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In dieser Folge von „Die Zeit des Endes“ tauchen wir in das Jahr 1823 und 1824 ein und beleuchten die Entwicklungen rund um die zentralen Figuren der Adventgeschichte. William Miller vertieft seine Studien zur Wiederkunft Jesu, während Joseph Wolff als unermüdlicher Missionar im Nahen Osten unterwegs ist. Joseph Bates macht bedeutende persönliche Reformen durch und erlebt dramatische Ereignisse auf See. Auch die politische und religiöse Welt wird durch die Monroe-Doktrin und die Wahl eines neuen Papstes beeinflusst. Zudem werden die Anfänge der Mormonenbewegung und die wachsende Bedeutung von Sonntagsschulen und Gebetsstunden in Amerika thematisiert.


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Serie: Die Zeit des Endes (Eine chronologische Darstellung der Adventgeschichte von 1798 bis in die 1850er)

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Transkript

[0:00] Einen wunderschönen guten Abend, schön euch wieder hier zu sehen, herzlich willkommen auch allen Zuschauern auf www.joelmedia.de und denjenigen, die es dann später in der Aufzeichnung anschauen, zu einer weiteren Folge von "Die Zeit des Endes". Unser Thema heute hat einen ganz schicksalsträchtigen Titel, nämlich "Das Gedicht vom Tod".

[0:25] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können und dass du uns unterrichten möchtest, auch aus der Geschichte. Wir bitten dich um Weisheit und Verstand, dass wir die richtigen Lektionen daraus ziehen können, auch für unser Leben. Und wenn wir sehen, wie Menschen zu dir gefunden haben und welche Mittel du benutzt hast, damit Menschen das ewige Leben erkennen, dann bitten wir, dass auch wir deine Führung in unserem Leben erkennen und ihr folgen. Jetzt bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu, Amen.

[1:18] "Das Gedicht vom Tod". Im Jahre 1823, da sind unsere drei Hauptprotagonisten: William Miller, 40 Jahre alt, er, wie wir gleich sehen werden und weiter studieren werden, ein Farmer, der sich einfach mit der Bibel beschäftigt. Joseph Bates, 30 Jahre alt, Captain, schwer unterwegs im Südamerika-Handel. Und Joseph Wolff, mit 27 bereits, berühmter Missionar im Nahen Osten.

[2:00] Und der vierte, der jetzt immer mehr hinzukommen wird, das ist James White. Und James White ist zu diesem Datum zwei Jahre alt. Und mit zwei Jahren, im Jahre 1823, wird bei dem kleinen James White Wurmfieber diagnostiziert, und das hat zur Folge, dass er eine schlimme Augenkrankheit entwickelt und fast erblindet, und das vom zweiten Lebensjahr an. Und das wird ihn die nächsten Jahre schwer, schwer zurückwerfen und er wird kaum richtig sich entwickeln können, wie ein normales Kind. Das also im Jahre 1823 im Leben des noch ganz jungen James White.

[2:42] William Miller, wie gesagt, 40 Jahre alt, in seiner Wohnung hier in Lowhampton, immer noch damit beschäftigt, die Bibel zu studieren und nebenbei ganz ehrlich als guter Familienvater auf seiner Farm zu arbeiten. Und während er so arbeitet, denkt er oft über das nach, was er studiert hat, was er erkannt hat. Wir haben ja gesehen, dass er seit 1818 zu der Überzeugung gekommen war, dass Jesus bis 1843 wiederkommen würde. Und er sagt dann folgendes, und wir wollen das mal gemeinsam hier anschauen.

[3:15] Er sagt: "Manchmal kam mir bei der Arbeit ein Text in den Sinn, wie zum Beispiel: 'Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand.'" Das ist ein guter Einwand, oder? Wenn man zu der Erkenntnis gekommen ist, Jesus kommt im Jahre 1843 wieder, und man arbeitet plötzlich auf dem Feld, und dann schießt ihm dieser Vers ein: "Um den Tag und die Stunde weiß niemand." Und er hat sich die Frage gestellt: Wie könnte dann die Bibel die Zeit der Wiederkunft offenbaren?

[3:40] Und interessant, was er dann gemacht hat: "Ich studierte dann sofort den Kontext, in dem der Vers stand, und ich fand sofort, dass im selben Abschnitt wir darüber informiert werden, woran wir erkennen können, dass es nahe, sogar eine Tür ist." Konsequenterweise konnte dieser Text nicht lehren, dass wir nichts über die Zeit des Ereignisses wissen können. Ganz interessant. Das heißt, der Miller wusste ganz genau, es gibt diesen Text: Zeit und Stunde kennt niemand. Aber was er auch wusste, was seine meisten Gegner nicht erkannt hatten, dass dieser Text nicht sagt, dass man gar keine zeitliche Einordnung machen kann, sondern Text sagt halt eben nur: den Tag und die Stunde, wissen wir nicht. Aber generell, so die Zeitepoche, wird in der Bibel schon recht deutlich beschrieben. Und das hat er für sich dann nochmal hier studiert.

[4:27] Ein anderes Beispiel, was er sagt: "Für einige Zeit war die Frage der Auferstehung und des Gerichts ein Hindernis für mich." Er sagt: "Mir war beigebracht worden, dass alle Toten zur selben Zeit auferweckt würden." Er hat ja, bevor er Baptist wurde, auch Bibelunterricht bekommen, und das ist ihm beigebracht worden: Alle Toten werden an irgendeinem Tag mal gemeinsam auferstehen. Und so nahm ich an, also, dass es auch so in der Bibel gelehrt wird. Aber schon bald fand ich heraus, dass es nur eine der Traditionen der Ältesten war.

[4:57] Und hier noch ein Beispiel für diese Dinge, die er sich Gedanken gemacht hat. So war es auch mit der Frage der Rückkehr der Juden. Wir hätten ja gesehen, fast die gesamte christliche Welt glaubte zu jener Zeit, und die meisten glauben es auch heute, oder viele, dass bevor die Welt zu Ende geht, bevor Jesus wiederkommt, dass zumindest einmal alle Juden nach Palästina zurückkehren werden und sich vielleicht noch bekehren werden zum Christentum. Und er sagt: "Diese Theorie konnte nur aufrechterhalten werden, wenn man die eindeutigen Aussagen des Neuen Testamentes, wie zum Beispiel: 'Da ist weder Jude noch Grieche etc.' verneint."

[5:29] Und all diese Gegenargumente, die ihm in den Sinn kamen, hat er überprüft, hat studiert, hat nachgeschaut und hat sich dadurch immer mehr vertieft in das, was er erkannt hat. Und er beschreibt dann auf diese Weise: "War ich fünf Jahre beschäftigt." Wir hätten gesehen, er hatte zwei Jahre studiert von 1816 bis 1818 und hatte so grundlegend erstmal seine Erkenntnisse aufgeschrieben und dann fünf Jahre lang hat er das geprüft, was er in zwei Jahren studiert hat.

[6:01] Ich glaube, das ist eine Lehre für uns: Wenn wir zwei Minuten studiert haben, sollten wir fünf Minuten verwenden, um es zu prüfen. Und das ist, glaube ich, wirklich etwas, was man sich in den praktischen Alltag mitnehmen kann. Nicht einfach immer Neues suchen, Neues suchen, sondern auch sich mal fragen: Stimmt das eigentlich, was ich hier sage? Die verschiedenen Einwände, die mir in den Sinn kamen, abzulegen.

[6:25] In dieser Zeit, und das ist, Achtung, das finde ich so ein interessantes Zitat, in dieser Zeit, sagte er, kamen mir mehr Einwände in den Sinn, als danach von meinen Gegnern vorgebracht worden sind. Und ich kenne keinen Einwand, der mir seitdem entgegengebracht wurde, der mir nicht damals auffiel. Wie wir später noch sehen werden, hat er ja eine ganze lange Zeit diese Einsichten und Erkenntnisse auch gepredigt. Und jedes Mal, wenn irgendjemand zu ihm kam und gesagt hat: Was du da sagst, ist falsch wegen diesem Text, dann hat er sich in seinem Kopf gedacht: Ach ja, diesen Einwand kenne ich, habe ich damals studiert, 1818 bis 1823.

[7:07] Und dann sagt er aber: "Wie stark sie auch zunächst erschienen, nachdem ich sie im Licht des Wortes Gottes untersuchte, konnte ich sie nur Strohhalmen vergleichen." Ein schönes Bild, das er jetzt verwendet, die auf einem festen Weg als Hindernisse ausgelegt wurden. "Die Kutsche der Wahrheit überrollte sie, ungehindert in ihrem Fortgang." Das war so die Bildersprache, die man damals verwendet hat. Er hat sich das vorgestellt: Ich bin auf dem Weg der Wahrheit und die Kutsche der Wahrheit fährt mir und diese ganzen Gegenargumente sind nur wie Strohhalme. Wenn man sich mit der Wahrheit beschäftigt, werden sie alle entkräftet.

[7:41] Und so kann das Jahr 1823 als der Punkt angesehen werden, wo Miller mehr oder weniger in seinen Überzeugungen wirklich fest war und wusste, was er glaubte und warum er es glaubte und wie man auch einen Einwand dagegen bekräftigen könnte.

[7:55] Von William Miller springen wir zu Joseph Wolff. Den hatten wir das letzte Mal zurückgelassen in Jerusalem, wo er mit zwei amerikanischen Missionaren dort längere Zeit gewesen ist. Und er hat sich dann von Ende 1822 bis Anfang 1823 drei Monate dort in Jerusalem aufgehalten. Und dann sind die Missionare nach Libanon gezogen, die Amerikaner, und Wolff ist noch ein bisschen weiter geblieben, noch einen Monat in Jerusalem. Und dann ist er ernsthaft an Fieber erkrankt. Das ist ja durchaus nicht unüblich, dass man als Missionar dann auch schwere Krankheiten bekommt.

[8:33] Und während er dort an Fieber erkrankt ist und nicht mehr wusste, was er machen sollte, kam just in dieser Zeit ein britischer Offizier dort in Jerusalem an, der sich um ihn gekümmert hat. Und er schreibt in seinem Buch, dass er das jedes Mal erlebt hat, weil er immer krank wurde und nicht mehr weiter wusste, kam ein britischer Offizier und hat sich um ihn gekümmert, all den Jahren seines Missionsdienstes. Und er hat ihn dann gepflegt und ist mit ihm nach Tyros und nach Sidon dort oben gereist, wiederum in den Norden Palästinas.

[9:05] Und auf dem Weg dann nach Damaskus, er hat sich dann, als sie dann hier über Tyros und Sidon weiter nach Damaskus gereist sind, haben sie Louis Weil getroffen, einen jener großen Förderer der Judenmission aus England, der sich selbst auch nach Palästina aufgemacht hatte. Er war auch der Leiter dieser Missionsgesellschaft, die Wolff ja nach Palästina geschickt hatte. Und Louis Weil wollte dort selbst in Palästina die Juden kennenlernen, er wollte auch nach Jerusalem reisen und hat es aber nicht geschafft, ist immer mehrmals betrogen worden. Und hat dort auf dem Weg hier Joseph Wolff getroffen.

[9:40] Und aus ihrer Begegnung stammt dann folgendes Zitat von Louis Weil über Wolff. Und das finde ich sehr interessant, weil es zeigt so ein bisschen den Charakter und das Wesen von diesem jungen Missionar. Das heißt hier: "Wolff ist eine so außergewöhnliche Kreatur, dass es unmöglich ist, ihm im Vorhinein sein Tun zu berechnen. Ein völlig unberechenbarer Mensch. Er erscheint mir wie ein Komet und fähig, ein ganzes System in Feuer aufgehen zu lassen. Wenn ich ihn in Syrien antreffen sollte, hörte ich von ihm auf Malta. Wenn ich glaubte, er sei nach England gereist, ritt er wie ein herrschender Engel in den Wirbelwinden von Antiochia oder stand unbeschadet zwischen den einkrachenden Türmen Aleppos. Ein Mann, der in Rom den Papst Staub von der Erde nennt und den Juden in Jerusalem sagt, die Gemara sei eine Lüge, der seine Tage mit Disputationen und seine Nächte mit Nachforschung im Talmud verbringt, der einen Pascha versöhnen, einen Patriarchen verblüffen kann, der ohne Führer reist und ohne Übersetzer spricht, der ohne Essen leben und ohne Geld bezahlen kann, der alle Beleidigungen ihm gegenüber vergibt und alle Schmeicheleien vergisst, der wenig von weltlichem Benehmen weiß. Als einen Pionier erachte ich ihn für unschlagbar."

[10:58] Das war so eine ganz interessante Beschreibung von diesem Joseph Wolff. Er geht dann noch weiter und sagt: "Das einzige Problem ist, wenn man irgendwas mal in Ordnung machen möchte, somit geordnet und systematisch und geplant, dann kann man auf Joseph Wolff nicht zählen." Von Ordnung und von Systematik hielt er nicht viel. Er hat immer so seinen eigenen Kopf gehabt, aber war dafür auf seine Art und Weise sehr erfolgreich. Und das hat er über ihn hier geschrieben.

[11:26] Auf dem Weg nach Damaskus, wie gesagt, hat er ihn getroffen. Wolff ist dann weiter gereist nach Damaskus. Er wurde geführt von einem Juden, der vorgab, Christ geworden zu sein. Es gab damals recht viele Juden, die immer mal wieder vorgegeben hatten, Christ zu sein, um dann mit Christen bessere Kontakte haben zu können und dann vielleicht Geld von ihnen zu bekommen. Und er kam dann nach Damaskus. Und Damaskus galt damals als eine der fanatischsten Städte im ganzen Osmanischen Reich, man nannte es auch das Tor zu Mekka. Es gab unglaublich viele ziemlich extreme Moslems dort.

[11:59] Und kaum ist er angekommen, hat er erneut Fieber bekommen, der Joseph Wolff, und ist dann dort auch gepflegt worden von Mönchen, italienischen Kapuziner Mönchen. Und hat dort auch mit spanischen Mönchen eine Auseinandersetzung über die Inquisition, vor allem mit einem spanischen Mönch. Als Wolff ihn fragt: "Ist die Inquisition richtig und biblisch?" Sagt er: "Spielt doch keine Rolle, wir machen sie in Spanien." Und er sagt: "Beweist mir, dass dies richtig ist." Und der Mönch sagt: "Komm bloß nicht nach Spanien." Und Wolff sagt: "Das ist doch kein Argument, du musst mir einen biblischen Grund geben." Der spanische Mönch sagt: "Komm bloß nicht nach Spanien." Und dann war dem Joseph Wolff ganz bald deutlich, da gibt es keinen Grund für. Aber nach Spanien ist er doch nicht gereist.

[12:48] Und interessanterweise wurde er dann in Damaskus eingeladen von einem hohen Mufti, dort vor den Moslems zu sprechen über die Vorzüge des Christentums. Das hat er natürlich gerne gemacht und hat dabei einen ehemaligen Christen, der zum Islam konvertiert war, wieder zurückgewonnen. Wirklich ganz interessante Sachen, die er dort gemacht hat. Und dann ist er weiter gereist hier über Hamad, dann wieder Richtung Aleppo. Und damit war so sein Jahr 1823 ausgefüllt.

[13:25] Diese allgemeine Begeisterung für Palästina und für die Juden, auch Wolff war ja der Meinung, man muss die Juden erreichen, damit Jesus wiederkommen kann. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich immer mehr auch in Amerika ausgebreitet. So ist auch in den USA ein amerikanisches Journal erschienen, "Der Advokat Israels", wo man den Christen nahe gebracht hat: Wir müssen uns um Israel kümmern.

[13:51] Die fünfte Person, mit der wir uns immer wieder mal wieder beschäftigen werden, ist dieser Joshua Himes. Wir hatten ja schon ein wenig von ihm gehört, ich glaube das letzte oder vorletzte Mal. Im Jahre 1823 ist er 18 Jahre alt, ein junger Spund, immer noch mit seiner Zimmermannlehre beschäftigt. Und im Jahre 1823, am 2. Februar, wird der 18-jährige Joshua Himes getauft in die Christian Church in New Bedford. Und kaum ist er getauft, wird er bereits eingebunden in die Gemeindearbeit. Er sagt hier: "Bald wurde ich ein Ermahner, und mir wurde eine Lizenz gegeben." Das heißt, er hat gepredigt, damit ich meine Gabe vermehren könne.

[14:35] "Ich vollendete meine Lehre mit Auszeichnung." Und jetzt Achtung, das war interessant: "Für etwa 5 oder 6 Jahre hatte ich die Angewohnheit, Überstunden zu machen bei der Arbeit, um dadurch ein oder zwei Tage in der Woche für das Bibelstudium und Missionsarbeit in edlen Nachbarschaften zu gewinnen." Wow, der junge Mann war wirklich begeistert. Und deren Früchte ich meinem Pastor übergab. Und relativ schnell entpuppte sich dieser junge Joshua Himes als ein ganz talentierter Erweckungsprediger. Und wir werden in den nächsten Wochen noch mehr von ihm hören.

[15:12] Aber jetzt gehen wir von Joshua Himes zu Joseph Bates, der sich immer noch in Peru befindet, am Pazifik, und dort Handel treibt als Kapitän seines Schiffes. Und das bringt es mit sich, wenn man Kapitän ist, dass man dort an Land auch immer mal wieder in feiner Gesellschaft ist, von amerikanischen Konsulen und von britischen Wirtschaftstreibenden eingeladen wird. Und auf so einer Dinnerparty, die von einem peruanischen Geschäftsmann ausgegeben wird für alle amerikanischen Kapitäne, anlässlich des Geburtstages von George Washington, kommt Bates in eine ganz, naja, beklemmende Situation.

[15:52] Er wird nämlich aufgefordert, offiziell mit allen anderen ein Glas Wein zu trinken, anlässlich dieser wunderbaren Gelegenheit. Und wie wir schon gesehen hatten, hat er sich entschieden, kein Glas Wein mehr zu trinken. Und jetzt vor all diesen Kapitänen bei dieser Galadinnerparty wird er angesprochen: "Joseph Bates, warum trinken Sie nicht?" Und er bleibt standhaft und wird ausgelacht und wird, naja, man zieht über ihn her, aber er trinkt kein Glas Wein mehr.

[16:24] Interessanterweise entscheidet er sich an diesem Abend auch, nie wieder Tabak zu rauchen. Das war jetzt ein dritter Schritt. Erster Schritt war er gewesen 1821: nie wieder starker Alkohol. Dann 1822: nie wieder Wein. 1823: nie wieder Tabak rauchen. Schritt für Schritt, ohne dass es ihm jemand sagt, ohne dass er selbst wirklich richtig bekehrt ist, einfach nur, weil er sieht, wie gesundheitsschädigend das ist, geht er als Kapitän eines Schiffes diese Schritte.

[16:53] Ansonsten erlebt er eine ganze Menge interessanter Sachen dort in Peru. Zwei seiner Crewmitglieder werden aufgegriffen, weil sie Geld mit sich tragen. Und auch Bates bekommt immer wieder Probleme mit dem Geld. Die Beamten fordern von ihm, dass er das Geld abgeben muss und dass er überhöhte Steuern zahlen muss und alles Mögliche. Sogenannte Regierungsbeamte machen Inspektionen und sagen: "Das Geld gehört uns!" Und das gehört... Moment mal, ihr seid doch gerade erst frei geworden von den Spaniern, ihr müsstet doch ein Land der Freiheit sein. Und dann sagt ihm einer dieser Beamten: "Naja, Freiheit heißt bei uns, der Stärkere nimmt sich das, was er möchte." Und davon hält der Amerikaner Bates natürlich erstmal nicht so viel.

[17:35] Und was er dann auch macht, das beschreibt er in seinem Buch recht anschaulich. Er hört davon, wie ein Deserteur aus der Patriotenarmee, der sich dem Feind angeschlossen hatte, exekutiert werden soll. Und er hat sein Leben noch nie eine Exekution erlebt. Und so entschließt er sich, dort mal dabei zu wohnen. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, als dieser Vaterlandsverräter dort an die Mauer gestellt wird. Und Joseph Bates ist auch recht, naja, schaulustig. Aber als er dann wirklich erschossen wird, macht er einen Bogen um sich und sagt: "Sowas will ich mir nie wieder anschauen."

[18:10] Das waren damals interessante Zeiten, dort in Südamerika, inmitten all dieser Revolution und Freiheitsbestrebungen. Es war in dieser Zeit übrigens auch, dass einige dieser ehemaligen spanischen Kolonien, wie Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, sich alle zusammengeschlossen haben. Andere, wie zum Beispiel Venezuela und Kolumbien, haben sich auch zusammengeschlossen, so in größeren Staaten.

[18:39] Dann am 20. August 1823 ist Papst Pius VII. gestorben. Er war ja ein wirklich wichtiger Papst, der nach der tödlichen Wunde als erster Papst wiedergewählt worden war und das Papsttum langsam, aber sicher wieder so ein bisschen aufgebaut hat. Er war kurz zuvor 81 Jahre alt gewesen und hat mit 23 Jahren eines der längsten Pontifikate der Kirchengeschichte gehabt, ähnlich wie auch sein Vorgänger, Papst Pius VI.

[19:12] Und so muss jetzt ein neuer Papst gewählt werden. Und es gibt unter den Kardinälen zwei Gruppierungen. Das eine sind die Eiferer und das andere sind die sogenannten Politiker. Die Eiferer wollen einen richtigen Hardliner haben, der so quasi wieder zurück ins Mittelalter führt. Und die Politiker wollen jemanden haben, der sich jetzt mit der neuen Situation, aufgeklärt, Europa arrangieren kann, auch mit den Wissenschaften.

[19:37] Und bei der Wahl, die dann am 23. September zu Ende ist, setzen sich die Eiferer durch. Und sie wählen Annibale Sermatei de la Genga, so wird er wahrscheinlich ausgesprochen, zum Papst Leo XII. Das ist er hier. Wie gesagt, ein Eiferer, einer von einer ganz harten Schule, der es sich nicht nehmen lässt, kurz nach seiner Amtszeit sofort herzuziehen über den Toleranzgedanken und die Gleichgültigkeit gegenüber der katholischen Kirche und vor allem gegen die Bibelgesellschaften, die er verachtet und vor denen man angeblich warnen müsste.

[20:16] Interessanterweise, nur zwei Tage vorher hat der Satan noch ein anderes Ass im Ärmel herausgezogen. Zumindest ist der 21. September 1823 ein Datum, das von den Mormonen behauptet wird, dass das das Datum ist, wo Joseph Smith seinen ersten Kontakt mit diesem Engel Moroni gehabt hat. Wer sich jemals mit der Geschichte von Joseph Smith beschäftigt hat, weiß, er hatte ja zunächst mal angeblich eine Vision im Wald gehabt, wo er Gott Vater und den Sohn gesehen hat. Und dann einige Jahre später einen sogenannten Engel Moroni, der ihm gesagt hat, es gibt dort irgendwo Goldplatten, wo die Geschichte der verlorenen Stämme Israels draufgeschrieben ist und so weiter und so fort.

[21:03] Ob das wirklich am 21. September und überhaupt im Jahr 1823 gewesen ist, weiß keiner so genau. Das ist jedenfalls das offizielle Datum, das die Kirche der Sache zuschreibt. Aber es ist in dieser Zeit gewesen, wo Joseph Smith anfängt, diese Ideen zu entwickeln, die kurze Zeit später zur Entstehung des Buches Mormon führen.

[21:23] Dann im November, Ende November, nach 14 Monaten, also über einem Jahr, hier im Pazifik, wo er Handel getrieben hat, kehrt Joseph Bates jetzt auf einem anderen Schiff, wo er nicht mehr Kapitän ist. Er hat sein eigenes Schiff verkauft und hat dort Geld mitgemacht und fährt jetzt mit einem anderen Schiff wieder zurück auf die lange Reise. Damals gab es noch keinen Kanal hier, keinen Panama-Kanal, da musste man die weite Reise nach Nordamerika auf sich nehmen.

[21:51] Und von dem Tag der Abfahrt an entscheidet er sich, jetzt auch keinen Tabak mehr zu kauen. Schritt für Schritt, wann immer da irgendwie so eine besondere Gelegenheit war, entscheidet er sich, eine weitere Reform umzusetzen. Der Joseph Bates entwickelt sich wirklich zu einem Reformer, er hat wirklich so einen reformatorischen Geist. Also ab diesem Zeitpunkt keinen Tabak mehr zu kauen. Der Kapitän des Schiffes entscheidet sich auch, das mitzumachen, aber der fällt zurück. Aber Bates bleibt dabei.

[22:24] Er kämpft doch mit einer anderen schlechten Angewohnheit, und das ist schlechte Sprache. Als Seemann hat man nicht so die feinsten Ausdrucksweisen, und ihm ist bewusst, dass er das überwinden muss. Aber so leicht fällt ihm das auch wieder nicht. Und er kämpft damit.

[22:37] Sie umsegeln dann Kap Horn, diesmal viel einfacher als beim letzten Mal, keine Komplikation, und machen sich dann auf den Weg. Und auf dem Heimweg fängt er an, auch wieder regelmäßig in der Bibel zu lesen. Er war ja als religiöser Junge erzogen worden, sein Vater war sehr religiös gewesen. Vielleicht erinnern wir uns auch, dass bevor er auf seine allererste Schiffsreise ging mit 15 Jahren, war er ja kurz davor, sich zu bekehren in dieser Erweckung. Dann ist er aber auf Schiffsreise gegangen und dann war alles vorbei.

[23:07] Und 16 Jahre lang hat er sich wirklich nicht mehr mit dem Christentum beschäftigt. Und jetzt hat er so diesen Gedanken: Vielleicht wäre es doch wieder gut, ein guter Christ zu werden. Und er macht sich Gedanken, welche Schritte er dazu einleiten muss.

[23:20] Auf dem Weg dann nach Kap Horn gibt es noch einen schweren Sturm, beinahe zerschellt das Schiff. Aber mit Hilfe von einem guten Kommando von Bates kommen sie dann sicher an.

[23:33] 1823 ist auch für die gesamte Weltgeschichte von nicht geringer Bedeutung und zwar aufgrund von diesem Mann hier, von US-Präsident Monroe, der am 2. Dezember 1823 die sogenannte Monroe-Doktrin verkündet. Hintergrund war folgender: Die europäischen Länder wie Preußen, Österreich, Frankreich, Russland hatten sich in der Heiligen Allianz zusammengeschlossen und hatten jetzt vorgehabt, in Südamerika all die Kolonien, die Spanien gehört hatten, die sich jetzt unabhängig gemacht hatten, wieder an Spanien zurückzubringen. Man wollte also von Europa aus die europäischen Interessen auf dem amerikanischen Kontinent wieder wahren und wieder zurückgewinnen.

[24:23] Und der US-Präsident Monroe hat an diesem Datum dann eine Grundsatzrede gehalten, in der er deutlich macht, es gibt zwei Hemisphären, wie er es nennt, Europa und Amerika. Und die Europäer haben sich ab jetzt nicht mehr in Amerika einzumischen. Bis dato war ja im Denken der meisten Menschen auf der Welt, dass Amerika quasi eine Erweiterung von Europa ist, die Kolonien. Und ab diesem Zeitpunkt beginnt der Gedanke sich durchzusetzen: Amerika gehört den Amerikanern. Und sowohl die Süd- als auch Nordamerika sollen die Staaten unabhängig sein. Die Europäer können ihre Sachen unter sich regeln, aber nicht mehr nach Amerika eingreifen.

[25:01] Und damit distanziert sich auch Nordamerika, die USA, so von der europäischen Politik, von der europäischen Geschichte. Und damit beginnt eigentlich wirklich die Zeit, wo Amerika sich selbst entfaltet. Diese Zeit geht auch ein als die Ära des guten Gefühls. Es gab keinen Krieg, es gab prosperierende Wirtschaft, es ging voran, es gab diese gewaltige Erweckungsbewegung, es ging religiös voran, es gab die ganzen Reformen, man hat sich um das Schulwesen gekümmert, man hat sich um moralische Reformen gekümmert, Gesundheit stand im Schwerpunkt, viele dieser Dinge. Und man hat wirklich geglaubt, jetzt dauert es nicht mehr lange bis zum Friedensreich, bis zum Millennium. Und in Amerika war das wirklich eine Zeit des Aufbruchs, technischer Fortschritt noch dazu, alle waren im Grunde genommen sehr euphorisch und optimistisch.

[25:53] In jener Zeit, dieses Jahr 1823, fällt auch ein Buch, von dem ich leider kein Bild gefunden habe, das aber sehr, sehr wichtig geworden war, und zwar von John Aquila Brown in England, ein Buch mit dem Titel "The Eventide". Und in diesem Buch sagt er auch erneut, dass die 2300 Jahre 1844 enden werden. Leider glaubt er, dass die 2300 Jahre eine Doppelerfüllung haben. Da gab es öfter solche komischen Ideen, dass also sie sowohl ins Jahr 1844 gehen, als noch zu einem anderen Datum, nämlich ins Jahr 1873. Wie er darauf gekommen ist, das müsste man genau nachlesen. Er glaubte, dass diese Prophezeiung zwei verschiedene Anwendungen hat. Und in beiden Fällen ging es bei ihm mehr um den Islam als um das Ende der Welt. Er glaubte, dass das Ende der Welt erst wirklich 1917 kommen würde. Aber interessant doch, dass er die 2300 Jahre mit 1844 zusammengebracht hat. Er hat auch die sechste Posaune mit 1844 in Zusammenhang gebracht und sogar die 1260 Jahre. Also er hat das wirklich fast überstrapaziert mit dem Jahr 1844, aber die Erfüllung dieser Prophezeiung fast alleine auf Palästina gesehen. Und genau, das dazu.

[27:10] Während also solche Bücher geschrieben werden, ist William Miller immer noch unsicher, was soll er tun? Er hat diesen Gedanken immer wieder: Geh hin und zeige es der ganzen Welt. Aber noch so wirklich traut er sich nicht. Dafür schreiben andere über die Prophetie, wie gerade gesehen.

[27:31] Ein anderer noch, der was ähnliches sagt, ist Charles Wheeler, auch 39 Jahre alt, baptistischer Prediger, Lehrer, Entschuldigung, und auch der veröffentlicht 1823 ein Traktat und sagt darin ebenfalls, dass die 2300 Jahre bis 1843, 1844 gehen würden. Von all dem hat Miller keine Ahnung, aber wir sehen, Gott hat diesen Gedanken überall hin verstreut gesehen.

[27:56] Kommen wir jetzt ins Jahr 1824 und dort erneut zu Joseph Wolff, der befindet sich 1824, wie gesagt, in Aleppo, wo er zwei Jahre zuvor gewesen war, wo dieses große Erdbeben gewesen ist. Können wir uns daran erinnern, was er erlebt hat? Und er kommt zwei Jahre später hin, und da ist immer noch nichts aufgeräumt. Die Stadt sieht immer noch genau so aus, die Leute wohnen immer noch in ihren Zelten außerhalb der Stadt. Und naja, die Moslems und die Juden und auch die Christen, die dort leben aus dem Osten, die haben alle ihre Bärte sich wachsen lassen. Weiß jemand warum? Das ist ein Zeichen der Trauer und der Buße. Man hat nämlich dieses Erdbeben als Strafgericht Gottes angesehen und deswegen lassen sich alle ihre Bärte wachsen. Nur die eingewanderten Europäer, die halten von Buße nicht viel. Und als Wolff dann über Buße predigt, lachen sie ihn aus. Er verbringt dort mehrere Monate, zu den Christen auch zu predigen und zu diskutieren. Und was er dann weiter erlebt hat, sehen wir nächste Woche.

[28:58] Im Jahre 1824, nur eine kleine Episode aus Afrika. Die Amerikaner, nicht die Amerikaner, die Engländer haben hier an der Goldküste so eine kleine Kolonie gehabt. Weiß jemand, welches Land heute die Goldküste ist? Ja, fast. Ghana. Das heutige Ghana, das war die Goldküste. Und der Name sagt es schon, das war eine profitable Kolonie. Da gab es allerdings sehr kräftige und militärisch starke Stämme, zum Beispiel die Ashanti hier im Inland. Und im Jahre 1824 hat die ruhmreiche britische Armee eine vernichtende Niederlage gegen die Ashanti eingefahren und musste sich erstmal zurückziehen von dieser Goldküste.

[29:43] Dann am 20. Februar 1824 erreicht Joseph Bates endlich wieder die Heimat. Drei Monate Fahrt waren es gewesen von Peru zurück nach Boston. Und er war über zwei Jahre wieder nicht zu Hause gewesen. Und als er zu Hause ankommt, trifft er eine 16 Monate alte Tochter. Das war so die Überraschung, die man dann als jemand erlebt. Und er ist dann mehrere Monate erstmal zu Hause geblieben und hat ein bisschen Zeit mit seiner Frau und seiner Tochter verbracht, wie die es ja natürlich auch verdient haben.

[30:17] Dann im Mai hat Leo der Zwölfte, der neue Papst, eine weitere Enzyklika verfasst mit dem Titel "Ubi Primum". Und darin schreibt er folgendes an seine Untergebenen: "Euch ist bekannt, verehrte Brüder, dass eine bestimmte Bibelgesellschaft sich unverschämt in der Welt ausbreitet und die Traditionen der Väter und den Beschluss des Konzils von Trient verachtend versucht, die Bibel in die Muttersprache aller Nationen zu übersetzen, oder vielmehr zu verfälschen. Es ist zu befürchten, dass durch falsche Interpretation das Evangelium von Christus zum Evangelium der Menschen oder noch schlimmer zum Evangelium des Teufels wird." Also diese Bibelgesellschaften, nach Ansicht des Papstes, treiben das Werk des Satans, wenn sie versuchen, die Bibel in die Sprache der Menschen zu bringen, weil die Menschen könnten anfangen, die Bibel selbst auszulegen und nicht so, wie die alten Väter und die Konzilien es getan haben. Und davor warnt er eindringlich.

[31:17] Und das ist etwas ganz Spannendes hier, weil das kommt wieder aus unserer Gegend hier aus Württemberg. Ein Buch, das geschrieben worden ist am 1. Juni, und zwar geschrieben in Niederstetten, das ist hier in Württemberg, so nordöstlich von Stuttgart, Richtung Ansbach. Und zwar geschrieben von Leonhard Heinrich Kelber. Und dieses Buch hat einen ganz unmissverständlichen Titel, der wird sogar wiederholt. Das heißt nämlich: "Das Ende kommt, es kommt das Ende." So nannte er sein Buch. Und dann sagt er: "Aus den Worten Gottes und den neuesten Zeitereignissen gründlich bewiesen von Leonhard Heinrich Kelber." Gedruckt wurde es dann in Nürnberg.

[31:59] Und ich lese euch hier mal einen engeren Abschnitt vor, den fand ich sehr interessant. Ich habe ihn jetzt einfach mal so gelassen, ich hoffe, ihr könnt es lesen, ansonsten hört ihr gut zu. Er spricht in diesem Buch vor allem über Matthäus 24 und Matthäus 25. Und in seiner Auslegung von Matthäus 24, Vers 14, jenem berühmten Vers, wo es heißt: "Dieses Evangelium vom Reich soll gepredigt werden allen Heidenvölkern, und dann wird das Ende kommen." "Das Ende kommt, es kommt das Ende", sagt er folgendes hier.

[32:28] "Vergleichen wir die Offenbarung Johannes mit dieser Stelle, so finden wir, dass Johannes einen Engel mitten durch den Himmel fliegen sah, der ein ewiges Evangelium hatte, zu verkünden denen, die auf der Erde wohnen, allen Heidengeschlechtern, Sprachen und Völkern." Also der Kelber sieht Matthäus 24, 14, Offenbarung 14, Verse 6 und 7. Da ist eine Parallele. Der Beisatz: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Zeit seines Gerichts ist gekommen", lässt gar keinen Zweifel übrig, dass hier von der Verkündigung des Evangeliums in der letzten Zeit die Rede ist.

[33:03] Und jetzt Achtung, er sagt: "Wie durch die Predigt des Evangeliums ein neues Christenvolk geworden ist, ehe die Juden das alte Volk Gottes verworfen und Stadt und Tempel zerstört worden sind, so wird auch in den letzten Zeiten dieser argen Welt durch die Predigt des Evangeliums unter allen Völkern ein neues Christenvolk gebildet werden, ehe das ausgeartete Christenvolk mit seinem antichristlichen Oberhaupt verworfen und gerichtet werden wird." Er sagt also, damals gab es ein Volk Gottes, die Juden, aber bevor die ganz zugrunde gegangen sind, hat Gott durch die Predigt des Evangeliums ein neues Volk, ein neues Christenvolk. Und dann sagt er: Genau der gleiche Vorgang wird am Ende stattfinden. Offenbarung 14, wenn Offenbarung 14 gepredigt wird, wird dadurch ein neues Volk entstehen, während das bisherige Volk Gottes, die abgefallene Christenheit, gerichtet wird. Und ich finde, das ist unglaublich interessant, denn ich stimme ihm voll überein mit ihm. Ich glaube, dass Offenbarung 14, Verse 6 und 7 tatsächlich ein Volk hervorgebracht hat, aber dazu ja später noch mehr.

[34:10] Und dann sagt er: "Dieses Predigen hat schon einen mächtigen Anfang genommen, denn schon vor fast 100 Jahren fing die Brüdergemeinde ihrer Missionen zur Heidenbekehrung an, und am 24. September 1795 sagte die englische Mission." Und dann zitiert er viele Beispiele, wie jetzt also die Mission anfängt und Offenbarung 14 sich erfüllt. Aber dieser Gedanke, der ist wirklich interessant hier von unserem württembergischen Adventpionier Leonhard Heinrich Kelber in 1824 ausgedrückt.

[34:46] Dann etwa am 15. August sticht Joseph Bates erneut in See. Ein halbes Jahr war er zu Hause geblieben, jetzt geht es erneut auf große Reise. Er ist wieder Kapitän eines Schiffes und ist sogar teilweise Besitzer des Inhaltes. Er kann also gut Geschäfte treiben und reich werden. Aber dieses Mal ist eine besondere Zeit. Bevor wir das lesen, viel was jedes Mal, wenn er jetzt auf eine Reise geht, nimmt er sich etwas Neues vor. Wir haben schon gesehen, er hat eine ganze Reihe von moralischen Schritten vor sich gehabt. Und dieses Mal, als er am 5. September dann die Küste Nordamerikas endgültig verlässt, um nach Brasilien zu segeln, nimmt er sich vor, nie wieder auch nur leichteste alkoholische Getränke zu trinken. Bis dahin hat er ab und zu noch Bier getrunken, ganz leichtes Zeug. Und jetzt sagt er auch das: Ich werde jetzt überhaupt gar nichts mehr trinken. Wo auch immer nur ein Tropfen Alkohol drin ist, ich werde es nicht mehr trinken.

[35:41] Und er hat eigentlich eine große wirtschaftliche Zukunft vor sich. Und er hat sich dieses Mal eine große Kiste mit Büchern mitgenommen, damit er auf der langen Fahrt dann etwas lesen kann. Er liebte vor allem so Novellen, kurze Erzählungen, Romane und hat sich so ein ganzes kleines Kästchen mit Büchern mitgenommen. Und als er ziemlich am Anfang der Reise sich ein Buch herausnehmen möchte, fällt ihm auf, dass ganz oben seine Frau heimlich ein Neues Testament reingelegt hat. Dann blättert er drin und gleich vorne ist ein Gedicht drin. Und in diesem Gedicht geht es um den Tod.

[36:14] Dieses Gedicht, das kann man auf Deutsch nicht übersetzen, weil es ist halt ein Gedicht der Form. Aber es geht in etwa so, dass für die Saat gibt es eine Zeit und für die Ernte gibt es eine Zeit, aber für den Tod gibt es keine Jahreszeit, er kann immer kommen. Und da gibt es so verschiedene poetische Bilder, die deutlich machen: Alles hat im Leben seine Zeit, nur der Tod kann immer überraschend kommen. Und das trifft ihn. Er fängt an, sich ab diesem Moment nur noch für die Bibel zu interessieren und lässt alle anderen Romane und Novellen, alles beiseite, hat kein Interesse mehr daran.

[36:51] Und in jenen Tagen, als ob es so kommen sollte, wird einer seiner Crewmitglieder sterbenskrank. Der hat einen interessanten Namen, der heißt nämlich Christopher Christofferson aus Norwegen. Und er wird todkrank. Und jedes Mal, wenn er seinen armen Christopher dort sieht, kommt ihm dieses Gedicht in den Sinn: Du weißt nie, wann der Tod kommt. Er muss unerfüllt daran denken.

[37:24] Und er hat jetzt wirklich diesen echten Drang, diesen Wunsch: Ich möchte Christ werden. Er beschreibt es folgendermaßen: "Ich wünschte mir, ein Christ zu sein, aber der Stolz meines Herzens und die nichtigen Verführungen der bösen Welt hielten mich noch mit mächtiger Hand fest. Ich litt enorm in meinem Denken, bevor ich mich entschied zu beten. Es schien, als hätte ich damit zu lange gewartet." Wie gesagt, christlichen Elternhaus aufgewachsen, mit 15 Jahren beinahe bekehrt, dann Seemann geworden, 16 Jahre lang, 17 Jahre lang keinerlei Anstrengungen gemacht, Christ zu sein.

[37:57] Und dann sagt er: "Ich hatte außerdem Angst, dass meine Männer erfahren würden, dass ich überzeugt sei." Er hat sich geschämt vor seinen anderen Matrosen. Und Seemänner sind ja nun nicht zimperlich, wenn es um solche Sachen geht. Und er hat jetzt nicht überlegt: Ich würde gerne beten, aber wo soll ich beten? Er hatte keinen Platz, wo er ungestört beten könnte, ohne dass ihn vielleicht nicht jemand sehen könnte. Und dann beschreibt er, wie er sich dann in seiner eigenen Kabine einen Platz freigemacht hat, sein Versteck gebaut hat, wo er dann ab und zu hingehen könnte und ungestört beten könnte.

[38:21] Dann sagte er: "Zudem hatte ich keinen geheimen Platz zum Beten. Wenn ich auf eine, auf einige, Verzeihung, auf einige Ereignisse in meinem Leben zurückblickte, wie Gott mit seinem Arm eingegriffen hatte, um mich zu retten, als der Tod mir ins Angesicht geblickt hatte." Hatte ja etliche Male gehabt, wo er wirklich beinahe gestorben ist, angefangen, damals als er als 15-Jähriger ins Wasser gefallen ist und der Hai ihn beinahe gefressen hätte, dann über die vielen Schiffsunglücke, dann die Treffen mit den Eisblöcken, den Eisbergen, dann in der Armee dort, in der Navy, in der englischen, so oft war er fast im Tod geweiht gewesen.

[39:03] Und dann sagt er: "Und wie schnell ich seine Gnade vergessen hatte, fühlte ich, dass ich mich hingehen musste. Schließlich entschied ich, die Kraft des Gebets auszuprobieren und alle meine Sünden zu bekennen." Als ich das erste Mal dort meine Knie im Gebet beugte, er ist jetzt 32 Jahre alt, Miller war damals 34, als er sich bekehrt hat, Bates ist 32 Jahre alt, schien es mir, als würden meine Haare zu Berge stehen, weil ich es wagte, meinen Mund im Gebet an den großen und heiligen Gott zu öffnen. Aber ich entschied, weiterzumachen, bis ich Vergebung und Frieden für meine aufgewühlte Seele finden würde.

[39:37] "Ich hatte keine christlichen Freunde zur Hand, die mir gesagt hätten, wie lange man vor der Bekehrung Buße tun muss." Er wusste nicht, wie lange muss ich traurig für Sünde sein, bis ich annehmen kann, dass sie jetzt für mich gestorben ist. Er konnte sich erinnern, als Junge, damals 1807, bei dieser großen Erweckungsbewegung in seinem Heimatort, da hatten Sünder, also Leute erzählt, dass sie zwei, drei Wochen lang Sünde, sich ihrer Sünde bewusst gewesen sind, bevor sie endlich das Gefühl der Befreiung hatten. Und so denkt er sich, da muss ich wahrscheinlich auch länger beten und meine Sünden bekennen, bis das endlich geschieht. Er hat niemanden, der mir sagt, wie man Christ wird.

[40:07] Und er betet. Aber es passiert nicht so wirklich was. Er fühlt immer noch die gleiche Sündhaftigkeit. In jener Zeit passiert übrigens etwas Interessantes. Das Buch von La Cruz, über das wir schon so viel gesprochen haben, wird nach einem Vorfall, als in Argentinien, in Cordoba, ein Prediger von der Kanzel sagt zu allen seinen Zuhörern: "Bitte lest das Buch von La Cruz." Gibt es einen Aufschrei dort in Argentinien unter einigen Priestern und das ganze kommt bis vor den Papst. Und dann wird das Buch offiziell von Leo XII. verboten, auf den Index gesetzt. Da haben wir hier ganz unten, weiß nicht, ob man es lesen kann, da steht der Eintrag in diesem Index. Das ist das "Index Librorum Prohibitorum", das heißt der Index der verbotenen Bücher. Und da steht ganz unten hier: "Ben Ezra", das war ja das Pseudonym von La Cruz, "und sein Buch La Venida del Mesías." Ab jetzt offiziell verboten in der katholischen Kirche. Und ich glaube, dieses Verbot ist auch nie aufgehoben worden. Übrigens, das ist der Karl X., der in jenen Tagen am 16. September König von Frankreich wurde.

[41:18] Aber zurück zu Joseph Bates. Am 30. September, oder kurz bevor am 30. September, passiert folgendes. "Eine Woche später war mein Denken noch immer aufgewühlt, wie die See. Zu dieser Zeit etwa ging ich des Nachts über das Deck und war stark versucht, über Bord zu springen." Joseph Bates stand kurz davor, sich das Leben zu nehmen. Er wusste nicht wohin mit seiner Schuld. Kann man sich das nicht vorstellen? Ich war mitten auf diesem Ozean, er hat eine Frau zu Hause, ein kleines Kind zu Hause, hat eine Mannschaft, die ihm vertraut, er hat alles, er ist schon ziemlich reich geworden durch seine Handelsgeschäfte, hat noch mehr wirtschaftlichen Erfolg vor Augen, aber er kann mit seiner Schuld nirgendwo hin und überlegt sich: Soll ich mich in die Fluten werfen? An jedem Abend.

[42:06] Und dann ist interessant, was passiert. Er sagt: "Ich dachte, dies sei eine Versuchung des Teufels, und ich verließ sofort das Deck und erlaubte mir nicht bis zum Morgen, meine Kabine zu verlassen." Der Mann hat sich gut im Griff gehabt, auch wenn er nicht alles gleich verstanden hat, aber er hat gute Selbstbeherrschung gehabt. Er hat sich selbst gesagt: Ich werde nicht mehr Wein trinken oder kein Bier trinken, ich werde an diesem Tag nicht mehr auf Deck gehen, weil ansonsten schmeiße ich mich noch wirklich über Bord.

[42:28] Und dann passierte, was passieren musste. Am 30. September stirbt Christopher Christofferson. Der junge Mann ist wirklich tot. Und jetzt ist Bates in einer ganz prekären Situation, denn als Kapitän muss er dieses Begräbnis leiten. Das ist das erste Mal, dass einer seiner Crewmitglieder stirbt unter seiner Verantwortung. Und er weiß, er muss jetzt eine Beerdigung halten und fühlt sich selbst als Sünder. Aber er traut sich auch nicht, einfach den Christopher nur so ins Wasser zu lassen, ohne religiöse Zeremonie.

[43:05] Und er lässt sich dann ein Gebetsbuch bringen von der englisch-anglikanischen Kirche. Und man hat dann den Christopher so aufgebahrt auf so eine Planke. Alle Matrosen nehmen ihre Mütze ab. Und dann kommt der Bates zitternd und fängt an zu lesen. Und er sagt: "Während er gelesen hat, stand es ihm klar vor Augen: Du bist selbst ein Sünder." Und er sagt, er konnte kaum richtig sprechen, er konnte es kaum richtig ausdrücken, er konnte kaum richtig sich artikulieren.

[43:34] Und kaum ist er fertig mit Beten, geht er sofort in seine Kabine, während dieser Christopher dort über die Reling gelassen wird ins Wasser. Und er rennt in seine Kabine und er schüttelt sein Herz vor Gott aus und bittet um Vergebung aller seiner Sünden.

[43:51] In jenen Tagen starten Lowell und Howell zum ersten Mal in das Innere Australiens vor, am 2. Oktober, und suchen Neuland. So wie Bates die Erlösung gesucht hat, suchten sie das Innere Australiens zu entdecken. In jener Zeit, am 3. Oktober, einen Tag später, hat Miller einen Brief geschrieben, einen Glaubensbruder, in dem er darum plädiert hat, dass es mehr Missionsgeist unter den Christen geben sollte. Also Miller war schon überzeugt, wir müssten mehr Missionen machen als Christen. Und er hat dann auch jeden Sonntag im Gottesdienst Mitschriften angefertigt von den Predigten, die gehalten worden sind. Das hat sich später ausgezahlt. Er wusste, er hatte also ein Archiv von Predigten, die er dort zu Hause hatte.

[44:47] Aber zurück zu Joseph Bates am 4. Oktober. Und zwar genau hier. Er gibt sogar das Längen- und Breitengrad an. Hier, an dieser Stelle im Ozean, macht er einen Bund mit Gott. Und zwar für diesen Bund mit Gott, er hat so ein religiöses Buch, wo so ein exemplarischer Bund mit Gott drin steht, und den schreibt er ab und setzt dann seinen Namen drunter, das Datum, Längen- und Breitengrad, und sagt: "Ab hierhin bin ich deins." Und am 4. Oktober übergibt Joseph Bates sein ganzes Leben Gott. Aber selbst dann ist ihm noch nicht ganz klar, wie das funktioniert. Er hat immer noch kein ganz freies Gefühl. Und er schreibt später: "Niemand hat ihm erklärt, wie wirklich die Gnade Gottes funktioniert."

[45:32] Dann einige Tage später, am 30. Oktober, kommt er dann hier in Pernambuco in Brasilien an. Und sie verkaufen die Ladung, aber Bates ist enttäuscht, denn er wollte unbedingt mit einem Christen sprechen. Und unter all den tausenden Menschen dort in Brasilien findet er nicht einen bekennenden Christen, mit dem er sprechen kann. Er wird natürlich wieder in der Gesellschaft und bei irgendwelchen Dinner-Partys herausgefordert, Wein zu trinken. Zum Beispiel von einer Konsulsfrau, die genau wusste, er trinkt kein Wein, und die ihn dann vor versammelter Mannschaft anspricht: "Joseph Bates, würden Sie mit mir auf meine Gesundheit trinken?" Und dann füllt er sich Wasser ins Glas und sagt: "Ja gerne." Und sie sagt: "Nein." Aber er bleibt dabei und hat natürlich Schmach, aber ich glaube, es war eine gute Entscheidung.

[46:26] Das Ende des Jahres, am 2. Dezember, kommt es zur Präsidentschaftswahl in Amerika. Andrew Jackson gewinnt mehr Stimmen als Quincy Adams, kann aber die Wahl nicht endgültig für sich entscheiden und so muss dann im nächsten Jahr eine Stichwahl im Repräsentantenhaus die Wahl entscheiden. Am 9. Dezember hat Spanien die letzte entscheidende Schlacht in Südamerika verloren. Sie hatten nochmal versucht, ihre Kolonien zu retten. Das war vollends gescheitert und ab diesem Zeitpunkt gilt Südamerika als befreit von den Spaniern.

[47:06] Mitte Dezember, sechs Wochen war Bates in Brasilien gewesen. Er segelt jetzt weiter auf die Katharineninsel und hat dort intensiv Zeit, sich mit der Bibel zu beschäftigen und mit religiöser Literatur und möchte verstehen, wie lebt man als Christ.

[47:20] Noch etwas, was ganz kurz wichtig ist in 1824. 1824 wurde die sogenannte amerikanische Sonntagsschulvereinigung gegründet. Seit einigen Jahren hatte man systematisch Sonntagsschulen gegründet, um den christlichen Glauben in Amerika zu verbreiten. Und zu diesem Zeitpunkt gibt es bereits 723 Sonntagsschulen, die allein von der in Philadelphia gegründet worden waren und mittlerweile fast 50.000 Schülern in 17 US-Staaten. Und vor allem Richtung Westen soll missionarisch gewirkt werden durch diese Sonntagsschulen, die eine direkte Folge dieser immer noch anhaltenden Erweckungsbewegung ist. Also egal, jedes Jahr, wenn wir sprechen, in Amerika war immer noch Erweckung.

[48:06] Eine andere Sache, noch interessanterweise, die mit dieser Erweckungsbewegung zu tun hat, ist die Einführung der Gebetsstunde unter der Woche. Wir alle kennen die Gebetswoche, die Gebetsstunde, wo man sich unter der Woche entweder am Dienstag oder Mittwoch oder Donnerstag in der Gemeinde trifft. Nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche. Das haben ziemlich viele Kirchen und das kommt aus dieser Zeit, aus dieser Erweckungsbewegung. Zum Beispiel unser heutiger Dienstag gilt ja auch in dieser Kategorie. Den haben wir auch dieser Erweckungsbewegung zu verdanken.

[48:35] Ansonsten passierte noch nicht viel anderes 1824. Eine große Sturmflut in Sankt Petersburg hat 10.000 Menschen das Leben gekostet. Leopold von Ranke, der preußische Historiker, stellt zum ersten Mal das Prinzip der historischen Quellenkritik vor, die dann später auch eine Basis für die höhere Bibelkritik wird.

[49:05] Und wir enden, wie wir angefangen haben, mit William Miller, der sagt 1824: "Ich war nun völlig gefestigt in den Schlussfolgerungen, die sieben Jahre zuvor sich mit solch beeindruckender Macht mir aufzudrängen begonnen hatten, und die Pflicht, den Beweis für die Nähe der Wiederkunft anderen zu präsentieren, traf mich erneut mit starker Kraft. Ich hatte zuvor nur gelegentlich Hinweise auf meine Ansichten gemacht, so ab und zu mal hier verstreut. Ich begann nun klarer mit meinen Nachbarn, mit Predigern und anderen über meine Meinungen zu sprechen."

[49:30] "Zu meinem Erstaunen fand ich nur sehr wenige, die mit Interesse zuhörten. Gelegentlich erkannte jemand die Stärke des Beweises, aber die große Mehrheit behandelte es wie ein Märchen." Gleich von Anfang an ist ihm wenig Erfolg beschieden gewesen in seinem Versuch, andere davon zu überzeugen, dass Jesus 1843 wiederkommt. Wie es damit weitergegangen ist, wie er die nächsten Jahre versucht hat, über diese Überzeugung weiterzutragen, ob Joseph Bates wirklich Frieden im Herzen gefunden hat, welche Abenteuer Joseph Wolff in der Wüste erlebt hat und vieles weitere. Und vor allem, was mit der englischen Adventbewegung passiert ist, sehen wir nächstes Mal, wenn es heißt: Albury Park 1825 bis 1826.

[50:11] Und dazu laden wir natürlich euch alle wieder herzlich ein, auch die, die ihr live zuschaut. Und wir sind Gott dankbar, dass wir nichts zu befürchten haben, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Und wir möchten jetzt eine kurze Pause haben. In wenigen Minuten sind wir wieder live hier vor Ort zum Offenbarungsseminar und sehen uns dann gleich wieder. Gottes Segen euch.


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