Dieses Video beleuchtet die Gefahren des übermäßigen Zuckerkonsums und dessen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Es wird erklärt, wie Zucker industriell hergestellt wird, welche verschiedenen Zuckerarten es gibt und wie sie sich in Lebensmitteln verstecken. Weiterhin werden die negativen Folgen für den Körper wie Diabetes, Übergewicht und ein geschwächtes Immunsystem thematisiert. Abschließend gibt es praktische Ratschläge für eine zuckerreduzierte Ernährung und einen gesünderen Lebensstil.
Hoffnungsvoll leben: 7. Die Zuckerfalle
Heidi Kohl · Hoffnungsvoll Leben ·Themen: Ernährung, GesundheitWeitere Aufnahmen
Serie: Hoffnungsvoll Leben
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Transkript
[0:30] Ich begrüße Sie auch recht herzlich zum heutigen Abend über Zucker. Zucker am Morgen, Zucker am Vormittag, Zucker zum Mittag, Zucker am Nachmittag, Zucker am Abend, Zucker zu jeder Zeit. Der hohe Konsum an Zucker in Nahrungsmitteln wird zur Gefahr für jeden Einzelnen von uns, für Familien, für die Volksgesundheit, denn das weiße Kristall macht übergewichtig und dick und verursacht viele Zivilisationskrankheiten. Haben Sie gewusst, dass fünf Millionen Deutsche Diabetes haben, zuckerkrank sind? Fünf Millionen? Und nicht nur Diabetes, sondern Karies, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Hyperinsulinismus und Auswirkungen auf das Gehirn, all das kommt vom Zucker. Bereits jeder Zehnte von uns leidet an diesen verheerenden Volkskrankheiten. Und nahezu jedes zweite verpackte Lebensmittel in unseren Supermärkten enthält Zucker oder Zuckerzusätze. Die zuckerverarbeitende Industrie macht uns zu Sklaven und kranken Opfern der süßen Verführer. Deshalb möchte ich Sie heute aufklären, bewusst machen und vielleicht sind Hilfen dabei, etwas zu verändern.
[2:03] Wir kommen jetzt zur Geschichte des Zuckers. Der Zucker wurde, und da war zuerst nur der Rohrzucker, von den Seefahrern hier nach Europa gebracht, 1492 durch Kolumbus. Und vorher gab es ihn in kleinen Mengen als begehrte Melasse zum Süßen des Tees, vor allem unter den Reichen, den Aristokraten. Das einfache Volk konnte sich diesen Luxusartikel nicht leisten. Das blieb bis ins 18., 19. Jahrhundert. Dann begann der Siegeszug des Zuckers, auch der Beginn der vielen Krankheiten. 1747 entstand die erste Zuckerfabrik in Schlesien. Und von den 400 Millionen Tonnen Zucker, die weltweit jährlich gewonnen werden, stammt etwa ein Drittel aus der Zuckerrübe. Also das meiste kommt von Zuckerrohr.
[3:09] Ja, aber wir brauchen Zucker. Wir brauchen Zucker für die menschliche Ernährung. Es ist die Grundlage für die menschliche Ernährung und kommt aus der Pflanze. Zucker und Stärke werden von der Pflanze durch den Prozess der Photosynthese gebildet. Pflanzen verbinden Sauerstoff, Kohlenstoff und Energie von der Sonne, um ihre eigenen kleinen Energiereserven in Form von Zucker und Stärke zu bilden. Also nichts Schlechtes, oder? Aber es ist immer so, was der Mensch daraus gemacht hat. Ja, jetzt gehen wir mal zu den Kohlenhydraten. Welche kennen wir? Hier haben wir die zwei Gruppen. Wir haben die naturbelassenen und komplexen Kohlenhydrate. Und hier haben wir die fabrikatorisch veränderten und isolierten. Hier haben wir das Obst, gehört dazu, die Kartoffeln, das Getreide, der Mais und auch der Honig. Das sind naturbelassene Nahrungsmittel. Und vor allem hier finden wir komplexe Kohlenhydrate. Hier haben wir alles fabrikatorisch verändert und isoliert. Da haben wir den Würfelzucker, Staubzucker, Haushaltszucker, Traubenzucker, Fruchtzucker, Zucker, Bonbons, Stärke, Auszugsmehle. Und Sie werden auch heute erfahren, dass der Traubenzucker nicht aus den Trauben kommt und der Fruchtzucker nicht aus diesen Früchten. Das ist auch eine wichtige Tatsache, denn ich habe auch früher immer geglaubt, das kommt wirklich aus den Trauben, das kommt wirklich aus den Früchten.
[4:42] Und welche Zuckerarten kennen wir? Dass wir auch hier Bescheid wissen. Es gibt Einfachzucker, das sind die grünen. Dann gibt es Zweifachzucker, das sind die gelben. Und die Vielfachzucker sind hier die violetten. Fructose ist der Fruchtzucker, Einfachzucker. Dann Glucose ist der Traubenzucker und Galactose der Schleimzucker. Wie gesagt, das sind Einfachzucker. Die werden sehr schnell aufgeschlossen, kommen sehr schnell ins Blut. Dann haben wir die Zweifachzucker, da gehört jetzt schon eben der Rohrzucker dazu, der Saccharose. Dann der Malzzucker, als Maltose bekannt, und Lactose als Milchzucker. Die Polysaccharide, das sind die Mehrfachzucker, die im Getreide enthalten sind. Das wären jetzt allgemein einfach zu den Zuckerarten.
[5:38] Dann schauen wir uns die Zuckerherstellung an und vor allem den Weg der Zuckerrübe. Wir sehen hier, weil ja bei uns in der Hauptsache die Zuckerrübe angebaut wird. Hier haben wir also die Felder, wo es angebaut wird, wo die Zuckerrübe angebaut wird. Die Blätter kommen in den Silo und werden für Tierfutter verwendet. Hier kommen dann die Rüben in den Sammelplatz, werden hier in der Zuckerfabrik geschnetzelt und das werde ich dann noch gleich genauer erklären, wie das weitergeht. Ein Teil kommt wieder zu dem Rind zurück, also kommt zum Rind zurück und ein Teil geht in die Fabriken, wo die Zuckersachen hergestellt werden. Und hier sehen wir auch, der Haushaltszucker wird auch hier schon hergestellt. Das wäre also die Herstellung, so als Gesamtbild.
[6:35] Hier noch ein kleines Bild, kurz dargestellt, welchen Weg es durchmacht und dann schauen wir uns ganz genau an die Stufen, dass wir wissen, was geschieht hier mit dem Naturprodukt. Das ist das Naturprodukt. Hier wird es zerkleinert, hier wird gekocht und gepresst und eingedampft und danach haben wir den Zucker. Man könnte das sogar in dieser Form selber machen. Und jetzt schauen wir uns aber die Stationen an, wie es industriell durchgeführt wird. Dass eben von dieser Zuckerrübe dann so ein weißes Kristall entsteht.
[7:13] Die Zuckerrübe wird gewaschen und zerkleinert, herausgelöst. Also hier geschieht in der zweiten Station die Herauslösung des Zuckers. Ich weiß nicht, hat jemand von Ihnen schon einmal eine Zuckerfabrik gesehen? Das sind also riesige Gebäude mit riesigen Türmen und Silos. Also Herauslösung des Zuckers durch heißes Wasser und dann entsteht ein Rohsaft. Also 17% Zucker ist in der Zuckerrübe, jetzt sind wir bei 40% in dieser Lösung. Danach muss es mit Kalk und Kohlensäure gereinigt werden. Dann wird der Zuckersaft vom Schlamm getrennt und einiges von diesen Abfällen wird dann für Dünger verwendet. Dann wird Dünnsaft zu Dicksaft eingekocht. Jetzt haben wir 67% Zucker. Der Dicksaft wird dann weitergekocht und es entstehen hellgelbe Kristalle. Diese werden jetzt dann gewaschen, mit Dampf gespült und daraus aus diesen hellgelben Kristallen, das was sich dann herauslöst oder von der Umhüllung weggeht, ist dann die Melasse. Und danach haben wir bereits die Raffinade, also hier der weiße Kristallzucker, der Verbrauchszucker, ein hundertprozentiges reines Kohlenhydrat und vor allem ein totes Nahrungsmittel. Da sind keine Mineralien mehr dabei, da ist nichts mehr dabei.
[8:54] Wie ist es bei der Rohrzuckererzeugung? Das Zuckerrohr wird geerntet, wie wir hier sehen. In einer Mühle wird der Saft aus dem Zuckerrohr herausgepresst. Wir haben dann eine Pressextraktion. Der gewonnene Saft wird in Absetzer geleitet und die Schwebstoffe aus dem Saft entfernt. Und dann anschließend geht es gleich weiter wie in der normalen Zuckerherstellung. Ich habe von einer Bekannten, die in Bolivien war, so einen Zuckerwürfel bekommen. Das war so ein Block. Sie musste dann dafür beim Zoll, wurde sie zurück behalten, weil man geglaubt hat, dass sie Drogen schmuggelt. Aber das war so ein Block. Mich hat das interessiert. Sie hat dort solche Rohrzuckerindustrie besucht. Und da musstest du dann den Zucker mit einem Hammer und mit dem Meißel herunterschlagen. Also das waren so getrocknete Blöcke. Also kein Kristallzucker, sondern auch solche Blöcke gibt es, wo natürlich viel mehr an Mineralien und Begleitstoffen enthalten sind.
[10:06] Was ist nun die Melasse? Der Sirup der Kristallisation wird als Melasse bezeichnet und vorwiegend zur Herstellung von Hefe und Alkohol verwendet. Also das, was wir im Handel bekommen, das ist also ganz, ganz wenig. Das meiste geht eben in die Industrie, in die Hefeherstellung und Alkoholherstellung. Und die Melasse, die wir zu kaufen bekommen, die oft angepriesen wird, weil sie sehr mineralienreich ist, die gibt es eben in den Reformhäusern und die wird aus dem Zuckerrohr hergestellt.
[10:46] Jetzt schauen wir uns noch einmal das Zuckerlexikon an. Da haben wir eben den raffinierten Zucker, Staubzucker, Kristallzucker, Hagelzucker. Das sind so Bezeichnungen. Hagelzucker wäre das hier. Das hier ist Candiszucker. Dann haben wir den braunen Zucker, der ist hier. Dann Rohzucker, dann Flüssigzucker und Invertzucker. Invertzucker ist immer eben mehr mit Stärke oder wo mehrere Zuckerarten beisammen sind. Das wären also die Zuckerarten oder der Zuckerlexikon.
[11:19] Und jetzt kommen wir zu den Zuckerarten oder getarnten Zuckerarten, die für uns sehr, sehr wichtig geworden sind. Vor 30 Jahren hat Dr. Brucker ja sehr viel über Zucker geschrieben und gesprochen. Und die Zuckerindustrie oder die Lebensmittelindustrie hat dann sofort geschalten und hat dann angefangen, andere Namen, also den Zucker mit anderen Namen zu deklarieren beziehungsweise eben nicht diesen Fabrikzucker, diesen weißen Zucker zu verwenden, sondern einfach andere Zuckerarten. Da haben wir als erstes die Dextrose. Woher kommt die Dextrose? Dextrose ist reiner Traubenzucker. Und viele denken sich, ja, das kommt jetzt eben von den Trauben. Wird aus Mais und Kartoffeln gewonnen. Nur, dass wir einfach wissen, wo kommt das her.
[12:13] Dann gibt es Maltodextrin. Das ist Maltose und Dextrose und wird aus Stärke gewonnen und ist eigentlich eben modifizierte Stärke. Dann haben wir der Sorbit. Das wird immer für die Diabetiker hergenommen, in allen Lebensmitteln, die man süßt. Ist ein Zuckeraustauschstoff. Wird auch aus Mais- und Weizenstärke gewonnen. Aber ist für den höchsten Teil der Fruktoseunverträglichkeit verantwortlich. Darf aber bei Fruktoseunverträglichkeit nicht genommen werden. Macht also ganz große Probleme.
[12:57] Dann gibt es das Xylit. Das ist auch ein Zuckeraustauschstoff und wird aus Birkensaft hergestellt. Getrockneter Birkensaft. Dann haben wir Manit und Maltit. Das lesen wir halt oft auf diesen Nahrungsmitteln, den industriell hergestellten. Manit und Maltit wird aus Fruktose durch Hydrierung gewonnen. Dann haben wir das Isomalt. Ist ein Zuckeraustauschstoff und wird aus Saccharose gewonnen. Aber man sieht, man kann sich dann sehr leicht täuschen lassen. Man liest es, kein Mensch weiß, was das ist. Aber Sie sind heute da zum Lernen und da habe ich mir gedacht, dann werden wir auch diese Information weitergeben.
[13:42] Dann gibt es das Lactit. Hat auch eine E-Nummer, E-966. Ist ein Zuckeraustauschstoff und wird aus Laktose, dem Milchzucker, gewonnen. Dann haben wir den Glukosesirup. Den lesen wir ja sehr oft, vor allem auch in Reformwaren findet man sehr oft Glukosesirup drauf. Müsliriegel und so weiter. Bitte einmal genau schauen. Wird aus Mais hergestellt. Und zwar enzymatisch aus der Stärke des Mais gewonnen.
[14:17] Dann haben wir die Galactosen. Das ist Milchzucker. Und Levulose und Fruktose. Das ist Fruchtzucker und dient eigentlich als Abführmittel. Also wir sehen, hier wird also gesüßt. Und wir wissen das oft gar nicht. Was ist das wirklich? Und das ist eben in den letzten 30 Jahren besonders. Oder hat sich dieser Zweig besonders entwickelt und hat sehr stark zugenommen. Und mich hat es immer gewundert. Überall Glukosesirup. Wo wird der hergestellt? Woher kommt der? Und es ist klar, dass natürlich Glukose sehr schnell ins Blut geht. Und bringt dann sehr schnell auch den Blutzucker hinauf. Und das muss man einfach auch wissen.
[15:07] Bitte lesen Sie genau die Inhaltsstoffe durch. Hier haben wir Zyklamat in dieser Dose. Acesulfam K und Aspartam E-338 und Aroma und Koffein. Das sind Inhaltsstoffe dieses Cola Zero.
[15:28] Ja, unser Körper braucht Zucker. Das ist einmal ganz klar. Für alle Stoffwechselvorgänge, für Energie, für die Energiegewinnung. Und jetzt schauen wir uns das an, wie das in unserem Körper vor sich geht. Und was hier der Unterschied ist, wenn wir reine Glukose nehmen. Oder reinen Zucker nehmen. Oder wenn wir ein komplexes Kohlenhydrat zu uns nehmen.
[15:57] Unser Körper holt sich normalerweise aus den komplexen Kohlenhydraten, das sind die Getreide, Gemüse, alles was im Verband ist mit Ballaststoffen, holt sich die Glukose langsam heraus. Glukose ist ein Einfachzucker. Und dadurch kommt es nicht zur Zuckerüberschwemmung. Das ist jetzt eigentlich das, was natürlicherweise der Mensch immer gehabt hat. Komplexe Kohlenhydrate und der Zucker wurde langsam herausgelöst. Innerhalb von 30 Minuten war er dann im Blut. Und die anderen, die schießen alle ins Blut hinein. Die gehen ganz schnell ins Blut.
[16:42] Also unser Stoffwechsel braucht Glukose. Diese kleinsten Bausteine der Kohlenhydrate. Und vor allem Kohlenhydrate, reiches Obst, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Vollkornerzeugnisse, sind für unseren Körper und für unsere Verdauung das Beste. Sie sind lediglich eben diese Rohstoffe zur Glukose und zur Blutzuckergewinnung. Also für das brauchen wir das. Und wie gesagt, es geht langsam ins Blut hinein von den komplexen Kohlenhydraten. Und vom Glukosesirup geht alles sofort oder eben überhaupt, wenn man diese Zuckerarten hat, schnell ins Blut und auch der weiße Zucker.
[17:24] Glukose hat eine Vorreiterrolle bei allen chemischen Reaktionen in unserem Organismus. Deshalb werden Kohlenhydrate als erstes abgebaut. Die Glukose ist in Cellulose eingebettet in den komplexen Kohlenhydraten. Also eingekapselt. Und das, was wir als Brot, Obst oder Gemüse essen, wird in kleinste Moleküle aufgespalten. Also von den Verdauungshäften und gelangt dann so über den Dünndarm ins Blut. Aber die Kohlenhydratverdauung, also bei den Kohlenhydraten ist es eine Ausnahme, können schon im Mund beginnen, wenn wir kauen. Und wir spüren das auch, wenn wir ein Stück Brot lange kauen. Wichtig ist eben wirklich das gute Kauen, dann wird es im Mund schon leicht süßlich. Also wird schon aufgespalten und teilweise schon aufgenommen. Und das andere alles über die Schleimhäute im Dünndarm.
[18:27] Und dann, wie ich heute schon bei der Frage eben das beantwortet habe, dann über das Gefäßsystem zu den Zellen. Dort bei den Zellen, da sind wir jetzt bei diesem Bild, haben wir Rezeptoren. Das sind so Türen auch, wo die Glucose vom Blut in die Zelle hinein gelangt. Und wenn natürlich diese Rezeptoren nicht mehr richtig funktionieren, dann bleibt die Glucose im Blut, oder? Wenn zu wenig Insulin vorhanden ist. Oft braucht dann, also beim beginnenden Diabetes, braucht dann der Körper Unmengen an Insulin, damit die Glucose überhaupt in die Zelle hinein kann. Aber sie verschleißen sich mit der Zeit und von den vielleicht 20 bis 40 solchen Eingangstüren, sind dann beim, wenn ein Diabetes beginnt, nur mehr zwei vorhanden. Und das alles geschieht durch diese Zivilisationskost. Also auch der hohe Fettkonsum spielt eine Rolle, Bewegungsmangel und dann auch der große Anteil an Zucker.
[19:40] Und in unseren Zellen sind dann die Mitochondrien. Das sind die Kraftwerke der Zelle, die verbrennen die Glucose mithilfe von Sauerstoff zu Energie. Und auch Vitamin B1 ist dazu notwendig.
[19:57] Wenn wir jetzt längere Zeit nichts gegessen haben und sich der Hunger meldet, dann stürzen wir uns förmlich auf die Kohlenhydrate. Deshalb sollten Sie nie hungrig in ein Geschäft gehen, in ein Lebensmittelgeschäft gehen. Nie hungrig. Die Werbung und die Kaufhäuser haben sich das zu Nutzen gemacht, indem sie überall in den Supermarktregalen Schokolade und Süßigkeiten anbieten, vor allem bei der Kassa. Die Kinder werden heute so erzogen und hier wird die Grundlage für den späteren Diabetes gelegt.
[20:33] Woher kommt der Heißhunger auf Süßes? Der Blutzucker setzt also den Stoffwechsel unserer rund 70 Billionen Körperzellen in Gang. Über hormonelle Signale fordert deshalb der Stoffwechsel Kohlenhydratreiches an, stimuliert das Verlangen nach Spaghetti und Kartoffeln. Fragen Sie mal die Kinder, was ihre Lieblingsspeise ist. Oder nach einem Butterhörnchen und eben auch nach süßen und süßen Getränken, die Glucose in schnelllöslicher Form enthalten. Also das ist ein Faktum. Wenn man Kinder fragt, dann erlebt man das. Spaghetti haben sie in Tomatensauce sehr gern.
[21:18] Gehirn und Nerven brauchen Zucker. Vor allem braucht unser Gehirn Glucose. Unser Gehirn und unsere Nervenzellen sind ganz besonders auf Blutzucker als Energiespender angewiesen. Sie müssen blitzschnell reagieren, wenn zum Beispiel Gefahr droht. Sie benötigen die Glucose des Blutzuckers, um in Nu Zellenergie zu erhalten. Vor allem also, dass Sie schnell, blitzschnell denken können. Zum Beispiel bei einer Schrecksekunde auf der Autobahn können Gehirn und Nerven bis zu 60 Gramm und mehr Blutzucker verheizen.
[22:03] Also Stress ist ein potenzieller Blutzuckerräuber. Und das heißt, wenn Sie Stress haben, wenn Sie selber beobachtet haben, dann stürzen Sie sich nur so auf der Süße. Und wenn man dem natürlich immer nachgibt, dann kommt man in einen richtigen Teufelskreis hinein. Und komplexe Kohlenhydrate liefern dem Körper die Glucose langsam und gleichmäßig, sodass es zu keinem Zuckerstress kommt.
[22:36] Also das ist eine ganz wichtige Tatsache. Ich werde es dann noch bei der Schokolade ein bisschen erklären.
[22:45] Hier haben wir jetzt den Zuckerverbrauch, dass wir auch ein bisschen Ahnung haben. 160.000 Tonnen pro Jahr. Und hier haben wir das dunkelblaue, ist der Rohrzucker. Und hier unten haben wir den Rübenzucker. Es wird wesentlich mehr Rohrzucker erzeugt als Rübenzucker. Und ein bisschen ein Rückblick und bis in die heutige Zeit über den allgemeinen Zuckerverbrauch.
[23:16] Wir sehen hier, dass England den höchsten Verbrauch hat gehabt, schon sehr früh. Hier sehen wir, Deutschland ist relativ spät dazu gekommen, hat auch nicht einmal so einen hohen Zuckerverbrauch wie England. Also die haben den höchsten Zuckerverbrauch. Dann sehen wir, Russland hat also ganz wenig. Die holen erst auf. Diese Länder holen jetzt alle erst auf. Und die Länder, die sehr viel Zuckerrohr hatten oder importiert haben, die haben mehr. Also die Schweiz hat auch mehr. Auch jetzt, so damals, sehen wir hier. Und wo haben wir Deutschland? Deutschland und Österreich, die sind eher ein bisschen weiter unten. Aber hier haben wir auch ganz schön schon einen Zuckerverbrauch. Und jetzt also von 1910 bis 2006, hier haben wir 19 Kilo pro Person und Jahr. Das sind aber alle Personen gemeint. Und 2006 haben wir 36 Kilo pro Person und Jahr. Aber jetzt gibt es ja so viele, die gar keinen Zucker mehr verwenden dürfen. Also wir sehen, da wird schon sehr viel Zucker konsumiert, obwohl es eben schon sehr viele andere Zuckerarten gibt.
[23:43] Nun wollen wir noch die harten Fakten zu den Limos erwähnen. Für viele Menschen gibt es nichts Erfrischenderes als eine kalte Flasche oder Dose ihrer Lieblingslimonade. Der kühle, prickelnde Geschmack der Limos wird rund um den Globus genossen. Es ist eine Tatsache, dass sich in den letzten 25 Jahren der Verbrauch an Limos verdoppelt hat. So trinkt jeder Bürger im Durchschnitt 212 Liter Limonaden pro Jahr. Das sind fast zwei Dosen pro Tag. Auf alle Männer, Frauen und Kinder verteilt. Also das sind schon ganz schöne Fakten. Und haben Sie gewusst, dass ein Glas durchschnittlicher Limonade acht bis zwölf Teelöffel Zucker enthält? Oder Würfelzucker? Und außerdem hat die Wissenschaft festgestellt, dass ein hoher Verbrauch von Limons mit einer niedrigen Einnahme von Vitamin B und Mineralstoffen wie Kalzium, Kupfer und Chrom einhergeht, jedoch mit einer hohen Zufuhr von Kalorien und Fett. Was ist die Folge? Übergewicht und Vitamin- und Mineralienmangel. Denn viele Limos bedeuten viel Zucker und viele Kalorien.
[26:08] Durch den gesteigerten Konsum von Limos kommt es vermehrt zu Übergewicht. Mit einem typischen Sodagetränk, das 150 Kalorien enthält, nimmt der Durchschnittsbürger innerhalb nur eines Jahres über 64.000 Kalorien zu sich allein durch den Zuckergehalt dieser Getränke. Und nur 7.700 Kalorien sind erforderlich, um ein Kilo Fett zu bilden. Und ich mache auch Gewichtsreduktionsprogramme. Und da erkläre ich das immer, wie mühsam man ein Kilo Fett wieder herunterkriegt. Um 7.700 Kalorien muss ich weniger zu mir nehmen, um ein Kilo Fett loszuwerden. Das heißt, das kann ich mit der Bewegung erreichen, aber auch mit der Reduktion von Kalorien. Und das ist ein sehr mühsamer Weg. Und wir wissen, dass es nur wenigen gelingt, wirklich ihr Gewicht zu reduzieren, weil es eben sehr mühsam ist.
[27:22] Ich mache schon seit 20 Jahren Gewichtsreduktionsseminare und es ist ein Leidensweg. So, jetzt wollen wir einen Test machen. Sie haben also hier ein Blatt in der Hand. Und es dient einfach dazu, dass Sie feststellen, wie viel bekommen Ihre Kinder oder Enkelkinder von Ihnen an Süßigkeiten. Sie sollen sich einfach da mal hinterfragen. Auswerten dürfen Sie es dann selbst. Aber es ist jetzt einfach wichtig, wir gehen die Fragen durch.
[28:02] Bekommen Ihre Kinder oder das Kind regelmäßig Softdrinks wie Cola oder Limos? Sie dürfen mit Ja oder Nein beantworten. Lassen Sie es zu, dass Tanten, Onkel oder Freunde ihren Kindern Süßigkeiten mitbringen. Naschen Sie daheim selbst gern Süßes wie zum Beispiel Schokolade oder Gebäck? Hat Ihr Kind oder haben Ihre Kinder Übergewicht? Gibt es bei Ihnen im Haushalt süße Desserts, Puddings und Süßspeisen? Geben Sie Ihren Kindern hin und wieder Bonbons, Puffreisschokolade, Schokoherzen oder Pralinen als Belohnung? Kaufen Sie Gummibärchen, Kinderschokolade, Überraschungseier, Kindermilchschnitten und so weiter? Gibt es bei Ihnen zum Frühstück Marmelade, Konfitüren, Nutella und so weiter? Geben Sie spätabends Ihren Kindern ein süßes Betthupferl? Kaufen Sie gesüßte Erfrischungsgetränke wie Limos, Sprudel, Cola, Colamix auch schon in Großflaschen oder kastenweise? Sie dürfen das dann selbst auswerten. Es kommt dann später noch ein Test.
[29:47] Wir schauen jetzt den prozentuellen Gehalt an von diesem gigantischen Zuckerkonsum und vor allem wie viel Prozent in Lebensmitteln enthalten sind. Da haben wir in Süßwaren ungefähr 20 Prozent, in Getränken auch ungefähr 20 Prozent, in Haushaltszucker 16,9 Prozent, also der Konsum in Prozent. Backwaren und Nährmittel 10,7 Prozent Konsum und Speise, Eis- und Milchprodukte dann weniger, 6,5 Prozent Marmeladen, Obstkonserven 6,5 Prozent und Bäckereien und Konditorwaren 3,2 Prozent. Also wir sehen in Süßwaren und in Getränken ist der höchste Prozentanteil.
[30:36] Also immer mehr Lebensmitteln wird Zucker zugesetzt, selbst solchen, in denen man den süßen Stoff am allerwenigsten vermuten würde. Zum Beispiel im Hundefutter oder Frischsalat oder Speckknödel. Der Grund: Zucker eignet sich besonders gut als Geschmacksverstärker und Süßes lässt sich einfach gut verkaufen. Je süßer, desto besser die Vertriebsquote.
[31:06] Und jetzt schauen wir uns die Lebensmittel an, die stecken Zucker enthalten. Da haben wir eine ganze Reihe, in der Leberwurst, im Ketchup sehr viel, Früchtebecher, Fertigsaucen, Fertigsuppen, Hüttenkäse, Frühlingsrollen, Fleisch, Fisch und Geflügelsalat, Pumpernickel, Dressings, Dips, Karottengemüse, Soße, Bolognese, Blätterteig, Bratheringe, Pizza, Mayonnaise, Teewurst, Kartoffelsalat, Lachs, Buttenwurst, Schinken, Heringfilet, Chili-Bohnen, Mais in Dosen. Fangen Sie an, die Zutaten zu lesen. Dann werden Sie staunen, wo überall Zucker ist. Also ich bin draufgekommen, weil wir einen Hund haben und dann gesehen habe, dass man ja wirklich ganz genau schauen muss, dass im Hundefutter nicht Zucker ist. Da gibt es nur wenige, wo kein Zucker drinnen ist.
[32:00] Jetzt zum besseren Veranschaulichen. Hier haben wir den Zuckergehalt verschiedener Nahrungsmittel. Und zwar bei 30 Gramm Snacks, Frosties oder gezuckerten Cornflakes haben wir 5 Würfel Zucker. Bei 200 Milliliter Apfelsaft finden wir den Zuckergehalt von 8 Würfel Zucker. Man darf sich da nicht täuschen lassen. Ich habe auch immer geglaubt, der Apfelsaft, naja, da ist ja nicht viel Zucker drinnen. Aber der Zuckergehalt entspricht also auch 8 Würfel Zucker, wenn er etwas süßer ist. Dann 250 Milliliter Limo, das sind 10 Würfel Zucker in 250 Milliliter Limo. Dann haben wir den Nutella-Aufstrich von einer Scheibe Brot, 10 Würfel Zucker. In einem Esslöffel Ketchup haben wir 5 Würfel Zucker. Und jetzt in 20 Gramm Honig und in 20 Gramm Marmelade 5 Würfel Zucker. Also ein Zuckergehalt von 5 Würfel Zucker. Und das hat mich nämlich auch erstaunt, weil ich habe ja vor 30 Jahren angefangen, den Zucker wegzulassen und habe dann immer Honig genommen und war immer erstaunt, warum ich so oft zum Zahnarzt gehen muss. Aber auch der Honig ist verantwortlich für Karies. Ist natürlich besser als weißer Zucker, aber auch nur sparsam verwenden, das ist ein Faktum.
[33:56] Ja, weißer Fabrikzucker ist ein Räuber. Er enthält nämlich kein Chrom, kein Eisen, Jod, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Selen, Zink, Vitamin B1, das aber in der Zuckerrübe vorhanden ist. Also das ist alles weg. Und jetzt können wir auch verstehen, warum die Zivilisationskrankheiten so zugenommen haben. Weil das geht parallel zum Zuckerverbrauch. Und wenn wir viel Zucker konsumieren, dann kommt es zwangsläufig zu Mangelerscheinungen, weil dem Körper diese Stoffe nicht genügend zugeführt werden und Zucker auch ein Räuber ist. Er braucht auch sehr viel zum Abbau. Vor allem Vitamin B1.
[34:44] Ja, und dann wird auch aus Zucker Fett. Wie geschieht das? Viele sagen, ich esse eh fast nichts Fettes, ich weiß auch nicht, warum ich so zunehme. Denn das Kohlenhydratglykose schleust zusammen mit Insulin Fettmoleküle in die Fettzellen. Zucker ist sofort löslich, jede Praline führt zu einem spontanen Anstieg von Glucose im Blut. Und wenn sich zu viel Blutzucker anreichert, macht der Stoffwechsel einfach Fettmoleküle daraus. Entsprechend dem Gesetz der Natur. Nur keine wertvollen Nährstoffe herschenken, sondern als Nahrungsreserve für mögliche Hungerzeiten deponieren. So wird aus Limo, Schokolade oder Bonbons letztendlich Fett. Kalorienbomben und süße Verführer.
[35:39] Wie ist das bei Kindern? Wenn Babys und Kleinkinder zu viel süße Kost erhalten, baut ihr Stoffwechsel den Überschuss an Glucose zu Triglyceriden um. Und die werden dann in die leeren Fettzellen eingebaut. Also wenn die Mama jahrelang viel Süßes reicht, Limo oder Cola, Großeltern und Tanten unvernünftigerweise bei jedem Besuch Schokotaler oder Kinderschokolade mitbringen, füllen sich diese Zellen mehr und mehr. Bis sie am Ende zu richtigen Fettzellen werden. Damit ist die Veranlagung zum Dickwerden perfekt.
[36:20] Wie wäre man jetzt schlank ohne Zucker? Finger weg von allem Süßen. Keine süßen Getränke. Statt Weißmehl Vollkornmehl. Frühstück mit Obst, Mittagessen mit Rohkost und Gemüse. Also das wären jetzt die Ratschläge, wie wir einen gesünderen Lebensstil praktizieren können. Sie wollen ja auch immer das auch für sich selber, für die Praxis mitnehmen.
[36:51] Was können wir tun? Ich werde dann noch ein paar Tipps geben. Zum natürlichen Süßen haben wir die Früchte. Und deshalb, wenn wir uns schon beim Frühstück mit Obst eindecken, zum Granola dazu, wie ich schon gesagt habe, oder zum Müsli oder sonst irgendeinem Vollkornbrei oder Vollkornbrot, dann wird ihr Körper, ist ihr Körper befriedigt und er verlangt nicht so leicht nach diesen Süßigkeiten. Natürlich, wenn das gespeichert ist und das Verlangen kann natürlich, wenn wir das sehen, verstärkt kommen. Und ich habe das gemerkt, jahrelang, wenn ich im Lebensmittelgeschäft bei den Schokoladen vorbeigegangen bin, dann bekam ich Glücksgefühle. Das heißt, man ist das gewohnt, das ist gespeichert, Endorphine werden ausgeschüttet und das ist halt sehr verführerisch. Da braucht man schon einen starken Willen, um dem zu widerstehen. Aber es ist möglich. Mit der Zeit geht es dann weg. Also wenn wir jahrelang wirklich gesund leben, dann, heute kann ich ja so vorbeigehen, habe ich überhaupt kein Problem. Aber es ist eine längere Zeit gewesen, wo das immer wieder gekommen ist. Und so geht es jedem und das muss man wissen.
[38:18] Wenn ich einen Feind bekämpfen will, dann muss ich Strategien entwickeln, oder? Und jetzt schauen wir uns an, welche Krankheiten es durch Zucker gibt.
[38:30] Als erstes haben wir den Diabetes und es bekommen schon viele Kinder immer mehr Diabetes von Typ 2. Also eigentlich der Altersdiabetes, es bekommen immer mehr Kinder schon. Und hier kann die Glucose nicht mehr in die Zelle hinein und bleibt im Blut. Entweder eben, weil zu wenig Insulin vorhanden ist oder weil die Rezeptoren, also diese Türen, die Sie gesehen haben, nicht mehr funktionieren.
[38:56] Dann haben wir das Übergewicht, das habe ich schon besprochen. Dann haben wir die Caries. In unserem Mund befinden sich viele Bakterien, Pilze und Mikroben. Essen wir Süßes, dann freut sich eine Bakterienart ganz besonders. Und zwar der Streptococcus mutans. Er stürzt sich ganz gierig auf die Kohlenhydrate oder auf die Zucker und scheidet dann mehrere organische Säuren aus, die Plaques bilden und den Zahnschmelz angreifen. Und hier beginnt die Caries. Ich habe meine Kinder so erzogen, dass wir nur wenig Süßes oder dass sie nur wenig Süßes bekommen haben. Und die sind jetzt 36 und 40 Jahre alt, meine beiden Söhne. Und die haben keinen kariösen Zahn. Also hier bilden wir in der Kindheit die Grundlage. Natürlich haben wir, also meine Generation, wir haben auch nicht gerne Zähne geputzt. Das spielt auch eine Rolle. Und vor allem, wenn du Süßes isst und nicht Zähne putzt, dann wird es ganz schlimm mit der Caries. Also meine Generation ist da noch stärker betroffen, weil da ja das in der Nachkriegszeit mit diesen Süßigkeiten ganz besonders stark begonnen hat.
[40:22] Jetzt schauen wir uns noch die Arteriosklerose an und auch Bluthochdruck. Durch zu viel Triglyceride im Blut geschieht das. Die werden dann in die Gefäßwände eingebaut. Und wie wir gerade vorher gehört haben, überschüssiger Zucker wird in Triglyceride umgewandelt. Und nicht nur in Fettzellen eingebaut, sondern an die Gefäßwände. Und nachher entstehen eben durch die Arterienverkalkung Bluthochdruck. Da kommen noch andere Faktoren dazu. Auch fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Stress und dann auch Rauchen. Und auch die meisten, die Bluthochdruck haben, haben zu viel Insulin im Blut. Und zu hohe Fettwerte. Also das sind meistens so Begleiterscheinungen, wenn man dann eine Blutuntersuchung machen lässt. Meistens auf zu hohen Zuckerkonsum zurückzuführen.
[41:23] Dann etwas sehr Wichtiges ist noch das geschwächte Immunsystem. Aber da komme ich dann auf der nächsten Seite dazu. Da erkläre ich dann das noch ein bisschen näher. Und auch die Erkältungen nehmen zu. Durch zu viel Zuckerkonsum. Und vor allem auch die Stuhlverstopfung ist ein Übel, das durch die ballaststoffarme Ernährung kommt. Und auch Krebs nimmt zu. Oder Zuckerkonsum und Krebs spielt auch damit hinein, weil es eben das Immunsystem betrifft. Und das schauen wir uns jetzt an.
[41:58] Zucker und Immunsystem. Wissenschaftliche Forschungen haben bewiesen, dass Zucker unseren Körper in seiner Fähigkeit behindert, Bakterien zu bekämpfen. Und dadurch können wir leichte Infektionen bekommen. Eine einzige solche Dose von Limonaden mit zwölf Teelöffel Zucker reicht aus, um die schützende Fähigkeit unserer weißen Blutkörperchen zu schwächen. Und zwar um 60 Prozent einzuschränken. Und dies fünf Stunden lang. Wenn jetzt in dieser Phase ein Erreger hereinkommt, zum Beispiel ein Rhino-Virus oder ein Schnupfen-Virus oder ein Grippe-Virus, wo das Immunsystem jetzt um 60 Prozent geschwächt ist, dann kommt es sehr schnell und sehr leicht zu dieser Infektion. Und ich habe Ihnen ja erzählt von dieser Mittelschul-Professorin, die bei mir war, die immer von den Kindern angesteckt wurde. Und das geschieht eben sehr schnell, vor allem Kinder und Jugendliche sind sehr schnell immer erkältet oder bekommen eine Grippe.
[43:23] Und hier haben wir jetzt ein Bild, kindlich dargestellt von unserem Immunsystem. Hier haben wir den B-Lymphozyt mit den Antikörpern. Hier haben wir die Fresszellen. Hier haben wir rote Blutkörperchen. Und hier sind die T-Zellen, die sind die mit diesen Noten drauf, die eben ein Signal geben an den B-Lymphozyt. Und so arbeitet unser Immunsystem wunderbar gegen die Eindringlinge. Aber wenn die jetzt geschwächt sind, dieser Lymphozyt oder die Fresszellen oder die T-Zellen, dann, wenn das brach liegt oder geschwächt ist, dann können eben diese Viren und diese Eindringlinge voll durchgreifen.
[44:11] Das ist einmal schon eine Tatsache. Also es kommt zu einer verminderten Funktion der weißen Blutkörperchen. Und ich war im Dezember auf einer Feier, wo auch viele Kinder waren. Und als ich das Buffet sah, wurde mir ganz schlecht. Und als ich sah, wie die Kinder da zuschlagen. Und es wurde auch in einem Kindergarten einmal ein Test gemacht mit Kindern. Da wurde ja so ein Buffet gerichtet. Man hat es dann auch gefilmt. Da wurden also alle ungesunden Dinge hingestellt. Also wie Zuckerln und gefärbte Säfte und Süßigkeiten. Und dann ein Teil waren gesunde Nahrungsmittel. Müsli, Obst und so weiter. Und ich glaube, ich brauche gar nicht fragen. Sie werden es auch so annehmen, was die Kinder wohl am meisten genommen haben. Natürlich den Teil mit den Süßigkeiten und mit den Schleckereien. Und den gefärbten Säften. Das ist auch eine Tatsache. Die sind schon so in dieser Richtung geformt. Sie kennen das. Sie wissen, wie das schmeckt. Und ihr Geschmackssinn ist schon darauf ausgerichtet.
[45:29] Noch einmal zum Gehirn und Zucker. Seelisch und psychisch stark sind wir nur, wenn Gehirn- und Nervenzellen gut genährt sind. Sie benötigen ganz besonders die Energiebrennstoffe Glucose. Vor allem gleichmäßig und schnell verfügbar. Besonders in Stresssituationen. Also wenn wir einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel haben durch komplexe Kohlenhydrate. Die aus dem Getreide kommen und aus dem Obst.
[46:02] Der Dauerverzehr von Zucker und Süßen raubt Nerven die Nahrung. Das mentale Schicksal vieler Menschen geht auf die Verführung durch das weiße Gift zurück. Und die psychiatrischen Anstalten werden immer größer. Das ist mit ein Grund. Nicht alles ist auf Zucker zurückzuführen. Aber auf einen Mangel an wichtigen B-Vitaminen. Die aus dem Vollkorn kommen, aus Nüssen kommen. Vor allem auch die Omega-3-Fettsäure. Da werden wir dann morgen mehr hören. Wie unser Gehirn immer mehr verarmt an diesen wichtigen Stoffen.
[46:42] Jetzt schauen wir uns noch die Blutzuckerkurve an. Wenn wir also ein Frühstück mit raffinierten Kohlenhydraten zu uns nehmen, wie es üblich ist. Entweder mit einer Marmelade-Semmel und Bohnenkaffee dazu. Wenn das also Ihr Frühstück ist, dann werden Sie mit der Zeit diese hypoglykämischen Zustände bekommen. Das heißt, der Blutzuckerspiegel sackt dann nach ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden sehr stark ab. Was geschieht dann? Sie werden zittrig werden. Sie werden auch Heißhunger bekommen. Und dann fangen Sie auch wieder irgendetwas zu essen an. Irgendeine Süßigkeit oder irgendetwas, damit Sie da herauskommen. Aber da entsteht dann ein Teufelskreis. Das heißt, immer wieder geben Sie dem Körper diese Süßigkeit. Und zack, nach eineinhalb Stunden sackt er wieder nach unten ab.
[47:43] Und das Gegenteil passiert, wenn Sie ein vollwertiges Frühstück wie hier zu sich nehmen. Entweder ein Vollkornbrot, ein Getreidebrei oder hier das Granola mit Früchten. Dann bleibt, sie steigt ganz leicht an und bleibt dann stabil. Also keine Hypoglykämie, Unterzuckerung, wie man auch sagt dazu.
[48:07] Jetzt schauen wir uns die Folgen an der Unterzuckerung. Sie bekommen Konzentrationsprobleme, Nervosität. In so einer Phase, wenn so ein Mensch gereizt wird, kann er gleich explodieren. Verminderte Leistungsfähigkeit. Er bringt also seine Leistung nicht am Arbeitsplatz. Dann sehr oft Müdigkeit, aber auch verminderte Reaktionsfähigkeit. Das heißt, Autounfälle passieren leichter, wenn man unterzuckert ist. Arbeitsunfälle passieren hier leichter. Verstärkte Unfallgefährdung. Und wohin führt dann der starke Heißhunger, der entsteht? Er führt dazu zu einer vermehrten Kohlenhydrataufnahme mit der Folge des Übergewichts. Da haben wir wieder den Kreislauf geschlossen.
[49:04] Jetzt schauen wir uns an, ich bin nämlich gestern auch in dieser Hinsicht gefragt worden. Und ich habe es tatsächlich auf meiner Präsentation. Was hier passiert mit dieser Schokolade? Ich habe auch Blätter hier über Schokolade bzw. Ersatz für Schokolade. Denn es gibt einen sehr gesunden Ersatz für Schokolade. Und zwar aus Karob. Das ist eine Hülsenfrucht, die wunderbare Inhaltsstoffe hat. Die wirklich für uns sehr gesund sind. Ich habe jetzt schon einmal eine Torte gemacht bei einer Feier, wo fast kein Honig drinnen war, sondern eben auch mit Karob gearbeitet. Das war wirklich sozusagen eine Schokolade-Torte mit Karob. Und ich habe schon gedacht, oh, die werden sagen, das ist zu wenig süß. Nö. Da ist also ganz gewaltig gut angekommen und waren alle ganz begeistert. Wollten auch das Rezept gleich wissen.
[50:03] Wer gern viel Süßes isst und trinkt, stimuliert ständig dieses Auf und Ab im Blutzuckerspiegel. Dabei schießen die Werte in ungesunde Gipfelregionen von sogar vielleicht 200 Milligramm. Wir haben also das auf der Kurve gar nicht so gesehen. Kann bis zu 200 Milligramm hinaufschießen. Und in einer halben Stunde oder einer Stunde stürzen sie dann plötzlich sehr stark ab. Aber es bleibt nicht bei dem normalen 80 Milligramm, wo sie sein sollten, sondern sacken durch auf 70, 62 sogar bis auf 54 Milligramm. Wie gesagt, dieser Zustand heißt Hypoglykämie. Und ein fast ständig zu niedrigerer Blutzucker, wie vorher beschrieben, tritt bei 70 Milligramm auf. Geht der Blutzucker auf 60 hinunter, wird man depressiv. Geht er sogar auf unter 50, beginnt das Verhängnis Angstzustände, extreme Leistungsschwäche, Pessimismus, panische Furcht vor Menschen, Unfähigkeit, selbst geringe Anforderungen des täglichen Lebens zu meistern. Wir hören ja immer mehr von solchen Vorfällen. Da wundert man sich nicht, braucht man sich nicht mehr zu wundern. Das kommt eben von dieser heutigen Ernährung, wo besonders die Kinder und die Jugend betroffen sind.
[51:36] Und während in dieser Phase, wo der Blutzucker so tief hinunter geht, werden unsere Nervenzellen richtig gequält. Und sie flehen dich an, gib mir etwas Süßes, sonst krepiere ich. Und der Griff zur Schublade, das Abbrechen eines Stückchen Schokolade, der hastige Verzehr bringt kurzfristig Erleichterung. Ehe das Neue auf und ab erfolgt, eine weitere Tortur beginnt. Das ist dieser Kreislauf.
[52:10] Und wir schauen uns jetzt an, wie wir fit ohne Zucker sein können. Steigen Sie auf komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte und Obst um, und Sie werden feststellen, dass diese Quälerei ein Ende hat. Also das ist jetzt für alle, die in so einem Teufelskreis drinnen sind, umsteigen auf komplexe Kohlenhydrate, auf Obst, und Sie werden aus dem herauskommen. Der Zucker wird dann nur langsam herausgenommen, und die Blutzuckerkurve wird sich stabilisieren. Und Ihre Gehirnzellen werden gleichmäßig mit Glucose versorgt. Und Sie werden fit sein, leistungsfähig, im Denken klar, und auch leistungsfähig im Denken und stressstabiler sein.
[53:01] Jetzt kommen wir zum zweiten Test. Wie abhängig sind Sie von Zucker oder von Süßigkeiten? Sie dürfen dann auch wieder selber auswerten. Wir gehen jetzt nur die Fragen durch.
[53:20] Müssen Sie hin und wieder gegen sich selbst konsequent vorgehen, um auf Süßes zu verzichten? Sie beantworten hier mit Ja oder Nein. Hier geht es um den Löffel Zucker im Kaffee oder Zucker drüber streuen, es ist mir zu wenig süß. Zweitens, haben Sie oft vormittags oder auch am späten Nachmittag einen Durchhänger, eine Phase von Mattigkeit und Müdigkeit? Wieder mit Ja oder Nein. Drittens, verfügen Sie daheim über heimliche Depots von Süßigkeiten, die Sie zwar nicht naschen, aber dennoch nicht wegwerfen wollen? Mit Ja oder Nein. Dann neigen Sie zu Übergewicht. Sind Sie oft unruhig, nervlich gereizt? Reagieren Sie in solchen Phasen mitunter aggressiv? Sechstens, ist Ihnen eine süßschmeckende Zahnpasta lieber als etwa eine neutrale oder eine Solizahnpasta? Siebtens, beneiden Sie Menschen, die Süßes essen oder naschen, zum Beispiel einen Eisbecher? Achtens, bringen Sie Kindern vielleicht ihren Enkeln, Neffen oder Nichten Süßigkeiten mit? Neuntens, gab es eine Zeit, in der Sie viel Süßes gegessen oder getrunken haben? Zehntens, essen Sie lieber süße als saure Früchte? Da werden wir wohl alle Ja sagen. Es ist ja auch so, dass die Früchte, wenn sie gut ausgereift sind, am gesündesten sind. Da hat man die meisten Enzyme und natürlich werden wir da Ja sagen.
[55:18] Also Sie dürfen sich jetzt testen und den Test auswerten für sich persönlich. Sie dürfen sich jetzt einfach Notizen machen oder in der nächsten Zeit mehrere Tage Notizen machen. Wann, wo und wie oft Sie und Ihre Familienangehörigen Süßes essen oder trinken. Also es ist wirklich ein sehr wichtiger Selbsttest. Und fangen Sie heute an, die Etiketten auf den Lebensmitteln zu lesen und prüfen Sie den Zuckergehalt. Der ist nicht immer angegeben.
[56:03] Wo sind wir denn jetzt? Also das, was hier enthalten ist wahrscheinlich. Butterfett wahrscheinlich mit Wasserentzug. Hochkonzentriertes Butterfett. Butter ist normalerweise ja noch Wasser drin. Also hier habe ich nur so eine Dose hergenommen, um zu schauen. Also die Etiketten lesen, dann die Naschereien überprüfen, die da irgendwo versteckt sind. Dann Selbstdisziplin lernen und Verzicht, stark zu werden und unbeugsam in Versuchungen. Und einfach lernen, auch Nein Danke zu sagen. Es ist wichtig, es wird Ihnen jetzt bewusst auch durch diese Fakten, die Sie heute gehört haben. Und ich musste auch mit mir persönlich so ins Gericht gehen. Es geht heute fast jedem so. Die meisten Menschen lieben Süßes.
[57:07] Wie ist das mit Süßstoffen? Was sind denn viele dann der Meinung? Ja, ich gehe auf Süßstoffe. Aber solange wir diesen Geschmack des Süßen behalten, werden wir immer nach Süßen verlangen. Und dann viel leichter irgendwo reinfallen. Und noch dazu sind diese Süßstoffe nicht gesund. Wir haben also hier das Acesulfam. Wird unverändert ausgeschieden, ist E950. Ist auch negativ. Wir werden das am Samstagabend dann mehr hören über diese ganzen Zuckerstoffe, Süßstoffe. Aspartam ist nachweislich sehr schädlich. Zyklamat ebenfalls. Saccharin ebenfalls. Taumatin wird aus exotischen Früchten hergestellt. Wird auch aus schlecht bezeichnet. Und Neohesperidin DC auch. Das kenne ich gar nicht. Aber diese Süßstoffe werden besonders für die Leitprodukte und für die Diabetiker, Nahrungsmittel und für Softdrinks verwendet. Also nur damit Sie einfach Bescheid wissen auch. Wir dürfen also nicht diese Sucht nach Süßen behalten, sondern lernen wirklich von diesem stark Süßen wegzukommen. Schritt für Schritt. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber wirklich Schritt für Schritt einfach diesen Überkonsum, den Kampf anzusagen. Und lernen auch Sachen zuzubereiten, die nicht so süß sind.
[58:49] Wie ist es nun mit Stevia, der neue Modesüßstoff? Das ist eine Pflanze. Und wenn wir so ein Blatt hernehmen von dieser Pflanze und das zum Süßen hernehmen, ist wirklich nichts dagegen einzuwenden. Aber wenn daraus wieder ein Konzentrat entsteht, der Körper stellt sich ja auf Zucker ein, weil er diesen Geschmack bekommt. Er wird also ständig gepflanzt. Und dann ist es aber kein Zucker, weil diese Stevia hat ja auch keine Kalorien. Wird also bei Diabetes eingesetzt und war also lange als Nahrungsergänzungsmittel im Handel und jetzt ist es im Lebensmittelhandel frei erhältlich. Aber die Lösung ist es nicht. Die Lösung ist, von dem Süßen wegzukommen.
[59:40] Und ich habe selbst also Diabetiker betreut, die bei mir ein Gesundheitsprogramm gemacht haben. Und wenn sie von diesem Süßen wegkommen, dann essen die gern in der Früh das Obst. Sie dürfen Obst essen und irgendein Vollkorngetreidebrei. Und in kürzester Zeit gab es einen normalen Blutzuckerspiegel, wenn so in dieser Weise die Ernährung ausgesehen hat. Also das ist ein klares Faktum. Seit dem Frühstück kommt also eine große Rolle zu oder spielt eine ganz große Rolle für unsere Gesundheit. Und ich habe diese Erfahrung eben schon vor 30 Jahren gemacht mit diesem Granola. War ja auch als Krankenschwester tätig. Aber das hat wirklich sechs Stunden angehalten. Da sind auch Nüsse drinnen. Und das war wirklich ganz, ganz toll, eben das festzustellen, dass man dann keine Unterzuckerungszustände bekommt und wirklich bis zum Mittagessen durchhält.
[1:00:41] Also das Erste ist ein gutes Frühstück, wo wir dann das Obst dabei haben. Und das Mittagessen sollte dann aus Rohkost bestehen, ein Teil Rohkost. Und dann aus einer Hauptmahlzeit, wie wir schon gehört haben vorgestern, aus Getreide, Gemüse und Hülsenfrüchten. Dann kann man im Linsengericht mit Vollkornnudeln oder eine Reis-Gemüsepfanne usw. Es gibt da viele gesunde Rezepte aus Vollwert. Und das wird uns helfen, dass wir dann aus diesem starken Zuckerkonsum herauskommen. Das Abendessen sollte klein ausfallen. Eventuell nur ein wenig eine Gemüsesuppe und ein Brot oder ein Obst und einen Cracker.
[1:01:31] Hier haben wir jetzt die süßesten Früchte. Wir können ruhig auch süße Früchte verwenden, kein Problem. Statt Zucker Ananas, reife Bananen, Datteln, Feigen, Mandarinen, Orangen. Also mit Trockenfrüchten kann man sehr gut süßen. Wie gesagt auch mit Datteln, Orangen, Papaya, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Pfirsich, Kirschen, Aprikosen, Brombeeren, Erdbeeren, Weintrauben, Trockenfrüchte. Viel da, viel Abwechslung. Und dann Süßen mit Honig, Melasse, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Birnendicksaft. Da wie gesagt auch aufpassen, dass man nicht das Süße erhält, sondern wirklich nur Schwachsüßen, wenn man jetzt wirklich einmal eine Feier hat.
[1:02:17] Ich glaube das Schlimme an der heutigen Gesellschaft ist einfach, dass wir jeden Tag alles zur Verfügung haben. Wenn wir jetzt wirklich eine Torte machen, wenn wir eine Familienfeier haben, ist das wieder ganz was anderes. Mal wirklich dann eine Torte genießen, vielleicht eine gesündere, aber nicht jeden Tag. Das was wir heute haben, überall wird es angeboten, jetzt werden schon die Schokoladeeier für Ostern oder überhaupt die Eier für Ostern oder im September fangen schon die Schokolade-Krampusse und Nikolaus, werden die schon verkauft und jetzt eben auch schon die Ostersachen. Es ist irgendwie erschütternd, wie die Menschen verführt werden.
[1:03:01] Hier haben wir wie gesagt die Gegenüberstellung, das ist das Natürliche, hier haben wir die Nachahmung. Hier ist Zucker drinnen, Zucker, Zucker, Zucker und Farbstoff und hier haben wir eine Fülle an wertvollen Stoffen, dass das auch langsam abgebaut werden kann. Und da müssen wir erst wieder hinkommen vom Geschmack. Das wäre die Alternative.
[1:03:31] Kinder tun überhaupt gerne Spieße machen. Ich habe ja schon Kindergesundheitswochen veranstaltet, mit Kindern Kochkurse gemacht. Da machen wir entweder Gemüsespieße oder wie gesagt auch Obstspieße. Das wären so Alternativen.
[1:03:46] Und nun ein Blick zurück wieder zur ursprünglichen Ernährung, zur 1. Mose 1,29. Welche Nahrung hat uns Gott gegeben? Und Gott sprach sie, da ich habe euch gegeben, alle Pflanzen, die Samen bringen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen zu eurer Speise. Wir haben hier also die Bäume mit Früchten oder die Sträucher mit Früchten. Hier habe ich meine Enkeltochter mit unseren wunderbaren Weintrauben. Wir leben jetzt in einem wirklichen Paradies, wo wir selber sehr viel Früchte und Gemüse haben und auch Kartoffeln und Getreide. Hier zeige ich ein paar Bilder von unserer Ernte. Hier haben wir einen Apfelbaum, hier haben wir die Weintrauben. Dann so eine Obstschüssel mit unseren Feigen, Äpfeln und Weintrauben. Dann unsere Himbeerernte. Und hier kübelweise holen wir die Früchte, verschenken sie zum Teil, weil wir sie gar nicht selber alle brauchen können. So viele Sorten von Äpfeln, Birnen, Pfirsiche, Zwetschgen, blauen Weintrauben, weißen Weintrauben. In Hülle und Fülle ist alles da. Und so wird es dann verarbeitet, getrocknet, eingeweckt, Saft gemacht.
[1:05:06] Und im Jesaja-Buch sagt uns unser himmlischer Vater, hört doch auf mich, so werdet ihr euch am Köstlichen laben. Das, was er für uns bereithält, was er von Anfang an für den Menschen bereitgestellt hat. Nur der Mensch hat sich von dem entfernt. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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