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In dieser Folge von „Die Zeit des Endes“ wird das Jahr 1846 beleuchtet, das von wichtigen Entwicklungen und Auseinandersetzungen geprägt war. Die Prediger Crozier, Edson und Hahn reagieren auf den Fanatismus, während Ellen Harmon weiterhin Kritik erfährt. Ein zentrales Thema ist die intensive Auseinandersetzung von Joseph Bates mit der Sabbatfrage, die er in einem wegweisenden Traktat darlegt. Die Folge schildert auch die Hochzeit von James und Ellen White und ihre ersten Schritte als Ehepaar im Dienst. Abschließend wird die Entdeckung des Planeten Neptun und die Bedeutung der dritten Engelsbotschaft für die aufkeimende Adventbewegung thematisiert.


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Serie: Die Zeit des Endes (Eine chronologische Darstellung der Adventgeschichte von 1798 bis in die 1850er)

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Transkript

[0:00] Einen wunderschönen guten Abend, hallo und herzlich willkommen zu Die Zeit des Endes. Letzte Folge vor der Sommerpause und der Sommer hat so ein bisschen Einzug gehalten, gerade wieder bei uns hier. Aber wir wollen heute das 51. Thema unserer Serie haben, nämlich Vereint für die Wahrheit. Wir wollen das Jahr 1846 abschließen. Letzte Woche haben wir die erste Hälfte gemacht, von Januar bis Juni, heute von Juli bis Dezember. Einige spannende Dinge stehen heute auf der Tagesordnung. Und wie jede Woche wollen wir gemeinsam beten zu Beginn.

[0:28] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute zu dir kommen können, dass wir lernen dürfen, wie du dein Volk geführt hast und wie die Wahrheit vereint. Wir möchten dich bitten, dass du uns die Lektionen ganz klar und deutlich in unser Herz schreibst, dass wir verstehen können, was Wahrheit bedeutet und wie wir nach der Wahrheit suchen dürfen. Sei du bei uns, nach deiner Verheißung, mit deinem Heiligen Geist haltest du alle Störende fern und hab Dank für alles im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Letztes Mal haben wir gesehen, wie das Jahr 1846 die letzten Spaltungen noch gegeben hat und immer weniger übrig blieben, die festgehalten haben an dieser grundsätzlichen Erfahrung des Jahres 1844, die daran festgehalten haben, dass dort im Herbst etwas Besonderes passiert ist. Die allermeisten haben es entweder aufgegeben oder sind in Fanatismus geraten, das haben wir ausführlich angeschaut. Einige wenige waren auch mittlerweile gestorben. Einer, der auch im Sommer 1846 stirbt, war der Milleritenprediger Barry, der am 17. Juli stirbt.

[1:44] Am 18. Juli reagieren dann Crozier, Edson und Hahn, die drei, die das Heiligtum studiert hatten und im Februar diese Sonderausgabe vom Daystar herausgebracht hatten. Sie reagieren darauf, dass Enoch Jacobs als Letzter ebenfalls in den Fanatismus gegangen ist und bringen ihre eigene ganz kleine Mini-Zeitschrift zum zweiten Mal heraus. Sie warnen davor, dass Jacobs die Meinung geändert hat, dass Jacobs jetzt unter den Fanatikern ist, unter denen die alles vergeistlichen. Crozier hatte sich sogar die Mühe gemacht, einmal diese Schaker zu untersuchen, zu denen sich Jacobs jetzt bekennt.

[2:35] Wir hatten das letzte Mal kurz angesprochen, es gab wohl einige Missverständnisse, deswegen möchte ich das mal ganz kurz sagen. Die Schaker waren keine Erfindung des 19. Jahrhunderts, die Schaker hat es schon lange vorher gegeben. Die Schaker sind im 18. Jahrhundert entstanden als eine Splittergruppe von den Quäkern, die sich nicht nur reimen, sondern auch gewisse charismatische Elemente gemeinsam haben. Die Schaker dachten, dass die Quäker nicht charismatisch genug sind und deswegen haben sie dann ihre eigene Gruppe gegründet, die dafür bekannt war, dass sie sich geschüttelt haben bei ihren rituellen Gottesdienst-Tänzen. Hier haben wir auch noch so einen Gottesdienst-Tanz und wir hatten gesehen, dass sie glaubten schon im 18. Jahrhundert, Jesus sei wiedergekommen in der Person ihrer Leiterin Anne Lee, eine Prophetin, wie sie meinten. Und die Wiederkunft Jesu sei außerdem auch noch graduell und vor allem geistlich, keine Wiederkunft am Himmel.

[3:30] Und deswegen war es ja nun natürlich, dass jetzt diese fanatischen Adventisten, die angefangen hatten auch zu glauben, dass Jesus in ihrem Herzen wiedergekommen sei, dass die jetzt mit den Schakern angebandelt haben und viele Schaker sich die Chance der Stunde gesehen haben, jetzt neue Mitglieder zu werben. Denn die Schaker hatten ein Problem, Mitglieder zu werben, das lag an ihrer Theologie. Sie haben nämlich allen Gliedern verboten zu heiraten. Und das macht natürlich Gemeindewachstum sehr schwer, weil es kein natürliches Gemeindewachstum gibt und auch relativ wenig Christen sich bereit sind, einer Kirche anzuschließen, der man nicht heiraten darf. Und so war das für sie natürlich ein gefundenes Fressen, plötzlich so viele fanatische Adventisten zu finden, die auch glaubten, dass Jesus schon gekommen sei und die jetzt auch diese charismatischen Phänomene angenommen haben. Und so haben wir letztes Mal gesehen, dass fast alle von den Fanatikern irgendwie dann entweder versprengt worden sind oder sich in den Schakern, mit den Schakern versammelt haben. Die Schaker sind übrigens aber am Ende doch ausgestorben aufgrund dieser Theologie.

[4:29] Währenddessen stand Ellen Harmon immer stärker in der Kritik, vor allem auch von den orthodoxen Albany Adventisten, die ja wie gesagt vieles von dem aufgegeben hatten, was 1844 noch galt. Und viele warfen ihr vor, sie sei selbst eine Fanatikerin und sie wäre nur hypnotisiert. Sie war ja lange Zeit hier bei Otis Nichols gewesen und hat dort in Massachusetts verschiedene Dinge getan, vor allem viel gepredigt und ihre Visionen weitergegeben.

[5:06] Und im Sommer 1846 passiert etwas, was ziemlich deutlich zeigt, dass ihre Visionen auf jeden Fall nicht Folge von Hypnose sein können. Und zwar ist sie mit einem anderen, mit einigen anderen Geschwistern, unter anderem einem Bruder Gurney, einem der besten Freunde von Joseph Bates, hier in der Nähe von Bates Wohnung in Fairhaven, unterwegs nach einer kleinen Insel. Und zwar nach, Moment, sieht man das hier? Hier, zu dieser kleinen Insel, West Island, so sieht die aus. Und sie sind des Nachts unterwegs und während sie dort auf dem Ozean, diesem Segelschiff sind, passiert Folgendes.

[5:46] Im Jahre 1846, während wir in Fairhaven, Massachusetts walten, fuhren meine Schwester, die mich zu jener Zeit gewöhnlich begleitete, Schwester A und Bruder Gurney, wie gesagt, einer der Freunde von Bates und Bruder Gurney hat schon an sie geglaubt und ich in einem Segelboot, um eine Familie in West Island zu besuchen. Es war fast dunkel, als wir abfuhren und wir hatten erst eine kurze Strecke zurückgelegt. Als ich einen Sturm erhob, es donnerte und blitzte und der Regen goss in Strömen auf uns herab, es schien sicher, dass wir ohne Gottes Hilfe verloren seien. Ich kniete in dem Boot nieder und rief zu Gott um Errettung und hier über den tosenden Wellen, während das Wasser über den Rand des Bootes hinweg auf und schlug, hatte ich ein Gesicht. Stellt euch das mal vor, ihr seid mit wenigen Leuten im Boot und versucht euer Leben zu retten und eine von denen, die mit euch dabei ist, hat plötzlich eine Vision, ist nicht mehr ansprechbar und ich sah, dass eher jeder Tropfen im Ozean vertrocknen würde, als dass wir umkämen, denn mein Werk hatte gerade erst begonnen. Als ich aus dem Gesicht kam, war all meine Furcht verschwunden und unser kleines Boot war für uns ein schwimmendes Beetle.

[6:57] Und jetzt kommentiert sie, der Herausgeber des Advent Herald, weiß jemand von euch noch, wer der Herausgeber der führenden Advent Herald-Zeitschrift ist? Heims, genau, Joshua Heims. Sie nennt ihn nicht mit Namen, weil sie nett ist, sie ist christlich, nicht wahr? Aber sie sagt, der Herausgeber des Advent Herald. Das heißt, Heims kannte sie. Er hatte gesagt, dass meine Gesichte dafür bekannt seien, durch Mesmerismus bewirkt zu sein. Also Heims hatte öffentlich in seiner Zeitschrift gesagt, Ellen Harmon könnte vergessen, ist eine Fanatikerin, die es hypnotisiert. Und jetzt sagt sie, aber ich frage, wo war zu solch einer Zeit Gelegenheit für hypnotisches Wirken? Bruder Gurney hatte mehr als genug mit der Leitung des Bootes zu tun. Er hatte keine Zeit gehabt, mich zu hypnotisieren. Er versuchte zu ankern, aber der Anker hielt nicht. Unser kleines Boot wurde von den Wellen hin und her geschleudert und von dem Winde getrieben. Dabei war es so dunkel, dass wir nicht von einem Ende des Bootes zum anderen sehen konnten. Bald darauf fasste der Anker und Bruder Gurney rief um Hilfe. Es waren bloß zwei Häuser auf der Insel und es schien, dass wir einen derselben nahe waren. Aber es war nicht, dass wir in die Gewöhnung gehen wollten. Die ganze Familie war schon zur Ruhe gegangen, außer einem kleinen Kind, das den Ruf um Hilfe auf dem Wasser gehört hatte. Sein Vater kam bald und in einem kleinen Boot brachte er uns an das Ufer. Den größten Teil der Nacht brachten wir mit Danksagung gegen Gott für seine wunderbare Güte zu. Ja, nicht nur Paulus hat spannende Abenteuer auf See erlebt.

[8:18] Also das ist ein Zeitzeugnis dafür, dass Joshua Heims ziemlich deutlich gegen Ellen Harmon und Co. eingestellt war. Heims hat sich übrigens im Jahre 1846 im Sommer seinen großen Traum erfüllt. Er ist nach England gegangen, was er immer vorgehabt hatte, was nie möglich war, weil in den USA diese Bewegung so überproportional gewachsen ist. Jetzt hat er Zeit, denn die Bewegung ist sehr am Abebben. Sogar die Zeitschriften, die er unter seiner Regie hatte, mussten zusammengelegt werden. Der Albany-Adventismus kommt nicht mehr so richtig auf die Füße. Und so hat er jetzt die Zeit, nach England zu gehen und dort zu predigen, was er auch gerne tut.

[9:01] Ellen Harmon, wie gesagt, war zu der Zeit in Fairhaven, dort, wo Joseph Bates ja auch lebt, und deswegen ja auch mit dem Bruder Gurney unterwegs. Sie und James White haben eine Bibelstunde mit Joseph Bates. Als sie dort sind, sagt Joseph Bates, ich muss euch jetzt mal wirklich was zeigen. Und er schlägt seine Bibel auf und führt sie durch die gesamte Bibel, um ihnen ein Thema nahezubringen. Könnt ihr raten, welches Thema? Der Sabbat. Das ist ja sein großes Anliegen. Und er erklärt ihnen alles, was er mittlerweile herausgefunden hat, was er studiert hat. Er ist nämlich dabei, auch gerade ein Traktat zu schreiben über den Sabbat. Und er erklärt ihnen das wirklich gut und ausführlich. Und Ellen Harmon und James White sagen, nein, du übertreibst, brauchen wir nicht, nicht so wichtig. Und das hat den Joseph Bates schon ein bisschen gewurmt.

[9:55] Naja, er war wie gesagt dabei, ein Traktat zu schreiben, das im August herauskam. Und das hieß, the seventh day sabbath, a perpetual sign from the beginning to the entering into the gates of the holy city according to the commandment. Auch der hat die langen Titel geliebt. Das heißt, übersetzt, der siebte Tag Sabbat, ein ständiges, ein ewig währendes Zeichen vom Anfang bis zum Eintritt in die heilige Stadt gemäß des Gebotes. Und mit diesem Traktat ist eine Geschichte verbunden, die ich unbedingt gern erzählen möchte.

[10:31] Während er dort in seinem Haus dieses Buch schreibt, dieses kleine Traktat, hat er mittlerweile kaum noch Geld. Er hat all sein Geld investiert, damals schon in die Miller-Bewegung und auch jetzt ist er noch gereist und irgendwann ist das Geld alle. Seine Frau kommt an diesem einen Morgen aus der Küche und sagt, du Joseph, mir fehlt noch ein bisschen Mehl fürs Backen. Und er sagt, wie viel fehlt dir denn noch? Ja, ich bräuchte noch ungefähr vier Pfund. Und er sagt, okay. Kurze Zeit später geht er einkaufen und er kauft genau vier Pfund, denn zu mehr reicht es nicht. Er gibt seine letzten Cents, was er noch hat, gibt er aus, um genau diese vier Pfund zu kaufen und noch einige kleine Artikel. Stellt sie dann in den Vorratsschrank, setzt sich wieder hin und schreibt weiter.

[11:14] Kurze Zeit später kommt seine Frau Prudence aus der Kirche und sagt, wo kommen diese vier Pfund her? Der Herr hat dafür gesorgt. Und sie sagt, ja sei ehrlich, hast du sie gekauft? Er sagt, ja, ich habe sie gekauft. Und dann fragt sie, wie kann das sein? Warum hast du nur vier Pfund gekauft? Normalerweise, wenn man damals Mehl gekauft hat, hat man gleich so ein ganzes Fass gekauft. Und er sagt, wieso? Du hast doch gesagt, vier Pfund würden dir reichen. Und sie sagt, Captain Bates, du bist derjenige, der früher Handelsschiffe nach Südamerika geführt hat. Und du willst mir erzählen, du bist gegangen und hast nur vier Pfund gekauft. Und dann sagt er, du pass auf, wir haben kein Geld mehr. Das war der letzte Cent, den wir haben. Und sie ist völlig fassungslos. Und er sagt, ja, der Herr wird dafür sorgen. Der Herr wird schon dafür sorgen. Und sie rennt tränend über das Sturm draußen und sagt, ja, das sagst du immer. Der Herr wird dafür sorgen. Der Herr wird dafür sorgen.

[12:03] Naja, er hat sich nicht weiter darum geschert, hat weitergeschrieben. Er hat dann gefragt, ja, was werden wir jetzt machen? Und er sagt, ich werde dir sagen, was wir machen. Ich werde ein Traktat schreiben und der Welt predigen, dass der Sabbat der richtige Tag ist. Und sie sagt, aber wovon sollen wir leben? Der Herr wird dafür sorgen.

[12:22] Im Laufe des Tages geht er in die Stadt und kommt am Postamt vorbei. Und sein Freund ist der Postbeamte. Er fragt, ob es einen Brief für ihn gibt. Er sagt, ja, hier gibt es einen Brief für dich. Allerdings, das Porto ist nicht bezahlt worden. Du müsstest das Porto zahlen. Und er sagt, es tut mir leid, ich habe gerade gar nichts mehr. Dann sagt der Postbeamte, kein Problem, du kriegst es so mit, wenn du wieder was hast, gibst du was. Bezahlst du das? Und dann sagt der Bates, nein, nein, nein, nein, ich mache keine Schulden. Mach mal den Brief auf, vielleicht ist ja Geld drin. Und macht den Brief auf und drin sind 10 Dollar. Das sind damals 20 Tagelöhne. Also ganz schön viel Geld. Und er entschließt sich dann, das Geld zu nehmen, bezahlt die Post und geht dann in den Einkaufsladen und kauft eine ganze Wagenladung vor Lebensmittel. Und lässt die dann vorfahren und sagt, die sollen bitte vor der Tür abgestellt werden. Und naja, das tut er dann.

[13:25] Und er sagt noch dem, der die Lebensmittel vorbeibringen soll, die Frau wird nicht glauben, dass es vor uns ist, aber stellen sie es trotzdem ab. Und so war es auch, die Frau hat nicht geglaubt, dass es für sie ist, hat gesagt, das ist ein Irrtum. Der Mann hat es trotzdem abgestellt, er kommt später nach Hause. Und sie fragt, kannst du dir vorstellen, was passiert ist? Und er sagt, na ja, ganz logisch, der Herr hat dafür gesorgt. Und so hat der Herr wirklich dafür gesorgt.

[13:49] Er ist dann vor lauter Euphorie in ein Druckgeschäft gegangen und hat gesagt, jetzt wo ich Geld habe, muss ich das gleich investieren. Ich ordere 1000 Kopien von diesem Traktat. Das hätte zwar auch nicht gereicht, das Geld, aber er wusste, Gott wird noch für mehr Geld sorgen, damit dieses Traktat unter die Leute kommt. Und so ist es tatsächlich mit weiteren Spenden gedruckt worden im August. Und dieses Traktat ist genauso wie dieser Daystar Extra vom Februar 1846 das Fundament für die Heiligungslehre ist, ist dieses Traktat unser Fundament eigentlich für das, was wir glauben über den Sabbat, was wir erkannt haben. Es ist die bis dahin ausführlichste Behandlung des Sabbats in irgendeiner adventistischen Form bis dahin.

[14:32] Deswegen möchte ich ganz kurz mit euch einige Punkte durchgehen, die er dort schreibt. Er beginnt sein Traktat mit dem vierten Gebot. Und er sagt, es ist noch immer gültig, weil er davon ausgeht und natürlich zu Recht, dass im Neuen Testament das Gesetz noch gültig ist. Texte wie diese Gedenke an den Sabbat Tag und Heiligen. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn und so weiter und so fort. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbat Tag gesegnet und geheiligt. Das wird ein Grundanker im Denken von Joseph Bates. Gott hat es geboten und wir können es nicht ändern.

[15:11] Im Laufe des Traktats untersucht er dann den Ursprung des Sabbats. Er zeigt, dass der Sabbat seit der Schöpfung da ist und dass der Sabbat nicht für die Juden gemacht worden ist, sondern für die Menschen. Jesus sagt, der Sabbat wurde um das Menschenwillen gemacht. Viele dieser Argumente kennt ihr aus Evangelisation und letztendlich kommt jede Bibelstunde irgendwo wieder aus diesem ersten Studium, was er so hier betrieben hat. Er erwähnt auch, dass schon bei Mose, in 1. Mose, die Woche erwähnt wird. Sieben Tage hier und dort. Und dass auch schon Abram die Gebote gehalten hat. Das heißt also, der Sabbat war schon dort, da lange vor dem Sinai, auch wenn er nicht explizit dann nach 1. Mose 2 nochmal erwähnt wird. Hier haben wir 1. Mose 2. Gott hat am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte und er ruhte am siebten Tag. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.

[16:00] Dann zeigt er, dass 2. Mose 16 nicht der Beginn der Sabbatfeier ist, weil die meisten Christen hatten gedacht, den Sabbat gibt es seit 2. Mose 16, seit dem Manna. Und seit Gott sagt, ihr sollt dann am siebten Tag nicht rausgehen und sammeln. Aber er zeigt in der Geschichte, dass dort steht, erinnere dich, gedenke an das, was ich dir schon vorher gesagt habe. Er zeigt auch in Jesaja 56 im Alten Testament schon, dass der Sabbatsegen auch auf die Heiden übergeht. Dass auch die, die verschnitten sind, die keine Juden sind, dass auch sie, wenn sie den Sabbat halten, gesegnet werden.

[16:33] Er zeigt, dass nach 2. Mose 31 der Sabbat ein Zeichen ist. Deswegen nennt er seinen Traktat den Sabbat ein ständiges Zeichen. Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Söhnen Israel für ewig. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht. Am siebten Tag aber hat er geruht und Atem geschöpft.

[16:50] Und dann hat er ein unfassbar gutes Argument. Das habe ich zum ersten Mal bei ihm gesehen. Ich weiß gar nicht, warum man das nicht öfter verwendet. Er zeigt in Jeremia 17 Vers 25, dort steht, dass wenn Jerusalem, die Einwohner von Jerusalem, den Sabbat halten werden, dann würde Jerusalem für ewig stehen bleiben. Nun, wir wissen, Jerusalem ist zerstört worden. Ein Grund war, dass sie den Sabbat gebrochen haben. Aber Bates Logik ist die folgende. Er sagt, Gott wollte ja ursprünglich nicht das Volk Israel verwerfen. Er wollte, dass das Volk Israel für ewig Gottes Volk ist und dass Jerusalem bis zum Ende der Zeit die Hauptstadt von Gottes Reich wäre. Und das würde bedeuten, dass Gott in seinem ursprünglichen Plan bis ans Ende der Zeit, auch nach dem Kommen des Messias, den Sabbat als gegeben gesehen hat. Richtig? Ein ziemlich gutes Argument. Und er zeigt, der Sabbat ist genau wie die Ehe weltweit und seit Beginn der Welt eingesetzt.

[17:42] Und das macht dieses Traktat so besonders. Denn während ja auch im Jahre 1845 einige Fanatiker den Sabbat gehalten hatten, weil sie nicht mehr arbeiten wollten und dachten, der Sabbat ist ein toller Tag, weil da arbeitet man auch nicht, stellt dieses Traktat den Sabbat wirklich wieder auf ein echtes biblisches Fundament, dort wo er hingehört.

[17:57] Er geht natürlich auch schon damals auf die klassischen Gegenargumente ein. Römer 14, Vers 5 und 6. Dort steht, jeder halte den Tag, den er für richtig hält, so nach dem Motto. Jeder sei seiner Meinung gewiss. Aber er zeigt, dass es dort nicht um den siebenten Tag Sabbat geht, sondern dass das zu tun hat mit dem Apostelkonzil und seiner Meinung nach geht es dort um die Festzeiten. Und er zeigt auch, dass derselbe Paulus, der das schreibt, selbst immer am Sabbat gepredigt hat und am Sabbat auch zu den Heiden gesprochen hat.

[18:37] Außerdem natürlich, Kolosser 2, Vers 14 und 16, auch hier zeigt er ganz deutlich, dass es sich um Festsabbate handelt. Und wie ist es mit Jesus? Hat Jesus den Sabbat abgeschafft? Ganz im Gegenteil. Lukas 4, Vers 16 sagt, Jesus ging aus seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und er zeigt aus Daniel 9, Vers 27, dass dort was abgeschafft worden ist, Schlacht und Speisopfer. Jesus hat in der Bergpredigt das Gesetz nicht abgeschafft, sondern vertieft. Und es gibt einen Unterschied zwischen Gottes Sabbat und den Sabbaten Israeliten. Gott spricht von meinen Sabbaten und er spricht von den Sabbaten Israels, die in 3. Mose 16 als Festsabbate eine Rolle spielen. Da haben wir die Zitate von Jesus noch mal. Der Sabbat wurde des Menschenwillen gemacht. Jesus ist der Herr über den Sabbat.

[19:24] Und all das zeigt er sehr chronologisch, sehr systematisch. Und Jesus ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge. Und dann ist Joseph Bates auch ein sehr praktischer Prediger und er gibt ein gutes Beispiel, einen guten Vergleich aus der aktuellen Politik. Denn zu der Zeit befinden sich die USA gerade im Krieg mit Mexiko.

[19:35] Er sagt, nehmen wir an, dass der Kongress der Vereinigten Staaten in der gegenwärtigen Notlage zwei verschiedene Gesetzeswerke verabschieden würde. Ein dauerhaftes und eines vorübergehend, das abgeschafft werden würde, wenn es Frieden zwischen dem Land und Mexiko gibt. Versteht die Grundsatz. Ein dauerhaftes und eins, das nur so lange gilt, solange Krieg ist. Die Zeit kommt. Die vorübergehenden Gesetze werden abgeschafft. Aber seltsamerweise hört man, dass ein Großteil des Volkes darauf pocht, dass beide Gesetzeswerke auf immer abgeschafft sind, während andere eifrig behaupten, dass nur das vierte Gesetz im dauerhaften gemeinsam mit dem vorübergehenden abgeschafft wurde, während der Rest immer noch gültig ist. Dagegen steht noch eine dritte Gruppe, die von den Predigern und Schriftgelehrten der ganzen Nation angeführt wird, die darauf bestehen, dass das vierte Gesetz im dauerhaften Gesetzeswerk seit dem Frieden allmählich sein Datum in einen anderen Tag verändert hat. Aber niemand von ihnen ist in der Lage zu zeigen, dass der Kongress auch nur die geringste Veränderung im dauerhaften Gesetzeswerk vorgenommen hat.

[20:44] Auf politischer Ebene ist es ganz deutlich, solange der Kongress das Gesetz nicht ändert, ist es gültig. Und wenn Gott der Gesetzgeber ist und Gott es nicht ändert, dann ist das Gesetz noch gültig. Ja, da kann man gar nichts machen. Gott hat deutlich gesagt, die Opfer sollen aufhören. Gott hat deutlich gesagt, die Beschneidung soll aufhören. Aber Gott hat nirgendwo deutlich gesagt, der Sabbat soll aufhören. Und was in der Politik ganz selbstverständlich wäre, ist vielen Christen gar nicht klar. Und Bates ist so ein klarer, scharfer Denker. Er war ein Gesundheitsreformer, nicht wahr?

[21:10] Und dann zeigt er auch, Jesus bringt den neuen Bund und der neue Bund ist eben nicht die Abschaffung des Gesetzes, sondern dass das Gesetz inklusive Sabbat ins Herz geschrieben wird. Und dazu schreibt er hier, wiederum frage ich, warum war es notwendig und wozu nützt es, dass die zehn Gebote auf unsere Herzen geschrieben wurden, wenn nicht dazu, dass wir ihnen vollkommen gehorsam sein sollen? Ist doch völlig absurd zu behaupten, wir sind im neuen Bund, die Gebote sind ins Herz geschrieben und gleichzeitig treten wir sie. Wenn wir den Tag nicht halten, den Gott geheiligt hat, dann brechen wir nicht das kleinste, sondern eines der größten seiner Gebote.

[21:47] Und dann leistet er sehr wesentliche Arbeit und sehr ausführliche Arbeit, um zu zeigen, dass das moralische und das zeremoniale Gesetz klar unterschieden sind. Für viele Christen auch heute noch ist das ein und dieselbe Soße. Die erzählen immer, dass es 613 Gesetze gibt im Alten Testament. Es wird alles in einen Topf gerührt und umgerührt und dann gesagt, es ist alles über Bord geworfen. Aber er zeigt, die zehn Gebote sind in der Lade, die anderen sind daneben. Und er argumentiert gegen führende oder damals führende, mittlerweile fanatisch gewordene Adventisten, die alle gesagt haben, als der Sabbat aufkam, brauchen wir nicht, abgeschafft, Gesetz ist nicht so wichtig.

[22:32] Dagegen sagt Jesus in Matthäus 19, kennt ihr die Geschichte? Matthäus 19, Vers 16 bis 20. Weiß jemand, was für eine Geschichte das ist? Das ist die Geschichte vom reichen Jüngling. Der fragt, was muss ich tun, um ewiges Leben zu bekommen? Und Jesus sagt, halte die Gebote. Und er fragt noch, welche? Sind das neue Gebote? Und Jesus zählt dann einige auf, die ganz deutlich die zehn Gebote sind. Eigentlich damit sehr deutlich. Jesus und Apostel unterscheiden stets zwischen Gottes Gesetz und dem Gesetz, Mose.

[23:09] Und dann macht er ein ganz ausführliches Studium, habe ich nur ganz kurz abgekürzt hier, durch alle neutestamentlichen Briefe, Epheser, Kolosser, Galater und so weiter, Römer, über die Gültigkeit des Gesetzes. Also dieselbe Frage und dieselben Diskussionen und dieselben Probleme, die es heute noch gibt, gab es damals auch schon. Und das Traktat ist wirklich ausgezeichnet in vielen Punkten.

[23:26] Hier zum Beispiel Jakobus 1, 25 sieht er, wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist. Er wird glückselig sein in seinem Tun und dann natürlich glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens. Und da möchte Josef Bates hin. Und hier, denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten und seine Gebote sind nicht schwer.

[23:53] Bates ist vielleicht der Erste, der wirklich erkannt hat, dass der Sabbat nicht einfach nur irgendwie eine Anordnung der Bibel ist, sondern dass die Frage des Sabbats eigentlich auf die Frage des Gesetzes hinweist. Müssen wir das Gesetz halten, ja oder nein? Das wäre die eigentliche theologische Frage. Der Sabbat ist nur das Zeichen davon. Der Sabbat ist nur der Lackmustest, ob wir wirklich bereit sind, Gottes Gebote ganz zu halten. Jesus sagt, liebt ihr mich, so haltet meine Gebote. Und für Bates wird nicht nur der Sabbat, sondern das Gesetz Gottes als solches von großer, großer Wichtigkeit.

[24:32] Und dann wendet er sich auch noch gegen das Argument von Miller. Miller hat ja gesagt, den wir brauchen, den siebenten Tag Sabbat nicht halten, weil er war ein Typus auf das Millennium. Und Bates sagt, wenn es schon so ist, dass der siebente Tag Sabbat ein Typus ist auf das Millennium, dann gilt der Typus so lange, bis der Antitypus kommt. Solange das Opfer, das Opferlamm war ein Typus auf das Kreuz von Golgatha. Aber solange das Kreuz von Golgatha nicht da war, musste man opfern. Also wenn du schon sagst, lieber Miller, dass der Sabbat nur ein Typus ist für das Millennium, dann müssen wir den Sabbat halten, mindestens bis zum Millennium. Also er hebelt die sogar mit ihren eigenen Argumenten aus.

[25:11] Und natürlich bringt er auch Matthäus 24, 20, weil Matthäus 24 ist bei Adventisten gern gesehen, Endzeitrede. Und da heißt es, dass Jesus in Bezug auf die Zerstörung Jerusalems sagt, die 70 nach Christus war, mehr als 30 Jahre nach dem Kreuz. Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat. Wenn ihr das Gefühl habt, das ist ja wie in einem evangelistischen Vortrag, dann habt ihr genau recht. Genau das war der Kern dieses Traktats.

[25:41] Das war das Erste, dass es so zusammengebracht hat. Und dann muss man Bates für noch etwas loben, nämlich für das hier. Er, Johannes, sah drei Engel, die einander ablösten. Der erste predigte das ewige Evangelium, die Lehre von der Wiederkunft. Der zweite, das ist die allgemeine Bewegung. Der zweite kündigte den Fall Babylons an. Das war dann 1844, als sie aus den Kirchen ausgetreten sind. Bis dahin waren alle Adventisten gefolgt. Der dritte ruft Gottes Volk aus ihr heraus, indem er die schrecklichen Folgen des Ungehorsams aufzeigt. Er sieht die Trennung und ruft aus. Hier ist die Geduld der Heiligen. Hier sind die, da halten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu.

[26:24] Bates ist der allererste überhaupt in der Adventgeschichte, der den ersten Vorstoß in die dritte Engelsbotschaft macht und zumindest schon mal sieht, in der dritten Engelsbotschaft geht es um die Gebote Gottes und deswegen ist der Sabbat wichtig. Vieles ist noch unklar, vieles ist noch im Nebel, aber so viel weiß er jetzt schon. Die dritte Engelsbotschaft weist uns zu den Geboten und dann muss der Sabbat ein Teil dieser Botschaft sein. Und das ist für uns vielleicht selbstverständlich, wir haben das schon tausendmal gehört, aber das war eine ziemliche Sensation für ihn selbst, zu sehen, dass Gott sie so geführt hat, Schritt für Schritt und dass der Sabbat jetzt einfach einer der nächsten Schritte ist auf diesem Weg durch die dritte Engelsbotschaft.

[27:05] Und dann zitiert er noch diverse Theologen für und gegen die Veränderung des Sabbats in Bezug auf den Sonntag und zeigt, dass viele von denen einfach sich nicht mit der Bibel denken und das ist sein Traktat. Echter Klassiker, wie gesagt, August 1846, damit können wir eigentlich, das ist eigentlich der Beginn, mehr oder weniger, unserer Sabbat-Geschichte.

[27:25] Aber Ellen Harmon und Joseph James White, wie gesagt, waren noch nicht so begeistert und sie hatten auch momentan ganz andere Gedanken. Hier im Nachhinein erzählt James White, was ihnen durch den Kopf ging. Wir beide hielten das Kommen Christi für nahe ja unmittelbar vor der Tür und bei unserer ersten Begegnung hatten wir keinerlei Gedanken an eine zukünftige Hochzeit. Aber Gott hat eine große Aufgabe für uns beide und er sah, dass wir uns großartig im Werk unterstützen könnten. Wenn sie in der Öffentlichkeit auftrat, brauchte sie einen rechtmäßigen Beschützer und sie konnte mir eine große Hilfe sein. Da Gott sie auserwählt hatte, in einem speziellen Sinn ein Kanal für Licht und Wahrheit für sein Volk zu sein.

[28:16] Sie haben gemerkt, 1845, 1846, wir haben viel gemeinsam, wir könnten uns großartig unterstützen, wir könnten gemeinsam für Gott wirken. Aber erst, nachdem wir beide das Thema Hochzeit vor den Herren gebracht hatten, das heißt, wir haben beide unabhängig voneinander dafür gebetet, ob es sein soll oder nicht. Interessanterweise ganz interessantes Prinzip hier, was man auch übertragen kann, sollte man noch nicht geheiratet haben und eine Erfahrung hatten, die jeden Zweifel ausräumte. Das heißt, sowohl James als auch Ellen waren sich hundertprozentig sicher, Gott möchte, dass wir einander heiraten. Taten wir diesen bedeutsamen Schritt.

[28:54] Die meisten unserer Geschwister, die die Adventbewegung als Gotteswerk betrachteten, das heißt die 1844 festgehalten hatten, waren gegen Hochzeiten. Nicht, weil sie schicker waren, sondern in dem Sinne, dass es angesichts der kurzen Zeit eine Verleugnung des Glaubens sei. Weil wenn man heiratet, sagt man, wir möchten ein Leben lang zusammen dienen, in den Schweren und in den guten Tagen und so weiter und so fort. Und wie wir letztes Mal schon gesagt haben, sowohl Ellen als auch James haben die ganze Zeit zu tun, einige Wochen ihren Freunden mitzuteilen. Übrigens, wir gehen den Glauben nicht auf, aber wir werden wahrscheinlich heiraten.

[29:30] Einige sind wirklich enttäuscht, haben daran zu knabbern, weil sie haben auf Ellen geschaut, die hat eine prophetische Vision von Gott und jetzt will sie heiraten? Glaubt ihr nicht, dass Jesus bald wiederkommt? Und James genauso, dieser mächtige junge Prediger. Aber alle, die wirklich echte gute Freunde sind und selbst auch bei Beten stellen fest, es ist wirklich sinnvoll, weil es gibt gute Gründe. Es war notwendig, dass sie einen oder mehrere Begleiter hatte, entweder ihre Schwester Sarah oder Schwester Frost reisten mit ihr. Und da weder ihr betagter Vater noch ihr schwacher Bruder geeignet waren, eine solch schwache Person zu begleiten, um sie und ihre Mission vorzustellen, war ich, also schreibt James, völlig überzeugt, dass es meine Pflicht war, sie zu begleiten. Und da dieses gemeinsame Reisen uns den Anschuldigungen der Feinde des Herrn aussetzte, schien es eine klare Pflicht zu sein, dass jemand, der eine solch wichtige Botschaft an die Welt hatte, einen rechtmäßigen Beschützer brauchte. Pflichtgefühl.

[30:30] Aber aufgeregt war er doch. Hier, 26. August schreibt er an Bruder Collins, nachdem er gerade eine Beerdigung gehalten hat in Fairmouth. Ich werde heute Abend mit einem Segelboot nach Verheven fahren, werde morgen um 21 Uhr in Portland sein, wo der Nichols sagt, es habe ihm zunächst schaffen gemacht, als er von unserer geplanten Hochzeit erfuhr. Aber nun ist er sich sicher, dass Gott hinter uns steht. Schwester Ellen sagt, der Weg ist offen. Wir sind nun öffentlich. Ja, wurde vorher dann bekannt gemacht, dass die beiden heiraten. Am Montag sind wir wahrscheinlich verheiratet.

[31:00] Und so war es dann auch. Am 30. August 1846 heiraten der 25-jährige James White und die 18-jährige Ellen Harmon. Man könnte sich das so schön vorstellen, irgendwo so eine kleine, weiße Kirche im Bundesstaat Maine. Ich war die Verwandten dabei. So ein kleines Blumenbouquet, der blaue Himmel über ihnen und ein paar angemessene Worte des Predigers. Aber die Realität ist, sie gehen dort in Portland zum Friedensrichter des Landkreises, lassen sich heiraten, standesamtlich sozusagen, und sind verheiratet. Keine kirchliche Trauung, weil sie waren Mitglied keiner Kirche mehr. Es gab auch keine Adventistenkirche. Und sie waren verheiratet. Ziemlich unspektakulär und ziemlich formal, weil, naja, für ein langes Leben hatten sie jetzt ohnehin nicht weiter geplant.

[31:54] Es ging mir so um die Praxis der ganze Zeit, die praktische Angelegenheit. Aber praktisch wurde es jetzt, denn wenn man schon verheiratet ist, muss man auch zusammen leben. Und wo sollten sie eigentlich gemeinsam hinziehen, da sie beide eigentlich auch nichts weiter hatten? Und so entschieden sie sich, und das war sicherlich keine einfache Entscheidung, erst einmal zu ihren Eltern zu ziehen, ins Haus, dort nach Gorham in der Nähe von Portland hier, an diese Straße, Fortale Road. Das Haus steht nicht mehr, aber irgendwo da wird es gestanden haben.

[32:25] Und, naja, es war kein einfacher Beginn für ihre Ehe. James White schreibt später, wir begannen unser Werk ohne einen Penny, mit wenigen Freunden und gebrochener Gesundheit. Also, dass Ellen Harmon krank war, ständig krank war, das ist bekannt, aber auch James White hatte echte Probleme. Obwohl ich eine kräftige Konstitution geerbt hatte, hatte Unbedachtsamkeit im Studium, in der Schule und im Predigen dazu geführt, dass ich schwere Verdauungsprobleme hatte. Also hatte immer zu kämpfen mit der Verdauung sein ganzes Leben lang. In diesem Zustand, ohne Zeitschrift und ohne Bücher, begannen wir unsere Arbeit. Wir hatten keine Gottesdiensthäuser, die meisten Versammlungen fanden in privaten Häusern statt. Unsere Gruppen waren klein, wie gesagt, zu dem Zeitpunkt nur noch um die 50 Mann, insgesamt, ganz Neuengland.

[33:18] Und wisst ihr, was das erste war, was sie in ihren Flitterwochen gemacht haben, dort in Gorham? Sie haben sich ein Traktat zur Hand genommen, das jetzt frisch aus dem Druck war. James White hat es gerade noch auf seinem Weg nach Portland von Bates mitbekommen, so quasi als Hochzeitsgeschenk. Lest das, wenn ihr verheiratet seid. Für eine Hochzeitsreise ist kein Geld da, auch wahrscheinlich gar nicht die Motivation. Und sagen, okay, lassen wir es mal jetzt die nächsten Wochen das Thema studieren. Und sie nehmen sich mehrere Wochen Zeit, dieses Traktat ausführlich zu studieren. Und vor allem nehmen sie ihre Bibel in der Hand und schlagen nochmal alle Texte nach, auch andere Texte und studieren und studieren. Was ist da dran an diesem Sabbat?

[34:05] James und Ellen White will sie jetzt, ab diesem Zeitpunkt, offiziell heißt. Und als sie die Bibel so studieren, dämmert es ihnen nach einigen Wochen im September 1846. Der Joseph Bates hat recht, wir müssen den Sabbat halten. Und sie entscheiden sich nur wenige Wochen nach ihrer Hochzeit gemeinsam den Sabbat zu halten. Und das bringt natürlich noch mehr Probleme, denn jetzt sind sie auch noch gegen ihre eigenen Eltern. Denn Ellen's Eltern finden das gar nicht lustig mit dem Sabbat und sind dagegen. Jetzt wohnt man auch im gleichen Haus, geht an unterschiedlichen Tagen, hat man Gottesdienste. Also eine wirklich spannende Situation. Aber sie sind sich feldenfest sicher, das ist die Wahrheit. Und so kam Ellen White zum Sabbat. Sie hatte übrigens nicht den Hauch von einer Vision zu dem Thema gehabt. Keine Vision, kein Gesicht, kein Traum, gar nichts. Allein das Traktat von Joseph Bates und ihre Bibel. Und gemeinsam haben sie es studiert.

[35:03] Und ja, so kam es dazu. Zu diesem Zeitpunkt, wie gesagt, gibt es ungefähr 50 Adventisten hier in den Neuenglandstaaten, in all den Staaten hier, die den Sabbat halten. Davon die Hälfte, 25 hier in Maine. Aber dazu kommt, dass die nicht nur versprengt sind, sondern auch in vielen anderen Fragen unterschiedlicher Meinung sind. Also es gibt kaum richtig Harmonie. Und das ist die Situation.

[35:28] In der Zeit, im September, macht sich Miller auf zu einer Predigtreise nach Kanada, hat den ganzen Sommer eigentlich nichts weiter getan, ist ja schon schwer krank. Und auch hier wird er so krank, erst an einem Zeh, dann an der Schulter, dass er kurz vor der Grenze Kanadas nach einigen Predigten hier gehalten hat, wieder umkehren will, aber dann doch überredet wird, noch ein bisschen weiter zu ziehen. Währenddessen tobt, wie gesagt, der Krieg zwischen den USA und Mexiko. Das war alles hier noch Mexiko damals. Ist dann im Laufe des Krieges alles an die USA gefallen. Mexiko hat fast die Hälfte ihres Staatsgebiets verloren und hier im September die berühmte Schlacht von Monterey, die die Amerikaner gewonnen haben.

[36:11] Naja, hier in Derby Line, an der Grenze zu Kanada, hat William Miller noch mal ein ganz unangenehmes Erlebnis erpredigt und von draußen kommt mal wieder so ein Mob und schmeißt mit Steinen und mit Eiern. Und als sie dann sogar die Fenster zerschlagen, dann ruft Miller sehr deutlich und laut, ist das hier der freie Staat Vermont, der sich seiner Freiheit so sehr rühmt? Und dann war Ruhe im Karton.

[36:36] Naja, und dann ebenfalls im September passiert etwas ganz Außergewöhnliches. Diese beiden Männer hatten, es sind beides Astronomen, einer heißt Laverriere und der heißt Adams, waren bei ihren Berechnungen des Himmels darauf gestoßen, dass der Uranus sich nicht so bewegt, wie er sich eigentlich bewegen sollte, nach allen Gesetzen der Mathematik und der Physik und der Astronomie. Und sie rechnen das aus und stellen fest, rein mathematisch müsste es da noch einen anderen Planeten geben. Und sie rechnen weiter, unabhängig voneinander und sagen, dieser Planeten müsste da sein. Nur so kann es sein, dass der Uranus sich so bewegt, wie er sich bewegt. Und sie beauftragen Astronomen dann, an Sternwarten, dort einmal in diese Stelle zu gucken. Einige sagen, so einen Quatsch brauchen wir nicht, es gibt ja keinen anderen Planeten. Aber ein gewisser Herr Galle an der Berliner Sternwarte sagt sich, okay, tun wir das mal. Und am 23. September hält er sein Teleskop genau auf die Stelle und entdeckt allein wegen mathematischer Berechnungen den Neptun.

[37:42] Naja, Miller ist auf seiner Reise mittlerweile schwer krank, hat einen schweren Tumor auf der Schulter und wird von seiner Schwester, die ebenfalls bereits verwitwet ist, dann nach Kanada gebracht, die dort wohnt und dort für mehrere Wochen verarztet und versorgt. Er muss seine weiteren Termine absagen. Und weil es so schön ist, entdeckt man auch noch gleich einen Neptun-Mond, den Triton. Vielleicht fragt ihr euch, warum ich euch gerade so viel über Astronomie erzähle, werdet ihr gleich verstehen. Es ist jedenfalls ein Jahr, auch das Jahr zuvor, wo viel astronomische Entdeckungen gemacht worden sind. Herschel entdeckt all die Galaxien und man hat den Orion-Nebel beobachtet und so weiter und so fort.

[38:15] Dann Ende Oktober ist Miller wieder in Lohempton und jetzt kommen wir hier zur Astronomie. Es gibt ein kleines Treffen von diesen wenigen Sabbat-haltenden Adventisten in Topsham, das ist da hier, in diesem kleinen Ort. Willkommen in Topsham. Und zu diesem Treffen ist nicht nur James White und Ellen White und einige andere da, sondern auch Joseph Bates, der extra angereist ist. Und Joseph Bates ist ein großer Fan der Astronomie. Er kennt sich mit Astronomie gut aus, wenn ihr euch erinnern könnt. Er hat ja sogar sein kleines Traktat, das erste, das er geschrieben hat, genannt die Öffnung des Himmels. Könnt ihr euch erinnern, wo er über den Orion-Nebel spricht und wie Jesus aus dem Orion-Nebel kommen wird und wie dort die Öffnung des Himmels ist und so weiter.

[39:03] Aber Joseph Bates glaubt immer noch nicht, dass Ellen White eine Prophetin ist. Sie hat zwar schon den Sabbat angenommen von ihm, aber er hat immer noch seine Zweifel. Obwohl viele seiner Freunde wie Gurney und andere bereits Ellen Whites prophetische Gabe anerkannt haben, sagt er immer, ich bin ein Thomas, ich zweifle. Ich will irgendwo einen Beweis haben. Und so gibt Gott ihm bei dieser Konferenz einen spektakulären Beweis und zwar in der sogenannten Planetenvision.

[39:30] Ellen White schreibt, der Geist Gottes war mit uns im bescheidenen Heim von Bruder Curtis und ich wurde in eine Vision der Herrlichkeit Gottes versetzt und hatte erst mal eine Sicht anderer Planeten. Nachdem ich aus der Vision gekommen war, erzählte ich, was ich gesehen hatte und was sie dort erzählt ist außergewöhnlich, denn sie hat keine Ahnung von Astronomie, hat nie ein Astronomiebuch gesehen, hat drei Jahre Schulbildung. Sie erzählt von Planeten mit einer bestimmten Anzahl von Monden, sie erzählt von Planeten mit Ringen, beschreibt sie ganz genau und während sie das alles beschreibt, stockt dem Joseph Bates der Atem und er sagt, sie spricht von Jupiter, sie spricht von Saturn, sie spricht von dem und er fragt sie noch dann hinterher bestimmte Sachen über Astronomie und sie hat keinen blassen Schimmer. Und seit diesem Abend ist er fest überzeugt, das kann sie nicht gefälscht haben, das muss wirklich echt sein. Gott hat ihr das gezeigt.

[40:23] Übrigens, diese Vision ist eine der Visionen, die öfter zitiert werden, um Kritik an Ellen White zu üben. Ganz kurz warum. In ihrer Vision sieht sie zum Beispiel sieben Monde bei dem Planeten und vier Monde dort und das sind genau die Anzahl von Monden, die damals Astronomen gekannt haben. Heute weiß man aber, dass einige dieser Planeten mehr Monde haben und Kritiker sagen, wenn sie wirklich eine Prophetin gewesen wäre, dann hätte Gott ihr ja das noch mehr gezeigt. Sie hat sich also geirrt. Fakt ist aber, dass sie in dieser Vision nicht gesagt hat, ich sehe nur sieben Monde, im Sinne von Saturn hat nur so viel oder Jupiter nur so viel, sondern sie hat gesagt, ich sehe nur so viel und Gott hat ihr offensichtlich nur so viel Monde gezeigt, wie auch Bates wusste, dass es gibt. Denn wenn sie gesagt hätte, ich sehe einen Planeten mit neun Monden, wo es vielleicht nur vier oder fünf sind, wo Joseph Bates nur gewusst hätte, dass es vier und fünf gibt, hätte er gesagt, natürlich so ein Quatsch. Also nur, dass ihr das mal gehört habt, dass sie nicht gesagt hat, es sind nur sieben oder nur vier, sondern sie hat genau das gesehen, was damals bekannt war.

[41:27] Aber sie hat noch etwas in dieser Vision gesehen. Mir wurde gezeigt, dass ich sehr zu leiden habe, haben würde und dass unser Glaube bei unserer Heimkehr nach Gorhem geprüft werden würde. Und das lässt ebenfalls nicht auf sich warten. Kaum sind sie zu Hause angekommen, liegt sie todkrank im Bett und ist dem Sterben nahe. Mehrere Wochen versucht man sie wieder auf die Beine zu kriegen, ohne jeglichen Erfolg.

[41:58] Währenddessen tut sich im breiteren Feld des Albany-Adventismus immer mehr gar nichts, im Sinne von, dass es vorangeht, sondern es geht nur bergab. Marsh verwirft am 11. November sogar jegliche Anwendung von Matthäus 25 auf die Adventbewegung, sagt, hat nichts damit zu tun, war alles ein Irrtum mit dem Mitternachtsruf und mit der Zeit der Verzögerung und braucht man alles nicht.

[42:18] Miller, ebenfalls todkrank, so wie Ellen White, nur natürlich deutlich älter, schreibt am 7. Dezember einen Brief an Heims. Er wollte, dass er ihn besuchen kommt, aber Heims hat keine Zeit und so schreibt er ihm Folgendes. Wenn dies der letzte Brief ist, den du vom alten Bruder Miller erhältst, was der Fall sein könnte, dann erinnere dich daran, dass es sein ernstes Verlangen und der letzte Wunsch seines Herzens war, dass du davor bewahrt wirst, jene Sichtweisen aufzunehmen, jetzt gut aufpassen, die dem Worte Gottes so abträglich sind.

[42:46] Er zählt jetzt eine ganze Reihe von Irrlehren auf, wie er meint, die Heims unter keinen Umständen annehmen sollte. Die Rückkehr der Juden, ein Millennium vor der Wiederkunft, Gnadenzeit nach der Wiederkunft, Sünder oder Sünder und Tod auf der neuen Erde, bis dahin alles klar, wunderbar. Und dann sagt er unbewusster Zustand der Toten, Vernichtung der Seele. Miller hat nicht nur nicht geglaubt, dass die Toten tot sind, sondern er hat mittlerweile, ist er soweit gegangen zu sagen oder zu dem Punkt gekommen, dass wer das glaubt, glaubt eine gefährliche Irrlehre. An alle diese Ansichten glaube ich nicht. Ich fühle daher, dass es meine Pflicht ist, meine Brüder liebevoll, aber ernst gegen diese gefährlichen Irrtümer und Praktiken zu warnen. Untersucht das Wort Gottes und beurteilt ihre Früchte.

[43:41] Und dann sagt er etwas Interessantes, das hilft uns vielleicht, das einzuordnen. Folgt keinen Menschen, es sei denn, sie haben den Geist Christi und dieser Geist offenbart sich nicht in Selbstliebe. Es könnte sein, dass einige derjenigen, die besonders stark den Zustand der Toten vertreten haben, wie George Storrs, am Ende mit ihrem fanatischen Verhalten doch Miller überzeugt haben, dass ihre Theorie falsch war. Naja, ein bisschen traurig, aber ich denke, es ist wichtig, das auch zu wissen, dass Miller das so gedacht hat.

[44:04] Währenddessen, wie gesagt, Ellen White im Dezember todkrank zu Hause und es sieht so aus, als ob sie sterben wird. Und man betet für sie und irgendwann nach drei Wochen sagt Ellen White, bitte betet für mich nicht weiter. Ich habe das Gefühl, wenn ihr betet, wird mein Leben nur verlängert, aber ich möchte lieber sterben. Ziemlich krasse Zeit, aber man betet trotzdem weiter. Und dann passiert Folgendes.

[44:28] Nachdem andere gebetet hatten, begann Bruder Henry Nichols zu beten. Das war der Sohn von dem Otis Nichols und schien eine große Bürde zu tragen und mit der Kraft Gottes auf ihm stand er von seinen Knien auf, ging durch den Raum und legte seine Hand auf meinen Kopf, indem er sagte, Schwester Ellen, Jesus Christus, mache dich gesund. Und dann fiel er zurück, geworfen von der Kraft Gottes. Ich glaubte, dass dies Gottes Werk war und der Schmerz verließ mich. Meine Seele war mit Dankbarkeit und Frieden erfüllt. Echtes Heilungswunder. Dezember 1846.

[45:07] Spannende Zeit, nicht wahr? Ebenfalls Dezember 1846. Die USA breiten sich weiter aus nach Westen. Iowa wird 29. Bundesstaat und damit schließen wir. Am Ende 1846 gibt es ein Dreieck der Wahrheit, sozusagen. Hier oben in Gorham leben Ellen White und James White. Hier haben wir Joseph Bates in Fairhaven, der Vertreter des Sabbats. Und hier in Port Gibson, da wohnen Edson, Crozier und Hahn, die das Heiligtum studiert haben und die Pioniere der Heiligtumsbotschaft sind. Und die Whites und Joseph Bates sind mittlerweile auf einer Linie. Die Whites haben den Sabbat angenommen und Bates hat Ellen White als Prophetin anerkannt. Diese Verbindung fehlt noch. Sie kennen sich bisher nur aus Korrespondenz, aus Briefen, aber haben sich noch nie persönlich gesehen.

[46:01] Und so sagt sich Hiram Edson, hey, kommt doch mal zu uns nach Port Gibson über das Ende des Jahres und wir machen eine Konferenz und diskutieren ein paar Themen. Leider sind die Whites verhindert, James White hat anderweitig zu tun, aber Joseph Bates kommt zu einer kleinen Konferenz hier nach Port Gibson und dort trifft er zum ersten Mal Crozier, der damals 25 ist, und Hiram Edson, der damals schon 40 ist. Und während dieser Konferenz erklären Crozier und Edson noch mal das, was Bates schon im damals Dexter Extra gelesen hat über das Heiligtum und es wird vertieft und gleichzeitig hält Bates eine Predigt über den Sabbat und hat hier mehr Erfolg als bei den Whites, jedenfalls schneller Erfolg.

[46:49] Denn Edson, als er diese Predigt hört, ruft aus, ich habe schon länger Zeit den Sabbat studiert und ich war mir schon fast sicher, dass es stimmt, aber hatte bisher nicht den Mut gehabt, aber jetzt wurde es gezeigt, jetzt bin ich davon überzeugt und ich werde ab jetzt den Sabbat halten. Edson und Bates verknüpfen sich. Crozier ist auch ganz angetan, aber Crozier ist nicht ganz so hundertprozentig überzeugt. Er hält ab jetzt erstmal den Sabbat und den Sonntag gleichzeitig. Und naja, wie das ausgeht, werden wir noch sehen.

[47:14] Aber es ist am Ende 1846, dass 50 übrig geblieben sind, mehr oder weniger so, Pi mal Daumen. Und diese 50 fangen die Wahrheiten, die jeder einzelne studiert hat voneinander, jetzt miteinander zu verknüpfen. Und diese drei Eckpfeiler, der Sabbat, das Heiligtum als Erklärung für das, was 1844 passiert ist und die prophetische Gabe von Ellen Harmon verbunden mit dem Studium der Prophetie, was vor allem James White getan hat, das wird zu einem Fundament unserer Gemeinde. Diese 50 bilden die kleine Herde und mit der machen wir nach der Sommerpause weiter und wollen mal sehen, wie auf diesem kleinen, aber festen Fundament Gottes Werk gewachsen ist.

[47:55] Und jetzt haben wir Sommerpause. Wir haben jetzt etliche Wochen mal keine Zeit des Endes. Ich denke, wir haben auch in den letzten Wochen, Monaten viel gelernt, sind durch eine der spannendsten Passagen der Kirchengeschichte durchgegangen und wir können mit vollster Überzeugung sagen, wir haben für die Zukunft nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Jetzt haben wir eine kurze Pause und dann sehen wir zum Offenbarungsseminar. Amen.


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