In dieser Predigt von Raimund Fuchs geht es um die Macht der Liebe und wie sie unser Leben beeinflusst. Er erklärt die menschlichen Grundbedürfnisse nach Sicherheit und Wertschätzung und wie diese oft fälschlicherweise mit Leistung verbunden werden. Anhand von praktischen Beispielen zeigt er auf, wie wir uns von anderen abhängig machen und wie wir stattdessen die bedingungslose Liebe Gottes als Quelle nutzen können. Die Predigt ermutigt dazu, die Liebe Gottes anzunehmen und sie im Alltag zu leben.
„Eine Entdeckungsreise in die Welt der Gefühle“: 2. Die Macht der Liebe
Raimund Fuchs · Eine Entdeckungsreise in die Welt der Gefühle ·Themen: Bibel, Christlicher Lebensstil, GesundheitWeitere Aufnahmen
Serie: Eine Entdeckungsreise in die Welt der Gefühle
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Transkript
[0:00] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
[0:30] Gut, ihr Lieben, ich freue mich sehr, dass ich mit meiner lieben Frau bei euch sein darf und heute einen sehr anstrengenden Tag für euch habe, denn ihr müsst gut aufpassen. Heute Vormittag, am Nachmittag, es gibt viele Themen, die wir zu besprechen haben miteinander und ich hoffe, dass euch die Hitze des Tages nicht zu sehr bedrängt, sondern dass ihr da wirklich etwas habt davon und mitnehmen könnt.
[0:57] Es geht also um die Gefühlswelt, eine Erlebnisreise durch diese Gefühlswelt und das Thema heute ist die Macht der Liebe. Vielleicht noch etwas zu meiner Person. Die, die gestern da waren, haben schon ein bisschen mehr gehört. Wir sind über 40 Jahre jetzt im Dienste des Heilandes und haben sehr viele Jahre in Ehe- und Familienbetreuung gehabt und kommen aus der glücklichsten Stadt Österreichs. Kennt ihr die glücklichste Stadt Österreichs? Ich habe nicht gesagt die schönste Stadt. Die schönste Stadt ist Salzburg. Da komme ich her. Aber die glücklichste Stadt ist Klagenfurt. Wisst ihr, warum sie da glücklich ist? Weil dort die Klagen furt sind. Da gibt es keine Klagen. Das ist so ganz am südlichen Ende, so bei Italien, Slowenien, da ist dieses Stadthaus.
[1:59] Ich darf euch herzliche Grüße von der Gemeinde Villach mitgeben, denn wir gehen dort in diese Gemeinde und ich denke, ich darf auch eure Grüße wieder mitnehmen in die Gemeinde Villach. Es ist sehr schön, dass wir als Gemeinde, Familie zusammen gehören.
[2:17] Nun ihr Lieben, ihr seht hier, ihr habt ja an diesem Prospekt und die Gäste und Freunde heute, die sollten das auch ein bisschen beobachten, dass man hat mit einer Wärmebildkamera tatsächlich Menschen fotografiert und herausgefunden, dass das Thema Glück und Liebe den ganzen Menschen betrifft. Und das ist etwas, was ich heute ein bisschen ansprechen möchte.
[2:42] Wir haben Grundbedürfnisse, jeder Mensch hat Grundbedürfnisse und diese zwei kann man eigentlich in zwei Punkte zusammenfassen. Das Grundbedürfnis nach Sicherheit und das Grundbedürfnis nach Wert und Bedeutung. Jeder Mensch möchte wertvoll sein, jeder Mensch möchte Sicherheit haben. Man kann es auch anders ausdrücken, jeder Mensch möchte geliebt sein und jeder Mensch möchte einen Sinn und Ziel in seinem Leben haben. Das ist es, was wir brauchen. Mehr als das tägliche Brot oder man könnte auch sagen, das ist das seelische tägliche Brot, das wir da haben.
[3:25] Nun, ich möchte euch ein bisschen hineinführen in dieses Thema. Zuerst einmal ein bisschen theoretisch und dann praktisch. Wir haben also ein Bedürfnis, wie heißen die zwei Grundbedürfnisse? Liebe und Sinn und Ziel oder Bedeutung und Wert. Dann haben wir eine Motivation, die uns dazu drängt, dass wir dieses Bedürfnis bekommen. Dann haben wir eine Grundannahme, die wir gelernt haben, wie wir dieses Bedürfnis bekommen. Dann kommt ein zielgerichtetes Verhalten, damit du dieses wirklich kriegst. Dann tust du das auch und am Ende kommt dann das Ziel. Jetzt hast du ein bisschen Liebe, ein bisschen Wertschätzung bekommen. Und dann kommt eine kurze Befriedigung und dann kommt eine Lehre, die letztlich wieder dazu führt, dass du das Bedürfnis wieder hast nach Liebe und Wertschätzung.
[4:33] Ich möchte euch das ein bisschen, das war jetzt die Theorie, praktisch erklären. Jeder Mensch hat dieses Bedürfnis nach Liebe und nach Wertschätzung. Und jetzt stell dir vor, du bist ein kleines Mädchen, bist geboren worden in einer Familie und der Papa ist sonst traurig und böse, weil du kein Bub geworden bist. Buben sind ja mehr wert als Mädchen, hat der Papa gesagt. So, und jetzt hast du dieses Bedürfnis, geliebt zu sein, aber der Papa hat deinen Bruder lieber als dich als Mädchen, weil der ein Bub ist. Du hast die Motivation, du möchtest jetzt überlegen, wie kriege ich Liebe. Und dann kommst du auf die Idee, ich könnte ja die Garage vom Papa putzen. Das heißt also, du hast ein zielgerichtetes Verhalten und dann gehst du und dann putzt du die Garage vom Papa blitzblank. Und dann kommt der Papa und sagt, oh, brav Schatzi, und du kriegst ein bisschen Liebe und Wertschätzung. Das heißt eine kurze Befriedigung, aber dann kommt wieder die Lehre. Du brauchst wieder Liebe, du hast die Motivation und du hast jetzt gelernt, aha, ich muss etwas tun, damit ich wertvoll bin.
[6:01] Und jetzt überlegst du noch ein bisschen, was könntest du noch machen. Ja, ich könnte in der Schule besser sein als mein Bruder. Und du lernst und du studierst und lernst und machst gute Prüfungen und der Papa, das heißt also ein zielgerichtetes Verhalten und du hast das Ziel, eine Eins zu bekommen. Gibt es das bei euch, oder? Ja? Und jetzt kriegst du eine Eins und jetzt sagt der Papa, brav, super, bist gar nicht so dumm. Wie gut das tut, so ein bisschen Liebe und Wertschätzung zu bekommen.
[6:36] Jetzt stellt euch vor, das ist ein Kreislauf, den man im Laufe des Lebens lernt und dann wird dieses Mädchen größer und das Mädchen heiratet und das Mädchen macht das, was sie auch immer wieder gelernt hat. Damit sie Liebe und Wertschätzung bekommt, putzt sie das ganze Haus. Und jeder Teppich muss ganz glatt liegen und die Fasern vom Teppich müssen ganz genau liegen und es muss alles perfekt sein. Und dann fühlt sie sich wertvoll und fühlt sie sich gut, wenn sie das geschafft hat.
[7:12] Was passiert aber? Sie hat also die Motivation, sie hat die Grundannahme gelernt, ich muss das Haus putzen, hat ihr zielgerichtetes Verhalten, ich bin jetzt gerade am Putzen und plötzlich kommt ein Hindernis. Bruder Fuchs kommt und besucht mich, ohne anzumelden. Was passiert jetzt? Sie wird frustriert, weil sie das Ziel nicht erreicht. Ja, was ist Frust? Lateinisch frustra, umsonst, es bringt nichts. Ich kann das Ziel nicht erreichen und wie werde ich mit dem Frust fertig? Sie ist dann letztlich böse auf mich und ich weiß gar nicht warum.
[8:01] Schaut, wenn so ein Hindernis da ist, gibt es verschiedene Kategorien. Entweder du hast das Ziel nicht erreicht oder du hast dir ein unerreichbares Ziel gesteckt. Die Art der Frustration ist Schuld. Du fühlst dich schuldig, du hättest es erreichen sollen, aber du hast es nicht erreicht. Oder äußere Umstände, wie zum Beispiel ein Besuch, der dich hindert, das Haus fertig zu putzen. Was ist die Folge der Frustration? Hass und Groll. Du bist böse auf den, der dich da jetzt hindert, dein Ziel zu erreichen. Oder aber du hast ein Furcht vor dem Versagen und am Ende kommt das Thema, das wir gestern ein bisschen angesprochen haben, Angst. Kommt euch das bekannt vor?
[8:54] Ihr Lieben, ihr seht hier, das ist ein Kreislauf, in dem wir drinnen sind von Kindheit an und irgendwann einmal steigen wir aus, weil wir sagen, ich schaffe es nicht. Warum tue ich mir das an? Warum muss ich das machen? Ich bin da in diesem Kreislauf drinnen und bin am Ende verzweifelt. Und es kann sogar so weit kommen, dass die Menschen durch die Verzweiflung ihr ganzes Leben beenden. Weil sie sagen, es bringt nichts.
[9:30] So, meine Frage an euch ist jetzt die, wenn wir uns das anschauen, wo liegt das Problem? Was muss das Mädchen ändern, damit es glücklich wird? Was würdest du ändern? Bitte? Grundannahme. Wer andere? Was würdet ihr ändern? Mancher sagt, das ist das Ziel. Weniger stecken, halbes Haus, putze ich dann nicht das Ganze. Andere sagen wieder, ja, eigentlich darf ich die Bedürfnisse gar nicht haben. Ich muss zufrieden sein mit dem, was ich habe. Du hast recht. Es ist die Grundannahme, die wir ändern müssen.
[10:28] Bitte ändert nicht euer zielgerichtetes Verhalten. Manche meinen, das ist die Psychologie, die da von Verhaltenstherapie spricht. Wenn du dein Verhalten änderst, dann wirst du ein besserer Mensch. Nein, das ist es nicht. Ändert nicht euer Verhalten und meint nicht, wenn ihr christlich lebt, dass ihr Christen seid. Ja, auch wenn ihr christliches Essen esst, seid ihr noch lange keine Christen. Es geht also darum, dass wir lernen müssen, die Grundannahme zu ändern.
[11:01] Ich habe etwas gelernt und das ist etwas furchtbares, nämlich Liebe mit Leistung zu verbinden. Ich muss etwas tun, damit ich geliebt werde. Ich muss etwas leisten, damit ich zu dem komme, was ich möchte, nämlich was ich brauche, eine Grundhaltung. Letztlich dieses Grundbedürfnis. Das haben wir alle und das ist rechtens. Jeder möchte geliebt sein, jeder möchte wertvoll sein, sinnvoll sein. Und das können wir schon im Kindesalter den Kindern weitergeben.
[11:42] Da habt ihr ein kleines Baby in den Armen. Du warst einmal ein kleines Baby, weißt du das? Jetzt habe ich eine Frage an dich. Hat die Mutti dich geliebt? Ja, weißt du das? Hast du das gemerkt? Woran hast du das gemerkt? Ihr Mütter, wenn ihr das Kleine in den Armen habt, habt ihr es lieb? Warum? Warum habt ihr es lieb? Jetzt ist es eine schwere Frage. Was leistet das Baby, damit du es lieb hast? Es ist nur da. Ganz richtig. Es macht nur Dreck. Nein, es macht nur Dreck. Die Windeln immer wieder voll. Und du wirst wahrscheinlich nie dazu kommen, dass du sagst, mein Lieber, jetzt habe ich dir schon einmal die Windeln gewechselt, mach mich nochmal hinein. Dann hört sich bei mir die Liebe auf, oder? Nein, das wirst du nicht sagen. Das Kind dreht die Nacht und macht die Nacht zum Tag. Du stehst mindestens jede zweite Stunde auf und du sagst, ich hab dich lieb. Hast du da so ein gutes Gefühl, dass du sagst, ich liebe dich und weil ich dich liebe, stehe ich jetzt jede Stunde auf, um dich zu füttern? Nein. Aber du liebst es trotzdem und du machst es.
[13:14] Da ist etwas, was wir gelernt haben oder was wir richtig machen, nämlich die Liebe ohne Wenn und Aber dem Kind zu geben. Wir sagen nicht, ich liebe dich, wenn du zwei Stunden länger durchschläfst. Du liebst es. Aber wenn es dann ein bisschen größer werden, die Kinder, wenn es dann so sind wie der Jonathan, wo ist er denn? Ah, der ist da unten irgendwo. Oder der Johannes oder wer auch immer. Dann heißt es, ich hab dich lieb, wenn du das Zimmer zusammenräumst. Wenn du folgst, dann habe ich dich lieb. Wenn du nicht folgst, habe ich dich nicht lieb.
[14:01] Bitte passt auf. Da kommt etwas, was wir hier als teuflisches Paar darstellen, nämlich da wird Liebe mit Leistung verbunden. Das geht bis in die Religion hinein. Da betet ein Kind und dann sagt die Mama, schön hast du gebetet. Bitte mach das nie. Warum? Weil das Kind lernt, Beten ist eine Leistung. Und wenn ich schön bete, dann bin ich ein guter Christ. Nein, du kannst es anders machen. Du kannst sagen, ich finde das so schön, dass du betest. Nicht, schön hast du gebetet. Achtet darauf, dass ihr das nicht in der Religion, auch wenn ihr es falsch macht, dass wir die Kinder in ein Leistungsprinzip hineingeben. Wenn du am Samstag in der Gemeinde bist, dann bist du brav. Wenn du nicht da bist, dann bist du schlimm. Darum geht es nicht.
[15:06] Ich bin da in der Gemeinde, weil der Herr Jesus da ist. Und das hat der Herr Jesus mit zwölf Jahren schon gewusst. Er ist nicht in die Gemeinde gegangen, weil die Mutti ihn mitgenommen hat, weil er nicht in die Gemeinde gegangen ist. Und das müssen die Kinder lernen. Gott liebt uns ohne Wenn und Aber. Und das ist, glaube ich, so wichtig, dass wir das lernen.
[15:32] Liebe ist, da haben wir in 1. Korinther 13 eine wunderschöne Beschreibung, langmütig und freundlich. Die Liebe eifert nicht, sie treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie stellt sich nicht ungebärdigt, sondern wir müssen jeden Tag einmal diese Beschreibung der Liebe durchlesen. Dass wir uns immer wieder die Frage stellen, leben wir in dieser Liebe, zeigen wir uns einander diese Liebe, in der Familie, in der Gemeinde. Es wäre ja schön, wenn das so praktiziert wird, dass die Leute draußen sagen, da möchte ich hereingehen, denn da wird die Liebe praktiziert, ohne Wenn und Aber.
[16:12] Aber wie geht das? Schaut einmal, versucht einmal das Wort Liebe mit deinem Namen zu übersetzen. Dann heißt es, der Raimund ist langmütig und freundlich, die Maria eifert nicht, der Norbert treibt nicht Mutwillen, der Manfred bläht sich nicht auf und stellt sich nicht ungebärdigt. Wie geht es euch damit, wenn ihr das so lest? Na, da merkt ihr, da fehlt vieles. Da haben wir große Probleme. Vielleicht auch aus der Kindheit heraus, weil wir falsch gelehrt worden sind. Liebe heißt, das und das zu tun. Und wenn du es nicht machst, liebst du nicht wirklich.
[16:57] Wenn du es aber umdrehst und das Wort Liebe mit Jesus vergleichst und sagst, Jesus ist langmütig und freundlich, er eifert nicht, er treibt nicht Mutwillen, Jesus bläht sich nicht auf, stellt sich nicht ungebärdigt, sucht nicht das Seine, er lässt sich nicht erbittern, er rechnet das Böse nicht zu, er freut sich nicht der Ungerechtigkeit, er freut sich der Wahrheit, Jesus verträgt alles, glaubt alles, hofft alles, duldet alles. Ist es nicht dann, da passt es nicht dann? Ja, dann wissen wir es.
[17:30] Es geht also darum, dass die Liebe Gottes die ist, die uns verändert. Und diese Liebe ist eine Liebe ohne Wenn und Aber. Wir würden ein falsches Evangelium verkündigen, wenn wir den Kindern und auch den anderen Verwandten und Bekannten zeigen, Liebe heißt Leistung. Gott hat uns geliebt, als wir noch mit ihm im Streit lagen, sagt die Bibel.
[17:58] Nun, wie machen wir das praktisch? Und ich möchte euch einfach mal ein bisschen eine praktische Hilfe geben. Stellt euch vor, ein Mann freut sich nach der Arbeit, er ist also ein Arbeiter in der Firma, freut er sich, wenn er am Abend nach Hause kommt. Und während der Arbeit stellt er sich schon vor, wie schön das ist, wenn er am Abend nach Hause kommt, die Frau steht vor der Tür und sagt, schön, dass du nach Hause kommst. Und er bringt ihr, damit sie wirklich eine Freude hat, Blumen mit. Er überlegt sich, was hätte sie gerne für Blumen. Weißt du, was die Lieblingsblume deiner Frau ist? Das ist nur eine Theorie, eine theoretische Frage. Mir ist es wichtig, dass ihr es wisst. Und er denkt sich, ich bringe ihr diese Blumen mit und dann werden wir miteinander Abend essen und dann wird es ein schöner Abend werden. Er stellt sich das schon so vor.
[18:56] So, die Arbeit ist zu Ende und bevor er nach Hause fährt, fällt er schnell noch beim Aldi vorbei, weil da sind die Blumen billiger, und holt sich ein paar Blumen und dann kommt er nach Hause, aber sie steht nicht vor der Tür. Dann macht er die Tür auf und hält die Blumen hinein und dann hört er von der Küche, na endlich kommst du, die Kinder brauchen dich und du musst noch abwaschen helfen und wir kommen hinten und vorne nicht zusammen. Wie geht es dir da jetzt? Die Blumen hängen dann schon runter und am liebsten würdest du sagen, du ich muss noch einmal in die Firma, ich habe noch so viel aufzuarbeiten. Merkst du, was er da macht? Eine Flucht. Flucht. Und so passiert es. So passiert es immer wieder.
[19:47] Nur, wie macht man es jetzt richtig? Und dann möchte ich euch helfen mit drei Fragen. Und schreibt euch die drei Fragen auf, die sind ganz, ganz wichtig, die du dir selber stellst. Die erste Frage heißt, wann und wo habe ich mich abhängig gemacht in Bezug auf Liebe mit Leistung verbunden? Und dieser Mann sollte sich eigentlich die Frage stellen, Moment einmal, habe ich auch wieder diese Grundannahme praktiziert, Liebe und Leistung zu verbinden? Wenn ich also Blumen bringe und so nach Hause komme, dann muss sie funktionieren. Und wenn sie nicht funktioniert, dann habe ich Frust. Bin ich nicht in diesem alten Schema wieder drinnen, Liebe und Leistung zu verbinden? Wann verbinde ich mich und mache mich abhängig von anderen in Bezug auf Liebe und Leistung? Wenn sie da gewesen wäre und mich freundlich begrüßt hätte, wäre alles in Ordnung gewesen. Aber da das nicht der Fall war, habe ich mich abhängig gemacht von ihr.
[20:55] Und ich bitte euch, macht euch nicht abhängig von euren Frauen, ihr Männer, nicht von den Frauen, nicht von den Ehefrauen oder auch Oma und Opa, macht euch nicht abhängig davon, von Menschen in Bezug auf Liebe und Wertschätzung. Ihr werdet enttäuscht werden. Und ihr Frauen umgekehrt, macht es nicht, dass ihr eure Männer als Quelle der Liebe erkennt, sondern wir brauchen Gott als Quelle der Liebe. Aber zuerst müssen wir uns einmal analysieren und sagen, wo mache ich mich abhängig?
[21:28] Zum Beispiel, du sagst zum Kleinen, räume dein Zimmer zusammen. Und was macht der Kleine? Nein. Kennst du einen, der das Nein sagt? Na, du bist es nicht, aber vielleicht wer anderer. Wenn der Papa und die Mama sagen, räume das Zimmer zusammen und du sagst Nein, was wird der Papa machen? Manche Papas werden laut. Du räumst das Zimmer zusammen. Und was machst du? Nein. Ja, das funktioniert nicht. Dann machst du dich abhängig vom Kind. Du machst dich abhängig vom Kind. Wenn das Kind funktioniert, bist du ein guter Vater. Wenn das Kind nicht funktioniert, hast du versagt. Nein, das hat damit nichts zu tun.
[22:23] Also erste Frage, wo und wann mache ich mich abhängig in Bezug auf Liebe und Wertschätzung vom Anderen? Wenn der funktioniert, ist alles gut. Aber in dem Augenblick, wo er nicht funktioniert, mein Feind wird. Was mache ich dann oft? Wenn du einen Feind vor dir hast, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du greifst ihn an. Das heißt, du wirst laut. Du schlägst zu. Oder du fließt. Du läufst davon. Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Und beides ist falsch.
[23:05] So, wie machen wir es jetzt richtig? Ich stehe vor dem Kind. Der Kleine sagt Nein. Du machst jetzt innerlich eine Frage. Reimund, machst du dich jetzt abhängig in Bezug auf Liebe und Wertschätzung von dieser kleinen Maus da drüben? Die ist nicht die Quelle meiner Liebe. Das ist die erste Frage. Stellt euch die immer wieder. Mache ich mich abhängig, ob das jetzt der Chef ist, abhängig von Gegenständen, von Umständen. Wenn es funktioniert, ist alles in Ordnung. Wenn es nicht funktioniert, ist nichts in Ordnung. So.
[23:46] Es ist nicht im Sinne des Schöpfers, dass sich ein Mensch einem anderen unterwirft und sich von ihm beherrschen lässt und in seiner Hand ein willenloses Werkzeug wird. Die Kinder sollten das nicht sein. Die Eltern nicht. Die Frau beherrschen und nicht die Frau den Mann beherrschen oder wer auch immer das ist. Wir sollten unsere Persönlichkeit nicht aufgeben. Wir sind von Gott abhängig und dürfen nicht von Menschen Heilung erwarten. Es widerspricht der gottgegebenen Würde des Menschen, wenn er sich von einem anderen Menschen und nicht von Gott allein beherrschen lässt. Das ist ganz wichtig.
[24:31] Erste Frage also. Dann kommt der Schrei aus der Küche. Na endlich bist du da. Komm, hilf mir. Die Milch geht über, das Telefon läutet und jetzt kommt der Frust. Erster Gedanke. Mache ich mich abhängig von der Liebe? Bin ich von dieser Liebe abhängig? Nein. Könnt ihr damit was anfangen?
[25:01] Jetzt kommt die zweite Frage. Wenn deine Schwester nicht so funktioniert, wie du es haben möchtest. Du willst, dass sie dich in Ruhe lässt und sie lässt dich nicht in Ruhe. Erster Gedanke. Bin ich abhängig von meiner Schwester? Nein, ich mache mich nicht abhängig von meiner Schwester. Zweiter Gedanke. Achtung, zweite Frage. Wie reich bin ich jetzt im Augenblick? Ihr seid reich, wisst ihr das? Schlagt mit mir mal die Bibel auf. Psalm 23. Manche können ihn sogar auswendig. Psalm 23. Was steht denn da?
[25:43] Psalm 23, da sagt der Herr Jesus unter der Bibel etwas ganz Wunderbares. Da möchte ich euch wirklich ermutigen, ein Bild für euch herauszugreifen. Und da heißt es, Psalm 23. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Könnt ihr euch das Bild vorstellen? Da ist ein Feind und du hast einen gedeckten Tisch. Ja, wer von euch kann im Angesicht des Feindes von diesem gedeckten Tisch essen? Wir greifen entweder den Feind an, haben wir gesagt, oder wir laufen davon. Aber jetzt kommt es. Du, lieber Gott, bereitest mir einen Tisch.
[26:46] Das heißt also, wenn jetzt zum Beispiel dein Kind dein Feind wird, weil es nicht funktioniert, so wie du es haben möchtest, oder dein Partner, oder der Nachbar, oder wer auch immer das ist, dann mach dir den ersten Gedanken, bin ich davon abhängig? Nein. Zweiter Gedanke, wie reich bin ich jetzt in diesem Augenblick? Das heißt also, du hast die Blumen in der Hand, die Frau schreit, endlich kommst du nach Hause und du kannst jetzt einen Gedanken denken, was ist das für ein Tisch?
[27:24] Ihr Lieben, die Gaben, die uns Gott gibt, sind immer da. Durch den Heiligen Geist in Galater 5 heißt es, er gibt uns Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glaube, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Ihr Lieben, das ist immer da. Nur müssen wir auch von diesem Tisch essen. Sie empfangen diese Gaben. Das heißt also, ich mache mich nicht abhängig von dieser kleinen Maus da, sondern ich habe einen gedeckten Tisch. Und der Tisch ist voller Liebe. Und zwar welcher Liebe? Der Agape, die ohne Wenn und Aber ist. Hast du schon gegessen von diesem Tisch heute? Hast du heute schon diese Liebe aufgenommen, diese Freude, diesen Frieden, den dir der Herr schenken möchte? Und gerade in diesem Augenblick, wo du eine Leere empfindest, gerade in diesem Augenblick, wo du einen Feind vor dir hast, jemand der nicht so funktioniert, wie du dir das gedacht hast, der vielleicht ganz anders ist oder gegen dich ist, mach dich nicht abhängig in Bezug auf Liebe vom Anderen.
[28:46] Ändere deine Grundeinstellung. Wisse, er hat dich jetzt so lieb, wie kein anderer auf dieser Welt. Seine Liebe ist so reich. Sein gedeckter Tisch ist ein Tischlein-Deck-Dich, das immer voll ist, egal wie es jetzt ausschaut zu Hause. Und wenn es drunter und drüber geht, du bist geliebt. Glaubst du das? Glaubt ihr, dass der liebe Gott euch lieb hat? Immer? Noch einmal. Ja, ich muss schauen, dass ihr noch munter seid. Bei der Hitze. Glaubt ihr, dass der liebe Gott euch lieb hat, auch wenn ihr Fehler macht? Dass er euch lieb hat, auch wenn ihr sündigt? Jetzt wird es schon leiser. Gott liebt uns immer. Er liebt nicht das, was wir tun, aber er liebt uns. Und wir lieben das, ist das, was wir in Anspruch nehmen dürfen, um hier zu sein.
[29:51] Also wenn ihr in Anspruch kommt, dann schalbest mein Haupt mit Öl und schenkst mir ein bisschen ein. Steht das bei euch? Wie steht es? Voll ein. Überfließend. Und dieses Bild des Salbens ist ein Bild der Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Und ihr voll einschenkt. Und ihr Kinder, ihr könnt mir so einen gedeckten Tisch zeichnen. Mit vielen guten Gaben drauf. Denn lieber Gott schenkt uns Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glaube, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Du bist reich. Nur viele essen von diesem Tisch nicht. Und deshalb sind sie hungrig. Und machen sich abhängig von anderen.
[30:48] Also die erste Frage, die wir uns stellen, ist, wie heißt sie? Mache ich mich abhängig in diesem Augenblick von anderen in Bezug auf Liebe und Wertschätzung? Zweite Frage, die du dir stellst, wie reich bin ich jetzt in diesem Augenblick, wo die Frau schreit und das Telefon läutet und die Milch übergeht und alles drunter und drüber geht. Ich bin aber trotzdem reich, gedeckt ist dieser Tisch. Das Nachsinnen über die Liebe Gottes und dieses Bild, das er uns in seinem Sohn zeigt, erwärmt das Herz und erweckt die Kräfte der Seele wie sonst nichts auf dieser Welt.
[31:34] Und jetzt kommt die dritte Frage. Nachdem ihr die erste Frage habt, wann und wo habe ich mich abhängig gemacht? Wie reich bin ich eigentlich jetzt in diesem Augenblick? Kommt die dritte Frage. Was braucht jetzt gerade der andere von diesem Tisch? Da kommt der Feind und du genießt auf diesem Tisch Liebe, Freude, Frieden, Geduld. Und dann sagst du, was brauchst du? Brauchst du ein bisschen Liebe? Habe ich für dich. Brauchst du Geduld? Habe ich. Verstehst du? Jetzt machst du dir Gedanken, was von diesem gedeckten Tisch kann ich dem anderen jetzt weitergeben?
[32:19] Bleib mal beim Beispiel. Du hast also deine Blumen in der Hand und sie schreit. Ja, endlich kommst du. Jetzt brauchst du nicht fliehen. Du brauchst nicht in die Firma wieder zurückgehen und sagen, ich habe noch viel Arbeit, sondern du weißt, du bist reich, geliebt, jetzt in diesem Augenblick, wo alles drunter und drüber geht. Genau. Sie braucht jetzt ein bisschen? Ja, Liebe. Hast du ein bisschen Liebe? Du hast die Liebe in Fülle. Und jetzt kannst du sagen, okay, und jetzt machen wir das so, Hemdärmeln rauf, gehen wir in die Küche, helfen wir ihr ein bisschen abwaschen, nehmen wir die Kinder ab und legen wir sie ins Bett hinein. Und am Ende wird es noch ein schöner Abend. Ich garantiere euch.
[33:07] Ihr Lieben, das ist gelebtes Evangelium. Das ist die Liebe, die uns Gott zur Verfügung stellt. Das ist die Macht der Liebe. Und der Teufel dreht es um. Der ist ja der Durcheinanderwerfer. Die Macht der Liebe ist das, was Gott uns schenkt. Und er macht aus der Macht der Liebe die Liebe zur Macht. Er dreht es einfach um. Und das ist jetzt das Problem, nicht? Wenn du nicht funktionierst, dann werde ich Macht ausüben. Und diese Macht kann verschieden ausschauen. Entweder schreie ich dann, ich werde laut, oder ich schlage sogar zu, oder was auch immer das ist. Das ist nicht vom Gott.
[33:52] Die Macht der Liebe schaut anders aus. Hier ist das Bild der Liebe zur Macht. Wie schaut das aus? Ihr seht hier drei Dreiecke. Das eine ist das Ich, das bin ich, meine Persönlichkeit. Und das andere Rote ist die Umwelt. Oder umgekehrt, das Rote sind die Eltern und die Familie. Und das Blaue ist die Umwelt. Jetzt seht ihr, dass dieses Dreieck des Ichs heruntergeklappt ist auf mich selbst. Das ist der egoistische Mensch. Der schaut auf sich, der sagt, ich brauche Liebe. Gib mir doch Liebe. Und wenn du mir nicht Liebe gibst, dann werde ich dich manipulieren, damit du mir Liebe gibst. Dann bringe ich dir halt Blumen. Aber schenke mir doch ein bisschen Liebe. Das ist dieses Bild der Machtausübung über den anderen. Du musst funktionieren. Und wenn du nicht funktionierst, dann werde ich Sanktionen setzen. Das ist ein falsches Bild. Das ist das Bild, das verzerrt die Liebe Gottes.
[35:04] Ich mache mich abhängig von den Eltern. Ich mache mich abhängig von der Umwelt. Und wenn sie funktioniert, geht es mir gut. Wenn sie nicht funktioniert, geht es mir schlecht. Ist das euer Bild? Ich möchte das andere zeigen. Die Macht der Liebe. Und da seht ihr, dass das Ich nach oben geklappt ist sozusagen und sich nach oben hinausrichtet und nach der Liebe Gottes ausrichtet und diesen gedeckten Tisch in Anspruch nimmt. Dieser gedeckte Tisch. Und jetzt kannst du aus dieser Quelle heraus anderen weitergeben. Vater und Mutter, die Eltern und auch dementsprechend der Umwelt. Und das ist für die Kinder sehr wichtig, dass ihr das auch schon lernt, von dem Heiland den gedeckten Tisch zu nehmen und die Liebe von Gott zu holen und dann sie Papa und Mama zu geben und umgekehrt. Wir müssen hier die wahre Quelle in Anspruch nehmen. Wir machen uns nicht abhängig von den Umständen. Wir machen uns abhängig von Gott. Und diese Liebe steht uns jeden Tag in Fülle zur Verfügung.
[36:25] Ihr seht hier diese zwei Dreiecke noch einmal meiner Persönlichkeit. Der eine ist der Egoist. Da ist der Glaube heruntergeklappt. Er glaubt an sich selbst. Man sagt ja oft, die Liebe macht blind. Aber das ist nicht die göttliche Liebe. Denn die göttliche Liebe, die macht sehend. Ich werde offen und ich sehe die Not des anderen. Auch wenn er jetzt gerade nicht so ist, wie ich mir das vorstelle. Wenn er mein Feind geworden ist. Ich sehe, was der andere vielleicht nicht sieht. Das hängt sehr eng mit dem Glauben zusammen. Wir wissen, dass es ein Geschwisterpaar gibt. Glaube und Liebe. Und da heißt es im Matthäus-Evangelium, die Liebe wird in vielen erkalten. Warum? Weil der Glaube weniger wird. Viel Glauben, viel Liebe. Wenig Glauben, wenig Liebe.
[37:34] Und ihr Lieben, ihr könnt euch das vorstellen. Wenn du vor einem Meer der Liebe stehst, auf dem gedeckten Tisch, mach dir keine Sorgen, ob dieses Meer der Liebe groß genug ist für deinen Mann und für die Kinder und für die ganzen Herausforderungen dieses Alltags. Mach dir viel mehr Fragen und Sorgen über den Kübel, mit dem du in das Meer der Liebe schöpfst. Wenn du mit einem Fingerhut in das Meer der Liebe schöpfst, kriegst du wie viel Liebe? Wenig Liebe. Wenn du in den Kübel schöpfst, kriegst du dementsprechend mehr. Dein Glaube bringt dir die Liebe. Kleiner Glaube, wenig Liebe. Großer Glaube, viel Liebe. Vertrau also diesem gedeckten Tisch.
[38:28] Und jetzt bitte beachtet Folgendes. Die Grundbedürfnisse des Menschen können eigentlich nur von Gott gestillt werden. Wie heißen die Grundbedürfnisse noch einmal? Bedeutung und Sicherheit. Stillt es nie von dem anderen. Denn ohne Gott passiert Folgendes. Das Bedürfnis von Bedeutung wird Macht. Und das Bedürfnis nach Sicherheit und Liebe wird zur Lust, wenn man es ohne Gott versucht zu befriedigen. Und in der Folge, wenn das immer wieder so passiert, die unausweichliche Konsequenz eines Lebens kann sein, Gewalt oder Unmoral. Ist das heute die Zeit, in der wir leben? Und das sollte nicht in unseren Reihen sein, nicht in meinem Herzen sein. Warum? Weil ich die Grundbedürfnisse vom Heiland stillt bekomme. Da muss ich nicht Gewalt ausüben. Ich muss nicht mein Lustprinzip leben. Ich bin frei geworden durch seine Liebe.
[39:37] Und das ist das Problem. Zum Beispiel die Mayas, die Römer, was auch immer es ist, diese Hochkulturen, sie wachsen hinauf, bis zu einem großen Niveau. Sie hatten vieles gekonnt schon, rechnen und die Sterne konnten sie, die Planeten konnten sie schon berechnen usw. Und auf einmal ist diese Zivilisation weg. Kommt wieder eine Hochkultur, kann wieder vieles und auf einmal ist sie weg. Warum? Ganz einfach. Weil sie von innen her ausgehöhlt wurde. Keine Liebe. Es war nur mehr Liebe zur Macht und nicht mehr die Macht der Liebe.
[40:25] Halten wir fest, egal wie du schreibst, Gott ist die Liebe. Hältst du das fest? Gott ist die Liebe. Und jetzt habe ich eine Frage an dich. Was ist der Unterschied zwischen dem Satz Gott hat die Liebe und Gott hat die Liebe? Gibt es da einen Unterschied? Ihr Lieben, Gott hat nicht Liebe, sondern Gott ist die Liebe. Ihr Kinder, ich sage euch, was der Unterschied ist. Stellen wir vor, gibt es einen Unterschied zwischen dem Satz der Onkel Fuchs ist ein Esel oder er hat einen Esel? Da ist ja ein Unterschied. Ich weiß, dass ich ihn einmal verliere und nicht mehr habe. Aber wenn ich ein Esel bin? Versteht ihr das?
[41:19] Wenn also Gott die Liebe ist, dann kommt von ihm nur Liebe und nichts anderes als Liebe. Er kann nicht anders. Wenn er Liebe hat, dann kann es sein, dass er sie einmal nicht hat und dann wird er böse. Aber er hat die Liebe. Haltet das bitte fest. Ihr habt das gesehen an einem Mann, der seinen Henker liebte, der sogar bereit war, sich für seine Feinde einzusetzen. Wie geht denn das, nur indem er seinen Vater als Quelle der Liebe genommen hat und sich die drei Fragen gestellt hat. Bin ich jetzt abhängig von den Soldaten? Dann hätte er anders gehandelt. Aber er wusste, er ist geliebt. Und zwar jetzt in diesem Augenblick. Und ihr Lieben, das macht ihn dann zu dem, der sogar bereit war, den Feind zu lieben und diese Macht zu haben, Gutes zu tun, auch dem, der böse ist.
[42:31] Und ich muss euch sagen, ich finde das Bild so schön als Beispiel einer bedingungslosen Liebe. Der Mann steht vor seinen Jüngern und er wäscht ihnen allen die Füße. Und er wusste von zweien, dass sie böse waren. Wer von diesen beiden war das? Wie heißen die? Judas und Petrus. Sie waren seine Feinde. Er wusste, dass sie ihm verraten werden und er wäscht ihnen die Füße. Und was ich machen würde? Ich wasche ihnen den Kopf, aber nicht die Füße. Und das passiert uns immer wieder. Wir machen uns abhängig von den anderen und weil sie nicht so funktionieren, werden wir ihnen ordentlich den Kopf waschen. Aber Jesus konnte sich niederknien und ihnen die Füße waschen, ihnen dienen. Warum? Weil er einen gedeckten Tisch hatte. Und er hatte von diesem gedeckten Tisch gegessen. Kann ich meinem Verräter Gutes tun? Weil ich einen gedeckten Tisch habe. Und er lebte aus diesem gedeckten Tisch.
[43:49] Liebe ist also, und ich möchte euch bitten, lernt diesen Satz auswendig. Ich werde euch heute Nachmittag fragen. Liebe ist die höchste Wertschätzung des anderen mit dem feinen Gespür für dessen Nöte und Bedürfnisse. Sagen wir das noch einmal miteinander? Liebe ist die höchste Wertschätzung des anderen mit dem feinen Gespür für dessen Nöte und Bedürfnisse. Passt also gut zu unserer Lektion auch heute Vormittag.
[44:19] Gut, das war schon ein kleiner Ausflug wieder in die Gefühlswelt. Heute Nachmittag geht es dann weiter. Ich hoffe, ihr könnt das alles noch aufnehmen. Aber gut ist es, dass es aufgenommen wird. Dann könnt ihr es euch noch einmal anschauen. Die Depression wird uns dann am Nachmittag beschäftigen. Die Depression ist für uns jeden Tag, jeden Augenblick da. Esst von diesem gedeckten Tisch, das ist mein Wunsch. Amen.
[45:10] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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