Zeit konnte ich nicht schreiben. Die war ja todkrank. Meine zitternde Hand war nicht in der Lage, die Feder gerade zu halten. Während der Vision wurde mir von einem Engel befohlen, die Vision aufzuschreiben. Sie war so schwer krank, sie hatte nur drei Jahre Schulbildung. Sie konnte nicht schreiben und sie sagte: "Das kann ich nicht. Wie soll das gehen? Ich weinte und sagte: Unmöglich, unmöglich." Die Worte kamen: "Nichts ist unmöglich für Gott."

[41:53] Interessanterweise war sie nicht plötzlich gesund. Sie sagte: "Ich bemühte mich und meine Hand begann, die Dinge zu schreiben, die mir gegeben worden waren." Gott hat die Krankheit nicht sofort weggenommen, sondern hat die Kraft gegeben, durch Bemühung und Anstrengung schreiben zu können.

[42:09] "Es war ein großes Kreuz für mich, anderen zu sagen, was mir über ihre Fehler gezeigt worden ist. Es verursachte mir große Bedrängnis, zu sehen, dass andere betrübt oder traurig waren. Und wenn gezwungen, die Botschaften zu geben, machte ich sie oft was? Sanfter und erzählte sie so angenehm für den Betreffenden, wie ich nur konnte." Also, Sie können sehen, sie hat ganz schön mit ihrem Los gehadert, oder? "Und dann würde ich alleine in Geistesqual weinen. Ich schaute auf diejenigen, die nur für ihre eigene Seele zu sorgen haben und dachte, in ihrer Lage würde ich nicht murren. Es war schwer für mich, die klaren, schneidenden Zeugnisse weiterzugeben, die ich von Gott erhalten hatte."

[42:44] Wenn ihr jemals denkt, was für eine tolle Sache es wäre, Prophet zu sein. Diese Zeugnisse sollten euch davon überzeugen, dass die Leute, die gerne Prophet sein sollen, nicht wissen, wovon sie reden. "Ich beobachtete ängstlich das Resultat und wenn die getadelte Person sich dagegen erhob und später die Wahrheit bekämpfte, kamen mir Gedanken: Habe ich die Botschaft so weitergegeben, wie ich sollte? Oh Gott, gibt es keinen anderen Weg, sie zu retten? Und dann hing solch eine Bedrängnis über meiner Seele, dass ich oft dachte, der Tod wäre ein willkommener Bote. Und das Grab ein süßer Ruheort." Sie wollte lieber sterben als Prophet sein. Das war wirklich eine ernste Zeit in ihrer Erfahrung.

[43:25] Und dann bekommt sie eine Vision und sie sieht Jesus. Aber Jesus lächelt sie nicht an. Jesus schaut sie so durchdringend an, dass sie richtig zittert. "Was ich dann sah, kann ich kaum beschreiben. Eine Gruppe wurde mir gezeigt, deren Haare und Kleider zerrissen waren und deren Angesicht der Verzweiflung und Horror ausdrückten. Sie kamen nahe zu mir, nahmen ihre Gewänder und rieben sie an meines. Ich sah meine Kleider an und sie waren mit Blut befleckt."

[43:51] Was soll das bedeuten? Erklärung kommt. "Ich fiel wie tot zu den Füßen meines begleitenden Engels. Ich hatte keine Entschuldigung. Der Engel stellte mich erneut auf meine Füße und sagte: 'Dies ist jetzt nicht dein Fall. Aber diese Szene ist dir gezeigt worden, um dich wissen zu lassen, was deine Situation sein wird, wenn du den anderen nicht sagst, was Gott dir offenbart hat. Aber wenn du bis ans Ende treu bist, wirst du vom Baum des Lebens essen und so weiter und so fort.'"

[44:19] Gott muss ihr sehr deutlich zeigen: Wenn du Prophetin bist, musst du das sagen, was ich dir aufgegeben habe. Ansonsten machst du dich schuldig. Und so macht sie sich auf den Weg. Sie hat sich entschlossen. Sie wird nicht mehr zweifeln. Sie wird die Sachen jetzt so sagen, wie Gott sie ihr gesagt hat. Übrigens eine Lektion auch für uns, dass wir auch die, auch wenn wir keine Propheten und Prophetinnen sind, die Botschaft nicht verwässern dürfen. Wenn Gott eine Botschaft hat, hat er eine Botschaft.

[44:48] Sie geht nach Paris, nach Maine mit James White zusammen. Dort sind besonders viele Fanatiker, die Turner anhängen. Und bei einem Treffen kommt einer der Leiter dort, ein gewisser Bruder Stevens. Und er hatte ein Treffen anberaumt, weil er sagte, er hat etwas sehr Wichtiges, den Gläubigen dort zu sagen. Und als er merkt, dass Ellen Harmon anwesend ist, ist ihm sehr unwohl. Er hat nämlich vorher gesagt, er glaubt an alle Visionen nicht. Er glaubt nur, was in der Bibel steht. Und die Bibel sagt ganz deutlich, man dürfe nicht mehr arbeiten. Und wer arbeitet, der sündigt. Und man muss nur noch da sitzen und quasi sich geistlich ergehen. Ellen Harmon gibt ein deutliches Zeugnis, dass er im Irrtum ist. Und er widersetzt sich dem und sagt: "Das ist alles Quatsch und so weiter."

[45:30] Die Geschichte von diesem Stevens ist sehr traurig. Kurze Zeit später wird er verrückt. Und noch ein bisschen kurze Zeit später hat er sich selbst erhängt.

[45:39] Interessante Geschichte hier auf dem Weg nach Portsmouth, nach New Hampshire. Gott hat ihr gezeigt, sie soll an diesen Ort gehen, um dort ihr Zeugnis zu geben. Sie wollte den Zug nehmen nach Portsmouth, hat aber kein Geld mehr. Sie hat sich trotzdem, obwohl sie keinen Penny mehr hatte, vorbereitet, hat sich angezogen. Und der Zug, also es gab ja damals so eine Glocke, hat schon ein paar Minuten vorgeklingelt. Und sie hat gesagt: "Ich gehe da hin, aber ich habe kein Geld mehr für die Fahrkarte." Und während sie sich vorbereitet, kommt jemand angeritten, ein Bruder, ein Glaubensbruder, auf einem Pferd und sagt: "Ich hatte den Eindruck, dass hier jemand Geld braucht. Gebt ihr Geld." Und damit kann sie die Fahrkarte kaufen. Und für sie ist es eine gewaltige Erfahrung, dass Gott ihr hilft, genau in der Situation, wo sie das Geld benötigt.

[46:32] Himes kommt dann auch nach Portland und organisiert dort die Albany-Adventisten gegen die Bräutigams-Adventisten und wählt dort neue Leiter und so bleibt nur noch eine Gruppe von Bräutigams-Adventisten in Portland zurück. Diese Trennung beschreibt auch Bates. "Die Trennung hier und in New Bedford hat bereits stattgefunden." Das heißt, in den einzelnen Gruppen gibt es jetzt immer eine Trennung. Die Albany-Adventisten, die Mehrheit, und die Bräutigams-Adventisten. "Wir haben uns mit unseren Geschwistern in New Bedford verbunden und halten unsere Versammlung am was ab? Sonntag."

[47:09] Joseph Bates, der den Sabbat schon angenommen hatte, hält wieder den Sonntag. Warum das denn? Aus einem Grund. Immer mehr Bräutigams-Adventisten haben den Sabbat angenommen und darunter immer mehr Fanatiker. Weil das passt so gut zu ihrer Idee, dass man nicht mehr arbeiten soll. Weil wenn man überhaupt nicht mehr arbeiten soll, kann man auch den Sabbat sehr gut halten. Und Bates beobachtet das kritisch und als er sieht, dass immer mehr Fanatiker den Sabbat halten, kommt er zur Schlussfolgerung, dass vielleicht der Sabbat auch nicht richtig ist. Und er gibt den Sabbat erstmal wieder auf und hält wieder den Sonntag. Interessant, nicht wahr? Unglaubliche Zeit.

[47:46] Und er beschreibt hier, wie sie sich versammeln. Hier, schaut mal, was hier steht. "Wie ich es vorher gesagt habe, wir brauchen Piloten. Und nachdem Bruder Miller und all die anderen, die uns so wunderbar aufs Meer hinaus geführt haben, in den Nebel gekommen sind, ihre Position verloren haben und uns verlassen haben, indem sie in das erste Boot gesprungen sind, das vorbeikam, welches übrigens durch mein Fernglas wie ein Piratenschiff aussieht, sage ich, sollen wir nicht einen Piloten haben, der uns in den Hafen führt? Ja, sicher." Die Bräutigams-Adventisten sagen, wir brauchen neue Leute, die uns führen. Leute wie Snow, wie Jacobs und so weiter.

[48:24] Diese Zeitschrift von Emily Clements kommt sehr gut an bei den Gläubigen. Sie sagt hier: "Jemand schreibt hier: 'Ich preise den Herrn, es war speisezurechten Zeit, möge Gott unserer Schwester befähigen, die kleine Herde der Ausgestoßenen bis ans Ende zu füttern.'" Aber Samuel Snow ist nicht so begeistert davon. Er sagt: "Ja, da gibt es einige Dinge, mit denen wir übereinstimmen, aber andere Dinge sind nicht mit den heiligen Aussprüchen vereinbar." Samuel Snow sagt: "Es ist nicht wahr, dass die zwei Abteilungen des Heiligtums zwei Abschnitte des Bundes darstellen. Genauso wenig ist es wahr, dass Jesus jetzt im Allerheiligsten ist."

[49:04] Also nicht nur sind die Bräutigams-Adventisten geteilt in die Normalen und die Fanatiker, sondern die Normalen teilen sich wieder in die, die sagen: Jesus war nur einen Tag im Allerheiligsten und jetzt eine ganz, ganz kleine, die Minderheit von der Minderheit der Minderheit. Sie sagt: Jesus ist noch immer im Allerheiligsten und dient da jetzt für uns. Also Sie können sehen, das ist eigentlich ein Beispiel für Sichtung. Es bleiben immer weniger übrig.

[49:32] Er sagt, Snow sagt: "Stattdessen Jesus, der große Hohepriester, verließ das Allerheiligste am zehnten Tag des siebten Monats. Er ist nicht mehr länger ein Fürsprecher. Er ist ein Priester, König und Richter. Keine Gnadenzeit mehr."

[49:49] "Wir haben keine Gemeinschaft mit dem Schritt der Albany-Konferenz, nicht einer in unserer Gruppe. Wenn einer eine solche Einstellung aufweist, glauben wir, gehört er zum Käfig der Unreinheit." Das ist Sprache des Offenbarung 18. Das ist Babylon. Die sagen im Wesentlichen, die Albany-Adventisten, die gehen nach Babylon zurück. Und Himes besucht im Gegensatz die Bräutigams-Adventisten in Maine und an anderen Orten, sieht viele Fanatiker und schlussfolgert: Alle Bräutigams-Adventisten sind Fanatiker. Und berichtet natürlich in den grellsten Farben davon. Ein Riesenmissverständnis. Aber es wird noch dramatischer.

[50:24] Am 11. Juni gibt Apollos Hale, einer der führenden Bräutigams-Adventisten, die Interpretation auf, nach der er und Turner hatten ja damals zusammen das herausgefunden. Turner war fanatisch geworden. Hale sagt: "Hey, vielleicht ist es wirklich nur Fanatismus." Er gibt es auf und stellt sich auf die Seite von Himes. Das ist ein Schlag für die Gruppe.

[50:46] Einer schreibt: "Wo sind jene, die wir als Leiter betrachtet haben? Sie hatten viel Wissen, aber sind nicht einige in der Wüste gefallen?" Ein anderer schreibt: "Meine Seele ist sehr betrübt, wenn ich sehe, dass die, die mit uns in der Siebten-Monats-Bewegung gewesen sind, nun sich der Welt zuwenden und durch Wort und Tat leugnen, dass sie von Gott war."

[51:05] Und hier steht unter den Warten übrigens des Israelgottes, ist die Frage aufgekommen, wer zur Gemeinde Laodicea gehört. Es sind jene, die für eine offene Tür kämpfen, nachdem der Bräutigam sie geschlossen hat. Die sind gefallene, abgefallene Adventisten. Schaut ihr fast alle Reden bei den kürzlich abgehaltenen Konferenzen in Albany, New York, Philadelphia, Baltimore und Boston an. Ihr könnt sehen, dieser Schnitt ist nicht mehr zu heilen. Eine Spaltung, wie sie tiefer kommen, möglich sein kann.

[51:32] Schaut mal hier, das ist wirklich unglaublich. Snow, wir sind froh, der kleinen Herde den folgenden Artikel von Bruder Gross zu geben. "Wir haben das Thema gründlich studiert, schon wieder, und haben uns überzeugt, dass die 1092 Tage aus Daniel 12 im Juli 1800 endeten und demzufolge die 1335 Jahre im Juli 1845 enden." Wann schreibt ihr das? Im Juni, also Jesus kommt bald wieder. Am 10. Tag des Siebten Monats, 22. Oktober, dann wurden Bräutigam und Braut verheiratet, dann wurde Zion die verheiratete Frau und in angemessener Zeit wird sie Kinder hervorbringen. Wie lange braucht eine Frau, wenn sie geheiratet hat, im Oktober? Wann könnte sie frühestens ihr Kind bekommen? Nach neun Monaten, oder? Es sind genau neun Monate danach.

[52:11] Also mittlerweile, und daran scheitert der Bräutigamsadventismus, sie greifen jedes scheinbare Argument, was irgendwie wie ein Strohhalm daherkommt, greifen sie auf und verkünden es als biblische Wahrheit. Und dadurch gibt es eine Enttäuschung nach der anderen. Gerade bei den Bräutigams-Adventisten, die eine radikale geschlossene Tür verkündigen.

[52:31] Einige, wie hier Bruder Whitten, die für den Sabbat eingetreten sind, geben ihn kurze Zeit wieder auf. Am 18. Juni schreibt Whitten: "Der Sabbat ist doch ausgelöscht." "Hope of Israel" wird am 23. Juni eingestellt. Also es geht bergab mit dem Bräutigamsadventismus.

[52:46] Und dann kommt noch eine neue Idee. Auch am 2. Juli schreibt Bruder Thayer: "Moment mal, Jesus sagt doch, es gibt vier Nachtwachen. Jesus kommt doch in der vierten Nachtwache, oder? Und die erste Nachtwache ist im Frühling 1844, das war das erste Datum, dann der Herbst 1844, zweite, Frühling 1845, dritte, Jesus kommt im Herbst wieder."

[53:07] Die übrigbleibenden Bräutigams-Adventisten, die noch nicht fanatisch geworden sind, zerfleischen sich gegenseitig. Snow wendet sich vehement gegen Emily Clemens, bezeichnet ihre Lehre der verlängerten Versöhnung als Mystizismus und bricht allen Kontakt zu ihr ab und sagt: "Du glaubst nicht so wie ich, dass Jesus das Allerheiligste verlassen hat, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben." Das wiederum bringt ihm viel Kritik ein und die Leute sagen: "Das kannst du doch nicht machen, du verhältst dich ja wie der Papst." Enoch Jacobs drückt auch diese Idee von den vier Nachtwachen aus. Und er selbst, der Enoch Jacobs, der ist versöhnlicher, der versucht einen Mittelweg zu finden, der versucht die verschiedenen Positionen zusammenzubringen und ein Forum zu bieten.

[53:47] Der "Daystar" ist mittlerweile die einzige Zeitschrift, wo die Bräutigams-Adventisten sich noch austauschen können, wo sie sich wirklich ungestört und Ideen besprechen können.

[53:59] Storrs im Juli mittlerweile kritisiert er ganz öffentlich Miller und sagt, der hat etliche Fehler gemacht und im Juli, im Sommer 1845 hat sich Storrs von allen Adventisten, selbst von den Albany-Adventisten getrennt und geht seinen eigenen Weg. Enoch Jacobs sagt am 22. Juli: "Snow ist zu hastig gewesen in der Ablehnung von Clemens und er wird dadurch selbst relativ einflussreich."

[54:20] Am 23. Juli versucht Himes das Thema Sabbat aufzugreifen und zu zeigen mithilfe der Kirchenväter, nicht mithilfe der Bibel, sondern mit den Kirchenvätern, dass der Sabbat keine, ich hätte es falsch übersetzt, es muss Sonntag heißen, dass der Sonntag keine Erfindung des Papstes sei. Also Sonntag ist heilig, Sonntag ist gut, Sonntag ist biblisch.

[54:41] Am 29. Juli bemerkt Enoch Jacobs, dass die Fanatiker immer mehr an Vormarsch gewinnen und er macht sich Sorgen über die verbleibenden Bräutigams-Adventisten. Werden sie das überleben? Marsh stellt sich dann endgültig auf die Seite Himes am 30. Juli, verwirft alle typologische Chronologie und so geht einer nach dem anderen über Bord.

[55:02] Am 1. August kommt ein kleines Büchlein heraus: "The Apology and Defense of William Miller." Er hatte im Juli dem Sylvester Bliss seine Lebensgeschichte diktieren lassen. Und es ist Zeit für einen Schlussstrich. Und vieles, was später in seiner Biografie aufgetaucht ist, wird da zum ersten Mal hingelegt. Er erzählt die ganze Geschichte, die wir jetzt in den vielen Monaten besprochen haben. Und er ist selbst so alt schon, er kann kaum noch wirklich ins Geschehen eingreifen und gibt deutlich die Gründe, warum er 1843 verkündigt hat, warum er in 1844 geglaubt hat und all diese Dinge. Wir sind gleich am Ende angelangt.

[55:39] "Jubilee Standard", 7. August. Snow muss diese eigene Zeitschrift einstellen, weil seine Kritik an Emily Clemens...

[55:46] die eine andere Sicht auf den Versöhnungstag hatte, hat ihm so viel Unterstützung gekostet, dass er kaum noch seine Zeitschrift bezahlen kann. Er hat auch in seiner eigenen Kirche, in seiner eigenen Gemeinde unter den Adventisten ziemlich gewütet. Er hat nicht nur die Fanatiker rausgeschmissen, er hat auch alle rausgeschmissen, die nicht seine eigene Meinung hatten. Da gab es Leute, die an die Fußwaschung geglaubt haben, hat er alle rausgeschmissen. Und wenn jemand nicht gehen wollte, hat er auch mal körperliche Gewalt angewandt. Und so bleiben nur noch 50 Nachfolger übrig. Aber die sind ganz, ganz super. Sie fangen an, ihn im August als Elia zu bezeichnen und sagen: Snow ist der Elia, der kommen sollte. Und damit bricht noch eine Größe weg. Er rennt selbst in den Fanatismus. Nicht Vergeistlichung, sondern einfach, er glaubt, er ist der Einzige und niemand hat die Wahrheit so wie er und er ist der Einzige, der von Gott gesegnet worden ist und wer nicht ihm nachfolgt, läuft ins Verderben. Und da sehen wir, wie viele Möglichkeiten der Satan hat, um uns von der Wahrheit abzubringen. Einige sind zur Welt zurückgelaufen, einige sind fanatisch geworden, andere sind einfach stolz geworden. Und am Ende, nachdem all diese Dinge reinhauen, bleibt nur ein ganz, ganz kleiner Kern. Der Kern, den sie festhalten und nicht fanatisch sind und einfach hoffen, dass Gott es ihnen bald erklärt, wird immer kleiner und kleiner und kleiner.

[57:02] Aber noch ist es nicht vorbei. Hier ein Beispiel für den Glauben einiger Beutigungsadventisten. Der Herr segnet die Gruppen in Randolph, Boston, Lowell. Am letztgenannten Ort hat er ein wunderbares Werk getan. Die Brüder und Schwestern sind erneut aus Babylon herausgekommen und versuchen, alle Gebote Gottes zu halten. Die Fußwaschung, die heilige Begrüßung und Gottes heiligen Sabbat nicht ausgenommen. Aber am 11. August lehnt auch Enoch Jacobs den Sabbat ab mit der Begründung von Miller, aber er ist offen für Argumente. Er glaubt auch an die Fußwaschung. Da kann man noch mit ihm diskutieren. Man kann Leserbriefe hinschreiben. Daystar ist mittlerweile die einzige Zeitschrift, wo Leute wie James White oder Joseph Bates sich noch hinwenden können. Hier noch ein Beispiel für Sabbat-Heiligung. Unsere kleine Gruppe in dieser Stadt in Boston findet es gut, den Sabbat-Tag heilig zu halten und sieht auch die Wahrheit in Christi Worten, dass jene glückselig sind, die seine Gebote halten im Brotbrechen und der Fußwaschung am ersten Tag der Woche, der Auferstehungstag. Die meisten halten Sabbat und Sonntag gleichzeitig. Interessanterweise.

[58:01] Und dann kann Himes noch eine freudige Nachricht vermelden an Miller. Er sagt, einer der führenden Bräutigams-Adventisten, der John Pearson Junior, der eine eigene Zeitschrift hatte, Hope of Israel, ist auf unsere Seite gekommen. Hat ebenfalls den Bräutigams-Adventismus aufgegeben. Und das ist noch ein Schlag. Noch einer weniger. Noch ein Führer weniger. Und dann am 19. August verscherzt es sich Snow auch noch mit dem letzten Freund, den er hat. Er bricht mit Jacobs, weil er an die Fußwaschung glaubt. Und sagt, weil du das tust und weil du auch noch Briefe von anderen abdruckst, die nicht deiner Meinung sind, will ich mit dir nichts mehr zu tun haben. Und jetzt ist Snow völlig isoliert. Der Mann war von Gott benutzt worden, um das Datum 22. Oktober 1844 zu verkündigen. Und er hat sich innerhalb nicht mal eines Jahres von allem und jedem isoliert, weil ihm alles zu Kopf gestiegen ist.

[58:55] Jacobs ist tief getroffen, aber was soll er tun? Er schreibt über den Sabbat: Ich habe nicht im geringsten unfreundliche Gefühle gegen jene, die den Eindruck haben, es sei ihre Pflicht, den siebten Tag als Sabbat zu halten. Wenn sie ihn für den Tag für den Herrn halten, kann es für sie keine Sünde sein. Er selbst geht am ersten Tag der Woche. Aber diese Frage wird noch diskutiert, zumindestens im Daystar. Andere Zeitschriften, wie hier Voice of Truth, wollen vom Sabbat nichts hören. Aber Marsch sagt: Wollen wir nicht, brauchen wir nicht, bitte kein Artikel mehr darüber. Wir sind auf der Seite von Himes.

[59:33] Ellen Harmon wird gerufen, von Gott nach Boston zu gehen. Warum? Als sie ankommt, dort in Boston, stellt sie fest, Joseph Turner, der mich in Maine bekämpft hat, war nur wenige Stunden zuvor hier angekommen. Wir erkannten, dass Gott uns genau zu dieser Zeit hergesandt hatte, um Gottes Volk davor zu bewahren. Hier in Roxbury zu kommen, haben sie ihr erstes Treffen. Aber auch dort schafft es Turner, etliche wieder gegen Ellen Harmon einzustellen und sagen, das ist alles nur fanatisch.

[1:00:03] Und so sehen wir, dass diese große Herde eine ganz kleine Herde geworden ist. Sie sind zersplittert und versprengt. Und es ist noch nicht mal zu Ende. Nächste Woche werden wir sehen, wie im Rest des Jahres 1845, in den letzten Monaten, dieser Prozess der Sichtung noch weiter weggeht und viele der Glaubenshelden der vorigen Monate, einer nach dem anderen, umfällt. Bis so gut wie niemand mehr übrig geblieben ist. Und das ist natürlich eine traurige Botschaft, aber eine enorm wichtige. Denn was wir daraus lernen können, es gibt niemand, der so heilig ist und so viel Wahrheit entdeckt hat, dass er nicht doch fallen könnte. Und wie das weitergegangen ist, das werden wir nächste Woche dann deutlich sehen. Und auch sehen, wie Ellen Harmon, welche Rolle sie gespielt hat, in dieser unglaublich harten Zeit. Bis dahin haben wir nichts zu befürchten für die Zukunft. Es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Wir machen jetzt eine kurze Pause und sehen uns in 5 Minuten wieder zum Offenbarungsseminar. Amen.


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